Aufbruch der pandorischen Büchse //2126

Mitterweile hatte ich mit Frau Tussozic einige Arrangements getroffen, um unsere Zusammenarbeit möglichst konfliktarm zu gestalten.
Aber wie so häufig kommt dann wieder ein anderes Problem von einer Richtung her, aus der man es nicht erwartet hätte.

Wie sich herausgestellt hat, haben sie in Standort 6 in den letzten Jahren ziemlich geschludert, was diverse Regelungen betrifft. Nein, das ist nicht Frau Tussozic’s Schuld. Trotzdem werden sie und ich das gemeinsam ausbaden müssen.
Wir kriegen das schon irgendwie hin. Es kostet halt Zeit – und vor allem Geld. Geld, das nicht eingeplant war.

Ich habe ja schon seit geraumer Zeit einen Spezialisten für solche regulatorischen Angelegenheiten. Nachdem er sich eingearbeitet hatte, war das eigentlich meistens ein recht ruhiger Job. Er soll sich jetzt vordringlich um diese konkreten Probleme bei Standort 6 kümmern. Ich werde ihn beauftragen, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Führungskräften bei Standort 6 Lösungen zu finden. Die Kosten für die Umsetzung der Lösungen trägt Standort 6. Die Bezahlung des Spezialisten geht dagegen (der Einfachheit halber und aus reiner Konzilianz) auf das hiesige Konto.

Die Kommunikation mit Behörden oder Prüfstellen definiere ich als nicht-technisches Thema. Ich habe auch so schon mehr als genug mentale Last zu tragen.
Soll Frau Tussozic sich damit abgeben.

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Power Exchange //2125

Manchmal hat mein Computer daheim so seltsame Anwandlungen. Dazwischen läuft er wochenlang tadellos, bevor der wieder rumzuzicken beginnt. Man könnte fast meinen, dass ihn hormonelles Schwankungen im Griff haben. Meines Erachtens handelt es sich um einen kleinen Hardware-Fehler oder ein BIOS-Problem, hat aber nichts mit dem Betriebssystem zu tun.

Im schlimmsten Fall weiß ich mir nicht anders zu helfen, als längere Zeit auf den Ausschalteknopf zu drücken, um ihn danach neu zu starten. Wenn ich Pech habe, kommt er danach gar nicht richtig hoch, oder er stürzt nach einer halben Stunde Betriebszeit erneut ab. Wenn ich Glück habe, funktioniert er wieder wochenlang (bzw. bis zum nächsten Update) einwandfrei.
Neulich verkantete sich der Einschaltknopf so, dass er sich nicht mehr bedienen ließ. Ich drückte ein wenig daran herum, aber kein Effekt.
Ich widerstand der Versuchung, ein wenig WD-40 reinzuspritzen, damit’s wieder flutscht.
Beim nächsten Versuch fuhr er kurz hoch, als ich den Netzschalter eingeschaltet hatte, um unmittelbar danach wieder runterzufahren. Da war wohl ein Kurzschluss.
Ich entfernte die vordere Blende, um zu schauen, was sich machen ließe. Nachdem ich noch ein wenig am Knopf herumgedrückt hatte, teils mit einer spitzen Nadel versucht hatte, ihn zu entklemmen, löste er sich letztendlich doch.

Bald darauf dasselbe Problem. Obwohl ich es nach längerer Rumprobiererei wieder geschafft hatte, den Knopf freizubekommen, sind solche gelegentlich auftretenden Ärgerlichkeiten total lästig und kein Dauerzustand. Eine richtige Lösung musste her.
Kurzerhand vertauschte ich die Anschlüsse, indem ich die zwei Drähtchen vom Resetknopf an den Ein-/Ausschalter lötete und umgekehrt. Den Resetknopf brauche ich sonst nie. Der Resetknopf ist zwar ein wenig kleiner, aber sonst funktioniert die Sache wieder.

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Meinungsaustausch //2124

Meistens komme ich nicht zeitnah dazu, unwesentlichere Angelegenheiten mit Carsten zu besprechen. Manches halte ich auch für so bedeutungslos, dass ich es ganz lasse. Für wichtige oder dringende Punkte nehmen wir uns schon möglichst bald Zeit, aber es kommt vor, dass einige Themen erst zeitverzögert beredet werden können.
Unsere gemeinsame Freizeit nutzen wir halt lieber für entspannendere Kommunikation.

Als ich das Angebot erhalten hatte, an einem internationalen Arbeitskreis mitzuarbeiten, hielt ich das für irrelevant für Carsten, so dass ich mich nicht beeilte, ihm davon zu erzählen. Schließlich betrifft das nur meine (frühere) Arbeit und vor allem Beratungstätigkeit. Erst einige Tage später ergab es sich, dass ich es zur Sprache brachte.
„Wieso hast du dieses Angebot ausgeschlagen?“, fragte er konsterniert.
„Ich habe genug in der Firma zu tun“, rechtfertigte ich mich, „dafür habe ich keine zusätzliche Zeit.“
„Wie groß wäre denn dein Zeitaufwand?“
„Was weiß ich. Unterschiedlich. Vielleicht mindestens fünf bis zehn Stunden im Monat. Vermutlich nach oben offen.“
„Die Zeit solltest du dir nehmen. Das ist ein renommierter Fachverband. Deine Beteiligung würde auch der Firma zusätzliches Ansehen und Bekanntheit bringen.“ Typisch für ihn, vor allem an PR zu denken.
„Ich habe aber keine Lust, deswegen ab und zu in die USA zu reisen.“
„Das geht bestimmt auch ohne deine persönliche Anwesenheit. Oder über eine Online-Zuschaltung.“
„Vielleicht“, musste ich zugeben.
„Ich verstehe nicht, warum du das Angebot nicht angenommen hast. Andere Firmen würden sich die Finger lecken nach so einer Chance. In diese Arbeitskreise kommt man sonst nicht so leicht rein. Und du sagst einfach Nein dazu.“
„Das ist aber nicht mehr mein Kerngeschäft!“ Ich muss zugeben, dass das etwas trotzig herauskam. Schließlich ist das alleine meine Angelegenheit, die eigentlich gar nichts mit der Firma zu tun hat. Ich hätte die Arbeit und den Aufwand, ohne daraus einen persönlichen Nutzen ziehen zu können. Ein Angebot kann man annehmen oder ablehnen. Grundsätzlich hat es erst mal nur einen Vorteil für den, der es macht. Nicht unbedingt auch für den, der es kriegt.
„Schreib ihnen, dass du das Angebot doch nach annimmst!“, forderte Carsten.
„Das habe ich nicht vor.“ Ich schüttelte den Kopf.
Kurz danach lag ich unter ihm auf dem Boden. Sein Gewicht drückte auf mich, so dass ich mich kaum rühren konnte. Meine Versuche, mich aufzusetzen oder mich seitlich wegzudrehen, schlugen fehl.

// #include EXPLCONT.PIV

Na gut, wenn ihm so viel daran liegt, dann werde ich halt noch mal dorthin schreiben, dass ich mich doch noch am Arbeitskreis beteiligen will. Das ist jetzt zwar irgendwie blöd, weil es inkonsequent wirkt, aber ich werde es schon passend formulieren. Die Reisen in die USA kann ich immer noch ablehnen, wenn es konkret dazu kommen sollte. Ich glaube, die anderen Mitglieder dieser Arbeitskreise reisen auch nicht immer dorthin. Das meiste wird eh schriftlich und online erledigt.

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Tweets von der Insel //2123

Eigentlich wollte ich öfter alte Tweets bringen, aber der letzte entsprechende Eintrag ist auch schon wieder drei Wochen her. Ich gerate immer mehr in Rückstand.
Die jetzt folgenden Tweets gab es zwischen dem 26. Juli und Mitte August 2018, als wir in Urlaub auf der Insel der Lügner waren.

Erst französisch „je viens!“, dann vollgespritzt. #AmPoolPassiert #Rotzbengel #breakpointUrlaub2018
Und mein malträtierter Rücken .. ganz blutig rot. Nein, kein Sonnenbrand.
Pheromone im Männerschweiß .. bin im permanenten Wuschigkeitsmodus #Urlaub2018
Nur wegen @Twitter hatte ich auf meinem Uralt-Laptop den Firefox installiert. Jetzt ist der Akku hin. WLAN tadellos, aber Laptop muss am Stromnetz hängen.
Hello World! Ja, mich gibt’s noch.
Suchanfragen .. und tschüss! //1921 Neunzehnhunderteinundzwanzig
Verschreiber des Tages: Sichtdicke statt Schichtdicke
Was ist der Umgang mit manchen Leuten kompliziert! Bezeichnen sich selbst wiederholt als rational, aber ihre Worte triefen vor Emotionen und Gefühlen nur so. #NT
Verleser des Tages: Zuhälter statt Zeitalter
Früh am Morgen lässt sich’s draußen noch am besten durchatmen.
Huch .. so viele Mentions .. kaum überschaubar.
breakplaining: Kommunikation //1920 Neunzehnhundertzwanzig
Verhörer des Tages: „meinetwegen“ statt „mal sehen“
Huch! Jetzt hab ich meinen myriadsten Tweet verpasst, und sehe in Zukunft nicht mehr die genaue Anzahl . *schnief*
Das Quadrat der Summe ist größer als die Summe der Quadrate.
Verleser des Tages: portabel statt pränatal
Happy Wife, Happy Life //1919 Neunzehnhundertneunzehn
Verschreiber des Tages: fakelhaft statt fabelhaft
Verleser des Tages: Erstkommunion statt Exkommunikation
Exkursion ohne mich //1918 Neunzehnhundertachtzehn
Und wieder mal macht dieses Gerede von den „alten weißen Männern“ Frauen jedes Alters und jeglicher Farbe unsichtbar.
Verschreiber des Tages: Softeis statt Softies
Ein bisschen flüssiger Stickstoff .. das wär’s doch jetzt. #LN
Ob ich die 10000 Tweets noch vor dem Urlaub voll kriege?
Trinke nur noch lauwarmen Kaffee.
Was sind das für Frauen, die mit Push-Up-BH ins Bett gehen?
Wenn einer das gleiche Arbeitspaket in 9 Stunden schafft, für das ein anderer 10 Stunden braucht, welche Bezahlung ist dann gerecht?
„Und wie ist Ihr Pronomen?“ – „Es darf mich ‚allerschönste gnädige Göttin‘ nennen.“ #wennmichjemandnachpronomenfragt
Verleser des Tages: Gecko statt Ginkgo
Brakepoint //1917 Neunzehnhundertsiebzehn
Heiß. Ich vermisse den Serverraum.
Gerade realisiert, dass in meinem Urlaubsland „ja“ wie „nä“ ausgesprochen wird.
Verschreiber des Tages: (Eier aus) „Hodenhaltung“ statt „Bodenhaltung“
Kunde bedankt sich überschwänglich für gelieferte Software, und will mich weiterempfehlen. Ich nehme aber doch keine Neukunden mehr an.
Verleser des Tages: fantastisch statt fanatisch
Nerdparty ohne Gästinnen //1916 Neunzehnhundertsechzehn
Wer meinen graziös-schwingenden Gang immer bewunderte, muss das vorläufig aussetzen.
Reste vom Feste sind das Beste! Heute brauche ich nicht zu kochen.
Verleser des Tages: Probier statt Phobie
Den Bienenstich hätte ich mir anders vorgestellt.
Verhörer des Tages: Fotos statt Fötus
Immer die Qual der Wahl zwischen Eierlikör und Nusslikör zum Vanilleeis.
Ich wünsche mir eine Liste, was man noch sagen darf, das ja niemanden versehentlich verletzen, beleidigen, angreifen oder diskriminieren könnte.
Verleser des Tages: Patentschutz statt Patientenschutz
Manche Leute versteh ich echt nicht. Jammern ständig rum, dass es ihnen so schlecht geht, oder dass sie kein Geld haben. Aber rauchen.
Noch nachträglich allen Sysadmins alles Gute zum gestrigen #SysadminDay!
Lunare Bedeckung //1915 Neunzehnhundertfünfzehn
Heute Abend #Mondfinsternis! Und Konjunktion Luna mit Mars.
Leichter Regen! Ich geh jetzt raus und lass mich nassregnen. #wetTShirt
Völlig widersinnig und irgendwie erschütternd, wie #metoo sogar freundliches Interesse und Aufgeschlossenheit in Sexismus umdefiniert.
Verhörer des Tages: value statt valley
Wer will schon gerne „normal“ sein? Durchschnittlich, mittelmäßig, gewöhnlich, langweilig .. Aber manchmal ist es halt schon verdammt schwer, wenn man so ganz anders ist. #soMüde
Es wäre schon praktisch, wenn man ein paar überschüssige Kelvin abspeichern könnte, und im Winter wieder abrufen.
Verleser des Tages: Tuberkulose statt Tuberose
Antwort/6 anni //1914 Neunzehnhundertvierzehn

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Der Foldertraum //2122

Nur selten habe ich mal über einen Traum gebloggt. Dieser hier hat mich aber irgendwie besonders beeindruckt (und insbesondere erinnere ich mich noch an ihn), so dass ich einen Eintrag spendiere.

Die Vorgeschichte war, dass ich abends noch ein wenig programmiert habe. Das war ein Progrämmchen nur für meine eigenen Zwecke. Es sollte einen ganz bestimmten einmaligen Zweck erfüllen, und war nicht dafür vorgesehen, länger aufgehoben zu werden.
Solche Sachen speichere ich normalerweise auf dem RAM-Drive, damit sie mir nicht im Laufe der Zeit die Festplatten vollmüllen, wo ich sie eh nicht mehr finden würde. Das hat sich eigentlich bewährt – zumal der Compiler merklich schneller ist, wenn er den ganzen Output ins RAM schreibt.
Bei diesem Progrämmchen war ich noch gar nicht weit gekommen. Höchstens eine halbe Stunde hatte ich daran gearbeitet. Das war alles straightforward Code gewesen: ein paar Varablen deklariert, for-Schleifen angelegt, .. nichts besonderes. Hätte ich im Notfall alles leicht wiederherstellen können, auch wenn es mich etwas Zeit gekostet hätte.
Bereits im Bett liegend ging es mir dann kurz durch den Kopf, dass mein Rechner hin und wieder eine Bluescreen hat oder sonst abstürzt. Außerdem will er auch schon wieder Updates einspielen. Wenn ich ihn aber booten lasse, dann ist alles im RAM-Drive weg.

So, aber jetzt zum Traum:
Ich saß vor meinem Rechner, und wollte eine Datei (nicht unbedingt dieses Programmierprojekt) auf die Festplatte speichern. Aber der Rechner reagierte so zäh. Endlich erschien der Save-Dialog. Das Hinnavigieren zum gewünschten Verzeichnis erwies sich als langwierig. Kaum hatte ich einen Ordner geöffnet, verrutschte die Scrollleiste, so dass der ganze Inhalt des Ordners über das Fenster wanderte, so dass ich den gewünschten Subfolder gar nicht erkennen, geschweige denn selektieren konnte. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als auf Cancel zu klicken. Dann das ganze von vorn. In mir wuchs die Panik, dass mein Rechner abstürzen würde, oder anfangen würde, die Updates zu installieren, um dann gleich neu zu starten.
Verzweifelt versuchte ich, die Datei zu speichern, aber auch andere Versuche, die ich machte, um den Inhalt zu sichern, schlugen fehl. Nichts funktionierte, wie es sollte.
Und wenn ich nicht irgendwann aufgewacht wäre, würde ich wohl immer noch von diesem moderen Sisyphus-Problem träumen.

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Büchlein klein, fein, mein! //2121

Als ich mit meiner Beratungstätigkeit aufhörte, erschien es mir sinnvoll, die Essenz meines angehäuften Wissens komprimiert niederzuschreiben, um es quasi zu konservieren. Von früheren Beratungen, Coachings oder Whitepapers hatte ich bereits einige selbsterstellte schriftliche Unterlagen, die ich als Grundlage nehmen konnte.
Ich begann also – mit niedriger Priorität, d.h. praktisch „on idle“ nebenbei – gelegentlich, wenn ich eine Stunde Zeit fand, ein paar Seiten kompakt niederzuschreiben. Das Buch geht nicht in Details, sondern reiht einfach Graphiken, Listen, Tabellen (meist nur auszugsweise) hintereinander auf, mit wenig zusätzlichem Text, der nur erklärt, was nicht ohnehin selbsterklärend ist. Für weitere Einzelheiten verweise ich auf offizielle Referenzen, die halt so umfangreich sind, dass der ungeübte Leser ohne fachkundige Anleitung dort sonst nur nach der Nadel im Heuhaufen suchen würde.
Auf diese Weise sind dennoch über hundert Seiten hochkonzentriertes Wissen zusammengekommen. Die Informationsdichte ist enorm. Dagegen sind viele andere Machwerke nur homöopathisch. Es ist mir sogar gelungen, in die verworrenen Zusammenhänge eine einigermaßen nachvollziehbare Struktur zu bringen (so besagt zumindest das Feedback, das ich inzwischen erhalten habe).

Gutmütig wie ich bin, dachte ich mir, dass das kompakte Büchlein nicht nur mir zugute kommen soll, sondern dass vielleicht auch andere Leute einen Nutzen daraus ziehen können. In dieser Thematik interessierte Kunden könnten es als eine Art Werbegeschenk bekommen, und vielleicht gibt es sogar Leute, die es sich gerne als gedrucktes Buch kaufen würden.
Ich habe es also per Print-on-Demand publiziert. Erwartungsgemäß waren die Verkaufszahlen nur gering, aber das ist nun mal bei so einem kleinen Nischenmarkt nicht anders zu erwarten. Dieses Genre hat noch keinen Bestseller hervorgebracht. Darum ging es mir auch gar nicht.

Nun hat mich einer der Käufer kontaktiert, und mir angeboten, einem bestimmten Arbeitskreis beizutreten. Dort könnte ich die Zukunft jenes gewissen Themas selbst mitgestalten (nachdem ich bisher ja immer nur über die fehlerhafte und ineffiziente Umsetzung gelästert habe). Das Angebot schmeichelt mir schon. Aber eigentlich wollte ich gerade so etwas beratungsähnliches nicht mehr machen. Ich müsste dazu auch ein- oder zweimal im Jahr in die USA reisen. Dazu habe ich erst recht keine Lust. Durch meine üblichen beruflichen Verpflichtungen habe ich dafür auch gar keine Zeit (auch wenn die Teilnahme an diesem Arbeitskreis mir durchaus noch zusätzlich internationales Prestige brächte).
Ich lehnte also dankend ab, werde jedoch in Verbindung bleiben. Vielleicht kann ich ja anderweitig doch noch einen Beitrag leisten.

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Gewinnfluide Lose //2120

Nicht nur in Bayern gab es kürzlich Aufregungen, weil die Mathematik-Abiturprüfung angeblich besonders schwer gewesen sei.
Meine eigenen Quellen hatten kurz danach noch gemeint: „War ganz OK“, bzw. „ging so“.
In Bayern soll vor allem folgende Aufgabe (danke an Pendolino für die Info) für Unmut gesorgt haben:

„Bei einer Losbude wird damit geworben, dass jedes Los gewinnt. Lose und Sachpreise sind dabei den drei Kategorien \“Donau\“, \“Main\“ und \“Lech\“ zugeordnet. Im Lostopf sind viermal so viele Lose der Kategorie \“Main\“ wie der Kategorie \“Donau\“. Ein Los kostet einen Euro. Der Inhaber hat für die Sachpreise der Kategorie \“Donau\“ einen Stückpreis von 8 Euro gezahlt, für die Kategorie \“Main\“ 2 Euro je Stück und für \“Lech\“ 20 Cent pro Stück.
Frage: Ermitteln Sie den Anteil der Lose der Kategorie \“Donau\“, wenn der Inhaber im Mittel einen Gewinn von 35 Cent pro Los erzielen will.“

(Ich hoffe, ich habe den Text richtig abgetippt.)
Wer die Aufgabe noch nicht kannte, aber gerne versuchen würde, sie zu lösen, hat jetzt Gelegenheit dazu, bevor er weiterliest. (Wir warten so lange ..)
Spoilerwarnung: Lösung folgt.
Triggerwarnung: Die folgende Darstellung enthält Spuren von Mathematik.

Wie ich erst später erfuhr, wurde diese Aufgabe der Stochastik zugeordnet. Aber wenn man davon ausgeht, dass sämtliche Lose verkauft und alle Gewinne auch ausgegeben werden, so ist das viel eher Kostenrechnung (OK, dafür müsste man auch noch Kosten für Herstellung und Transport der Lose, Bezahlung der Verkäufer, Standmiete, Versicherung, Steuer, und was weiß ich, was sonst noch alles anfällt, mitberücksichtigen. Da in der Aufgabenstellung davon nichts angegeben ist, subsummieren wir das alles in den „Gewinn“ von 35 Cent pro Los). Von Statistik oder Kombinatorik muss man jedenfalls nie etwas gehört haben, um diese Aufgabe lösen zu können. Es geht darum, wieviel Geld ausgegeben werden muss, und wieviel wieder eingenommen wird. Das hat überhaupt nichts mit Wahrscheinlichkeiten zu tun.

Ich habe den Ansatz über die mittleren Gesamtkosten pro Los in Euro gewählt. Der Einfachheit halber schreibe ich D, M und L für die Losanteile der Kategorien „Donau“, „Main“ und „Lech“.
Dann ist 8*D + 2*M + 0.2*L = 1 – 0.35 = 0.65. (A)
Meiner Ansicht nach war die größte Schwierigkeit, darauf zu kommen, dass die mittleren Kosten pro Los 0.65 Euro betragen müssen, wenn ein Gewinn von 35 Cent angepeilt ist. Irritierend war vielleicht auch, dass keine Gesamtanzahl der Lose angegeben ist.
Außerdem erfahren wir, dass es viermal so viele Main-Lose wie Donau-Lose gibt – also M = 4*D. (B)
Schließlich muss die Summe aller Anteile 1 betragen: D + M + L = 1. (C) [Erinnert mich jetzt gerade an die 3Könige.]
Drei Gleichungen mit drei Unbekannten. Das ist einfachste Lineare Algebra und somit Mittelstufenstoff. Von jemandem mit Abitur oder mittlerer Reife würde ich erwarten (na, sagen wir lieber erhoffen), dass er diese Aufgabe lösen kann.
(B) in (C) eingesetzt und nach L aufgelöst ergibt L = 1 – 5*D. (D)
Aus (B) und (D) in (A) eingesetzt, erhalten wir 8*D + 2*4*D + 0.2*(1 – 5*D) = 15*D + 0.2 = 0.65, also 15*D = 0.45 oder D = 0.03. (E)
Setzen wir (E) in (D) ein, ergibt sich für das gesuchte L schließlich L = 1 – 0.15 = 0.85. Also müssen 85 Prozent aller Lose nur einen Billiggewinn liefern, bei denen die Loskäufer draufzahlen. Dieses Glückspiel hätte eher eine Vorlage für eine Aufgabe für Stochastik liefern können. Aber die 35 Cent, die „nur die Bank“ gewinnt, waren ja schon angegeben.

Diese Prüfungsaufgabe ist mit ein wenig Nachdenken ganz sicherlich lösbar, auch wenn sie vielleicht nicht den typischen Standardaufgaben entspricht. Man braucht weder zu differenzieren, noch zu integrieren. Noch nicht einmal umständliche Kombinatorik ist nötig. Lediglich sein Gehirn muss man mal benutzen.
Einen Chi-Quadrat-Test würde ich auch nicht mehr aus dem Stegreif hinkriegen, aber das braucht man hier ja auch gar nicht.
Als ich am Wochenende in der alten Heimat war, habe ich die Aufgabe übrigens mal meinem Vater vorgelegt. Er hat nur Hauptschulabschluss (für den Besuch einer höheren Schule fehlte das Geld) und ist seit etlichen Jahren nicht mehr berufstätig. Stochastik ist ihm kein Begriff. Trotzdem hatte er die Lösung bereits nach mehreren Minuten.
Eigentlich ist es ein Trauerspiel, dass solche läppischen Aufgaben das Abiturniveau immer weiter sinken lassen.

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Entlang einer geschlossenen Reisekurve //2119

Die Anreise zu einem Urlaubshotel in der alten Heimat verlief glatt. Wir hatten schon letztes Jahr dort übernachtet. Als Proviant für unterwegs hatte ich uns beim Bäcker etwas Essbares besorgt – einen Bagel für Carsten und eine Laugenstange für mich.
Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zu Standort 3. Wir verbrachten den Vormittag dort, hatten ein paar Besprechungen und schauten uns den ganzen Betrieb an. Es gab nichts besonderes zu berichten.

Den Nachmittag und Abend gönnten Carsten und ich uns dann für gemeinsame Zeit (außer dem Dreier war das auch noch eine Art Geburtstagsgeschenk). Es ist dort ja eine schöne Gegend für Spaziergänge. Das Wetter meinte es allerdings nicht gut mit uns – zeitweise Regen oder kalter Wind. Das Hotel hat ein verhältnismäßig großes Schwimmbad, so dass ich nach langer Zeit wieder einmal zum Schwimmen kam.
Am Samstag fuhren wir dann am späteren Vormittag zu meinen Eltern. Es gab Gretelsuppe und Zwiebelkuchen zu Mittag. Meine Mutter weiß halt, was mir schmeckt, und richtet es dann so ein, dass es meine Lieblingsspeisen gibt, wenn ich daheim bin.
Im Juni ist ja geplant, dass meine Eltern und einige andere Verwandte zu uns nach $NichtImSauerland kommen, um unseren Betrieb zu besichtigen. Ich bekräftigte noch einmal die Einladung, und wir klärten einige offene Fragen.
Am Nachmittag tranken wir alle gemeinsam bei meiner Schwester Kaffee und aßen Kuchen.
David und Kristina wollten unbedingt Fotos von Sophie und Niklas sehen. Carsten hatte auf seinem Handy ein paar und sogar noch einen Film von Niklas im Tierpark, die er jenen zeigte. Als Sabine nach Bildern von Enkelchen Nr.3 fragte, musste er allerdings passen.
David bestand darauf, dass ich ein paar Lieder mit ihm singe, die er in der Schule gelernt hatte. Soweit ich sie kannte, tat ich ihm den Gefallen. Dann improvisierte ich noch ein paar Lieder, indem ich auf bekannte Melodien Texte reimte, bei denen die Namen der Kinder vorkamen (davon kann ich euch aber keine Kostprobe geben, da die Realnamen natürlich anders sind, als die von mir gebrauchten Pseudonyme).
Heidi schwärmte für die heilige Greta – heldenhaft wir dereinst die heilige Johanna von Orléans. Ja, genauso ein verblendetes, fanatisches Mädchen mit Halluzinationen, das sich in irgendwelche Hirngespinste reingesteigert hat. Scheiterhaufen sind zwar aus der Mode gekommen, aber ich befürchte, dass es auch mit ihr ein schlimmes Ende nehmen wird.
Den Abend verbrachten wir wieder im Hotel.
Sonntag war Muttertag. Letztes Jahr – Schande über mich! – hatte ich den ja vergessen gehabt. Aber dieses Jahr konnte ich sogar persönlich gratulieren und ein Geschenk überreichen.

Nach dem Mittagessen am Sonntag bei meinen Eltern (Leberklößchensuppe, Rindfleisch mit Nudeln und Meerrettichsahnesauce, Mousse au Chocolat) brachen wir dann auf zu Standort 2. Die Fahrt dorthin dauerte länger, so dass Carsten und ich uns als Fahrer abwechselten. Mit der Bahn wäre die Anreise bei dieser Entfernung angenehmer gewesen. Aber dann hätten wir danach das Auto erst wieder umständlich aus der alten Heimat abholen müssen. Durch die Kombination dreier Reisen zu einer sparten wir insgesamt halt doch Zeit.
Die Reise zu Standort 2 hätte ich mir fast sparen können. Es gibt eigentlich nichts dazu zu sagen (zumindest nichts, das ich auf dem Blog öffentlich machen könnte). Wir machten uns am Nachmittag wieder auf den Heimweg, wo wir am späten Abend ankamen.

So, damit wären die Besuche bei den Standorten 2 und 3 für dieses Jahr abgehakt. Standort 4 kommt im September oder Oktober dran. Zu Standort 6 muss ich ohnehin alle paar Wochen. Steht also noch Standort 5 aus. Das wird in jedem Fall eine Flugreise. Mal schauen .. könnte entweder im Juni noch klappen, oder .. hm .. weiß noch nicht.

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Schon wieder Blogpause //2118

Eine kombinierte Privat- und Geschäftsreise steht bevor.
Heute Abend geht es los. Voraussichtlich kommen wir am Montag Abend wieder zurück.

Ich habe heute noch einiges zu erledigen. Erstens muss der Betrieb hier weiterlaufen, auch wenn Carsten und ich nicht da sind. Dafür sind einige Planungen und Arrangements nötig. Zweitens sind noch ein paar Dinge für die Reise vorzubereiten. Drittens schließlich muss ich die Hausarbeit, die ich sonst am Freitag Nachmittag erledige, noch heute irgendwie dazwischenschieben – zumindest so grob.

Wenn alles klappt, wie vorgesehen, werde ich am Dienstag wieder bloggen – vielleicht ein wenig später als gewohnt – mal sehen.

Bis dahin – gehabt euch wohl!

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Unnötig aufgehalten //2117

Auf dem Weg zum Standort 1a lief mir ein Mitarbeiter über den Weg. Er nutzte die Gelegenheit, mir kurz etwas mitzuteilen. Da ich es eilig hatte, blieb ich nicht stehen, sondern gab ihm en passant nur ein knappes Zeichen der Kenntnisnahme und ging weiter.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich auf dem Arbeitsweg oder beim Gang zum Mittagessen Mitarbeiter treffe. Normalerweise beschränkt sich die Kommunikation auf einen kurzen Gruß oder Zunicken. Niemand erwartet in dieser Situation ein längeres Gespräch von mir.

Nur zehn oder zwanzig Meter weiter sprach mich eine Frau an: „Hat dieser Mann da Sie gerade belästigt?“
„Nein. Wie kommen Sie darauf?“
„Ich habe gesehen, wie er Sie angesprochen hat.“
Ich binde einer fremden Frau ganz bestimmt nicht auf die Nase, was es mit diesem Mann auf sich hatte. Es geht sie überhaupt nichts an, dass das einer meiner Mitarbeiter war. Und selbst wenn er mir komplett unbekannt gewesen wäre, wäre das auch alleine meine Sache und nicht ihre. Stattdessen erwiderte ich: „Sie haben mich doch auch angesprochen.“
„Ja, weil ich Ihnen helfen will.“
„Ich benötige Ihre Hilfe nicht. Mischen Sie sich nicht in meine Angelegenheiten, und belästigen Sie mich nicht!“ Wodurch ich mich belästigt fühle, bestimme ich immer noch selbst.
Ich ging weiter und ließ die Belästigerin verdattert stehen.

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Farbwirbel //2116

In der Schule mussten wir mit Wasserfarben malen. Vermutlich nahm ich viel zu viel Wasser und hatte ohnehin keine Geduld, so etwas bis ins kleinste Detail auszufertigen. Jedenfalls waren meine Bilder eher Schmiereien als Gemälde.
Was ich aber gelernt habe, war, dass man Mischfarben erhält, wenn man verschiedene Farben miteinander verrührt.
Als ich dann irgendwann (da ging ich noch in die Schule) mit der Darstellung von Farben auf einem Monitor konfrontiert wurde, irritierte mich das. Wenn man Rot mit Grün mischt, erhält man beim Malkasten ein undefinierbares, hässliches Braun. Auf einem Bildschirm dagegen wird aus Rot und Grün plötzlich Gelb. Additive und subtraktive Farbmischung waren damals für mich kein Begriff. Beim Malkasten mischt man im Prinzip Farbpigmente, was einer subtraktiven Mischung entspricht, da bestimmtes Licht ausgefiltert wird. Bei einem Monitor dagegen mischt man additiv Licht verschiedener Wellenlängen, was vom menschlichen Auge dann als eine Zwischenfarbe wahrgenommen wird. Goethe irrte mit seiner Farbenlehre.

Ich erinnere mich, dass ich als Kind eine Art Mandala malte – mit Filzstiften. Die Spektralfarben hatten es mir besonders angetan. Also nutzte ich jeweils einen roten, orangen, gelben, grünen, blauen und violetten Stift.
Ich hatte mit dem Zirkel mehrere konzentrische Kreise gemalt. Ich konstruierte sechs gleichgroße Sektoren, die ich nahe dem Mittelpunkt mit jeweils einer anderen Farbe ausmalte. Beim nächsten Ring versetzte ich das ganze um eine Farbe. Letztendlich kam dann tatsächlich ein schönes Bild heraus, das aber leider längst verloren gegangen ist.

Vergessen habe ich das Bild aber nie. Und da ich inzwischen nicht mehr selbst malen muss, sondern weiß, wie ich dem Computer erkläre, was er machen soll, nutzte ich eine kreative Pause, um mir ein kleines Progrämmchen zu schreiben – auch um nicht ganz aus der Übung zu kommen.
Zunächst konstruierte ich einen stetigen RGB-Farbverlauf aus stückweise definierten, linearen Abschnitten. Ich gebe einen Winkel ein, und erhalte eine zugeordnete Farbe („hue“) raus.
Eine Bitmap ist eine Karte aus verschiedenfarbenen Pixeln. Aus den Positionen (Zeile, Spalte) lässt sich über den Pythagoras der Abstand zum Mittelpunkt berechnen, und über den Arcus Tangens der Winkel bezüglich einer Achse.
Gebe ich also für jeden einzelnen Pixel den berechneten Winkel in meine Farbverlaufsfunktion ein, und stelle die zurückgelieferte Farbe auf der Bitmap dar, erhalte ich einen Farbkreis. Ich wollte den aber in eine (archimedische) Spirale transformieren. Also addiere ich noch den (mit einem Gewichtungsfaktor multiplizierten) Radius dazu. Dadurch entsteht ein wunderbarer Farbwirbel (sh. Beispiele im Mehr-Bereich, damit ja niemand „pics or it didn’t happen“ sagen kann). Ein Exemplar nutze ich derzeit als Avatar-Bildchen.

Mein Progrämmchen hat noch ein paar kleinere Macken. Beispielsweise kann es nicht immer mit negativen Winkeln umgehen. Ich weiß, wo das Problem liegt, und auch wie ich es fixen könnte, habe mir nur bisher nicht die Zeit dafür genommen.
Die Performance ist mies. Ich warte auf ein 400*400-Pixel-Bild ein bis zwei Sekunden. Aber schließlich muss das Programm nicht echtzeitfähig sein. Ich könnte da noch einiges herausholen, wenn ich wollte. Derzeit sind die Berechnungen nicht optimiert. Das heißt, die meiste Zeit wird noch nicht mal in den Berechnungen verbraten, sondern in der Graphikausgabe. Statt direkt das GDI zu benutzen, mache ich das über ein Framework, das einen ziemliche Overhead hat. Mir ist das bewusst, aber ich bin zu faul, auf GDI-API-Funktionen umzustellen. Das Framework ist komfortabler.
In einer weiteren Ausbaustufe könnte man die Helligkeit oder die Sättigung vom Radius abhängig machen. Es gibt so viele faszinierende Möglichkeiten.

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Getürmt //2115

Bestimmt hätten wir den Friedhof nicht betreten, wenn Carsten keine dreckigen Hände gehabt hätte. Er hatte etwas früher auf unserem Weg einen ekligen Käfer aufgehoben (als ob er nicht wüsste, dass Käfer immer noch meiner Herrschaft unterliegen!), so dass ich mich weigerte, mich von ihm anfassen zu lassen.
Als wir an diesem Friedhof vorbeikamen, schlug ich vor, dass er sich dort die Hände waschen soll, denn erfahrungsgemäß gibt es auf Friedhöfen fließendes Wasser, damit die Pflanzen auf den Gräbern gegossen werden können.
Wir fanden dann auch gleich die Wasserstelle, die mit einigen Gießkannen blockiert war. Nachdem Carsten’s Hände wieder akzeptabel gesäubert waren, wollte er auch in die Kirche, weil wir „schon mal hier“ seien.
Ich hatte keine ernsthaften Einwände. Außerdem war es doch recht kühl, und es hatte sogar ein paar einzelne Tropfen geregnet.

Also gingen wir hinein. Eine Dorfkirche wie so viele.
Carsten stieg die Treppe zur Empore empor, ich folgte ihm. Die Orgel war natürlich abgesperrt, aber ganz hinten war die Tür zum Glockenturm.
Ich weiß nicht, ob der Schlüssel immer da steckt, oder er nur zufällig vergessen wurde. Jedenfalls gelang es Carsten nach einigen Bemühungen, die Tür aufzuschließen. Sie klemmte, doch schließlich traten wir ein. Es war dämmerich-dunkel. Kein elektrisches Licht vorhanden. Die schmale Holztreppe war steil und staubig. Carsten zögerte nicht, hinaufzuklettern. Ich folgte schließlich auch.
Balken voller Vogelkot, Staub, Spinnweben, verendete Insekten, Uralt-Devotionalien auf einer Truhe in der Ecke .. da oben war es alles andere als gemütlich. Teilweise waren Balken so niedrig angebracht, dass man nicht nur den Kopf einziehen musste, sondern sich bücken musste, um drunter durch zu kriechen.
Mir gefiel es da oben überhaupt nicht, so dass ich wieder den Rückweg zur Empore antrat.
Etwas später kam auch Carsten wieder herunter.

Die Empore dagegen war durchaus für einen Quickie geeignet.
Diese Gelegenheit ergriffen wir. Das ist meine Art, dem Herrn zu huldigen. Wie immer bin ich auch da pragmatisch.

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May The Search Be With You //2114

Bevor ich wieder die Suchbegriffe der letzten Wochen aufliste, möchte ich einige Hinweise zu Protokoll geben:
Google hat inzwischen einen Fehler im Performance Report gefixt, so dass ich die aufgelaufenen Begriffe wieder auf zeitsparendere Weise durchgehen kann.
Bei WordPress dagegen (das hat jetzt aber nichts mit den Suchanfragen zu tun) habe ich seit über einer Woche das Phänomen, dass keine Pingbacks gesendet werden. Mittlerweile stehen da zwanzig bis dreißig Links aus. Mich ärgert das, weil es zu unerwünschten Inkonsistenzen führt. Sonst wäre BTW die Marke von 2^5 * 3^2 *5^3 Kommentaren bereits ein paar Tage früher übersprungen worden.
Möge die Macht mit euch sein!
(Good bye, Chewbacca!)

„blog strumpfhose“
Im Winter schon, im Sommer nicht.

„duzen“
Während ich das Du in Social Media für völlig selbstverständlich halte, nutze ich IRL für mir nicht näher oder nur rein beruflich bekannte Personen das Sie.

„omas schmutziger schlüpfer story“
Erst recht ein Grund, den Schlüpfer über den Strapsen zu tragen, statt drunter.

„erdmagnetfeld umpolung“, „magnetfeld erde umpolung“, „erdmagnetfeld“
Auch wenn mein Vorschlag zur Sammlung der Monopole natürlich nur ein Aprilscherz war, ist die Bedrohung durch eine bevorstehende Umpolung real.

„coiffieren“
Ich ziehe coitieren vor.

„wie ein essener frauenarzt zu einer unerwarteten tochter kam“
Das weiß ich nicht.

„mixer joaquin panis“
Panem et circenses?

„schriftlich addieren mit komma“
Die Dezimaltrennzeichen müssen jeweils exakt untereinander stehen.

„undecentum“
Eins von Hundert weggenommen, bleiben 99.

„glied eines mannes“
Dient der Eingliederung.

„höchste stimmlage 7 buchstaben“
Falsett.

„schniblo tag lied“
Zum pi-Tag hatte ich schon Lieder getextet. Aber auf Schnitzel reimt sich nur Witzel.

„geschenke halbjährigen beziehung“
Je länger die Beziehung andauert, desto unwichtiger werden halb- und ganzjährige Erinnerungstage.

„feminismus förderung“
Ganz im Gegenteil!

„wordpress altersabfrage“
Habe ich noch nicht erlebt.

„orientalische brautkleider“
Die sollten für Bauchtanz optimiert sein.

„projekt breakpoints“
Ach ja, ich bin verantwortlich für mehrere Projekte.

„trotz übernachtung keine annäherungsversuche“
Das ist dann natürlich schon frustrierend.

„männerdominierende berufe“
Ich hoffe ja mal, dass „männerdominierte berufe“ gemeint war.

„chips ungarisch rezeptur geändert“
Entweder habe ich mich an das neue Rezept gewöhnt, oder sie haben es wieder rückgängig gemacht.

„ungelernte arzthelferin“
Für die einfachsten Aufgaben dürfte keine mehrjährige Ausbildung nötig sein, sondern eine gründliche Einarbeitung ausreichen.

„riss im raum zeit kontinuum“
Ein Riss ist keine Träne.

„eiszeit kommt“, „kleine eiszeit kommt“, „eiszeit 2030“
Wo ich doch so verfroren bin!

„alien signale“
Die wären doch schon uralt, bis sie hier ankommen.

„vorteile einer beziehung“
Da gibt es schon einige.

„thomas der ungläubige namenstag“
Ist am 3. Juli.

„kaufland puppenwagen“, „kaufland wc sitz“
Kann sein, dass es da welche gibt.

„veraltet peinlich“
Genant.

„tante irma“
Ist eine Allegorie für die Monatsblutung.

„hilbert raum“
Ist ein mathematischer Raum, in dem Funktionen die Elemente sind. Und ich lese auch nach zwanzig Jahren immer noch Hilber-Traum.

„notbehelf“
Ersatz.

„schnellstricknadeln“
Stricknadeln sind ein seltener Anwendungsfall, bei dem länger nicht gleich besser ist.

„pissoir privathaushalt“
Kommen privat eigentlich nicht vor. Bidets hierzulande auch nur selten.

„plietsch platsch“
Plutsch!

„dekolleté englisch“
Cleavage.

„dietmar wischmeyer homöopathie“
Kenn ich nicht. Homöopathie ist Schwachsinn, um leichtgläubigen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen – auch wenn diese besonders gut auf Placebos ansprechen.

„waschtermin“
Dafür brauche ich keinen Termin.

„katzentanzlied text kindergarten“
.. kommt ein Kater zu der Katze: „Komm und reich mir deine Tatze“ ..

„mitnimmst“
2. Person Singular Indikativ Präsens Aktiv von mitnehmen.

„catcalling bedeutung“
Das Ansprechen einer unbekannten Frau auf öffentlicher Straße.

„was ist ein dom?“
Eine große Kirche. Was der genaue Unterschied zu einer Basilika oder einer Kathedrale ist, weiß ich aber auch nicht.

„sex geheimnisse mit tante geschichte“
Na, sollten dann doch auch geheim bleiben. Oder nicht?

„wordpress funktioniert nicht mehr“
Bei mir schon. Obwohl mir da durchaus schon Fehler aufgefallen sind.

„eigendrehimpuls“
Spin.

„darknet bdsm“
Falls ich mir tatsächlich einen Tor-Server einrichte, dann ganz bestimmt für andere Zwecke.

„fehlschlag englisch“
Failure.

„altgriechischer philosoph 5 buchstaben“
Plato.

„missgeschick“
Malheur.

„galaktoboureko vorbereiten“
Bitte nicht mit Schokosauce o.ä. verschlimmbessern!

„altcomputer ankauf“
Interessiert mich nicht.

„tante will neffe bumsen“
Falsch dekliniert. Neffe muss in den Akkusativ.

„zuhälter methoden“
Zueinander zu halten, ist wichtig.

„dank an die väter“
Das muss auch mal sein.

„fahrradhelm tragen“
Lässt sich im Winter kaum mit einer wärmenden Kopfbedeckung kombinieren.

„real markt zerschlagung“
Leider ist es oft real, dass Märkte ohne vernünftigen Grund zerschlagen werden.

„hexadezimalsystem“
Zahlenstellenwertsystem mit der Basis 16.

„intensivstation männerschnupfen“
Das dürfte schon übertrieben sein. Ein klein wenig.

„penis grabschen“
Mach ich nur ganz zart.

„kein bildliches vorstellungsvermögen“
Das kommt vor.

„gomische buchstaben“
Vielleicht Comic Sans?

„et voilà“
Und siehe da!

„hüpfball“
Da gibt es diese Gummibälle oder Flummis, aber auch große Bälle zum Draufsetzen mit Handgriffen.

„ungezogenheit“
Frechheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit.

„urlaub emu point“
Der Punkt wäre irgendwo in Afrika. Dann dort gibt es Emus.

„ins waschbecken urinieren“
Gar nicht so wenige Männer machen das angeblich, weil es von der Höhe besser passt als das WC.

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Verschollene Einfälle //2113

Manchmal habe ich so schöne Ideen für einen Blogeintrag, und formuliere in Gedanken schon einzelne Passagen aus. Aber ich komme nicht gleich dazu, es niederzuschreiben. Bei nächster Gelegenheit notiere ich mir dann ein paar Stichwörter dazu, mit der Absicht möglichst bald einen Blogeintrag dazu zu machen.

Tja, und dann kommt erst dieses dazwischen, dann ist jenes dringender, und bis ich dann endlich wieder zum Schreiben komme, hat sich die Idee schon wieder verflüchtigt.

So habe ich inzwischen eine ziemliche Liste mit Stichwörtern und einzelnen Sätzen, die mal ein Blogeintrag werden sollten. Ich kann mich nur noch teilweise (in einigen Fällen sogar überhaupt nicht mehr) daran erinnern, was ich dazu schreiben wollte.
Es kostet mich dann oft Überwindung, das Thema dennoch anzugehen. Manchmal raffe ich mich auf, und verfasse einen Text, der nicht mehr unbedingt viel mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun haben muss. Aber bei einigen Stichpunkten passe ich inzwischen, und weiß nicht, ob ich dazu tatsächlich noch etwas schreiben soll.
Spontan wären diese Texte bestimmt interessant geworden, aber ein im Nachhinein aufgesetzter Text ist irgendwie reizlos und schal.

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29 h..ust* //2112

Wieder ein Jahr älter.

In den letzten paar Wochen bin ich ein wenig dazu gekommen, in alten Blogeinträgen zu schmökern. Vieles hatte ich fast vergessen. Das Blog hat es wieder präsent gemacht. Genau dafür ist mein Blog ja auch da.
Aber was mir aufgefallen ist: Irgendwie bin ich so zahm und brav geworden, fast schon langweilig.
Es ist nicht so, dass die Krallen meiner inneren Wildkatze nicht mehr scharf wären, aber ich fahre sie kaum noch jemals aus.
Was waren das noch für Zeiten, als er sich nie sicher sein konnte, dass ich etwas unpassendes sage, das ihn herausfordert. Vorbei die Zeiten, als ich ihn überraschte mit Logoentwürfen, einer Arbeitsanweisung für die Innenreinigung der Computergehäuse oder einem Motiv für die geschäftlichen Weihnachtskarten.
Wir kennen uns so gut, sind miteinander so vertraut, dass ich mich wohl nach und nach angepasst haben muss. Zu sehr angepasst. Fast schon assimiliert.
In den letzten Jahren habe ich mich offenbar sehr verändert (äußerlich weniger). Aus der unbekümmerten, lockeren Programmierschlampe ist eine verantwortungsbewusste, ehrbare Geschäfts- und Ehefrau geworden.

Ich weiß nicht, ob mir das gefallen soll. Habe ich mich verbessert? Oder waren das eher Rückschritte? Vielleicht werde ich auch nur alt. Die Entwicklung lief so allmählich und schleichend ab, dass sie mir kaum bewusst wurde.
Normalerweise ist Entwicklung ein zielgerichteter Vorgang, bei dem man sich iterativ, bisweilen auch agil (d.h. der Zielzustandsvektor kann sich dynamisch verändern) an das gewünschte Ergebnis herantastet. Egal ob man einen Backtracking- (quasi „Trial and Error“) oder einen Monte-CarloAlgorithmus nutzt, oder eine Kombination von beidem. Gleichgültig ob man in eine Potenzreihe (Taylor) oder eine cis-Reihe (Fourier) entwickelt.
Eine konstruktiv-effiziente Entwicklung findet innerhalb der durch Rand- und Nebenbedingungen gegebenen Constraints statt. Denn jegliche Out-of-range-Verletzung kostet zusätzliche Anstrengung und verschleudert unnötig Resourcen.
Ein stabiler Entwicklungsprozess verläuft stetig, gleichmäßig, möglichst glatt, aber nicht sprunghaft oder übersteuert. Gelegentliche kleine Überschwinger sind nicht immer zu vermeiden. Wenn sich Sprünge und Überschwinger jedoch häufen, so sollte man seine Herangehensweise zumindest überdenken und ggf. ändern.
Die Kunst ist es, Hindernisse und Unvorhersehbarkeiten mit dem geringstmöglichen Aufwand zu bewältigen – eine Art Superposition von Variationsrechnung und metaheuristisch-evolutionärem Optimierungsverfahren. Und – schwuppdiwupp – bin ich jetzt da, wo ich nie vorsätzlich hinwollte.
(Ich bin wohl etwas vom Thema abgeschweift. Ihr wisst ja, ich habe manchmal die schrägsten Assoziationen. Außer mir braucht aber niemand sonst das alles zu verstehen. Ich werde euch nicht mit ausufernden Erklärungen behelligen.)

Trotz Verpflichtungen und Verantwortung sitze ich eigentlich recht gemütlich in meinem bequemen Potentialtopf. Und wenn er mir mal zu beschränkt wird, kann ich mit Tunnelspielchen ja dem limitierenden Confinement temporär entkommen.

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breakplaining: Hex //2111

Welche Zeit könnte passender sein, als der Vortag der Walpurgisnacht, um das Hexen zu erlernen? Da ich keine Blockquote habe, brauchen wir uns nicht auf den Blocksberg zu begeben. Stattdessen setzen wir uns auf unseren metaphorischen Besen und heben ab zu einem zauberhaften Flug durch den Raum der hexadezimalen Zahlen.
Freut euch auf einen richtigen Brocken an Informationen!

Weil wir zehn Finger haben, rechnen wir normalerweise dezimal, also im Zehnersystem. Konventionelle Computer haben keine Finger, sondern nur binäre digits – kennen also nur zwei Zustände. Deshalb nutzen sie das Binär- oder Dualsystem, bei dem es nur phallische Einsen und cavitätische Nullen gibt. Dabei entstehen schnell lange, unübersichtliche Ziffernfolgen, so dass man jeweils vier Bits („Nibble“) zu einer hexadezimalen Ziffer zusammenfasst, um die Zahlen wesentlich kompakter schreiben zu können. Da die üblichen arabischen Zahlzeichen von 0 bis 9 dafür nicht ausreichen, werden die Zeichen A bis F verwendet, um die Werte von (dezimal) 10 bis 15 darzustellen.

Im Dezimalsystem lässt sich jede natürliche Zahl n als Folge von Koeffizienten a_i mit a_i in {0, 1, ..9} (mit Hilfe – einer modifizierten – Einstein’schen Summenkonvention) schreiben , so dass n = a_i * 10^i .
Dies gilt auch allgemeiner für eine Basis b. Die a_i sind hier zwischen 0 und b-1, und es gilt n = a_i * b^i. Für b = 2, haben wir das Binärsystem, für b = 8 das Oktalsystem (braucht das eigentlich irgendjemand?) und für b = 16 das Hexadezimalsystem.

Um die Zahlenbasis zu unterscheiden, ist es eine Möglichkeit, 0x vor die hexadezimale Ziffernfolge zu schreiben. Auch $ davor oder H danach ist gebräuchlich.

Wie konvertiert man (manuell) vom Dezimal- ins Hexadezimalsystem?
Man dividiert die Zahl ganzzahlig durch 16, und erhält einen Quotienten Q und einen Rest R, also n/16 = Q, n%16 = R, so dass 16*Q + R = n. Der Rest R ergibt die letzte Stelle der Hex-Zahl. Dann wiederholt man mit Q so lange das Verfahren, bis Q aufgebraucht ist.

Die Rückkonvertierung kann man so machen:

Ergebnis auf 0 initialisieren
k sei die Anzahl der Ziffern
Wiederhole ..
Nimm die k-te Ziffer der hexadezimalen Zahl.
Wenn sie ein Buchstabe ist, so wandle sie in den entsprechenden Wert zwischen 10 und 15 um.
Schiebe den Wert um 4*(Länge-k) bits nach links. //Ist gleichbedeutend mit Multiplikation mit 16^(Länge-k)
Addiere dies zum Ergebnis
Erniedrige k um 1 (auch als k– schreibbar)
.. bis alle Ziffern aufgebraucht sind, d.h. k=0

Die Konvertierung von Hex zu Binär lässt sich leicht über eine Lookup-Tabelle realisieren. Dafür braucht man gar nichts zu rechnen, sondern bildet lediglich eine hexadezimale Ziffer in eine Gruppe von vier Einsen und Nullen ab, und umgekehrt.
Zwei Hexziffern ergeben ein Byte, und entsprechen einem ASCII/ANSI-Zeichen.
Natürlich kann man in Hex genauso rationale Zahlen darstellen, wie in dezimal auch. Die Nachkommastellen geben dann halt die Sechzehntel, Zweihundertsechsundfünfzigstel, Viertausendsechsundneunzigstel, usw. usf. an.

Ist jemandem aufgefallen, dass bei den Sechzehnerpotenzen im Dezimalsystem 16, 256, 4096, 65536, .. die letzte Stelle immer gleich 6 ist? (Im Hexadezimalsystem ist sie immer gleich 0.) Das lässt sich superleicht durch vollständige Induktion beweisen. Ähnlich lässt sich zeigen, dass die Folge der vorletzten Ziffern 1, 5, 9, 3, 7 sich periodisch wiederholt.
Mathematik ist schon magisch!

Im Mittelalter galten naturkundlich gebildete Frauen als Hexen. Heute würde man sie MINT-lerinnen nennen.
Unkonventionelle Frauen wie ich wären damals auf dem Scheiterhaufen gelandet.

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Lob und Tadel //2110

Neulich waren wir nach längerer Zeit mal wieder auf einem Geschäftsführertreffen.
Herr Altsang war auch dort. Seine Tochter arbeitet ja bereits seit einiger Zeit befristet bei unseren Kaufleuten. Er war sehr angetan, um nicht zu sagen begeistert, welche Fortschritte seine Tochter inzwischen bei uns gemacht hatte. Er lobte in den höchsten Tönen, dass sie bereits deutlich selbstsicherer auftrete. Es gefalle ihr so gut, dass sie im Betriebschor mitsingen könne. Ganz besonders habe ihr aber die Präsentation gut getan, die sie vor einigen Wochen gehalten habe.
Ich bedankte mich, und antwortete, dass sie sich – soweit ich das als Technikerin beurteilen kann – sehr gut anstelle. Sie arbeite sorgfältig und zuverlässig, so dass Herr Kleiter voll mit ihr zufrieden sei. Das war möglicherweise zwar etwas übertrieben, aber warum sollte ich Herrn Altsang nicht die Freude machen.
Der größte Teil ihrer Vertragszeit bei uns ist bereits vergangen. Danach wird sie noch bei einem anderen Unternehmen ein halbes Jahr lang arbeiten, bevor sie in die Firma ihres Vaters eintritt.

Auf dem Heimweg fragte mich Carsten: „Warum hast du mir nicht erzählt, dass Frau Altsang eine Präsentation hält?“
„Da warst du gerade auf Geschäftsreise“, antwortete ich knapp.
„Eine kurze Erwähnung wäre das trotzdem wert gewesen“, meinte er etwas verärgert, „ich schätze es gar nicht, wenn mich Geschäftsfreunde auf solche Belange ansprechen, und ich überhaupt nicht weiß, was los ist.“
„Das war praktisch zeitgleich mit dem Hackerangriff auf Standort $n„, rechtfertigte ich mich, „da hatte ich wichtigeres im Kopf.“
Ursprünglich hatte ich wirklich vorgehabt, es ihm zu sagen, nachdem Frau Altsang die Präsentation gehalten hatte. Vorher allerdings nicht.

Und jetzt meldet sich mein schlechtes Gewissen, weil ich ihn nicht über Verena’s Pläne informiert habe. Ich kann nur hoffen, dass diese tatsächlich abwartet, bis sie ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Danach soll sie meinetwegen tun, was sie nicht lassen kann.
Das Verschweigen der Präsentation kann ich noch rechtfertigen, da ich ihm nicht von allen Angelegenheiten mit geringer bis mittlerer Relevanz erzählen kann – allein aus Zeitgründen muss ich eine Auswahl treffen.
Bei der Sache mit Verena ist das anders. Aber ich habe es ihr ja versprochen, und derzeit ist ihre Absicht noch vage. Warum sollte ich ihn da – vermutlich völlig unnötig – aufregen und Besorgnis auslösen?
Falls sie aber doch ihre Ausbildung vorzeitig abbricht, dann bin ich mit ihr in der Bredouille.

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Tweets vom letzten Hochsommer //2109

Es gibt mal wieder Tweets. Diesmal sind die vom 17. bis 26. Juli 2018 dran. Damals war ein heißer, sehr trockener Sommer.

Heutzutage gilt man ja schon als Rassist, wenn man darauf hinweist, dass hellhäutige Menschen schneller einen Sonnenbrand kriegen als dunkelhäutige Menschen. Trotzdem, denkt an #Sonnenschutz!
Verschreiber des Tages: Banane statt Banale
Echt .. mir wird’s hier unten zu voll.
So ein Tag, an dem plötzlich jeder dringende Arbeiten im Serverraum zu erledigen hat.
13:37
Wisst ihr was – ich hab wirklich mal wieder Urlaub nötig. Und kaum jemals habe ich mir den so sehr verdient wie diesmal.
Irgendwie könnte ich heute Namenstag haben. #Annentag
Verleser des Tages: Mittelfinger statt Mitteilungen
Gerade ein paar zusätzliche Kästen Mineralwasser geordert. An was man alles denken muss ..
Annekdote zum #Annentag //1913 Neunzehnhundertdreizehn
Momentan wieder aktuell: Hitzetipps
Verleser des Tages: Hitze statt Hetze
Nasser Waschlappen zwischen den Brüsten .. welche Wohltat!
Verhörer des Tages: „Anne fest“ statt Annafest
Kompromiss am Abend //1912 Neunzehnhundertzwölf
Eigentlich Badeseewetter. Uneigentlich fehlt mir der Antrieb, alleine hinzugehen.
Verhörer des Tages: Vernetzung statt Verletzung
Schon irgendwie schräg, wenn man das Auswechseln der CMOS-Batterie am Bürorechner an die IT-Abteilung delegiert, statt es selbst zu machen.
Verleser des Tages: Cyborg statt Coburg
Technical Think Tank – 3T //1911 Neunzehnhundertelf
Verleser des Tages: Schweigeminute statt Schwiegermutter
Wenn ich Glück habe, schwächelt nur die CMOS-Batterie.
Overclocking failed .. was ist jetzt schon wieder los?
Das verregnete Wochenende hatte immerhin den Vorteil, dass ich mir keine Zecken eingefangen habe.
Verhörer des Tages: freizügig statt Streifzüge
Begegnung nach Jahren //1910 Neunzehnhundertzehn
Verleser des Tages: superschwul statt superschwül
So. Jetzt hat die RRRR-Taste auf meinem Notebook endgültig kapitulierrrt. Muss eine exterrne Tastaturrr suchen. Ist eh bequemerr.
Verhörer des Tages: fähig statt fake
Verleser des Tages: Parodie statt Periode
Wer weiß, wie man das in Ar schreibt? #Followerbauer #100qm
Wenigstens weiß ich jetzt, wie groß ein Fußballfeld ist – nämlich (geschätzt) etwa 0.5ha, eher weniger.
Mehr oder weniger TWitzig //1909 Neunzehnhundertneun
Heute mal keine Hausarbeit!
Verleser des Tages: neurologisch statt neumodisch
Wenn die Glocken erklingen //1908 Neunzehnhundertacht
Verschreiber des Tages: Groß statt Gruß
Ach, ich mag binär ..
Verleser des Tages: Empirie statt Empathie
Cis zum Sonnenuntergang //1907 Neunzehnhundertsieben
Es ist doch immer wieder schön, nicht nur auf den Intellekt reduziert zu werden, sondern als attraktive, sexy Frau wahrgenommen und bewundert zu werden.
Verhörer des Tages: Brüste statt Brüstung
Einen Vorteil hat der neue Standort: Ich werde auf dem Weg dorthin öfters mal angehupt.
„Nihil obstat.“ Na also! Und weiter geht’s.
Verleser des Tages: partial statt parental
Auf der Liste //1906 Neunzehnhundertsechs
Verschreiber des Tages: erschießen statt erschließen
Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der Männer krampfhaft wegstarren oder überhaupt nicht mehr reagieren.
Verleser des Tages: Reserve statt Revier
„Liebe Vögelfreunde, bitte schließen Sie ..“ – „Steht das wirklich so da?“ – „Ja. Die haben nur die Umlautstrichchen vergessen.“
Über 3E5 Aufrufe auf meinem Blog!
Permanenter Zwiespalt //1905 Neunzehnhundertfünf

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Privates Beratungsgespräch //2108

Verena hatte mich um ein Gespräch gebeten, so dass wir uns nach Absprache mittags in der Stadt trafen.
Nachdem sie sich erst noch umständlich dafür bedankt hatte, dass wir mit Niklas in den Zoo gegangen waren, was ihm so sehr gefallen hatte, dass er immer noch von den Tieren erzählte, der Luftballon sei aber inzwischen kaputt, kam sie zur Sache:
„Als Sophie im Krankenhaus war, war Patrick einige Male hier, um sie zu besuchen. Wir haben viel miteinander geredet, und sind uns wieder näher gekommen. Patrick hat mich gefragt, ob wir es nicht noch einmal miteinander versuchen wollen. Für die Kinder wäre es auch toll, wenn wir wieder zusammen wären.“
Ach .. dazu sage ich besser nichts ..

„Ich wollte dich fragen“, fuhr sie fort, „was du davon hältst.“
Ich war in Zugzwang, und beschloss, mir erst einmal mehr Informationen geben zu lassen. „Was ist denn mit Nathalie und ihren Kindern?“
„Patrick hat sich endgültig von ihr getrennt. Er sieht die Kinder aber noch regelmäßig.“
Das hat er früher auch immer wieder gesagt. „Und was ist mit dieser anderen Frau, die du mal erwähnt hast?“
Verena war die Frage offensichtlich unangenehm. „Mit der trifft er sich nicht mehr“, antwortete sie zögerlich, „und das Kind kann ja nichts dazu.“

Ich versuchte, den Schwarzen Peter weiterzuschieben.
„Hast du deinen Vater schon gefragt, was er meint?“
„Ach, ich weiß doch schon, was Papa sagen würde. Dass Patrick nicht gut für mich ist und ich mich von ihm fernhalten soll, weil er ein Ar[m|sch]lo[i]ch[ter] ist!“ Da hat Carsten zweifellos recht.
„Und was ist mit Sonja? Hast du mit ihr darüber geredet?“
„Nein. Tante Sonja würde bestimmt sagen, dass Kinder beide Eltern brauchen und wir uns unseren Kinder zuliebe wieder vertragen müssen.“ Da hat Sonja ebenso recht.
Verena fuhr fort: „Außerdem hat sie kaum noch Zeit, weil sie dauernd mit ihrem Freund zusammen ist.“
„Sonja hat einen Freund?“, japste ich vor Überraschung.
„Noch nicht lange und wohl noch nicht offiziell, aber die beiden verbringen viel Zeit miteinander.“
Nun ja, Sonja ist inzwischen schon seit einigen Jahren verwitwet. Ein neuer Mann in ihrem Leben tut ihr bestimmt gut.

Das brachte mich aber noch nicht weiter. Verena erwartete immer noch eine Antwort von mir.
„Und warum fragst du dann mich?“, fragte ich, um Zeit zu gewinnen.
„Ich glaube, dass du mir eher eine unbefangene und durchdachte Antwort geben kannst.“ [Hm .. naja ..] „Ich halte wirklich viel von deiner Meinung.“ (Sie erzählte auch, dass sie bereits zwei Freundinnen gefragt hätte. Die hätten sich aber völlig entgegengesetzt geäußert, so dass ihr das auch nicht weiterhalf.)
„Danke für die Ehre“, antwortete ich etwas verlegen. Damit hatte ich nicht gerechnet, wendete mich wieder dem eigentlichen Thema zu, indem ich wissen wollte: „Was genau meint Patrick denn mit ‚es noch einmal miteinander versuchen‘?“
„Er will wohl, dass wir wieder zusammenziehen. Für die Kinder wäre das schon gut. Am besten noch, bevor Sophie eingeschult wird, denn sonst stünde ja gleich wieder ein Schulwechsel an.“
„Aber was ist mit deiner Ausbildung?“
„Ähm .. ja, das ist das Problem. Die müsste ich dann wohl abbrechen.“
„Es liegt mir fern, dir etwas vorzuschreiben, aber wenn du meinen Rat willst, dann warte mit der endgültigen Entscheidung, bis du mit deiner Ausbildung fertig bist. Lass‘ dich nicht von Patrick drängen. Der kann schon noch so lange warten. Dein Vater würde es dir nicht verzeihen, wenn du jetzt abbrichst und später wieder seine Unterstützung brauchst.“

„Aber wir möchten Sophie den Schulwechsel nicht zumuten. Sie ist eh so schwach. Das verkraftet sie nicht.“
„Bis dahin ist sie bestimmt wieder kräftiger. Sie wird sich sicher auch in einer anderen Schule gut eingewöhnen und neue Freunde finden. Kinder sind da noch unkompliziert.“
Verena schien nicht überzeugt. Immerhin erklärte sie, dass sie die Entscheidung nicht überstürzen würde.
Sie bat mich dann, Carsten noch nichts davon zu erzählen. Ich versprach ihr, das Thema nicht selbst anzuschneiden, aber wenn es sonst irgendwie zur Sprache kommt, werde ich auch nicht lügen.
Ihre Mittagspause war vorbei, so dass wir getrennt wieder zurück an die Arbeit gingen.

Während ich mir diesen Text noch einmal durchgelesen habe, musste ich feststellen, dass ich diesmal die Kernaussage von Verena’s Motiven und Beweggründen überhaupt nicht getroffen habe. Eigentlich sprach Verena hauptsächlich von ihren Gefühlen. Ich bin einfach nicht gut darin, irgendwelche sentimentalen Befindlichkeiten zu beschreiben, und filtere wohl die irrelevanten Subjektivitäten heraus – zumal ich eh kürzen muss.
Und irgendwie habe ich wohl diesmal (noch) mehr umformuliert, als ich es sonst tue, weil ich einfach den ursprünglichen Ton und Wortlaut von Verena nicht mehr treffe.
Was soll’s – da mir inzwischen die Zeit zu knapp ist, den Text zu überarbeiten, gebe ich ihn trotzdem frei.

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Geräderte Gefährdung //2107

Am Wochenende ging ich einmal alleine spazieren, während Carsten noch etwas anderes zu erledigen hatte.

Plötzlich wurde ich von einem ganzen Pulk Fahrradfahrern überholt. Das müssen so 40 bis 50 gewesen sein, die offensichtlich zusammengehörten. Die Radler waren schon etwas älter. Die meisten, aber nicht alle, trugen einen Fahrradhelm.
Es ist nicht so, dass sie übermäßig schnell gefahren wären. Im Gegenteil, sie fuhren eher gemächlich.

Was mich jedoch störte, war, dass sie mir beim Überholen unangenehm nah kamen. Einige scherten sogar unmittelbar vor mir wieder auf die rechte Seite, so dass sie mich regelrecht schnitten und ich selbst behindert wurde und fast stehenbleiben musste.
Ich laufe ja immer ziemlich rechts am Rand, und der Weg war breit genug. Es gab also Platz und somit keinen Grund, mich dermaßen zu bedrängen. Wenn es nur ein einzelner gewesen wäre, der mir den Weg abgeschnitten hätte, hätte ich das ganze ignoriert. Aber die Gruppe insgesamt hätte sich rücksichtsvoller verhalten können.

Als Fußgänger ist man halt immer ganz unten in der Hackordnung, und darauf angewiesen, dass andere Verkehrsteilnehmer sich ordentlich verhalten.
Demnächst sollen auch noch E-Roller auf den Gehwegen herumfahren dürfen.

Wenn ich unterwegs bin, bemühe ich mich ja grundsätzlich, niemanden unnötig zu behindern oder zu stören. Ich laufe gleichmäßig mit angemessener Geschwindigkeit auf der rechten Seite und gebe auch keine lauten Geräusche von mir.
Statt auf diesem kombinieren Fuß-und-Radweg hätte ich auch einen Feldweg entlang gehen können. Aber ohne Carsten fühle ich mich da nicht sicher genug. Zu viele Hunde springen dort teilweise frei herum.
Also habe ich die Wahl, entweder von Radfahrern oder von Hunden belästigt, bedroht und gefährdet zu werden, wo ich doch einfach nur ruhig und entspannt ein wenig spazieren will.

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Entwicklungen //2106

In den Osterferien ist in der Firma weniger los, weil etliche Mitarbeiter frei genommen haben. Auch Ulrich, der Leiter der Geräteentwicklung ist in Urlaub, so dass ich ihn bei den Devies vertrete.

Als ich zwischendurch nichts dringenderes zu tun hatte, machte ich mich auf den Weg ins Labor, um dort nach dem Rechten (und dem Linken) zu schauen. Sie hatten ein paar neue Messgeräte bekommen, die gerade aufgebaut und in Betrieb genommen werden sollten. Weil ich schon da war, schraubte ich halt auch ein wenig mit herum.
Es ergaben sich ein paar unvorhergesehene Schwierigkeiten, weil ein Spezialstecker, den man auf ganz bestimmte Weise noch drehen musste, einfach keinen Kontakt bekommen wollte.

Gerade als ich gesagt hatte „Das Ding muss noch tiefer rein!“, bemerkte ich, dass der Chef hinzugetreten war.
„Was machst du hier?“, fragte ich leicht ungehalten.
„Ich schaue nur, wie ihr hier zurecht kommt.“
„Ich habe alles im Griff.“
„Davon bin ich überzeugt, wollte aber die neuen Instrumente mal in Aktion sehen.“
„Das dauert noch etwas. Dieser blöde Stecker will einfach nicht halten.“
„Darf ich es mal versuchen?“, fragte er ironisch.
Ich machte ihm Platz. „Bitte sehr.“
Er fingerte etwas an den Teilen herum, dann rasteten sie leise hörbar ein. „Das dürfte halten.“
„Du hast halt Erfahrung mit dem Reinschieben“, rutschte es mir raus. Aber offenbar hatte er gute Laune, so dass er mir die Formulierung vor den Ohren seiner Angestellten nicht übel nahm.
Wenig später war das Messinstrument einsatzbereit.

Während wir zusahen, wie es Ergebnisse ausspuckte, reifte in mir ein Plan. Der Chef war gut gelaunt, so dass ich beschloss, dies auszunutzen.
Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit verpasst. Diesmal waren dort momentan noch einige wenige Mitarbeiter anwesend, aber da der Nachmittag schon weit vorangeschritten war, die Inbetriebnahme und Ausprobieren der neuen Messgeräte bald abgeschlossen, und draußen das Wetter so schön, war es mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass diese Mitarbeiter schon bald in den Feierabend gehen würden.

Nachdem wir das neue Messinstrument genügend bewundert hatten, fragte ich den Chef, ob er später noch kurz Zeit hätte, weil ich ihm dann hier noch etwas zeigen wolle.
„Was denn? Ich habe nachher noch einen Termin drüben in Standort 1a.“
„Wenn du damit fertig bist, und wieder zurückgekommen bist. Bis dahin habe ich auch noch etwas anderes zu tun.“
Er schaute auf die Uhr, war aber erstaunlich wenig misstrauisch. „Das kann aber etwas später werden.“ Umso besser. Dann sind die Devies mit Sicherheit nicht mehr da.
„Ist recht. Ruf mich an, wenn du zurück bist. Wir treffen uns dann im Labor.“

„Also, was willst du mir zeigen?“ fragte er mich, als wir schließlich wieder im Entwicklungslabor standen.
„Das hier!“, erwiderte ich, und zog dabei ruckartig meinen Rock hoch. Darunter trug ich halterlose Strümpfe mit Spitzenbesatz und keinen Slip.
Er stöhnte auf. „Nein, Anne .. nicht hier! Das weißt du doch!“
Ich ließ mich davon nicht beirren. „Du sagtest nur, nicht im Büro. Vom Labor war nie die Rede“, erklärte ich. Jetzt ging es um Zeit. Schnell drückte ich mich an seinen Körper, rieb mich an seinen Unterleib, begann dann, seine Hose flink zu öffnen und schließlich hinunterzusteifen. Viel mehr Hardware-Entwicklung war nicht nötig.
Im Laufe der Zeit habe ich meine Verführungsmethoden weiterentwickelt, durch Backtracking optimiert, perfickt auf ihn abgestimmt und finegetunt.
Nach kurzem Sträuben ergab er sich in sein Schicksal, als ich mich auf einen Laborhocker kniete, dabei meinen Oberkörper auf dem Arbeitstisch abstützte, und einladend mit dem Becken harmonische Torsionsschwingungen vollführte.
Er strich mir über die Backen und die Scham. Als er im Begriff war einzudringen, rief ich: „Stop! Bist du denn schon geerdet?“
„Ich habe bereits die Hand am Rohr, falls du das meinst.“
„Wunderbar!“, gurrte ich.
„Vielleicht sollte ich dich erst mal unter Strom setzen“, schlug er vor mit Verweis auf den Signalgenerator, der neben mir auf dem Tisch stand, und gab mir einen freundschaftlichen Klaps auf das Gesäß.
„Danke, aber du hast schon genug Spannung. Da brauchen wir weder Potenziometer noch Multivibrator.“

Ein Schwingglied aufzubauen, ist eine der leichtesten Übungen. Aber longitudinale Schwingungen kriegt man mit elektrischen Schaltungen nicht hin – mit erektrischen dagegen schon.
Nach einigen periodisch-modulierten Stößen mit zunehmender Amplitude und Frequenz war bei mir schon bald das absolute Maximum erreicht. Leicht zitternd blieb ich noch knien, bis er ebenfalls fertig war und sich zurückzog.

Während er sich die Hose wieder richtete, kletterte ich vom Hocker herunter und schob meinen Rock zurecht.
Ich schnappte mir das Laborbuch, und machte Anstalten, einen Eintrag zu verfassen.
„Was hast du da vor?“
„Laut Laborordnung ist jede Tätigkeit im Laborbuch zu protokollieren und Prüfergebnisse zu dokumentieren.“
„Darauf sollten wir ausnahmsweise verzichten.“
Ich riss die Augen weit auf: „Ich bin entsetzt! Wir sollen uns über die Laborordnung einfach hinwegsetzen?“
„Mach dir keine Sorgen. Ich übernehme die Verantwortung für diese Unterlassung.“
„Na, wenn das so ist ..“, ich schloss schulterzuckend das Laborbuch und legte es zurück an seinen Platz.

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Ein tierischer Ausflug //2105

Sophie war letzte Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie muss noch eine Zeitlang Medikamente nehmen und bleibt vorläufig in ambulanter Behandlung. Bis sie so weit ist, dass sie wieder in den Kindergarten gehen kann, wird es aber noch ein paar Wochen dauern. Jetzt in den Osterferien ist ja Sonja eh daheim und kann sich um sie kümmern. Nächste Woche wird Verena wohl frei nehmen müssen.
Wie auch immer – der kleine Niklas ist in den vergangenen Monaten häufig zu kurz gekommen. Deshalb hatten wir geplant, mit ihm in den Zoo zu gehen. Dort war er zwar vor zwei Jahren schon mal, aber damals noch so klein, dass er wohl nichts mitgekriegt hat und sich nicht mehr erinnert. Verena wollte ursprünglich mitkommen, aber da Sonja an diesem Tag doch etwas anderes vorhatte, als zu babysitten, blieb jene halt dann doch zurück.

Carsten und ich holten Niklas also dann am Vormittag ab, und fuhren gemeinsam zum Tiergarten in der Trichterstadt. Wir liehen einen Handwagen aus, damit Niklas nicht die ganze Zeit laufen musste.
Zunächst gingen wir längere Zeit an verschiedensten Gehegen vorbei. Niklas staunte und sah sich etliche Tiere genau an. Schließlich hatten wir Hunger, so dass wir in der Gaststätte einkehrten. Niklas aß nur Pommes Frites, Carsten einen Sauerbraten und ich ein Schnitzel.
Etwas später jammerte Niklas, dass er dringend mal „müsse“. Kein Wunder – so viel Limonade wie er getrunken hatte! Die nächste Toilette war ein Stück entfernt. Während wir mit Niklas im Schlepptau hinliefen, gelang es mir, Carsten zu überzeugen, Niklas zu begleiten. Er gab schließlich nach, weil er ebenfalls einen gewissen Druck in der Blase verspürte.
Ich wartete derweil sitzend auf einer Bank mit dem Handwagen neben mir.
Nach mehreren Minuten waren sie endlich wieder zurück. Anscheindend hatte es Probleme gegeben, weil dem einen die Pissoirs zu niedrig, und dem anderen zu hoch waren. Meines Erachtens hätte sich zumindest so ein kleiner Bub durchaus unauffällig etwas abseits in die Büsche erleichtern können.
Carsten wollte noch kurz etwas bei einem anderen Gehege nachschauen, bei dem wir vorher vorbeigekommen waren. Er ging los, Niklas rannte ihm hinterher, während ich auf meiner ruhigen Bank sitzenblieb.

Etwas später kam Carsten zurück. Ohne Niklas.
„Wo ist Niklas?“
„Ich dachte, er ist bei dir.“
War er offenbar nicht. Carsten und ich machten uns getrennt auf die Suche. Wir hatten verabredet, uns eine halbe Stunde später in der Nähe des Spielplatzes zu treffen. Entweder mit oder ohne Niklas. Carsten nahm den Handwagen mit, der uns schon lange mehr Ballast als Nutzen war.
Nachdem ich etwa zehn Minuten herumgelaufen war und Ausschau gehalten hatte, sah ich Niklas schließlich ein Stück vor mir am Weg stehen und weinen. Eine ältere Frau beugte sich zu ihm herunter: „Wo ist denn deine Mama, mein Kleiner?“
„Daha-eim“, schluchzte er.
Ich trat dazu, hob Niklas hoch und setzte ihn mir auf die Hüfte. „Da bist du ja wieder, du kleiner Ausreißer!“, rief ich erleichtert.
„Ist das deine Mama?“, fragte die Frau Niklas misstrauisch.
„Na-hein“, heulte Niklas, beruhigte sich aber dann zusehends.
„Ich bin seine Stiefoma“, erklärte ich notgedrungen. Es ist gut, dass ich Niklas gefunden habe, und nicht Carsten.
Niklas schnaufte noch einmal kurz auf, dann war er wieder ruhig und schien zufrieden.
Ich machte mich mit ihm auf den Weg Richtung Spielplatz. Zum Glück sah ich Carsten schon ein Stück vorher, so dass ich Niklas wieder in den Handwagen setzen konnte, statt ihn noch länger zu tragen.
Niklas hüpfte dann noch ein wenig auf dem Spielplatz herum, war aber bald zu müde. Wir aßen alle ein Eis und machten uns dann auf den Weg zum Ausgang. Am Kiosk kaufte Carsten einen großen Luftballon für Niklas, und ein Stofftier für Sophie als Mitbringsel.

Auf der Rückfahrt schlief Niklas ein. Wir lieferten ihn wieder bei seiner Mutter ab, und schauten noch kurz bei Sophie vorbei, die sich sehr über das Stofftier freute.

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Kurze Unterbrechung //2104

Letztes Jahr waren wir über Ostern erst bei Standort 3 gewesen, dann bei meinen Eltern.
Heuer wollten wir das ursprünglich ähnlich durchführen, und noch einen Besuch bei Standort 5 anhängen, haben aber jetzt doch umdisponiert. Um zu Standort 5 zu kommen, ist ein Flug notwendig. Aus logistischen Gründen wäre das umständlich mit dem Auto geworden. Unter anderem deshalb haben wir die Besuche erst einmal verschoben, und bleiben hier in der Gegend. Bei meinen Eltern sind diese ganzen Feiertage eh immer so kirchganglastig. Das muss nicht sein.

Ich möchte an diesem verlängerten Wochenende mal den Kopf freikriegen, habe mir vorgenommen, vier Tage lang mal nicht zu arbeiten. Keine Verpflichtungen, und das Blog pausiert so lange auch. Das heißt nicht, dass ich während dieser Pause gar nicht online gehe, aber ich möchte meine Internetnutzung vorübergehend – zu Gunsten des Real Lifes – reduzieren.
Mir fehlt der Schwung, und ich fühle mich erschöpft und ausgepowert.
Ein paar Tage auszuspannen wird Carsten und mir guttun. Kürzlich hat es nicht mit dem Thermalbadbesuch geklappt, vielleicht holen wir beide (oder ich allein) das in den nächsten Tagen nach.

Euch allen wünsche ich schöne Eiertage!

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Fünf ominöse Störche auf einem Feld //2103

Es begann mit einem Routinebesuch beim Zahnarzt.
Meine letzte Röntgenaufnahme liegt schon etliche Jahre zurück. In den letzten paar Jahren hatte ich den Zahnarzt immer überzeugt, dass es „nächstes Jahr“ auch noch reicht. Schließlich will ich unnötige Strahlenexposition vermeiden. Aber diesmal gab ich nach.

Mein Zahnarzt macht das ja immer noch analog. Wenn es stimmt, dass keine Filme mehr produziert werden, wird er nicht drumherum kommen, sich in den nächsten Jahren umzustellen. Immerhin benutzt man dort noch die traditionellen Bleischürzen. Ich möchte meine Brüste eigentlich nicht der Sekundärstrahlung durch Fluoreszenz, die bei bleireduziertem Abschirmmaterial verstärkt vorkommt, aussetzen.
Die Assistentin fragte mich, ob ich schwanger sei. Sofern nicht der heilige Geist mitgemischt hat, konnte ich dies definitiv verneinen. Wenn es bis zur nächste Röntgenaufnahme wieder so lange dauert, war dies vielleicht das letzte Mal, dass ich diese Frage beantworten musste. Soweit ich das im Hinterkopf habe, ist bei 45 die vorgeschriebene Grenze, und soooo weit bin ich jetzt auch nicht mehr davon entfernt. Ich gebe ja zu, dass mich diese Frage früher genervt hat, aber andererseits ist sie mit Jugend, Fruchtbarkeit und sexueller Attraktivität verknüpft.

Als ich nach der Aufnahme noch ein paar Minuten auf den Zahnarzt warten musste, fiel mir urplötzlich ein, dass mein Kind jetzt fast fünf Jahre alt wäre. Ich überlegte, wie es wohl ausgesehen hätte .. ein Dreikäsehoch mit Carsten’s Augen, oder ein kleines, ruhiges Mädchen mit langen Haaren.
Ja, ich erinnere mich, wie ich mich gegen diese Schwangerschaft gesträubt hatte. Aber gerade dann, als ich mich damit abgefunden hatte, und auch allmählich die guten Seiten sah, war sie auch schon wieder zu Ende. Das hat mich damals sehr mitgenommen. Und jetzt stelle ich mir vor, wie mein Leben mit Kind verlaufen wäre.
Ich bin da äußerst zwiespältig. Es stimmt, dass ich nie Kinder wollte, und furchtbar genervt war, wenn meine Verwandten mich darauf ansprachen. Aber wenn das Ende der fruchtbaren Zeit sich naht, sieht die Sache halt dann doch ganz anders aus.
Die biologische Uhr tickt immer lauter und durchdringender.

Da gibt es immer noch die eingefrorenen Samenproben .. Ich hatte ja mal einen Aprilscherz damit gemacht. Inzwischen wäre es tatsächlich allerhöchste Eisenbahn! Schon bald wird es endgültig zu spät sein, wenn meine Fertilität auf 0 runter ist. Dann wäre diese Option unwiederbringlich dahin. Eine Chance verpasst.

Sollen wir vielleicht doch noch einen Versuch wagen? Da ist ein rein körperliches, hormonell gesteuertes Bedürfnis. Ein Kind würde mein Leben völlig auf den Kopf stellen. Nein, eigentlich will ich das nicht. Mein Kopf sagt eindeutig Nein. Mein Uterus dagegen ruft: „Nur her mit dem Sperma!“

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Eier //2102

Ostern naht, so dass ein österliches Thema wohl passend wäre.
Nein, es geht nicht um Eastereggs, sondern um ganz normale Eier. Hühnereier um genau zu sein.

Mir ist aufgefallen, dass, sobald ich rohe Eier mit einer anderen Zutat (sei es Quark, Mehl, Sahne, Margarine, ..) verrühre, es scheint, als ob die Mischung sich lange nicht mischen will. Ich rühre und rühre. Der Ei-Glibber legt sich um die anderen Zutaten klumpenweise herum, und es scheint, als ob sich niemals ein homogenes Gemisch ergeben wird. Ziemlich plötzlich ist die Mischung aber dann doch gleichmäßig.
Pfannkuchenteig wird schneller glatt, wenn ich von Anfang an einen Schuss Milch hinzugebe. Im Prinzip funktioniert das auch bei Kloßteig, aber da mag ich die durch die Milch veränderte Konsistenz mit nicht besonders.

Dieses Phänomen tritt bei anderen Mischungen nicht auf. Beispielsweise mischen sich Beerenmus und Quark schon nach kurzer Zeit. Von Anfang an wird die Mischung mit jeder Drehung des Löffels etwas gleichmäßiger, bis sie homogen ist.
Wenn Eier dabei sind, dauert es erst lange, dann geht es fast sprungartig.

Leider kenne ich mich mit Lebensmittelchemie oder Ökotrophologie zu wenig aus, vermute aber, dass durch Proteine oder Enzyme im Eiweiß erst Adhäsionsvorgänge einsetzen, bevor ein natürlicher Emulgator (im Dotter?) die Durchmischung beschleunigt.

Schon als Kind war ich davon fasziniert, wie Eiweiß, wenn man es schlägt, sich zu Eischnee aufschäumt. Zucker oder etwas Salz kann man hinzufügen, aber schon kleinste Verunreinigungen mit dem Eigelb verhindern die Schaumbildung.
Erstaunlich ist auch, dass praktisch alle anderen Substanzen weicher werden, wenn man sie erhitzt, nur Eier werden härter.
Wenn man ein Ei in eine hinreichend heiße Pfanne haut, gerinnt das Eiweiß am Rand sofort. Aus flüssigem, gelblich-durchsichtigem Glibber wird weißer festerer Glibber, der sich dann noch rundlich verformen kann und sich ggf. unter Blasenbildung weiter verfestigt.
Bei gekochten Eiern mag ich nur die richtig harten. Wenn der Dotter noch nicht vollständig fest ist, finde ich das eklig.

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Schatten der Macht //2101

Ich habe mich nicht darum gerissen. Die Macht wurde mir aufgedrängt.
Macht bedeutet Verantwortung. Man muss Entscheidungen treffen, deren Durchführung durchsetzen, und auch für eventuell negative Konsequenzen geradestehen. Das alles ist verdammt anstrengend.
In unserer Freizeit sprechen Carsten und ich eigentlich nur sehr wenig über geschäftliche Angelegenheiten. Ganz lässt es sich nicht vermeiden, aber wenn möglich bevorzugen wir entspannendere Unterhaltungen.
Wenn ich ihn mal um seine Meinung bitte oder um Rat frage, antwortet er meistens nur ausweichend. Er sagt dann, dass er mir das zutraut, und ich es schon schaffen werde. Irgendwie lässt mich das schon in der Luft hängen. Etwas mehr Anleitung und Führung wäre mir oft angenehm (und ein wenig mehr schnurrendes Schoßkätzchen sein).
Ich nehme ja an, dass er durchaus dazwischengrätschen würde, wenn ich etwas machen würde, das ihm sehr zuwider ist. So hängt diese Möglichkeit, die meine schwer errungene Autorität untergraben würde, auch noch wie ein Damoklesschwert über mir.

Wenn man jahrelang gewohnt war, alles selbst zu machen – Code schreiben, Spec schreiben, Rechnungen schreiben, Dokumentation schreiben, und was sonst noch so alles anfällt – ist es irgendwie merkwürdig, wenn diese Art der Arbeit nur noch nebenher anfällt. Führungstätigkeiten und Leitungsaufgaben sind von ganz anderer Art. Man muss planen und koordinieren, an wen man was delegiert.
Ach ja, Specs .. Bisher habe ich die auch für die Firma noch immer selbst geschrieben. Aber nun geht die Tendenz dahin, dass ich nur noch das Grobgerüst erstellen werde, und die Feinheiten einem qualifizierten Mitarbeiter übertragen werde. Ist halt zu erheblichem Teil nur Copy’n’paste sowie Formatierungen. Dafür ist die Zeit der Chefin zu schade.

Manchmal sitze ich im Büro und frage mich, was ich jetzt eigentlich mache. Es scheint so viel weniger aktiv, die Mitarbeiter machen zu lassen, als selbst zu machen. Ich fühle mich unproduktiv, ineffizient, richtiggehend faul, wenn ich zwischendurch ein paar Minuten zum Nachdenken komme. Früher sah ich das als kreative Pausen an, die mir auch häufig neue Eingebungen brachten.
Als Einzelkämpferin war ich nur für mich verantwortlich. Ich musste auf niemanden sonst Rücksicht nehmen, brauchte nicht auf Ergebnisse von anderen zu warten. Kundenaufträge liefen maximal ein halbes Jahr. Nun muss ich den Überblick über mehrere, teils mehrjährige Projekte behalten, bin von direkten Mitarbeitern, externen Dienstleistern und Suppliern abhängig.

Die Kommunikation mit meinen Softwerkern ist meist unproblematisch. Die denken ähnlich wie ich, und ich kann ihnen gut vermitteln, was von ihnen verlangt wird, und wie ich ihre Ergebnisse bestätigend lobe, oder auch mal konstruktive Kritik übe. Auch mit den anderen Techies komme ich klar.
Die Kommunikation mit den meisten anderen Geschäftskontakten ist deutlich anstrengender. Ich schaffe inzwischen schon mal einen kleinen Small Talk mit Kunden, aber es ermüdet mich. Ich wollte doch nie „was mit Menschen“ machen.
Besprechungen sind auch so eine Sache. In den hauptsächlich technisch ausgerichteten Meetings habe ich für gewöhnlich das Sagen. Meist moderiere ich, und selbst wenn nicht, habe ich trotzdem das letzte Wort. Bei den anderen Besprechungen sitze ich üblicherweise nur dabei und höre zu, muss aber trotzdem verstehen, um was es geht und mir die wichtigen Punkte merken, die dann irgendwann einmal zur Entscheidungsgrundlage werden könnten.

Geschäftsverhandlungen werde ich Herrn Kleiter überlassen, wenn Carsten das nicht mehr übernimmt. Mir liegt das nicht, und ich komme mit Herrn Kleiter recht gut aus (auch das war ein wichtiges Kriterium, als wir ihn zum Kaufmännischen Geschäftsführer ernannt haben).
Bei entsprechenden Anlässen werde ich als Galionsfigur repräsentativ die Firma vertreten, solange das nicht überhand nimmt. Damit habe ich kein Problem, solange ich nicht übermäßig mit Leuten reden muss (und solange ich meine Garderobe selbst wählen darf).

Ach, es scheint, als habe ich das Peter-Prinzip bereits ausgereizt (sollte ein gewisser Leser sich angesprochen fühlen – er weiß selbst, was das bedeutet, und dass es englisch ausgesprochen wird, ist also ohne beabsichtigten Bezug, sondern rein zufällig).

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Tweets heute mit Sonderbeilage //2100

Bei meinen Tweets vom 7. bis 16. Juli 2018 findet sich auch ein längerer Thread, bei dem ich die Aufrichtung eines Kirchweihbaumes beschreibe. Diesen Thread stelle ich weiter unten separat dar.
Lesen lohnt sich.

Lebenselixier mit 6 Buchstaben: _ _ _ _ _ _ #Hangman
„Du musst ein Alien sein, denn du bist viel zu groß und zu schön für eine Frau.“ Hm .. ein wirklich außerirdisches Kompliment.
Verhörer des Tages: Kissingen statt Kitzingen
Verleser des Tages: Patentante statt Patentamt
Keine Quotenfrauen! //1904 Neunzehnhundertvier
Irgendwie ist so ein #Kirmesbaum auch ein #Phallussymbol.
Verleser des Tages: Weltverbesserung statt Wetterverbesserung
Verhörer des Tages: Münster statt München
Wenn ich schon mal einen zusammenhängenen Thread twittern will, muss ich natürlich prompt dabei durcheinanderkommen.
Über 40 Männer haben ihn hochbekommen! /* +++ Thread sh. unten +++ */
Spaziergang. Ich bücke mich, um den Verschluss meiner Sandale zu korrigieren. Er: „Du sollst dich doch nicht immer so vor mir bücken, sonst muss ich dir an den Hintern fassen.“ Dann erst recht! #WasUnterwegsPassierte
Verleser des Tages: Blödiversität statt Biodiversität
„Mein coolstes Outdoor-Erlebnis“ #ousuca #Blogparade //1903 Neunzehnhundertdrei
Verleser des Tages: „Restaurant offline“ statt „Restaurant offen“
Arbeitsalltag //1902 Neunzehnhundertzwei
Verschreiber des Tages: genre statt gerne
Heute morgen noch über 69 gewitzelt, hab ich jetzt 9696 Tweets.
Verleser des Tages: Prüde statt Pride
#FunFact: 69 ist die größte Zahl, deren Fakultät kleiner als ein Googol ist.
The Last Unicode //1901 Neunzehnhunderteins
Verschreiber des Tages: Bestand statt Beistand
Bettmathematik mit Matratzen aber ohne Matritzen
Verleser des Tages: „Hose öffnen“ statt „Augen öffnen“
Heute ist übrigens der Gender Empathy Gap Day. #GEGD
Wie man [eine Matratze umdreht|sich bettet, so liegt man] //1900 Neunzehnhundert
Zwei kopulierende Fliegen erschlagen. Welch schöner Tod!
Verhörer des Tages: Fritteusen statt Friseusen
Zu meinen Twitteranfängen hatte ich mal ein paar Accounts geblockt, weil ich die Mute-Funktion nicht kannte|fand. Die habe ich jetzt alle entblockt und bin #blockfrei.
Normalerweise spritzt’s gleich raus, wenn ich einen vorsichtig anlutsche. Aber bei diesem Krapfen ist die Füllung so zähflüssig, fast sulzig.
Verleser des Tages: Tangenten statt Transgender
Was Sex für den Körper, ist Mathe für den Geist.
My Vision //1899 Achtzehnhundertneunundneunzig
Immer noch #Halsschmerzen. Wenn das so weitergeht, muss ich zum Arzt. Dabei habe ich ganz andere Pläne.
Verschreiber des Tages: Hertz statt Hartz
Oh, oh, hab zwar nur leichte Halsschmerzen, setze mir aber besser prophylaktisch ein #Kopftuch auf. Will keinen #Mandelabszess mehr kriegen.
Verleser des Tages: Juristin statt Justin
Unfehlbarkeit liegt im Auge des Betrachters //1898 Achtzehnhundertachtundneunzig
Elfte #Zecke2018: rechter Fuß, Rist Mitte.
Verhörer des Tages: „Geh heim“ statt geheim
Er: Ich hab Durst. – Ich: Ich nicht. – 2min später – Er: Ich hab Durst. – Ich: Danke für die Info. – 2min später – Er: Ich hab Durst. – Ich: Dann solltest du was trinken. – 2min später – Er: Ich hab Durst. – Ich: Und ich Hunger. – Er: Bring mir was zu trinken mit, wenn du dir aus der Küche was holst.
Verleser des Tages: Stricknadeln statt Stickoxiden
Googlgurglgluggs //1897 Achtzehnhundertsiebenundneunzig

Wie oben angekündigt, folgt jetzt die Sonderbeilage mit dem Kirmesbaumthread – und zwar in chronologischer Reihenfolge:

Über 40 Männer haben ihn hochbekommen!
Das erste Mal in meinem Leben konnte ich das Aufstellen von einem #Kirmesbaum beobachten. Das gab es in meiner alten Heimat nicht.
Wir waren nur zufällig vorbeigekommen, hatten eigentlich andere Pläne. Dann schauten wir aber zu. Es dauerte weit über eine Stunde.
Der Baum war schon auf ca. 20° als wir ankamen. Wir hatten Stehplätze mit sehr guter Sicht. Zwischendurch war ich anlehnungsbedürftig.
Wir fachsimpelten ein wenig über die wirkenden Kräfte, Stabilität und Statik und schätzten immer wieder den Winkel ab.
Das Aufstellen war reine #Manpower. Keine Maschinen, kein Kran, keine Rollenspiele (Flaschenzug). Keine einzige Frau.
Mit 3 zusammengebundenen Holzstangenpaaren nahmen die Männer den Baum scherenartig in die Zange, und erhöhten nach und nach den Winkel, indem sie die Stangen immer steiler und näher am unteren Ende aufstellten.
Der Baum war 20 bis 25 Meter lang, eine Stange dürfte etwa an die 10 Meter lang gewesen sein. Jeweils mindestens 6 Männer hielten eine Stange.
Einer gab das Kommando. Dazwischen standen Maßkrüge mit Bier auf dem Boden. Es ging teils ziemlich eng zu.
Und zum Schluss ist er ins Loch gerutscht.

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Massenupdate //2099

Nach über einem halben Jahr ist es an der Zeit, den bisherigen Verlauf meiner Massenstrategie mal zu rekapitulieren.
Ich habe mich also nach Einsetzen meiner Womenstruation am nächsten Morgen mit leerem Magen, leerer Blase und möglichst leerem Darm gewogen und so meine aktuelle Masse bestimmt. Meist war der Wert innerhalb des erwünschten Bereiches, zweimal jedoch auch darüber.
Zwar war das jedesmal weniger als ein Kilogramm über dem maximalen Sollwert, aber wenn ich dann nichts unternommen hätte, wären es vielleicht das nächste Mal zwei oder drei Kilogramm gewesen, und schwuppdiwupp wäre mein BMI eine ganze Einheit über dem maximal zulässigen. Und so weiter und so fort. Solch eine Entwicklung muss man aufhalten, bevor sie ein Eigenleben entwickelt, und man schleichend immer weiter zunimmt, so dass es dann nur noch schwer einen Weg zurück gibt.

Es war zwar Winter, und da sind Fettschichten ganz gut zur Wärmeisolierung. Trotzdem ist das keine Entschuldigung und der Sommer kommt bestimmt.
Nach diesen beiden Fällen habe ich mich dann schon jeden Morgen auf die Waage gestellt, bis es wieder passte.
Ich habe in dieser Zeit deutlich weniger gegessen. Warme Getränke helfen gegen das Hungergefühl. Oder ein paar Bissen fades Brot, dass den Magen gerade genug füllt, aber nicht Lust auf mehr macht.
Ein Trick ist auch, nur wenig Vorräte an schmackhaften Nahrungsmittel verfügbar zu halten. Köstlichkeiten, die nicht vorhanden sind, können auch nicht gegessen werden.

Um überschüssiges Fett loszuwerden, muss man wohl tatsächlich ein wenig Hunger leiden. Warum sollte der Körper auch Fettreserven angreifen, wenn bereits Nachschub da ist? Das Fett geht nur dann weg, wenn man weniger Energie zuführt, als der Organismus benötigt. Das führt zwangsläufig zu einem gewissen Hungergefühl.
So sah ich ein wenig Hunger also als hilfreich an, und stellte mir vor, wie jetzt im Augenblick gerade Fettzellen ihren Inhalt in den Dienst meines Stoffwechsels stellen.
Zu viel Hunger ist natürlich auch nicht gut. Wenn der Blutzuckerspiegel zu weit absinkt, wird es einem schwummerig und schon vorher macht man mehr Fehler. Man muss also eine Balance finden, es nicht so weit kommen zu lassen. Aber eine (kleine) Mahlzeit mal eine halbe oder ganze Stunde hinauszuzögern, kann nicht schaden.
Durch Sport kann man das Abnehmen bestimmt beschleunigen. Für mich ist das aber keine Option.

Sicher ist es einfacher, zwei oder drei Kilogramm abzunehmen, als zehn oder gar zwanzig. Soweit darf man es eben gar nicht erst kommen lassen.
Ich muss zugeben, dass ich inzwischen ein bisschen mehr Verständnis habe, für (leicht) übergewichtige Menschen. Wenn der Stoffwechsel Nahrung so gut verwertet, dass die Überschüsse angesetzt werden, kann es schwierig sein, sich beim Essen zurückzuhalten – insbesondere, wenn es leckere Speisen gibt. Es ist nun einmal unangenehm, Hunger zu haben.

Insgesamt esse ich weniger. Früher aß ich fast den ganzen Tag irgendwelche Snacks nebenbei, nur um keine Masse zu verlieren. Inzwischen sind Snacks die Ausnahme geworden.
Auch Naschereien habe ich etwa auf ein Drittel reduziert. Ich nasche jetzt nicht mehr einfach so zwischendurch, sondern nur noch, wenn ich tatsächlich Lust darauf habe. Während ich früher die treibende Kraft war, abends beim Fernsehen gemeinsam mit Carsten eine Tüte Chips, eine Packung Plätzchen oder eine Schachtel Pralinen zu essen, kommt der Vorschlag jetzt meist von ihm – oder wir essen abends gar nichts mehr.

Wie oft habe ich von meiner Mutter sinngemäß gehört: „Warum bin ich nur so dick? Ich esse doch gar nicht so viel.“ Das stimmt. Früh, mittags und abends eine kleine Portion, vielleicht ein Stückchen Kuchen zum Kaffee. Mehr isst sie nicht. Sie war in ihrer Jugend auch sehr schlank, und ist erst später dann auseinandergegangen.
Ich will nicht, dass es mir genauso geht. Wenn man jahrzehntelang gewohnt war, dass auch größere Nahrungsmengen keinerlei Effekt haben, ist die Umstellung mühsam, aber notwendig, bloß weil der Stoffwechsel sich ändert. Aber es ist reine Gewohnheit.
Es ist wirklich erstaunlich, wie wenig Nahrung der Körper wirklich braucht, um seinen Grundumsatz aufrechtzuerhalten.
Fett, das sich erst einmal festgesetzt hat, wieder loszukriegen, ist schwieriger. Mit Sport oder körperliche Arbeit kann man den Vorgang wohl beschleunigen, aber es bleibt einem nicht erspart, den Körper in einen Zustand zu versetzen, in dem Fettverbrennung seine einzige Option ist, an verwertbare Energie zu kommen. Den Hunger muss man aushalten.

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Die ganze Miete //2098

Das Thema treibt mich schon länger um, aber bisher wollte ich es aus dem Blog heraushalten. Da es in der Öffentlichkeit gerade wieder überkocht, schreibe ich jetzt halt doch ein paar Sätze dazu.

Ich habe einige Bekannte, die sich Eigentumswohnungen als Geldanlage – vor allem zur Alterssicherung – gekauft haben, und vermieten. Und auch ein paar, die Wohneigentum geerbt haben, es aber (da anderer Wohnsitz) nicht selbst nutzen können, und es ebenfalls vermieten.
Von diesen Bekannten habe ich schon schlimme Stories gehört. Da gibt es Mieter, die die Wohnung verdrecken lassen, vandalieren, keine Miete bezahlen, oder plötzlich von heute auf morgen verschwunden sind. Die Rechtsprechung in diesem unserem Lande ist ja so, dass der Mieter grundsätzlich Recht bekommt. Es ist praktisch unmöglich, einen Mieter aus der Wohnung zu bekommen, selbst wenn er mehrere Monate mit der Miete im Rückstand ist. Und wenn solche Mieter dann endlich draußen sind, sitzt der Vermieter dann möglicherweise auf einem hohen Schaden, den ihm niemand ersetzt. Das bisschen Kaution ist ja schnell aufgebraucht. Der Vermieter kann froh sein, wenn sie die aufgelaufenen Rückstände der Nebenkosten deckt.

Vermieter insbesondere von Altbauten haben darüberhinaus immer wieder Kosten für Renovierungen, Modernisierungen, Reparaturen und Restaurierungen, so dass sie noch zufrieden sein müssen, wenn sie dauerhaft nicht draufzahlen müssen (selbst bei ansonsten zuverlässigen Mietern).
Lästig sind auch Mieterwechsel, die üblicherweise alle paar Jahre stattfinden. Bei dauerhaften Mietern ist es privaten Vermietern fast unmöglich, rechtssicher die Miete zu erhöhen, selbst wenn sie nach etlichen Jahren lediglich die allgemeine Preissteigerung verlangen.
Auch über die Umständlichkeit der Steuererklärung habe ich in meinem Bekanntenkreis schon Klagen gehört.
Dann ist hier mal ein Wasserrohrbruch, dort ein verstopftes Klo, woanders hat ein Sturm das Dach abgedeckt, und beim nächsten löst sich der Fußboden ab oder der Strom funktioniert in einem Zimmer nicht.

Diese privaten Vermieter wollen einfach nur ihre Ersparnisse sicher anlegen. Ein wenig Profit wäre angenehm, aber das ist für die meisten gar nicht der ausschlaggebende Punkt. Geldanlage (ausschließlich) in Aktien ist vielen halt zu riskant, und über die Zinsen am Kapitalmarkt sage ich besser gar nichts. Aber mit dem Eigentum an einer Mietwohnung kann man jemandem ein Dach über dem Kopf überlassen, und erhält dafür im Gegenzug einen angemessenen Betrag. Das könnte eine Win-Win-Situation für beide sein.
Die rechtliche Situation hat privaten Kleinanlegern Vermietungen aber längst verleidet. Vermieter werden als „Miethaie“ diffamiert. Wenn ich meine Bekannten frage, sagen sie inzwischen: „Nie mehr eine neue Wohnung!“ oder „Wenn’s wirklich gut läuft, gibt es bestenfalls keinen Ärger.“

Niemand mit Erfahrung mit Vermietungen will weiterhin in Immobilien investieren (höchstens in Immoblienfonds). Das Mietsegment Privat-an-Privat ist aus genannten Gründen absolut unattraktiv geworden. Da wundert sich die Politik, warum nicht mehr Wohnungen gebaut werden und droht mit Enteignung.

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Am kleinen Tisch //2097

Abends waren wir zusammen mit einem Geschäftsfreund noch essen. Wir wollten bei der Gelegenheit ein griechisches Restaurant ausprobieren, das erst vor kurzem neu eröffnet hatte.
Das Restaurant war bereits recht voll besetzt, so dass uns ein Tisch zugewiesen wurde.

Selten war ich so beengt gesessen. Carsten und ich saßen nebeneinander auf einer Bank. Beim Essen kamen sich immer wieder unsere Ellbogen in die Quere. Der Geschäftsfreund, der auch nicht gerade klein ist, saß uns beiden gegenüber. Die Tischplatte stand auf einer erhöhten Säule, so dass es unmöglich war, die Beine auszustrecken. Wenn meine Knie nicht an die Säule stießen, so kamen sie mit den Beinen des Geschäftsfreundes in Berührung. Auf der anderen Seite war bereits die Wand, so dass ich auch nicht in diese Richtung ausweichen konnte.
Gibt es in der Gastronomie keine Mindestmaße für die Abmessungen und Abstände der Sitzgelegenheiten? Es kann doch nicht angehen, dass eine Gruppe von Menschen, die im arithmetischen Mittel deutlich über 1.9m groß sind, sich an einen Tisch quetschen muss, der vielleicht für Grundschulkinder geeignet dimensioniert ist.

Das Essen war gut, aber nicht überragend. Und wie man auf die Idee kommt, Galaktoboureko mit Schokosauce zu überschütten, erschließt sich mir nicht.

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