Die neue Nachbarin //2791

Vor einigen Wochen ist eine neue Nachbarin in der Wohnung nebenan eingezogen.
Den Vormieter hatte ich nur selten gesehen. Wenn wir uns gelegentlich im Treppenhaus begegnet sind, grüßten wir uns lediglich, wechselten höchstens mal ein paar Worte über das Wetter oder ähnliche aktuelle Banalitäten.

Die neue Nachbarin sucht mehr Kontakt, so dass es vermutlich zweckmäßig ist, ihr gleich ein Pseudonym zu spendieren. Nennen wir sie Ilse.
Gleich nachdem sie eingezogen war, klingelte sie bei uns, um sich vorzustellen. Na, meinetwegen. Es ist auch nachvollziehbar, dass sie anfangs noch öfter Sachen brauchte, die sie nach ihrem Umzug noch nicht parat hatte. Als gute Nachbarn halfen wir ihr aus. Mit dem Freischalten ihres Internetanschlusses gab es Probleme und Verzögerungen. Also schaltete ich mein WLAN für sie frei. Zwei Postlieferungen habe ich auch bereits für sie angenommen.
Überraschend oft trifft Ilse mich ganz zufällig, wenn ich die Wohnung gerade verlassen will. Während wir – nolens volens – gemeinsam die Treppe hinunter gehen, quasselt sie mich voll. Sie hat mir bereits ihre gesamte Lebensgeschichte erzählt, dass sie gerade eine Trennung hinter sich hat, und deshalb in eine andere Stadt wollte, was sie beruflich mit ihren Kollegen erlebt, und und und ..

Bisher konnte ich ihre Einladungen, bei ihr zu Abend zu essen, ausschlagen. Weil sie immer wieder damit anfängt, gab ich immerhin nach, mit ihr einen Kaffee in einer Bäckereifiliale zu trinken. Das hätte ich besser nicht machen sollen. Seither klingelt sie noch öfter an meiner Tür, um mir irgendetwas zu erzählen.
Für Johannes bringt sie manchmal kleine Geschenke mit, z.B. Überraschungseier. Die Schokolade darf er schon essen, aber für die Innereien ist er noch zu klein, da die oft aus Einzelteilen bestehen, die erst noch zusammengesetzt werden müssen.

Ilse selbst ist .. nun längst nicht dick, aber schon ein wenig korpulent. Ihre Stimme irritiert mich jedesmal, wenn sie den Mund aufmacht. Dazu kann sie zwar nichts, aber ich komme mir dann immer vor wie in der Werbung für Lakritzkonfekt und Fruchtgummis.
Man könnte meinen, ihr Redebedürfnis würde bei ihrer Arbeit, wo sie doch einiges mit anderen Leuten besprechen muss, längst gestillt. Aber nein, nach Feierabend scheint es erst recht aus ihr herauszusprudeln. Ihre überschwängliche Herzlichkeit nervt. Warum wahrt sie nicht einfach eine freundliche Distanz?

Wie werde ich sie nur los, ohne allzu grob zu werden? Ich will sie nicht vor den Kopf stoßen. Sie scheint ja ganz nett zu sein, wäre mir noch nicht einmal unsympathisch, wenn sie nur weniger aufdringlich wäre. Aber ich habe einfach kein Bedürfnis, mich dauernd mit ihr zu unterhalten. Carsten meint, sie wolle Freundschaft mit mir schließen. Aber dafür ist kein Platz in meinem Leben.

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Freud und Leid //2790

In den letzten zwei Jahren hatte meine Schwägerin Sonja ihren Geburtstag aus bekannten Gründen nicht gefeiert. Heuer wollte sie das umso mehr nachholen. Als sie uns einlud, war ich sehr zurückhaltend. Bei einigen ihrer Parties oder sonstigen Gelegenheiten in ihrem Haus hatte es schon unerfreuliche Begegnungen gegeben. Schließlich sagte ich doch zu.

Es waren mehr Gäste da, als ich jemals hier erlebt hatte. Eigentlich zu viele. Für die meisten gab es keine Sitzplätze. Sie standen in Grüppchen herum und unterhielten sich. Sonja scheint sich aber unter so vielen Menschen wohlzufühlen.
Für ihre beiden zweijährigen Neffen hatte sie einiges von Lukas‘ (der selbst leider nicht hatte kommen können) altem Spielzeug in eine Ecke gelegt. Damit hatten bereits Sophie und Niklas vor ein paar Jahren gespielt. Jetzt waren Johannes und Elias damit beschäftigt.
Natascha war ebenfalls anwesend. Sie saß abseits in einem Rollstuhl und schien ziemlich teilnahmslos. Ich hatte sie nicht mehr gesehen, seit ich ihr zufällig beim Kinderarzt begegnet war. Sonja hatte ihr einen Teller mit Fingerfood hingestellt. Beim Trinken brauchte Natascha Hilfe. Nicht nur, was das Essen und Trinken betrifft, ist Elias inzwischen selbständiger. Seit etwa anderthalb Jahren ist sie in diesem Zustand. Nur ein völlig verblendeter Mensch könnte auf die bösartige, aberwitzige, absolut unplausible Idee kommen, dass es etwas anderes als purer Zufall war, dass eine bis dato kerngesunde, junge Frau einen Tag nach ihrer Impfung eine Gehirnblutung erlitt, durch die sie zum lebenslangen Pflegefall wurde.

Sonja hatte auch etliche ihrer Kollegen von der Schule eingeladen, so dass ich wieder den Mathematiklehrer traf, mit dem ich im Dunklen in Sonja’s Vorgarten zusammengestoßen war. Damals hatte er kaum Kontakt zu Sonja gehabt. Inzwischen hatte er ihr öfters geholfen, wenn sie Probleme mit ihrem Schulaccount o.ä. hatte, so dass sie ihn ebenfalls eingeladen hatte. Wir hatten nach unserer Begegnung sogar ein paar Mails ausgetauscht, aber ein Treffen auf einen Kaffee hatte bisher nie geklappt. Diesmal machten wir gleich einen Termin aus, damit es nicht wieder in Vergessenheit gerät. Ob Johannes dann mitkommt, weiß ich momentan noch nicht. Eigentlich möchte ich ihn eher nicht mitnehmen, denn wenn er dabei ist, beansprucht er den allergrößten Teil meiner Aufmerksamkeit, so dass ich mich kaum auf ein Gespräch mit anderen Personen konzentrieren kann.

Sonst gibt es eigentlich nichts von Bedeutung zu berichten. Wir gingen auch schon relativ bald wieder heim, weil Johannes dann müde war.

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Suchbegriffe Numero n+3 //2789

Wieder hat ein neuer Monat begonnen. Nach alter Gewohnheit nutze ich das erste Wochenende des Monats, um die originellsten Suchanfragen der zurückliegenden Wochen zusammen mit kurzen Anmerkungen aufzulisten, auch wenn es nur vergleichsweise wenige sind.

„onkel fisch grillstube“
Wer’s mag.

„hamiltonfunktion aufstellen“
Zunächst ermittelt man die Lagrangefunktion, dann schreibt man die Geschwindigkeiten um in kanonische Impulse, und zieht von der doppelten kinetischen Energie die Lagrange-Funktion ab. Nennt sich Legendre-Transformation.

„grundsteuer bayern brachland“
Wird künftig genauso besteuert wie bestes Ackerland.

„twitter anne nühm“
Dort habe ich seit 2012 einen Account, war aber erst einige Zeit später dort aktiv.

„käferjägerei“
Damit habe ich immer wieder zu tun, ist aber nicht meine Hauptbeschäftigung.

„volle busen“
Manchmal stecke ich mir – zwecks Transport – geeignete Gegenstände ins Dekolleté.

„mandelabszess erfahrung“
Davon kann ich nur abraten.

„borat das du wirst nicht kriegen“
Da mir fällt nichts ein.

„twitter anne nühm“
Ja, da habe ich den Account @breakpt.

„vektorpfeil latex“, „latex vektorpfeil“
\vec{}

„was reimt sich auf schlampe“
Gambe, Iambe, Lampe, Rampe, Wampe, ..

„virtualbox tastatur fangen“
Da ich den Vollbildmodus nicht benutze, brauche ich mich um Tastenkombinationen nicht zu kümmern.

„zahlenanalphabetismus“
Müsste das nicht Anumerismus oder Anarithmismus heißen?

„was reimt sich auf punkt“
Funkt, prunkt, tunkt, ..

„schlampe nummer“
42 passt immer.

„goldpreis aktuell“
Da bin ich überfragt.

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Kein Rollenspiel //2788

Ich habe es nicht gezählt, wie oft ich irgendwelche Anfragen bekam, in denen ich gebeten wurde, mich als Role Model zu betätigen, bzw. mich an Aktionen zu beteiligen, die darauf hinausliefen, Frauen in MINT-Berufen oder Führungspositionen „sichtbarer“ zu machen.
Solche Ansinnen widersprechen allem, was mir wichtig ist, weshalb ich sie teils ignorierte, teils ausdrücklich ablehnte.
Ich lasse mich nicht für solche Gleichmacherei instrumentalisieren und vor den femidiologischen Karren spannen. Zu gerne würden die meine Erfolge für sich vereinnahmen wollen.

Wenn ich mir vorstelle, ich würde durch mein Beispiel Mädchen und junge Frauen beeinflussen, dass dies den Ausschlag gibt, dass sie nur deswegen einen MINT-Beruf ergreifen und darin scheitern, widerstrebt mir das. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein.
Frauen, die ohnehin etwas auf dem Kasten haben, brauchen kein Vorbild, und werden auch so ihren Weg gehen. Ob sie letztendlich erfolgreich sind oder nicht, ist die zweite Frage, aber wenigstens trage ich an Fehlschlägen kein Verschulden.
Ich habe den Eindruck, dass der typische MINT-ler sich kaum danach orientiert, was andere Leute tun oder sagen. Die sind ihm ziemlich egal. Er hat seine eigene Denkfähigkeit und lässt sich vergleichsweise wenig von anderen beeinflussen.
Wer Neigung und Begabung für MINT hat, interessiert sich üblicherweise weniger für Menschen, und ist deshalb weniger empfänglich für Vorbilder, bzw. das, was andere Menschen tun und sagen. Wer sich vor allem auf Menschen ausrichtet, ist in einem Beruf „mit Menschen“ sowieso besser aufgehoben.

Es muss schon ein sehr altertümliches, schräges Frauenbild sein, das Frauen als unmündige Kinder sieht, die selbst nicht dazu fähig sind, ihre eigenen Interessen zu kennen und zu vertreten.

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A Whiter Shade of Gray //2787

Normalerweise sichere ich meine Daten an jedem Spätnachmittag. Danach mache ich nichts mehr, zumindest nichts Neues mehr, OK – nichts wichtiges Neues.
An jenem Nachmittag war ich ebenso verfahren. Danach hatte ich unerwartet noch etwas Zeit, und einen Blogeintrag geschrieben, den ich irgendwann als Füllthema vorgesehen hatte, wenn ich nichts besseres zu veröffentlichen habe.
Eigentlich habe ich ein kleines Skript, mit dem ich mit wenigen Klicks solche Deltas doch noch schnell zumindest auf meine Cloud (sprich Server) kopieren kann. Johannes muss mich abgelenkt haben, so dass ich es unterließ.
Am nächsten Morgen fuhr mein Rechner nicht hoch. Ich stellte schnell fest, dass es sich um die Boot- und Systempartition handelte, die nicht mehr reagierte. Auf einer anderen Partition dieser Platte hatte ich diesen – ungesicherten – Text. Der ist also unwiederbringlich weg. Sonst hatte ich keine Datenverluste, nur etliches an Arbeit, um mir ein neues System zu installieren und einzurichten. Die Platte hatte übrigens vorher keinerlei Anzeichen der Vorwarnung gehabt, dass ein Ausfall bevorstünde. Sie war völlig stabil und zuverlässig gelaufen.
Ich ziehe die Lehre daraus, auch kleinere Deltas in Zukunft öfter zu sichern. (Wie lang dieser Vorsatz halt anhält ..)

Tja, dieser fehlende Text. Ich kann ihn nicht mehr richtig rekonstruieren, zumal ich erst mehrere Tage später dazu kam, mich darum zu kümmern. Und so richtig Lust, ihn noch einmal ausführlich zu schreiben, habe ich auch nicht. Das wäre die Art Eintrag geworden, auf die es kaum Kommentare gibt (höchstens off topic), und die ich selbst später nur grob überfliege, wenn ich sie wieder lese, weil das Nachvollziehen aller Einzelheiten sogar für mich dann reizlos bis mühsam wird.
Ich skizziere also im Folgenden nur grob, worum es dabei ging.

Ich begann mit der Vorstellung eines RGB-Würfels mit 8 Ecken und 12 Kanten (wie das die üblichen dreidimensionalen Spate mit 6 Seitenflächen nun mal so an sich haben). Die Aufgabe, von der schwarzen Ecke zur gegenüberliegenden weißen nur über die Kanten (also nicht Flächen- oder Raumdiagonalen) zu gelangen, und dabei jede Ecke genau einmal zu besuchen, führte ich ausführlich aus. Es gibt dafür sechs verschiedene Wege, was ich erklärte, dabei auch kurz auf Permutationen und Pascal-Dreiecke (für n-dimensionale Hyperwürfel) einging.
Eine andere Aufgabe, nämlich einen geschlossenen Weg entlang der Kanten zu finden, der sämtliche Ecken berührt, führte auf Hamilton-Zyklen, Hamming-Abstände und schließlich auf den Gray-Code (als nicht-dualen Binärcode) – von mir eingehend dargestellt. Manhattan-Metriken fielen mir erst später ein.
Der Eintrag endete damit, dass ich versuchte, meine Faszination dafür auszudrücken, wie mathematische Strukturen in unterschiedlichen Zusammenhängen trotzdem in ähnlicher Form auftreten können.

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Klassentreffen //2786

Als Carsten letztes Jahr sein 40-jähriges Abiturjubiläum hatte, war eine Feier wegen der Coronamaßnahmen abgesagt bzw. verschoben worden.
„Wenn, dann wären 42 Jahre doch viel stilechter gewesen“, meinte ich, als Carsten vor einiger Zeit die Einladung erhalten hatte.
„Das sind keine Nerds. Die wollen einfach nur die Feier bald nachholen.“
„Du bist doch sonst nicht zu solchen Feiern gegangen, oder?“
„Diesmal will ich aber schon wenigstens mal vorbeischauen. Das ist ja nicht weit. Da lassen wir uns halt mal eine halbe, höchstens ganze Stunde lang sehen.“
„Wir?“, hakte ich nach.
„Mit Partner.“
„Stellen wir das mal zurück. Was ist dann mit Johannes?“
„Den nehmen wir auch mit.“
„Da steht nichts von Kindern.“
„Das ist mir egal. Die Kinder der anderen sind halt schon erwachsen. Johannes kommt mit, und damit basta.“
Eine Stunde würde ich schon aushalten. Also gab ich nach. Wir würden ja nur zum geselligen Teil in einer Gaststätte kommen. Das Abitreffen sollte mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnen, den einer der damaligen Schüler, der Pfarrer geworden war, hielt. Danach eine kleine Wanderung für diejenigen, die gut zu Fuß sind. Ab dem Spätnachmittag dann geselliges Zusammensein.

Schon lange habe ich mich nicht mehr so fehl am Platz gefühlt. Lauter alte Leute. Ich kann kaum glauben, dass Carsten genauso alt ist. Der ist doch so vital und voller Elan.
Johannes wurde natürlich für seinen Enkel gehalten, worauf Carsten erklärte, dass er auch drei Enkel hätte, aber das hier sei sein Sohn von seiner „ebenso klugen wie schönen jungen Frau“.

Carsten unterhielt sich die meiste Zeit mit den vier früheren Mitschülern aus seinem Physik-LK, die gekommen waren. Einer davon war mit Begleitung da. Zwei davon arbeiteten im MINT-Bereich, die beiden übrigen waren beruflich in eine andere Richtung gegangen.
Die Ex-Kollegiaten erinnerten sich an ihren früheren Kursleiter, erzählten von lustigen Begebenheiten oder fehlgeschlagenen Experimenten.
„Was meinst du dazu, Anny?“, fragte mich Carsten unvermittelt.
„Ich kann keine Schulphysik“, stellte ich klar.
Carsten schmunzelte und meinte amüsiert zu den anderen: „Meine Frau ist promovierte Physikerin, und kann keine Schulphysik.“
„Ich bin keine \“promovierte Physikerin\““, widersprach ich.
„Du bist Physikerin, und du bist promoviert.“
„Aber eben in Mathe“, stellte ich lächelnd klar, „und Schulphysik mit seinen höchstens elektrischen und magnetischen Feldern ist etwas ganz anderes als das, mit dem ich mich beschäftigt habe, beispielsweise Quantenfelddynamik.“
[Beim nochmaligen Durchlesen ist mir aufgefallen, dass diese Passage etwas seltsam rüberkommt, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Vor nicht allzu langer Zeit erst hatte Carsten mir erzählt, wie Verena oder Fiona in der Schule nicht mit ihren Physik-Aufgaben klargekommen waren. Carsten hätte es erklären sollen, aber er war grandios gescheitert.]
Das Gespräch kam dann auf ein paar Mitschüler, die nicht anwesend waren. Einige wenige sind sogar bereits verstorben. Derer wurde wertschätzend gedacht.

Carsten hielt sein Versprechen und wir verließen die Zusammenkunft nach etwas weniger als einer Stunde.

Eine Frau war mir aufgefallen, die Carsten ziemlich am Anfang angesprochen hatte. Carsten hatte das Gespräch mit ihr schnell abgebrochen. Ein paar Brocken hatte ich mitbekommen, aber zu wenig, um mir einen Reim darauf machen zu können. Später bemerkte ich, dass sie mich unablässig argwöhnisch und missgünstig beäugte. Ich erkundigte mich bei Carsten nach ihr.
Er seufzte. „Das war Melanie. Sie bildet sich ein, wir wären in der zehnten oder elften Klasse zusammengewesen.“
„Und?“, fragte ich nach, „wart ihr?“
„Nein, da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Sie war damals zwar recht hübsch, hatte intellektuell aber nichts zu bieten. Wir haben uns zwei- oder höchstens dreimal getroffen. Dann war mir klar, dass sie für mich uninteressant ist. Für Intimitäten war sie nicht bereit. Sonst Zeit mit ihr zu verbringen, wäre Vergeudung gewesen. Dafür war sie viel zu langweilig und doof.“
„Aber anscheinend hängt ihr das auch nach Jahrzehnten noch nach?“
Er zuckte die Achseln. „Damals hat sie mir einige Zeit nachgestellt, heute würde man sagen gestalkt, aber inzwischen ist das längst vorbei und vergessen.“
„Ich hoffe, du hast recht“, meinte ich, und dachte an die hasserfüllten Blicke, die sie mir nachgeworfen hatte..

Etwas später am Abend fragte ich Carsten: „Hattet ihr eigentlich auch Mädchen im Physik-LK?“
„Da war eine. Keine Ahnung was aus der geworden ist. Nach dem Abi habe ich nichts mehr von ihr gehört?“
„Und wie war die so?“
„Ich erinnere mich kaum. Ich glaube, ganz gut.“
„Wäre die vielleicht eine bessere Gefährtin gewesen als diese Melanie?“
Er schüttele den Kopf: „Kurze Haare, klein, pummelig – sie sprach mich optisch überhaupt nicht an. Beide waren für mich unattraktiv.“
Ich war damals kaum älter als Johannes jetzt ist. Schon schwierig, sich das vorzustellen.

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Tweets Numero m+6 //2785

Eigentlich hätte ich gehofft, allmählich wieder in meinen Blogrhythmus zu finden. Allerdings gibt es derzeit immer wieder Ereignisse außer der Reihe – teils geplant, aber auch teilweise unerwartet – die den Ablauf durcheinander bringen.
Immerhin ist dies jetzt ein ganz regulärer, planmäßiger Eintrag, in dem ich meine Tweets vom 27. Januar bis 12. Februar wiederhole.

Verleser des Tages: „Frei statt“ statt Freistaat
Junitweets //2683 Zweitausendsechshundertdreiundachtzig
Verhörer des Tages: „Mama’s Tee“ statt Namaste
Ich fummle an seinen Ohren rum. #Oomox – „Merkt man schon eine Veränderung?“ – „Welche Veränderung?“ – „Dass die Ohren wegen dem dauernden Maskentragen nach vorne abstehen?“ #Coronaohren – „Bisher noch nicht, aber ich werd’s beobachten.“
Verleser des Tages: Dom statt Dorn
Bibliophilia //2682 Zweitausendsechshundertzweiundachtzig
So wichtig ein #dickesFell ist, um unfaire Äußerungen von sich abprallen zu lassen, kann es jedoch auch verhindern, berechtigte Kritik zur Kenntnis zu nehmen.
Verlesertripel des Tages: Merkel | Ferkel | Fehler
2G in der Stadtbücherei. Das ist wirklich nur noch sinnlose Schikane.
Hallo Windows-Nutzer, habt ihr zusätzlich zum #Defender #MSE noch einen #Virenscanner installiert? #Umfrage [Ja|nein|mehrere|kein Windows]
Verschreiber des Tages: Ziegen statt Zeigen
Paretoware //2681 Zweitausendsechshunderteinundachtzig
Welche belastbaren Belege gibt es, dass die Impfung länger wirkt als eine überstandene Infektion? #Genesenenstatus
Bisher konnten wir #Quarantäne von Mitarbeitern noch durch #Homeoffice abfangen. Aber allmählich stößt das insbesondere in der Fertigung an Grenzen. Wir brauchen neue Lösungen.
Verleser des Tages: NICHT statt NIGHT
Zur Feier des e-Tags die Darstellung eines exponentiellen Verlaufs #eTag
#Impfpflicht ist vorsätzliche Körperverletzung.
Verleser des Tages: Internist statt Internat
Die Rouladen schmurgeln friedlich in der Pfanne. Leider hatte ich diesmal keine Karotten für die Füllung.
Suchreflex //2680 Zweitausendsechshundertachtzig
Der mündige, aufgeklärte Patient ist bei vielen Ärzten unwillkommen. #Gesundheit
Verhörer des Tages: Quantenpfleger statt Krankenpfleger
Verleser des Tages: Reinschieber statt Rechenschieber
Die Rückseite des Möbiusbandes //2679 Zweitausendsechshundertneunundsiebzig
Faulheit ist der größte Antreiber für Innovation und Fortschritt.
Verleser des Tages: pregnant statt preprint
Ohne diese ganzen Maßnahmen hätte ich überhaupt nichts von #Corona mitgekriegt.
Juniorchef hat wieder mal einen Teller zerdeppert.
Verschreiber des Tages: ausgreift statt ausgereift
Semaphor //2678 Zweitausendsechshundertachtundsiebzig
Sehr informative Graphik beim #LGL
Fehler passieren. Die dann nicht zu korrigieren, weil das #Verwirrung stiften könnte, ist ein neuer Tiefpunkt. #Genesenenstatus
+Nur ja kein Versehen und keinen Irrtum zugeben! Lieber den Karren noch tiefer in den Dreck rammen. Ohne diese Denke maßgeblicher Politiker in den letzten zwei Jahren wäre unser Leben jetzt so viel entspannter.
Leichte Erkältungssymptome. Selbsttest negativ.
Verleser des Tages: Gutterchips statt Gitterchips
Ich könnte jetzt spazierengehen, wenn ich wollte. Aber will ich?
Langjähriger Nutzer meiner Software an einer ausländischen Universität geht jetzt in Rente und will die SW weiterhin nutzen und eine Lizenz privat kaufen.
Verleser des Tages: Inzidenz statt Intelligenz
„Da gibt’s ein #Morlock-Stadion? Und was ist mit den #Eloi?“
+Was, die haben das #Frankenstadion in Morlock-Stadion umbenannt?
Verhörer des Tages: „vorm Ofen“ statt „von oben“
Einst gezwitschert //2677 Zweitausendsechshundertsiebenundsiebzig
Durchgefroren nach Spaziergang mit Gegenwind.
Verleser des Tages: Suppen statt Sexpuppen
Schüler (16) erzählt. Selbsttests bei Unterrichtsbeginn. Fast jeden Tag ist einer positiv. Bisher nur Geimpfte betroffen. Impfquote in der Klasse bei ca. 50%.
Verleser des Tages: Religion statt Region [und Sprache]
Rückblick 2. Halbjahr 2021 //2676 Zweitausendsechshundertsechsundsiebzig
Als Wissenschaftlerin hat mich die Natur schnell Demut gelehrt.
Verschreiber des Tages: Bayer-Filter statt Bayes-Filter
Schon fast zehn Uhr und immer noch nicht richtig hell.

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Forschung und das liebe Geld //2784

Für ein Entwicklungsprojekt hatte ich Kontakt mit mehreren Universitäten und Forschungsinstituten im In- und Ausland aufgenommen. Einige davon waren sehr interessiert an einer Kooperation.
Allein, wenn ich gehofft hatte, dass die Kosten dann von diesen Institutionen übernommen werden könnten, wurde ich enttäuscht. Sie brauchen dort selbst jemanden, der zahlt, was üblicherweise große Industrieunternehmen tun (in eher seltenen Fällen gibt es auch staatliche Zuschüsse).
Die Hochschulen, mit denen wir bereits kooperieren, bzw. sie unterstützen oder sponsoren, kommen leider nicht in Frage, da sie auf ganz anderen Gebieten forschen.

Was soll ich machen? Für die Firma ist diese Art der Forschung nicht nur eine Nummer zu groß. Zwar ist das bei weitem kein Großforschungsprojekt wie DESY oder CERN, trotzdem gehen die Kosten so hoch, dass wir das definitiv nicht stemmen können. Die aktuelle wirtschaftliche Lage macht es nicht leichter. Von den Schwierigkeiten, bestimmte Materialien oder Equipment zu beziehen, mal ganz zu schweigen.

Damit aber ein Industriekonzern sich an der Entwicklung finanziell beteiligt, müsste ich meine Rechte zu wesentlichen Teilen abtreten. Ich zögere noch, aber vermutlich werde ich nicht drum herumkommen, sofern ich die ganze Sache nicht ganz einstellen will.

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Bloglesemarathon //2783

In früheren Blogzeiten kam es ein paarmal vor, dass ein Neuleser mein ganzes Blog von vorne durchlas.
Das ist inzwischen praktisch kaum noch möglich, da der Umfang inzwischen auf tausende Einträge angewachsen ist.
Es ist auch schwierig, eine Abschätzung zu machen, wie lange man für die Lektüre brauchen würde. Dies hängt ab von der individuellen Lesegeschwindigkeit, ob man die Texte nur überfliegt oder gründlich liest, ob man die Kommentare (zumindest teilweise) ebenfalls liest, ob man verschiedene Einträge ganz überspringt (insbesondere Tweets oder Suchanfragen), und wieviel Zeit man täglich dafür aufwenden wollte. Schließlich hat man ja auch noch anderes zu tun.

Ich habe mir drei Szenarien überlegt. Die Ladezeiten für die einzelnen Beiträge betrachten wir dabei als vernachlässigbar.

Der „Heavy Reader“ hat vielleicht gerade Urlaub oder sonst nichts zu tun. Er will das Blog möglichst schnell durchkriegen und ist bereit, acht Stunden am Tag zu lesen. Pro Beitrag setzt wir im Schnitt eine Minute an. Das ist nicht viel. Damit kann er keine Kommentare lesen, überspringt vielleicht manche Beiträge und liest den Rest nur oberflächlich Auf diese Weise schafft er 60 Beiträge pro Stunde, bzw. 480 am Tag. Damit wäre er nach nur 6 Tagen durch.
Dieses Szenario ist allerdings ziemlich unrealistisch. Falls wirklich jemand soviel zusammenhängende Zeit damit verbringen will, das Blog zu lesen, wäre er schon bald nicht mehr aufnahmefähig.

Etwas praktikabler wäre ein Leser, der sich im Mittel zwei Minuten für einen Beitrag nehmen will. Damit kann er immer noch keine Kommentare lesen. Die einzelnen Beiträge allerdings hinreichend genau. Und wenn die Zeit für einen längeren Post nicht reicht, überfliegt er dafür halt nur die Suchanfragen, um dies auszugleichen.
Dieser Leser will sich zwei Stunden pro Tag Zeit nehmen, so dass er täglich 60 Beiträge schafft. Er gönnt sich noch einen kleinen Puffer oder lässt einzelne Tage ausfallen, so dass wir von 400 Einträgen pro Woche ausgehen. Damit wäre er nach etwa sieben Wochen durch – sagen wir gabz locker zwei Monate.

Im dritten Szenario will der Leser im Mittel mindestens zehn Einträge pro Tag lesen. Er nimmt sich dafür soviel Zeit, wie es eben dauert, um so eingehend zu lesen, wie er gerade will. Wenn er dieses Ziel an einem Tag nicht schafft, holt er das ein anderes Mal nach. Bei einem Zeitaufwand von (meist) unter einer Stunde pro Tag kann er dann auch ausführlich die Kommentare mitlesen. Er liest also etwa 300 Einträge pro Monat, und wäre so nach neun, spätestens zehn Monaten durch.

Das waren natürlich alles nur Abschätzungen. Selbstverständlich sind beliebige Zwischenwerte möglich.
Und wenn jemand sich mehr Zeit lassen will, geht das natürlich auch. Aber wenn er nicht (im Schnitt) über einen Eintrag pro Tag liest, wird er mich womöglich nie einholen. Schließlich habe ich siebeneinhalb Jahre Vorsprung.

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Vor 10 Jahren (4) //2782

In meiner Reihe der Rückblicke auf die Zeit von vor zehn Jahren sind wir inzwischen beim Zeitraum zwischen Mitte Mai und Mitte September 2012 angelangt.

Carsten hatte Besuch von seinen Töchtern und Fiona’s Verlobtem Sven. Zusammen machten wir einen Ausflug und grillten.
Bei einer Veranstaltung traf ich Alex, der einen neuen Auftrag für mich hatte, wovon Carsten nicht begeistert war.
Die Vorbereitungen für die Hochzeit von Fiona und Sven begannen.
Es gab Probleme mit der Weiterentwicklung des Tools für Alex‘ Firma, für die dann schließlich ein passendes Arrangement getroffen werden konnte.
Über das verlängerte Fronleichnam-Wochenende machten wir einen Kurzurlaub.
Als meine Cousine Kathrin in die Stadt zog, vermittelte ich sie als Bürohilfe an die Firma.
Ich unterstützte Frank bei einem Projekt.
Im Vorfeld der Hochzeit gab es einige Unstimmigkeiten.
Nicht gerade gerne nahm ich an der Hochzeitsfeier teil. Dort tanzte ich mit ein paar Gästen.
Bei der Geburtstagsfeier meiner Mutter stellte ich Carsten meinen Eltern vor.
Carsten und ich flogen für ein paar Tage aus geschäftlichem Anlass nach London.
Als wir erfuhren, dass Verena schwanger war, stürzte Carsten’s Laune ab.

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Eine Pflichtreise //2781

Vermutlich habt ihr gar nicht mitgekriegt, dass ich mal einen Tag lang nicht da war. Ich bin ja erst mittags aufgebrochen, um zu Standort 2 zu fahren. Dort war ich schon lange nicht mehr gewesen, und sollte es noch hinter mich bringen, bevor wieder die Herbstcoronarestriktionen wirksam werden. Johannes ließ ich bei Carsten zurück.
Die Lockdowns waren so entspannend gewesen. Keinerlei Druck, Geschäftsreisen zu machen, oder aus nichtigem Anlass andere Menschen treffen zu müssen. Das ist jetzt leider vorbei. Ich muss wieder meinen sozialen Verpflichtungen nachgehen, auch wenn das belastenden Stress bedeutet.

Ich fuhr also mit der Bahn hin (Maskenpflicht ist eine Qual, aber ein Flug wäre bei dieser Wegstrecke unpraktikabel gewesen).
Ein altes Sprichwort besagt: „Wenn Engel reisen, dann weint der Himmel.“ Es regnete einen großen Teil der Reise über. [Es scheint, als habe Regen seine Normalität großteils verloren, und zunehmend nur noch als Ausnahmeerscheinung angesehen wird. Ich erinnere mich, dass ich zu Schul- und Studienzeiten immer einen Regenschirm in meiner Tasche hatte, denn man musste täglich mit Regen rechnen. Auch war es nicht unüblich, dass es wochenlang immer wieder – teils ergiebig – regnete. Früher gab es in allen Läden, Gaststätten, Arztpraxen in der Nähe des Eingangs Schirmständer. Die sieht man mittlerweile kaum noch. Ich brauche fast nie mehr einen Schirm. Der liegt für gewöhnlich an der Garderobe, und ich habe ihn in den letzten Jahren nur sehr selten genutzt. Denn wenn es mal regnet, dann bleibe ich meist halt einfach daheim.]

Am Zielort angekommen, aß ich in einer Pizzeria zu Abend und übernachtete dann in einem Hotel. Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Betriebsgelände. Wenigstens regnete es gerade nicht.
Die Leute haben dort eine ganz andere Mentalität als in der heimatlichen Gegend. Dort trauen sich Männer noch, Frauen Komplimente zu machen und ihrer Bewunderung Ausdruck zu geben. Was ich auf dem relativ kurzen Weg angesprochen, angepfiffen oder angehupt wurde, dafür brauche ich in der EMN Jahre, in der Alten Heimat ginge die Zeit gegen Unendlich.

Ein Vorteil, Chefin zu sein, liegt darin, dass man für solche Besuche nicht erst lange vorher einen verbindlichen Termin zu vereinbaren braucht, und den pünktlich einhalten muss. Es reicht, wenige Tage vorher anzukündigen, an welchem Tag man zu kommen gedenkt, ohne sich auf eine Uhrzeit festzulegen. Im Grunde müsste man noch nicht einmal das, sondern hat das Vorrecht, auch überraschend einfach hineinzuschneien.
Das Meeting mit dem Standortleiter und der (fast vollständigen) Führungsriege war geprägt von immens gestiegenen Kosten, Lieferengpässen, und weiteren daraus resultierenden Problemen. Ich bemühte mich, Optimismus und Zuversicht auszustrahlen.
Danach machte ich einen Rundgang und besichtigte insbesondere die Fertigungshalle, aß noch in der Kantine zu Mittag und machte mich dann wieder auf den Rückweg.
Die Freude von Johannes, dass ich wieder da war, war unbeschreiblich.

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Mit Händen und Füßen //2780

Meine Fingernägel feile ich mir gewöhnlich am Samstag, vorzugsweise während ich fernsehe.
Fernsehsendungen lassen es zu, dass ich meine Aufmerksamkeit passend teilen kann, und ich brauche dafür ja beide Hände frei.
Meine Diamantfeile hat mir Tante Liese einmal geschenkt, als ich noch ein Kind war, gemeinsam mit einem Nagelpflegeset. Das Etui hat zwar inzwischen begonnen, sich in seine Bestandteile aufzulösen, aber der Inhalt ist noch vollständig vorhanden und funktionsfähig.
Es ist gar nicht so einfach, die Nägel passend zu feilen. Früher trug ich sie länger, aber dann besteht die Gefahr, irgendwo hängen zu bleiben, und wenn’s nur die Tasten auf der Computertastatur ist. Eingerissene Nägel sind kein Vergnügen. Aber das passiert mir nur sehr selten.
Früher trug ich sie auch spitzer, in der Form eines gotischen Kirchenfenster. Jetzt runde ich die Spitze leicht ab. Damit die Form und Länge einigermaßen gleichmäßig werden, ist einiges an Übung und Feinmotorik nötig.

Für meine Pediküre nutze ich ein Blatt Schleifpapier (100-er Körnung). Das ersetzt mir Feile und Bimsstein, und es ist unmöglich, sich die Zehennägel damit zu stark zu kürzen, so dass sie einwachsen könnten. Sobald das Schmirgeln auch nur anfängt, unangenehm zu werden, hört man (an der jeweiligen Stelle) einfach auf.
Seit ich angefangen habe, raue oder verhornte Haut an den Füßen mit dem Schleifpapier abzurubbeln, sind sie so schön zart. Bimsstein ist bei weitem nicht so wirksam. Ich konnte früher nie nachvollziehen, was Fußfetischisten an Füßen finden. Aber mit rosiger, zarter Haut an Fersen und Ballen wirken die Füße viel attraktiver.

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Ausgeflogen //2779

Den August hatten wir noch für ein paar Ausflüge genutzt. In der Firma war nicht viel los, da Ferienzeit. Außerdem ermöglichte das 9-Euro-Ticket Fahrten in nicht allzuweit entfernte Gegenden.
Ein potentielles Ziel war die Stadt (außerhalb unseres Verkehrsverbundgebiets), in der ich schon vor Jahren mal mit einem Freund+ gewesen war. Damals hatte mich ein hohler Baum beeindruckt, so dass wir uns vornahmen, ihn wieder zu finden.

Dir Hinfahrt im Regionalexpress (der nur an wenigen Stationen dazwischen anhielt) verlief schneller, als es mit dem Auto möglich gewesen wäre. Um einen Parkplatz mussten wir uns dank der Fahrkarte auch nicht kümmern.
Zunächst musste ich mich orientieren. Nur einmal war ich in dieser Stadt gewesen, und das war Jahre her. Mit Stadtplan und Navigationsgerät gelang es uns, die richtige Richtung einzuschlagen.
Der Weg war ziemlich weit und steil. Carsten schob Johannes im Buggy. Wir überlegten, die Rückfahrt mit dem Bus zu unternehmen (Spoiler: der fuhr nur alle zwei Stunden, so dass wir halt doch laufen mussten).

Ich hielt Ausschau nach jenem Baum. Ich wusste noch ungefähr in welcher Richtung er vom Hauptweg lag, aber es war schwierig. Schließlich fanden wir einen geeigneten Baum. Das heißt, es waren mehrere – vielleicht 12 bis 15 – Bäume die so eng nebeneinander standen, dass sie in der Mitte eine begehbare Höhlung hatten. Ich hatte den Baum irgendwie anders im Gedächtnis, nämlich als einen einzelnen, schon morschen und teils faulen hohlen Baum mit enormem Durchmesser. Auch stand der in meiner Erinnerung näher am Weg. Die Baumgruppe, die wir entdeckt hatten, stand auf einer Wiese an einer Anhöhe. Da müssen erst kürzlich Schafe gegrast haben, denn überall lagen die Kötel herum.
Ich weiß also nicht, ob das tatsächlich derselbe Baum war. Vielleicht trügt mich meine Erinnerung. Möglicherweise existiert der damalige Baum auch gar nicht mehr. Das Gelände ist riesig. Keine Chance, da gründlicher zu suchen.
Wie auch immer – die Baumgruppe stand abseits und erschien uns geeignet. Leider war der Boden doch nicht so eben, so dass wir Schwierigkeiten hatten, uns halbwegs bequem und sicher hinzustellen. Dazu kam, dass selbst im Inneren die Schafe ihre Exkremente hinterlassen hatten. Johannes wurde im Buggy schnell unruhig und langweilte sich. Ich wollte ihn aber auf dieser Wiese mit ihren schäfischen Hinterlassenschaften nicht herumlaufen lassen.
Kurz – es blieb beim Versuch. Vollenden konnten wir ihn etwas später in einem kleinen Wald.

Wir liefen weiter bergauf. Inzwischen hatte ich Hunger. Eigentlich wollten wir oben in die Gaststätte einkehren, mussten aber feststellen, dass sie geschlossen hatte. Wir schauten uns noch einige Zeit oben um, bevor wir uns auf den Rückweg (wieder zu Fuß) machten.
Im Ort angekommen, fanden wir kein geöffnetes Restaurant, das uns beiden gefallen hätten, aber schließlich einen Biergarten. Dort bekamen wir schmackhaftes Essen.

Frisch gestärkt fuhren mit einem Stadtbus in einen anderen Stadtteil, wo es laut des Stadplans einen schönen Park geben sollte. Tatsächlich gefiel uns dieser Park sehr gut. Es gab lauschige Laubengänge mit reichlich bequemen Sitzbänken.
Auf einer davon ließen wir uns nieder. Carsten meinte, er wolle im nächsten Lebensmittelladen Eis für uns besorgen, und ging in Richtung des Ausgangs weg. Ich blieb mit Johannes zurück, der hier gut auf den Wegen spielen konnte, während ich die Ruhe und den leichten Blütenduft genoss.
Carsten ließ sich wohl Zeit. Ausgerechnet auf der Bank neben uns ließ sich dann eine Frau nieder, die sofort ihr Handy herauszog, und irgendetwas abhörte. Nach verschiedenen Stimmen, folgte irgendwelche scheußliche Musik, dann wieder Stimmen. Allmählich störte mich das. Hier war es vorher so ruhig und friedlich gewesen. Hatte ich anfangs noch angenommen, diese Geräuschimmissionen würden nicht lange anhalten, machte sie keine Anstalten, ihr Handy wieder wegzulegen. Ich überlegte, ob ich sie bitten solle, die Lautstärke zu reduzieren, entschloss mich dann aber, lieber umzuziehen und mich ein Stück weiter auf eine andere Bank zu setzen.
Gerade als ich mit Johannes unterwegs war, hörte ich Carsten mich von hinten rufen. Gemeinsam setzten wir uns dann wieder auf eine andere Bank und aßen das Eis.

Auf dem Weg zum Bahnhof machten wir noch kurz Pause in einer Kirche, um uns etwas auszuruhen. Hoffentlich behalten die dort ihr Stadtwappen und knicken nicht vor den Wokenden ein.
Danach machten wir uns endgültig auf den Heimweg, der fast ebenso glatt lief wie der Hinweg, außer dass die Sohle an meiner Sandale begann, sich zu lösen. Ich kam damit aber noch zurück.

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Tweets Numero m+5 //2778

Wenn ich hier meine früheren Tweets wiederhole, so ist das eine Art Momentaufnahme über eine Zeitdauer von mehr oder weniger zwei Wochen, die schon etliche Monate zurückliegt. Das ist quasi eine kleine Zeitreise zurück. Diesmal zum 13. bis 26. Januar.

Verleser des Tages: Vollnarkose statt Vollkasko [-Mentalität]
Wieder Ärger mit PHP //2675 Zweitausendsechshundertfünfundsiebzig
Verleser des Tages: Verwesung statt Verbesserung
Jeden Montag das gleiche Trara mit den Testnachweisen. Mitarbeiter kriegen keinen rechtzeitigen Testtermin, oder haben gar nicht erst die Chance, mit #ÖPNV in die Stadt zu fahren.
+Dass 3G im Fernverkehr akzeptiert wird, wundert mich ja gar nicht, aber dass es beim #Nahverkehr so defätistisch-gleichgültig hingenommen wird, schon. Fahren dann halt alle Leute mit dem Auto, die keine Teststation zu Fuß erreichen können?
+Man muss Menschen, die auf den Nahverkehr angewiesen sind, doch wenigstens die Möglichkeit geben, zur Teststation zu fahren.
Verhörer des Tages: Sunrise statt Surprise
Volle Brüste – ein Erfahrungsbericht //2674 Zweitausendsechshundertvierundsiebzig
Ich wollte schon selbst einiges schreiben, wie man erkennt, ob Daten manipulativ dargestellt sind. Da habe ich dieses interessante Dokument über statistische Graphiken entdeckt.
+Ein Klassiker ist etwa die Nullpunktunterdrückung. Dabei sehen ähnlich große Werte so aus, als ob ein Riesenunterschied zwischen ihnen wäre.
+Auch wenn die Abszisse nicht gleichmäßig linear bzw. äquidistant unterteilt ist, sollte man vorsichtig sein. Oder die Kategoriebereiche bei Histogrammen unterschiedlich groß.
+Regressionsgeraden werden durch Punktewolken gelegt. Wenn man das geschickt genug macht, kann man alles beweisen.
+Ein Mittelwert alleine sagt gar nichts aus. Wichtig ist die Häufigkeitsverteilung, zumindest die Standardabweichung. Der Median kann deutlich vom Mittelwert abweichen.
+Seriöse statistische Auswertungen zeigen i.A. auch Fehlerbalken an, bzw. nennen die Standardabweichung.
+Will man einen Wert als groß darstellen, schreibt man die Zahl aus. „Zweiundvierzig“ wirkt auf den Leser größer als „42“.
+Werden unterschiedliche Wertebereiche durch Farben dargestellt, sollte man in der Legende darauf achten, ob die Bereiche gleich groß sind.
+Wenn Daten als farbige Flächen visualisiert werden, kommt es vor, dass sie nicht linear, sondern quadratisch vergrößert werden. 20% sieht dann optisch aus wie 4%.
+Bei den meisten beschriebenen Fällen kann es dafür berechtigte Gründe geben. Durch das Nennen einiger Möglichkeiten wollte ich jedoch zur Vorsicht raten und für solche potentiellen Täuschungen sensibilisieren. Nur zu oft wird es versucht.
+Die Liste war natürlich bei weitem nicht vollständig. Gerade fällt mir z.B. noch ein, relevante Daten so in einem Wust von Tabellen zu verstecken, dass man sie nicht mehr findet. Steganographische Obfuskation der Wahrheit.
+Wenn beim Vergleich von Daten unterschiedliche Definitionen, Zeiträume, Bezugsrahmen, Kriterien zugrundeliegen, sollte man bei daraus behaupteten Folgerungen äußerst skeptisch sein.
+Und freilich kann man die Veröffentlichung ganz bleiben lassen, wenn die untersuchten Daten unerwünschte Ergebnisse liefern.
+Man kann auch Online-Umfragen auf Portalen plazieren, die vor allem von einer bestimmten Klientel besucht werden, bzw. wo die Leser vorbeeinflusst werden, und deklariert das dann als repräsentativ. #Civey
Verleser des Tages: hornifically statt horrifically [warm weather]
Als nächstes dann die #Impfpflicht gegen Gelbfieber und Malaria. Für den Fall, dass uns im Herbst der #Klimawandel erwischt.
Verleser des Tagel: Vögelei statt Vogelei
Ein vergeblicher Blick in die Kristallkugel //2673 Zweitausendsechshundertdreiundsiebzig
Verschreiber des Tages: verziert statt verifiziert
Würde mein Mann nicht dauernd – jetzt im Januar! – nachts das Fenster aufreißen, würde ich im Bett ja ein sexy Negligé tragen. Aber so muss es leider ein warmes Frotteenachthemd sein.
„Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“ Nie hat das mehr zugetroffen als derzeit für Impfgeschädigte. Wo ist eigentlich euer Mitgefühl hin?
+Bin schwer enttäuscht von den Verantwortlichen, wie sie mit unerwünschten Impfreaktionen umgehen: ignoriert, unter den Teppich gekehrt, abgestritten, verhöhnt, .. Schämt euch!
Verleser des Tages: Gebärendensprache statt Gebärdensprache
breakplaining: Variationsrechnung //2672 Zweitausendsechshundertzweiundsiebzig
Verleser des Tages: Verstoß statt Vorstoß
Wenn ich nicht schon längst das Vertrauen in die deutsche Gesundheitspolitk verloren hätte, hätte die Verkürzung des #Genesenenstatus den Rest gegeben.
Verhörer des Tages: [er hat] Corona statt Jehova [gesagt]
Sprech You Denglisch? //2671 Zweitausendsechshunderteinundsiebzig
Mit welcher Begründung hat das @rki_de sang- und klanglos die Dauer des Genesenenstatus auf den Zeitraum von 28 bis 90 Tage p.PCR gekürzt?
+Wenn eine durchgemachte Infektion nicht zu einer dauerhaften Immunität führt, darf man das von einem Impfstoff erst recht nicht erwarten. #Genesenenstatus
+Inzwischen sollte es doch jedem auffallen, dass diese Maßnahmen nicht auf wissenschaftlicher Evidenz beruhen, sondern nur dazu dienen, den #Impfdruck zu erhöhen. #ErlkönigPolitik
Verleser des Tages: Drehzahls-teuerung statt Drehzahl-steuerung
Impferator nudus.
Verleser des Tages: kakagefüllten statt kakaogefüllten [Tassen]
Sorgen und Probleme können beide belasten. Der Unterschied ist, dass man Probleme lösen kann. Bei Sorgen hat man keinen Einfluss.
Verschreiber des Tages: Area statt Aera
Aus meinem Tweetkästchen //2670 Zweitausendsechshundertsiebzig
Verleser des Tages: Schnaps statt Staats[quartier]
Falls ich demnächst ein paar Tage weg bin: Die Familie meiner Schwester ist in Quarantäne, teils infiziert, allen geht es gut. Aber sie dürfen nicht zu meiner Mutter, die starke Kniebeschwerden hat, so dass sie auf Hilfe angewiesen ist. Vielleicht fahre ich hin.
+Bleibe jetzt doch da. Zumindest vorläufig. Kind hat Brechdurchfall, ist quengelig, will dauernd an die Brust. Da kann ich nicht weg, weder allein noch mit ihm.
++Waren übrigens beim Kinderarzt, allerdings nur bei seiner Vertretung. Unglaublich schroff und pampig, die Dame. War unfreundlich und grob zum Kind, und hatte es nicht nötig, auf meine Nachfragen zu antworten.
+Mutter und Schwester haben befreundete Nachbarn zur Unterstützung, die für sie zumindest Einkäufe erledigen. Die kommen schon zurecht. Auch ohne mich.

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Bye Bye #9EuroTicket //2777

Heute ist Startrekday. Aber statt mit Warpgeschwindigkeit bewegen wir uns in Gedanken mit der ÖPNV-Mobilität.
Das 9-Euro-Ticket ist ja nun leider passé. Trotzdem möchte ich noch ein paar Sätze dazu loswerden.

Gelegentlich muss ich zu einem Ort, zu dem ich zu Fuß etwa zwanzig Minuten brauche. Der öffentliche Bus dorthin fährt alle halbe Stunde und braucht etwa zwei Minuten für die Entfernung. Für den Weg zur Bushaltestelle bin ich drei bis vier Minuten unterwege. Von der Ausstiegshaltestelle zu meinem Ziel noch einmal drei Minuten. Zu Fuß bin ich also doppelt so lang unterwegs wie mit dem Bus – solange der Bus pünktlich ist. Das ist er leider nicht immer, so dass man sich nicht auf ihn verlassen kann. Dann kommen noch mehr oder weniger Wartezeiten hinzu.
Zu Fuß kann ich losgehen, wann immer ich will (bzw. zwanzig Minuten bevor ich ankommen will, plus eventuell ein passender Zeitpuffer, wenn es wichtig ist, dass ich pünktlich bin). Wenn ich mit dem Bus fahren will, muss ich es so timen, dass ich zur Abfahrtszeit an der Haltestelle bin (das kann – insbesondere mit kleinem Kind – schon problematisch sein). [Als ich studiert habe, fuhr ein Bus alle 12 Minuten an der nächsten Haltestelle (ca. 4 Minuten Fußweg) und alle 5 oder 7 Minuten an der übernächsten (ca. 7 Minuten Fußweg in die andere Richtung). Da musste ich mich überhaupt nicht um den Fahrplan kümmern, habe einfach den nächsten Bus, der kam, genommen. Ähnlich ist es bei Straßen- und U-Bahnen. In der alten Heimat dagegen muss man schon froh sein, wenn – nur tagsüber und unter der Woche – alle zwei Stunden ein Bus fährt. Zu meiner Zeit war das noch seltener. Wir hatten aber noch das Glück, dass die nächste Haltestelle nur 4 oder 5 Fußminuten entfernt ist. Eine Schulfreundin, die in einem Aussiedlerhof wohnte, musste fast eine halbe Stunde laufen.]
Insgesamt sind die Nachteile des Busses so groß, dass ich normalerweise lieber gleich zu Fuß gehe. Es sei denn, das Wetter ist schlecht. Aber selbst dann muss ich erst ein paar Minuten zum Bus, dort warten, und noch ein Stück laufen. Das bringt auch nicht viel. Bei gutem Wetter dagegen kann man Wege dieser Länge als Spaziergang sehen (sofern die Umgebung einigermaßen angenehm ist, und man nicht zu schwer zu tragen hat).

Und dann noch dafür bezahlen! Gerade hier im Verkehrsverbund haben wir deutschlandweit so ziemlich die höchsten Fahrpreise. Da ich nur selten fahre, lohnt normalerweise keine Dauerkarte. Ich fahre „auf Streifen“. Ohne jetzt zu sehr in den Tarifdschungel einzutauchen, und nur zum Vergleich: eine kurze Fahrt wie oben beschrieben, also etwa 2 km, kostet derzeit 1.80 Euro (soll Ende des Jahres weiter erhöht werden). Da laufe ich wirklich lieber.
Mit dem 9-Euro-Ticket habe ich es öfter eingerichtet, mit dem Bus zu fahren. Wenn man weiß, wann er fährt, kann man sich darauf einstellen. Inzwischen kann man online sogar den Bus in Echtzeit verfolgen, ob er voraussichtlich pünktlich sein wird. Ich habe den Bus auch genutzt, um einfacher Sachen zu transportieren, was mir sonst auf diese Entfernung zu Fuß zu beschwerlich gewesen wäre.

Ein paar größere Fahrten habe ich auch gemacht, die ich sonst vermutlich bleiben gelassen hätte. Ohne die blöde Maske wäre ich noch öfter gefahren.
Bezahlen muss ich die ganze Chose ja sowieso mit meinen Steuergeldern, aber das 9-Euro-Ticket war zur Abwechslung mal etwas, von dem ich auch selbst direkt profitieren konnte.

Ein Mitarbeiter, der sonst – Sommer wie Winder – mit dem Fahrrad ca. 15 km zur Arbeit fährt, fuhr stattdessen mit dem Bus, auch wenn es zeitlich keinen großen Unterschied machte.
Von anderen, die normalerweise mit dem Auto fahren, habe ich gehört, dass das Risiko, einen Anschluss zu verpassen, zu groß ist. Busse und Züge sind häufig unzuverlässig, nicht pünktlich, oder fallen ganz aus. Wenn man mehrmals umsteigen muss, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen auf eine unakzeptable Weise. Ausreichende Pufferzeiten einzuplanen, ist unpraktikabel.

Ende August habe ich dann an mehreren Stellen gehört oder gelesen, wie sich einige Leute darüber freuten, dass das 9-Euro-Ticket bald nicht mehr gelten würde. Sie beschwerten sich darüber, dass der Andrang so groß gewesen wäre, dass die Fahrt für sie schwieriger und unbequemer geworden sei. Es handelte sich dabei um Schwerbehinderte, die sonst ja kostenlos Busse und Bahnen benutzen dürfen. Aber sobald andere Leute auch einmal die Möglichkeit haben, kostengünstig im Nahverkehr zu fahren, kommt ihre Missgunst hoch. Das hat mich schon entsetzt.
Schließlich ist es nicht die Schuld der anderen Fahrgäste, wenn unsere öffentlichen Verkehrsmittel so mies ausgebaut sind. Jahrzehntelang hat man dem Individualverkehr absoluten Vorrang eingeräumt und den öffentlichen Verkehr vernachlässigt. Wenn sich von jetzt auf gleich die Kostenverhältnisse derart verschieben, so dass deutlich mehr Personen mit Bus oder Bahn fahren, sind die Kapazitäten des Nahverkehrs oft nicht ausreichend. Es kommt zwangsläufig zu Engpässen. [Und wenn – wie ich selbst kürzlich erlebt habe – die S-Bahn nur mit etwa einem Drittel der üblichen Wagenlänge fährt, ist es kein Wunder, wenn sie hoffnungslos überfüllt ist, auch bei völlig normalem Fahrgastaufkommen.]

Den öffentlichen Verkehr besser auszubauen (zusätzliche Stecken, kürzere Taktintervalle, so weit möglich mehr Wagen, mehr Redundanzen, eventuell weitere Haltestellen – das ist aber ein zweischneidiges Schwert, da es den Bus ausbremst) ist ein Vorhaben für Jahrzehnte. Aber irgendwann muss an mal anfangen. Warum nicht jetzt?
Gerade auf dem dünn besiedelten Land ist eine zu enge Taktung unrentabel. Es gibt Dörfer, in denen nur der Schulbus fährt. Auch eine häufigere Bedienung würde die Bewohner nicht zum Busfahren bewegen, denn für gewöhnlich müssen die ja auch z.B. ihre Einkäufe transportieren. Bei größeren Mengen ist das mit ÖPNV unmöglich. Stadtbewohner kaufen halt einfach mehrfach ein. Der nächste Supermarkt liegt ja nur ein paar Gehminuten entfernt. Wenn man die Einkäufe auf zwei bis drei pro Woche verteilen kann, lässt sich das i.A. bequem zu Fuß erledigen.

Das angedachte 49-Euro-Ticket ist eigentlich nur für diejenigen interessant, die ohnehin mindestens so viel für ein Monatsticket (oder sonstige Fahrten, ggf. außerhalb ihres Verkehrsverbunds) ausgeben. Für Gelegenheitsfahrer lohnt sich das nur ausnahmsweise, wenn in einem Monat halt gerade mal mehr anfällt als sonst.

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Tags im Museum //2776

Als vor fast einem Jahr ein neues Museum in der Trichterstadt eröffnet wurde, bedauerte ich es, es nicht besuchen zu können, denn irgendwelche 2- oder 3G-Regeln sowie Maskenpflicht verleideten mir dies.
Nachdem diese Regelungen aufgehoben worden waren, ergab sich auch nicht gleich die Gelegenheit für einen Besuch. Neulich jedoch konnten wir es einrichten, als das 9-Euro-Ticket noch galt.
Für Johannes war der Besuch vermutlich recht langweilig, obwohl wir versuchten, ihm verschiedene Exponate zu zeigen.

Nachdem wir unsese Eintrittstickets bezahlt hatten (am Schalter – online wurde zwar empfohlen, aber wir hatten den Besuch spontan geplant und riskiert, wegen Auslastung nicht eingelassen zu werden), suchten wir einen Aufgang in den dritten Stock.
Einen durchsichtigen Zylinder hielten wir fast für einen futuristischen Aufzug, bevor wir später oben feststellten, dass es der Fallturm für Experimente in Schwerelosigkeit war.
Zunächst meldeten wir uns oben für eine virtuelle Zeitreise an, bei der man eine VR-Brille tragen musste. Wer dies noch nie erlebt hat, für den ist es schon interessant, einmal virtuell in eine digitale Realität einzutauchen. Inhaltlich leider recht dürftig und albern.
Ebenso leider auch manche anderen interaktiven Spiele oder Demonstrationen. Vielleicht richten sich die Angebote eher an Schüler oder andere technisch ungebildete Personen.

Unter anderem beeindruckte mich die Darstellung eines live aufgenommen Filmes von Museumsbesuchern, die diese Bilder (etwas zeitverzögert) verfremdete, und mit völlig anderer Textur (z.B. als Bleistiftzeichnung oder chemische Formel) wiedergab.
Ebenfalls bemerkenswert fand ich eine KI-Anwendung im Erdgeschoss, wo die Besucher gefilmt wurden, und daraufhin Alter, Geschlecht, Körpergröße und Haarfarbe geschätzt wurden. Mich schätzte die KI auf 31 (was zwar post-wall ist, aber immerhin etliche Jahre jünger, als ich tatsächlich bin), bei Carsten traf sie punktgenau ins Schwarze.
Auch der Roboter, dem man beim Lernen zusehen konnte, wie er einen gebogenen Draht umfuhr, ohne ihn berühren zu dürfen, war spannend.
Die künstliche Intelligenz mit Gesicht dagegen laberte einen nur voll. Das fand ich eher nervig und ihre betont „menschliche“ Art unsympathisch, vielleicht sogar ein wenig uncanny.
Wer mal Soylent-Green-Kekse sehen will, hat die Gelegenheit. Einen Quantencomputer und eine Sexpuppe gibt es auch zu betrachten.

Es gibt fünf Ausstellungen, die mehr oder weniger informativ sind.
Ehrlich gesagt, bin ich etwas zwiegespalten, ob ich einen Museumsbesuch empfehlen kann. Einerseits gibt es schon viele interessante Ausstellungsstücke. Andererseits fehlen mir bei etlichen Exponaten tiefergehende Hintergrundinformationen.
Für den Besuch des Museums werden mindestens zwei Stunden veranschlagt. Wir waren drei Stunden lang drin. Es gab soviel zu sehen, dass ich die Ausstellungen am Anfang fast vergessen hab, da sie mit späteren Eindrücken überschrieben wurden, und bei denen am Ende nicht mehr aufnahmefähig war.
Es wäre also bestimmt sinnvoll, den Besuch in zwei separate Termine (soweit man datür Zeit und Gelegenheit hat) aufzuteilen. Ich glaube, dann hat man mehr davon.

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Suchbegriffe Numero n+2 //2775

Im August sind die Suchbegriffe ausgefallen. Das ist nicht so schlimm. Ich hole sie jetzt eben nach. In manchen früheren Zeiten war die Ausbeute in einem Monat größer als jetzt in zwei Monaten.

„gesamtheit elektr. bauteile“
Eine Schaltung?

„kranawett“
Häh? Kran? Wetter? Coronawette?

„was reimt sich auf wicken“
Blicken, flicken, klicken, knicken, nicken, picken, schicken, spicken, sticken, stricken, ticken, zicken, zwicken, ..

„wochenfluss stinkt“
Ein unangenehmer Geruch ist, denke ich, normal. Aber auffälliges Stinken sollte man besser abklären lassen.

„immunität corona nach infektion“
Nach aller Erfahrung ist die mindestens so gut wie nach einer Impfstoff-Injektion.

„undique“
Überall.

„mathe abitur 1 punkt schaffen“
Das ist nun wirklich keine Herausforderung, höchstens als Note.

„spiegelei sunny side down“
Soll jeder so essen, wie’s ihm schmeckt.

„broken link“
Tja, die sind im Internet an der Tagesunordnung.

„geschirr stinkt nach ei“
Dieses Problem hatte ich noch nicht, und ohne weitere Einzelheiten zu kennen, kann ich nichts dazu sagen.

„volle brust“
Den Säugling anzulegen, schafft Abhilfe.

„was reimt sich auf bumsen“
Plumpsen, rumsen, ..

„half blood records“
An meiner genial-logischen Datenbank müsste ich auch mal wieder weitermachen.

„kartoffelsack für die mikrowelle“
Warum sollte man einen Kartoffelsack in das Mikrowellengerät tun?

„dhl-paketzentrum feucht streik“
Davon habe ich nichts mitgekriegt.

„hamiltonfunktion“
In der theoretischen Mechanik wird die Energie eines Systems in Abhängigkeit bestimmter kinetischer Variablen geschrieben.

„dhl postlagernd urlaub“
Kurz vor dem Urlaub sollte man halt nichts bestellen.

„allesevolution blog“
Kann ich sehr empfehlen.

„mandelabszess aussehen“
Die gute Nachricht: man selbst bleibt vom Anblick verschont.

„onlinetest autismus spektrum“
Da gibt es schon aussagekräftige Tests.

„zirkumferenziell“
Den Umfang betreffend.

„was reimt sich auf mensch“
Bench, French, Ranch.

„erste zweistellige primzahl“
Im Dezimalsystem ist das die Elf.

„käferjägerei.de“
Das ist nicht meine Domain, finde Umlaute in Domainnamen (trotz Punycodes) ziemlich doof.

„radkreiz“
Häh? Ist das ein Verschreiber, und meint vielleicht „Radkreuz“ oder „Radkreis“?

„ungewöhnlicher hundestrand“
Mir egal, ob gewöhnlich oder ungewöhnlich. Die Vorstellung freilaufender Hunde am Strand samt Hinterlassenschaften graust mich.

„flächenschwerpunkt viertelkreis“
Der liegt auf der Winkelhalbierenden.

„was reimt sich auf stärke“
Berge, Särge, Scherge, Werke, Zwerge, ..

„catwalk katzen ikea“
Gibt’s dort viele Katzen?

OT an alle WordPress-Blogger:
Seit über einer Woche habe ich Probleme, dass WordPress mir irgendwelche Benachrichtigungen über Spam-Mails schickt. Zum anderen sind in dieser Zeit auch zwei Kommentare langjähriger Stammleser im Spam gelandet. Überhaupt ist des Format der Benachrichtigungen uneinheitlich.
Ist euch auch so etwas aufgefallen? Oder geht es nur meinem Blog so?

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Rückblick 1. Halbjahr 2022 //2774

Allmählich ist der Rückblick auf das erste Halbjahr 2022 an der Zeit, auch wenn es darüber gar nicht allzu viel zu berichten gibt. Ich habe das aufgeschrieben, was m.E. die Essenz dieses Zeitraums ausmacht, bzw. was die erinnerungswürdigen Ereignisse waren.

Der Januar begann mit einer ruhigen Zeit, in der uns Lukas kurz besuchte.
Evalyze wurde unerwartet doch wieder zugelassen.
Johannes hatte einen heftigen Magen-Darm-Infekt.
Da mich meine unregelmäßige Menstruation nervte, die die Bezeichnung Regel oder Periode bei weitem nicht verdiente, stillte ich Johannes ab.
Aus Geldmangel blieb Frau Hilflo-Seerbin nichts anderes übrig, als sich aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzuziehen.
Im März erwischte zuerst Carsten, danach mich Corona. Ich hatte schon Schnupfen, der weit schlimmer war.
Die Gesellschafter von Standort 6 woll(t)en sich aus dem Geschäft zurückziehen, so dass es ganz in Novosyx übergeht.
Über Ostern waren wir in der Alten Heimat, wo wir meine Verwandten und Standort 3 besuchten.
Nach zwei Jahren Pause feierten wir wieder ein Betriebsfest.

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Catcalling on the Catwalk (part 3) #breakpointUrlaub2022 //2773

Johannes ist leider noch zu klein für den Miniklub. Aber er kann im Indoor-Spielplatz oder dem Kinderpool spielen. Es macht ihm großen Spaß, Wasser in verschiedenen Gefäßen hin und her zu schütten.
Am Pool beobachtete ich einen anderen Jungen, schätzungsweise etwa acht Jahre alt, der sich nach wiederholtem geräuschvollem Reinspringen verletzt haben muss. Er heulte plötzlich laut kreischend auf. Ich sah, dass er am Kopf blutete. Da wurde er auch schon von zwei Erwachsenen weggeführt.

Abends gibt es ein Unterhaltungsprogramm (aber leider kein Karaoke, wie es eigentlich auf der Website gestanden war). Die Darbietung mit Tanzeinlagen ist überraschend freizügig und sexuell konnotiert, wie es das vor ein paar Jahrzehnten mal bei uns in Europa gegeben haben muss (bevor die amerikanische Prüderie rübergeschwappt ist), und wie man es eigentlich in einem muslimischen Land nicht erwartet hätte. Aber die Türken sind da offenbar pragmatisch. Wenn die dekadenten Westler Sex, Bier und Schweinefleisch wollen, dann kriegen sie eben Sex, Bier und Schweinefleisch (wenngleich die Salami gewöhnungsbedürftig ist), und lassen als Touristen dafür reichlich Devisen da. Und hier sind sogar noch Russen willkommen, wenn sie Urlaub machen wollen.

Die Aufzüge wären ein Kapitel für sich. Ohne Buggy würde ich ja ein oder zwei Stockwerke lieber zu Fuß gehen. Bei vier oder fünf Etagen ist mir das auch ohne Buggy zu viel. Da gibt es sechs verschiedene Aufzüge, aber kein erkennbares System dahinter. Man weiß nicht, welcher Aufzug als nächster erscheint, und wenn man drin ist, fährt er natürlich erst mal in die falsche Richtung. Oder er ist schon voll, wenn er sich öffnet. Ohne Buggy könnten wir uns noch mitreinquetschen, aber so müssen wir auf den nächsten warten. Das ist oft lästig und ärgerlich. Und dann wieder sind mehrere Aufzüge gleichzeitig da. Beim Aussteigen sieht man nicht, in welchem Stockwerk man ist. Es ist äußerst gewöhnungsbedürftig, dafür nur die Anzeige im Aufzug zu betrachten, und nicht die erste Zahl die man außerhalb sieht (das ist nämlich das Stockwerk, in dem der Aufzug gegenüber gerade ist). Nachdem wir ein paar Mal darauf reingefallen waren, hatten wir es aber dann gecheckt.

Ich habe einen Trick erfunden, der es mir erlaubt, ohne Handtasche aus dem Zimmer zu gehen. Die Schlüsselkarte befestige ich mit Hilfe einer Dokumentenklammer :innen am Bund meines Rockes. Das hält fest ohne aufzutragen, und ich bin so nicht auf Carsten angewiesen. Wenn ich Bikini trage, kommt die Schlüsselkarte unter einen Arm an die Seite des Bikinioberteils – kann man auch noch mit Dokumentenklammer sichern. Besser wäre es natürlich, wenn Bikinihersteller gleich eine kleine Tasche, in die eine Scheckkarte passt, da einnähen würden. Denn das ist ja ein häufiges Szenario, dass Urlauberinnen die Karte irgendwo unterbringen müssen. Herrenbadehosen haben häufig ja auch eine kleine Tasche, in die ein Schlüssel oder etwas Geld passen. Bikinihöschen sind für so eine Tasche meist zu klein, aber unter dem Arm am Oberteil ist ausreichend Platz für so eine Karte.

Genau wie beim Hinflug musste ich auch beim Rückflug insbesondere beim Steig- und Sinkflug andauernd gähnen. Bei den anderen Fluggästen fiel mir so etwas nicht auf. Ich bin wohl besonders empfindlich, was eine niedrige Sauerstoffkonzentration angeht.
Glücklicherweise hatten wir zusammen drei Sitze gebucht. Sonst wäre es schon verdammt unbequem eng geworden, wenn wir den 15-Kilogramm-Brummer auch noch die ganze Zeit auf dem Schoß hätten halten müssen, wie es sonst für Kinder unter zwei Jahren üblich ist, selbst wenn wir uns abgewechselt hätten. Die zusätzlichen Kosten haben sich wirklich gelohnt.

Obwohl der Urlaub wirklich schön (falls sich das vielleicht anders angehört haben sollte, so liegt es daran, dass ich halt hauptsächlich Auffälligkeiten gebloggt habe, die eben vom Ideal, dessen Beschreibung längst nicht so ausführlich sein kann, abwichen) war, bin ich auch wieder froh, daheim zu sein, denn da bin ich nicht auf andere zur Bedienung angewiesen, sondern bin mein eigener Herr. Es ist gut, wenn wieder alles in den gewohnten Bahnen verläuft.

Ende 3. und letzter Teil.

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Tweets Numero m+4 //2772

In den letzten Wochen ist die Wiederholung meiner früheren Tweets ausgefallen. Aber jetzt komme ich dazu, die Tweets um den letzten Jahreswechsel herum, nämlich vom 27. Dezember 2021 bis zum 12. Januar 2022 als Blogeintrag zu veröffentlichen.

Verleser des Tages: Inflationsrisiko statt Infektionsrisiko
Framing im Radio: „Für uns gilt jetzt … #Ungeimpfte müssen …“
Verhörer des Tages: Verrat statt Fahrrad
Wo Wissenschaft draufsteht, ist leider oft nur politische Propaganda drin.
+Man sollte besser keiner Selbstdeklaration vertrauen. Aufgeschlossen sein, aber nicht leichtgläubig. Skeptisch sein, aber nicht engstirnig. Konsequent sein, aber nicht stur.
Verleser des Tages: inhalieren statt installieren
Sex Confusion //2669 Zweitausendsechshundertneunundsechzig
Ich möchte einen Dank aussprechen an alle Briefträger, Paketboten, Lieferdienste, Spediteure, die trotz Zeitdruck, trotz anstrengendem, schlecht bezahltem Job immer freundlich, zuverlässig und hilfsbereit sind. Vielen Dank für euren Einsatz bei dieser unverzichtbaren Tätigkeit.
Soziale Kontakte werden weit überschätzt.
Verleser des Tages: [man muss mit] Potenzen statt Protesten [rechnen]
Auf Follower, deren Wohlwollen davon abhängt, dass ich in jedem einzelnen Aspekt ihre Gesinnung teile, kann ich verzichten.
Verschreiber des Tages: üblen statt üblichen [Verfahren]
Es gelüstet mich nach Spekulatius mit Kokos, Ananas und Käse. Ersatzweise auch Hawaii-Pizza mit Kokosraspeln, Zimt, Nelken und Kardamom.
#Manspreading ist toxische Männlichkeit. #Mansplaining ist Unterdrückung. #Feminismus2022
Verleser des Tages: Personenwaagen statt Personenwagen
Suchbegriffe etwas später //2668 Zweitausendsechshundertachtundsechzig
Verleser des Tages: Kindersalz statt Kindersitz
Der Steuerzahler zahlt’s ja. Wie menschenverachtend es ist, auszublenden, dass jeder vom Staat ausgegebene Euro doch erst erwirtschaftet werden muss.
Verhörer des Tages: grayed statt great
Hatte heute früh im Bett auch schon eine herrliche Erscheinung. #ErscheinungDesHerrn
Stell dir vor, alle wären infiziert, aber niemand merkt’s. #Gedankenexperiment
Die Astrologen früher am Hofe des Königs haben wenigstens nicht nur auf Worst-Case-Szenarien spekuliert.
Verleser des Tages: Bastlerinnen statt Baslerinnen
Nur wer sich nie festlegt, liegt auch nie falsch.
Neffentreffen //2667 Zweitausendsechshundertsiebenundsechzig
Wollte morgens in der Dämmerung nur schnell was in der Küche abstellen, ohne extra Licht zu machen. Bin über die offene Tür der Spülmaschine gestolpert. Fast gestürzt, beide Schienbeine angeschlagen.
Wir sollten mehr Anstrengungen darauf verwenden, uns dem Klimawandel anzupassen, als zu versuchen, ihn zu verhindern. #NaturDemut
Verleser des Tages: vergröbert statt vergrößert
Chef und Juniorchef gemeinsam in der Badewanne. Für die Chefin ist leider nicht mehr genug Platz.
Virtuelle Platte #Virtualbox vergrößert. Erst Sicherheitskopie erstellt #Backup. Platte auf dynamische Platte geklont und umgewandelt, dann diese resizet. #VBoxManage. Die alte Platte aus der #VM entfernt, und durch die geklonte, dynamische Platte ersetzt.
+Schließlich auf #GParted-Iso gebootet und Datenträgerverwaltung angepasst, damit der zusätzliche Platz auch unter #XP zur Verfügung steht. Musste nach Neustart dann nochmal booten. Funktioniert jetzt.
Verbuchsler des Tages: „eine Tischgräte liegt auf dem Fisch“
Die neueste Quartalsstatistik meines Blogs
+Habe einen Fehler in der Auswertung korrigiert. Sorry.
Verleser des Tages: Stunde statt Studie
Gestern Abend 3mal #DinnerForOne geschaut. Draußen bereits Silvesterknallerei, zu laut für legale Böller. Rücksichtslos, nachts so einen Krach zu machen.
+Das stört und belästigt alle Leute, die ihre Ruhe haben wollen: alte, kranke Menschen, Kinder. Haus- und Wildtiere bekommen Angst und werden verstört. Außerdem stinkt es draußen. Von der Umweltverschmutzung gar nicht zu reden.
Seit zehn Jahren mit dem Chef per Du.
Letzter #Spaziergang des Jahres. Wunderschön sonnig und (vor)frühlingshaft. Dabei ist der Winter gerade erst 10 Tage alt. Danke #Klimawandel. So dürfte es bleiben. Habe doch noch mal Wäsche zum Trocknen nach draußen gehängt.
Erst weite Teile der Bevölkerung ausgrenzen, dann zum Zusammenhalt aufrufen. Nicht #Corona hat die Gesellschaft gespalten, sondern der Umgang damit.
Verleser des Tages: Osterinseln statt Ostseeinseln
Volles Haus //2666 Zweitausendsechshundertsechsundsechzig
Nach dem tränenreichen Abschied ist es jetzt wieder so wunderbar ruhig im Haus.
Verhörer des Tages: Schweineorden statt Schweigeorden
Kinder haben Schnur an alte Kiste gebunden, den jüngsten reingesetzt, und ziehen ihn jetzt quer durch das Haus.
Verleser des Tages: Sample statt Simple
Stiefenkel singen im Duett: „In der Weihnachtsbäckerei“
Wer eine dauerhafte Nutzwirkung behauptet, kann keine dauerhafte Schadwirkung ausschließen.
Verleser des Tages: rhoon statt moon
Sehr kreativ, welche Ideen es gibt, um Impfunwillige zur Impfung zu zwingen. Bspw. höhere Kostenübernahme bei der Krankenversicherung. Gilt das dann auch für Raucher, Fettleibige, Alkoholiker, Extremsportler, ..? Bestimmt hat auch schon jemand die Prügelstrafe vorgeschlagen.

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Catcalling on the Catwalk (part 2) #breakpointUrlaub2022 //2771

Carsten hat eine Rafting-Tour und eine Höhlen-Besichtigung mitgemacht, aber ich blieb lieber im Hotel. Ich wollte mich ausruhen und keine solchen anstrengenden Ausflüge machen. Dafür ist es hier viel zu heiß.

Ich sitze also meist im oder am Pool (flächenmäßig so ziemlich der größte Hotelpool, den ich bisher gesehen habe, aber leider zu flach, um richtig zu schwimmen). So viele Leute liegen auf ihrem Liegestuhl, aber anstatt die schöne Umgebung zu geniesen, tippen sie ständig auf ihrem Smartphone herum.
Außerdem fällt schon eine Korrelation auf, dass der Bikini umso knapper ist, je voluminöser die Person, die darin steckt. String-Tangas bei adipösen Damen will man eigentlich lieber nicht sehen, genauso wenig wie Brüste, die auf sämtlichen Seiten aus dem Oberteil quellen. Drei Raumdimensionen sind dafür nicht genug.
Oder gewisse Damen, die es erstaunlicherweise, obwohl es sämtlichen Gesetzen der Geometrie zu widersprechen scheint, schaffen, sich hinzusetzen oder wieder aufzustehen, ohne allzu sehr mit ihrem überbreiten Hinterteil an den Armlehnen ihres Stuhls hängenzubleiben. Dieses topologische Phänomen benötigt entweder höhere Raumdimensionen, oder die massereichen Objekte selbst verursachen lokale Raumverzerrungen.
Warum nur buchen Personen, die so stark zu Übergewicht neigen einen All-Inclusive-Urlaub? Ich an deren Stelle würde nur Übernachtung (eventuell noch mit Frühstück) buchen, und darauf achten, dass in der näheren Umgebung keine Restaurants sind.

Sonnenbrände sind verbreitet, so dass Personen in allen möglichen shades of color anwesend sind – vom bleichen Urlaubsbeginner über diverse Rothäute, bis hin zu dunkelstem Braun. Wir haben zum Glück von Anfang an konsequent mit Sonnenschutz eingekremt, auch wenn dass irgendwie eklig ist. Meine eigene Haut wird nicht mehr als golden getönt, aber Carsten ist schon nach wenigen Tagen tiefgebräunt.
Wo sind eigentlich die tollen Männer abgeblieben? Überall nur welche mit Zigarette, Tattoos, Wampe, mit Metall perforierte Ohren, Nasen, oder sonstige Körperteile (was ich mir lieber nicht vorstelle). Ist denen die eigene Gesundheit so wenig wert? Warum missachten die so sehr ihren eigenen Körper?
Dann habe ich auch einige gesehen, bei denen oben am Bund der Badeshorts noch ein weiterer Bund herausschaute. Tragen die jetzt – im Wasser! – mehrere Hosen übereinander? Was soll das? Hätte ich nur einen derartigen Fall gesehen, hätte ich auf einen einzelnen Spinner geschlossen. Aber das scheint gar nicht so selten zu sein. Man kann sich nur wundern.

Zum Meer oder zur Promenade kann man eigentlich nur am frühen Abend, wenn es nicht mehr ganz so heiß ist.
Die Promenade zieht sich kilometerlang hin, auf der einen Seite hinter einer kleinen Mauer (auf der man sich notfalls mal ausruhen kann) der Strand, auf der anderen Seite Hotels und Restaurants – auf Dauer recht eintönig, zumal bequeme Sitzbänke selten sind, und wenn, dann meist besetzt.
Also machten wir ein Spiel daraus und zählten auf unserem Spaziergang die verwilderten, aber gut genährten Katzen, die sich gelegentlich längs des Weges aufhielten. Das Motto war, dass wir bei der z.B. zehnten Katze wieder umkehren und zurück zum Hotel laufen. Gerade Johannes war eifrig dabei und hielt Ausschau nach den Katzen, die ich dann jedesmal mit „Hallo, Katze Nummer $n“ begrüßte (was Johannes versucht nachzuahmen). Soweit ich mitbekommen habe, hat keine dieser Katzen an diesem Catcalling Anstoß genommen.

Ich vermisse eine weitläufigere Hotelanlage, einen kleinen Park oder ein Wäldchen, wo man sich ruhig in den Schatten setzen kann. Für künftige Urlaube werde ich darauf achten, dass es so etwas gibt. Und vor allem ein Nichtraucherhotel. Wenn man gerade ein angenehmes kühles Plätzchen gefunden hat, kann man sicher sein, dass drei Meter weiter jemand anfängt zu rauchen, ohne Rücksicht, selbst wenn Kinder in der Nähe sind. Oder wenn man die Morgenfrische auf seinem Balkon sitzend genießen will, ist garantiert jemand auf einem benachbarten Balkon, um seiner luftverpestenden Sucht zu fröhnen. Der Gestank und die Belästigung kann einem den schönsten Urlaub verleiden. [Meinetwegen darf ja jeder soviel rauchen, wie er will, solange es nur nicht in meiner Nähe ist. Das spült Steuern in die Staatskasse, und entlastet auf längere Sicht die Gesundheits- und Rentenkassen.]

Ende 2. Teil. Fortsetzung folgt.

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Catcalling on the Catwalk (part 1) #breakpointUrlaub2022 //2770

Meine Urlaubseindrücke habe ich zum größten Teil bereits im Urlaub geschrieben, ein paar Einzelheiten noch daheim ergänzt. Das WLAN war ausgezeichnet, aber mein Notebook zickte immer wieder herum, so dass ich lieber nicht bloggte (aber immerhin ein paar Tweets absetzte).
Der entstandene Text ist zu lange für einen überschaubaren Blogeintrag, so dass ich ihn in mehrere Teile aufsplitte.

Hätte ich am Flughafen oder im Flugzeug mein Gesicht hinter einer Maske verbergen müssen, hätte ich den Urlaub sausen lassen. Die Vorstellung, in dieser Enge stundenlang mit so einem atembehindernden Ding vor dem Gesicht herumsitzen zu müssen, hätte mich zu sehr abgeschreckt. In eine Tüte atmet man, wenn die Atmung durch Hyperventilation gestört ist, so dass das Blut zu alkalisch wird. Durch das Einatmen der kohlendioxidreichen ausgeatmeten Luft wird dies wieder reguliert. Warum jemand, dessen Atmung normal funktioniert, jetzt nicht nur in eine Tüte, sondern in eine Maske mit weit geringerem Volumen atmen sollte, erschließt sich mir nicht. Wenn mir etwas unangenehm ist und Beklemmung auslöst, kann es nicht gesund sein. Entsprechend sah man im Flughafen und im Flugzeug auch nur ganz vereinzelt Maskenträger. Die meisten Leute wollen diese lästigen Dinger schlicht nicht mehr.
Diesmal wurde ich am Flughafen nicht abgetastet. Sicherheitskontrollen verliefen flott und ohne Vorkommnisse. Dafür dauerten die Passkontrollen umso länger.

Das Hotel trägt seine fünf Sterne ganz zu recht. Große Zimmer, Marmor wohin man sieht, zwei Bäder in unserem Appartment (die sich aber nicht von innen abschließen lassen, was mich schon irgendwie stört). Allerdings ist mir das Servicepersonal viel zu hilfsbereit. Ständig fragen sie mich, ob sie mir noch etwas bringen können. Das geht schon sehr in Richtung Aufdringlichkeit. Viel lieber würde ich mich mit den Getränken selbst bedienen, statt zu warten, bis mir das Personal meine Bestellung aufnimmt und nochmal zu warten, bis es diese dann (hoffentlich korrekt) bringt. Und ich halte es für sehr übertrieben, wie begeistert das Reinigungsspersonal mich begrüßt, wenn es mich in den Gängen sieht. Ein freundlich-zurückhaltendes Merhaba wäre mehr als genug an Aufmerkamkeit, und käme wesentlich authentischer rüber. So wirkt das doch recht unecht und wenig glaubwürdig.
Das nächste Mal wieder (höchstens) vier Sterne. Ich fühle mich einfach viel wohler, wenn ich nicht ständig auf Schritt und Tritt betüdelt werde.

Das Essen ist sehr vielfältig und von ausgezeichneter Qualität. Die Auswahl entspricht zwar nicht unbedingt unseren westlichen Gewohnheiten, aber es findet sich immer etwas leckeres. Und der Nachtisch erst! So viele unterschiedliche Desserts, Kuchen, Baklava, und und und, so dass ich nur einen Bruchteil probieren kann.
Nach anderthalb Tagen begannen meine Oberschenkel:innenseiten, beim Gehen einander zu berühren. Signal für mich, mich beim Essen etwas zurückzunehmen. Denn wenn ich zu dick werde, schmeißt Carsten mich (metaphorisch) raus.
Es gibt hier auch mehrere À-la-carte-Restaurants. Aber wir zogen immer das Hauptrestaurant mit seinen abwechslungsreichen Buffets vor.
Der Kaffee ist gut (spätestens nach drei Tagen wusste ich, in welchem der zahlreichen Restaurants und Bars es den besten Cappuccino gibt), die Cocktails dagegen überzeugen mich leider nicht. Der Alkoholanteil ist halt hier doch ungewohnt niedrig. Nachdem mein Cuba libre aufgrund eines zu hohen Anteils an Limette sehr sauer schmeckte, bestelle ich stattdessen lieber Rum-Cola (oder gleich einen Lang-Eiland-Eistee ). Die sind in Ordnung.

Ende 1. Teil. Fortsetzung folgt.

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Doch noch Urlaub //2769

Jetzt haben wir uns kurzfristig entschlossen, doch noch ein paar Tage in Urlaub zu fahren. Für eine Woche reicht uns die Zeit nicht, aber so vier oder fünf Tage über das Wochenende wären drin.
Niemand hat einen Vorteil davon, wenn wir mit Urlaub noch länger warten. Meine Mutter macht es nicht mehr lebendig. Das Leben geht weiter. Carsten meint, uns allen täte Ablenkung gut.
Zuletzt waren wir vor drei Jahren urlaubsverreist. Wir haben es uns wirklich verdient, mal wieder völlig abzuschalten und zu entspannen. Andere Länder haben mittlerweile auch die Corona-Beschränkungen aufgegeben. Mit irgendwelchen 3G-Nachweisen oder Maskenpflicht würde ich dann doch lieber auf den Urlaub verzichten.
Inflation hin oder her. Gerade wenn das Geld immer weniger wert wird, muss man es ausgeben, solange man noch etwas davon hat.

Last minute war jetzt die Auswahl an Urlaubszielen nicht mehr so groß, weil vieles längst ausgebucht ist. Wichtig ist, dass eine häufige Flugverbinding besteht, so dass es auch mit dem Hinflug klappt, und der nicht in letzter Minute gecancelt wird. Blieben lediglich Mallorca und Antalya (Urlaubsziele, die mich unter Normalbedingungen überhaupt nicht gereizt hätten). Dann wollten wir All-Inclusive bei einem Hotel mit Sandstrand. Und schließlich musste dass Hotel auch geeignet und entsprechend eingerichtet sein, um ein Kleinkind mitzunehmen.
Unsere Requirements reduzierten die Optionen stark, so dass ich schließlich nachgab, und ein Fünf-Sterne-Hotel akzeptierte. Nun ja, wir werden sehen.

Den Kinderreisepass für Johannes bekamen wir überraschend schnell und unbürokratisch. Am meisten Zeit hat es noch gekostet, ein geeignetes Passbild für ihn zu machen.

Da es inzwischen wohl üblich ist, dass in Hotelzimmern WLAN verfügbar ist, melde ich mich vielleicht mal zwischendurch. Oder auch nicht.

PS: Dieser Eintrag war vorgeplant. Wenn er erscheint, sind wir – aller Voraussicht nach – bereits unterwegs.

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Ver*er des Tages //2768

Schon seit etlichen Jahren veröffentliche ich auf Twitter praktisch täglich einen Verleser, Verhörer oder Verschreiber des Tages. Gelegentlich gab es auch stattdessen Versprecher, Verwechsler oder ähnliche Fehlleistungen.

Um Wörter oder kurze Ausdrücke falsch wahrzunehmen, gibt es einige Voraussetzungen, die dies begünstigen. Das menschliche Auge achtet zuerst auf die vorderen, dann die hinteren Buchstaben. Die mittlere Buchstaben werden erst mal überlesen, so dass stattdessen andere Buchstaben hineingedeutet werden können. Gefördert wird das von einer ähnlichen Länge des Wortes (muss aber nicht unbedingt sein). Wenn Ober- und Unterlängen der Buchstaben gleich sind, verwechselt man sie leicht. Manchmal tun Ligaturen ihr übriges. Es kommt vor, dass Teile eines Wortes rein optisch nicht gesehen werden können, etwa weil sie verdeckt sind, oder die Beleuchtung schlecht. Und freilich hat der Font auch einen Einfluss.
Bei Verschreibern (müssen übrigens nicht unbedingt meine eigenen sein, manchmal entdecke ich auch Verschreiber in fremden Texten) gibt es relativ häufig Dreher, d.h. dass zwei aufeinander folgende Buchstaben vertauscht sind. Manchmal erwischt man beim Tippen eine benachbarte Taste – vorher, nachher, oder anstatt. Es kommt vor, dass Buchstaben ausgelassen werden, oder mehrfach erscheinen. Das sind üblicherweise reine Tippfehler, insbesondere beim schnellen Schreiben. Mit Schreibfehlern (also der Unkenntnis der orthographisch korrekten Schreibweise) hat das meist nichts zu tun, höchstens Schusseligkeit, wenn man in der Eile halt gerade mal nicht genau genug aufpasst.
Verhörer passieren mir teilweise, weil ich D und T, sowie B und P schlecht auseinander halten kann. Öfter sind aber solche, bei denen andere Lautkombinationen sich halt anders anhören, als sie gesprochen wurden. Manchmal ist die undeutliche Aussprache des Sprechers ursächlich, manchmal auch unzureichende akustische Verhältnisse. Auch die Betonung einzelner Silben kann einen Unterschied machen.

Häufig werden Assoziationen hervorgerufen oder Erinnerungen geweckt. Inwiefern dabei manchmal eine Freud’scher Komponente dahinterstecken könnte, lassen wir mal außen vor.
Manche Verleser sind nur witzig, wenn man den Kontext kennt. Deshalb schreibe ich den ggf. in eckigen Klammern dazu.
Bestimmt hätte ich mir im Laufe der Zeit solche kleinen Irrtümer abtrainieren, oder zumindest deutlich reduzieren können, indem ich Texte aufmerksamer und gründlicher lese, statt einfach nur mal grob drüberzusehen. Im Gegenteil habe ich mich bemüht, aufgeschlossen zu bleiben, und gerade solche Ähnlichkeiten, die zu Verlesern u. dgl. führen, bewusster wahrzunehmen. In gewisser Weise habe ich diese Vertuer kultiviert. Ich habe auch beobachtet, dass ich Phasen habe, in denen ich besonders anfällig für Verleser bin. Ob es einen Zusammenhang mit meinem Menstruationszyklus gibt, kann ich derzeit aber noch nicht erkennen.
Ein paar Mal sind mir wirklich originelle Verleser aufgefallen, die ich gerne geteilt hätte, aber ich bin nicht gleich dazu gekommen, sie zu notieren, und aufgrund von Ablenkungen oder anderen Angelegenheiten, die meine Beachtung erforderten, waren sie nicht dauerhaft in meinem Gedächtnis gespeichert. Schade. Vielleicht tauchen sie ja irgendwann mal wieder auf.
[Gerade gestern Abend erst wieder hatte ich beim Fernsehen einen Verhörer. Hab ihn nicht gleich aufgeschrieben, und dann war er weg. Obwohl ich noch länger überlegte, und versuchte, ihn aus den Untiefen meiner Kurzzeiterinnerung zu holen, gelang das nicht.]

Nach und nach habe ich ganze Listen mit solchen Vertuern zusammengetragen, aus denen ich täglich eine Auswahl treffe. Das heißt, dass der tägliche Tweet oft schon älter ist, gelegentlich aber auch tagesaktuell. Insbesondere meine Verleserliste ist ziemlich umgangreich geworden. Dabei sind aber auch viele recht triviale Verleser, oder ähnliche denen, die ich bereits hatte (ich bemühe mich ja, keine Dubletten zu twittern, trotzdem rutscht mir schon mal eine Wiederholung mit durch). Manche Verleser sind unangemessen, geschmacklos bis vulgär, so dass ich zögere, sie öffentlich zu machen. Einige sind schlicht veraltet, weil sie sich auf früher aktuelle Gegebenheiten beziehen. Andere haben einen zu starken Bezug zu meiner privaten oder beruflichen Umgebung, so dass sie meine Annenühmität schwächen könnten.
Die Verschreiberliste ist dagegen recht kurz, so dass ich Verschreiber seltener bringen sollte.

Es kommt vor, dass ich auch von anderen Personen Verleser entdecke. Manchmal werden sie mir sogar ausdrücklich zugetragen. Die nehme ich gerne zur Kenntnis. Es sind schöne dabei. Allerdings teile ich die dann nicht weiter, zumindest nicht bewusst. Ausnahmen mag es geben.

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Regellos //2767

Jetzt bin ich völlig aus meinem Blogrhythmus gekommen.
Ich werde mir aber im August nicht mehr die Mühe geben, möglichst schnell wieder in Phase zu kommen. Niemand macht mir Druck, alle zwei Tage zu bloggen.
Suchanfragen und Tweets brauchen auch nicht an einem festen Datum zu erscheinen.
Ich lasse das für den Rest des Monats ganz entspannt angehen, und blogge, wie’s halt gerade kommt.

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Bedrückendes Vermächtnis //2766

Als ich die ganzen schriftlichen Unterlagen meiner Mutter durchschaute, fiel mir auch ihr Impfpass in die Hände. Sie war noch Anfang Juli gegen Covid geimpft worden.
Nachdem es meiner Mutter nach ihrer ersten Impfung eine Woche lang sehr schlecht gegangen war, hatte sie sich immer geweigert, sich nochmals impfen zu lassen. Deshalb war ich erstaunt.
Ich fragte Sabine, was es damit auf sich hatte. Sie berichtete, dass die Ärzte Druck auf sie ausgeübt hätten, indem sie ihr sagten, dass sie ohne Impfung vielleicht nicht zur Reha dürfe. Schließlich habe meine Mutter nachgegeben, und diesmal die Impfung auch besser vertragen (nur zwei Tage unpässlich).

Inzwischen waren wir eigentlich im Wesentlichen mit dem Auflösen des mütterlichen Haushalts fertig. Es gab keinen Grund, noch länger hier zu bleiben. Mit dem Rest würde Sabine auch alleine, bzw. mit der Unterstützung ihrer Familie, fertig. Johannes schien mittlerweile Heimweh zu haben und vermisste seinen Vater. Dazu kam, dass ich meine Verpflichtungen in der Firma allmählich nicht mehr weiter aufschieben konnte.
Ziemlich kurzfristig entschloss ich mich also, wieder zurück in die Stadt fahren. Leider hatte Carsten inzwischen einen Termin ausgemacht, so dass er uns nicht abholen könnte. Er bot mir zwar an, das Vorhaben zu verschieben, aber ich erklärte, dass ich auch so zurecht käme (inzwischen gibt es ja an allen Bahnhöfen Aufzüge, so dass ich mit Buggy und Gepäck nicht die Treppe der Unterführung runter und wieder rauf muss), und schließlich mein 9-Euro-Ticket noch ausnutzen wolle.

Die Vorstellung, zwei Stunden mit Maske im Zug sitzen zu müssen, hätte mich abgeschreckt. Aber da man (je nach Verbindung) zwei- oder dreimal umsteigen muss, war die längste Zeitspanne kaum länger als eine halbe Stunde. Danach kann man an den Bahnsteigen, während man wartet, wieder frische Luft schnappen (sofern man nicht von Rauchern belästigt wird).
Der größte Teil der Strecke verlief dann auch relativ entspannt. Nur einer der Züge hatte Verspätung. Obwohl der Zug bereits da war (und auf einen anderen wartete) blieben wir bis kurz vor Abfahrt im Schatten im Wartehäuschen sitzen, da ich drinnen im Zug Maske hätte tragen müssen.
Aufgrund der Verspätung war der Anschlusszug bereits weg. Das machte aber nichts, weil der nächste schon bald fuhr, und ich so wenigstens genug Zeit hatte, ohne Maske durchzuatmen.

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Ein Lebenszeichen //2765

Ich kann mal kurz den Internetzugang meines Schwagers nutzen, und poste schnell den Text, den ich offline vorbereitet habe.

So sind wir also dabei, das Haus meiner Mutter auszuräumen.
So viele Erinnerungen kommen hoch! Es schmerzt mich, viele Sachen wegzuwerfen, obwohl sie noch einwandfrei und brauchbar sind. Nicht nur die Möbel und Kleider, auch Küchenutensilien, der ganze Kleinkram, ..
Sabine übernimmt ja einiges, aber sie hat selbst einen kompletten Haushalt, und nicht genug Platz, alles unterzubringen.
Lampen und Vorhänge lassen wir drin. Die können die Mieter noch gebrauchen. Ebenso ein paar Kleinmöbel wie Garderobenschrank, weil der maßgeschreinert für die kleine Nische im Flur ist.

Und dann gibt es noch ordnerweise Papierkram. Mit der Durchsicht habe ich jetzt angefangen. Mein Vater hat früher ja immer alles ganz korrekt, um nicht zu sagen pedantisch, abgeheftet. Dann war er dazu nicht mehr in der Lage. Die letzten paar Jahre sind völlig durcheinander und konfus. Meine Mutter hat es mit den Dokumenten dann nicht so genau genommen (vielleicht war sie damit auch überfordert), und einfach alles chronologisch in den gleicher Ordner geheftet, egal ob es eine Rechnung war, die Bankauszüge, Steuerunterlagen, die Telefonabrechnung, oder was auch immer.
Ich muss da jetzt einigermaßen Ordnung hineinbringen. Es graust mich.
Wie es aussieht, wird sich das Auflösen des Haushalts noch länger hinziehen, als ich gedacht hatte. Wenigstens habe ich keine dringenden Termine, da ich mir den August weitgehend freigehalten habe, um eventuell kurzfristig in Urlaub fahren zu können. Tja, anders gekommen.
Wenigstens Johannes ist gut drauf. Ihm gefällt es, die Zeit mit seinen Cousins und Cousinen zu verbringen.

[Wie ich inzwischen noch von der Frau eines entfernten Verwandten erfahren habe, die im Krankenhaus arbeitet, wäre meine Mutter zu normalen Zeiten im Krankenzimmer an einen Überwachungsmonitor angeschlossen worden. Aber es war keiner verfügbar. Sie haben dort nur wenige, von denen ein paar kaputt sind, und derzeit nicht repariert werden können, weil es weder passende Ersatzteile noch dafür qualifizierte Techniker gibt.
Außerdem deutete sie an, dass die Kompressionsstrümpfe nicht richtig gepasst hätten.]

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Auflösung //2764

Nach dem Tod meiner Mutter steht momentan ihr Haus leer. Sabine und ich teilen uns das Erbe zu gleichen Teilen. Wir sind überein gekommen, das Haus zu vermieten.
Übermäßig eilig hätten wir es damit zwar nicht (bis zum Winter wäre schon zweckmäßig, damit es beheizt wird, sonst könnten die Wasserleitungsrohre einfrieren), aber eine Bekannte hat Sabine darauf angesprochen, dass sie eine Familie kennt, die (ziemlich dringend) eine Wohnung in der Gegend sucht, und das Haus wäre geeignet. Also waren wir einverstanden.
Es scheint vielleicht ein wenig überstürzt, aber diese Lösung ist am einfachsten. Denn in der alten Heimat ist es sonst nicht so leicht, einen seriösen Mieter für so ein Wohnhaus samt Grundstück zu finden.
Die Miete und die Nebenkosten sollen zunächst an Sabine überwiesen werden. Wenn es nicht wegen Johannes wäre, dessen Ansprüche ich sichern muss, würde ich auf meinen Anteil ja ganz verzichten. Aber so wird mir Sabine etwa 40% der Kaltmiete überweisen. Den größeren Teil behält sie, weil sie ja auch mehr Arbeit damit hat. Meinen Anteil werde ich für Johannes anlegen.

Damit die Mieter noch im September einziehen können, muss der Haushalt jetzt zügig aufgelöst werden und das Haus ausgeräumt. Sabine hat mit ihrer Familie schon einiges angefangen. Ich werde ein paar Tage in die Alte Heimat fahren, um ebenfalls mitzumachen. Zum einen sind noch viele Sachen von mir dort, die ich wohl entweder wegschmeißen oder hierher transportieren muss (zeitweise kann ich einenTeil noch bei Sabine unterstellen).
Ein paar Reparaturen und kleinere Umbauten werden auch noch nötig sein.

Ich war nicht schlüssig, was ich mit Johannes machen soll. Sabine schlug vor, ihn mitzubringen. Heidi hat ja Ferien. Sie passt gerne auf ihn auf, während ich im Haus arbeite. Und David und Kristina würden sich auf Johannes als Spielgefährten freuen. Also nehme ich ihn mit.
Deshalb bin ich die nächsten Tage weg, und werde nur wenig Gelegenheit haben, online zu gehen.
Zum Glück ist Urlaubszeit. Da ist in der Firma wenig los. Die müssen halt mal ein paar Tage ohne mich auskommen. Für dringende Angelegenheiten habe ich Stellvertreter, bzw. Carsten wird sich darum kümmern und hält Kontakt.

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Die Messtess //2763

Ein Mitarbeiter hatte mich gebeten, seine Tochter vor Beginn ihres Medizinstudiums als Werkstudentin einzustellen. Ich hatte da schon mal schlechte Erfahrungen gemacht, und war skeptisch. Er versicherte mir jedoch, dass sie hochmotiviert sei, und unbedingt messen wolle. Nun ja, ich wollte unvoreingenommen bleiben und ihr eine Chance geben.
Im Entwicklungslabor gibt es immer Messaufgaben, da würde sich schon etwas finden. Ich hatte keine Zeit, mich weiter damit abzugeben, und sagte ihm, dass seine Tochter ihre Bewerbungsunterlagen an die Personalabteilung schicken solle. Dann würde das arrangiert.

Die meisten unserer Messreihen laufen (zumindest teil-) automatisiert über verschiedene Schnittstellen. Trotzdem muss jemand den Aufbau vorbereiten, die Messreihe anstoßen, überwachen, die Daten aufzeichnen, protokollieren und später auswerten. Vieles davon müssen erfahrerene Mitarbeiter machen. Aber zeitweise reicht es auch, dass jemand anwesend ist, und nur hin und wieder einen Knopf drückt. Das ist nicht weiter schwierig.
Dann gibt es gelegentlich auch Messungen, bei denen man tatsächlich manuell selbst messen muss. Aber um dies selbstständig durchzuführen, ist eine gewisse Einarbeitung nötig, und einige Vorkenntnisse zweckmäßig. MINT-Studenten nach einigen Semestern Studium sind dafür i.A. gut geeignet.

So. Und jetzt sitzt dieses Mädchen völlig verloren zwischen Ossis und anderen Messgeräten, und hat keine Ahnung, um was es geht. Ich hatte sie gebeten, einen Ossi schon mal anzuschließen, aber sie schaute mich völlig verständnislos an, und zerrte erfolglos am Bajonettverschluss herum (woran nicht nur die unpraktisch langen Fingernägel schuld waren).
Also fragte ich sie, was los sei. Sie erzählte mir dann etwa folgende Geschichte:
Eine ihrer Freundinnen arbeitet gelegentlich als Messehostess und ist begeistert über diesen Job. Deshalb horchte sie auf, als ihr Vater irgendwann nebenbei erwähnte, dass es bei uns Aufgaben mit Messen gäbe. Das Gespräch entwickelte sich weiter, dass sie gerne in den Ferien auch so etwas arbeiten würde. Daraufhin kontaktierte mich ihr Vater.
Es war wohl wirklich ein Missverständnis zwischen Tochter und Vater, worum es bei „Messen“ ginge. What a mess! Immerhin wollte sie keine heiligen oder schwarzen Messen besuchen.

Tja, aber was mache ich jetzt mit ihr? Im Entwicklungslabor zu arbeiten, überfordert sie völlig. Da kostet sie die betreuenden Mitarbeiter mehr Zeit, als sie produktiv arbeitet. Man müsste ihr ja jede Kleinigkeit erst langwierig erklären.
Ich hoffe, dass sie im Vertrieb mehr mit ihr anfangen können, vielleicht in der Qualitätssicherung, notfalls soll sie ins Marketing. Irgendwo wird man schon eine Aufgabe für sie finden, wo sie halbwegs ihre Bezahlung abarbeiten kann.
Das ist das letzte Mal, dass ich einem Mitarbeiter so einen Gefallen getan habe, ohne die betreffende Person vorher genauer unter die Lupe genommen zu haben.
Dabei waren ihre Noten in den MINT-Fächern noch nicht einmal auffällig gewesen (mag jeder selbst daraus seine Schlüsse ziehen).
Es gab ja durchaus schon Mitarbeiterkinder, die hier sehr engagiert, geschickt und tüchtig gearbeitet haben. Oder auch Leonie.

Im Nachhinein lässt sich freilich leicht sagen, dass es mir zu denken hätte geben müssen, dass eine zukünftige Medizinstudentin messen will. Aber tatsächlich kam mir das gar nicht verwunderlich vor. Schließlich müssen Ärzte ja auch oft Messungen durchführen, und wenn’s nur der Blutdruck oder die Körpertemperatur ist. Für viele diagnostische Verfahren sind Messungen, bzw. deren Auswertung nötig. Aus gutem Grund müssen Medizinstudenten am Anfang ihres Studiums ein physikalisches Grundpraktikum absolvieren. Auch dafür wäre eine gewisse Messerfahrung sehr zweckmäßig und wünschenswert. Da hätte sie sich von ihren Kommilitonen durch ihre Kompetenz abgehoben. Der Wunsch „was mit Messen“ zu machen, erschien mir also sogar als positives Kriterium, da sie scheinbar so viel Einsicht und Lerneifer zeigte, wie ich es von medizinisch orientierten Personen gar nicht erwartet hätte.

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Wer viel misst, misst Mist“. Verlässliche Messungen zu machen, ist bei weitem nicht so einfach, wie das unbedarfte Personen oft denken. Man muss dabei vieles berücksichtigen, was Laien meistens überhaupt nicht bewusst ist. Vieles lernt man erst im Laufe der Zeit durch Erfahrung.
Studienanfänger praktisch aller naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge, aber auch von Medizin und einiger anderer Fächer beginnen deshalb ihr Studium mit einem physikalischen Grundpraktikum, bei dem einfache Versuche der Mechanik, Optik, Wärme- und Elektrizitätslehre durchgeführt werden müssen. Meines Wissens vertiefen nur Physikstudenten das dahinterstehende theoretische Fundament (durch z.B. Fehlerrechnung oder spezielle Auswertungsmethoden). Aber was beispielsweise eine Parallaxe ist, oder wie man einen Nonius abliest, sollte eigentlich jeder lernen.
Gerade als Anfänger kann man so viel falsch machen. Das fängt damit an, Abstände irgendwie schräg zu messen, bis .. the sky is the limit. Bei vielen Messungen, die bei Laien anfallen, werden sie mittlerweile durch ausgeklügelte Software unterstützt, bis hin zur künstlichen Intelligenz, die gerade bei medizinischen Befundungen immer aussagekräftiger wird.

Tja, .. arglos hatte ich tatsächlich angenommen, der zukünftigen Medizinstudentin ginge es nicht nur darum, ein paar Wochen lang Geld zu verdienen (was völlig legitim ist), sondern auch zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Da habe ich mich (mal wieder) getäuscht.

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Tweets Numero m+3 //2762

Letztes Wochenende sind die Tweets aus bekannten Gründen ausgefallen. Da passt es ganz gut, dass dieser Juli fünf Wochenenden hat, so dass ich die Wiederholung der Tweets vom 8. bis 27. Dezember 2021 nachholen kann.

Fifty Tweets of May //2665 Zweitausendsechshundertfünfundsechzig
Verschreiber des Tages: Zumuttung statt Zumutung
Maskiertes Lächeln. Umarmung auf Distanz. Kontaktlose Küsse. Die Nadel dringt in den Körper ein.
Verleser des Tages: [mit] Entsetzen statt Einsetzen
Tränen in meinen Augen. Die Zwiebeln hatten’s in sich. #breakpointKocht
Grrr! Hab wieder mal meine Haare mit ins Kopftuch eingeknotet.
Verleser des Tages: Schlaumeier statt Steinmeier
Letzter regulärer Arbeitstag 2021. Wäre ohne besondere Vorkommnisse, wenn die Kunden nicht plötzlich scharenweise anfragten, ob wir #Log4J nutzen.
Verhörer des Tages: Pharma statt Farmer
Überholt //2664 Zweitausendsechshundertvierundsechzig
Kunden, die mir Bildschirmfotos (!) mit über 12 MB schicken, um eine Meldung zu illustrieren, bei der 80 Zeichen Text auch gereicht hätten.
Verleser des Tages: Woke-Gemüse statt Wok-Gemüse
#Winterbeginn #Sonnenwende 21. Dezember 16:59 UTC+1. Minimum erreicht. Jetzt geht’s wieder aufwärts.
Verleser des Tages: Novosyx statt Novavax
Empathie ist häufig lediglich ein Euphemismus für Projektion.
Verschreiber des Tages: Käfer statt Käufer
Residual Eigenvalue //2663 Zweitausendsechshundertdreiundsechzig
Ich weiß nicht einmal, was mich am meisten stört, wenn ich erfahre, dass jemand „Globulis“ einnimmt. #Homöopathie #Syntaxsünde
Verleser des Tages: Infektionsherd statt Induktionsherd
Ich bin ja ein Fan von geschmolzenem #Käse. Gegen #Kirschwasser habe ich auch nichts. Aber beides bei #Fondue zusammengemischt, schmeckt dann einfach eklig.
Diese Radfahrer machen die ganzen Fußwege kaputt.
Verleser des Tages: password statt passport
„Weißt du, wo mein #Fuchsschwanz ist?“ – „Nein. Aber ich hab erst was anderes verstanden, und da wüsste ich, wo er ist.“
Ausklang //2662 Zweitausendsechshundertzweiundsechzig
Verhörer des Tages: Zufallstermine statt Zusatztermine
Angeblicher Stand der Wissenschaft: „Influenza harmlos, Myokarditis harmlos, aber #covid die Killerseuche!“
+Zu Galileo Galilei’s Zeiten war es wissenschaftlicher Konsens, dass die Erde Mittelpunkt der Welt ist.
+Über Naturgesetze lässt sich nicht abstimmen. Die Mehrheit hat nicht immer recht.
VPN-Tunnel scheint verstopft zu sein.
Verleser des Tages: Vakuum statt Valium
Schall und Rauch //2661 Zweitausendsechshunderteinundsechzig
Wie rechnet ihr 24*45? #Umfrage #Kopfrechnen (Please RT) [40*24+5*24|20*45+4*45|(24*5)*9|(45*8)*3]
Verleser des Tages: Zwangsimpfung statt Zweitimpfung
Versehentlich #Bio-#Lebkuchen gekauft. Viel zu teuer und schmecken mehlig.
Ich bin Physikerin. Oder meinetwegen generisch Physiker. Aber ganz gewiss nicht „Physiker*in“.
Verschreiber des Tages: Medien statt Median
A Christmess Carol //2660 Zweitausendsechshundertsechzig
Verleser des Tages: Triage statt Trage
#Spaziergang. Mann überlässt mir seine Handschuhe. Die passen zwar nicht zu meiner Kleidung und sind mir zu groß, aber wärmen meine klammen Finger.
Als Prosopagnostikerin habe ich übrigens enorme Schwierigkeiten, optisch die neue Familienministerin von der Außenministerin zu unterscheiden.
Verleser des Tages: [nicht] geimpft statt gekämpft
Ungeboosterte Tweets //2659 Zweitausendsechshundertneunundfünfzig
Stellt euch das Szenario vor: QR-Code muss auf Hand tätowiert werden. Scanner greift auf gewünschte Info in zentraler Datenbank zu. Wie viele Jahre, meint ihr, dauert es noch etwa, bis so etwas (oder ähnlich) zum Standard wird? #Umfrage [bis 2|3 bis 9|10 bis 19|mindestens 20]
Verhörer des Tages: [besondere] „Art Sprüche“ statt Ansprüche
Belgische Pralinen werden überschätzt.
Verleser des Tages: Rehkitz statt Regnitz
Momentaufnahme //2658 Zweitausendsechshundertachtundfünfzig
Verleser des Tages: Uschilein statt Urschleim
Bin im Jahresendspurt und komme z.Z. zu sonst gar nichts. Sogar die traditionellen #Nikolauswitze mit Rute, Sack und Nüssen habe ich diesmal vergessen.
Versprecher des Tages: „Baerbeck und Habock“

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