Twitter immer wieder //1528

Dass die heutigen alten Tweets einen ganzen Monat, nämlich den Zeitraum zwischen dem 6 August und dem 5. September 2016, umfassen, liegt daran, dass wir damals im Urlaub waren, und ich weniger gebloggt und gezwitschert habe.

Verleser des Tages: Trump statt Trunk #Subversion
Verpasste Outdoor-Gelegenheiten .. *seufz*
Ist der Sommer schon vorbei?
„Sag‘ mir eine Zahl zwischen 1 und 10.“ – „Pi.“
In der alten Heimat Dreizehnhundertdreiundvierzig
Verleser des Tages: Piraten statt Partien
Gegoogeltes Dreizehnhundertzweiundvierzig
Aua! Was müssen Türklinken auch unbedingt auf Po-Ebene sein!
Verleser des Tages: Kunilingusstraße statt Kunigundenstraße
Diesmal war nicht PHP schuld Dreizehnhunderteinundvierzig
Verleser des Tages: maskulös statt muskulös
Das Rechtssystem im Pool Dreizehnhundertvierzig
Verleser des Tages: Spiderman statt Supermarket
Zum Kopftuch genötigt Dreizehnhundertneununddreißig
Heute #Burkaverbot, morgen Bekleidungsvorschriften, übermorgen Uniform für alle. #WehretdenAnfängen
Verleser des Tages: Gummibärchen statt Gummibänder
Einstellungssache Dreizehnhundertachtunddreißig
Verhörer des Tages: „Power Button“ statt „Power Bottom“
Tweet Leet Dreizehnhundertsiebenunddreißig
Verleser des Tages: Nutzer-Sperma statt Nutzer-Sperren
Wer integrieren will, sollte erst mal differenzieren können.
An vielen Stränden ist keine Bekleidung erlaubt, mit der man nahtlos bräunen kann.
Verleser des Tages: Kirchenmusik statt Küchenmusik
Urlaubserinnerungen Dreizehnhundertsechsunddreißig
Verleser des Tages: Aufguss statt August
Blog fällt aus Dreizehnhundertfünfunddreißig
Verleser des Tages: Erkältung statt Entkalkung
Vertrödelter Nachmittag Dreizehnhundertvierunddreißig
Verleser des Tages: Zipfel statt Zugteil
Integrationsversuche Dreizehnhundertdreiunddreißig
Je weniger Ahnung, desto größere Klappe.
Verleser des Tages: Penisula statt Peninsula
Der Alltag hat mich wieder Dreizehnhundertzweiunddreißig
In den Urlaub! Dreizehnhunderteinunddreißig .. und tschüss!
Verleser des Tages: „Schweigen ist Gold“ statt „Schwesig und Gabriel“
Tweets Dreizehnhundertdreißig
Integration vollendet. Noch ein Tag zur Ausarbeitung, und dann – endlich! – Urlaub.
Lemniskatischer Hüftschwung an die Türklinke. Aua!
Es konvergiert, es konvergiert nicht, es konvergiert, es konvergiert nicht, es konvergiert!
Bäh! Mit saurer Milch meinen Kaffee versau(er)t.
Fast schon wieder Kopftuchwetter.
Entspannende Selfies von der Käferjägerin
Verleser des Tages: Kanalisation statt Kanuslalom
Das K-Defizit Dreizehnhundertneunundzwanzig
Verleser des Tages: Merkel statt Market
Alphageblendet Dreizehnhundertachtundzwanzig
Für heute genug integriert.
Verhörer des Tages: Poke-a-man statt Pokémon
#Weltkatzentag „What’s new pussycat“
Gestochen oder nicht – Schnipp-schnapp Dreizehnhundertsiebenundzwanzig
Vertrenner des Tages: Urin-dogermanisch statt Ur-indogermanisch
Mann matlabt und simulinkt. Ich muss am Gutachten weiterarbeiten.
Verhörer des Tages: „Eier und Speck“ statt „Eier und Sperma“
Quid pro quo required Dreizehnhundertsechsundzwanzig

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#TechnikTag für Alle! #GirlsDay #BoysDay //1527

Der Schüler-Techniktag gestern verlief weitgehend glatt.
Ich begrüßte die Jugendlichen in einem ausreichend großen Besprechnungsraum, hielt eine kurze Ansprache mit einigen Worten über den Techniktag im allgemeinen und die Firma im besonderen. Dem schloss sich eine kurze Führung durch das Gebäude an.
Danach bat ich die Schüler, auf einem Blatt einzutragen, an welchen der angebotenen Stationen sie teilnehmen wollen. Ich hatte einen Plan (Nutzer meines Boudoir-Blogs können ihn exklusiv weiter unten grob sehen) ausgearbeitet, bei dem jeweils drei unterschiedliche Sessions parallel stattfinden sollten, und dies insgesamt dreimal. So mussten sich die Schüler entscheiden und eine Auswahl treffen, was genau sie kennenlernen wollten.
Ich ließ Verena (die ich für diesen Tag als meine Assistentin eingespannt hatte) die Blätter einsammeln, und Strichlisten anlegen, wie viele Schüler jeweils was besuchen wollten. Wie zu erwarten, ging es nicht exakt auf. Manches war beliebter, anderes weniger, aber immerhin ergab sich keine Notwendigkeit, einzugreifen und die Schüler umzugruppieren.
Nach der Frühstückspause hatte ich erst einmal Leerlauf.

Als Mittagessen gab es ein einfaches, kleines Buffet in unserer Cafeteria. Auch die anderen Betreuer des Techniktags nahmen teil, so dass die Schüler auch hier noch Gelegenheit zu Gesprächen hatten.
Sogar der Geschäftsführer leistete uns dabei Gesellschaft, und stand für Fragen zur Verfügung.
Ich hatte auch Lukas ausdrücklich eingeladen. Er war ebenfalls über Mittag da, und unterhielt sich mit interessierten Schülern über sein Informatik-Studium.

Anschließend hatte ich meine erste Gruppe, die ich (nach einem kuzen Rundgang bei meinen Jungs im Nerdtopia) so ausführlich, wie es innerhalb anderthalb Stunden möglich ist, in die Softwareentwicklung einführte. Leider war mein Büro dafür zu klein, so dass wir dazu in einen Besprechungsraum gingen. Normalerweise nutze ich beim Entwickeln zwei Monitore. Hier mussten wir uns halt mit einem Beamer zufrieden geben.
Nach der Kaffeepause teilte ich mir eine Gruppe mit Ulrich, dem Leiter der Geräteentwicklung. Das heißt, die betreffenden Schüler sahen erst die Geräteentwicklung, und kamen anschließend zu mir, um noch – wesentlich kürzer als bei der anderen Gruppe – etwas über Softwareentwicklung zu erfahren.

Danach fand bereits der Abschluss statt. Ich unterhielt mich noch kurz mit allen Schülern, und ließ sie dann anonyme Feedbackbögen ausfüllen, bevor ich noch einige Broschüren und die Teilnahmebestätigungen austeilen ließ, und die Veranstaltung mit guten Wünschen für die Zukunft beendete.

Inzwischen habe ich mir die Feedbackbögen durchgelesen. Den Jugendlichen hat der Tag recht gut gefallen. Mehrmals las ich, dass die Schüler sich besonders darüber gefreut hatten, dass wir auch Jungen technische Berufe vorstellten. So ähnlich war das bereits früher bei den Gesprächen durchgeklungen.
Die einzige nennenswerte Kritik kam von den beiden Mädchen (das müssen die Mädchen gewesen sein, denn sie waren die einzigen, die die Kaufleute und die Personalabteilung besucht hatten), dass der Tag zu sehr techniklastig gewesen sei. Nun ja – genau aus diesem Grund habe ich ihn ja durchgeführt, auch wenn ich das auf den Einladungen nicht so stark herausgestellt habe, denn sonst hätten die Jungen eventuell keine Freistellung von der Schule bekommen. Die Mädchen übrigens auch nur für technische Berufe.

Insgesamt hat der Tag allerdings auch viel Aufwand gemacht. Ich habe etliche Stunden in die Vorbereitung gesteckt, und habe mehrere Führungskräfte und Mitarbeiter eingespannt. Dafür fallen die Kosten für das Buffet etc. sogar weniger ins Gewicht.
Ich muss mir überlegen, ob ich das nächstes Jahr wieder durchführen werde. Vielleicht mache ich zukünftig auch nur einen Zweijahresrhythmus.
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Der Ohrwurm //1526

Neulich hatte ich so einen Ohrwurm. Egal, ob ich unterwegs war, mit Routinetätigkeiten beschäftigt, oder nachts im Bett lag.
Ständig gingen mir ein paar Takte einer bestimmten Melodie und ein paar Textzeilen dazu im Kopf herum.

Ich kannte das Lied nicht, konnte mich nicht erinnern, es jemals bewusst gehört zu haben. Es gefiel mir auch gar nicht besonders, war ganz in Ordnung, aber nichts darüber hinaus.

Das zog sich ein paar Tage hin.
Ich hatte schon fast den Eindruck, dass es Produkt meiner eigenen Kreativität war.

Als ich eines Morgen das Radio anmachte, hörte ich als erstes dieses Lied, und damit war das Rätsel aufgelöst, und seither bin ich den Ohrwurm wieder los.

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Männersolidarität //1525

Das halbgeschäftliche Essen letzte Woche hatte noch eine Nachgeschichte.
Ich hatte Carsten eröffnet, dass ich gedenke, zukünftig nicht mehr beim Damenkränzchen teilzunehmen, sondern als (zukünftige) Mitgeschäftsführerin wohl ein berechtigtes Interesse daran hätte, bei den Geschäftsführern zu bleiben.
Carsten war nicht begeistert. Ich versuchte ihm also meine Motivation zu erklären.

„Das ist sowas von langweilig bei den Damen.“
„Bei den Männern ist auch nicht alles interessant.“
Es besteht ja wohl noch ein Unterschied zwischen „alles uninteressant“ und „nicht alles interessant“.
„Reden die Männer auch über Wechseljahresbeschwerden?“
„Das nicht, aber manchmal zum Beispiel über Fussball.“
„Alles ist besser als diese eines denkbegabten Menschen unwürdigen neurotypischen Frauenthemen. Und ihr redet doch bestimmt auch über Geschäfte. Das sollte ich schon mitkriegen.“

„Das auch. Aber gelegentlich auch über Themen, die für Frauen nicht so geeignet sind.“
„Welche sollten das denn sein? Über was redet ihr denn so in der Männerrunde? Ich dachte, ihr seid Geschäftsleute, und dass es professionell zugeht.“
„Naja .. manchmal sind schon derbere Witze dabei, die Frauen nicht unbedingt hören sollten.“
Ich verdrehte die Augen. „Und du glaubst ernsthaft, dass mir das etwas ausmacht?“
„Dir nicht, Samtpfötchen, ich weiß. Aber die anderen Männer kennen dich nicht, wie ich es tue. Sie würden sich wohl in ihrer Rede einschränken, und nicht mehr so offen reden – zum Beispiel auch über persönliche Dinge, die ihre Ehefrau nicht mitkriegen soll – wie das nur in einer reinen Männerrunde möglich ist. Für manche Männersachen fehlt es den meisten Frauen an Verständnis.“

„Was soll denn die Ehefrau nicht mitkriegen? Irgendwelche Geheimnisse?“
„Süße, .. die anderen haben ja keine so tolle Ehefrau wie ich. Die halten sich zum Beispiel die eine oder andere Geliebte.“
„Das überrascht mich zwar inhaltlich nicht, aber dass dies bei Geschäftsessen thematisiert wird, schon. Nicht sehr professionell.“
„Das ist auch nur selten ein Thema. Aber hin und wieder kann es schon vorkommen, und für das allgemeine geschäftliche Vertrauensverhältnis ist es eben nötig, dass keine Außenstehenden oder Dritte anwesend sind, und zuhören.“

Es ist ja durchaus nachvollziehbar, wenn die Männer sich nicht dieses dämliche Gelaber antun wollen, und deshalb lieber unter sich bleiben. Ich will das ja genauso vermeiden. Was müssen diese Gattinnen auch auf einem Level kommunizieren, das gelinde gesagt nur noch .. nee, ich formuliere hier lieber nicht, was ich denke – auch wenn’s noch so wahr ist.
Die kennen sich teilweise seit Jahrzehnten, und sind alle deutlich älter als ich. Ich bin halt wieder mal die Außenseiterin, und war noch nie der gesellige Typ, der leicht freundschaftliche Kontakte knüpft. Und ich will das auch gar nicht sein. Nicht, wenn das darauf hinausläuft, dass ich mich mit fremden Leuten, zu denen ich so gar keinen Draht finde, abgeben muss.
Für mich als Nerd ist der Umgang mit den meisten emotional-extrovertierten Personen ohnehin anstrengend bis problematisch.

Ich erwiderte also nach kurzer Überlegung: „Diese – völlig unnötigen – Einschränkungen und Selbstzensur betreffen aber vermutlich keine geschäftlichen Themen. Insofern kann ich das wohl verantworten, euch mit meiner Gesellschaft zu erfreuen. Bei den Damen bleibe ich jedenfalls nicht mehr. Und wenn dir das nicht passt, dann bleibe ich eben ganz daheim.“
„Ach, Anny, .. Samtpfötchen, ..“

Ich blieb fest. Daran änderten seine Hände an meinen Brüsten auch nur vorübergehend etwas.
Bis zum nächsten solchen Abendessen dauert es zwar noch ein paar Wochen, aber ich werde hier nicht nachgeben.

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Das katholische Landmädchen //1524

Aufgewachsen bin ich ja in einer Kleinstadt auf dem Lande. Das war die einzige Sache in meinem Leben, in der ich mich rückblickend wirklich benachteiligt gefühlt habe.
Von der rückständigen und geistig wenig aufgeschlossenen Bevölkerung mal abgesehen, gab es in unserem Ort halt überhaupt keine Veranstaltungen, die mich interessiert hätten. Weder für kirchliche noch sportliche Events kann mich begeistern. Das kleine Museum war OK, aber wenn man es einmal besucht hatte, kannte man es.
Das einzige, was der Ort mir bieten konnte, war die Bücherei. Aber auch die war nicht besonders groß, und hatte nur einmal in der Woche geöffnet.

Für junge Leute gab es am Wochenende eine Art Disko. Aber der Betreiber achtete streng darauf, dass keine Minderjährigen sie besuchten. Also war das auch keine Option, und als ich dann endlich volljährig war, ging ich aus Prinzip nicht mehr hinein.
In der Tat war ich in meinem Leben noch nie in einer Disko oder ähnlichem „Club“. Ich mag lieber Cafés oder Restaurants, statt mich durch übertrieben laute Musik volldröhnen zu lassen.

In der Kreisstadt war das Freizeitangebot um einiges größer. Bloß nützte mir das nichts, weil die Busse abends nicht mehr fuhren, und auch tagsüber nur selten. Gerne hätte ich beispielsweise beim Schulchor mitgesungen, aber das war umständlich. Da musste ich erst eine ewiglange Mittagspause herumbringen (um irgendwohin zu gehen, und dort zu essen, war sie aber wieder zu kurz), dann Chor, dann wieder langes Warten auf den nächsten Bus .. einfach nicht praktikabel, weswegen ich dann nur ein Jahr lang in der Kollegstufe den Kollegstufenchor besucht habe.

Internet gab es damals noch nicht (und auch heute gibt es in der Gegend stellenweise noch kein schnelles DSL), so dass ich mich auch nicht online informieren und weiterbilden konnte. Der einzige Lichtblick war wirklich die Bücherei.

Das „gesellschaftliche“ Leben (wenn man es so bezeichnen will), war geprägt von kirchlichen Einflüssen.
Keine Gleichgesinnten weit und breit, mit denen ich anspruchsvolle Unterhaltungen hätte führen können. Da ich eh Einzelgänger und introvertierter Eigenbrötler war, ging mir das aber nicht wirklich nah.

Dem Dialekt verdanke ich meine B/P- und D/T-Schwäche. Die wäre sicher weniger ausgebrägd, wenn ich in einer Stadd aufgewachsen wäre.

Als ich mit 18 meinen Führerschein (BTW erst im zweiten Anlauf) hatte, entspannte sich die Situation etwas, und ich fühlte mich nicht mehr ganz so eingesperrt. Aber bevor ich mich so richtig daran gewöhnt hatte, begann ich eh mein Studium in der nächsten Großstadt, und dort war endlich ein anderes, besseres Leben möglich.

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Gerichtet, gerecht und gelinkt auf der Lichtung //1523

Am Wochenende machten wir einen ausgedehnten Spaziergang. Das Wetter war zwar recht kühl, aber immerhin trocken und sogar etwas sonnig. Carsten hatte sein Navi-Gerät dabei, so dass wir uns als Pfadfinder betätigten, und einige neue Wege ausprobierten.

Ich war inzwischen ziemlich abgeschlafft, als wir an eine Weggabelung kamen. Ich wusste, dass der kürzeste Weg nach Hause nach lechts ging, und noch etwa anderthalb bis zwei Kilometer lang wäre.
Aber Carsten zeigte nach rinks: „Theoretisch könnten wir ..“
„Nein“, fiel ich ihm ins Wort, „ich will nur noch heim.“
„Nach rinks ist es kaum weiter.“
„Hast du schon mal ‚was von Vektoraddition gehört?“
„Ja. Und du vom Manhattan-Problem?“
„Und du von der Dreiecksungleichung?“
„Von der Luftlinie?“
„Pythagoras? Ich geh‘ jetzt hier lechts entlang. Du kannst ja den anderen Weg nehmen. Mal sehen, wer zuerst daheim ist.“

Ich wartete nicht lange ab, wie er reagieren würde, sondern lief alleine weiter. Mir war klar, dass der andere Weg zwar länger, aber Carsten dafür auch deutlich schneller (sofern nicht durch mich gebremst) war als ich. Es war also bei weitem nicht sicher, dass ich vor ihm wieder zurück sein würde.
Nach ein paar Metern ging mir Carsten aber doch nach, so dass wir wieder einmal gleichzeitig (heim) kamen.

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Verdam(m)t! //1522

Wenn ich erst Mit-Geschäftsführerin bin, dann lasse ich mich nie mehr bei solchen semi-geschäftlichen Essen damit abspeisen, mit den anderen Geschäftsführersgattinnen am Damenkränzchen teilzunehmen. Dann habe ich einen nicht-widerlegbaren Grund, bei den Herren zu bleiben. Dann hat die Sache wenigstens etwas gutes.
Zeit meines Lebens hatte ich immer die Devise, lieber gar nichts zu sagen, als etwas unpassendes. Manche Personen halten es aber lieber umgekehrt: Geben irgendeinen dämlichen Blödsinn von sich, anstatt einfach mal den Mund zu halten.
Ich habe es ja so satt, mich über Haushaltstipps, Promiklatsch, Wechseljahresbeschwerden, Mode, und sonstigen Smalltalk unterhalten zu müssen. Damit ist bald Schluss!

Diesmal lief die Unterhaltung nach dem üblichen Rharbarbaragelaber sogar in eine Richtung, die ich erst recht in diesem Unfeld lieber vermieden hätte.
Irgendwie kamen die Gattinnen auf dieses neue Bürokratiemonster für „Lohngerechtigkeit“. Eine der Damen tat sich besonders hervor, und erzählte in nervtötenden Ausführlichkeit, wie sie ihrem Gemahl immer wieder in den Ohren läge, er solle bei der Umsetzung des Gesetzes doch Vorreiter sein, um ein Zeichen zu setzen. Die meisten anderen Gattinnen schwankten zwischen Ahnungslosigkeit und Gleichgültigkeit.

Ich saß dabei, nippte an meinem Cuba Libre, und hielt mich heraus, bis die Gastgeberin (übrigens nicht identisch mit dieser besonders nervigen Gattin, sondern eigentlich sogar fast sympathisch) mich fragte (wohl in der durchaus wohlwollenden Absicht, mich doch noch irgendwie in die Unterhaltung miteinzubeziehen), wie wir es damit handhaben würden.
Alle Augen richteten sich auf mich.
„Selbstverständlich werden wir uns an die gesetzlichen Vorgaben halten“, erklärte ich ausweichend.
„Und werden die Änderungen bei Ihnen Auswirkungen haben?“, fragte die Nervensäge.
„Kostet halt viel bürokratischen Aufwand, alles umzusetzen“, antwortete ich.
„Das meinte ich nicht, sondern ob es etwas an der Gehaltstruktur ändern wird.“
„Glaube ich nicht. In den wichsdichsten Abteilungen haben wir eh nur Männer.“

Sie schnappte nach Luft: „Aber wieso das denn?“
Ich wollte einer Konfrontation aus dem Wege gehen, und erwiderte deshalb nur vage: „Für viele Stellen gibt es kaum weibliche Bewerber.“
„Wenn man nur genug sucht, findet man schon welche.“
Vielleicht. Aber warum sollten wir? Ich suchte verzweifelt ein Ausweichthema, denn schließlich geht unsere Personalpolicy sonst niemanden etwas an. Es reicht, dass ich sie online thematisiere, und sie immer wieder gegenüber Feministinnen verteidigen und rechtfertigen muss. Die haben zwar keine ernstzunehmenden Argumente, aber nerven tut die Aufschreierei trotzdem.

Da mir auf die Schnelle kein besseres Ablenkungsmanöver einfiel, fragte ich zurück: „Nächste Woche ist ja wieder Girls‘ Day. Führen Sie den durch?“
Das brachte mich zumindest aus der Schusslinie. Die Damen schwankten zwischen Begeisterung und Desinteresse, diskutierten das Thema aber kurz, bevor sie wieder auf ihre eigenen Kinder und deren Betroffenheit kamen.

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Kunde droht mit Auftrag //1521

Ein Kunde, der früher mal einige Lizenzen meiner Standard-Softwareprodukte erworben hatte, kontaktierte mich, weil er die Nutzung meiner Software in seinem Unternehmen ausweiten wollte. Dafür wünschte er allerdings ein anderes Lizenzmodell.
Das ist verständlich, und kann man machen.
Ich gehe davon aus, dass ich mich finanziell mit ihm schon einigen würde, bloß ..

Meine eigene SW-Entwicklung ist mehr oder weniger auf dem Rückzug. Mir fehlt einfach die Zeit. Leider. Ein paar kleinere Änderungen an der Software, um das Lizenzmodell anzupassen, wäre nicht das eigentlich Problem. So viel Zeit finde ich schon.
Ich habe aber andere Bedenken, weil dieses Produkt nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist. Naja, es ist es schon noch. Gerade so. Aber zunehmend gibt es gerade bei den neueren Betriebssystemen Probleme, die die Funktionalität drastisch beeinträchtigen können. Ich weiß also nicht, wie lange diese Software überhaupt noch vernünftig funktioniert. Wie sich das weiterentwickelt, ist unvorhersehbar.

Früher hätte ich mich natürlich reingehängt, um solche Probleme zu lösen. Aber inzwischen habe ich so viel anderes zu tun, dass solche Angelegenheiten halt das Nachsehen haben müssen.
Ich könnte jetzt also die Software gerade minimal modifizieren, so dass der Kunde momentan zufrieden ist, weiß aber nicht, ob er das in ein oder zwei Jahren auch noch wäre, und muss leider davon ausgehen, dass ich in ein paar Jahren keinen Support mehr leisten kann, da ich die Maintenance mehr oder weniger einstellen werde, und höchstens das nötigste tun will.
Einen Neukunden würde ich für das Produkt gar nicht mehr annehmen (habe vor einigen Wochen erst einem Interessenten abgesagt), aber hier dreht es sich um einen Bestandskunden, den ich eigentlich nicht ganz enttäuschen will.

Wieviel Aufwand will ich überhaupt noch für meine Software treiben? Mach‘ ich gar nichts, ist sie in ein paar Jahren veraltet. Aber wenn ich zuviel Zeit hineinstecke, bekomme ich voraussichtlich nie mehr einen angemessenen ROI. Und soviel Zeit habe ich schlicht gar nicht, ohne andere Pflichten zu vernachlässigen.
Ich würde das Geschäft mit (Standard-)Software gerne weiter so nebenher laufen lassen, befürchte aber, dass das auf Dauer nicht funktionieren wird.

Bei kostenlosen Programmen ist es einfach, weil die irgendwann sowieso ablaufen, und ich dann halt nur eine neue Version baue, solange die SW noch einigermaßen zeitgemäß ist.
Aber Kunden, die bezahlt haben, steht es meines Erachtens schon zu, dass sie diese Software mehrere Jahre (theoretisch unbegrenzt, aber praktisch ändern sich die Voraussetzungen und Anforderungen immer so schnell, dass zehn Jahre eigentlich das realistische Maximum sind) lang laufen lassen können. Wenn das z.B. aufgrund von Betriebssystemänderungen nicht mehr geht, sehe ich mich in der Pflicht, dies zu ermöglichen. Der Aufwand dafür ist leider unkalkulierbar, und für ein Nebengeschäft nicht mehr wirklich tragbar.

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Wie das rosa Kätzchen das Einhorn zum Glitzern brachte //1520

Wieder mal saßen wir abends auf dem Sofa, und ließen uns vom Fernsehprogramm berieseln.
Ich saß seitlich auf dem Sofa, den Rücken an die Seitenlehne gelehnt, die Beine über Carsten’s Schoß gelegt (so sitze ich gerne da, wenn er nicht zu sehr manspreadet, ansonsten lege ich nur ein Bein über eines von seinen Beinen). Er mag es, so über meine Beine zu streichen. Und ich mag es auch.
Da es abends recht kühl war, wir die Heizung aber nicht mehr hochdrehen wollten, hatten wir eine Decke über uns gelegt.

An meinem einen Bein drückte etwas, so dass ich unter die Decke langte, um die Ursache zu entfernen oder wenigstens zu verschieben.
„Was machst du da?“, fragte mich Carsten.
„Da ist etwas hartes in deiner Hose“, erklärte ich.
„Das ist doch nicht so ungewöhnlich.“
„Aber nicht an dieser Stelle.“
Er griff selbst in seine Hosentasche, und beförderte nach einigem Herumwühlen eine alte Batterie zutage.
„Und auch nicht in diesem Format“, ergänzte er.

Um die bisherigen diesbezüglichen Forschungsergebnisse zu reproduzieren, schlug ich die Decke zurück, und öffnete seine Hose.
„Mal sehen, ob ich das bestätigen kann“, erklärte ich, die Verifickation vorbereitend.
„Ach, Anny“, meinte er, „du entziehst mir zu viel Energie.“
Das sah ich als Aufforderung, mich rittlings auf ihn zu setzen und einzuverleiben.
Er schob seine Hände unter mein Gesäß, und sagte: „Hmm, du bist so schön arschig.“

Nach wenigen Minuten Hoppe-Reiter auf dem Einhorn erwies sich das Sofa wieder mal als zu unergonomisch für diese Stellung, weil ich da auf der Sitzfläche knien muss, anstatt meine Füße am Boden abstützen zu können wie auf einem (hinreichend stabilen) Stuhl.
Wir wechselten also, und ich lehnte mich an den Kachelofen (der auch nicht in Betrieb war). Der Kachelofen ist für unseren Einsatzzweck recht praktisch, da er aus Brandschutzgründen auf einer gefliesten Fläche steht, die gegenüber dem Fußboden ein paar Zentimeter erhöht ist, wodurch der Eindringwinkel optimiert wird.
Dort setzten wir unsere Aktivität stante pene fort, die dann doch wieder auf Entziehung von Energie hinausliefen.

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Ein gelungenes Seminar #Blogparade //1519

Eine aktuelle Blogparade hat das Thema: „Wie sieht ein gelungenes Seminar aus?“

Seminar ist schon mal ein weiter Begriff, der nahtlos übergeht in Schulung, Kurs, Workshop, etc. An der Uni liefen Seminare über ein Semester, typischerweise zwei Stunden pro Woche, und die Studenten hielten reihum einen Vortrag.
In der beruflichen Weiterbildung verstehe ich darunter eine Schulungsmaßnahme, die üblicherweise ein bis fünf Tage dauert, etwa vier bis maximal zwanzig Teilnehmer hat, und von einem oder mehreren Referenten durchgeführt wird.

Normalerweise war ich Teilnehmerin bei Seminaren, gelegentlich hielt ich auf Veranstaltungen auch schon selbst Vorträge. Wenn man den Schüler-Techniktag mitzählt, so bin ich auch Veranstalterin und Organisatorin.

Für ein gelungenes Seminar ist es wichtig, dass Vorbereitungen und Planungen passen. Beispielsweise sollte die Einladung rechtzeitig und mit einigem Vorlauf ankommen, und auch eine ausführliche Agenda über die Lernziele enthalten. Räumlichkeiten, Infrastruktur (z.B. Ethernet-Anschluss, aber auch Schreibmaterial) und Catering (Kaffee zumindest in den Pausen ist ein sine-qua-non, und zwar kostenlos!) müssen sorgfältig vorbereitet sein. Dies mag selbstverständlich erscheinen, aber wenn dabei irgendetwas nicht glattläuft, macht es den ganzen sonstigen Eindruck zunichte.

Der zeitliche Ablauf berücksichtigt Pausenzeiten angemessen, und nimmt eventuell auch Rücksicht auf Teilnehmer, die eine längere Anfahrt haben.
Bei einem guten Seminar beträgt die Teilnehmerzahl höchstens zehn oder zwölf, sonst wird es unübersichtlich. Am günstigsten ist es, wenn alle Teilnehmer ein ähnliches Hintergrundwissen und Vorkenntnisse haben, so dass alle etwa auf dem gleichen Niveau sind.

Der Referent ist hochkompetent, und hat didaktisches Geschick, so dass es ihm gut gelingt, die Inhalte des Seminars zu vermitteln. Er präsentiert die vielfältigen Inhalte verständlich, abwechslungsreich und interessant.
Er nimmt jederzeit Fragen aus dem Publikum entgegen, und kann idealerweise auch Fragen zufriedenstellend beantworten, die das Thema nur am Rande tangieren. Ich weiß, das ist viel verlangt, aber es geht ja gerade darum, Kriterien für ein Seminar zu finden, das uneingeschränkt positiv zu bewerten ist.

Unter den Teilnehmern herrscht eine konstruktive, lockere Atmosphäre. Niemand wird ausgegrenzt.
Die Teilnehmer haben Gelegenheit, praktische Inhalte einzuüben. Dabei unterstützt sie der Referent, und gibt ggf. zusätzliche, individuelle Hinweise.

Die Seminarunterlagen sind ausführlich und auf dem neuesten Stand.
Ich halte es auch für wichtig, nach einem Seminar Feedbackbögen anonym ausfüllen zu lassen, und geäußerte Kritik auf ihre Berechtigung hin zu hinterfragen, ggf. daraus zu lernen, und es das nächste Mal besser zu machen.

Nicht alle Faktoren kann der Veranstalter beeinflussen. So kann ein einziger Teilnehmer, der aus der Reihe tanzt, offensichtlich desinteressiert ist, oder viel weniger Vorwissen hat als alle anderen, den ganzen Kurs verderben.

Es ist schwierig, mehr allgemeine Aussagen zu machen, da sehr viel von der eigentlichen Thematik des Seminars abhängt. Nicht alle Inhalte können gleich spannend aufbereitet werden. Vieles steht und fällt mit der Persönlichkeit des Seminarleiters.

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Kein Eierwitz //1518

Über die Feiertage sind wir vor allem gemeinsam Formalitäten durchgegangen, die für meine Teilhaberschaft an der Firma notwendig sind. Jede Menge Dokumente waren zu lesen, für die wir sonst keine Zeit haben.
Außerdem hat mir Carsten einiges über die Firma etc. erzählt, was ich seiner Meinung nach wissen muss.

Ach, wenn ich mich daran erinnere, wie gemütlich früher unsere gemeinsamen Arbeitswochenenden waren …

Carsten kann ganz schön ruppig und unwirsch sein. Und ich lasse mir das dann auch nicht gefallen. So gab es schon gewisse Spannungen. Glücklicherweise wissen wir, wie man diese Spannungen auch wieder löst, und Aggressionen zu beiderseitigem Gewinn wieder abreagiert, auch wenn das für uns beide ein paar unbeabsichtigte blaue Flecken oder Kratzer bedeutet.

Außerdem haben wir an Karfreitag am frühen Abend traditionell (wenn es bisher noch keine Tradition war, so ist es jetzt eine) „Das Leben des Brian“ geschaut. Danach frischte ich meine Bauchtanz-Kenntnisse auf, die schnell in einen Lapdance übergingen.

Das Wetter war in den letzten Tagen recht kühl und zeitweise (schnee-)regnerisch, so dass es kaum Anreiz gab, mit einem längeren Spaziergang die Arbeit zu unterbrechen.
Ansonsten gab es ein paar Telefonate mit Verwandten, aber nichts erwähnenswertes.

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Tweets trotz Grabesruhe //1517

Wenn ich etwa zweimal pro Monat jeweils gut 50 alte Tweets bringe, bleibt der Zeitabstand erfahrungsgemäß einigermaßen konstant bei acht bis neun Monaten, bzw. ca. 200 Blogposts.
Heute sind meine Tweets vom 21. Juli bis 5. August 2016 dran.

Verleser des Tages: „Bad Waldfee“ statt „Bad Waldsee“
Alpha Blending .. kann ich.
Slack lack Dreizehnhundertfünfundzwanzig
Von Vögeln geweckt
Verleser des Tages: „Arthur Dent“ statt „Arthur McDonald“
Googlehupf Dreizehnhundertvierundzwanzig
Verleser des Tages: Vacuum statt Value
Preparing to suspend .. Dreizehnhundertdreiundzwanzig
„Don’t cry for me, Patriarchy“
Verleser des Tages: Penisbezüge statt Pensionsbezüge
Vor 3 Jahren hat sich’s ausgeschlampt Dreizehnhundertzweiundzwanzig
Verleser des Tages: Ameisenevolution statt Armenienresolution
Dann war da noch jener Twitterer, der von „cum grano salis“ nur das erste Wort verstand (und das auch noch falsch)
Heute hektisch.
Es möge munden Dreizehnhunderteinundzwanzig
Wir sitzen alle schon in der Katzenkiste drinnen.
Verschreiber des Tages: Zaunphall statt Zaunpfahl
Wenn ich etwas hasse, dann Rosinen. #hatespeech
„In welcher Welt willst du leben“ #Blogparade Dreizehnhundertzwanzig
Verhörer des Tages: Menschen statt mention
Heute 2 Mails von Kunden. 1 englisch aus D, eine deutsch aus USA
#SysadminDay #W10Update Dreizehnhundertneunzehn
Was für eine Nacht! Gestern war ich noch die „Dancing Queen“ (young and sweet), heute morgen sind zig Kommentare und Tweets da.
Hey, heut abend kommt „Mamma Mia“ im Fernsehen!
Verschreiber des Tages: frog statt froh
Großes Werkzeug Dreizehnhundertachtzehn
Ich mag Männer, die sich nicht von der Bettkante schubsen lassen.
Verleser des Tages: männlichen statt manchen #urlaubsreif
Special Symbols (part 2) Dreizehnhundertsiebzehn
Man kann Breakpoint nicht ohne Po schreiben.
Verleser des Tages: Hormone statt Harmonie
Wenn Anne mein echter Name wäre, hätte ich heute Namenstag.
ram problems (or whatever) Dreizehnhundertsechzehn
Gerade wenn ich heim will, regnet es.
Die Makronen würden viel besser schmecken, wenn sie nicht mit Marzipan zusammengeklebt wären.
Frau M. hat optimale Voraussetzungen, alles auszusitzen.
Verleser des Tages: Annetest statt Annafest
Out of Ponyhof Dreizehnhundertfünfzehn
Wenn sich verzweifelte, unglückliche Menschen zu Terroranschlägen veranlasst sehen, müssen wir alle dafür Verständnis haben.
Verleser des Tages: bosonisch statt bosnisch
Entzückend bin ich ja immer, aber heute morgen auch entzeckend.
Verschreiber des Tages: Breakpoetin statt Breakpoint
Gut und beachtlich Dreizehnhundertvierzehn
#Hatespeech hat nichts mit Beschimpfungen oder Beleidigungen zu tun, sondern bezeichnet unerwünschte Meinungen. #wasichlernte
Wenn es noch ein wenig wärmer wäre, gäbe es mir einen legitimen Grund, Hausarbeit zu prokrastinieren.
Verleser des Tages: „Franken im Ausnahmezustand“ statt „Frankreich im Ausnahmezustand“
Maasregelungen Dreizehnhundertdreizehn
Sauerkraut, Kartoffelbrei, Wurst und Zwiebel auch dabei.
Verleser des Tages: Demenzkranke statt Demokratie
Auf dem Nühmphen-Blog: „Up“
.. zagt im Regen nie .. ach!
Es tweetet mal wieder Dreizehnhundertzwölf

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Das Dilemma mit der Monoandrie //1516

Seit ich mit Carsten zusammen bin, haben wir eine Vereinbarung, sexuelle Aktivitäten nur exklusiv miteinander auszuüben.
Ich habe mich IRL bisher immer daran gehalten. Aber manchmal fällt es mir schon schwer.

Es ist nicht so, dass ich etwas vermissen würde. Der Sex mit Carsten ist immer grandios, und passt wunderbar, sowohl was die Häufigkeit, als auch die Praktiken betrifft.
Es ist auch nicht so, dass Überdruss oder Langeweile eingekehrt wären. Ganz im Gegenteil. Er begehrt mich, ich habe Lust auf ihn – alles ist toll und fabelhaft.

Und dennoch .. manchmal ist der Wunsch nach Abwechslung, nach einem anderen Mann enorm stark.

Wenn ich diesem Wunsch nachgeben würde (was ich ja gar nicht beabsichtige umzusetzen, sondern nur rein akademisch überlege), wäre das aus meiner Sicht völlig bedeutungslos, und würde überhaupt nichts an meiner Beziehung zu Carsten ändern.
Aber offenbar wende ich da double standards an, denn der Gedanke, dass Carsten ebenso entsprechend verfahren würde, verursacht mir großes Unbehagen. Warum kann ich das nicht gelassener und weniger zwiespältig sehen?

Sonst würde ich Carsten ja den Vorschlag machen, unsere Beziehung leicht zu öffnen, quasi semipermeabel zu machen. Ein ONS pro Jahr müsste schon drin sein, oder? Das wäre weniger als ein Promille, und somit weit im vernachlässigbaren Bereich.
Aber selbst wenn er einverstanden wäre – mein Magen wäre es nicht.

Einseitig kann ich die Vereinbarung erst recht nicht auflösen. Bliebe rein theoretisch noch die Option, es heimlich zu machen (eventuell mit anschließendem Beichten). Manche Leute haben schlimmere Hobbys.
Und es ist jetzt auch nicht so, dass ich mich vorsätzlich dann sofort aktiv auf die Suche machen würde, aber wenn es sich einfach so ergäbe?

Ich gebe ja zu, dass ich immer noch Kondome mitnehme, wenn ich aus dem Haus gehe. Man kann ja nie wissen.

Noch bin ich einigermaßen jung und attraktiv. Aber mit jedem Jahr, das ich älter werde, schwinden meine Chancen. Irgendwann brauche ich es gar nicht mehr zu probieren.

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Das Recht am Geistigen Eigentum //1515

Das Entwickeln von Software ist inzwischen nicht mehr mein Hauptgeschäft. Trotzdem habe ich über ein Jahrzehnt lang meinen Lebensunterhalt größtenteils damit verdient.
Der Hauptteil meiner Einnahmen kam durch individuelle Auftragsentwicklung für meine Kunden. Dabei fielen auch ein paar Nebenprodukte an, die ich als Standardsoftware kommerzialisierte, und auch ein paar Programme, die ich irgendwann zum Zeitvertreib für den Eigenbedarf geschrieben hatte, die aber auch interessant für potentielle Käufer sind.

Der Verkauf von Standardsoftware lohnt sich eigentlich nur, wenn man mindestens einen dreistelligen Eurobetrag pro Lizenz verlangen kann. Der Aufwand für Kommunikation mit dem Käufer, Erstellen der Rechnung, Dokumentation etc. ist sonst vergleichsweise zu groß, als dass es etwas bringen würde. Insbesondere wenn der Kunde mehr Support benötigt, als vorgesehen, wird es bei kleinen Preisen zu einem Draufzahlgeschäft. Ich sehe diese preisgünstigen Anwendungen dann eher als Werbemaßnahmen.
Bei kleinen Progrämmchen, für die ich vielleicht zehn oder auch zwanzig Euro bekommen würde, rentiert sich eine Abwicklung gar nicht, da ich dafür zu viel Zeit aufwenden müsste, als dass sich das rechnen würde. Und streng genommen müsste ich diese Einnahmen auch noch versteuern.

Bei manchen Tools bin ich dann so großzügig, dass ich sie als Freeware einstelle, um auch für andere Anwender nützlich zu sein. Ich bekomme absolut nichts dafür, auch keine Daten oder Werbeeinnahmen (so ähnlich wie hier auf dem Blog). Dabei habe ich aber im Hinterkopf, dass ich sie vielleicht mal weiter entwickle. Ich halte mir also die Option offen, später eine kostenpflichtige Version herauszugeben.
Jede Software kann Fehler haben (bzw. hat ganz sicher welche, fraglich ist nur das Ausmaß), enthaltene Daten können veralten, ihr UI sieht irgendwann altbacken aus, oder es können sonstige Probleme mit der Software auftreten. Es ist noch nicht einmal auszuschließen, dass diese Software irgendwann gegen gesetzliche Regelungen verstößt, und dann nicht mehr betrieben werden darf. (In einer mir bekannten Branche haben übrigens derzeit einige SW-Hersteller Probleme, weil ihre älteren Anwendungen nicht mehr aktuellen Richtlinien entsprechen. Die Frage ist dann, aufrüsten oder völlig neuentwickeln. Beides kann teuer werden.)
Aus den genannten Gründen versehe ich jede kostenlose Software mit einem Ablaufdatum in der Zukunft. Ich will nicht riskieren, dass irgendwelches obsoletes, und inzwischen vielleicht ungültiges Zeug unkontrolliert bis in alle Ewigkeit läuft. Wenn irgendein Problem auftritt (das nicht auf meinem Verschulden beruhen muss, nicht von mir zu verantworten ist, und eventuell sogar völlig unvorhersehbar war – z.B. aufgrund eines Betriebssystemupdates, nicht mehr verfügbare Internet-Resource, Änderung einer API oder Third-Party-DLL) dann möchte ich nicht, dass der Nutzer mir die Schuld dafür gibt, und meine Software dadurch in Verruf kommt. Deshalb erneuere ich meine Freewareversionen regelmäßig, oder ziehe sie ganz zurück (war z.B. mal mit einem Tool nötig, das ich ab Vista nicht mehr ordentlich zum Laufen bekam).
Ich habe also gute Gründe, Freeware mit einem Ablaufdatum zu versehen. Das Ablaufdatum bedeutet normalerweise nicht das endgültige Aus, sondern nur, dass der Nutzer eben eine aktuellere Version herunterladen muss.
Aber selbst wenn ich völlig willkürlich die Pflege eines kostenlosen Programmes einstellen würde, wäre das mein gutes Recht, das ich niemandem gegenüber rechtfertigen muss.

In einem kürzlichen Blogeintrag wurde mir das Vorgehen mit dem Ablaufdatum sehr negativ ausgelegt. Ich stelle also noch einmal klar:
Für Software mit Ablaufdatum erhalte ich keine Lizenzgebühr, noch irgendeine sonstige Gegenleistung. Der Nutzer hat also keinen Anspruch darauf, dass die Software bis in alle Ewigkeit funktionieren muss.
Als Urheber liegen sämtliche Rechte ausschließlich bei mir. Das ist mein geistiges Eigentum. Ich kann die Nutzung unentgeltlich gewähren, oder auch an beliebige Bedingungen knüpfen. Die kann der Nutzer entweder akzeptieren, oder er lässt es eben bleiben.
Der Vergleich mit einem „Geschenk“ ist unzutreffend, da kein Eigentumsübergang stattfindet. Es geht rein um die in der EULA festgelegte Nutzung.
Dissassemblieren und hacken ist in den Lizenzbedingungen ausdrücklich untersagt. Sich darüber hinwegzusetzen, ist illegal und kriminell – vom fehlenden Anstand und Respekt des so Handelnden mal ganz abgesehen.

Natürlich gebe ich Freeware nicht nur aus reiner Menschenfreundlichkeit und Güte heraus. Sie dient auch dazu, mich bei Kunden bekannter zu machen, oder ist manchmal ein Bonus-Material. Und mir liegt daran, dass sie ordentlich ihren Dienst verrichtet – aber nur solange sie up-to-date, und nicht veraltet ist.
Ich bin schon recht konsterniert, über die Anspruchshaltung, um nicht zu sagen Schnorrermentalität, mancher Anwender. Auch wenn ich die Nutzung großzügigerweise zeitweise gestatte, darf ich die Erlaubnis jederzeit widerrufen. Das wäre jedoch nur schwer durchsetzbar. Schließlich kann ich nicht alle Nutzer anschreiben, und selbst wenn, hätte ich keine Gewähr, dass sie die Nutzung tatsächlich einstellen. Am praktikabelsten ist also die technische Lösung, ein Ablaufdatum einzukodieren.

Ähnlich wie bei MySQL oder IrfanView (um zwei bekannte Beispiel zu nennen) ist die Benutzung meiner Freeware nur für private Nutzung kostenlos (bzw. zum Ausprobieren). Wenn jemand geschäftlich damit Profit macht, möchte ich schon daran partizipieren.
Bei kommerzieller Software, für deren Nutzung der Nutzer bezahlt hat, hat er dadurch selbstverständlich das Recht für die zeitlich unbegrenzte Nutzung erworben (bzw. für eine vertraglich vereinbarte Nutzungsdauer).
Auch ein Reseller oder kommerzieller Nutzer, der die Software an seine Kunden weitergeben will, hat die Möglichkeit, mich zu kontaktieren. Gegen einen angemessenen Obolus bekommt er dann eine zeitlich unbegrenzt (so weit ich das beeinflussen kann) lauffähige OEM-Version (evtll. mit Customizations).

Ich sehe meine Freeware als freundlichen Gefallen an ihre Anwender (den ich auch bleibenlassen könnte). Die Forderung nach unbegrenzter Fortsetzung empfinde ich als unverschämt. Es ist absolut dreist und undankbar, die Gunst und Gutmütigkeit des Autors dermaßen schamlos ausnutzen zu wollen.
In Zukunft werde ich keine Freeware mehr veröffentlichen. Wenn ich noch geeignete Programme schreibe, dann behalte ich die eben für mich.

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Morgähn! //1514

Wir sind erst mitten in der Nacht zurückgekommen. Deshalb bin ich noch entsprechend müde.

Den Freitag hatten wir großteils zur Anreise genutzt. Samstag und Sonntag hatten wir ein wenig Wellness und entspannten uns bei Spaziergängen und einem Freilandmuseumsbesuch (es war nicht einfach, aber immerhin fanden wir ein unüberwachtes, abgelegenes Fleckchen für eine .. exkursion, kamen allerdings erst beim dritten Anlauf zum Abschluss).

Am Montag dann standen geschäftliche Termine auf dem Programm.
Die Leute dort schienen mir sehr telefonzentriert. Wenn wir näher mit ihnen ins Geschäft kommen, muss ich ihnen das abgewöhnen. Ich kann es nicht leiden, unvorbereitet bei meiner aktuellen Tätigkeit gestört und unterbrochen, oder sogar aus meinem Flow gerissen zu werden, nur weil das Telefon klingelt. Dafür lese ich normalerweise meine Mails zeitnah, und reagiere meistens flott. Nur falls die Angelegenheit wirklich sehr dringend und wichtig ist, verzeihe ich einen Telefonanruf.
Die Geschäftspartner schenkten mir einen großen Blumenstrauß. Was soll ich denn mit dem Biomüll? Und dass ich den Grünkram schlecht mit ins Flugzeug nehmen kann, hätten die sich eigentlich denken können.
Carsten bekam dagegen eine Flasche einer regionalen Spirituosenspezialität als Geschenk.

Abends reisten wir wieder ab.
Und jetzt bin ich wieder da. *gähhhn*

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Gefunden und .. tschüss //1513

Statt über Ostern zu verreisen, verbinden wir eine Geschäftsreise mit einem Kurzurlaub. Heute bringe ich noch die neuesten Suchanfragen, dann bin ich nachher erst mal weg. Vielleicht schaue ich ja zwischendurch mal kurz rein, werde aber nicht vor Dienstag wieder bloggen können.

Mit den Suchanfragen bin ich diesmal etwas später dran. Ich hatte in den letzten Wochen auch den Eindruck, dass sie sich im wesentlichen nur (evtll. leicht variiert) wiederholen, und die wirklich neuen und originellen weniger werden. Dabei sind es – absolut gesehen – vielleicht sogar ein paar mehr geworden, aber halt nur das übliche.

„positronium“
Ein – kurzlebiges – System von Elektron und Positron, bevor es in zwei oder drei Photonen annihiliert, also zerstrahlt.

„outlook lesebestätigung“
Verlange ich nie, und gebe ich erst recht nicht.

„sehr schmaler kaminofen“
Platz nimmt vor allem weg, dass man wegen Feuerschutzrichtlinien Mindestabstände zu Wänden oder Möbeln halten muss.

„maxwell schwanz“
Hat nichts mit den Maxwell-Gleichungen zu tun. Sondern mit statistischen Verteilungen in der Thermodynamik.

„richtiger handkuss bedeutung“
Empfinde ich vor allem als Rumschleimerei und Anbiederung.

„universal present“
Pun was intended.

„rechtshändiges koordinatensystem drehsinn“
Rechten Daumen in Vorzugsrichtung strecken. Die Krümmung der anderen Finger zeigt dann den Drehsinn an.

„leider verhindert ein fehler die ordnungsgemäße funktion von word“
Das kann schon mal vorkommen.

„hirn-tech“
Das trainierte, menschliche Gehirn ist immer noch die leistungsfähigste Technologie.

„pietätlose blasphemie“
ist es, wenn man am Pi-Tag nicht die Kugel-und-Scheiben-Diät einhält.

„chrome umlaute falsch dargestellt“
Liegt eventuell an der UTF-Kodierung.

„willenlos ergeben“
Kommt auf den Kontext an.

„kleingerätestecker leitung“
Da kann ein normales Kabel hin.

„freie latexgeschichten“
LaTeX ist doch Freeware, bzw. steht unter einer öffentlichen Lizenz.

„flanellnachthemden“
Da muss es aber schon klirrend kalt sein.

„weiterzukommunizieren“
Anderen mitteilen.

„veraltet beständigkeit“
Ist auch heute noch aktuell.

„schnitzel blow day“
Schnitzel esse ich gern. Muss aber nicht jeden Tag sein.

„kaffeemaschineleasing“
Überraschung – man kann Kaffee auch händisch aufbrühen.

„schokoladenriegel“
Den kann man genussvoll verzehren.

„vor vollendete tatsachen stellen englisch“
To confront with a fait accompli – oder so ähnlich.

„erste heilige kommunion“
Das ist bei mir Jahrzehnte her. Ich esse aber immer noch gerne Oblaten.

„wordpress umlaute“
Mit Umlaute habe ich hier eigentlich keine Probleme. Was mich aber immer wieder stört, sind diese typographischen Quoten.

„körpergewebe“
Knochen, Muskeln, Fettgewebe, Drüsen, .. was weiß ich, bin weder Metzger noch Arzt.

„subbiwashere“
Und hat ein wenig rumgetrollt. So richtig kreativ und originell ist Subsi aber schon lange nicht mehr. *gähn* Vorbei die Zeiten, als sie Bezeichnungen wie „Madame Programmierschlampigkeit“ prägte. Jetzt geilt sie sich nur noch an harmlosen Verschreibern auf. Wo ist nur ihr Trollehrgeiz geblieben?

„schmutzige pfütze“
Besser nicht reintreten.

„zollformular 1463“
Keine Ahnung.

„finger weg zettelschlampe“
Häh?

„schmalzgebäck“
Krapfen gefüllt mit Hiffenmark – lecker! Und nur echt mit Kristallzucker.

„huefhalter ppornos“
Vielleicht mit stottotternden Protagonisten. YKWIM.

„grautöne rgb“
Alle drei Farbkanäle sind gleich.

„bumsstein“
Vermutlich ist ein Bimsstein gemeint. Oder?

„breakpointblog“
Ja, hier!

„matlab komma durch punkt ersetzen“
Für Texte gibt es bestimmt eine Replace-Funktion. Das Dezimaltrennzeichen lässt sich vermutlich in den Optionen einstellen. Ich setze es bei meinen Computern in den Regional Settings. Für Software, die Gleitkommaarithmetik nutzt, lässt sich der Wert ebenfalls ändern.

„schnell-einstelltool“
Ach ja .. ich mag das Einstellen des Tools.

„latex geschichte“
LaTeX ist eine Erweiterung von TeX. Mehr Einzelheiten über seine Geschichte finden sich bestimmt z.B. in der Wikipedia.

„typ schneidet sich eichel ab“
Nachdem meine Eichel ja in meiner Jackentasche zerfallen ist, hatte ich im Winter doch noch eine Kastanie gefunden.

„hasttag schweizer tastatur“
Wie wäre #SwissKeyboard?

„kid stoned chewable valium“
Da soll es auch mal einen Hustensaft gegeben haben.

„subversivität“
Ich bleibe wohl doch bei SVN, weil ich daran gewöhnt bin.

„sexfilme in der hochzeitsnacht mit besamung“
In der Hochzeitsnacht sollte man eigentlich etwas besseres zu tun haben, als Sexfilme zu schauen.

„anne sophie mutter“
Nein, ich bin die Stiefoma von Sophie.

„willenlos ergeben“
Da kann sich einiges ergeben.

„schmutzige pfütze“
Bäh!

„altes deutsches gewicht“
Bezeichnend ist, dass dies eben kein Gewicht, sondern eine Vergleichsmasse ist.

„kaffeemaschineleasing“
Kein Interesse. Da brühe ich lieber selbst.

„dwidder“
So spreche ich „Twitter“ aus.

„pubmine.com“
Kenne ich nicht.

„binäruhr wand“
Hand statt Wand.

„ebay logout button fehlt“
Das geht mir auch so, wenn ich nicht eingeloggt bin.

„marketingtussi“
Derzeit ist es recht ruhig im Marketing.

„statistik tool“
Da habe ich mir was programmiert, um die Kommentare auszuwerten.

„windows 10 uhrzeit verstellt sich“, „windows 10 sommerzeit falsch“
Da gibt es verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten für die Zeitzone und Daylight Saving. Man kann die aktuelle Uhrzeit auch mit einem Time Server abgleichen.

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Legacy Issues //1512

Für einen früheren Bekannten hatte ich vor etlichen Jahren einmal eine Software geschrieben – rein privat, da mich das Projekt reizte.

Vor einigen Tagen kontaktierte mich der Bekannte, dass die Software abgelaufen sei. Bei allen nicht-kommerziellen Programmen kodiere ich ein Ablaufdatum hinein. Damals war es zwar noch weit in der Zukunft gelegen, aber inzwischen war die Zeit halt doch um.
Der Bekannte erzählte mir, dass er das Programm zwar nur selten nutzte, aber hin und wieder bräuchte er es doch.

Ich dachte mir: Kein Problem, ein paar kleine Änderungen, und einfach noch mal neu bauen.
Allerdings brauchte ich dafür eine bestimmte VM, auf der der Compiler und die Umgebung passend konfiguriert waren, die ich schon lange nicht mehr benutzt hatte, und wo mittlerweile einige Dateien veraltet waren. Aber wozu habe ich schließlich meine Versionsverwaltung.

Gedacht, getan. Maschine aktualisiert, Sourcen in die IDE geladen, Compiler angeworfen, fertig.
Testweise Programm gestartet. Kryptische Fehlermeldung.
Nochmal mit Debug-Information gebaut. Programm gestartet. Exception beim Aufruf einer API-Funktion. Da kann ich nicht reinsteppen.
Hm .. die Software besteht aus zwei Executables und einer gemeinsam genutzten DLL. Die andere Exe funktionierte. Ich startete die problematische Exe außerhalb der IDE. Die gleiche blöde, nichtssagende Fehlermeldung.
Ich probierte noch ein wenig rum. Plötzlich ging es.
Dann wieder nicht mehr. Ich guckte in die Sourcen, ob mir etwas auffiele, aber alles erschien in Ordnung zu sein. Ich ließ mir von der Versionsverwaltung zeigen, ob es irgendwelche Änderungen in den Sourcen gab, die vielleicht ursächlich sein könnten. Aber da sah alles sauber aus. An der Funktionalität hatte ich nichts geändert, nur ein paar optische Modifikationen und Aktualisierungen.
Standhaft weigerte sich das Programm zu laufen.
Ich kopierte die Binaries auf einen anderen Rechner, und startete das Programm dort. Funktionierte.
Ich bootete die VM, und startete das Programm. Funktionierte. Da musste sich irgendetwas in der VM verhakt haben.

Software .. ich sag’s ja ..

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Pädonoia //1511

Die folgende Begebenheit kenne ich nur vom Hörensagen. Was ich im folgenden schreibe, ist das, was ich mir von mehreren Quellen so zusammengereimt habe.

Verena musste mit Niklas zu einem Arzttermin für eine Impfung. Da Sonja noch Schulaufgaben zu korrigieren hatte, hatte sich Lukas erboten, mit Sophie auf den nächstgelegenen Spielplatz zu gehen.
Sophie spielte zunächst recht friedlich auf Schaukel und Rutschbahn, während Lukas auf einer Bank in der Nähe saß, und auf seinem Tablet für die Uni lernte.

Doch dann musste Sophie plötzlich „ganz dringend“ Wasser lassen. Da keine benutzbare Toilette in der Nähe war, blieb Lukas nichts anderes übrig, als mit ihr ein Stück in das anliegende Waldstück zu gehen.
Lukas sollte aufpassen, dass „keiner schaut“, aber inzwischen waren zwei Mütter darauf aufmerksam geworden, dass sich ein Mann mit einem kleinen Mädchen in die Büsche schlug.
Sie gingen also hinterher, und sahen dann, dass Sophie im Begriff war, ihre Hosen herunterzuziehen.
Laut schreiend rannten sie auf Lukas zu, obwohl er mehrere Meter entfernt stand.
Vor lauter Schreck nässte sich Sophie ein, und weinte.

Die eine der Mütter drohte, die Polizei zu rufen, und nestelte schon an ihrem Handy herum.
Lukas hatte alle Mühe, sie davon zu überzeugen, dass er nichts Böses im Sinne hatte, und hier nur auf die Tochter seiner Cousine aufpasste.
Er versuchte, Sonja und Verena telefonisch zu erreichen, was ihm auch gelang. Trotzdem dauerte es noch einige Zeit bis Sonja kam. Verena befand sich weiter weg, und traf erst ein, als sich alles wieder beruhigt hatte.
Sonja gelang es glücklicherweise, die aufgebrachten Mütter zu überzeugen, dass alles in Ordnung war.

Lukas wird nie mehr als Babysitter einspringen.

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Was macht Zusammenarbeit richtig gut? #guteZusammenarbeit #Blogparade //1510

Nach längerer Blogparadenabstinenz hat es wieder einmal ein Thema geschafft, mein Interesse zu wecken.
Es geht um gute Zusammenarbeit.
Erst kürzlich hatte ich auf meinem #auschfrei-Blog thematisiert, dass Mütter bei der Jobsuche über die Betreuungssituation ihrer Kinder konsequenzenlos lügen dürfen.
Die Diskussion in den Kommentaren (unbedingt lesenswert!) entwickelte sich dann weit über das ursprüngliche Thema hinaus: Inwieweit beeinflussen sich Berufs- und Privatleben? Wie offen soll man gegenüber Kollegen und Vorgesetzten sein? Was behält man besser für sich? .. und ähnliche Fragen mehr, die sich stark mit der Thematik der Blogparade überschneiden.

Ich bilde mir nicht ein, ein Patentrezept für gute Zusammenarbeit zu haben. Aber ganz sicher ist ein gutes Vertrauensverhältnis und gegenseitige Wertschätzung unerlässlich dafür.
Während ich den vorigen Satz geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass er fast genauso in Tipps für eine gute partnerschaftliche Beziehung passen würde. Da gibt es viele Parallelen.
Zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, bzw. zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern wird häufig eine Gegnerschaft konstruiert. Aber so ist das nicht. Beide Gruppen sollten in die gleiche Richtung ziehen, und sich als ein Team sehen, das einander braucht.
Ohne eine Atmosphäre, die durch zumindest Höflichkeit und Respekt geprägt ist, braucht man keine Motivation und Engagement der Mitarbeiter zu erwarten.
Der Arbeitgeber ist nicht nur der Geldzahler, der Arbeitnehmer nicht nur die Arbeitskraft. Beides sind jeweils Menschen mit all ihren Eigenheiten, mit Stärken und Schwächen.
Bei einer guten Unternehmenskultur sind die Beschäftigten loyal, und ihr Arbeitgeber bringt ihnen ein Wohlwollen entgegen und kümmert sich um ihre Belange.

Leider unterstützt der Gesetzgeber ein konstruktives Verhältnis zwischen beiden Gruppen überhaupt nicht, sondern verursacht vor allem gegenseitiges Misstrauen (ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber dann schreibe ich mich zu sehr in Rage, und wir wollen hier ja vor allem positive Aspekte sehen), von Hetze durch Gewerkschaften ganz zu schweigen.

Nun ja, das genügt fürs erste als allgemeine und abstrakte Sicht. Exemplarisch möchte ich im folgenden noch ein paar ganz konkrete Handlungsempfehlungen beschreiben.
Wenn ich morgens ins Büro komme, gehe ich meistens gleich durch das Nerdtopia und begrüße meine Mitarbeiter, die schon anwesend sind, kurz. Normalerweise berede ich dann keine Probleme. Das ist eher nur ein Ping. Falls natürlich ein akutes Problem bestehen sollte, kann mich jeder auch bereits darauf ansprechen.
Sofern nichts außergewöhnliches vorliegt, mache ich alle zwei oder drei Tage meine Runde, bei der ich mich mit jedem Mitarbeiter an dessen Schreibtisch über seine Arbeitsfortschritte informiere. Meist dauert so ein fachliches Gespräch nur wenige Minuten. Bei Bedarf kann es sich auch länger hinziehen. Manchmal bringe ich auch Kaffee oder Kuchen mit. Das ist immer willkommen.
Meine Mitarbeiter wissen, dass sie – sofern sie das wollen – auch persönliche Angelegenheiten mit mir besprechen können. Solche Unterredungen (wie auch normale Mitarbeitergespräche) finden dann in meinem Büro statt. Früher ließ ich die Tür einen Spalt offen, aber inzwischen vertrauen sie mir, so dass ich die Tür auch schließen kann.

Ein guter Vorgesetzter – und jetzt machen wir wieder ein wenig Theorie – hat eine Vorbildfunktion. Seine Mitarbeiter werden ihn nur dann akzeptieren, wenn er sich fachlich und menschlich bewährt hat.
Als Vorgesetzte bemühe ich mich, Angelegenheiten, die von Belang für meine Mitarbeiter sind, transparent zu kommunizieren. Ich halte meine Zusagen und Termine zuverlässig ein, erwarte das aber auch von meinen Mitarbeitern.
Ich halte eine freundliche Distanz. Zu viel kumpelhafte Vertraulichkeit ist nicht angemessen. Eher bemühe ich mich um Autorifairness.
Für wichtig halte ich auch, den Mitarbeitern regelmäßig Rückmeldung zu geben – mit Lob und Anererkennung einerseits nicht zu geizig zu sein, andererseits aber auch gerechtfertigte Kritik deutlich, jedoch nicht verletzend, zu äußern.

Was die Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander angeht, so setze ich auf möglichst homogene Teams. Es nimmt einiges an Konfliktstoff, wenn die Mitarbeiter ähnliche Eigenschaften und Backgrounds haben. Auch wenn man dieses Prinzip nicht zu Tode reiten darf, minimiert man so die (voraussehbaren) Reibungsverluste.
Es gibt hier kaum etwas schlimmeres für das Arbeitsklima, als ein Mitarbeiter, der nicht mit seinen Kollegen umgehen kann, bzw. von seinen Kollegen abgelehnt wird.
Jemanden einer bestehenden Arbeitsgruppe hinzuzufügen, der überhaupt nicht dazupasst, kann zwar gut gehen, es ist aber ein Risiko, bei dem man sich genau überlegen sollte, ob eventuelle Vorteile aufwiegen, es einzugehen.
Bei der Besetzung einer freien Stelle sollte man deshalb größte Sorgfalt walten lassen, um eine harmonische Zusammenarbeit nicht zu gefährden (und es ist mir wurscht, dass dies mit den derzeitigen Gesetzen teilweise inkompatibel ist – ich bin dem Unternehmen verantwortlich, nicht irgendwelchen Lobbygruppen oder gesichtslosen Kollektiven).

Fehlentscheidungen können das ganze Unternehmen samt Belegschaft (und somit Arbeitsplätze) beeinträchtigen oder gar gefährden. Man sollte deshalb gut abwägen, welche Mitarbeiter tatsächlich die Unternehmensphilosophie mittragen.
Dann steht einer guten Zusammenarbeit nichts im Wege.

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Rollig und rockig //1509

Meine Teilnahme an der Kastanienbewegung stand diesmal von Anfang an unter keinem glücklichen Stern.
Ich fand keine Kastanie, und nahm stattdessen eine Eichel als Ersatz. Aber diese zerkrümelte in meiner Jackentasche.
Nachdem ich schon aufgegeben hatte, fand ich dann zufällig im Februar (oder war es Januar? – hab ich damals nicht gebloggt, deshalb weiß ich es nicht mehr sicher) doch noch eine Kastanie auf einem Spazierweg. Die war dann für den Rest des Winters meine Begleiterin.
Die Kastanienbewegung wird traditionell damit abgeschlossen, dass alle Teilnehmer ihre Kastanie zur gleichen Zeit wieder in die Natur zurückwerfen.
Dass heuer das vorgesehene Datum bereits der 19. März (also noch im Winter) war, habe ich schlicht nicht mitgekriegt, sondern erst letzte Woche, als ich mich an die Aktion erinnert und gezielt danach gesucht habe.
Tja .. vorbei ist vorbei, aber so schlimm ist das jetzt auch nicht.
Als wir am Wochenende nachmittags spazieren gingen, nahm ich die Kastanie (da ich dafür nicht extra eine kleine Tasche hatte mitnehmen wollen, und es zu warm war, um eine betaschte Jacke zu tragen, hatte ich Carsten gebeten, sie einzustecken) noch einmal fest in die Hand, und warf sie dann in hohem (näherungsweise parabolischem) Bogen auf eine Wiese, wo sie noch ein Stück – unter strenger Befolgung der Naturgesetze – weiter rollte.

Der Sommer darf kommen! Carsten und ich eröffneten die Outdoor-Saison (auch wenn es zum Hinlegen noch zu kühl ist).

Ich trug meinen neuen Rock. Durch die samtige Stoffstruktur fühlt sich die Oberfläche sehr weich an, was Carsten dazu verlockte, noch öfter als sonst über die Rückseite zu streichen. Der Kauf hat sich also schon mal gelohnt. Außerdem ist der Rock sommerhaft kurz, und vorne durchgeknöpft. Zufällig war der unterste Knopf aufgegangen, und ich zu faul, ihn wieder zu schließen.
Bei jedem Schritt blitzte ein weiteres Stück meines Oberschenkels heraus. Für die wenigen Männer, die mir entgegenkamen, schien das ein Blickfang zu sein. Der Winter verhindert es ja normalerweise erfolgreich, allzu viel Haut zu zeigen. Da es warm genug war, öffnete ich auch noch den zweituntersten Knopf
Ich sollte den Rock doch auch mal in der Stadt anziehen.

Seit Jahren bemühe ich mich ja im Rahmen eines privaten Forschungsprojekts darum, Männer zu verstehen, und ihre Motivationen zu erkennen. Meistens gelingt mir das inzwischen ganz gut, aber einen Punkt gibt es, dessen ich mir zwar bewusst bin, den ich aber so absolut nicht nachvollziehen kann: Es ist immer wieder erstaunlich für mich, wie stark Männer unwillkürlich auf visuelle Reize reagieren, und wie schnell sie davon getriggert werden, bevor sie ihre Reaktion erst zeitverzögert willentlich steuern können.
Bei mir (und ich glaube bei den meisten Frauen) haben optische Signale nur einen ziemlich geringen Effekt. Was ich sehe, kann mich zwar abschrecken, aber kaum besonders sexuell anregen. Da spielen andere Faktoren eine größere Rolle, und oft mache ich eh die Augen zu.
Vielleicht beruhen etliche Missverständnisse darauf, dass sich viele Frauen nicht darüber im Klaren sind, welche Wirkung freizügige und körperbetonte Kleidung auf Männer haben kann, ohne dass diese etwas dagegen machen können.

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Fünfzehnhundertacht

Schon seit längerem beabsichtige ich ja, mir einen neuen Rechner zuzulegen. Bei meinem aktuellen habe ich Zweifel an seiner Zuverlässigkeit. Da er aber in letzter Zeit ohne (ungeklärten) Crash lief, besteht kein wirklicher Druck. Im Notfall kann ich ja auch auf meinem Notebook oder einem Firmenrechner arbeiten. Mein Sicherungskonzept ist recht verlässlich, so dass ich auch im worst case mit keinem nennenswerten Datenverlust rechnen muss.

Dringend ist ein Wechsel also nicht. Und doch .. er wäre fällig.
Also habe ich mich jetzt ein wenig umgeschaut, welche Hardwarekomponenten derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten, und habe auch schon akzeptable Bauteile gefunden, so dass ich mir einen Rechner zusammenstellen könnte.

Bloß .. und jetzt kommt das große Aber:
Mir sagt kein Betriebssystem so richtig zu. Das Supportende von Windows 7 naht unvermeidlich. Windows 10 dagegen hat eine Oberfläche, die mich abstößt, und ist mir vom Datenschutz her erst recht unsympathisch.

Was also tun?
OK. Manchmal muss man mit alten, liebgewordenen Gewohnheiten brechen. Ich gebe Linux eine Chance. Früher hatte ich damit zwar schlechte Erfahrungen gemacht, weil es aus nichtigstem Anlass immer wieder abstürzte, ich manche Medien nicht mounten konnte, und es auch Treiberprobleme gab.
Aber, tja, ich nehme an, dass es sich diesbezüglich weiterentwickelt hat. Und falls die Probleme trotzdem überhand nehmen, kann ich ja dennoch wieder zu Windows zurückkehren.

Entwickeln kann ich weiterhin wie gewohnt, da ich dies eh meist auf virtuellen Maschinen gemacht habe. Auch auf einem Linux-Host kann ich Windows-VMs benutzen.
Ist nur noch die Frage, welches Linux. Ubuntu? Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht? Könnt ihr mir eine bestimmte Distribution empfehlen?

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Fünfzehnhundertsieben

Wir waren abends mal wieder mit Thomas essen gewesen.
Er hat inzwischen überhaupt keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern. Die jüngste Tochter (dürfte inzwischen etwa 15 oder 16 sein – ich weiß nicht so genau) hatte er ja noch ab und zu gesehen, aber mittlerweile ist das auch eingeschlafen.
Die Liaison mit Larissa hat er beendet, und ist nun wieder solo und auf der Suche.
Thomas ist ein durchaus attraktiver Mann. Wenn ich nicht anderweitig durch die Exklusivitätsvereinbarung verpflichtet wäre, wäre er mir bestimmt eine Affäre wert.

Das Gespräch drehte sich also vor allem um Thomas‘ Suche nach einer neuen Gefährtin.
Ich hielt mich vornehm zurück, und verzichtete darauf, auf Pickup hinzuweisen. Carsten hält nichts davon, und Thomas hat es meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig.
Carsten machte eine Bemerkung, auf die Thomas erwiderte: „Du bist ja auch ein Glückspilz, und hast eine schöne und kluge Frau. Die sind sehr selten, und wenn, dann schon vergeben.“
„Deshalb habe ich mir bei Anne auch die Exklusivlizenz gesichert", meinte Carsten lakonisch.

Ich zog eine charmant-neckische Grimasse in seine Richtung, und wandte mich (das Thema in eine andere Richtung bugsierend) dann Thomas zu: „Kennst du eigentlich Sonja?“
„Flüchtig“, antwortete Thomas, „wieso? Was ist mit ihr?“
„Sonja ist seit geraumer Zeit Single. Vielleicht hätte sie Interesse.“
Ich gebe zu, dass mein Verkupplungsversuch schon etwas gemein war. Ich wollte aber – selbstverständlich im Rahmen meiner Layer-8-Forschungen – herausfinden, wie die beiden Männer auf den Vorschlag reagieren würden.

Sowohl Thomas als auch Carsten blickten mich perplex an, bis Carsten schließlich meinte: „Sonja ist über 50. Ich glaube nicht, dass sie noch mal eine Beziehung eingehen möchte.“
„Eben. Vom Alter her würde sie wunderbar passen. Und sie ist auch ein sehr freundlicher Mensch.“
„Das ist eine interessante Idee“, erklärte Thomas schließlich, „aber lieber nicht. Hast du nicht eine Single-Freundin eher in deinem Alter?“

„Tut mir leid“, schüttelte ich den Kopf, „Sonja ist die einzige derzeit ungebundene Frau, die ich näher kenne.“
Kurz hatte ich überlegt, ob ich nicht Verena nennen solle, aber eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder wäre wohl auch nicht willkommen. Obwohl es mich schon interessiert hätte, was für ein Gesicht Carsten gemacht hätte. Vielleicht hebe ich mir den Vorschlag für eine andere Gelegenheit auf.

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Fünfzehnhundertsechs

Für den Schüler-Technik-Tag in vier Wochen habe ich zwölf passende Rückmeldungen bekommen, davon zwei von Mädchen.

Ich werde alle 12 SchülerAußen einladen, in der Annahme, dass es einen Schwund gibt. Ich gehe davon aus, dass tatsächlich so 8 bis 10 Jugendliche erscheinen.

Sie werden dann wieder in Gruppen eingeteilt, die sie sich aber diesmal selbst aussuchen können (ich hoffe mal, das geht einigermaßen auf, ohne dass ich doch noch eingreifen muss). Außer Fertigung, IT, Geräteentwicklung und Softwareentwicklung (meine Wenigkeit) sind heuer auch Vertrieb und Kundenservice an Bord. Außerdem wird es eine Station für Kaufleute und Personal geben. So haben wir auch ein paar eher frauentypische Berufe (z.B. Bürokauf_mann) mit dabei (weshalb auch Jungen von der Schule freigestellt werden müssen).
Für jede Station sehe ich etwa anderthalb bis zwei Stunden vor, so dass alle TeilnehmerAußen drei Stationen besuchen können.

Ansonsten gebe ich vorher – wie letztes Jahr – eine allgemeine Einführung, übernehme den Abschluss und Verabschiedung. Die Pausen werden wieder großzügig bemessen, um den Jugendlichen Gelegenheit zu geben, selbst weitergehende Fragen zu stellen.
Ob es mittags ein kleines Buffet gibt, oder ich die Jugendlichen in eine Pizzeria einlade, überlege ich noch.

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Fünfzehnhundertfünf

Vor einiger Zeit hatte ich es schon einmal erwähnt, dass Verschärfungen gesetzlicher Regulierungen es mir als eigenständiger Softwareentwicklerin schwer machen, alle Bestimmungen zu beachten.

Diese Regelungen gelten natürlich ähnlich auch in der Firma.
Da ich ohnehin schon nach Verstärkung meines Teams suche, habe ich mich entschlossen, gleich noch eine weitere Stelle auszuschreiben.

Ich brauche jemanden, der sich konkret um die Einhaltung all dieser Regularien kümmert, und die Qualitätssicherung der entwickelten Produkte übernimmt. Dies gilt nicht nur für die Softwareentwicklung hier, sondern auch für die Geräteentwicklung, sowie die Entwicklung bei Standort 4.
Es wäre schön, wenn der neue Mitarbeiter schon einige Erfahrung in dieser Thematik hätte. Ansonsten muss er sich halt einlesen, und wir müssen zeitweise auf externes Wissen zugreifen.
Ich kann mir vorstellen, dass dieser Mitarbeiter öfters (mehrtägige) Dienstreisen zu Standort 4 unternimmt. Das wäre meines Erachtens die zweckmäßigste Lösung.
Allerdings befürchte ich, dass es schwierig wird, jemanden mit dem passenden Wissen zu finden.

Der Chef ließ sich recht schnell davon überzeugen, dass eine Erweiterung meines Mitarbeiterstamms notwendig ist. Schließlich kann ich nicht alles selbst machen, und gerade mit solchen Regularien beschäftige ich mich überhaupt nicht gern. Da delegiere ich es besser.
Außerdem tobt der Chef sich selbst genügend mit seinen Expansionsplänen aus. Da kann er mir diesen einen Mann schon mal zugestehen. Hätte er es abgelehnt, hätte ich meine Zustimmung, die Geschäftsführung (mit) zu übernehmen, noch einmal überdenken müssen. Denn wenn ich solche Entscheidungen nicht selbst treffen darf, dann lasse ich es lieber ganz.

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Fünfzehnhundertvier

Auch wenn die Zeitumstellung schon wieder ein paar Tage her ist, kann ich hiermit meine Meinung dazu noch kundtun.
Das Umstellungen der Uhren im Frühjahr und Herbst ist immer lästig. Der Computer und einige Uhren machen das zwar automatisch, bei vielen Uhren muss man dennoch händisch nachhelfen.

Ursprünglich war die Sommerzeit mal dafür gedacht, Energie zu sparen. Ha! Schon schnell stellte sich heraus, dass der Effekt praktisch 0 war. Was man abends an Beleuchtung und Heizung sparte (wenn überhaupt – schließlich ermuntern die langen Abende zum länger Aufbleiben), verbrauchte man morgens zusätzlich. Die Umstellungen erforderten zusätzlichen Aufwand, und für den Organismus ist es ein kleiner Jetlag.
Da Sommerzeit in ganz (?) Europa gilt, ist deshalb nicht zu erwarten, dass sie in den nächsten Jahren abgeschafft wird. Das würde ein einheitliches Vorgehen erfordern, denn kein Land will alleine der Vorreiter sein.

Nun, ich persönlich schätze es sehr, wenn es abends bis zehn Uhr hell ist. Deshalb finde ich es gar nicht wünschenswert, die Sommerzeit abzuschaffen. Morgens wird es zwar später hell, aber das ist nur die ersten ein oder zwei Wochen unangenehm, danach gibt es sich.
Eine Möglichkeit, um die Zeitumstellung zu umgehen, wäre auch, im Winter einfach die Sommerzeit zu belassen. Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass es erst um neun Uhr am Morgen hell wird, tröstet mich auch nicht der Gedanke, dass es dafür zum Ausgleich bis fünf Uhr Nachmittag hell bleibt.
Dagegen könnte ich mir ein Szenario vorstellen, dass zwölf Tage lang jede Nacht die Uhr um fünf Minuten verstellt wird. Solange man das per Hand machen müsste, wäre es nervig. Aber es einem Computer oder einer Digitaluhr beizubringen, wäre kein Problem. Dann könnte man auch gleich die Zeiteinheiten flexibel strecken oder stauchen, nicht begrenzt auf zwölf Tage im Frühjahr oder Herbst, sondern kontinuierlich und ohne unstetigen Zeitsprung das ganze Jahr über, je nach dem, wie lange das Tageslicht andauert.

So ähnlich war es auch schon irgendwann früher. Da wurde die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfach in 12 gleichlange Teile geteilt.
Aber auch wenn man bei einer festen, linearen Skala bleibt, wäre es doch überlegenswert, im Sommer bereits um sieben Uhr (Zonenzeit) mit der Arbeit zu beginnen, und im Winter erst um acht. Dann bräuchte man nicht mehr die Uhr umzustellen, sondern die allgemeinen Arbeits- und Geschäftszeiten würden sich verschieben. Dadurch würden einzelne Personen durchaus an Flexibilität gewinnen, und man sparte sich das lästige Uhrenstellen.

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Fünfzehnhundertdrei

Eigentlich hätte es ein schöner Ausflug in den Zoo werden sollen.
Eigentlich. Hätte.

Carsten und ich waren am Vormittag aufgebrochen. Wir holten Verena und ihre Kinder ab, und fuhren gemeinsam in den Zoo. Zwar hatten wir es Sonja und Lukas angeboten, uns zu begleiten, aber sie wollten nicht mitkommen.
Es war uns von vornherein bewusst, dass wir höchstens durch Zufall mal ein paar Minuten für uns an einem ungestörten Ort finden würden, und rechneten deshalb von vornherein nicht damit.

Im Zoo war es zuerst angenehm, wenn auch noch etwas kühl. Wir betrachteten die Tiere: Affen, Zebras, Giraffen, ..
Sophie wollte alles ganz genau sehen, während Niklas im Buggy halb vor sich hindöste.

Wir waren schon etwa eine Stunde im Zoo, als uns – quelle surprise! – Fiona und Corinna über den Weg liefen. Verena muss wohl Fiona von dem geplanten Ausflug informiert haben, und die hatte nichts besseres zu tun, als mit Corinna zu arrangieren, ebenfalls hierher zu kommen.
Da wir es kaum hätten verhindern können, dass Fiona und Corinna den gleichen Weg einschlagen, ließen wir es halt zu, dass sie mit uns liefen.
Dass auch Corinna ihre Rechnung für das Mittagessen im Zoorestaurant von Carsten übernehmen ließ, war zwar schon recht dreist, störte ihn aber nicht so sehr, um eine Diskussion deswegen zu beginnen.

Wenn Corinna nicht gerade irgendwelche Parolen und id[eolog|iot]ische Buzzwords von sich gab, kicherte und knutschte sie demonstrativ und provokativ mit Fiona.
Carsten und ich ignorierten ihr Verhalten, aber Verena verlor die Geduld, und sie fuhr Fiona an: „Hör auf, dich hier so peinlich aufzuführen! Auch noch vor den Kindern! Wie du dich hier benimmst, da hätte Mama sich für dich geschämt.“
Schnell eskalierte der Dialog, und gipfelte in Fiona’s Ausruf: „Das musst gerade du sagen, mit deinen zwei Bastarden!“
Bevor der Streit noch weiter ausarten konnte, wandte ich mich an Carsten (der etwas weiter wegstand, aber kurz davor war dazwischenzugehen): „Das ist doch bestimmt nicht gut, wenn die Kinder das mitanhören.“
„Du hast recht.“ Er schnappte sich Sophie und setzte sie sich auf die Schultern. Sie quiekste vor Vergnügen. Ich schnappte mir den Buggy mit Niklas, und beeilte mich, Carsten zu folgen, der sich vom Schauplatz des Streits entfernte.
Nach einer Wegbiegung wurde er langsamer, und nahm Sophie wieder von seinen Schultern. „Du, Opa“, wollte sie wissen, „was ist denn eine Pastarde?“
„Äh .. ein Bastard .. das ist ein Kind, wenn seine Mama und sein Papa nicht zusammenwohnen“, erklärte Carsten zwar nicht ganz korrekt, dafür aber kindgerecht verständlich.
Verena kam uns wenige Minuten später nach.

Da die Kinder inzwischen schon recht müde waren, dehnten wir den Zoobesuch nicht mehr lange aus, sondern fuhren schon relativ früh wieder heim.
Fiona und Corinna haben wir nicht mehr gesehen.

Wenigstens wurde es für Carsten und mich noch ein besonders schöner, erfüllender Abend mit Maaslosigkeiten, die allerdings wieder mal ein paar blaue Flecke verursachten.

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Fünfzehnhundertzwei

Wer heute etwas Süßes hier erwartet, ist falsch. Statt Sweets gibt es meine Tweets vom 6. bis 20. Juli 2016. Read and enjoy.

Busting bugs instead of ghosts
Eiskaffee und Eistorte .. das wär’s doch jetzt!
Verhörer des Tages: Maasrede statt Hassrede
Verleser des Tages: Godess statt Goodness
Gewässert Dreizehnhundertelf
Badeseewetter. Diesmal hab ich einen Bikini eingepackt.
Verleser des Tages: Vulkan statt Vatikan
Kommentator-Interaktionen Dreizehnhundertzehn
Wenn das Eis am Stiel zwischen die Oberschenkel fällt ..
.. but my words like silent raindrops fell ..
Verhörer des Tages: Pornokosten statt Stornokosten
Ich streiche „Ja“ aus meinem Wortschatz, und ersetze es durch „Neinnein“.
Verleser des Tages: Samenleiter statt Entwicklungsleiter
Eine Besucherin Dreizehnhundertneun
Nerdy-dirty Lyrik auf dem Nühmphenblog: „Down“
2^2^2 * 3 * 5^3 Tweets
Verleser des Tages: „tückische Regierung“ statt „türkische Regierung“
Bääh, so viele Hunde unterwegs. #takebackthestreets #takebackfeldwaldwiese
Verschreiber des Tages: Peniscope statt Periscope
Putengeschnetzeltes
Special Symbols (part 1) Dreizehnhundertacht
In der Türkei wird geputscht, und im Radio labern sie über Pokemon.
Mitte Juli – Eiseskälte
Besser über den Cosinus sinnieren, als über den Asinus.
Wie kommt man auf die doofe Idee, in Himbeerquark Schokosplitter reinzutun?
Verschreiber des Tages: Moppelmoral statt Doppelmoral
Unbebildertes Dreizehnhundertsieben
Ach nein, was hab ich jetzt Lust auf Doggy!
Und wieder ein unbemannter Abend.
Kaffeekonsum hoch. Fetter Käfer annihiliert.
Immer gut, wenn man einen Schraubendreher in der Handtasche hat.
Hardware-Probleme .. Zum Glück nur beim Computer, der mir gecrasht war. Kein Boot-Device gefunden. Vermutlich Stecker locker. Geht wieder.
Verleser des Tages: celibate statt celebrate
Was bin ich wieder zerstochen!
Eh[r|e]liche Gespräche Dreizehnhundertsechs
Es ist natürlich einfacher, kritische Meinungen als #hatespeech zu bezeichnen, als sich damit auseinanderzusetzen.
Verleser des Tages: Kannibalisierung statt Kanalisierung
Nein! zu #Neinheisstnein
Retour Dreizehnhundertfünf
Bald geht’s wieder heim.
Nein, was ist das Wochenende schön!
Ich bin dann mal weg Dreizehnhundertvier
Personen, die sich selbst als „sehr nett“ bezeichnen, mangelt es an Selbsterkenntnis und Selbstreflektion.
Verleser des Tages: Nirvana statt Niveau
Vergoogler des Monats Dreizehnhundertdrei

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Fünfzehnhunderteins

Meistens gehe ich früh zu Fuß zum Büro, am Spätnachmittag wieder zurück.
Während ich am Morgen für gewöhnlich den kürzesten Weg nehme, mache ich nachmittags – sofern das Wetter mitspielt – gerne einen kleinen Umweg.

Dabei komme ich durch einen recht engen und verwinkelten Fußweg. Rechts und links sind Mauern, Zäune oder Sträucher.
Gerade an der engsten Stelle und Wegbiegung steht jedes Mal – wirklich jedes Mal, obwohl die Uhrzeit ziemlich streut – eine ältere Frau. In einer Hand ein Smartphone, in der anderen eine Zigarette. Manchmal ist sie alleine, aber oft auch mit einer (wechselnden) anderen Frau. Dann ist sie halt nicht in ihr Smartphone vertieft, sondern ratscht mit der anderen (die häufig ebenfalls qualmt).
Da der Weg dort so schmal ist, kann ich nicht ausweichen, und muss durch den Rauch an ihr vorbei.

Keine Pointe. Wollte ich nur mal erwähnen.

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Fünfzehnhundert

Manchmal tut sich personalmäßig längere Zeit überhaupt nichts, dann wieder häufen sich die Ereignisse.
Kaum hatte ich mich damit arrangiert, dass eine Mitarbeiterin von Herrn Grau für mich völlig unerwartet in die Elternzeit geht, hat jetzt einer meiner Mitarbeiter gekündigt.

Er bat mich zunächst um ein vertrauliches Gespräch, das ich selbstverständlich gewährte.
Er will sich selbständig machen, und beendet somit seinen Arbeitsvertrag fristgemäß zum dreißigsten Juni (inzwischen habe ich es auch schriftlich).
Ich erklärte ihm, dass ich durchaus Verständnis für seinen Wunsch habe, sein Fortgehen allerdings – auch im Namen der ganzen Firma – sehr bedauere, obwohl ich natürlich seine Entscheidung respektiere und ihm viel Erfolg wünsche.

Auch wies ich ihn darauf hin, dass berufliche Selbständigkeit grundsätzlich mit Risiken verbunden ist, und derzeit gerade bei IT-Freelancern die Tendenz leider zur (befristeten) Anstellung oder gar Leiharbeit geht.
Er nahm das zur Kenntnis, hat aber wohl schon ein Konzept und einen Businessplan, so dass er sich nicht umstimmen ließ. Nun ja – mehr als warnen kann ich nicht. Das muss er selbst wissen, und auch die Konsequenzen selbst tragen.

Er erkundigte sich, ob er vielleicht schon früher als Ende Juni gehen kann. Ihm steht sowieso noch Urlaub zu und er hat auch einige Überstunden angesammelt.
Ich machte ihm keine feste Zusage, sondern muss selbst erst mal schauen, wie ich das alles organisiere.

Das ist so ziemlich mein bester Mann. Zuverlässig, flott, kaum Fehler. Er hat umfangreiches Spezialwissen, so dass er in jedem Fall eine Lücke hinterlässt. Einige Male hat er mich auch vertreten, wenn ich selbst z.B. im Urlaub war. Diesen Verlust kann ich nicht ohne Neueinstellung abfangen, und auch dann nur mildern.
Ich überlege jetzt, wer von meinen Mitarbeitern am besten seine Aufgaben übernimmt. Vielleicht teile ich sie auch auf zwei Mitarbeiter auf. In der Zeit, in der er noch hier arbeitet, muss er sein Wissen noch weitergeben, und den oder die Nachfolger so gut wie möglich einarbeiten.
Wie auch immer, brauche ich jetzt einen neuen Mann, der ganz von vorne hier anfangen soll, um Aufgaben des oder der Nachfolger zu übernehmen.
Ich muss also sofort mit der Personalabteilung zusammen eine Stellenausschreibung anstoßen (selbstverständlich streng geschlechterneutral formuliert, aber mit starker Betonung auf Leistungsorientierung). Die erforderliche Qualifikation ist schwer zu benennen. Ein guter SW-Entwickler muss nicht unbedingt Akademiker sein. Demnächst (aber wohl nicht mehr vor Ostern) stehen dann wieder Bewerbungsgespräche an.

Selbstverständlich wird der gekündigt habende Mitarbeiter bei seinem Ausscheiden ein ausgezeichnetes, wohlwollendes Arbeitszeugnis von mir bekommen. Das hat er verdient, auch wenn er es vielleicht nie brauchen wird.

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Vierzehnhundertneunundneunzig

Von meiner Cousine Kathrin stammt der Ausspruch: „Such dir am besten einen netten Mann und heirate. Dann brauchst du nicht mehr zu arbeiten.“
Das muss man im damaligen Kontext sehen.

Es war die Zeit, als ich von Carsten getrennt war. Kathrin arbeitete damals in seinem Vorzimmer als Bürohilfe, und konnte ihren Chef nicht leiden. Sie wollte mich also mit einem ihrer Bekannten verkuppeln, weil dieser ja so „nett“ war – sprich ein langweiliger, rückgratloser, durchsetzungsschwacher Ja-Sager.
Als ich mich nicht auf ihre Verkupplungsversuche einließ (und des lieben Friedens willen Zeitmangel wegen Arbeit vorschob), fielen die oben genannten Sätze.

Kathrin’s Situation damals war, dass sie in Trennung von ihrem ersten Ehemann lebte, aber zusammen mit einem neuen Freund. Es blieb ihr aber aus finanziellen Gründen nichts anderes übrig, als zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Da sie keine nennenswerte Qualifikation hatte, hatte ich ihr zumindest diesen Job bei Carsten verschafft.
Nach einer kurzen Affäre mit einem Unternehmensberater beendete ihr Freund das Verhältnis, als er davon erfuhr.
Kathrin kündigte bei Carsten, und zog wieder heim zu ihren Eltern.

Dort wollte sie als (Änderungs-)Schneiderin arbeiten. Ich war skeptisch gewesen, weil ihre Nähkünste zwar für den Hausgebrauch gut waren, aber professionellen Ansprüchen nicht genügten. Tatsächlich gab es wohl kaum eine Nachfrage nach ihren Diensten, nur gelegentlich ergab sich einmal ein Auftrag, so dass Kathrin wohl im Wesentlichen ihren Eltern auf der Tasche lag.
Ziemlich schnell lernte sie dann ihren Florian kennen, und schon recht bald wurde ihr Kinderwunsch erfüllt. Sie zog dann mit Florian zusammen, blieb aber in der Nähe ihrer Eltern. Deren Haushalt führt sie noch mit, da sie inzwischen nicht mehr so richtig fit sind, zwar noch nicht pflegebedürftig, aber die allgemeinen Arbeiten, die in einem Haushalt tagtäglich anfallen, fallen ihnen schon schwer. Dann ist da auch noch die hochbetagte Oma mütterlicherseits, für die zwar zweimal am Tag eine Pflegerin von der Sozialstation kommt, aber das reicht nicht aus.
Außerdem hilft Kathrin einem benachbarten Handwerksmeister bei seiner Büroarbeit (meines Wissens nur als Nachbarschaftshilfe und ohne offiziellen Vertrag), und verdient sich dadurch noch ein Taschengeld dazu (hat ihre Beschäftigung bei Carsten doch so viel gebracht, dass sie wenigstens etwas gelernt hat).

Auch wenn sie selbst bald ihren Florian heiratet, ist ihr oben genannter Spruch für sie nicht in Erfüllung gegangen. Sie arbeitet im eigenen, familiären Haushalt und dem ihrer Eltern, betreut ihr Kind und ihre Oma. Sie macht Schreib- und Näharbeiten, soweit Bedarf besteht. Ihre Milchmädchenrechnung ist also für sie selbst nicht aufgegangen.

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