In den Sho geshisen //2444

Kennt ihr das Legespiel Shisen Sho? Das ist eine Variante von Mah-Jongg. Ich habe es früher hin und wieder gerne gespielt. Das ist schon Jahre her, aber irgendwie bekam ich Lust darauf, mal wieder zur Entspannung und Ablenkung ein bisschen zu spielen.

Früher hatte ich dafür ein Executable, das ich aufrufen konnte, und das mir recht gut gefiel. Die Bedienung war einfach und die Graphiken konnte man leicht unterscheiden. Die Crux daran ist nur leider, dass es noch auf 16 bit beruhte. Und als 16 bit Exe läuft es nicht auf einem 64-bittigen Windows.
Nun ja – wozu habe ich meine virtuellen Maschinen. Da ist eine 32 bittige XP-Maschine dabei, auf der das Programm früher schon gelaufen ist. Darauf würde es wieder gehen – wenn ich es denn finden würde.
Ich habe etliche Festplatten auf mehreren Rechnern durchsucht, aber es ist verschwunden. Ich nehme an, dass es auf irgendeiner virtuellen Platte archiviert ist. Aber wo?

Tja .. so ein einfaches Spiel gibt es bestimmt auch online, kostenlos und ohne dass man sich dafür registrieren müsste. Dass so etwas durch Werbung finanziert wird, ist mir klar, und nehme ich in vernünftigem Rahmen in Kauf.
Also Suchmaschine angeworfen, und eine Onlineversion ausgewählt. Die Bedienung war nicht schwer, und ich fing an, das Spiel zu genießen. Ich hatte ja Zeit, und wollte in aller Ruhe und ohne Druck weiterspielen. Allein – nach zehn Minuten war die Zeit abgelaufen.
Also ein anderes Spieleportal ausgewählt. Gleiche Graphiken, gleiches Bedienkonzept, gleicher Zeitablauf. Bäh!
Bei einem dritten Spieleportal desgleichen.

Hey! Was soll das? Ich will nicht gegen die Uhr spielen. Ich will mich entspannen, auch mal eine kleine Pause machen, oder länger unterbrechen, bis ich irgendwann fertig bin oder keine Lust mehr habe.
Dieser erzwungene Zeitablauf nervt. Da die Graphiken immer wieder die gleichen waren, stammt die Implementierung vermutlich von denselben Entwicklern.
Wo finde ich so ein Spiel, bei dem die Zeit unbegrenzt ist? Mir geht es doch nicht um einen Highscore. Ich will nichts installieren, ich will mich nicht registrieren, sondern nur in meinem eigenen Tempo ohne Eile ein bisschen vor mich hin spielen. Ich will dabei nicht unter Zeitdruck gesetzt werden. Spielen statt Stress.

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breakplaining: Registry //2443

In der Registry (auch Registrier[ungs]datenbank genannt) von Windows werden verschiedene Einstellungen und Anwendungsdaten gespeichert.
Vor Windows 95 speicherten die Programme ihre Konfigurationen üblicherweise in ini-Dateien. Das brachte aber häufig ein Durcheinander hervor. (Wer das auch heute noch mal erleben will, braucht sich nur mit beispielsweise PHP-Installationen herumzuschlagen.)
Bei der Registry werden solche Daten dagegen zentral in wenigen Dateien in einem binären Format abgespeichert. Um die Registrydaten zu lesen oder zu ändern, ist der regedit.exe bei den Windows Bordmitteln vorhanden.

Die Registry besteht aus ein paar Hives. Die wichtigsten werden mit folgenden Rootkeys bezeichnet:
* HKEY_CURRENT_USER (HKCU) mit den Einstellungen des aktuellen Nutzers,
* HKEY_LOCAL_MACHINE (HKLM) mit den Einstellungen des lokalen Computers, und
* HKEY_CLASSES_ROOT (HKCR), wo Dateiassoziationen und vieles andere gespeichert werden, was für diesen Blogeintrag aber zu weit führen würde. Eigentlich ist HKCR nur ein Subhive von HKLM.
Die einzelnen Hives sind hierarchisch aufgebaut. Sowohl in HKLM als auch HKCU findet man etwa einen Unterschlüssel „Software“. Darunter üblicherweise jeweils eine Liste mit Softwareherstellern. Darunter wieder Listen mit Softwareprodukten, die ggf. noch weiter in Einzelversionen untergliedert sind.
Erst darunter finden sich dann die einzelnen Anwendungsdaten. Diese liegen üblicherweise als Paare aus Name und Wert vor. Für die Werte gibt es mehrere Typen: Zeichenketten, ganze Zahlen, sonstige binäre Daten, oder auch weitere Subkeys. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen. Jedenfalls lassen sich die benötigten Daten sehr flexibel strukturieren.

Als SW-Schreiber speichert man dort alle möglichen Werte ab, die der User permanent eingestellt haben möchte. Das reicht beispielsweise von irgendwelchen Hintergrundfarben über Pfade bis zu allen vorkommenden Anwendungsoptionen. Bei umfangreichen Anwendungen kommt da einiges zusammen. Größere Datenmengen als wenige Kilobyte sollte man jedoch dennoch in eigenen, separaten Dateien abspeichern, da die Registry mit zunehmender Größe doch allmählich immer träger wird, oder um die eigene Anwendung portabler zu machen.
Die Windows-API stellt etliche Funktionen bereit, mit denen sich die Registy leicht lesen und bearbeiten lässt. Zu beachten ist dabei jedoch, dass zum Schreiben auf HKLM erhöhte Rechte benötigt werden.

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Im zweiten Anlauf //2442

Wegen Corona war unser 3T-Meeting ein halbes Jahr lang ausgesetzt gewesen. Wenn ich noch länger hätte abwarten wollen, wäre ruckzuck das ganze Jahr vorbeigewesen. Also setzte ich ein 3T-Meeting nach der Urlaubssaison an.
Da mir momentan alles schon sehr beschwerlich ist, und ich noch nicht einmal sicher wusste, ob ich tatsächlich noch würde teilnehmen können, beauftragte ich Ulrich, die Vorbereitung teilweise und die Moderation ganz zu übernehmen.
Es ist mir wichtig, dass auch Mitarbeiter anderer Standorte teilnehmen. Bei Standort 6 hatte sich das letztes Jahr ganz passabel eingespielt. Die neuen Mitarbeiter von Standort 7 hatte ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass erwartet wird, dass mindestens ein Mitarbeiter jedesmal teilnimmt, und dass bei diesem ersten Termin ein Mitarbeiter einen kurzen Vortrag darüber halten soll, was sie überhaupt so bei Standort 7 machen. Die anderen Standorte sind weiter entfernt, aber wenn Mitarbeiter von dort sowieso gerade hier zu tun haben, was hin und wieder vorkommt, sind sie ebenfalls im 3T-Meeting willkommen. Die Geschäftsleitung begrüßt ihre Teilnahme. Zuschaltung per Video würde allerdings dem Charakter des 3T-Meetings zuwider laufen. Das ist eine rein anneloge Präsenzveranstaltung. Grundsätzlich steht es aber jedem interessierten Mitarbeiter der technischen Abteilungen offen.

Ich habe mir schon lange angewöhnt, zu Besprechungen hier im Hause just-in-time zu erscheinen. Der Weg ist kurz, so dass ich keine zusätzliche Pufferzeit benötige.
Diesmal war ich gerade im Begriff, mich auf den Weg zu machen, als mich unvorhergesehen noch einmal ein dringendes menschliches Bedürfnis ereilte, so dass ich die Toilette aufsuchen musste.
Deshalb, und auch weil ich schon ziemlich langsam geworden bin, war ich dann zwei Minuten zu spät dran. Als ich die Tür des Besprechungsraums öffnete, war dieser unerwartet voll. Offenbar waren nach der längeren Pause mehr Mitarbeiter als sonst interessiert an der Teilnahme. Zudem war von Standort 2 eine kleine Gruppe anwesend, was eigentlich nicht so gedacht war.
Jedenfalls waren sämtliche Stühle besetzt (zumal wir zwecks Abstandshaltung veranlasst hatten, einen Teil der Stühle zu entfernen). Ein paar Männer standen sogar hinten an der Wand.

Eigentlich sollen die Mitarbeiter, die beabsichtigen, am 3T-Meeting teilnehmen, sich vorher anmelden, bzw. sich in eine Online-Liste eintragen, aber so genau hatten wir das nie genommen, und auch noch kurzfristig zusätzliche Teilnehmer akzeptiert. Wäre absehbar gewesen, dass so viele Mitarbeiter erscheinen würden, hätte ich einen größeren Besprechungsraum vorgesehen gehabt. Aber der kleine Raum ist deutlich gemütlicher und für kleinere Meetings angenehmer.
Einige Männer sprangen auf, um mir ihren Stuhl anzubieten, aber ich winkte dankend ab. Mir war eingefallen, dass der Vorführraum neben unserem Showroom geeignet für diese Anzahl an Personen wäre, so dass ich veranlasste, in den Vorführraum zu wechseln.

Es dauerte ein Weilchen, bis sämtliche Teilnehmer hinunter zum Showroom gegangen waren, und sich im Vorführraum niedergelassen hatten, so dass das Meeting endlich wie vorgesehen stattfinden konnte.
Tatsächlich war der Raum für diese Anzahl von Personen passender als der ursprüngliche Besprechungsraum.
Da ich mir einige Notizen machte, lohnte es sich nicht, mein (inzwischen fast fertiges) Strickstück herauszunehmen.

Für so viele Anwesende ist das 3T-Meeting wirklich nicht konzipiert. Die meisten Teilnehmer hörten nur passiv zu. Es ergab sich kaum einmal eine lebhafte Diskussion. Zukünftig werde ich die Teilnehmeranzahl begrenzen. So einen Fall hatten wir bisher halt nicht, und vermutlich wird sich solch ein Andrang nicht so bald wiederholen. Aber trotzdem. Lieber Klasse als Masse.
Insgesamt war es aber doch zweckmäßig gewesen, wieder ein 3T-Meeting abzuhalten, auch wenn es weniger produktiv war als meistens sonst. Ich hoffe, dass es heuer noch zwei bis drei 3T-Meetings geben wird, so dass wieder eine gewisse Kontinuität und Regelmäßigkeit einkehren kann.

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Sexismus im Kindergarten //2441

Eines der letzen Gespräche mit Sophie und Niklas habe ich noch aufgeschrieben. Es ist schon eine Weile her, so dass mich mein Gedächtnis teilweise bei der Rekonstruktion im Stich gelassen haben könnte, aber zumindest so ähnlich lief es ab.

Normalerweise vertragen Sophie und Niklas sich gut, und spielen auch gerne zusammen. Einmal jedoch waren sie trotzdem in Streit geraten, und im Begriff handgreiflich zu werden.
Niklas hob die Hand, offenbar mit der Absicht, Sophie zu schlagen, zögerte aber dann doch und hielt inne.
„Du traust dich nicht,“ provozierte ihn Sophie weiter.
„Ich trau‘ mich schon, aber im Kindergarten haben die Erzieherinnen gesagt, dass man Mädchen nicht schlagen darf.“
Ich war auf dem Weg zu ihnen, um einzugreifen, und fragte Niklas, ob man denn Jungen schlagen dürfe.
„Da sagen die Erzieherinnen nichts.“
„Und warum meinst du, darf man gerade Mädchen nicht schlagen?“
„Naja“, überlegte er, „die sind so viel schwächer und empfindlich.“
„Ha!“, rief Sophie, „als ob ich schwächer wäre als du!“ In der Tat hat sie sich von ihrer schweren Krankheit gut erholt, und die fast drei Jahre, die sie älter ist als Niklas, geben ihr einen deutlichen Vorsprung.
„Findet ihr es fair“, fragte ich beide, „dass man Mädchen nicht schlagen darf, aber Jungen schon?“
Während Niklas noch überlegte, schüttelte Sophie heftig den Kopf.
Wir kamen überein, dass man überhaupt niemanden schlagen darf, außer in Notwehr, wenn man selbst angegriffen wird.

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Gezwitschertes //2440

Ehrlich gesagt, fällt es mir ziemlich schwer, ohne Rhythmus und völlig regellos zu bloggen. Insbesondere am Morgen, wenn ich normalerweise einen Blogbeitrag parat habe, will ich den eigentlich auch gleich veröffentlichen, statt bis irgendwann im Laufe des Tages oder sogar erst auf den nächsten Tag zu warten. Aber ich habe mir ja vorgenommen, in diesem Monat, mit den bisherigen Gewohnheiten zu brechen.
Wie auch immer gibt es jetzt trotzdem einigermaßen zeitgemäß meine früheren Tweets aus dem Zeitraum zwischen dem 16. Februar und dem 4. März.

Verleser des Tages: Corona statt Corinna
Am besten nichts Neues //2336 Zweitausenddreihundertsechsunddreißig
Verhörer des Tages: Diva statt Divers
Ungekrönt //2335 Zweitausenddreihunderfünfunddreißig
Verleser des Tages: Datenschutz statt Datensatz
Verschreiber des Tages: [no] flies statt files
Alle 4 Jahre ein Schalttag //2334 Zweitausenddreihundertvierunddreißig
Verleser des Tages: torpedieren statt tolerieren
Offengestanden //2333 Zweitausenddreihundertdreiunddreißig
Verhörer des Tages: Käse statt Kiesel
Werbung mit Gegeneffekt //2332 Zweitausenddreihundertzweiunddreißig
Verleser des Tages: Probezeit statt Prophezeit
Shopping mit Breakpoint //2331 Zweitausenddreihunderteinunddreißig
Unfassbar, wie aggressiv, gehässig, ausfallend sich Abolitionistinnen gerade in den Mentions austoben. Diese Personen haben sowieso ein ganz abscheuliches Menschenbild.
+Die Diskussionskultur dieser kompromisslosen, selbstgerechten und unbelehrbaren Personen ist einfach ununterbietbar. Statt mit sachlichen Argumenten taktieren sie mit Verunglimpfungen, Beleidigungen und Zermürbung. Ich nehm mir da mal eine Auszeit.
Verschreiber des Tages: generisch statt genetisch
Heute ist „The Big Bang Theory“ Day #TBBT #TBBTday #TBBTtag
Singuläre Divergenz //2330 Zweitausenddreihundertdreißig
Verleser des Tages: Faschistenkarpfen statt Faschingskrapfen
2^3 * 3 * 5^4 Tweets
Geht heuer jemand von euch zur @embedded_world ?
Rehrücken mit Schuss //2329 Zweitausenddreihundertneunundzwanzig
Ich möchte doch sehr bitten, diese ungerechtfertigten, pauschalen Beleidigungen und Angriffe auf ungewollt sexlose Menschen zu unterlassen. #Incel-Bashing
Unglaublich! Jetzt schon die erste #Zecke2020: linker Unterbauch
Verhörer des Tages: Schweinerei statt Schreinerei
„Deine Ohren sind so klein.“ – „Das ist dir in den letzten Jahren noch nie aufgefallen.“ – „Ich war immer mit deinen anderen Vorzügen beschäftigt.“
Verleser des Tages: Zufallsteam statt Zukunftsteam
Von Twitter verweht //2328 Zweitausenddreihundertachtundzwanzig
Rechtschreibfehler kann man als rhetorische Stilmittel sehen. Oder auch als das Brechen von Konventionen.
Verschreiber des Tages: Anklick statt Anblick
Glitzer //2327 Zweitausenddreihundertsiebenundzwanzig
Verleser des Tages: [he moved his magic] wang statt wand
Eine Vogelgeschichte //2326 Zweitausenddreihundertsechsundzwanzig
Verhörer des Tages: mailen statt melden
Derzeit bekomme ich viel mehr Mentions, als ich lesen kann. Ich suche eine Möglichkeit, mir nur direkte Antworten auf meine eigenen Tweets anzeigen zu lassen. Weiß jemand, wie? #Twitter #FollowerPower
+Gerne auch über #TweetDeck. Ich sehe nur leider keine Möglichkeit für eine solche Filterung. Sonst kann ich auf direkte Erwiderungen oft nicht reagieren, da sie in der unüberschaubaren Menge einfach untergehen.
breakplaining: Foucault //2325 Zweitausenddreihundertfünfundzwanzig
Ich habe kein Problem mit Menschen, die völlig andere Ansichten haben als ich.
+Was ich aber partout nicht ausstehen kann, sind Personen, die ihre persönlichen Einstellungen für das absolute Maß aller Dinge halten, und sie anderen Menschen aufzwingen wollen.
Mein neuer Twittername bleibt nur vorübergehend. Ich will lediglich ein paar Tage lang was ausprobieren.
Verleser des Tages: hirnlos statt harmlos
#Stiefenkelin hat mir ganz stolz ihr erstes #Zeugnis gezeigt. #KeineNoten, sondern nur verbale Beurteilungen.
Tagebuch gegen das Vergessen //2324 Zweitausenddreihundertvierundzwanzig
Releasedatum steht fest. Ich freu‘ mich! #SW
Warum ist die deutsche Bezeichnung für „Voliere“ eigentlich „Vogelkäfig“, wenn doch mehrere Vögel drin sind?
Verschreiber des Tags: Eizelle statt Einzelne
Valentine’s Special //2323 Zweitausenddreihundertdreiundzwanzig
Schon erstaunlich, wieviel gestern Abend/Nacht auf Twitter los war. Haben die am #Samstagabend nichts besseres zu tun?
Auch Feministinnen sind für ihr Leben selbstverantwortlich. Auch Feministinnen haben ein Recht darauf, dass sich niemand in ihr Leben einmischt. Aber Feministinnen geht das Privatleben anderer Menschen ebenfalls nichts an, und sie haben sich gefälligst rauszuhalten.
Versprecher des Tages: kommutativ statt kommunikativ
Verleser des Tages: „Sawsan Chebli“ statt „Save the Children“

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Teddy am Stück //2439

Wollt ihr wissen, was ich zur Zeit stricke? Nein kein Strampler oder Babyjäckchen. So etwas ist kaum passgenau hinzukriegen, und wenn doch, ist es spätestens zwei Wochen später zu klein. Solch ein Gefrickel tue ich mir nicht an. Stattdessen stricke ich ein Spielzeug, das hoffentlich nachhaltiger ist und längere Freude verursacht.

Schon vor vielen Jahren habe ich das Konzept des Strickteddys am Stück entwickelt – sprich ein einzelnes Strickstück, ohne zwischendurch den Faden abschneiden zu müssen. Für die Fertigstellung muss man dann trotzdem noch einzelne Nähte zusammennähen, aber im Prinzip minimiert das Vorgehen die Notwendigkeit, die Teile zusammenzunähen, weil es nur ein einziges Teil gibt. Für irgendwelche Abschlussarbeiten bin ich nämlich grundsätzlich zu faul, und will mir möglichst wenig Mühe damit machen.

Also, wie geht so ein Teddy? Zunächst muss man sich darüber im Klaren werden, wie groß der Teddy werden soll. Die Anzahl der anzuschlagenden Maschen $m hängt außerdem von der Stärke des Fadens ab. Ich nutze dünne Wolle, und will einen kleinen bis mittelgroßen Teddy stricken, habe also mit $m = 30 Maschen begonnen.
Nach dem Anschlag werden die $m Maschen $m-mal hin und her kraus rechts gestrickt (also insgesamt $m Reihen, und auf jeder Seite immer nur rechts – ich gehe davon aus, dass das Seitenverhältnis einer Masche deutlich kleiner als 1 ist, also eine Masche breiter als hoch). Das wird später mal die Rückseite des Kopfes. Nun kommen Rumpf und Arme dran. Dazu werden zunächst auf einer Seite zusätzlich $m Maschen angeschlagen. 2*$m Maschen auf der anderen Seite zurück, und nochmals zusätzlich $m Maschen aufgenommen. Insgesamt befinden sich nun 3*$m Maschen auf der Nadel. Die zusätzlich aufgenommenen Maschen werden später zu den Rückseiten der Arme.
Nach $m Reihen grob rechts werden zunächst auf der ersten Seite wieder $m Maschen abgekettet, dann die Reihe zu Ende gestrickt, und auf der anderen Seite ebenfalls $m Maschen abgekettet, so dass nur noch $m Maschen übrig sind. Nach weiteren $m Reihen ist die Rückseite des Rumpfes fertig.
Nun wird die nächste Reihe nur bis zur Mitte gestrickt ($m/2 Maschen). Es empfiehlt sich, die andere Hälfte temporär auf eine ausreichend große Sicherheitsnadel auszulagern. Bei kleinen Teddys oder entsprechender Übung kann man auch darauf verzichten.
Jetzt wird also nur noch über die halbe Breite gestrickt. Dies ergibt das erste Bein. Es ist ein bisschen Geschmacksache, wie lange man die Beine will. Schließlich besteht so ein Bär hauptsächlich aus Rumpf. Ich empfehle 2*$m bis 3*$m Reihen für ein Bein (Rück- plus Vorderseite). Sobald man dies geschafft hat, folgt der Trick: Das erste Bein wird in der Mitte umgeknickt, so dass der Faden direkt neben der anderen Hälfte der Maschen (die auf der Sicherheitsnadel) liegt. Jetzt wird mit diesen Maschen weitergestrickt (während die bisherigen auf der Sicherheitsnadel landen). Das zweite Bein sollte genauso lang sein wie das erste.
Nachdem auch das zweite Bein gestrickt ist, wird es Zeit beide Reihenhälften wieder zusammenzuführen, indem man beide einfach hintereinander abstrickt. Ich habe keine Lust, das genauer zu beschreiben. Ein bisschen müsst ihr auch selbst mitdenken und euch die Topologie vorstellen, damit sich nicht die einzelnen Körperteile vreschlenkern.
Es ist nun an der Zeit, die Vorderseite des Rumpfes zu stricken. Das sind wieder $m Reihen.
Die Vorderseiten der Arme gehen genau so, wie oben bei den Rückseiten beschrieben: also an beiden Seiten jeweils $m Maschen aufnehmen, insgesamt wieder $m Reihen stricken, dann an jeder Seite wieder $m Maschen abnehmen, und schließlich noch einmal $m Reihen für die Vorderseite des Kopfes stricken.
Letztendlich werden auch die verbliebenen $m Maschen abgekettet. Nach der letzten Masche kann der Faden abgeschnitten werden. Man sollte ihn etwas länger lassen. Dann kann man ihn gleich zum Zusammennähen benutzen.

Die Proportionen mögen nicht so perfekt sein, aber am meisten werden Spielzeuge oft vor allem aufgrund ihrer Unzulänglichkeiten geliebt. Und natürlich kann jeder nach Geschmack variieren, z.B. den Kopf länger stricken oder die Arme dünner.

Wem es Spaß macht, kann ja mal die Gesamtanzahl aller gestrickten Maschen in Abhängigkeit von $m (und ggf. dem Parameter $q für die Beinlänge $q*$m) ausrechnen.

Um den Teddy fertigzustellen, sind noch ein paar Abschlussarbeiten nötig.
Man kann ihm auf die Kopfvorderseite ein Gesicht aufsticken oder mit Filz aufkleben. Kleine Knöpfe als Augen sind ebenfalls eine Option.
Zum Zusammennähen empfiehlt es sich, den Teddy auf links zu legen (d.h. das Gesicht ist innen, sonst sollte es eigentlich gar keinen Unterschied geben). Für die Innenseite der Beine braucht man einen neuen Faden.
Den Anfang und das Ende des verstrickten Fadens kann man zum Zusammennähen verwenden. Oder man muss sie vernähen. Am besten näht man beide Seiten separat zu, aber die genaue Reihenfolge (jeweils Kopfseite, außen um den Arm herum, Rumpfseite, Außenseite Bein) überlasse ich euch.
Bevor man den Kopf oben zunäht (also Anfang und Ende des Strickstücks), muss man den Teddy erst wieder auf rechts drehen. Mein Teddy wird mit alten, kaputten Strumpfhosen (in kleinere Stücke schneiden) gefüllt. Aber wer Bastelwatte hat, kann natürlich auch die nehmen.
Also noch die letzte Naht schließen. Als allerletze Aufgabe nähe ich noch oben bei den Ecken des Kopfes zwei Dreiecke ab. Wenn man das geschickt macht, sehen die Ecken später wie Ohren aus.

Von euch erwarte ich jetzt Namensvorschläge für den Teddy.

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Besprechung offline //2438

Vorläufig leitet Joachim Standort 7 kommisarisch. Ihn dort als Standortleiter einzusetzen, wäre aber für ihn ein Rückschritt, und wir wollen ihn ja unternehmensweit als IT-Chef behalten. Deshalb wird ein bisheriger Gruppenleiter die Position bekommen. Er arbeitet sich bereits ein.

Nach längerer Zeit hatte ein in der Region ansässiges Unternehmen Interesse geäußert, einen größeren Auftrag an Standort 7 zu vergeben.
Aus Gründen, die ich hier nicht näher ausführen möchte, sollte die Besprechung dafür in einem persönlichen Treffen stattfinden.
Außer insgesamt drei Personen von diesem Kunden nahmen ein langjähriger Mitarbeiter von Standort 7, Frau Hilflo-Seerbin (auf ihre Anwesenheit hätten wir leicht verzichten können, denn sie konnte überhaupt nichts zum Thema beitragen, immerhin erschien sie pünktlich und hat durch ihre Präsenz ein gewisses Interesse an den Geschäftsbelangen gezeigt), der Gruppenleiter, Joachim und ich teil.
Da es bei diesem Gespräch ausschließlich um technische Belange gehen sollte, war die Anwesenheit von Herrn Kleiter oder sonst jemandem von den Kaufleuten nicht erforderlich.
Dank Corona ist wenigstens dieses unhygienische und anachronistische Ritual des Reihum-Händeschüttelns nicht mehr opportun.

Es ist offensichtlich, dass ich eigentlich bereits im Mutterschutz sein müsste, so voluminös wie ich als Babycontainer herumlaufe, wäre ich Arbeitnehmerin. Aber ich muss das niemandem gegenüber rechtfertigen. Als Geschäftsführerin ist es mein gutes Recht, mich nur als Beobachter mit in die Besprechung hineinzusetzen, ohne selbst das Wort ergreifen zu müssen.
Ich überließ Joachim die Moderation und passte lediglich auf, wie die Verhandlungen und Vorklärungen für den Auftrag so liefen. Das war eine gute Gelegenheit, weiter an meinem aktuellen Strickzeug zu arbeiten.
Die Besprechung lief recht glatt, so dass sie bei Standort 7 in Zukunft wohl ohne mich auskommen werden. Allmählich kriege ich das mit dem Delegieren und dem Abgeben von Verantwortung ganz gut hin.

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Hemimyriadisches Seitenjubiläum //2437

Eine Normseite besteht aus dreißig Zeilen mit bis zu sechzig Zeichen, insgesamt also maximal 1800 Zeichen.
Ich archiviere den Text meines Blogs in einem Worddokument, dessen Seiteneinstellungen so konfiguriert sind, dass die Einzelseiten Normseiten entsprechen. Das Dokument enthält den reinen Text, also keine zusätzliche Formatierung, keine Links, keine Bilder und auch nicht eventuellen Bonuscontent, den ich hin und wieder in der „Mehr“-Section veröffentliche.
Als Overhead enthält jeder einzelne Post eine Zeile für die Überschrift, eine Zeile für das Veröffentlichungsdatum, eine Leerzeile als Separator zwischen Header und Textbody, sowie zwei Leerzeilen als Separator zwischen den einzelnen Beiträgen. Um den Text zu strukturieren, stehen ebenfalls einzelne Leerzeilen zwischen den Absätzen, was für leichtere Lesbarkeit sorgen soll.

Auf diese Weise ist mit den neuesten Suchanfragen 2436 die 5000-Seiten-Marke geknackt worden. Das ist schon ein Umfang, der sich sehen lassen kann, und der für meine Ausdauer spricht, das ganze so lange durchgehalten zu haben.
Zum Vergleich: Die (Luther-)Bibel entspricht (nach mehreren unterschiedlichen Quellen) 2930 Normseiten.
Wie jeder leicht ausrechnen kann, ist der typische Blogbeitrag etwa zwei Normseiten lang.
Setzt man eine Minute pro Normseite an, würde das Lesen etwa dreieinhalb Tage non-stop dauern.

Jetzt war ich neugierig, welche Beiträge bei welchen anderen Tausender-Marken aktuell waren, und habe das nachgeschaut.
Mein Blog begann mit dem Vorwort 0 am 28. Juni 2011.
Die ersten tausend Seiten waren mit einem Blogsteckbrief 621 im Rahmen einer Blogparade am 11. Februar 2014 zusammen.
Zweitausend Seiten waren am 11. November 2015 erreicht. In Beitrag 1114 führte ich die Frau eines Kunden durch die Stadt.
Sowohl dreitausend als auch viertausend Seiten wurden durch Suchanfragen komplettiert. Am 1. Juli 2017 war das Beitrag 1590, und am 2. Februar 2019 Beitrag 2040.

Word zeigt am linken Seitenrand die fortlaufende Zeilennummer an. Offensichtlich ist diese Zahl jedoch auf 16 bit beschränkt, denn ich hatte schon zweimal einen Überlauf.
Das erste Mal war dies am 1. März 2016 beim Beitrag 1196 mit – schon wieder! – Suchanfragen, das zweite Mal am 24. August 2019 beim Beitrag 2194 mit Tweets.
Aktuell steht der Zähler bei rund 1.9E4.

Word zeigt außerdem knapp 9E5 Wörter an. Ich hoffe, dass ich es nicht verpasse, wenn die Million voll ist.

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Suchimpressionen im Aufwind //2436

Aus irgendeinem, für mich nicht ersichtlichen Grund ist die Anzahl der Suchimpressionen für mein Blog in den letzten paar Wochen stark gestiegen. Da ich außerdem auch eine Woche lang nicht dazu kam, die Suchbegriffe durchzusehen, sind mir wohl etliche neue, originelles Begriffe entgangen.
Die folgende Liste ist aber auch so lang genug. Wenn mir interessante Begriffe entgangen sind, kann ich sie auch später noch nachreichen, sofern sie sich wiederholen.
Es lohnt sich meines Erachtens durchaus, die Begriffe mit meinen Anmerkungen wenigstens mal zu überfliegen. Es sind einige schöne dabei.

„falkennovelle“
Das ist eine Kurzgeschichte aus dem Dekameron von Boccaccio.

„tanzbar gerard“
Gerard wäre schon tanzbar.

„meine lehrerin wickelt mich“
Das muss doch irgendein Verschreiber sein. Ich will’s gar nicht wissen.

„wd 40 parfum“
Der Geruch von WD 40 ist mir angenehmer, als von irgendwelchen Parfums.

„frauenarzt maschen“
Im Wartezimmer lässt es sich ganz gut stricken.

„kalte pommes“
Lassen sich wiederaufwärmen. Lecker, wenn man sie dabei mit Käse überbackt.

„kann man durch sperma schlucken schwanger werden“
Nicht, wenn man es tatsächlich vollständig runterschluckt.

„lustlöcher“
Jeder hat doch hin und wieder mal ein Motivationstief.

„dildo zum überziehen“
Meinen die einen Strap-on? Besser als das Konto zu überziehen.

„tampon wechseln mit brautkleid“
Sehr bauschige, lange Röcke könnten schon eine Erschwernis sein, und auf weißem Grund sind Blutflecken besonders auffällig.

„leutnant dino“
Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber ich muss dabei immer an das Haustier der Feuersteins denken.

„exponent runterziehen“
Hach, Potenzen machen so viel Spaß!

„mein user agent“
Schon nervig, wenn eine Website nicht angezeigt wird, bloß weil man einen anderen Browser nutzt.

„schwere kopfrechenaufgabe“
Was leicht und was schwer ist, liegt im Empfinden des Kopfrechnenden.

„gefühle für andere frau“
Meine Mutter?

„natürliche zahlen zeichen word“
Dieses große N mit dem doppelten Schrägstrich ist bestimmt irgendwo im Unicode.

„klingonisch guten morgen“
nuqneH geht für jede Art der Begrüßung.

„stiefoma anderes wort“
Stiefgroßmutter. Oder gibt’s da noch andere Synonyme?

„verrückte maschinen“
Crazy Machines ist so ein Computerspiel, bei dem man mechanische Bauteile zusammensetzen muss.

„stramme lotte“
Lieber einen strammen Max.

„mache dich verzichtbar“
Kommt drauf an, zu welchem Zweck.

„die würde des mannes ist unten tastbar“
Eher seine Freude.

„geheimeflirtkontakte“
Ach ja ..

„gleichmacherei synonym“
Ich pflege da eine Bemerkung über das Prokrustesbett zu machen.

„kondom des grauens“
Möchte ich mir nicht vorstellen.

„energy entzug“
Im Winter wird es wieder so kalt!

„moralapostel definition“
Leute, die sich selber für gut halten, das Verhalten, das sie von anderen einfordern, selbst aber nicht unbedingt einhalten.

„reply deboosting“
Wenn Twitter Antworten auf Tweets anderen Usern nicht anzeigt.

„latexgeschichten“
LaTeX ist eine Erweiterung von TeX, die es schon seit bald vierzig Jahren gibt.

„quidquid agis prudenter agas et respice finem tattoo“
Vom letzten Wort abgesehen, stimme ich dem zu.

„ich hatte sex“
Ja, vorhin erst wieder.

„pcb schulfach“
Das ist Physik-Chemie-Biologie – also Naturwissenschaften.

„weinberggleichnis“
Das mag ich nicht, schon eher den Weinbergwinkel.

„zwitter intim“
.. und so schnell geht der gedankliche Transfer zur Weinbergschnecke.

„montag der 13 april“
War heuer und davor 2015.

„wordpress dsgvo konform umgesetzt“
Wordpress?? .. ähem .. *hüstel*

„fliehendes kinn übungen“
Es soll helfen, wenn man sich daran gewöhnt, die Zunge oben am Gaumen zu halten – sog. „Mewing“.

„helium nachfüllen obi“
Flüssiges Helium umzufüllen, ist gar nicht so einfach.

„longitudinale achse“
Die Längsachse.

„rücken juckt immer an dergleichen stelle“
Vielleicht ein Insektenstich.

„erbrochenes aufwischen“
Wenn sich die Notwendigkeit ergibt, macht man das am besten möglichst schnell, um Antrocknen zu verhindern.

„raumfest“
Was weder Position noch Orientierung im Raum ändert.

„walnüsse knacken professionell“
Für den Hausgebrauch genügt ein einfacher Nussknacker, oder man haut die Dinger mit dem Hammer kaputt.

„breakpoint erzählen sie ihre geschichte“
Die ist lang. Ein Teil steht hier im Blog.

„sheldon katzennamen“
Die waren nach dem Manhattan-Team benannt.

„sex im trennungsjahr“
Warum auch nicht.

„glatt wühlmäuse“
Hä? Katzen mögen die nicht.

„im meer schwimmen“
Durch den Salzgehalt ist die Dichte höher, so dass Salzwasser besser trägt als Süßwasser.

„halbes schwein auf toast“
Das müsste ein rekordverdächtig großer Toast sein.

„watschelgang schwangerschaft“
Durch die zusätzliche Masse am Bauch wird der Körperschwerpunkt nach vorne verlagert. Um nicht umzukippen, ist es nötig, die Schultern zum Ausgleich zurückzunehmen. Dadurch entsteht ein Hohlkreuz und der watschelartige Gang. Ohne den aufrechten Gang gäbe das keine Rückenprobleme, wenn das Gewicht einfach nur wie bei vierfüßigen Säugetieren nach unten ziehen würde.

„sohn von han solo“
Wie hieß der doch gleich? Ben oder Kylo Ren.

„verena stricken“
Ich weiß nicht, ob sie das kann.

„umstandkleid weiß“, „unstandskleid schwarz“
Ich trage keine unbunte Kleidung, sondern nur Kleider of color.

„aromantik“
Das Fehlen romantischer Gefühle.

„zombie deko“
Mag ich beides nicht.

„baby yoda dildo“
Nein, danke.

„notar pforzheim“, „frauenarzt erlangen“, „pizzeria hammelburg“, „apotheke darmstadt“
Mein Blog ist kein Branchenverzeichnis.

„frivoles haus“
Lustig. Oder auch nicht.

„snape und hermine baby“
Tja ..

„neben + dativ“
Genau. 3. Fall.

„annentag 2019“
Ist jedes Jahr wieder am 26. Juli.

„théorie de la banane social media“
Krumm und gelb.

„trink meer tee“
Aus Meerwasser? Nee, danke.

„bekomme ich zwillinge teste dich“
Lässt sich im Ultraschall erkennen.

„nachthemden für schwanger“
Am besten kauft man gleich die vorne durchgeknöpften, weil die sich dann auch während der Stillzeit verwenden lassen.

„gut bezahlte ausbildungsberufe ohne mathe“
Vade retro, satana!

„innere schönheit“
Was mit dem Spekulum wohl so sichtbar ist ..

„worüber mit mädchen schreiben“
Weiß ich auch nicht.

„frauen zum orgasmus bringen“
Kein Interesse.

„pumuckl folge 2“, „doc martin letzte folge“
Mein Blog ist kein Episodenguide.

„erektion baby“
Das ist nichts ungewöhnliches.

„haargummi baby online kaufen“
So starker Haarwuchs dürfte bei Babys ungewöhnlich sein.

„foucaultsches pendel selber bauen“
Das dürfte nicht allzu schwierig sein, bedarf aber viel Platz.

„übungen gegen love handles“
INVALID_HANDLE_VALUE

„word schreibt nur noch groß“
Vielleicht ist „all caps“ eingestellt.

„lasset uns das leben genießen text“
Machen wir doch!

„lichtschwert griff“
Vermutlich sind dort die Bedienelemente für die Konfiguration untergebracht.

„orgasmus getränk“
Genug zu trinken ist wichtig.

„teste dich lange lovestory“, „lovestory teste dich“
Nein, danke.

„oh wunderbar blog“
Es freut mich, wenn anderen mein Blog gefällt.

„näherungsweise englisch“
Mein Blog ist kein Wörterbuch. Aber na gut: approximately.

„panta rhei creative“
Auch Kreativität „fließt“ und ändert sich.

„essay richtig schreiben“
Ein durchdachter, wohlformulierter Blogeintrag geht schon in die Richtung.

„migtau“
Die Aussprache von Mgtow – men going their own way.

„feder erregend“
Das Hooke’sche Gesetz bildet Grundlage für einen harmonischen Oszillator.

„gelang unicorn“
So ein Einhorn gelingt nicht immer.

„kaffee oder tee stricken“
Kaffee oder Tee sind Heißgetränke. Die kann man nicht stricken.

„offene beziehung wie ansprechen“, „polyamor“
Mein Blog ist weder Beziehungsberatung noch Paartherapie.

„stricken fäden vernähen“, „fäden vernähen beim stricken“
Ja, das habe ich immer als lästig empfunden, ist aber notwendig.

„mutter stöhnte nackt“
Es dauert noch ein paar Wochen.

„promiskuität frauen ursachen“
Spaß an unverbindlichem Sex.

„unterschied jungfrau nicht jungfrau“
Bei ersterer ist das Hymen intakt.

„bevor du fragst nein katze“
Wer lang fragt, geht lang irr. Und die Kiste bleibt vielleicht verschlossen.

„hauptsache gesund eiweiß“
Proteine sind ein wichtiger Teil einer gesunden Ernährung.

„young sheldon mediathek“
Ich nutze Mediatheken nur selten, und nur, wenn man sich nicht registrieren muss.

„meine eltern wollen kostgeld von mir“
(Erwachsenen) Kindern, die noch daheim wohnen und Geld verdienen, kann man schon zumuten, für Kost und Logis einen Beitrag zu leisten.

„spanische zahlen ausgeschrieben“
Un, dos, tres, cuatro, cinco, seis, siete, ocho, ..

„der schwanz meines sohnes“
Solch ein Atavismus ist extrem selten.

„ich muss los die schaukel wird frei“
Schaukeln macht schon Spaß.

„ich komme nicht weiter im leben“
Es ist niemals verkehrt, Neues zu lernen und sich weiterzubilden.

„gefangen im bermuda-dreieck“
In meinem Büro ist schon länger nichts mehr spurlos verschwunden, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich mehr Homeoffice gemacht habe.

„welcher hund passt zu dir teste dich“
Gar keiner. Ich mag Katzen.

„sin(x)^2 integrieren“
Mein Blog ist nicht der Bronstein.

„er möchte es langsam angehen lassen“
Vermutlich Zeitverschwendung.

„boltzmannova konstanta“
Ich kenne nur die Boltzmann-Konstante, die eine wichtige Rolle in der statistschen Thermodynamik spielt.

„sirius black als hund“
So ein großer, schwarzer Hund.

„statistik ohne angst vor formeln“
Die Formeln sind doch das Beste daran!

„paarfotos ideen“
Nebeneinander, hintereinander, übereinander, ..

„ich verzehre mich nach dir“
Huch ..

„darf man brötchen mit ins flugzeug nehmen“
Solange sie nicht flüssig sind, schon.

„geburtstag sarkastisch“
Mit zunehmendem Alter ist Sarkasmus manchmal angemessen.

„wie soll mein kind heißen test dich“
Wieso soll ich mich dafür testen?

„cos strick“
Ein Strickmuster in Kosinusform ist gegenüber dem in Sinusform nur phasenverschoben.

„todesstern kuchen“
Sollte man unten abflachen, damit er nicht vom Tisch rollt.

„dürfen katzen bratwurst essen“
Gegen ein kleines Stück ist sicher nichts einzuwenden.

„heisse kartoffeln schälen“
Ich spieße sie zum Pellen immer auf eine Gabel.

„sex im geheimen“
In der Öffentlichkeit ist es ja leider strafbar. Das heißt – ich bin schon froh, dass ich nicht überall kopulierende Paare sehen muss.

„temporärer fehlschlag beim auflösen von“
Noch mal versuchen.

„fake kontonummer generator“
Mir reichen meine echten Nummern.

„shadowban loswerden“
Abwarten und hoffen.

„pfannkuchenteig ei glibberig“
Ja. Isso.

„amatonormativität“
Die gesellschaftliche Ansicht, dass eine monogame Paarbeziehung die einzig akzeptable Lebensform ist, und alle Menschen danach streben.

„gender schreibweise sternchen“, „gender schreibweise innen“
Die Sternchen sind außen.

„darf mein chef meine private handynummer weitergeben“
Nur nach Einwilligung.

„ich hasse unpünktlichkeit“
Unpünktlichkeit ist respektlos gegenüber denen, die man unnötig warten lässt.

„danke papa dass es dich gibt“
Sollte der Dank für dessen Existenz nicht eher an die Großeltern gehen?

„wolle zum knäuel wickeln“
Meine Methode hatte ich einmal ausführlich beschrieben.

„er wollte doch aufpassen“
Viele Leute haben nur noch eine geringe Aufmerksamkeitsspanne.

„mein leben latein“
Mea vita.

„voyager konjugieren“
Ein Raumschiff lässt sich nicht konjugieren, ein französisches Verb dagegen schon.

„landhaus stapel“
Das Holz stapelt sich dahinter.

„kopftuch bondage“
Wir haben es immer gerne als Augenbinde verwendet, aber es geht natürlich auch zum Fesseln oder als Maske.

„sexus definition“
Das biologische Geschlecht.

„pfannkuchenteig klumpen“
Da hilfts nur viel rühren und Geduld.

„unus ignis quis vir multum ab audere“
Ein Feuer wer Mann viel vom wagen.

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Math and the Country //2435

Als ich zu Besuch bei meinen Eltern in der alten Heimat weilte, war ich an einem Abend bei Kathrin eingeladen.
Kathrin trifft sich immer noch einmal im Monat reihum mit einigen früheren Schulfreundinnen, die noch in der Gegend wohnen. Diesmal war (zufällig?) sie dran. Als wir telefonierten, meinte sie, dass es doch eine großartige Idee sei, wenn ich ebenfalls kommen würde. Ich hatte eigentlich keine Lust, wollte lieber die Abende in aller Ruhe und entspannt auf dem Sofa verbringen. Aber Kathrin gab nicht auf, rief mich täglich wieder an, um mich für dieses Treffen zu begeistern, was es doch für einen Spaß machen würde, bis ich schließlich zermürbt nachgab.

Teilweise stimmte Kathrin’s Freundeskreis in der Schulzeit mit dem meinen überein, teilweise auch nicht. Wie auch immer – die anderen Frauen waren mir noch aus der Schulzeit halbwegs bekannt.
Aber – du meine Güte! – was sind die alle alt geworden! Liegt es an meiner subjektiven Wahrnehmung, oder ist die Zeit mit meinem Aussehen tatsächlich großmütiger umgegangen? Ganz ohne ein paar graue Haare und ein paar Lachfältchen habe ich die Jahrzehnte auch nicht überstanden, aber ich bilde mir ein, noch ohne weiteres für Ende 20 durchzugehen.
Ganz besonders erschreckte mich eine der früheren Mitschülerinnen. Sie war damals wirklich hübsch gewesen, vielleicht das umschwärmteste Mädchen des Jahrgangs, hatte immer wieder neue Orbiter. Aber mittlerweile ist von ihrer Attraktivität nichts mehr übrig. Sie ist stark gealtert und ziemlich dick geworden. Da nützen auch die gefärbten Haare und die auf jugendlich gestylte Frisur mit Undercut nichts [eher im Gegenteil].

Eine andere der damaligen Mitschülerinnen hat Medizin studiert und arbeitet jetzt in einer Klinik in der Nähe. In unserer Schulzeit ist sie niemals über solides Mittelmaß hinausgekommen. Jetzt ließ sie keine Gelegenheit verstreichen, zu erwähnen, dass sie Ärztin sei und promoviert.
Irgendwann nervte das sogar Kathrin, der es plötzlich einfiel, darauf hinzuweisen, dass ich vor zwei Jahren ebenfalls promoviert habe. Daraufhin wollten alle wissen, worüber. Keine hatte damals Mathematik-Leistungskurs. Ihre MINT-Bildung beschränkt sich auf bestenfalls etwas Biologie. Hätte ich ihnen gesagt, dass sie es eh nicht verstehen werden, hätten sie es mir vielleicht nicht geglaubt, oder wären gar beleidigt gewesen. [Was z.B. Medizinstudenten im physikalischen Grundpraktikum machen müssen, ist höchstens auf dem Niveau: „Mischen Sie x ml Wasser mit y ml Alkohol, und notieren Sie das Volumen der Mischflüssigkeit.“]
Also bat ich Kathrin um einen Zettel Schmierpapier und einen Stift, um grob ein paar Formeln und Visualisierungen aufzuskizzieren. Wie erwartet, kapierten sie nichts. Aber möglicherweise tat es ihnen ganz gut, mal die eigenen harten Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

Die Mütter unter meinen ehemaligen Mitschülerinnen versuchten sich mit Schauergeschichten über ihre Entbindungen und Wochenbetten gegenseitig zu übertrumpfen. Warum macht man so etwas (in Anwesenheit einer Hochschwangeren)? Das werde ich wohl nie verstehen. Und selbstverständlich hatten angeblich alle einen viel dickeren Bauch gehabt als ich jetzt.
Das Thema verlagerte sich endlich auf die (sofern aktuell vorhanden) Ehemänner oder Lebensgefährten. Die Gesprächsbeiträge waren eine merkwürdige Überlagerung aus Schwärmerei für den jeweiligen Göttergatten und Lästerung über denselben.
Ich hielt mich zurück, weshalb sich Kathrin wohl bemüßigt sah, mich mit in die Unterhaltung einzubinden. „Isser jedz eichendlich scho sechzich?“, fragte sie an mich gewandt.
„Noch lange nicht.“ Anderthalb Jahre sind eine lange Zeit. Bis dahin hat unser Nachwuchs voraussichtlich bereits seine ersten Schritte gemacht.

Ich fuhr schließlich mit dem (nur noch selten benutzen – aber das wäre fast schon wieder eine andere Geschichte) Auto meines Vaters, das ich mir ausgeliehen hatte, wieder zurück zu meinem Elternhaus.

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Sommerurlaubsblogpause.dump(2020); //2434

Zwar musstet ihr auf meine jüngsten Erlebnisse in der alten Heimat warten, dafür hatte ich inzwischen mehr Zeit, ausführlicher und ein paar zusätzliche Details zu schreiben.

Die Abfahrt von Carsten und mir hatte sich verzögert, so dass wir etwas später in der alten Heimat ankamen, als meine Eltern normalerweise zu Mittag essen. Diese hatten aber auf uns gewartet, so dass wir gemeinsam essen konnten.
Es war für nachmittags nur Kaffee und Kuchen bei meiner Schwester geplant, um den Geburtstag meiner Mutter nachzufeiern. Sonst hatte sie meist mehr Verwandtschaft und Freunde eingeladen, heuer blieb es (auch wegen Corona) im kleinen Kreis.
Das war mir ganz recht. Sabine’s Kinder, insbesondere David, sorgten ohnehin für genügend Trubel.
Nach dem Abendessen – wieder bei meinen Eltern – verabschiedete sich Carsten, um zurück zu fahren. Ich blieb bei meinen Eltern.

Im Wesentlichen war es dort eine ruhige Zeit. Ich machte ein paar kleine Spaziergänge allein (und wurde dabei mehrfach von Leuten angesprochen, die mich anscheinend kannten, ich sie aber nicht) oder zweimal auch mit David.
David stellte mir alle möglichen und unmöglichen Fragen zu meinem Bauch und dem zukünftigen Baby. Er erzählte, dass seine Mutter ihm erklärt hätte, dass er bald Cousin würde, sein Vater aber gesagt hätte, er sei der Vetter. „Ich bin doch ned fedd“, regte er sich auf, und rief zur Bekräftigung: „nein, nein! Obber Dande Anne“, wollte er wissen, „wenn ich doch der Kusseng bin, dann döff ich dem Bäbi doch ach Küss gegeb, gell?“ Ich drückte mich um eine Antwort herum, indem ich ihm erklärte, dass Cousin ganz anders geschrieben wird, weil es ursprünglich französisch ist.

Seit wenigen Monaten wohnt neben meinen Eltern eine neue Nachbarin (pensionierte Lehrerin aus einem anderen Bundesland – bei erstbester Gelegenheit erzählte sie mir ihre Lebensgeschichte). Mir fiel immer wieder auf, wie vertraut sie bereits mit sämtlicher Nachbarschaft ist. Mit allen klatscht, ratscht, tratscht und schäkert sie kumpelhaft herum. Das habe ich in den fast zwei Jahrzehnten, in denen ich dort wohnte, nie geschafft. Wie geht so etwas? (Nicht dass ich das selbst wollte, ich frage aus rein abstrakt-akademischem Interesse.)
Mindestens täglich taucht sie in meinem Elternhaus auf. Wann immer sie mich sah, versuchte sie mir irgendwelche Bachblüten aufzuschwatzen. Warum akzeptieren solche Frauen nicht einfach ein unmissverständliches Nein?

Ein paar Mal war ich bei Sabine daheim, wo ich Gelegenheit hatte, online zu gehen (ich musste zunächst mal den Internet-Router konfigurieren – die hatten u.a. nur ungesichertes WLAN, und das rund um die Uhr). Ihre Kinder sind ja in den Ferien alle daheim (eventuelle andere Vorhaben waren wegen Corona gecancelt), so dass da immer einiges los war. Deshalb blieb ich nicht allzu lange. Ich habe ein ziemliches Ruhebedürfnis entwickelt, wofür Sabine auch Verständnis hatte, ihre Kinder dagegen nicht unbedingt.

Mein Vater steckte mir einige hundert Euro zu, weil ich und das Kind das Geld später sicher brauchen würden. Meine Einwände, dass das nicht nötig sei, und ich lieber ablehnen würde, ignorierte er.

Zwischendurch hatte ich immer wieder Zeit, an meinem neuesten Forschungsprojekt zu arbeiten. Daheim mit ständigem Online-Zugang als Ablenkung wäre ich bestimmt nicht so weit gekommen. So schmökerte ich abwechselnd in Fachbüchern, und versuchte, die beschriebenen Gegebenheiten und Sachlagen mit meinem Formalismus abzugleichen. Bislang blieb es beim Versuch. Aber was nicht passt, wird passend gemacht. So geht Wissenschaft.

Einen Abend verbrachte ich bei meiner Cousine Kathrin. Der Bericht dazu ist umfangreich genug, um für einen eigenständigen Post auszureichen.

Nach mehreren Tagen kam Carsten dann abends wieder hergefahren, um mich abzuholen. Mit offentlichen Verkehrsmitteln heimzufahren, wäre für mich schon alleine deshalb nicht möglich gewesen, weil ich noch etliches Babyzeug zu transportieren hatte. Das war sicher ein hinreichender Grund, nicht mit Bauch, normalem Gepäck und Schutzmaske dreimal umsteigen zu müssen. Die Herfahrt nutzte Carsten dann gleich, um (nach Absprache) eine Kiste Birnen aus eigener Ernte mitzubringen, die meine Mutter einkochen wollte.
Wir aßen noch gemeinsam zu abend, währenddessen meine Mutter mir versprach, für mich zu beten, damit es eine leichte Geburt würde, wenn sie selbst schon nicht zu meiner Unterstützung kommen würde.
Schließlich brachen Carsten und ich wieder auf, um in die Stadt heimzufahren.

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Außer Phase //2433

Es ist September. Eigentlich wäre ich längst in der Schutzfrist. Da ich aber nicht abhängig beschäftigt bin, gilt die für mich nicht.

Aufmerksame Blogleser haben es bereits gemerkt, dass ich heute von meinem Schema abweiche, nur an geraden Tagen zu bloggen.
Ich möchte im September nur unregelmäßig bloggen. Höchstens ein Eintrag pro Tag – das bleibt. Wie viele Einträge es jetzt insgesamt werden, kann ich jetzt noch nicht sagen (vermutlich eher weniger als sonst).
Jedenfalls will ich mich nicht auf einen festen Rhythmus festlegen. Denn wenn ich den mal nicht einhalten kann oder will, könnten daraus unerwünschte Rückschlüsse geschlossen werden. Das will ich vermeiden.
Normalerweise blogge ich früh am Morgen, aber auch das soll sich im September ändern.

Für den Oktober beabsichtige ich – ohne dies aber versprechen zu können – erst mal wieder die bisherige Bloghäufigkeit an jedem geraden Tag.
Ich hoffe, dass mir das hilft, eine stabile Tagesstruktur zu finden.

Den Blogeintrag über die Woche in der alten Heimat habe ich nicht vergessen. Er steht als nächstes auf meiner Blogagenda.

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Tweets am 5. Sonntag //2432

Am letzten Wochenende sind die Tweets ausgefallen, da ich verreist war. Dieser August hat aber ja fünf Wochenenden, so dass ich dennoch zwei Tweeteinträge in diesem Monat bringen kann. Diesmal sind es die aus dem Zeitraum vom 31. Januar bis 16. Februar.

Verhörer des Tages: Oldtimer statt Alzheimer
Zur Überbrückung //2322 Zweitausenddreihundertzweiundzwanzig
Heute Abend #Date mit einem großartigen, wunderbaren Mann.
+Wenn ich doch nur nicht so #müde wäre.
Verleser des Tages: Perversen statt Personen
Dieser #Edge nervt heute mal wieder ganz besonders.
Nicht für die Ewigkeit //2321 Zweitausenddreihunderteinundzwanzig
Papierkrieg mit Behörde. Dagegen ist sogar der Schwachsinn der selbstermächtigten Aboli-Sittenpolizei eine willkommene Abwechslung.
Verschreiber des Tages: Schreibwiese statt Schreibweise
Orthogra .. wie schreibt man das? //2320 Zweitausenddreihundertzwanzig
Verleser des Tages: Popperoni statt Pepperoni
„Was hast du da in der Hosentasche?“ – „Du darfst raten. Es ist hart, .. recht lang, .. hat einen rundlichen, roten Kopf, .. und wenn du dran rumreibst, wird’s heiß.“ #Rätsel
Nerds Like Us //2319 Zweitausenddreihundertneunzehn
MA: „Frau Dr Nühm, mein Ständer ist kaputt.“ – Ich: „Oh je!“ – MA: „Ich hab schon einen neuen, aber brauche Werkzeug, um ihn auszutauschen.“ – Ich: „Fragen Sie in der Mechanikwerkstatt. Die werden da schon einen passenden Inbusschlüssel haben.“ Immer wieder #Fahrradprobleme.
Verhörer des Tages: klebend statt lebend [gebärend]
Originalersatz //2318 Zweitausenddreihundertachtzehn
Ich glaube, ich statte heute dem IT-Jour-fixe mal einen Überraschungsbesuch ab.
Heute sturmbedingt nur verkürzte Mittagspause.
Verschreiber des Tages: breit statt brexit
Das Studium und das liebe Geld //2317 Zweitausenddreihundertsiebzehn
Mohnkuchen mit Rosinen. Igitt. Bäh. *würg*
Verleser des Tages: [kostenlose] Kätzchen statt Kitaplätze
„Weißt du, was passiert, wenn ein opakes Objekt in den Strahlengang gerät?“ – „Das Licht geht nicht durch.“ – „Dann geh bitte vor dem Fernseher weg, du opakes Objekt!“
Fakten und logische Argumente sind patriarchale Konstrukte!
Verhörer des Tages: [sieht] ungefickt statt ungepflegt [aus]
Einst im Mai //2316 Zweitausenddreihundertsechzehn
Noch ein bisschen warten, dann fahren wir wieder auf’s Land. Hoffentlich passt das Wetter.
Hab mich jetzt doch noch zur Hausarbeit aufgerafft.
OK, mir reicht’s. Ich gehe heute etwas früher ins #Wochenende.
Verleser des Tages: beruhigende statt beruhende [Methode]
7.2. ~ 7*2 #eTag //2315 Zweitausenddreihundertfünfzehn
Mitarbeiter hat Geburtstagskuchen verteilt. Jetzt rülpst man im #Nerdtopia um die Wette.
Verschreiber des Tages: Einmaischung statt Einmischung
Der Kampf gegen [#Dummheit| #Ignoranz| #Borniertheit| #Bigotterie| #DoubleStandards| #Faktenresistenz| #Realitätsverweigerung| #Hypokrisie| #Pharisäertum| #Heuchelei| #Scheinheiligkeit| #Doppelmoral] ist so frustrierend.
Topologie einer Begegnung (letzter Teil) //2314 Zweitausenddreihundertvierzehn
Verleser des Tages: befürchten statt befürworten
Topologie einer Begegnung (vorletzter Teil) //2313 Zweitausenddreihundertdreizehn
Verhörer des Tages: Nacktwanderung statt Nachtwanderung
Alles nur für den Schein //2312 Zweitausenddreihundertzwölf
„Ist das nicht Hochwassergebiet?“ – „Schon, aber das macht nichts. Ich wohn ja im dritten Stock.“
Frühlingsgefühle im Februar.
Verleser des Tages: Fischweibern statt Fischweihern
Lieblingszahl //2311 Zweitausenddreihundertelf
Verschreiber des Tages: kratzbrüstig statt kratzbürstig
Soll ich mich trauen, das Sauerkraut mit Ananasstücken und Kokosraspeln zu kochen? #breakpointKocht
Verleser des Tages: [die] Fahrerin statt Fahrbahn [war feucht]
Findige Versucher //2310 Zweitausenddreihundertzehn
Beim Heimweg gehe ich noch beim Discounter vorbei, um einzukaufen. Lange Schlange an der Kasse. Alter Mann zwinkert mir zu, und lässt mich vor, weil er einer „so schönen Dame doch gerne den Vortritt“ lässt.
+Hab die Sache abends meinem Mann gegenüber erwähnt. „Der wollte dir doch nur auf den Hintern schauen.“ Als ob mir das nicht bewusst gewesen wäre.
+Wenn ich nicht wollte, dass Männer mir auf den Hintern schauen, würde ich keine so engen Röcke tragen.

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Sommerurlaubsblogpause.end(2020); //2431

Gestern Abend hat Carsten mich aus der alten Heimat abgeholt. Ich bin also wieder da.
Wenn ich nicht gleich heute Morgen einen Arzttermin hätte, wäre ich wohl noch bis zum Wochenende geblieben.

Es gibt zwar einige Dinge, die ich im Blog festhalten will, aber die schaffe ich jetzt nicht, auf die Schnelle zu schreiben. Da müsst ihr euch bis nächste Woche gedulden.

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Sommerurlaubsblogpause.start(2020); //2430

Bereits am Jahresanfang hatten wir uns darauf geeinigt, aus Gründen heuer im Sommer keine größere Urlaubsreise anzutreten. Das hatte damals noch überhaupt nichts mit Corona zu tun.
Eine längere Flugreise wäre mir im derzeitigen hochangeregten Zustand einfach zu beengt und beschwerlich gewesen, und die Strahlenbelastung wollten wir auch besser vermeiden. Ausland musste ebenfalls nicht sein. Stattdessen hatten wir vorgesehen, nicht allzuweit von hier in einem Wellnesshotel eine Woche lang zu entspannen. Kleinere Spaziergänge, Pool, einfach relaxen. Und gutes Essen soll es auch in Deutschland geben.

Aufgrund von Corona überlegten wir es uns dann aber anders. Wir schwankten eine Zeitlang hin und her zwischen verschiedenen Optionen, entschlossen uns schließlich nach einem längerem Entscheidungsfindungsprozess (den ich nicht detailliert wiedergeben möchte), dass ich einige Tage bei meinen Eltern in der alten Heimat verbringen werde.
Carsten fährt mich hin, dann feiern wir den Geburtstag meiner Mutter nach, und er fährt abends wieder zurück.
Heute am späten Vormittag geht es los.

Ich bleibe dann etwa eine Woche dort, und ruhe mich aus. Ich freue mich schon auf das Essen dort.
Bis ich wiederkomme, hat das Blog Pause. Bei meinen Eltern gibt es kein Internet. Ich kann höchstens vielleicht mal bei meiner Schwester zwischendurch online gehen.

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Sexus arcanus //2429

Vor diesem Thema habe ich mich eine Zeitlang herumgedrückt, obwohl es mich schon lange beschäftigt. Aber es hilft ja nichts, früher oder später muss ich es hier thematisieren.

In Anbetracht unseres Alters wäre es fahrlässig und unverantwortlich gewesen, keine Chromosomenuntersuchung unseres Nachwuchses zu machen. Als Nebenprodukt erfuhren wir auch gleich noch das Geschlecht unseres Kindes.
Wenn Bekannte fragen „was wird es denn?“, so ist das ein Schmarren. Ein Kind im Mutterleib „wird“ nicht erst, sondern „ist“ bereits. Die Chromosomen bestimmen eindeutig das Geschlecht. Da wird auch nichts nach der Geburt „zugewiesen“, wie es die konstruktivistischen Genderdingsda*_:Innen immer wieder behaupten.
Wenn manche Eltern dann sinngemäß antworten „das ist uns egal, Hauptsache gesund“, gehe ich damit konform, dass Gesundheit das Wichtigste ist, aber das Geschlecht ist mir keinesfalls gleichgültig. Das Geschlecht eines Menschen ist ein ganz bedeutsamer Faktor für sein Wesen und seine Persönlichkeit. So etwas ist überhaupt nicht „egal“. Beides wäre uns recht gewesen, aber nicht egal.

Wie gesagt, wir wissen es bereits längst. Aber das bedeutet nicht, dass ich es hier publizieren werde. Ich werde, solange es irgend möglich ist, das Geschlecht meines Kindes nicht nennen. Nur soviel verrate ich, dass es – wie 99.9% aller Menschen – ein eindeutiges Geschlecht hat – „dya“ auf Gender-Neusprech.
Auf ein Pseudonym hier im Blog werde ich mich erst einmal nicht festlegen. Das kann ich immer noch, sofern es irgendwann nötig werden sollte. Vorläufig wird ein Platzhalter genügen müssen.
Es kann schwierig werden, durch Artikel oder Pronomina, darüber zu schreiben. Wenn ich es als „es“ referenziere, so bezieht sich das auf die Ausdrücke „das Baby“, „das Kind“ oder sonst ein Diminutiv, hat keinesfalls mit irgendwelchen Genderausdrücken zu tun. Auch wenn ich generische Formen nutze, ist damit kein Rückschluss auf das Geschlecht möglich, sondern ich abstrahiere dadurch lediglich sprachlich weg vom spezifischen Geschlecht.
Ich weiß noch nicht so ganz, wie ich das am konsistentesten hier im Blog handhaben werde. Wichtig ist mir klarzustellen, dass diese Obfuskation nichts mit Genderkram, Rosahellblaufalle, „Gender Creative Parenting“ und dergleichen zu tun hat. Ich will meine Familie lediglich in der Öffentlichkeit schützen. Ein „es“ als Pronomen soll keine Respektlosigkeit gegenüber dem Kind darstellen, sondern dient ausschließlich unserer Anonymität. Wenn ihr mal ungewöhnliche Sprachkonstruktionen oder Wildcards (nicht zu verwechseln mit Gendersternchen) hier lest, so sollen die für eine geschlechtsunabhängige (nicht zu verwechseln mit „geschlechtergerecht“ oder geschlechtsneutral) Formulierung sorgen.

Ich bin der Ansicht, dass jedes Kind den Anspruch darauf hat, als das Geschlecht beachtet zu werden, das es ist. Entsprechend werde ich nicht den Versuch einer geschlechtsneutralen Erziehung unternehmen. Das Eingehen auf geschlechtertypische Gepflogenheiten gibt dem Kind Orientierung, Halt, Stabilität und Sicherheit. Schließlich haben Jahrtausende der Evolution signifikante Unterschiede im statistischen Mittel der Mentalität, der Bedürfnisse und Interessen von Jungen und Mädchen ausgeprägt. Es ist ignorant, dies zu leugnen und abzustreiten.
Selbstverständlich wird mein Kind aber auch die Möglichkeit erhalten, mit untypischem Spielzeug zu spielen. Sollte es dies tatsächlich vorziehen, so ist das auch OK, und ich werde mich anpassen und mich damit arrangieren. Aber ich werde das bestimmt nicht forcieren.

Für euch bleibt das Geschlecht meines Kindes also in einer Blackbox verborgen, aber immerhin nicht in der Schrödingerkiste. Die Katze lebt!

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Der heiße Schwanz //2428

Nach meinem neuen Zeitschema ist heute Keine-Tweets-Wochenende. Ich hatte euch ja nach Vorschlägen gefragt, was ich stattdessen bloggen soll, aber da kam nichts, was ich tatsächlich umsetzen möchte.
Also nutze ich den heutigen Tag, um (wieder einmal) einen unvollendeten Entwurf loszuwerden. Den folgenden Text habe ich bereits seit mehreren Jahren bei meinen Blogentwürfen. Ich hatte damals angefangen zu schreiben, wurde dann aber unterbrochen und aus meinem Schreibfluss gerissen. Hätte ich damals den Text fertigschreiben können, wäre bestimmt ein ganz nettes Essay herausgekommen. So jedoch fristete der angefangene Text seither ein Schattendasein. Ich fand einfach nicht mehr die Inspiration, an dieser Stelle weiterzuschreiben. Es gelang mir lediglich, noch ein paar Stichworte zu notieren, die ich eigentlich weiter hätte ausführen wollen. Nennt es meinetwegen Schreibblockade, aber mehr als noch ein oder zwei weitere Sätze, habe ich seither nicht geschafft, auch nicht die thermodynamische Erklärung, warum der Titel so gut passt. Und teilweise weiß ich selbst gar nicht mehr so richtig, auf was ich eigentlich hinauswollte. Bevor jetzt dieser betagte Text noch weiter meine Festplatte nutzlos okkupiert, kriegt ihr heute diesen angefangenen Teil zu lesen, weil ich ihn auch nicht löschen will, und das Thema dann endlich mental abhaken kann.

Statistik ist ein Thema, zu dem unzutreffende Vorstellungen weit verbreitet sind.
Natürlich kann ich im Rahmen eines Blogeintrags keine umfassende Abhandlung darüber schreiben, aber ein paar Stichpunkte und Gedanken dazu sind möglich.
Viele Häufigkeitsverteilungen können (zumindest näherungsweise) durch die Gauss’sche Normalverteilung (AKA Glockenkurve) beschrieben werden. Die Dichtefunktion hat als Parameter den Mittelwert my (hier identisch mit dem Wert, bei dem die Dichtefunktion maximal wird) und die Standardabweichung sigma.
Zwei getrennte (für unsere Betrachtung gleich große) Ensembles können für die gleiche Messgröße unterschiedliche Mittelwerte und unterschiedliche Standardabweichungen haben.
Betrachten wir zunächst den Fall gleicher Mittelwerte. Integriert man die Dichtefunktion, erhält man ihre Verteilungsfunktion, die in diesem Fall auch Error Function genannt wird. Für unterschiedliche Standardabweichungen finden wir trotz gleichen Mittelwertes für die größere Standardabweichung deutlich mehr Vorkommnisse für sehr große und sehr kleine Messgrößen. Um den Mittelwert herum herrscht dagegen das Ensemble mit der kleinen Standardabweichung vor.
Als nächstes schauen wir uns den Fall an, in dem die Standardabweichungen gleich, aber die Mittelwerte unterschiedlich sind.

Weiter bin ich nicht gekommen, habe bloß die Begriffe „FWHM“ (also Full Width at Half Maximum) und „mehrgipflig, unsymmetrisch, Median“ notiert, auf die ich noch eingehen wollte.
Dann hatte ich später noch folgenden Satz zur Poisson-Statistik hinzugefügt:
„Die Poisson-Statistik beschreibt oft seltene Ereignisse recht gut. Die Fragestellung ist etwa, wie häufig ein bestimmtes Ereignis pro Zeiteinheit auftritt, wobei die Zeiteinheit passend gewählt werden muss.“

Geplant wäre dann u.a. gewesen, zur Maxwell-Boltzmann-Verteilung von (idealen) Gasen zu kommen. Der auslaufende Zipfel für große Energien (also „heiß“) wird auch Maxwell-Schwanz genannt, und bestimmte den Titel des Posts.
Schließlich hatte ich mir dazu noch den Satz
„Man darf aber getrost davon ausgehen, dass relativistische Effekte keine nennenswerte Rolle spielen.“
notiert. Ja, irgendwie ist mir jetzt wieder klar, warum ich so lange keine Lust hatte, das alles genauer auszuführen.

Blöder, unfertiger, zusammengestückselter Text .. ich weiß .. aber dafür bin ich ihn jetzt endlich los.

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Die verschlungenen Wurzeln der Erkenntnis //2427

Mit Severin habe ich noch fachlichen Kontakt. Er promoviert inzwischen bei Holger, beschäftigt sich aber auch hin und wieder mit anderen Themen.

So hat er in einem völlig anderem Gebiet, das ich vorher niemals im Visier hatte und mich damit überhaupt nicht auskenne, einen möglichen Anwendungsfall für meine mathematischen Forschungen gefunden. Ich hatte das selbst ja immer für völlig zweckfrei gehalten, aber es sieht tatsächlich so aus, als könnte es in dem besagten Gebiet eine sinnvolle Verwendung finden.
Überraschenderweise ist dieses neue Gebiet viel näher an der Anschaulichkeit des Alltagslebens, als es die Hochenergietheorie ist – also eigentlich überhaupt nicht (naja – sagen wir kaum) abgehoben.

Dies ist ungeheuer spannend, ich muss mich selbst aber erst einmal einarbeiten, was der bisherige Stand ist. Das wird mich länger beschäftigen.
Am liebsten hätte ich mich spontan mit Benjamin getroffen, um mit ihm darüber zu sprechen. Aber er ist derzeit mit den Vorbereitungen für seinen Umzug beschäftigt und momentan noch nicht einmal hier in der Stadt, so dass ich leider erst einmal auf seinen fachlichen Input dazu verzichten muss.

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Rückblick 1. Halbjahr 2020 //2426

Für mich stand von Januar bis Juni 2020 vor allem meine Schwangerschaft im Mittelpunkt, auch wenn ich im Blog anfangs gar nicht und später nur wenig darauf eingegangen bin.
Ein anderer Schwerpunkt des ersten Halbjahres war natürlich Covid19 sowie die Gegenmaßnahmen und Auswirkungen.
In diesem Rückblick möchte ich aber chronologisch rekapitulieren, worüber ich gebloggt habe.

Vom Winterurlaub zurückgekehrt, ging ich es erst mal langsam an, als mich ein (eigentlich harmloser) grippaler Infekt erwischte.
In der Firma gab es einige Umstrukturierungen, bzw. Planungen dafür, über die ich im Blog aber nicht ausführlich geschrieben habe.
Im März schaffte ich noch eine Reise zu Standort 4 sowie zu einem Fachkongress, bei dem ich Sebastian wiedertraf. Andere geplante Reisen und Vorhaben fielen den Corona-Maßnahmen zum Opfer.
Seit Ostern blogge ich nur noch an geraden Tagen (das werde ich wohl bis auf weiteres auch noch so beibehalten, obwohl ich inzwischen den Eindruck habe, dass es allmählich wieder mehr Blogstoff gäbe – aber so brauche ich mir wenigstens keinen Druck zu machen, und manchmal über völlig bedeutungslose Banalitäten schreiben).
Am Muttertag klappte es, dass wir meine Eltern in der alten Heimat besuchen konnten.

Ein paar kleinere Erlebnisse, über die ich auch gebloggt habe, hätte ich hier vielleicht erwähnen können, aber ihnen fehlt die wesentliche Relevanz, so dass ich’s gelassen habe.
Wer interessiert ist, kann es ja gerne nachlesen.

Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass die aktuelle Spamwelle immer noch nicht verebbt ist. Seit Mai (?) geht hier etwa minütlich ein Spamkommentar ein. Anfangs ging ich davon aus, dass der Spuk nach ein paar Tagen wieder vorbei ist. Aber unter Schwankungen hält er immer noch an.
Wordpress löscht die Spamkommentare automatisch nach etwa zwei Wochen (?). In dieser Zeit kumulieren sie sich auf. Zeitweise waren im Spamordner schon über 30000 Kommentare, dann wieder sinken sie mal auf unter 17000. In diesem Bereich etwa oszilliert das Aufkommen hin und her. Fast alle sind vom gleichen Typus, nämlich ein spanischer Dank, und die Frage, wie man eine Session beginnt. Absendername, Mail- und IP-Adresse wechseln jedesmal.
Das Problem hält bisher auch im 2. Halbjahr an, und hat jetzt ebenfalls, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß, auf meinem Auschfrei-Blog begonnen.

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Abschiedsgrillen //2425

Verena ist jetzt mit ihrer Ausbildung fertig, und wird in Kürze – so wie sie es schon länger vorhatte – mit ihren Kindern wegziehen.
In dem Bundesland, in das sie ziehen werden, fängt das neue Schuljahr schon bald an, so dass nicht mehr viel Zeit bleibt. Sophie kommt dort in die zweite Klasse.
Carsten ist alles andere als begeistert, hatte aber die Idee, noch einmal zusammen mit seiner Tochter und deren Kindern ein Abschiedsfest zu feiern. Heuer hatten wir eh noch nicht gegrillt. Was lag näher, als eine Abschiedsfeier auszurichten?

Noch gilt die Begrenzung auf 10 Personen für private Feiern, und das reicht auch wirklich. Wir überlegten also, wen wir noch einladen könnten. Über Sonja waren wir uns sofort einig. Schließlich hatte Verena mit ihren Kindern die letzten Jahre bei jener gewohnt. Bei Gideon zögerten wir. Carsten lud ihn schließlich doch ein, aber er sagte aus Zeitgründen ab. Norbert hätten wir gerne dabei gehabt, aber auch dieser hatte bereits etwas anderes vor.
Damit war die in der Region ansässige Verwandtschaft schon mal abgehandelt. Verena wollte zwei Freundinnen (solange es nur nicht Nina war!) dabei haben, von denen eine aber ablehnte. Somit waren wir bei 7 Personen.
Da Norbert nicht dabei sein würde, schlug ich vor, Yvonne zu fragen. Sie wohnt zwar inzwischen weiter weg, hat aber anfangs (d.h. früher, als sie noch mit Norbert zusammengelebt hat) öfter auf die Kinder aufgepasst. Sie wollte erst nicht, bis Carsten ihr anbot, im Landhaus zu übernachten, um sich den langen Heimweg nachts zu ersparen.
Mir fiel ein, dass Benjamin ebenfalls demnächst wegzieht, und meinte, wir könnten ihn doch auch einladen. Sonst werde ich ihn nicht mehr treffen können. Er verzichtet auf eine eigene Abschiedsparty. Carsten lehnte erst ab, erklärte sich aber einverstanden, als ich das Zugeständnis machte, dass Astrid Hilflo-Seerbin kommen dürfe.
[„Wir haben eh schon Frauenüberschuss.“
„Astrid ist so alleine und einsam, seit sie ihren Mann verloren hat.“
„Hat sie keine eigenen Freunde, mit denen sie ihre Zeit verbringen kann?“
„Einige haben sich zurückgezogen. Es täte ihr bestimmt gut, wenn sie mal in ein ganz anderes Umfeld mit neuen Leuten käme.“
„Da ist so eine Abschiedsfeier natürlich ideal!“, bemerkte ich sarkastisch.
„Ich werde sie einladen“, entgegnete er entschieden, „meinetwegen kannst du ja Benjamin fragen, ob er kommen mag.“]
Bei diesen Gästen beließen wir es dann.

Zur eigentlichen Feier will ich gar nicht allzu ausführlich werden.
Wie vereinbart hatte Carsten Grillgut und nicht-alkoholische Getränke (wer alkoholische Getränke wollte, hätte sich selber darum kümmern müssen) besorgt, Sonja und Verena brachten Salate und Brötchen mit.
Sonja und Yvonne hatten sich schon lange nicht mehr gesehen, und unterhielten sich längere Zeit. Ich war froh, noch einige Zeit mit Benjamin verbringen zu können. Wir fachsimpelten und tauschten noch ein paar letzte Ideen aus. [Er erzählte mir auch, dass Teresa mittlerweile einen neuen Partner habe. Vielleicht hat sie dann wenigstens mich nicht mehr so auf dem Kicker, wenn sie mir mal wieder über den Weg läuft.]

Die Kinder wechselten sich auf der Schaukel ab, obwohl die ihnen eigentlich zu groß war. Zum soundsovielten Mal fragten sie mich, ob es nicht doch möglich wäre, dass ihr Halbtankel käme, bevor sie wegzögen. Sie würden es noch so gerne sehen. Ich versprach Sophie und Niklas zum wiederholten Mal, dass ihr Opa ihnen ganz sicher ein paar Fotos schicken würde.
„Wie kann es denn sein, dass ein Opa wieder Papa wird?“, wollte Niklas wissen.
„Da fragst du den Opa am besten selbst“, antwortete ich.
Die Kinder zogen davon, um zu Carsten zu gehen. Leider habe ich seine Antwort nicht mitgekriegt.
Irgendwie werde ich die beiden wohl doch vermissen.

Carsten grillte, zeitweise unterstützt von Verena, die sich aber dann um ihre Kinder kümmern musste, und sich zwischendurch mit ihrer Freundin unterhielt. Frau Hilflo-Seerbin sprang als Grillhelferin ein, stellte sich aber so ungeschickt an, dass sie ihr buntes Sommerkleid mit Senf vollkleckerte, woraufhin sie von Sonja und Yvonne betüdelt wurde.
Es ist ein neckisches Spielchen zwischen Carsten und mir, dass er vorgibt, er wolle mir keine Bratwurst geben. Auch diesmal lehnte er meinen Wunsch zunächst ab, gab aber nach, als ich ankündigte, mir eben eine große Banane aus der Küche zu holen. Naja, bei so überwiegend anwesenden Frauen hätte das Verzehren eh keinen Spaß gemacht.

Die Feier zog sich nicht allzu lang in den Abend, als die Gäste sich nach und nach verabschiedeten. Nur Yvonne blieb über Nacht, und frühstückte am nächsten Morgen noch bei uns, bevor auch sie wieder zu sich heimfuhr.

[Es könnte möglicherweise sein, dass ich ein recht unartiges Mädchen war, als ich Frau Hilflo-Seerbin Benjamin als meinen Doktorvater vorstellte. Vielleicht sprach ich zufällig dabei ziemlich undeutlich, so dass sie stattdessen nur „D*rVater“ verstanden hat, und jetzt glaubt, er wäre der Vater des Babys. Aber vielleicht habe ich mir das ja auch nur ausgedacht und nicht wirklich in die Tat umgesetzt. Oder es ist ohne Absicht rein versehentlich tatsächlich doch so passiert, weil Frau Hilflo-Seerbin etwas schwerhörig ist. Aber was weiß ich schon. Die Katzenkiste bleibt zu.]

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Tweets und Twittereien //2424

Bevor es meine früheren Tweets vom 12. bis 31. Januar gibt, möchte ich vorher noch zwei weitere Punkte Twitter betreffend ansprechen:

Vor kurzem ist es mir nach einer lebhaften Diskussion passiert, dass ich im Suchbann, sowie Search Suggestion Ban gelandet war. Ich überprüfe diesen Status gelegentlich, und bin schon fast daran gewöhnt, zeitweise unter Reply Deboosting zu stehen. In der vorangegangenen Diskussion war ich mehrmals geblockt worden (vorzugsweise, nachdem die betreffenden Personen mich geschmäht und beschimpft hatten). Ich gehe davon aus, dass Twitter mit Banns reagiert, wenn jemand öfters geblockt wird.
Bisher hatte ich es immer abgelehnt, andere zu blocken, weil ich andere Meinungen ertragen kann. Jetzt überlegte ich, ob es nicht doch zweckmäßig wäre, Leute die mich blocken einfach zurückzublocken, damit diese vielleicht auch in den Genuss des Banns kommen. Aber wäre das nicht eine Trotzreaktion tit for tat?
Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich einen Block als eine Art Kapitulation vor einer anderen Meinung empfinde, wenn man selbst keine Argumente mehr hat. Das habe ich nicht nötig und gönne ich denen nicht. Mein Account bleibt also weiterhin blockfrei.
Es ist aber schon recht bizarr, dass deren Reputation, die unter Diffamierungen und persönlichen Angriffen leiden, auch noch beeinträchtigt wird, bloß weil die Übeltäter sie wegblocken.

Ich folge ja relativ wenigen anderen Accounts, und schaffe es da schon bei weitem nicht, immer und überall mitzulesen. Hin und wieder gibt es von diesen Accounts Tweets oder Retweets die mir überhaupt nicht gefallen. Dann war ich schon in Versuchung zu entfolgen. Aber andererseits möchte ich nicht nur in einer Filterblase gefangen sein, sondern auch Leute mit anderen Ansichten lesen, damit meine Timeline ein möglichst diverses Meinungsspektrum abbildet. Deshalb habe ich dann meist doch vom Entfolgen abgesehen.
In letzter Zeit jedoch sind mir einige Tweets aufgefallen, die ich als respektlos, um nicht zu sagen beleidigend für Andersdenkende empfinde. Ich glaube, ich werde in Zukunft solche Accounts dann doch lieber entfolgen, sofern es nicht bei einem einmaligen Ausrutscher bleibt. Solche Ausfälle will ich nicht in meiner Timeline.

So. Aber jetzt folgen die Tweets:

Verhörer des Tages: Kehrarbeit statt Carearbeit
+Wo ist mein Besen?
Panta rhei – Entwicklungen in der Entwicklung //2309 Zweitausenddreihundertneun
Ist morgen jetzt eigentlich #Brexit? Man hört gar nichts mehr davon.
Haargummi fällt mir im Büro runter (zum Glück nicht im #Bermudadreieck). Ich bücke mich, um ihn aufzuheben. Da platzt mir ein Knopf an meinem hinten durchgeknöpften Rock runter, und rollt doch noch ins #Bermudadreieck.
+Knopf doch noch gefunden. Sitze jetzt halbnackt im Büro und nähe.
Verleser des Tages: Angst* statt Angströmeinheit
Wieder eine Besprechung früh um 8 im Winter hinter mir ..
Das Traumbuch durch die Zeiten //2308 Zweitausenddreihundertacht
Sieht aus, als hätte ich bald auch die Dev Devies direkt unter mir.
Verschreiber des Tages: Verstellung statt Vorstellung
Nicht allein zwischen Männern //2307 Zweitausenddreihundertsieben
Ich dachte früher, ich sei ein egoistischer, selbstsüchtiger Mensch. Mit inzwischen einiger Lebenserfahrung habe ich festgestellt, dass ich da eher schwacher Durchschnitt bin. Der Unterschied ist, dass ich es – im Gegensatz zu den meisten anderen – vor mir selbst zugebe.
Verleser des Tages: Folterraum statt Foldertraum
An den Hundehalter, der den Haufen vorne am Gehweg liegen gelassen hat: Möge das Schicksal dir zuteilen, was du verdienst. #KarmaIstEineHündin
Theorie und Praxis des Zufalls //2306 Zweitausenddreihundertsechs
Mit einem neuen Kunden zu Mittag gegessen. Ich bin ja so dankbar für jeden Mann, der sich von einem Nein nicht gleich entmutigen lässt.
Verhörer des Tages: [isst gern] Pferdepizza statt Fertigpizza
Diskussing with SWERFs //2305 Zweitausenddreihundertfünf
Heute gibt es was Deftiges. #breakpointKocht
Verleser des Tages: [im vertieften] Ausschnitt statt Austausch
Verschreiber des Tages: Maximus statt Marxismus
*zwitscher* //2304 Zweitausenddreihundertvier
Morgens aufgewacht. Wohlig eingekuschelt und aufgespießt. #Morgensex ist der schönste Start in den Tag.
Sirius Black hatte sich in einen Wargen verwandelt. Deshalb erkannte Qui-Gon Jinn ihn nicht. #PotterRingWars
Verleser des Tages: unicode statt unicorn
Rückblick 2. Halbjahr 2019 //2303 Zweitausenddreihundertdrei
Han war den Dementoren entkommen, um gleich darauf den Orks gegenüberzustehen. #PotterRingWars
Verhörer des Tages: Kameliendame statt Chamäleondame
Wannabe Bug Buster //2302 Zweitausenddreihundertzwei
Legolas verabscheute den Zaubertrankunterricht. Viel lieber wäre er Jediritter gewesen. #PotterRingWars
Verleser des Tages: [Dicklippige] Meerärsche statt Meeräsche
„Sei du selbst!“ //2301 Zweitausenddreihunderteins
Als Ron auf dem Todesstern eintraf, war Gimli bereits dort. #PotterRingWars
Verschreiber des Tages: [wenn ich mich nicht wohl] füge statt fühle
Sonnig, aber kalt.
Nichts wünschte Eowyn sich sehnlicher, als ein Treffen mit Jar Jar Binks und Neville Longbottom. #PotterRingWars
Verleser des Tages: [Trockeneis-] Dildo statt Deko
Rekonvaleszenz #breakpointKrank //2300 Zweitausenddreihundert
„Trink noch einen Tee!“ – „Ich mag nicht.“ – „Der hilft dir aber.“ – „Also gut, du darfst mir eine Heiße Zitrone machen.“ – „OK. .. Haben wir denn überhaupt Zitronen da?“ – „Nein.“ #breakpointKrank
Dumbledore schwang das Lichtschwert, um Sauron zu blenden. #PotterRingWars
Verhörer des Tages: Fake statt Faith
Er: „Soll ich das Licht anlassen, oder ausmachen?“ – Ich: „Ja.“ #breakpointKrank
Krank //2299 Zweitausendzweihundertneunundneunzig
Pippin konnte sich nicht entscheiden, wie er den Horkrux zu Han Solo bringen sollte. #PotterRingWars
Verleser des Tages: Orgasmus statt Organspendeausweis
Jetzt ist eine Klebefilmrolle dem #Bermudadreieck zum Opfer gefallen.
Bilbo stieg in den Millennium Falcon, um sich mit Prof McGonnagall zu treffen. #PotterRingWars
Verschreiber des Tages: Spott statt Sport
Zum Notar hin und zurück //2298 Zweitausendzweihundertachtundneunzig
Hagrid und Samweis wetteiferten um Padme’s Gunst. #PotterRingWars
Verleser des Tages: Selbstbewusstsein statt Sendungsbewusstsein
Grr .. welchen Grund könnte es nur geben, dass ich immer wieder Pforzheim und Darmstadt verwechsle?

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Wer hat den Größten? //2423

Den Geburtsvorbereitungskurs hatte ich größtenteils online absolvieren können, aber es war auch ein Termin mit persönlicher Präsenz vorgesehen. Ich weiß schon, warum ich reine Frauenveranstaltungen nicht mag, und eigentlich nie wieder eine besuchen wollte.

Stellt euch eine Gruppe hochschwangerer Frauen vor, die auf (2 Meter voneinander entfernten) Matten liegen. Wenn ihnen befohlen wird, sich auf die andere Seite zu drehen, geht ein Ächzen und Stöhnen durch die Gruppe, und es dauert .. und dauert .. und dauert .. bis alle schließlich ihren Bauch auf die andere Seite gewuchtet haben.
Es ist wohl nicht zu vermeiden, dass (Abstandsregeln hin und her) die hochschwangeren Frauen versuchen, miteinander Kontakt aufzunehmen. Da geht es darum, wer wann Termin hat, wo sie entbinden wollen, wer die schlimmsten Beschwerden hat, aber vor allem darum, wer den größten Bauch hat. Eine Frau, die Zwillinge erwartet, war da unstrittig führend. Das ist wohl auch eine Art intrasexueller Konkurrenz, obwohl man eigentlich glauben sollte, dass geschwängerte Frauen das temporär nicht nötig haben.

Ich muss zugeben, dass es mich schon traf, als irgendsoeine Tussi, die ich vorher noch nie gesehen hatte, behauptete, mein Bauch sei ziemlich klein. Dabei ist mein Bauch enorm. Aber weil ich groß bin und ein breites Becken habe, kann sich sein Volumen besser verteilen. Der Fötus ist ganz normal groß, sogar etwas überdurchschnittlich (blöderweise habe ich selbst nicht die Möglichkeit nachzumessen, sondern bin auf den Gynäkologen mit seiner doch recht veralteten Ultraschalltechnologie angewiesen). Außerdem habe ich ja noch mehrere Wochen bis zur Gebärung vor mir.
Warum sagt man so etwas zu einer Frau, die man noch nicht einmal kennt? Viele andere Frauen wären durch diese völlig unnötige und unsensible Bemerkung verunsichert worden, impliziert sie doch, dass möglicherweise etwas mit dem Baby nicht in Ordnung ist, es nicht zeitgemäß entwickelt ist, oder ein Mangel besteht.
[Überhaupt muss man als Gravida immer damit rechnen, dass einem jede noch so harmlose Handlung von mehr oder weniger wohlmeinenden Personen als potentiell fruchtschädigend vorgeworfen werden kann. Hey, ich hab‘ mich einigermaßen ausgewogen ernährt, keinerlei Alkohol zu mir genommen, mich von Katzen ferngehalten und sogar meinen Kaffeekonsum reduziert. Trotzdem versuchen einem unbeteiligte Personen in ihrer prosozialen Dominanz unerbetene Ratschläge aufzudrängen, oder stellen durchdachte Entscheidungen in Frage, die sie selbst überhaupt nichts angehen. Ohne Social Distancing infolge von Corona wäre ich bestimmt noch erheblich öfter in solche Situationen geraten.]

Ich war froh, als die Stunde vorbei war, und ich wieder heim durfte.

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Ohne Abschluss //2422

Über Softwareschnorrer hatte ich schon mal gebloggt.
Es gibt aber auch das entgegengesetzte Phänomen: Leute, die eine Softwarelizenz kaufen, aber niemals abrufen.
Erst kürzlich ist mir wieder so ein Fall aufgefallen. Ich bearbeitete eine neue Softwarebestellung, und fand dabei in meiner Datenbank eine ähnliche offene Bestellung.

In meinen Anfangszeiten habe ich Kunden, die eine Lizenz gekauft, aber nicht in Anspruch genommen haben, nach vielleicht zwei Wochen nochmal daran erinnert. Es stellte sich dann jedesmal heraus, dass sie es gar nicht eilig haben, oder erst noch in Urlaub oder sonst was waren. Nach diesen Erfahrungen ließ ich die Erinnerung dann bleiben, und erlaubte mir, die Angelegenheit erst mal zu vergessen.
Die meisten Kunden rufen ihre bezahlte Lizenz ja innerhalb ein oder zwei Tagen ab, aber manche nehmen sich mehr Zeit, und einige tun es nie. Ob sie es vergessen haben, oder was immer der Grund dafür ist – ich weiß es nicht.

Dabei kann so eine Lizenz einiges an Geld kosten. Können die es sich leisten, das ohne Gegenleistung auszugeben?
Die Abwicklung kostet mich einiges an Zeit. Insofern habe ich kein Interesse daran, solche Geschäfte rückgängig zu machen. Käme ein Kunde ein Jahr später, würde ich ihm ohne weiteres die Lizenz ausstellen, aber das Geld gibt’s nicht zurück.

Im Laufe der Jahre dürften etliche solche Geschäfte zusammengekommen sein. Meine Datenbanken unterstützen es nicht, offene Verkäufe aufzulisten. Ich weiß also nicht, wie viele. Aber gelegentlich stoße ich mal auf so einen Zombie.

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Quaerendium cupreum //2421

Gebloggt wird nach wie vor nur an geraden Tagen (deshalb waren gerade zwei Tage – nämlich der 31. Juli und der 1. August – anstatt nur einem Pause). Am ersten Wochenende des Monats sind die neuesten Suchanfragen dran.
Voilà.

„anne mohn“
Ich esse gerne Mohnschnecken – aber nur ohne Rosinen!

„tangensrechner“
Unpraktischerweise hat der Tangens bei ungeradzahligen Vielfachen von pi Halbe diese Singularitäten.

„eine schwere entscheidung“
Manchmal muss man über den eigenen Schatten springen.

„wow so schrecklich allein“
Ach, je ..

„klabauterland“
Da will der Pumuckl nicht hin.

„praktikumsplätze in meiner nähe“
Für Schüler war es schon immer schwierig, einen interessanten Platz zu ergattern, Corona macht es derzeit fast unmöglich.

„frivol gekleidet im restaurant“
In einem Restaurant war ich schon seit Monaten nicht mehr, und ein Umstandskleid lässt sich kaum als frivol bezeichnen.

„mann für mann geschichten“
Hab‘ ich schon erwähnt, dass ich Männer mag?

„murmel getränk“
Prosit.

„was ist die gotteszahl“
Ein sinnloses Hirngespinst.

„pflaumenbaum gynäkologe“
Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht.

„gewertschätzt wertgeschätzt“
Geschmackssache. Rechtschreibung und Grammatik sind eh nur Konventionen, mit denen man straflos brechen darf.

„kann man jede kartoffel mit schale essen“
Zumindest besser, als sie zu trinken.

„klingonischer kaffee“
Ich bin überfragt, inwieweit der schmackhaft und bekömmlich ist.

„fadenbüschel“
Das ist bestrickend.

„mein leben in latexkleidung“
Selbst die allerschönsten Formeln möchte ich nicht als Motive auf meiner Kleidung.

„how things are going“
Tja, so gehen sie halt.

„männerfeindliche haltung“
Ist in unserer Gesellschaft inzwischen leider default.

„gehabt euch wohl englisch“
Farewell.

„mein erwachsener sohn kann nicht mit geld umgehen“
Schlimm, schlimm, aber kommt leider häufig vor.

„bäckerauto kaufen“
Wofür’s nicht alles einen Markt gibt.

„cantemus chor“
Lasset uns singen!

„sonnenuntergang november“
Dürfte über den Daumen gepeilt so gegen 17 Uhr sein.

„gewaltige erektion“
Oh, ja! Mag ich.

„kraftumlenkung“
Geht beispielsweise mit festen und losen Rollen. Aber solche Rollenspiele hab‘ ich nie gemocht.

„neunerprobe“
Läuft darauf hinaus, dass man die Quersumme einer Zahl für manche Operationen als Checksumme nutzen kann.

„alkoholfreies bier bei sodbrennen“
Igitt. Davon wird’s einem erst recht schlecht.

„dr schreiber frauenarzt“
Kenn ich nicht.

„stricken übergang neues knäuel“
Man legt Ende des ersten und Anfang des zweiten Fadens für ein Stück parallel, und strickt vier oder fünf Maschen mit beiden Fäden gleichzeitig. Es ist darauf zu achten, dass die beiden Fadenenden (wenige Zentimeter) dann auf der inneren Seite des Strickstücks zum Liegen kommen. Zusätzliches Vernähen ist nicht nötig.

„skalares potential“
Die üblichen Potentiale konservativer Kräfte sind skalar. Bei nicht-konservativen Kräften kann eventuell ein Vektorpotential definiert werden.

„angegraut haar“
Davor muss es einen nicht grauen. Grau ist die Superposition von schwarz und weiß.

„federbett rätsel“
Finde ich eigentlich nicht rätselhaft.

„hund gesuche“
Damit will ich nichts zu tun haben.

„twitter anne“
Auf Twitter gibt es noch viel mehr Annen.

„kopfschmerzen durch cola zero entzug“, „cola zero entzug“
Wer sich auch auf so ein Gesöff einlässt ..

„sehr kurze kleidung“
Umständehalber ist die aktuell nicht gar so kurz.

„brille kaputt wochenende“
Das ist dem, der Klugsch heißt, schon passiert.

„soladosisfacitvenenum“
Nur die Dosis macht das Gift. Was in kleinen Mengen ganz OK ist, kann schlecht sein, wenn es übermäßig ist.

„rechteckfunktion integrieren“
Das ist eine der leichtesten Übungen, da die Rechteckfunktion abschnittweise konstant ist, so dass die Stammfunktion in diesen Abschnitten linear ist.

„wetter breakpoint“
Ich mag’s angenehm warm und eher trocken.

„substanz um den dotter“
Da ist zunächst mal die Eihaut (Amnion). Den Glibber außenrum nennt man Eiweiß oder Eiklar.

„bin ich im stimmbruch teste dich“
Meine Stimme ist umstandsbedingt zwar aktuell eingeschränkt, aber das liegt hauptsächlich daran, dass mir die Atemtechnik nicht weiterhilft.

„der ganze rest“
Das ist eine recht freie Übersetzung von „[Life, the Universe and] Everything“.

„maisflips selber machen“
Erstens wüsste ich nicht wie. Zweitens lohnt der Aufwand nicht, weil man sie ja günstig käuflich erwerben kann.

„schreibtisch mit druckerplatz“
Bei mir daheim steht der Drucker auf einem niedrigen Tischchen neben dem Schreibtisch. Im Büro haben wir einen Druckerraum.

„in mathe bin ich deko“
Mathematik ist toll! Umso besser, wenn man selbst noch zusätzlich zu ihrer Schönheit beitragen kann.

„wollknäuel wickeln“
Das hatte ich einmal ziemlich ausführlich beschrieben.

„meine suchanfragen“
Hier sind welche.

„pie zahl ausgeschrieben“
Auf einen Kuchen kann man schon eine Zahl schreiben, allerdings nur wenige Ziffern, sonst wird’s zu eng.

„ortsvektor zylinderkoordinaten“
Das sind ins Dreidimensionale fortgesetzte Polarkoordinaten. rho = sqrt(x^2 + y^2), tan(phi) = y/x, z = z, x = rho*cos(phi), y = rho*sin(phi)

„wie schreibt man aufgrund“
Wenn ein Schiff auf Grund gelaufen ist, schreibt man es anders als aufgrund anderer Ursachen.

„fertigungsingenieur gehalt“
Das geht vor allem nach Tarif, wobei auch die Berufserfahrung mit eingeht. Außerdem zahlen wir freiwillige übertarifliche Leistungen abhängig von Arbeitsqualität ein ein paar anderen Parametern.

„wikipedieren“
Ein neues Verb, das nicht von mir stammt.

„blocklisten twitter“
Auf einigen solcher Listen bin ich wohl auch gelandet. Nur so lässt es sich erklären, dass ich von manchen Personen geblockt bin, mit denen ich niemals direkt interagiert habe.

„mein wetter gadget“
Das aktuelle Wetter kann man offline beobachten, indem man aus dem Fenster schaut.

„wäschesortiere“
Waschbären?

„wertschöpfende berufe“
Berufe, bei denen Tätigkeiten ausgeübt werden, bei denen tatsächlich im Ergebnis mehr Wert herauskommt, als reingesteckt wurde – beispielsweise bei der Herstellung von Waren.

„pragmatische lösung“
Eine Lösung, die das Problem sachbezogen löst, ohne eventuelle Ressentiments, Ideologien oder persönliche Befindlichkeiten zu berücksichtigen.

BTW haben wir heute Kupferhochzeit.

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Übergriff in der Apotheke //2420

Weil ich ein Medikament gegen mein zeitweise schlimmes Sodbrennen abholen wollte, hatte ich mich in einer Apotheke angestellt – ordnungsgemäß mit Maske und Abstand.

Vor mir wurde noch eine alte, korpulente Frau bedient.
Endlich war sie fertig, und wandte sich um. Ich war im Begriff, vor zur Theke zu gehen, als sie an mir vorbei kam. Sie warf einen Blick auf meinen Bauch, griff dann mit der Hand danach und drückte deutlich dagegen. Dabei sagte sie etwas, was ich aufgrund ihres nicht-indigenen Dialektes nicht richtig verstand, das sich aber ähnlich wie „was haben wir denn da?“ anhörte.
Ich war erstarrt vor Schreck. Was sollte das? Ich schnappte nach Luft. Dieser Übergriff ging zu weit. Was erdreistet sich diese Frau, uns so zu begrabschen?
Es gelang mir, einen halben Schritt rückwärts zu hüpfen. „Lassen Sie mich sofort los!“, brachte ich eisig heraus, „unterlassen Sie das!“
„Jetz stellenS‘ sich nicht so an!“, oder so ähnlich antwortete sie in ihrem seltsamen Dialekt, ließ ihre Hand aber sinken.

Ich entzog ihr meine Aufmerksamkeit, und ging weiter zur Theke, um mein Rezept für das Medikament abzugeben.

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This Ain’t A Love Story //2419

Ein einziges Mal in meinem Leben ist es mir passiert, dass ich beruflich aufgrund meines Geschlechts erkennbar abgelehnt wurde. Nachdem ich aufgrund eines Versehens der Personalabteilung zu einem Gespräch eingeladen worden war, hätte mich der arrogante, übellaunige Chef am liebsten gleich wieder weggeschickt.
Das war gestern genau neun Jahre her, und er muss sich immer noch tagtäglich mit mir auseinandersetzen.

Unsere Beziehung beruht auf Freundschaft, Zuneigung, Wertschätzung, Loyalität sowie last not least sexueller Anziehung und Lustkompatibilität. Wir halten zusammen. Obwohl wir durchaus schon Krisen und Unstimmigkeiten hatten, vertrauen wir uns und verlassen uns auf einander. Wir können auch wunderbar zusammen lachen, denn wir teilen einen ähnlichen Humor.
Mit sentimentalem Firlefanz, herzig-emotionalem Kitsch, romantischen Rührseligkeiten und unvulkanischen Gefühlsduseleien hat das nichts zu tun.

[Als Aromantiker hat man es in unserer amatonormativen Gesellschaft schwer. Aromantik ist immer noch stark tabuisiert, und das Unwissen darüber erschreckend. Wenn Aromantik tatsächlich einmal zur Sprache kommt, wird sie munter mit Asexualität gleichgesetzt (vermutlich aufgrund der Alliteration). Dabei ist das etwas völlig anderes. Ich will nicht behaupten, dass sich beides ausschließt, sondern es ist einfach völlig unabhängig voneinander. Aromantische Menschen können Sex ohne emotionale Bindung genießen, asexuelle Menschen vermutlich eine romantische Beziehung ohne Sex.
Eine gewisse Aromantik dürfte Voraussetzung für Promiskuität (Schlampentum) sein, auch wenn ich nicht so weit gehen würde, diese Begriffe als Synonyme zu sehen.
Dann gibt es noch den relativ neuen, meiner Ansicht nach völlig bescheuerten Begriff „soziosexuell“ dafür. Was „sozio“ damit zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Die Bezeichnung ist absolut daneben und unzutreffend.
Auch habe ich schon gelesen, wie „aromantisch“ und „polyamor“ gleichgesetzt werden. Dabei sind das nun wirklich einander widersprechende Begriffe. Gemeinsam haben sie nur, dass sie nicht der Amatonormativität entsprechen. Ein polyamorer Mensch empfindet mehreren anderen Menschen gegenüber romantische Gefühle, ein aromantischer gar keine. (Wobei ich glaube, dass Polys gar nicht selten sind, es happert nur meist daran, mehrere Gleichgesinnte zu finden, weshalb sie sich halt dann doch amatonormativ auf ein Zielobjekt beschränken müssen.)
Dazwischen ist tatsächlich der amatonormative Mensch, der seine romantischen Gefühle genau einem Menschen (zur gleichen Zeit) entgegenbringt.
Und diese Norm findet man in so gut wie jedem Roman oder Spielfilm, oder auch in ungezählten Liedern. In meiner Jugend habe ich sicherlich zig, wenn nicht hunderte Romane gelesen. Die beschriebenen Gefühle waren mir fremd, aber ich war ja noch jung, und das Leben mit all seinen Facetten stand noch vor mir. Aber mir passierte auch Jahrzehnte später nichts dergleichen. War ich wieder mal anders? Oder waren all diese Geschichten unmäßig übertrieben oder gar frei erfunden? Mittlerweile glaube ich, dass es an mir liegt (wie bei so vielem anderen auch).
Woher sollen (junge) Menschen denn auch wissen, dass sie aromantisch veranlagt sind, wenn dies nirgends in ihrem Erlebensbereich jemals thematisiert wird? Stattdessen wird lediglich Amatonormativität verbreitet und propagiert, als ob jeder Mensch da völlig gleich empfinden würde. Ich hätte meine Jugendjahre viel entspannter und gelassener verbringen können, hätte ich mich damals nicht vertrauensselig von solchen Narrativen beeinflussen lassen. Glücklicherweise habe ich irgendwann den Absprung geschafft, sonst wäre ich bestimmt immer noch Jungfrau, unglücklich und frustriert.]

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Tweets zum Annentag //2418

Heute – am Annentag – habe ich die Tweets vom letzten Jahreswechsel für euch, genauer gesagt vom Zeitraum zwischen dem 18. Dezember 2019 und dem 12. Januar 2020.

Während Yoda nach Smeagol suchte, war Bellatrix eingeschlafen. #PotterRingWars
Verhörer des Tages: Gluonenforscher statt Suonenforscher
Sweet Tweeties //2297 Zweitausendzweihundertsiebenundneunzig
Molly Weasley war dabei, R2D2 zu polieren, als sie den Ring an seinem blanken Metallarsch fand. #PotterRingWars
Verleser des Tages: [als Frau] infiziert statt identifiziert
Nach dem Wochenende ist die Kiste offen. #Schrödinger
Gerade als Aragorn niesen musste, schwang Anikin den Zauberstab. #PotterRingWars
Verschreiber des Tages: Koks statt Kokos
Kriege immer wieder solche Meldungen, wenn ich online nach dem Fernsehprogramm schaue. Aggressive aber harmlose Werbung? Oder doch eine Malware bzw. Phishing? Virenscanner findet nichts.
+Meine IP-Adresse steht im Querystring. Das ist gruselig.
Gelungene Anpassung //2296 Zweitausendzweihundertsechsundneunzig
Leia hatte die Nacht bei Prof. Snape verbracht, bevor sie Boromir besuchte. #PotterRingWars
Verleser des Tages: Software statt Saftflasche
Exakt vor 10 Jahren zuletzt geändert. Jetzt ist die Datei wieder dran!
„Willst du noch Brotchips?“ – „Nein, danke, die knuspern zu laut.“
Die Ewoks waren auf Baumbart geklettert, um vor Dolores Umbridge zu flüchten. #PotterRingWars
Verhörer des Tages: [nerdige] Ziege statt Züge
Dick-Stick //2295 Zweitausendzweihundertfünfundneunzig
Jabba hatte sich mit Hermine im Auenland verabredet. #PotterRingWars
Verleser des Tages: [im] Nachthemd statt Nachhinein
Orientalisch gekleidete Kinderbanden ziehen plündernd durch die Straßen.
Einst war Saruman Hauself bei Chewbacca gewesen. #PotterRingWars
Verschreiber des Tages: [am Morgen] breit statt bereit
Blogstatistik für das 4. Quartal 2019
Der Imperator hatte im gleichen Jahr wie Galadriel in Hogwarts seinen Schulabschluss gemacht. #PotterRingWars
Verleser des Tages: [dringen in die] Geliebte statt Gebiete [vor]
Sonnennahe Suchanfragen noch aus dem vorigen Jahrzehnt //2294 Zweitausendzweihundertvierundneunzig
Rey schnappte sich den Quidditch-Besen, um die Moriahöhlen auszufegen. #PotterRingWars
Verhörer des Tages: Feuerwehr statt Feuerwerk
-37w
„Ich bin dein Vader“, sprach Gandalf zu Tom Riddle. #PotterRingWars
Verleser des Tages: Minirockshop statt Miniworkshop
Auf ein Neues! //2293 Zweitausendzweihundertdreiundneunzig
Voraussichtlich letzter Tweet 2019. Frohe Feiertage und ein gutes Jahr 2020! #lastTweet2019
-39w
Wie traurig wäre unsere Welt, wenn wir uns nichts mehr kaufen dürften, was uns Wohlbehagen und Freude beschert.
Täusche ich mich, oder ist heuer weniger Weihnachtsrummel als in den vergangenen Jahren?
Habe mich bereits von meinen Mitarbeitern verabschiedet. Jetzt nur noch ein paar Aufräumarbeiten.
Verleser des Tages: Geschlechtsverkehr statt Geschlechterverhältnis
„Ich mag nicht zur Besprechung früh um 8.“ – „Ich nehm dich gern im Auto mit.“ – „Oder du läuftst gleich, und ich fahr nachher.“ – „Kleine Spinnerin.“
Auf dem Haltepunkt //2292 Zweitausendzweihundertzweiundneunzig
„Ich hab nur zwei Hände!“ – „Bist du kein Tausendhändler?“ – „Nein, ich handle nicht mit tausend Handles.“
Verhörer des Tages: Rammelburg statt Hammelburg
Damit ihr’s nur wisst: Ich schaff‘ an!
La Chaperone //2291 Zweitausendzweihunderteinundneunzig
„Das sind echte Pflaumen!“ – „Gibt es auch unechte Pflaumen?“ – „Ja! Äpfel.“
Hab hier im Büro vielleicht irgendwo eine Art #Bermudadreieck. Kürzlich Bleistift runtergefallen. Unauffindbar. Jetzt ist mein USB-Stick genauso verschwunden.
Verleser des Tages: Copulations statt Congratulations
Habe mir in wenigen Tagen mehrere Blocks von Feministinnen eingefangen, weil ich u.a. für die Selbstbestimmung von Frauen eingetreten bin.
+Aber da bin ich in guter Gesellschaft.
+Ich selbst blocke übrigens nicht, denn ich halte andere Meinungen aus.
Eine unerwartete Einladung //2290 Zweitausendzweihundertneunzig

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Die blonde Witwe //2417

Über Standort 7 hatte ich bereits mal eine Andeutung gemacht.
Der ist hier in der Stadt, allerdings in einem anderen Stadtteil, so dass es zum Hinlaufen zu weit ist. Immerhin fährt ein direkter Stadtbus.
Standort 7 ist (bzw. wird noch – die Bürokratie ist langwierig) unser bisher kleinster Standort. Die Mitarbeiter dort bieten eine gewisse Art Ingenieurdienstleistungen innerhalb unserer Branche, aber schon recht anders als das, was wir bisher in der Firma gemacht haben. Konkreter will ich nicht werden.
Finanzielle Probleme aufgrund der Corona-Maßnahmen waren nur ein Grund, warum das kleine Unternehmen nicht mehr weiter autonom bestehen konnte. Der plötzliche Tod des Inhabers ein weiterer. Mehr Details darüber möchte ich nicht öffentlich machen.

Jedenfalls nutzte Carsten als solventer Investor die Gelegenheit, das Unternehmen zu übernehmen. Für die technischen Belange bin natürlich wieder mal ich zuständig, weshalb ich in den letzten Wochen mehrmals hinfahren musste. Aber die Integration in Novosyx werden wir schon hinkriegen.
Die Witwe des Inhabers, Astrid Hilflo-Seerbin, hält noch einige Firmenanteile und ist deshalb noch in die Geschäftsleitung involviert, obwohl sie als Fachfremde kaum eine Ahnung hat, um was es überhaupt geht.
Wenn sie sich darauf beschränken würde, sich etwas in diese Belange einzuarbeiten, wäre ja alles OK. Aber sie ist auch im restlichen Leben völlig unselbständig. Auf sich alleingestellt, kriegt sie überhaupt nichts auf die Reihe.
Und was macht sie dann, wenn eine Tür klemmt, die Beleuchtung nicht funktioniert, oder sonst ein Problemchen sie beschäftigt?
Sie ruft Carsten an. Und der hat nichts dringenderes zu tun, als sofort zu ihr hinzufahren. Ich hätte nicht gedacht, dass er derart auf diese Damsel-in-Distress-Masche anspringt.

Als er gestern abend nach ihrem Anruf wieder im Begriff war, zu ihr zu fahren, meinte ich:
„Du solltest unbedingt deine Prioritäten überdenken. Ob du tatsächlich zu Frau Hilflo-Seerbin musst, oder doch besser daheim bei deiner hochschwangeren Frau bleibst.“
„Astrid vermisst ihren Mann, und meine Frau kommt schon selber klar“, versuchte er zu erklären, „es ist nicht leicht, so unerwartet auf sich allein gestellt zu sein. Würdest du mich nicht auch vermissen?“
„Ich bin es ja gewohnt, alleine und auf mich selbst gestellt zu sein“, erwiderte ich. Wobei ich strenggenommen zugeben müsste, dass er in den letzten Monaten keine größere Geschäftsreise gemacht hatte. Aber wenn eine Hochschwangere nicht das Privileg hat, auch mal unsachlich und unvernünftig sein zu dürfen, wer dann?
„Ach, Samtpfötchen ..“, versuchte er mich zu beschwichtigen, „ich bleibe ja nicht länger als nötig, und komme bald wieder zurück.“

Es ist mir nicht so recht klar, ob sie tatsächlich so hilfsbedürftig ist, oder diese ganzen Kleinigkeiten nur als Vorwand nutzt, um Carsten zu sich zu locken. Aber ganz egal, ich werde es nicht mehr lange dulden, dass sie seine Zeitresourcen so alloziiert.

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Umständlichkeiten //2416

Eigentlich wollte ich ja nicht viel über die Schwangerschaft bloggen. Jetzt aber gibt es doch etwas, was ich loswerden möchte.

Zunächst ein paar allgemeine Eindrücke:
Der Bauch ist mittlerweile enorm. Carsten nennt ihn zusammen mit meinen Brüsten „die drei Kugeln“. Ich bin schwerfällig geworden, kurzatmig, gehe im Watschelgang. Wenn ich in die Hocke gehe, z.B. um etwas aufzuheben, komme ich aus eigener Kraft kaum noch hoch. Sogar das normale Aufstehen vom Sitzen fällt mir schwer.
Wenn ihr in Filmen oder Serien eine angeblich hochschwangere Frau seht, die ganz locker aufsteht, oder (bergauf) rennt, so ist das Fake. Beim Aufstehen hält eine Hand den Bauch, eine stützt den Rücken, und die andere drückt vom Sitz hoch, .. äh .. naja, zumindest ist Aufstehen wesentlich umständlicher (!), als es dargestellt wird.
Es dauert ewig, wenn ich mich nachts im Bett auf die andere Seite drehe. Rückenlage ist mir höchstens kurzzeitig erträglich. Missionarstellung geht gar nicht mehr, einige andere Stellungen auch kaum noch. Aber wir sind ja kreativ und erfinderisch, selbst wenn es tendenziell schon von hart, rau, wild, heiß hin zu zart, lau, mild, leis‘ geht ..
Immer wieder habe ich Rückenschmerzen oder Sodbrennen, zeitweilig hatte ich auch Ischiasprobleme.
Von hinten betrachtet habe ich aber immer noch eine Taille (wie aktuelle Fotos beweisen). Da sieht man mir die Schwangerschaft nicht an.
Insgesamt fühle ich mich als Bauchträgerin trotz der paar Wehwehchen überraschenderweise ausgesprochen wohl. Möglicherweise hat der Hormoncocktail der Schwangerschaft mein Gehirn teilweise umprogrammiert.

So, aber jetzt zum speziellen Thema.
Es ergab sich, dass ich mit dem Stadtbus in einen anderen Stadtteil fahren musste. Der Bus war fast voll besetzt, so dass ich mich (langsam!) auf einen Sitz niederließ, der seitlich zur Fahrtrichtung angebracht war, ich also dann in Richtung des Ganges (nicht der in Kalkutta!) schaute.
Als der Bus so fuhr, beschleunigte, abbremste, um Kurven fuhr, zog das seitlich dermaßen an meinem Bauch, dass mir die einwirkenden Kräfte sehr unangenehm waren. Lediglich der Gedanke, dass die Fahrt ja nicht allzu lang dauerte, ließ mich durchhalten.

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Verpusht //2415

Vom Hoster meiner Website bekomme ich immer am Monatsanfang eine Mail zugeschickt, die über den Traffic des vergangenen Monats informiert. (Ja, das ist schon wieder einige Wochen her. Es erschien mir nicht dringend, darüber zu bloggen.)
Als ich sie mir ansah, fiel mir ein, dass ich schon lange keine Mail meines Fritzens mehr bekommen hatte. Dabei hatte ich den Push Service so eingestellt, dass er mir jede Woche einen Nutzungsbericht schicken soll. Diese Nutzungsberichte hebe ich auf, weil sie u.a. meine in diesem Zeitraum zugeteilten IP-Adressen dokumentieren.

Ich suchte in meinem Postfach, und fand den letzten Nutzungsbericht vom August letzten Jahres. Ziemlich lange her, und ich hatte den Bericht seither nicht vermisst.
Also schaute ich mir die Konfiguration des Push Services an. Die Empfängeradresse sowie die Optionen waren korrekt eingestellt.
Aber was war das? Den Absender muss man auch konfigurieren? Absenderadresse samt SMTP-Server, Port und Passwort.

Irgendwann letztes Jahr hatte ich die Passwörter meiner wichtigsten geschäftlichen Mailadressen geändert. So weit, so gut. Funktionierte scheinbar alles.
Allerdings hatte ich nicht daran gedacht, auch das Passwort bei den Einstellungen des Push Services vom Fritz zu ändern. War mir einfach nicht bewusst gewesen, dass das nötig ist, um weiterhin die Nutzungsberichte zu erhalten.
Aber dass es fast ein Jahr gedauert hat, bis es mir aufgefallen ist ..

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