#Blogparade zu beruflichem Erfolg //2408

Blogparaden sind selten geworden. Um so mehr freut es mich, mich mal wieder an einer beteiligen zu können. Der Internetblogger fragt, wieso manche Menschen erfolgreicher sind als andere mit gleicher Fachkompetenz.
Dies ist ein umfangreiches, vielschichtiges Thema. Die eine, monokausale Antwort darauf gibt es nicht. Deshalb werde ich mich auch auf einige wenige Aspekte beschränken, die meiner Meinung nach maßgeblich zum Erfolg beitragen.

Ein Quäntchen Glück ist sicherlich unverzichtbar. Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Der Konkurrent, der das nicht ist, hat das Nachsehen – ohne eigenes Verschulden.
Und natürlich muss man auch eine sich bietende Gelegenheit am Schopf packen ohne zu zögern – auch wenn es Risiken gibt (deren man sich selbstverständlich bewusst ist).
Auch ohne ausreichende Selbstdisziplin geht es nicht. Bei jedem Beruf gibt es auch Aufgaben zu erledigen, die keinen Spaß machen. Da muss man trotzdem durch.

Im Laufe meiner doch inzwischen langjährigen Berufserfahrung habe ich aber dann doch eine Beobachtung gemacht, was (dauerhaft) erfolgreiche Menschen von den anderen unterscheidet.
Es scheint mir im Wesentlichen eine Mentalitätsfrage zu sein. Jedem geht ja mal was schief. Die Frage ist, wie man damit umgeht.
Der Erfolgreiche analysiert die Misslichkeit ohne zu beschönigen. Er erkennt seine eigenen Fehler, Unachtsamkeiten, Irrtümer, Falscheinschätzungen, Unterlassungen und Schwächen, und gibt sie vor sich selbst zu. Er lernt daraus, und wird es das nächste Mal versuchen, besser zu machen.
Der Erfolglose sucht die Fehler bei anderen. Er findet einen Sündenbock, und fühlt sich benachteiligt, diskriminiert oder gar viktimisiert. Solche Personen gibt es überraschend viele, und es wundert mich nicht, dass sie kaum etwas auf die Reihe kriegen. Bei dieser Einstellung ist Misserfolg vorprogrammiert, und praktisch eine sich selbst erfüllende Prophezeihung. Alle anderen sind gegen einen. Alle anderen schauen auf einen herab, aus vermeintlichen Gründen, zu denen man nichts kann. Personen mit solch einer Einstellung arbeiten nicht an sich selbst. Sie wollen sich gar nicht verbessern. Die Verbesserung soll von außen kommen. Andere sind verantwortlich für ihren Misserfolg, niemals sie selbst.

Freilich ist angemessene Selbstkritik und das Streben nach eigener Verbesserung keine Garantie für Erfolg. Es gehört schon noch mehr dazu. Meines Erachtens ist es eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.
Der andere Typus jedoch wird zwangsläufig keinen anhaltenden Erfolg haben, selbst wenn er hin und wieder Glück hat. Aber er steht sich mit seinem unreflektierten Selbstmitleid und Jammerei über Probleme selbst im Weg, anstatt seine Energie lieber in die Suche nach Lösungen zu investieren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Suchanfragen in Sonnenferne //2407

Zunächst weise ich darauf hin, dass sich heute Nachmittag gegen 14 Uhr die Erde im Aphel befindet. Das heißt, dass Erde und Sonne dann die maximal mögliche Entfernung voneinander haben. Nach dem 1. Kepler’schen Gesetz (das man in der Klassischen Physik aus den Newton’schen Gesetzen und einer quadratisch mit der Distanz abnehmenden Gravitationskraft herleiten kann mit Hilfe der Erhaltungsgrößen Gesamtenergie und Bahndrehimpuls) bewegen sich Planeten in einer elliptischen Bahn um ihr Zentralgestirn. Der heutige Abstand zur Sonne ist 1.7% über dem Mittelwert, was etwa 8 Sekunden ausmacht, die die Strahlung von der Sonne zusätzlich braucht, um hier anzukommen.

Auch in diesem Monat setze ich die langjährige Tradition wieder fort, am ersten Wochenende die neuesten Suchbegriffe zusammen mit kurzen Anmerkungen aufzulisten.

„bidirektionales laden“
Laden aus beiden Richtungen.

„1000/365.25“
So viele Promille eines Jahres dauert ein Tag.

„siedend heiß eingefallen“
Aber gerade noch rechtzeitig!

„mathematisches pendel protokoll“
Das mathematische Pendel hat den Nachteil, dass es unphysikalisch ist. Deshalb braucht man nichts zu protokollieren.

„billiger penetrationstest“
Nichts ist umsonst.

„transzendente zahlen beispiele“
Pi oder e.

„geheime versuchung“
Solange sie nicht unheimlich ist ..

„que sera“
.. sera.

„sag niemals leberkäse zu ihm“
Äh .. nein .. werde ich nicht. Bestimmt nicht ..

„vollmondschwert droppen“
Bezieht sich das auf ein Dungeons-and-Dragons-Spiel?

„corona faule lehrer“
Solche gibt es bestimmt, aber auch Lehrer, die engagiert versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

„hausarbeit tempus“
Es hat mir als Schülerin Spaß gemacht, lateinische Verben in allen Tempora zu konjugieren.

„ascii blumenstrauß“
.\\|//.

„oberfrequenz“
Ein ganzzahlig Vielfaches der Grundfrequenz.

„bin ich internetsüchtig teste dich“
Ich bin zwar viel online, kann aber auch darauf verzichten.

„kurzarbeit abwesenheiznotiz“
Sollte man angeben, wenn man länger nicht erreichbar ist. Bei nur einzelnen Tagen ist es nicht notwendig.

„gipsbinden amazon“
Häh?

„einzelne graue haare“
Es wird nicht bei einzelnen bleiben.

„blutzuckerprotokoll“
Diabetiker müssen eins führen.

„können graue haare wieder verschwinden“
Nur wenn sie ausfallen oder man sie auszupft.

„aphrodisierendes menü“
Wesentlich ist, dass es allen Beteiligten schmeckt.

„vergewohltätigt“
Dieses Wort ist inzwischen kaum noch gebräuchlich, nur noch Dysphemismen.

„wo bin ich“
Google weiß es nicht.

„2048 regeln“
2^11 ist schon eine Menge.

„breakpoint facebook“
Dort will ich keinen Account.

„sie können sich hier nicht mit einer geschäfts- oder schul-e-mail-adresse registrieren.“
Aha. Das wollte ich auch gar nicht.

„letzter halt ausweg“
Die ultima ratio?

„reelle zahlen word“
Es kann zu Schwierigkeiten mit dem Dezimaltrennzeichen kommen.

„verbinde mich“, „verbinde mich mit“
Geht es um eine Connection oder einen Verband?

„joyclub dehttps www n tv de“
Das sieht nach irgendwelchen verhunzten URLs aus.

„rollen taste lenovo“
Die Scrolltaste? Keine Ahnung, wo die bei Lenovo-Rechnern ist.

„niklas zeichentrick“
Er kennt meines Wissens keine Tricks beim Zeichnen.

„frank und frei“
Ganz offen und direkt.

„breakpoint trainer“
Dass ich euch trainiere, wollt ihr nicht wirklich.

„oma in strapsen“
Naja, Stiefoma bin ich schon.

„wenn alles anders kommt“
Damit muss man rechnen.

‚“next digital banking“ „psd2″‚
Dass das Banking dadurch viel sicherer wird, glaube ich nicht. Es wird nur umständlicher und weniger komfortabel.

„strand blasen“
Es ist schon unangenehm, mit Blasen an den Füßen durch den Sand zu laufen.

„achse im koordinatensystem“
Abszisse oder Ordinate.

‚“psd2″ „bank“ or „banken“ or „handel“ or „kunde“ or „kunden“ or „umsetzung“‚
Da wird aber ziemlich viel verodert.

„tagesheiliger“
Jeden Tag wird mehrerer Heiliger gedacht. Wenn einer der Namen mit dem eigenen Vornamen übereinstimmt, hat man Namenstag.

„fibonacci twitter“
Kleines Experiment: man beginnt am ersten Tag mit einem Tweet. An jedem folgenden Tag antwortet man auf jeden einzelnen Tweets der beiden Vortage jeweils einmal. Die Anzahl der Tweets pro Tag ergibt die Fibonaccifolge.

„offengestanden“
war die Hose offen gestanden. XYZ.

„codeinsaft“
Da ist der Code im Saft.

„erfolgsgeheimnisse einer glücklichen ehe“
Große Überlappung ähnlicher Ansichten und Interessen, aber auch einige Unterschiede, kompatible Sexualität, Freiraum.

„telefaxbuch“
Gibt’s so was noch? Gab es das überhaupt mal?

„breakpoint trophies“
Hier gibt es keine Trophäen.

„kontaktspray“
WD-40 kriecht das hin!

„unus ignis quis vir“
Ein Feuer wer Mann.

„shibari knoten“
Früher habe ich Makramee gemacht.

„start paketzentrum“
Besonders Auslandslieferungen können sich derzeit hinziehen.

„geister der vergangenheit breakpoint“
Ach – was soll ich sagen .. die gibt es.

„borreliose“
Eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird.

„sex drugs and rock n roll wein“
Keine Drogen, kein Wein. Sex und Minirock dagegen gerne.

„word versionsverwaltung“
Kann ich nicht empfehlen, aber das wäre ein längeres Thema.

„prosopagnostiker“
Wer Schwierigkeiten hat, Gesichter wiederzuerkennen.

„twittertime“
Twitter hat normalerweise rund um die Uhr geöffnet.

„warum liken männer“
Aus ähnlichen Gründen wie Frauen auch?

„tageszucker werte“
Diabetiker müssen die protokollieren.

„blasen in flugzeug“
Sofern der Flug nicht zu lange dauert, lässt sich der Blasendruck ertragen.

„wie schreibt man eine empfehlung“
Kommt drauf an, wen oder was man empfehlen will.

„helium getränk herstellen“
Flüssiges Helium dürfte extrem unbekömmlich sein.

„resteverwertung pommes frites“
Hm .. mit Käse überbacken ist alles lecker.

„amazon prime werbung nervt -video“
Lästiger finde ich die Werbung für die Sprachassistentin.

„cis(pi/2)“
= sqrt(-1)

„star trek free tv“
Derzeit laufen Voyager und Next Generation. Einige Filme wurden gerade wiederholt.

„kopftuch gegen sonne“
Das schützt die Haare vor dem Ausbleichen, und die Stirn, wenn man das Kopftuch etwas nach vorne zieht.

„paritätsoperator“
Der kehrt die räumlichen Dimensionen um.

„prinzessin von zahnstein“
Das war Lisa Simpsons, als die Simpsons noch originell und lustig waren.

„brausepulver herstellen“
Beipielsweise aus Natron und Zitronensäure.

„mikrowelle kondensator entladen“
Wenn man nur lange genug wartet, passiert das von allein.

„schweiz dezimaltrennzeichen“
Dort nutzt man meines Wissens je nach Kanton Punkt oder Komma.

„i and r blood“
i ist Wurzel -1. Was der Rest soll, weiß ich nicht.

„mos hauptsache“
Ohne MOS nicht los?

„lustgestöhne“
Manchmal kann’s schon laut werden.

„sexentzug auswirkung frauen“
Die werden dadurch unentspannt, frustriert und zickig.

„im bad gebändigt“
Ja, die Haare sind schon manchmal wild.

„persönlicher geschmack“
Der ist individuell verschieden, und es lässt sich nicht darüber streiten.

„2.15443469 * 2“
Mein Blog ist kein Taschenrechner, auch wenn ich berechnend bin.

„fliederkreude online kaufen“
Muss man das kennen?

„eiersuchen“
Wenn ich welche finden würde, könnte ich sie in die Pfanne schlagen.

„teure pralinen“
Die teuren sind nicht unbedingt die besten.

„wohnrecht unzumutbar“
IANAL, kann das nicht beurteilen.

„mathematisches pendel protokoll“
Ein mathematisches Pendel ist ein idealisiertes Konstrukt. Da kann man nicht in realiter messen und Auslenkungen protokollieren.

„hauptsache kopftuch“
Solange es nicht strenger Winter ist, ziehe ich es anderen Kopfbedeckungen vor.

„was ist del taste“
Die Entfernen-Taste links über den Cursortasten.

„billiger penetration test“
Da sollte man nicht zu sehr auf’s Geld schauen.

„pflaumenbaum disco“
Äh .. man kann um den Baum herum tanzen?

„pure dummheit“
Schlimm, schlimm.

„cuv abkürzung“
Chronisch untervögelt.

„schwerpunkt viertelkreis“
Der befindet sich irgendwo auf der Winkelhalbierenden, näher an der Kreislinie als am Mittelpunkt.

„wordpress cookie bar“
Wo kann man sich die Plätzchen holen?

„gewertschätzt“
Wenn es wertgeschätzt hieße, ginge es nur um einen Schätzwert.

„guten morgen auf klingonisch“
NugneH geht immer als Begrüßung.

„koordinatensystem x y achse“
Kartesisch halt.

„hair aquarius“
Toller Song!

„volumen einer kartoffel“
Wenn man sie näherungsweise als Kugel mit dem mittleren Radius r betrachtet, wäre das Volumen 4*pi/3*r^3.

„rerum“
Genitiv Plural von res – lateinisch für Ding, Sache.

„wurmlöcher verschließen“
Oder man schneidet die betreffenden Obstteile einfach weg.

„reaktion erster ordnung“, „reaktion nullter ordnung“
Bei einer chemischen Reaktion n-ter Ordnung gilt, dass die Reaktionsgeschwindigkeit zur n-ten Potenz der Stoffmenge proportional ist.

„material girl“
Freilich bin ich aus Materie. Was sonst?

„männerschutz“
Dafür müsste viel mehr getan werden.

„winning team“
Sind wir doch!

„unterwäschefreier“
Der Sommer ist einer.

„des algorithmuses genitiv“
Und dem Algorithmus sein Dativ.

„strickmaschen aufnehmen“
Es ist ein Unterschied, ob man die gleich am Anfang ex nihilo aufnimmt, oder erst später einzelne Maschen zwischen den bestehenden noch hinzunimmt.

„fourieranalyse rechteck“
Da tritt das Gibbs’sche Phänomen auf – auch bekannt als Überschwinger.

„freizügiger sex“
Gerne.

„regenbogen schnipsel“
Aus bunten Papierschnipseln habe ich mal was ähnliches gebastelt.

„erdös zahl“
Ich glaube nicht, dass meine noch kleiner wird.

„heimlicher verehrer sprüche“
Solange sie nicht unheimlich werden ..

„gibt es andere universen“
Theoretisch kann es sie geben. Praktisch gibt es keine Möglichkeit, das herauszufinden.

„eulerwinkel“
Das sind drei Winkel, mit denen man Drehungen im dreidimensionalen Raum beschreiben kann.

„studium viel geld“
Ja, ein Studium ist teuer.

„drucker ohne geplante obsoleszenz“
Bei einem Laserdrucker muss man schon mal nicht dauernd Tinte nachfüllen, und auch der Druckkopf verstopft nicht wegen vertrockneter Tinte.

„stimmbruch mit 20“
Ist schon ungewöhnlich spät.

„ykwim bedeutung“
You know what I mean.

„gotteszahl unendlich“
Es gibt keine Gotteszahl, und wenn es sie gäbe, wäre sie nicht unendlich.

„lottozahlen prüfen archiv“
Damit könnte man verschiedene statistische Tests durchführen, wenn man nichts besseres zu tun hätte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Abwehr eines unerwünschten Versprechens //2406

Ich bräuchte mal eure Unterstützung.
Meine Mutter möchte nach dem Emissionstermin herkommen, und vierzehn Tage lang (oder auch länger, wenn „du mich brauchst“) hierbleiben, um mir mit dem Baby zu helfen. Wie mache ich es ihr klar, ohne sie dabei vor den Kopf zu stoßen, dass ich das nicht möchte?

Ich will die ersten Wochen mit Baby ganz ruhig und ohne weitere Personen in der Wohnung verbringen, bis wir uns alle aneinander gewöhnt haben. Jeder andere stört dabei nur. Schon die Aussicht, dass eine Hebamme ein paar Mal in unsere häusliche Privatsphäre eindringen wird, um nach dem Rechten zu schauen (es geht mir dabei vor allem um die Nabelpflege), ist mir unbehaglich.
Mal ganz davon abgesehen, dass es auch viel zu eng für Besuch wäre. Aber meine Mutter meinte, dass es ihr überhaupt nichts ausmachen würde, so lange auf dem Sofa zu schlafen.

Versteht mich nicht falsch – ich möchte sie bestimmt nicht aus dem Leben ihres Enkelkindes fernhalten. Sie sieht die Kinder von Sabine aufwachsen, weil sie ganz in ihrer Nähe wohnen [und steht dort meiner Schwester als jederzeit bereiter, zuverlässiger Babysitter zur Verfügung]. Bei uns geht das so halt nicht. Trotzdem möchte ich durchaus, dass sie einen guten Kontakt zueinander haben.
Ich hätte mir gedacht, dass meine Eltern nach einigen Wochen, wenn bei uns alles eingeschliffen ist, und alltägliche Routine eingekehrt ist, mal auf einen (nachmittäglichen) Besuch vorbeikommen, um das Baby kennenzulernen. Aber so, wie es meine Mutter jetzt vorhat, ist es mir zu viel.
Bei jedem anderen würde ich klipp und klar Nein sagen. Bei meiner Mutter kann ich das nicht.

Ich weiß ja, dass sie es gut meint, und mir nur helfen will. Aber, ehrlich gesagt, kann sie auch verdammt anstrengend werden, wenn sie dauernd reden will. Und in meiner Wohnung ist es so eng, dass man sich nicht aus dem Weg gehen kann, geschweige denn, sich zurückziehen. Ich will doch nur einfach meine Ruhe haben alleine mit Baby und Carsten.
Wie sage ich ihr das, ohne sie zu verletzen?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 33 Kommentare

Ich will Rosenkohleis! //2405

Warum eigentlich gibt es keine Kartoffelchips mit Vanillegeschmack?
Gerade Knabbergebäck (egal ob auf Kartoffeln, Mais oder sonst was basierend) ist immer irgendwie salzig-würzig. Es gibt etliche Geschmacksrichtungen von Paprika über Kräuter, Pfeffer, Schinken, Käse, Zwiebel, was weiß ich, aber keine süßen.
Mir schweben Kartoffelchips mit Vanille-Himbeer-Geschmack vor, mit Ananas-Kokos, mit Pfirsich-Pannacotta. Oder Maisflips mit Pudding-Mohn-Geschmack oder Heidelbeer-Mandel. Oder Reiscracker mit Waldmeisteraroma. Es gäbe so viele Variationen oder Möglichkeiten, aber davon wird nichts angeboten. Auch nichts ähnliches. Dabei sehe ich dort durchaus eine Marktlücke.
Gegen die Vermutung der schlechteren Haltbarkeit spricht, dass es auch süßes Popcorn oder Puffreis gibt.

Umgekehrt gibt es Joghurt (gegenüber dem ich derzeit einen leichten Widerwillen verspüre), Quark oder Puddingcremes fast ausschließlich in süßen Geschmacksrichtungen. Da gibt es außer Vanille, Schokolade, Nuss, Karamell, Mokka und vielleicht noch ein paar anderen, hauptsächlich Sorten mit Fruchtzubereitung.
Zu den wenigen Ausnahmen gehören Joghurt mit Gurke und Knoblauch oder Kräuterquark.
Ich würde hin und wieder auch gerne z.B. Joghurt mit Paprika-Chilli oder Quark mit Zwiebeln und anderem Gemüse essen. Klar kann man den selbst machen. Das habe ich auch schon desöfteren. Aber warum wird so etwas nicht einfach angeboten? Der Bedarf ist da.
Wenn ich ihn selber mache, brauche ich einerseits mehrere getrennte Zutaten, die ich erst besorgt haben muss. Zum anderen habe ich dadurch einen Zeitaufwand, und selbst wenn es sich nur um einige Minuten handelt, würde ich den manchmal gerne einsparen. Zum dritten sind mir die dabei entstehenden Mengen oft zu groß. Da die wichtigsten Zutaten gequantelt sind, ergeben sich insgesamt nur große Mengen. Selbst zuzubereiten lohnt dann nicht, wenn wir (wie üblich) nur zu zweit davon essen.
Denn eine ganze Packung Quark und dazu einiges Gemüse liefert eine Menge, die wir nicht auf einmal essen (ist ja nur so als Dip, Brotaufstrich oder ähnliches für nebenbei gedacht). [Und ich kriege Sodbrennen, wenn ich zuviel davon esse.] Dann wandert der Rest in den Kühlschrank, und fängt an zu vertrocknen, oder sonst eklig zu werden, überträgt dabei seinen Geruch vielleicht sogar an den anderen Kühlschrankinhalt. Am nächsten Tag hätten wir eigentlich Appetit auf etwas anderes, aber müssen noch den inzwischen unappetitlichen Rest essen, damit er nicht ganz verdirbt. Da wäre es einfach praktisch, wenn es so etwas in nicht allzu großen Portionsbechern im Supermarkt zu kaufen gäbe.

Aber wichtiger wären mir die süßen Chips.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 22 Kommentare

Es taut – 1001 – Novennium //2404

Den neunten Bloggeburtstag am heutigen Tautag (Doppelpitag) nutze ich für einen kurzen Rückblick auf das vergangene Blogjahr. Da ist natürlich vor allem bemerkenswert, dass ich seit Ostern nur noch an geraden Tagen blogge, weil es derzeit einfach zu wenig Blogstoff gibt.
Außerdem werde ich seit einiger Zeit von Spamkommentaren überschwemmt, die teils im Minutentakt hier eingetroffen sind. Ich hatte ja sonst alle paar Tag mal beim Spam nachgeschaut, ob vielleicht falsch positive Kommentare mithineingerutscht wären, aber das schaffe ich nicht mehr. Die Flut ist zu stark. Zeitweise waren fast 20000 Spam-Kommentare im Spamordner. Zwischenzeitlich war der Spam wieder etwas abgeflaut, momentan hat er sich wieder verstärkt. (Also wenn mal ein Kommentar von euch nicht erscheint, gebt mir auf anderem Weg noch mal extra Bescheid. Er geht sonst verloren, falls Akismet ihn als Spam einsortiert hat.)

Im Laufe von 9 Jahren habe ich über 2.4 Kiloeinträge verfasst. Inzwischen gibt es mehr als 40 Kilokommentare. Diese hatte ich erst kürzlich in meinem Metablog aufgearbeitet. Außerdem wird es Anfang Juli dort auch wieder die übliche Quartalsstatistik für April bis Juni geben.
Wenn ich im folgenden einige statistische Daten für das vergangene Blogjahr nenne, so sind die nicht ganz tagesaktuell, weil ich sie bereits vor fast zwei Wochen ausgewertet hatte, als ich dafür gerade etwas Zeit hatte. Groß dürfte der Unterschied zwar nicht sein, aber behaltet es bitte im Hinterkopf.
Im Schnitt gab es pro Eintrag etwa 12 Kommentare und 7 Likes.
Die mittlere Anzahl der täglichen Besuche stagniert seit langem bei gut 200, ist tendenziell vielleicht sogar eher rückläufig (die verringerte Publikationshäufigkeit verstärkt den Abwärtstrend). Follower habe ich über WordPress mehr als 200, über Mail über 650, und über Twitter rund 720.
Seit mein Blog auf WordPress läuft (also seit bald fünf Jahren), sind dort insgesamt knapp 0.45 Megaaufrufe zusammengekommen.
Die weitaus meisten Besucher kommen aus Deutschland. Mit größerem Abstand folgen die Vereinigten Staaten, Österreich und die Schweiz.
Die beliebtesten Tags waren „Nerdkram“, „Software“, „Firma“ und „Programmierung“.

Ich fürchte, mein Blog hat seinen Zenit längst überschritten. Noch einmal neun Jahre wird es bestimmt nicht mehr erreichen, zumal sich auch meine Lebensumstände stark verändert haben (und sich noch stärker verändern werden). In meiner Prioritätenliste fällt das Blog immer weiter zurück.
Nun ja – warten wir es ab. Manchmal ergeben sich auch unvorhergesehen ganz neue Impulse.

Wie bei jeder Bloggeburtstagsparty möchte ich euch auch diesmal wieder zum virtuellen Buffet einladen – ganz ohne Abstandregeln oder Maskenpflicht.
Ein Blog lebt auch von Feedback und Meinungsaustausch mit den Kommentatoren.
Besonders freuen würde ich mich, wenn sich auch einmal sonst stille Leser zu Wort melden würden. Oder über ein Lebenszeichen von Besuchern, die früher gelegentlich hier kommentiert haben, aber inzwischen schon länger nicht mehr.

Das virtuelle Buffet ist eröffnet. Greift zu und lasst es euch schmecken!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 15 Kommentare

Der Schülerpraktikant //2403

Wie letzte Woche bereits auf Twitter erwähnt, habe ich diese Woche einen Praktikanten. Eigentlich nehmen wir Schülerpraktikanten normalerweise nicht. Aber es gibt Ausnahmen, beispielsweise Kinder von Mitarbeitern.
Sein Vater ist ein Bekannter, mit dem ich vor ein paar Wochen gesprochen hatte. Es kam damals zur Sprache, dass bei der Schule seines 14-jährigen Sohnes ein Praktikum ansteht. Oder auch nicht. Niemand wisse, ob es tatsächlich stattfinden würde. Manche Schüler suchten erst gar nicht nach einem Platz, andere hätten zwar einen gefunden, aber er war inzwischen abgesagt worden, weil die meisten Betriebe verständlicherweise während der Corona-Beschränkungen nicht auch noch Praktikanten betreuen wollen. Die Schulleitung äußerte sich nur vage, ob das Praktikum nicht ganz gecancelt würde.
Ich ließ mich dann dazu hinreißen, ihm einen Praktikumsplatz bei mir zuzusagen, sollte das Praktikum tatsächlich stattfinden, und der Schüler nicht doch noch woanders einen Platz finden würde – sozusagen als Notnagel.

Nun ja – der Fall trat ein. Wäre mir nicht bekannt gewesen, dass der Schüler Computer-interessiert ist, und auch vorhat, später einen entsprechenden Beruf auszuüben, hätte ich mich ja nicht darauf eingelassen.
So setzte ich ihn (ein freundlicher Junge mit dem ersten Bartflaum) solange in ein zur Zeit leerstehendes Büro in meiner Nähe. Teilweise beschäftigte ich ihn mit einfachen Programmieraufgaben (Wunder darf man da nicht erwarten), teilweise setzte ich ihn zur Qualitätssicherung ein. Ich habe da ja noch einige Dokumente, die mit anderen Dateien abgeglichen werden müssen. Eine ziemlich stupide Tätigkeit, die dennoch höchste Konzentration erfordert, so dass man das höchstens eine halbe Stunde am Stück durchhält. Und nein – das lässt sich nicht automatisieren, sonst hätte ich’s schon längst getan. Aber Formatierungen und Aufbau unterscheiden sich so, dass man das einem Computer nicht so einfach beibringen kann – einem lernwilligen Schüler dagegen schon.
Der Betreuungsaufwand war dennoch erheblich. Schließlich lag mir auch daran, dass der Schüler etwas lernt, und es kostet halt Zeit, wenn man sich persönlich darum kümmert, Wissen und Knowhow zu vermitteln. Ich weiß wieder, warum ich sonst keine Praktikanten nehme. [Und dabei war gerade diese Woche enorm viel los: wieder deutlich mehr Termine als in den letzten Monaten, einen halben Tag saß ich im Wartezimmer des Gynäkologen rum, als ich zurückkam, warteten gleich mehrere Mitarbeiter mit unvorhergesehenen, dringenden Problemen auf mich, dann hatte ich auch noch Schwierigkeiten mit meinem Internetzugang, und noch so ein paar widrige Kleinigkeiten (jede einzelne kaum der Rede wert, aber in der Summe halt dann doch nervenzehrend), die sich in den letzten Tagen häuften, so dass ich zeitweise wirklich kaum wusste, wo mir der Kopf steht.]

Inzwischen ist heute sein letzter Tag hier. Nach der Mittagspause werde ich ein Abschlussgespräch mit ihm führen. Dabei erhält er die Praktikumsbestätigung, die er wieder bei seiner Schule vorlegen muss, und außerdem eine kleine Anerkennung, denn schließlich hat er hier motiviert und ordentlich die Aufgaben zu meiner Zufriedenheit erledigt, die ich ihm aufgetragen hatte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Diese obskuren Dynamiken der Layer-8-Objekte //2402

Mit Gerard Sendel vom Branchenverband Digitale Standards & Methoden hatte ich ausgemacht, uns im Frühjahr wiederzutreffen.
Wie so vieles in den letzten paar Monaten hatte das nicht geklappt, und jetzt ist es bereits Sommer. Immerhin gibt es inzwischen wieder einige Übernachtungsmöglichkeiten im Großraum, so dass seine Geschäfte Gerard schließlich doch in die Gegend führten. Er nahm die Gelegenheit wahr und kontaktierte mich, um mich zum Essen einzuladen.
Bei diesen ganzen aktuellen Einschränkungen mag ich nicht in einem Restaurant essen, und so machte ich ihm einen anderen Vorschlag. Ich warte ja schon die ganze Zeit auf eine Gelegenheit, unseren neuen Showroom mal gebührend zu benutzen. Also lud ich Gerard in den Showroom ein.

Nachdem der Pförtner angerufen hatte, um mir seine Ankunft mitzuteilen, machte ich mich auf den Weg nach unten.
Ja, der Bauch ist nicht mehr zu übersehen. Gerard war offensichtlich überrascht [und ich glaube auch enttäuscht]. Bevor ich ihn in den Showroom führte, legte ich ihm die Speisekarte eines Lieferdienstes vor, aus der wir auswählten, um Essen für später zu bestellen.
Im Showroom begann ich dann, ihm unsere neuesten Geräte zu zeigen, und wir hatten auch Gelegenheit, uns weiter zu unterhalten.

Nach einiger Zeit traf unerwartet der Chef ein. Ich stellte beide einander vor:
„Das ist Herr Klugsch, unser Hauptgeschäftsführer. Und das ist Herr Sendel vom Branchenverband Digitale Stan..“
Jener unterbrach mich: „Ist mir bekannt. Frau Doktor Nühm hat mir schon ausführlich über Ihre Fachveranstaltung letztes Jahr berichtet.“ Dann an mich gewandt: „Hast du ihm schon das $Geraetemodell gezeigt?“
„Noch nicht. Ich hatte erst mit der anderen Produktlinie begonnen.“
Er begann einige Produktdetails aufzuzählen, stellte die Vorteile von $Geraetemodell heraus, und forderte mich schließlich auf, das Gerät vorzuführen.
„Das geht nicht“, erwiderte ich, „dem fehlen im Moment die Anschlüsse.“
„Warum?“, wollte er wissen.
„Weil wir noch zu wenige Anschlüsse hier haben, und die gerade an anderen Geräten sind.“ Sollte er eigentlich selbst wissen. „Aber du kannst sie ja gerne austauschen“, fügte ich hinzu, wohl wissend, dass er sich bestimmt nicht herablassen würde, auf die Knie zu gehen, um die Anschlüsse in Bodennähe zu wechseln.
Als er zögerte, fragte ich zuckersüß: „Oder soll ich es machen?“ Normalerweise wäre das für mich kein Problem, aber mit dem Bauch ist es für mich schwierig geworden, danach wieder aufzustehen, und das weiß er genau.
„Lass nur“, gab er auf, „ich muss sowieso wieder zurück zu Standort 1a.“
Er nickte Gerard kurz zu: „Freut mich, Sie getroffen zu haben.“ Dann verabschiedete er sich, legte im Weggehen noch ostentativ seine Hand auf meinen Bauch, und verließ den Showroom.
Ich war, ehrlich gesagt, nicht böse darüber, dass er keine Zeit hatte, uns beim Essen, das inzwischen geliefert worden war, Gesellschaft zu leisten.

Wegen Corona plant der Branchenverband heuer keine Fachveranstaltungen mehr. Ich stehe vorläufig aus bekannten Gründen sowieso nicht zur Verfügung, machte aber mit Gerard aus, dass er sich für Veranstaltungen ab Herbst 2021 wieder an mich wenden darf.
Auch wenn dieses Treffen völlig anders ablief, als ursprünglich vorgesehen, hat es dennoch meinen Kontakt zum Branchenverband gefestigt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

How to wickel a Wollknäuel //2401

In meiner Kindheit trugen wir viel gestrickte Kleidung, vor allem Pullover und Jacken.
Kinder haben es an sich zu wachsen, und so war es jedesmal nur eine Frage der Zeit, bis die Stricksachen verwachsen und zu klein waren. Also wurden sie zur Wiederverwendung aufgetrennt, und das lief etwa so:

Zunächst wurden die Nähte vorsichtig aufgeschnitten, eventuelle Knöpfe oder Reißverschlüsse entfernt. Von einem einzelnen Teil wurde das (üblicherweise vernähte) Ende des Fadens gesucht und an einem Bein eines geeigneten Holzschemels festgeknotet. Am einfachsten ist das Auftrennen, wenn man es zu zweit macht. Einer zieht vorsichtig den Faden vom Strickstück, so dass die Maschen der Reihe nach von der Vorreihe herausgezogen werden, bzw. hält das Teil straff, so dass durch eine gewisse Zugspannung die Maschen fast von alleine fallen. Der andere wickelt diesen Faden möglichst straff um die Beine des Holzschemels herum. Wenn das Teil völlig aufgetrennt ist, wird der gespannte, topologisch toroidale Wollstrang mit zwei oder drei Fäden zusammengeknotet und fixiert, und vom Holzschemel heruntergenommen.

Man kann ihn jetzt vorsichtig mit der Hand waschen, oder man stabilisiert das Gebilde (zur übergangsweisen Aufbewahrung), indem man es fest mit sich selbst verknotet.
Bevor man die Wolle jetzt wieder verstricken kann, muss man sie als Knäuel aufwickeln. Diese Fadenstränge wären zu empfindlich und würden sich nur dauernd mit sich selbst verheddern und verknoten.
Es ist einfacher, wenn man dafür zu zweit ist, und einer den Strang mit den Händen aufgespannt hält und den Wickler unterstützt. Wenn gerade niemand verfügbar ist, reicht es auch, den Strang um eine Stuhllehne zu legen.

So ziemlich jeder hat eine etwas andere Technik, ein Wollknäuel zu wickeln. Ich kann nur beschreiben, wie ich es selbst mache.
Ich beginne, indem ich den Faden vielleicht fünfzehn bis zwanzig Mal eher locker um meine rechte Hand wickle. Dann nehme ich das Fadenbüschel herunter, verdrehe es um 180° mit sich selbst und lege es übereinander, so dass es den Kern des Knäuels bilden soll.
Dann wickle ich den Faden wieder mehrmals außen um diesen Kern herum. Immer wieder wird die Richtung gewechselt und außenrum gewickelt. Das Knäuel wächst. Nach einem formlosen Anfang wird es bald kugelförmig. Nach einer gewissen Anzahl von Wicklungen (schätzungsweise etwa zwanzig, ich hab‘ sie nie gezählt), ändere ich jeweils die Ausrichtung des Knäuels, so dass ein neuer „Äquator“ entsteht, um den ich dann wieder wickle. Der Radius des Knäuels nimmt zu (mit der dritten Wurzel der bereits gewickelten Fadenlänge – zumindest sobald das Knäuel hinreichend groß ist, am Anfang gilt diese Näherung noch nicht), bis der Faden irgendwann zu Ende ist.
Die Endgröße des Knäuels hängt nicht nur von der Fadenlänge ab, sondern auch von der Festigkeit der Wicklung. Manche Wickler wickeln sehr straff. Dann wird das Knäuel vergleichsweise klein. Andere wickeln lockerer. Dann wird das Knäuel größer. Meine Wicklungsfestigkeit liegt wohl so im Mittelbereich, tendenziell eher fester.
Und natürlich beziehen sich diese Abhängigkeiten nur auf die gleiche Wolle. Andere Garne, die dicker oder dünner sind, bzw. aus anderen Materialien mit andere Dichte bestehen, liefern natürlich wieder andere Knäuelgrößen.

Meine Knäuel verfügen über eine (makroskopisch) sphärische Symmetrie. Meine Großmutter schaffte es dagegen, eine Anisotropie hineinzuwickeln, indem sie ihren Daumen immer an fester Stelle ließ, und das Knäuel nur relativ zu diesem verdrehte. Im Endeffekt hatten ihre Knäuel dann immer ein axiales Loch in Daumengröße.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , | 44 Kommentare

Astrotweeting plus Sonderausgabe //2400

OK. Das wird heute etwas komplizierter. Ich habe gleich drei Items auf der Blogagenda.
Zunächst der obligatorische Hinweis, dass heute um 23:44 UTC+2 Uhr Sommersonnenwende, also Sommeranfang ist. Genießt den langen Abend!

Als nächster Punkt folgen – wie am Wochenende üblich – frühere Tweets von mir. Die Liste ist – aus später erläuterten Gründen – etwas kürzer als sonst, und bezieht sich auf den Zeitraum vom 26. November bis 4. Dezember 2019.

Ausgerechnet jetzt bin ich heiser! Wo ich doch in ein paar Tagen öffentlich sprechen muss! #StimmeWeg
+Hab auch Angst, dass mir das wieder auf die Mandeln geht!
++Wenn ich nicht rechtzeitig wieder fit bin, wird’s wohl doch ein #allMalePanel.
+Ich mach mir heute einen ruhigen Tag. #nurKeinStress
+Sitze übrigens mit #Kopftuch hier im Büro.
+Jetzt auch noch Schluckbeschwerden. Die Mandelabszesse vor ein paar Jahren fingen auch so harmlos an.
+Musste wieder an den #Inhalator denken. Leider habe ich kein entsprechendes Foto von solch einem Wandgerät gefunden, nur ein paar von mobilen Inhalationsgeräten.
+Bin mittags nach Hause gegangen. Jetzt friert es mich. Naja, war auch wirklich kalt draußen und ich bin erst mal ausgekühlt. #HoffentlichKeinSchüttelfrost
+Nach einem Kaffee ist mir wieder wärmer. Schlucken aber unangenehm.
+Na, gut – wenn sich die Symptome weiter verschlechtern, gehe ich heute abend zum Arzt.
Der verwehrte Tanz //2279 Zweitausendzweihundertneunundsiebzig
Verhörer des Tages: [er kam ohne] Bekleidung statt Begleitung
Gestern auf dem Heimweg: Mann im Kleiderschrankformat wünscht mir einen schönen Abend.
Technik und .. //2278 Zweitausendzweihundertachtundsiebzig
Es ist ja so was von voll diskriminierend, dass ich als Frau nicht an einem #AllMalePanel teilnehmen kann!
Verleser des Tages: Flanellhemd statt Flaschendrehen
Wenn Schwäger schwängern //2277 Zweitausendzweihundertsiebenundsiebzig
Verschreiber des Tages: [mit] herrlichen statt herzlichen [Grüßen]
Mir beim Kartoffelschneiden in den Daumen geschnitten. #BloodyAnny
Ich nenne es „mixed weekend“, wenn der Samstag in einem anderen Monat liegt als der Sonntag.
Verleser des Tages: grobe statt große [Lust]
Frühlingsgezwitscher //2276 Zweitausendzweihundertsechsundsiebzig
Es ist nur ein schmaler Grat, bei ernsten Themen die Balance mit Humor zu finden. Aber er existiert.
Verhörer des Tages: Kollision statt Koalition
Fernsehdoku mit Vögeln: „.. mit seinem 90cm langen Schwanz hat er ein Weibchen angelockt ..“ – Er: „Schau, der hat auch einen langen Schwanz.“ – Ich: „90cm sind aber schon zuviel des Guten.“
Im Sichtbereich //2275 Zweitausendzweihundertfünfundsiebzig
Verleser des Tages: galaktisch statt geleakt
Ein Wunsch wird sich erfüllen //2274 Zweitausendzweihundertvierundsiebzig
Wollen wir mal über Probleme von Männern mit großen Penissen reden? #BigWangProblem
Verleser des Tages: Schweinkram statt Schwimmkran
Submission //2273 Zweitausendzweihundertdreiundsiebzig
Fragt mich nicht, wo ich das her habe.
Der Abschluss von #TBBT gestern abend war enttäuschend. Unvergessen bleibt jedoch das Zitat von Sheldon: „Ich bin Physiker, ich habe fundierte Kenntnisse über das gesamte Universum, und alles was darin ist.“
„Gewalt gegen _Frauen_“ .. ich kann’s nicht mehr hören!
Verschreiber des Tages: abort statt short
Arrgh .. schon wieder mal die Blockquote nicht geschafft.
Ungeplante Obszönlizenz //2272 Zweitausendzweihundertzweiundsiebzig

Wer aufmerksam die obigen Tweets gelesen hat, dem wird es nicht entgangen sein, dass ich den Hashtag #BigWangProblem eingeführt habe. Zu diesem Hashtag folgen jetzt als letzter Punkt auf der heutigen Tagesordnung noch einige Tweets, die einen Subthread bildeten:

Na gut. Offenbar gibt es hier doch nur wenige Betroffene. Zumindest kaum jemand, der offen drüber reden mag.
Ist ja auch klar: Das Thema ist tabuisiert und Verständnis ist nicht zu erwarten. Niemand spricht darüber.
Oder zu wenig Leidensdruck?
Also werde ich halt selbst ein paar Punkte tweeten, unter dem Hashtag #BigWangProblem, um auf die Problematik aufmerksam zu machen, und dafür zu sensibilisieren.
* Die Erfahrung, nur auf Unglauben oder Unverständnis zu stoßen #BigWangProblem
* Unterhosen, Badehosen, Hosen sind zu eng, zwicken, lassen sich nicht schließen, entblößen #BigWangProblem
* Hemmungen in Schwimmbad oder Sauna #BigWangProblem
* Passende Kondome sind schwer zu finden #BigWangProblem
* Schwierigkeiten, anatomisch kompatible Gespielinnen zu finden #BigWangProblem
* Größere Zurückhaltung beim Geschlechtsverkehr oft erforderlich #BigWangProblem
* Einschränkungen bei sexuellen Praktiken #BigWangProblem
* Unerwünschter Kontakt mit Pissoirs #BigWangProblem
* oder beim Sitzen auf Toilettenschüsseln #BigWangProblem
* Erhöhtes Risiko, irgendwo hängen zu bleiben #BigWangProblem

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 7 Kommentare

Basische Neuigkeiten //2399

Meine Cousine Kathrin hat mich wieder mal angerufen. Sie hat sich mit Borreliose infiziert, und muss jetzt ein Medikament einnehmen, das die Haut sehr lichtempfindlich macht. Deshalb darf sie bei Sonne nicht länger aus dem Haus. Aber laufen kann sie sowieso kaum, bzw. nur unter Schmerzen. Also langweilt sie sich ziemlich, und telefoniert quer durch ihren Bekanntenkreis.
Diesmal war halt ich dran, und durfte mir erst mal ihre lange Leidensgeschichte (wollt ihr gar nicht detailliert lesen) anhören, und dass sie wegen der Medikamente nun Durchfall und Hautausschlag hat, und keine Milchprodukte essen darf (ich glaube ja, dass sie das missverstanden hat, und nur gewarnt wurde, dass gleichzeitige Einnahme der Medikamente mit Kalzium-haltigen Nahrungsmitteln die Wirksamkeit der Medikamente verringern kann).

Natürlich hatte sie mittlerweile auch von meinem angeregten Zustand erfahren, was sie irgendwann unvermittelt das Thema wechseln ließ. Also erzählte sie dann ausufernd von ihren Beschwerden in Schwangerschaft und Wochenbett.
Dann fiel es ihr ein, mich vor einer Frühgeburt zu warnen, weil ihr Kind ja damals zwei Monate zu früh gekommen war. Sie gab mir alle möglichen Verhaltensregeln, auf was ich aufpassen solle, und wo ich besonders vorsichtig sein solle.
Wenn sie mal anfängt zu reden, findet sie kein Ende mehr, und kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Zumindest in dieser Ausführlichkeit interessiert mich das nicht.

Während ich ihrem Wortschwall ausgesetzt war, erwähnte sie auch in einem Nebensatz, dass sie ein Babytragetuch gehabt hatte. Ich wurde hellhörig, und hakte nach. Sie erzählte, dass sie es eigentlich kaum benutzt hatte, und inzwischen weiterverschenkt. Dann fiel ihr plötzlich ein, dass sie versprochen hatte, noch jemand anderen anzurufen, und sie beendete das Gespräch ziemlich schnell.

Die Idee mit dem Tragetuch lässt mich nicht mehr los. Die Vorstellung, allein mit Baby, Kinderwagen und möglicherweise noch anderem Kram, vom ersten Stock die Treppe hinunter bzw. beim Rückweg wieder hoch zu müssen, ist nicht wirklich berauschend. Das wird umständlich, aufwendig und schwierig. Dagegen könnte es vergleichsweise entspannend sein, mit Baby im Tragetuch mal kurz raus zu gehen, wenn ich nur schnell etwas zu erledigen oder zu besorgen habe. Und warm hat es es da auch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 17 Kommentare

Eine pragmatische Lösung //2398

Carsten’s Augen werden immer schwächer. Schon seit längerer Zeit braucht er eine Brille, wenn er etwas lesen will, oder am Bildschirm arbeitet. Ansonsten sieht er gut genug, so dass er die Brille nicht dauerhaft braucht, normalerweise also nicht aufhat.
Wie das mit solchen sporadischen Sachen ist, passiert es häufig, dass er seine Brille irgendwohin verlegt hat, und sie nicht findet, so dass ich ihm helfen muss, sie zu suchen.
Er hat ja schon mehrere Brillen: Eine im Büro, eine in der Wohnung, eine im Landhaus, eine für unterwegs, .. Das erleichtert die Sache nicht unbedingt, denn manchmal wird eine dorthin verschleppt, wo bereits (mindestens) eine ist, und fehlt dafür an anderer Stelle. Dass die Brillen sich an einer Stelle häufen, obwohl sie verteilt sein sollen, nenne ich reverse Diffusion. Da läuft irgendwas mit der Entropie verkehrt.

Allmählich war ich über das dauernde Suchen genervt, so dass ich ihm vorschlug, die Brille einfach in seine Hosentasche zu tun, wenn er sie nicht gerade braucht. Dann hat er sie jederzeit griffbereit.
Eine Zeitlang hat das ganz gut funktioniert, aber auch nicht immer. Es gab zum Beispiel Fälle, in denen er die Brille in eine andere Hose gesteckt hatte, oder doch nicht in die Hosentasche, oder er hat (insbesondere im Sommer) gar keine Hose an, ..

Wie auch immer – wir haben inzwischen eine neue Lösung. Ob sie sich auf Dauer bewährt, ist eine andere Frage.
Wir haben da in unserer Spielzeugsammlung noch ein Nippelklemmenset. Die Klemmen selbst waren vom Druck her ganz in Ordnung. Aber die Kette dazwischen war so schwer, dass mir der Zug Richtung Erdmittelpunkt unangenehm war.
Also habe ich ausprobiert, ob sich die Klemmen nicht auch noch anders verwenden lassen. Es stellte sich heraus, dass sich die Brillenbügel recht gut und fest mit den Klemmen befestigen lassen. Wenn Carsten die Kette dann um den Hals trägt, hat er die Brille dann immer zur Hand, wenn er sie braucht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 13 Kommentare

Twitteriger Zwiespalt //2397

Manchmal habe ich genug von Twitter. Nirgends sonst trifft man auf eine derart geballte Konzentration an Dummheit. Das zu lesen, tut mir gar nicht gut, und ich habe mir schon öfters überlegt, mich von Twitter zurückzuziehen.
Aber dann tauchen dazwischen doch immer wieder kluge, witzige, hochinformative Tweets auf, die es wert sind, gelesen zu werden, und die vieles andere wieder wettmachen.
Ich hoffe, bei meinen folgenden Tweets vom 13. bis 25. November 2019 sind auch einige dabei, die für andere Twitternutzer erfreulich aus dem Twittersumpf herausragten.

Verleser des Tages: Unternehmersweibchen statt Unternehmenswebsite
Beischlaf im Protected Mode //2271 Zweitausendzweihunderteinundsiebzig
Verhörer des Tages: „diese Haare“ statt „die Sahara“
Wenn die Twitterinnerung trügt //2270 Zweitausendzweihundertsiebzig
Heute wieder mal so ü-ber-haupt nicht motiviert für Hausarbeit.
+So. Über eine Stunde geputzt und geschrubbt. Das muss erst mal wieder reichen.
+Jetzt entspannen mit Kaffee und Bauchtanz.
Verleser des Tages: Klingone statt Klingelton
From Down Under //2269 Zweitausendzweihundertneunundsechzig
Es nervt mich ja immer, wenn jemand seine Behauptungen so darstellt, als wären es Tatsachen. Aber genauso störend ist es, wenn jemand bei konkreten Sachlagen nur unbestimmt statt eindeutig redet.
Hätte jetzt so Lust auf was Sahniges.
Verschreiber des Tages: Leerveranstaltungen statt Lehrveranstaltungen
Über Nacht 2^3 * 3 * 5^2 Follower erreicht.
No Girls‘ Day //2268 Zweitausendzweihundertachtundsechzig
Die Schüler sind wieder weg. Ein paar haben Nerd-Potential.
Was so ein Potentiometer doch für einen Eindruck machen kann!
Verleser des Tages: sqrt statt squirt
So. Meine SW-Session erfolgreich beendet. Einschließlich KI-Vorführung.
Ein trüber, grauer Novembermorgen. Nachher kommen die Schüler. #NoGirlsday
breakplaining: Parität //2267 Zweitausendzweihundertsiebenundsechzig
Kommunikation mit Nicht-Nerds ist oft so ermüdend. #Layer8
Mal wieder eine Blogstatistik für die Zahlenfans
Verhörer des Tages: Mitleid statt mid-life
Heute ist #InternationalerMännertag. Allen Männern dazu alles Gute!
„Es hört doch jeder nur, was er versteht.“ //2266 Zweitausendzweihundertsechsundsechzig
Sind euch auch die Leute unheimlich, die fest davon überzeugt sind, zu den „Guten“ zu gehören und die „richtigen“ Ziele zu verfolgen?
d/dy e^x = 0
Hab mich nicht provozieren lassen. Hab zwar eine gepfefferte Reply geschrieben, aber nicht abgeschickt. #BringtNichts
Verleser des Tages: GroKo statt Grünkohl
Übergang //2265 Zweitausendzweihundertfünfundsechzig
Stiefenkel wünscht sich einen interaktiven Kuschelpanda zum Geburtstag. Kann den jemand empfehlen? Gibt es damit Erfahrungen? #Followerpower
Verhörer des Tages: [mit] Himbeere statt Hingabe
Ausgerechnet am Wochenende geht seine Brille kaputt.
Leute .. da fängt man auf Twitter an zu diskutieren, dann läuft die Zeit weg .. Sorry, muss AFK. Hab jetzt noch zu arbeiten.
Huch .. schon wieder so viele Mentions, dass ich den Überblick verloren habe. Sorry.
#WirEssenLebkuchen – Er erwischt den letztem. „Willst du auch beißen?“ – Ich: „Ja.“ Er drückt mir den Lebkuchen ins Gesicht. Ich beiße ab. – Er vergleicht Bissabdrücke: „Sieht bei dir ganz anders aus als bei mir.“ – Ich: „Ich schieb ihn dir ja auch nicht bis zum Anschlag rein!“
#WirEssenLebkuchen – Er: „Die dunklen sind die besten.“ – Ich: „Ich mag auch die mit Zuckerglasur. Warum gibt es eigentlich keine gemischten wie bei den Amerikanern?“ – Er: „Das wäre eine Marktlücke.“
Wer sich öffentlich eine Selbstbezeichnung gibt, muss davon ausgehen, dass er auch so angesprochen wird. Alles andere ist #Doppelmoral und #Hypokrisie.
Gräßlich, wie diese Frauen unter #joyfails Männer öffentlich bloßstellen und vorführen.
Verleser des Tages: Milliardärinsel statt Militärdienst
Einstige Tweets //2264 Zweitausendzweihundertvierundsechzig
Klar haben wir hier #Meinungsfreiheit! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir frei von allen Meinungen sind, die vom Mainstream abweichen.
Verhörer des Tages: heiliger statt heimlicher [Verehrer]
Meister des Netzes //2263 Zweitausendzweihundertdreiundsechzig
„Was ist denn das?“ – „Mein neuer TAN-Generator.“ – „Ein Tangens-Rechner!“
Verleser des Tages: Potenz statt Präsenz
Welcome Back! //2262 Zweitausendzweihundertzweiundsechzig
Grrr .. versehentlich die Haare mit ins #Kopftuch geknotet.
Versprecher des Tages: Fickonacci statt Fibonacci
+Also das war ein Versprecher von jemand anderem.
+Vielleicht war’s auch nur ein Verhörer von mir.
„So wahr mir Gott helfe.“ Muss das auch ein Ungläubiger sagen? #Vereidigung
Das Mädchen im Schatten //2261 Zweitausendzweihunderteinundsechzig

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 10 Kommentare

Anne Nühm and the Half-Blood Record //2396

Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, als ich noch nicht lange mit Programmieren begonnen hatte, als ich mir eine Datenbank mit meiner Verwandtschaft erstellte, und darauf basierend einige objektorientierte Tools, um Verwandtschaftbeziehungen zu visualisieren, oder Vorfahren und Nachkommen darzustellen.
Diese Datenbank (eine einfache Access-DB, auf die ich über den ODBC-Treiber zugreife) hat rund zweihundert Datensätze. Praktisch alle meine mir bekannten (Bluts-)Verwandten (sowie weiteren Personen, die mit diesen blutsverwandt sind) habe ich aufgenommen. Teilweise gehen sie bis zu meinen Urururgroßeltern zurück, samt allen Nachkommen und ggf. deren Partnern, von denen ich erfahren konnte.
Allmählich wäre es mal an der Zeit, die Datenbank zu erweitern, um auch die Verknüpfung mit Carsten miteinzubeziehen.
Tja .. ich musste leider feststellen, dass mein Datenbankschema dafür nicht ausreichend ist.

Für jede Person gibt es einen indizierten Record mit mehreren Feldern. Es existieren u.a. Felder für Vor-, Nach- und Geburtsname. Im Prinzip könnte man alle möglichen Daten von Adresse bis Geburts- und Todesdaten eintragen, aber da ich solche detailliertere Daten meistens gar nicht kenne, hab ich’s gelassen.
Essentiell sind die vier Felder, in denen die verwandtschaftliche Beziehung zu Eltern, Geschwistern und Kindern als Index auf den jeweiligen Record gespeichert ist.
Bei dem Feld für Mother und Father ist das eindeutig und einfach begreiflich. Damit lässt sich iterativ leicht ein Stammbaum mit den Vorfahren aufbauen. Sobald der jeweilige Index 0 wird, ist die betreffende Person nicht mehr bekannt. Mehr als wenige Generationen zurück kenne ich meine Vorfahren nicht.
So. Ein wenig komplizierter wird es bei Kindern und Geschwistern. Das Schema habe ich mir vom Dateisystem abgeschaut, das auch eine hierarchische Struktur darstellt, in dem eine variable Anzahl von Unterelementen bzw. Subobjekten vorhanden ist. Mutter und Vater hat jeder ja nur jeweils genau einmal. Aber bei Kindern oder Geschwistern steht die Anzahl nicht fest.
Es gibt also in meiner Datenbank ein Feld für das first child, und eines für den next sibling. Um alle Kinder einer Person zu ermitteln, liest man den Index des ersten Kindes, und iteriert dann durch dessen Geschwister, bis man auf den Index 0 trifft. Soweit funktioniert das einwandfrei. Ich lese alle Datensätze ein, erzeuge Objekte, die miteinander verpointert sind und einen großen Objektbaum der Verwandtschaftsbeziehungen bilden.
Zur Demonstration ein Beispiel für eine solche verwandtschaftliche Verknüpfung: Florian.FirstChild.Mother.Father.Mother.FirstChild.FirstChild.NextSibling.FirstChild.NextSibling.NextSibling ist David.
[Ich hatte damals erwogen, ein Feld für den Spouse hinzuzufügen, lies es aber dann sein, weil es nicht notwendig (und ich zu faul) war. Normalerweise lässt sich dieser als anderes Elternteil der Kinder ermitteln, und angeheiratete Verwandte ohne Kinder nahm ich ohnehin nicht in die Datenbank auf.]

Tja, aber jetzt gibt es Schwierigkeiten, die Datenbank zu aktualisieren.
Ich kann ja bereits einen Record für das Baby anlegen, und mich als Mutter zuweisen. Soweit kein Problem. Ich kann auch einen Record für Carsten anlegen, und dem Baby als Vater eintragen. Aber die umgekehrte Verknüpfung kriege ich nicht hin. Carsten’s First Child ist Verena. Verena’s Next Sibling ist Fiona. Ich müsste also das Baby als Fiona’s Next Sibling eintragen. Sie ist aber nur die Halbschwester, hat eine andere Mutter. Meine ganzen schönen Algorithmen brechen dann zusammen oder laufen ins Leere. Die Datenbank wäre nicht mehr konsistent.
Selbst wenn ich über diese eine Schwachstelle hinwegsehe, wird es gruselig, wenn ich irgendwann auch Patrick, vielleicht sogar Nathalie hinzufüge. Oder Raphael. Corinna und Sven ignoriere ich. Genauso wie Friederike und Yvonne. Aber was wird aus Natascha?

In meiner Familie gab es nie solche Probleme. Da hat (zumindest soweit mir bekannt) nie jemand Kinder mit unterschiedlichen Personen in die Welt gesetzt.
Das sind ähnliche Schwierigkeiten, die sich bei der Umsetzung objektorientierter Programmiersprachen mit Mehrfachvererbung ergeben.
Hätte ich meine Datenbank von vorneherein für solche Fälle designt, wäre es damals Overengineering gewesen. Jetzt jedoch weiß ich nicht, wie ich am sinnvollsten weiter vorgehen soll.
Um die Verwandtschaftsverhältnisse in saubere Datenstrukturen abzubilden, müsste ich wohl den next Sibling in eine mütterliche und eine väterliche Linie aufspalten. Bei den allermeisten Records wären beide Werte identisch (es gibt sowieso eine gewisse Ambiguität – so ergäbe alternativ zum obigen Beispiel der Pfad Florian.FirstChild.Mother.Father.Father.FirstChild.FirstChild.NextSibling.FirstChild.NextSibling.NextSibling ebenfalls David ), aber in einigen halt doch nicht, und das verkompliziert die ganze Sache ungemein.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 15 Kommentare

Verwirkungen //2395

Neulich habe ich mich mal wieder mit einem Kumpel unterhalten, der bei einem Institut, das bestimmte technische Schulungen anbietet, als Trainer arbeitet.
Seit Mitte März ist der Schulungsbetrieb ausgesetzt. Die Mitarbeiter haben die Zeit vor allem damit verbracht, bestehende Schulungsunterlagen zu überarbeiten, CBTs zu erstellen, neue Seminarthemen vorzubereiten, und nicht zuletzt mit eigener Weiterbildung. Aber inzwischen laufen sie auf dem Zahnfleisch.
Gerne würden sie wieder Kurse anbieten, aber solange die Hotels geschlossen sind, hätten die Teilnehmer keine Chance, in der Gegend zu übernachten. Und nur für diejenigen Teilnehmer, die in akzeptabler Entfernung wohnen, lohnt sich kein Lehrgang.
Normalerweise kommt knapp die Hälfte der Teilnehmer aus Deutschland. Um zumindest halbwegs mit dem Betrieb zu beginnen, müssten Übernachtungsmöglichkeiten verfügbar sein. Für die internationalen Teilnehmer müssten nicht nur die Grenzen wieder offen sein, sondern auch ein zuverlässiger Flugbetrieb gewährleistet. Erst dann kann dieses kleine Institut wieder loslegen.
Mal ganz abgesehen von der notwendigen Planung. Schulungen werden normalerweise etwa ein halbes Jahr vorher angekündigt. Dann haben Interessenten Gelegenheit, sich anzumelden. Selbst wenn sich das Procedere beschleunigen ließe, bzw. ausgefallene Lehrgänge kurzfristig nachgeholt würden, ist eine Normalität noch weit entfernt.

Tja, das war einer der Texte, die ich bereits vor einigen Wochen geschrieben, aber nicht gleich veröffentlicht hatte. Inzwischen ist die Lage so nicht mehr ganz aktuell. Meines Wissens besteht inzwischen wieder eine vage Planung, dass es noch irgendwann im Juni mit Präsenzbetrieb losgehen soll, wenn auch in erheblich kleinerem Rahmen als sonst und mit entsprechenden Einschränkungen.
Ich hatte überlegt, diesen etwas obsoleten Eintrag ganz wegzulassen und wieder aus meinen Entwürfen zu löschen. Aber momentan gibt es so wenig bloggenswertes, dass man auch mal über den eigenen Ereignishorizont hinausschauen kann.

In unserer Firma geht es mittlerweile auch wieder in Richtung Normalität – oder sagen wir besser Neonormalität. Nach wie vor gibt es keine Geschäftsreisen, kaum persönlichen Kontakt zu Geschäftspartnern und auch interne Besprechungen sind auf ein Minimum reduziert.
Immerhin scheint es, als ob wir glimpflich davonkommen, auch wenn die Umsätze schon stark eingebrochen sind. Aber die Ultima Ratio ist wenigstens erst mal vom Tisch.
Nicht alle Unternehmen hatten so viel Glück, und so sieht es jetzt aus, als ob es demnächst einen Standort 7 geben wird (als ob die Expansion nicht schon adiabatisch genug wäre).

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 6 Kommentare

Wo bin ich? //2394

Vor mehreren Jahren hatte ich mich als Freiberuflerin mal bei Google Business eingetragen. Das erschien mir damals aus SEO-Perspektive als sinnvoll, um bei Suchen besser gefunden zu werden, bzw. meinen Pagerank zu erhöhen. Ich war ja damals darauf angewiesen, von potentiellen Kunden gefunden zu werden, um ins Geschäft zu kommen. Das hat früher auch ganz gut funktioniert.
Ich hielt eigentlich nicht allzu viel davon, dass der genaue Ort meiner Wohnung bei Google Maps angezeigt würde, aber für mögliche Kunden, die hier im Großraum eine entsprechende Beraterin suchten, war es schon zweckmäßig, wenigstens die ungefähre Gegend zu kennen.

Jetzt hat mich ein Bekannter darauf aufmerksam gemacht, dass mein Geschäft an einem ganz anderen Ort angezeigt würde. Ich habe mir das daraufhin angesehen. Tatsächlich – Stadt und Hausnummer stimmen überein, aber der Straßenname ist nur ähnlich, so dass ich in einem ganz anderen Stadtteil lokalisiert werde. Als ich noch etwas weiter suchte, fand ich noch einen zweiten Eintrag. Hier passen Straßenname und Hausnummer, aber die Stadt ist eine ganz andere, mit der ich noch niemals zu tun hatte.
Was ist da nur schief gelaufen? Vor einigen Monaten stimmte noch alles.

Google bietet irgendwelche Funktionen, um solche Fehler zu korrigieren. Aber da hätte ich mich erst einloggen müssen, und meine Accountdaten für Google Business sind .. naja, nicht unbedingt verschwunden, irgendwo habe ich die bestimmt noch, aber müsste sie erst länger suchen.
Zum anderen aber: Habe ich überhaupt ein Interesse daran, die Adresse richtigzustellen? Beratung biete ich eh nicht mehr an, Kundenverkehr habe ich nicht, und überhaupt kann es den verbliebenen Kunden (von SW-Dienstleistungen) völlig egal sein, wo genau ich mich aufhalte.
Es hat mich eigentlich oft sogar gestört, dass ich meine Adresse im Impressum offenlegen musste. Insofern kann es mir eigentlich völlig egal sein, wenn Google meine Adresse falsch anzeigt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 5 Kommentare

Suchbegrifflichkeiten //2393

Es ist Juni, und es ist das erste Wochenende des Monats. In bewährter Blogtradition folgt eine Auswahl der neuesten Suchanfragen mit meinen kurzen Anmerkungen.

„komplette pi zahl“
Pi hat unendlich viele Nachkommastellen. Davon kann es keine komplette Aufzählung geben.

„graphitation“
Äh .. Graphit ist nicht besonders schwer.

„anne wünsche domina“
Meine Wünsche drehen sich nicht nur um das Haus.

„ficken.blog“
Über Flicken lässt sich auch bloggen.

„binäruhr“
Dafür habe ich eine Schwäche.

„anne wünsche sex film“
Darüber breite ich einen Mantel der Diskretion.

„pharmarzie“
Ohne das zweite R wäre es die Wissenschaft von den Arzneimitteln.

„divergenzen“
Wenn Werte immer weiter voneinander abweichen, statt aufeinander zu zu streben.

„chef hat lieblingsmitarbeiter“
Das ist immer gerade der, der seine Arbeit gut macht.

„phallustier“
Phallustieren hatte ich mal als Wortspiel zu verlustieren geschrieben.

„rundschreiben“
Ein Brief an eine größere, definierte Lesergruppe.

„zeitzone kalifornien“
Im Winter UTC-8, im Sommer UTC-7.

„foucault feminismus“
Das Pendel schlägt irgendwann in die andere Richtung aus.

„christian dorsten“
War hier doch niemals Thema.

„miau der geheime junge“
Da bin ich etwas ratlos.

„ich hätte gerne einen kaffee“
True.

„unästhetische werbung“
Die gibt es leider viel zu oft – unförmige Körper oder sonstige Geschmacklosigkeiten.

„hoch taillierte röcke“
Sind damit Röcke gemeint, die bis unter die Brüste gehen?

„wuchte.com“, „wuchte com“
Das sagt mir nichts.

„natürlich geschminkt“
Ich kleistere mir meine zarte Haut doch nicht mit farbiger Chemiecreme zu.

„frostschutzmittel“
Hä? Wo ist das der Zusammenhang zu meinem Blog? Hat Google manchmal Aussetzer?

„kinderwagen silver cross“, „silver cross kinderwagen“
Darauf lege ich keinen Wert.

„sheldons schwester“
Das ist Melissa, genannt Missy.

„neulich im swingerclub“
Da war ich schon lange nicht mehr.

„nasenpiercing hässlich“
In der Tat.

„young sheldon missy“
Überrascht immer wieder durch ihre Schlagfertigkeit und praktische Problemlösungen.

„abwichsen lassen“
Abwischbarkeit ist wichtig.

„prosa“
Ungebundene Sprache – also ohne dass sich’s reimt oder einen metrischen Rhythmus hat.

„sheldons mutter“
Die Schauspielerinnen in beiden Serien sind übrigens tatsächlich Mutter und Tochter.

„frisuren 2019 frauen“, „jungs frisuren“, „perücke blond“, „frisuren kurz“, „lockige perücken“, „frisuren 2018 frauen“, „jungenfrisuren“, „frisuren 2019 kurz“, „glatte frisuren“, ..
Das sind diesmal aber viele haarige Suchanfragen, dass ich nicht alle aufgeführt habe. Dabei hatten Friseure zeitweise geschlossen.

„zur überbrückung“
Um einen zeitlichen oder räumlichen Abstand zu überwinden.

„vogelgeschichte“
Eine Fabel, bei der nur ein Vogel vorkommt.

‚“brillen“‚
Dabei könnte es sich um Sehhilfen handeln.

„glatze“
Das Fehlen von (Kopf-)Haaren, Kahlheit.

„handelsgold“
Das sagt mir nichts.

„den mond betreffend“
Lunar.

„männer film besetzung“
Wichtig ist die optische Diversität der Darsteller, um sie eindeutig voneinander unterscheiden zu können.

„brillen die jünger machen“
Sorry, aber mir fallen gerade nur Klobrillen ein.

„langhaarige männer“
Finde ich unattraktiv.

„kombination von biometrie“
Beispielsweise Fingerabdruck plus Irisscan.

„breakpoint garage“
Dazu habe ich keinen nennenswerten Bezug.

„klogeschichten dringend müssen“
Das kann hin und wieder vorkommen.

„prednisolon hund fass“
Hä?

„unexpected store exception“
Diese Meldung hatte ich mal auf einem Bluescreen.

„weibliche ungezogenheit“
Es gibt schon böse Mädchen.

„carsten klugsch“
Das ist nur ein Pseudonym.

„novosyx aka“
Die Firma ist nur im Blog also known as.

„wann isz vatertag“
In Deutschland wird Vatertag an Christi Himmelfahrt begangen. Dann gibt es auch noch den Internationalen Vatertag am dritten Sonntag im Juni.

„kosten vasektomie steuerlich absetzbar“
Nö. Das ist Privatvergnügen.

„ein graues haar entdeckt“
Es bleibt nicht bei einem.

„abitreff“
Ich habe eigentlich keine Lust, dort hinzugehen.

„polarwinkel“
Der Winkel zwischen dem Pol und dem Ortsvektor eines Punktes.

„zuckerkügelchen“
Als homöopathische Globuli erhält man sie als teures Placebo.

‚“benjamin schlechter“‚
Oder besser als wer und in welcher Hinsicht?

„cliffhanger soundtrack“
Als Kind habe ich das als „spannende Musik“ bezeichnet.

„katzensperma“
Ähem ..

„zeichen für kosinus“
cos

„word rund schreiben“
Vielleicht mit Wordart?

„girl des jahres 2018“
2018 haben wir einen regulären Schüler-Technik-Tag durchgeführt.

„hüfthalter ersatzteile“
Die Knöpfe an den Bändchen brechen leicht ab.

„frauen oder männerfeindliche haltung“
Leider ist Misandrie unter Frauen weit verbreitet.

„hochzeitskleid 90er“
Keine Ahnung, wie damals der modische Stil war.

„sprüche für anrufbeantworter seriös“
Erwähnte ich schon, dass ich Anrufbeantworter nicht leiden kann?

„der falke novelle“
Die stammt aus dem Decamerone von Boccaccio.

„graue haare verschwinden wieder“
Von selbst? Das bezweifle ich doch.

„reingeboren“
Hinein oder unbefleckt?

„api für kontaktmitteilungen“
Sollte irgendwo dokumentiert sein.

„konsent“
Zustimmung, Übereinstimmung, Einwilligung.

„tetraeder“
Ein Vierflächner, sprich eine dreiseitige Pyramide mit 4 Ecken und 6 Kanten.

„handtuchtag 2020“
Wie bereits getwittert, lässt sich ein Handtuch auch als Mundschutz verwenden.

„geradlinige zahl beim roulette“
Häh? Was ist denn eine „geradlinige Zahl“? Zahlen sind Skalare. Eine einzelne Zahl hat nichts mit einer Linie zu tun, egal ob gerade oder krumm.

„früher für adelige dame“
Und heute dagegen?

„swingerclub besuchen“
Das ist eher was für gesellige Leute.

„sei du selbst“
Jemand anderes kannst du nicht sein.

„hajo friedrichs zitat“
Ha, jo – keine Ahnung. „Der Friederich, der Friederich, der war ein arger Wüterich“?

„schluckauf“
Der kann lästig sein.

„möge die macht mit dir sein antwort“
Die Antwort ist immer 42. Auch am 4. Mai.

„smiley krank im bett“
Da wäre mir aber nicht nach Smiley zumute.

„kleid bauchfrei zweiteiler“
Dann schaut der Bauch halt zwischen knappem Oberteil und Rock raus.

„intime freundin“
Äh .. nein.

„halbwertszeit bierschaum“
Auch der Zerfall von Bierschaum folgt einer Kinetik erster Ordnung – sprich exponentiell.

„wie kürzt man madame ab“
Mme.

„katzenklo schrank“
Ein Schrank eignet sich nicht dafür. Wir nutzten einen alten, großen, flachen Topf, der halb mit Sägemehl gefüllt wurde.

„präabend“
Der späte Nachmittag.

„hä pi bürst tee“
Ich schließe mich der Gratulation an.

„schrödingers urinal“
Ich hoffe, dass der Kontext nichts mit Inkontinenz zu tun hat.

„kreisfrequenz omega“
Das ist die Frequenz mal 2 pi, bzw. 2 pi durch die Schwingungsdauer.

„umpolung magnetfeld“
Das ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Folgen werden verhehrend sein.

„juckpulver herstellen“
Das muss irgendwie mit Hagebutten gehen.

‚“psd2″‚
Das ist die zweite Zahlungsdiensterichtlinie der EU, die die Sicherheit von z.B. Online-Banking erhöhen will.

„kupulation“, „duröhre“
Ich hoffe, dass das nur Schreibfehler waren.

„pina colada ohje“
Ich mag Pina Colada, aber aktuell verzichte ich auf Alkohol.

„was passiert im swingerclub“
Zu viel Smalltalk, und zu wenig Sex.

„betaisodona“
Ein Antiseptikum, um die Haut zu desinfizieren.

„openssl dlls“
Da sind mehrere Libraries eingebunden, die nicht unbedigt im erwarteten Pfad gefunden werden.

„zahl pie ausgeschrieben“
Eine Kuchenzahl kenne ich nicht.

„pimmel“
Pi mal Daumen?

„softwareentwicklung schaukel“
Die Bewegungen einer Schaukel ließen sich durch Software simulieren.

„kaffee ohne koffein lied“
Kenn‘ ich nicht. Da könnte ich ja genauso heißes Wasser trinken.

„anderes wort für rechenschieber“
Rechenstab?

„telefonnummer verlinken“
AFAIK gibt es dafür kein allgemein anerkanntes URL-Protokoll.

„git buch“
Ach .. ich bin immer noch subversiv.

‚“magenprobleme“ „reisen“‚
Meine Mutter neigt stark zu Reisekrankheit.

„50 tage“
Das sind gut sieben Wochen. Nach Inklusivzählung sogar genau 7 Wochen.

„ski gebraucht kaufen“
Bleibt mir weg mit diesen doofen Dingern!

„1 woche mallorca all inclusive“, „unternehmungen mallorca“, „all inclusive mallorca“
Mallorca reizt mich als Urlaubsziel überhaupt nicht.

„frau miau“
Reimt sich, aber kenne ich nicht.

„sqrt(50)“
= |7 + i|

„wolle gebraucht kaufen“
Also bereits verstrickt, und wieder aufgetrennt?

„ich hätte gerne einen kaffee“
Ja, allerdings. Aber ich sollte meinen Kaffeekonsum besser reduzieren.

„hexadezimalen“
Hex, hex!

„halt mich“
Nur zu!

„bettwäsche teenager“
Da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | 12 Kommentare

sqrt(50) Tage des Grauens //2392

Die schlimmste Woche meines Lebens (zumindest wenn man mal Krankheiten unberücksichtigt lässt) liegt inzwischen fast dreißig Jahre zurück. Ich muss damals 13 Jahre alt gewesen sein, und ging in die 8. Klasse. Lange wollte ich nicht darüber bloggen, aber .. tja .. warum eigentlich nicht? Dann kann ich dieses Thema auch endlich abhaken.
In meinem Gymnasium war es üblich, dass die achten Klassen eine Woche lang auf einen Skikurs fahren. Ich war im Zwiespalt, ob ich daran teilnehmen wolle. Es war eine Pflichtveranstaltung, also machte ich halt mit. Hätte ich die freie Wahl gehabt, wäre ich wohl lieber daheim geblieben, aber diese Frage stellte sich gar nicht. Begeistern tat mich das Vorhaben zwar nicht, aber es blieb mir auch nichts anderes übrig. [Es gab da wohl auch einen Druck (ich erinnere mich nicht mehr sicher, aber so ähnlich muss es wohl gewesen sein), dass wenn mehrere nicht mitkommen, der Kurs für die ganze Klasse ausfällt. Im Rückblick halte ich das für einen Bluff, aber es war effizient, so dass auch diejenigen, die unentschlossen waren, halt mitkamen.]

Ich erinnere mich, dass wir einige Zeit vorher einen Zettel abgeben mussten, auf dem Körper- und Schuhgröße angegeben werden mussten, um passende Ski vorzubereiten.
Es war schwierig, einen passenden Skianzug zu finden, weil ich sehr groß und schmal war. Schließlich fanden wir (meine Mutter und ich) einen. Der gefiel mir zwar nicht besonders, und es war mir unangenehm, wie die Träger auf meine Brüste (bzw. was ich damals davon hatte) drückten, aber wenigstens war er nicht zu kurz. Beim Skikurs dann allerdings schon, denn ich war in den Wochen dazwischen schon wieder ein Stück gewachsen.
Auch mit den Skischuhen, die wir von Bekannten gebraucht gekauft hatten, gab es irgendwelche anderen Probleme, so dass ich beim Skikurs dann gezwungen war, mir kostenpflichtig andere Skischuhe auszuleihen. Aber das nur so am Rande.

Wir fuhren mit einem Reisebus in die Alpen, und kamen in einem Schullandheim unter. Die Mehrbettzimmer waren soweit OK, halt mit Etagenbetten und so. Etwas anderes kann man da nicht erwarten. Das alte, abgenutzte Mobiliar war für mich persönlich kein größeres Problem. Andere kritisierten es dagegen schon deutlich.
Ich erinnere mich nicht mehr, was genau das Problem war, aber das Essen dort hat mir überhaupt nicht geschmeckt. Dazu kam, dass Getränke extra bezahlt werden mussten. Das hätte meinen Etat gesprengt, wenn wir nicht nach ein paar Tagen Gelegenheit gehabt hätten, in einem Supermarkt einzukaufen. Das Leitungswasser war übrigens kaum genießbar.
Die einzigen Getränke, die es kostenlos gab, war pappsüßer, lauwarmer Kakao am Morgen zum Frühstück, den ich einfach widerlich fand.

Aber das Allerschlimmste war das Skifahren.
Wir waren in mehrere Gruppen eingeteilt, die von jeweils einem Lehrer betreut wurden. Mit meiner Gruppe von Anfängern gingen wir zum „Idiotenhügel“ (BTW empfinde ich diese Bezeichnung als äußerst respektlos: nur weil jemand noch Anfänger und ohne Erfahrung ist, ist er noch lange kein Idiot) und schnallten uns die Ski an die Füße. Heute ist mir die Dynamik bewusst, aber damals kannte ich mich noch nicht mit den wirkenden Kräften aus. Wie also hätte ich von selbst drauf kommen sollen, dass man die Skier „parallel zum Hang“ ausrichten muss, um nicht wegzurutschen? Für mich kam es einfach überraschend, wie glitschig die Skier waren. Naja – ich war nicht die einzige, die sich da ungeschickt anstellte.
Dann fand ich es einfach anstrengend, mit den Skiern an den Füßen herumzulaufen, insbesondere, aber nicht nur bergauf. Bergab gab es zum Glück wenigstens die Backenbremse. Ich kann es bis heute nicht verstehen, wie das irgendjemandem Spaß machen kann.
Auf dem Rückweg, mussten wir die Skier ein ziemliches Stück tragen, um zum Bus zu kommen. Meine Klassenkameradin jammerte ein wenig herum, dass die Skier so schwer seien, und sie so müde, so dass der Lehrer schließlich ihre Skier auch noch schulterte.
Ich hätte etwas Hilfe mindestens ebenso nötig gehabt, biss aber klaglos die Zähne zusammen, und quälte mich ab. Ich war erschöpft. Meine Zunge klebte am Gaumen, wie ich es sonst noch nie erlebt hatte. Der Flüssigkeitsmangel schwächte meinen ohnehin schon labilen Kreislauf.

So ging das jeden Tag. Nur einen oder zwei Nachmittage hatten wir mal zur freien Verfügung, die die meisten von uns nutzen, sich Getränke in einem Supermarkt zu kaufen.

Dann gab es irgendwann das Gerücht, dass die Zimmer kontrolliert werden sollten, und dass diejenigen mit dem am unordentlichsten aufgefundenen Zimmer am nächsten Tag dableiben und Kartoffeln schälen müssten. In der damaligen Situation erschien mir alles besser, als Skifahren gehen zu müssen. Im Gegenteil – die Aussicht, zurückbleiben zu dürfen und Kartoffeln zu schälen, erschien mir vergleichsweise sogar paradiesisch. Ich war also nicht besonders eifrig, als meine Zimmergenossinnen begannen, das Zimmer aufzuräumen. Es kann sogar passiert sein, dass versehentlich Stücke von Papiertaschentüchern unter mein Bett fielen.
Naja, die Bewohner eines anderen Zimmers waren schließlich die Glücklichen.
Die Aussicht, noch einmal mit zum Skifahren fahren zu müssen, erschien mir als unerträgliche Qual. Ich sah in meiner Verzweiflung keinen anderen Ausweg, als mich krank zu melden. So richtig wohl fühlte ich mich ohnehin nicht, und mein Kreislauf schwächelte auch. Es war also keine wirkliche Lüge, obwohl ich Magenprobleme vorschob. Trotzdem packte mich hinterher immer wieder das schlechte Gewissen, wenn ich daran denke. Aber dieses Skifahren .. Schnee, Kälte, Sport .. davon wird mir eben übel. Dazu genötigt zu werden, etwas mit meinem Körper zu tun, was ich nicht will, ist furchtbar. Diese Zwänge grenzen an Folter.

Endlich, endlich! fuhren wir wieder heim. Meine Eltern holten mich vom Bus in der Kreisstadt ab. Ich war so unermesslich froh, wieder heimzukommen!
Sie erzählen mir später, dass sie, während sie auf mich warteten, gehört hätten, wie ein Junge, der ebenfalls von seinen Eltern abgeholt wurde, gesagt hätte, es wäre so toll gewesen, und das Essen so gut. Mir ging es ganz anders, und ich wollte nie mehr dahin!

In meiner Schule war es üblich gewesen, dass in der 10. oder 11. Klasse noch einmal ein Skikurs stattfand. Zum Glück war das geändert, als ich soweit war. Aber nichts auf der Welt hätte mich dazugebracht, noch einmal mitzufahren. Ich hätte mich dagegen mit Händen und Füßen gewehrt, und wenn es noch so sehr Pflichtveranstaltung war. Wäre ich halt solange in den Unterricht einer Parallelklasse gegangen. Mir egal. Alles besser als Skilaufen.

Jetzt könnt ihr vielleicht besser nachvollziehen, warum ich damals nur mit großen Vorbehalten mit zur Skihütte gefahren bin.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 26 Kommentare

Im Verborgenen //2391

Tja – heuer wird es kein betriebliches Sommerfest geben. Das fällt aus wie so vieles andere. Möglicherweise lässt sich im (Spät-)Herbst das Betriebsfest nachholen. Vielleicht auch nicht.
Etliche kleinere Betriebsfeiern haben ebenfalls nicht stattgefunden. Bestimmt hätten wir beispielsweise anlässlich der Freigabe von Evalyze gefeiert. (Von meinen ersten Patenten gar nicht zu reden – seufz.)
Normalerweise findet sonst um diese Zeit das weithin berühmte lokale Volksfest statt. Obwohl ich solche Menschenaufläufe nicht mag, haben meine Besuche dort doch meistens Blogstoff geliefert.

Für unser Sommerfest hatten wir vorgesehen, unseren neuen Showroom einzuweihen. Der befindet sich im Erdgeschoss schräg gegenüber der Pförtnerloge. Darin sind unsere neuesten Geräte aufgestellt, und können zu Demonstrationszwecken jederzeit in Betrieb genommen werden. Dies war dafür gedacht, um Kunden unsere Geräte einfach vorführen zu können. Auch geeignete Räumlichkeiten, um Filme vorzuführen, Vorträge zu halten, oder einen kleinen Imbiss (muss aber rechtzeitig vorher bei einem Caterer bestellt werden) in einer größeren Gruppe einzunehmen, sind vorhanden.
Die aktuelle Situation hat es bisher größtenteils verhindert, den Showroom wie vorgesehen zu nutzen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Ungerader Ultimo (sowie Tweets) //2390

Nach Ostern hatte ich begonnen, an jedem zweiten Tag zu bloggen. Das ergibt dank der Mathematik so ein hübsches schachbrettartiges Muster auf dem Kalender-Widget. Dies ist – heute am vorletzten Tag des Maies – mein letzter Blogeintrag des Monats. Morgen ist der einunddreißigste. Übermorgen, am Montag, dem ersten Juni, wäre nach diesem Schema der nächste Eintrag fällig. Das ist Pfingstmontag. Ich lasse Pfingsten aus, und ändere meinen Rhythmus unwesentlich. Aus Transparenzgründen teile ich euch mit, dass ich bis auf weiteres an jedem geraden Tag bloggen werde. Das ist konsistent zum bisherigen Schema und sogar rückwärtskompatibel.
Aber jetzt folgen erst einmal ganz regulär meine früheren Tweets vom 22. Oktober bis 12. November 2019.

Too much Glühwein getrunken.
Verleser des Tages: Phallus statt Planlos
Rerum plagiatorum //2260 Zweitausendzweihundertsechzig
Rabimmel rabammel rabumm. St. #Maddin
+Lese da nur ich immer „Pimmel rammel bums“?“
Verleser des Tages: faule statt feudale [Schicht]
Offene Grenze //2259 Zweitausendzweihundertneunundfünfzig
Verleser des Tages: #Mauerfail statt #Mauerfall
Erst Wohnungsputz, jetzt Kindersitting. Komme mir allmählich wie eine Hausfrau vor. Und kein Sex dieses Wochenende.
Verleser des Tages: Betatester statt Bestatter
Verspätete Suchanfragen //2258 Zweitausendzweihundertachtundfünfzig
Chef wieder mal geschäftlich in Übersee. Wie lange werde ich mich noch vor solchen Reisen drücken können?
Verhörer des Tages: [Innovationen von] Frauen statt Fraunhofer
Ankündigung einer Veränderung //2257 Zweitausendzweihundertsiebenundfünfzig
Es gibt so Tage, die würden den #Bechdel-Test nicht bestehen.
Verleser des Tages: „in Englisch“ statt „im Ergebnis“
Light Harassment //2256 Zweitausendzweihundertsechsundfünfzig
Das #Klima auf der Erde hat sich schon früher gewandelt – lange bevor es die Menschheit gab.
Was bin ich feucht! – Nein – nicht die Augen. Der Regen hat mich erwischt.
Verschreiber des Tages: kacken statt knacken
Schnittstelleninkompatibilitätsproblematik //2255 Zweitausendzweihundertfünfundfünfzig
Selbst wenn man Hanlon’s Razor anwendet, bleibt immer noch die Frage, ob mangelnde Lesekompetenz oder fehlendes Abstraktionsvermögen die Ursache für so manche Fehldeutung ist.
Verleser des Tages: bayerische statt babyverrückte
Abendserien //2254 Zweitausendzweihundertvierundfünfzig
Stell dir vor, du bist gesperrt, und niemand bemerkt’s.
Verhörer des Tages: Sexnachricht statt Textnachricht
Querbezüge //2253 Zweitausendzweihundertdreiundfünfzig
Auch auf Twitter ist vorläufig #Pause.
Verleser des Tages: „feuchter Traum“ statt Feuchtraum
Vor dem Aufbruch //2252 Zweitausendzweihundertzweiundfünfzig
2 Banken, 5 #TAN-Generatoren – 1: Batterie leer, 2: Display kaputt, 3: nicht #PSD2-konform, 4, 5: in Betrieb
Verschreiber des Tages: Hormonisierung statt Harmonisierung
Männerschutz //2251 Zweitausendzweihunderteinundfünfzig
Dreht euch nicht um, der #Denunziant geht rum.
Verleser des Tages: „Code in Saft“ statt Codeinsaft
Morning Is Breaking //2250 Zweitausendzweihundertfünfzig
„Du bist wohl nicht ganz dicht!“ – „Ich bin sogar Dichter.“
Verhörer des Tages: Armutszeugnis statt Arbeitszeugnis
Die drei Bürokrazien //2249 Zweitausendzweihundertneunundvierzig
Verleser des Tages: Chipkartenleugner statt Chipkartenleser
Falsifitwittikation //2248 Zweitausendzweihundertachtundvierzig
Verschreiber des Tages: „Laps Cock“ statt „Caps Lock“
Ungeladene Gäste //2247 Zweitausendzweihundertsiebenundvierzig
Verleser des Tages: Basilisk statt Basilika
2^2 * 3^3 #anykey //2246 Zweitausendzweihundertsechsundvierzig
Man kann Elementarteilchen nicht ohne entarte schreiben.
Verhörer des Tages: kernel statt Colonel
Rückblick 1. Halbjahr 2019 //2245 Zweitausendzweihundertfünfundvierzig
Verleser des Tages: Austrocknerinnen statt Aufstockerinnen
Entkräftet //2244 Zweitausendzweihundertvierundvierzig
Schaltet endlich diese verdammte #Sommerzeit zurück! #Zeitumstellung #MEZ

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Ein Neuanfang //2389

Es steht noch die Auflösung meines Gespräches mit Benjamin aus.
Vermutlich habe ich etwas überreagiert, bzw. hat mich die Angelegenheit zu sehr mitgenommen. Das ist sonst nicht meine Art. Aber in meinem aktuellen angeregten, metastabilen Zustand bin ich offenbar sensibler als sonst.
Wie auch immer – die Angelegenheit ist sicherlich einen eigenständigen Blogeintrag wert.

„Mir wurde ein Lehrstuhl an der $RenommierteUniImAusland angeboten“, berichtete Benjamin, „ich werde ihn annehmen.“
„Das heißt, du ziehst weg?“, fiel mir sofort ein.
„Ja. Hier hält mich nichts mehr. Meine Kinder sehe ich kaum noch – noch nicht einmal heute am Vatertag. Und die Berufung wäre ein großer Fortschritt für meine Karriere.“
„Hängst du noch an Teresa?“, wollte ich wissen.
Er zögerte kurz, meinte dann: „Inzwischen nicht mehr. Wir passen wohl einfach nicht zusammen. Ich will einen neuen Anfang machen.“

So sehr ich ihm den beruflichen Fortschritt gönne, den er ganz sicher verdient hat – Benjamin wird mir fehlen. Er war einer meiner ersten Freunde, die ich kennengelernt habe, als ich nach $NichtImSauerland gezogen bin. Wir kennen uns also schon sehr lange. Zeitweise waren wir sehr eng und vertraut miteinander. Dann kamen auch Zeiten, als wir den Kontakt ziemlich verloren hatten. Aber wir konnten später unsere Freundschaft wieder reaktivieren – und das sogar ohne das frühere Plus.
Sein Wegzug wird unsere fachliche Zusammenarbeit erschweren, aber – dank des Internets – nicht unmöglich machen.

Das gemeinsame Schwimmen werde ich vermissen. Momentan geht’s ja eh nicht, aber es kommen auch wieder andere Zeiten. Alleine ist es halt so schwierig, sich aufzuraffen, und tatsächlich einen Rhythmus durchzuhalten. (Wobei – streng genommen sind die Zeiten, in denen ich überhaupt alleine irgendwohin kann, ja auch bald Vergangenheit.)

„Es ist nicht deine Schuld, dass sie mich verlassen hat“, erklärte Benjamin, „ich hätte deine Bilder nicht so ungeschützt auf meinem Computer herumliegen lassen dürfen. Aber – wer weiß – vielleicht ist es ganz gut so. Früher oder später wären wir sowieso auseinandergegangen. Die Fotos haben die Sache nur beschleunigt.“

In Ermangelung einer besseren Alternative tranken wir noch in meiner Wohnung einen Kaffee zusammen.
Ich hoffe ja, dass wir uns noch einmal persönlich treffen können, solange Benjamin noch hier am Ort ist.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 16 Kommentare

Uni- vs. bidirektionale Intra-Layer-8-Kommunikation //2388

Da hab‘ ich neulich mal einen kurzen Text gelesen, in dem jemand froh war seine Schüchternheit überwunden zu haben, indem er vor kleinem Publikum aus einem Buch vorgelesen hat. (Aus dem übrigen Kontext geht hervor, dass diese Person sonst keine Scheu hat, mit anderen Menschen zu reden.)
Und ich dachte mir: Was hat das mit Schüchternheit zu tun? Aus einem (bekannten) Buch zu lesen, ist doch überhaupt kein Problem. Damit hätte ich nie Schwierigkeiten gehabt, denn es gibt ja genaue Vorgaben, an die man sich lediglich halten muss. [Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Roman oder ähnliche Belletristik handelte. Ein Fachbuch mit Formeln und Diagrammen würde deutlich höhere Anforderungen stellen, bzw. ist ohne zusätzliche visuelle Unterstützung (z.B. Beamer) nicht zum Vorlesen geeignet.]

Ich habe Vorträge gehalten, teils vor mehreren hundert Menschen. Ein bisschen aufgeregt vorher, ob alles klappt, war ich schon. Aber ein klein wenig Lampenfieber gehört dazu. Das ist nichts, wovor man sich ängstigen müsste.
Auf die Vorträge hatte ich mich vorbereitet, und wusste genau, was ich sagen musste. Auch Fragen dazu konnte ich sicher beantworten, weil ich mich fachlich auskenne.
Freilich kann auch mal was daneben gehen. Vielleicht verhaspelt man sich, vielleicht muss man nießen, husten oder bekommt Schluckauf. Aber das ist alles völlig menschlich, das nimmt einem niemand übel. Solche kleinen Imperfections lassen einen authentisch wirken.

Etwas ganz anderes ist der Umgang mit einzelnen, eher unbekannten Menschen, mit denen man sich im (nicht vorhersehbaren) Gespräch persönlich auseinandersetzen muss – insbesondere Smalltalk. Da weiß ich einfach nicht, was ich sagen soll, und sage im Zweifel lieber gar nichts. Denn alles was man sagt, könnte schließlich falsch aufgefasst werden.
Bei Menschen, die man besser kennt, lässt sich das besser abschätzen. Da kann man auch mal einen Scherz machen, oder mit Ironie oder Sarkasmus spielen. Aber bei Leuten, die man gerade erst kennengelernt hat, und sich mit ihnen unterhalten soll – nee, das geht irgendwie nicht. Ich hülle mich erst mal in Schweigen, und höre nur zu. Es fällt mir schwer, da zu improvisieren, und selbst ein Thema anzuschneiden.
Ich habe halt schon sehr früh in meiner Kindheit die (lange Zeit unbewusste) Erfahrung gemacht, dass ich völlig andere Interessen habe, als die Leute in meiner Umgebung.

Berufliche Belange, bei denen es um fachliche Angelegenheit geht, sind unproblematisch, weil ich ja genau weiß, um was es geht und mir thematisch sicher bin. Aber sobald es um persönliche oder auch nur allgemeine Themen geht, wird es kritisch.
Ich habe ja schon Hemmungen, in einem Laden eine Verkäuferin anzusprechen, oder im Restaurant mit der Bedienung zu kommunizieren. Natürlich schaffe ich das schon, ohne dass man mir mein Zögern anmerkt, aber es kostet mich jedesmal wieder Überwindung.

Es heißt ja, dass extravertierte Menschen Kraft aus dem Umgang mit anderen Menschen schöpfen. Wie kann das nur sein? Mich strengt das immer enorm an, und ich muss mich dann erst mal zurückziehen.
Das reine Vorlesen aus einem Buch jedoch erfordert keine persönliche Interaktion. Die Kommunikation ist einseitig. Der Server braucht nicht auf die Clients zu reagieren.

Mit manchen Leuten finde ich nach einiger Zeit gemeinsame Themen, mit anderen nie.
Das ist ja das Gute an Blogs oder Twitter: Nur die Menschen bleiben hängen, die zumindest ein grundsätzliches Interesse haben. Die anderen ziehen weiter.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 10 Kommentare

Im Oktober getwittert //2387

Etwas mehr als sieben Monate liegen meine folgenden Tweets vom 1. bis 21. Oktober 2019 zurück. Mein Sollwert für den Zeitabstand liegt zwischen sechs und acht Monaten. Das passt inzwischen ganz gut, so dass es vorläufig keinen Handlungsbedarf gibt, die Häufigkeit der Tweeteinträge zu erhöhen oder zu erniedrigen.

Ein unangenehmer Termin steht bevor. Der türmt sich vor mir auf wie eine Singularität und scheint unüberwindlich. Ich muss mir fest einreden, dass danach die Zeit unverändert weiterlaufen wird.
Verschreiber des Tages: Feuer statt Feier
Vitae discimus //2243 Zweitausendzweihundertdreiundvierzig
Verleser des Tages: Notarzt* statt Notartermin
Der Morgenritt endete blutig.
Verhörer des Tages: basiert statt passiert
Rumgetwittert //2242 Zweitausendzweihundertzweiundvierzig
Schon wieder Wochenende. #erschöpft
Verleser des Tages: Failure statt Falltüre
Die Mutter des Gedankens – #Blogparade „Creativity“ //2241 Zweitausendzweihunderteinundvierzig
+Heute wieder mal Probleme mit dem @wordpressdotcom Reader. Könnt ihr dort o.g. Blogpost sehen?
Mitarbeiter hat Geburtstag. Er hat Glühwein mitgebracht und an Kollegen verteilt. Jetzt herrscht weinselige Stimmung im #Nerdtopia!
+Chefin hat sich übrigens nicht unter den Tisch trinken lassen.
Verschreiber des Tages: Geisterwissenschaftler statt Geisteswissenschaftler
Das verklingende Echo der Loreley //2240 Zweitausendzweihundertvierzig
Die unterwäschefreie Zeit neigt sich dem Ende zu. #untenrumfrei
Verleser des Tages: Schwanzwurzel statt Schwarzwurzel
File Transfer Pro~blem //2239 Zweitausendzweihundertneununddreißig
Verhörer des Tages: „handmade tail“ statt „Handmaid’s Tale“
Eine schwere Entscheidung //2238 Zweitausendzweihundertachtunddreißig
+Ut desint feminae .. #Frauenquote nicht erreicht.
Verleser des Tages: dick statt disk [transfer rate]
Kartoffeln und Würstchen //2237 Zweitausendzweihundertsiebenunddreißig
Was antwortet man seinen Stiefenkeln, wenn sie sich einen @AmorelieDE Adventskalender wünschen?
Tag des Zeilenumbruchs 13.10. #CRLF
Verschreiber des Tages: eitel statt eilte
Verleser des Tages: [dem ultimativen] Busen statt Bösen
Januartweets //2236 Zweitausendzweihundertsechsunddreißig
Verhörer des Tages: „Erektion wollt“ statt Elektronvolt
Frank und frei //2235 Zweitausendzweihundertfünfunddreißig
Verleser des Tages: etliche statt ethische
breakplaining: Masse //2234 Zweitausendzweihundertvierunddreißig
Chef kauft sich Convertible. Kaum eingeschaltet, plappert Cortana los.
Verschreiber des Tages: Penisonierung statt Pensionierung
In Deckung //2233 Zweitausendzweihundertdreiunddreißig
Die Summe zweier Primzahlzwillinge lässt sich durch 12 teilen. #Funfact
Verleser des Tages: „Vers orgasmus“ statt Versorgungs-
Kurzer Ausblick seitwärts //2232 Zweitausendzweihundertzweiunddreißig
Verhörer des Tages: haarlos statt harmlos
Nachruf auf eine Lehrerin //2231 Zweitausendzweihunderteinunddreißig
Verleser des Tages: polarisiert statt politisiert
72 Jungfragen //2230 Zweitausendzweihundertdreißig
Verschreiber des Tages: [on] jemand statt demand
Wurmloch im Paradies //2229 Zweitausendzweihundertneunundzwanzig
Funktioniert #Tweetdeck bei euch auch nicht?
Die Natur hat weder Ziel noch Absicht.
Verleser des Tages: Drogen statt Dogmen
Schwimmen im Meer #breakpointUrlaub2019 //2228 Zweitausendzweihundertachtundzwanzig
Für mich ist jeder Tag #TagDesKaffees.
Versprecher des Tages: unberührt statt unpüriert
Für die Statistikfreaks: Kommentarstatistik 3. Quartal 2019
Preme a tergo! //2227 Zweitausendzweihundertsiebenundzwanzig
 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Feiertäglicher Nachmittag //2386

Mit Schwimmen ist ja derzeit leider nichts.
Benjamin und ich hatten noch ein kleines gemeinsames formalwissenschaftliches Projekt, das wir größtenteils per Mail abhandeln konnten. Aber auch trotz ein paar Telefongesprächen blieben ein paar Fragen offen. Zur Klärung dieser Fragen ist es halt immer noch am einfachsten sich persönlich zusammenzusetzen, und dabei Offline Input Devices auf annelogen Speichermedien zu nutzen.
Dann war gestern Feiertag. Carsten hatte Sophie und Niklas versprochen, mit ihnen einen Ausflug zu machen. Sie wollten eine kleine Bergwanderung in der $regionalen Schweiz mit Picknick machen. Ich wollte ursprünglich mitgehen, aber hatte dann doch keine Lust, bzw. bekam Bedenken, so etwas könnte mir schon etwas zu beschwerlich (momentan habe ich hin und wieder Probleme mit geschwollenen Füßen, und manchmal werde ich leicht kurzatmig) werden.

Also vereinbarte ich stattdessen kurzfristig ein nachmittägliches Treffen mit Benjamin (von dem ich bereits einige Tage vorher erfahren hatte, dass er den Vatertag ohne seine Kinder werde verbringen müssen).
Tja, der Bauch ist inzwischen nicht mehr übersehbar. Zumindest wenn man den Vergleich mit vorher hat. Benjamin gratulierte, meinte aber, dass viele Frauen einen dickeren Bauch haben, ganz ohne schwanger zu sein.
Mit unserem Projekt kamen wir gut voran, und hatten die offenen Punkte schnell geklärt.
Wenn wir schon nicht mehr zusammen schwimmen gehen können (Badesee wäre vielleicht gegangen, ist mir aber noch zu kalt), wollten wir wenigstens bei diesem schönen Wetter noch ein wenig spazierengehen, zumal inzwischen auch der Stadtpark wieder geöffnet ist.

Unterwegs dann kam es noch zu einem Gespräch zwischen uns, das mir fast den Boden unter den Füßen wegzog. Ich weiß noch nicht, ob ich mich aufraffen kann, darüber zu bloggen. Zumindest brauche ich noch ein wenig Zeit dafür. Ich fürchte, ich bin um einiges dünnhäutiger geworden, als ich früher war.

Als Carsten am späten Präabend wieder zurückkam, erzählte er vom gelungenen Ausflug. Er gab zu, dass er sich verbabbelt* hatte, und Sophie und Niklas jetzt wissen, dass sie im Herbst eine Halbtante oder einen Halbonkel (hier wäre mal ein geschlechtsneutraler Ausdruck zweckmäßig! – ich schlage das „Tankel“ vor, bzw. „Nefte“ für [Neffe|Nichte]) haben werden. Also werden sie es bestimmt auch Verena und Sonja erzählen.
Nun ja – wäre sowieso bald aufgeflogen, wenn ich sie das nächste Mal treffe.

[* Das muss ungefähr so abgelaufen sein:
Fremde Frau zu Sophie und Niklas, als sie gerade Rast machten (d.h. Carsten machte etwas abseits auf einer Bank sitzend Rast, die Kinder sprangen herum): „Na, seid ihr schön mit dem Vati unterwegs?“
Sophie und Niklas unisono: „Das ist unser Oopa!“
Fremde Frau zu Carsten: „Oh, verzeihen Sie, ich hab nicht gleich gesehen, dass Sie schon älter sind.“
Carsten: „Das passt schon so. Meine Frau erwartet ja Nachwuchs. Deshalb ist sie auch nicht mitgekommen.“
.. weiteres Gespräch, blablabla, .. danach hatten Sophie und Niklas offenbar Fragen ..]

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 12 Kommentare

Mails, die ich nicht wollte //2385

Immer wieder mal kriege ich Anfragen nach irgendeinem Support. Ich bin ja normalerweise durchaus hilfsbereit, insbesondere, wenn ich mit der anfragenden Person schon mal ins Geschäft gekommen bin.
Derzeit häufen sich nun die Bitten (üblicherweise sogar in höflichem Ton) um diverse Test- oder Beispieldaten. Ich habe eine umfangreiche Sammlung verschiedener Testdaten – teils selbst erstellt, teils von Kunden oder anderen Personen überlassen. Vieles von den in den Mails spezifizierten Daten habe ich allerdings auch nicht verfügbar, und wenn doch, habe ich nicht unbedingt die Berechtigung, diese Daten weiterzugeben.
Wie auch immer, um die jeweiligen Daten zu suchen, ggf. eine Mail als Antwort zu verfassen, brauche ich eine halbe Stunde Minimum. Eine halbe Stunde mag nicht viel sein, aber wie gesagt, aktuell häuft es sich, und wird mir zuviel, zumal die Kunden nicht signalisieren, dafür auch eine angemessene Aufwandsentschädigung zu zahlen. Und erst lang ewig nachzufragen und etwas auszuhandeln, bringt’s erst recht nicht.

Ich glaube, derzeit haben viele Kunden (bzw. ihre Mitarbeiter) nicht viel wichtigeres zu tun. Dann wird halt doch mal eine Arbeit in Angriff genommen, die nicht so dringend war, vielleicht auch nicht gerne gemacht wird, aber jetzt hat man ja Zeit dafür. Wenn dafür spezielle Daten gebraucht werden, kriegt man die ja vielleicht unentgeltlich bei mir.
Und schwupps! kann ich mich kaum noch vor solchen Anfragen retten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 7 Kommentare

Zweiter Versuch //2384

Vor einigen Wochen hatte Carsten aus unbekannter Quelle einige Fotos zugemailt bekommen, die Sebastian und mich zeigen.

Jetzt hat er die gleichen Bilder noch einmal in ausgedruckter Form im Briefkasten des Landhauses vorgefunden. Sie befanden sich in einem unbeschrifteten (d.h. sein Name stand drauf, aber weder Adresse, noch Absender, noch Briefmarke) Briefumschlag. Das heißt, irgendjemand muss den Brief persönlich eingeworfen haben.
Die betreffende Person muss seine Privatadresse gekannt haben (was aber nicht besonders schwierig herauszufinden ist), und vermutlich ist ihr nicht bewusst, dass Carsten nur noch an den Wochenenden dorthin kommt.
Wir nehmen an, dass das Ausbleiben einer erkennbaren Reaktion damals die Person jetzt noch einmal veranlasste, die Fotos auf diese Weise Carsten zuzuspielen. Vielleicht dachte sie, er hätte die Fotos per Mail gar nicht erhalten, und wollte jetzt sicher gehen.

Irgendjemand da draußen möchte uns schaden, und das beunruhigt mich.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 21 Kommentare

Sonderausgabe: „Der Möchtegern-#Rufmörder“ (ungetwitterte Tweets) //2383

Heute wären wieder Tweets dran. Und es gibt auch eine Art Tweets. Allerdings aus gegebenem Anlass eine Reihe von Tweets, die ich gar nicht auf Twitter veröffentlicht hatte. (Mit dem Recycling meiner früheren Tweets habe ich inzwischen wieder zeitlich gut aufgeholt, so dass ich auch mal eine Woche auslassen kann.)
Auf Twitter hatte ich wieder mal Ärger mit einem Troll (soweit nicht völlig neu), der versuchte, mich in ehrverletzender Weise anzugreifen und in Verruf zu bringen. Zwar wollte ich die Angelegenheit ignorieren, aber zwischenzeitlich waren meine Geduld und Nachsicht doch erschöpft, weshalb ich einen längeren Thread dazu vorbereitete, aber dann doch nicht abschickte.
Um meine Sicht der Dinge zu dokumentieren, veröffentliche ich die Tweets jetzt – ohne Namensnennung – hier, in der Hoffnung, dass die Sache daraufhin nicht wieder hochkocht. Und schließlich ist mein Blog auch dazu da, als Ablassventil solchen Ärger mental zu verarbeiten (und danach abzuhaken). Von diesem Blogpost abgesehen, will ich jetzt die ganze Angelegenheit auf sich beruhen lassen.
Für alle Fälle behalte ich mir vor, diese Quasi-Tweets doch noch ganz oder teilweise auf Twitter zu posten, falls mir das als notwendig erscheint (würde sie im Blog dann allerdings nicht mehr wiederholen).
Da ich die Sätze für Twitter vorbereitet hatte, ergeben sie keinen flüssigen Text. Die Information erfolgt häppchenweise und mit twittertypisch verkürzten Formulierungen. Teilweise ist die Reihenfolge nicht konsistent. Ich habe später noch ein paar Zeilen im gleichen Stil hinzugefügt, die aber nur unwesentliche Ergänzung sind, oder an die ich erst nicht mehr gedacht hatte. Ihr erkennt diese Ergänzungen an den eckigen Klammern.
Genug der Vorrede.

Eigentlich wollte ich die Sache ignorieren und aussitzen. Do not feed the troll. Aber der Typ nervt, und ich brauche mir das nicht gefallen zu lassen.
Also .. was war geschehen? An einer Twitterdiskussion war ein unsympathischer Mensch beteiligt, der nur herumstänkerte und pöbelte. (Soweit nicht ungewöhnlich.)
Er trug nichts zum eigentlichen Thema bei (zumindest habe ich davon nichts mitgekriegt), sondern versuchte von Anfang an, Andersdenkende zu diffamieren, diskreditieren und gegeneinander aufzuhetzen.
[Ich halte gerne verbale Distanz zu solchen Leuten, indem ich sie sieze. Trotz mehrmaliger Bitte verweigerte er mir diese Höflichkeit, und duzte mich weiter.]
Irgendwer brachte dann sein Twitterprofil zur Sprache, das mit „Scientist“ begann. Dann „Pazifist“ – obwohl sein Gehabe gar nicht friedlich war. Rest nichtssagendes Geschwurbel in Deutsch.
[Wie es der Zufall will, stand damals in meinem Twitterprofil auch gerade „scientist“. Ich ändere das Profil öfter mal. Über die Änderung hat er sich später mit Konsorten auch echauffiert.
Normalerweise binde ich anderen nicht gleich so viel Info auf die Nase. Das war eine Ausnahme zur Abwechslung. Allen kann man es eh nicht recht machen. Wegen Understatements bin ich erst recht schon harsch angegangen worden.]
Sein Auftreten erschien mir schon mal nicht sehr wissenschaftlich. Jemand googelte seinen Namen, und fand heraus, dass es sich um einen Soziologen handelte.
Ich wies ihn dann im Laufe der Diskussion, nachdem er meine Äußerungen mehrmals völlig entstellt und verdreht hatte, darauf hin, dass es „anmaßend“ sei, sich als Soziologe „scientist“ zu nennen. Das hat er mir wohl zutiefst übel genommen.
[Im Rückblick war das ungeschickt von mir, aber ich war so über seine wiederholten Wortverdrehereien und Strohmänner verärgert, die eines Wissenschaftlers nicht würdig sind, dass ich untypisch impulsiv reagierte.
Wenn sich so jemand als „scientist“ bezeichnet, wirft das ein schlechtes Licht auf ernsthafte scientists. Das kann ich mit meiner Berufsehre nicht vereinbaren.]
Zumindest im amerikanischem Sprachgebrauch versteht man unter „scientist“ einen Naturwissenschaftler. Und alle Leute, die ich gefragt habe, nutzen den Begriff in diesem Sinne.
Ich schlug ihm vor, halt „social“ vor „scientist“ zu schreiben, um Eindeutigkeit zu erreichen, und Missverständnissen vorzubeugen. Das wäre doch das einfachste. Und eine wissenschaftlich korrekte Lösung.
Aber nein. Die Diskussion eskalierte immer weiter. Ich kriege das nicht mehr im Detail und zeitlichem Ablauf zusammen, beschreibe meine Sicht nach bestem Wissen und Gewissen.
Jedenfalls bestätigte ich ihm, ihn als „Sozialwissenschaftler“ anzuerkennen. Als „scientist“ aber nicht, denn er ist nun mal kein Naturwissenschaftler.
(Und das werde ich auch erst dann tun, wenn #STEM irgendwann „Sociology, Theology, Esotericism, Mythology“ bedeutet.)
Er hatte sich selbst zweimal als „Wissenschaftlicher“ bezeichnet. In Zeiten, in denen Studenten als „Studierende“ etabliert werden sollen, lag der Gedanke nah, dass das auch so ein Gender-Neusprech-Ausdruck sein könne.
Aber ich wollte ihm auch nicht unrecht tun, und ihm so etwas unterstellen. Also fragte ich ihn, ob Deutsch nicht seine Muttersprache sei. Er antwortete nur „billig“. Keine Ahnung, was er damit ausdrücken wollte.
An ganz anderer Stelle behauptete er später, das sei die Autokorrektur gewesen. OK. Kann passieren. Auch zweimal. Aber warum hat er das dann nicht einfach gleich gesagt und klargestellt?
Er fragte mich dann zunehmend aufdringlich, ob ich „Wissenschaft praktiziere“.
Vielleicht habe ich als Theoretikerin das „praktizieren“ auch etwas in den falschen Hals gekriegt. Aber um scientist zu sein, braucht man nicht jeden Tag im Labor zu stehen.
Ich habe ein naturwissenschaftliches Uni-Diplom. Damit bin ich automatisch scientist, engineer und noch so einiges. Mit meinen Veröffentlichungen, und was ich sonst so mache, gehe ich nicht hausieren, zumal das meiste gar nicht direkt Science ist (aber innerhalb MINT).
[Es gibt halt da leider eine ziemliche Begriffsverwirrung. Nur weil man Naturwissenschaftler *ist*, bedeutet das nicht, dass man als Wissenschaftler arbeitet. Würde ich dann eher als Forscher oder Gelehrten, bzw. „scholar“ bezeichnen.
Es ist mir unverständlich, wie man solche Unklarheiten und Unbestimmtheiten in Kauf nimmt, wo Eindeutigkeit doch so einfach durch den Zusatz „social“ zu erreichen wäre. Bewusste oder gar absichtliche Irreführung?
Ein Wissenschaftler ist ein Suchender. Er strebt nach Erkenntnis. Mit wissenschaftlicher Integrität und Ethik ist es unvereinbar, anderen das Wort rabulistisch im Mund herumzudrehen.]
Allmählich genervt von seinem Nachbohren, verlinkte ich mein Blog. Aber offenbar erwartete er, alle Informationen einzeln vorgekaut zu bekommen. Hätte er sich konstruktiver verhalten, wäre ich konzilianter gewesen. Aber so? Nicht mit mir.
Ungefähr damals begann er dann, mir meine wissenschaftliche Qualifikation in Abrede zu stellen. Er agierte zunehmend noch aggressiver.
Um seine Behauptungen zu entkräften, hätte ich konkrete Einzelheiten nennen müssen – sprich meinen Klarnamen bekannt geben. Werde ich nicht machen.
Eine anderer Twitteruserin sprang ihm bei, und googelte irgendwelche uralten, bedeutungslosen Texte von mir als Anne Nühm aus, die sie aber wohl für aussagekräftig (für was nur?) hielt.
Ich erwiderte ihr, dass sie meine echten Dokumente nicht finden würde (denn die sind nur unter meinem Klarnamen auffindbar).
Das deutete der Sozialwissenschaftler wohl irgendwie, dass keine existieren würden (so interpretiere ich zumindest seine Tweets, so richtig nachvollziehbar ist seine Art der Kommunikation nicht), und fuhr fort, mich als „Hochstaplerin“ zu bezeichnen.
[Und wen schert es schon, ob mein h-Index kleiner ist als meine Erdös-Zahl, oder vielleicht doch nicht. Veröffentlichungen sind nicht ausschlaggebend.]
Ich wies darauf hin, dass er – im eigenen Interesse – vorsichtig sein solle, verleumderische Behauptungen aufzustellen, die er nicht beweisen kann.
Daraus machte er später, ich hätte ihm „gedroht“. Lachhaft. Sein Leseverständnis ist wirklich grottig schlecht. (Wie schafft man es, damit einen akademischen Abschluss zu erwerben?)
Generell soll man nichts behaupten ohne Beleg. Das nächste Mal gerät er vielleicht an jemanden, der nicht so gelassen bleibt wie ich, und ihn anzeigt. Blamieren tut er sich in jedem Fall. Mehr habe ich nicht ausdrücken wollen.
Und ein Hinweis auf mögliche strafrechtliche Konsequenzen gilt eh nicht als „Drohung“.
Als ich nicht weiter darauf einging, schrieb er sinngemäß, ich hätte nur geblufft und einen Rückzieher gemacht. Ich ignorierte die Provokation.
[Dann warf er mir noch vor, mich „mit fremden Federn zu schmücken“? Ich frag mich, mit wessen? Als ob ich ein Plagiat nötig hätte!
Vielleicht sollte der Herr HASSist erst einmal an seiner eigenen Nase kratzen, bevor er völlig ungerechtfertigt auf andere projiziert.]
[Übrigens hatte er auch kundgegeben, mit seinen Verunglimpfungen und Anschuldigungen nicht so schnell aufhören zu wollen.]
Um gegen ihn juristisch vorzugehen, oder auch meine Qualifikation zu beweisen, müsste ich meine Anonymität aufgeben. Das ist es mir bei weitem nicht wert.
Er darf gerne glauben, was immer er will. Mir egal. Meinetwegen darf jeder mich für einen Fake, Bot, oder sonstwas halten. Diejenigen, auf die es mir ankommt, kennen mich besser.
Aber es nervt mich halt doch, dass er wiederholt streitsüchtig versucht, andere Twitternutzer gegen mich aufzuhetzen, sogar Follower offensiv anschreibt. Danke an alle, die sich bisher davon nicht haben beeinflussen lassen.
Als ich (ein paar Tage zuvor in meinem Blog angekündigt) einen Tag lang verreiste, ohne Gelegenheit, Twitter zu beobachten, erschien es mir als zweckmäßig, meinen Account so lange zu schützen (zumal ich auch noch aus anderer Richtung unter Beschuss stand).
Das hatte ich vorher noch nie für nötig gehalten. Nicht überraschend lamentierten dieser und andere Trolle herum, als sie meine Tweets plötzlich nicht mehr sehen konnten. Und natürlich wurde auch das hämisch gegen mich verwendet.
Es interessiert mich ja immer, aus welchen Gründen Menschen so agieren, wie sie es tun. Warum reagiert jemand so dermaßen feindselig? Was muss ein Mensch erlebt haben, um so auszurasten? Stecken Frust, fragiles Ego, Missgunst dahinter? Oder was sonst? Ich weiß es nicht.
Ich hatte mir überlegt, wenigstens ein paar Tweets zu verlinken, aber der ganze Riesenthread ist so unübersichtlich geworden, und eigentlich will ich hier nur ganz abstrakt alles loswerden. Wen es konkret interessiert, kann die Diskussion leicht selbst finden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 15 Kommentare

Prosopagnostische Prosa //2382

Über meine Gesichtserkennungsschwäche hatte ich schon mal gebloggt. Jetzt habe ich den Eindruck, dass es schlechter wird. Ich kann Filmen kaum noch folgen, weil die Darsteller sich so ähnlich sehen, dass ich sie nicht voneinander unterscheiden kann. Sie haben fast die gleichen Frisuren, und wechseln die dann noch im Laufe der Handlung.
Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten, die Darsteller eindeutig identifizierbar zu machen. Helle Haare, dunkle Haare, vielleicht auch mal rote oder weiße zwischendurch, glatte Haare, lockige Haare. Unterschiedliche Frisuren. Für Frauen kurz, mittel, lang, Zöpfe, Pferdeschwanz, Hochfrisur, mit oder ohne Pony, .. Für Männer Glatze, Halbglatze, sehr kurz, mittelkurz, .. verschiedene Barttrachten, .. Distinktion über Brillen und sonstige Merkmale. Aber nein – Männer haben den mittelbraunen Standardhaarschnitt, junge Frauen sind blond und langhaarig, ältere Frauen tragen eine braune Dauerwelle. Da gibt es wirklich nicht viele Möglichkeiten, sie auseinander zu halten, wenn sie ansonsten alle das gleiche, nichtssagende 08/15-Gesicht haben. Wenn man nur wollte, könnte man das Aussehen viel diverser gestalten. Es gibt so viele Kombination, die die eindeutige Identifizierung der einzelnen Personen ermöglichen würden.
Wenn dann noch Zeitsprünge wie Rückblenden hinzukommen ..

Vor einiger Zeit hatte ich einen Film gesehen, in der eine Szene vorkam, in der zwei Frauen sich unterhielten. Die eine war vielleicht ein bisschen älter als die andere, sonst sahen sie gleich aus. Aus irgendeinem (im Laufe des Films erklärten) Grund hatten sie sogar die gleiche Kleidung an. Wenn sie simultan im Bild zu sehen waren, konnte ich sie gerade noch so auseinander halten, einzeln allerdings gar nicht. Hätte man denen nicht wenigstens deutlich unterscheidbare Synchronstimmen verpassen können?
Wie auch immer – sie unterhielten sich darüber, dass doch die eine so sehr viel schöner sei, als die andere. Und ich dachte mir: Was soll das? Die sehen doch fast wie Zwillinge aus! Wie kann es da einen deutlichen Schönheitsunterschied zwischen beiden geben?

Mit dem Auseinanderhalten markanter Gesichtszüge habe ich weniger Schwierigkeiten, aber solchen Allerweltsgesichtern fehlt halt die Individualität.

Paradoxerweise kannte ich in meiner Jugend ein Paar eineiiger Zwillinge (etwas jünger als ich), die ich – im Gegensatz zu fast allen anderen – problemlos auseinanderhalten konnte. Dabei sah ich sie nur selten.
Da müssen sich mir irgendwelche voneinander abweichende Kleinigkeiten so eingeprägt haben, dass ich sie unterscheiden konnte. Vielleicht sind mir damals minimale biometrische Merkmalsdifferenzen aufgefallen, die gar nicht unbedingt leicht zu erkennen waren, die ich aber sensitiv unbewusst wahrnahm.

Es gibt gar nicht so wenige Leute, die Schwierigkeiten haben, andere Personen an den Gesichtern zu erkennen. Zumindest in Film, Fernsehen, Theater könnte man bei der Besetzung der Darsteller versuchen, dieses weit verbreitete Problem zu berücksichtigen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 15 Kommentare

Tag der Verkündigung //2381

Wie geplant machten wir uns am Morgen auf den Weg zu Standort 3. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Es wäre ein Routinebesuch gewesen, würde dort alles ganz normal laufen. So ist der Betrieb dort momentan erheblich eingeschränkt. Immerhin gab es auch keinen Grund, unseren Besuch dort länger auszudehnen, so dass wir bereits am späten Vormittag bei meinen Eltern eintrafen.

Wir begrüßten einander, bevor ich ein kleines Muttertagsgeschenk an meine Mutter übergab. Ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. So wartete ich ab, bis wir fast mit dem Mittagessen (Krautklöße, Erbsenbrei, optional Rippchen vom Vortag, Mokkacreme als Nachtisch) fertig waren, bevor ich die Neuigkeit bekanntgab.
Meine Eltern waren zunächst sprachlos, dann aber war ihre Freude unbeschreiblich. Meine Mutter meinte allerdings noch, dass sie die Hoffnung eigentlich schon längst aufgegeben gehabt hätten, weil ich ja nicht mehr die jüngste sei. Umso glücklicher seien sie aber jetzt, dass es doch noch geklappt hätte.
Zum ersten Mal hatte ich den Eindruck, dass sie Carsten endlich doch in der Familie akzeptierten.

Etwas später am Nachmittag waren wir dann alle zusammen bei meiner Schwester Sabine. Alle ihre Kinder sowie ihr Mann Thorsten waren daheim. Er arbeitet aktuell nicht. Eigentlich hätte ich es Sabine lieber selbst erzählt, aber meine Mutter sprudelte die Geschichte heraus, noch bevor ich dazugekommen war, Sabine und ihre Familie zu begrüßen.
Auch Sabine freute sich sehr. So bald wie möglich verschwand sie, und kam etwas später mit einem Schwung Umstandskleidung zurück, die sie mir überlassen wollte. Bis auf die Hosen nahm ich die Sachen an, brauche ich mich schon mal nicht selbst darum zu kümmern, mir die Kleidung zu besorgen, bzw. habe ein paar zusätzliche Sachen als Redundanz. Wenn die Röcke oder Kleider mir ein wenig kürzer sind, macht das nichts, und mein übliches Problem, dass die Taillen zu weit sind, ist bei Umstandskleidung erst recht nicht relevant. Daheim habe ich selbst noch ein paar Blusen und Shirts, die mal ein Fehlkauf waren. Die sind nicht tailliert, aber so wird der Bauch (zumindest solange er noch keine übermäßige Ausmaße einnimmt) hineinpassen.
Sabine versprach, bis zum nächsten Besuch Babysachen zusammenzusuchen: Kinderwagen, Kindersitz, Babybett, Badewanne, Hochstuhl, jede Menge Kleidung und was sonst noch alles. Da braucht man schon einiges, und mir ist es vor allem lästig, das ganze Zeug selbst erst lange aussuchen und besorgen zu müssen. (Selbstverständlich werden wir uns angemessen revanchieren.)

David wich mir die ganze Zeit kaum von der Seite und löcherte mich mit allen möglichen Fragen. Er erzählte mir auch, dass er sehr gerne wieder zur Schule ginge, und dass die Lehrerin vor den „Ferien“ einen Knutschfleck gehabt hätte.
„Soll ich dir auch ein‘ Gnudschflegg machen, Dande Anne?“, fragte er mich, „ich kann das!“
Ich bedankte mich für das großzügige Angebot, aber lehnte ab.
Kristina war wesentlich zurückhaltender. Sie hatte es sich auf dem ausladenden Schoß ihrer Großmutter gemütlich gemacht, und saß ruhig dort, beobachtete aber alles um sie herum aufmerksam.

Am späten Nachmittag brachen wir wieder auf, und fuhren nach Hause zurück.
Der Tag war anstrengend gewesen. Ich wollte nur noch ins Bett. Deshalb unterbrachen wir die Rückfahrt nicht, sondern fuhren auf direktem Weg heim. Außerdem regnete es die ganze Fahrt über. Daheim angekommen, legten+ wir uns erst mal hin.

Etwas später schaute ich zur Entspannung Young Sheldon im Fernsehen. Das war gerade die Folge, in der Sheldon und seine Zwillingsschwester Missy an einer Studie teilnehmen, bei der sie u.a. Fragen zu Bildern beantworten müssen.
Ich kann Sheldon’s Verständnislosigkeit absolut nachvollziehen. Sich irgendwelche Geschichten zu solchen Bildern auszudenken, ist reine Spekulation, die man nicht wirklich ernst nehmen kann.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 19 Kommentare

Tweets zur Überbrückung //2380

Es ist inzwischen offiziell erlaubt, nahe Verwandte zu besuchen. Also gehe ich davon aus, dass es morgen mit der Reise in die alte Heimat klappt. Dann ist hier tagsüber Funkstille.
Ihr braucht euch aber nicht zu langweilen. Es folgen meine Tweets zwischen dem 9. September und 1. Oktober 2019. Wie wär’s, wenn ihr zur Abwechslung einfach mal den Links folgt, und einige meiner zwanzig Blogposts aus diesem Zeitraum noch einmal lest?

154 neue Mitteilungen seit gestern Mittag. Danke, Leute, aber das überfordert mich.
Verleser des Tages: Paletten statt Pailletten
Der Moment vor dem Schlucken //2226 Zweitausendzweihundertsechsundzwanzig
Verhörer des Tages: Ruine statt Routine
Under The Chestnut Tree – #Kastanienbewegung //2225 Zweitausendzweihundertfünfundzwanzig
Verleser des Tages: Schrödinger statt Schädiger
Kastanige Begleiterin gefunden. Teilnahme an der #Kastanienbewegung gesichert.
Twitterama //2224 Zweitausendzweihundertvierundzwanzig
I Don’t Like Fridays.
Verschreiber des Tages: Brüste statt Bürste
Allein in einem fremden Land //2223 Zweitausendzweihundertdreiundzwanzig
Verleser des Tages: provokant statt Proviant
Rückblick 2. Halbjahr 2018 //2222 Zweitausendzweihundertzweiundzwanzig
Verhörer des Tages: „Blog basta“ statt „Blockbuster“
Panik und Hysterie sind keine Argumente.
Personalkarussell //2221 Zweitausendzweihunderteinundzwanzig
Verleser des Tages: Lagrangian statt Lagerraum
Dunkel. Doofe Sommerzeit.
Die Wirkung der Sprache //2220 Zweitausendzweihundertzwanzig
Verschreiber des Tages: Rezession statt Rezension
Herbstbeginn jetzt! 9:50 UTC+2 #Equinox
Die Welt ist klein //2219 Zweitausendzweihundertneunzehn
Verleser des Tages: Genital statt Spital[-Apotheke]
Twittereien vor dem Jahreswechsel //2218 Zweitausendzweihundertachtzehn
Verhörer des Tages: Schrödingergleichung statt Comödienzeitung
Eigentlich wäre der #Klimastreik heute doch mal ein wunderbarer Vorwand, die Hausarbeit ausfallen zu lassen ..
Allein in einer fremden Stadt //2217 Zweitausendzweihundertsiebzehn
Verleser des Tages: Pflichten statt Pfingsten
Frauen und Technik //2216 Zweitausendzweihundertsechzehn
Verschreiber des Tages: abwichsen statt abwischen
Morpheus ignoriert mich //2215 Zweitausendzweihundertfünfzehn
Verleser des Tages: Todesstrategien statt Teststrategien
Eine unendliche Geschichte //2214 Zweitausendzweihundertvierzehn
Aua! Habe mir selbst gerade einen vollen, schweren Ordner versehentlich in den Magen gerammt, als ich ihn nach oben ins Regal wuchten wollte.
Verhörer des Tages: „i sine“ statt „I sign“
Politiker, die davon faseln, dass der „Verbrauch von CO2 sinken“ müsse, bestimmen über unsere Zukunft.
Canine Update //2213 Zweitausendzweihundertdreizehn
Verleser des Tages: fragil statt fraglich
Twitter-Zweifel //2212 Zweitausendzweihundertzwölf
+Sag 22 mal schnell hintereinander: „Twitter-Zweifel Zweitausendzweihundertzwölf“
Verschreiber des Tages: abgebängt statt abgehängt
Devie-Vorführung //2211 Zweitausendzweihundertelf
Die Zukunft ist halbabstinent //2210 Zweitausendzweihundertzehn
Dass mein Rechner immer wieder von selbst hochfuhr, hab ich ihm abgewöhnt. Lag wohl an der Netzwerkkarte, die auf Wake-on-LAN reagierte.
Verleser des Tages: Pizza statt Piazza
Ihr erster Schultag //2209 Zweitausendzweihundertneun
Verhörer des Tages: human statt woman
Nur ein wenig Frust //2208 Zweitausendzweihundertacht
Verleser des Tages: German statt Gershwin
Ende des Sommers //2207 Zweitausendzweihundertsieben
 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Ein- und Ausblick //2379

Seit Ostern habe ich nur jeden zweiten Tag gebloggt (das aber konsequent). Durch die Krise sind schon so viele Veranstaltungen, Treffen oder sonstige Vorhaben, die bestimmt Stoff für den einen oder anderen Blogeintrag geliefert hätten, ausgefallen. Auch einige gewisse Ereignisse, die ich sonst vielleicht deutlich im Blog herausgestellt hätte, liefen im Rahmen der aktuellen Situation nur sang- und klanglos ab. Es gab keine Ausflüge, Besuche, Feiern, die einen Post gelohnt hätten.
Inzwischen habe ich zwar wieder eine kleine Sammlung Fülleinträge, dennoch werde ich vorläufig beim Zwei-Tages-Rhythmus bleiben, um den Vorrat nicht zu schnell aufzubrauchen.

Es war vorgesehen gewesen, dass Carsten und ich heute unseren jährlichen Besuch bei Standort 2 machen. Danach wollten wir in die alte Heimat fahren, uns in einem Touristenhotel einquartieren, uns einen erholsamen Samstag gönnen, den Muttertag bei meinen Eltern verbringen, und schließlich am Montag Standort 3 besuchen, bevor es wieder heim geht.
Tja .. da es aktuell unmöglich ist, in einem Hotel unterzukommen, mussten wir völlig umdisponieren.
Standort 2 fällt für mich wohl in diesem Jahr aus. Carsten will nach Möglichkeit im zweiten Halbjahr hinfahren. Wir erwogen, bei meinen Eltern zu übernachten, aber das wäre zu beengt. Carsten und ich müssten in getrennten Zimmern in winzigen Betten schlafen. Das möchten wir nicht, und meinen Eltern wollen wir auch diese (aber nicht die anderen) Umstände ersparen.
Momentan ist also geplant, dass wir am Montag früh aufbrechen, und am Vormittag bei Standort 3 sind. Dort kann leider zur Zeit auch nur eingeschränkt gearbeitet werden. Es ist kein guter Zeitpunkt für einen Besuch, aber wenn wir schon mal in der Gegend sind, nehmen wir die Gelegenheit wahr. Für mich würde ein Besuch heuer sonst wohl auch nicht mehr klappen.
Zum Mittagessen sind wir dann bei meinen Eltern. Nachmittags gehen wir alle zum Kaffeetrinken zu meiner Schwester.

In diesem Jahr sind schon so viele Vorhaben umgestürzt worden, dass ich mich nicht wundern würde, wenn auch dies alles nicht so laufen würde, wie geplant.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 18 Kommentare