Ernährungsfragen //1881

Nachdem hier gestern die Frage beantwortet wurde, warum man Holz nicht essen kann, hat mich das bewogen, endlich die Liste mit weiteren Fragen zur Ernährung zu bloggen, die schon lange bei meinen Entwürfen vor sich hinschwelt.

Wie bekommen Juden am Sabbat etwas zu essen, wenn doch kochen, Tisch decken, etc. verboten sind?
Dürfen vegetarische Säuglinge gestillt werden?
Ist Soylent Green halal?
Darf eine Veganerin nach dem Blowjob schlucken?
Ist Rindfleisch indischer Art bekömmlicher als ein Schweinebraten à l’Arabie?
Wie wird die Fastenpflicht im Ramadan im nördlichen Skandinavien praktiziert?

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Es brennt vor der Wende //1880

Heuer ist die Sommersonnenwende am Donnerstag, den 21. Juni um 12:07 UTC+2.
Die Sonnwendfeuerfeier des Dorfes fand aber bereits am Samstag statt.
Verena hatte Sophie wohl davon vorgeschwärmt, so dass Sophie unbedingt das Feuer sehen wollte (dass sie das früher schon mal erlebt hatte, daran erinnerte sie sich wohl nicht mehr).
Jedenfalls holte Carsten Verena und die Kinder bereits am Nachmittag aus der Stadt ab, zumal er dort noch etwas anderes zu erledigen hatte.
Wir aßen alle zusammen zu Abend. Das Feuer sollte ja erst um neun entzündet werden, so dass noch viel Zeit war. Als Nachtisch gab es von mir selbst gebackenen Kirschstreuselkuchen mit Quark({s} aber ohne Squark), der allen sehr zu schmecken schien.

Irgendwie verplapperte ich mich dann, indem ich von meiner Kindheit erzählte. Fronleichnam war ja erst vor wenigen Wochen gewesen, und ich erinnerte mich daran, dass ich damals mit einem Kränzchen (aus Draht und Stoff) in den Haaren und einem kleinen Strohkorb, der mit Blüten gefüllt war, bei der Prozession Blumen gestreut hatte.
Natürlich wollte Sophie auch so ein Kränzchen haben. Ich bin zwar nur ihre Stiefoma, aber es scheint wohl, dass ich dafür zuständig bin, ihr solche Dinge zu schenken. Also habe ich im Internet geschaut, tatsächlich etwas ähnliches gefunden, und für sie bestellt.
Für Niklas habe ich eine batteriebetriebene Bohrmaschine gefunden, damit er nicht leer ausgeht. Die macht zwar ein bisschen Gebrumm, ist aber sonst nicht funktionsfähig.

Eigentlich hatte ich keine Lust, die anderen zu begleiten, aber Carsten legte Wert auf meine Gesellschaft, so dass ich schließlich nachgab.

Die Dorfbevölkerung erschien mir diesmal nicht mehr ganz so feindselig und abweisend. Ich unterhielt mich sogar kurz mit der Frau des Handwerkermeisters, den wir damals aufgesucht hatten. Ich fragte sie, wie es Minka ginge. Sie erzählte, diese sei hochträchtig, und würde wohl in den nächsten paar Tagen werfen. Ob ich nicht ein oder zwei Junge wolle. Bei mir wisse sie, dass sie in gute Hände kämen. Aber das geht nicht. Ich erklärte, dass Carsten und ich Wochenendpendler sind. Da würde sich eine Katze nicht wohlfühlen, und wir könnten uns nicht genügend um sie kümmern.
Der Bürgermeister und einer der Gemeinderäte sprachen Carsten wieder in der Hoffnung auf eine Spende an. Da der Bürgermester damals die Angelegenheit mit den Bauplätzen zu unserer Zufriedenheit geregelt hatte, sagte Carsten zu.
Eine korpulente Frau bewunderte zunächst wortreich die Niedlichkeit der Kinder, um dann zu versuchen, Carsten über Fiona auszuhorchen. Da er jedoch nur äußerst knapp antwortete und kurzangebunden blieb, gab sie es schließlich auf.

Carsten und ich teilten uns ein Bier, Verena trank mit ihren Kindern Limonade. Später gab es noch eine Bratwurst für die Kinder, und ein Schweinesteak für die Erwachsenen (eine Bratwurst wäre mir ja eigentlich lieber gewesen).
Jetzt am Abend war es wieder recht kühl geworden. In der Nähe des Feuers war es zwar auszuhalten, trotzdem betonte ich solange, dass ich friere, bis Carsten endlich den Arm um mich legte (nachdem er schon den ganzen Abend über überhaupt nicht an mir herumgetatscht hatte, weil er entweder den Buggy schob oder mit den Kindern beschäftigt war).
Beim Herumspringen fiel Niklas hin, und schlug sich das Knie auf. (BTW – ich bin mittlerweile die Fäden an meinem Knie los. Die Naht leuchtet zwar noch ziemlich auffällig rot, aber das wird sich im Laufe der Zeit schon geben.) Niemand von uns hatte ein Pflaster dabei, aber Verena kennt hier im Dorf ja praktisch jeden, und so wurde Niklas bereits kurze Zeit später von einer ältlichen Frau mit einem Pflaster beklebt.

Gegen elf waren wir müde (von den Kindern mal abgesehen), so dass wir zurück ins Haus gingen. Ausnahmsweise übernachtete Verena mit den Kindern dort. Hoffentlich wird das nur nicht zur Gewohnheit!

Am nächsten Morgen frühstückten wir alle zusammen. Da keiner an ein ausgiebiges Frühstück gewöhnt war, dauerte es nicht übermäßig lange.
Ich hatte bereits zwei Tassen Kaffee intus, sonst wäre ich früh am Morgen noch ungeselliger gewesen, als ich es eh schon bin.
Aber auch die anderen waren noch nicht so recht munter und ziemlich ruhig.
„Warum kann man Holz eigentlich nicht essen“, fragte Sophie unvermittelt in die Stille.
„Weil wir in unserem Verdauungstrakt keine Enzyme produzieren“, begann ich zu breakplainen, „die Cellulose spalten können. Bei den Kühen ist das ja auch ganz kompliziert. Die haben viele Mägen, und müssen das Gras wiederkäuen, um es verdauen zu können. Bei Termiten ..“
Carsten unterbrach mich, und sprach zu Sophie: „Weil Holz zu hart ist, Sophie.“
In Anbetracht seiner neueren Holzerfahrungen verzichtete ich auf den Hinweis, dass im Abstellschuppen eine ganze Kiste Sägemehl steht. Schönes, weiches, unverhofft softes Sägemehl. Bei Gelegenheit werde ich es ihm einmal anbieten.

Als alle fertig waren, fuhr Carsten Verena und die Kinder wieder zurück in die Stadt.

Den Rest des Sonntags verbrachten wir in ungetrübter Zweisamkeit. Am späten Nachmittag bzw. frühen Abend war draußen alles menschenleer, so dass wir die Gelegenheit für Outdoor-Aktivitäten nahe einem sonst recht belebten Weg wahrnahmen.

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Twi-, Twitt-, Twitter! //1879

Und wieder mal twittert es hier. Dies waren meine Tweets vom 13. bis 31. Oktober 2017.

Verschreiber des Tages: Eisprungadresse statt Einsprungadresse
Grund zum Feiern? //1691 Sechzehnhunderteinundneunzig
Überraschend viel heute im Büro los. Immerhin kein Jour-fixe.
Verhörer des Tages: besoffen statt betroffen
Betriebliche Weiterbildungsorganisation //1690 Sechzehnhundertneunzig
2^6 * 5^3 = 20^3 = 64 * 125 Tweets
breakpoint’s Wayback Archive #14 //1689 Sechzehnhundertneunundachtzig
Eine einzige Fliege ist im Raum. Und die nervt unsäglich.
Kalt draußen. Allmählich komme ich nicht mehr um Unterwäsche herum.
Verleser des Tages: vergewaltigt statt vergegenwärtigt
Es wird heiß. Und scharf. Oder süß. //1688 Sechzehnhundertachtundachtzig
Verleser des Tages: mgtow. statt möglw.
Hoffentlich wisst ihr Männer zu schätzen, dass ich trotz #Mistwetter im Minirock rumlaufe.
#ParadiseFound #Blogparade //1687 Sechzehnhundertsiebenundachtzig
Verleser des Tages: Samenleiter statt Stammesleiter
Zufällige Begegnung //1686 Sechzehnhundertsechsundachtzig
Verschreiber des Tages: Nude statt Nudel
Heute schon der Heiligen Nudel gehuldigt? #Weltnudeltag #FSM
RAmen! #Weltnudeltag #FSM
Verleser des Tages: feministisch statt französisch
Stress – #Blogparade //1685 Sechzehnhundertfünfundachtzig
Diese unglaubliche feministische Arroganz, zu verlangen, alle Frauen müssten die eigenen Interessen teilen.
Verleser des Tages: Gehirns statt Geschirrs
Eine unpassende Mail //1684 Sechzehnhundertvierundachtzig
Verleser des Tages: Easter statt Erster
Ausgekäfert, ausgeflogen //1683 Sechzehnhundertdreiundachtzig
3mal Enterprise, 1mal Orion. Danke, @tele5
Verleser des Tages: beschädigt statt beschäftigt
breakpoint’s Wayback Archive #13 //1682 Sechzehnhundertzweiundachtzig
Lieber ließe ich mich vom #Patriarchat unterdrücken, als vom #Feminismus.
Verleser des Tages: Katzen-Trainer statt Kaizen-Trainer
Gezwitschertes //1681 Sechzehnhunderteinundachtzig
Habe Mann gegen seinen erklärten Willen zu Sex im Büro verführt. #metoo #mentoo #ichwars
Verleser des Tages: Doppelständer statt Doppelstandards
Personelles //1680 Sechzehnhundertachtzig
Verhörer des Tages: Apfel statt Abfall
Bassd ned //1679 Sechzehnhundertneunundsiebzig
Verleser des Tages: Calculating statt Catcalling
Kastanien-Update //1678 Sechzehnhundertachtundsiebzig
#Hexadezimal stimmt’s sogar.
Auf how-old.net mit aktuellen Fotos mein Alter schätzen lassen. 27 oder 28. \o/
Verleser des Tages: Weibsbilder statt Weltbilder
Ikosanniversium //1677 Sechzehnhundertsiebenundsiebzig
Verhörer des Tages: Läuse statt Leute
Schwägerliche Trennung //1676 Sechzehnhundertsechsundsiebzig
Verleser des Tages: stranger statt strenger
breakpoint’s Wayback Archive #12 //1675 Sechzehnhundertfünfundsiebzig
Verleser des Tages: staring statt sharing
Geködert durch Etikettenschwindel //1674 Sechzehnhundertvierundsiebzig
Verleser des Tages: Quecksilber statt Quacksalber
Es ist unredlich, Außenseitermeinungen in einer Gruppe als typisch für diese darzustellen.
Kein Freitag-der-13-te-Problem //1673 Sechzehnhundertdreiundsiebzig

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Digiti Digitalandi //1878

Vor wenigen Jahren hatte ich ja schon einmal meine Finger vermessen, aber irgendwann den Zettel mit den Messwerten verschlampt.
Das passiert mir nicht wieder. Deshalb dokumentiere ich eine neue Messreihe hier im Blog.
Es ist schwierig und ungenau, sich selbst die Finger auszumessen. Von Fotos ist das nochmal ungenauer. Deshalb habe ich jetzt meine Hände mit 75 dpi eingescannt. Die Seitenlänge eines Pixels entspricht also 0.3387 Milimetern. Mit geeigneten professionellen Tools lässt sich das am Rechner viel genauer ausmessen.
(256 Shades of Gray genügten für meine Zwecke. Ein Farbscan hätte nur den dreifachen Speicherplatz belegt, ohne einen Zusatznutzen zu bringen.)

Der Scan war gar nicht so einfach, da ich einerseits am Rechner den Vorgang starten musste, um dann sofort meine Hände auf das Flachbett des Scanners zu legen. Zudecken konnte ich ihn auch nicht. Aber immerhin genügt das Ergebnis, um die Fingerlängen auszuwerten.
Ich hatte vorher ja auch kurz erwogen, mir vorher auf jeden Finger einen Buchstaben von „breakpoint“ zu schreiben, aber das hätte Spiegelschrift bedeutet, und ich hatte auch gar keinen Nerv, mir zu überlegen, mit welchem Finger ich anfangen müsste (zumal die ganze Aktion spontan geschah, als ich gerade mal wieder meinen Multifunktions-Drucker in Betrieb hatte). So kann natürlich jeder Kritiker behaupten, dass es sich gar nicht um meine Hände handelt, aber solche voreingenommenen Leute sind eh nicht zu überzeugen.
Da man meine Fingerabdrücke nicht erkennen kann, und der Scan auch zum Handlesen oder meiner Identifikation nicht geeignet sein dürfte, veröffentliche ich das Bild mal wieder (zumal ich selbst die Urheberrechte daran habe).

Hier also die Messergebnisse von links nach rechts in Millimetern.
Linke Hand: (kleiner Finger, 58.5), (Ringfinger, 77.6), (Mittelfinger, 84.4), (Zeigefinger, 79.8), (Daumen, 66.9)
Rechte Hand: (Daumen: 66.4), (Zeigefinger, 79.6), (Mittelfinger, 84.6), (Ringfinger, 75.1), (kleiner Finger, 59.0)
Die Messgenauigkeit* dürfte eigentlich keine Zehntel Millimeter hergeben, aber runden kann man immer noch.
(Die sprichwörtliche Spiegelbildlichkeit der rechten und linken Hand ist nur näherungsweise gegeben – aber Symmetrien sind wieder ein anderes Thema auf meiner To-Blog-Liste.)

Aufgrund dieser Messergebnisse, lässt sich das 2D:4D Verhältnis berechnen.
Links erhalte ich 1.028, und rechts 1.060.
Letzteres erschien mir jedoch schon sehr außergewöhnlich. Möglicherweise lag mein Ringfinger nicht flach ausgestreckt auf der Unterlage, so dass der Scan verfälscht wurde, und den Finger zu kurz anzeigt. Wenn ich das Lineal direkt an den Finger halte, so lese ich etwa 76 oder 77 Millimeter ab (was einer Digit Ratio von etwa 1.04 entsprechen würde). Die Messergebnisse der anderen Finger stimmen innerhalb der Messgenauigkeit überein.

Ich bin Naturwissenschaftlerin. Freilich versuche ich, wissenschaftliche Theorien auf mich selbst anzuwenden, und abzugleichen, inwieweit sie wohl zutreffen. Oder auch nicht.

Das Längenverhältnis von Zeigefinger zu Ringfinger 2D/4D ist ein Indikator für das pränatale Testosteronlevel. Studien deuten darauf hin, dass insbesondere in den ersten drei Entwicklungsmonaten die Ringfinger eines Embryos auf hohe Konzentration von Testosteron mit verstärktem Wachstum reagieren. Das Fingerlängenverhältnis bleibt später nach derzeitigem Forschungsstand lebenslang erhalten.
Die Forschung zu hormonellen Einflüssen auf die Gehirnentwicklung steckt noch in den Anfängen. Ich habe zumindest keine belastbaren Quellen gefunden, die auch das Timing bzw. das bereits erreichten Entwicklungsstadium eines Fötus berücksichtigen. Ist wohl auch schwierig zu messen.
Es erscheint mir plausibel, dass hormonelle Einflüsse je nach Entwicklungsstand ganz unterschiedliche Auswirkungen haben können. Was in den ersten Monaten das Längenwachstum der Finger begünstigt, kann sich zu einem späteren Zeitpunkt ganz anders manifestieren. Eine stärkere Veränderung des Hormonlevels kann deshalb widersprüchlich erscheinende Folgen haben.
Nach dieser Hypothese wäre es möglich, ein großes Fingerlängenverhältnis auszubilden, wenn in den ersten drei Monaten eine niedrige Testosteronkonzentration vorhanden ist, und ebenso – wenn später die entsprechenden Gehirnareale sensitiv für pränatales Testosteron sind – nach einer deutlichen Steigerung der Konzentration, die jeweiligen Gehirnstrukturen auszuprägen.
Aber dies sind nach dem derzeitigen Wissensstand nur unbelegbare Spekulationen.

Erkenntnisse, die auf der Mittelfingerlänge beruhen, sind mir nicht bekannt. Dafür gibt es andere Fingerspiele.

* Fehlerbetrachtung:
Unter der Voraussetzung, dass beim Scannen alle Finger korrekt auf der Unterlage aufliegen, dürfte der Messfehler durch unzureichende optische Auflösung, Schwierigkeiten bei der Positionierung des Mousecursors, sowie uneindeutige Streckenführung, bei einem bis zwei Millimeter pro Finger liegen. Das enspricht einem relativen Fehler von bis zu 3 Prozent.
Bei Potenzprodukten addieren sich die Beträge der relativen Fehler der einzelnen Messfehler, so dass insgesamt eine Ungenauigkeit von 6 Prozent angenommen werden muss.
Dieser Fehler ließe sich reduzieren durch die Durchführung mehrerer Scans und derer Auswertung. Aber dazu habe ich weder Zeit noch Lust.

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Schlüsselnot //1877

Carsten hatte eine Anfrage bekommen, ob er bei einer Veranstaltung eine Keynote sprechen würde. Er kam damit zu mir ins Büro, und meinte, dass ich das übernehmen soll.
„Du willst mich doch entlasten. Dies kannst du übernehmen. Als Geschäftsführerin hast du die gleichen Voraussetzungen wie ich.“

Der Vorschlag begeisterte mich nicht, so dass ich versuchte abzuwiegeln: „Sie haben doch dich gefragt. Ich würde höchstens im Notfall als Vertretung einspringen, wenn dir kurzfristig etwas wichtigeres dazwischen kommt.“
„Ich stehe für derlei nicht mehr zur Verfügung. Das ist ein Aufgabenbereich, den du in Zukunft übernimmst.“
Ich schüttelte den Kopf. „Die wollen dich, weil du so gute Reden halten kannst. Nicht mich. Novosyx ist bei dieser hochkarätigen Referentenliste nicht bedeutend genug, um sie mit mir abzuspeisen.“

„Unsinn. Wenn du die Hüften ein wenig schwingen lässt, bleibt das den Gästen besser in Erinnerung als meine Rhetorik.“
Oha! Hatte er etwa einen Spion bei meinem letztjährigen Vortrag? Aber vielleicht war es auch nur der Einfluss des Whiskeys, den er vorher mit Geschäftsfreunden getrunken hatte.

Ich zog es vor, das Thema zu wechseln: „Und dann müsste ich auch dorthin reisen und in einem Hotel übernachten.“
„Wenn ich die Keynote halten würde, ginge es mir genauso. Aber schauen wir mal. Wenn mir nichts dringenderes dazwischen kommt, begleite ich dich vielleicht, und setze mich mit ins Publikum.“
Jener Vorschlag gefiel mir, dieser nicht. „Dann kannst du gleich selbst sprechen.“

„Wir waren uns doch einig gewesen, Anne, dass du nach und nach meine Aufgaben übernimmst. Und solche Sprecher-Tätigkeiten sind eindeutig Aufgaben, die ich bereits jetzt nicht mehr wahrnehmen muss und will. Das ist jetzt dein Job.“
„Dann sagen wir ganz ab. Ich hab‘ auch keine Lust.“
„Das hat nichts mit ‚Lust‘ zu tun. Das ist Public Relations. Etliche potentielle Geschäftspartner werden anwesend sein. Presse ist da, und auch einiges an Politikprominenz und einflussreichen Wirtschaftslenkern. Wir dürfen uns nicht entgehen lassen, dort Kontakte zu knüpfen, oder zumindest einen positiven Eindruck zu hinterlassen.“
„Und für diesen Eindruck soll ich mit dem Hintern wackeln?“
„Dein wunderhübsches Hinterteil sorgt höchstens subtil dafür, dass der poitive Eindruck deiner Worte nicht so schnell wieder vergessen wird. Ich setzte da auf einen katalytischen Effekt. Schade dass deine Pomotion noch nicht durch ist, aber bis zum Veranstaltungstermin wird sie es sein, so dass dein Doktortitel mit in die Ankündigung aufgenommen werden kann.“

Was hätte ich noch viel sagen sollen? Wir waren wieder mal an einem Punkt angelangt, an dem er nicht mehr mit sich reden lässt, und meine Argumente ins Leere gehen.

Wir beließen es also dabei, dass er mich bei den Veranstaltern vorschlagen wird. Also habe ich immer noch die Hoffnung, dass diese ablehnen. Allerdings fürchte ich, dass sie es sich nicht entgehen lassen werden, eine Frau als Rednerin zu bekommen.

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breakplaining: Fourier //1876

Was mich gleich im ersten Semester besonders fasziniert hat, waren Fourieranalyse- und synthese.
Ein Blogeintrag ist sicher nicht geeignet, das Thema vollumfänglich zu betrachten, aber einen kleinen – stark vereinfachten – Einblick kann ich schon geben.

Es geht zunächst darum, periodische Vorgänge als Überlagerung von höherfrequenten Anteilen darzustellen.
Ein periodischer Vorgang hat eine definierte Periodendauer. Der Kehrwert davon ist die Grundfrequenz. Die ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz bilden die Oberfrequenzen.
Eine Fourierreihe ist die Aufsummierung der einzelnen Oberschwingungen zu einem einzelnen Signal. Um die einzelnen Koeffizienten (also Gewichtsfaktoren) zu erhalten, führt man eine Fourieranalyse durch. Dabei wird die Ursprungsfunktion mit den einzelnen Schwingungen der Oberfrequenzen multipliziert, und über die gesamte Periodendauer integriert (na, toll! Jetzt habe ich es geschafft, das ganze sowohl unverständlich als auch inkorrekt zu formulieren).
Wie auch immer – auf diese Weise lassen sich beispielsweise Rechteck-, Dreieck- oder Sägezahnsignale als Summe einzelner harmonischer Schwingungen darstellen. Diese Fouriersynthese nutzt man etwa bei einem elektrischen Funktionsgenerator.

Als einfachstes Beispiel stellen wir uns eine Funktion vor, die +1 in [0;pi[ ist, -1 in [pi;2 pi[, und periodisch fortgesetzt wird – der Graph sieht dann etwa aus wie Burgzinnen. Diese Funktion multiplizieren wir mit sin(n x), und integrieren über eine volle Periode (also von 0 bis 2 pi). In diesem einfachen Fall können wir uns auf den Sinus beschränken, und brauchen nicht auf irgendwelche zusätzlichen Phasen zu achten, da es sich um eine ungerade Funktion handelt. Nach einfacher Rechnung (die latexfrei aber kaum lesbar wäre) ergeben sich als Koeffizienten 4/n, wenn n ungerade ist, sonst 0.
Die Rechteckfunktion lässt sich also (bis auf einen konstanten Faktor 4, unterschlagen habe ich dabei auch noch die Division durch die halbe Periodendauer, also pi) darstellen als Summe sin(x) + sin(3x)/3 + sin(5x)/5 + …

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist noch das Gibbs’sche Phänomen, das bei den Sprungkanten zuschlägt, indem dort überhöhte Werte angenommen warden.

Noch spannender wird die Angelegenheit, wenn man von periodischen Vorgängen auf aperiodische übergeht. Im Prinzip lässt man die Periodendauer der Grundfunktion gegen unendlich gehen. Aus der Fourieranalyse wird eine Fouriertransformation. Aus diskreten Frequenzen wird ein kontinuierliches Spektrum.
„Wozu braucht man sowas?“, wird sich nun sicher der eine oder andere fragen. Fooriertransformierte sind manchmal ein nützliches Hilfsmittel bei der Lösung von Differentialgleichungen.
Bei manchen Anwendungen ist es nötig, numerisch Fouriertransformationen auszuführen. FFT (Fast Fourier Transformation) ist ein Algorithmus, mit dem dies mit hoher Performance gemacht wird. Ich habe leider Einzelheiten vergessen, weiß nur noch, dass die Anzahl der Stützpunkte eine Zweierpotenz sein muss.

Ja, das hört sich jetzt alles sehr theoretisch an (ist es auch). Für mich ist das Beispiel eines Gewitters eine interessante Veranschaulichung. Bei einem Gewitter findet eine schlagartige (i.e. extrem kurze) Entladung statt. Es ist bekannt, dass man dann erst den Blitz sieht, und den Donner erst später (in Abhängigkeit von der Entfernung) hört.
Fouriertransformiert man einen Deltapeak, so erkennt man, dass praktisch sämtliche Frequenzen vorhanden sind. Das sichtbare Licht sieht man als Blitz. Radio- und Fernsehsignale werden gestört. Niedrige Frequenzen stellen sich als Schall dar. Schallwellen breiten sich wesentlich langsamer als Licht aus, deshalb die Verzögerung des Donners gegenüber dem Blitz. Durch die Dispersion (Abhängigkeit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von der Frequenz) ergibt sich das typische Donnergrollen.

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Can The Canoe //1875

Ich habe ja wirklich den guten Willen, meinen Mitarbeitern die Kanufahrt zu ermöglichen. Aber nach einem Gespräch mit der Personalabteilung scheinen da mehr Stolperfallen im Weg zu liegen, als ich angenommen hatte.

Es ist vorgesehen, den Ausflug ganztägig durchzuführen, damit es sich auch lohnt. Dazu werde ich wohl einen kleinen Bus anmieten. Das ist gemütlicher, als wenn jeder selbst fährt, oder sich Fahrgemeinschaften bilden. Eigentlich soll der Tag als Arbeitszeit anerkannt werden.
Vormittags plane ich eine Besichtigung. Was genau ist noch zu klären. Das könnte ein anderer Betrieb sein, ein Museum, eine Tropfsteinhöhle, oder sonst etwas.
Mittags dann gemeinsames Essen in einer (einfachen) Gaststätte. Speisen und alkoholfreie Getränke zahlt die Firma. Alkoholische Getränke sind nicht erwünscht. Da es sich um eine betriebliche Veranstaltung handelt, werde ich Alkohol offiziell nicht erlauben – auch aus Sicherheitsgründen.
Am Nachmittag dann die Kanufahrt. Ich selbst bleibe Zuschauer, und werde vielleicht ein paar Fotos schießen.
Auf der Rückfahrt könnten wir – je nach Zeit – noch einen kleinen Umweg zu einer Sommerrodelbahn machen. Aber wer dort fahren will, muss das auf eigene Kosten tun.

So weit, so gut.
Die Personalabteilung hat mich jetzt darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter einen Teil der Kosten versteuern müssten. Daran führt wohl kein Weg vorbei, zumal der Freibetrag schon für unser Firmensommerfest draufgeht.
Außerdem sind sie nicht berufsgenossenschaftlich versichert, so dass ein eventueller Unfall nicht als Arbeitsunfall zählen würde.
Dass ich die Einwilligung jedes einzelnen brauche, falls ich die Fotos irgendwo (und sei es bloß im Firmen-Intranet) veröffentlichen möchte, war mir schon vorher bewusst.

Ich werde jetzt das alles zusammenschreiben, und dann an meine Mitarbeiter verteilen. Die sollen es sich gründlich durchlesen, und mir im Laufe der Woche unterschrieben zurückgeben.
Falls auch nur einer mit den Bedingungen nicht einverstanden ist, wird der ganze Ausflug nicht stattfinden.
Als Arbeitgeber hat man es nicht leicht, seinen Angestellten etwas Gutes zu tun.

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Der Hacker //1874

Am Samstag Vormttag war es soweit.
Nachdem das bestellte Holz geliefert und am Vortag in zylindrische Klötze gesägt worden war, machte sich Carsten daran, es in Sektoren zu hacken.
Eigentlich war ich ganz froh, dass meine Knieverletzung es nicht erlaubte, selbst mitanzupacken. Aber das Schauspiel wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen, und so machte ich es mir mit ein paar Büchern und einem Eiskaffee ausgerüstet im Garten, wo ich Carsten gut in Sicht hatte, bequem.

Er kam an in betagter Freizeitkleidung, Arbeitshandschuhen und einer nagelneuen Axt. Einen dickeren, etwa meterhohen Stamm hatte er als Hackstock vorgesehen (eigentlich hatte er den am Vorabend hochwuchten wollen, bis ich darauf hingewiesen hatte, dass er sich wesentlich einfacher fortbewegen lässt, wenn man ihn leicht gekippt dreht, und dabei eine Translationsbewegung superponiert).
Ich wollte mich an sich ganz raushalten, fragte ihn aber dann doch: „Willst du nicht wenigstens Sicherheitsschuhe anziehen?“
„Ich werd‘ mich schon nicht gleich in den Fuß hacken!“, erwiderte er ruppig.
„Ganz wie du meinst, Schatz.“ Er wird es schon merken, wenn ihm ein Klotz mit Schwung auf den Fuß fällt. Aber vielleicht will er sich auch solidarisch mit meiner Knieverletzung zeigen.

Er fing dann ausgerechnet mit einem besonders verwachsenen Trumm an, und hielt den Axtgriff auch nicht auf optimale Weise. Bald konnte ich es nicht mehr mitansehen, wie er sich abplagte, und so fragte ich ihn, warum er nicht lieber einen anderen, glatten Klotz ohne Astverzweigungen nehme, und den verwachsenen Klotz erst mal zurückstelle, bis er mehr Übung habe und die Hacktechnik einigermaßen beherrsche.
Grimmig nahm er einen anderen Klotz, holte mit der Axt übermäßig weit aus, und traf den Klotz ziemlich exzentrisch, so dass die Klinge der Axt ein Stück weit am Rande hineinragte, und sich nur noch mit roher Gewalt entfernen ließ.
„Du musst in die Mitte treffen“, erklärte ich, „und du tust dir leichter, wenn du die frisch gesägte Seite nach oben legst, nicht die eingetrocknete Schnittfläche.“
Wortlos platzierte er das Holz entsprechend, holte mit der Axt weiter aus, als notwendig gewesen wäre, aber traf diesmal einigermaßen zentral. Er wollte die Axt hochheben, um sie herauszuziehen, aber sie saß wieder fest.
„Dreh‘ die Axt um 180 Grad axial“, empfahl ich, „so dass das Holz oben ist. Dann hebst du Axt samt Holz, lässt es runterkrachen, so dass das Holz durch sein Eigengewicht selbst auseinanderspringt.“

Durch einige weitere meiner Hinweise bekam er dann allmählich den Bogen raus, und merkte, worauf man achten muss. Normalerweise amüsiert er sich ja über meine Besserwisserei. Diesmal jedoch hatte ich den Eindruck, dass meine Erklärungen nicht wirklich willkommen waren, obwohl er sich letztendlich doch danach richtete.
Naja, er hatte das halt noch nie gemacht. Ich immerhin soviel, um zu wissen, worauf es ankommt. Mit der richtigen Technik lässt sich zwar einiges herausholen. Trotzdem kostet es Kraft.

Ein bereits gehacktes Scheit traf einmal sein Schienbein, muss zwar kurzzeitig weh getan haben, richtete aber keinen anhaltenden Schaden an. Er wird das nächste mal Sicherheitsschuhe tragen.
Nach einer Stunde war er durchgeschwitzt, so dass er meinte, das Kleinholz würde erst mal reichen. Ich hielt meinen Mund und wies nicht darauf hin, dass er zumindest zum Anschüren noch wesentlich kleinere Spreißel brauchen würde.
Wenn Tante Irma nicht präsent gewesen wäre, hätte ich es außerordentlich bedauert, dass er so ausgepowert war, aber so .. tja .. nahm ich es halt schulterzuckend zur Kenntnis.

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breakpoint’s Wayback Archive #29 //1873

Wayback zum 12. bis 25. Oktober 2013.

Ich kümmerte mich weiterhin um die IT-Abteilung und wurde alleine verantwortlich für die Website.
Leider fand ich keine Eichel, um meiner Kastanie Gesellschaft zu leisten.
Bei einem Besuch bei meiner Bank versuchte der Bankberater, mit mir zu flirten.
Das Bett wurde zum Schlachtfeld.
Nachdem der CTO einen Fahrradunfall hatte, übernahm ich vertretungsweise einen Teil der Entwicklungsabteilung – sprich die Software.
Der Webmasterfriday fragte nach Kriterien für ein erfolgreiches Blog.
Da eine Umfrage ergeben hatte, dass meine Leser etwas über Plätzchen lesen wollten, bloggte ich über Cookies.
Als meine Binäruhr verschwunden war, gab Carsten mir eine analoge Ersatzuhr.
Ich beschrieb ein typisches Vorstellungsgespräch mit einem Kandidaten für die CIO-Position.
Es gab eine Verwechslung, weil Kathrin mit ihrem Mädchennamen angesprochen werden wollte.
Nach längerer Pause brachte ich wieder einmal Suchanfragen.
Es war ein turbulenter Tag gewesen, nach dem ich abends Carsten, der von einer Geschäftsreise zurückkam, empfing.

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Was Männer wollen //1872

Die Angelegenheit mit dem Debug-Bug ist inzwischen abgeschlossen. Das Release der Bedien-Äpp rückt allmählich in Reichweite.

Ich hatte meinen Mitarbeitern schon länger versprochen, dass ich (bzw. die Firma) sie zum Essen einlade, oder sonst etwas mit ihnen als eine Art Incentive auf Firmenkosten unternehme, sobald die Äpp draußen ist.
Während einer Besprechung wurde der Wunsch geäußert (und allgemein bestätigt), bei einer Kanufahrt mitzumachen. Es gibt hier in vernünftiger Entfernung die Möglichkeit, das durchzuführen. Die Kosten liegen innerhalb des vorgesehenen Budgets. Ich möchte das meine Jungs auch gerne machen lassen. Bloß selbst habe ich überhaupt keine Lust, mich zu beteiligen.

Die Vorstellung, in so einem wackeligen Kanu zu sitzen, und der Strömung ausgeliefert zu sein, bzw. da rumzupaddeln, behagt mir überhaupt nicht. Es ist nicht so, dass ich Angst hätte, oder wasserscheu wäre. Ich bin ja eine sichere Schwimmerin. Außerdem muss man eh Schwimmwesten tragen. Aber so kaltes Wasser – selbst wenn ich nicht reinfalle, so spritzt es doch. Und das gefällt mir einfach nicht. Zumal es mir nach spätestens fünf Minuten auch langweilig wäre. Diese Aktivität hat schlicht keinerlei Reiz für mich. So etwas macht mir keinen Spaß. Ein Tag Entspannung in einem Wellness- oder Thermalbad wäre mir viel lieber.

Es sieht also so aus, als würde ich den Ausflug zwar für alle planen, aber selbst nur Beobachter bleiben.

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Beyond aller Enttäuschung //1871

Neulich kam Star Trek Beyond im Fernsehen. Carsten winkte gleich ab, aber ich wollte der Filmreihe noch eine letzte Chance geben.

Wenn ich behaupten würde, ich wäre maßlos enttäuscht, so wäre das falsch. Ich hatte nach Star Trek und Star Trek Into Darkness keine anderen Erwartungen, aber die wurden noch unterboten.

Die Handlung ist mehr als dürftig. Die Crew wird auf einen Planeten entführt. Das ist auch schon alles. Da abzusehen war, dass die Crew zum Schluss wieder entkommt, tat ich mir die letzte halbe Stunde des Films gar nicht an.
Da keine interessante Story geboten war, bestand der Film praktisch ausschließlich aus Kampf- und Actionszenen, aufmotzt durch aufwendige Graphik und 3D-Effekte. Aber ich schaue mir lieber einen geistreichen Film in VGA-Graphik (z.B. die genialen Animationen im Hitchhiker’s Guide) an, als solches Rumgeballere mit tollen Effekten. Wenn ich Weltraumkämpfe sehen wollte, könnte ich ja gleich Star Wars schauen (Star Wars hat mich nie so recht begeistert. Das ist ein wenig seichte Unterhaltung mit Lichtschwertvergleich, und ganz niedlich Meister Yoda ist. Chewbacca auch). Der ist wenigstens von vornherein als Krieg deklariert, während Star Trek ursprünglich mal eine Forschungsmission war.

Etwas zwiespältig lässt mich die Szene zurück, in der Sulu auf einem „Landgang“ von einem Kind und einem Mann freudig begrüßt wird. Auch wenn inzwischen allgemein bekannt ist, dass George Takei, der ursprüngliche Darsteller, homosexuell ist, hätte das man nicht unbedingt so deutlich machen müssen. Das wirkt auf mich wie der krampfhafte Versuch, progressiv erscheinen zu wollen, zumal es überhaupt nicht zur Entwicklung der eigentlichen „Handlung“ beiträgt. Reinstes Virtue Signalling.
Dass Spock (in der Verkörperung durch Zachary Quinto) auf mich überhaupt keine sapiosexuelle Anziehung mehr ausübt, daran habe ich mich ja inzwischen schon fast gewöhnt.

STB hat meines Erachtens nichts mehr mit Science Fiction gemein. Das ist ein reiner Action-Film mit ein paar Außerirdischen – also meinetwegen Fantasy. Das Science-Element bleibt vollständig auf der Strecke, selbst wenn die Bedienpulte auf der Brücke noch so nervig herumblinken und blitzen.
Meiner Meinung nach setzt die Orville die Tradition der Enterprise weit besser fort, auch wenn einige Szenen in den Klamauk abgleiten.

Wenn ich mich so über die neuen Star Trek Filme ärgere, dann weil sie ein Verrat an der ursprünglichen Idee, die einst hinter der Serie stand, sind. Es ging einst darum, Probleme durch Einsatz der Verstandes und wissenschaftlicher Methoden friedfertig zu lösen. Nur wenn dies nicht mehr möglich war, kam es auch zu Kampfhandlungen, aber die waren eher nebensächlich und nur Verteidigungsmittel. Niemals wurden Actionszenen als Selbstzweck eingesetzt. Die Faszination durch futuristische Technologien und die Darstellung außerirdischer (meist hochintelligenter aber verschiedenartiger) Lebensformen verlieh der Ursprungsserie ihren Reiz.

Ich weiß nicht, ob ich mir die geplante Fortsetzung noch einmal antun werde, wenn sie irgendwann im Free-TV läuft. Es müsste dann deutliche Hinweise geben, dass die ursprüngliche Philosophie wieder aufgenommen wurde. Die derzeitige Machweise ist reine Zeitverschwindung für echte Trekkies.

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Qué será, será //1870

Nach reiflicher Überlegung, habe ich mich entschlossen, keine aktuellen Daten zu meiner Promotion mehr im Blog zu nennen. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal, wenn alles vorüber ist, mit einigem zeitlichem Abstand einen Post darüber.
So hat auch das heutige Thema keinen konkreten zeitlichen Bezug, sondern ist allgemeiner Art.
Regelmäßigen Lesern dürfte klar sein, dass der nächste Meilenstein die mündliche Prüfung ist. Den genauen Termin werde ich nicht nennen, aber sie findet noch irgendwann während des Sommers statt.

Seit geraumer Zeit schon lerne ich dafür, vor allem durch die Lektüre einschlägiger Fachbücher.
Nun, tja .. Prüfungsangst wäre zwar übertrieben, aber ich habe schon ein etwas flaues Gefühl, wenn ich daran denke. Es gibt so viele Themen, die grundsätzlich dran kommen könnten. In einigen könnte ich durchaus brillieren, von den weitaus meisten habe ich aber nur sehr oberflächliche Kenntnisse, oder gar fundamentale Lücken mit Blamagepotential.
Ich kann mir auch nicht monatelang Zeit nehmen, mein Wissen zu erweitern. Selbst wenn ich mich voll auf das Lernen konzentrieren würde, wäre der Termin verdammt nah. Außerdem habe ich andere berufliche Verpflichtungen, die das Lernen zu einer Nebensächlichkeit machen, die ich in meiner „Freizeit“ erledigen muss. So gesehen ist es ganz gut, dass sich diese Phase nicht mehr allzulange hinziehen wird.

Benjamin meint, ich solle mir keine Sorgen deshalb machen. Es wäre eine harmlose Sache. Die meiste Zeit würde ich eh nur über meine eigene wissenschaftliche Arbeit sprechen, und die paar sonstigen Fragen würden nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Ich weiß nicht, ob mich das so wirklich beruhigt. Schließlich hat er auch keinen Einfluss auf die Fragen der anderen Prüfer.
Ich wünschte, ich hätte es bereits hinter mir – ganz egal wie.

Philipp hat mir angeboten, sich ein paar Mal mit mir zusammenzusetzen, um gemeinsam zu lernen und einzelne Themen zu besprechen. Da er ja genauso davon profitieren wird (auch wenn er noch länger dafür Zeit hat), habe ich zugesagt.

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Deep Cut //1869

Als ich eine Kuchenplatte oben aus dem Oberschrank in der Küche nehmen wollte, blieb die darunterliegende Glasplatte daran hängen, geriet ins Rutschen, fiel herunter, zerschellte an der Kante der Küchenspüle und fiel in etlichen Scherben auf den Boden.
Durch den Schreck und den Ärger über den Verlust der Glasplatte, die ich vor langer Zeit einmal von einer inzwischen längst verstorbenen Verwandten geschenkt bekommen hatte, und die deshalb Erinnerungswert für mich gehabt hatte, realisierte ich erst beim Hinunterschauen, dass eine der Scherben mein linkes Knie außen über eine Länge von gut drei Zentimeter aufgeschnitten hatte, so dass das Blut meinen Unterschenkel hinunterlief und auf den Boden tropfte.
Ich humpelte ins Bad, um die Schnittverletzung notdürftig zu verbinden, bevor ich mich daran machte, die Scherben aufzukehren und das Blut aufzuwischen.

Als zwei Stunden später die Blutung immer noch nicht nachgelassen hatte, zeigte ich Carsten, der mittlerweile heimgekommen war, die Verletzung.
„Das muss genäht werden“, meinte er, „mach dich fertig, ich fahr‘ dich zur Chirurgischen Klinik.“

Er fuhr mich dann direkt zum Eingang, drängte mir sein Handy auf mit der Order, ihn anzurufen, wenn ich fertig sei, damit er mich wieder abholen könne.
Wenigstens hatte ich daran gedacht, ein Fachbuch mitzunehmen, so dass ich lesen konnte, während ich in der Notfallambulanz wartete.

Der Arzt lobte, dass der Schnitt so schön glatt sei (kein Wunder, wenn eine große Glasscherbe senkrecht nach unten fällt, und dabei entlang der Haut schneidet). Während die Lokalanästhesie zu wirken begann, erklärte er, dass er dafür einen besonders dünnen Faden nehmen würde, damit „auf einem so schönen Bein keine hässliche Narbe bleibt“. Was soll der Schmus? Er soll seinen Job machen, und nicht so unprofessionell herumreden.
Als ich nicht reagierte, versuchte er weiterhin Smalltalk zu halten, aber ich ging nicht darauf ein. So fragte er mich etwa, was ich beruflich mache, aber ich hatte nicht den Nerv, das einem Arzt zu erklären. Der soll sich lieber darauf konzentrieren, meine Haut ordentlich zusammenzuflicken. Und wieso sollte ich in allen Einzelheiten den Hergang des Unfalls schildern, wenn für ihn die Information, dass es ein sauberer Schnitt (meinetwegen durch eine Glasscherbe) ist, doch vollkommen ausreicht.

Als ich dann fertig war, ignorierte ich Carsten’s Anweisung, und ging zu Fuß heim. Die Blutung war ja inzwischen gestoppt. Richtige Schmerzen hatte ich nicht. Die Betäubung wirkte noch.
Auch jetzt tut der Schnitt nicht weh, spannt höchstens ein wenig unangenehm. Ich kann auch ganz normal laufen, und gedenke, meine Gänge wie üblich zu erledigen. Mit zusätzlichen Spaziergängen sollte ich mich allerdings vorläufig zurückhalten.
Der Verband ist scheußlich, so dass ich ausnahmsweise einen kniebedeckenden Rock angezogen habe. Ärgerlich, dass das ausgerechnet in der Minirockhochsaison geschehen musste! Andererseits wäre vielleicht gar nichts mit meinem Knie passiert, wenn ich einen längeren Rock getragen hätte.

In etwa zehn Tagen soll ich zu einem Arzt, um die Fäden ziehen zu lassen. Aber dafür suche ich bestimmt keinen Arzt auf. Das kann ich selbst (obwohl ich mich dafür schon ein wenig verrenken muss) mit meinem Manikürset. Das habe ich schließlich damals auch gemacht, als die Fäden nach Carsten’s Vasektomie gezogen werden mussten.

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Vorteile einer Beziehung //1868

Während meiner Single-Zeiten habe ich nie nach einer Beziehung gesucht. Im Gegenteil – mir gefiel die Unverbindlichkeit und die Möglichkeiten, mit mehreren Männern sexuelle Verhältnisse zu unterhalten.
Inzwischen lebe ich aber trotzdem schon seit ein paar Jahren in einer festen Beziehung, und muss zugeben, dass diese durchaus einige Vorteile hat.

Zunächst hat man grundsätzlich jederzeit einen Sexpartner. OK – nicht wirklich jederzeit. Manchmal ist man wegen Reisen getrennt, oder es sprechen andere Gründe dagegen, aber insgesamt stehen die Chancen für Sex wesentlich höher als als Single.
Man hat normalerweise einen angenehmen und sympathischen Gesprächspartner parat, mit dem man gemeinsame Interessen teilt, dem man vertraut, und auf den man sich verlassen kann. Auch das ist für Singles eher keine Option.
Durch gemeinsame Haushaltsführung gibt es deutliche Synergieeffekte. Bei uns schlägt sich das nicht so völlig durch, weil wir immer noch getrennte Wohnsitze, und somit zwei Haushalte haben. Dennoch gibt es Ersparnisse und Effizienzsteigerungen, beispielsweise beim Einkaufen oder anderen Erledigungen.
Als Team hilft und unterstützt man sich gegenseitig, schläft und steht einander bei. Man erweist einander uneigennützige Gefälligkeiten, ohne eine unmittelbare Gegenleistung zu erwarten. Langfristig sollte sich das ausgleichen.

Was ich nicht verstehen kann, ist, dass manche Leute Fernbeziehungen führen. Dabei fallen die ganzen Vorteile doch weg. Gut – sofern man weiß, dass das ganze nur auf wenige Monate begrenzt ist, lässt sich diese Zeit durchaus überbrücken. Aber eine auf Dauer angelegte Beziehung hat doch nur dann einen Sinn, wenn man auch häufig zusammen ist. Sonst lässt man es besser bleiben, denn statt der o.g. Vorteile bleiben nur Nachteile, die u.a. darin bestehen, selbst unflexibler und eingeschränkt in seiner persönlichen Freiheit zu werden.

Gerade in dauerhaften Beziehungen besteht die Gefahr, dass man allmählich so vertraut miteinander wird, dass dabei die sexuelle Anziehung auf der Strecke bleibt.
Dem lässt sich proaktiv vorbeugen, z.B. durch sparsam dosierte, wohlwollende Shittests oder dadurch, sich immer wieder mal unerwartet zu verhalten.

In einer dauerhaften Beziehung nimmt es einem der andere nicht (lange) übel, wenn man nicht immer nur nett und freundlich ist. Da kann man auch mal seine schlechte Laune zeigen, ohne sich verstellen zu müssen.
Mit den jeweiligen Macken des Partners müssen sich beide arrangieren können.

Ein gravierender Nachteil von Beziehungen soll jedoch nicht verschwiegen werden: In einer exklusiven Beziehung muss man Versuchungen widerstehen, und sexuelle Offerten abweisen, um das Vertrauen des Partners nicht zu enttäuschen.

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Googliges //1867

Plangemäß – am ersten Samstag im Monat – erscheint hier wieder eine Auswahl der neuesten Suchanfragen, wie gewohnt mit meinen Anmerkungen.

„vitaminspritze nebenwirkungen“
Kommt wohl auf die Art der Vitamine und ihre Dosierung an. Ist eine Injektion überhaupt sinnvoll? Vor Ascorbinsäurezäpfchen warne ich.

„desktop leer windows 10“
Manchmal hilft es schon, den Explorer neu zu starten.

„flicken in familie“
Je größer die Familie, desto mehr Näh- und Flickarbeiten fallen an.

„twittanic“
Es wird immer schwieriger, noch originelle Titel zu finden.

„namenstag thomas der ungläubige“
Fällt (ungefähr) mit der Wintersonnenwende zusammen.

„azubis veräppeln büro“
Solche Scherze sind meist harmlos und freundlich gemeint.

„augenbinde selber machen“
Mit einem Kopftuch geht das ganz einfach.

„betaisierung“
Daran habe ich keinerlei Interesse.

„windelstory“
Ich könnte höchstens 'was über Windows erzählen.

„häh“
Ein Fragewort oder Interjektion, um Unverständnis darzustellen.

„ausch witz“
Autsch! .. ähem .. nicht witzig.

„natürlich verhüten“
Meine Software dafür liegt inzwischen brach.

„pimmelfahrt“
Nach der Auferstehung.

„leere laufwerke ausblenden windows 10“
Da gibt es irgendwo eine Option, ich weiß aber nicht auswendig wo.

„diskpart“
Ein Tool zur Verwaltung von Partitionen.

„käsefetisch“
Viele Käsesorten sind lecker. Aber deswegen gleich ein Fetisch?

„windows 10 feedback häufigkeit“
Dazu liegen mir keine Statistiken vor.

„angoraschlüpfer“
Es schaudert.

„barfuss gehen tut weh“
Kann an den Füßen oder dem Untergrund liegen.

„morgenstern bademantel“
Kürzlich habe ich den Abendstern deutlich gesehen. Ich trug allerdings keinen Bademantel.

„frau mit schwanz“
Verlängerte Steißbeine sind bei Menschen nur sehr selten.

„binäre schlampe“
Hach, es geht doch nichts über meine Binäruhr.

„feste spange“
Ich war so ziemlich die einzige in meiner Klasse, die nicht zumindest zeitweise eine Zahnspange trug. Dafür wurden mir zwei Zähne gezogen, um mehr Platz im Kiefer zu schaffen.

„verhütungsmittel kreuzworträtsel 6 buchstaben“
Kondom.

„rewe ostbahnhof öffnungszeiten feiertage“
Keine Ahnung.

„übereinstimmend kreuzworträtsel“
Gleich.

„nichts drunter“
Wenn das Wetter passt.

„hazweioh“
Entweder ist das ein Nieser, oder Wasser.

„zur besamung freigegeben“
Ich enthalte mich einer Bemerkung.

„nackte schöne busen“
Wie wär’s mit dem Sinus?

„feines gewebe kreuzworträtsel“
Die Länge des gesuchten Begriffes, sowie einzelne Buchstaben wären hilfreich.

„strapsmieder“
Wer’s mag. Ist aber völlig unpraktisch.

„kahlsäckigkeit“
Auch Intimglatze genannt.

„wie viel gramm popcorn sind in einem eimer“
Kommt auf die Eimergröße und den Füllstand an.

„eichel frei“
Früher habe ich gerne Schafkopf oder Herzskat gespielt. Da konnte man von einer Spielfarbe frei sein.

„adam alter unwiderstehlich“
Belassen wir es mal dabei.

„vor aller augen verborgen“
Latent.

„division schnelle kräfte“
Bewegungsgleichungen sind doch immer wieder erfrischend.

„geschichte andere leute“
Jedem kann mal etwas ungewöhnliches passieren.

„leet song“
50N6

„sänger mit tiefer stimme kreuzworträtsel“
Bass oder Bassist.

„windelgeschichten mama“
Bestimmt kann der Papa ebenso gut die Windeln wechseln.

„es häuft sich“
oder kumuliert.

„spalte lecken“
Datenlecks sind auch in Tabellen ärgerlich.

„rechtshändiges koordinatensystem drehsinn“
Von der positiven 1. Koordinatenachse in Richtung der positiven 2. Koordinatenachse gegen den Uhrzeigersinn.

„wp recaptcha“
Wordpress nutzt doch gar keine Captchas.

„komm und sieh“
Na, los!

„frühere abgabe an die kirche“
Kirchgeld? Nicht zu verwechseln mit Kirchensteuer.

„fkk erektion“
Sieht man gelegentlich, aber eher selten.

„paypal was bedeutet aufteilen“
Es fehlt der Kontext.

„word 2016 unzureichender arbeitsspeicher schriftart kann nicht angezeigt werden“
Ich werde nie verstehen, warum man sich nicht einfach auf ein paar Standardfonts beschränkt.

„gehirnkapazität“
Wird leider von sehr vielen Menschen nur unzureichend genutzt. Das Outsourcen an Smartphones trägt weiter zur Verblödung bei.

„machwerk im kreuzworträtsel“
Opus.

„recaptcha umgehen“
So ist das nicht gedacht.

„latex hquer“
\hslash oder \hbar – ist in natürlichen Einheiten aber eh gleich 1.

„altes auto kreuzworträtsel 6 buchstaben“
Karren.

„kopulierende hunde“
Solange sind sie wenigstens beschäftigt und keine Bedrohung.

„code promo mint energie“
Tja, das ist mal eine vielfältige Kombination, die mich etwas ratlos macht.

„beruf für introvertierte“
Also besser nichts, bei dem man zu viel mit Menschen zu tun hat.

„Verundung“
Eine logische Verknüpfung, bei der beide Argumente wahr sein müssen, um ein wahres Ergebnis zu erhalten.

„hormonelle kontrazeption“
Das habe ich meinem Körper nie angetan.

„vorher nachher frisuren kurz“
Ich binde meine Haare höchstens zusammen, oder stecke sie hoch.

„nidationsblutung aussehen“
Rot?

‚“qapla“‚
Das klingonische Wort für Erfolg.

„kreuzworträtsel anstrengend“
Dann lass‘ es halt sein.

„prokrastination statistik“
Um Statistiken kümmere ich mich eigentlich meistens zeitnah.

„0x112f“
Das war ein Serverfehler, den ich kürzlich beim remote Zugriff hatte.

„blaues strumpfband amazon“
Bald fünf Jahre ist es her. Wie die Zeit vergeht ..

„steifer hals wie lange“
Kommt drauf an. Eine Woche würde ich schon rechnen.

„schutzkleidung kreuzworträtsel“
Helm?

„gekaufter tortenboden“
Als Grundlage für köstlichen Kuchen.

„verleser“
veröffentliche ich fast täglich bei Twitter.

„handtuchtag“
ist immer am 25. Mai.

„wordpress probleme nach update“
Ich sag‘ lieber nichts dazu.

„wordpress seite offline stellen“
Am einfachsten ist es wohl, wenn man sie erst mal auf privat setzt.

„morgens früh um 6“
kommt beim Sex die Hex.

„dsgvo aufschub“
Die gilt bereits.

„unterwegs englisch“
Wenn man im Ausland unterwegs ist, ist Englisch zur Kommunikation oft nötig.

„zeig deine fkk bilder“
Nicht öffentlich.

„rücksichtslosigkeit kreuzworträtsel“
Rigorosität?

„nebenwirkungen betablocker“
Da bin ich überfragt.

„the division delta fehler“
Wenn das Delta gegen 0 geht, wird aus dem Differenzenquotienten ein Differentialquotient.

„feminismus metoo“
Ein leidiges Thema.

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Das Körbchen //1866

Vor gut einem Jahr hatte ich auf einer Fortbildungsveranstaltung Gregor kennengelernt. Wir blieben in Kontakt, und es gelang mir, ihn für ein kleines Kooperationsprojekt mit der Firma zu gewinnen.
Schon länger hatten wir vorgehabt, uns diesbezüglich persönlich zu einer Besprechung zusammenzusetzen, aber aufgrund von Terminproblemen hatte es immer nicht geklappt. Auch diesmal war das Timing ungünstig, denn Carsten und ich hatten ursprünglich geplant gehabt, Standort 2 zu besuchen. Da ein besserer Termin jedoch lange nicht in Sicht war, vereinbarten wir, dass Gregor uns noch am Vormittag aufsuchen würde, obwohl wir am Nachmittag zu Standort 2 abzureisen beabsichtigten.

Da ich kurz vorher noch dringend etwas mit einigen meiner Mitarbeiter besprechen musste, konnte ich erst etwas später dazustoßen. Normalerweise verspäte ich mich ja nicht, aber meine Mitarbeiter hattten mich angesprochen, als ich bereits im Begriff war loszugehen. Carsten hatte Gregor inzwischen in seinem Büro in Empfang genommen, und angefangen, einige Punkte durchzusprechen.
Ich betrat also Carsten’s Büro und wollte Gregor begrüßen. Ehe ich’s mich versah, umarmte er mich. Leider hatte ich meine Handtasche so umgehängt, dass sie vor meinem Unterbauch quasi als unbeabsichtigter Abstandhalter hing, und verhinderte zu erspüren, wie sehr er sich über das Wiedersehen freute.
Ein kurzer Seitenblick auf Carsten bestätigte mir, dass dieser es ziemlich gelassen aufnahm, zwar leicht genervt, aber nicht wirklich sauer.
„Anne, so schön, dich endlich wieder zu treffen. Herr Klugsch hat mich zum Mittagessen eingeladen. Ich hoffe, du leistest uns dabei Gesellschaft.“
„Wenn Herr Klugsch einlädt, wie könnte ich da ablehnen.“
Gregor schaute etwas verwirrt, aber mir blieb nicht verborgen, dass Carsten damit kämpfte, ein Schmunzeln zu unterdrücken.

Wir gingen dann zu geschäftlichen Belangen über, und aßen anschließend in einem fußläufigen Restaurant, ohne dass noch etwas bloggenswertes passiert wäre.
Carsten war ziemlich auf dem Sprung, da er rechtzeitig zum Flughafen musste. Er verabschiedete sich deshalb schon, sobald er die Rechnung beglichen hatte, um nochmal kurz ins Büro zu gehen, und danach in der Wohnung sein Gepäck zu holen.

Gregor hatte noch einen anderen Termin, den er am Nachmittag wahrnehmen wollte, aber für den Abend hatte er noch nichts vor. Er schlug vor, ihn zusammen zu verbringen.
Jetzt bin ich schon extra nicht mit zu Standort 2 geflogen, weil ich die Zeit hier brauche. Ich hatte für den Rest des Tages noch einiges auf meiner Agenda, das ich nicht alles ausfallen oder verschieben kann. Bedauernd erklärte ich das Gregor, ließ mich dann aber überreden, wenigstens in einer Bar etwas mit ihm zu trinken.

Zwar sah ich nachher Carsten noch kurz in der Wohnung, aber die Zeit reichte leider nicht für einen ausgedehnten Abschied.
Mit den Tasks auf meiner To-do-Liste kam ich einigermaßen voran. Zwischendurch nahm ich ein mikrogewelltes Käsebrot als Imbiss zu mir.

Wie vereinbart traf ich Gregor dann in der Bar. Wir unterhielten uns gut. Auf den ersten Cocktail folgte der zweite. Wie wohltuend, mit einem intelligenten, sympathischen Mann zusammenzusitzen, der feminduzierte Gynophobie noch nicht internalisiert hat.
Die Luft war verbraucht, so dass ich irgendwann gähnen musste.
„Langweile ich dich?“
„Nein, überhaupt nicht. Aber ich bin heute schon vor sechs Uhr aufgestanden. Das macht sich allmählich bemerkbar. Und ein wenig frische Luft wäre auch nicht schlecht.“
Wir kamen zum Schluss, dass in dieser lauen Nacht ein Spaziergang angenehm wäre. Leider lag Gregor’s Hotel in einer ganz anderen Richtung als meine Wohnung. Er meinte, er würde zuerst mich nach Hause begleiten, obwohl ich erklärte, dass das nicht notwendig sei.
Es waren noch viele Leute in der Innenstadt unterwegs. Erst als wir in eine Seitenstraße einbogen, wurde es ruhiger. Gregor legte den Arm um mich. Soweit waren wir letztes Jahr schon mal gewesen.

Nach einigen Metern versuchte er, mich zu küssen. Seufzend drehte ich mich zur Seite. Meine Schlampenzeiten sind passé. Leider.
„Was ist?“, fragte Gregor, und zog mich noch ein wenig näher an sich.
„Es tut mir leid. Ich bin exklusiv gebunden.“
„Ist das ein Hinderungsgrund?“
„Ich fürchte, ja.“
Seine Umarmung lockerte sich. „Aber das hast du doch schon vorher gewusst. Warum flirtest du mit mir, wenn du dann einen Rückzieher machst?“
„Ich wollte keine falschen Hoffnungen wecken, sorry. Deine Gesellschaft hat mir gefallen. Hattest du nicht trotzdem einen angenehmen Abend? Oder habe ich deine Zeit verschwendet?“
Er hatte mich inzwischen ganz losgelassen, und atmete tief durch. „Wenn ich dich recht verstehe, wird das auch in Zukunft nichts.“
„Ich bedaure das genauso, aber ich hab deswegen eine verpflichtende Vereinbarung mit meinem Mann, an die ich mich halten muss.“
Allmählich ermüdete mich die Diskussion. Der Drang, der Versuchung nachzugeben, hatte bereits nachgelassen.
„Dann ist es wohl das Beste, wenn ich jetzt in mein Hotel gehe. Ich nehme an, du findest auch alleine heim“, meinte er etwas schroff.
„Ich wünsche dir eine schöne Nacht“, antwortete ich, „und wegen des Geschäfts maile ich dir morgen.“
„OK“, bestätigte er kurz, „gute Nacht.“ Er wandte sich ab, und ging in die andere Richtung zurück.

Nicht nur er ist enttäuscht, auch ich habe das Gefühl, eine Gelegenheit versäumt zu haben (und seien wir ehrlich: ich werde auch nicht jünger – so viele Gelegenheiten wird mir das Leben nicht mehr bieten).
Er hatte ja noch nicht einmal die Chance, sich über meine Ablehnung hinwegzusetzen.
Immerhin antwortete er auf meine gestrige Mail in gewohnt freundlich-flapsiger Weise, und scheint mir nichts nachzutragen.

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breakplaining: Algorithmen //1865

Auf dem Radio habe ich letzte Woche gehört, dass eine Studie ergeben hat, dass nur 10 Prozent der Bevölkerung wissen, was ein Algorithmus ist.
Dieses Ergebnis veranlasst mich, in meinen eigenen Worten und hoffentlich verständlich zu erklären, was Algorithmen sind (obwohl ich den leisen Verdacht habe, dass meine Leser eigentlich durchaus zu diesen zehn Prozent gehören).

Unter einem Algorithmus versteht man eine Folge von Anweisungen, deren Befolgung ein definiertes Problem löst. Häufig meint man damit auch die Formulierung dieser Anweisungen so, dass sie für Computer verständlich sind und von diesen ausgeführt werden können. Diese Erstellung der Anweisungen und deren computergerechter Formulierung ist Aufgabe von Softwareentwicklern, die dazu Programmiersprachen nutzen.

Im Alltagsleben lassen sich beispielsweise Bastelanleitungen oder Kochrezepte als Algorithmen begreifen, auch wenn nicht jeder einzelne Handgriff detailliert beschrieben wird. Die Anleitung, wie man für eine bestimmte Speise etwa Kartoffeln schält oder Eischnee schlägt, wäre dann eine Subroutine.
Wenn man weiß, wie man Kartoffeln für Kartoffelpüree schält, dann kann man den gleichen Algorthmus auch nutzen, um Kartoffeln für Pommes frites zu schälen (mal davon abgesehen, dass man für letzteres große Kartoffeln bevorzugen sollte – aber das ist wieder ein anderes Thema). Diese Teilaufgabe ist nämlich identisch.
Und so setzen sich Algorithmen oft aus mehreren Teilen zusammen, die einzeln auch in anderen Kontexten wiederverwendet werden können.
Auch wenn das Ergebnis eines Rezeptes grundsätzlich reproduzierbar sein soll, ist es dennoch bisweilen nötig, Anpassungen an die äußeren Bedingungen zu machen. So kann es sein, dass man eine Auswahl aus optionalen Zutaten treffen muss, oder die Mengenangaben auf die tatsächlich benötigte Anzahl der Portionen umrechnen muss.

Als Entwickler von Algorithmen hat man zunächst die Vorgabe (bzw. Spezifikation), welches Ziel erreicht werden soll. Dann macht man sich Gedanken über das Wie.
Beispielsweise habe ich ja das Progrämmchen, mit denen ich Blogstatistiken erstellen kann. Der Algorithmus sieht vor, dass eine (oder mehrere) WordPress-Export-Dateien geladen werden. Dann wird der XML-Text geparst. Auf bestimme Token hin werden die einzelnen Kommentatoren identifiziert und ein Zähler für jeden abgegebenen Kommentar hochgezählt.
Wie das im Einzelnen geht, muss haarklein im Sourcecode geschrieben sein. Man muss dem Computer wirklich jede Kleinigkeit erklären, was er machen soll. Die Zusammensetzung der Anweisungen und Subroutinen bildet den Algorithmus ab.

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Der Gärtner war’s //1864

Dieser Blogeintrag kommt mit einiger Verspätung. Ich hatte damals einiges andere im Kopf.

Mit der Instandhaltung des Gartens des Landhauses ist seit etlichen Jahren ein Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau beauftragt. Ab und zu kommt also ein Gärtner vorbei, und kümmert sich um die nötigen Gartenarbeiten.
Jahrelang hat das derselbe Gärtner gemacht. Dann hat es ein anderer (aus mir unbekannten Gründen) übernommen.
Ich habe ihn ein- oder zweimal gesehen – so ein Typ mit einer Föhnfrisur.

Nun, der neue Gärtner arbeitete nicht zu unserer Zufriedenheit. Er ersetzte Teile des Rasens durch kleine Steinchen, verteilte im ganzen Garten Kugeln aus verschiedenen Materialien mit 12 bis 20 Zentimeter Durchmesser, die nur als Stolperfallen taugen. Die Hecke an einer Seite des Grundstücks stutzte er soweit zusammen, dass wir jetzt teilweise ohne Sichtschutz sind. Er entfernte sogar den Ginkgo-Schössling, den ich höchstpersönlich vor ein paar Jahren dort ausgesäht hatte.
Im Wesentlich hätte es eigentlich gereicht, wenn er ein wenig Unkraut gejätet hätte.

Carsten arrangierte ein Gespräch mit dem Gärtner, und erklärte ihm, dass die Steinchen und die Kugeln wieder weg müssen, und er nicht gedenkt, für die Kosten aufzukommen.
Irgendwie muss das Gespräch etwas eskaliert sein. Der Gärtner wurde gehässig und meinte, dass Carsten die Kugeln bezahlen müsse, schließlich leiste er sich ja auch ein „Sugarbabe“.
Nach anfänglicher Verärgerung sehe ich das inzwischen als Kompliment.

Als Carsten ein paar Tage später mit dem Chef des Gartenbauunternehmens telefonierte, stellte sich heraus, dass sich dieser Gärtner offenbar schon öfter solche Eigenmächtigkeiten geleistet hatte, und nach mehreren Beschwerden bereits Ärger hatte. Er wird jetzt wohl seinen Job verlieren. So geht man ja auch nicht mit Kunden um.

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Wenn einer keine Reise tut //1863

Eigentlich ist vorgesehen, dass jeder Geschäftsführer mindestens einmal im Jahr jeden Standort besucht. So ganz eng sehen wir das nicht, aber wenn es in einem Jahr mit einem bestimmten Standort nicht klappt, dann sollte der im Folgejahr schon mit Priorität nachgeholt werden.
Vor Ostern war ich bereits in Standort 3 gewesen. Standort 4 ist für den Spätherbst fest eingeplant. Bei Standort 5 war ich immerhin letztes Jahr, so dass dies heuer nicht so dringlich ist (zumal Carsten bereits dort war).
Wo ich aber noch überhaupt nie war, ist Standort 2. Das wird also mal wirklich fällig.
Ursprünglich hatten wir dafür Ende dieser Woche vorgesehen, denn der Fronleichnam ist dort kein Feiertag, weshalb wir diesen Tag nicht vergeuden wollten. Da ich allerdings momentan anders eingespannt bin, haben wir umdisponiert. Nur Carsten fährt hin. Ich werde zusehen, dass ich mich ein andermal im Laufe des Jahres dort sehen lasse. Falls ich dann noch genug Luft habe, ist Standort 5 wieder dran.

Nach all dieser Vorrede komme ich endlich zum eigentlichen Thema: Reisen.
Ich oute mich jetzt einfach mal, dass ich nicht gerne verreise.
Eine Reise beginnt mit der Anreise (und endet mit der Abreise). Stundenlang ist man mit Auto, Bahn, Flugzeug, etc. unterwegs. Das ist im besten Fall langweilig, aber oft genug auch nervenauftreibend, weil man nie weiß, ob alles glatt geht – ob man die Anschlussverbindung erreicht, ob man sein abgegebenes Gepäck wiederkriegt, ob das gebuchte Hotel wirklich ein passendes Zimmer reserviert hat, .. Eventuell gibt es eine Zeitverschiebung. Man muss sich im Vorfeld um Devisen, Visa, oder sonst was kümmern. Das ist alles Stress, der mich außerdem noch aus meiner gewohnten Umgebung reißt.
Geschäftliche Reisen sind mir deshalb vor allem lästig. Ich kann sie aber eben nicht alle vermeiden.

Bei Urlaubsreisen stellen sich die gleichen Probleme. Aber man tritt sie eigentlich zum Vergnügen oder zur Erholung an.
Ich muss zugeben, dass es mich kaum reizt, irgendwelche touristischen Attraktionen oder Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Wenn ich schon mal dort bin, schaue ich mir zwar schon die eine oder andere an, aber nur deshalb, um etwas von der Welt zu sehen oder zu erleben, würde ich niemals verreisen.
Wenn ich in Urlaub fahre, so ist es mir vor allem wichtig, dass es dort angenehm warm ist. Winter, Kälte und Schnee hatte ich schon mehr als genug in meinem Leben. Ich lege Wert auf Bequemlichkeit und gutes, vielseitiges Essen, stelle aber darüberhinaus kaum Ansprüche. Ein schöner Sandstrand und WLAN sind Nice-to-haves, aber nicht zwingend.
Für gutes Essen müsste ich gar nicht so weit verreisen, für schönes Wetter allerdings schon.

Dann möchte ich mich einfach ausruhen und nichts tun. Zwischendurch mal ein Spaziergang, oder falls möglich ins Wasser, dann wieder hinlegen.
All-Inclusive sorgt dafür, dass ich mich um gar nichts kümmern muss. Denn was ist nerviger, als sich immer wieder aktiv um etwas Essbares bemühen zu müssen. Man kommt ja nicht um regelmäßige Nahrungszufuhr herum. All-Inclusive ist zwar kein Schlaraffenland, in dem einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen (strenggenommen eine gruselige Vorstellung), aber es kommt dem nah – mit größerer Auswahl. Ein Buffet hat darüberhinaus den unschätzbaren Vorteil, dass man sich kaum mit Bedienpersonal auseinandersetzen muss. Man sucht sich einfach das aus, was man essen mag, ohne mit jemandem reden zu müssen.
Und nur die Aussicht auf diese unkomplizierte, abwechslungsreiche Verköstigung veranlasst mich, überhaupt in Urlaub zu fahren, und dafür die beschwerliche Reise auf mich zu nehmen.

Ja ja, ich weiß schon, einige von euch mögen keine Buffets, andere mögen kein warmes Klima. Aber ich kann meinen Urlaub zum Glück so verbringen, wie es mir (und Carsten) am besten gefällt, und brauch‘ es nicht euch allen recht zu machen.

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Oh, nein! Nicht schon wieder Tweets! //1862

Alles gut. Ich klinke mich mal eine kurze Weile aus dem Online-Leben aus.
Hier dürft ihr euch so lange an meinen Tweets vom 22. September bis 12. Oktober 2017 erfreuen.

Verleser des Tages: Konditoren statt Konditionen
Zwischen Entweder und Oder //1672 Sechzehnhundertzweiundsiebzig
„Lasst diese Frau nicht vorbei!“ 3 Rotzgören mit Tretrollern auf dem Fußgängerweg.
Verhörer des Tages: Eingeweide statt Eingeweihte
Rauf mit der #Frauenquote! //1671 Sechzehnhunderteinundsiebzig
In den Regen gekommen – bääh! #Kopftuch durchnässt.
Verleser des Tages: Frauenarzt statt Finanzamt
Herb(stlich)e Gedanken //1670 Sechzehnhundertsiebzig
Zum n-ten Mal probiert, ein Profilbild einzustellen. Geht nicht.
Frauen, die „Rechte für sich und andere Frauen“ fordern – da reagiere ich zunehmend allergisch. #FeminismHurtsWomenToo
Verschreiber des Tages: statisch statt statistisch
Nochmal zur Erinnerung: Das Asylrecht gilt nur für _politisch_Verfolgte_!
The Modeling Experience (#NotHeidisGirl) //1669 Sechzehnhundertneunundsechzig
Verhörer des Tages: Verführungspersönlichkeit statt Führungspersönlichkeit
breakpoint’s Wayback Archive #11 //1668 Sechzehnhundertachtundsechzig
Verleser des Tages: SM-Entwicklung statt SW-Entwicklung
Sehn-gesucht //1667 Sechzehnhundertsiebenundsechzig
Heute ist #WorldSmileDay #TagdesLächelns. Deshalb nochmal
Verleser des Tages: doggy statt dodgy
Gefixxt! //1666 Sechzehnhundertsechsundsechzig
Verleser des Tages: Schokolade statt Schublade
Wenigstens das #Nobel-Komitee ist noch nicht Genderismus-verseucht.
Vor der Integration sollte man erst einmal Grenzwerte bestimmen und differenzieren können.
Allerlei Ungemach //1665 Sechzehnhundertfünfundsechzig
Verschreiber des Tages: Lesbenpartnerschaft statt Lebenspartnerschaft
Kommentarstatistik 3. Quartal 2017
Mit #Kopftuch wäre das bestimmt nicht passiert.
Mit feuchten Haaren spazieren gegangen zu sein, rächt sich.
#Doppelhatschi! Bääh ..
Meine neue #Superkraft, #Doofheit zu ignorieren, habe ich mit einem Schnupfen erkauft. #Hatschi
Was hab ich Twitter in den letzten Tagen vermisst!
Gravitätische Neuigkeiten //1664 Sechzehnhundertvierundsechzig
Verleser des Tages: Quantenpolitik statt Quotenpolitik
Kurze Blogpause //1663 Sechzehnhundertdreiundsechzig
Verhörer des Tages: Benefaktor statt Penetrator
Statusmeldung //1662 Sechzehnhundertzweiundsechzig
Verleser des Tages: Benutzername statt Butzemann
Verleser des Tages: Weltmädchen statt Weltmächten
Tja, so ist das mit der #Demokratie. Da wählen manche Leute auch Parteien, die du nicht leiden kannst.
Sch..limmer Schulter-Schmerz //1661 Sechzehnhunderteinundsechzig
Hatte gerade die Vision, A. Hofreiter kriegt das Nicht-Männer-Ministerium, und C. Roth Justiz. #SchlimmerGehtImmer
Verhörer des Tages: Biergarten statt Tiergarten
Für mich persönlich ist sie zwar unwählbar, aber ich akzeptiere die Entscheidung von über 5 Millionen Wählern.
Dieser Herumhacken auf einer legitim gewählten Partei und deren Wählern ist undemokratisch.
Ungerechtfertigte Kritik an der Wahlentscheidung //1660 Sechzehnhundertsechzig
Ein Kreuzchen links, ein Kreuzchen rechts. #JederNurEinKreuz pro Spalte. #BTW2017
breakpoint’s Wayback Archive #10 //1659 Sechzehnhundertneunundfünfzig
Verleser des Tages: Ingenieur statt Ingwer
Die alternativlose Kastanie //1658 Sechzehnhundertachtundfünfzig
Verleser des Tages: provoziert statt promoviert
Die dunkle Bedrohung //1657 Sechzehnhundertsiebenundfünfzig

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Flicken am #Handtuchtag //1861

Inzwischen haben wir es geschafft, den Debug-Bug zu eliminieren. Das ist zwar eher ein uneleganter Workaround als eine Lösung, aber es scheint zu funktioneren. An der Konfiguration der Entwicklermaschinen musste einiges geändert werden, außerdem sind ein paar zusätzliche Batchbefehle notwendig.
Für heute und falls nötig noch Anfang nächster Woche sind noch einige Tests vorgesehen. Ich lasse aber keine vollumfänglichen Tests durchführen, sondern nur welche im Zusammenhang mit dieser Problematik. Und ja, mir ist bewusst, dass es auch unerwartete Seiteneffekte und Nebenwirkungen geben könnte an Stellen, die scheinbar gar nichts mit diesem Problem zu tun hatten. So ist das halt mit Software. Volle Tests auf bloßen Verdacht hin sind dennoch nicht gerechtfertigt, würden auch viel zu lange dauern.

Wenn also nächste Woche das gefixte Release bereit ist, stellt sich die Frage, wie ich den Patch unseren Kunden kommuniziere.
Die Geräte unserer Kunden hängen normalerweise nicht am öffentlichen Internet, so dass ein automatisches Update ausgeschlossen ist. Das müssen die Kunden schon aktiv selbst in die Wege leiten – grundsätzlich zu einem Zeitpunkt, der ihnen selbst am angenehmsten ist.
Um die Kunden auf das Update hinzuweisen, erhalten sie eine Mail darüber (ja, dieses Vorgehen ist DSGVO-konform. Wir hatten schon länger Verfahren entwickelt, die sicherstellen, dass Geräte nur dann in Betrieb gehen können, wenn uns eine gültige Mail-Adresse einer Kontaktperson und deren Einwilligung zur Datenspeicherung vorliegen).
Zwar ändern sich manchmal Mailadressen oder Zuständigkeiten, aber ich gehe davon aus, dass ich trotzdem um die 90% der Ansprechpartner erreiche, und hoffe, dass der Rest schon das letzte, fehlerhafte Update nicht mitgekriegt hat.

Technisch ist die Frage der Kommunikation also geklärt, inhaltlich jedoch nicht.
Wie lege ich den Kunden nahe, so schnell wie möglich das Update einzuspielen, ohne dabei alle möglichen Pferde scheu zu machen?
Wenn ich es als Routineupdate mit unbedeutenden Fehlerbereinigungen deklariere, werden sie sich viel Zeit lassen. Das ist nicht in meinem Sinne.
Verpacke ich es aber in einer Art Rückholaktion, mache ich sie – quasi als Streisand-Effekt- erst recht darauf aufmerksam. Das könnte dem guten Ruf der Firma schaden.
Ebenso darf ich es nicht als kritisches Sicherheitsproblem darstellen. Zumal die Sicherheit von Kundendaten an keiner Stelle gefährdet war – allerdings die Sicherheit unserer Sourcen.
Die Begründung sollte sich also harmlos, aber dennoch dringlich anhören. Keinesfalls darf ich die wahre Ursache der Notwendigkeit nennen, um nicht erst Leute auf die Idee zu bringen, sich die Binärdateien näher anzusehen.
Ich habe jetzt das Wochenende über Zeit (*räusper*), mir etwas zu überlegen.

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Ra(u)dige Rüpel //1860

Die Rücksichtslosigkeit von Radfahrern hat es bisher noch nicht in mein Blog geschafft. Das war üblicherweise unterhalb der Erheblichkeitsschwelle, aber inzwischen ist das Fass voll. Viele Kleinigkeiten haben sich aufsummiert. Es reicht jetzt.

Als Beispiel nur die neueste Begebenheit:
Ich laufe nach Feierabend heim auf der rechten Seite des gemeinsamen Fuß- und Radweges. Eigentlich ist ein Teil des Weges rot eingefärbt, um anzuzeigen, dass dieser Teil für Radfahrer vorgesehen ist, aber da schert sich normalerweise niemand drum.
Ich laufe also nichtsahnend und harmlos so vor mich hin, habe gerade den Riemen meiner Notebooktasche auf die andere Schulter gewechselt, als mich plötzlich von hinten zwei nebeneinanderfahrende Radfahrer in völlig unangemessen hohem Tempo überholen. Der eine bleibt halb an meiner Notebooktasche hängen, und reißt sie mir ein Stück herunter, fährt aber selbst weiter, als wäre nichts geschehen, während er sich lautstark mit dem anderen unterhält.
Meine Tasche samt kostbarem Inhalt hat zum Glück keinen Schaden davon getragen, aber meine Schulter schmerzt seitdem.

Wenn das wenigstens ein Einzelfall gewesen wäre. Aber als Fußgänger muss man ständig mit rigorosen Fahrradrowdys rechnen. Die Rempeleien, die ich im Laufe der Zeit erleben musste, habe ich nicht gezählt (im Mittel dürfte mir ein Radler etwa einmal in der Woche bedenklich nah gekommen sein, ein- bis zweimal im Jahr wurde ich zumindest gestreift). Zum Glück verliefen sie – bisher! – glimpflich. Ein Problem sind diese rabiaten Radfahrer gewiss.

Und nur zur Klarstellung: Ich behaupte keinesfalls, dass ALLE Radfahrer Rüpel seien (auch nicht ALLE Hundehalter oder ALLE Raucher). Im Gegenteil: die meisten verhalten sich durchaus korrekt und ordentlich. Der Anteil der Rowdys genügt jedoch für inakzeptable Unannehmlichkeiten und bringt die ganze Gruppe in Verruf.

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Maßn?hmen //1859

Mit dem Problem der Debugversion sind wir einen Schritt weiter gekommen. Die Ursache liegt wohl irgendwo im Zusammenspiel zwischen cmake und der Entwicklungsumgebung.
So richtig weiß ich nicht, was da im Detail abgelaufen ist. Die Sache ist wohl recht komplex. Da wurden bestimmte Compilerschalter anscheinend nicht richtig übergeben oder übernommen. Immerhin können wir das Verhalten bei bestimmten Konfigurationen reproduzieren.
Damit sind wir der Lösung zwar noch nicht viel nähergekommen, aber immerhin ist es ein Fortschritt.

Erleichtert wie ich war, ließ ich mich dann überreden, schon um vier Uhr Feierabend zu machen, um mit einigen meiner Mitarbeiter auf den Berg zu gehen, um am helllichten Tage bierigen und schweinischen Genüssen zu frönen.
Nun ja – es ist jedesmal dasselbe: Wer keinen Alkohol verträgt (und das inzwischen wissen sollte!), sollte halt besser kein Bier trinken. In weiser Voraussicht hatte ich mich ja sogar weiter vom üblichen Verdächtigen weggesetzt, aber er nutzte die Gelegenheit, als mein Sitznachbar mal kurz aufgestanden war, um sich neben mich zu setzen.
Derjenige kann wirklich von Glück reden, dass die Chefin kein Drama wegen der unangemessenen Berührungen macht, weder #aufschrei noch #metoo kreischt, sondern das Ganze gelassen und verständnisvoll sieht. Manch andere hätte ihm mindestens eine Abmahnung verpasst.
Ohne den enthemmenden Einfluss des Alkohols hätte sich derjenige das niemals getraut, und am nächsten Morgen ist es ihm dann furchtbar peinlich, zumal seine Kollegen es sich bestimmt nicht verkneifen können, ihn deswegen aufzuziehen.

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Der Klugsch heißt //1858

Bisher hatte ich mich immer davor gedrückt, Carsten ein Pseudonym für seinen Nachnamen zuzuweisen. Entweder erschien es mir nicht passend, oder es war seinem Realnamen zu ähnlich, was ich als zu riskant einschätze.
In Zukunft wird er hier im Blog mit Nachnamen Klugsch heißen.

Nur weil er vor dreißig Jahren oder so mal ein bisschen Fortran gelernt hat, meint er, mich über Programmierung belehren zu können.

Dabei war ich sogar extra noch am Pfingstsonntag ein paar Stunden in seiner Firma, nur um diesen verdammten Mistkäfer zu suchen (während er selbst sich mit Sophie und Sonja riesenradelnderweise auf dem Berg vergnügte).
Auf der gemeinsamen Rückfahrt im Auto gab er mir dann unerbetene Ratschläge (bzw. ratschlug mich). Dass wir dieses machen sollten, und jenes ausprobieren und was weiß ich.
Das alles ging am Thema vorbei, war nicht praktikabel, oder wir hatten es längst als Ursache ausgeschlossen – nichts, was uns irgendwie weiterhülfe.
Was bin ich froh, dass er nicht mein Chef ist!

Am Montag hatte ich mir das Thema verbeten. Ich wollte mich noch einen letzten Tag voll meiner Dissertation widmen, um ihr den allerletzten Feinschliff zu verpassen, so dass ich sie endlich zum Drucken und Binden geben kann.
Da gab er dann auch seinen unmaßgeblichen Senf dazu. Irgendeine unwichtige Formattierung, die ihm nicht gefiel. Und die Reihenfolge der Anhänge fand er „nicht so ganz schlüssig“. Hätte er das letzte Woche gesagt, hätte ich es möglicherweise noch berücksichtigen können, aber jetzt stoße ich doch nicht alles noch mal um, nur weil er eine etwas andere Darstellung besser findet.

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breakpoint’s Wayback Archive #28 //1857

Wayback zum 25. September bis 11. Oktober 2013.

Nachdem Carsten mir ein Android-Tablet geschenkt hatte, probierte ich ein wenig damit herum.
Aus rechtlichen Gründen sah ich mich veranlasst, die Mail-Accounts von Mitarbeitern zu überprüfen.
Beim Webmasterfriday ging es um Zeitdruck.
Ich erinnerte mich an Erlebnisse bei Krankenbesuchen.
Da es mir nicht so gut ging, sagten wir eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier ab.
Ich erweiterte meinen Blog-Offline-Reader so, dass er automatisch Kommentarstatistiken erstellen konnte.
Carsten und ich machten einen kleinen Kurzurlaub, der recht angenehm verlief.
Auf die Webmasterfriday-Frage „Wie deutsch bist du?“ bloggte ich eine Antwort.
Körperliche Interaktionen und Higgs-Bosonen vermanschte ich zu einem Blogeintrag.
Kathrin nötigte mir ein unangenehmes Gespräch mit unzutreffenden Unterstellungen auf.
Über Zeitplanung ging es beim Webmasterfriday.

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Computeraußen-Flausen //1856

Manchmal kommt alles zusammen. Als ob ich momentan nicht schon genug am Hals hätte.
Jetzt spinnt auch noch mein Server rum!

Es hatte relativ harmlos vor etwa einer Woche damit angefangen, dass sich bestimmte Anwendungen nicht mehr starten ließen, oder sich eigenmächtig beendeten. Schließlich wurde ich auch ein paar mal automatisch ausgeloggt. Anfangs dachte ich noch, ich hätte mich vielleicht selbst versehentlich verklickt.
Später gab es noch mehr Merkwürdigkeiten, z.B. dass die Captionleisten zeitweise durchsichtig waren, die Fenster abgeschnitten, oder der Explorer plötzlich verschwunden.

Natürlich prüfte ich gleich nach, ob genügend Plattenplatz und Arbeitsspeicher verfügbar sind. Da dürfte reichlich vorhanden sein.
Im Taskmanager fand ich keine auffälligen Prozesse, und auch im Eventviewer sah ich nichts, was mir weiterhelfen würde.
Es deutet nichts auf Hardwareprobleme hin.

Ein neueres Anwendungsupdate hatte ich im Verdacht, so dass ich es deinstallierte. Zunächst schien der Server wieder stabil zu laufen, aber dann traten die Seltsamkeiten doch wieder auf.
Dass ich den Server bereits mehrmals booten ließ, brauche ich wohl nicht ausdrücklich zu erwähnen.

Ich kann den Server pingen, und ganz normal auf seine Shares zugreifen. Die von mir eingerichteten Dienste scheinen sich problemlos von außen ansprechen zu lassen.
Was inzwischen kaum noch geht, ist, sich von remote über den Terminal Client einzuloggen (manchmal kommt ein protocol error 0x112f, meistens aber gar keine Meldung – der Client versucht nur mehr oder weniger lang, eine Verbindung aufzubauen, bevor er abbricht).
Das heißt, dass ich extra runter in den Serverraum muss, wenn ich etwas an ihm machen will. Dazu habe ich aktuell eigentlich nun wirklich keine Zeit.

Selbstverständlich habe ich schon ziemlich am Anfang versucht, den Virenscanner drüberlaufen zu lassen. Nachdem er dreieinhalb Stunden ergebnislos rumgerödelt war, brach er mit einer Fehlermeldung ab. Noch bevor ich mir die Sache näher ansehen konnte, war ich ausgeloggt.
Beim nächsten Versuch, bei dem ich den Resourcenverbrauch besser im Auge behalten wollte, war der Bildschirm plötzlich schwarz (Mouse war aber weiterhin bedienbar) und blieb es auch, bis ich dem Server faktisch den Strom abschaltete.

Die Absicht, ein Live-System mit Diagnosetools aufzuspielen, scheiterte bisher an fehlender Zeit.

Wenn ich die Sache nicht selbst hinkriege, wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als einen der IT-ler zu bitten, sich den Server mal anzusehen.
Im Worst Case läuft es auf eine Neuinstallation raus.

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Neue Beobachtungen //1855

Im Laufe der letzten Zeit sind mir ein paar Ereignisse aufgefallen, die zu belanglos zum Bloggen waren, aber zu lang(weilig) für Twitter. Um sie nicht ganz unter den Tisch fallen zu lassen, habe ich sie in einem Blogeintrag gesammelt.

Seit einiger Zeit gehe ich bei gutem Wetter einen anderen, längeren Weg zum Essen. Dabei komme ich an einer Kita vorbei. Eine Gruppe Dreikäsehochs etwa im Alter meines Stiefenkels Niklas oder meiner Nichte Kristina wuselt für gewöhnlich im Freigelände herum.
Meistens sehe ich keine Erzieherinnen, die sich um die Kinder kümmern, und wenn doch, so ratschen sie miteinander, und schauen sich kaum mal nach den ihnen anvertrauten Kindern um.

Mir ist aufgefallen, dass es bei etlichen Internetportalen inzwischen üblich ist, sich nicht mehr wie bisher üblich in einem Schritt einzuloggen, sondern in zweien.
Man gibt also auf einer Seite nur den Accountnamen oder die Mailadresse ein, und klickt auf weiter. Erst auf einer zweiten Seite wird dann das Passwort abgefragt.
Ich bezweifle, dass dies den vermutlich erhofften Sicherheitsgewinn bringt. In erster Linie ist es umständlicher, aber jetzt auch nicht so schlimm, um sich darüber zu ärgern.

Noch eine andere banale Beobachtung fand (ungewollt) meine Aufmerksamkeit.
Bei einem kürzlichen Wochenendspaziergang sah ich eine mittelalte Frau auf dem Gehsteig vor einem Garten, die an der Hecke herumschnitt, wohl um überstehende Zweige zu entfernen. Sie war nur mit Shorts und einem Bikinioberteil bekleidet, so dass überall ihre Körperfülle (geschätzer BMI 30 kg/m^2 – also zwar noch nicht extrem, aber eindeutig too much) herausquackern konnte. Es war zwar warmes Wetter, aber nicht übermäßig heiß.
Was geht nur in Personen vor, die sich öffentlich so entblößen, obwohl ihr Aussehen weit von der Normschönheit abweicht?

Ein langjähriger Kunde hätte einen Entwicklungsauftrag für mich gehabt. Aber ich bin derzeit mehr als ausgelastet, und nehme keinen Auftrag an. Ich schrieb ihm, dass er mich im Herbst noch mal fragen kann, sofern er dann noch Interesse hat.

In meiner Stammbäckerei bedienen normalerweise nur Frauen. Ganz selten ist auch mal ein Verkäufer dort. Niemals der gleiche, immer wieder ein anderer. Ich nehme an, das sind nur Springer, die kurzfristig ausgefallene Verkäuferinnen vertreten.
Neulich bediente mich ein Verkäufer, der auf den ersten Blick durchaus ansprechend und attraktiv wirkte. Im Laufe der Abwicklung meiner Bestellung allerdings erschien er mir dann aufgrund häufiger und überfreundlicher Nachfragen zunehmend servil. Dass es sich immer noch nicht herumgesprochen hat, dass solche unterwürfige Zuvorkommenheit ein KO-Kriterium ist.

Von einer US-amerikanischen Nicht-Kundin hatte ich über mein Kontaktformular sinngemäß folgende Nachricht erhalten:
„Ich habe ein paar Fragen zu $VagesThema. Am besten erreichen Sie mich unter $Telefonnummer.“
Das Thema hat nur am Rande mit meiner Software zu tun, und ich antwortete ihr per Mail, sie solle sich an den Hersteller ihrer $Geräte wenden.
Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Unverfrorenheit gerade Amerikanerinnen erwarten, dass fremde Leute ihre Zeit aufwenden würden, bloß um ihnen zu helfen.

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Das große Krabbeln //1854

Debugversionen unterscheiden sich von Releaseversionen. Da ist vor allem die zusätzliche Debuginformation, die es allen mit geeigneten Hacktools wie Dissassembler oder Decompiler ermöglicht, die Sourcen zu rekonstruieren. Außerdem geben die Entwickler in Debugversionen häufig – ermöglicht durch Compilerschalter – Informationen aus, die nicht für die Anwender gedacht sind, aber das Testen des Programms erleichtern. Schließlich verzichten Debugversionen auch häufig auf diverse Prüfungen auf Berechtigungen, haben ein abweichendes Errorhandling, oder handhaben andere Funktionen anders als die Releaseversion, die für den Kunden gedacht ist.
Kurz: Die Debugversion ist ausschließlich für die Entwickler vorgesehen. Die Anwender müssen die Releaseversion bekommen.

Nur zufällig war es einem meiner Mitarbeiter aufgefallen, dass eine bereits ausgelieferte Firmware Daten an einer Stelle anzeigte, wo sie es nicht sollte. Ein genauerer Blick auf die Firmware bestätigte die Vermutung, dass hier versehentlich eine Debugversion freigegeben worden war.
Alarm rot! Das darf nicht sein!
Alle meine Mitarbeiter konzentrieren sich jetzt auf dieses Problem. Wir haben noch nicht herausgefunden, wie es passieren konnte, dass eine Debugversion bei den Kunden angekommen ist.

Als Softwareentwicklungsleiterin bleibt mir nichts anderes übrig, als dieser Angelegenheit oberste Priorität einzuräumen. Das liegt in meiner Verantwortung, ist meine Aufgabe und Pflicht.

Folgende Punkte müssen mit höchster Dringlichkeitsstufe durchgeführt werden.
1. Die Ursache des Problems herausfinden.
2. Einen Fix dafür implementieren.
3. Update (nach ausreichenden Tests) an Kunden deployen.
4. Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um ähnliche Probleme in der Zukunft zu verhindern.

Das Timing ist denkbar ungünstig. Meine Mitarbeiter sind nicht erfreut, weil sie Überstunden gerade dann machen müssen, wenn der Berch losgeht.

Und ich wollte eigentlich nächste Woche meine Dissertation abgeben.
Und das werde ich auch. Trotzdem.
Mir bleibt dafür zwar kaum noch Zeit, aber ein Aufschub kommt nicht mehr in Frage. Dafür ist sie schon zu weit fortgeschritten. Ich habe keine Lust, jetzt zu unterbrechen und später noch mal damit anzufangen. Und die Bearbeitung des zurückgestellten Kundenauftrages muss ich auch endlich mal wieder aufnehmen.

Genauso wie ein physikalisches Objekt mit Masse die Lichtgeschwindigkeit nie ganz erreicht, sondern sich ihr nur asymptotisch annähern kann, egal wieviel Energie man ihm zuführt, genauso bleibt die Dissertation immer unter dem perfekten Ideal, ganz egal wieviel Zeit ich noch reinstecke. Der Schlusspunkt ist erreicht. Auch wenn ich noch weiter daran herumwurschteln würde, wird sie nicht mehr merklich besser. Im Gegenteil – falls ich zu unkonzentriert vorgehe, könnte ich sie sogar wieder verschlechtern.
Ich kenne das Phänomen ja bereits von anderen praktisch fertigen Dokumenten oder längeren Texten. Da fällt einem hier noch etwas ein, das man einfügen möchte, da noch eine Ergänzung, dort noch ein Detail, das man loswerden will. Aber dazu muss man den bestehenden, flüssigen Text wieder zerstückeln, umformulieren oder gar die Absätze umsortieren, damit er einigermaßen stringent und klar bleibt. Das macht ihn nur selten besser.

Also keine Änderung der diesbezüglichen Roadmap.

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Der vergessene Tag – mea culpa //1853

In den letzten Jahren hatte ich am Muttertag meine Mutter immer angerufen, und ihr dazu alles Gute gewünscht. Heuer – tja – ich hab’s einfach vergessen. Habe momentan so viel anderes im Kopf, dass dieser Termin an mir vorübergegangen ist, ohne dass er die Erinnerung ausgelöst hätte.
Erwähnungen online, im Radio oder im Fernsehen hatte ich wohl schlicht nicht bewusst wahrgenommen. Dieser Sonntag ist einfach an mir vorbeigerauscht.

Gestern hat mich dann meine Schwester angerufen, was denn los sei. Sie hätte es schon am Sonntag versucht, aber mich nicht erreicht. Ich solle mir doch endlich mal ein Handy zulegen. Ich habe ein Handy, aber das nutze ich nicht. Soll sie sich doch einen Mail-Account zulegen. Per Mail bin ich am zuverlässigsten zu erreichen.

Also rief ich dann sofort auch noch zuhause bei meinen Eltern an, und erwischte erst einmal niemanden. Erst beim dritten Versuch zwei Stunden später ging meine Mutter an das Telefon.
Ich beglückwünschte sie noch nachträglich, und erklärte, dass ich halt derzeit ziemlich zerstreut bin.
„Och, Annele, mir hömm uns scho solche Sorche um dich gemocht, weil mer niess von dir ghört homm. Es hädd jo sonst wos bassierd sei gekönn.“

Das hat man jetzt davon, wenn man sonst immer regelmäßig an solche Anlässe denkt, und nie zu gratulieren vergisst. Außerdem hatten wir ja erst an meinem Geburtstag ausführlich telefoniert gehabt, und zu Ostern war ich sogar oben gewesen.
Ich erklärte also, dass alles in Ordnung und bestens sei.

Naja, ich habe den Eindruck, dass sie immer noch deswegen verstimmt ist. Kann es aber jetzt auch nicht ändern.

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Es geht voran //1852

Manche Dissertationen sollen zig Seiten an Literaturverzeichnis haben.
Ich komme noch nicht einmal auf eine Seite.
Da sind ein paar allgemeine Standardwerke und eine Handvoll Publikationen – teilweise von mir selbst. Das ist es auch schon.
Aber auf was sollte ich auch viel refenzieren? Das ist etwas völlig Neuartiges, das erst mal bootgestrappt werden muss.

Geistes- oder sozialwissenschaftliche Dissertationen käuen im Wesentlichen nur (in hoffentlich wenigstens eigenen Worten) das wieder, was andere vorher bereits geschrieben haben. Bei wirklich originellen, kreativen Ideen ist das nicht möglich.
Dafür ist mein Machwerk rein ideell-abstrakt, ursprünglich entstanden aus einer kleinen Nerdspielerei, ohne irgendeinen absehbaren praktischen Nutzen oder Verwendbarkeit. Ich sehe zumindest derzeit nicht, dass man es irgendwie für die Stringtheorie, Dunkle Materie oder sonst eine Hypothese einsetzen könnte.

Seit geraumer Zeit habe ich es mir bereits angewöhnt, als Vorbereitung für die mündliche Prüfung täglich ein- oder zweimal etwa eine halbe Stunde in einem passenden Fachbuch zu lesen.
Das ist momentan nicht so viel Zeitaufwand, aber nach und nach kommt schon etwas zusammen, und was ich jetzt lerne, brauche ich nach der Abgabe nicht mehr (so detailliert) zu lernen.

Wenn ich – wie geplant – noch im Mai abgebe, sollte die Prüfung im Juli klappen.

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