Ikosanniversium //1677

Vor etwa zwanzig Jahren hatte ich begonnen zu studieren. Dies hatte mein Leben völlig verändert. Nicht nur, dass ich aus dem stockkatholischen Kleinstadtmief herauskam. Nein, mir eröffnete sich eine völlig neue Welt.
Im Rückblick erscheint es mir, als hätte ich das mir während des Studiums vermittelte Wissen wie ein Schwamm aufgesogen. Während meiner Jugend war ich doch ziemlich abgeschnitten gewesen von einer aufgeschlossenen Gesellschaft und von (heute selbstverständlichen) Informationsquellen. Da ich es nicht anders kannte, hatte mir das damals gar nicht so viel ausgemacht. Ich war halt immer etwas sonderlich gewesen, aber da ich sehr ruhig und introvertiert war, war dies in meiner Umgebung gar nicht aufgefallen.
In einer Großstadt und dem universitären Umfeld blühte ich auf, traf erstmals auf Gleichgesinnte. .. nahm Gesangsunterricht, lernte Spanisch, besuchte Philosophievorlesungen, .. Ich entwickelte Selbstvertrauen, eine gewisse Souveränität und eine weit offenere Persönlichkeit. Aus der unscheinbaren, schüchternen Bohnenstange wurde eine selbstsichere, attraktive junge Frau.
Die Metamorphose verlief nicht schlagartig, das war ein längerer Prozess, der aber im wesentlichen (jedoch nicht völlig) mit meinem Studium synchron lief.

Im Sommer hatte sich mein Abitur zum zwanzigsten Mal gejährt. Ich war auch zu einer Feier meiner alten Abituria eingeladen worden. Zeitlich war der Termin für mich ungünstig gelegen, aber ich hätte es sicher irgendwie einrichten können, wenn mir die Teilnahme daran wichtig gewesen wäre.
Aber ich habe jetzt nicht so positive Erinnerungen an meinen Abiturjahrgang. Mit einigen Kollegiatinnen hatte ich noch einige Zeit lang Kontakt, bis diese irgendwann nicht mehr antworteten (nur von Kathrin höre ich noch gelegentlich). Aber es ist jetzt niemand dabei, den ich unbedingt mal wieder hätte treffen wollen. Die meisten kannte ich schon damals nur vom Namen, etliche flüchtig, ohne näher befreundet zu sein, und einige zwar besser, aber nicht so gut, um Wert auf ein Wiedersehen zu legen. Ich bin eh kein geselliger Mensch, sondern eher Außenseiterin, und mag solche Veranstaltungen nicht.
Also sagte ich ab. Von Kathrin habe ich gehört, dass etwa die Hälfte des Jahrgangs gekommen war – eben hauptsächlich die Leute die sowieso noch dort in der Gegend wohnen.

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 8 Kommentare

Schwägerliche Trennung //1676

Norbert und Yvonne haben sich getrennt. Zwischen beiden hatte es schon länger gekriselt. Irgendwelche Einzelheiten weiß ich aber nicht sicher.

Yvonne ist aus der Stadt weggezogen. Das ist besonders für Verena ein schwerer Verlust, denn Yvonne ist öfter mal als Babysitterin eingesprungen und hat auf ihre Kinder aufgepasst.
Sophie und Niklas haben zwar inzwischen Betreuungsplätze, aber es fehlt trotzdem die Redundanz, denn Sonja muss ja auch arbeiten und hat keine Zeit. Lukas hat inzwischen die Uni gewechselt und steht auch nicht mehr zur Verfügung.

Nun ja, das ist alles nicht mein Problem.
Solange niemand auf die Idee kommt, die Stiefoma könnte sich mal um die Kinder kümmern.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 13 Kommentare

breakpoint’s Wayback Archive #12 //1675

Wayback zum 2. bis 17. September 2012.

Da das Wetter kühl geworden war, zog ich ein T-Shirt mit Firmenlogo über.
Wir erfuhren von Verena’s Schwangerschaft.
Ich hatte Probleme mit den USB-Geräten an meinem Rechner.
Aus Mangel an besseren Themen erinnerte ich mich, mit was ich als Kind gespielt hatte.
Als mich ein langjähriger Freund kontaktierte, lehnte ich ein Treffen ab.
Auf einem Spaziergang gab es Unannehmlichkeiten mit einem Hund und Brennesseln.
Carsten und ich waren seit genau einem halben Jahr zusammen.
Ich lästerte zum ersten Mal über die 50 Graustufen.
Es gab nur unwesentliche Neuigkeiten.
Ich beschrieb, wie ein typisches Wochenende üblicherweise bei uns abläuft.
Es stellte sich die Frage, was man mit überschüssigen Stecknadeln noch sinnvolles anfangen kann.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Geködert durch Etikettenschwindel //1674

Am Donnerstagabend hatte ich auf Arte den Film „Elementarteilchen“ gesehen.
Offen gesagt – das war Vorspiegelung falscher Tatsachen! Der Film hatte überhaupt nichts mit Elementarteilchen zu tun, und hat mir nur meine Zeit gestohlen.
Ziemlich am Anfang wurden zwar mal Elementarteilchen erwähnt, aber lediglich gesagt, die seien nicht weiter „zerlegbar“. Das zeugt nicht gerade von naturwissenschaftlichem Verständnis. Das Konzept der Zerlegbarkeit ist auf Elementarteilchen überhaupt nicht anwendbar. Erst vor ein paar Tagen hatte ich hier den Dualismus von Teilchen und Welle angesprochen.
Wenn man Elementarteilchen mit hoher Energie aufeinanderschießt (wie dies z.B. bei CERN gemacht wird), so kann eine Vielzahl neuer Elementarteilchen entstehen.
Diesen Film, der auch einige geschmacklose Szenen (nach der Szene mit der Katze hätte ich am liebsten ausgeschaltet, bloß die Hoffnung, dass der Film seinem Titel doch noch gerecht wird, ließ mich weiterschauen) enthielt, nach Elementarteilchen zu benennen, ist eine Irreführung der Zuschauer und eine Respektlosigkeit gegenüber der Wissenschaft.

So ähnlich ging es mir vor einigen Jahren auch, als ich den Roman „Die Mathematik der Nina Gluckstein“ gelesen habe. Hatte gar nichts mit Mathematik zu tun, dafür einen unschönen Schreibstil. Nachdem der Titel schon Fake war, sollte man die Autorin auch sonst nicht zu wörtlich nehmen.

Vor längerer Zeit hatte ich mal einen Film namens „Source Code“ gesehen. An Einzelheiten erinnere ich mich nicht mehr, nur dass der Film eine große Enttäuschung war.

Manche Titel versprechen mehr als sie halten.
Dass es bei „50 Shades of Grey“ nicht um Bildverarbeitung geht, wie man eigentlich aufgrund des Titels vermuten würde, hat sich inzwischen zwar größtenteils herumgesprochen. Dennoch ist auch hier ein Etikettenschwindel am Werk.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 20 Kommentare

Kein Freitag-der-13-te-Problem //1673

Bei meinen Jungs gibt es derzeit Probleme mit einem Timeout.
Mehrere Threads laufen gleichzeitig. Ich habe den Eindruck, dass sich da irgendwann etwas überholt.
Der eigentliche Fehler ist tief in den Eingeweiden der API verborgen, so dass sich das Problem nicht sauber debuggen lässt.
Dieser Timeout hat zur Folge, dass bestimmte Objekte bereits erzeugt sind, aber nicht mehr auf sie zugegriffen werden kann, weil ihre Adresse verloren gegangen ist. Also ein Speicherleak, wenn auch nur wenige Kilobyte. Schwererwiegend ist, dass dadurch das ganze Programm in einen undefinierten Zustand gerät.

Ich bin inzwischen mit meinem Latein (und sonstigen Sprachen) ziemlich am Ende. Vermutlich sind die Threads an irgendeiner Stelle doch nicht ganz sauber aufgesetzt oder synchronisiert.
Wenn wir die Fehlerursache schon nicht lokalisieren können, müssen wir wenigstens einen Workaround entwickeln, damit die Software ordentlich läuft.

Ich setze auf die geballte Kompetenz meiner Mitarbeiter, eine Lösung zu finden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 23 Kommentare

Zwischen Entweder und Oder //1672

Wenn ich etwas von der Quantenmechanik gelernt habe, dann, dass zwei Zustände durchaus simultan bestehen können, auch wenn sie einander eigentlich ausschließen.

Einstein hat ja seinen Nobbi nicht (wie oft fälschlich angenommen) für die Relativitätstheorien bekommen, sondern für die Beschreibung des lichtelektrischen Effekts.
Man hatte beobachtet, dass bei Bestrahlung von Metalloberflächen mit Licht Elektronen aus der Atomhülle der Metalle herausgelöst werden, und so ein elektrischer Strom fließt.
Dies stand damals in eklatantem Widerspruch zu dem, was man zu wissen glaubte. Licht wurde als reines Wellenphänomen gesehen. Dabei trifft viel zu wenig Energie auf ein einzelnes Atom, um irgendetwas bewirken zu können, insbesondere um ein Elektron aus der Hülle zu kicken.
Aber das Experiment sagte etwas anderes. Das Licht verhielt sich wie ein Strom korpuskularer Teilchen.
Damals wurde der Dualismus zwischen Teilchen und Welle erkannt. Je nach Kontext verhält sich Licht wie eine Welle oder wie Teilchen (Photonen).

In der Mathematik schließen sich A und Nicht-A aus, ohne dass es eine Schnittmenge gibt. Wer in der Mathematik einen Widerspruch findet, hat dadurch die Grundannahme widerlegt (reductio ad absurdum).
Für quantenphysikalische Teilchen gilt das nicht. Sie können gleichzeitig in mehreren unvereinbaren Zuständen vorliegen. Man bezeichnet dies als Superposition. Erst durch eine Messung kann man das System zwingen, sich auf einen Zustand festzulegen. Die Schrödinger-Katze habe ich hier schon öfters erwähnt.

Oder man schießt Elektronen durch einen Doppelspalt. Dahinter entstehen Beugungsmuster, als ob eine Welle die Versuchsanordnung passiert hätte. Aber es waren Elektronen, die man sich als winzige, elektrisch geladene Globuli vorstellen kann. Aber durch welchen der beiden Spalte ist ein konkretes Elektron geflogen? Durch beide, denn auch hier gilt der Welle-Teilchen-Dualismus.

Das alles ist erst einmal schwer vorstellbar, weil unsere Alltagswelt oft binär schwarzweiß malt. Aber es gibt nicht nur Entweder-Oder, sondern auch einiges dazwischen oder einander überlappend. Manchmal ist einiges an Abstraktionsvermögen nötig, um scheinbare Widersprüche oder Inkonsistenzen aufzulösen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 12 Kommentare

Rauf mit der #Frauenquote! //1671

Leider scheint doch nichts aus dem geplanten Betriebschor zu werden. Insgesamt haben sich zwar 15 interessierte Mitarbeiter gemeldet, aber es ist nur eine einzige Altistin dabei, und das ist zu wenig (zumal sie auch keine sichere Sängerin ist). Wir brauchen pro Stimme mindestens zwei oder drei Sänger, damit nicht einer alleine alles stemmen muss, und eine gewisse Redundanz da ist (schließlich fällt auch ab und zu jemand aus wegen Krankheit, Urlaub, Dienstreise). Und ich weiß auch nicht, ob alle auf Dauer mitsingen (insbesondere wenn die Chorproben irgendwann in den Feierabend gelegt werden).

Beim Sopran sind wir zu dritt, und Tenor und Bass sind auch gut besetzt. Schließlich habe ich bei allen Entwicklern und den IT-lern selbst fleißig die Werbetrommel gerührt.
Aber bei den wenigen Sängerinnen schlägt sich die Verteilung nieder, dass wir in der Firma wesentlich mehr männliche Beschäftigte haben als weibliche.

So ein gemischter Chor ist eine der wenigen Personengruppen, bei denen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis sinnvoll ist.
[Üblicherweise sind Frauenstimmen eine Oktave höher als Männerstimmen (also Frequenzverhältnis 2:1). Während Frauenstimmen sich in Sopran und Alt aufspalten, und Männerstimmen in Tenor und Bass, die jeweils etwa eine Quinte (3:2) auseinander sind, trennt Alt und Tenor nur etwa eine Quarte (4:3). Natürlich überlappen sich die einzelnen Frequenzbereiche. Der Tonumfang eines (eher ungeübten aber nicht völlig unbegabten) Sängers beträgt etwa anderthalb Oktaven. Professionelle Sänger schaffen drei Oktaven oder sogar mehr.]

Ich werde also noch ein wenig Reklame für den Chor machen, insbesondere unter den Mitarbeiterinnen, mit dem Ziel, die Frauenquote des Chores zu steigern. Wenn das nicht klappt, tja, dann bleibt es halt bei dem Versuch, und ich lege die Angelegenheit ad acta.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 12 Kommentare

Herb(stlich)e Gedanken //1670

Nachdem ich den gestrigen Eintrag veröffentlicht hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich häufig – sehr häufig! – etwas nur gemacht hatte, weil mich jemand darum gebeten hatte – sei es als persönlicher Gefallen, oder als Ersatz.

In meine Selbständigkeit bin ich nur gestolpert, weil ich damals angefangen hatte, für einen Freund Software zu schreiben. Dann hat sich der Rest mehr oder weniger daraus entwickelt.
Hier in unserer Firma habe ich ursprünglich nur deshalb Aufgaben übernommen, weil dringend Vertreter nötig waren (das war damals, als wäre ich ins kalte Wasser geschubst worden), und auch auf die Geschäftsführerschaft habe ich mich nur Carsten zuliebe eingelassen.
Die Promotion mache ich ebenfalls nur, weil mich Benjamin wiederholt darum gebeten hat, nicht initiativ aus eigenem Antrieb oder Motivation.

Es fallen mir noch mehr Beispiele ein, aber die Aufzählung hier genügt erst mal, um das Prinzip zu verdeutlichen: Ich habe nur reagiert (so wie eine DLL nicht eigenständig Code ausführt, sondern nur, wenn ein Executable einen Call macht, oder ein (HTTP-)Server passiv auf Requests von Clients wartet, auf die er dann eine Response schickt).
Dies ist für mich momentan eine bittere Erkenntnis, die an meinem Selbstbild rüttelt.

Warum ist das für mich ein Problem?
Nun ja, ich lese regelmäßig bei „Alles Evolution“, und würde das allgemeine Diskussionsklima keinesfalls als frauenfeindlich bezeichnen. Ich diskutiere dort gerne, und werde wohl auch respektiert und akzeptiert. Allerdings gibt es dort schon einzelne Kommentatoren mit recht speziellen Ansichten, deren (pauschale) Äußerungen über Frauen manchmal ins Negative gehen.
Ich konnte das bisher immer an mir abperlen lassen, da es mich nicht betraf, und ich mich nicht gemeint fühlte.
Durch die oben beschriebene Einsicht ist das aber nicht mehr ganz so. Ich frage mich, inwieweit es doch auf mich zutrifft.

Andererseits .. in Schule, Studium, Beruf war ich immer in der Spitzengruppe (lediglich in Sport war ich eine Niete). Ich habe oft genug gezeigt, dass ich gut bin und meine Leistungsfähigkeit bewiesen. Schließlich ist mir auch das Studium nicht in den Schoß gefallen, noch ist mein Erfolg in der beruflichen Selbständigkeit auf den Bäumen gewachsen. Ich habe etliches aus eigener Kraft geschafft und erreicht. Das macht mir bei weitem nicht jeder nach.

Und doch sind da Zweifel .. und Überlegungen, ob ich mein ganzes Potential ausgeschöpft habe, oder vielleicht einfach zu faul und träge, noch mehr Ehrgeiz zu entwickeln.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 26 Kommentare

The Modeling Experience //1669

Es ist schon mehrere Jahre her, als mich ein Bekannter überredete, für einen guten Zweck an einem Fotoshooting teilzunehmen. Da ich offen für eine neue Erfahrung war, ging ich darauf ein.
Zunächst schminkte mich die Stylistin (oder wie sonst die korrekte Berufsbezeichnung lautet) dezent und bereitete mich vor.
Der Fotograf bewunderte meine langen Haare, und hatte die Idee, mich mit wehenden Haaren abzulichten. Dazu musste seine Assistentin mich seitlich mit einem Fön anblasen.
Soweit ich mich erinnere, haben wir uns hauptsächlich über die Auflösung seiner Digitalkamera unterhalten, die mich damals, als ein oder zwei Megapixel im Konsumermarkt üblich waren, sehr beeindruckte.
Ich weiß nicht mehr, ob ich für meinen Zeitaufwand und die Anfahrt eine Aufwandsentschädigung erhielt. Immerhin gab es ein Geschenk als Anerkennung, und nach einigen Wochen bekam ich eine DVD mit den Fotos zugeschickt (lässt sich leider nicht mehr lesen).
Tja, damals war mein Portrait in einer bundesweiten Wanderausstellung in zwanzig bis dreißig Großstädten zu sehen, und längere Zeit auch auf der Website des Organisators (mittlerweile aber schon längst nicht mehr, wobei ich nicht ausschließen kann, dass Kopien noch irgendwo im Internet herumgeistern, aber die sind nicht mit meinem Namen verknüpft).
Einmal war das ja ganz OK, aber auf Dauer würde ich das nicht machen wollen. Es ist schon ziemlich langweilig, und dann muss man so viel mit fremden Menschen kommunizieren.

Noch länger her ist es, als ich zu Studienzeiten bei einem Bekleidungshaus, das gelegentlich Modeschauen veranstaltete, zwei- oder dreimal als Mannequin vertretungsweise einsprang. Die meiste Zeit musste ich nur hinter den Kulissen warten, bis ich dran war, um dann lasziv über den Laufsteg zu schlendern.
Nee, das ist nicht meine Welt. Ich mag lieber mit Zahlen umgehen, als dauernd mit anderen Leuten reden zu müssen. Und das dauernde Umziehen nervt (insbesondere wenn die Kleidung erst noch angepasst werden muss, weil Konfektion ja mit Modelmaßen nicht kompatibel ist). Soll das machen, wer sonst nichts besseres zu tun hat.

Ich hatte auch schon mehrfach abgelehnt, Role Model zu werden. Wenn ich modelliere, dann höchstens SW-Architekturen, und natürlich bin ich Fan des Standardmodells.

So weit hatte ich den Text bereits vor einigen Tagen geschrieben.
Nun gibt es wieder mal eine Hashtag-Aktion #NotHeidisGirl, die sich auf diese Topf-Model-Sendung auf Prosieben bezieht. Das passt irgendwie zum Thema, so dass ich noch kurz meine zwei Cents dazugebe.
Ich gebe zu, dass ich diese Sendung nie gesehen habe, höchstens hin und wieder einen Programmhinweis in den Werbepausen, wenn ich gerade mal wieder TBBT oder Simpsons schaue. Da ging es vor allem um irgendwelche Herumzickereien von Tussis mit nichtssagenden Gesichtern. Die giften sich gegenseitig an, mindestens eine heult rum. Dazwischen eine unsympathische Moderatorin mit unangenehmer Quietschstimme. Das tue ich mir nicht an. Keine Ahnung, warum sich überhaupt jemand so etwas ansehen sollte. Wenn ich (warum auch immer) eine attraktive, schlanke Frau sehen will, so schaue ich in den Spiegel.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare

breakpoint’s Wayback Archive #11 //1668

Wayback zum 13. August bis 1. September 2012.

Telefonisch teilte ich meiner Mutter mit, dass ich Carsten mit zu ihrer Geburtstagsfeier bringen würde.
Ich hatte beruflichen Zeitdruck.
Ein längerer Vertrag mit einem Kunden lief aus.
Mein DSL-Anschluss war ein paar Stunden ausgefallen.
Carsten und ich besuchten die Geburtstagsfeier meiner Mutter.
Mein Drucker war kaputt, so dass ich einen neuen Druckkopf bestellen musste, und auch eine meiner Lieblingssandalen segnete das Zeitliche.
Ich begleitete Carsten für ein paar Tage geschäftlich nach London, wo wir u.a. auch Museen besuchten.
Der Wohnungsvermieter stattete mir einen Besuch ab.
Carsten und ich stellten ein paar Überlegungen an, wie wir unsere Freizeit verbringen könnten.
Ich machte mir einige Gedanken, wie oft ich bloggen soll, und veröffentlichte ein paar statistische Daten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Sehn-gesucht //1667

Aus der Vielseitigkeit der Suchanfragen vom September lässt sich schließen, dass ich in meinem Blog ein sehr abwechslungsreiches Themenspektrum biete.
Viel Vergnügen beim Lesen!

„medizinisch untätig“
Hab‘ ich schon erwähnt, dass ich nicht viel von Ätzten halte?

„breakpoint layer 8“
Das Debuggen gestaltet sich schwierig, da obfusziert.

„betaisierungsversuch“
Betamax soll ja das bessere Videokasettenformat gewesen sein. VHS setzte sich trotzdem durch, weil die Pornobranche es bevorzugte.

„hund besamt frau“
ich weiß schon, warum ich keine Hunde mag.

„du hast zu viele codes eingegeben. versuche es später noch einmal“
Jaja, Unmengen von Code habe ich schon eingegeben, und ich mache es immer wieder.

„flughafen gepäckausgabe dauer“
Eine halbe Stunde sollte man mindestens einplanen. Kann in Einzelfällen zwar deutlich schneller gehen, aber auch wesentlich länger dauern.

„windows wird vorbereitet hängt“
Bäh! Irgendwann hilft nur ausschalten und neustarten. Vielleicht.

„pistazieneis selber machen“
Dafür habe ich kein Rezept.

„netzwerkpriorität windows 10“
Mit den Feinheiten kenne ich mich nicht aus.

„arbeitszeugnis ruhige art“
Muss man im Kontext lesen. Ich einem ansonsten guten Zeugnis würde ich es positiv deuten. Falls es jedoch weitere negative Indizien gibt, ließe es sich auch als Faulheit und Trägheit interpretieren.

„strapsgürtel selber nähen“
Och nee! Da lieber halterlose Strümpfe.

„m277dw firmware“
Das muss etwas mit dem Drucker zu tun haben.

„jungs in engen badehosen“
Kleine Buben laufen am Strand auch mal ganz ohne rum.

„sex beim spaziergang“
Geeignete Stellen sind leider rar (es sei denn, es ist gerade irgendein populäres Fußballevent, dann sind die Straßen und Wege menschenleer).

„zu jung xxx“
Meines Wissens wirkt sich das Triple-X-Syndrom nicht auf die Lebenserwartung aus.

„outlook lesebestätigung nachträglich“
Lesebestätigungen lassen sich zeitweise zurückhalten und später verschicken. Solche Features nutze ich aber nicht.

„360 grad produkte“
360° ist ein Vollwinkel in Altgrad, und entspricht 2 Pi in Bogengrad oder 400 gon in Neugrad.

„outlook schließt sich automatisch“
Lässt sich bestimmt in der Konfigurierung ändern.

„computerprobleme beim hochfahren“
Passiert gar nichts: Stromversorgung, Hardware überprüfen. Piept es: Beepcode vergleichen. Beim Laden des Betriebssystems: spezifischer googlen.

„breakpoint wenden“
Dabei lass‘ ich es bewenden.

„powershell der zugriff auf den pfad wurde verweigert“
Check your privileges.

„zenit duden“
Der höchste (vorgestellte) Punkt am Firmament.

„katzennamen unisex“
Namen aufgrund der Fellfarbe sind geschlechtsneutral, könnten aber als politisch unkorrekt oder gar rassistisch gewertet werden.

„partitionen kopieren“
Geht mit Ghost.

„bestätigen dict“
Confirm.

„fluiddynamik“
Die Bewegung von Flüssigkeiten. Laminare und turbulente Strömungen. Bernoulli-Gleichung.

„stiefoma sexgeschichten“
Seit ich Stiefoma bin, hat sich daran nichts geändert.

„breakpoint programming“
Leider komme ich selbst nur noch nebenbei zum Programmieren.

„binäre einheit“
Bit.

„alberner handjob“
Handwerkliche Geschicklichkeit ist nicht verkehrt.

„vakuumpumpe wasserbett kaufen“
Sind Wasserbetten nicht bereits bei der Lieferung evakuiert, so dass keine Luftblase enthalten ist?

„dildos günstig“
Schraub‘ einen Pfannenstiel runter, oder nimm gleich den Schraubenziehergriff.

„wenn ich morgens früh aufsteh tut mir weh mein zeh“
Und beim später Aufstehen nicht?

„zügige geschwindigkeit 8 buchstaben“
Eiltempo.

„kondom öffnung außerhalb abgerutscht“
Auf solche Fehlnutzungen muss man natürlich achten.

„führungskräfte weiterentwicklung“
Selbstverständlich sollte man gerade als Führungskraft danach streben, sich selbst weiterzuentwickeln und zu verbessern.

„wasserbett füllmenge tabelle“
Keine Ahnung.

„rosa kätzchen“
Sphinx-Katzen sind ziemlich rosa.

„warum kann ich nicht schlafen“
Das kann viele Gründe haben.

„kaffee treibt blutzucker in die höhe“
Wohl kaum. Eher den Blutdruck.

„annekdotisch“
Ja, davon hat mein Blog viel zu bieten.

„zeige deine fkk bilder“
Die werde ich nicht öffentlich machen.

„windows 10 bootreihenfolge ändern“
Das hat nichts mit Windows zu tun. Die Bootreihenfolge muss man im BIOS einstellen.

„mormonen“
Aus irgendeinem Grund assoziieren ich das mit Murmeln oder Marmorkuchen.

„herr grau“
Kein Kommentar.

„elementarteilchen meson“
Mesonen sind Hadronen, die aus einem Quark-Antiquark-Paar bestehen, also folglich Bosonen.

„wie komme ich ins bios“
Das kann ich mir auch nicht merken. Je nach Hersteller des Motherboards F1 oder F5 oder DEL ..

„ha zwei oh“
Auch als Wasser bekannt.

„quss“
Ein schneller Kuss.

„wieviel ppi sinnvoll monitor“
Üblich sind 96. Meiner Erfahrung nach ist das praktikabel.

„unwirklich kreuzworträtsel 6 buchstaben“
Irreal.

„outlook kein empfang“
POP3- bzw. IMAP-Server checken.

„paketzentrum feucht“
Ja, das ist in der EMN zuständig.

„finger auskugeln“
Aua!

„pareto-optimalität“
Wenn man sich mit 80% des Resultats zufrieden gibt, spart man eine Menge Zeit.

„hilfe, ich habe meine eltern geschrumpft“
Mit zunehmendem Alter wird man wieder etwas kleiner.

„carsten kühl freundin“
Auch wenn ich manchmal etwas unterkühlt wirke, bin ich dennoch seine beste Freundin.

„koffeinvergiftung“
Zumindest starker Kaffee ist bekömmlicher, wenn man etwas Milch hinzufügt.

„status genitiv“
Status mit langezogenem U (gesprochen: „statuuuhs“).

„incest geschiechten son besahmt mutter“
Mich schaudert es.

„grobe ungezogenheit“
Das ist nicht fein.

„der product key konnte nicht überprüft werden“
Rechner booten, Anwendung neu installieren, Admin oder Hersteller kontaktieren.

„rechtshändiges koordinatensystem“
Die Reihenfolge der Koordinatenachsen ist wie die Folge von Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand.

„latex schlampe“
LaTeX habe ich gelernt, als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe.

„feminismus männerfeindlich“
Ein Zusammenhang, der schwer zu übersehen ist, aber immer wieder abgestritten wird.

„abfertigung alt“
Besser gleich neu machen.

„ehelosigkeit kreuzworträtsel“
Vermutlich ist ZOELIBAT gemeint.

„porno literatur“
Es gibt bestimmt literarisch hochwertige Pornos.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | 6 Kommentare

Gefixxt! //1666

Als ich erst seit kurzem mit Carsten liiert war, ergab es sich von heute auf morgen, dass ich unverbereitet die IT-Abteilung recht überstürzt übernehmen musste.
Die IT-ler kannten mich damals praktisch nicht, und es ist verständlich, dass sie erst einmal Vorbehalte hatten, als ihnen da plötzlich jemand vor die Nase gesetzt wurde, dessen Kompetenz für sie nicht ersichtlich war.
Ich hatte damals nicht den Nerv, in allen Einzelheiten zu beschreiben, wie der erste Jour-fixe ablief, und da es keine so interessante Angelegenheit war, geriet es auch bald in Vergessenheit.

Eine kürzliche Diskussion jedoch über Initiationsrituale hat mich wieder daran erinnert.
So ganz genau weiß ich nicht mehr, was im Einzelnen vorging, aber eine Szene muss in etwa folgendermaßen passiert sein. (Möglicherweise war dies auch erst beim zweiten Jour-fixe – ich weiß es nicht mehr sicher.)

Nachdem ich die IT-ler begrüßt und mich selbst vorgestellt hatte, bat ich sie, sich ebenfalls reihum vorzustellen, und ein paar Sätze zu sagen, was ihre genaue Tätigkeit im Unternehmen sei, und welche spezielle Aufgaben sie hätten.
Einer der Mitarbeiter (das ist so ein Scherzbold, aber das wusste ich damals noch nicht), erzählte lang und breit, dass er u.a. für das Lochkartenarchiv und die Magnetbändersammlung, die für die Lagerung parallel zu den Magnetfeldlinien der Erde ausgerichtet werden müssen, zuständig sei.
Ich hörte ihm aufmerksam zu, und meinte schließlich sinngemäß: „Das ist aber interessant. Darüber möchte ich gerne mehr erfahren. Am besten, Sie schreiben mir darüber einen ausführlichen Bericht. 30 bis 40 Seiten dürften genügen.“ Nach kurzer Pause fügte ich lächelnd hinzu: „Und vergessen Sie auch nicht, mir eine Liste aller vorrätigen WLAN-Kabel – sortiert nach Farbe und Länge – zuzuschicken.“

Ein Raunen ging durch die Mitarbeiter, die bis dahin abwartend und teils grinsend im Besprechungsraum gesessen waren.
Durch meine Reaktion habe ich mir damals, glaube ich, schon den ersten Respekt und Anerkennung erworben.

Als nach der Besprechung die Teilnehmer wieder den Raum verließen, fragte mich besagter Mitarbeiter, ob er tatsächlich einen solchen Bericht erstellen solle. Ich schaute ihn an, und fragte: „Was glauben Sie?“
„Äh ..“
Ich lächelte huldvoll: „Selbstverständlich erwarte ich den Bericht. Mindestens 30 DIN-A9-Seiten, und auf einem Dilithium-Printer ausgedruckt.“
Ihm noch kurz zunickend verließ ich dann den Raum.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 24 Kommentare

Allerlei Ungemach //1665

Manchmal passiert wochenlang nichts außergewöhnliches, und dann häuft es sich wieder.

Jetzt haben wir in der Firma Ärger mit einer ausländischen Behörde.
Naja, Ärger ist übertrieben, aber die wollen ganz plötzlich noch jede Menge Unterlagen, Nachweise und zusätzlicher Dokumentation. Das verursacht hier zumindest einen großen Aufwand, bindet Zeitresourcen und erzeugt zusätzliche Kosten.

Mit meiner Beratungstätigkeit mache ich zwar (derzeit) nichts mehr, aber dennoch möchte ich mich bei meinem Spezialgebiet wenigstens halbwegs up-to-date halten.
Und da könnte ich jetzt wieder einen Rant halten und mich aufregen, mit welchem Dilettantismus die Verantwortlichen das angehen.
Der neueste Schildbürgerstreich ist, dass sie Teile des Standards, die eigentlich nicht mehr unterstützt werden sollten, jetzt doch wieder reaktiviert haben. Ein Kuddelmuddel ist vorauszusehen. Das gibt Versionswirrwarr und was weiß ich.
Ach, gut, dass das nicht mehr mein Kernthema ist, auf das ich beruflich angewiesen bin.

Zu allem Überfluss hat sich der Schnupfen jetzt doch noch kräftig ausgewachsen (dafür spüre ich die Schulter nur noch selten und nur bei manchen Bewegungen).
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir den am Montag oder so geholt habe. Wir waren in den Thermen gewesen. Danach hatte ich mir die Haare gewaschen. Als nach einem regnerischen Tag die Sonne herauskam, meinten wir, dies noch ausnutzen zu müssen, obwohl meine Haare noch nicht völlig trocken waren.
Sobald wir draußen waren, spürte ich schon unangenehm meinen kalten Kopf. Hätte ich mein Kopftuch dabei gehabt, hätte ich es aufsetzen können, aber so blieb mir nichts anderes übrig, als das Kältegefühl zu ignorieren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Gravitätische Neuigkeiten //1664

Zu unserem Kurzurlaub gäbe es wenig zu sagen. Wetter durchmischt (was mir einen halben Schnupfen eingebracht hat), Essen in Ordnung, Thermen und ein wenig Wellness in einem Kurort, was wir allerdings nicht richtig genießen konnten, denn der Aufenthalt wurde überschattet, von gewissen Ereignissen, die ich im folgenden beschreiben werde.

Dass Verena mit ihren Kindern am Freitagabend bei Sonja’s Geburtstagsfeier anwesend war, war zu erwarten gewesen. Dass jedoch auch Fiona und Corinna dabei sein würden, hatten wir nicht geahnt.
Noch überraschender war, dass Fiona einen deutlich gewölbten Bauch hatte.
„Ich muss sofort mit dir sprechen“, sagte Carsten zu ihr.
„Ja, nachher, ich muss erst Corinna holen.“
„Ohne Corinna, und jetzt gleich.“
„Hm .. wenn es sein muss.“ Sie war nicht begeistert, und noch weniger, als Carsten Anstalten machte, mich ebenfalls mit in ein Nebenzimmer zu ziehen.
„Wenn Corinna nicht mit darf, dann .. Anne aber auch nicht.“

Carsten akzeptierte, so dass ich das folgende Gespräch zwischen ihm und Fiona nicht selbst miterlebt habe. Nach seinen ausführlichen, teils auch widersprüchlichen Erzählungen aber habe ich es mir ungefähr folgendermaßen zusammengereimt, auch wenn ich es wohl stark verkürzt habe. Beim Durchlesen erscheint es mir selbst ziemlich holprig, aber es ist schwierig ein komplexes Gespräch zu rekonstrieren, bei dem man nicht selbst zugehört hat.
Einige Hinweise und Ergänzungen habe ich in eckige Klammern geschrieben.

„Du bist schwanger.“
„Ja. Corinna und ich freuen uns schon sehr.“
„Wer ist der Vater?“
„Das Kind braucht keinen Vater. Es hat Corinna und mich.“
„Verkauf‘ mich nicht für dumm. Irgendein Mann muss beteiligt gewesen sein.“
Sie druckste herum, rückte schließlich heraus, dass sie einige Male mit Raphael intim gewesen war. [Zu der Zeit wohnte Corinna bereits in $NichtImSauerland, während Fiona in ihrer Studienstadt lebte.]
„Wusste er, dass du mit Corinna zusammen bist?“
„Nein. Natürlich nicht. Dann hätte doch unser ganzer schöner Plan nicht geklappt.“
„Welcher Plan?“
„Corinna meinte, Raphael sei die einzige Möglichkeit für uns, ein Kind zu bekommen, und ich würde ja dafür belohnt, wenn das Baby erst da sei.“ [Diese Aussage muss mehrere Monate vor #Ehefüralle gemacht worden sein.]
„Verstehe ich dich richtig, dass du Raphael nur als Samenspender benutzt hast?“
„Wenn du das so sagst, hört sich das aber eklig an.“
„War es so? Oder nicht?“
„Corinna sagte, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, wenn wir [in dieser patriarchalen, heteronormativen Welt] ein Kind wollen.“ [Wie gesagt – zu einer Zeit, in der das Adoptionsrecht noch heterosexuellen Ehen vorbehalten war, und nichts darauf hindeutete, dass sich das so schnell ändern würde.]
„Und was hält Raphael davon, dass er Vater wird?“
„Weiß ich nicht. Ich habe ihn länger nicht gesehen.“
„Warum nicht?“
„Ich will nichts mit ihm zu tun haben. Es hat ja schließlich mit der Schwangerschaft geklappt.“
„Was, wenn Raphael das Kind später sehen will?“
„Corinna sagt, darauf müssen wir nicht eingehen, und niemand kann uns zwingen.“
„Du willst ihm also sein Kind vorenthalten.“
„Corinna meint, darauf kommt es nicht an. Er muss trotzdem Unterhalt bezahlen.“ [Keine Ahnung, ob das nach dem neuen Recht tatsächlich noch so ist.]
„Du und Corinna, ihr widert mich an.“

Carsten verließ den Raum, und suchte mich (die ich gerade im Begriff war, Sophie zu zeigen, wie man aus Wollresten kleine Püppchen bastelt). Zusammen gingen wir zu Sonja, und verabschiedeten uns von ihr.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 68 Kommentare

Kurze Blogpause //1663

Am nächsten Dienstag ist Feiertag. Zusammen mit dem montäglichen Brückentag eignet er sich wunderbar, das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub zu nutzen.
Zwar ist unser Sommerurlaub noch gar nicht lange her, aber wir waren im ersten Halbjahr kaum privat weg, und bis Weihnachten wird sich sonst auch keine Gelegenheit ergeben. Also nutzen wir diese Chance.

Da wir heute abend aber noch zu einer Feierlichkeit eingeladen sind, können wir erst morgen früh aufbrechen.
Ich hoffe, dass ich Lukas noch einmal treffe. Er zieht in Kürze um, um sein Studium in einer anderen Stadt (cherchez la femme!) fortzusetzen.

Bis wir wieder zurück sind, wird es hier im Blog ruhig – voraussichtlich bis nächsten Mittwoch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 12 Kommentare

Statusmeldung //1662

Gestern wurde die neue Matratze geliefert.
Wir haben sie am Abend eingeweiht. Obwohl sie bequem ist, schlief ich – im Gegensatz zu Carsten – schlecht, weil sie einfach noch ungewohnt ist.

Meine Schulter ist besser, aber noch nicht gut. Carsten hat mich ein paar Mal mit einer Heparinsalbe eingerieben, von der ich noch einen Rest gefunden hatte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 26 Kommentare

Sch..limmer Schulter-Schmerz //1661

Bei unseren etwas heftigeren Spielchen habe ich mir die Schulter verletzt. Der Schmerz strahlt weit in den Arm aus, und es tut auch beim Schreiben weh.
Deshalb werde ich mich in den nächsten Tagen mit Bloggen zurückhalten.

Ausgerechnet diese Woche wird die neue Matratze geliefert.

Hoffentlich ist die Schulter wenigstens bis zum Wochenende wieder besser, denn wir wollen dann ein paar Tage wegfahren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 13 Kommentare

Ungerechtfertigte Kritik an der Wahlentscheidung //1660

Ich hatte keinen großen Sinn darin gesehen, Carsten zur Wahl zu begleiten. Schließlich hatte ich selbst bereits per Briefwahl abgestimmt, und mich mit ihm gemeinsam hier in der ländlichen Öffentlichkeit zu zeigen, gleicht manchmal einem Spießrutenlauf (eigentlich ein wunderschönes Wort).
Er kam ziemlich schlecht gelaunt und verärgert zurück. Offenbar hatten ihn einige Bürger angesprochen, dass er jetzt wohl wieder alleine sei, da er ohne Begleitung zur Wahl gegangen war. Sie hätten es ja gleich gewusst, dass das nicht lange hält. Andere meinten ganz direkt, dass seine neue Frau es wohl nicht nötig hätte, sich an der Wahl zu beteiligen, während Ingrid doch politisch immer so interessiert und engagiert gewesen wäre. Und ja, sie hätten das natürlich alles kommen sehen. Wenn man sich so eine junge Frau nur nach dem Aussehen auswählt, dann wäre es schließlich kein Wunder, wenn das schiefgeht.

So ähnlich war das auch beim Geburtstag meiner Mutter gewesen, zu dem ich ohne Carsten gefahren war. Muss man denn, wenn man verheiratet ist, non-stop aneinanderkleben? Auch wenn wir verpaart sind, bleiben wir doch trotzdem eigenständige Individuuen, und sind nicht in einem Confinement aneinander gebunden.

Was geht es überhaupt dritte Personen an, wie unsere Beziehung läuft?
Wir verbringen den größten Teil unserer Freizeit zusammen – und zwar gerne! -, wir teilen Tisch und Bett, haben normalerweise mehrmals täglich Sex, und keine ernsthaften Meinungsverschiedenheiten. Insgesamt eine glückliche und stabile Beziehung, die wir aber nicht demonstrativ in aller Öffentlichkeit austragen, sondern uns dezent in unserer Privatheit zurückhalten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 19 Kommentare

breakpoint’s Wayback Archive #10 //1659

Wayback zum 26. Juli bis 12. August 2012.

Carsten und ich vereinbarten, dass ich im August die Urlaubsvertretung des CIOs übernehmen sollte.
Wir erinnerten uns daran, dass wir uns ein Jahr zuvor kennengelernt hatten.
Fiona’s Hochzeit wurde geplant. Am liebsten hätte ich mich vor der Feier gedrückt.
In den nächsten Tagen hatte ich verschiedenes zu erledigen, u.a. auch das Projekt mit Frank abgeschlossen.
Ich träumte von einem Virus.
Die Hochzeit von Fiona und Sven verlief weniger schlimm als befürchtet.
Kathrin erklärte sich bereit, das Kleid, das ich bei der Hochzeit getragen hatte, zu überarbeiten.
Meine Essensvorräte waren ziemlich aufgebraucht.
Mir fiel ein, dass ich ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter besorgen muss.
Ein Kunde änderte Anforderungen, was mir gewisse Probleme bescherte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Die alternativlose Kastanie //1658

Triggerwarnung: Dieser Eintrag enthält Beschreibungen körperlicher Gewalt.

Letztes Jahr hatte ich Schwierigkeiten gehabt, eine Kastanie zu finden, die mich während der dunklen Jahreszeit in meiner Jackentasche begleiten sollte. Deshalb hatte ich heuer schon beizeiten Ausschau gehalten.
Eicheln hätte ich etliche gefunden, aber da das letzte Mal eine in meiner Tasche zerbröselt war und mit ihrem Samen eine rechte Sauerei angerichtet hatte, verzichtete ich darauf.

Auf einem kurzen Spaziergang fiel mein Blick dann doch auf eine einzelne auf dem Boden liegende Fruchthülle. Ich war mir gar nicht sicher, ob es sich tatsächlich um eine Kastanie handelte. So trat und stampfte ich mit dem Fuß darauf herum, bis die Hülle sich soweit löste, dass ich sie mit Händen aufbrechen konnte. Tatsächlich enthielt sie eine Kastanie, allerdings sehr hell, so dass sie nicht richtig reif erscheint.
In Ermangelung einer Alternative wanderte die Kastanie trotzdem in meine Jackentasche. Besser als nichts. Falls ich noch eine bessere finde, werde ich sie ersetzen.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 14 Kommentare

Die dunkle Bedrohung //1657

Die helle und die dunkle Seite des Tages sind heute gleichgestellt. Equinox ist um 22:02 UTC+2 Uhr. Das Halbjahr steht bevor, in dem die Tageslichtlänge kürzer ist, als die Zeit der Düsternis.

Ich mag noch keinen Winter haben!
Ich mag Sonne und Wärme, und beim Spazierengehen das Sonnenlicht auf der Haut spüren.
Ich will mich ins trockene Gras legen können, und einen sanften Hauch des Windes in den Haaren spüren.
Ich möchte draußen machen können, was der Winter ins Haus verbannt.
Ich will nicht frieren müssen, und mich auch nicht bis zur Unkenntlichkeit vermummen, wenn ich im Freien bin.

Ach .. blöder Winter, blöde Kälte, blöder Schnee!

Ja, ich weiß dass meine Wünsche unrealistisch sind. Der Drehimpulssatz und andere Naturgesetze sorgen dafür, dass sie nicht in Erfüllung gehen können.
Aber die Hoffnung auf einen milden Winter ohne Schnee darf ich haben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 17 Kommentare

Specific Special Spec //1656

Als ich einst die Softwareentwicklung der Firma übernommen hatte, war ich ziemlich bald auf die Idee gekommen, die Bedienung der Geräte über ein HTTP-Interface laufen zu lassen.
Ich erstellte also die Req Spec, und nach einiger Zeit wurde diese auch für die Entwicklung bei Standort 4 verbindlich.

Nun sind die Dinge so weit gediehen, dass unser neuer Standort 5 ebenfalls nachziehen soll, und die Bedienung auf eine Weboberfläche umstellen muss.
Glücklicherweise hatte ich damals von vornherein die Spec auf Englisch verfasst.

Ich sehe keine grundsätzlichen Probleme, aber der Teufel mag mal wieder im Detail stecken.
Die ursprüngliche Spec habe ich seither schon in paar Mal aktualisiert und erweitert. Auch jetzt werde ich ein paar Anpassungen an die zusätzlichen Erfordernisse machen müssen. Dann können die dortigen Entwickler loslegen, und die Spec umsetzen.

Ist das nicht toll? Eine einzige Spec, aber die gilt für mehrere Standorte, ermöglicht ein einheitliches Corporate Design und trägt zur Corporate Identity bei.
Und diese Spec ist alleine auf meinem Mist gewachsen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 9 Kommentare

Gekreuzigt – Die Wahl der eQual #BTW2017 //1655

Die Bundestagswahl steht wieder mal bevor. Ich habe meine zwei Kreuzchen bereits über Briefwahl gemacht (aber noch nicht in den Briefkasten geworfen), weil ich am Wochenende ja nicht in der Stadt bin.

Zwar stehe ich nicht wirklich hinter der Partei, die ich gewählt habe, aber sie trifft meine Einstellung zu einigen politischen Themen noch am ehesten, und hat wohl gute Chancen, diesmal wieder in den Bundestag einzuziehen. Insofern das kleinste Übel, das ich aber nicht als Empfehlung gebe. Dass ich keine idiologischen Weltverbesserer, radikal-idealistische Realitätsverweigerer oder leistungsfeindliche Ignoranten, die allesamt völlig ausblenden, dass ihre (teils abstrusen) Forderungen Kosten verursachen, die erst mal erwirtschaftet werden müssen, wähle, dürfte klar sein.
Der Wahlomat war mir keine richtige Hilfe. Er behandelte vor allem Themen, die mich weniger interessieren, und fragte kaum etwas, das mir wirklich wichtig ist. Und einige Fragen waren missverständlich formuliert. Immerhin konnte ich Fragen, zu denen ich keine eindeutige Meinung habe, überspringen.

Die Medien sind nicht gerade vertrauenswürdig. Früher haben Journalisten noch aufwändig recherchiert, heute wiederholen sie oft nur selektiv, tendenziös und einseitig die Nachrichten, die ihrer eigenen Meinung entsprechen, ohne sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Das finde ich schade und befremdlich. Selbst wenn man mit einer Partei so gar nichts am Hut hat, sollte Journalismus neutral berichten. Gute Journalisten erkennt man daran, dass sie ihre persönliche Meinung für ihre Berichterstattung ausblenden können, und unparteiisch informieren.

Mir ist auch die eine oder andere Partei zuwider (eigentlich alle mehr oder weniger). Trotzdem hoffe ich für die Zusammensetzung des zukünftigen Bundestags, dass zumindest die extremen politischen Ausrichtungen Gegengewichte finden, die ihre Wirkung ausgleichen und herausmitteln.

Eigentlich widerstrebt mir das ganze Parteiensystem. Die eine Partei vertritt eine akzeptable Finanzpolitik, aber eine miese Bildungspolitik, die andere Partei eine durchdachte Umweltpolitik, aber eine schauderhafte Außenpolitik, die nächste eine ordentliche Energiepolitik, aber eine gräußliche Familienpolitik, und so weiter und so fort (alles völlig willkürliche Beispiele, ohne tatsächliche Zuordnung).
Von der Fünf-Prozent-Hürde mal abgesehen, die Millionen Stimmen einfach ignoriert (warum kann in einem Etwa-600-Personen-Parlament ein Sechstel Prozent – das sind immerhin je nach Wahlbeteiligung bis zu rund 100000 Stimmen- nicht einen Sitz ergeben?), wirken sich Stimmen für kleinere Parteien indirekt auf das Ergebnis aus.

Wie letztes Jahr das Dilemma in den USA, haben wir im Grunde jetzt ebenfalls nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis. Ich hätte nie gedacht, dass es ein Kanzlerkandidat schafft, die bestehende Kanzlerschaft als das kleinere Übel zu sehen. Es braucht ja nicht jeder Abitur zu haben. Aber mit seiner Unbildung zu kokettieren und dies als Argument zu vermarkten („seht her, ich bin genauso dumm wie ihr alle, habe keine Ahnung, und bin stolz darauf!“) ist an dümmlichem Popelismus kaum zu überbieten. Da hat die aktuelle Kanzlerin zumindest noch den Vorteil einer guten Bildung (obwohl davon offenbar auch nicht viel hängengeblieben ist, und sie es nicht umsetzt). Und Wahlkampf mit verfälschten Darstellungen zu machen (um es mal sehr freundlich auszudrücken) ist nicht vertrauenerweckend.
So oder so ist es eine Lose-lose-Situation, bei der wir alle nur verlieren können.

Was mir in unserem politischen System auch gegen den Strich geht, ist der Fraktionszwang. Warum dürfen bei Abstimmungen nicht alle Abgeordneten nach ihrem eigenen Wissen und Gewissen entscheiden? Dafür wurden sie doch gewählt. Wenn sie sich jedoch eh an ihre Fraktion halten müssen, dann wäre es ein wesentlich effizienteres und billigeres Vorgehen, die einzelnen Parteien für das Ergebnis mit ihrem Stimmanteil zu gewichten. Auf diese Weise könnten wir uns die ganzen Abgeordneten (die nur der Diskretisierung und Quantelung dienen) und ihre Diäten sparen.

Was auch oft übersehen wird, ist, dass die Mehrheit nicht immer recht hat. Es gibt zwar eine gewisse Schwarmintelligenz, aber dennoch ist es ein Trugschluss zu glauben, nur weil eine Mehrheit eine bestimmte Partei wählt, diese Partei dann unfehlbar wäre.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 47 Kommentare

(Un)umgänglich //1654

Sukzessive habe ich bereits einige Geschäftsführeraufgaben übernommen. Das bedeutet, dass Carsten etwas mehr Luft hat, und dadurch mehr Zeit, sich direkt im Betrieb umzuschauen.

So war er zuletzt in der Fertigung, und konnte beobachten, wie der neue Azubi eingelernt wurde. Mit der Einrichtung der Geräte hatte dieser Probleme.
Das ist schon eine ziemliche Frickelei. Da muss man mit einer Hand gewisse Bauteile nach oben halten, was Kraft kostet, und gleichzeitig mit der anderen Bewegungen ausführen, die Fingerfertigkeit erfordern. Selbst wenn man genau weiß, wie’s geht und Übung hat, dauert es einige Minuten. Aber genau das soll er ja lernen.
Der Azubi stellte sich dabei halt nicht sonderlich geschickt an, während einige andere Mitarbeiter zusahen, und mehr oder weniger hilfreiche Bemerkungen machten. Als er nicht weiterkam, fragte ihn einer der Mitarbeiter, ob er eine Freundin habe. Der Azubi lief puterrot an, und verneinte. Alle anderen, einschließlich Carsten, lachten.

„Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?“, fragte ich leicht verständnislos, nachdem Carsten mir die Begebenheit am Abend erzählt hatte.
„Wer nicht mit Maschinen umgehen kann, kann auch nicht mit Frauen umgehen“, antwortete er, als wäre das völlig selbstverständlich.

Hm .. da habe ich mir jahrelang eingebildet, Männerhumor zu verstehen .. aber diesen Spruch finde ich eigentlich nicht lustig, sondern eher männerfeindlich.
Der Azubi tut mir ein bisschen leid, muss er doch vor aller Augen diffizile Handlungen ausführen, mit denen er noch keinerlei Erfahrung hat, und deshalb nicht richtig klar kommt. Zu allem Überfluss muss er auch noch den Spott der anderen ertragen, weil er noch unbeweibt ist.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 21 Kommentare

Rückblick 1. Halbjahr 2017 //1653

Eigentlich wollte ich das Konzept mit halbjährigen Rückblicken nicht fortsetzen. Aber da mir sonst so überhaupt nichts blogbares einfällt, gibt es jetzt halt doch den Rückblick auf das erste Halbjahr 2017. Dass dies unmittelbar nach Tweet- und Wayback-Posts passiert, ist erst recht ungünstig.
Der Rückblick gibt die wichtigsten Ereignisse zwischen Januar und Juni wieder, wie sie mir besonders in Erinnerung geblieben sind, oder bedeutsam erscheinen.

Kurz nach der Rückkehr aus unserem Urlaub kam es zur Versöhnung mit Verena. Daraufhin arbeitete sie dann mehrere Monate bei uns als Praktikantin.
Carsten bot mir eine Teilhaberschaft an der Firma an, um Geschäftsführerin (erst teilweise, in mehreren Jahren dann ganz) zu werden. Nach reiflicher Überlegung nahm ich (wenn auch mit sehr gemischten Gefühlen) an.
Eine unangenehme Situation mit Corinna veranlasste mich, ihr ein Hausverbot für die Firma auszusprechen.
Es gab einige Mitarbeiterfluktuation in der Entwicklung, so dass mehrere Stellen neu zu besetzen waren.
Der Schüler-Technik-Tag verlief erfolgreich, verursachte aber schon einigen Aufwand.
Die Gemeinde beabsichtigte, die Grundstücke hinter Carsten’s Haus als Bauland auszuweisen, hat glücklicherweise inzwischen anders entschieden.
Wir nutzten die Einladung zu Kathrin’s Hochzeitsfeier zu einem Wochenende in der alten Heimat.
Verena fand einen Ausbildungsplatz bei Lydia, und wohnt weiterhin mit ihren Kindern bei Sonja.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

breakpoint’s Wayback Archive #0F //1652

Wayback zum 4. bis 23. Juli 2012.

Kathrin’s Vorstellungsgespräch bei Carsten verlief nicht optimal. Dennoch sollte sie als Bürohilfe in seinem Vorzimmer arbeiten.
Carsten kam überraschend früh aus dem Büro zurück, so dass wir gemeinsam ein Kleid für Fiona’s bevorstehende Hochzeit in der Stadt aussuchen konnten.
Ich fachsimpelte und lästerte ein wenig über die Entdeckung der Higgs-Bosonen.
Wir verbrachten ein recht entspanntes Wochenende.
An Kathrin’s erstem Arbeitstag trank ich mit ihr einen Kaffee im Vorzimmer.
Frank schickte mir eine Anfrage, in der er mich bat, ihn in einem Projekt zu unterstützen.
Nachdem ich Carsten mit einer Verflossenen gesehen hatte, beichtete ich ihm die Episode mit Frank, woraufhin Carsten darauf bestand, mich zur Projektarbeit zu Frank zu begleiten.
Sven hatte teure Hochzeitsringe gekauft, aber Carsten weigerte sich, sie zu bezahlen.
Zum 200. Blogeintrag nannte ich ein paar statistische Daten.
Ungeplant nahm ich an einer Firmenfeier teil.
Auf einer Veranstaltung, die Carsten und ich gemeinsam besuchten, lief mir ein früherer Bekannter+ über den Weg.
Am Wochenende war nur die Diskussion über die Hochzeitsringe bemerkenswert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Tweets Aplenty //1651

Da der Zeitraum zwischen dem Veröffentlichen von Tweets und ihrer Wiederholung im Blog inzwischen auf etwa sieben Monate geschrumpft ist, möchte ich seltener Tweeteinträge machen. Ab und zu ist es aber doch soweit, und im folgenden sind die Tweets vom 7. bis 26. Februar dran.

Es gibt doch nichts schöneres als Unterdrückung durch Hetero-GV!
Verhörer des Tages: bootyful statt beautyful
Hips don’t lie //1478 Vierzehnhundertachtundsiebzig
Verleser des Tages: Hochzeit statt Horizont
Verblödet unsere Gesellschaft? //1477 Vierzehnhundertsiebenundsiebzig
Heute ist doch auch dieser Krawattenverstümmelungstag, oder?
Verleser des Tages: promiskuitiv statt produktiv
Unausweichliche Weichen //1476 Vierzehnhundertsechsundsiebzig
Kaffeerunde bei meinen Jungs. Hab aber noch keine Andeutung gemacht.
Rrrrrrrüllpps!! Erst mal verdauen ..
Tweets zur Überbrückung //1475 Vierzehnhundertfünfundsiebzig
Verwechsler des Tages: GPG statt PGP
Schmerz lass‘ nach //1474 Vierzehnhundertvierundsiebzig
Die Kiste ist noch geschlossen, aber von drinnen höre ich die Katze maunzen.
Verleser des Tages: Hormonen statt Mormonen
Unverhofft soft //1473 Vierzehnhundertdreiundsiebzig
Verleser des Tages: „Schrödinger Katze“ statt „Schröder als Kanzler“
Verleser des Tages: Prinzipien statt Prinzessin
CAPSaicin //1472 Vierzehnhundertzweiundsiebzig
2500 Kommentare auf meinem #auschfrei-Blog
Verleser des Tages: maskulistisch statt musikalisch
Die Unvollendeten //1471 Vierzehnhunderteinundsiebzig
Verschreiber des Tages: Expolaneten statt Exoplaneten
Der Topf auf der Herdplatte //1470 Vierzehnhundertsiebzig
Immer wenn eine Website für mobile Geräte angeblich verbessert worden ist, wird sie für Desktops und Servers desto unbrauchbarer.
So schönes Wetter .. Aber ich hab Besprechung.
Wer sich durch Tatsachen beleidigt und angegriffen fühlt, dem kann man nicht helfen.
Verschreiber des Tages: listig statt listing
universal present //1469 Vierzehnhundertneunundsechzig
Verleser des Tages: Blografie statt Biografie
Phallendiensttag //1468 Vierzehnhundertachtundsechzig
Verleser des Tages: Einzeller statt Einzeiler
Von Schauspielern gewählt ..
Ausgegauckt. Jetzt meiert es steinig.
Aliter #Blogparade //1467 Vierzehnhundertsiebenundsechzig
Tweeeeets //1466 Vierzehnhundertsechsundsechzig
So ruhig an der Femi-Troll-Front. Ganz ungewohnt.
Verleser des Tages: Orgasmussaft statt Orangensaft
Success or Successor, Teil 2 //1465 Vierzehnhundertfünfundsechzig
Verleser des Tages: Vasektomie statt vatikanisch
Success or Successor, Teil 1 //1464 Vierzehnhundertvierundsechzig
Verleser des Tages: Eisenbahn statt Einreisebann
Schokoschock //1463 Vierzehnhundertdreiundsechzig
#alternativefacts jetzt auch unter dem Hashtag „#MeineSchönheit“!
Welches #postfaktisch e Hashtag kommt wohl als nächstes nach „#MeineSchönheit“? „#MeineIntelligenz“?
Schönheit liegt im Auge des Betrachers, nicht im Wunsch des Objekts. #meineschoenheit
Verleser des Tages: Bazillen statt Basilikum
Kann jemand ein Placebo bei Erkältung empfehlen? #Followerpower
Beim Rumstöbern gefunden
Hoher Krankenstand. Keine Termine heute. #Influenza
e-Tag #eDay //1462 Vierzehnhundertzweiundsechzig

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Vacanze Romane //1650

Hab‘ ich schon mal ‚was über meine Abifahrt gebloggt? Ich glaube nicht. Also dann ..

Wir hatten die Auswahl zwischen drei europäischen Hauptstädten. Für mich stand die Wahl sofort fest: Rom – die ewige Stadt. (Nur London hätte mich eventuell schwanken lassen, aber das stand nicht zur Wahl.)
Wir fuhren mit irgendeinem Nachtzug (den anderen gelang es in den Abteilen zu schlafen, mir nicht), und kamen recht zentral in der Nähe der Spanischen Treppe in einer Art Jugendherberge unter.

Während meines Aufenthalts in Rom habe ich gelernt, die Straßenseite nach Sonnenstand zu wählen, und die jeweils schattigere Seite zu nutzen.
Wir haben uns Rom fast ausschließlich zu Fuß erschlossen.

Damals war noch das G9 üblich, so dass wir im Juli der 12. Klasse (fast) alle volljährig waren (das dürfte heute noch genauso sein, aber da die Abifahrt beim G8 wohl schon in der 11. Klasse stattfindet, sind vermutlich dann noch viele minderjährig), und auch mal auf eigene Faust losziehen konnten.
Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, so habe ich es in Rom zum erste Mal erlebt, dass ich von Männern unverhohlen angeschaut und direkt angesprochen wurde. In der ländlichen alten Heimat war das einfach nicht üblich. (Nee, mir fällt gerade wieder etwas anderes ein, aber da war ich auch weiter weg von daheim.)

Ich habe sämtliche sieben Hauptkirchen der Katholischen Kirche besucht. In Rom ging ich gerne in die Kirchen. Da drinnen war es schön kühl, und man konnte sich hinsetzen.
Die Brunnen mit acqua potabile, die man alle paar hundert Meter fand, waren praktisch. Dort konnte man seine Trinkwasservorräte auffüllen.
Das Vatikanische Museum hat mich beeindruckt, insbesondere die Treppe, die wie eine Doppelhelix geformt war. Auch an Ostia mit ihren Ruinen erinnere ich mich gut.
Wir waren auch in Tivoli, im Kolosseum, in Trastevere und der Engelsburg, aber daran habe ich keine konkreten Erinnerungen mehr.

Wir ernährten uns von Pizza und Pasta, tranken Vino und Cappuccino, und genossen Gelato auf der Piazza Navona.
Damals trank ich meinen Kaffee immer schwarz. Als ich das beim ersten Frühstück mit dem Kaffee machte, der uns aufgetischt wurde, bekam ich wohl eine (leichte) Koffeinvergiftung, denn ich zitterte mindestens eine halbe Stunde lang, und war übermäßig aufgedreht. Zukünftig trank ich den Kaffee mit etwas Milch. So war er bekömmlicher.

Nach etwa einer Woche fuhren wir wieder zurück. Diesmal war der Zug so überfüllt, dass wir in den Gängen stehen mussten. Vage erinnere ich mich an einen kleinen Flirt, den ich mit einem Südtiroler hatte, der aber dann in Bozen ausstieg.

Rom ist eine tolle Stadt, und wird mir unvergesslich bleiben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 4 Kommentare

Numeric Sourcery //1649

In der Softwaretechnik dienen Metriken (hat nichts mit dem metrischen Tensor zu tun) dazu, Softwareprodukte zu bewerten und zu vergleichen.
Es ist vielleicht mal ganz interessant, ein paar Zahlen zu nennen (zu sehr ins Detail möchte ich aber auch nicht gehen). Ich beziehe mich dabei auf mein bisher größtes Softwareprojekt.
Das besteht aus etwa zehn Binaries (also Executables und DLLs) mit insgesamt fast einer halben Million Lines of Code (meines Wissens werden Leerzeilen oder Kommentare dabei nicht mitgezählt, und mein Code ist ziemlich kompakt), bzw. fast fünf Millionen Bytes Code, so dass ich auf ziemlich genau 10 Byte pro Zeile komme (was eigentlich darauf schließen lässt, dass doch Leerzeilen mitgezählt werden).
Dazu kommt noch jede Menge Dokumentation, Resourcen, Hilfedateien, und was noch so dazu gehört. Da steckt einiges an Entwicklungszeit (keine Ahnung wie viele Stunden) und Know-how dahinter.
Andererseits gehen von den o.g. Werten auch noch Sourcen des Frameworks und eventuell Third-Party-Sourcen ab. Das kann ich aber nicht im einzelnen aufdröseln, zumindest nicht, ohne noch deutlich mehr Aufwand hineinzustecken.

Zum Vergleich noch ein paar aktuelle Zahlen zu diesem Blog, dessen Text ich täglich in einer Word-Datei sichere, deren Format ich auf Normseiten eingestellt habe.
Momentan sind es etwa 3200 Seiten, über 94000 Zeilen, 566000 Worte und 3.2 Millionen Zeichen ohne Whitespace, bzw. 3.8 Millionen Zeichen mit Whitespace. Dabei muss ich erwähnen, dass ich zur Abgrenzung verschiedener Einträge jeweils zwei Leerzeilen nutze, und auch ein Overhead für den jeweiligen Kopf bestehend aus Titel und Datum vorhanden ist, so dass für jeden Eintrag vier Zeilen der Formattierung geschuldet sind – was insgesamt dann 6600 Zeilen ergibt.
Im Mittel kommen also auf jeden der aktuell 1650 Eintrag knapp zwei Normseiten, nämlich 56 Zeilen, 343 Worte oder etwas weniger als 2 Kilobyte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 6 Kommentare

Cantemus //1648

Vom Sommer steht noch die Auflösung einer Art Cliffhänger aus. Nun denn ..

Ich hatte erwähnt, dass ich auf unserem betrieblichen Sommerfest mit einem Mitarbeiter einer anderen Abteilung ins Gespräch gekommen war.
Wir stellten fest, dass wir beide begeisterte Chorsänger waren. Er hatte früher sogar eine Zeitlang einen kleinen Chor geleitet.

In meinem Hirn arbeitete es. Ich vermisse das Chorsingen ja schon lange, und so hatte ich die spontane Idee, einen Betriebschor aufzuziehen – vorausgesetzt, es finden sich genügend interessierte Mitarbeiter, die sich beteiligen wollen.
Der Mitarbeiter erklärte sich bereit, eventuell die Chorleitung zu übernehmen.

Ich äußerte die Vermutung, dass wir im Firmengebäude sicherlich einen geeigneten Probenraum finden würde, und dass die Proben vielleicht zumindest teilweise als Arbeitszeit anerkannt werden könnten.
Der Chef saß schweigend mit am Tisch, und hatte sich bis dahin nicht geäußert.
Der Mitarbeiter meinte, dass er zwar auf der Gitarre Begleitakkorde spielen könne, aber ein Klavier wäre besser.

Daraufhin erwiderte ich, dass ein Keyboard (zumindest fürs erste) auch genügen würde, ich eines organisieren würde (und wenn ich es aus eigener Tasche bezahle!), und ich wüsste auch jemanden, der es spielen könne.
„Wenn du den meinst, von dem ich annehme, dass zu ihn meinst“, ergriff der Chef jetzt das Wort, „so wird dies wohl daran scheitern, dass dieser die Probentermine zeitlich nicht wahrnehmen kann.“
„Och, wenn die Termine rechtzeitig geplant werden, kann derjenige das schon einrichten, wenn er nur will. Außerdem könnte er auch den Bass gesanglich verstärken.“
Der Chef seufzte: „Wenn du dir da so sicher bist ..“
Ich lächelte zurück: „Ja, bin ich.“

Nun, ich hatte kurz nach dem Urlaub eine Rundmail herumgeschickt und einen Aushang am Schwarzen Brett gemacht. Es gab bisher schon einige Rückmeldungen. Zumindest den Termin für eine Vorbesprechung werde ich in die ganz normale Kernarbeitszeit legen. Dann sehen wir weiter.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 16 Kommentare