Fünfhundertachtundzwanzig

Bereits letztes Jahr hatte ich an der Kastanienbewegung teilgenommen. Heuer bin ich etwas später dran.
Bei unserem Kurzurlaub Anfang des Monats hatte ich noch ein paar Kastanien gesehen, mich daran erinnert, und eine aufgehoben und mitgenommen.
Seither trage ich sie zwar mit mir, war aber noch nicht dazu gekommen, das auch zu bloggen.

Allerdings vermisste ich noch eine Eichel. Letztes Jahr hatte eine der Kastanie in meiner Jackentasche Gesellschaft geleistet.
Das Wetter war zwar nicht sehr einladend, trotzdem machten wir uns zu einem Spaziergang auf. Bei diesem recht feuchten, windigen Wetter ist mein Kopftuch immer wieder ideal als Kopfbedeckung.
Wir schlugen die Richtung zu der Stelle ein, wo ich im Vorjahr die Eichel gefunden hatte. Ich blieb stehen und suchte den – ziemlich schmierigen – Boden ab, konnte aber keine Eichel entdecken. Dabei musste nach meiner Erinnerung hier eine Eiche stehen – offenbar eine unzutreffende Eichtheorie.

„Was suchst du?“
„Eine Eichel.“
„Ich stelle dir gerne meine zur Verfügung.“
„Hm. Ja, später gerne. Aber jetzt suche ich erst mal etwas handlicheres für meine Jackentasche.“

Leider blieb meine Suche vergebens.
Dafür fanden wir einen geeigneten (sh. unten) Baum, an den ich mich lehnen konnte. Die Outdoorsaison ist zwar eigentlich vorbei, aber wenn man darauf verzichtet, sich hinzulegen, geht noch ä bissle was.

Aber meine Kastanie wird wohl diesen Winter alleine verbringen müssen.

Als besonderen Bonus nenne ich jetzt noch die wichtigsten Kriterien für einen geeigneten Baum:
Der untere Stamm sollte weitgehend astfrei sein, so dass es möglich ist, sich anzulehnen. Die Rinde sollte einigermaßen glatt, sauber, und auf jeden Fall harzfrei sein. Der untere Bereich bei der Wurzel muss halbwegs trocken sein und einen festen Stand erlauben. Von Vorteil ist es, wenn Steine oder Wurzelwerk helfen, die Höhendifferenz zu überbrücken. Ich empfehle einen Stammdurchmesser von mindestens 20 Zentimetern (was mich an eine andere Story erinnert, mit der ich aber jetzt zu sehr abschweifen würde – vielleicht ein andermal). Es ist günstig, wenn andere danebenstehende Bäume einen gewissen Sichtschutz in alle Richtungen gewähren.


Und noch etwas Bonusmaterial von einem alten Kartenspiel, das ich als Kind gespielt habe:

„Der König
ging in den Wald.
Er suchte Eicheln
für sein Schweinchen.

Der Ober
schoss dem Unter
die Kugel
ins Herz.“

Kastanie 2013

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Fünfhundertachtundzwanzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Ja, so über Eicheln kann man wunderbar sinnieren…:) Ich mag die ja auch ganz besonders.

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  2. theobromina schreibt:

    Hallo breakpoint,

    na, da hab‘ ich ja gleich mal was gelernt… 😉

    Jedenfalls schön, dass Du wieder dabei bist! Hoffen wir, dass es diesmal schneller wieder Frühling wird als beim letzten Mal, dann ist mal auch leichter bekleidet viel lieber draußen.

    Wärmelnde Grüße, Theo

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  3. schaum schreibt:

    nanana, da waren einige elemente eher fsk18 oder habe ich was missverstanden 😉

    es schäumt neugierig

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  4. Knackfrosch schreibt:

    Auf Kastanien stehe ich auch, besonders wenn die schön glatt und glänzend sind.

    Ich habe allerdings keine, obwohl ich regelmäßig an einem Kastanienbaum vorbei laufe. Da die Kastanienzeit mit „schlechtem Wetter“ korreliert und ich dann lieber das Auto benutze biete sich keine Sammelgelegenheit.

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  5. breakpoint schreibt:

    SechshundertdreiNur selten gönnen wir uns einen komplett arbeitsfreien Sonntag.
    Aber gestern war das Wetter so fabelhaft schön für Januar, ideal für einen Ausflug. Ich kann mich gar nicht erinnern, einmal solch prima Wetter im Januar erlebt zu haben.

    Wir blieben a…

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  6. breakpoint schreibt:

    SechshundertsechsundfünfzigEigentlich hatten wir auf Grillwetter gehofft, obwohl es sich für zwei Personen nicht richtig rentiert, den Gartengrill anzuwerfen. Aber es war uns dann doch zu kühl und zu feucht.
    Also begnügten wir uns mit gebratenen Nudeln und Wantans vom asiatisch…

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  7. breakpoint schreibt:

    SechshundertachtundfünfzigDie Bärlinerin hat sich besonders viel Mühe gegeben, sich Fragen an mich auszudenken.
    Ich teile die Beantwortung am besten auf mehrere Blogeinträge auf, und arbeite die Fragen einfach der Reihe nach ab.

    „…hast du schon eine Sekunde bereut, das we…

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