breakplaining: magnetisch //1787

In der Schule und populärwissenschaftlicher Literatur wird die magnetische Anziehung ferromagnetischer Stoffe erklärt mit „Elementarmagneten“, die sich parallel ausrichten. Aber was ist das, ein Elementarmagnet? Darüber schweigen sich diese Quellen aus.

Die Maxwell-Gleichung div B = 0 beschreibt das Phänomen, dass es keine magnetischen Monopole gibt – also keine positiven oder negativen magnetischen „Ladungen“. Es gibt dagegen Dipole (was u.a. dazu führt, dass magnetische Kräfte sehr schnell mit der Entfernung abnehmen) mit Nord- und Südpol (ich verzichte hier auf einen Exkurs über Pseudovektoren).
Magnetische Kräfte sind grundsätzlich mit der Bewegung elektrischer Ladungen, bzw. der Änderung elektrischer Kräfte verknüpf (vgl. Induktion).

Beschränken wir uns hier mal wirklich auf o.B.d.A. Eisen, um die Geschichte mit lauter Fallunterscheidungen nicht noch komplizierter zu machen, als sie ohnehin ist.
Metallisches Eisen tendiert (sehr vereinfacht ausgedrückt) dazu, seine äußeren Elektronen ins Leitungsband abzugeben. Dennoch sind in nicht abgeschlossenen Schalen noch mehrere ungepaarte Elektronen vorhanden, die somit nicht vom Pauli-Prinzip daran gehindert werden, den gleichen Spin-Eigenwert anzunehmen.
Der Spin ist so etwas wie eine Art Eigendrehimpuls des Elektrons, und wie jeder Drehimpuls eines elektrisch geladenen Teilchens führt er zu einem magnetischen Moment.
(Je mehr ich mich bemühe, allgemeinverständlich zu formulieren, desto wissenschaftlich angreifbarer wird es – sorry.)
Eisen hat besonders viele einzelne, ungepaarte Elektronen, so dass sich die magnetischen Momente der Elektronen aufsummieren und zu einem starken magnetischen Feld führen können.

Normalerweise sind die einzelnen Spinausrichtungen zufällig verteilt. Indem man einen Eisenstab entlang der Feldlinien eines magnetischen Feldes (z.B. Erdmagnetfeld oder Elektromagnet) ausrichtet, und durch leichte Schläge erschüttert, versuchen die Elektronen den Zustand mit der niedrigsten Energie einzunehmen, und richten die Spins parallel zu den Feldlinien aus. Der Stab wird magnetisiert. (Interessierte können sich selbständig weiterinformieren, indem sie etwa das Stichwort Hysterese in die Suchmaschine ihrer Wahl eingeben.) Die Magnetisierung kriegt man wieder los, indem man den Eisenstab über die Curie-Temperatur (1041 K) hinaus erhitzt, bei der sich die Spins der Elektronen wieder entordnen und zufällig verteilem.

Alle Klarheiten beseitigt?

PS: Um irgendwelche Missverständnisse zu vermeiden: Ein Magnon ist kein Elementarmagnet, sondern ein angeregter bosonischer Zustand eines Kristallgitters in Form einer Spinwelle.

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Intrakulturelle Differenzen //1786

Mittlerweile leben Carsten und ich ja schon etliche Jahre zusammen. Und trotzdem gibt es einige kulturelle Unterschiede, an die ich mich immer noch nicht gewöhnt habe. Es ist nicht so, dass sie mich wirklich stören würden, aber sie irritieren mich doch immer wieder.

So sagt Carsten etwa „3. Advent“, wenn er den dritten Adventsonntag meint. Oder er nennt eine Orange „Apfelsine“. Brötchen kenne ich aus meiner Heimat als „Weck“, habe mich aber inzwischen daran gewöhnt, sie als Brötchen zu bezeichnen. Carsten jedoch sagt „Semmel“ dazu. Das ist für mich befremdlich. Ich verstehe zwar, was er meint, werde jedoch niemals dieses Wort über die Lippen bringen, kostet es mich doch schon Überwindung, „Brötchen“ zu sagen. Er bezeichnet Leberkäse als Fleischkäse, was zu dem absolut schauderhaften Effekt führt, dass ein Leberkäsweck für ihn eine „Fleischkäsesemmel“ ist (mir läuft es gerade eiskalt den Rücken runter).
Sowohl Pfaumen als auch Zwetschgen bezeichnet Carsten als Pflaumen, während ich sowohl Zwetschgen als auch Pflaumen Zwetschgen nenne.

Dann sind da noch einige Sachen, die auftreten, wenn man im gleichen Haushalt lebt, und die auch noch nach Jahren Verwunderung hervorrufen. Es sind oft nur Nuancen, die man vielleicht gar nicht gleich wahrnimmt, sondern die erst im Laufe der Zeit nach der n-ten Wiederholung auffallen, so dass es mir schwer fällt, sie in Worte zu fassen.
Ein Beispiel (das ich hier übertrieben deutlich formuliere – ganz so schwarzweiß ist es nicht) wäre etwa das Händewaschen. Einfach ausgedrückt, wasche ich mir die Hände, nachdem ich etwas potentiell schmutziges angefasst habe, während Carsten sich die Hände wäscht, bevor er etwas sauberes anfassen will – wie gesagt, ich habe das sehr vereinfacht formuliert – es ist nicht so, dass er ständig mit dreckigen Händen herumläuft. Aber beispielsweise wäscht er sich vor dem Essen immer die Hände. Ich mache das nur, wenn ich auswärts esse. Daheim normalerweise nicht. Wir haben da wohl unterschiedliche Hygienephilosophien.

Solche Kleinigkeiten können durchaus manchmal zu Konflikten führen. Ich hatte irgendwann schon mal das Beispiel mit den Käseverpackungen erwähnt.
Was mich auch nervt, ist, dass er manchmal seine getragenen Sachen in den Kleiderschrank hängt. Ich habe ihm schon so oft gesagt, er soll das lassen, weil das nur Kleidermotten anlockt. Dass er öfters schmutzige Wäsche in den Waschkorb mit sauberem Zeug geschmissen hat, ist mir besonders ein Dorn im Auge.

Wenn ich in einem anderen Bundesland bin, und die Leute grüßen mit „Guten Tag“, so läuft mir das jedesmal kalt über den Rücken herunter. Das ist so befremdlich und irritierend. Das heimatliche „Grüß Gott“ ist da viel vertraut-freundlicher und klingt nicht so .. preußisch.
In anderen Gegenden werden Krapfen Berliner oder Pfannkuchen genannt. Klöße bezeichnen Kartoffelknödel statt Mehlklößen. Es gibt noch viele solche Beispiele. Andere Länder andere Sitten.

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Körpereinsatz //1785

Als ich über Weihnachten und Neujahr im Urlaub war, hab‘ ich kaum mitgekriegt, was in anderen Blogs los war. Eher zufällig bin ich auf einen Eintrag von Remi gestoßen, in dem sie sich ein paar Gedanken darüber macht, sich als eine Art Escort-Begleitung einen Zuverdienst zu sichern.
Der Artikel ging mir nicht aus dem Kopf, und ich nahm mir vor, selbst zu diesem Thema zu bloggen. Dringlich war dies allerdings nicht, so dass es bis jetzt gedauert hat. Ich möchte jedoch ausdrücklich vorausschicken, dass ich mir – genau wie Remi – nur ein paar Gedanken aus dem Kopf schreiben will, die meiner persönlichen Meinung entsprechen, und damit niemanden in irgendeiner Form abwerten oder verletzen möchte.

Remi schreibt sinngemäß, dass sie sich vorstellen könne, gegen Entgeld Männer z.B. in Clubs zu begleiten, und als aufgeschlossene Gesprächspartnerin zu dienen. Sex gäbe es aber nur bei Sympathie auf optionaler Basis und nicht als offizielle Gegenleistung.
Wie unterschiedlich doch die Menschen sind! Mir würde es wesentlich schwerer fallen, mit unbekannten Männern smallzutalken als Sex zu haben. Auch falls sie über ihre persönlichen Probleme reden wollen, hätte ich keine Lust, da Interesse zu heucheln.
Der entgegengesetzte Weg als der, der Remi vorschwebt, käme mir eher entgegen: Erst Sex, und nur bei Sympathie und Interesse auch noch weitergehende Gespräche.

Für bis zu fünf Stunden stellt sie sich eine Bezahlung von 150 Euro vor. Das wäre gerade mal ein Stundensatz von 30 EUR vor Steuern. Nee, dafür wäre mir wirklich meine Zeit zu schade (ganz davon abgesehen, dass meine Überlegungen eh nur rein akademisch und hypothetisch sind).

Sex gehört zu den angenehmsten Methoden, für den Einsatz seines Körpers bezahlt zu werden, und ist bestimmt seine natürlichste Vermarktung.
Man muss das nur beispielsweise mit körperlicher Schwerarbeit vergleichen, die den Körper über Gebühr anstrengt und auslaugt. Oder gefährliche Arbeiten, bei denen Berufsunfälle den Körper erheblich schädigen können. Oder insbesondere Berufsport, wo Sportler ihren Körper ausbeuten, verschleißen und mit gesundheitsschädlichen pharmazeutischen Drogen vergiften, und zudem als lebende Litfaßsäule Reklame laufen. Oder bestimmte andere Berufe, die Körperkontakt mit den Kunden erfordern. So hätte es mein Vater ja gerne gesehen, wenn ich Physiotherapeutin geworden wäre. Das fängt zwar mit „Physi“ an und enthält sogar ein „the“, aber man muss dort dauernd mit irgendwelchen Leuten reden, und sogar Kranke anfassen. Dagegen ist Prostitution eine saubere Sache.

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Friedensnobelpreis für Trump //1784

Als wir neulich mit Geschäftsfreunden beim Essen waren, kam auch unser Betriebschor irgendwie zur Sprache. Einer der Geschäftsfreunde meinte, dass solche Projektideen auf einem bestimmten Portal gesammelt werden, und die besten mit einem Preis gewürdigt werden. Er wollte mir den Link zuschicken, was er auch ein paar Tage später tat.
Als ich mir die Seite anschaute, fiel mir auf, dass gar kein konkreter Preis genannt wurde – weder ein Preisgeld noch eine Art Trophäe oder Pokal. Dagegen mussten die Einreicher eine Gebühr zahlen, die gerade für kleine Unternehmen oder Startups durchaus happig war.
Mir kommt die Sache nicht gerade seriös vor. Das scheint eher Dummenfang und Abzocke zu sein. Andererseits ist auch gar keine Anzahl der vergebenen Preise genannt, so dass ich annehme, dass so ziemlich jeder Einreicher dann für seine Teilnahme sich Preisträger nennen darf – eine recht fragwürdige und IMHO kaum wirksame Marketingmaßnahme.
Das ist so ähnlich, als wenn die Nobelpreise meistbietend versteigert würden. Ein Preis, den sich jeder kaufen kann, ist nichts wert.

Die Software-Awards, von denen ich bereits einen ziemlichen Schwung habe, mögen zwar keine größere Wirkung haben, aber immerhin kosten sie nichts.

Dann erinnere ich mich an den Innovationspreis, der früher u.a. von unserer Firma gesponsort wurde. Die Teilnehmer mussten dafür ihren Businessplan einreichen, aber keine Teilnahmegebühr entrichten, da die Kosten und Preisgelder durch private Sponsoren und öffentliche Förderungen gedeckt wurden. Von diesem Preis habe ich allerdings schon lange nichts mehr gehört. Vermutlich ist das Projekt eingeschlafen, nachdem mehrere Sponsoren abgesprungen waren.

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breakpoint’s Wayback Archive #21 //1783

Wayback zum 28. Mai bis 14. Juni 2013.

Nach Konrad’s Weggang übernahm ich wieder die IT-Abteilung.
Ich bloggte über Fülleinträge.
Mein Rechner bootete zu unerwünschter Zeit.
Carsten und ich legten unseren Hochzeitstermin sowie einige weitere Details fest.
Es gab wieder einmal Suchanfragen.
Aufgrund von Registry-Problemen war ich gefrustet.
Ich kündigte meinen Eltern unseren Besuch an.
Ich beschrieb ausführlich einen Verleser.
Auf blog.de fand ich ein Blog eines Bekannten.
Wir verbrachten das Wochenende bei meinen Eltern.
In der Firma gab es einige Umorganisationen.
Carsten und ich diskutierten über mein Hochzeitskleid.
Ich hatte mich wieder flott in die Leitung der IT-Abteilung eingearbeitet.
Beim Webmasterfriday ging es um Ironie.

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50 Tweets of Breakpoint //1782

Zwischen dem 2. und 21. Juni 2017 habe ich Twitter mit den folgenden Tweets bereichert:

#Sommeranfang 6:24 UTC+2
Verleser des Tages: Abneigung statt Aneignung
Ansage in Telefonwarteschleife: „Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen“ – das merke ich! Ineffiziente #Trantüten
Body Mass Increase //1579 Fünfzehnhundertneunundsiebzig
Make #Patriarchy Great Again!
Verschreiber des Tages: Batterien statt Bakterien
Wochenende in der alten Heimat //1578 Fünfzehnhundertachtundsiebzig
breakpoint’s Wayback Archive #06 //1577 Fünfzehnhundertsiebenundsiebzig
Twittanic //1576 Fünfzehnhundertsechsundsiebzig
Bin AFK bis Montag. Euch allen ein schönes Wochenende!
Verleser des Tages: Arbeitsschutz statt Artenschutz
Wo sind eigentlich die Manspreader im Kilt?
Kleine Begebenheiten von unterwegs //1575 Fünfzehnhundertfünfundsiebzig
Verleser des Tages: Heidelbeereis statt Heidelbergensis
Dörfliche Idylle //1574 Fünfzehnhundertvierundsiebzig
Verhörer des Tages: vaginal statt marginal
Von Resourcen und Löffeln //1573 Fünfzehnhundertdreiundsiebzig
Verleser des Tages: Verhütung statt Verbrüderung
Eine Frage des Formats //1572 Fünfzehnhundertzweiundsiebzig
Verleser des Tages: ungemütlich statt urgemütlich
Der Chef hat gesprochen //1571 Fünfzehnhunderteinundsiebzig
Verleser des Tages: Nominierung statt Normierung
breakpoint’s Wayback Archive #05 //1570 Fünfzehnhundertsiebzig
Verhörer des Tages: „die Blase voll“ statt „die Nase voll“
Ein Tweet kommt selten allein – #SpeakFreely //1569 Fünfzehnhundertneunundsechzig
2^3 * 3^3 * 5^3 = 30^3 Kommentare auf meinem Blog
Verleser des Tages: Spermizid statt Spearmint
Verschlagwortet //1568 Fünfzehnhundertachtundsechzig
Verleser des Tages: #Deppeneinhorn statt #Doppeleinhorn
Entfernte Ferne liegt so fern //1567 Fünfzehnhundertsiebenundsechzig
Aprilige Schafskälte!
Er hat mir in den Mund gespritzt. #Zahnarzt
Verschreiber des Tages: nude statt node
Ich fürchte, der Sex-Entzug macht sich allmählich bemerkbar.
Lockruf des Katers //1566 Fünfzehnhundertsechsundsechzig
Alleine zu schlafen ist gar nicht schön.
Verleser des Tages: Marketingpfosten statt Markierungspfosten
Internationale Einheit //1565 Fünfzehnhundertfünfundsechzig
Verschreiber des Tages: Hasserstoff statt Wasserstoff
Der Berch ruft //1564 Fünfzehnhundertvierundsechzig
Verleser des Tages: Intimpfleger statt Impfgegner
Lobt mich mal! Habe bereits etwa ein Drittel meiner Blogposts getaggt.
Die Wahrheit ist nicht davon abhängig, ob sie mir gefällt.
breakpoint’s Wayback Archive #04 //1563 Fünfzehnhundertdreiundsechzig
Nur falls ich hier irgendwann gesperrt werde. Dabei sind meine Tweets meist harmlos. Aber man weiß ja nicht, wie es sich weiter entwickelt.
Hab mir einen Account bei gab.ai gesichert, warte aber erst mal ab. #SpeakFreely
Verleser des Tages: Fütterung statt Führung
Google dir einen! //1562 Fünfzehnhundertzweiundsechzig
Verschreiber des Tages: verhütet statt vergütet
Blogdiskussionen und anderes Covfefe //1561 Fünfzehnhunderteinundsechzig

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Programmänderung //1781

Ein früherer Stammkunde hat mich gefragt, ob ich für eine seiner Anwendungen eine neue Version entwickeln könnte. Er bräuchte ein paar neue Features, die die bisherige Anwendung erweitern sollen. Teilweise durchaus anspruchsvoll, aber nichts, von dem ich größere Schwierigkeiten erwarten würde.
Ich antwortete ihm, dass ich eigentlich nicht mehr selbst entwickle, aber in Anbetracht unserer früheren guten Geschäftsbeziehung eine Ausnahme machen würde, sofern die Angelegenheit nicht zu dringend ist.

Die Entwicklung des Updates kann höchstens mit niedriger Priorität nebenherlaufen. Ich habe keine Lust, mich mit etwas zeitkritischem unter Druck setzen zu lassen.
Mit der Spec und den Vorbereitungen für die Bedien-Äpp bin ich in absehbarer Zeit fertig. Dann kann ich zeitintensive Aufgaben dafür an meine Mitarbeiter auslagern und habe selbst wieder etwas mehr Luft. Da wäre es mir durchaus angenehm, wieder ein wenig nebenbei zu programmieren. Aber wenn ich dafür eine (knappe) Deadline einhalten müsste, würde ich mir das nicht antun.
Falls nötig könnte ich durchaus an meinem Mathezeug Abstriche machen. Da bin ich gut in der Zeit, und vor dem Berliner Flughafen wird es ohnehin fertig. Eventuell ließe sich auch beim Blog Zeit einsparen. Bloß dass ich das nicht will. Die Beschäftigung damit dient mir eher als Entspannungspause.

Wenn also der Kunde damit einverstanden ist, dass ich die Software on idle (also wenn ich nichts dringenderes zu tun habe – zügig, aber mit niederster Priorität) entwickle, soll’s mir recht sein, und ich mache ihm auch einen guten Preis. Ansonsten lasse ich es eben bleiben.
Da er bereits eine passende Anwendung hat, sollte das Update nicht wirklich eilig sein. Seine Alternative wäre, von jemand anderem eine völlig neue Software entwickeln zu lassen. Das wäre wesentlich teurer, würde bestimmt mindestens ebenso lange dauern, und ob sie qualitativ mit meiner mithalten könnte, ist fraglich.

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Gestiefelt //1780

Weil mich jemand nach Sophie’s Geburtstagsfeier gefragt hat:

Vielleicht gab es ja gar keine Feier.
Oder es gab zwar eine Feier, und wir wurden nicht eingeladen.
Oder wir wurden zwar eingeladen, aber wir gingen nicht hin.
Oder wir gingen zwar hin, aber ich sah keinen Anlass, dies zu verbloggen.

Sucht euch was aus.

Ach .. und weil wir schon gerade beim Thema (Stief-)enkel sind:
Nummer 3 ist inzwischen angekommen. Seine Mutter schaffte es gerade noch zwei Wochen vor seiner Geburt, die letzten Prüfungen für ihren Master-Abschluss zu bestehen. Nach neuester Rechtslage war das bereits während der Schutzfrist. Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, dass sie deshalb ungültig seien.

Und jetzt doch noch die Auflösung von oben:
Es gab nur eine Kindergeburtstagsfeier für Sophie, zu der sie ein paar Freundinnen aus dem Kindergarten eingeladen hatte.

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Zum phallentinischen Arschemittwoch //1779

Früher war Carsten einige Male mit mir zu besonderen Anlässen zum Shoppen gegangen. Bevor dies noch zur Tradition werden konnte, schlief es wieder ein. Der Valentinstag wäre mal wieder eine Veranlassung gewesen, weshalb wir irgendwie auf das Thema gekommen waren.

Carsten meinte, dass sich die Zeit für einen Shoppingtag nicht lohne, weil ich mir eh kaum etwas schenken ließe.
„Andere Frauen lassen sich teure Kleider kaufen, Schmuckstücke, Handtaschen, und so weiter. Aber dir darf ich höchstens mal ein Buch oder eine Schachtel Pralinen kaufen. Wenn’s hochkommt, eine neue Festplatte.“
„Dann hättest du halt eine Frau heiraten sollen, die’s auf dein Geld abgesehen hat.“
„Wenigstens gewährst du mir hin und wieder die Gunst und Gnade, dich zum Essen einladen zu dürfen.“
„Während du viel zu stur bist, um mich gelegentlich mich revanchieren zu lassen.“
„Das hast du auch gewusst, als du mich geheiratet hast.“

Ich zog einen Schmollmund, auf den er schnell einen Kuss drückte, bevor er fortfuhr: „Ich mache dir einen Vorschlag zur Güte: Wir gehen am Samstag zusammen shoppen, und wenn du hinreichend viel konsumierst, darfst du mich anschließend zum Essen einladen. Einverstanden?“
„Ja, mein Gebieter“, bestätigte ich widerspruchslos.
Er beäugte mich misstrauisch: „Wie kommt es nur, dass ich glaube, dass du irgendetwas ausheckst, wenn du so nachgiebig bist?“
„Gesunde Paranoia?“, schlug ich vor, „bewährte Erfahrungswerte?“
„Hm ..“, meinte er stirnrunzelnd.
Ich habe noch ein paar Trümpfe im Ärmel, und so antwortete ich ihm mit meinem betörendsten Lächeln.

„Verdammt, Anny-Süße, es ist deine Pflicht und Schuldigkeit als Unternehmersgattin für einen repräsentativen Lebensstil zu sorgen!“
„Das sehe ich nicht so“, erwiderte ich ungerührt“, „und mit der gleichen Logik könnte ich argumentieren, dass ich selbst Unternehmer bin, und dies somit deine Aufgabe ist.“

Das konnte er wohl nicht widerlegen, so dass er seufzte und einen anderen Ansatz probierte: „Samtpfötchen, warum lässt du dir nicht einfach ein paar schöne Sachen kaufen?“
„Weil ich keinen unnützen Schnickschnack brauche, der mir nur Platz wegnimmt, und Verschwendung nicht mag.“

Allmählich war ich die Diskussion leid, und ich hatte schon den ganzen Tag über so kalte Hände gehabt. Also begann ich, sein Hemd unter seinem Pullover aufzuknöpfen. Als ich meine Hand unter sein Hemd schob, zuckte er zusammen.
„Huch, Anny! Warum benutzt du nicht wenigstens den Fußwärmer, den ich dir mal geschenkt habe?“
„Der ist im Arbeitszimmer beim Rechner. Es ist mir zu umständlich, den dauernd hierher umzustöpseln. Das gibt nur eine Stolperfalle mit dem Kabel. Außerdem sind meine Füße heute gar nicht mal so sehr kalt.“
„Dafür aber deine Hände umso mehr.“

„Irgendwo muss ich noch Handschuhe haben, aber eigentlich sollte es zu deinen ehelichen Pflichten gehören, mich zu wärmen.“
„Reicht es nicht zur Erfüllung meiner Pflichten, dass ich dir die Kuscheldecke hier besorgt habe?“
„Eindeutig nein. Du müsstest es mir schon selbst besorgen.“ Ich wurde übergriffig, indem ich meine nur geringfügig erwärmte Hand nach unten unter seinen Hosenbund schob.
Nochmals zuckte er zusammen: „So wird das aber nichts.“
Mit dieser Prognose sollte er nicht Recht behalten.

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Faschidingsda //1778

Heute ist Faschingsdienstag, aber ich hatte mit dem ganzen Faschizeugs noch nie etwas am Hut. Spätestens seit ich im Kindergarten ein Dirndl ausfüllen musste.
Ich weiß auch nicht, was die Leute so an Rollenspielen finden. Auch wenn ich noch so rollig bin, hatte das für mich noch nie einen Reiz. Sorry – aber die Kraftumlenkung an festen und losen Rollen ist einfach nur öde. Aber wer unbedingt herumrollen will – von mir aus.

Naja, jedenfalls ist das ein guter Tag für einen Termin beim Steuerberater. Und danach belohne ich mich mit Krapfen. Echte Krapfen sind mit Hiffenmark gefüllt und nur mit Kristallzucker bestreut.

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Warum MINT studieren? //1777

Vor ein paar Tagen hatte ich mich über eine Posteraktion ausgelassen, die junge Frauen auf MINT-Fächer neugierig machen wollte.
Nun, Kritik üben ist die eine Sache, Vorschläge und Anregungen, wie man es besser machen könnte, eine andere.

Wie also würde ich eine ähnliche Aktion aufziehen?
Zunächst würde ich mich nicht auf Mädchen fokussieren, sondern geschlechtsneutral versuchen, junge Menschen anzusprechen, die in MINT hineinpassen.
Ich würde die Aspekte darstellen, die mich persönlich an MINT faszinieren, da ich davon ausgehen, dass dies bei anderen MINT-affinen Personen ähnlich ist.

In MINT geht es um
* systematisches beobachten, experimentieren oder messen
* erkunden und forschen
* analyisieren und auswerten
* Zusammenhänge, Muster und Strukturen erkennen
* Kausalitäten erklären, und logische Folgerungen schließen
* Ergebnisse (mathematisch) beschreiben
* Hypothesen aufstellen und nachprüfen
* verstehen und anwenden statt auswendig lernen
* neue Dinge, Methoden und Innovationen entwerfen, entwickeln, kreieren, konstruieren
* berechnen und in Algorithmen umsetzen
* Lösungen finden
** manchmal straightforward
** aber häufig auch per Versuch und Irrtum
* streng deduktiv oder heuristisch vorgehen

Von diesen Tätigkeiten und Denkweisen sollte man sich angesprochen fühlen, und sich vorstellen können, damit seine Arbeitszeit zu verbringen, oder man passt nicht in MINT. Wem es davor grauselt, und wer lieber mit Menschen als mit Zahlen arbeiten will, ist woanders bestimmt besser aufgehoben. Das muss man einmal ganz deutlich sagen. Die oben gelisteten Tätigkeiten (zumindest einige davon) sollte man gerne tun, oder man lässt es lieber bleiben.

Manche MINT-Berufe sind reine Schreibtischtätigkeiten, die zum Großteil am Computer ausgeführt werden. Viele andere erfordern mehr oder weniger auch körperlichen Einsatz – vielleicht in einem Labor, vielleicht in freier Natur, oder anderswo. Das reicht vom gelegentlichen Gebrauch eines Mikroskops oder Lötkolbens bis hin zu Expeditionen, Ausgrabungen, oder was-weiß-ich. Die Bandbreite ist enorm, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Soweit die inhaltlichen Aspekte. Was das visuelle Design der Poster oder Plakate betrifft, so würde ich verschiedene Motive darstellen. Mir fallen spontan ein Feynman-Diagramme, mathematische Formeln und Gleichungen, Platonische Körper oder sonstige geometrische Formen, das periodische System, Codeschnipsel, eine Isotopenkarte, Smithdiagramme, ein Möbiusband, Schaltpläne, Zahnräder, astronomische Objekte, Lissajous-Figuren, Molekülmodelle, Schwebungen, eine Doppelhelix, ein Kristallgitter, Teilchen-Multipletts, .. Da gibt es sicher noch viel mehr schöne Motive.
Vielleicht ist das nur mein persönlicher Geschmack, aber ich würde klare Konturen solchen verspielten Schnörkseln vorziehen.

Um auch einmal etwas positives über die genannte Posteraktion zu sagen, finde ich es gut, dass mit jedem Poster die Geschichte eines Wissenschaftlers verknüpft ist. Nicht gut finde ich, dass diese Wissenschaftler alle weiblich sind. Die Anzahl sollte sich am bestehenden Geschlechterverhältnis orientieren. Wenn es bei sechs Postern bleibt, so wäre eine Frau OK, zwei (gerade noch so) akzeptabel, alles darüber hinaus Manipulation. Um als Vorbild geeignet zu sein, sollten diese Wissenschaftler sympathisch und kompetent wirken, so dass man sich mit ihnen – unabhängig vom Geschlecht – identifizieren kann.

Es ist doch niemandem damit geholfen, wenn eine Aktion Personen ködert, die sich damit später im Beruf nicht wohlfühlen, und eher erfolglos und frustriert vor sich hin wurschteln. Deshalb sollte man spezifische MINT-Aspekte deutlich herausstellen, anstatt sie zu verbergen, wie es die genannte Aktion versucht.

Last not least hat ein MINT-Studium den Vorteil, dass man danach wunderbar besserwisserisch herumnerden kann.

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breakpoint’s Wayback Archive #20 //1776

Wayback zum 10. bis 27. Mai 2013.

Carsten und ich einigten uns bezüglich der Wohnungsmiete.
Um die Marketing-Abteilung zu entlasten, schlug ich vor, die Verantwortung für die Firmen-Website in meine Hände zu legen.
Carsten musste zu einem anderen Standort verreisen.
Ich gab eine Annekdote meiner Schusseligkeit zum besten.
Während Carsten’s Abwesenheit sinnierte ich über Sextoys.
Einen Kaffee zu bekommen, kann manchmal kompliziert sein.
Ich fachsimpelte ein wenig über Lorentz-Transformationen, und erinnerte mich an eine unangenehme Begebenheit aufgrund eines unvollständigen Beipackzettels.
Ein Anruf von Kathrin nervte mich, und führte zu einem abendlichen Gespräch mit Carsten, indem er mir seine Vorbereitungen für die Planung der Hochzeitsreise enthüllte.
Als ich erfuhr, dass Konrad gekündigt hatte gab ich meine Kurzaffäre mit ihm zu. Dennoch ließen wir uns das Wochenende nicht vermiesen, und ich sollte wieder die Leitung der IT-Abteilung übernehmen.
Beim Aufstehen wurde mir schwindelig.

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Rückblick 2. Halbjahr 2017 //1775

Der Rückblick auf das zweite Halbjahr 2017 ist längst fällig, et voilà – hier ist er (wie üblich ohne Verlinkung). Alle genannten Ereignisse waren im Zeitraum zwischen Juli und Dezember 2017 relevant.

Meine Mitarbeiter erhielten Verstärkung durch zwei Spezialisten und einen weiteren Entwickler.
Geschäftsführertreffen laufen inzwischen ohne Geschlechtertrennung.
Im August verbrachten wir einen schönen Urlaub. Nach der Rückkunft begann ich mit Planungen, um unseren Betriebschor zu gründen.
Unmittelbar vor unserem Herbstminiurlaub erfuhren wir eine schockierende Neuigkeit.
Nachdem die Sekretärin gekündigt hatte, begann ich mit der Suche nach einer neuen.
Meinen jährlichen Besuch bei Standort 4 kombinierte ich mit einem Vortrag in einer nicht allzu weit entfernten Stadt.
Im Landhaus standen Renovierungen und Umbauarbeiten an.
Bei einer Dialogtreffen mit Gerätenutzern ergab sich deren Wunsch, unsere Geräte per Äpp bedienen zu können. Die Koordination, Organisation und Spezifikation dieses Projektes sind meine Aufgaben.
Das Jahresende verbrachten wir im Urlaub.

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Glühwein-Dynamik //1774

Der folgende Dialog fand unter dem Einfluss von Glühwein statt, so dass man mir bitte Unstimmigkeiten verzeihen möge.

Es fängt schon damit an, dass ich gar nicht mehr weiß, wie wir auf das Thema kamen. Der erste Satz, an den ich mich in dem Zusammenhang erinnere war Carsten’s Äußerung: „.. und wenn ich dir Pralinen mitbringe, beträgt deren Halbwertszeit nur wenige Stunden.“
Zunächst musste ich kichern, dann meldete sich mein innerer Sheldon: „Naja, streng genommen ist das keine Halbwertszeit. Es handelt sich ja nicht um eine Reaktion erster Ordnung, sondern um eine Reaktion nullter Ordnung.“
„Was ist der Unterschied?“
„Bei einer Reaktion erster Ordnung ist die Änderung der Menge proportional zur Menge. Die Menge sowie die Reaktionsgeschwindigkeit gehen also exponentiell asymptotisch gegen 0. Bei einer Reaktion nullter Ordnung ist die Reaktionsgeschwindigkeit konstant, also unabhängig von der Menge. Die Menge wird einfach nach und nach linear aufgebraucht, bis nichts mehr übrig ist“, erklärte ich. (Oder bis zur Sättigung.)
„OK. Du trinkst deinen Glühwein ja auch nicht langsamer, nur weil deine Tasse schon fast leer ist.“
Ich warf ihm eine Grimasse zu, und schob schulmeisternd nach: „Du hast’s verstanden. Brav!“
„Und wie ist es bei Reaktionen höherer Ordnung?“, fragte er belustigt schmunzelnd nach. Ihn amüsiert meine Besserwisserei.
„Da ist die Änderung der Menge proportional zur Menge in der Potenz der Ordnung. d Menge nach dt ist minus Konstante mal Menge hoch Ordnung“, wollte ich antworten, verhaspelte mich aber etwas dabei.
„Aber wie wirkt sich das auf die Reaktionsgeschwindigkeit aus? Ist die dann auch exponentiell?“
„Da musst du schon selbst die Differentialgleichung lösen. Nach dem ganzen Glühwein fühle ich mich dazu nicht mehr imstande.“
„Ist auch nicht so wichtig. Halbwertszeit ist jedenfalls nur bei exponentiellem Abfall gerechtfertigt. Bei linearer Abnahme wäre ja nach exakt zwei Halbwertszeiten nichts mehr da.“
„Genau“, bestätigte ich nickend, „beziehungsweise e-tel-Zeit. In der Physik hast du es ja häufig mit Reaktionen erster Ordnung zu tun. Egal ob radioaktive Kerne zerfallen oder Bierschaum. Die Chemiker brauchen höhere Ordnungen. Da ist die Kinetik dann halt ein wenig anders.“

Da mich die Natur rief, setzten wir die Unterhaltung nicht weiter fort.

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Beruf und Verrufung //1773

Nachdem der letztjährige Schüler-Techniktag doch recht aufwändig war, hatte ich mir überlegt, ob ich ihn nur noch alle zwei Jahre durchführen soll. Ich schwankte ziemlich lange, habe mich aber jetzt doch entschlossen, auch heuer einen Techniktag für alle interessierten Schüler der höheren Klassen durchzuführen. An der Beteiligung liegt es dann, ob ich ihn zukünftig jährlich oder nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus mache.

Eigentlich glaube ich schon, dass es genügend Schüler gibt, die einen technikbezogenen Beruf erwägen, und deshalb gerne die Chance ergreifen, einmal in unseren Betrieb hineinzuschnuppern. Was jedoch mache ich mit denen, die bereits letztes Jahr dabei waren, und sich noch einmal melden?
Ich werde diese Schüler wohl nicht noch einmal einladen. Sie haben letztes Jahr gesehen, was es hier zu sehen gibt. Viel anders wird es nicht werden. Und ich muss immer im Hinterkopf behalten, dass jeder Schüler, der teilnimmt, auch Kosten verursacht.
Wenn sich zu wenige neue Schüler melden, dann mache ich eben erst 2020 den nächsten Techniktag.

Im Wesentlichen soll der Tag genauso ablaufen wie letztes Jahr. Das spart mir etwas Planungsaufwand. Da Verena mir nicht mehr assistieren kann, muss mir eine der Vorzimmerdamen helfen. Lukas wohnt nicht mehr in der Nähe, so dass ich ihn auch nicht für Gespräche in der Mittagspause einladen kann. So ist das nunmal. Leider sieht es so aus, als sei der Chef zu dieser Zeit auch geschäftlich verreist (zu meinem Geburtstag ist er aber wieder da), so dass er wohl ebenfalls nicht als Gesprächspartner zur Verfügung steht.

Tja, warum mache ich mir überhaupt die Mühe mit der Organisation und Planung, wo die Sache uns doch überhaupt keinen (direkten) Vorteil bringt?
Mein Gerechtigkeitssinn wird getriggert, wenn interessierte Schüler allein aufgrund ihres Geschlechts an diesem Tag sonst keine Möglichkeit bekommen, technische Berufe kennenzulernen. Mich ärgert es einfach, dass genderistische, idiologische Verblendung zu dieser Diskriminierung führt, so dass ich im Rahmen meiner Möglichkeiten wenigstens ein paar Jungen die Chance geben möchte, diesen Tag für ihre berufliche Zukunft zu nutzen.

Gestern Nachmittag habe ich mir mal angeschaut, wie viele Plätze für Mädchen und Jungen aktuell offiziell ausgeschrieben sind. Beim Girls‘-Day-Portal fand ich fast 5000 Angebote mit über 53000 Plätzen, beim Boys‘-Day-Portal waren es weniger als 2800 Angebote mit gerade mal gut 14000 Plätzen. Das ist mal ein realer Gender-Gap!
Gerne hätte ich gewusst, (ich weiß, das ist nicht repräsentativ, aber um einfach mal ein paar detailliertere Zahlen zu haben), wie viele Plätze es innerhalb eines 20-Kilometerradius um meine Wohnung gibt. Aber das jeweilige „Radar“ unterstützte eine konkrete Kilometerbegrenzung nicht, und zeigte auch die genaue Anzahl nicht an. Offensichtlich war nur, dass es für Mädchen wesentlich mehr Angebote gab. In meiner alten Heimat gab es für Mädchen zumindest noch eine bescheidene Auswahl, während für Jungen gerade mal drei Angebote zu sehen waren.

Eine der wichtigsten und folgenreichsten Entscheidungen, die man im Leben treffen muss, ist die Wahl eines geeigneten Berufes. Man kann es jungen Leuten nicht oft genug sagen, dass eine gute Schulbildung Grundvoraussetzung ist, um später frei wählen zu können, mit welchem Beruf man jahrzehntelang seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Wer keine besonderen Begabungen und Stärken hat, muss aus dem Berufepool nehmen, was übrig bleibt. Das ist dann für gewöhnlich nicht sonderlich attraktiv.
Natürlich gibt es bei jedem Beruf auch Aufgaben, die man nicht so gerne macht. Als Programmierschlampe mochte ich es z.B. gar nicht, meinen Code zu dokumentieren, oder langwierig nur Daten einzugeben. Aber das gehört halt auch manchmal dazu. Als Führungskraft gefällt es mir nicht, wenn ich Mitarbeiter mit unangenehmen Angelegenheiten konfrontieren muss. Aber auch das muss gelegentlich sein.

Noch nie war es so einfach wie heute, sich im Vorfeld über Aufgaben und Umfelder einzelner Berufe zu informieren. Jeder kann bereits vorher wissen, auf was er sich einlässt. Die positiven Aspekte eines Berufes sollten überwiegen, mit den negativen muss man sich dauerhaft arrangieren können, bzw. sie sollten durch andere positve Komponenten (z.B. Bezahlung, oder was einem sonst wichtig ist) kompensiert werden.
Deshalb ist es für mich so unverständlich, dass so viele Personen dauernd über ihren Beruf lästern (kurzfristig Frust und Ärger zu artikuieren, ist ja noch nachvollziehbar – aber wenn das zum Dauerzustand wird, haben diese Personen ihren Beruf verfehlt). Miese Bezahlung, miese Arbeitszeiten, miese Arbeitsbedingungen, .. Da frage ich mich schon, ob diese Leute es vorher versäumt haben, sich zu informieren, denn diese Zustände waren ja vorher absehbar. Oder haben sie sehenden Auges ihren Beruf gewählt? Warum jammern sie dann, wenn sie doch genau das wollten? Hatten sie vielleicht keine Alternative, weil ihnen die Fähigkeiten für einen besseren Beruf fehlten, so dass sie nehmen mussten, was sie bekamen?

Wie auch immer, und worauf ich eigentlich hinauswollte, ist, dass man Schüler in ihrer Entscheidung einen Beruf zu wählen nicht behindern sollte, sondern ihnen so viel fundierte Informationen geben sollte, wie möglich, sie dabei aber nicht in eine Richtung drängen darf, die ihnen nicht entspricht.

Ich wiederhole mich: Bevor man sich für einen Beruf entscheidet, sollte man sich umfassend informieren. Wenn sich während der Informationsphase herausstellt, dass der angedachte Beruf doch nicht ganz das Wahre ist, kann man noch leicht umdisponieren. Oder man entscheidet sich, diesen Beruf trotzdem zu wählen, trotz aller Nachteile, deren man sich inzwischen bewusst ist. Aber es soll sich danach nur niemand beklagen, dass genau das eingetroffen ist, das man vorher hätte wissen können.

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breakplaining: cis //1772

Zum heutigen e-Tag möchte ich erklären, was man unter „cis“ versteht.
Die erste Assoziation ist wohl der Halbton cis, also die Musiknote, die sich zwischen c und d befindet. Die Frequenz entspricht etwa 260 Hertz, bzw. die Oktaven das 2^n-fache davon.
Davon ausgehend ist der Gedanke an die Programmiersprache C# (gesprochen C-Sharp) nicht weit.
Nicht vergessen wollen wir die Bedeutung von cis in der Chemie, die sich auf die Position bestimmter Molekülgruppen bezieht.

Kommen wir nun zur wichtigsten Bedeutung und ihrem Zusammenhang mit dem e-Tag. Was passiert bei komplexen Exponenten von e, insbesondere, wenn man e in eine imaginäre Potenz erhebt.
Wohl jedem ist die Euler’sche Identität e^(i*pi) = -1 bekannt, die sich aus der Euler’schen Formel e^(i*y) = cos(y) + i*sin(y) mit y = pi herleitet.
Die Euler’sche Formel lässt sich einfacher schreiben als cis(y) = cos(y) + i*sin(y) . Hier steht cis für cosine + i * sine.

Stopft man irgendein reelles Argument in die cis-Funktion, so liegt das Ergebnis auf dem Einheitskreis in der komplexen Ebene.
Die cis-Funktion ist also hilfreich für Transformationen zwischen Kartesischen (bei TBBT wurde dies fälschlicherweise einmal als „Kartesianisch“ übersetzt) und polaren Koordinaten, oder auch für Fourieranalysen, – synthesen und -transformationen.
Differenzieren der cis Funktion ist gleichbedeutend mit der Multiplikation mit i, Integration von cis liefert einen Faktor -i.

Für die Potenz n der cis-Funktion gilt: cis^n (y) = n * cis(y) = cis(n * y). Das Argument wird also ver-n-facht.
Sei beispielsweise -i = cis(y). Dann ist y = 3*pi/2 (+2*m*pi, mit m ganzzahlig).
Als Lösungen der Gleichung -i = z^2 erhalten wir (nach kurzer Rechnung) z1 = 0.5*sqrt(2)*(i – 1) und z2 = 0.5*sqrt(2)*(1 – i). Welche dieser Lösungen ist größer? Keine. Komplexe Werte lassen sich nicht vergleichen.

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Vorgestellt (14 bis 14) //1771

Während die Personalabteilung bei einigen Leihagenturen die Konditionen für die Überlassung einer Sekretärin erkundet, hatte ich noch eine weitere Bewerberin hier, die sich vorstellte.

Kandidatin 14 mäkelte an allem herum. Der Fußboden gefiel ihr nicht. Dass sie zum Mittagessen einige hundert Meter zu Fuß zurücklegen müsste, gefiel ihr nicht. Ihr potentieller Schreibtisch gefiel ihr nicht. Dass kein Supermarkt in unmittelbarer Nähe war, gefiel ihr nicht. Dass sie nach Tarif bezahlt werden würde, gefiel ihr nicht. Dass sie ihre Arbeitszeiten mit den anderen Vorzimmerdamen würde absprechen müssen, gefiel ihr nicht.
Personen, die mit überhaupt nichts zufrieden sind, gefallen mir nicht.

Jetzt kommt es darauf an, zu welchen Bedingungen wir eine Leihsekretärin bekommen können. Wenn sie zu teuer ist, werden wir wohl Kandidatin 12 als Übergangslösung einstellen.
Weitersuchen müssen wir in jedem Fall.

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Trügerischer Schein //1770

Vor einigen Jahren hatte ich einige Accounts bei Dating-Portalen. Ich hatte die später alle wieder gelöscht, bis auf einen, bei dem ich keine einfache Löschmöglichkeit gefunden hatte. Immerhin überschrieb ich mein Profil mit nichtssagenden Dummy-Daten. Gelegentlich kam von dort eine Mail, aber die störte mich nicht weiter, und ich löschte sie einfach.
Als ich nun kürzlich eine weitere Mail erhielt, als ich gerade etwas Leerlauf hatte, beschloss ich, einen weiteren Löschversuch zu unternehmen. Aber vorher schaute ich mich – aus reinem Informationsbedürfnis und Forschungsdrang (sprich Neugier) – noch ein wenig dort um, insbesondere, wie derzeit das Angebot an Männern hier in der Region ist.

Und siehe da – ich gelangte auch auf den Account eines Mannes, den ich kenne. Ich bin mir zumindest ziemlich sicher durch das Foto und die angegebenen Daten, dass das einer der Ingenieure aus der Fertigung ist.
Bemerkenswert ist, dass seine Selbstbeschreibung so ziemlich überhaupt nicht damit übereinstimmt, wie ich ihn wahrnehme. Er bezeichnet sich u.a. als „sehr dominant“. Wenn ich mit ihm persönlich kommuniziere erscheint er aber recht unauffällig und kann leicht von seinen eigentlichen Vorhaben abgelenkt werden, oder gerät gar in Verlegenheit. Ich möchte sein Profil jetzt nicht im Einzelnen durchgehen. Hier hat ihm aber bisher noch niemand Personalverantwortung zugetraut. Fachlich ist er in Ordnung.
Ich gebe zu, dass mich die Vorstellung belustigt, dass es nun ja gar keine Kunst ist, sich gegenüber einer „devoten“ Frau, die er sucht, durchzusetzen.

Mein Problem ist jetzt, mir nicht anmerken zu lassen, dass ich sein Profil entdeckt habe, wenn ich wieder mit ihm zu tun habe. Wie leicht kann mir da eine Bemerkung herausrutschen, wenn ich mit ihm rede.

Es gab ja mal Zeiten, da hätte ich mir ein harmloses Späßlein draus gemacht, ihn anzuschreiben (auch wenn er überhaupt nicht meinem Beuteschema entspricht – ich mag selbstbewusste Männer, die es reizt, sich souverän und humorvoll einer Herausforderung zu stellen). Aber tja – inzwischen bin ich seine Chefin (wenn auch nicht die direkte Vorgesetzte) und als solche habe ich eine Fürsorgepflicht gegenüber meinen Subordinierten.
Also lass‘ ich es.

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breakpoint’s Wayback Archive #1F //1769

Wayback zum 24. April bis 8. Mai 2013.

Die Stricktischdecke ist übrigens zu etwa 80% fertig.
Beim Marketing änderte sich die Leitung.
Im Rahmen des Webmasterfriday bloggte ich über meinen Arbeitsalltag.
Ich nannte die neuesten Suchbegriffe.
Für einen Kunden testete ich eine Software.
Ich lästerte über einen Werbespot.
Beim Shopping lief uns Olli über den Weg.
Auch bei akademischen Abschlüssen muss man schauen, was dahinter steckt.
Über den Umgang mit alten Blogeinträgen ging es beim Webmasterfriday.
Wir waren auf einer Einladung von Geschäftsfreunden zum Abendessen.
Carsten bekam am Wochenende unangekündigten Besuch von seinen Geschwistern.
Er nahm an einem IT-Jour-fixe teil.
Mein Hoster meldete einen Angriff auf meinen Webspace.

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Googlehupf //1768

So viele Suchanfragen sind in den letzten Jahren hier angekommen, dass ich kaum noch einen Überblick habe, welche wirklich neu sind, und welche ich bereits (in ähnlicher Form) genannt habe. Deshalb wird meine Liste immer mehr zu einer subjektiven Auswahl, in der ich Wiederholungen in Kauf nehme, und andere Begriffe ignoriere.
Besonders gerne mag ich die Begriffe, von denen ich annehme, dass manche Leser von meinen Anmerkungen noch etwas lernen können.

„frag äh mutti“
Aber nicht .. äh .. hier.

„augenfarbe berechnen“
Auf welcher Grundlage? Um rote Augen auf Fotos zu filtern? Da würde ich den Rot-Kanal in der betreffenden Region reduzieren.

„wie legt man spannbettlaken zusammen“
Weiß ich nicht. Die zerknülle ich irgendwie und stopfe sie in den Schrank.

„die vulgäre analyse twitter“
Ich kann höchstens mit nicht-vulgären Annelysen dienen.

„programmierung blog“
Gelegentlich habe ich hier schon was zum Programmieren geschrieben.

„quartak“
Häh? Quarks kenne ich.

„iphone zeigt keine anrufe in abwesenheit an“
Das passiert, wenn man sich veräppeln lässt.

„geschenk zum halbjährigen“
Kann man machen, muss man aber nicht.

„wifesharing text“
Der Sharemode ist auf Deny gesetzt.

„frauenarzt volle blase“
Das ist für manche Ultraschalluntersuchungen sinnvoll, und um gleich eine Urinprobe abgeben zu können.

„iphone tastatur buchstaben gehen nicht“
Ist das nicht eh nur ein Soft Input Panel?

„herzlos“
Der Muskel schlägt.

„kruziverbalist“
Ein Kreuzworträtsler.

„vibratorwecker“
Vermutlich ist ein Vibrationswecker gemeint.

„amazonen geschichten“
Aus dieser Zone gab es hier schon Geschichten.

„ix xxx.com“
4 30

„anschreiben zukunftstag“
Da muss man schon geschickt und behutsam formulieren.

„innerlich erfüllt“
Ach, wie schön ..

„ohrwurm loswerden“
Das ist schwierig. Am besten mit einem anderen überschreiben, der einem besser gefällt.

„anne will privat“
Auf meine Privacy lege ich großen wert.

„warme englische pastete“
Jeder nach seinem Geschmack.

„finger verdreht“
Das kann schmerzhaft sein.

„ubuntu abspecken“
Da bin ich überfragt.

„animierte gifs kaffee und kuchen“
Da bin ich nicht abgeneigt.

„schwanz schlucken“
Wenn Katzen Mäuse fangen, lassen sie häufig noch Überreste zurück. Insbesondere Wühlmäuse, die eigentlich gar keine Mäuse sind, mit den Maulwürfen verwandt.

„scharfes s englische tastatur“
Gibt es dort nicht. Also schreibt man stattdessen Doppel-S.

„ältere arbeitnehmer aufgepasst kündigungsschutz wird weiter ausgehebelt“
Wer ordentlich arbeitet, braucht keine Befürchtungen zu haben.

„französisch geruch“
Croissants duften schon lecker.

„pokemon go breakpoints“
Poke-a-man.

„finalisierung“
Der Abschluss.

„frauenarzt gott“
Ähem ..

„aushärtende knetmasse“
Da lässt sich wohl Allerlei modellieren.

„auschfrei breakpoint“
Auf ersterem behandle ich allgemeine Geschlechterthemen aus einer unfeministischen Perspektive.

„einhorn sofa“
Zum Ritt auf dem Einhorn ist das Bett oder ein Stuhl besser geeignet als ein Sessel oder Sofa.

„prokrustination“
Eine meiner Wortschöpfungen für Gleichmacherei.

„verteilungstermin anwesenheit“
Präsenz ist empfehlenswert.

„dekollete duden“
Tiefer Halsausschnitt, so dass der Busen (teilweise) sichtbar wird.

„sap breakpoint für anderen user“
Zum Glück muss ich mich nicht mit SAP rumschlagen.

„konrad glatt straße“
In diesem Winter gab es hier noch keine nennenswerte Straßenglätte.

„schrumpelige hände osmose“
Die SalzkonzentrationInnen und Außen sind unterschiedlich, die Zellwände semipermeabel.

„nahtoderfahrungen“
Elektrochemische Gehirnprozesse führen zu Halluzinationen.

„schildbürgerstreich“
Beispielsweise wurde nach dem Bau des Rathauses ohne Fenster versucht, das Licht in Eimern hineinzutragen.

„anne nühm kosinussatz“
Wie schön, dass mal jemand fragt! Der Kosinussatz ist eine Art verallgemeinerter Pythagoräischer Lehrsatz, der auch für nicht-rechtwinklige Dreiecke gilt. c^2 = a^2 + b^2 – 2*a*b*cos(gamma)

„rollige weiber“
Man beachte den Unterschied zwischen rollig und rollend.

„sine tempore unterwäsche“
Im Winter finde ich genügend Zeit, Unterwäsche anzuziehen.

„einen blasen“
Winterstürme können einen ziemlich durchblasen.

„wenn die party so eskaliert dass du deine heizung mitnimmst“
Die beste Heizung kommt nicht an einen Mann im Bett heran.

„fensterln“
Ein Windows-Handle ist dabei nützlich.

„blaue zehen“
Wenn das aufgrund von Kälte ist, dann ist das bedenklich.

„kopftuch abgelegt“
Wenn ich ein Gebäude betrete, brauche ich es nicht mehr.

„schaumzuckerwaffeln“
Lecker ..

„nur dir zuliebe stream“
Ich mag Memorystreams.

„überlaufendes fass“
Dazu genügt schon ein überschüssiger Tropfen. Oder man lässt Röhren kommunizieren.

„augenfarbe ändern“
Warum sollte man das machen wollen? Aber es gibt dafür wohl spezielle Kontaktlinsen.

„virtualbox sehr langsam“
Das kann verschiedene Gründe haben.

„sperma dickflüssig“
Die genaue Konsistenz kann schon etwas variieren.

„am äußersten rechten rand“
Sind Werte, die mehrere Sigma vom Mittelwert abweichen. Mir kommt da gerade der Maxwell-Schwanz in den Sinn.

„google translate klingonisch“
Bing kann das besser. Für andere Sprachen ist auch der DeepL Übersetzer empfehlenswert.

„obda bedeutung“
Obda? Ich kenne nur o.B.d.A..

„erst abfuhr dann doch interesse“
So lässt sich auf Beharrlichkeit und Ausdauer selektieren.

„space oddity bedeutung“
Ursprünglich hieß das mal „Spady Odyssey“, was auf den Roman 2001 zurückgeht.

„faschingskram“
Mit solchem Faschizeug hab‘ ich nichts am Hut.

„größe der thermodynamik“
Temperatur, Druck, Entropie, ..

„lange zehen“
Wenn der zweite Zeh länger ist, als der große, so sieht das gruselig aus.

„agnostisch duden“
Die Überzeugung, dass man einiges nicht wirklich „wissen“ kann. „Ich weiß, dass ich nicht weiß“ (Sokrates).

„die drei fragezeichen verbrechen im nichts“
Normalerweise genügt ein Fragezeichen.

„bloggus“
Latinisierte Form von Blog.

„letzter wille pille kaufen“
Ist es dann nicht schon etwas zu spät dafür?

„eierwitze“
Meine Eastereggs sind nicht witzig.

„progesteronabfall“
Die Wirkung von Hormonen sollte man nicht unterschätzen.

„gnothi seauton“
Erkenne dich selbst.

„beschneidung bilder vorher nachher“
Solche Grausamkeiten gibt es hier nicht zu sehen.

„foucault fourier“
Die Bewegung eines Foucault-Pendels kann man Fourier-analysieren.

„o.b.d.a. abkürzung“
Ohne Beschränkung der Allgemeinheit.

„zentripetal“
Zur Mitte gerichtet, hält Körper auf einer Kreisbahn.

„erste heilige kommunion“
Das ist bei mir schon lange her, aber ich mag immer noch Oblaten.

„mutter nackt“
Eine Schraube lässt sich eindrehen.

„heiko mell karriere basics“
Auf meinem anderen Blog hatte ich mal einen Artikel von ihm zitiert. Das Keywort muss Google über ein Widget erhalten haben, das WordPress nicht als iframe implementiert.

„triggerwarnungen“
Werden oft sehr übertrieben.

„sex mit gymnastikball“
Aha. Würde ich ja gerne mal ausprobieren, aber mein großer Ball hat längst das zeitliche gesegnet, und einen neuen will ich mir auch nicht zulegen, weil der zu viel Platz braucht.

„elementarteilchen meson“
Ein Meson besteht aus einem Quark-Antiquark-Paar, ist also ein Boson.

„sternbild widder kreuzworträtsel“
Aries.

„amerikanischen scheck in deutschland einlösen“
Zur Bank gehen und ihn dort einreichen. Die Valutierung kann länger dauern.

„erlebnisse einer schlampe wordpress“
Ach ja .. meine aktiven Schlampenzeiten sind eigentlich vorbei ..

„aprilscherz englisch“
April fools‘ joke.

„heftig aber angemessen“
So soll das sein.

„alt right backlash“
Bei deutscher Tastatur erzeugt man einen Backslash mit der „Alt Gr“-Taste und dem scharfen ß.

„umgänglich“
Verträglich. Man beachte, dass dies nicht das Gegenteil von „unumgänglich“ (unvermeidbar) ist.

„trigger“
Ein Trigger ist ein Auslöser. Beispielsweise nutzt man Trigger, um die Anzeige von Oszillographen zu synchronisieren, indem man wartet, bis die jeweilige Spannung einen gewissen Schwellenwert überschritten hat.

„bein gebrochen“
Dafür kommen (pro Bein) drei Knochen in Frage.

„anni sex“
Das ist Latein und bedeutet „Jahre sechs“.

„wann fängt man mit der pille an“
Die rote Pille kann man nicht früh genug schlucken, auch wenn sie oft unbekömmlich ist.

„jungs ohne vorhaut“
Die Armen!

„make my day deutsch“
Mache meinen Tag.

„barbie naturwissenschaftlerin“
Beispielsweise Van-de-Graaff-Generator und Bunsenbrenner wären interessantes Zubehör.

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Gestatten: Sheldine Schrödperger //1767

Bei einem Mitarbeitergespräch mit meinem Asperger-betroffenen Mitarbeiter kamen wir auch auf das Thema dieser Besonderheit. Ich fragte ihn, wie er ursprünglich auf den Verdacht gekommen sei, und wie die Störung bei ihm diagnostiziert worden sei. Seine Antworten werde ich öffentlich aber nicht ausbreiten.
Jedenfalls erwähnte er, dass es auch gute Onlinetests dafür gäbe, er dabei aber nur etwa 65% der Maximalpunktzahl erreicht habe.
Neugierig geworden, führte ich zwei dieser (einander sehr ähnlichen) Test aus, und erreichte 37 bzw. 36 Punkte von 50 möglichen.

Mit Selbstdiagnosen sollte man ja immer vorsichtig sein. Andererseits halte ich nicht so viel von Ärzten oder Psychologen, dass ich auf eine offiziell bestätigte Diagnose wert legen würde. So begnüge ich mich mit dem Status eines Schrödinger-Aspies, auch weil ich schon öfter angeblich Betroffene erlebt habe, die damit kokettierten und sich sonst was darauf einbildeten. Eine eindeutige, scharfe Grenzen lässt sich eh nicht ziehen, so dass es wohl eine Frage des Grades und Ausmaßes ist.
Ein paar aspergische Züge kann ich bestimmt nicht verhehlen. Allerdings habe ich das bisher immer meiner Nerdigkeit zugeschriebem. Die Überlappungen zwischen Aspies und Nerds sind ja recht groß. Das ist IMHO nicht nur Korrelation, sondern durchaus ein kräftiger Schuss Kausalität.
Ich hätte schon damals hellhörig werden sollen, als ich mit einem anderen Onlinetest mein Gehirngeschlecht bestimmt habe. Meine Ergebnisse waren typisch für Menschen mit Asperger-Syndrom, auch wenn ich wohl kein extremer Fall bin. Damals habe ich das aber nicht weiterverfolgt.

Ich weiß schon, dass ich gewisse Defizite habe im Umgang mit anderen (nicht-nerdigen) Menschen. Smalltalk ist eine Qual für mich, weil ich einfach keinen Sinn darin sehe, mich über irgendwelche unwichtigen Nichtigkeiten zu unterhalten, insbesondere mit Leuten, die mir völlig egal sind. Und dass ich mich dabei auch noch ad hoc äußern soll, ohne Gelegenheit für eine durchdachte Antwort, macht es nicht besser.
Auch habe ich ziemliche Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen. Gesichtsblindheit kommt bei Aspergerbetroffenen recht häufig vor.

Aspies legen i.A. großen Wert auf das Befolgen von Regeln. Ich sehe das nicht so eng, und mag gelegentliche Tunnelspiele sehr.
Allerdings bin ich ein Gewohnheitsmensch, schätze meine Routine und brauche eine gewisse Kontinuität und Struktur.
Meinen Tagesablauf plane ich meist minutiös. Wenn den jemand aus dem Konzept bringt, kann ich ziemlich ungehalten und ungnädig werden. Denn solche vermeidbaren Änderungen kann ich nicht leiden. Zwar nehme ich es hin, wenn sich etwas ändert, weil es nicht vorhersehbar war. Aber wenn jemand plötzlich andere Wünsche äußert, die meine Planung umstoßen, die aber vorher schon absehbar gewesen wären, derjenige hat es lediglich versäumt, dies richtig vorher zu durchdenken, dann werde ich richtig sauer und grantig. Wenn mich jemand zwingt, umzudisponieren, obwohl das nicht nötig hätte sein müssen, ist das für mich kaum erträglich (wenn ich jemals etwas scheinbar gegenteiliges geschrieben habe, so bezog sich das auf langfristige Planungen, die ich wesentlich lockerer sehe).
Es ist für mich nur schwer erträglich, wenn zugesagte Termine nicht eingehalten werden, so dass die vorgesehenen Abläufe nicht eingehalten werden können.
Mit Personen die spontan und impulsiv handeln, komme ich nicht klar.
Mir fehlt da die kurzfristige Flexibilität (längerfristig – d.h. bevor ich es durchgeplant habe – sind Änderungen meist kein größeres Problem).
Ich kann es nicht ausstehen, wenn ich gestört werde, während ich gerade beschäftigt bin, und ich meine aktuelle Tätigkeit dewegen unterbrechen muss, oder wenn meine Queue währenddessen weitere dringende To-Dos bekommt.

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Urlaubspläne – 10Qs //1766

Bisher hatten wir unseren Urlaub meistens recht kurzfristig gebucht. Im August und besonders zu Weihnachten/Jahreswechsel ist geschäftlich am wenigsten los. Da kann man am leichtesten mal weg.
Trotzdem war es insbesondere im August manchmal problematisch, weil ja auch unsere Vertreter dann irgendwann Urlaub nehmen wollen.
Diesmal haben wir den Sommerurlaub bereits fest gebucht – über ein halbes Jahr im Voraus. Das hat den Vorteil, dass wir unsere Termine jetzt außenrum legen, weil eindeutig ist, wann wir genau weg sind.
Selbstverständlich hatten wir vorher die Führungskräfte gefragt, ob sie bereits feste Pläne für den August hatten. Die Zeiten, die sie bereits für Urlaub vorgesehen hatten, haben wir dann halt bestmöglich ausgespart.
So ist unser Urlaub nun fix. Wir wissen, worauf wir uns einstellen müssen. 9 Tage konnte ich diesmal herausschinden (selbstverständlich sind wir im Notfall zu erreichen, indem wir gelegentlich nach Mails schauen, bzw. Carsten seine Telefonmailbox abhört), und es geht wieder in den Süden, dort wo es schön warm ist. (5+3)/2-Sterne-Hotel, All Inclusive, schattige Parkanlage, Meer, Strand, Sonnenschein, auch ein paar Sehenswürdigkeiten, .. aber im wesentlichen will ich nur faulenzen und nichts tun.

Ich bin ja sonst immer sehr zurückhaltend mit Informationen über das Ziel unserer Urlaubsreisen.
Aber diesmal habe ich Lust, hier ein kleines Spiel daraus zu machen.
Und zwar werde ich die ersten 10 Boole’schen Fragen dazu beantworten, die mir in den Kommentaren gestellt werden. Von jedem Kommentator aber nur höchstens eine Frage (zumindest vorläufig, falls sich zu wenige finden, lasse ich morgen einen zweiten Durchlauf zu).

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Vorgestellt (10 bis 13) //1765

Carsten war nicht überzeugt von der vorgeschlagenen Bewerberin für die freie Sekretärinnenstelle, und so beschlossen wir, noch weiter nach einer geeigneteren Kandidatin zu suchen.

Kandidatin 10 wirkte zunächst durchaus professionell. Als ich gerade überlegte, ob Carsten kurz Zeit hätte, um sie ihm kurz vorzustellen, begann sie plötzlich zu erzählen: „Ach, ich finde es ja so toll, dass ich hier eine Chefin haben werde. Wissen Sie, bei meinem alten Job ist der Chef zudringlich geworden und ..“
Ich unterbrach sie: „Da muss ich Sie gleich enttäuschen. Mit mir werden Sie weniger zu tun haben. Ich habe nur relativ selten Sekretariatsarbeiten zu erledigen. Die ausgeschriebene Position bezieht sich auf das Vorzimmer des Geschäftsführers. Ich führe dafür nur die Vorstellungsgespräche durch und treffe eine Vorauswahl.“
„Ach so ..“, machte sie einen Rückzieher, „ich hoffe ja, dass ich hier trotzdem gut arbeiten kann.“
Nein, kann sie nicht. Ich stelle hier niemanden ein, bei dem das Risiko, Unfrieden zu stiften so groß ist, weil er sich möglicherweise über jede Lapalie beschwert. Über frühere Arbeitgeber herzuziehen, ist erst recht ein KO-Kriterium.

Bei Kandidatin 11 kann ich gar nicht den Finger drauflegen, was mich an ihr störte. Es waren wohl eher Kleinigkeiten, wie ins Wort fallen oder offensichtliche Selbstüberschätzung, die sie schlicht unsympathisch machten. Jedenfalls kommt sie für die Stelle nicht in Frage. Dass sie auf meine Frage nach ihrer Gehaltserwartung einen Betrag jenseits von Gut und Böse nannte, bestätigte nur noch meine Einschätzung.

Eigentlich wollte ich Kandidatin 12 eine Chance gegeben, aber es zeichnete sich ab, dass sie unsere Arbeitszeiten dauerhaft nicht mit ihrem Tagesablauf würde vereinbaren können, und ich hatte den Eindruck, dass sie nur eine Stelle suchte, um ein halbes Jahr zu überbrücken. Ich halte sie mir aber mal als Option für eine Übergangslösung offen. Ein halbes Jahr eine gut ausgebildete Sekretärin ist besser, als gar keine Sekretärin.

Kandidatin 13 fragte mich gleich am Anfang unseres Gesprächs nach Frauenförderung in unserem Unternehmen. Damit hat sie sich selbst ins Aus katapultiert, und ich sah zu, dass ich sie schnellstmöglich verabschiedete.

Also entweder Kandidatin 12 befristet einstellen und ohne Druck weiter nach einer dauerhaften Lösung suchen, oder mit ansteigender Dringlichkeit nach einer passenden Sekretärin suchen und eventuell die Zwischenzeit mit einer Leihsekretärin überbrücken.

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SM wie Social Media //1764

Einstein wird (vermutlich fälschlicherweise) der Satz zugeschrieben, dass es Wahnsinn definiert, wenn man immer wieder dasselbe macht, aber ein anderes Ergebnis erwartet.

An dieses Zitat habe ich in den letzten Monaten oft denken müssen, wenn ich wieder mal versuchte, ein Profilbild für meinen Twitteraccount einzustellen.
Ich bin inzwischen zur Auffassung gelangt, dass bei meinem Profildatensatz irgendetwas korrupt ist – ein falsches Flag gesetzt, oder so ähnlich.
Dass ich es trotzdem hin und wieder probiere, liegt an der Hoffnung, dass Twitter inzwischen im Hintergrund die Verarbeitungssoftware geändert haben könnte, oder mein Profil repariert hat.
Auf meine mehrfachen Versuche, Kontakt mit dem Support aufzunehmen, erhielt ich nie eine Antwort.

Die Twitterentwickler werkeln ja stets im Hintergrund vor sich hin.
So wurde vor einiger Zeit das Zeichenlimt von 140 auf 280 verdoppelt. So richtig erfreut bin ich darüber nicht. Der Zwang, seine Gedanken kompakt und konzise darzustellen, hatte schon einen eigenen Charme. Wenn die Zeichen nicht reichten, konnte man abkürzen, seine Worte auf mehrere Tweets aufteilen, einen Screenshot mit dem Text twittern, oder natürlich bloggen.
Vor kurzem gibt es eine neue Änderung, die mir überhaupt nicht gefällt. Bei den Mitteilungen stehen jetzt häufig auch Nachrichten, dass irgendwelche Tweets von mehreren Personen meiner Timeline geliked wurden. Vielleicht ließe sich dieses Verhalten abstellen, ich bin noch nicht dazu gekommen, nachzuschauen. Andererseits funktionieren manche Optionen bei mir eh nicht , so dass ich befürchte, dadurch vielleicht noch mehr kaputt zu machen. Außer dem Profilbild kriege ich auch keine Benachrichtigungen per Mail mehr, obwohl ich das so eingestellt habe. Unso wichtiger ist es dann, dass ich bei Mitteilungen dann wenigstens diesen kleinen Kreis mit der Anzahl sehe. Aber wenn dann solche Mitteilungen dabei sind, mit denen ich selbst gar nichts zu tun habe, so stört mich das und ich empfinde es fast als Spam, denn wichtigere Mitteilungen gehen dann dagegen unter und werden übersehen.

Nicht nur Twitter ändert sang- und klanglos seine Software, sondern auch WordPress.
In letzter Zeit ist mir dabei aufgefallen, dass ich in meinem RSS-Reader nicht mehr die Anzahl der Kommentare pro Post sehe. Das war für mich immer eine schnelle Möglichkeit, nachzuschauen, ob sich (auch bei anderen Blogs) etwas geändert hat.
Bisher konnte ich bei den Statistiken immer problemlos zwischen meinen Blogs hin- und herschalten. Die Auswahlbox fehlt neuerdings völlig, was es deutlich umständlicher macht, die Statistiken zu verfolgen.
Da werden gut funktionierende Features, an die ich gewöhnt war, und die ich gerne benutzt habe, ohne ersichtlichen Grund einfach ersatzlos entfernt.
Aber eine Kommentarpreview, die bei WordPress ganz bestimmt äußerst sinnvoll wäre, gibt es nicht.

Ärgerlich ist es auch oft, dass ich nicht den Browser benutzen kann, den ich will. Youtube begnügt sich mit einer Meldung, die ich wenigstens wegklicken kann, Twitter zeigt mir eine vereinfachte Ansicht an, aber WordPress weigert sich, mir etwas sinnvolles anzuzeigen, und verlangt einen anderen Browser.
Es ist absolut nicht nutzerorientiert, wenn den Nutzern der Browser vorgeschrieben wird, insbesondere, wenn das UI immer mehr vereinfacht wird, nur damit es von mobilen Devices besser genutzt werden kann. Die Nutzer richtiger Rechner gehen dann leer aus, erhalten ein immer stärker reduziertes Interface. Bei meiner Bank beispielsweise gibt es viel weniger Menüpunkte als früher, dafür wesentlich größere Schrift und viel zu große Zeilenabstände, so dass kaum noch Information auf den Bildschirm passt. Mein Hoster geht in die gleiche Richtung. Einfache Funktionen sind dadurch kaum noch auffindbar und benötigen viel mehr Klicks.
Es gibt weniger Menüs, dafür mehr bunte, nichts-sagende Buttons – teilweise muss man aus einem Piktogramm schließen, was nach einem Klick passieren könnte. Ein textueller Hinweis fehlt – das ist ‚was für Analphabeten.

Es ist wirklich ein Ärgernis, wie sich Nutzerschnittstellen mehr und mehr an mobilen Devices orientieren. Die Usability für andere Nutzer hat keine Priorität.
Ich sehe es ja selbst, dass hinter einer Äpp eine völlig andere Philosophie steckt, als hinter einer Desktop-Anwendung. Aber müssen deshalb alle Nutzer sich mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten zufriedengeben? Man muss doch nicht sämtliche Schnittstellen zurückentwickeln, nur um die Nutzer mit der schwächsten Hardware zufriedenzustellen. Wenn nicht alle ein gleich gutes UI nutzen können, werden sie eben zu einem gleich schlechten UI gezwungen. Gleichmacherei ist destruktiv. Dann können wir uns gleich wieder an die Bedienung über die Kommandozeile gewöhnen (was mir gar nicht so unrecht wäre – dann würde ich mir eben ein paar Batches und Skripten schreiben, die genau das machen, was ich will).

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Verknotete Topologie //1763

Wir waren am Samstag etwa gleichzeitig aufgestanden, als die Dämmerung schon weit fortgeschritten war, und zogen uns an.
Als ich sah, dass er fertig war, ging ich hin zu Carsten, der etwa zwei Meter vom Bett entfernt stand, und umarmte ihn. Wir küssten uns, und ich drückte ihn Richtung Bett.
„Was hast du schon wieder vor?“, fragte er wachsam.
Ich drängte ihn weiter zum Bett, und antwortete: „Jetzt wirst du vergewohltätigt.“
„Nein, Samtpfötchen“, entgegnete er, und wollte sich aus meiner Umarmung befreien, „nicht jetzt. Du weißt doch, dass ich noch Dokumente durcharbeiten muss.“
Ich griff an seinen Schritt. „Dein Körper sagt aber ‚was anderes.“

Er hätte sich bestimmt befreien können, hätte mir aber damit vermutlich wehgetan. So drückte ich ihn weiter zum Bett, bis er aufgab, und halb die Balance verlierend auf das Bett sank.
Ich setzte mich rittlings auf ihn, öffnete seine Hose und befreite seinen einsatzfähigen Lustkolben. Da ich die Strumpfhose noch nicht angezogen hatte, konnte ich ihn mir einverleiben, indem ich mich am Slipsteg vorbei einfach draufsetzte.

Noch bevor ich die Resonanzfrequenz der vertikalen Schwingung gefunden hatte, nutzte er eine Gelegenheit, indem es sich zur Seite drehte. Dadurch kam ich aus dem Gleichgewicht, kippte auf das Bett, rutschte allerdings nicht von ihm herunter. Er stemmte sich von der Bettoberfläche ab, vollendete dadurch eine axiale 180°-Drehung, so dass er jetzt auf mir zu liegen kam.
Als ich soweit war, dass ich vor Lust winselte, zog er sich abrupt aus mir zurück, was mir einen Laut der Enttäuschung entlockte.

Meine Strumpfhose lag noch auf einem Stuhl. Er holte sie, und band mir damit rope-artig meine Hände vor dem Körper zusammen. Ich war zu überrascht, um zu reagieren. Die Strumpfhose war lang genug, dass er mir damit auch noch die Fußknöchel zusammenbinden konnte, wenn ich die Beine anzog. So lag ich dann verschnürt auf der Seite.
Ich harrte nolens volens der Dinge, die da kommen würden.
Da ich die Beine eng angezogen hatte, war der Eindringwinkel steiler als sonst beim Löffeln. Die Fixierung verstärkte meine Erregung. Die ungewohnte Stellung führte dazu, dass ich nach ein paar Dutzend Stößen besonders heftig und langanhaltend kam, und danach erschöpft liegen blieb, bis auch Carsten zum Abschluss gekommen war. Ein Glücksgefühl durchströmte mich.

Nachdem wir den Genuss hatten ausklingen lassen, stand Carsten wieder auf, und machte seine Hose wieder zu.
„Soll ich dich wieder aufbinden?“, fragte er beiläufig.
„Wäre sinnvoll“, meinte ich, „sofern dir daran gelegen ist, dass ich nachher mit dir die neuen Firmendokumente durchgehe.“

Er hatte Schwierigkeiten, einen besonders festen Knoten wieder aufzubekommen. Ich befürchtete schon, er würde eine Schere holen und damit meine Strumpfhose unwiederbringlich zerstören. Dann löste sich der Knoten doch noch, so dass ich mich fertig anziehen konnte und mir erst mal einen Kaffee gönnte.

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breakpoint’s Wayback Archive #1E //1762

Wayback zum 5. bis 23. April 2013.

Beim Webmasterfriday ging es um Blogerfahrungen.
Lissajous-Figuren illustrierten eine Unterhaltung mit Carsten.
Die Suche nach einem Assistenten verlief bislang erfolglos.
Anlässlich einer Blogparade schrieb ich ein paar Gedanken zu neuen Top Level Domains.
Es gab endlich einen passenden Anwärter für die Assisitentenstelle.
Von einem Stammkunden erhielt ich einen Auftrag.
Bei einem Spaziergang am Wochenende trafen wir zwei Freundinnen von Ingrid.
Es ergab sich, dass ich ein Beratungsgespräch mit Konrad führen musste, für das wir einen Termin vereinbarten.
Ich erinnerte mich an einen alten Plotter.
Die Beschwerde der Nachbarin wegen der Ruhestörung war nach hinten losgegangen.
Ich hatte Probleme mit meinen VMs.
Da Carsten’s DVD-Player kaputt gegangen war, suchten wir einen neuen.
Beim Webmasterfriday ging es um das Lieblingsessen.
Der Beratungstermin mit Konrad verlief professionell.

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Schaumige Küsse //1761

777 (3 mal 3 ist keine Hexerei, Okterei reicht)
757 (Mann, sind die dick, Mann!)
753 (Rom schlüpft aus dem Ei)
653 (Bingo!)
253 (Sättigung)

252 (man be8e die Spiegelungsachsen)
242 (Symmetrie schon wieder gebrochen)
240 (da waren’s nur noch zwei)
040 (Sättigungserscheinungen – trotzdem!)
000 (und vom ganzen Mohrkopfschmaus schaut nur noch die Waffel raus)

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Von Kopftüchern, Kartoffelsäcken und Käferjagd //1760

Manchmal poppen Kindheitserinnerungen einfach so aus dem Nichts wieder auf, und manchmal weckt eine Assoziation mit irgendeinem anderen Thema längst vergessen geglaubte Erinnerungen wieder auf. Diesmal muss es ein Zwischenzustand gewesen sein, der mir alte Erlebnisse wieder ins Gedächtnis rief.

Meine Eltern waren mit einem Landwirt befreundet, der ein paar Straßen weiter wohnte und dort Ställe und Scheunen (ja, das gab’s damals noch in meinem Heimatstädtchen) hatte.
Mitte September war Kartoffelerntezeit und meine Mutter betätigte sich (wie mehrere andere Bekannte des Landwirts) als Erntehelferin.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich damals schon zur Schule ging (vermutlich eher nicht, sonst wäre ja Unterricht gewesen), aber ich wollte unbedingt mit und meine Mutter dabei begleiten, und schließlich durfte ich das auch (meine Schwester war noch zu klein und blieb wohl bei der Großmutter, die damals noch rüstig und geistig rege war).

Wir fuhren also (entweder direkt auf dem Traktor oder auf dem Anhänger) zusammen mit den anderen Erntehelfern zum Kartoffelacker.
Nachdem der Traktor mit einem anderen Anhänger, der die Erde umwühlte, über den Acker gefahren war, lagen die Kartoffeln oben auf der Erde. Jeweils zwei Erntehelferinnen arbeiten zusammen auf einer Reihe und hatten zwei Körbe. In den einen Korb kamen die großen, schönen Kartoffeln, in den anderen die „Säukartoffel“, die als Schweinefutter vorgesehen waren. Wenn ein Korb voll war, wurde er in einen der Säcke auf dem Anhänger gefüllt.
Ich blieb bei meiner Mutter und hatte wirklich die Absicht, mitzuarbeiten. Aber nach fünf Minuten war mir langweilig, nach spätestens zehn Minuten tat mir der Rücken weh.

Da ich eh keine große Hilfe war, ließ mich meine Mutter spielen. Ich suchte also nach Marienkäfern und Kartoffelkäfern und bug(!)sierte sie in ein kleines transparentes Behältnis aus Plastik, in dem vorher Mint-Dragees gewesen waren. Es müssen wenigstens zwanzig Käfer gewesen sein, die darin krabbelten und wimmelten. Am Ende des Tages ließ ich sie aber alle wieder frei.
Ich legte auch Muster mit kleinen Steinen, und dekorierte sie mit Löwenzahnstielen, Blüten und was sonst so alles auf dem Feld verfügbar und geeignet war.

Es müssen so etwa zehn Erntehelferinnen gewesen sein. Um ihre Haare vor Schmutz und Staub zu schützen, trugen sie alle (ich auch) ein Kopftuch. Aber während ein Kopftuch normalerweise unter dem Kinn geknotet wird, wurden diese am Nacken unter dem Haaransatz zusammengebunden.

Mittags gab es für alle eine Brotzeit. Das hat mir gefallen – eine Art Picknick im Schatten des Traktors. Als irgendwann Feierabend gemacht wurde, fuhren alle wieder zurück. Im Haus des Landwirts gab es dann für die Helfer noch Kaffee, Kuchen und belegte Brote.

Jedes Jahr half meine Mutter zwei oder drei Tage lang bei der Kartoffelernte. Einige Male war ich noch dabei (entweder noch in den Ferien oder nach der Schule), aber meistens nicht.
Statt einer Bezahlung erhielt sie als Gegenleistung IIRC zwei oder drei Zentnersäcke Kartoffel, die abends vorbeigebracht wurden, und die wir im Keller lagerten und nach und nach verbrauchten.
Damals waren die Kartoffelsäcke noch aus richtigem Sackleinen, und nicht wie heute aus einem löchrig-bastartigen Plastikgeflecht.
Wenn ich (an Ostern?) wieder in die alte Heimat komme, will ich meine Eltern fragen, ob sie noch solche alten Säcke haben, und ob ich einen davon bekommen kann.
Wenn das klappt, schneide ich (nach gründlicher Wäsche) mir Löcher für Kopf und Arme hinein, und kann dann endlich einmal ausprobieren, wie ich in einem Kartoffelsack aussehe. Eine Art Gürtel wäre noch sinnvoll. Vielleicht kann ich so einen Sack einfach um einige Zentimeter kürzen und den so entstandenen Streifen als Gürtel nutzen.

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#Projektleiter2030 #Blogparade //1759

Um die Zukunft der Rolle des Projektleiters geht es in einer Blogparade des Projekt-Magazins.

Auch in absehbarer Zeit sehe ich eine Notwendigkeit für Projektleiter. Neue Projekte entstehen oft aus dem Nichts [wie die Entwicklung von Äpps für die Gerätebedienung – um ein aktuelles Beispiel zu nennen; übrigens werde ich die offizielle Projektleiter-Funktion an einen meiner Mitarbeiter delegieren, sobald ich mit der Req Spec fertig bin]. Da gibt es so viel zu überlegen, wie ein innovatives Projekt anzugehen und abzuwickeln ist. Darum wird sich auch 2030 noch ein Mensch kümmern müssen, um es zu konzipieren, die Mitarbeit anderer zu koordinieren und Entscheidungen zu treffen, die neuartige und unvorhersehbare Aspekte berücksichtigen.
Ein Projektleiter muss einen Überblick über sämtliche möglicherweise involvierten Themenbereiche haben, und abschätzen können, was relevant ist oder unbedeutend. Wo ihm selbst das Detailwissen fehlt, ist er legitimiert, sich Verstärkung zu holen.
Solche Tätigkeiten lassen sich nicht digitalisieren. Je strenger sich ein Prozess an wiederkehrende, reproduzierbare Abläufe hält, desto besser kann man seine Durchführung in Algorithmen zwängen. Bei Routinetätigkeiten geht das meistens, aber nicht bei Aufgaben, die eigenständiges, kreatives Denken erfordern. Und gerade letzteres ist beim Projektmanagement notwendig. So ist dies zumindest bei Entwicklungsprojekten der Fall.

Vielleicht gibt es jedoch auch Projekte mit stärker standardisierten Abläufen. Schon möglich, dass deren Management verstärkt von Computern erledigt werden kann (meiner Erfahrung nach ist Software für das Management von Terminen oder Roadmaps aber noch recht unflexibel bezüglich irgendwelcher Besonderheiten). Bis 2030 ist es allerdings nicht mehr so lange hin, so dass ich bezweifle, dass Projektleiter bis dahin obsolet werden.
Ich selbst werde jedoch voraussichtlich dann keine Projekte mehr leiten, sondern das Große und Ganze im Blick haben müssen, und das Zusammenspiel unterschiedlichster Projekte verantworten.

[Das Medizinerprojekt damals scheiterte übrigens daran, dass kein wirklicher Projektleiter vorhanden war. Ich war nur für die technische Koordination zuständig (und für die Einbindung des Sponsors), und da klappte auch alles. Beim Rest wollte jeder selbst seine Vorgaben durchdrücken, und so wurden sich die Beteiligten nicht einig. Ein eindeutig Verantwortlicher für die Durchführung des Projekts hätte das besser arrangieren können (auch wenn man ihm einen anderen Titel als Projektleiter verpasst hätte).]

Die Definitionsmacht, was ein Projekt ist, überlassen wir sicher nicht irgendwelchen Werbung für Baumarktketten.

[Gerne erinnere ich mich auch noch an mein inzwischen erfolgreich abgeschlossenenes GF-Projekt.]

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Säuberung //1758

Wenn der Chef mich kurzfristig in sein Büro zitiert, bedeutet das nie etwas gutes.
Ich war mir keiner Verfehlung bewusst. Dennoch betrat ich sein Büro mit gemischten Gefühlen.
„Es gab Beschwerden vom Reinigungsdienst wegen des Wandkalenders in einem der Büros der Softwareentwickler“, kam er ohne Umschweife zur Sache.
Der Reinigungsdienst ist eine Fremdfirma, die regelmäßig hier in den Räumlichkeiten putzt und saubermacht.

Ich konnte mir denken, um welchen Kalender es ging. Der war mir auch schon aufgefallen mit seinen geschmacklosen Motiven. Aber ich hatte ihn geduldet, weil meine Mitarbeiter sich im Büro wohlfühlen sollen, und dadurch hoffentlich zur Arbeit inspiriert und motiviert werden. Und ich selbst brauche ja nicht hinzuschauen.
„Was geht es denn die Putzfrau an, was hier an den Wänden hängt?“
„Das Reinigungspersonal weigert sich, den Raum weiter zu säubern, solange der Kalender dort hängt.“
„Mir gefällt der Kalender auch nicht, aber ich erlaube meinen Mitarbeitern, die Wände nach ihrem Geschmack zu schmücken. Und nicht nach dem Geschmack der Putzfrau.“
„Das hat aber Grenzen. Solche Motive haben bei der Arbeit nichts verloren. Ich erwarte von dir, dass du veranlasst, dass der Kalender verschwindet.“

„OK“, bestätigte ich widerwillig.
„Mit ‚verschwindet‘ meine ich, dass er auch nicht durch einen ähnlichen ersetzt wird.“
„Schon klar.“
„Und auch nicht, dass er irgendwo anders wieder auftaucht.“
„Jajaja, ich hab’s ja verstanden“, mittlerweile war ich von seinem Insistieren genervt, „der Kalender kommt weg.“
„Wir sind uns also einig?“
„Wie oft muss ich das denn noch betonen? Warum bist du so misstrauisch?“
„Erfahrungsgemäß bist du sehr kreativ, wenn es um das Umgehen solcher Anordnungen geht.“
„Ich habe gar keine Veranlassung, hier irgendwelche Tunnelspielchen zu machen“, stellte ich inzwischen verärgert klar, „der Kalender ist scheußlich, und ich habe ihn bisher lediglich geduldet, um die Zufriedenheit meiner Mitarbeiter zu sichern. Jetzt kommt er weg.“
„Gut, dann wäre das unmissverständlich geklärt“, erwiderte er beruhigt, und wandte sich wieder dem Papierkram auf seinem Schreibtisch zu.

Im Nerdtopia der Softwareentwickler teilen sich jeweils zwei bis vier Mann ein Büro.
Ich betrat den entsprechenden Raum, wo gerade nur zwei der drei Mitarbeiter anwesend waren. Ich begrüßte beide mit Namen, zeigte auf den Kalender, und erklärte, dass es darüber Beschwerden gegeben habe, er NSFW sei, und deshalb unverzüglich entfernt werden müsse.
Es gäbe auch andere Kalender mit interessanten Motiven, ich persönlich fände beispielsweise Escher-Zeichnungen sehr schön.

Dann kam mir der Gedanke, für nächstes Jahr selbst einen Firmenkalender zu gestalten, mit Fotos der verschiedenen Standorte, der einzelnen Produkte, und was sonst noch so in dem Zusammenhang passend sein könnte. Diese Idee muss ich mir unbedingt merken, und im Herbst ggf. weiter verfolgen.

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