Ist Tante Irma Feministin? //1583

Triggerwarnung: Wer sich leicht ekelt, sollte das Lesen dieses Blogposts vielleicht besser bleiben lassen. Ich hab‘ euch gewarnt.

Hm .. wie fang ich an .. ist ein Frauenthema ..
Diesen Monat habe ich bei meiner Monatsblutung ungewöhnlich große Koagel entdeckt. Kleinere kamen früher gelegentlich mal vor, und beunruhigten mich nicht weiter, aber diesmal sind sie bis zu fingergroß, und sehen so ähnlich aus wie eine schwarze Nacktschnecke. Es ist schon wirklich widerlich, wenn so ein Ding zwischen den Labien hängt.
Ich nehme an, die Ursache ist ein kleines, vorübergehendes Hormonungleichgewicht (ließe sich zwanglos durch die momentane Hitzewelle erklären).
Oder sind dies schon die ersten Anzeichen der Wechseljahre? Ende Dreißig wäre früh, aber auch nicht so ungewöhnlich. Hätte ich doch bei diversen Unterhaltungen, die ich mitanhören musste, besser aufgepasst!

Und weil wir gerade schon bei diesem unerfreulichen Thema sind:
Ich benutze meine Mondtasse nicht mehr.
Mich hatte ja von Anfang an gestört, dass sie sich insbesondere auf öffentlichen Toiletten nicht so wechseln lässt, wie es meinen hygienischen Ansprüchen entspräche.
Dazu kam, dass sie nicht ganz dicht war. Ich musste also trotzdem als zusätzlichen Schutz eine Binde tragen. Die Tasse sparte zwar Einwegbinden, und ich brauchte weniger davon. Der Nachteil allerdings war, dass, wenn ich diese länger benutzte, sie anfingen, unangenehm zu riechen.
Deshalb bin ich inzwischen wieder von der Mondtasse abgekommen.

Vor einiger Zeit hatte ich auch berichtet, dass ich während der Menstruation leicht ein Würgegefühl mit Brechreiz bekomme, z.B. beim Zähneputzen. Inzwischen hat sich das verschlechtert. Morgens versuche ich schon gar nicht mehr, mir die Zähne zu putzen, abends mit wechselndem Erfolg.
Ihr könnt euch nun auch sicher vorstellen, dass mündlicher Sex in der Regel nicht praktikabel ist, so dass diese Alternative wegfällt.
Normalerweiser haben wir eh nur höchstens jeweils ein- oder zweimal pro Woche Oralsex, aber manchmal auch einige Wochen lang gar nicht, ohne etwas zu vermissen. Obwohl ich bei linguistischer Stimulation abartig intensive und andauernde – also vor allem anstrengende und laute – Orgasmen bekommen kann, ist das dennoch nicht so richtig befriedigend – wenn ihr versteht, was ich meine. Es geht nichts über eine richtige PiV-Kopulation.
Falls jemand rektalen Verkehr als Alternative vorschlagen möchte – das ist eher etwas mit Männern, die weniger stark bestückt sind.

Carsten hat ja von Anfang an immer behauptet, dass ihm ein paar Tage Pause im Monat nichts ausmachen, und ihm das sogar gut tut, weil er sich dann „erholen und regenerieren“ kann.
Auch recht. Meine Libido ist dann eh auf niedrigstem Niveau. Insofern passt das.

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No Need To Ask – It’s A Math Operator //1582

Kennt sich jemand von euch mit Semiotik oder Symbolen aus?
Ich suche ein Zeichen (möglichst in Unicode bzw. LaTeX verfügbar) für einen mathematischen Operator, der so etwas ähnliches wie eine verallgemeinerte Poincaré-Transformation (also vereinfacht ausgedrückt eine lineare Transformation, bestehend aus Translation und Skalierung, und anschließender Drehung) abkürzen soll.

Meine erste Idee war ein Koordinatenkreuz, an dessen vier Enden noch jeweils Bögen die Drehung andeuten sollen. Eine Art Swastika also. Aber es würden sich bestimmt Leute finden, die das Symbol völlig anders interpretieren.
Mein nächster Ansatz war es also, statt einer vierzähligen nur eine dreizählige Symmetrie zu wählen. Aber auch dieses Symbol gibt es schon, und es wird in gewissen Kreisen ganz anders gedeutet.
Blieb als nächster Versuch nur eine zweizählige Symmetrie. Dies wiederum ähnelt dem Yin-und-Yang-Zeichen sehr, und ist optisch von meiner ursprünglichen Absicht schon so weit entfernt, dass ich keine mathematische Transformation mehr damit assoziiere.

Hat jemand eine bessere Idee?

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Der Ausbildungsplatz (2. Teil) //1581

Es ist am einfachsten, sich auf Augenhöhe zu unterhalten, wenn man nebeneinander im Bett liegt.

„Verena hat mir heute gesagt, dass sie bald eine Berufsausbildung beginnen kann.“
„Hm. Gut. Das wurde auch Zeit.“
„Wusstest du, wo sie sich überall bewirbt?“
„Nein. Ich hatte ihr aber gesagt, sie soll sich auch im Bekanntenkreis umtun. Wieso? Wo wird sie denn arbeiten?“

„Bei Lydia.“
Schweigen.
„Sie erzählte, dass Lydia eine Freundin ihrer Mutter gewesen sei.“
„Freundin ist übertrieben. Aber sie kannten sich gut.“
„Weiß Verena, dass du mit Lydia liiert warst?“
„Ich glaube nicht. Von mir zumindest nicht. Andererseits war es auch kein Geheimnis, dass ich vor Ingrid mit Lydia zusammen war.“
„Vielleicht solltest du es ihr sagen.“
„Wieso?“
„Damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt.“
Er schüttelte den Kopf (soweit das im Bett liegend möglich ist). „Wenn Lydia das für richtig hält, wird sie es schon selbst tun. Ich sehe keine Veranlassung.“

Ich zuckte die Schultern (soweit das im Bett liegend möglich ist). „Wie du willst.“
„Ich habe seit Jahren nicht mehr persönlich mit Lydia gesprochen – falls du glaubst, sie wolle mir damit einen Gefallen tun.“
„Schon recht. Du wolltest Verena ja niemandem zur Anstellung empfehlen.“
„Das habe ich auch nicht getan. Lydia stellt sie aus eigenem Antrieb ein. Ob sie damit irgendwelche Zwecke verfolgt, weiß ich nicht. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.“
„Dann ist’s ja gut!“

Mit diesen Worten tastete ich rüber zu seiner Körpermitte und bereitete die nächste Runde vor.

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Der Ausbildungsplatz (1. Teil) //1580

Seit geraumer Zeit schon arbeitet Verena bei uns in der Firma zur Überbrückung als Praktikantin.
Carsten hat sie bereits mehrfach gedrängt, sich einen anderen Job oder besser einen Ausbildungsplatz zu suchen, teilweise in recht scharfem Ton.

Gestern sprach sie mich morgens, als ich in die Firma kam, an.
„Anne, kann ich mal mit dir sprechen? Ich würde ja auch gerne mit Papa, aber der ist heute nicht da, und wenn, hätte er eh keine Zeit.“
Ich überlegte kurz, welche Termine ich heute hätte, und antwortete ihr dann, dass sie gegen zwei in mein Büro kommen solle, sofern die Angelegenheit nicht noch dringlicher sei.
Sie nickte bestätigend, und suchte mich dann am Nachmittag auf.

„Ich habe einen Ausbildungsplatz gefunden, und kann deshalb bald nicht mehr hierher zum Arbeiten kommen.“
„Das freut mich für dich. Und deinen Vater bestimmt erst recht. Wie lange bist du noch da?“
„Das Ausbildungsjahr beginnt im September, aber ich soll schon früher dort anfangen, um mich schon vorzubereiten, und das eine oder andere zu lernen.“
„Schön, dass das so klappt. Welchen Beruf erlernst du dann?“
„Reisefachfrau.“ (Alarmstatus gelb.) „Eine alte Freundin meiner Mutter hat ein Reisebüro und stellt mich ein.“ (Alarmstatus orange.) „Übrigens ist das das Reisebüro, das damals eure Hochzeitsreise organisiert hat.“ (Alarmstatus rot.)

Ausgerechnet .. da gibt es hunderte Ausbildungsbetriebe, die in Frage kämen, tausende potentieller Arbeitgeber, aber gerade dorthin muss sie geraten! Nun ja, ich habe es schon gemerkt, dass es schwierig für sie ist, eine passende Stelle zu finden, insbesondere als Alleinerziehende. Da ist persönliche Bekanntschaft sicherlich hilfreich. Carsten hatte es ja abgelehnt, seine Beziehungen spielen zu lassen.
Naja, im Grunde kann es mir gleichgültig sein, wo sie genau arbeitet.

Ich ließ mir nichts anmerken, sondern erklärte ihr, dass ich das zur Kenntnis genommen hätte, und die Neuigkeit am Abend ihrem Vater mitteilen würde, der dann vermutlich in den nächsten Tagen finanzielle Übergangsregelungen und sonstige Belange mit ihr bereden würde.

Mein abendliches Gespräch mit Carsten gibt’s voraussichtlich morgen.

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Body Mass Increase //1579

Als Kind wuchs ich fast nur in longitudinale Richtung, während ich – ganz egal wieviel ich aß – transversal kaum etwas zulegte. Ich habe (zumindest rückblickend) den Eindruck, dass sich die Nahrungszufuhr weit vorrangig in die Höhe auswirkte. Ich war sehr groß, aber blieb dünn. Hätte ich irgendeinen Mangel gelitten, wäre ich mit Sicherheit nicht so gewachsen. Auch hatte ich damals runde Backen (hier meine ich die im Gesicht – inzwischen sind sie zwar nicht mehr ganz so rund, dafür die anderen erst recht).
[Auf alten Fotos sehe ich mit etwa 13 oder 14 furchtbar aus. Unterhalb der Gürtellinie breites Becken und Storchenbeine, Taille aufwärts kindlicher Oberkörper. Daran, dass mein Hüftumfang etwa anderthalb mal so groß wie mein Taillenumfang ist, hat sich seither aber nichts geändert.
Mit 16 oder 17 hatte ich dann bereits eine tolle Figur. Bloß hat mir das niemand gesagt, und meine Kleidung verbarg meine Reize, anstatt sie zu betonen.]

Später in meiner Jugend und während des Studiums blieb meine Masse (innerhalb eines angemessenen Rauschens) ziemlich konstant. Dabei aß ich reichlich. Zusätzlich zu normalen Mahlzeiten war es für mich üblich, eine Tafel Schokolade und eine Tüte Chips pro Tag zu verzehren (oder äquivalente Naschereien). Und immer wieder Eis oder Kuchen zwischendurch, abends gerne noch einen kleinen Imbiss oder warmen Snack.

Es nervte sehr, wenn mich Personen, die mich nur flüchtig kannten (und denen i.A. eine Entfettungskur gutgetan hätte), immer wieder aufforderten, mehr zu essen.
[Andere, teilweise niederträchtige Äußerungen verunsicherten mich damals, oder verletzten mich sogar.
Kleines Erlebnis aus Studienzeiten: Als ich in einem Café bei Kaffee und Torte (!) saß, fragte mich eine fremde Frau am Nebentisch, ob ich magersüchtig sei.
Von Beleidigungen und Unterstellungen gegenüber nicht-lipophilen Männern mal ganz zu schweigen (hat man ja auch erst kürzlich wieder bei den Palmers-Osterhöschen beobachten müssen).]

Bei Stress, Problemen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen nehme ich automatisch ab, da ich dann sofort den Appetit verliere, während es mir sehr schwer fällt, danach wieder zuzulegen. Außerdem gibt es anscheinend eine Art Hysterese: Massenverlust merke ich für gewöhnlich zuerst an den Brüsten, während Massengewinn sich anfangs bevorzugt am Gesäß anlagert.

In den letzten Jahren habe ich den Eindruck, dass sich die Effizienz meiner Futterverwertung gesteigert hat. Ganz allmählich bin ich nicht mehr ganz so schlank wie früher. Tendenziell habe ich im Mittel etwa ein halbes Kilogramm pro Jahr zugenommen, und bin jetzt an einem Punkt angelangt, wo es eigentlich reicht, und ich kein Interesse mehr habe, weiter zuzunehmen (zumal Carsten mir angekündigt hat, mich rauszuschmeißen, wenn ich dick werde – keine Ahnung, wie wörtlich er das meint, zumindest fände er mich dann wohl nicht mehr begehrenswert).
Mein Thigh Gap ist ziemlich verschwunden. Wenn ich bei jedem Schritt spüre, wie meine Oberschenkelinnenseiten Berührungskontakt bekommen, so ist mir das unangenehm. Dann esse ich einfach zwei oder drei Tage lang weniger, nämlich nur so viel, wie ich wirklich Hunger habe. Dann passt es wieder. Es ist zwar neu für mich, dass ich nicht beliebig viel essen und naschen kann, aber auch kein Problem – weder Anstrengung, noch Einschränkung, lediglich eine Umstellung langjähriger Gewohnheiten.

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Wochenende in der alten Heimat //1578

Wir waren bereits am Freitag abend in die alte Heimat gefahren, damit es Samstag früh nicht zu eng und hektisch werden sollte. Wir übernachteten in einem Touristen-Hotel fünfzehn Autominuten entfernt, und fuhren nach einem geruhsamen Frühstück zu der Kirche, in der Kathrin und Florian gleich kirchlich heiraten würden (fragt mich nicht, wie sie das mit dem Pfarrer geregelt haben, denn normalerweise werden Geschiedene nicht mehr kirchlich getraut).
Vor der Kirche standen etliche meiner Verwandten, aber auch Leute, die ich nicht kannte. Das müssen die Verwandten von Florian gewesen sein.
Leider liegen mir keine statistischen Daten vor, aber ich würde rein intuitiv vermuten, dass die durchschnittliche Körpergröße in der alten Heimat locker vier oder fünf Zentimeter geringer ist als in $NichtImSauerland, denn ich kam mir wieder mal fremd und fast ein wenig freaky vor, obwohl ich nur mittelhohe Schuhe trug. Nur dank meines Begleiters durfte ich mich ein bisschen klein fühlen, und bekam nicht wieder solche Rückenschmerzen, wie ich sie in meiner Jugend oft hatte.

Carsten und ich setzten uns in der Kirche ziemlich weit nach hinten, und ließen die Traufeier über uns ergehen.
Danach fuhr die gesamte Hochzeitsgesellschaft verteilt auf mehrere Autos (mehr oder weniger hupend) zu einer Gaststätte in einem Nachbarort.
Wir saßen zusammen mit meinen Eltern und Sabine und Thorsten am gleichen Tisch. Für die Kinder gab es einen extra Tisch. Bloß Kristina blieb bei Sabine.
Das Mittagessen war gut und reichlich. Ich steh‘ nun mal auf Lewerklösslich, die es in der Suppe gab. So, wie sie mir am besten schmecken, gibt es sie nur in der alten Heimat. Dafür hielt mich verausschauend beim Hauptgang zurück, um dann beim Nachtisch noch ausreichend Magenkapazitäten übrig zu haben.
Kathrin wirkte sehr glücklich. Ich wünsche ihr, dass es so bleibt.
Nach dem Mittagessen vertraten wir uns alle die Beine.

Kathrin’s Oma (die andere, nicht die, die sie mit mir gemeinsam hatte – also im Gegensatz zu meinen post-menopausalen Verwandten ohne Stoppelkinn) war auch anwesend. Meine Mutter ging zu ihr, um sich mit ihr zu unterhalten. Es ergab sich, dass ich auch mitging. Die Oma schien mich erst nicht zu erkennen, und brabbelte etwas unverständliches. Plötzlich wusste sie dann doch, wer ich bin, denn sie sagte zu meiner Mutter: „Dei Annele hat sich obber rausgemacht. So eine schöne Dame geworrn. Obber immer noch so dünn.“
Ich schwankte zwischen geschmeichelt und verärgert fühlen, denn ganz so dünn wie früher bin ich nun auch nicht mehr. Schließlich siegte die Gleichgültigkeit. Was Kathrin’s Oma sagt, kann man schon lange nicht mehr ernst nehmen, selbst in ihren lichten Momenten.

Carsten unterhielt sich unterdessen mit Thorsten und Sabine.
Zwischendurch konnte ich ihn doch überreden, sich mit mir abzusetzen. Wir fuhren dann zunächst ein Stück in die Gegend. Zwar haben wir für Outdoor-Aktivitäten immer eine Decke im Kofferraum, aber da es ziemlich kühl war, fuhren wir kurzerhand ins Hotel. Zum Kaffeetrinken waren wir dann wieder zurück (wenn auch leicht verspätet).
Inzwischen war ein Alleinunterhalter anwesend, dessen musikalische Untermalung und Animationsversuche aber eher störten als unterhielten.

Einige Verwandte von Florian kritisierten, dass Kathrin ihren Nachnamen behielt. Florian erklärte, dass zum einen das Kind seinen Namen nicht ändern solle, und zum anderen Kathrin früher damit schlechte Erfahrungen gemacht hatte, denn ihr damaliger Chef hätte sie bei ihrem alten Job immer falsch angesprochen. Nun – das passiert eben, wenn man den gleichen Nachnamen hat wie die Frau des Chefs.

Abends war es lange hell. Die Hochzeitsgesellschaft saß noch etwas draußen im Biergarten der Gaststätte, aber es wurde schon bald zu kühl. In der alten Heimat sind Sonnwendfeuer nicht üblich. Dass ich die Sonnenwendfeier im Dorf verpasst habe, störte mich ebenso wenig, wie bei der Feier von Fiona und Corinna, die ebenfalls an diesem Tag stattgefunden hatte.

Am Sonntag fuhr ich mit Carsten zu einem Ort, wo ich als Kind mit meiner Familie oft einen Sonntagsausflug hin gemacht hatte, und den Carsten bisher noch nicht kannte. Wir spazierten ein wenig herum, kehrten Mittags in einem Gasthaus ein, und nachmittags in einem Café, in das ich schon früher öfter mit meiner Familie gegangen war, und immer noch schätzte. Wenigstens war es ein bisschen wärmer als gestern, so dass wir unsere Outdoor-Pläne doch noch umsetzen konnten.
Landschaftlich ist die Gegend im Sommer schon wunderschön, aber kulturell und infrastrukturell ist sie noch nahezu unberührt von höherer Zivilisation.

Danach fuhren wir wieder heim in die Stadt. Viel mehr gibt es zu diesem Wochenende eigentlich nicht zu sagen.

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breakpoint’s Wayback Archive #06 //1577

Wayback zum 25. Januar bis 16. Februar 2012.

Nach einigen Überlegungen bestellte ich mir einen neuen Computer, den ich selbst zusammenbaute. Dies und die Installation zogen sich länger hin.
Nachdem Carsten von einer Geschäftsreise zurückgekommen war, zeigte ich ihm meinen neuen Rechner.
Obwohl die Festplatte meines alten Computers crashte, hatte ich keinen Datenverlust.
Es war kalt, so dass ich noch mehr Kaffee trank.
Es gab ein weiteres Arbeitswochenende bei Carsten.
Ich erhielt einige Aufträge von Kunden.
Von einem Studenten, mit dem ich einen ONS gehabt hatte, bekam ich einen Telefonanruf.
Alex wollte, dass ich eine neue Version eines Tools entwickle.
Nach einem Vorstellungsgespräch in Carsten’s Büro vereinbarten wir, am Wochenende etwas privat miteinander zu unternehmen.
Ein neuer Nachbar bezog die Wohnung nebenan.

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Twittanic //1576

Die folgenden Tweets stammen vom 10. bis 30. November 2016. In diesem Zeitraum begab es sich, dass ich die Benennung meiner Blogeinträge von Nummerierung auf aussagekräftigerere Titel umstellte. Deshalb befindet sich der Index des Eintrages hinter einem Double Slash.
Ich habe mir überlegt, ob ich diese Indizierung hier weglassen soll, da sie eh dem Linktext entspricht, habe mich aber dagegen entschieden, da das Löschen einerseits Zusatzaufwand bedeutet, und ich mir andererseits in Zukunft leichter tue, falls ich Änderungen machen möchte, und den Index auf einen Blick sehe, ohne ihn erst anderweitig suchen zu müssen.

Ich gebe zu, dass ich die #Bayernhymne gar nicht kenne. Dafür das Frankenlied: .. phalleri, phallera ..
Verleser des Tages: Bettleistungen statt Bestleistungen
Arschenpuffel #schmutzigeMärchen
Hornhöschen #schmutzigeMärchen
In The Draw Of The Cards //1414 Vierzehnhundertvierzehn
Verschreiber des Tages: Malkultur statt Makulatur
How to Smalltalk //1413 Vierzehnhundertdreizehn
Verleser des Tages: Supportfall statt Sportunfall
Eine Frage des Ausgleichs //1412 Vierzehnhundertzwölf
Annekdote am Sonntag //1411 Vierzehnhundertelf
Aus aktuellem Anlass einen #CubaLibre.
Vorösterliche Tweets //1410 Vierzehnhundertzehn
Noch ein Quickie und ein Kaffee, dann geht’s ins Wochenende.
Verhörer des Tages: Frequency statt pregnancy
„Spiele meiner Kindheit“ – Blogparade beim @webmasterfriday //1409 Vierzehnhundertneun
Verleser des Tages: Männerrechtler statt Mähdrescher
Meine 0x2 Cents zur Blogparade #FrauenUndTechnik //1408 Vierzehnhundertacht
Keine sachlichen Argumente, aber pseudo-moralische Entrüstung: #Feminismus
Verleser des Tages: „topless women“ statt „top women“
Blogmetamorphose (1407) Vierzehnhundertsieben
Verleser des Tages: Unterfranken statt Unterfunktion
Zu feucht Vierzehnhundertsechs
Verleser des Tages: Busenwirtschaft statt Besenwirtschaft
Gemein(dlich)er Besuch Vierzehnhundertfünf
Verhörer des Tages: „Jack Creature“ statt „Jack Reacher“
Verleser des Tages: Vierzehnhundertvier statt Vierzehnheiligen
Alles Gute zum Internationalen #Männertag Vierzehnhundertvier
!dnekeeW
Er küsste mir die Brüste voll Gelüste von der Küste bis zur Wüste. Wenn man wüsste, was er büßte und im Sauseschritte düste.
Verschreiber des Tages: Device statt Devise
Führungskräftemeeting Vierzehnhundertdrei
Plötzliches, asexuelles Kuschelbedürfnis
Bin heute dauernd am Gähnen. Und wenn mal Pause ist, dann .. hatschi!
Muss mich immer noch von gestern erholen.
Verleser des Tages: hadronisch statt hypochondrisch
Verwandtenbesuch (Mehr Bus- als Betttag) Vierzehnhundertzwei
Tweetweetweet Vierzehnhunderteins
Verschreiber des Tages: hodenständig statt bodenständig
Festpläne Vierzehnhundert
Verleser des Tages: nuttig statt mutig
Hermaphroditische Stecker .. ach, wie süß!
Radio: „.. wo Gefahr der Ansteckung besteht, ist Stallpflicht.“ – Er: „Dann musst du daheim bleiben.“ – Ich: „#Vogelgrippe, nicht Vögelgrippe.“
Auswärts essen Dreizehnhundertneunundneunzig
Verschreiber des Tages: EGB statt BGB
Verleser des Tages: „vögelnde Männer“ statt „vermögende Männer“
Diverses Dreizehnhundertachtundneunzig
Rabimmel rabammel rabumm.
Verleser des Tages: mexikanisch statt marokkanisch
„Spaltet das Internet die Gesellschaft?“ Dreizehnhundertsiebenundneunzig
Mal wieder ein wenig nerdy-dirty Lyrik
Verleser des Tages: [wollt ihr nicht wissen] statt Triumphal
Tweets von Fasching und Fastenzeit Dreizehnhundertsechsundneunzig

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Kleine Begebenheiten von unterwegs //1575

Als ich letztes Wochenende ohne Carsten (weil er aufgrund seiner Geschäftsreise noch einiges an Arbeit nachholen musste) spazieren war, sah ich schon aus einiger Entfernung zwei Radfahrer auf dem Weg stehen, und sich über eine Landkarte gebeugt beraten.
Als ich an ihnen vorbeikam, sprach mich einer an, und fragte nach dem Weg zu einer kleineren Stadt in der Umgebung.
Seit wann fragen Männer nach dem Weg? Insbesondere seit es Navigationsgeräte gibt?
Zerstreut wie ich war, deutete ich erst mal in Richtung Autobahn. Dann wurde mir bewusst, dass diese Option für Radfahrer nicht wirklich optimal ist, und ich erklärte ihnen einen anderen Weg, der aber dafür etwas weiter war.

Als Carsten und ich gestern zum Essen gingen, kamen wir an einem Kinoplakat vorbei, bei dem der neue Wonderwoman-Film beworben wurde.
„Wie gefällt dir Wonderwoman?“, fragt ich Carsten.
„Gesicht ganz hübsch, Haare schön, Brüste OK, aber der Körperbau ist für meinen Geschmack zu rustikal, und ähnlich plump wie die Schauspielerin bei Titanic.“
„Wie würdest du ihr Aussehen auf einer Skala zwischen 0 und 10 bewerten?“, hakte ich nach.
„5 Komma 5“, antwortete er nach kurzer Überlegung, „du weißt doch, dass ich auf große, grazile Frauen mit langen, schlanken Beinen, schmaler Taille und Prachthintern stehe.“ Zur Bestätigung gab er mr einen Klaps auf den letztgenannten.
Die Antwort lieferte keine Veranlassung für einen weitergehenden Shittest. Deshalb beließ ich es dabei.

Am bevorstehenden Wochenende bin ich größtenteils offline (möglicherweise sogar völlig).
Für morgen habe ich wiederaufbereitete Tweets, für Sonntag einen Wayback-Eintrag vorgeplant.

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Dörfliche Idylle //1574

Heute ist Feiertag, den wir ohne besondere Vorhaben in der Stadt verbringen.

In meiner Kindheit fuhren wir an Fronleichnam immer in das Dorf, aus dem meine Mutter stammte. Ich bekam ein Kränzchen in die Haare und einen Korb mit Blumen, die ich während der Prozession auf den Weg streuen sollte.
Seltsamerweise gefiel mir das damals sogar.
Überhaupt fuhren wir damals öfter in dieses Dorf, um Verwandte zu besuchen. Das Dorfleben war bäuerlich und landwirtschaftlich geprägt. Da gab es schon mal einen Misthaufen, Kuh- und Schweineställe, Hühner, Gänse (vor denen ich aber Angst hatte), ..
Ich ging gerne dorthin. Alles war so friedlich und ruhig. Die Dorfbevölkerung hielt zusammen, man half einander.
Ganz in der Nähe war ein großer Forst, in den ich mich später in meiner Jugend gern alleine zurückzog, wenn sich mir die Gelegenheit bot.
Während man in der Umgebung meines Heimatstädtchens auf etliche Touristen (verwechselte ich als Kind immer mit Terroristen) traf, lief einem im Forst höchstens mal ein Waldarbeiter über den Weg. An freilaufende Hunde kann ich mich nicht erinnern. Dagegen Rehe noch eher näher.

Nicht ganz so idyllisch ist das Dorf, in dem wir unsere Wochenenden meist verbringen. Zur Dorfgemeinschaft finde ich einfach keinen Zugang. Aber auch dort ist es friedlich (wenn man mal von vandalierenden Kinderbanden absieht).
Übrigens scheint es derzeit so, als ob der Bebauungsplan uns doch keine neue Nachbarn bescheren wird.

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Von Resourcen und Löffeln //1573

Einer meiner Mitarbeiter berichtete mir, dass es mit einem gewissen Build Probleme gäbe. Das Makefile liefe zwar durch, aber die Resourcen würden nicht passen. Beispielsweise würde manchmal ein Icon angezeigt, das es eigentlich gar nicht mehr geben dürfe. Die zugehörige Datei sei längst gelöscht.
Ähnliche Probleme hatte ich auch schon gehabt. Deshalb vermutete ich, die Datei sei möglicherweise noch in irgendeinem Cache. Ich wies ihn also zunächst an, seinen Rechner zu rebooten. Das hat schon öfter solche Probleme gelöst. Oder auch verhakte DLLs.
Eine halbe Stunde später meldete der Mitarbeiter, dass das auch keine Verbesserung gebracht hätte.
Ich komme ja vor lauter Führungsaufgaben immer weniger dazu, mein fachliches Wissen einzusetzen. Deshalb nutzte ich die Gelegenheit, ging also zu ihm, und setzte mich neben ihn an seinen Rechner.
Gemeinsam gingen wir die RC-Dateien durch. Ich überprüfte, ob die kompilierten Res-Dateien aktuelles Datum hatten. Alles schien zu passen. Auch bei den Registry-Einträgen fiel mir kein Fehler auf. Der Vergleich der Sourcen in der Working Copy mit den eingescheckten im Repository brachte uns genauso wenig weiter.
Im Resource-Editor schienen die Res-Dateien OK zu sein, in den fertigen Executables dagegen fand sich dennoch noch das obsolete Icon. Dadurch verschob sich die Position der Icons, so dass im Explorer bei den verknüpften Dateien ein falsches angezeigt wurde.
In den Log-Dateien fand sich eine Warnung mit „resource discarded“.

Carsten hatte Besuch von einem ausländischen Geschäftskunden, den er bereits in der Fertigung herumgeführt hatte. Jetzt wollte er mit ihm essen gehen, und ich sollte auch mitkommen. Das passte mir gar nicht, da ich noch mit meinem Mitarbeiter auf Käferjagd war.
Trotzdem ging ich halt mit, besprach vorher nur noch kurz mit dem Mitarbeiter, was er inzwischen noch ausprobieren könne.
Während des Essens in einem Restaurant überschlug sich der Geschäftskunde fast damit, immer wieder meine „blooming beauty“ zu preisen. Guter Geschmack hin oder her – es war schon ein wenig sehr aufgetragen, und mir fast peinlich. Ich bedankte mich, lächelte, und überließ die weitere Konversation Carsten (wüsste ich nicht genau, dass er nichts von Wifesharing hält ..).
Beim abschließenden Kaffee legte ich den Kaffeelöffel mit der konkaven Seite nach unten auf meine Zunge, und lutschte ihn langsam ab, was mir einen ärgerlichen Blick von Carsten einbrachte – Hypothese bestätigt.

Als ich nachmittags wieder zu meinem Mitarbeiter kam, hatte dieser inzwischen den Fehler gefunden. Irgendwo im Makefile war noch ein veralteter Pfad gestanden, der dazu führte, dass eine alte Datei hineingezogen wurde.
Ich war erleichtert, dass das Problem gelöst war, und konnte mich wieder anderen Aufgaben widmen.

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Eine Frage des Formats //1572

Kürzlich musste ich in beruflichem Zusammenhang ein Formular in einer anderen europäischen Sprache ausfüllen.
Meine Sprachkenntnisse reichten gerade so aus, im Zweifel zog ich Google Translate und dict.cc hinzu.

In einem Formularfeld wurde ein Zeitraum verlangt, sprich Anfangsdatum und Enddatum.
Da mir das Datumsformat des betreffenden Landes nicht geläufig war, nutzte ich ISO 8601.
Ich gab also etwas in dieser Art ein: 2011-06-28 – 2017-06-13

Dabei fiel mir auf, dass der mittlere Bindestrich, der hier als „Bis-Strich“ genutzt wird, um einen Wertebereich anzuzeigen, mit einem Minuszeichen verwechselt werden könnte.
Bloß dass bei Differenzen von Datumsangaben normalerweise das ältere Datum vom neueren abgezogen wird, um eine Zeitdauer zu erhalten. Die Reihenfolge der Datumsangaben wäre also gerade umgekehrt.

Ja, das sind so die Gedanken, die man sich als Nerd macht, und stundenlang darüber diskutieren könnte.
Und wer sonst als ein Nerd würde in den Regional Settings seines User Accounts für das Datum als Formatstring „YMMD“ nutzen?

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Der Chef hat gesprochen //1571

Vor anderthalb Wochen hatte ich hier Elternzeit von Vätern thematisiert, indem ich ein Mitarbeitergespräch mit einem jungen Vater schilderte.
Die meisten Kommentatoren meinten damals, dass es eine schriftliche Zusage für einen erweiterten Kündigungsschutz geben solle, und ich ließ mich davon überzeugen, dass eine diesbezügliche Vereinbarung mit dem Betriebsrat sinnvoll sei.
Carsten war zu dieser Zeit gerade geschäftlich verreist. Ich erwähnte die Angelegenheit ihm gegenüber, als wir telefonierten. Er erklärte, ich solle nichts in dieser Richtung unternehmen, bis er wieder da sei, und wir ausführlich darüber gesprochen hätten.

Die meisten Mitglieder des Betriebsrats arbeiten in den nicht-technischen Abteilungen oder in der Fertigung.
Ich kenne etwas besser nur eine Betriebsrätin, mit der ich mich gelegentlich über Strickmuster unterhalte, und einen IT-ler, der im Betriebsrat ist. Bei einem dieser beiden hätte ich zuerst angesetzt. Aber Carsten wollte, dass ich noch warte, also gut.

Als Carsten am Freitag wieder zurückkam, hatten wir auch erst mal anderes zu tun, so dass wir das Thema erst am Wochenende aufgriffen.
Ich erklärte ihm ausführlich die Gesetzeslage und die Situation, und dass ich eine Betriebsvereinbarung deswegen treffen wolle.

Er schüttelte den Kopf. „Ich halte nichts davon, eine allgemeine, verbindliche Verpflichtung einzugehen. Bei einzelnen Mitarbeitern – so viele werden das ja wohl nicht sein – kann ihm dessen Vorgesetzter nahelegen, uns frühzeitig zu informieren. Er muss ja noch nicht einmal gleich ein konkretes Datum und Zeitdauer nennen. Ich möchte aber nicht, dass dieser erweiterte Kündigungsschutz generell für alle Mitarbeiter gilt, die Elternzeit beantragen.“
„Dann müssen wir immer damit rechnen, dass die Mitarbeiter erst auf den letzten Drücker ihre Elternzeit beantragen. Genau das will ich eigentlich vermeiden.“
„Wenn ein Mitarbeiter tatsächlich erst sieben bis acht Wochen vorher damit herausrückt, obwohl ihm sein Chef – mündlich – nahegelegt hat, dies früher zu tun, so wissen wir auch, was wir davon zu halten haben.“
„Und das wäre?“
„Sofern es keine überzeugende Begründung gibt, würde ich dies als Illoyalität werten.“
„Bedeutet? Welche Konsequenzen hätte das?“
„Dass wir uns ihm gegenüber auch nur noch strikt nach den Buchstaben des Gesetzes verhalten. Er bekommt nach seiner Rückkehr zwar noch den gleichen Arbeitsplatz, aber sein schöner Schreibtisch am Fenster ist inzwischen anderweitig vergeben an einen Mitarbeiter, der ihn besser zu schätzen weiß. In einem zeitnahen Mitarbeitergespräch streichen wir ihm alle freiwilligen Zulagen und weitere Vergünstigungen. Und eventuelle weitere Maßnahmen, die sich natürlich streng an das Gesetz halten, dieses aber nicht mehr wohlwollend auslegen. Keine Weiterbildung, Beförderung sowieso nicht. Er bekommt vor allem die unangenehmen Aufgaben zugeteilt, die in seiner Abteilung anfallen. Irgendjemand muss die schließlich erledigen. Ehrlich gesagt, ich lege keinerlei Wert auf Mitarbeiter, die sich trotz deutlichem Hinweis so rotzig verhalten. Wir können die Bestimmungen auch gegen sie auslegen. Wem das nicht passt, dessen Kündigung nehme ich gerne entgegen.“

Grundsätzlich sehe ich das auch so ähnlich. Wer beweist, dass ihm nichts an seinem Arbeitgeber liegt, und dessen Vertrauen mit Füßen tritt, und ihn so enttäuscht, hat das Wohlwollen seines Arbeitgebers verwirkt, und sollte sich besser einen anderen suchen. Besondere Arbeitsleistungen sind ohnehin nicht mehr von ihm zu erwarten.
Dann gibt es jetzt eben doch keine Betriebsvereinbarung.

Also werden wir in Zukunft das Thema etwa so handhaben:
Sobald uns bekannt wird, dass ein Mitarbeiter Nachwuchs bekommen hat (i.A. wird dies dem Vorgesetzten ohnehin erzählt – schließlich gibt es auch Sonderurlaub deswegen – oder die Personalabteilung registriert eine Erhöhung der Kinderfreibeträge), wird sein Vorgesetzter mit ihm ein Gespräch führen, um ihn über die Gesetzeslage zu informieren und zuzusagen, dass er keine Nachteile zu befürchten hat, wenn er trotzdem frühzeitig seine Elternzeit ankündigt. Aber ich halte mich künftig raus (außer bei meinen Softies, für die ich sowieso verantwortlich bin).
Eventuell erhält der Mitarbeiter eine vertrauliche, schriftliche Erklärung von der Personalabteilung. Carsten wird noch Einzelheiten mit den Anwälten klären.

Danach gibt es folgende Möglichkeiten:
* Mitarbeiter nimmt keine Elternzeit. – OK, das passt.
* Mitarbeiter nimmt Elternzeit,
** und gibt uns ausreichend Vorlauf. – OK, soll er, ist uns auch recht.
** die er aber erst kurz vor Fristablauf ankündigt. – Bei seiner Rückkehr halten wir uns zwar an unsere Verpflichtungen und eventuelle verbindliche Vereinbarungen, er ist aber nach so einem Vertrauensbruch nicht mehr willkommen.

Ich werde ein führungsinternes Dokument aufsetzen, mit Anweisungen für die Führungskräfte, so dass diese – nach Billigung des Dokuments durch Carsten – Richtlinien haben, wie sie in solchen Situationen handeln sollen.

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breakpoint’s Wayback Archive #05 //1570

Wayback zum 28. November 2011 bis 21. Januar 2012.

Wieder gab es ein Arbeitswochenende mit Carsten, bei dem wir das erste Mal gemeinsam musizierten, und vereinbarten, Weihnachten zusammen zu verbringen.
Ich war mit verschiedenem Kleinkram beschäftigt.
Ein dringender Auftrag brachte meine Zeitplanung etwas durcheinander.
Obwohl ich den Vortrag nicht hatte ausführlich planen können, lief er ganz gut.
Nach Abgabe eines Tools konnte ich mich Weihnachtsvorbereitungen widmen.
Mit Hausarbeit und Maintenace beschäftigt, gedachte ich der Wintersonnenwende.
Erst an Silvester bloggte ich über den Heiligabend bei Carsten.
An Silvester hatte ich bei Carsten auch dessen Töchter kennengelernt. Er und ich begannen, einander zu duzen.
Ich hatte Pech mit einer Geldanlage (das Insolvenzverfahren läuft übrigens immer noch).
Ich überlegte, ob ich mir einen neuen Computer kaufen soll.
Da ich zeitweise keine Aufträge zu bearbeiten hatte, hatte ich umso mehr Zeit für Hausarbeit, und langweilte mich.
Dann ging ich in die Stadt.

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Ein Tweet kommt selten allein – #SpeakFreely //1569

Nur zu eurer Information möchte ich euch mitteilen, dass ich jetzt auch einen Account auf gab.ai habe.
Dies ist vorläufig nur als Notfallternative gedacht, falls mich Twitter irgendwann sperren sollte. Zwar sind meine Tweets an sich völlig harmlos, aber #Hatespeech liegt in der Rezeption des Betrachters, und man weiß nie, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt. Vor lauter political correctness lassen sich kaum noch Tatsachen benennen, ohne dass sich sofort irgendwer getriggert fühlt.
Nach allem, was ich mitgekriegt habe, sind bereits einige Accounts in Deutschland gesperrt. Auf Dauer leidet unter dieser .. äh .. maasvollen Zensur die Meinungsfreiheit, und ich behalte mir vor, eventuell ganz zu gab.ai zu wechseln. Etliche meiner Twitterfollower sind ebenfalls bereits dort.
Ich weise darauf hin, dass Meinungsfreiheit auch umfasst „Schei?e labern“ zu dürfen, sofern sie nicht gegen geltende Gesetze verstößt. Manchmal habe ich jedoch den Eindruck, dass die gesellschaftlich tolerierte Meinungsfreiheit dagegen lediglich bedeutet, frei von jeglicher unerwünschter Meinung zu sein.
Bis auf weiteres bleibe ich jedoch bei Twitter, und von ebenda gibt es im folgenden meine Tweets vom 18. Oktober bis 9. November 2016.

Wird Zeit, dass die election-Tweets aus meiner TL verschwinden. Ich verlese mich da immer, und das lenkt mich ab.
Der Appetit auf „Edle Tropfen in Nuss“ ist mir heute irgendwie vergangen.
Wieder einen Käfer zermatscht. Darauf einen Kaffee!
Verleser des Tages: Konsistenz statt Koinzidenz
Projekttreffen und Positzionierung Dreizehnhundertfünfundneunzig
Verschreiber des Tages: Gern statt Gehirn
Büroverstärkung in Aussicht Dreizehnhundertvierundneunzig
Verleser des Tages: Brusthaltestelle statt Bushaltestelle
Problem gelöst! Funktion gefunden, die ANSI in UTF8 konvertiert! Jetzt kann ich beruhigt zum Mittagessen. Mahlzeit!
Der verhexte String Dreizehnhundertdreiundneunzig
Verleser des Tages: Katzenpullover statt Kapuzenpullover
Nachhall aus der Friendzone++ Dreizehnhundertzweiundneunzig
Verleser des Tages: Frauenquote statt Fehlerquote
Here is the news Dreizehnhunderteinundneunzig
Verleser des Tages: Penis statt Paris
Allen einen schönen #Weltmaennertag! \\// LLAP
Zergoogeltes Dreizehnhundertneunzig
Verschreiber des Tages: Rapetikum statt Praktikum
Bloggologie Dreizehnhundertneunundachtzig
Verleser des Tages: Teppichboden statt Tortenboden
Mal schauen, ob es heute noch klappt mit dem An-die-Tür-genagelt-werden. #Reformation
Verleser des Tages: Pornoline statt Profilinie
Grab-Tag Dreizehnhundertachtundachtzig
Verhörer des Tages: „Source in the appendix“ statt „Sorcerer’s Apprentice“
Verschreiber des Tages: Derail statt Detail
Kondominiert Dreizehnhundertsiebenundachtzig
Verleser des Tages: Wichsvorlage statt Wiedervorlage
„Lieder über Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden“ Dreizehnhundertsechsundachtzig
2^2 * 5^3 * 13 Tweets
Verhörer des Tages: prüder statt Brüder
Frigide Dreizehnhundertfünfundachtzig
Verleser des Tages: Friedenspenis statt Friedenspreis
#AufdemWegpassiert Dreizehnhundertvierundachtzig
Trübes Wetter. Herbstblues.
Verleser des Tages: Hassfleisch statt Hackfleisch
Nachdem ich in den letzten Tagen so produktiv war, darf ich heute mal wieder fauler sein.
„Du sollst keine andere Göttin neben mir haben“ – Seitenhüpfen Dreizehnhundertdreiundachzig
Verleser des Tages: Österreich statt Östrogen
Vor|zimmer|stellung Dreizehnhundertzweiundachtzig
Verleser des Tages: Swingerparadies statt Swingaraiders
Tweets zum Wochenende Dreizehnhunderteinundachtzig
Verschreiber des Tages: pubic statt public
Auto-mobil Dreizehnhundertachtzig
Müde. Und jetzt gleich im Regen heim.
Es ist herabwürdigend, Frauen einzureden, dass sie ohne Förderung nichts erreichen könnten. #Feminismus #Frauenfeindlichkeit
Verleser des Tages: „Women für alle“ statt „Wohnen für alle“
Medizynisches Dreizehnhundertneunundsiebzig
Verleser des Tages: gescheitert statt gesichert
Bürograzie Dreizehnhundertachtundsiebzig
Ich wünsche all meinen Followern einen Happy #Worldpatriarchyday!
Verleser des Tages: inhalieren statt installieren
„Unterscheiden ohne zu trennen“ #Blogparade Dreizehnhundertsiebenundsiebzig

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Verschlagwortet //1568

Inzwischen habe ich bereits über die Hälfte meiner Blogeinträge getaggt.

Mein innerer Sheldon, der Inkonsistenzen und Unfertiges verabscheut, hat mich praktisch dazu gezwungen, und treibt mich zur Eile an.
Es ist eine Mammutaufgabe, und ich fürchte, auch wenn alle Einträge durchgetaggt sind, ist Konsistenz nicht erreicht, und noch nicht einmal erreichbar.

Ich wollte eigentlich möglichst wenige Tags vergeben. Aber oft ist es nicht eindeutig, oder mir fällt kein passender, wiederverwendbarer Oberbegriff ein. Oder ich habe schon ein Schlagwort eingeführt, aber ein paar Einträge weiter fällt mir ein besseres ein. Manchmal mache ich Tippfehler, und ein paar Mal habe ich unbemerkt einen Punkt statt eines Kommas als Trennzeichen benutzt, was dann dazu führte, dass nur ein kombiniertes Tag statt zweier unterschiedlicher vergeben wurde. Ich weiß auch nicht, wie ich das (ohne übermäßigen Aufwand) wieder loswerde.
Die Möglichkeit, dass ich Einträge verwechsle, oder sonstige Fehler mache, ist gegeben, aber dies im Rahmen einer Qualitätssicherung nachzuprüfen, dafür möchte ich nicht noch mehr Zeit investieren.
Ich habe leider auch manche fast synonyme Tags doppelt vergeben. Beispielsweise „Planung“ und „Planungen“ oder „Programmieren“ und „Programmierung“. Wenn ich tagge, so muss das schnell gehen. Ich füge nur ein paar Tags hinzu, die mir gerade einfallen, und das war’s und ist eben meist nicht optimal.
Ein Tag kann auch unterschiedliches bedeuten. Beispielsweise könnte das (von mir noch nicht vergebene) Schlagwort „Körperliches“ bedeuten, dass es um Physik oder Sex geht, aber auch auf gesundheitliche Probleme hinweisen.
Es fällt mir meist schwer, Einträge durch bestimmte Tags treffend zu charakterisieren. Ich habe auch festgestellt, dass ich bei alten Einträgen damals sicherlich andere Tags benutzt hätte, als ich es heute tue, weil oft nicht abzusehen ist, wie sich manche Threads inhaltlich entwickeln. Und die Tags überlappen, sind nicht eindeutig, man vergisst passendere zu erwähnen .. mir widerstrebt das alles. Und das allerschlimmste ist, dass ich diese Problematik eigentlich vorausgesehen hatte, und deshalb jahrelang widerstanden hatte, mit Tags herumzuhantieren.

Als weiterer Effekt ist mir aufgefallen, dass WordPress offenbar bei der Änderung alter Einträge (Tags setzen ist eine Änderung) nachträglich Pingbacks verschickt, die aus unterschiedlichen Gründen damals nicht vertrackbackt wurden.
Einmal habe ich mich verklickt, und versehentlich einen ganzen Eintrag gelöscht. Zum Glück habe ich es sofort bemerkt, und es gelang mir, ihn aus dem Papierkorb wiederherzustellen.

Lange Rede, kurzer Sinn – ich bin mit dieser ganzen Taggerei alles andere als zufrieden, habe sie aber jetzt begonnen, und muss sie irgendwie durchziehen.
Danke, perfektionistischer, innerer Sheldon.

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Entfernte Ferne liegt so fern //1567

Eine kürzliche Diskussion brachte mich auf die Idee, einmal etwas über Teleworking bzw. Homeoffice zu schreiben.

Nicht jede Stelle ist für Teleworking geeignet. Insbesondere Jobs, bei denen der Einsatz beim Kunden unvermeidbar ist, oder die Produktionsmittel benötigen, die nur im Betrieb vorhanden sind (und auch nicht schnell ins Homeoffice portiert werden können), können nicht im Heim des Mitarbeiters ausgeführt werden.
Wenn ich es recht bedenke, gibt es bei uns nur sehr wenige Stellen, bei denen regelmäßige Abwesenheit von der Arbeitsstätte möglich wäre, und die ebenso gut (oder auch nur mit vernünftigen Abstrichen) zu Hause ausgeführt werden könnten.
Ich rede jetzt gar nicht davon, dass dann keine persönliche Kommunikation zu anderen Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern, Kunden und Suppliern möglich wäre. Dies wäre bei etlichen Stellen noch in den Griff zu kriegen.

In meiner Zeit als IT-Chefin habe ich damals die Entscheidung getroffen, dass Mitarbeiter nicht von ihrem privaten Computer aus auf Firmencomputer zugreifen dürfen. Dies hat unter anderem datenschutzrechtliche Gründe, die auch den Mitarbeiter schützen. Dass die Geschäftsleitung trotzdem per VPN auf die interne IT-Struktur zugreift, verantwortet sie selbst (eine gelegentliche Sicherheitsbelehrung beim Chef wäre wohl mal wieder fällig).
Denkbar wäre es, Firmenrechner in die private Wohnung der Mitarbeiter zu stellen, aber dies dürfte sich – aufgrund einiger Einschränkungen, die trotzdem gelten – höchstens mal in Ausnahmefällen lohnen.

Bevor jetzt wieder jemand herumschreit, dass wir unseren Angestellten kein Teleworking gönnen – der Benefit für die Mitarbeiter ist, dass wir auch nicht erwarten, dass sie am Feierabend, am Wochenende, im Urlaub ihre Mails checken und darauf reagieren. Sie haben dann wirklich frei, und können, dürfen, und sollen sogar abschalten und entspannen (gilt natürlich wieder mal nicht für die Geschäftsleitung).
In den wenigen Fällen, in denen eine Bereitschaft unumgänglich ist, entlohnen wir die betroffenen Mitarbeiter auch zusätzlich.

Mit meinen Software-Entwicklern handle ich das Thema so, dass – sofern aktuell nichts dagegen spricht – jeder einmal im Monat ohne Formalitäten und nähere Begründung Teleworking machen darf. Offiziell dient dieser Tag der Weiterbildung, Literaturrecherche und ähnlichem – also Tätigkeiten, für die man keinen Zugriff auf das Firmennetz benötigt. Mir ist durchaus klar, dass dieser Tag eher ein halber Urlaubstag ist – aber was soll’s. Das tut dem Betriebsklima und der Mitarbeiterzufriedenheit gut, und keiner meiner Jungs nutzt diesen einen Tag wirklich regelmäßig aus.

Kleiner Themenwechsel ..
Die Reaktionen auf den oben verlinkten Eintrag zum Elterngeld fielen zu meinem großen Erstaunen überwiegend negativ aus, was mich zum Nachdenken anregte.
Meines Erachtens hatte der betreffende Mitarbeiter das Gespräch durchaus gut aufgenommen. Aber natürlich kann ich nicht in seinen Kopf hineinsehen, und ich kann auch nicht ausschließen, dass es noch im Nachhinein einen schlechten Nachgeschmack hinterließ.

Inzwischen glaube ich, dass es sich bei der Rezeption durch einige Kommentatoren um ein interkulturelles Missverständnis handelt.
Hier in der Region ist man bei solchen Themen sehr deutlich und direkt. Das kann z.B. in Norddeutschland schon leicht als offensiv wahrgenommen werden, ist aber hier der ganz normale, berufliche Umgangston, bei dem sich niemand etwas schlimmes denkt.
Wenn die Botschaft des Senders lautet „Wir wollen Sie nicht entlassen“, aber beim Empfänger kommt nur an „.. entlassen“, dann geht die wesentliche Information verloren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies in diesem Fall nicht so war.

Ach .. ich wollte doch nie ‚was mit Menschen machen, sondern rechnen und programmieren. Immerhin ist es gut, dass ich mich vorläufig in meinem Wirkungskreis innerhalb der Firma nur auf die technischen Abteilungen beschränke. Und selbst da scheint das Peter-Prinzip zu lauern.

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Lockruf des Katers //1566

Aus meiner Kindheit kenne ich die Laute noch gut, die Kater von sich geben, wenn sie auf der Suche nach einer (mehr oder weniger) willigen Kätzin sind.
Für meine Ohren hörte sich das damals ungefähr so an, wie sich „(Geh‘ mal) rau(s)“ im Dialekt meiner Heimat anhört. Und ich konnte dieses Maunzen sogar recht gut imitieren.
Spätestens als ich zum Studium in eine Stadt zog, hörte ich diesen Paarungsruf nicht mehr, da es in Großstädten kaum freilaufende Katzen gibt, und wenn doch, so sind sie meist kastriert.
Neulich jedoch, als wir am Wochenende auf dem Lande weilten, drangen diese Töne einmal wieder an mein Ohr und riefen Erinnerungen wach.

Katzen sind ja die einzigen Tiere, die sich dem Menschen aus freien Stücken angeschlossen haben. Nutzvieh und Hunde dagegen wurden einst von den Menschen domestiziert.
Es heißt auch, dass Hauskatzen nur deshalb miauen, um mit ihren Menschen zu kommunizieren, und nicht zur intraspeciellen Verständigung.
Katzen sind eigenwillige Persönlichkeiten. Das alleine schon macht sie mir um einiges sympathischer als devot-unterwürfig ihren Herren ergebene Hunde.
Und es gefällt mir, wenn eine Katze mit hochaufgerichtetem Schwanz freudig auf mich zuläuft, um mich zu begrüßen.

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Internationale Einheit //1565

Ich kriege gar nicht mehr alle Neuigkeiten mit, die mich interessieren. So hatte ich nur eher zufällig in einer Zeitschrift gelesen, dass 2018 die SI-Einheiten neu geregelt werden sollen.

An der Sekunde (die über eine bestimmte Frequenz eines Cäsium-Isotops definiert ist) und dem Meter (das über die Lichtgeschwindigkeit mal Zeit festgelegt ist), soll sich nichts ändern.
Das Kilogramm ist derzeit noch über die Masse eines Prototyps in Paris bestimmt. Unter Hinzunahme des Planck’schen Wirkungsquantum lässt es sich zukünftig (zusammen mit Zeit- und Längeneinheit) definieren.
Soweit die mechanischen Einheiten. IMHO ist die Festlegung der Sekunde über ein bestimmtes Isotop recht willkürlich. Sinnvoller wäre es Meter, Sekunde und Kilogramm nur über die Naturkonstanten Lichtgeschwindigkeit, Planck’sches Wirkungsquantum und Gravitationskonstante zu definieren. Dann wäre die Sekunde beispielsweise ein Vielfaches der Planckzeit.

Das Ampere ist noch definiert über einen hypothetischen Versuchsaufbau mit zwei unendlichen stromdurchflossenen Leitern. Es soll zukünftig über die elektrische Elementarladung (die nach allem, was wir wissen, tatsächlich elementar ist – Drittelladungen bei Quarks machen keinen grundsätzlichen Unterschied), bzw. die Anzahl von Elektronen pro Zeiteinheit definiert werden.

Für das Kelvin liegt die Boltzmann-Konstante nahe. Der Nullpunkt bleibt als Absolutwert. Die Skala beruhte bisher auf Celsius, das als 100 Einheiten zwischen Schmelz- und Siedepunkt des Wassers (bei definiertem Druck) festgelegt war.

Das Mol ist eh nur eine Zahl (nämlich die Avogadro-Konstante), und nur für Chemiker interessant.
Und das Candela braucht erst recht niemand. Oder? Ich habe bisher nie eine Anwendung davon gesehen, und es gibt ja auch Lumen und Lux.

Tja, leider geht nach wie vor die Gravitationskonstante nicht in diese grundlegenden Definitionen ein. Mit diesem Cäsiumisotop ist es einfach unbefriedigend.
Ich mag ja natürliche Einheiten, wie sie in der Hochenergiephysik üblich sind. Da ist c gleich 1, und h quer gleich 1 (also h gleich 2 pi). Massen, Energien und Impulse werden in Elektronenvolt angeben. Das führt zum gewöhnungsbedürftigen Effekt, dass Längen und Zeiten in reziproken Elektronenvolt gemessen werden.
Aber das ist auch nicht schlimmer, als in der optischen Spektroskopie, wo Energien in Zentimeter hoch minus eins angegeben werden.

Die Atomare Einheit u eignet sich übrigens meiner Ansicht nach nicht zur Definition von Grundeinheiten, da sie auf einem bestimmten Kohlenstoff-Isotop beruht. Sie ist OK für Chemiker, oder wenn man mal schnell etwas abschätzen will, aber ich nehme da lieber rund 1 GeV (was etwa der Masse eines Nukleons entspricht). Für überschlägige Rechnungen ist es genau genug, und für exaktere Berechnungen muss man eh genauer überlegen, welche Teilchen involviert sind.
Da wäre noch die Elektronenmasse von 511 keV besser zur Definition geeignet – aber wer weiß schon, warum sie gerade diesen konkreten Wert hat.

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Der Berch ruft //1564

Bisher hatte ich nur mal nebenbei erwähnt, dass Carsten derzeit auf einer – leider – längeren Geschäftsreise ist. Eigentlich hatten wir geplant, dass ich das verlängerte Wochenende über Pfingsten nachkomme, aber irgendwie hat es mit dem Flug dann nicht geklappt, weshalb ich halt dann doch hierblieb.

Es war ziemlich langweilig so alleine, so dass ich mich am Samstag entschloss, doch mal wieder auf das gerade stattfindende Volksfest zu gehen. Eigentlich schätze ich solche Menschenmassen gar nicht, aber um die Mittagszeit geht’s noch einigermaßen, und ich brauche ja heuer nicht mit meinen Jungs hinzugehen, weil wir in der Firma stattdessen in einigen Wochen ein gemeinsames Sommerfest begehen.
Ich trug das knallrote T-Shirt, von dem Carsten behauptet, es sei mir eine Nummer zu klein, das aber tatsächlich nur sehr enganliegend ist, und – aufgrund des regionalen Bezugs – einen Jeansrock.

Also schlenderte ich über das Festgelände, kaufte mir zwischendurch eine Portion Pommes Frites, ein Eis und ein Eierlikör-Crêpe. Gerade hatte ich mir noch eine Bratwurst gekauft, und wollte soeben genüsslich hineinbeißen, als ich zufällig Manuel, einen früheren Bekannten, wieder traf, den ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte.
Kann sein, dass ich ihn irgendwann mal erwähnt hatte. Zu der Zeit, als wir uns näher kannten, war er bei einem großen hier ansässigen Konzern mit der Entwicklung von Mammographen beschäftigt. Ich habe nie wieder einen Mann gekannt, der sich so wenig für (reale) Brüste interessierte (und so ignorierte er auch heute, wie mein T-Shirt sich über meinen Brüsten spannte, und ihre Form betonte, während sich die Brustwarzen deutlich durch das Gewebe abzeichneten). Davon abgesehen, habe ich aber viel von ihm gelernt.

Jetzt kam Manuel mir entgegen, und schob einen Kinderwagen. Neben ihm eine dunkelhaarige Frau mit Kind an der Hand. Einige Wege hier sind ja recht steil. Da würde ich persönlich keinen Kinderwagen schieben wollen. Aber das muss ich zum Glück auch gar nicht.
Manuel und ich unterhielten uns einige Minuten. Er hat inzwischen den Geschäftsbereich gewechselt, und ist ins Umland gezogen. Ich erzählte kurz von meiner beruflichen und privaten Situation.
Angesichts des Kinderwagens konnte ich es mir nicht verkneifen, ihn zu fragen, ob er beabsichtige, Elternzeit zu nehmen. Er schüttelte den Kopf und meinte, er wolle den Verdienstausfall nicht tragen, und seine Frau bliebe eh lieber daheim bei den Kindern. Diese bestätigte die Aussage durch zustimmendes Nicken.
Dann verabschiedeten wir uns, und gingen getrennt weiter.

So viele meiner früheren Freunde+ scheinen mittlerweile eine Familie zu haben. Das ist mir irgendwie unheimlich. So viele Babys ..

Inzwischen hatte ich Durst, konnte mich aber nicht zu einem Bier aufraffen, sondern zog es vor, auf dem Heimweg in ein Café einzukehren, um Torte und Kaffee zu genießen.

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breakpoint’s Wayback Archive #04 //1563

Wayback zum 24. Oktober bis 25. November 2011.

Das erste Arbeitswochenende bei Carsten lieferte so viel Stoff, dass ich es in zwei Einträge aufteilen wollte.
Es gab ein kleines Problem bei einem Softwareprojekt.
Ich hatte mir den Fuß verstaucht.
Da ich viel zu arbeiten hatte, kam ich kaum zum Bloggen.
Nachdem ich gebeten worden war, einen Vortrag zu halten, machte ich mir Gedanken, was ich dazu anziehen sollte.
Ich musste übermäßig viel Laub von meinem Balkon entfernen.
Carsten bat mich, Aufpasserin zu spielen, wenn er Vorstellungsgespräche für eine neue Sekretärin führt.
Ich überlegte, wie ich die Weihnachtsfeiertage verbringen wollte.
Frank bat mich um Unterstützung bei einem Projekt, bei dem ich mich dann auch beteiligte.
Als ich mit Frank alleine in dessen Wohnung war, vertieften wir unsere Freundschaft.
Ich musste einige Arbeiten aufarbeiten oder vorplanen.
Bei Vorstellungsgesprächen für eine Entwicklerstelle bei Novosyx war ich anwesend.
Als ich zum Schwimmen ging, bekam ich bald Gesellschaft.
Je größer ein Unternehmen, desto länger dauert erfahrungsgemäß die Begleichung einer Rechnung.en

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Google dir einen! //1562

Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich auch in diesem Monat wieder die Suchanfragen der letzten Wochen durchgeschaut, und die innovativsten zusammen mit meinen Anmerkungen hier aufgelistet.

„+was sind algotithmen?“
Bestimmt etwas anderes als Algorithmen oder Stalaktiten.

„fluktuiert“
Ist das Wort so ungewöhnlich, dass man damit mein Blog findet?

„breakpoint bakterien“
Bakterien haben zwar einen schlechten Ruf, weil sie einige Krankheiten auslösen. Man sollte aber nicht vergessen, dass es auch viele nützliche gibt, z.B. im Darm oder auf der Haut.

„wieviele atome hat ein sandkorn“
Wenn wir von der Masse 1mg (eher großes Sandkorn) und bei Siliziumdioxyd von einer mittleren Massenzahl von 20 pro Atom ausgehen, dann kommen wir in die Größenordnung von 30 Trillionen.

„outdoor schlampe“
Die Outdoor-Saison will heuer nicht so recht in Gang kommen.

„was macht eine gute zusammenarbeit aus“
Da gibt es viele Faktoren. Ganz wesentlich dürften Vertrauen und Verlässlichkeit sein.

„rollige frauen“
Nicht zu verwechseln mit rollenden Frauen.

„programmier projekt“
Sollte eigentlich zusammengeschrieben werden.

„parkplatz für brautleute“
Wenn das Rathaus mitten in der Stadt ist, sind spezielle Parkplätze sinnvoll.

„glühwein durchlauferhitzer selber bauen“
Glühwein, der durch einen Durchlauferhitzer gelaufen ist, möchte ich sicher nicht mehr trinken. Am einfachsten und schnellsten geht’s im Mikrowellengerät.

„veraltet beständigkeit“
Was beständig ist, veraltet nicht.

„datentracking fussball“
Lassen sich Geschwindigkeit und Drehimpuls gleichzeitig in Realtime messen? Das würde das öde Spiel endlich mal interessant machen.

„nasenpiercing eng anliegend“
Igitt! – Auch wenn nicht „eng anliegend“. Die Vorstellung hat mir jetzt den ganzen Morgen verdorben.

„windows 10 wird vorbereitet dauert ewig“
Kann schon lange dauern. Oder es hängt irgendwo in einer Endlosschleife.

„ihr tolino ist im moment ausgelastet und steht gleich wieder zur verfügung“
Ich habe keinen Tolino. Sonst hier irgendwer?

„ihre windows lizenz läuft bald ab“
Ist vermutlich nur eine Evaluierungslizenz.

„bürstenhaarschnitt“
Bei Männern meinetwegen, bei Frauen bäh.

„kontaktieren sie den systemadmin um eine windows server-/enterprise-edition zu aktualisieren“
Solche Kantaktanfragen sind die Freude jedes Sysadmins.

„ihr gerät wird außerhalb der nutzungszeit neu gestartet“
Wodurch sich die tatsächliche Nutzungszeit umdefinieren dürfte.

„trump geistig gestört“
So was habe ich nie gesagt, und äußere mich auch jetzt nicht dazu.

„fette frau isst kuchen“
Diesen Suchbegriff gab es schon lange nicht mehr.

„restaurant breakpoint“
Manchmal koche ich inzwischen sogar selber, weil Restaurantessen auf Dauer doch langweilig ist.

„morgähn“
Morgens bin ich noch müde und nicht so richtig munter.

„beschneidung“
Nächstes Jahr kriegt der Baum ein Bondage verpasst.

„überstunden mit gehalt abgegolten“
Das ist so bei Vertrauensarbeitszeit. Das Arbeitspensum muss halt geschafft werden, und wird unabhängig davon bezahlt, ob der Mitarbeiter schnell arbeitet oder trödelt.

„shittest mechanismus“
Man sollte Shittests nur in geringen Dosen einsetzen. Sola dosis facit venenum.

„kein slip“
Im Sommer meistens unnötig.

„meist gegoogeltes wort“
Irgendwo gibt es bei Google Statistiken. Auf diesem Blog ist momentan „breakpt“ die Nummer 1.

„entwicklung des telefons“
Seit Philipp Reis hat sich einiges getan. Seit schnurlosen Telefonen muss noch nicht einmal mehr das verhedderte Kabel wieder entwickelt werden.

„freisexfilme“
In welcher Hinsicht „frei“?

„geruchsbelästigung am arbeitsplatz durch parfüm“
Igitt. Das ist ähnlich schlimm wie durch Zigarettengestank.

„teufel gutschein“
Um eine Seele einzulösen?

„wie lange ist ein unbefristeter schwerbehindertenausweis gültig“
Unbefristet – also ohne Ablaufdatum.

„recht am geistigen eigentum“
Das steht dem Urheber zu.

„der product key konnte nicht überprüft werden“
Später noch mal probieren, oder den Support kontaktieren.

„kunde droht mit auftrag“
Kundenaufträge können z.B. stören, wenn sie zu unpassender Zeit kommen.

„strapsgürtel übergröße“
Möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

„treibende kraft“
Da dürfte Newton-Mechanik ausreichen.

„interessensbekundung“
Das ist ja schon mal ein Anfang.

„anne mit e“
-y ist auch OK, aber -a mag ich nicht.

„novonix“
Das wird ja immer falscher. -syx war die korrekte Schreibweise.

„zaunphahl“
Äh .. tja das Pfählen am Zaun ..

„christi pimmelfahrt“
Fiel heuer mit dem Handtuchtag zusammen.

„männertagswünsche“
Männertag ist irgendwann im November. Nicht nur dann von mir die besten Wünsche!

„brötchen bringer erfahrungen“
Wenn ich Bedarf habe, gehe ich lieber persönlich zum Bäcker.

„mathematik ohne grenzen“
Wenn man alles weglässt, wofür man keine Grenzwerte oder sonstige Begrenzungen braucht, reduziert man die Mathematik enorm.

„positives elektrisches teilchen mit sechs buchstaben“
Kann ein Kation oder ein Proton sein (wobei letzteres ein Wasserstoff-Kation ist).

„eichel frei ohne beschneidung“
Vorhaut zurückziehen.

„strapsgürtel selber nähen“
Dafür gibt’s doch bestimmt irgendwo Tutorials im Internet. Aber nicht hier. Idgie kennt sich da besser aus.

„homer simpson kostüm selber machen“
D’oh!

„waybackarchive“
Erst wenige Wochen bei mir im Einsatz, wird es schon bei Google gefunden.

„schwanzbilder tauschen“
So zweidimensional ist das nicht so interessant.

„code promo musik produktiv“
Auch beim Musikhören kann ich produktiv an meinem Code oder meiner Promotion arbeiten.

„youporn alternativen“
Da bin ich überfragt.

„landmädchen“
Das ist lange her.

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Blogdiskussionen und anderes Covfefe //1561

Ihr wisst, dass ich oft unkonventionelle Meinungen entgegen dem Mainstream vertrete, und auch manchmal kontroverse, polarisierende Themen aufgreife. Gelegentlich scheue ich mich noch nicht einmal, in ein metaphorisches Hornissennest zu stechen.
Klar, dass dann auch Kritik und entgegengesetzte Ansichten geäußert werden. Mit denen habe ich kein Problem, solange sie sachlich vorgebracht werden, und auch zumindest der Versuch erkennbar ist, meine Argumente ebenfalls nachzuvollziehen.
Es gibt aber auch Getrolle und Anfeindungen – teils offen, teils bekomme nur ich selbst sie zu sehen. Damit kann ich auch leben.

Allerdings kostet es mich manchmal unvorhergesehen viel Zeit, auf manche Kommentare einzugehen. Ich habe nicht immer den Nerv dazu, mich ausführlich auf den Inhalt einzulassen. Schließlich habe ich auch noch anderes zu tun.
Normalerweise bemühe ich mich ja wirklich, auf Kommentare zu reagieren, aber manchmal schaffe ich es einfach zeitlich nicht. Und gelegentlich habe ich auch den Eindruck, es geht gewissen Kommentatoren nicht um eine erkenntnisbringende Diskussion, sondern nur darum, mir die Zeit zu stehlen, oder zu versuchen, mich in Widersprüche zu verwickeln, um mir das dann unter die Nase zu reiben.
Wer Widersprüche findet, darf die gerne behalten. Solche scheinbaren Inkonsistenzen basieren nämlich im günstigsten Fall nur auf einem Missverständnis, oder aber auf völlig falschen, verzerrten Interpretationen meiner Aussagen.
Jeder wissenschaftlich gebildete Mensch würde aus Widersprüchen folgern, dass seine Grundannahmen falsch sind (reductio ad absurdum). Aber diese geistige Transferleistung kann man offenbar nicht von jedem erwarten.

Wenn ich eine Tatsache nenne, und mich nicht weiter dazu äußere (anstatt mich darüber aufzuregen), dann (auch) weil ich sie eh nicht ändern kann, selbst wenn sie mir nicht gefällt.
Mir gefällt auch nicht, dass die Schwerkraft so stark ist. Ich will lieber über dem Boden schweben. Und mir gefällt nicht, dass es im Winter kalt ist. Ich mag es lieber warm. Aber – verdammt noch mal – so ist es eben, selbst wenn ich mich auf den Kopf stelle und mit den Beinen wackele. Der Natur ist es egal, ob mir ihre Gesetze gefallen, oder nicht. Gefühle sind kein Argument.

Ich habe auch den Eindruck, dass einige Personen nur darauf lauern, Schwachstellen von mir zu entdecken, um sich daraufzustürzen. OK – sollen sie mich ruhig beobachten, wenn das ihr klägliches Leben aufpeppt.
Gelegentlich haken sich einzelne Personen auch an gewissen (für mich eher nebensächlichen) Aspekten fest, und werden (aufgrund persönlicher Betroffenheit?) nicht müde, immer wieder darauf herumzureiten, auch wenn für mich das Thema eigentlich längst abgeschlossen ist, und ich schon wieder etwas anderes im Kopf habe.
Manchmal erscheint es mir sogar, als ob einzelne Themen regelrecht gehijackt werden. Vom ursprünglichen Thema entfernt sich die Diskussion immer weiter weg, und wenn ich es verpasse, diesem Derailing rechtzeitig gegenzusteuern, wirkt es möglicherweise, als wolle ich mich vor einem Statement drücken.

Wie auch immer – wenn ich nach einem Kommentar, der meine Aussagen angeblich widerlegt, schweige, oder nur extrem kurz antworte, weil es mir einfach zu doof ist, immer wieder die gleichen Selbstverständlichkeiten zu wiederholen, mag das für einen neuen Leser, der die Vorgeschichte in anderen Beiträgen nicht kennt, so wirken, als hätte ich klein beigegeben.
Es ist einfach anstrengend und ermüdend, zum $n-ten Mal immer wieder den gleichen Sachverhalt erklären und richtigstellen zu müssen.

Also muss ich die Prioritäten anders setzen. Meine Zeit für Blogs und drumherum ist begrenzt, und diese Zeit nutze ich lieber zum Dialog mit Menschen, denen an einem konstruktiven Meinungsaustausch gelegen ist.
Es geht nicht darum, dass ich mich einer Konfrontation nicht gewachsen fühlen würde, aber – hey, Leute! – das Leben ist zu kurz, um sich mit Trollen und Zeitdieben herumzuärgern. Ich muss mich niemandem gegenüber rechtfertigen. Sollen sie doch denken was sie wollen.

Nun ja, vielleicht sollte ich dennoch etwas kürzer treten, und weniger Themen behandeln, um so für einzelne Themen mehr Zeit zu haben. Allerdings ist oft überhaupt nicht vorauszusehen, wieviel Resonanz auf einen Blogbeitrag kommt. Manchmal herrscht auch Schweigen im Walde, ein andermal überrollen mich dann überraschend viele Antworten umso mehr.
Dazu kommt, dass derzeit meine Zeit stark fragmentiert ist. Sonst habe ich ja immer wieder mal ein paar Minuten zwischendurch für das Blog gefunden. Das ist inzwischen oft nicht mehr gegeben. Zum Ausgleich habe ich auch manchmal ungeplant ein längeres Zeitfenster, in dem ich nichts dringendes zu tun habe, und mich mit dem Blog beschäftigen könnte – aber gerade dann ist meistens alles ruhig.
Wie man’s auch macht, es kommt oft anders als geplant.

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Elternzeit droht //1560

Gelegentlich gibt es bei den Mitarbeitern in den einzelnen Abteilungen kleine private Feiern zum Ein- oder Ausstand, bei einem runden Geburtstag, bei Eheschließung oder Geburt eines Kindes.
Für gewöhnlich wird dafür im Umkreis des betreffenden Mitarbeiters Geld für ein Geschenk gesammelt. Das organisieren die jeweiligen Kollegen. Die Geschäftsleitung ist nicht involviert, steuert aber normalerweise auch einen großzügigen Geldbetrag bei.
So gab es kürzlich beim Kundendienst (für den ich seit der Umstrukturierung auch verantwortlich bin) eine Feier. Ein Mitarbeiter hatte Nachwuchs bekommen, und feierte diesen Anlass, nachdem er aus einem mehrwöchigen Urlaub zurückgekehrt war.
Ich schaute kurz bei der Feier vorbei, und gratulierte dem Mitarbeiter im Namen der Geschäftsleitung, und wünschte ihm mit seiner Familie alles Gute für die Zukunft.
Dann kündigte ich ihm
an, dass ich in den nächsten Tagen mit ihm und seinem Vorgesetzten ein kurzes Gespräch führen möchte.

Meine Worte wählte ich etwa wie folgt, und so ähnlich werde ich es auch in Zukunft in vergleichbaren Fällen halten:

„Herr $Mitarbeiter.Nachname, lassen Sie mich Ihnen zunächst noch einmal zur Geburt [Ihres Sohnes|Ihrer Tochter] gratulieren, und Ihrer ganzen Familie im Namen der Geschäftsleitung alles Gute wünschen.
Ich möchte gar nicht lange drumherum reden, erwarte aber nicht, dass Sie sich jetzt sofort dazu äußern. Bitte nehmen Sie meine Worte einfach nur zur Kenntnis.
Vielleicht haben Sie sich bereits Gedanken zur Elternzeit gemacht, oder werden es noch tun.
Gesetzlich haben Sie einen Anspruch darauf, und von der Firma aus dürfen Sie sich völlig frei in Ihrer Entscheidung fühlen.
Ich habe jedoch eine dringende Bitte an Sie. Rechtlich ist es so geregelt, dass Sie die Elternzeit spätestens sieben Wochen von Antritt beantragen müssen. Der Kündigungsschutz beginnt aber erst acht Wochen vor Antritt. Das bedeutet, dass Sie noch nicht unter Kündigungsschutz stehen, wenn Sie uns Ihre Absicht deutlich früher mitteilen. Sie haben nur eine einzige Woche Zeit, ‚risikolos‘ Elternzeit anzukündigen.
Ihr Vorgesetzter, Herr $Vorgesetzter.Nachname, stimmt mit mir überein, dass wir Sie als Mitarbeiter sehr schätzen, und keinerlei Absicht haben, Ihnen gegenüber eine Kündigung auszusprechen. Wir würden auch in Zukunft gerne vertrauensvoll mit Ihnen zusammenarbeiten. Deshalb würden wir es Ihnen hoch anrechnen, wenn Sie – sofern Sie Elternzeit nehmen möchten – uns das so früh wie möglich mitteilen würden, so dass wir rechtzeitig und mit ausreichend Vorlauf planen können, wie wir Ihre Abwesenheit am besten überbrücken.
Bitte überlegen Sie in aller Ruhe und ohne Druck gemeinsam mit Ihrer Frau, wie Sie dies eventuell handhaben möchten, und vertrauen Sie in jedem Fall auf das Verständnis und den Rückhalt Ihrer Vorgesetzten.“

Mehr kann ich nicht tun. Wenn er jetzt trotzdem erst auf den letzten Drücker mit dem Antrag kommt, belastet das das Vertrauensverhältnis enorm, und er verscherzt sich das Wohlwollen seiner Vorgesetzten. Hoffentlich ist dies auch deutlich genug geworden.

Wenn ich es schon nicht beeinflussen kann, dass Mitarbeiter wegen Elternzeit länger ausfallen, so arrangiere ich mich eben damit, und versuche, das Beste daraus zu machen, und ihnen diese Zeit zu gönnen. Dieses schmale Zeitfenster für die Fristen ist dennoch eine Schikane, sowohl gegenüber dem Arbeitgeber, als auch gegenüber dem Vater (entsprechend auch gegenüber der Mutter, sofern sie erst nach dem Vater Elternzeit nimmt – dieser Fall scheint aber keine praktische Relevanz zu haben).
Es ist eine gesetzliche Frechheit, dem Arbeitgeber nur sieben bis acht Wochen Vorlauf zu lassen, insbesondere, da er im Normalfall doch überhaupt kein Interesse daran hat, den Mitarbeiter loszuwerden. Irgendjemand muss die Arbeit schließlich machen, und da wäre eine längere Ankündigungsfrist absolut sinnvoll. Aber diejenigen Mitarbeiter, die ihre Vorgesetzten schon länger vorwarnen, werden vom Gesetz im Stich gelassen. Es bleibt nur die Möglichkeit, informell auf das Vertrauensverhältnis zu setzen, das durch solche gesetzlichen Regelungen unverschämt ausgehebelt wird.
Über die Gründe für diese – um es mal wohlwollend auszudrücken – ungeschickte gesetzliche Ausgestaltung der Fristen lässt sich nur spekulieren, selbst wenn man keine Verschwörungstheorien aufstellen will.

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Konzentration! – #Blogparade //1559

Die Beteiligung an Blogparaden ist hier selten geworden. Jetzt habe ich wieder mal eine mit einem interessanten Thema, das ich noch nicht ausführlich behandelt habe, entdeckt. Auf HabitGym geht es um Konzentration.
Etwas ungewöhnlich – zumindest kannte ich das bisher nicht in dieser Form – ist, dass jeder Teilnehmer auf sieben andere verlinken soll. Dies dient der Vernetzung. Ich habe bereits früher gelegentlich auf Blogparadenteilnehmer verlinkt. Das war jedoch jedesmal ein ziemlicher Aufwand. Sieben andere Beiträge sind aber noch überschaubar. Also probieren wir’s mal.

Es geht bei dieser Blogparade nicht um eine Konzentration im chemischen Sinn, und auch nicht um konzentrische geometrische Formen, sondern um die gedankliche Fokussierung auf ein bestimmtes Thema.
Die Konzentration ist nicht unbedingt von vornherein gegeben. Ablenkungen, Müdigkeit, Störungen, Hunger, .. können die Konzentrationsfähigkeit zeitweise oder dauerhaft beeinträchtigen. Manchmal geht einem irgendetwas anderes im Kopf herum, und verhindert, dass man sich mit voller Aufmerksamkeit auf das konkrete Thema einlassen kann.
Was kann man also tun, um seine Konzentration zu verbessern?
Ein Patentrezept habe ich nicht. Wichtig erscheint mir zu sein, dass man ausgeschlafen ist, und eventuelle Ablenkungen möglichst ausgeschaltet sind (mich persönlich stört Radiomusik meist nicht, aber das muss jeder selbst wissen). Kaffee oder Traubenzucker können dazu beitragen, dass man munter genug bleibt.

Beim Entwickeln oder Käferjagen gerate ich manchmal in den Flow. Ich kann das nicht näher beschreiben. Wenn ich mich intensiv mit meinem Code beschäftige, rutsche ich allmählich hinein – so ähnlich wie ein Einschlafvorgang, den man auch nicht bewusst mitbekommt.
Allerdings lässt sich der Flow nicht erzwingen. Dafür muss alles stimmen. Angenehme Umgebungsparameter, eine herausfordernde Aufgabenstellung, günstige Zyklusphase, .. und nichts, das irgendwie stört, oder mich am mentalen Verschmelzen mit meinem Code und dem Debugger hindert.

Es fällt mir relativ leicht, Geräusche, die von außen an mein Ohr dringen, auszublenden (zumindest solange der Lautstärkepegel einigermaßen gleichmäßig bleibt). Das kann Radiomusik sein, Baulärm auf der Straße oder auch Unterhaltungen anderer Leute neben mir Zug. Zumindest Aufgaben, die nur 90% meiner Konzentration benötigen, kann ich trotzdem erledigen.
Manche Leute sind dabei deutlich leichter ablenkbar. Ich denke aber, dass das eine Frage des individuellen Naturells ist, und sich nur begrenzt beeinflussen lässt (zumindest, wenn man keine Drogen wie Methylphenidat einnehmen will).

Da ich normalerweise keine Schwierigkeiten habe, mich zu konzentrieren, kann ich keine speziellen Tipps empfehlen, die sich bei mir bewährt hätten.
Ich kann mir aber vorstellen, dass bei dafür empfänglichen Menschen Meditation oder Autosuggestion hilfreich sein könnten, um das persönliche Konzentrationsvermögen zu verbessern.

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Status Updates //1558

Es ist mir aufgefallen, dass einige „Handlungsfäden“ offen sind, bzw. ich schon seit längerem nichts mehr dazu geschrieben habe. Deshalb bringe ich euch heute mal auf den neuesten Stand, soweit mir offene Topics einfallen.

Inzwischen habe ich mich bei der Entwicklerstelle für den Aspergerbetroffenen entschieden. Fachlich ist er wohl top. Ich hatte nur gezögert, weil ich Bedenken hatte, er könne vielleicht nicht flexibel genug sein. Aber wir werden sehen.
Die offene Stelle für den Spezialisten ist weiterhin vakant. Da habe ich bisher noch keinen Bewerber gehabt, der mir geeignet vorkäme.

Verena arbeitet nach wie vor drei oder vier Tage pro Woche hier in der Firma. Carsten macht ihr zwar zunehmend Druck, sich eine richtige Stelle zu suchen, aber offenbar ist es schwierig, etwas passendes zu finden.
Sie wohnt mit ihren Kindern auch noch bei Sonja. Angeblich hat Sonja die Kinder inzwischen so lieb gewonnen, dass sie dauerhaft dort bleiben sollen.
Dies würde dadurch vereinfacht, dass Lukas im Herbst die Uni wechseln will, und deshalb ohnehin auszieht.

Das Medizinerprojekt ist eingeschlafen. Die Ärzte konnten sich auf verschiedene Details nicht einigen, und so ist nichts dabei herausgekommen.
Ich habe immer noch die Website.
Viel mehr ist nicht dazu zu sagen. Eventuell gibt es irgendwann ein Revival, aber zumindest in nächster Zukunft rechne ich nicht damit.

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Das blu?ige Orakel //1557

Temperaturmäßig ein heißes Wochenende.

Am Samstag machten wir uns am frühen Nachmittag auf zu einem Spaziergang. Wir wählten die schattigere Standardroute.
Als wir an dem freistehenden Baum vorbeikamen, unter dem wir schon öfters eine Pause+ eingelegt hatten, hatte Carsten Einwände, und vertröstete mich auf unsere nächste Pausenstelle.

Leider stellte sich heraus, dass die Wiese, die wir dazu hätten überqueeren müssen, kürzlich mit Jauche kontaminiert worden war.
Uns blieb also nichts anderes übrig, als weiterzugehen, und nach einem anderen Platz Ausschau zu halten, wo wir uns ein wenig ausruhen konnten.

Da wir in der Nähe nichts besseres wussten, schlugen wir uns ein Stück seitlich in den Wald. Ich hatte wohl nicht genug aufgepasst, denn eine Dornenranke erwischte mich innen am Knie, und kratzte mein Bein so stark auf, dass Blut heruntertropfte. Beim nächsten Schritt verschmierte ich dann auch noch mein anderes Bein, als sich meine Knie berührten. Meine Beine sahen so blutig aus, dass ich auch gleich freebleeding hätte gehen können.
Carsten machen ja Dornen, Disteln, Brennnesseln und all sowas nichts aus. Er trägt auch in der größten Hitze noch lange Hosen, während ich mit Minirock und nackten Beinen da halt sehr viel verletzlicher bin.

Endlich gelangten wir auf eine Lichtung, die mit Margariten (oder wie die Dinger heißen, die wie große Gänseblümchen aussehen) bewachsen war. Wir legten uns am Waldrand ein wenig in den Schatten. Es war aber trotzdem unbequem.
Carsten pflückte eine der Blumen, und begann eins nach dem anderen ihre Blütenblätter abzuzupfen: „Die Anny liebt mich, sie liebt mich nicht, ..“
Ich musste lachen, und stimmte asynchron mit ein: „.. von Herzen, mit Schmerzen, über alle Maßen, ein wenig, ..“
Carsten lachte ebenfalls, und warf die Rest-Margarite nach oben in die Luft, beugte sich zu mir rüber, und küsste mich. Was für ein Glück, dass wir mit dem ganzen Romantikzeugs so gar nichts am Hut haben!

Auf dem Heimweg kam uns ein alter Mann mit zwei großen Hunden entgegen – einer an der langen Leine, der andere freilaufend. Die machten sofort Anstalten, an meinen blutigen Beinen herumzuschnüffeln. Der Mann hatte es nicht eilig, dies zu unterbinden, so dass Carsten ihn anschnauzte, er solle gefälligst seine Tiere zurückhalten.
Inzwischen war ich aber schon (in halber Panik) weitergelaufen. Carsten holte mich schnell ein.

Da wir einen kleinen Umweg machten, kamen wir noch an drei Häusern vorbei. Neben einem Gartentürchen stand eine pummelige Frau im Badanzug, so dass wir den unerfreulichen Anblick ihres aufgedunsenen Torsos und der Schwabbelschenkel nicht vermeiden konnten.
Carsten nickte ihr kurz einen Gruß zu. Aber als wir ein Stück weiter, und vermutlich außer ihrer Sichtweite waren, legte er einen Arm um meine Taille und tastete mit der Hand nach meinem Gesäß. „Das ist halt ein Qualitätshintern“, murmelte er. Er hat eben einen guten Geschmack, und weiß es zu schätzen, die inneren Werte nicht erst unter einer übermäßig dicken Fettschicht zu finden.

Am nächsten Tag entdeckte ich zwei Zecken, die ich mir wohl beim Waldspaziergang eingefangen hatte.

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breakpoint’s Wayback Archive #03 //1556

Wayback zum 21. September bis 21. Oktober 2011.

Eine geschäftliche Besprechung bei Novosyx verlief anstrengend und endete mit einem Kaffee in Carsten’s Büro.
Ich bereitete den Urlaub mit Alex vor, der dann nicht wie erhofft verlief.
Ein Kunde bat mich, Softwaretests für ihn zu unternehmen.
Dann war da dieser Blogpost mit der Antwort.
Es gab eine weitere Besprechung bei Novosyx.
Während ich Raumschiff Enterprise sah, besuchte mich Carsten, und wir vereinbarten Arbeitstreffen am Wochenende.
Ich bekam Nachricht, dass mir GEZ-Gebühren zurückerstattet werden.
Meine erste dokumentierte Äußerung gegen die Frauenquote, zu einer Zeit, als ich mich mit solchen Themen noch kaum beschäftigte.
Ein Akquisitionsgespräch bei einem potentiellen Kunden verlief nicht erfolgreich.
Ich verbrachte einen schönen Abend mit einem alten Freund+ (den ich inzwischen aber völlig aus den Augen verloren habe).
Ich war beschäftigt mit verschiedenem Papierkram.

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Ein Füllhorn voller Tweets //1555

Im Herbst 2016 habe ich zwischen dem 29. September und 17. Oktober folgende Tweets verfasst:

Verschreiber des Tages: Artbesuch statt Arztbesuch
Schwägerliche Pläne Dreizehnhundertsechsundsiebzig
Verleser des Tages: „physikalische Theorie“ statt „physikalische Therapie“
Verleser des Tages: Gehalt statt Gewalt
Das sonnige Wetter muss man heute noch mal ausnutzen.
Raspberry Pie Dreizehnhundertfünfundsiebzig
Es gibt weit schlimmere Tätigkeiten als Hausarbeit. Mit dieser Erkenntnis geht’s mir besser von der Hand.
Verleser des Tages: kanarisch statt kanadisch
Die Beeinflusser Dreizehnhundertvierundsiebzig
Verleser des Takes: Peniskop statt Periskop
Tag des Zeilenumbruchs #Linebreakday
Neue Hardware Dreizehnhundertdreiundsiebzig
Verhörer des Tages: Kemnath statt Chemnitz
Getwittert, nicht gebloggt Dreizehnhundertzweiundsiebzig
r(phi) = 1/sin(phi) #curvy
Wann ist eigentlich #Weltjungentag ?
Verhörer des Tages: Wohlfahrt statt Wallfahrt
Beruflicher Ausblick Dreizehnhunderteinundsiebzig
Verschreiber des Tages: x-max statt X-mas
In Memoriam Dreizehnhundertsiebzig
Verleser des Tages: „es ist“ statt resist
Rückblick 1. Halbjahr 2016 Dreizehnhundertneunundsechzig
Wenigstens verdeckt die warme Kleidung die blauen Flecken.
Verleser des Tages: Schwanzbild statt Schwarzblitz
Ein Abend unter Freunden Dreizehnhundertachtundsechzig
Abgebrochener Fingernagel, Laufmasche .. manchmal häuft es sich.
Verleser des Tages: Stephan statt Stehparty
Spaß mit F .. äh .. Twitter Dreizehnhundertsiebenundsechzig
Verleser des Tages: Assange statt Aussage
Who does it? Dreizehnhundertsechsundsechzig
2^(2^3) * 5^2 Tweets
Physik-Nobbi an 3 Festkörpertheoretiker
Verschreiber des Tages: optimal statt optional
Die Heimsuchung Dreizehnhundertfünfundsechzig
Ohne Bikini am Strand
Verleser des Tages: Gleitzeit statt Gleichheit
Es ist mir #nichtegal dass @ManuelaSchwesig jetzt nach unerwünschten Meinungen auch Humor zensieren will.
Verhörer des Tages: „Küss‘ den Barbier“ statt Küstenbarbie
Jetzt wäre so ein richtig altmodischer Herrenwitz aufmunternd!
Stieftochter ante portas.
Kommentarstatistik 3. Quartal 2016
Femininstinnen zerstören jegliches positive Frauenbild.
Gesucht und gefunden Dreizehnhundertvierundsechzig
Oh nein! Das Wochenende naht!
Verleser des Tages: Krallen statt Korallen
„Persischer Biergarten“ .. häh?
Die letzte Eichel Dreizehnhundertdreiundsechzig
Als „Klischeeweibchen“ bezeichnet zu werden, lässt mich fast mich geschmeichelt fühlen.
Verleser des Tages: Sigma statt Stigma
Offene Stelle Dreizehnhundertzweiundsechzig

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L’Inferno //1554

Inzwischen ist meine Teilhaberschaft an der Firma offiziell, und die Eintragung als (Mit-)Geschäftsführerin ist nur noch eine Formsache, die sich aus bürokratischen Gründen noch etwas hinzieht.

Das bringt mich zur Frage, was ich in Zukunft als Beruf angeben soll. Meine Freiberuflichkeit läuft ja, wenn auch nur mit niedrigerer Priorität, weiterhin nebenher. Die meiste Zeit verbringe ich derzeit mit der Leitung der Softwareentwicklung und weiteren Führungstätigkeiten im technischen Bereich.
Das Geschäftsführerzeug ist derzeit noch vor allem pro forma. Im Wesentlichen macht das Carsten, während ich in dieser Hinsicht nur eine Art Trainee bin.
Also was schreibe ich zukünftig in Formulare bei der Frage nach dem Beruf? Schließlich kann ich nicht alle Tätigkeiten, die ich mehr oder weniger ausübe, beschreiben und in ein kleines Formularfeld füllen.
Ich habe mich vorläufig dazu entschlossen, „Physikerin“ zu schreiben. Das habe ich studiert, da habe ich ein Diplom. Das ist also mein offiziell erlernter Beruf, und kann daher nicht so falsch als Angabe sein.

Ein anderer Punkt ist, dass ich nicht weiß, ob ich mir die Tätigkeit als Geschäftsführerin auf Dauer überhaupt zutrauen kann. Häufige Geschäftsreisen, dauernd irgendwelche Verhandlungen mit anderen, fremden Menschen, weitreichende Entscheidungen treffen, die nicht nur mich, sondern auch Mitarbeiter, Kunden und Supplier betreffen, .. das ist irgendwie nicht meine Welt.
Carsten ist ein unverbesserlicher Workaholic. Der geht darin wirklich auf. Aber das ist nicht meine Welt. Zwar hatte ich auch schon Phasen, in denen ich viel mehr arbeitete, als mir streng genommen gut tat, aber da war ich im Flow, hab‘ entwickelt und entkäfert.
Die Aufgaben einer Geschäftsführerin sind aber ganz anders als die einer Programmierschlampe, und ich weiß nicht, ob ich dem wirklich gewachsen bin. Ich müsste mich da voll reinhängen, um tatsächlich gut zu sein, will das eigentlich aber gar nicht.
Kann ich das Unternehmen später, wenn sich Carsten zurückgezogen hat, erfolgreich weiterführen? Oder wird es nur eher so vor sich hintümpeln? Oder setze ich es mit Fehlentscheidungen oder mangelndem Engagement ganz in den Sand?
Mein eigenes Geschäft habe ich zwar nicht ganz aufgegeben, aber doch sehr zurückgestellt. Ist es das wert? Schließlich habe ich es auch über Jahre hinweg aufgebaut, und mir einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.
Hinzu kommt, dass – selbst wenn es mir gelingt, die Firma noch so erfolgreich zu führen – ich mir wohl immer werde vorhalten lassen müssen, nichts selbst geleistet zu haben, sondern lediglich das Unternehmen meines Mannes übernommen zu haben. Golddigger und so.

Die Zeit wird vieles zeigen. Ich hoffe nur, dass weder ich noch Carsten den jetzt eingeschlagenen Weg jemals wirklich bereuen werden.

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