Wannabe Bug Buster //2302

Es tut Herrn Klugsch nicht gut, wenn er über längere Zeit hinweg zu viel Freizeit hat.
Vor ein paar Wochen ist er auf die Idee gekommen, programmieren zu lernen, und bringt das seither immer wieder auf’s Tapet. Ein bisschen Fortran hatte er ja mal zu Studienzeiten* gemacht, aber das ist Jahrzehnte her und auch nicht mehr zeitgemäß.

Naja, meinetwegen könnte er mit irgendwelchen Büchern oder CBTs eine moderne Programmiersprache lernen, aber er möchte, dass ich ihm die Sprache beibringe, die ich meistens nutze. Dazu käme noch die Bedienung der Entwicklungsumgebung* (samt Debugger) sowie der Umgang mit dem genutzten Framework.
Gut – sonst gebe ich als notorische Besserwisserin ja ganz gerne meine Kenntnisse weiter. Aber die Kombination Herr Klugsch und Programmieren beschwört in mir Horrorszenarien herauf. Er würde sich dann ständig bei mir einmischen, nicht nur passiv zugucken oder sich mal zwischendurch etwas erklären lassen, sondern seinen unmaßgeblichen Senf in Dinge geben, von denen er als unerfahrener Anfänger noch keine wirkliche Ahnung hat.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich gerade debugge, und er gibt mir zwischendurch unerwünschte „Ratschläge“ (das sind auch Schläge!), dann geht mein metaphorischer Blutdruck hoch.

Bisher habe ich es geschafft, ihn zu vertrösten, aber er fängt immer wieder davon an, und akzeptiert kein Nein. Ich weiß nicht, wie ich ihm diesen Einfall ausreden soll.

* Damals an der VAX muss das Programmieren über Kommandozeile etwa so abgelaufen sein:
For-Datei mit Text-Editor öffnen, Code schreiben oder ändern, Datei abspeichern (OK – bei PHP und JavaScript mache ich das heutzutage praktisch genauso) und Editor verlassen.
Datei kompilieren, und versuchen, sich möglichst viele Fehlermeldungen zu merken.
Datei wieder editieren, um dabei Fehler auszubessern.
Wieder kompilieren, bzw. die letzten Schritte so oft wiederholen, bis keine Syntaxfehler mehr vorhanden sind.
Danach linken, wobei der Linker ebenfalls Fehlermeldungen bringen kann. In diesem Fall, alles wieder von vorn.
Erst wenn ein lauffähiges Executable erstellt wurde, kann man mit dem Debuggen beginnen. Das funktionierte damals wohl so, dass man an definierten Stellen Variablenwerte in die Ausgabekonsole oder eine Log-Datei schrieb. Hat das gepasst, lässt sich das Programm weiterentwickeln. Bei unerwarteten Werten war es dagegen aufwendig und umständlich, die Käfer aufzuspüren. Breakpoints gab es ja noch nicht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 7 Kommentare

„Sei du selbst!“ //2301

Immer wieder mal liest man einen Ratschlag wie „Sei du selbst“ oder „Sei so, wie du bist“.
Mit Verlaub – das ist ein Schmarren. Man kann nicht anders sein, als man ohnehin ist. Denn schließlich ist man ja genau so, wie man selbst eben ist. Solche Aufforderungen sind bestenfalls Tautologien. Mir dünkt jedoch, die sind eigentlich gemeint als Vorwand, andere Leute kaltschnäuzig vor den Kopf stoßen zu dürfen.
Nach dem, was so im Kontext noch steht, bedeutet dieses Selbstsein, egoistisch und rücksichtlos nur die eigenen Befindlichkeiten durchzusetzen. Was andere davon halten – egal!

Letzte Woche ein Versprechen gegeben? „Pfft. Keine Lust, das einzuhalten. Brauche keine Erwartungen zu erfüllen. Ich bin, wie bin.“
Andere Leute fair und anständig behandeln? „Pfft. Habe andere Wünsche. So bin ich halt.“
Dies wird zum Allheilmittel hochstilisiert: „Du wirst beliebt, du wirst erfolgreich, du wirst, was immer du dir wünscht!“

Versteht mich nicht falsch – ein gesunder Egoismus ist richtig und wichtig. Das will ich niemandem ausreden. Aber was da im Rahmen von „Selbstsein“ propagiert wird, läuft darauf hinaus, nur noch solipsistisch sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, und zwar ohne die geringste Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu nehmen. Und dies selbstgefällig zu rechtfertigen, dass man ja nur man „selbst“ sei.
Dass die Freiheiten, die diese Personen sich einfach nehmen, andere wieder beeinträchtigen, kommt ihnen nicht in den Sinn.
Dieses „Selbstsein“ ist einfach eine Ausrede, sich vor seinen Verpflichtungen zu drücken, und keinerlei Verantwortung tragen zu müssen. Damit rechtfertigt man, seinem inneren Schweinehund alles durchgehen zu lassen.
Auch wenn ich nicht allzu viel von Kant halte, würde dennoch unsere gesamte Gesellschaft zusammenbrechen, wenn jeder sich im Sinne seines Imperativs an dieses „Selbstsein“ hielte, und nur noch nach aktueller Laune handeln würde.

Wenn wenigstens grundlegend anzunehmen wäre, dass eine angenehme Persönlichkeit hervorkäme. Aber gerade bei den Personen, die das „Selbstsein“ so propagieren, steckt die am wenigsten dahinter. Insbesondere bei denen besteht ein enormes Verbesserungspotential, und sie täten gut daran, an ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten.

Und nur um es noch einmal ausdrücklich klarzustellen: Wäre der Kontext „Du brauchst dich nicht zu verstellen, verhalte dich ganz natürlich, zeig deine Authentizität“, hätte ich diesen Text nicht geschrieben. In den allermeisten Fällen bedeutet dieses Selbst-Sein jedoch in der Praxis: Nimm auf niemanden Rücksicht, tu nur das, nach was dir gerade im Augenblick ist, ohne irgendwelche Folgen und Konsequenzen zu bedenken.
Wenn man schon diese Einstellung hat, sollte man sich selbst gegenüber wenigstens ehrlich genug sein, das auch so zu benennen und zuzugeben.

Auf der anderen Seite gibt es ja auch den Spruch „fake it till you make it“. Solange man es nicht übertreibt, hat der ja durchaus etwas für sich. Erwünschte Verhaltensweisen kann man bis zu einem gewissen Grad einüben und erlernen, bis sie einem ganz natürlich werden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 9 Kommentare

Rekonvaleszenz #breakpointKrank //2300

Nachdem mich letzte Woche ein grippaler Infekt heftig erwischt hatte, so dass ich meist ans Bett gefesselt war (ganz ohne Bondagemanschetten), geht es mir inzwischen wieder deutlich besser, wenn auch noch nicht ganz gut. Ich bin froh, dass meine Mandeln verschont geblieben sind. Ein weiterer Abszess hätte mir grade noch gefehlt.
Heute bleibe ich noch daheim, und arbeite hier einiges nach. Morgen habe ich vor, wieder ins Büro zu gehen – vielleicht erst mal nur halbtags, wir werden sehen. Aber diese ganze Woche über werde ich noch keine Termine einhalten oder mich an Meetings beteiligen.

Carsten war glücklicherweise ja meistens im Büro. Wenn er aber daheim war, nervte er mich andauernd, noch einen Tee zu trinken, mich besser zuzudecken, und dergleichen mehr, statt mich einfach in Ruhe zu lassen. Für Sex dagegen war ich ihm „viel zu heiß“. Dabei war der Istwert meiner Körpertemperatur allerhöchstens nur ein Prozent über dem Sollwert. Und Sex hätte mir gerade so gutgetan!
Er drängte mich auch, doch einen Arzt kommen zu lassen. Mit letzter Kraft gelang es mir, wenigstens dieses Ansinnen zurückzuweisen. Wenn es mir schon nicht gut geht, will ich mich nicht noch mit einem Arzt abgeben müssen. Als Arbeitnehmerin wäre ich aber nicht drum herum gekommen, weil ich ein Attest gebraucht hätte.
Am Wochenende war ich – wenn teilweise auch noch sehr wackelig – wieder auf den Beinen. Ich war aber noch zu schwach, um irgendetwas produktives zu machen, sondern schonte mich weiterhin und kurierte mich aus.

Carsten war die ganze Zeit eigentlich fit. Inzwischen schnieft und hustet er aber auch leicht. Ich hoffe, hoffe, HOFFE inständig, dass es ihn nicht doch noch schlimmer erwischt, und er schnell wieder ganz gesund ist.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 9 Kommentare

Krank //2299

Grippaler Infekt. Liege flach.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 19 Kommentare

Zum Notar hin und zurück //2298

Aus Gründen, die euch nichts angehen, musste ich in der Nähe der alten Heimat zu einem Notartermin.

Ich fuhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und musste in der Kreisstadt umsteigen. Da ich dort etwas Zeit hatte, nutzte ich die Gelegenheit, mich ein wenig in der Gegend umzusehen. Schließlich habe ich dort das Gymnasium besucht und den Führerschein gemacht.
Tja, es ist ganz seltsam – manches ist absolut gleich geblieben, manches ist völlig anders geworden. So haben sie beispielsweise bei der Bushaltestelle, die ich zum Einsteigen bevorzugte, wenn die Schule mal früher aushatte, ein riesengroßes Kaufhaus hingebaut. Hätte mir früher etwas genützt. Jetzt nahm ich es nur verwundert zur Kenntnis, und ließ mir schnell einen Kaffee am Automaten raus.

Dann kam mein Bus. Den Zielort kenne ich von früher noch einigermaßen von einigen Ausflügen. Auch dort hatte ich noch Zeit, weil ich extra eine Verbindung früher herausgesucht hatte. Einmal, weil ich dem öffentlichen Verkehr nicht so ganz traue und nicht zu spät kommen wollte. Zweitens, weil ich die Absicht hatte, bei gutem Wetter spazieren zu gehen, oder mich bei schlechtem Wetter gemütlich in ein Café zu setzen. Hey – das ist Touristengebiet! Das Café, in dem ich früher ab und zu mit meinen Eltern war (und bei dem ich mich ausdrücklich vorher vergewissert hatte, dass es noch existiert), hatte Betriebsurlaub. Ein anderes hatte Ruhetag, das nächste wegen Renovierung geschlossen, weitere Gaststätten erst abends offen. Inzwischen hatte es begonnen zu regnen, und Windböen zu wehen. Ich hatte noch nichts gegessen, und hielt Ausschau, ob ich wenigstens eine Bäckerei finden würde. Die Bäckerei, die ich von früher vage in Erinnerung hatte, hatte längst zugemacht. Aber auch sonst fand ich in der ganzen Innenstadt keine Bäckerei. Erst, als ich mich auf den Weg zum Notar machte, fand ich in einer Seitengasse doch noch eine kleine Bäckerei mit einigen Tischen für Gäste. Die Zeit war inzwischen aber zu knapp, um mich noch hineinzusetzen, weshalb ich nur etwas Laugengebäck kaufte, das ich beim Gehen aß.
(BTW – wie ich kürzlich von meiner Mutter erfahren habe, gibt es die Stadtbücherei meiner Heimatstadt, die in meiner Jugend mein einziger Lichtblick war, auch nicht mehr, bzw. sie ist angeblich in einen abgelegenen Stadtteil umgezogen.)

Beim Notar angekommen, bat mich die Notargehilfin, zunächst im Wartebereich Platz zu nehmen. Sie kam dann kurz danach, um meinen Pass und andere mitgebrachte Unterlagen zu holen. Ein blutjunges Mädchen, lebt vermutlich schon ihr ganzes Leben lang in dieser Provinz, und schafft es trotzdem, sich den Anschein von Professionalität durch eine gewissen Arroganz zu geben.
Der Notar selber rasselte später halt seinen Text herunter. Ich hatte vorher bereits ausreichend Gelegenheit gehabt, ihn zu lesen, und stellte deshalb nur wenige Zwischenfragen, wo es noch Unklarheiten gab.

Wäre das Wetter schöner gewesen, hätte ich erst den nächsten Bus in zwei Stunden genommen. So jedoch war ich froh, dass ich nur eine Viertelstunde warten musste. Die Bushaltestelle war verlegt worden, aber ich fand mich zurecht.
Der Bus war einigermaßen pünktlich. Der Busfahrer prüfte ausgiebig meine Fahrkarte, und fragte mich, wo ich aussteigen wolle. Es stellte sich heraus, dass die Haltestelle in der Kreisstadt, die für mich am günstigsten gelegen wäre, von dieser Linie nicht angefahren würde. Also entschied ich mich für eine andere, was etwa zehn Minuten zusätzlichen Fußweg bedeutete, und setzte mich dann auf einen Platz, wo ich die Beine einigermaßen ausstrecken konnte.
An der nächsten Haltestelle stiegen die zwei Fahrgäste, die bereits im Bus gesessen waren, aus. Außer mir und dem Busfahrer war der Bus dann leer.
Im Laufe der Fahrt versuchte der Busfahrer immer wieder, Konversation mit mir zu machen, indem er mich beispielsweise fragte, wohin ich noch weiter fahren wolle. Ich hatte eigentlich den Kopf voll mit anderen Gedanken, so dass mir nicht nach einer Unterhaltung, geschweige denn einem Flirt zu Mute war, antwortete daher eher knapp denn freundlich.
Als ich schließlich ausstieg, wünschte mir der Busfahrer noch einen „besonders schönen Abend“. Ich bedankte mich, und wünschte ihm desgleichen.

Einer der Züge, mit denen ich dann später fuhr, war zwar nicht überfüllt, aber sehr voll, so dass anscheinend alle Sitzplätze besetzt waren. Mir war es zwar gelungen, einen Platz in Fahrtrichtung neben einer anderen Frau zu finden, aber gegenüber mir saßen auch Leute, so dass unsere Knie in Konflikt kamen. Ich setzte mich zwar soweit nach hinten, wie möglich, aber die Sitzgelegenheiten in öffentlichen Verkehrsmitteln sind einfach nicht für große Menschen ausgelegt. Es war sehr eng und unbequem, weshalb ich froh war, nach einer halben Stunde schon wieder umsteigen zu müssen.
Nicht allzu spät am Abend kam ich dann daheim an. Carsten war kurz zuvor ebenfalls heimgekommen, so dass wir uns erst einmal ausgiebig begrüßten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 10 Kommentare

Sweet Tweeties //2297

Auch in diesem Jahr nehme ich die Tradition wieder auf, an (manchen) Samstagen frühere meiner Tweets zu verbloggen.
Diesmal sind die vom 14. bis 28. April 2019 nachzulesen.

Wie beeinflusst #Feminismus das Verhältnis zwischen Männern und Frauen? (Bitte RT) [Umfrage]
Verleser des Tages: Tourismusexperte statt Terrorismusexperte
Letztes Wochenende war ich draußen noch nackt auf der Schaukel. Jetzt regnet und hagelt es.
Verschreiber des Tages: Schüssel statt Schlüssel
Wenn euch mal jemand fragt, wer die Etagenpizza erfunden hat – das war ich!
Hab mir zum Geburtstag einen Dreier gewünscht.
Verleser des Tages: [die] Karriereleiterin statt Karriereleitern
Tweets vom letzten Hochsommer //2109 Zweitausendeinhundertneun
Versprecher des Tages: Ehrenberg statt Ehrenbürg
Kalt. Wenn das so weitergeht, muss ich mir doch wieder eine Strumpfhose anziehen.
Verleser des Tages: Plastikszene statt Phantastikszene
Privates Beratungsgespräch //2108 Zweitausendeinhundertacht
Spät abends gehe ich ins Bett und kuschle mich an meinen Mann. – Er: „Oh, du bist so schön kühl.“ – Ich: „Ah, du bist so schön warm.“
Das gönn‘ ich mir jetzt einfach.
Verhörer des Tages: Adoptionen statt Adaptionen
Verleser des Tages: Mathe-rausgeber statt Mitherausgeber
Geräderte Gefährdung //2107 Zweitausendeinhundertsieben
Verschreiber des Tages: weird statt wird
Verleser des Tages: Gender statt Genfer [See]
Entwicklungen //2106 Zweitausendeinhundertsechs
+Irgendwie tun mir noch die Knie weh.
Big Five
Verschreiber des Tages: befistet statt befristet
Wenn man zwischen seinen Brüsten eine angebissene Scheibe Salami findet ..
Verleser des Tages: [Die] Bestien statt Besten
Ein tierischer Ausflug //2105 Zweitausendeinhundertfünf
Verleser des Tages: [radikale] Feminismen statt Fastenkuren
Verschreiber des Tages: Bitsteller statt Bittsteller
Als ich die Eier entdeckte, war der Herr bereits auferstanden. Glorifickamus dominum!
Verhörer des Tages: Auenland statt Frauenland
Verleser des Tages: Intimberaterin statt Imageberaterin
Am #Karfreitag zwitschern die Vögel besonders heiter.
#Tanzfreitag
Verschreiber des Tages: genant statt genannt
Verleser des Tages: [mit der Erkenntnis] aufgewachsen statt aufgewacht
Kurze Unterbrechung //2104 Zweitausendeinhundertvier
Verhörer des Tages: egal statt legal
Was bin ich froh um jeden Mann, der sich von dümmlichem Femigeschwafel nicht beeinflussen lässt! #Feminismus
Verleser des Tages: Begegnungsanstalt statt Beregnungsanlage
Fünf ominöse Störche auf einem Feld //2103 Zweitausendeinhundertdrei
Verschreiber des Tages: Turing statt Touring
Verleser des Tages: Umwelt statt Unwucht
Quasimodo, où es-tu? #NotreDame
Eier //2102 Zweitausendeinhundertzwei
Verschreiber des Tages: Rektor statt Reaktor
Verleser des Tages: Backslash statt Backfisch
Schatten der Macht //2101 Zweitausendeinhunderteins
Verschreiber des Tages: undenkbar statt undankbar
„Ich bin Geschäftsführerin. Wenn ich nicht gerade auf meiner Yacht in der Karibik die neueste Steuerhinterziehung feiere, dann beute ich meine Untergebenen aus oder betrüge Kunden.“
+Das war natürlich reine Ironie, um solche Vorurteile ad absurdum zu führen.
+Was hingegen stimmt, ist, dass ich meine geschäftliche Position als Führungskraft nur aufgrund einer sexuellen Beziehung ausübe.
+Ja, ich mache das nur ihm zuliebe. Aus eigenem Antrieb hätte ich mir nie diesen Stress angetan und die Verantwortung aufgebürdet.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Gelungene Anpassung //2296

Eigentlich hatte ich in Erinnerung, den folgenden Text bereits veröffentlicht zu haben. Aber es ist wohl so, dass ich ihn zwar vorbereitet hatte, mir aber dann ein dringlicheres Thema dazwischen kam, das ich dann vorzog. Irgendwie hatte ich es dann doch abgehakt, bis ich den Text vor ein paar Tagen wieder in meinen Entwürfen fand.
Also blogge ich ihn jetzt, nur leicht modifiziert, solange er noch einigermaßen aktuell ist.

Nachdem mein Stoffwechsel sich im Laufe der Zeit verändert hatte, und die Nahrung effizienter verwertete, hatte ich eine Strategie entwickelt, meine Körpermasse zu halten.
Es heißt, um eingeschliffene Gewohnheiten umzustellen, braucht es mindestens ein halbes Jahr. Das mag hinkommen. Immerhin habe ich meine Masse jetzt wieder so im Griff, dass ich nicht über mein Limit hinaus zunehme.
Früher habe ich ja bei jeder Gelegenheit gegessen. Da mal eine Tafel Schokolade zwischendurch, dort mal eine Tüte Chips. Die abendliche Nascherei auf dem Sofa war ohnehin obligatorisch, selbst wenn’s nur ein Joghurt war.
Das mache ich jetzt für gewöhnlich nicht mehr. Ich esse nur noch dann, wenn ich tatsächlich Hunger habe. Abends ist es jetzt höchstens Carsten, der fragt, ob wir noch zusammen eine Nascherei essen. Früher war immer ich das gewesen.
Mir fehlt nichts. Ich brauche ja nicht zu hungern – mal davon abgesehen, dass gelegentlicher Hunger auch nicht so schlimm ist. Die Urmenschen hatten auch nicht immer Nahrung zur Verfügung, wenn sie Hunger hatten. Der Organismus des Menschen kommt mit Hungerphasen klar und ist dafür sogar evolutionär ausgelegt.
Aber soweit muss ich normalerweise nicht gehen. Alles im Gleichgewicht.
Es stört mich höchstens, dass Carsten hin und wieder Köstlichkeiten mitbringt, bei denen ich einfach nicht widerstehen kann. Ich versuche dann, sie mir für längere Zeit einzuteilen, was meistens klappt, und esse nur selten mal davon und dafür dann mit besonderem Genuss.
Allgemein besteht die Schwierigkeit darin, gelegentlichen Versuchungen zu widerstehen, z.B. bei einem leckeren Bufett, oder wenn ich noch Sahnetorte in der Küche habe. Hin und wieder darf man dem schon nachgeben, wenn man dafür als Ausgleich am nächsten Tag wieder kürzertritt.

Es soll aber niemand denken, die Umstellung sei mir immer leicht gefallen. Bisweilen brauchte es schon eine enorme Menge an Selbstdisziplin.
Aber immerhin habe ich es geschafft, meine Ernährungsgewohnheiten wieder ins Gleichgewicht mit meinem veränderten Stoffwechsel zu bringen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 14 Kommentare

Dick-Stick //2295

Als ich mein Gepäck für unseren Winterurlaub packte, fand ich in einem Nebenfach der Tasche, die ich schon länger nicht benutzt hatte, einen alten USB-Stick.

Das war einer meiner ersten Sticks gewesen. Ich hatte ihn früher gerne benutzt. Er war damals teuer, und für damalige Begriffe schnell gewesen.
Es war ein Stick mit 128MB, der sogar noch einen Readonly-Schalter hatte. Damals hatte ich seine Form als klein und kompakt empfunden. Jetzt sieht er klobig, unhandlich und dick aus.

Ich pluggte ihn an meinen Computer. Er ließ sich einwandfrei lesen. Die letzten Daten waren von 2009. Da hatte ich wohl einige Daten daraufgesichert, bzw. wollte sie mit anderen Computern austauschen.
Es ist nicht so, dass ich den Stick vermisst hätte. Irgendwann war mir mal bewusst geworden, dass ich ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte, aber ich habe nie nach ihm gesucht.

Wenn 2009 (oder früher) 128MB für einen USB-Stick üblich waren, und zehn Jahre später 128GB, so ist das Faktor 1000, also 10 Zweierpotenzen. Das entspricht etwa einer Verdoppelung pro Jahr.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 22 Kommentare

Sonnennahe Suchanfragen noch aus dem vorigen Jahrzehnt //2294

Heute befand sich das Erde-Mond-System gegen 6 Uhr (UTC+1) früh im Perihel.
Apropos Astronomie .. offenbar gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, ob am Mittwoch ein neues Jahrzehnt begonnen hat, oder nicht. Da gibt es die christlich-historische Konvention, dass die Jahreszählung mit 1 beginnt. An diese Konvention kann man sich halten, muss es aber nicht. Ich mache es – wie jeder erfahrene Programmierer – so wie die Astronomen, für die das Jahr vor dem Jahr 1 logischerweise das Jahr 0 ist. So lässt sich die Jahreszählung proleptisch in die Vergangenheit extrapolieren. So ist das auch in ISO 8601 gehandhabt. Und mit dieser Zählung haben wir jetzt selbstverständlich ein neues Jahrzehnt. Überhaupt ist die Festlegung des Anfangs der Jahreszählung völlig willkürlich, so dass man sich daran gebunden fühlen kann, oder auch nicht. Die Jahreszahl akzeptiere ich, jedoch nicht die völlig widersinnige Auffassung, dass die Zählung mit 1 begonnen wird. Das führt nur zu Inkonsistenzen und Obi-Wan-Phänomenen.
Das alles nur kurz zur Information, bevor ich – völlig im üblichen Zeitschema – wieder die neuesten, IMHO durchaus lesenswerten – Suchanfragen aufliste.

„vertaggt“
Tags zu vergeben ist so überhaupt nicht meine Stärke.

„was ist ein elementarmagnet“
Der hat was mit den Spins ungepaarter Elektronen zu tun.

„cbt alpha“
Als ich CBT erwähnt habe, meinte ich Computer Based Training, nicht Closed Beta Test.

„magnetische verbindungslinie“
Häh? Sind Feldlinien gemeint? Die verbinden aber nichts.

„breakpoint geister der vergangenheit“
Wenn man ein Vorleben hat, tauchen manchmal solche Altlasten auf.

„verweißt“
Hm .. wenn es irgendwo zuviel Weiß gibt? Etwa eine ungünstige Gammakorrektur bei der Monitoreinstellung?

„feuchte mutter“
Die wird auch wieder trocken, wenn man sie mit einem Lappen abwischt, oder auf die Heizung legt.

„großes rho“
Das sieht wie ein großes P aus.

„latex bra“
\langle

„zeitdilatation rechner“
Man muss die Eigenzeit nur mit dem Lorentzfaktor multiplizieren.

„imum coeli fische“
Dann wäre das Sternbild Fische am tiefsten Punkt der Ekliptik zu sehen, wenn der Horizont nicht drüber läge.

„tanzverbot onkel“
Warum sollte man nicht mit seinem Onkel tanzen dürfen?

„küstenbarbie“
Da hatte ich kürzlich einen Verleser mit irgendeinem Fisch, erinnere mich aber nicht mehr.

„größerzeichen“, „grösserzeichen“
Vergleichsoperator, der den Kleiner-oder-gleich-Vergleich umkehrt.

„pommes vom vortag“
Lassen sich in der Pfanne heißmachen oder in der Mikrowelle aufwärmen.

„pornotion“
Das war mal ein Verleser von mir.

„musen“, „muse“, „muße“
Es gibt die Musen in der griechischen Mythologie, dann die Muße im Sinne von freier Zeit, und schließlich das Mus, das aus Obst gekocht und ggf. püriert wird.

„latex angström“
\aa

„cbt submission“
Meine Einreichung für den Kongress hat nichts mit Computer Based Training zu tun.

„schmutzige fickgeschichten“
Ja, der Schmutz verteilt sich. Ob sich das allerdings konsistent mit den Fick’schen Gesetzen verhält, bezweifle ich.

„farbwirbel“
Ja, meine Bilder mit den vortices of color waren schon Hingucker!

„kloßteig zu fest“
Milch zugeben.

„auskurieren“
Sich schonen, um wieder ganz gesund zu werden.

„ssc gleitmittel“
Der Bau eines Beschleunigers geht bestimmt nicht vonstatten, ohne beispielsweise WD-40 einzusetzen.

„wärmflasche englisch“
Hot-water [bag|bottle]

„imbiss zwischenmahlzeit 5 buchstaben“
Pause?

„heuchler kreuzworträtsel“
Hypokrit.

„ruß“
Kann bei Verbrennungsprozessen entstehen, und ist schwarz.

„omnia mea mecum porto meaning“
I carry with me all that is mine.

„arbeitsstatus“
Gibt den aktuellen Zustand der Arbeit an.

„matratzen drehen“, „matratze drehen“
Dafür gibt es drei Hauptachsen.

„nicht völlig“
Fast, beinahe.

„lohngerechtigkeit cuba“
Auf ein freies Cuba! Prosit!

„anne nuehm“
So sieht der Name aus, wenn der Umlaut ausgeschrieben wird.

„hüfthalterpornos“
Es gibt wohl für alles jemanden, der es mag.

„klöße“
Hmm .. mit Linsen und Brühwürstchen.

„sonnenfleckenaktivität“
Ist ein Indikator für die Aktivität der Sonne.

„otask“
Ist hier der Codename für unser Sprachassistenzsystem.

„geschäftsessen ideen“
Manchmal kamen mir dabei schon neue Einfälle.

„meteorit“
Ein Steinbrocken (o.ä.) aus dem All, der die Erde trifft.

„tunnelspiele“
Spiele, bei denen die Spielregeln definiert gebrochen werden können.

„blumenstrauß grünzeug“
Jenes ist eine Teilmenge von diesem.

„never change a winning team“, „never change a running system“
Never fix what isn’t broken.

„schulmeisternd“
Kann ich ganz gut.

„sprachfärbung bei nicht-muttersprachlern“
Lässt sich wohl nie so ganz verhindern. Auch Muttersprachler sprechen ja mehr oder weniger Dialekt (außer Eliza Doolittle).

„schwängern“
Eine Frau in den Zustand der Schwangerschaft versetzen.

„kopfstimme englisch“
Falsetto oder head voice.

„fickback“
Da bin ich etwas ratlos. Eine Art Offline-Pingback?

„wann nächstes schaltjahr“, „das nächste schaltjahr“
Heuer. Dann wieder 2024.

„es hört doch jeder nur was er versteht“
Dieses Goethe-Zitat hatte ich als Titel eines Blogposts benutzt.

„liken konjugieren“
Im Indikativ Präsenz Aktiv wäre das: Ich like, du likest, er|sie|es liket, wir liken, ihr liket, sie liken.

„kreuzworträtsel mein wahres ich“
Ego?

„freitag der 13 kalender“
Das hatte ich auch einmal ausführlich erklärt.

„abszissenwerte“
Die Werte der horizontalen Achse in einem (2-dimensionalen) Koordinatensystem.

„otr serien“
Das sind irgendwelche Online-Fernsehaufnahmen.

„2076 noch leben“
Da wäre ich uralt. Glaube ich eher nicht.

„kartoffelknödel resteverwertung“
Wenn man die nicht frisch gekocht isst, sind sie nicht mehr genießbar.

„männerschnupfen latein“
Nasus currens masculinus (eigene Übersetzung).

„schüssler salze afterjucken“
Die Wirkung eines Placebos hängt davon ab, wie sehr man daran glaubt. Eine milde Kochsalzlauge erfüllt denselben Zweck.

„üble nachrede durch eltern im kindergarten“
Ich gehe davon aus, dass das Thema abgeschlossen ist.

„angelkalender 2018“
Hatte und habe ich nicht.

„facebook zu viele codes eingegeben“
Nicht mein Problem.

„autismus kultur“
Es dürfte Überschneidungen mit der Nerdkultur geben.

„kritische masse breakpoint“
Alles im Griff.

„hüfthalterpornos“
Überlasse ich eurem Kopfkino.

„wc reiniger flasche wiederverwertbar“
Im Prinzip ginge das.

„h quer word“
Lässt sich einfügen als Unicode 210F. Oder man teilt einfach h durch 2*pi.

„2d 4d verhältnis messen“
Für eine grobe Messung reicht ein Lineal, das man an die Innenseiten von Zeige- bzw. Ringfinger anlegt. Wer es genauer will, sollte seine Hände flach auf den Scanner gelegt einscannen und die Finger auf dem Bild entsprechend ausmessen.

„dekoltee“
Habe ich diesen Tee so falsch geschrieben?

„unterirdisch“
Unterhalb des Erdbodens.

„tierkreiszeichen lat.“
Die habe ich schon mal alle aufgezählt, von Aries bis Pisces.

„federbett schweiz 5 buchstaben“
Weiß ich nicht.

„unterwürfig kriecherisch“
Servil.

„welche farbe kommt raus wenn man rot und grün mischt“
Additiv gelb, subtraktiv braun, und politisch will ich es gar nicht wissen.

„middle endian“
Das ist das gruselige Datumsformat in den USA: MM-DD-YYYY

„pornotion“
Könnte einer meiner Verschreiber gewesen sein.

„semf 2019 datum“
Natürlich der 1. April.

„schlampe“
Wer Sex mag, Männer mag, und Sex mit Männern mag (frei nach Adrian).

„einhalten“
Erfüllen, befolgen.

„bauchfreies kleid“
Ach, lieber gleich zweiteilig.

„veraltet abwesend“
Absent.

„schäfchen zählen bilder“
Ich sehe keine Schäfchen.

„kommt der kater zu der katze bitte reich mir deine tatze“
Streichelt sie und küsst sie sacht, und schon hat sie mitgemacht.

„das körbchen“
So etwas hatte ich als Kind. Da hab‘ ich kleine Spielsachen rein.

„gradtagstabelle“
Ist das so etwas wie die Gradzahltabelle?

„spiegelachsen rechteck“
Die zwei Achsen durch den Mittelpunkt parallel zu jeweils zwei gegenüberliegenden Seiten. Bei Entartung zum Quadrat kommen noch die Diagonalen hinzu.

„schaltjahr ausnahmen“
Zu meinen Lebzeiten ist immer ein Schaltjahr, wenn der Vierer-Modulo der Jahreszahl 0 ist.

„www.kostenlosersexfilm.de“
Kein Interesse.

„gravitationskonstante definition“
Sie ergibt sich durch Messung, basierend auf dem Newton’schen Gravitationsgesetz. Die Gravitationskonstante ist dabei ein Proportionalitätsfaktor zwischen der Kraft und dem Produkt der beiden Massen dividiert durch das Quadrat ihres Abstands zueinander.

„breakpoint stürzt ab“
Aber nein! Keine Angst, alles ist gut.

„breakpoint klasse wechseln“
Als ich von der Grundschule auf das Gymnasium kam.

„bruder gegen bruder breakpoint“
Ich habe nur eine Schwester.

„binäruhr kaufen“
Im Internet findet man alles.

„blessuren“
(Eher leichte) Verletzungen.

„aufgewärmte kartoffeln weniger kohlenhydrate“
Wo sollten die Kohlenhydrate denn hin sein?

„woher kommen rollvenen“
Das sind die, die Blutabnahmen seitlich wegrutschen? Keine Ahnung.

„mir schwant schlimmes“
Aber nein! Das wird bestimmt ein tolles Jahr!

„programmierer duden“
Während es zu den Anfangsjahren der Computer eine reine stupide Dateneingabe war, hat sich die Tätigkeit eines Programmierers hin zu anspruchsvoller Softwareentwicklung gewandelt.

„blumen geschenkt bekommen“
Ja, das ist immer wieder lästig.

„toilettenform für sitzpinkler“
Da gäbe es noch einiges an Optimierungsmöglichkeiten.

„panta rhei“
Niklas hat den Kuschelpanda, den er zum Geburtstag von uns bekommen hat, Rhei genannt. Ja, da erkennt man den merkwürdigen Einfluss seiner sonderlichen Stiefoma.

„fraulichkeit“
Irgendwo zwischen Weiblichkeit und Dämlichkeit. SCNR – nicht ernst gemeint.

„instruieren“
Anleiten.

„diskutierer“
Ich war mir wohl nicht ganz sicher, wie man Diskutanten korrekt gendert.

„shittest liste“
Hier gibt’s dazu keine Liste. Denkt euch selbst etwas aus.

„topfkratzer“
Ein etwa krapfenförmiges Gewebe aus Stahlwolle o.ä., um Töpfe, bei denen Reste angebrannt oder angetrocknet sind, manuell zu reinigen.

„megasekunde“
Etwa 277.8 Stunden, oder gut elfeinhalb Tage.

„ob reingerutscht“
Hier hülfe eine Fallunterscheidung.

„es wird wärmer“
Ich freu‘ mich drauf.

„fortan“
Oder FORTRAN.

„hämophobie“
Die Angst vor Blut.

„lustrational“
Ui, ein neues Wort! Das gefällt mir.

„was ist tonpapier“
Paper of color, bei dem die Farbpigmente bereits im Papier selbst sind (im Gegensatz zum Buntpapier, das nur bedruckt ist).

„nerdig“
Dazu ist demnächst mal wieder ein Blogpost fällig.

„immer“
Stets.

„geläster“
Abwertendes Gerede.

„kartesianisch“
Ich hatte darauf hingewiesen, dass das eine falsche Übersetzung von Cartesian ist. Korrekt heißt es auf Deutsch kartesisch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 10 Kommentare

Auf ein Neues! //2293

Prosit Neujahr!
Euch allen ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr 2020, und viel Spaß in den Zwanzigerjahren des 21. Jahrhunderts!

Wir sind wieder da.
Über unseren Winterurlaub gibt es (fast*) nichts außergewöhnliches zu berichten. Thermen, leckeres Essen, Wellness, ein paar Spaziergänge. Wir konnten uns gut ausruhen und entspannen.
Diesmal fuhren wir nicht so weit weg. Carsten und ich hatten die Maxime „Nur kein Stress!“, bzw. „Nichts, das Druck macht.“ aufgestellt, und hielten uns größtenteils daran. So konnten wir unsere Aufmerksamkeit einander widmen, und unsere Zweisamkeit genießen.
In diesem Sinne vollzogen wir auch den Jahreswechsel auf bewährte Weise. Carsten rutschte wie immer gut rein, und stieß mit mir an (aber nicht mit Sekt).

In den letzten Jahren habe ich gute Erfahrungen gemacht, den Januar erst mal langsam bloggend anzugehen. Dies möchte ich heuer auch wieder so halten, weshalb ich vorläufig meine Bloghäufigkeit erst noch auf etwa die Hälfte reduziere.

*Fußnote: Zumindest nichts, was ich zum aktuellen Zeitpunkt bloggen möchte. Vielleicht irgendwann im Frühjahr oder Sommer, vielleicht auch gar nicht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 9 Kommentare

Auf dem Haltepunkt //2292

Das Arbeitsjahr endet heute, und mein Blogjahr auch.
Ich fürchte, der heutige Tag könnte noch einmal stressig werden, aber danach ist erst mal Pause.
Das Blog geht also mit diesem letzten Eintrag des Jahres in seine winterliche Ruhephase.

Nicht vergessen wollte ich noch zu erwähnen, dass morgen um 5:19 UTC+1 Uhr Sonnenwende ist. Das bedeutet, dass der Winter beginnt, und die Tageslichtlängen wieder größer werden.

Ich wünsche euch allen erholsame und schöne Feiertage, sowie einen rutschigen Jahreswechsel! Habt eine gute Zeit bis dann im nächsten Jahr!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 22 Kommentare

La Chaperone //2291

Mein Zug hatte wenige Minuten Verspätung, als ich in der Zwiebeltreterstadt ankam. Ich ging zum vereinbarten Treffpunkt, wo Herr Sendel bereits wartete.
Wir begrüßten uns, wobei er wieder meine Hand mit beiden Händen ergriff, und mir dabei intensiv in die Augen blickte. Er erklärte, dass sein Auto in einer nahegelegenen Tiefgarage stünde, und wir machten uns auf den Weg dorthin. Dabei unterhielten wir uns darüber, wie unsere heutigen Tagesabläufe gewesen waren. Nichts von Bedeutung.

Die Tiefgarage war menschenleer. Gerade lachte ich über einen Scherz, den er gemacht hatte, als er mich gegen eine der Säulen schob und heftig küsste. Das kam unerwartet, und es gibt mir doch Hoffnung für die Gesellschaft, wenn es noch Männer gibt, die sich so etwas trauen, ohne erst langewig vorher deswegen herumzufragen.
Mein Herz pochte, mein Gehirn setzte aus. Einen Augenblick lang gab ich dem bedenkenlos nach. Er griff mit einer Hand zunächst nach meinen Brüsten, raffte dann meinen Rock nach oben, strich über meine Backen .. Ich trug eine Strumpfhose – hey, Leute, es ist Dezember und schon fast Winter! – und einen Slip, einschließlich ..

Tante Irma ist eine wirksame Anstandsdame und erbarmungslose Tugendwächterin, selbst wenn sie schon im Begriff ist, sich zu verabschieden. Mit Carsten wäre es (mit Einschränkungen) gegangen, mit einem fremden Mann dagegen nicht.
Er hielt inne. „Was ist los?“
Ich kam wieder zu Atem und zur Besinnung. Wortlos schüttelte ich zunächst den Kopf, während ich meinen Rock wieder zurechtzog. Dann sagte ich leise: „Es geht nicht, Gerard.“
Er schwieg, strich mir dann sanft über die Wange, und meinte schließlich: „Schade, Anne. Aber wir werden uns davon nicht den Abend verderben lassen.“

Er nahm mich an der Hand und führte mich zu seinem Auto. Wir stiegen ein und fuhren ein Stück bis zu dem Restaurant, wo er einen Tisch für uns beide reserviert hatte.
Wir unterhielten uns, als wenn nichts gewesen wäre. Es gibt ja nicht viele Menschen, mit denen ich gemeinsame Gesprächsthemen finde, zumindest wenn ich sie nicht schon lange kenne. Aber Gerard ist ein intelligenter, vielseitig interessierter, weltgewandter Mann mit nerdigen Zügen, so dass wir ganz zwanglos miteinander plaudern konnten.
Er erzählte noch einmal, dass die kürzliche Veranstaltung viele positive Reaktionen erhalten hätte, und er sich wirklich freuen würde, wenn ich bei der nächsten vorgesehenen Veranstaltung wieder mitmachen würde – vielleicht fände sich dann doch Gelegenheit, dass wir privat Zeit miteinander verbringen können. Er hatte eigentlich vorgehabt, im Frühjahr die Trichterstadt zu besuchen, aber es sei inzwischen nicht sicher, ob dies tatsächlich klappen würde. Er würde sich aber in jedem Fall bei mir melden, wenn er wieder in die EMN käme.
Zwischendurch legte er immer wieder seine Hand auf meine, oder nutzte auch sonst Gelegenheiten für dezenten Körperkontakt.

Eigentlich wollte ich mein Essen selbst bezahlen, aber er bestand darauf, meinen Teil der Rechnung mit zu übernehmen. Das sei auch sein Dank für meine Teilnahme am Diskussionspanel. Ich habe es mir längst abgewöhnt, in solchen Fällen herumzudiskutieren, also nahm ich dankend an.
Ich bat ihn dann noch, mich wieder zum Bahnhof zu fahren, damit ich mit dem nächsten Zug wieder heimfahren kann. Selbstverständlich, meinte er, wenn er mich schon nicht überreden kann, die Nacht in der Zwiebeltreterstadt zu verbringen. Er würde mich auch nach Hause fahren, wenn ich wolle. Ich lehnte ab.
Er ließ mich dann direkt am Bahnhof aussteigen, ohne selbst irgendwo eine Parkmöglichkeit suchen zu müssen. Als ich mich verabschieden wollte, gab er mir noch schnell einen Kuss auf die Wange. Ich sah zu, dass ich aus dem Auto herauskam, winkte ihm dann noch kurz hinterher, und machte mich auf den Weg zum betreffenden Geleis.

Carsten kam noch deutlich später heim, als ich angenommen hatte, so dass ich Zeit hatte, bereits mit diesem Blogeintrag zu beginnen.
Er war müde und abgespannt, weshalb er es nur unaufmerksam zur Kenntnis nahm, als ich das Abendessen in der Zwiebeltreterstadt erwähnte.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 29 Kommentare

Eine unerwartete Einladung //2290

Eigentlich hatte ich nicht so schnell wieder eine Nachricht von Herrn Sendel erwartet. Am Tag nach der Veranstaltung hatten wir noch einen kurzen Mailwechsel gehabt, aber das war nur formales Danke-blablabla gewesen.

Er mailte mir also gestern, dass es sich kurzfristig ergeben habe, dass er morgen [d.h. heute, am Mittwoch] beruflich in der Zwiebeltreterstadt (nicht viel weiter entfernt als die Trichterstadt, aber in der anderen Richtung) zu tun habe, und dies doch eine Gelegenheit wäre, das versprochene gemeinsame Abendessen vorzuziehen.

Carsten ist heute schon wieder geschäftlich unterwegs, und wird erst spät in der Nacht heimkommen. Für heute Abend hatte ich mir noch nichts vorgenommen. So kurz vor dem Jahresende muss ich jetzt auch nicht mehr an größeren Dokumenten oder dringenden Projekten arbeiten.
Statt alleine daheim rumzusitzen, wäre ein Abendessen in angenehmer Gesellschaft recht nett.
Dass Carsten nachts zurückkommt, stellt sicher, dass ich ebenfalls noch vor ihm wieder daheim sein werde.

Ich antwortete Herrn Sendel also, dass wir uns in der Zwiebeltreterstadt am Bahnhof zu einer bestimmten Zeit treffen können.
Die halbe Stunde im Zug macht mir nichts aus, aber dort vom Bahnhof in die Innenstadt zu laufen, wäre mir zu umständlich.
Er hat den Termin bereits bestätigt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 20 Kommentare

Fortschritt. Oder nicht? //2289

Auch kurz vor dem Jahresende gibt es noch einiges in der Firma zu tun.
Ich hatte einem meiner Mitarbeiter aufgetragen, eine Funktion zu schreiben, die aus einer gegebenen Liste von ein paar Tausend Dateien den jeweiligen MD5-Hash (ja, ich weiß, dass der MD5 nicht mehr als sicher gilt, es geht hier aber überhaupt nicht um einen sicherheitskritischen Zweck, sondern darum, die Dateiinhalte eindeutig unterscheiden zu können) ermittelt.
Die Funktion des Mitarbeiters lieferte korrekte Ergebnisse, aber die Performance war mies. Man musste fast minutenlang warten. Also schauten wir, ob wir nicht einen schnelleren Algorithmus finden würden. Er hatte die Grundlage für den Code für die Hashberechnung im Internet gefunden und angepasst. Ich erinnerte mich, dass ich für entsprechende Berechnungen immer eine API-Funktion des Betriebssystems genutzt hatte. Ob die allerdings merklich schneller laufen würde, wusste ich auch nicht.
Gemeinsam mit dem Mitarbeiter stellten wir den Code um. Und tatsächlich – in unserem Testsystem lief die Funktion deutlich schneller. Das heißt natürlich nicht, dass sie das immer tut. Wenige große Dateien können sich anders verhalten als viele kleine, auch wenn die Gesamtdatenmenge übereinstimmt.
Ich trug dem Mitarbeiter auf, noch ein wenig mit anderen Szenarien zu testen, aber vermutlich wird es bei der API-Funktion bleiben.

Perspektivenwechsel: Bestimmt hat jeder von euch sich schon einmal geärgert, oder zumindest gewundert, wenn eine Fortschrittsanzeige (z.B. bei einer Installation) so überhaupt nicht zu passen scheint. Da hängt der Balken minutenlang, dann wieder macht er einen Sprung, die prognostiziert verbleibende Zeit wird immer länger statt kürzer, um irgendwann, wenn man es schon fast aufgegeben hat, ganz plötzlich fertig zu sein. Warum ist das so? Warum läuft der Fortschrittsbalken nicht einfach gleichmäßig und stetig durch, und die verbleibende Zeit nimmt linear ab?
Man muss sich mal überlegen, wie man selbst solche Fortschritte berechnen würde. Bei komplexen Aufgaben wie einer Installation kommen viele Einzeltasks zusammen (z.B. Registryeinträge), die alle unterschiedlich lange dauern können, und das abhängig vom jeweiligen System. In unserem Beispiel beschränken wir uns deshalb auf den Use Case, dass mehrere Gigabyte Daten, aufgeteilt in tausende Dateien innerhalb hunderter verschachtelter Verzeichnisse umkopiert werden sollen.
Wenn dafür das Source-Verzeichnis angegeben wurde, weiß man zunächst nicht, wie viele Dateien überhaupt enthalten sind, und wie groß sie sind. Natürlich könnte man in einem ersten Schritt, die Verzeichnisstruktur rekursiv durchlaufen, um zunächst die Dateien zu zählen und ihre Größen aufzusummieren. Das dauert aber natürlich auch, und bringt eigentlich nichts, außer etwas zuverlässigere Informationen für den Nutzer. Möglich wäre sogar, dass sich die Dateien zwischenzeitlich ändern. Je nach intended use kann man das also vorher machen, oder doch lieber nicht.
(Die Möglichkeit, die einzelnen Aufgaben in mehrere unabhängige Threads aufzuteilen, ignorieren wir hier mal.)

In erster Näherung kann man dann den Ansatz für die insgesamt benötigte Zeit t_ges machen: t_ges = t_0 + t_N*N + t_S*S, t_0 ein Offset, der grundsätzlich benötigt wird, t_N die Zeit pro Datei, t_S die Zeit pro Informationseinheit, N die Anzahl der Dateien, und S die Gesamtinformationsmenge der zu bearbeitenden Dateien.
Wer es noch genauer braucht, kann in einem weiteren Summanden t_D*D auch noch die Anzahl der Verzeichnisse D berücksichtigen. Das dürfte aber in den meisten Fällen nicht viel bringen, und den Aufwand noch weiter erhöhen. Höhere Potenzen noch hinzuzunehmen, dürfte erst recht nicht lohnen.
Nachdem das Programm die ersten Dateien übertragen hat, kann es aufgrund der gemessenen Zeiten unter Benutzung des obigen Ansatzes die Parameter t_? berechnen. Bei drei Unbekannten braucht es dafür drei voneinander unabhängige Zeitpunkte.
Diese Parameter ermöglichen dann eine erste Abschätzung, die dem Nutzer angezeigt werden kann.

Gerade beim Kopieren, aber ebenso bei anderen Vorgängen, hängt die benötigte Zeit auch davon ab, was der Computer sonst noch gleichzeitig macht, und wie weitere Resourcen ausgelastet sind – etwa die Netzwerkbandbreite beim Zugriff auf einen Share. Oder auch, ob benötigte Daten bereits im Cache oder sonstwo vorhanden sind. Die Geschwindigkeit kann also variieren. Das heißt, die genannten Parameter t_? sind nicht konstant, sondern können sich verändern.
Es empfiehlt sich deshalb, die Zeitmessung nicht von Anfang an in die Berechnung einfließen zu lassen, sondern nur die letzten vielleicht fünf Minuten, oder was angesichts der konkreten Aufgabenstellung als zweckmäßig erscheint.

Ihr merkt schon – das kann beliebig kompliziert werden. Ich belasse es deshalb bei diesem kleinen Einblick, was man alles berücksichtigen müsste. Es ist hoffentlich klar geworden, warum eine Fortschrittsanzeige grundsätzlich nicht zuverlässig funktionieren kann, und man sich verlässlichen Ergebnissen nur ungefähr annähern kann.
Wenn ihr euch das nächste Mal wieder über eine merkwürdig erscheinende Fortschrittsanzeige wundert, erinnert euch hieran.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 7 Kommentare

Kindergeburtstag (aber mit Löwe) //2288

Die letzte Arbeitswoche für dieses Jahr beginnt.
Heute und morgen stehen noch ein paar Mitarbeitergespräche an, dann lasse ich das Arbeitsjahr langsam mit ein paar Finalisierungsarbeiten ausklingen.

Letzte Woche bin ich gar nicht dazugekommen, über die Kindergeburtstagsfeier von Niklas zu bloggen. Entweder hole ich das jetzt noch nach, oder ich lasse es ganz bleiben.
Am Wochenende vorher hatte er bereits mit seinem Vater gefeiert. Die eigentliche Party fand dann am Wochenende darauf statt.
Es waren ein paar Kinder aus seinem Kindergarten samt Müttern (zum Glück nicht Teresa!) eingeladen. Dazu kamen natürlich seine Mutter, deren Tochter, deren Großtante, deren älterer Bruder und dessen Frau.
Carsten und ich schenkten dem Geburtstagskind den interaktiven Kuschelpanda, den es sich gewünscht hatte. Niklas steht zur Zeit voll auf Pandabären.

Auf weiteren Wunsch des Geburtstagskindes schauten wir uns dann den Anfang von „Der König der Löwen an“. Ich mag ja Katzen, aber dieser Film war einfach zu kitschig und zu vermenschlicht. Die Animationen wirkten lebensecht. Dabei sollte dieses Genre sich besser auf 2D-Zeichentrick fokussieren. Dann ist wenigstens klar, dass es sich nur um eine ausgedachte Geschichte handelt. Es war fast eine Qual, sich dies anschauen zu müssen. Allgemein finde ich die meisten Disney-Filme nicht sonderlich ansprechend. Vom Kitschfaktor mal abgesehen, teilen sie die Protagonisten streng in „die Guten“ (die am Schluss gewinnen) und die „Bösen“ ein. Das ist zu eindimensional reduktionistisch und hat mit der Realität überhaupt nichts zu tun. OK – eine realistische Darstellung braucht man von einem Kinderfilm nicht zu erwarten. Trotzdem vermitteln Disney-Filme IMHO ein völlig unzutreffendes, simplifiziertes, um nicht zu sagen infantiles Weltbild, weshalb ich es nicht gut finde, Kindern das in größeren Dosen vorzusetzen. Schließlich sollen sie lernen, und auf ihr späteres Leben vorbereitet werden. Beim „König der Löwen“ war es insbesondere diese Diskrepanz zwischen unrealistischer Story einerseits, und fotorealistischer Animation andererseits, die eine Realitätsnähe implizierte, die nicht vorhanden war.
Nach einer Stunde unterbrach Verena die Vorführung. Es gab Kuchen und Kaffee für die Erwachsenen, bzw. Kakao für die Kinder (außer für ein Laktose-Intolerantes, für das seine Mutter irgendein anderes Getränk mitgebracht hatte).
Danach begann der zweite Teil des Films. Carsten und ich taten uns das nicht mehr an, sondern verabschiedeten uns.

Da Carsten am nächsten Morgen schon früh los musste, und für mich die Podiumsdiskussion bevorstand, blieben wir diesmal gleich in der Stadt, statt wieder zurück auf’s Land zu fahren, wo wir normalerweise das Wochenende verbringen. Aber diesmal hätte es unsere Angelegenheiten unnötig verkompliziert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , | 14 Kommentare

Und immer wieder Tweets //2287

Es ist wohl wieder mal an der Zeit, meine Motivation für diese Tweeteinträge klarzulegen, damit insbesondere Neuleser wissen, was es damit auf sich hat.
Ein Teil meiner Tweets ist durchaus interessant, amüsant oder originell. Auf Twitter selbst verschwinden sie aber rasant in der Versenkung der Timeline und geraten in Vergessenheit. Das ist schade – zumindest um einige Tweets. Deshalb wiederhole ich sie hier auf meinem Blog noch einmal nach mehreren Monaten – vorzugsweise an einem Samstag. Ich fasse dazu rund fünfzig Tweets in einem Blogpost zusammen. Es lohnt sich zumeist schon, sie zumindest mal zu überfliegen. Wer das nicht möchte, hat die Option, die Tweets einfach zu ignorieren.
Meine Themen für das Blog sind begrenzt. Es gibt nicht immer interessante aktuelle Themen, und die zeitloseren Fülleinträge sind ebenfalls knapp, da ich mich auch nicht übermäßig oft selbst wiederholen möchte. Wenn ich nicht ab und zu Tweets verbloggen würde, gäbe es an diesen Tagen stattdessen gar keinen Blogeintrag.
In diesem Sinne: genießt meine Tweets vom 3. bis 13. April.

Verleser des Tages: Männerfeindlichkeit statt Muslimfeindlichkeit
Tweets heute mit Sonderbeilage //2100 Zweitausendeinhundert
Zum Abschluss einer erfolgreichen Woche
+Was habt ihr denn gedacht, was ich mit „Nuss-Sahne“ meine?
Verschreiber des Tages: penem statt panem [et circenses]
Ich mag Kartenspiele, bei denen der Eichel-Ober der höchste Trumpf ist. #Herzskat #Schafkopf
+In meiner alten Heimat übrigens als „der Alte“ bezeichnet.
+Ist natürlich alles rein patriarchale Spielkultur. Gab es da noch keinen feministischen #aufschrei?
Verleser des Tages: Assange statt Ansage
Massenupdate //2099 Zweitausendneunundneunzig
Verleser des Tages: Brexit statt Breast
Die ganze Miete //2098 Zweitausendachtundneunzig
Verschreiber des Tages: Aufzähnung statt Aufzählung
Stiefenkelin wird voraussichtlich noch vor Ostern aus der Klinik entlassen!
Verleser des Tages: Röntgenröhre statt Röstgemüse
+Da fällt mir gerade ein, dass ich schon lange keine Gray-Witze mehr gemacht habe.
+Digitales Röntgen hat übrigens eine Grau-Auflösung von 1024 oder 4096 shades.
Am kleinen Tisch //2097 Zweitausendsiebenundneunzig
Verschreiber des Tages: Slider statt Siedler
„Sag 10-mal schnell hintereinander ‚Frische Fischfrikadellen‘!“ – “ .. Fickificki“ #Zungenbrecher
Verleser des Tages: Anonyme statt Anyone
Zuständigkeitszustände //2096 Zweitausendsechsundneunzig
Wenn der Tag schon mit Kaffeekleckerei anfängt ..
Es stimmt überhaupt nicht, dass ich frauenfeindlich wäre. Frauen sind mir gleichgültig. Ich mag schlicht und einfach keine dummen, engstirnigen Personen.
Verleser des Tages: Eichtheorie statt Eichstätt
Verhörer des Tages: Aiwanger statt Ajvar
Verrückte Maschinen //2095 Zweitausendfünfundneunzig
Verleser des Tages: Biken statt Bikini
Hurra! Heute ist Kanamara-Matsuri! Happy #KanamaraMatsuri!
+Sehen wir das auch als Sieg über den feministischen Dämon!
Verschreiber des Tages: Trolle statt Trouble
Höchste Zeit, den DNS-Server zu wechseln. #GEMA #Vodafone (z.B. #Cloudflare 1.1.1.1/1.0.0.1)
Verleser des Tages: Frisch statt Fetisch
Suchbegriffe – die n-te Fortsetzung //2094 Zweitausendvierundneunzig
Verschreiber des Tages: Union statt Onion
Flugtaxis, Lieferdrohnen .. hat schon mal jemand realisiert, was das für ein ständiges Gebrumme über unseren Köpfen wird?
Ich wollte doch nie „was mit Menschen“ machen! Und jetzt muss ich Führungsaufgaben erledigen.
+Dazu kommt noch: Je mehr ich Chefin bin, desto weniger werde ich als Frau wahrgenommen.
+Es ist mir z.B. schon mehrmals passiert, dass potentielle Geschäftspartner versucht haben, mit mir zu flirten, damit aber abrupt aufgehört hatten, sobald sie erfahren hatten, dass ich Geschäftsführerin bin.
+Ich möchte nicht auf meine berufliche Position reduziert werden.
Verleser des Tages: Pizzeria statt Plazenta
Überraschende Inspiration //2093 Zweitausenddreiundneunzig
Mir ist kalt! Ich bräuchte etwas männliche Wärme.
Bei manch vulgärem Sprachduktus liegt der Gedanke nahe: „Si tacuisset, copulandus mansisset.“
Verhörer des Tages: begot statt bigott
Erste #Zecke2019 links am Bauch. Die war schon ganz vollgesogen. So eine dicke hatte ich noch nie.
Verleser des Tages: Schwanzwälder-Kirsch statt Schwarzwälder-Kirsch
Trouble mit der Kreditkarte //2092 Zweitausendzweiundneunzig
Versprecher des Tages: Zittern statt Twittern
Desinformation, Verdrehung von Tatsachen, Schwindelfakten, .. Etwas besseres als die Aufweichung der #Schulpflicht kann Ideologen gar nicht passieren. Einer ungebildeten Bevölkerung kann man die dreistesten Lügen erzählen. #Demagogie #Schulstreik
Verleser des Tages: Wichsvorlage statt Basisvorlage
Etwas verzögert die Kommentarstatistik für das 1. Quartal 2019
Aufmerksamkeitsdefizit //2091 Zweitausendeinundneunzig

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Hyperstream //2286

Eine meiner größten Stärken ist, dass ich Assoziationen zwischen höchst unterschiedlichen Themen ziehen kann.

Ich habe mir mal so meine Gedanken gemacht, wie man mein Denken visualisieren könnte. Da stelle ich mir einen dicken Strom aus vielen Fasern oder Fäden vor, die einzelne Denkschnipsel und Gedankensplitter darstellen. Diese Fasern bewegen sich nahezu reibungslos neben- und umeinander her und bilden laminare Strömungen. Wer will, kann sie sich wie einen Kabelstrang vorstellen, bei dem die einzelnen Kabel so gebändigt sind, dass es nur selten mal zu einem Kabelsalat kommt.
Hin und wieder verzweigt sich ein Strang in mehrere Teile, die sich unabhängig voneinander weiterbewegen. Manchmal trifft eine Faser auf eine andere, und beide vereinigen sich. Genau dann entsteht eine neue Idee.
Es kommt vor, dass lokal ein Durcheinander entstanden ist. Durch das Entstehen von Querverknüpfungen bildet sich aber schon bald wieder ein stabiles Gleichgewicht.
Es gibt Fasern, die einander umschlingen, andere, die sich gegenseitig durchdringen. Manche verflechten sich miteinander und bewegen sich gemeinsam durch den gedanklichen Phasenraum.

Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, dieses metaphorische Bild in meinem Kopf einigermaßen anschaulich zu machen. Falls nicht, nehmt diesen Eintrag einfach als ganz alltägliche Spinnerei.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 12 Kommentare

π wie Πscine (aber ohne Tiger) //2285

Jetzt hatten Benjamin und ich es doch noch geschafft, heuer zusammen schwimmen zu gehen. Ich hatte zwar etwas Bedenken, weil ich vor einigen Tagen noch deutlich Halsbeschwerden gehabt hatte. Aber inzwischen waren sie wieder abgeklungen, und dies war der einzig verbleibende mögliche Termin in dieses Jahr.

Das Hallenbad, in dem wir früher ein paarmal waren, hat inzwischen zugemacht. Das Ambiente dort war zwar nicht besonders reizvoll. Dafür hatte es den Vorteil, nur wenige Gehminuten von meiner Wohnung entfernt zu sein, was mir insbesondere im Winter mit noch feuchten Haaren schon wichtig ist.
Wohl oder übel mussten wir ein anderes besuchen. Da es uns nur darum ging, ein bis zwei Stunden zu schwimmen, lohnte eine Anfahrt zu einem weiter entfernten schöneren Bad nicht, so dass wir uns in einem städtischen Hallenbad verabredeten. Wir trafen uns direkt dort, und Benjamin fuhr nach dem Besuch noch in der Nähe meiner Wohnung vorbei, und ließ mich aussteigen.

Wir schwammen einige Bahnen gemeinsam, und legten uns zwischendurch bequem auf die Liegen, um miteinander zu reden.
Auf die Sauna, bei der man Badekleidung tragen muss, kann ich auch verzichten. Wie kommt man auf die Idee, in einer Sauna Textilpflicht einzuführen? Das ist unhygienisch und ungesund. Die Leute werden immer prüder und körperfeindlicher! Ich war zwar eh nie Saunafan, aber dies war sonst immer eine gesellschaftlich anerkannte willkommene Gelegenheit, sich mal nackt zu zeigen. Nun ja, dann lass‘ ich’s eben ganz bleiben!

Diesmal unterhielten wir uns weniger über fachliche Themen. Benjamin erwähnte, dass sein älteres Kind nächstes Jahr eingeschult wird. Ich erzählte von Sophie’s Einschulung, zu der ich sie begleitet hatte.
Dann meinte Benjamin, dass er in den letzten Monaten ein paar Single-Events besucht hätte. Die Frauen seien in den letzten Jahren ja so aggressiv geworden. Eine hätte ihm sogar in den Schritt gefasst, und zwar „nicht auf die angenehme Art“. Ich erinnerte mich an das Erlebnis, über das einer meiner Mitarbeiter letzte Woche bei der Jahresabschlussfeier berichtet hatte, und erzählte Benjamin davon. Er antwortete, dass diese Frauen sich für „coole und starke Frauen“ hielten, dabei seien sie tatsächlich nur zickige Schreckschrauben. Und er werde allmählich zu alt, um sich mit solchen Launen zu befassen.

Wir sprachen dann noch über sein neuestes Paper, und über mein neuestes Paper. Vielleicht veröffentlichen wir nächstes Jahr mal wieder eines gemeinsam.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 21 Kommentare

Panel mit breakpoint (2. Teil) //2284

Wo waren wir sitzengeblieben? Ach, ja .. ich saß also im Vortragssaal auf dem Podium neben den anderen Diskussionsteilnehmern.
Der Moderator stellte dem Publikum zunächst alle Diskutierer vor. Diejenigen, die bereits einen Vortrag gehalten hatten, nannte er nur recht kurz. Aber einen anderen Teilnehmer und mich stellte er ausführlich vor – mit sämtlichen Titeln und Pöstchen.

Es sollte bei der Diskussion um eine zentrale Frage gehen. Der Moderator sprach ein paar einführende Worte, und wandte sich dann direkt an einen der Diskutierer mit einer konkreten Teilfrage. Dieser antwortete detailliert. Nun war der nächste dran. Es gab eine vollständige Runde, in der jeder Gelegenheit hatte, sein jeweiliges Statement abzugeben und zu begründen. So war auch ich bald an der Reihe.
Nachdem ich betont hatte, dass ich – im Gegensatz zu den anderen Diskussionsteilnehmern – erst kürzlich zu dieser Thematik gestoßen war, beantwortete ich die mir gestellte Frage – ich meine, ganz gut.
Nach dieser Runde verlief die Diskussion eher zwischen den Teilnehmern. Der Moderator griff nur gelegentlich ein. Ich äußerte mich dabei zweimal, und überließ ansonsten den anderen das Wort. Abschließend gab es noch eine Schlussrunde, die aber ziemlich knapp verlief.
Den unvermeidlichen Blumenstrauß schenkte ich etwas später einer der Damen vom Catering.
Danach wurden alle Anwesenden zu einem Stehempfang eingeladen. Ich wollte nur kurz hingehen, um etwas zu trinken und mich für die Heimfahrt zu stärken.

Herr Sendel kam mir entgegen: „Frau Dr. Nühm, das hat ja wunderbar geklappt! Herr $Moderator.Nachname hat mir auch bereits gesagt, welcher Gewinn Sie für unsere Herrenrunde waren.“
Geschmeichelt bedankte ich mich. Ja, es war besser gelaufen, als ich insgeheim befürchtet hatte. Ernsthaft sprach Herr Sendel weiter, dass alleine meine Anwesenheit die doch ansonsten recht verkrustete Diskussionsrunde aufgelockert, und frischen Wind hineingebracht hätte. Meine Gesprächsbeiträge seien zwar knapp, aber substanziell und zielgerichtet gewesen seien. Dieser neue Farbtupfer [das war eine Anspielung auf mein Dress of Color] hätte einfach bisher gefehlt.
Er würde sich freuen, wenn ich nächstes Jahr bei einer ähnlichen Veranstaltung wieder teilnehmen würde. Ich ließ mich nicht auf eine feste Zusage ein, gestattete ihm aber, mich wieder anzuschreiben, wenn es konkrete Termine und Informationen dazu gäbe.

Inzwischen war ich fertig mit meinem Imbiss, und wollte mich von Herrn Sendel verabschieden.
„Kommt überhaupt nicht in Frage Frau Dr. Nühm“, widersprach er mir, „hier in der Nähe ist ein ausgezeichnetes Restaurant. Schlagen Sie es mir nicht ab, Sie zum Abendessen einladen zu dürfen.“
„Das ist sehr freundlich von Ihnen“, erwiderte ich, „aber mein Zug fährt in einer halben Stunde. Den möchte ich nicht verpassen.“
„Fahren Sie doch mit einem späteren.“ Die Versuchung lockte.
„Dann wird es mir zu spät zum Heimkommen.“ Dass Carsten ein paar Tage verreist und auswärts übernachten würde, also niemand auf mich wartet, brachte ich nicht zur Sprache.
Er schaute mir tief in die Augen, so dass mir ganz schwummrig zu Mute wurde. Verdammte Exklusivitätsvereinbarung!
„Am einfachsten wäre es, wenn Sie hier übernachten, und dann morgen früh erst fahren. Ich organisiere gerne eine Übernachtungsmöglichkeit für Sie.“
So ein interessanter, sympathischer Mann! Und Carsten lässt mich viel zu oft allein. Es zog fast unerträglich in meinem Unterleib.
Es hätte nicht viel gefehlt, dass ich seinen Vorschlag angenommen hätte, blieb aber dann doch konsequent.

Herr Sendel ließ es sich nicht ausreden, mich zum Bahnhof zu bringen. Dabei erzählte er noch, dass er sich im Frühjahr ein paar Tage in der Trichterstadt aufhalten würde. „Wir müssen das gemeinsame Abendessen dann unbedingt nachholen, Frau Dr. Nühm!“
„Wenn Sie mir mitteilen, wann Sie dort sind, werden wir weiter sehen“, erklärte ich sibyllinisch.
„Das werde ich, sobald ich den genauen Termin kenne“, versprach er. Dann verabschiedeten wir uns, wobei er mir eine gute Heimreise wünschte, und ich ihm [trotzdem!] einen schönen Abend.

Während die Hinfahrt im Zug recht zügig gewesen war, war die Rückfahrt eher zugig – echt wahr! Können die ihre Bahnabteile nicht ordentlich heizen? Als ich endlich wieder daheim ankam, war ich völlig durchgefroren, und niemand da, um mich aufzuwärmen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 28 Kommentare

Panel mit breakpoint (1. Teil) //2283

Als ich letzte Woche gesundheitlich angekränkelt war (zeitweise war meine Stimme weg, Schluckbeschwerden, allgemeine Abgeschlagenheit), war es nicht sicher, ob ich es schaffen würde, an der Podiumsdiskussion einer Fachveranstaltung des Branchenverbandes Digitale Standards & Methoden teilzunehmen. Beinahe hätte ich absagen müssen. Dann hätte es dort doch ein #allmalepanel gegeben.
Als es so weit war, fühlte ich mich aber wieder fit genug.

Carsten brauchte sein Auto selbst notwendiger, so dass ich die Bahnverbindung für die Fahrt nutzte. So konnte ich die Fahrzeit sinnvoll verwenden, um mich noch etwas genauer auf die vorgesehene Thematik vorzubereiten.
In der betreffenden Stadt angekommen, musste ich mich erst mal orientieren, um zur Veranstaltungsadresse zu gelangen.
Es standen bereits am Vormittag verschiedene Vorträge und Sessions auf dem Programm. Die wollte ich mir zumindest teilweise auch noch anhören. Das Diskussionsforum war im Anschluss an die nachmittägliche Kaffeepause geplant.
Ich hatte mit einem der Veranstalter, Herrn Sendel, ausgemacht, ihn an einem bestimmten Ort zu treffen, um mich kurz vorzustellen.

„Welche Freude, Frau Dr. Nühm! Endlich lernen wir uns persönlich kennen!“ Er sah mir tief in die Augen, und hielt meine zum Gruß gereichte Hand mit beiden Händen fest.
Ein sympathischer, stattlicher Mann, der bei mir insgeheim Bedauern auslöste, dass ich eine verbindliche Exklusivitätsvereinbarung eingegangen bin. Vielleicht ein bisschen zu charmant für meinen Geschmack, aber auf eine anregende und erfrischende Art.
Ich zog es vor, erst mal abwartend zu lächeln. Er ließ meine Hand los, und besprach dann einige organisatorische Aspekte der Veranstaltung mit mir, sowie den genauen Zeitplan. In der Mittagspause wollte er mir den Moderator der Paneldiskussion vorstellen.

Zusammen gingen wir dann in den großen Vortragssaal, wo bereits ein Redner vor dem Publikum referierte. Eigentlich hätte ich mich lieber ganz unauffällig irgendwo hinten hin gesetzt, aber Herr Sendel geleitete mich nach vorn zu den ersten Reihen, wo ich dann halt neben ihm Platz nahm.
Da die Vorträge nicht allzu lang dauerten, gab es davon mehrere hintereinander, die aber mehr oder weniger nur über mich hinwegzogen. So richtig beeindruckt hat mich keiner davon.
Das Mittagsbuffet war in Ordnung, aber nicht begeisternd. Ich saß zum Essen gemeinsam mit Herrn Sendel und einigen der Redner an einem Tisch. Auch der Moderator der Diskussion war anwesend, sowie der Vorsitzende des Branchenverbandes, so dass Herr Sendel Gelegenheit hatte, uns bekannt zu machen. Ansonsten drehten sich die Tischgespräche um die Veranstaltung und die davon abgedeckte Thematik. Die anderen Redner kannten sich bereits gut, so dass ich mich wieder einmal falsch am Platz gefühlt hätte, wäre es Herrn Sendel nicht gelungen, mich in die Unterhaltung mit einzubeziehen.
Anschließend gab es noch zwei längere Vorträge, danach die Kaffeepause, in der ich mich noch einmal mental auf die Diskussion vorbereitete. Zu diesem Zweck suchte ich mir mit meinem Kaffee und Gebäckstück ein ruhiges Plätzchen, etwas weiter von den Teilnehmern entfernt.
Rechtzeitig zur Podiumsdiskussion war ich dann im Vortragssaal zurück. Ich setzte mich auf den mir zugeteilten Stuhl.

Ich erlaube mir, hier zu unterbrechen. Der Stoff reicht locker für zwei Posts, und wenn ich mir für den zweiten etwas mehr Zeit nehmen kann, kann ich den besser schreiben, als wenn ich jetzt in aller Eile den Rest noch hinpfusche.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 22 Kommentare

Immer wieder diese Suchanfragen //2282

Also wieder mal Suchanfragen.
Als Information für Neuleser: Für gewöhnlich liste ich am ersten Samstag im Monat, die neuesten Suchanfragen auf, mit der Besucher auf mein Blog finden können. Hauptquelle ist die Google Search Console, und im geringeren Maß die WordPress Statistiken.
Dazu gibt es jeweils eine kurze Anmerkung von mir.

„quersumme matlab“
Ob es dafür eine vorgefertigte Funktion gibt, weiß ich nicht. Es dürfte aber kein Problem sein, selbst eine zu schreiben.

„gradzahltabelle“
Die Gradtagstabelle legt fest, wie nach DIN Heizkosten anteilig auf verschiedene Monate umgelegt werden. Schließlich heizt man im Sommer weniger als im Winter.

„latex potenz“
Ein Glied einer Potenzreihe schreibt man etwa a_i x^i.

„konventionen“
Übereinkünfte, Gepflogenheiten.

„krabbenkorb effekt“
Das Phänomen, dass aus einem Korb die Krabben nicht entkommen können, weil sie sich selbst gegenseitig immer wieder hineinziehen.

„loreleygeschichten“
Das möchte ich nicht näher erläutern.

„überlastet“
Zu stark beansprucht.

„erhol dich englisch“
Relax.

„rekursion“
Rückbezüglichkeit.

„mutter tante höschen“
Als Kind hatte ich mal so rotgepunktete Höschen, die mir meine Tante geschenkt hatte.

„un 1654“
2 * 827

„o b d a“
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit.

„anne frank stammbaum“
Frank und ich sind nicht verwandt.

„spamwelle“
Nervig. Aber nach einem Wellenberg folgt auch wieder ein Wellental.

„blessiert“
Mit Blessuren.

„netzblogger“
Gibt es Blogger, die nicht im Netz bloggen?

„geschichten omas unterwäsche“
Wer will denn so was hören? Die Hüfthalter meiner Oma waren nicht gerade berauschend. Immerhin habe ich von ihr gelernt, dass man die Strapse über der Unterhose trägt.

„uhr mit laserprojektion“
So ein LASER ist auch nur eine kohärente Lichtquelle.

„marginal“
Am Rande.

„gray rgb“
Wenn Rot-, Grün- und Blaukanal gleich sind, ergibt sich jeweils ein shade of gray.

„weltjungentag“
Im Gegensatz zum Weltmädchentag gibt es den meines Wissens nicht. Ich würde mich freuen, eines besseren belehrt zu werden.

„schusselig“
Zerstreut, verwirrt, ungeschickt.

„mutti“
Mögliche Bezeichnung für seine Mutter.

„wecker mit netzanschluss“
Darauf lege ich Wert. Batterien höchstens, um einen kurzzeitigen Stromausfall abzupuffern.

„big päng“
Da hat noch jemand Brobleme mit den Blosiven.

„latex fetisch“
Die Begeisterung für LaTeX kann ich gut verstehen. Als Formelsatzsystem ist es unübertrefflich.

„mieter hinterlässt wohnung verdreckt“
Da kann man nur hoffen, dass die hinterlegte Kaution für die Säuberungsaktion ausreicht.

„durchschaubar“
Transparent.

„walnuss motte“
Heuer haben wir bei weitem nicht so viele Walnüsse wie letztes Jahr. Die werden wir noch vor den Motten verzehren.

„tesla breakpoint“
Ist das ein subtiler Versuch, herauszubekommen, ob unsere Geräte etwas mit Magnetfeldern zu tun haben?

„latex objektifiziert“
Nein, LaTeX ist nicht objektorientiert. Seit einiger Zeit lassen sich jedoch LaTeX-Grafiken in WordPress darstellen.

„breakpoint server problem“
Derzeit läuft mein Server einwandfrei.

„deutscher mathematiker 5 buchstaben“
Spontan fällt mir da Gauß ein. Bei der in Kreuzworträtseln (oder in der Schweiz) üblichen Schreibweise wären das fünf Buchstaben.

„duden sicherstellen“
Der Duden hilft, die korrekte Schreibweise sicherzustellen.

„ich bin unterwegs englisch“
I am on my way.

„pumuckl akk“
Dazu sage ich lieber nichts.

„mürrischkeit“
Schlecht gelaunt oder griesgrämig sein.

„sub domina“
Eine Subdominante entspricht dem Frequenzverhältnis 4:3. Mit Subdomains lassen sich Websites strukturieren.

„dürfen androgyne frauen in swingerclubs“
Warum sollten sie das nicht dürfen?

„klimaabkühlung“, „kleine eiszeit 2030“
Wenn die mittlere Sonnenfleckenaktivität in den nächsten paar Jahrzehnten weiter abnimmt, ist das ein Hinweis, dass uns vielleicht eine kleine Eiszeit bevorsteht. Und wenn dann noch irgendwo ein großer Vulkan ausbricht oder ein Meteorit einschlägt, kann es verdammt kalt werden!

„dekrementierung“
Erniedrigung.

„meister der aufsätze breakpoint“
In der Schule hat es mir meist Spaß gemacht, Aufsätze zu schreiben. Bis das ganze Zeug mit den Textanalysen und Gedichtinterpretationen kam.

„dick und doof finger“
Dieses Fingerwackeln, das Stan Laurel Oliver Hardy vorführt, hatte ich mal irgendwo beschrieben.

„ssc top“
Als das Top-Quark nachgewiesen wurde, war der Bau des SSC bereits eingestellt worden.

„breakpoint ingenieur“
Ja, dabei fühle ich mich auch mitgemeint.

„mein erstes mal geschichten“
Aller Anfang ist schwer, oder zumindest ungewohnt.

„beruf leichen schminken“
Gehört das nicht zum Job eines Bestatters dazu?

„outdoorwetter“
Trocken und die Temperatur in Grad Celsius mindestens zweistellig.

„ordinär“
Gewöhnlich, vulgär.

„binäruhren“
Die sind nerdig-cool!

„anne planten“
Was planten wir denn?

„ppornos“
Manch einer kommt da schon ins Stottern.

„nicht fertiggestellt“
Unvollendet.

„ersuchen“
Fragen, bitten.

„dämpfen“
Entweder im Dampf garen, oder abschwächen.

„ficki fiona“
Das ist wohl wenig zutreffend.

„aphantasia deutsch“
Dafür kenne ich keinen deutschen Begriff.

„laufmasche englisch“
Ladder oder run.

„latex bra ket notation“
Hach .. dafür gibt es ein Package. Notfalls kann man auch Kleiner- und Größerzeichen benutzen, oder \langle | \rangle.

„geschäftessen“
Da fehlt das Fugen-s.

„ladungstrennungen“
Dabei werden die elektrischen Ladungen voneinander separiert.

„schniblo tag 2019“
Am pi-Tag gibt’s kein Schnitzel!

‚“pareto“‚
Das Paretoprinzip besagt, dass man mit 20% Aufwand 80% des Ergebnisses schafft. Der größte Aufwand steckt also in den 20% des verbleibenden Ergebnisses.

„bettkätzchen“
So stand das bis vor kurzem auf meinem Twitterprofil.

„kausalkette“
Wenn sich mehrere Ereignisse sukzessiv bzw. iterativ gegenseitig verursachen.

„pragmatiker synonym“
Realist geht in die Richtung, trifft es aber nicht exakt.

„stupsen“
Leicht anstoßen.

„prosit“
Es möge wohlbekommen.

„allein in einer fremden stadt“
Ja, das habe ich schon öfter erlebt. Man muss sich halt zurechtfinden können.

„breakpoint komplettlösung“
Für Auftragsentwicklung stehe ich nicht mehr zur Verfügung.

„menstruationsurlaub“
Halte ich für unangebracht.

„wordpress statistik besucher aufrufe“
Da gibt es auf WordPress ja zwei unterschiedliche Statistikseiten, deren Ergebnisse nach meinem Dafürhalten nicht immer übereinstimmen.

„suchanfrage englisch“
Search query.

„ausruf des erschreckens 4 buchstaben“
Huch.

„geschäftsessen“
Daran habe ich schon oft teilgenommen.

„ohne zeitverzögerung 5 buchstaben“
Jetzt. Mit sechs Buchstaben gäbe es sofort oder gleich.

„dhl dauert halt länger“
Nach meiner Erfahrung geht das normalerweise flott.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Computer der Zukunft //2281

Seit der Neuinstallation läuft mein Rechner zwar wieder ordentlich, aber irgendwie ist mein Grundvertrauen zu ihm doch erschüttert. Er hat inzwischen schon etliche Jahre auf dem Buckel, so dass es kein Luxus wäre, ihn durch ein zeitgemäßeres Modell zu ersetzen.

Wenn ich ihn nur aufrüste durch ein paar neue Bauteile wie Mainboard mit neuem Prozessor und neuem RAM, ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Die alten, noch funktionsfähigen Teile lägen dann ungenutzt herum. Außerdem glaube ich fast nicht mehr, dass die früheren Probleme am Mainboard lagen. Das könnte irgendein unzuverlässiger Anschluss sein, den ich dann trotzdem weiterverwenden würde.
Nein, wenn schon, dann muss ein komplett neuer Rechner her. Für den alten habe ich weiterhin noch Verwendung.
Aus steuerlichen und anderen Gründen werde ich aber noch bis nächstes Jahr warten, bis ich mir einen neuen Computer zulege.
Ja – das hatte ich schon mal vorgehabt, aber dann doch bleiben gelassen, weil er dann wieder anstandslos lief. Möglich, dass ich es mir auch wieder anders überlege. Eilig ist es zumindest nicht.

Ich will keinen teuren High-End-Computer, sondern ein solides Modell mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu müsste ich mich erst mal wieder informieren, welche Bauteile aktuell verfügbar und zweckmäßig sind.

Das Problem ist nicht das Zusammenbauen und -schrauben, sondern einzelne Komponenten zu finden, die dann auch im Endeffekt zusammenpassen und kompatibel sind. Da passt sonst ein Anschluss nicht, oder das Netzteil ist unterdimensioniert, oder der Formfaktor der verfügbaren Steckplätze ist ein anderer.
Da sind wahnsinnig viele Einzelheiten zu berücksichtigen.
Ich muss auch zugeben, dass ich in den letzten Jahren ziemlich den Überblick verloren habe. Irgendwo zwischen IDE-Anschluss und S-ATA, oder zwischen DDR3 bzw. DDR4-RAMs ist meine Ahnung allmählich immer weniger aktuell geworden.
Das passiert, wenn man sich bei solch schnell änderten Themen nicht immer wieder damit befasst, um sich up-to-date zu halten.

Zur Sicherheit werde ich dann zu gegebener Zeit wohl mal bei meinen IT-Boys nachfragen, ob die von mir zusammengestellten Komponenten zusammenpassen und voraussichtlich miteinander funktionieren werden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 26 Kommentare

Zuverlässigkeit //2280

Bei den Menschen in meinem Umfeld lege ich großen Wert auf Zuverlässigkeit.
Es ist mir wichtig, dass Zusagen auch eingehalten werden, so wie sie gemacht wurden.
Freilich kann auch mal etwas unvorhergesehenes dazwischen kommen, so dass dies nicht möglich ist. Darum geht es mir nicht. Bei einer nachvollziehbaren Begründung habe ich Verständnis dafür, wenn mal etwas nicht so klappt, wie ursprünglich versprochen.

Ich selbst bemühe mich ja auch, meine Zusagen einzuhalten. Ich plane von vornherein Zeitpuffer ein, und versuche mögliche Erschwernisse von Anfang an einzukalkulieren. Normalerweise mache ich nur Versprechungen, die ich auch wirklich gedenke einzulösen. Ich möchte keine unberechtigten Erwartungen wecken, und niemanden enttäuschen, wenn ich berechtigte nicht erfüllen kann.
Wenn ich mir nicht völlig sicher bin, so mache ich bei meinen Ankündigungen Einschränkungen oder äußere Vorbehalte, z.B. dass ich etwas nur „voraussichtlich“ so handhaben werde. Lieber sage ich zehnmal unnötig Nein, als einmal zu viel Ja, das ich dann nicht halten kann. Ein Nein bedeutet oft nur, dass ich mich zum aktuellen Zeitpunkt nicht definitiv festlegen kann.
Das Bemühen um die eigene Verlässlichkeit ist Zeichen des Respekts gegenüber seinen Mitmenschen.
Es ist nicht schlimm, wenn ausnahmsweise mal etwas anders läuft, als gedacht, so dass man es nicht schafft, seine Ankündigungen in die Tat umzusetzen.

Schlimm wird es jedoch, wenn die Ausnahme zur Regel wird.
Ich misstraue Personen, die immer wieder Ankündigungen und Versprechungen machen, deren Umsetzung dann aber wiederholt hinauszögern oder auch ganz bleiben lassen.
Solche Personen gibt es, die das immer wieder tun. Das hat bei denen System.
Wenn man sich nicht grundsätzlich auf ihre Worte verlassen kann, möchte ich persönlich mich nicht dauerhaft mit ihnen abgeben. Da fehlt der Wille, zu den eigenen Worten zu stehen, und meist ist bei denen noch nicht einmal ernsthaftes Bedauern zu erkennen, dass sie es nicht geschafft habe, ihre Zusagen einzuhalten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , | 7 Kommentare

Der verwehrte Tanz //2279

Auch dieses Jahr wieder gibt es (privat organisierte) Jahresabschlussfeiern einzelner Abteilungen. Meine Mitarbeiter hatten sich abends in einem Restaurant verabredet, und mich gebeten, doch ebenfalls zu kommen. Diesmal nur die Softwareentwicklung allein, und ohne Begleitung.
Ich geb’s ja zu, dass ich die Unterhaltungen in einer Männerrunde sehr schätze. Sonst habe ich es nicht so mit geselligen Runden, aber meine Jungs sind alle mehr oder weniger Nerds – auch wenn sie ganz anders nerdig sind als Physiker.
Es war einfach ein nettes abendliches Zusammensein in einer Gaststätte, über das es nichts außergewöhnliches zu erzählen gibt. Vorrangige Themen waren die aktuellen Alpha-Tests von Evalyze, sowie das CBT, das meine Mitarbeiter derzeit zur Weiterbildung durchlaufen sollen.
Aus den sonstigen Gesprächsthemen habe ich eine Geschichte für das Blog ausgewählt:

Mein Mitarbeiter war vor einiger Zeit abends auf einer Tanzveranstaltung gewesen. Dort fragte er eine am Rand stehende Frau, ob sie mit ihm tanzen wolle. Sie gefiel ihm optisch eigentlich nicht besonders, war aber offensichtlich allein, so dass der Mitarbeiter sie für eine geeignete Tanzpartnerin hielt. Sie lehnte schroff ab. Als er noch einmal freundlich nachhakte, wurde sie erst recht unwirsch. Achselzuckend ging mein Mitarbeiter weg von ihr, um sich eine aufgeschlossenere Tanzpartnerin zu suchen (wurde übrigens auch fündig).
Wie es der Zufall wollte, verließen jene Frau und mein Mitarbeiter die Veranstaltung etwa gleichzeitig. Sie lief ein Stück vor ihm in die gleiche Richtung, blieb aber stehen und drehte sich um, als sie bemerkte, dass er hinter ihr war. Er dachte noch, sie hätte es sich anders überlegt, oder wolle sich für ihr unhöfliches Verhalten entschuldigen, da ging sie auf ihn los, schrie laut herum, dass die Leute, die sich noch in der Nähe aufhielten, auf sie aufmerksam wurden.
Ihm war das verständlicherweise zu blöd, so dass er zusah, dass er weiterkam. Es war eh schon spät in der Nacht und er wollte lieber heim, als sich mit „so einem närrischen Weibstück“ abzugeben.
Er kann noch froh sein, dass er glimpflich davon gekommen ist. Hätten sich die anderen Leute eingemischt oder die Polizei gerufen, hätte er massiven Ärger bekommen können, obwohl er überhaupt nichts verwerfliches gemacht hat.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 22 Kommentare

Technik und .. //2278

Technik ist mit vielen anderen Bereichen interdisziplinär verwoben. Ich schreibe jetzt hier ein paar auf, die mir einfallen. Jedes kleine Nischenthema kann und will ich nicht nennen. Die Liste ist also keineswegs vollständig. Ich würde mich über Ergänzungen freuen.

Technik und Naturwissenschaften:
Technik ist die Anwendung von Naturwissenschaften.
|
Technik und Mathematik:
Mathematik ist das benötigte Werkzeug, ohne das nichts geht.
|
Technik und Recht:
Da fällt mir zuerst Patentrecht ein, aber auch technische Normen und Standards, bis hin zum DSGVO beispielsweise, bei dem informationstechnische Regelungen formuliert sind.
|
Technik und Wirtschaft:
Beide arbeiten Hand in Hand, was die Vermarktung technischer Produkte betrifft. Die (Informations-)Technik stellt Werkzeuge für die Wirtschaft bereit.
|
Technik und Kunst:
Die Verknüpfung von Technik und Kunst findet man vor allem im Design. Aber auch etwa Computergraphik würde ich hier hinzuzählen.
|
Technik und Musik:
Hier fällt mir zunächst der Instrumentenbau ein. Aber auch Formate wie MP3 möchte ich hier nennen.
|
Technik und Unterhaltung:
Da wären Radios und Fernseher zu nennen, aber auch sämtliche weitere Unterhaltungselektronik, und natürlich auch Computerspielsoftware.
|
Technik und Sport:
Hierzu zähle ich etwa die Entwicklung von Skiern oder Stäben für den Stabhochsprung.
|
Technik und Medizin:
Ein weites Feld, das von der Zahnprothese über den Herzschrittmacher bis zum Magnetresonanztomographen reicht.
|
Technik und Bauwesen:
Sowohl im Hoch- als auch Tiefbau sind technische Verfahren unverzichtbar.
|
Technik und Mobilität:
Egal ob Auto, Schienenfahrzeug, Flugzeug oder Schiff – Technik ist für sämtliche Verkehrsmittel nötig.
|
Technik und Haushalt:
Dazu zählen Kleingeräte wie Staubsauger und Mixer, sowie größere Geräte wie Spülmaschine oder Kühlschrank.

Technik und ..
Was fällt euch noch ein?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 10 Kommentare

Wenn Schwäger schwängern //2277

Wer keinen Klatsch lesen will, soll den heutigen Eintrag überspringen.

Ich hatte mal über Natascha, Norbert’s aktuelle Gefährtin, in einem Blogeintrag geschrieben, als sie letztes Jahr auf Sonja’s Geburtstagsfeier war.
Zwischenzeitlich habe ich sie einmal gesehen (das blieb unverbloggt). Wenn ich sie nochmals alleine in der Stadt treffen würde, würde ich sie nicht wiedererkennen (es sei denn, an ihren grotesken Plateauschuhen). Sie hat diesen maskenhaft gekünstelten Einheitslook, bei dem sämtliche Individualität aus dem Gesicht rausgeschminkt ist.

Wenn man Sonja [die uns am Sonntag zum Mittagessen besuchte] Glauben schenken darf, so war Norbert inzwischen so weit gewesen, dass er eigentlich mit Natascha Schluss machen wollte. Das kann ich gut verstehen, denn ich habe sie als besonders nervige, alberne Person in Erinnerung.
Aber siehe da – jetzt ist Natascha schwanger, allem Anschein nach von Norbert.
Ob er sich doch von ihr trennt, oder mit ihr zusammenbleibt, ist meines Wissens noch völlig offen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 10 Kommentare

Frühlingsgezwitscher //2276

Am novemberlichen Ultimo versetzen wir uns zurück zum 23. März bis 2. April. Das ist der Zeitraum, aus dem meine folgenden Tweets stammen:

Verwechsler des Tages: emphatisch statt empathisch
Wer hat Erfahrungen mit Einrichtung oder Betrieb eines #Tor-#Servers? #Followerpower #Onion
Verleser des Tages: Eizellen statt Eiszeiten
Bewerbungseingang //2090 Zweitausendneunzig
Verhörer des Tages: „Fuck us“ statt „Focus“
Heute sind die quantenhomöopathischen Felder aber mal wieder besonders stark!
Pickeliger Jüngling versucht mit mir auf dem Weg zum Essen zu flirten. Hat anscheinend in Herrenduft gebadet. #Igitt
Verleser des Tages: Abiturienten statt Abonnenten
Wegen #Zeitumstellung ausnahmsweise zur Sicherheit Wecker gestellt. Hat uns prompt unmittelbar vor Abschluss unterbrochen.
Pole Position #SEMF //2089 Zweitausendneunundachtzig
Verhörer des Tages: Sperma statt Sperber
Oder in 7 Jahren Beziehung etwa einen Megameter, bzw. einmal längs durch die Republik.
Verleser des Tages: Sanierungsbeirat statt Seniorenbeirat
Ihr werdet euch noch nach der #Zeitumstellung zurücksehnen.
Er: „Auf der Skala zwischen 1 und 10 – wie sehr magst du Geschlechtsverkehr?“ – Ich: „42“ #OutOfRange #DieAntwort
Verschreiber des Tages: Kompott statt Kompost
Verleser des Tages: Herrenhaltung statt Hennenhaltung
Twitteritis //2088 Zweitausendachtundachtzig
Schwächeanfall beim Morgenritt. #Kreislauf #Blutdruck
Here cums the sun .. Ich hatte während des Winters mit den längeren Röcken ganz vergessen, wie es ist, wenn Männer mir auf die Beine schauen.
Verschreiber des Tages: [das Meeting] file statt fiel [aus]
Wenn die zu öffnende Schrödingerkiste zur Büchse der Pandora wird.
Verleser des Tages: arabisch statt akribisch
Chef hat mir sexy halterlose Strümpfe von der Geschäftsreise mitgebracht. #Outdoor-Saison, du kannst kommen!
Verschätzt und verkostet //2087 Zweitausendsiebenundachtzig
Verschreiber des Tages: beindruckend statt beeindruckend
Dieses ewige #Brexit-Hin-und-Her nervt. Na, was denn nun?
Verleser des Tages: Unicode statt Unholde
Da sind sie, die 2^(3^2) = (2^3)^3 Follower!
Kein Ausweg //2086 Zweitausendsechsundachtzig
So. Präsentation ist fertig. Zumindest für den #Girlsday reicht sie.
+Ein paar weitere Änderungen kann dann das Marketing demnächst noch machen. Ich schreibe ihnen eine Liste.
+In die Therme zu gehen lohnt sich aber jetzt nicht mehr. Irgend ein andermal finde ich schon Gelegenheit.
49 63 68 20 62 69 6E 20 64 69 65 20 48 65 78 65 2E
Verschreiber des Tages: Komplott statt Komplett
Verleser des Tages: Volkshelden statt Volksleiden
Hurra! Girls‘ Halleluja! Day Hosianna! #GirlsDay //2085 Zweitausendfünfundachtzig
#Frusttweet
War schon so lange nicht mehr schwimmen. Hätte wieder mal große Lust darauf.
Verleser des Tages: Utopia statt Uropa
Undecentum //2084 Zweitausendvierundachtzig
Versprecher des Tages: Fluch statt Flug
Unwetter. Graupelschauer. Gewitter. Aber ich sitze trocken im Warmen.
RT if you’re horny.
Heute ist #MariäVerkündigung, also in exakt #9Monaten Weihnachten.
Verleser des Tages: Blogparaden statt Biographien
Wochenendbesuch //2083 Zweitausenddreiundachtzig
Verschreiber des Tages: Mehrweststeuer statt Mehrwertsteuer
4D 69 74 20 68 69 72 6E 6C 69 63 68 65 6E 20 47 72 FC DF 65 6E
Verleser des Tages: Frauentoilette statt Frauenquote
Verhörer des Tages: Folterabend statt Polterabend
Bin übrigens angenehm überrascht vom #Wochenendbesuch.
Verleser des Tages: Krampfadern* statt Kampfhandlungen
Miau! Eine #Blogparade zum #Feminismus //2082 Zweitausendzweiundachtzig

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Im Sichtbereich //2275

Immer wieder mal laufen mir Personen über den Weg, an denen mir irgendetwas besonders auffällt. Für einen Blogeintrag ist das zu trivial, aber mehrere solcher Begegnungen zusammengefasst, lohnen dann doch mal wieder einen Post.

Da war neulich dieser Mann, der mir auf dem Gehweg entgegenkam, der aussah wie eine personifizierte Reklamefigur. Auf seiner Jacke, Hose, Schal, Kopfbedeckung, .. überall prangte groß und unübersehbar der Name eines bekannten Sportbekleidungsherstellers. Nun ja, dieser Hersteller hat seinen Hauptsitz nicht weit von hier entfernt. Vielleicht arbeitet dieser Mann ja dort.

In der S-Bahn fiel mein Blick auf die Stiefel in Leopardenfelloptik einer mittelalten Frau. Ihre Füße waren so winzig, dass früher jede Chinesin darauf stolz gewesen wäre. Was mich aber so verwunderte, war, dass ihr mitgeführter Trolley exakt das gleiche Muster aufwies. Ich frage mich, ob sie ihre Stiefel nach dem Trolley, oder ihren Trolley nach den Stiefeln ausgesucht hat. Oder gibt es etwa beides im Set?

Ebenfalls in der Bahn sah ich einen alten Mann mit Kropf. Das fiel mir auf, weil ich schon ewig lang keinen Kropf mehr gesehen hatte. Ich erinnerte mich an eine uralte Verwandte, die wir in meiner Kindheit vielleicht ein- oder zweimal im Jahr besuchten, die ebenfalls einen großen Kropf gehabt hatte. Aber während ihrer in einem faltigen Hals steckte, der an einen Truthahn erinnerte, sah der Kropf des Mannes fast wie ein praller Schwimmreifen aus.
In der alten Heimat sollen Kröpfe früher häufig gewesen sein. Aber seit jodiertes Speisesalz üblich ist oder der Verzehr von Seefisch, kommen solche extremen Schilddrüsenvergrößerungen praktisch nicht mehr vor.

Meine Gesichtsblindheit hatte schon öfter den Effekt, dass ich Leute, die mich kannten, selbst nicht wiedererkannte. Kürzlich hatte ich ein umgekehrtes Erlebnis.
Ich saß in einer Bäckereifiliale und trank einen Kaffee, als ich eine Frau in der Schlange anstehen sah, die mich sehr an eine Kollegin erinnerte aus der Zeit, in der ich selbst als Angestellte gearbeitet hatte. Frisur und Brille entsprachen genau dem, was ich an Merkmalen der Kollegin abgespeichert hatte. Das Alter hätte hinkommen können. Aber trägt man nach anderthalb Jahrzehnten noch die gleiche Frisur und die gleiche Brille? Das kommt mir doch eher unplausibel vor. Vielleicht hätte ich sie dennoch angesprochen, wenn mir wenigstens ihr Name eingefallen wäre. So ließ ich es lieber bleiben.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | 8 Kommentare

Ein Wunsch wird sich erfüllen //2274

Führungskräftemeeting ist nicht jede Woche, und bei weitem nicht jedes Führungskräftemeeting liefert verblogbare Ergebnisse. Manchmal aber doch.
Es war der Kundenwunsch an uns herangetragen worden, die Gerätesoftware nicht vollständig lizenzieren zu müssen, sondern nur die Teile, die der jeweilige Kunde tatsächlich benötigt. Offenbar erhoffen sie sich dadurch eine größere Einsparung.

Ich stellte erst mal klar, dass die Kosten deshalb nicht wesentlich geringer würden. Schließlich ist der Hauptkostenfaktor der Geräte die Hardware der Geräte selbst. Dazu käme in jedem Fall ein Basismodul der Software, die die grundlegende Funktionalität beinhaltet. Erst danach könne man die einzelnen Features aufteilen, um sie modular von Kunden lizenzieren lassen. Das sei aber ein ziemlicher Aufwand. Schließlich sei die ursprüngliche Software nicht so konzipiert gewesen [BTW möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Softwareentwicklung erst übernommen habe, als sie bereits funktionsfähig seit Jahren lief. Seither habe ich zwar einige erhebliche Verbesserungen veranlasst, aber die gehen nicht in die hier nötige Tiefe. Mein Baby Evalyze dagegen ist von vornherein so aufgesetzt, dass man es leicht vom Rest separieren kann.]
Außerdem müsse man auch Sicherheitsaspekte berücksichtigen. Die modulare Trennung müsse so implementiert sein, dass der Kunde die nicht bezahlten Module nicht einfach freihacken kann. Anderseits müsse es aber technisch leicht und ohne bürokratische Formalitäten möglich sein, gewünschte Features nachzulizensieren, aber auch wieder zurückzuziehen bzw. zu deaktivieren. Und keinesfalls dürfe es passieren, dass Features, die Kunden rechtmäßig lizenziert haben, ihre Arbeit verweigern.
Bisher fungierten unsere Geräte selbst quasi als eine Art Dongle. Eine zusätzliche Überprüfung, ob die Software ausreichend lizenziert war, war deshalb gar nicht nötig. Aber wenn jetzt einzelne Module laufen sollen, und andere nicht, und das abhängig davon, wofür der Kunde bezahlt hat, reicht die Bindung an die Hardware nicht aus.
Das sei insgesamt ein enormer Aufwand, der die Gesamtkosten in die Höhe treiben würde. Unausgesprochen ließ ich die Mühseligkeit der Zertifizierung sowie behördliche Prüfungen und Auflagen. Das sollte allen Anwesenden eh bewusst sein.

„Die Kunden wollen es so“, erwiderte der Chef, „also machen wir es. Dann kostet halt die einfachste Grundversion bereits so viel wie jetzt das Gesamtpaket.“ Und die speziellen Features werden besonders teuer, weil die Entwicklungskosten dann nur noch auf wenige Kunden umgelegt werden, statt wie bisher auf alle. Für die zusätzlichen Programme, die über die reine Firmware hinausgehen, und die bisher im Gesamtpreis inbegriffen waren, zahlen die Kunden dann ebenfalls extra.
„Das lässt sich nicht von heute auf morgen so aus dem Ärmel schütteln. Das ist ein tiefer Eingriff in die Architektur“, gab ich zu bedenken.
„Wie lange schätzt du?“
Das sind solche Unwägbarkeiten, so viele unbekannte Variablen, .. Möglicherweise wäre es zweckmäßiger, das Grundgerüst völlig von vorn neu und ohne Altlasten .. äh .. historisch gewachsener Strukturen zu implemetieren, in das man dann die einzelnen Module einhängen kann oder auch nicht. Ich erklärte, dass ich keine Aufwandabschätzung aus dem Stegreif machen könne, sondern dafür zumindest einiges vorklären müsste. Außerdem sei das SW-Team aktuell noch großteils mit Evalyze beschäftigt [parallel stehen jetzt umfangreiche CBTs an]. Nach dem Evalyze-Release (hoffentlich noch im ersten Halbjahr 2020) wären dann wieder genügend Personalkapazitäten frei, um mit einem neuen großen Software-Projekt zu beginnen. Aber diese Modularisierung würde sich hinziehen.

„Wieso dauert das so lange? Die Entwicklung der ersten Version der Gerätesoftware hat nicht viel länger als ein halbes Jahr gedauert.“
Ich schluckte irritiert. „Willst du ernsthaft wissen, warum eine neue Software erheblich länger dauert?“
„Ja, allerdings!“ Er lehnte sich in seinem Drehsessel zurück, Hände hinter dem Kopf verschränkt. „Ich höre.“
„Die Geräte selbst hatten anfangs nur eine sehr einfache Funktionalität“, begann ich die Aufzählung, „die war relativ einfach zu steuern. Das User Interface war minimal. Es gab weder Konfigurationsmöglichkeiten noch sonstige Funktionen, mit denen der Nutzer hätte interagieren können. Die ursprüngliche Software war trotzdem stark fehlerbehaftet. Fehler, die dann im Laufe der späteren Jahre mehr oder weniger umständlich bereinigt werden mussten. [Und was die Code-Qualität betrifft, war es wirklich nur so quick’n’dirty hingeschludert. Getestet wurde auch nicht sorgfältig und gründlich.] Damals musstet ihr euch noch nicht mit so strengen Reglementierungen und Zertifizierungen herumschlagen. Und inzwischen ist die Funktionalität stark erweitert worden, beispielsweise was das Handling der Permanent Interoperability Virtualization mit dem Persistent Efficiency Notification Intrinsic Stack [nur Buzzwords, die realen Begriffe kann ich euch aus Annenühmisierungsgründen nicht nennen] betrifft, und es gibt mehrere Produktlinien. Es gibt viel mehr Optionen und Einstellungen als früher. Die alle muss man berücksichtigen und das erhöht den Entwicklungsaufwand enorm. Die erste Version war eher ein Prototyp als eine ausgereifte Software. Das waren die ersten 20% Aufwand, die nach Pareto zu 80% Ergebnis führen. Heutzutage käme das Produkt so nicht mehr durch die Zulassung.“ [Dagegen sind die Äpp oder die Sprachsteuerung OTask nur aufgepfropfte Nutzerschnittstellen, die unabhängig vom Backend sind.]
„Hm ..“ stimmte er mir missmutig zu.

Wir kamen dann überein, erst mal Evalyze fertigzustellen, und danach die Modularisierung anzugehen. Mit Vorüberlegungen und Spezifikation darf ich bereits anfangen. Ich muss mir auch schon überlegen, wie ich die einzelnen Arbeiten auf die anderen Standorte aufteile und koordiniere.
Die anfragenden Kunden lassen wir wissen, dass die Planung für das modulare Lizensierungsmodell begonnen hat.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 11 Kommentare

Submission //2273

Dass ich mich bei einem internationalen Kongress angemeldet habe, hatte ich gebloggt. Nicht erwähnt habe ich, dass ich dort beim Call for papers eine Submission eingereicht habe.
Mein Abstract wurde jetzt angenommen, so dass ich bei diesem Kongress sogar einen kurzen Vortrag halten werde. Ich muss die Vorbereitung dafür aber erst einmal zurückstellen – ist ja noch einige Zeit bis dahin.

Das war das erste Mal, dass ich mich selbst auf einen Call for papers gemeldet habe. Bei früheren Vorträgen war ich immer persönlich von den Veranstaltern kontaktiert worden.
Aber dies wird ein riesengroßer Kongress werden, den nicht nur Hersteller, sondern in erster Linie Anwender (also potentielle Kunden) besuchen werden. Dazu kommen noch Teilnehmer aus dem universitären Umfeld.
Eigentlich dominieren Themen, die sich auf die praktische Anwendung beziehen. Rein technische Inhalte laufen nur so am Rande mit.
Mein Vortrag betrifft lediglich ein Nischenthema innerhalb der Thematik meines Arbeitskreises. Und selbst der ist nur ein kleiner Teil innerhalb des Themenkomplexes des Kongresses.
Immerhin komme ich aufgrund des Vortrags wesentlich günstiger in den Kongress, als ohne.
Ob ich jetzt dort übernachte, hängt davon ab, wann genau der Vortrag stattfinden soll. Vermutlich werde ich nicht vermeiden können, entweder bereits am Vorabend anzureisen, oder erst am Morgen danach wieder abzureisen. Die Kosten für die Hotelübernachtung dürften dann die Einsparung durch die reduzierte Teilnehmergebühr deutlich übersteigen.

Es wird mir immer heikler, über solche Ereignisse zu bloggen, weshalb ich keine genaueren Informationen geben werde.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 4 Kommentare