PING is not Google //1417

Auch in den letzten Wochen gab es mehr oder weniger originelle Suchanfragen, die ich mit euch teilen möchte.

„schlampen blog“
Beruflich arbeite ich meist ordentlich.

„thomas morgenstern hochzeit“
Bei unserer Hochzeit hielt Thomas eine Ansprache, die aber nichts mit Astronomie zu tun hatte.

„feministinnen ordentlich besorgen“
Ich fürchte, die könnten das gar nicht angemessen würdigen und schätzen.

„outlook da hat etwas nicht geklappt“
Kommt vor.

„gleichheitszeichen mit ausrufezeichen“
Ein Ausrufezeichen ist immer noch besser als ein Delta.

„mein hüfthalter bringt mich um video“
Das Thema hatten wir schon lange nicht mehr, so dass ich die Gelegenheit wahrnehme, und darauf hinweise, dass man einen eventuellen Slip über dem Strapsgürtel trägt, und nicht darunter.

„unyx“
Gnu is not Unix, und wer Hilfe braucht, muss nur „man“ aufrufen.

„liebesschaukelgestell“
Stabilität dürfte ein essentielles Requirement sein.

„widersinnig 6 buchstaben“
Nein, ich gebe hier keine Kreuzworträtselhinweise.

„lichtgeschwindigkeitsmessung heute“
Dafür gibt es verschiedene Methoden. c = 1. Die Lichtäther-Hypothese wurde mit dem Michelson-Morley-Experiment widerlegt.

„emv risikoanalyse“
Die elektromagnetische Verträglichgkeit muss für alle in Verkehr gebrachten elektrischen und elektronischen Geräte nachgewiesen werden.

„ich mag dein humor“
Und ich mag es, Pronomina grammatikalisch korrekt auszuschreiben.

„ffm dreier“
Auch in Frankfurt wäre dafür ein Bi-Interesse unerlässlich.

„tau bett gebraucht“
Morgentlicher Tau wäre mir im Bett unangenehm.

„ungezogener Junge 6 buchstaben“
Bestimmt kein Engel.

„carstens bis“
Ein paar bits zu viel.

„anna von morgenstern porno“
Erinnert mich an die Jupiter-Venus-Konjunktion letztes Jahr.

„ein hoch auf anne s“
N bitte.

„elektrische flussdichte einheit“
Coulomb pro Quadratmeter.

„da hat etwas nicht geklappt und ihre suche konnte nicht abgeschlossen werden“
Sehr aussagekräftige Fehlermeldung.

„bauchfreies hochzeitskleid“
Im Winter würde ich davon abraten.

„geradeaus ist keine himmelsrichtung“
Dem stimme ich zu.

„darknet gras kaufen“
Ich mag naturbelassene Wiesen und den ganz kurzen englischen Rasen.

„billige unternehmensgeschenke“
Ein Bleistift oder Luftballon kosten relativ wenig.

„latex geschichten“
Auch ohne Formeln eignet sich LaTeX, um Geschichten in Druckform zu setzen.

„temporäres benutzerprofil“
Es muss nicht immer permanent sein.

„fachgebiet strickstrumpfhose“
Strumpfhosen zu stricken, ist ein Fach für sich. Insbesondere die Ferse ist anspruchsvoll.

„merkel schlampe“
Wer es noch nicht gemerkt hat.

„facebook debuggen“
Die sollen erst mal ihren Datenschutz in den Griff kriegen.

„mutter sohn darkroom“
Früher mussten Fotos noch in Dunkelkammern entwickelt werden.

„sheconomy funken“
Das Buch hatte ich eigentlich im anderen Blog erwähnt. Die Suchanfrage muss über das Widget reingekommen sein (allerdings nahm ich an, das sei ein iframe).

„geschrottet duden“
Kaputt gemacht.

„sonntagszuschlag berechnen“
Kommt auf die Preispolicy an.

„low carb das 8 wochen programm“
Igitt.

„bailey psychologische homöopathie!
Wenn ich Baileys trinke, dann nicht in homöopathischen Dosen.

„angström einheit abkürzung“
Das sind zehn hoch minus zehn Meter (1E-10 m), und die Abkürzung ist ein großes A mit Kringelchen drüber.

„latex kleidung selber machen“
Sicherlich könnte man mit LaTeX auch eine Anleitung zum Selberschneidern setzen.

„google algorithmus“
Eines der letzten Mysterien.

„cocculus indicus bei monatsbeschwerden“
Mein Lieblingsplacebo ist Schokolade.

„sabine gangbang“
Das ist nicht ihr Stil.

„dystopisch duden“
Das Gegenteil von „utopisch“, also eine negative Aussicht.

„der zugriff auf den pfad wurde verweigert“
Check your privileges.

„gespreizte schenkel bilder“
Einfach mal nach „Zirkel“ googeln.

„unbekannter fehler“
Das sind die am schwersten zu finden.

„monoandrie“
Kaum zu glauben, dass ich die schon seit mehreren Jahren durchhalte.

„strapsmiederhose“
Überhaupt nicht erotisch.

„gleichheit und differenz“
Die logische Auswertung ergibt immer FALSE.

„autofigaro“
Wenn man sich selbst die Haare schneidet.

„string für männer meinungen“
Ist hier die Stringtheorie gemeint? Oder Zeichenketten?

„überweisung komma extra kästchen“
Ein Komma als Dezimalseparator zu nehmen, ist mir widerlich.

„grätenloser fisch“
Ja, der ich praktisch zu essen.

„ausbildung probezeit rausgeflogen“
Dafür muss man schon sehr unangenehm auffallen.

„nun algerithmen 2016“
Ja, nun gibt’s die noch von 2016, aber bald schon 2017.

„grobe ungezogenheit mit acht buchstaben“
Wenn vier Buchstaben auf vier Buchstaben treffen, kann schon eine Ungezogenheit dabei herauskommen – grob geschätzt.

„in die windel machen mit absicht“
Ich kenne mich besser mit Windows aus, und esse gerne Windbeutel.

„schlechte vergeltung“
Racheaktionen sind meistens kontraproduktiv. Manchmal auch süß.

„wie lange muss kühlschrank nach transport stehen“
Wir haben unseren neuen sofort in Betrieb genommen. Etwas anders ist es bei Durchlauferhitzern, bei denen man erst blasenfrei zapfen muss, bevor man sie einschaltet.

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Glühwein zur Besinnung //1416

Gestern hatten wir anlässlich einer neuen Produkteinführung eine kleine Betriebsfeier. Es ist Zufall, dass dies so kurz vor den Jahresabschlussfeiern war, aber sowohl Gäste als auch Durchführung unterschieden sich deutlich.
Es war auch der erste Tag unserer neuen Bürohilfe, die mich wegen jeder Kleinigkeit fragte, bis ich ihr nahelegte, sich doch zuerst an ihre Kolleginnen zu wenden.
Über die Betriebsfeier lässt sich nicht viel sagen, außer dass die Frau des Chefs kurz davor war, zuviel Glühwein zu trinken. Sie merkte es aber noch rechtzeitig, und gab ihre gerade angetrunkene zweite Tasse an ihren Mann weiter, der zu diesem Zeitpunkt auch schon bei der zweiten Tasse war, und daraufhin etwas lockerer als sonst im Büro wurde.

So begann der Dezember zwar recht besinnlich, aber das war es auch schon. Für mich bedeutet Advent eher Jahresendspurt als besinnliche Zeit.
Dass ich es nicht so mit Dekokitsch und religiösen Bräuchen habe, ist kein Geheimnis (außer gegenüber meinen Eltern), und ich thematisiere das heute nur, weil es sich um die aktuelle Frage des Webmasterfriday handelt.

In den nächsten ca. drei Wochen steht noch einiges auf der Agenda. Ich möchte noch eine neue Version eines meiner Standardsoftwareprodukte herausbringen. Dann sind einige Mitarbeitergespräche geplant. Meine Jungs muss ich zur Dokumentation und anderen unbeliebten Finalisierungsarbeiten antreiben.
Um die Jahresabschlussfeier der technischen Abteilungen komme ich nicht herum. Mit Benjamin möchte ich mich noch einmal treffen, bevor wir dann eine längere Pause einlegen. Und auch das Kaffeetrinken mit Alex steht auf dem Plan. Dazu kommen wohl noch zwei Einladungen bei Carsten’s Kunden, aber vielleicht kann ich mich vor zumindest einer drücken.
Auch ein weiteres Projekttreffen mit den Medizinern soll eigentlich noch stattfinden, sofern sie sich auf einen Termin einigen können.
Dann muss ich auch noch Geschenke für meine Eltern, meine Schwester und deren Familie besorgen. Für Carsten und mich gestalte ich wieder einen Kalender. Damit habe ich schon begonnen. Unter anderem für den Dezember 2017 habe ich bereits ein Motiv.

Insgesamt arten diese Dezemberwochen voraussichtlich in Stress aus. Ich darf gar nicht drüber nachdenken, und hätte das vermutlich auch nicht, wenn der WMF nicht ausdrücklich dazu aufgerufen hätte.
Und die Planung für den Urlaub zum Jahreswechsel steht auch noch aus.

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Preisgekrönt //1415

Im Laufe der Zeit habe ich schon etliche Awards für meine Software bekommen.
Im Internet gibt es verschiedene Sites, die nichts anderes zu tun scheinen, als diverse Softwareprogramme auszuprobieren, und mit Preisen zu belegen.
Obwohl meine Software nur einen gewissen Nischenmarkt anspricht, hat sie doch den Weg zu mehreren solcher Portale gefunden, so dass ich izwischen eine ganze Sammlung diverser Awards habe.
So ein Award sieht dann so aus, dass man einen Banner auf seiner Website einbinden darf, mit dem auf die Site des Preisverleihers verlinkt werden kann (meist aber optional).
Ich erinnere mich, dass ich das erste Mal noch stolz über so einen Award war. Aber im Grunde genommen kriegen solche Preise so ziemlich alle Programme, die nicht schon gleich bei der Installation abstürzen, und halbwegs lauffähig sind.
Das heißt, dass man sich als Softwareautor nicht zu viel darauf einbilden sollte. Immerhin machen solche Preise die Software bekannt, und die Portale sind großzügig mit Links.

Einmal hat ein renommiertes Computermagazin eines meiner Tools im Rahmen eines Specials vorgestellt. Dies war tatsächlich ein Grund zur Freude, und eine Zeitlang gingen die Zugriffszahlen nach oben.
Wirklich anhaltend war der Effekt nicht. Aber was will man auch von kostenloser Publicity mehr erwarten?

Es gibt verschiedene Softwareportale, bei denen man seine Software anmelden kann, von wo sie dann von interessierten Anwendern leichter gefunden wird, und heruntergeladen werden kann.
Am Anfang meiner Entwicklerkarriere habe ich das zwei- oder dreimal gemacht. Aber es ist aufwändig und bringt nicht viel.
Ich pflege noch meine PAD-Files, aber damit hat es sich auch schon.
Meine Website ist bei Google recht gut platziert, so dass potentielle Käufer sie relativ schnell finden können, wenn sie entsprechende Suchbegriffe eingeben.

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In The Draw Of The Cards //1414

Der Chef ließ mich in sein Büro rufen, um dringend etwas zu besprechen. Wenn er das im Büro macht, so handelt es sich meist nicht um ein erfreuliches Thema.

„Du hast dieses Jahr das Motiv für die Weihnachtskarten für die Kunden ausgewählt.“
„Ja, und letztes Jahr auch schon.“
„Mir erscheint das Bild nicht geeignet für geschäftliche Weihnachstgrüße.“

„Das ist eine einfache brennende Kerze mit zwei Christbaumkugeln. Ein ziemlich neutrales, nicht-religiöses Motiv. Hättest du lieber fette Engelchen gewollt?“
„Durch die Art der Darstellung – man sieht nur eine Art Silhouette – ruft es aber andere Assoziationen hervor.“
„Honi soit qui mal y pense“, erwiderte ich ungerührt.
„Letztes Jahr hattest du die ganzen Pentagramme ..“
„Ja, die waren toll, nicht wahr, so als Sterne“, schwärmte ich, „und das Seitenverhältnis der Linienabschnitte entspricht dem Goldenen Schnitt.“

„Ich habe es dir durchgehen lassen, obwohl ein Pentagramm auch andere symbolische Bedeutung haben kann. Aber diese Phalluskerze entspricht nicht dem Image, das ich mir für meine Firma wünsche ..“
„Hätte ich eine längere Kerze wählen sollen?“, unterbrach ich ihn, „oder Ochs‘ und Esel?“
Sein Mundwinkel zuckte verräterisch, aber er atmete tief durch, und meinte schließlich: „Heb‘ dir solche Scherze für’s Privatleben auf, Anne!“
„Würde ich ja gerne, aber mein Mann hat so wenig Zeit für mich.“

Er erwiderte nichts darauf, sondern fragte stattdessen: „Sind die Weihnachtskarten bereits gedruckt, oder lässt sich das Motiv noch ändern?“
„Ja“, antwortete ich.
„Also was jetzt?“, fragte er ungeduldig.
„Um ganz ehrlich zu sein“, druckste ich herum, „hat es da wohl eine Verwechslung gegeben. In der Druckerei ist ein etwas anderes Kerzenmotiv gelandet – mea culpa – bei dem die von dir erwähnten Assoziationen bei weitem unwahrscheinlicher sein dürften.“

Erleichtert schnaufte er auf.
„Richte deinem Mann von mir aus, er soll dich mal richtig über’s Knie legen, damit du nicht auf solche blöden Ideen kommst“, trug er mir auf, „und jetzt verschwinde aus meinem Büro!“
„Vielleicht“, erklärte ich unverbindlich, warf ihm einen Luftkuss zu, und verließ sein Büro.

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How to Smalltalk //1413

Szenario: Du bist alleine auf einer Party oder (Nicht-Nerd-)Veranstaltung, kennst dort niemanden, willst aber auch nicht alleine als Mauerblümchen irgendwo herumsitzen.
Vielleicht überwindest du dich ja, und sprichst jemanden an, oder jemand geht auf dich zu, und versucht ins Gespräch zu kommen. Aber worüber unterhält man sich dann?

Mit einem Wildfremden, der aller Voraussicht nach in wenigen Stunden schon wieder aus dem eigenen Leben verschwunden ist, möchte man weder persönliche noch kontroverse Themen anschneiden.
Das Wetter, das Essen und die Veranstaltung sind meist schnell abgehandelt. Danach herrscht das große Schweigen.

Früher habe ich als erstes nach dem Beruf gefragt, bis mir mal jemand nahegelegt hat, dass diese Frage als unverschämt ausgelegt werden kann, weil man aus dem Beruf Rückschlüsse auf das Einkommen treffen könne. Dabei war mir das immer egal. Ich wollte aus dem Beruf nur ersehen, ob es eventuell ähnliche (berufliche) Interessen gibt, durch die sich dann ein weiteres Gesprächsthema ergibt.
Dann dachte ich, es sei interessant, zu erfahren, wo mein Gesprächspartner herkommt. Vielleicht kenne ich die Stadt oder Gegend, oder ich würde gerne einmal dorthin fahren. Das kann zu weiterem Gesprächsstoff führen. Jedoch habe ich schon mehrfach gelesen, dass diese Frage als fremdenfeindlich aufgefasst werden kann. Dabei kann ich sogar mit Preußen kommunizieren, ohne dass ich ihnen ihre Herkunft vorwerfen würde.

Ein weiterer verbreiteter Opener bei schüchternen Menschen, ist es nach einer Selbstverständlichkeit oder Offensichtlichkeit zu fragen – beispielsweise: „Sie sind auch hier?“ Obwohl die Auswertung immer TRUE ergibt, wäre es eine arrogante Dreistigkeit, dann zu erwidern: „Ja, und Ihr Schild ist ebenfalls hier.“ Solche Schild-Fragen sind oft die einzige Möglichkeit für kontaktscheue Menschen, ein Gespräch zu eröffnen. Oder sie sagen eben gar nichts.

Also – worüber redet man mit Meschen, die einem noch völlig unbekannt sind, so dass man ihre Interessen gar nicht erahnen kann? Wie kommt man mit Fremden unverbindlich ins Gespräch, wenn man dabei nicht die Absicht hat, dies weiter zu vertiefen, sondern nur etwas oberflächlichen Smalltalk machen will?

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Eine Frage des Ausgleichs //1412

Der Besuch des Bürgermeisters und seiner Begleiter letztes Wochenende hat mir Ingrid sehr ins Bewusstsein gerufen. Außerdem lese ich immer wieder Aussagen von Männern, dass Frauen sie finanziell ausbeuten.

Ich suchte und fand also bei einem gemeinsamen Spaziergang eine Gelegenheit, dies Thema Carsten gegenüber dezent zur Sprache zu bringen.
„Sag mal, Schatz, was hat Ingrid eigentlich so den ganzen Tag gemacht?“
„Wie? ‚Gemacht‘? Sie war zuhause, und hat sich um die Kinder und das Haus gekümmert.“
„Aber die Kinder waren doch meistens in der Schule, und für das Haus gab es die Haushälterin. Was noch zu tun übrig bleibt, scheint mir nicht übermäßig viel Zeit zu beanspruchen.“
„Ja, schon. Deshalb hat sie sich ja auch so sehr für die Gemeinde engagiert, war im Gemeinderat, zeitweise im Elternbeirat und hat bei mehreren Vereinen mitgearbeitet. Darum ist sie hier ja auch so beliebt gewesen.“

„Und was hat sie für dich getan?“
„Nun, sie hat mich gelegentlich zu Veranstaltungen und Geschäftsessen begleitet – so wie du das auch tust. Und hin und wieder hat sie selbst im Haus eine Feier mit Geschäftsfreunden ausgerichtet.“
„Bei letzterem kann ich natürlich nicht mithalten.“
„Kein Problem. Wozu gibt es Restaurants.“

„Hat es dich nicht gestört, dass sie – ohne wirkliche Gegenleistung – auf deine Kosten lebte?“
„Nein, weshalb sollte es das. Sie war meine Frau – da war das für mich selbstverständlich.“
„Manche Männer sehen das aber anders.“
„Wer denn? Dein Vater? Dein Schwager Thorsten? Dein Freund Benjamin? Sogar mein Bruder Norbert hat keine Probleme damit, obwohl er und Yvonne noch nicht einmal Kinder haben. Um ehrlich zu sein, habe ich aber darüber überhaupt nicht nachgedacht. Wenn das Geld knapp gewesen wäre, wäre es vielleicht anders gewesen. Und schließlich hatte Ingrid ja auch anfangs bei der Firma mitgearbeitet. Ich verdanke ihr also schon einiges, und sie war auch immer loyal.“

„Hat sie sich denn später überhaupt nicht mehr für die Firma interessiert?“
„Sie hat sich die Bilanzen gelegentlich angesehen, und zwei- oder dreimal jemanden für eine Arbeitsstelle empfohlen. Aber sonst – nein.“
„Sie hat also – spätestens seit die Kinder in die Schule kamen – nichts wesentliches für dich oder eure Beziehung getan.“

„So würde ich es nicht ausdrücken, obwohl es nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Aber – sag, Anny – was stellst du heute für seltsame Fragen? Du willst dich doch nicht etwa aus der Firma ausklinken? Du weißt, wie sehr ich deine Kenntnisse und Fähigkeiten schätze, und mich auf dich verlasse.“
„Nein, nein, daran hätte ich nicht gedacht. Ich werde dich schon weiterhin unterstützen.“
„Gut. Es würde mir aber auch nichts ausmachen, deine Ausgaben zu übernehmen, selbst wenn du kein eigenes Einkommen hättest.“
„Ich weiß. Trotzdem bleibe ich lieber finanziell unabhängig. Und ich würde dich auch finanzieren, wenn du alles verlieren würdest.“

Wir blieben kurz stehen, und küssten uns.
Beim Weitergehen nahmen wir das Thema nicht wieder auf.

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Annekdote am Sonntag //1411

„Weißt du, wo mein Stick ist?“
„Ja.“
„Den Joystick meine ich nicht, sondern den 32 Gigabyte USB mit den $Daten.“
„Ach so. Schade. Keine Ahnung, wo du den reingesteckt hast.“

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Vorösterliche Tweets //1410

Schon ziemlich lange halte ich – eigentlich ohne Absicht oder Planung – einen Abstand von 200 Einträgen zwischen dem Veröffentlichen eines Posts und der Wiedererwähnung in einem neuen Eintrag, der alte Tweets mit dem Link darauf, enthält.
Auch heute ist es wieder so weit. Es folgen meine Tweets vom 11. März bis Ostern diesen Jahres.

Es gibt nichts schöneres am Morgen, als aufgespießt aufzuwachen. #Resurrectio
Verleser des Tages: Polizist statt Publizist
Es eiert Zwölfhundertsiebzehn
Diskriminierung von Männern und Jungen ist überall. Und weil ich da nicht mitmache, werde ich als sexistisch bezeichnet. Fem. #Doppelmoral
Die cis-Funktion hat übrigens nichts mit der Normalverteilung zu tun.
Verleser des Tages: ketzt statt hetzt
Heute ist Mariä Verkündigung (AKA Conceptio Christi) – also ist Weihnachten in 9 Monaten.
Unbedarftes Mädchen. Typ gibt sich als Erzengel aus. ???. Dann schwanger. #Parthenogenese
Auf und nieder! Immer wieder! #Karfreitag
Beuget die Knie! – Erhebet euch! – Let’s dance!
Heute ist Blogfrei-Tag.
Verscheiber des Tages: unclear statt nuclear
Von Smombies und Zufallszahlen Zwölfhundertsechzehn
Verhörer des Tages: „gay theory“ statt „gauge theory“
„Pflegemoniale Männlichkeit“
Männerkältung Zwölfhundertfünfzehn
Verleser des Tages: Liegestuhl statt Lehrstuhl
Sommergezwitscher Zwölfhundertvierzehn
Verleser des Tages: Programme statt Propaganda
Castaneae iactae sunt Zwölfhundertdreizehn
Verleser des Tages: Frühling statt Flüchtling
Verleser des Tages: PayPal statt „Pay Gap“
Schließlich ist kein Arbeitgeber so blöd, nur deshalb mehr zu zahlen, weil der Mitarbeiter einen Penis hat. #EPD2016 #GPG
Wenn die Tante nervt .. Zwölfhundertzwölf
Verleser des Tages: Gelder statt Gender
Amsel, Drossel, Fink und Meise ..
„Hilfe, mir fällt nichts ein!“Zwölfhundertelf
Oder besser erst ab Montag. #previousTweet
Hurra! Kleiner Versionssprung! \o/ Ab morgen Dokumentation.😦
Verschreiber des Tages: FSM statt FSME
Domainiertes Zwölfhundertzehn
Twitter spinnt bei mir gerade. Kann momentan niemandem antworten.
Aus dem #EqualPayDay lässt sich nur die Folgerung ziehen, dass Männer offenbar mehr und anspruchsvoller arbeiten.
Verleser des Tages: wireless statt „wir essen“
Ein Abschluss Zwölfhundertneun
Was soll denn das? Ich will in Google Maps reinzoomen. Stattdessen werden irgendwelche Bilder an der Seite angezeigt.
Verleser des Tages: Spermienorität statt Sperrminorität
Oh .. 200 Follower! Danke euch allen!
Es schneit. Bäh!
Der Stoffel Zwölfhundertacht
Nur mal zur Klarstellung: Ein normal geformtes Schnitzel ist _nicht_ kugelförmig.
Verleser des Tages: oval statt oral
#PiTag 2016 Zwölfhundertsieben
Verleser des Tages: heteros statt heroes
Damals in der Vergangenheit Zwölfhundertsechs
Aus den Suchanfragen: „deutschland deine patriarchen“
Verleser des Tages: beatmet statt beamtet
#Blogparade: Frauen und Geld #EPD2016 #women_and_work
Werbebanner Zwölfhundertfünf

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„Spiele meiner Kindheit“ – Blogparade beim @webmasterfriday //1409

Zwar habe ich schon mal irgendwo geschrieben, wie ich als Kind gerne gespielt habe, aber da dies das heute Thema beim Webmasterfriday ist, mein Blogeintrag schon Jahre zurückliegt, und ich nicht schon wieder den WMF ausfallen lassen will, blogge ich über dieses Thema nochmal.

Soweit ich mich erinnere, habe ich als Kind vielseitig gespielt.
Gerne habe ich einfach irgendwelche Gegenstände gezählt, sortiert oder geordnet – und wenn’s nur Buntstifte oder Knöpfe waren. Das ging auch mit Puppen oder Kuscheltieren. Die hatten ja unterschiedliche Größen, Haare, Kleider, und sonstige Sortierkriterien.
Mit Legosteinen habe ich Histogramme gelegt, oder Puppenhäuser gebaut.
Auch gebastelt habe ich gerne. Mit Streichholzschachteln oder leeren Garnrollen kann man wunderschöne Möbel für Puppenhäuser bauen. Die habe ich dann noch mit Bucheinbandfolie überzogen, was ich damals für ungeheuer elegant hielt.
Von Garn-Rollenspielen abgesehen, spielte ich auch manchmal, dass meine Puppen und Kuscheltiere in die Schule gingen, und ich war die Lehrerin – wohl schon ein Ausblick auf meine Besserwisserei.
Zu Weihnachten hatten wir zwei Krippen, deren Figuren ich gerne zum Spielen nutzte.

Nachdem ich Lesen gelernt hatte, standen für mich Bücher im Vordergrund, und Lesen wurde zu meiner hauptsächlichen Freizeitbeschäftigung. Zwischendurch handarbeitete ich vielleicht gelegentlich, z.B. indem ich Puppenkleider erstellte, oder aus Wolle kleine Püppchen bastelte, denen ich aus Streichholzschachteln Autos und sonstige Fahrzeuge fabrizierte.

Mit meiner Familie spielte ich – vorzugsweise am Sonntag Nachmittag, wenn das Wetter zu schlecht für einen Ausflug war – Karten, von Sechsundsechzig bis Tausendundeins, Herzskat und Schafkopf, seltener Mühle, Würfel- oder andere Gesellschaftsspiele.

Ich dachte mir auch selbst Karten- und Würfelspiele aus, die ich dann auf Pappkarton malte und ggf. ausschnitt.

Für meine allerliebsten Spiele brauchte ich aber schon damals kein Equipment, denn sie fanden in meinem Kopf statt.

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Meine 0x2 Cents zur Blogparade #FrauenUndTechnik //1408

Die allermeisten meiner (potentiellen) Kunden oder Auftraggeber sind Männer. Mit Frauen habe ich diesbezüglich nur sehr selten zu tun. Es gibt sie, aber es sind Ausnahmen.
Trotzdem kommt grob die Hälfte aller Supportfälle (also Schwierigkeiten mit Installation, Bedienung, o.ä.) von Frauen.
Beispielsweise gab es neulich eine Kundin, der ich eine bestimme Datei geschickt hatte, und die mir zurückmailte, sie könne den Dateianhang nicht öffnen. Bis dahin war sie eigentlich ganz verständig gewesen. Ich schrieb ihr zurück, dass sie die Datei gar nicht zu öffnen brauche, sondern die Datei im Filesystem abspeichern solle, wo es ein bestimmtes Programm finden könne, und das dann schon wisse, wie mit der Datei zu verfahren sei.
Das alles hatte bereits in der Begleitdokumentation gestanden, obwohl das Verfahren grundsätzlich fast selbsterklärend ist.

Vor längerer Zeit hatte ich dieses Phänomen einmal mit einem Kollegen diskutiert. Er meinte, dass Frauen eben kommunikativer seien, und eher nachfragen, während Männer sich lieber alleine durchbeißen, um so ein Problem zu lösen, anstatt zuzugeben, dass sie nicht klarkommen.
Das kann aber nur einen Teil erklären, denn manche Frauen (durchaus nicht alle!) sind schon sehr begriffstutzig. Aber das kann natürlich auch von der aktuellen Zyklusphase abhängen.

Auch ein Kumpel+, der als technischer Ausbilder arbeitet, und nur ganz selten mal eine Frau in seinen Lehrgängen hat, hat sich erst kürzlich diesbezüglich Luft gemacht. Er meinte, wenn jemand Probleme mache, dann sei es eine Frau. Er habe gerade eine Teilnehmerin gehabt, die – im Gegensatz zu allen anderen – überhaupt keine Ahnung hatte. Mit simpelsten Begriffen wie Histogramm oder Terminator wisse sie nichts anzufangen. Er wundere sich, dass sie ihr Chef überhaupt in so einen Lehrgang geschickt habe, da sie doch keinerlei spezifische Vorbildung habe.
Ich erlaubte mir die Bemerkung, dass ihr Chef sie vielleicht einfach gerne ein paar Wochen loshaben wollte, denn nach der Beschreibung handelt es sich auch sonst um eine unangenehme Person, die unangemessene Ansprüche stellt und eine Vorzugsbehandlung wünscht.
Es wurmt ihn außerdem, dass er seine üblichen, nicht gerade salonfähigen Witzchen, die er sonst zur Auflockerung gerne erzählt, nicht anbringen kann, wenn eine Frau anwesend ist.

Tja .. ich weiß schon, warum ich männliche Mitarbeiter bei weitem vorziehe. #Aufschreie oder sonstige feministische Allüren können wir hier nicht gebrauchen.

Den Entwurf für diesen Blogeintrag hatte ich bereits – mit ziemlich anderer Intention – geschrieben, als ich auf die Blogparade #FrauenUndTechnik bei MANN+HUMMEL aufmerksam wurde, an der ich mich hiermit dennoch beteilige, obwohl mein alter Eintrag mit meinen Erfahrungen als Frau in einem MINT-Beruf sicherlich besser geeignet gewesen wäre, aber ich will mich auch nicht übermäßig wiederholen. In vielen meiner Einträge wird ja das Thema der Blogparade zumindest tangiert.

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Blogmetamorphose (1407)

Als ich vor mehreren Jahren mit dem Bloggen hier angefangen habe, hielt ich es für das einfachste, meine Einträge durchzunummerieren. Auch auf Tags verzichtete ich. Kategorien gab es bei blog.de überhaupt nicht.
Zwar hat so eine streng algorithmisch determinierte Titelvergabe durchaus ihre Vorteile, trotzdem habe ich es schon manchmal bereut, dass ich nicht doch normale Titel vergebe. Denn so ein Index sagt halt überhaupt nichts über den Inhalt aus, und es fällt mir schwer, im Nachhinein ältere Einträge zuzuordnen oder wiederzufinden.
Schon mehrmals habe ich mir deshalb überlegt, ob ich mein Vorgehen nicht ändern soll. Aber all die alten Einträg umzubenennen ist viel zu viel Aufwand. Das will ich mir nicht antun. Inkonsistent soll das Blog aber auch nicht werden. Dagegen sträubt sich die sheldonische Perfektionistin in mir.

Jetzt ist mir eine Art Kompromiss in den Sinn gekommen, den ich in Zukunft beabsichtige umzusetzen.
Ich werde den Posts den Titel geben, mit dem ich sie auch bei Twitter verlinke. Dafür muss ich mir ja eh was passendes oder auch unpassendes überlegen. Das hat sogar den Vorteil, dass ich sie automatisch twittern lassen kann, ohne selbst tätig zu werden.
So kann jeder leichter erkennen, ob der Inhalt ihn vielleicht interessiert. Wobei ich schon darauf hinweise, dass es mich reizt, den Titel etwas irreführend zu formulieren. Er kann also täuschen – aber nicht immer.
Die Tags lasse ich zumindest vorerst unangetastet. Die zu vergeben fällt mir auch bei den anderen Blogs schwer, obwohl ich es dort zumindest versuche.

Nach einigen Tagen, wenn das Interesse daran ziemlich abgeflaut ist, benenne ich die Einträge dann wieder ins übliche Schema um, so dass nur die jeweils neuesten mit aussagekräftigem Titel stehen bleiben. Ich denke, es wird reichen, wenn ich dies einmal die Woche für alle betroffenen Einträge durchführe.
In der URL bleibt der Titel ja erhalten, so dass ich daran ungefähr erkennen kann, um was es in dem Post geht.

Und falls mir dieses neue Vorgehen nach einiger Zeit lästig wird, oder sich andere, unerwartete Nachteile zeigen, kann ich ja immer noch zum altbewährten zurückkehren.

Irgendwelche Einwände, weitergehende Vorschläge oder sonstige Anmerkungen?

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Vierzehnhundertsechs

Am Wochenende hatten wir nur wenig Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang. Da jedoch nach zwei Regentagen die Sonne herausgekommen war, wollten wir wenigstens kurz eine kleine Runde drehen.
Da mir klar war, dass die Wege nach den Regenfällen matschig sein würden, zog ich alte Schuhe an, die allerdings nicht mehr ganz dicht waren.
Auf den anfangs geschotterten Wegen ging das Laufen eigentlich ganz gut. Als wir dann jedoch auf einen Wiesenweg abbogen, um zum Wald zu kommen, waren auf dem Weg immer wieder morastige Stellen und Pfützen. Bei einer besonders breiten Pfütze reichte Carsten mir die Hand, damit ich besser darüber steigen könne. Normalerweise hätte ich das auch geschafft, bloß hatte ich einen knielangen, engen Rock an, der das ausreichende Spreizen meiner Beine verhinderte. Und – patsch! – trotz Schwung landete mein einer Fuß halb in der Pfütze. Der Schuh ließ Wasser durch, und ich bekam einen unangenehm nassen Fuß.

Im Sommer hätte ich einen Minirock getragen. Da wäre mir das nicht passiert.

Winter und Minirock verträgt sich dagegen nicht so gut, weil ich ja so verfroren bin.
Aber da ich ja immer gerne versuche Trends zu setzen, werde ich bei meiner Schneiderin eine neue Kreation in Auftrag geben.
Das Oberteil soll aus einer Art Kasack bestehen, aber mit langen Ärmeln und tailliert. Dazu – aus dem gleichen Stoff – eine enganliegende Hose. Das Oberteil ist gerade so lang, dass nicht auffällt, dass die Hose im Schritt offen ist (weil das einfach praktisch ist).
Als Clou gehört als dritter Teil zu der Kombination eine Art Haube, bis über die Schulter, die Kopf und Hals wärmt, und die Haare vor Wettereinflüssen schützt. Wenn es besonders kalt ist, kann ich sogar einen Tüllschleier von der Haube herunterklappen.
Um auszuprobieren, wie sich die Kombination trägt, habe ich mir bereits einen Stoff in dunkelblau ausgesucht.

Carsten’s Vorschlag wäre gewesen, babyrosa mit Lurexapplikationen, aber das ist mir zu stillos, und auf Pastellfarben (d.h. große Helligkeit) sieht man auch jeden Fleck.

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Vierzehnhundertfünf

Halloween war vorübergegangen, ohne dass das Landhaus beeinträchtigt worden war. Wir hatten uns zu der Zeit allerdings in der Stadt aufgehalten, so dass ich nicht weiß, ob trotzdem Kinder geklingelt haben. Zumindest aber haben sie keinen Schaden durch ihren Unfug angerichtet.
Wie ich es mit Carsten abgesprochen hatte, überwies ich kurz danach eine durchaus großzügige Spende an die Gemeinde.
Der Bürgermeister bedankte sich zunächst schriftlich bei Carsten, äußerte aber den Wunsch zu einem persönlichen Gespräch, um ein bestimmtes Anliegen vorbringen zu können.
Carsten vereinbarte also einen Termin am Wochenende, zu dem auch ein paar andere Personen der Gemeindeprominenz mitkommen würden.

Ich hätte mich ja lieber in einen anderen Raum zurückgezogen, aber Carsten wollte, dass ich dabei bin. Also widerstand ich auch dem Impuls, mich in eine abgeschiedene Ecke des Wohnzimmers mit meinem Strickzeug niederzulassen, sondern setzte mich ostentativ direkt auf die Armlehne von Carsten’s Sessel, so dass er die Hand auf meinen Oberschenkel legen konnte.
Es waren insgesamt sechs Personen erschienen, darunter auch Doris und Dieter.
Carsten bot Drinks aus der Hausbar an. Ich hatte erst Appetit auf einen Baileys gehabt, entschied mich dann jedoch für etwas stärkeres.

Der Bürgermeister hatte einen Geschenkkorb mit einigen regionalen Produkten mitgebracht, und bedankte sich nochmals überschwänglich für die geleistete Spende.
Dann rückte er damit heraus, dass die Gemeinde ja noch weiteren Bedarf nach Geldmitteln habe. Wichtige Bauprojekte stünden an. Die anderen Besucher bestätigten das, und sprachen auf Carsten ein, er könne doch noch mehr Zuschüsse gewähren, man würde ihn auch zum Ehrenbürger machen.
Carsten nahm dies kühl zur Kenntnis. Er hat nicht die Absicht, sich noch weiter finanziell zu engagieren. Die sollen froh sein, dass sie überhaupt etwas bekommen.
Mir gegenüber war die Ablehnung greifbar. Ich bin eben nicht die Heilige Ingrid, deren Verdienste sie immer wieder in den höchsten Tönen lobten. Nur Dieter grinste wiederholt schmierig in meine Richtung.

Als sie nach etwa einer halben Stunde gingen, wandte sich Doris noch direkt an Carsten, um ganz, ganz viele, liebe Grüße an die ach so lieben Mädchen Verena und Fiona und die süßen, kleinen Enkelchen ausrichten zu lassen.

Trotzdem hätte das Wochenende ganz entspannend sein können, wäre Carsten nicht mit den Vorbereitungen einer Geschäftsreise beschäftigt gewesen, die sich ganz kurzfristig erst ergeben hatte, und heute Nacht dazu führen wird, dass ich das Bett alleine wärmen muss.

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Vierzehnhundertvier

Heute ist der Internationale Männertag.
Seit Wochen überlege ich bereits, wie ich diesen Anlass in meinem Blog am besten darstelle. Eine Auflistung, wo Männer in unserer Gesellschaft benachteiligt sind (die gesetzlichen Diskrepanzen in Deutschland lassen sich hier nachlesen)?
Oder eine lange Lobrede? Vielleicht sogar ein Loblied?

Da mir eine zündende Idee fehlt (und auch ein wenig die Zeit), beschränke ich mich darauf, allen Männern einen schönen Männertag zu wünschen. Ihr seid toll, ihr seid großartig!
Und dessen bin ich mir nicht nur heute bewusst.

Ebenfalls heute ist auch der UN-Welttoilettentag, zu dem ich alle Männer ermutigen möchte, Toiletten stehend zum Wasserlassen zu nutzen. Nach einer unwiderlegten Hypothese fördert diese Stellung die Manneskraft.
Außerdem wirken stehende Männer sowieso maskuliner.

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Vierzehnhundertdrei

Etwa einmal im Monat (bei Bedarf auch öfter) ist Führungskräftemeeting in der Firma.
Oft kann ich mich davor drücken, denn meine Softworker betrifft nur wenig, und wenn doch, so habe ich ja einen sehr direkten Draht zum Chef. Viele konkrete Fragen kann ich auch mit den jeweils betroffenen technischen Abteilungsleitern unmittelbar klären. Dazu müssen nicht alle anderen dabei sein.

Diesmal jedoch hatte ich selbst zwei Topics auf die Agenda gesetzt, die ich gerne allgemein ansprechen wollte.
Da waren zum einen die bevorstehenden Jahresabschlussfeiern, die nächstes Jahr nicht mehr (offiziell) stattfinden werden, genauso wie die Volksfestbesuche. Stattdessen wollen wir für die ganze Belegschaft ein Sommerfest ausrichten. Ich hatte das bereits mit dem Chef besprochen, und er hatte mich gebeten, das Thema beim Meeting zu übernehmen, um alle Führungskräfte angemessen zu informieren.

Beim anderen Punkt ging es um den Zukunftstag, den ich nächstes Jahr Ende April wieder durchführen möchte. Allerdings würde ich dazu auch gerne die nicht-technischen Abteilungen einbinden. Dazu bat ich um Feedback und Vorschläge bis zum Dezember-Meeting. Wenn es mir gelingt, auch „typische Frauenberufe“ vorzustellen, kann den teilnehmenden männlichen Schülern die Schulfreistellung nicht mehr verweigert werden. Auch wenn das nur Makulatur ist, und ich den Fokus weiterhin auf technische Berufe lege, verstärkt es meine Argumentationsmöglichkeiten gegenüber den Schulen enorm.
Die grobe Planung soll bis Ende Januar feststehen, so dass ich die Ankündigungen herausschicken kann. Die Einzelheiten kann ich danach noch mit den jeweiligen Abteilungsleitern absprechen.

Es standen noch mehr Topics auf der Tagesordnung, die ich hier aber ganz bestimmt nicht alle nennen will. Ein wesentlicher Punkt war jedoch noch die vorgesehene Umstrukturierung nächstes Jahr.
Der kaufmännische Leiter (und stellvertretende Geschäftsführer) geht dann nämlich in Rente, was ein Anlass ist, die Organisation am hiesigen Standort anders aufzuziehen. Dann wird es noch zwei große Bereiche geben, in die die einzelnen Abteilungen aufgeteilt werden. Der Nachfolger des kaufmännischen Leiters wird alle nicht-technischen Abteilungen als übergeordneter Vorgesetzter übernehmen – also auch Personalabteilung und – pro forma – das Sekretariat. Die technischen Abteilungen ergeben den anderen Bereich. Etwas unklar ist noch, was mit Vertrieb und Kundenservice geschieht. Die kommen wohl auch zur Technik. Allerdings ohne das Marketing. Das wird wieder eine eigenständige Abteilung in der Nicht-Technik. Der jetzige Marketingleiter ist ja durchaus verständig, so dass man ihm diese Beförderung gönnen kann.
Die anderen Standorte sind teilweise unabhängig, teilweise arbeiten die einzelnen Abteilungen standortübergreifend (weshalb ich mich immer wieder mit Herrn Grau an Standort 4 beschäftigen muss – bei den anderen Standorten gibt es keine Softwareentwicklung).
Die künftige Aufteilung entlastet dann hoffentlich den Geschäftsführer, so dass er sich nicht mehr um jeden Kleinkram selbst kümmern muss. Und ich habe ja noch zeitliche Kapazitäten (im worst case muss das Blog zurücktreten).

Ach ja, und nur so nebenbei bemerkt: Ich stehe unheimlich darauf, mir etwas mansplainen zu lassen. Hach ..

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Vierzehnhundertzwei

Sabine war auf die Idee gekommen, mich an Buß-und-Bettag zu besuchen, weil sie an einem schulfreien Tag besser Zeit hat. Außerdem wollte sie in der Stadt auch ein paar Einkäufe und Erledigungen machen.
Bis auf das Baby, das noch gestillt wird, hatte sie vor, ihre Kinder der Obhut derer Großeltern zu überlassen. Diese hielten es allerdings für eine noch bessere Idee, wenn sie ebenfalls mitkämen.

So fuhren sie also gestern alle zusammen im Kleinbus in die Stadt.
Um den ganzen Tag mit ihnen zu verbringen, hatte ich weder Zeit noch Lust, so dass ich nur eine Zeitlang mit ihnen durch das Einkaufszentrum zog, und sie anschließend zum Griechen zum Essen einlud. In meiner Wohnung wäre es für so viele Personen zu eng gewesen.
Carsten war geschäftlich unterwegs, so dass er uns keine Gesellschaft leisten konnte. Ich nehme an, dass es ihm ganz recht so war.

Wir saßen also – 4 Erwachsene und 4 Kinder – an einem der größten Tische. Sabine hatte Kristina auf dem Schoß. David hatte sich nicht davon abhalten lassen, auf meinen Schoß zu klettern, und wollte dort unbedingt Hoppe-Reiter machen. Normalerweise bin ich es, die reitet. Aber so blieb mir nichts anderes übrig, als David auf meinen Beinen herumhopsen zu lassen, und dabei zu singen.

An der Wand war ein Bild, das wohl nackte Bacchanten darstellen sollte – allerdings nicht so ganz realistisch. Gerade als die Bedienung kam, fragte mich David in voller Lautstärke: „Dande Anne, warum ham die Männer da denn kein‘ Bibbimax?“
Sabine lief knallrot an, meine Mutter stotterte etwas, Heidi und Robin feixten, und die Bedienung versuchte so zu tun, als hätte sie nichts gehört.

Ansonsten liefen die Tischgespräche einigermaßen harmonisch. Es ging halt vor allem um Nachbarschaftsklatsch und die Fortschritte der Kinder. Mein Vater betonte immer wieder, dass der designierte US-Präsident so alt sei wie er. Meine Mutter erinnerte mehrmals daran, dass im Kofferraum von Sabine’s Kleinbus noch etliche Gläser mit Eingemachtem stünden, die sie mir mitgebracht habe. Von der Himbeermarmelade abgesehen, habe ich daran aber kein Interesse. Naja, Stangenbohnen und Mangold (welch wunderschönes Wort!) sind auch nicht schlecht. Vielleicht auch eingemachte Birn’schnitz‘.
Heidi und Robin löcherten mich mit Fragen aller Art, von denen ich nur einen geringen Teil beantworten konnte. Besonders meine Eltern hatten ihnen immer wieder gesagt, wenn sie selbst nicht weiter wussten: „Do frogsde mol die Dande Anne. Die isso gscheid, die wess des ehr.“ Naja, um Kinderfragen zu beantworten, fehlt mir wohl das Verständnis und die Geduld.
Beispielsweise (das war noch eine der nachvollziehbaren Fragen) wollten sie wissen, warum aus der Brust ihrer Mutter Milch für ihr Schwesterchen käme. Also hob ich an, was mir ex tempore so einfiel (bin schließlich mit dieser Thematik nicht gerade vertraut), dass der Saugreiz die Produktion von Prolaktin und Oxytocin anrege, wovon das erstere für die Milchproduktion verantwortlich sei, das letztere den Milchflussreflex auslöse. Allesamt schauten sie ziemlich verständnislos, woraufhin meine Mutter dann erklärte, dass der liebe Gott schon dafür sorge, dass kleine Kinder von ihrer Mama, die sie ja so lieb hat, Nahrung bekommen.

Da Sabine die ganze Zeit das Baby im Arm hatte, brauchte sie länger zum Essen als wir anderen. Ich war David immerhin losgeworden, als das Essen serviert worden war.
Inzwischen war Kristina eingeschlafen, so dass Sabine sie vorsichtig von ihrer Brust lösen konnte. Daraufhin hörten wir eine Art lautes Gurgeln in ihrem Bauch, dann breitete sich auch schon ein seltsamer Geruch aus, und Sabine rief. „Ach, nein! Dass das gerade hier passieren muss!“ Kristina blinzelte, und war wieder wach.
Da das Restaurant keinen Wickelraum hatte, brachen wir ziemlich überstürzt auf. Da meine Wohnung keine zehn Gehminuten entfernt war, bot ich Sabine wohl oder übel an, mit Kristina zur Wohnung zu kommen, um ihr dort die Windel zu wechseln. Die anderen wollten schon Richtung Stadtmitte vorausgehen, um – trotz leichten Regens – noch einen Stadtbummel zu machen.

Unterwegs (mit Kinderwagen und beschirmt) erzählte mir Sabine von ihren Befürchtungen, dass Thorsten’s Arbeitplatz gefährdet sei. Der größte Arbeitgeber des Landkreises will ja massiv Stellen abbauen, was sich auch auf den Zulieferer auswirkt, bei dem Thorsten arbeitet. Ich beruhigte Sabine, dass sie sich nicht zu viele Sorgen machen solle. Schließlich arbeitet Thorsten schon sehr lange dort, und sein Arbeitgeber muss bei betriebsbedingten Entlassungen auch soziale Aspekte berücksichtigen. Da wird er einem Alleinverdiener mit vier Kindern nicht so einfach kündigen.

Was ich vom Wickeln mitgekriegt habe, wollt ihr nicht wissen. Letztendlich war Kristina aber wieder sauber und wohlriechend in frische Kleider gehüllt.
Sabine’s Hose hatte auch etwas abgekriegt, und wir beratschlagten, ob ich ihr einen Rock von mir leihen solle. Da ich aber keinen geeigneten und passenden für sie hatte, und die Verschmutzung ihrer Hose (nach einigem Rubbeln) nur geringfügig war, beließen wir es dabei.

Sie ging dann mit Kristina wieder in die Stadt, um die anderen zu treffen. Ich blieb in der Wohnung, und arbeitete für den Rest des Arbeitstages dort.
Bevor die Verwandtschaft wieder heimfuhr, kamen sie noch kurz bei mir vorbei, um mir die Einmachgläser zu bringen. Ich bot ihnen zwar noch ein Getränk an, aber sie wollten schnell heim, um abends noch in die Kirche gehen zu können.

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Vierzehnhunderteins

Ich habe meine Gründe, warum ich schon wieder Twittereien bringe. Diesmal sind es die vom 24. Februar bis 10. März 2016. Viel Spaß beim Lesen!

Zeit für Frühlingsgefüh.. *gähn* .. äh ..müdigkeit.
Verschreiber des Tages: Kater statt Krater
62 Seiten Diss, und dabei noch Abgeschriebenes und Fehler? Da hat jede Spec ein höheres Niveau. #Zensursula
Busenisses Zwölfhundertvier
Verleser des Tages: Unterfranken statt unfrankiert
K a f f e e !
Gezwitschertes Zwölfhundertdrei
Bei #StarkeFrauen muss ich immer an russische Kugelstoßerinnen denken.
#WeltFrauenTag WFT? WTF?
Verleser des Tages: frosch statt frisch
Noch inoffiziell Zwölfhundertzwei
Verleser des Tages: erigieren statt emigrieren
Programmierkunst Zwölfhunderteins
Verleser des Tages: Chlamydien statt Clansystem
Unerwarteter Anruf Zwölfhundert
Verhörer des Tages: Maus statt Mars
I don’t like Fridays.
Popoleeres Elfhundertneunundneunzig
Ob die @Radarfurie auch so ein Satireaccount ist wie @KatrinaR47?
Wenn es nicht allen gleich gut gehen kann, soll es halt allen gleich schlecht gehen. #Prokrustes
Verleser des Tages: Wehrdienst statt Webdienst
36 Fragen – das 2. Dutzend Elfhundertachtundneunzig
Verleser des Tages: Sauna statt Sauerei
Beraterin im Anmarsch Elfhundertsiebenundneunzig
Aus Rücksicht auf unsere indischen Mitmenschen sollten wir künftig kein Rindfleisch mehr essen.
Verhörer des Tages: Borg statt Volk
Binäre Logik hat ihre Grenzen.
Word nutzt offenbar nur 1 Word (16 bit) für die Zeilennummer.
Was gesucht wurde Elfhundertsechsundneunzig
Reduziert mich nicht auf mein Gehirn!
Verschreiber des Tages: „Test des Rages“ statt „Rest des Tages“
Ein seltenes Datum Elfhundertfünfundneunzig #Schalttag
Verschreiber des Tages: Hardon statt Hadron
Sonnig, aber kalter Wind.
Verschreiber des Tages: Erigiernis statt Ereignis
Bumsphallahoppsassa.
Kein (neues) Auto Elfhundertvierundneunzig
Besser Stroh im Bad als im Kopf
Verleser des Tages: postkoital statt postkolonial
Kaffee-Dilemma Elfhundertdreiundneunzig
Ha-ha-hatschi!
Verhörer des Tages: Mythos statt Menthos
Verleser des Tages: Hunde statt Hundert
Mails von Kunden, und solchen, die es (vielleicht) werden wollen Elfhundertzweiundneunzig
Verleser des Tages: Prostitution statt Position
Heiße Zwitschereien Elfhunderteinundneunzig

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Vierzehnhundert

Dieses Jahr findet noch einmal eine Jahresabschlussfeier aller technischen Abteilungen statt.

Nächstes Jahr soll es anders laufen. Auch der gemeinsame Volksfestbesuch fällt dann flach. Stattdessen gibt es ein großes Sommerfest für den ganzen hiesigen Standort.
Wir hoffen auf trockenes, warmes Wetter, brauchen aber noch ein Alternativkonzept, falls das Wetter doch nicht mitspielt.

Im Innenhof soll ein großer Grill aufgestellt werden, wo der Chef persönlich (wenn auch nur zeitweise) grillt.
Ich freue mich schon auf eine Bratwurst.

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Dreizehnhundertneunundneunzig

Gelegentlich wird Carsten von Geschäftsfreunden zum Essen eingeladen, und ich bin manchmal als Begleitung – nolens volens – dabei.
In Restaurants ist das Essen wenigstens meist gut (zumindest solange es kein Schickimicki-Restaurant ist). Aber viele Gattinnen dieser Geschäftsfreunde haben den Ehrgeiz, selbst zu kochen. Dann ist das Essen auch häufig lecker, aber eben nicht immer.
So waren wir vor einiger Zeit eingeladen. Die Frau des Gastgebers (beide recht korpulent) hatte zusammen mit einer Freundin das Menü zubereitet, und erklärte jetzt in aller Ausführlichkeit, dass alle Gäste heute einmal so richtig zulangen könnten. Sie hätte nur Zutaten mit „fast ohne Kalorien, kaum Fett und völlig ohne Zucker“ ausgewählt.
So sah das Essen dann auch aus: „low carb – low fat – low taste“. Ich aß nur ein wenig unbearbeitete Paprika, Gurke und etwas Obst. Schließlich will ich meinen Stoffwechsel nicht mit irgendwelchen Süßstoffen o.ä. aus dem Tritt bringen, noch meinen Magen mit nährwertarmen Speisen vollstopfen.
Als Getränke gab es zuckerfreie Softdrinks, alkoholfreies Bier und (auf ausdrückliche Nachfrage hin) koffeinfreien Kaffee. Man kann es mit der Freiheit wirklich übertreiben, weshalb ich mich auf Mineralwasser beschränkte.
Bei der Verabschiedung meinte dann die Frau des Gastgebers (mehr zu ihrer Freundin hin), es sei kein Wunder, dass ich so schlank sei, schließlich hätte ich kaum etwas gegessen. Auf die Idee, dass ich nur wenig gegessen habe, weil mir ihr Zeug nicht schmeckt, und ich mir dadurch nicht den Appetit verderben will, kommt sie nicht. Ich war aber – wieder mal – viel zu höflich, und erwiderte nichts, sondern lächelte nur. Soll sie denken, was sie will, und das meinetwegen ruhig als Bestätigung ihrer Vermutung nehmen.

Ein andermal waren Carsten und ich wieder bei einem Asiaten mit All-you-can-eat-Buffet. Ich schätze solche Buffets sehr. Die Selbstbedienung erlaubt mir, von jeder Speise, die ich möchte, gerade so viel zu nehmen wie ich will. Nur dort kann ich von vielen köstlichen Speisen jeweils nur kleine Mengen nehmen, und somit vieles Unterschiedliche probieren, gerade so wie ich mag, und ohne mit irgendwelchem Bedienpersonal kommunizieren zu müssen.
Wie schade, dass man nicht auf Vorrat essen kann!
Diesmal war aber auch ein Kind (vermutlich irgendwo zwischen sieben und zwölf Jahren, und von mir aufgrund des Haarschnitts und der Kleidung eindeutig als Junge identifiziert) anwesend, das mir immer wieder beim Buffet zuvorkam. Es hatte einen großen Teller, und schaufelte größere Mengen einzelner Gerichte darauf – gerade von denen, die ich mir auch gleich nehmen wollte. Mehrmals musste ich so warten, während das Kind kleckerte, und sich bestimmt mehr auflud, als es essen konnte, und insbesondere die gebackenen Bananenbällchen vollständig abräumte.
Wie der Zufall es wollte, saß es mit seinen Eltern am Nebentisch, so dass ich es nicht immer vermeiden konnte, dass einzelne Gesprächsfetzen an mein Ohr drangen. Auf diese Weise erfuhr ich, dass das Kind tatsächlich ein Mädchen war.
Aufgrund meiner Befremdung darüber fällt mir dazu kein Schlusssatz ein.

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Dreizehnhundertachtundneunzig

Noch letzte Woche hatte ich Carsten erzählt, dass Alex mich um ein kurzes Treffen gebeten hätte. Er nahm das aber sehr gelassen zur Kenntnis, und meinte nur, dass ich schon selber wissen würde, was ich tue. Vor über vier Jahren war seine Reaktion da noch ganz anders gewesen. Erleichtert verzichtete ich jedoch darauf, ihm bei einem Shittest Gleichgültigkeit zu unterstellen.
Alex hatte mich gestern nochmals angerufen. Wir haben nur einen Termin ausgemacht. Wo wir uns genau treffen, werden wir kurzfristig vorher noch vereinbaren.

Freitag abend.
Ich schaute halb Harry Potter, halb langweilte ich mich.
Carsten war in seinem Arbeitszimmer, um einige Arbeiten zu erledigen.
In der Werbepause ging ich hin zu ihm, quetschte mich irgendwie zwischen Schreibtisch und Stuhl, indem ich mich rittlings auf seinen Schoß setzte.
„Na, du, mein Muggelchen“, säuselte ich ihm verführerisch zu.
Anstatt über die Störung ungehalten zu sein, lachte er amüsiert: „Was bist du heute wieder bezaubernd, Anny“, und hatte seine Hände bereits unter meinem Hemdchen.
Wir küssten uns ausgiebig. Dann rollte er seinen Stuhl ein Stück zurück, so dass ich genügend Platz hatte, seine Hose zu öffnen. ..

Noch ein anderes Thema:
Ab und zu zickt WordPress rum. So kommt es sporadisch vor, dass keine Pingbacks verschickt werden. Eigentlich ist es mir ziemlich egal, ob da Rücklinks gesetzt werden oder nicht. Was mich jedoch sehr stört, ist, dass dadurch Inkonsistenzen entstehen: meist gibt es Links, aber unvorhersehbar manchmal auch keine. Das passt einfach nicht zusammen!
In solchen Momenten fühle ich mich Sheldon so nahe. Nur kann ich leider meinen Unmut nicht genauso charmogant rüberbringen wie er.

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Dreizehnhundertsiebenundneunzig

Die Frage, ob das Internet die Gesellschaft spaltet ist heute Thema des Webmasterfriday.
Darüber könnte man natürlich Romane schreiben, aber ich beschränke mich auf einzelne Aspekte.

Zunächst stellt sich mir die Frage, warum es überhaupt unterschiedliche Meinungen gibt, und wir nicht alle die gleiche, alleine „richtige“ (eventuell gesellschaftlich vorgegebene) Meinung teilen (und auch nicht den Mantel).
Nun, jeder Mensch wird mit anderen genetischen Eigenschaften geboren, wächst in einem anderen Umfeld auf, andere Erziehung, andere Bildung, .. so dass zwei nicht-identische Menschen (sogar eineiige Zwillinge) niemals identische Voraussetzungen haben.
Aufgrund unterschiedlicher Begabungen und Bedürfnisse werden zwei Menschen neue Informationen auch unterschiedlich bewerten. Jeder gewichtet und priorisiert anders, weil die Datenbasen sich unterscheiden. Dabei gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“, weil niemand eine wirklich vollständige und objektive Datenbasis hat.
Es ist auch völlig natürlich, dass jeder zunächst an sich selbst und seine eigenen Interessen denkt. Ein gesunder Egoismus ist normal und völlig in Ordnung, solange dadurch niemand anders beeinträchtig wird.
Unterschiedliche Meinungen verschiedener Personen können sich so nur aneinander annähern, aber nie in sämtlichen Aspekten übereinstimmen, selbst wenn jeder aus den gegebenen Informationen immer die folgerichtigen Schlüsse zieht.
Trotz unterschiedlicher Meinungen können diese Menschen aber konstruktiv miteinander diskutieren und verhandeln, auch wenn es nicht immer zu einem Konsens kommt.

Dann gibt es noch die Art von Personen, die weder Tatsachen noch logsche Schlüsse brauchen. Ihnen genügt es, wenn sie „die Wahrheit“ irgendwie fühlen, oder kritiklos unbelegte Behauptungen anderer glauben, nur weil ihnen das so gefällt.
Durch ihre Faktenresistenz ist es i.A. kaum möglich, mit solchen Leuten einen konstruktiven Dialog zu führen. Das ist meist reine Zeitverschwendung.

Das Internet nun wirkt enorm katalytisch, was den Meinungsaustausch unter den Menschen angeht. Jeder kann seinen Senf zu jedem beliebigen Thema frei und in Echtzeit allen Interessierten mitteilen. Früher waren die Möglichkeiten des Einzelnen da wesentlich begrenzter. Noch in meiner Jugend war ein Leserbrief an eine Zeitung so ziemlich die einzige Möglichkeit eines Normalverbrauchers, seine Gesinnung kund zu tun.
Durch Social Media finden Gleichgesinnte schnell zusammen, die sich einander in ihren Ansichten bestärken. Das ist zunächst nichts schlechtes. Man muss ja nicht immer auf Konfrontation aus sein, sondern möchte sich einfach nett mit anderen unterhalten.
Es bilden sich jedoch Filterblasen, die keine anderen Meinungen mehr durchlassen, und Andersdenkenden oft unversöhnlich gegenüberstehen.
Abweichende Ansichten werden nicht mehr durchdacht oder wenigstens tolerant zur Kenntnis genommen, sondern als Hatespeech diffamiert – und das möglichst öffentlichkeitswirksam. Wer nicht der gleichen Meinung ist, ist der Feind. Wer nicht ausdrücklich „dafür“ ist, ist „dagegen“.

Diesen Effekt gibt es leider mehr als genug im Internet. Allerdings mache ich das Internet dafür nicht ursächlich verantwortlich. Es ist lediglich der Beschleuniger, der die ungehinderte Kommunikation von Menschen ermöglicht, die sonst nie miteinander zu tun gehabt hätten.
Ich sehe im Internet mehr Chancen, da wir dadurch an schnellere und umfassendere Informationen kommen als je zuvor.
Es liegt an uns, was wir daraus machen.

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Dreizehnhundertsechsundneunzig

Zwar ist meine Zeitsituation heute relativ entspannt (nur ein wenig Käferquälen auf der Agenda), aber da es kein aktuelles Thema (zum Tr(i)ump(f) will ich nichts sagen, aber diese election konnte ja nur mit einem unerfreulichen Ergebnis enden) gibt, meine Fülleinträge ziemlich aufgebraucht sind, und die letzten Tweets schon wieder ein paar Wochen zurückliegen, gibt es halt heute trotzdem meine Tweets vom 7. bis 23. Februar 2016.

#ExpertenArbeitRetten
Verleser des Tages: Benachrichtigungen statt Benachteiligungen
Aus besonderem Anlass Elfhundertneunzig
Bin dann mal offline für den Rest des Tages. Have a good time!
Heute kein Jour-fixe, sondern .. verrat ich nicht!
Verleser des Tages: Tabelle statt Tablette
Ausgepornt Elfhundertneunundachtzig
Verleser des Tages: Spermien statt Sperrungen
36 Fragen „zum Verlieben“, 1 bis 12 Elfhundertachtundachtzig
Ernstgemeint oder satirischer Feminismus? (so kann man auch Hausarbeit prokrastinieren)
13:32 UTC+1, 36 * 37 = 1332
Dummheit hat keine Obergrenze.
Verleser des Tages: Meistkommentiert statt Meistkonsumiert
Wenn man trotzdem lacht Elfhundertsiebenundachtzig
Verleser des Tages: Gemütsruhe statt Gemüsebrühe
Erschreckend: Penny sieht bei den neuen #TBBT-Folgen so richtig alt aus.
Entwicklungsstatus Elfhundertsechsundachtzig
Kokoswaffeln als Nachtisch .. köstlich!
Wenn ich mich unterdrücken lassen will, dann lass‘ ich mich unterdrücken. Dass geht Feministinnen nichts an.
Verleser des Tages: Autistinnen statt Assistentinnen
Telefon Elfhundertfünfundachtzig
Verleser des Tages: Account statt Accent
Von Gewalt betroffen Elfhundertvierundachtzig
Was Sex für den Körper, ist Mathematik für den Geist.
„Werde Feminist, und du kriegst grandiosen Sex!“
Verleser des Tages: „nervt mich“ statt „nennt mich“
Phallentinstag Elfhundertdreiundachtzig
Nuss-Sahne-Torte .. lecker!
Pauschalierende Aussagen deuten nicht auf eine durchdachte und differenzierte Sichtweise hin.
Verleser des Tages: Käfer statt Käffer
Big Five Elfhundertzweiundachtzig
Ich misstraue Menschen, die behaupten, stets die Wahrheit zu sagen.
Verleser des Tages: erigier statt engineer
Das Orakel in der Kiste Elfhunderteinundachtzig
Heute hektisch .. Kaffee required.
Verleser des Tages: Expertinnen statt Experimenten
Wochenendbesuch, Nachtrag Elfhundertachtzig
In der #Fastenzeit werde ich weder rauchen, noch übermäßig Alkohol konsumieren, noch mein Smartphone benutzen.
Verleser des Tages: „Miss Bangalore“ statt „Kiss Bang Love“
Der Tag, an dem Pfarrer ganz offiziell Kindergesichter beflecken und beschmieren.
Es beginnt mit A und endet mit och.
Wo sind sie geblieben? Elfhundertneunundsiebzig
Verschreiber des Tages: beleibt statt bleibt
Verleser des Tages: Fasching statt Faschist
Wochenendbesuch, 2. Teil Elfhundertachtundsiebzig #FeminismIsEvil
Alles klebt! #How2EatAKrapfen
Verhörer des Tages: Hosenmontag statt Rosenmontag
Verleser des Tages: Onanierstraße statt Oranierstraße
Wochenendbesuch, 1. Teil Elfhundertsiebenundsiebzig
„Hör auf die Stimme“ – Dafuq?
Heute ist e-Tag

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Dreizehnhundertfünfundneunzig

Eigentlich hätte das erste Projekttreffen der Mediziner schon früher stattfinden sollen, aber sie hatten sich nicht auf einen gemeinsamen Termin einigen können. Auch diesmal waren nicht alle Beteiligten anwesend.

Norbert hatte mit mir vereinbart, mich am Spätnachmittag vom Büro abzuholen, und dann gemeinsam zum geplanten Treffpunkt zu fahren, und mich anschließend wieder heim zu bringen.
Ich hatte mein Notebook mit einer vorbereiteten Präsentation zwar dabei, hatte aber schon im Vorfeld geahnt, dass es im vorgesehenen Besprechungsraum keinen Beamer geben würde, weshalb ich die wichtigsten Daten noch einmal als Handout ausgedruckt hatte.
Meines Erachtens wäre es sinnvoll, das nächste Mal das Projekttreffen in der Firma abzuhalten. Ich werde das mit Carsten klären. Das ist dann auch für mich einfacher, und es gibt dort alle Bürogeräte, die man eventuell braucht.
Wie zu erwarten, verstanden die Ärzte die technischen Einzelheiten, die ich ihnen darlegte, kaum. Immerhin kam kein nennenswerter Widerspruch, und der Name der Domain wurde auch festgelegt, so dass ich ihn mir gleich sichern und registrieren kann.

Auf dem Rückweg geschah es auf der Treppe – ich weiß nicht, es kann Zufall gewesen sein, oder auch nicht, meines Erachtens aber zumindest vermeidbar – dass Norbert’s Hand meinen Po deutlich streifte.
Ich ignorierte es (wenn ich nicht gebunden wäre, hätte ich allerdings aufgeschlossener reagiert), frage mich aber seither die ganze Zeit, ob es Absicht war. Keinesfalls werde ich Carsten davon erzählen. Selbst wenn das Grabschen vorsätzlich gewesen sein sollte, will ich aus dieser Art Anerkennung und Kompliment bestimmt kein Drama machen, und kann es Norbert auch nicht verdenken, denn schließlich fühlt sich (wie ich aus zuverlässiger Quelle weiß) mein Hinterteil „einfach wahnsinnig gut“ an. Das muss für einen Mann ein haptischer Genuss sein, so ähnlich wie das Streicheln des seidigen Fells einer Katze (und der Katze gefallen die Streicheleinheiten schließlich auch). Außerdem habe ich auch eine Schwäche für Männer mit gutem Geschmack, die sich trauen, die Gelegenheit zu nutzen, insbesondere da heutzutage unsere Gesetze immer prüder, restriktiver und sexfeindlicher werden. Und schließlich ist so ein freundlicher Pograbscher (durch die Kleidung durch) wesentlich angenehmer als einander bei der Begrüßung abzubusseln – uääh! Sogar angenehmer als ein Händedruck, der ja mit unhygienischem Hautkontakt verbunden ist. Nach meinem persönlichem Empfinden es es auch weit weniger übergriffig als dieses unsägliche „Deckel-hoch-der-Kaffee-kocht“ aus meiner Schulzeit.
Zwischen Norbert und Yvonne scheint es seit längerer Zeit zu kriseln, so dass Norbert möglicherweise Nachholbedarf hat.
Geplanten Vorsatz schließe ich eigentlich aus. So dumm wie Patrick ist er nicht. Er wird es bestimmt nicht mit seinem Bruder verscherzen wollen, und sicherlich ist ihm bewusst, dass ich den Einfluss habe, den Geldstrom für das Projekt jederzeit versiegen zu lassen. Eine spontan-impulsive Unbedachtsamkeit aufgrund temporären Blutdefizits seines Gehirns halte ich dagegen für plausibel. Schließlich ist mein einladend-ausladender Hintern nicht nur zum Draufsitzen gut. So ein harmlos-freundlicher Grabscher tut nicht weh, macht nichts kaputt, verursacht auch sonst keinerlei Schaden. Im Gegenteil – die dadurch ausgedrückte Bewunderung schmeichelt der Eitelkeit, da es ein Beleg für die eigene Attraktivität ist. Warum also echauffieren sich manche Frauen so darüber, und machen für weit harmlosere Angelegenheiten einen #Aufschrei?

Vor der Wohnung angekommen, fragte ich Norbert, ob er noch mit hinauf will, um mit Carsten zu reden, aber er lehnte ab.
Nun ja, wir hätten gleich abklären können, ob Carsten die Räumlichkeiten für die künftigen Projekttreffen zur Verfügung stellt. Aber das ist nicht so dringend, und außerdem war es mir auch lieber, gleich mit Carsten alleine zu sein, als erst noch einen Besucher betreuen zu müssen.

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Dreizehnhundertvierundneunzig

Für die freie Vorzimmerstelle haben wir jetzt eine Bewerberin, die meiner Ansicht nach passen könnte.
Da sie keine EU-Bürgerin ist, gibt es allerdings mehr Formalitäten zu beachten, die die Einstellung verzögern können, aber darum soll sich die Personalabteilung kümmern.
Die Bewerberin spricht deutsch zwar nur mit deutlichem Akzent, aber gut verständlich, und ihr Englisch ist recht ordentlich.
Wenn alles klappt, fängt sie am 1. Dezember hier an, und wird 25 bis 30 Stunden pro Woche arbeiten.

Ein wenig Bedenken habe ich schon, weil ihr Deutsch nicht so gut ist. Wenn sie mit Kunden oder anderen Geschäftskontakten spricht, könnte das einen schlechten Eindruck machen.
Andererseits finden wir wohl auf die Schnelle keine bessere Alternative, und sie soll halt Besucher oder Anrufe möglichst von einer Kollegin übernehmen lassen, und nur wenn sie alleine ist, sich selbst darum kümmern.
Ansonsten macht sie ja einen guten Eindruck, wirkt sympathisch und arbeitseifrig, aber für alle Fälle gibt es erst mal ein Vierteljahr Probezeit, die hoffentlich auch zur Einarbeitung ausreicht. Nach Pareto sollte sie nach etwa einem Monat sich zu 80 Prozent mit ihren Aufgaben einigermaßen auskennen.

Hier in der Region gibt es außer einigen sehr großen Arbeitgebern eine sehr große Anzahl von KMU. Die haben natürlich alle mehr oder weniger Bedarf nach solchen Bürokräften. Das bedeutet, dass der Markt hier ziemlich leergefegt und das Angebot an geeigneten Personen doch recht begrenzt ist. Schließlich zieht wegen eines solchen Jobs niemand von weiter her, und eine größere Pendelentfernung als 20 oder höchstens 30 Kilometer ist auch unangemessen. Man muss also nehmen, was man kriegt.

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Dreizehnhundertdreiundneunzig

Wieder mal habe ich Probleme mit XML.

Ein Kunde möchte ein Programm, das jenes gewisse, von mir gelegentlich erwähnte Dateiformat nach bestimmten Vorgaben nach XML konvertiert.
Da es dafür keine allgemeingültige Dokumenttypdefinition gibt, habe ich die selbst entwickelt.

So weit, so gut.
Eigentlich war ich mit der Programmentwicklung schon weit vorangeschritten. Jetzt hat sich jedoch ein Fehler offenbart.

In weiser Voraussicht hatte ich die vorkommenden Zeichenketten in einen CDATA-Block eingekapselt, in der Annahme, dass dort auch einzelne Nicht-ASCII-Zeichen zulässig sind (zumindest wenn man UTF-8 als Encoding wählt).
Tja .. und jetzt hat es bei einer vom Kunden zur Verfügung gestellten Testdatei den XML-Parser, der die Gültigkeit des Dokumentes überprüfen sollte, rausgehaut.

Also habe ich nachgesehen, wo das Problem liegt, und siehe da: Da ist ein Nicht-ASCII-Zeichen in einem String, wo es eigentlich gar nicht sein dürfte.
Die Ursache liegt also in einer von vornherein nicht-validen Testdatei.
Das kommt gar nicht so selten vor, dass existierende Dateien eigentlich nicht konform zur Standardspezifikation sind. Die Hersteller schludern da alle mehr oder weniger.
Aber was soll ich machen? Ich darf den Inhalt ja nicht einfach verändern.

Als – vorübergehenden – Workaround ersetze ich jetzt alle entsprechenden Nicht-ASCII-Zeichen (also n > 127) in Textstrings durch eine äquivalente Entity der Form „&#n;“.
Das ist zwar keine Lösung, aber wenigstens komme ich erst mal weiter, und kann mir später noch Gedanken darüber machen, wie ich damit verfahre.

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Dreizehnhundertzweiundneunzig

Ein Telefonanruf unterbrach mich bei der Hausarbeit.
„Nühm“, meldete ich mich kurz.

Kurze Stille an der anderen Seite, dann: „Hallo Anne. Ich bin’s, Alex ..“.
Mein interner Alarmstatus schaltete von grün auf gelborange, als ich mich daran erinnerte, wie er unsere Freundschaft++ überinterpretiert hatte.
„Oh .. hallo, Alex“, erwiderte ich reserviert.

„Es tut mir leid, dass ich mich bei unserem letzten Aufeinandertreffen so .. peinlich benommen habe. Ich war einfach zu überrascht, dich unvorbereitet zu sehen.“
„Hm. Schon OK. Deswegen rufst du an?“

„Teils. Ich bin im Dezember eine Woche lang beruflich in $Trichterstadt, und würde mich gerne mit dir auf einen Kaffee treffen.“
„Ich halte das nicht für eine gute Idee“, versuchte ich abzuwiegeln.
„Bitte, Anne. Ich möchte die Sache einfach wieder bereinigen und klären, damit das nicht so offen zwischen uns steht. Ich kann meine Termine so legen, dass ich jederzeit nach $NichtImSauerland fahren kann, wenn es dir passt.“

„Ich weiß nicht ..“, meinte ich unentschlossen. Einerseits legte ich keinen Wert darauf, Alex wieder persönlich zu begegnen, andererseits gefällt es mir auch nicht, dass ich so im Unfrieden mit ihm verblieben bin.
„Nur auf einen Kaffee, Anne, ich verspreche es.“
„Hm .. ich überleg’s mir.“

„Danke, Anne. Ich ruf‘ dich in einer Woche noch mal deswegen an.“
„Ist recht, Alex. Bis dann.“ Damit legte ich auf.

Ich möchte die Angelegenheit eigentlich auch sauber abschließen. Früher hatte ich mich immer wunderbar mit Alex verstanden, und ich habe auch noch ein bisschen schlechtes Gewissen wegen der Sourcen damals.
In einem öffentlichen Café kann nicht viel passieren, und wenn es mir doch zu unangenehm wird, stehe ich auf, und gehe einfach.

Es hat sich allerdings noch keine günstige Gelegenheit ergeben, Carsten davon zu erzählen, und da werde ich wohl nicht drum herum kommen.

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Dreizehnhunderteinundneunzig

Um Newsletter geht es beim dieswöchigen Webmasterfriday.

So ziemlich jeder Internetbewohner dürfte das Phänomen kennen: Man kauft online ein Produkt, und – schwuppdiwupp – wenn man nicht aufpasst und rechtzeitig die entsprechende Checkbox uncheckt, erhält man alle paar Tage vom Versandunternehmen einen Newsletter mit – offiziell – „aktuellen Produktinformationen und Angeboten“, tatsächlich aber nur nerviger Reklame.
Dann gibt es noch Newsletter, die wirklich informativ sind, und die man sich aus eigenem Interesse bewusst abonniert. Von dieser Art erhalte ich – teils regelmäßig, teils nur sporadisch – auch einige, muss allerdings zugeben, dass ich die nach einiger Zeit dann doch kaum noch lese. Einen Newsletter zu lesen kostet halt Zeit, und meist wiederholen sie sich entweder, oder das Thema, das mich aktuell interessieren würde, wird gerade nicht behandelt. Da suche ich mir denn doch lieber direkt Informationen zusammen.

Vor Jahren habe ich mir einmal überlegt, selbst einen Newsletter herauszugeben. Aber meine aktuellen Neuigkeiten waren zu selten, um es regelmäßig aufzuziehen. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen, weshalb ich es gelassen habe, und stattdessen einen RSS-Feed aufgesetzt habe, den interessierte Kunden abonnieren können, wenn sie wollen.
In der Firma ist es so ähnlich. Zwar gäbe es da etwas öfter Neuigkeiten, aber da solche Newsletter sowieso kaum gelesen werden, rentiert es sich einfach nicht. Für News gibt es Twitter und das Firmenblog.

Der Vollständigkeit halber sollte ich noch erwähnen, dass ich eine Art Notification-System für double-opt-in-registrierte Kunden aufgesetzt habe. Dabei erhalten diese Kunden bei bestimmten Ereignissen (die ich hier nicht genauer konkretisieren will) eine automatisch generierte Mail. Erwähnenswert dabei ist noch – und das habe ich bei manchen Benachrichtigungen von anderen Stellen leider schon anders erleben müssen – dass die Empfänger dieser Notifications selbstverständlich nur BCC adressiert werden.

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Dreizehnhundertneunzig

Viele Suchanfragen gab es im Oktober. Davon habe ich die originellsten herausgesucht und mit meinen Annemerkungen versehen.

„access programmierer“
Wird Access für ernsthafte Datenbankanwendungen genutzt?

„attraktiver aussehen durch richtige körperhaltung“
Aufrecht zu stehen ist immer gut.

„klimaanlage erkältung“
Klimaanlagen sind der Gesundheit nicht sehr zuträglich.

„wordpress .htaccess“
Dazu braucht man eine Apache-Installation und Zugriff auf’s Dateisystem.

„outlook regeln funktionieren nicht mehr“
Bei solchen Problemen hilft Google .. nicht immer.

„securid portemonnaie“
Diese Karten sind etwas sperrig für den Geldbeutel.“

„corinna rosa hacker“
Fehlt mir noch, dass die versucht rumzuhacken.

„zwergelstern vogel“
Ja, hat was mit Vögeln zu tun, nicht mit Astronomie.

„navi-bedarf“
Kann man online bestellen.

„kindersitz porno“
Das dürfte recht eng werden.

„wordpress breakpoint anne“, „anne breakpoint wordpress“, „wordpress anne breakpoint“
Treffer!

„windelgeschichten mit jungs rape“
Windowsgeschichten gibt es hier manchmal.

„dreizehnhundertzweiundvierzig französisch“
Treize cent quarante-deux – oder so ähnlich.

„strickstrumpfhose skihütte“
Dort hätte mir auch eine Strickstrumpfhose nicht viel genutzt.

„ons krabbelgruppe“
Eigentlich bezweifle ich, dass sich eine Krabbelgruppe zur Anbahnung eines ONS eignet.

„windows 7 treiber abgelaufen“
Oh, das kann problematisch werden.

„kra kanal“
Nimmermehr!

„windows 10 da hat etwas nicht geklappt“
Tja, .. Google mit Fehlermeldung füttern.

„ihre java version ist veraltet deaktivieren“
Wer nutzt eigentlich immer noch Java?

„macht hoch die tür die tor macht weit“
Das ist ein Weihnachtslied.

„wer seine geschichte nicht kennt ist verdammt sie zu wiederholen“
Bis das Murmeltier erwacht.

„google algorithmus 2016“
Google ändert seine Ranking-Algorithmen immer wieder. Da mir SEO wurscht ist, interessiert mich das aber nicht weiter.

„windows 10 einige einstellungen werden von ihrer organisation verwaltet“
Das sagt mir nichts.

„vertrauliche geburt“
Dazu habe ich keine Informationen.

„c# der zugriff auf den pfad wurde verweigert“
IDE mit Admin-Rechten starten, könnte das Problem lösen.

„halterlose stümpfe dicke beine“
Wer will das denn sehen?

„hotelpool textilfrei“
Bisher war ich noch in keinem FKK-Hotel.

„kontonummer generator kostenlos“
Vermutlich ist ein TAN-Generator gemeint, für den meine Bank ziemlich abkassiert.

„bumsstein“
Mein Kopfkino stellt sich einen Bimsstein vor: 1 Meter hoch, 4 Meter breit, 9 Meter lang.

„thomas morgenstern freundin“
Ob Thomas seiner Freundin schon einmal die Venus gezeigt hat, weiß ich nicht.

„promotion-produkte“
Dafür brauche ich nicht viele Produkte. Papier und Bleistift reichen für’s erste. Später dann mit LaTeX in eine druckbare Form bringen.

„unternehmens-geschenke“, „mitarbeiter-geschenke“, „kunden-geschenke“
Das fängt mit kleinen Werbegeschenken wie Kugelschreiber an.

„wo kann man lange röcke kaufen“
Da gibt es offline und online Möglichkeiten, die mich aber nicht interessieren.

„dorfleben omas kindheit“
Davon ist mir manches erzählt worden.

„heiratsantrag frau fragt mann“
Es bleibt jedem selbst überlassen.

„eats-uber20q“
Häh?

„googleschreiber“
Hab‘ ich das mal als Wortspiel gebracht? Kann sein, ich erinnere mich nicht.

„kann man sperma trinken“
Ja, aber als Durstlöscher nicht geeignet.

„erotisches sekretariat“
Vielleicht irgendwo anders.

„lottozahlen archive download“
Aus der Vergangenheit kann man nicht auf die Zukunft schließen. Jedoch könnte man verschiedene statistische Tests durchführen, um zu prüfen, ob die Lottozahlen tatsächlich gleichverteilt sind.

„kettenraucher forum“
Igitt.

„sex häufigkeit alter statistik“
Solche Statistiken finde ich spannend.

„mein schwager“
Ich habe zwei davon.

„twitter headerbild größe“
Ich weiß das optimale Format nicht auswendig.

„breakpoint programmierung“
Ach, ja!

„debuggen duden“
Sicherlich enthält auch der Duden einige Käfer.

„bett ausrichten nach himmelsrichtung“
Unbedingt parallel zu den magnetischen Feldlinie ausrichten!

„veraltet peinlich unangenehm 6 buchstaben“
Ein Blog ist kein Kreuzworträtsel.

„aliasnimue“
Hat sich kürzlich umbenannt.

„facebook debugger funktioniert nicht“
Mit Fakebook habe ich gar nichts zu tun.

„anna%u2019s seitensprung“
Seltsames Format. Soll das ein Apostroph (Right single quotation mark) in Unicode sein?

„binäruhr wand“
Lieber am Arm.

„mann schneidet eiche ab video“
Ein Holzfäller oder Waldarbeiter halt.

„autofigaro“
Wer sich selbst frisiert?

„gretelsuppe“
Ach, wie lecker! Würde ich gerne einmal wieder essen, und zwar mit Reis.

„si tacuisses“
.. philosophus mansisses. Diesen Ausspruch könnte man vielen Personen nahelegen.

„transport überlänge“
Das kann schon kompliziert werden.

„stoffelei“
Verleser: Staffelei oder Stopfei.

„langsame spermien“
Habe ich jetzt gerade mit thermischen Neutronen assoziiert.

„gangbang margret“
Das kann sie meinetwegen auf ihrem eigenen Blog machen. Hier nicht.

„__float128“
Diesen Datentyp habe ich noch nie eingesetzt. Wenn er allgemein unterstützt würde, wäre er eine Alternative zu den 80-bittigen Extended-Gleitkommazahlen.

„the taste gestern rausgeflogen“
Bei meinem Notebook prellt die R-Taste nicht richtig, so dass meist mehrere Rs geschrieben werden.

„südschwedin blog“
Im 17. Jahrhundert hätte das zutreffend sein können.

„schwänger mich mein neffe“
Äh, nein danke.

’site: .com „als und verknüpfung suchen“‚
Ob Google das so detailliert unterstützt, weiß ich nicht.

„es ist mir zuwider“
Beispielsweise Rosinen, Schnee oder Sport.

„trostspendende geste“
Ach, wie rührend!

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Dreizehnhundertneunundachtzig

Wenn man einige Jahre gebloggt hat, ergeben sich einige Erfahrungswerte, welche Themen besonders viel Aufmerksamkeit erhalten, und welche eher untergehen.
Beispielsweise bekommen meine Einträge mit alten Tweets oder Suchanfragen kaum Kommentare. Bei manchen anderen Themen rechne ich dagegen mit lebhaftem Feedback.
In gewissem Maße benutze ich dieses Erfahrungswissen, um nach meiner voraussichtlichen freien Zeit Einträge selektiv zu posten. Wenn ich also davon ausgehe, dass ich eher wenig Zeit habe, gebe ich schon mal Tweets den Vorzug, obwohl ich auch ein interessanteres Thema habe.
Umgekehrt hebe ich manchmal Themen, bei denen ich von besonders viel Resonanz ausgehe, für Tage auf, an denen ich vermutlich mehr Zeit für das Blog abzwacken kann.

Auch meine fleißigsten Kommentatoren, die ich schon länger kenne, kann ich etwa abschätzen, ob sie sich für ein bestimmtes Thema interessieren. Dabei kommt natürlich auch als zweiter unbekannter Faktor hinzu, ob die jeweiligen Kommentatoren derzeit gerade Lust, Zeit und Gelegenheit haben, einen Kommentar zu verfassen.
Aber so im Großen und Ganzen stimmen meine Erwartungen mit den tatsächlichen Ergebnissen überein (was für meine Beobachtungen und deren theoretischer Beschreibung spricht).

Gelegentlich jedoch liege ich auch völlig daneben.
Da hebe ich mir ein besonders spannendes Thema auf für einen Tag, an dem ich nichts dringendes zu erledigen und keine festen Termine habe, und dann passiert .. kaum etwas.
Das könnte ich natürlich auch als vollumfängliche Zustimmung nehmen. Eine lebhafte Diskussion wäre mir dennoch lieber gewesen. Muss mich wohl provokativer äußern.
Versteht mich bitte nicht falsch. Natürlich ist niemand verpflichtet, hier zu kommentieren. Das ist nur der Nerd in mir, der die eigenen Hypothesen mit der Realität abgleichen will, und wenn eine Hypothese falsifiziert wird, dann stimmt sie eben nicht, und muss so verändert werden, dass sie die Realität wieder korrekt abbildet.
OK, meine Leserschaft ist nicht zahlreich genug, um wirklich aussagekräftige Daten zu liefern. Da ist doch das Rauschen im Vergleich zum Signal noch zu stark.

Und natürlich gab es auch schon einige Male den Fall, dass ich bei einem IMHO eher langweiligen Thema mit so vielen Kommentaren überrascht wurde, dass ich kaum nachkam, auf sie zu reagieren.

Ja, das Bloggen ist eine Wissenschaft für sich.

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Dreizehnhundertachtundachtzig

Die Zeitrenormalisierung haben wir nicht zum längeren Schlafen genutzt, sondern um heute schon früher in der Stadt zu sein.
Das verlängerte Wochenende wäre sehr geeignet für einen Kurzurlaub gewesen, da morgen ja Feiertag ist. Allerdings haben wir beide derzeit viel zu tun, so dass wir davon absahen.

Den Feiertag werde ich insbesondere für Schreibkram nutzen. Da ist inzwischen wieder einiges aufgelaufen, was ich gerne prokrastiniere. Aber irgendwann muss es halt doch gemacht werden.
Viele Mitarbeiter haben den heutigen Brückentag genutzt, um freizunehmen, zumal in dieser Woche ja auch Schulferien sind. Also ist heute im Büro nicht viel los, insbesondere fällt der IT-Jour-fixe aus.
Ich überlege noch, ob ich mich heute im Büro sehen lassen soll. Es ist vermutlich nicht nötig, aber vielleicht schaue ich später doch mal nach dem Rechten. Aber vorerst arbeite ich heute daheim (gilt natürlich wieder mal nicht für den Geschäftsführer).

Da wir heute und morgen in der Stadt bleiben (die restliche Woche sowieso) kriegen wir hoffentlich (!) nichts von irgendwelchem Halloweentreiben mit. Während meiner Kindheit musste ich an zwei Abenden hintereinander vor den Gräbern weitläufiger Verwandter stehen, und monotone Kirchenlieder singen. Heutzutage stören und belästigen umherziehende, ungezogene Kinder nicht nur die Nachbarschaft. Es ist mir unverständlich, dass ihre Eltern ihnen das erlauben, und ihnen keinen Respekt vor der Privatsphäre und dem Eigentum anderer Menschen vermitteln.

Ich möchte jedenfalls nicht mit irgendwelchen einfältigen Bräuchen behelligt werden – weder christlich, noch grus’lich.
Und wenn mir morgen nach singen und tanzen ist, dann werde ich es tun.

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