$ReisserischerTitel[‚Sexfotos‘] //1446

Beim Herumräumen hatte ich einige alte Fotos gefunden. Ich war damals so Mitte 20 gewesen, und hatte nach dem Studium gerade angefangen zu arbeiten.
Es dürften so ungefähr meine ersten erotischen Bilder gewesen sein (damals noch recht harmlos, später gab es auch Aktfotos und Filmchen, die nicht mehr so brav waren). Wenn ich mich dort anschaue, war ich schon sehr schlank. Seither habe ich schätzungsweise acht Kilogramm Masse, oder etwas unter zweieinhalb kg/m^2 BMI zugelegt.
Was meinen SMV betrifft, so war ich wohl aufgrund einer Kombination aus stockkatholischer Erziehung, Mangel an Gelegenheit, überhöhten Ansprüchen, unrealistischen Vorstellungen, Verunsicherung aufgrund repetierenden Slimshamings, Schüchternheit, unnahbarer Ausstrahlung und unvorteilhafter Kleidungein ein Spätzünder, aber ich bin jetzt mit Sicherheit attraktiver als vor zwanzig Jahren, und kann wohl durchaus auch noch mit meinem Ich von vor zehn Jahren mithalten. Dass es inzwischen tendenziell bergab geht, liegt in der Natur der Dinge, sprich Entropie (wobei es mir mittlerweile ehrlich gesagt völlig wurscht ist, ob mich Männer unter 30 attraktiv finden, oder nicht – so gleicht sich einiges aus).

Natürlich zeigte ich Carsten die Fotos.
„Wow, warst du scharf!“, entfuhr es ihm.
„Was heißt ‚warst‘?“, hakte ich sofort nach.
„Bist du natürlich immer noch. Ich war nur erstaunt, dass du es damals auch schon warst.“
„Wieso erstaunt dich das?“, fragte ich verwundert.
„Weil ich dich damals noch nicht kannte, Samtpfötchen. Aber seither hast du deine Rundungen noch weiter perfektioniert – die optimale 3D-Kurve“, redete er sich heraus, „die deutsche Sprache hat leider kein passendes Tempus, das ausdrückt, dass der Zustand in der Vergangenheit noch bis in die Gegenwart und Zukunft anhält.“
„Hm ..“, gab ich mich mit seiner Antwort zufrieden. Man sollte es mit den Shittests wirklich nicht übertreiben, und dafür dass sein Gehirn mit Blut nur minderversorgt wurde, hatte er eine überzeugende Begründung seiner Aussage gemacht.

„Hast du diese Reizwäsche noch?“, wollte er wissen.
„Den Slip nicht mehr, aber das Bustier muss noch irgendwo in der Kommode sein. Ist mir aber vielleicht inzwischen zu eng.“
„Such‘ es mal, und zieh‘ es an.“
„Gelegentlich.“
„Nein, jetzt gleich.“
Ich muss einen nachgiebigen Tag gehabt haben, denn trotz seines Kommandotons tat ich ihm widerspruchslos seinen Willen. Zwar konnte ich mich noch in das Bustier zwängen, aber es spannte doch unangenehm.
Als ich in Dessous wieder zu ihm zurückkehrte, klapste er mir auf mein Hinterteil. In christlicher Manier hielt ich ihm auch die andere Backe hin, und stellte mich als speläologisch-arschäologisches Forschungsobjekt zur Verfügung.
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Shades of Gray //1445

In RGB-Darstellung zeichnen sich Grautöne dadurch aus, dass ihre Rot-, Grün- und Blauwerte (ungefähr) gleich sind.
Reines Schwarz ist RGB(0,0,0), reines Weiß (255, 255, 255) – wobei die übliche Repräsentation von 8 bits pro Farbkanal angenommen wird.
Sind Schwarz und Weiß eigenständige Farben? Oder nicht doch nur Extreme von Grau?
Wer nicht nur Schwarzweißmalerei betreibt, dem sollte klar sein, dass zwischen Schwarz und Weiß eine Kontinuum an Grautönen besteht. Praktikabler ist es jedoch, diese Grautöne zu diskretisieren, auch wenn sich dann nicht mehr alle Nuancen auflösen lassen.

Zur Visualisierung habe ich mal eine Graphik erstellt.
Die erste Zeile reduziert den Graubereich auf ein einzelnes Bit – also nur Schwarz und Weiß. Bei zwei Bit haben wir bereits vier äquidistante Grautöne zur Verfügung (zusätzlich RGB(85, 85, 85) und RGB(170, 170, 170)).
In der dritten Zeile werden mit 2.6 bit alle Graustufen mit Vielfachen von RGB(51, 51, 51) dargestellt.
Vier Bit genügen für 16 Grautöne RGB(i*17, i*17, i*17), wobei i von 0 bis 15 läuft.
Mit 4.2 Bit erzeugen wir entsprechend 18 Grautöne RGB(i*15, i*15, i*15), mit i bis 17.
Bei 5.7 Bit haben wir schließlich fifty-two shades of gray. Man sieht aber immer noch Abstufungen zwischen den einzelnen Bereichen.
Bei 6.4 oder 7 Bit kann das menschliche Auge kaum noch alle Nuancen dieser 86 bzw. 128 Grautöne auflösen, bei 8 Bit endgültig nicht mehr. Höhere Auflösungen können allerdings noch rechnerisch für bestimmte Anwendungen sinnvoll sein.

So wie mit Grautönen (und leichte farbliche Beimischungen habe ich hier gar nicht berücksichtigt, Gammakorrekturen erst recht nicht) ist es bei vielen Gegensatzpaaren.
Zwischen zwei extremen Werten liegen unendlich viele Zwischenwerte. Dennoch ist es oft einfacher, den Wertebereich zu reduzieren. Die Computerei macht kaum etwas anderes. Computer verstehen nur digitale – also abzählbare – Werte.
Die Kunst besteht also darin, ein Kontinuum so auf diskrete Werte abzubilden, dass keine wesentliche Information verloren geht, aber auch nicht zu viele insignifikante Daten mitzuschleppen.
Was lässt sich ohne Informationsverlust noch als Schwarz oder Weiß darstellen? Wo muss man die Graunuance stärker differenzieren? Wo sind Gammakorrekturen sinnvoll?
Die Übergänge sind fließend und kontinuierlich. Allgemeingültige Abgrenzungen und Schwellenwerte gibt es nicht. Je nach Anwendungsfall muss man jedesmal neu festlegen, wo schwarz oder weiß beginnen, und wie viele Grauwerte man berücksichtigen muss.

Und wie man oben gesehen hat, muss auch der Informationsgehalt in bit nicht unbedingt ganzzahlig sein.

Vor längerer Zeit hatte ich einmal das Problem, dass ich zwar mit Gleitkommazahlen rechnen musste, aber in den Fällen, in denen es sich um ganze Zahlen handelte, einen besonderen Algorithmus auf diese anwenden musste.
Mir blieb nichts anderes übrig, als zu runden, und die Differenz zwischen Originalwert und gerundetem Wert zu vergleichen. Wenn die Differenz „sehr klein“ war, ging ich von ganzen Zahlen aus.
Dieses Verfahren ist weder elegant noch unfehlbar, aber aus pragmatischen Gründen notwendig.

Ach .. und um noch ein wenig weiter abzuschweifen:
Es gibt eine (nicht-stetige) Funktion, deren Name mir jetzt partout nicht mehr einfallen will, die für alle rationalen Zahlen gleich 1 ist, und für alle nicht-rationalen Zahlen gleich 0. Wenn man die (in einem beliebigen Intervell) integriert, erhält man als Fläche unter der Kurve immer 0 (vermutlich lernt man das aber in kaum einem Integrationskurs, auch nicht wenn man den Grenzwert der Obersumme bestimmen kann).

Und die Moral von der Geschicht‘ ist, dass es je nach Einsatzzweck sinnvoll sein kann, mit diskreten Werten oder einem Kontinuum zu arbeiten.
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Die unfreiwillige Volontärin //1444

Carsten hatte mir die Aufgabe übertragen, geeignete Arbeiten für Verena im Rahmen ihrer Tätigkeit als eine Art Praktikantin zu finden.
Da ihre Arbeit hier nur als Übergangslösung dienen soll, bis sie etwas richtiges gefunden hat, gibt es keinen offiziellen Arbeitsvertrag. Verena hilft halt ein wenig aus, und erhält dafür ein Taschengeld, mit dem sie über die Runden kommen sollte.

Carsten wünscht, dass ich sie weitestmöglich einspanne, und sie ständig beschäftigt ist. Sie wird keine Sonderbehandlung erhalten, weil sie die Tochter des Chefs ist. Sobald die Betreuung ihrer Kinder gesichert ist, soll sie Vollzeit hier arbeiten. Vorher notgedrungen halt entsprechend weniger.
Ich muss mir also einige Aufgaben für sie ausdenken, die sie ohne größere Einarbeitung und ohne berufliche Qualifikation ausüben kann, und ohne dass ich oder ein Mitarbeiter sie ständig betreuen und für Fragen zur Verfügung stehen muss.

Eigentlich hätte ich sie gerne ins Vorzimmer gesetzt. Aber seit wir noch eine Bürohilfe eingestellt haben, gibt es dort kaum noch etwas für sie zu tun, und es würde dort auch zu eng. Falls Zusatzbedarf besteht, weil z.B. eine der Vorzimmerdamen erkrankt, kann Verena ja dort einspringen.
Also bekommt sie einen Schreibtisch unten bei der Pforte. Da ist noch mehr Platz, und sie kann zeitweise das Pfortenteam verstärken.
Den anderen Abteilungsleitern werde ich kommunizieren, dass eine Praktikantin für einfache Aufgaben zur Verfügung steht. Die Koordination läuft wohl oder übel über mich.

Mal schauen, ob ich in der Softwareentwicklung ein paar einfache Dokumentationsaufgaben für sie finde. Dokumentation ist bei meinen Softies immer unbeliebt, muss aber sein. Für vieles braucht man halt auch das passende Hintergrundwissen, das Verena völlig fehlt. Aber ein wenig Formatieren und anderen Kleinkram dürfte sie nach Anleitung schon hinbekommen.
Die IT-ler sollen sie für Gehäusereinigungen einsetzen. Das ist nicht weiter schwierig, und wird Verena eine Zeitlang beschäftigen. Es muss ihr halt am Anfang mal jemand zeigen, wie es geht. Vielleicht finden sich in der IT noch ähnliche Aufgaben, oder die Überwachung langwieriger attended Installationen.
Bei der Geräteentwicklung kann sie vielleicht bei verschiedenen Tests und Prüfverfahren zur Hand gehen, oder was Ulrich noch für sie einfällt.
Auch in den anderen Abteilungen dürften hin und wieder geeignete Routineaufgaben anfallen, die Verena erledigen kann.
Und bevor sie nur herumsitzt, setze ich sie in jeder freien halben Stunde an eine Aufgabe, die ich eigentlich bereits ad acta gelegt hatte, weil der zeitliche Aufwand hoch, und der zu erwartende Nutzen nur gering ist. Aber bevor sie gar nichts tut, kann sie wenigstens produktiv arbeiten. Die Einarbeitung dafür wird mich zwar ein paar Stunden kosten. Dazu kommt, dass die IT ein Versionssystem dafür einrichten muss. Aber immerhin wird es Verena zeitlich auslasten, so wie es der Wunsch des Chefs ist.

Wenn sie Termine wahrnehmen muss, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden, darf sie jederzeit gehen. Die Suche muss sie selbst übernehmen. Carsten lehnt es ab, seine Kontakte dafür spielen zu lassen. Sollte einer seiner Geschäftsfreunde ihr einen Job als Gefallen geben, und sie schmeißt das hin oder leistet schlechte Arbeit, so fiele das auf ihn zurück. Verständlicherweise will er das nicht.
Also wird Verena vorläufig zwar hier beschäftigt. Wir werden es ihr aber nicht so bequem machen, dass sie keinen Anreiz hat, etwas anderes zu suchen. Eine Sinekure soll der Job keinesfalls sein.

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Wo viel Licht ist .. //1443

Ab und zu sehen wir abends zusammen einen Film an. Diesmal war es eine Literaturverfilmung vom Götz von Berlichingen.

Ziemlich bald wurde $Stadt erwähnt. Das machte mich etwas perplex, hatte ich den Götz doch immer in der Schweiz verortet. Muss ich wohl mit Will Tell verwechselt haben. Aber irgendwie war die Handlung inkonsistent mit dem, was bei mir vom Heimatkundeunterricht hängen geblieben ist.
Aus eigener Erfahrung kenne ich jedoch das Klima. Und so wundert es mich umso mehr, dass die Heilerin halbnackt, und die intrigante $Minister-Hetäre tief dekolletiert (wo ihr .. – sorry, diese Vorstellung verweigert mein Kopfkino – sonst doch am liebsten jedes Stückchen nackte Haut verbieten möchte) herumliefen. Beide übrigens mit modernem Makeup.

Der handgreifliche Kampf der beiden am Ende hätte auch nicht sein müssen.
Überhaupt musste man mehr nackte, weibliche Brüste visuell über sich ergehen lassen, als notwendig. Zum Ausgleich nur einen nackten, alten, dicken Bischof, als er geschröpft wurde.
Immerhin trugen einige der Männer schicke Lederanzüge, einer allerdings eine Art Irokesenfrisur, was mir schon seltsam erschien.
Dann gab es irgendwann einen mit rotem Käppchen, der hatte die gleichen pinken Handschuhe wie ich.

Hätte ich die Rezession unmittelbar nach Ansehen des Filmes geschrieben, wäre mir sicher noch mehr in Erinnerung geblieben. So habe ich schon wieder das meiste vergessen.

Beim Abspann hatte ich jedoch noch zwei Verleser, nämlich SFX-Makeup und SFX-Maske. Was genau, dürft ihr euch selbst überlegen.

Und so endet dieser Text mit dem bekannten Zitat: „Wo viel Licht ist, ist viel Schatten.“

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Der Verdruss mit dem Verschluss //1442

Dass Hausarbeit, insbesondere Wohnungsputz, nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, gebe ich unumwunden zu. Leider muss es halt sein (auch da ich keine fremden Leute in meiner Wohnung rumwuseln haben will).

Wie so ziemlich an jedem Freitag Nachmittag war es gestern wieder so weit.

Den WC-Reiniger hatte ich zuletzt komplett geleert, so dass eine neue Flasche fällig war.
Ich wollte sie also aufschrauben, aber ging nicht. Mit mehr Kraft ging es trotzdem nicht. Ah, irgendso eine doofe Kindersicherung. Auf der Flasche selbst war nicht beschrieben, wie man sie öffnet. Ich fitzelte also noch länger daran herum, bis ich den Verschluss endlich entfernen konnte. Den muss man auf eine ganz bestimmte Weise zusammendrücken, und dann drehen.

Warum muss das so kompliziert und zeitraubend sein? Ich verstehe schon, dass es verhindern soll, dass kleine Kinder die Flasche öffnen und den Inhalt trinken. Aber in bei weitem nicht jedem Haushalt leben kleine Kinder. Und wäre es dann nicht wirksamer, den Inhalt in einer ekligen Farbe einzufärben, statt bonbonrosa?

Ich werde auch nächste Woche wieder durch diesen schlecht designten Verschluss aufgehalten werden. Bis die Flasche irgendwann leer ist, kostet mich das sicherlich mindestens eine halbe Stunde kostbarer Lebenszeit.

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Spring Tweets //1441

Schon wirklich lange (vor allem bedingt durch die Urlaubspause) hat es keine aufgewärmten Tweets mehr gegeben. Aber heute sind mal wieder welche dran, nämlich die vom 13. bis 29. April 2016:

Verleser des Tages: Zungenkuss statt Zuschuss
Boys‘ Day à la breakpoint Zwölfhundertfünfundvierzig
Verleser des Tages: pheromon statt phenomenon
Nein zu #NeinHeisstNein ! – „Nein“ ist kontext-sensitiv.
Kleine Pause beim #Zukunftstag. Läuft ganz gut. Schüler sind interessiert und wissbegierig.
Nur 4 Schüler zum #Zukunftstag erschienen. Habe jetzt deshalb unerwartet Leerlauf.
Gleich geht’s los! Technik-#Zukunftstag für Jungen – nur bei uns.
Heute #GirlsDay #istgleich #TagDerJungendiskrimierung
Spätsommertweets Zwölfhundertvierundvierzig
Morgen #GirlsDay. Auch Jungen wollen technische Berufe kennenlernen dürfen. NOT #istgleich.
Letzte Vorbereitungen für den morgigen #GirlsDay #istgleich #TagDerJungendiskrimierung
Verleser des Tages: Erection statt Election
Beobachtungen im Netz Zwölfhundertdreiundvierzig
Verschreiber des Tages: Hoden statt Horden
Über Umwege Zwölfhundertzweiundvierzig
Verleser des Tages: Schwanz statt Schweiz
Auf die nerdige Art Zwölfhunderteinundvierzig
Es hat geschneit! Gerade als wir spazieren waren. Zum Glück hatte ich mein Kopftuch dabei.
Verleser des Tages: zwielichtig statt zweiteilig
Verleser des Tages: NSFW statt NTFS
Die ednong-Zahl Zwölfhundertvierzig
„Frauen in der deutschen IT-Branche“
Reim des Tages: Hornhöschen für’s Dornröschen
Verleser des Tages: Horrororchester statt Hochschulorchester
Feminismus stärkt nicht Frauen, sondern schwächt Männer.
Schneller, schneller .. Zwölfhundertneununddreißig
So schönes Wetter, und ich sitz‘ immer noch im Büro.
Let the sunshine in!
Verschreiber des Tages: Mittelständer statt Mittelständler
Teilzeit Zwölfhundertachtunddreißig
Verleser des Tages: Eltern statt Eliten
Doctor Who oder Jane Eyre .. schwere Entscheidung bzgl. des heutigen Fernsehprogramms
Kalt .. Windig .. Brauch immer noch früh ein Kopftuch.
Erdös++ Zwölfhundertsiebenunddreißig
I put the Kuss in Diskussion.
Verleser des Tages: Erdös statt Erlös
Guten Appetit! Zwölfhundertsechsunddreißig
2^3 * 5^2^2 Tweets
Hab noch nie eine adipöse Person getroffen, die Kalorien von Kilokalorien unterscheiden konnte. Wundert mich nicht.
Verleser des Tages: Orgasmus statt Osmanen
Eine neue Art von Frühstücksfleisch Zwölfhundertfünfunddreißig
Verleser des Tages: Testperson statt Testosteron
Verschreiber des Tages: schätzen statt schützen
Apropos, Ziege .. Zwölfhundertvierunddreißig
Verhörer des Tages: Prozessor statt Prozesse
Wissen ist M8 Zwölfhundertdreiunddreißig
Hat jemand Lust auf ein kurviges Schnittchen?
In 11 Monaten ist wieder #PiDay !
Verleser des Tages: Scheidungsantrag statt Scheideneingang
Spätsommergezwitscher Zwölfhundertzweiunddreißig
Verleser des Tages: kollabierend statt kollaborierend
Exhibition Zwölfhunderteinunddreißig

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Die verlorene Tochter //1440

Das geplante Gespräch mit Verena hatte sich um einige Tage verzögert, weil erst Sonja keine Zeit hatte, zu den von Carsten präferierten Zeiten als Babysitterin einzuspringen, und danach den kleinen Niklas ein Infekt erwischt hatte, so dass Verena ihn nicht Sonja’s Obhut überlassen wollte.

Schließlich saßen Carsten und ich doch – wie ausgemacht – in einem Café, und warteten auf Verena, die sich verspätete.
Endlich kam sie doch, offensichtlich abgehetzt und atemlos. Sie stammelte etwas, dass Sophie ihre Tasche versteckt hatte, und sie deshalb den früheren Bus in die Stadt verpasst hatte.
Carsten ließ ihr keine Zeit, wieder zu Atem zu kommen und zu bestellen, sondern fragte sie ohne Umschweife, was sie zu sagen hätte.

Verena schlug die Augen nieder, und begann zu erzählen.
Ich kann und will nicht das ganze Gespräch in allen Einzelheiten wiedergeben.
Verena betonte immer wieder ihre Reue, so dass Carsten schließlich bereit war (und nach Rückfrage zu mir), vorläufig – und auf Bewährung – mit ihr Kontakt zu pflegen.

Verena wäre gerne mit ihren Kindern ins Haus gezogen (wenn dann noch Fiona und Corinna dazukommen, gibt das eine lustige WG), weil es bei Sonja auf Dauer zu eng ist, aber Carsten lehnte definitiv ab. Er wird ihr auch keine monatliche Zuwendungen zukommen lassen, (zumindest nicht sofern sie ihr Studium nicht wieder aufnimmt). Sie soll sich einen Job suchen, und sich wegen Unterhalt für ihre Kinder an Patrick wenden.
Verena brachte zwar überall Einwände, aber Carsten ließ sich nicht beirren. Sie muss selbst sehen, wie sie zurecht kommt. Er wird ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren, den ihrer Kinder erst recht nicht.

Wir beließen es dabei, dass sie vorläufig bei Sonja wohnen bleibt (Carsten wird das mit Sonja regeln), und diese ihr dabei hilft, geeignete Betreuungen für ihre Kinder zu finden. Das Jugendamt dürfte zuständig sein, Unterhalt für ihre Kinder von Patrick einzutreiben (und evtll. vorzustrecken). Vor allem aber soll Verena mit Hochdruck nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz suchen. Höchstens übergangsweise könnte sie in der Firma als eine Art Praktikantin eingesetzt werden. Aber dazu müssen noch ein paar Einzelheiten geklärt werden, und wir werden ihr das telefonisch kommunizieren.

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Das Dreier-Vergnügen //1439

Als Kind bekam ich von irgendjemandem einen alten Taschenrechner geschenkt. Der konnte nur Grundrechenarten und hatte eine Anzeige von nur 8 Ziffern Mantisse, aber keinen Exponenten.

Ich spielte manchmal damit, insbesondere ein Dreier-Spiel, und das ging so:
Zur Initialisierung drückte ich kreuz und quer auf den Tasten herum, bis die Anzeige mit 8 Stellen mehr oder weniger zufällig gefüllt war.

Nullen, Dreien, Sechsen und Neunen ignorierte ich. Ebenso Ziffern, die dreimal vorkamen.
Eine Ziffer aus {1, 4, 7} hob sich mit einer aus {2, 5, 8} weg.
Die Ziffern, die dann immer noch übrig blieben, addierte ich (eventuell auf vereinfachte Weise, die zu beschreiben jetzt zu kompliziert wird, und die ich auch immer wieder abänderte).
Wenn sich die Summe ohne Rest durch 3 teilen ließ, gab es keinen Handlungsbedarf. War der Rest 1, so zog ich auf dem Taschenrechner 1 ab. War der Rest 2, so zählte ich auf dem Taschenrechner 1 dazu.
Als nächsten Schritt dividierte ich die Zahl auf dem Taschenrechner durch 3, und machte wieder weiter, indem ich mir die Ziffern ansah.

In mehreren Schritten wiederholte ich solange, bis letztendlich 1 bzw. im nächsten Schritt 0 auf dem Display stand.

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Vierzehnhundertachtunddreißig

Seit kurzem erhalte ich von meiner Website eine zunehmende Zahl von Spam-Bestellungen. Und das trotz Captcha.
Man erkennt sie an unplausiblen Daten und daran, dass einige Angaben nicht vorhanden sind, stattdessen Links auf irgendwelche Webseiten (denen ich natürlich nicht folge), teilweise auch völlig wirre Binärdaten (vermutlich chinesische oder koreanische Unicode-Zeichen).
Zwei oder drei solcher Fake Orders pro Tag würde ich ertragen, ohne Handlungsbedarf zu sehen. Aber es sind einige mehr, und sie drohen echte Bestellungen zu überdecken.
Es scheint, als ob ein Bot die Felder ausfüllt, aber die Captchas von echten Menschen gelöst werden. Javascript scheint disabled zu sein, denn einige Pflichtangaben fehlen, die sonst im Browser client-seitig validiert werden.
Die Bestellungen kommen von unterschiedlichen IP-Adressen, so dass eine deny-Anweisung in der .htaccess nichts nützen würde.

Ich habe jetzt versucht, gewisse POST-Daten server-seitig auszuwerten, und ggf. das PHP-Script abzubrechen. Das hat aber bisher nicht funktioniert.
Eventuell könnte ich auch den Referrer abfragen, oder die Validierung server-seitig ausführen. Ich scheue mich aber noch vor dem Aufwand der Umstellung, da es keine Garantie gibt, dass das dann funktioniert, oder unvorhersehbare Seiteneffekte auftreten könnten. Schließlich habe ich keine Möglichkeit, das unter Realbedingungen zu testen, und kann nur auf Verdacht Code schreiben und abwarten, ob der Spam daraufhin aufhört (oder eventuell auch aus anderen Gründen, so wie die überhäufigen Benachrichtigungen von WordPress, dass jemand per Mail meinem Blog folgt, auch irgendwann nach mehreren Wochen wieder aufgehört haben).

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Vierzehnhundertsiebenunddreißig

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.
Naja, es dauert noch geraume Zeit, insbesondere bis zum nächsten Winterurlaub.
Obwohl unser Urlaub über Weihnachten und Silvester durchaus schön war, stört mich dennoch dieser ganze religiöse Brimborium, dem man einfach nicht entgehen kann.

Deshalb frage ich heute mal, ob jemand von euch vielleicht einen Tipp für das Ziel des nächsten Winterurlaubs hat.
Es soll dort einigermaßen warm sein (nicht unbedingt Badewetter, aber Spaziergänge ohne (dicke) Jacke sollten möglich sein).
Da wir kaum länger als eine Woche abkömmlich sind, wollen wir keine Fernreise antreten, sondern das Ziel sollte innerhalb höchstens etwa vier, meinetwegen noch fünf Flugstunden erreichbar sein. Dann dürfte sich auch die Zeitverschiebung in Grenzen halten, die lästig wäre.
Es muss nicht Meer sein. Aber ausgedehnte Spaziergänge sollten sich angenehm durchführen lassen. Kulturelle Angebote wie Museen, interessante Bauwerke oder Naturdenkmäler sind willkommen.
Ein abwechslungsreiches Speiseangebot rundet den Urlaub ab.
Und selbstverständlich muss es ein sicheres Reiseland sein. Wir wollen schließlich keinen Abenteuerurlaub, sondern uns unbeschwert erholen.

Oder wenn es Tipps für Ostern gibt… Hier gelten ähnliche Requirements. Da es sich allerdings nur um einen Kurzurlaub handelt von etwa 4 Tagen, wollen wir nicht zu viel Zeit mit An- und Abreise verschwenden. Wo die Eier sind, weiß ich. Da brauche ich nicht lange zu suchen. Und Eastereggs verstecke ich selbst (zählen die eigentlich als „sexistische Werbung“).

Ich freue mich auf eure Vorschläge und Hinweise.

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Vierzehnhundertsechsunddreißig

Same procedure as every month.
Auch im Dezember gab es wieder eine Reihe Suchanfrage, aus denen ich die originellsten ausgewählt habe.
Ich den letzten Monaten dominierten Begriffe mit „duden“, „kreuzworträtsel“ oder „$n buchstaben“. Diese habe ich meist nicht berücksichtigt.

„zwergelstern vogel“
Für alle, die sich mit Vögeln auskennen.

„schnellstricknadeln anwendung“
Der Trick ist, dass die Schnellstricknadeln kürzer sind. Dadurch schieben sich die Maschen enger zusammen, und es entsteht ein geringeres Drehmoment, so dass der Kraftaufwand, die Nadeln zu bewegen, und die Maschen nachzuziehen, geringer ist.

„loyal ergeben 6 buchstaben“
Nein, das ergibt nur 5 Buchstaben.

„ohne slip ins büro“
Im Winter ist mir das zu kalt.

„sperma sammeln geschichten“
Bei Sonnenbrand sehr empfehlenswert.

„bcc outlook 2016“
Blind carbon copy hat nichts zu tun mit base centered cubic.

„rechtshändiges koordinatensystem drehsinn“
Wenn man den Daumen der rechten Hand in Richtung der dritten Raumachse dreht, so geben die gekrümmten Finger den Drehsinn an.

„mit der findet man sein fortkommen aber das wiederkommen ist schwer“
Aha. Und wer kommt jetzt?

„originelle promotionprodukte“, „einfallsreiche promotionprodukte“
Ja .. daran bin ich jetzt auch schon über ein Jahr ..

„grobe ungezogenheit“
Böse!

„veraltet peinlich unangenehm“
Manche unangenehmen Peinlichkeiten veralten nie.

„kontonummer am telefon herausgeben“
Niemals! Und die IBAN auch nicht, noch irgendwelche Passwörter.

„anusplätzchen“
Anisplätzchen sind bestimmt leckerer.

„latex unter der kleidung“
Formelsatz im Kopf.

„string theorie widerlegt“
Dazu reichen die experimentellen Ergebnisse noch nicht.

„unsere hunde gesund durch homöopathie“
Gebt den Kötern ruhig Zuckerkügelchen.

„fehler beim start von windows die ursache ist eventuell eine kürzlich“
.. durchgeführte Installation einer Anwendung?

„die chefin“
Hm, das bin ich wohl.

„www. geschichten zum lesen von spermaschlampen.de“
Kein Kommentar.

„konnte nicht synchronisiert werden weil die synchronisierung nicht fertiggestellt wurde“
Aha. Recht tautologische Begründung.

„private erotische massagen“
Wenn ich das jedesmal bloggen würde ..

„abmahnung unangemessenes verhalten gegenüber vorgesetzten“
Wie gut, wenn man keinen Vorgesetzten hat.

„1407“
3 * 7 * 67

„verallgemeinerter pythagoras“
Siehe Cosinussatz. Da braucht man keinen rechten Winkel.

„breakpoint aus“
Ich habe nicht die Absicht.

„schwesterchen 1409“
Häh?

„facebook debugger funktioniert nicht“
Nicht mein Problem.

„nikolauswitze“
Ich bin doch immer so brav. (Das war der Witz.)

„enge wegbiegung“
Der Krümmungsradius sollte passen.

„inspirierende“
Besser als „transpirierende“.

„__breakpoint“
Das liest sich als Code.

„leichen schminken beruf“
Das gibt es wohl.

„sybian selber bauen“
Elektromotor, Exzenter, Kolben .. müsste schon gehen.

„nuttenschwämmchen“
Softtampons haben sich nicht bewährt.

„krank in probezeit ausbildung“
Einzelne Tage sollten kein größeres Problem darstellen. Ein längerer Ausfall wäre allerdings schlecht.

„kugelförmige hühner in einem vakuum“
Punktförmig wären sie noch einfacher zu berechnen.

„annekdote“
Genau sic gibt’s die hier gelegentlich zu lesen.

„molly dreht sich um die eigene achse“
Ach, Molly, where art thou? Es hat sich ausgemollyt. Die Vonderunianden-Herde trauert.

„kann ich gut küssen test“
Übung macht den Meister.

„dunkle materie“
Unbestätigte Hypothese.

„vasektomie steuerlich ansetzbar“
Leider nein.

„google translate klingonisch“
Bing kann das.

„nerdiger adventskalender“
Da darf jeder selbst kreativ werden. Oder auch nicht.

„paypal erneute verifizierung“
Das scheint nervig.

„masterarbeit keine motivation“
Dann muss es eben ohne Motivation gehen.

„schwachsinniger mensch mit 6 buchstaben“
Kretin.

„wie oft masturbieren“
Jeder wie er mag.

„jahresabschlussfeier“
2017 nicht mehr.

„hoch minus 1 word“
Lässt sich im Font als Superskript einstellen.

„binäruhr wand“
Arm genügt.

„tausendundeins spiele“
Nur ein Spiel pro Nacht?

„breakpoint anne“
Da wusste jemand genau, wen er suchte.

„die glühwein schlampe“
Ich weiß von nichts.

„zinklotion apotheke“
Hilft bei manchen Hautprobleme.

„jungs wichsen“
Schuhe putzen ist lästig.

„finger auskugeln“
Aua!

„facebook personen die du vielleicht kernst entfernen“
Ich hoffe ja mal, dass es nur um die Anzeige derer geht.

„mama und oma in der sauna geschichten“
Ein weiterer Grund, nicht in die Sauna zu gehen.

„kind aus bett gefallen nasenbluten“
Als Kind hatte ich häufig Nasenbluten. Meist ohne jeden Anlass.

„inspirierende blogs“
Nichts währt ewig.

„kaufmännisches minuszeichen word“
./. Die Kaufleute müssen wohl immer ihren Sonderweg gehen, anstatt sich an mathematische Standards und Gepflogenheiten zu halten.

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Vierzehnhundertfünfunddreißig

Trotz Feiertag, und obwohl ich zu 3König ein spannendes Thema zu Dreiern gehabt hätte, blogge ich heute die quasi Fortsetzung von gestern.

Wie ich es Verena zugesagt hatte, sprach ich abends mit Carsten über sie. Ich berichtete ihm sachlich und so detailliert, wie ich konnte, was sie gesagt hatte.

Er schwieg eine Weile, dann fragte er: „Was hältst du davon?“
„Ich halte mich da raus. Das ist eine Sache zwischen dir und ihr.“
„Dich geht es ganz genauso an. Gerade du warst betroffen.“
Ich schüttelte den Kopf: „Ich werde mich da nicht reinhängen. Sie ist deine Tochter. Du kennst sie besser als ich.“
Er überlegte: „Hm .. wenn – falls ich mich mit ihr treffe, dann an einem neutralen Ort in der Stadt. Sonja soll sich solange um die Kinder kümmern, damit wir unabgelenkt sind, und du wirst auch dabei sein.“
„Ich möchte lieber nicht. Das ist eine Sache zwischen dir und Verena.“
„Ich bestehe darauf. Es geht dich genauso an, und es gibt nichts, das du nicht hören dürftest.“

Nicht gerade erfreut gab ich nach, und stimmte zu, ihn zu begleiten. Ich kenne ihn inzwischen gut genug, um zu wissen, dass er sich nicht umstimmen lässt, wenn es um meine Anwesenheit geht.

Allerdings überließ ich es ihm, Sonja anzurufen, um einen Termin möglichst noch am Wochenende auszumachen.

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Vierzehnhundertvierunddreißig

Eigentlich wollte ich heute nicht bloggen, aber vorhin gab es eine Situation, die ich nicht unerwähnt lassen will.

Wie an den meisten Vormittagen verließ ich vor acht das Haus, um zum Büro zu laufen.
Ich hatte noch keine hundert Meter hinter mich gebracht, als ich von der Seite angesprochen wurde: „Anne, bitte, kann ich kurz mit dir reden?“
Es war Verena, die mich abgepasst haben muss (da hatte sie wirklich Glück, dass ich so ein Gewohnheitsmensch bin, und meist um ähnliche Zeit die Wohnung verlasse). Ich war erstaunt, dass sie mich auf diese Weise kontaktierte, und war erst mal vorsichtig, denn so richtig traue ich ihr nicht mehr. Es wäre mir lieber gewesen, wenn sie sich direkt an Carsten gewandt hätte, aber da er meist mit dem Auto zum Büro fährt, ist es wohl schwierig bis unmöglich, ihn unterwegs anzusprechen.

Ich zögerte also, ihr zu antworten, und ging stattdessen weiter. Sie lief neben mir her, und plötzlich sprudelte es aus ihr heraus, dass es ihr ja ach so leid täte, was sie damals eingefädelt hatte, und sie es schon so oft bereut hätte, und es am liebsten rückgängig machen würde, dass Patrick, „dieses $Schimpfwort“, die eigentliche treibende Kraft gewesen sei, dass sie ihn aber inzwischen durchschaut habe, und nie mehr etwas mit ihm zu tun haben wolle, dass ihr größter Wunsch es sei, wieder mit ihrem Vater ins Reine zu kommen, aber dieser auf all ihre Kontaktversuche überhaupt nicht reagiert habe, dass sie vorläufig mit ihren Kindern bei Sonja untergekommen sei, aber sie auf Dauer nicht dort bleiben könne, ihre Tante aber gesagt habe, ich sei in Ordnung, und dass sich ihr Vater – wenn überhaupt – nur etwas von mir sagen ließe. Sonja habe auch die Idee gehabt, dass sie mich direkt ansprechen solle, weshalb sie hier auf mich gewartet habe, während Sonja heute auf ihre Kinder aufpassen könne, nächste Woche sei ja wieder Schule. Sie bitte mich also darum, ihr ihre böse Dummheit zu verzeihen, und mich bei ihrem Vater als Vermittler für sie einzusetzen.

Als sie endlich verstummte, fragte ich unvermittelt: „Was ist mit deinem Studium?“
„Wie? Ach so, das habe ich so ziemlich abgebrochen. Mit den Kindern ist es schwierig .. Und außerdem hatte ich es mir eigentlich sowieso irgendwie anders vorgestellt.“
„Und was willst du dann in Zukunft machen?“
„Ich weiß nicht. Weiterstudieren habe ich keine Lust. Und die Kinder brauchen schon viel Zeit.“
„Dein Vater würde es nicht auf Dauer akzeptieren, wenn du nur untätig und ohne berufliche Perspektive bleibst.“
„Das geht aber nicht richtig, solange Niklas noch so klein ist. Vielleicht kann ich mich aber in der Firma nützlich machen.“
„Da gibt es derzeit keinen Bedarf an ungelernten Kräften. Höchstens aushilfsweise. Und für anspruchsvollere Tätigkeiten fehlt dir die Qualifikation.“
Sie schwieg betroffen.

Inzwischen waren wir aber ohnehin bereits in Sichtweite des Firmengebäudes. Zeit also, das Gespräch zu beenden: „Ich werde deinem Vater ausrichten, was du mir erzählt hast. Es liegt an ihm, ob er mit dir sprechen will. Du bist ja derzeit bei Sonja erreichbar.“
„Sag ihm bitte, dass es mir wirklich – wirklich! – leid tut, und dass ich nie wieder so etwas machen werde!“
Ehe ich reagieren konnte, hatte sie mich umarmt, um unmittelbar darauf umzukehren, und in die andere Richtung zurückzugehen.

Nunja. Ich werde heute Abend mit Carsten darüber reden. Noch weiß ich selbst nicht so recht, was ich davon zu halten habe.

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Vierzehnhundertdreiunddreißig

Wir sind wieder zurück.
Der Urlaub war entspannend und erholsam. Angenehmes Wetter, gutes Essen, ruhiges Ambiente, ein bisschen Wellness, keine besonderen Vorkommnisse.
Hier dagegen abscheulicher Schnee. Widerlich! Ekelhaft!
Weihnachts- und Silvesterrummel kann man wohl nirgends ganz entgehen. Dabei ist diese Silvesterknallerei Umweltverschmutzung und ganz rücksichtsloser, ruhestörender Lärm. Meine Katzen waren damals immer völlig verängstigt.
Den Jahreswechsel vollzogen wir rutschenderweise, und stießen dabei gleich mit Se* auf das Neue Jahr an.

Viel bloggenswerter als unser Urlaub ist, was in der Zwischenzeit hier geschehen ist.
Verena muss sich an Weihnachten endgültig (?) mit Patrick zerstritten haben. Jedenfalls stand sie mit ihren zwei Kindern vor der Tür des Landhauses.
Da wir nicht dort waren, und (glücklicherweise!) den Zugangscode am Eingang geändert hatten, konnte sie nicht hinein.
Also fuhr sie zu ihrer Tante Sonja in die Stadt, wo sie mit ihren Kindern erst einmal unterkam.
Sonja hat daraufhin mit Carsten Kontakt aufgenommen, um ihm davon zu berichten. Sie legte ihm nahe, dass Verena sich so gerne wieder mit ihm versöhnen würde, und ihr ihre Verfehlungen sehr leid täten, er aber nicht reagiere, wenn sie versuche, ihn zu kontaktieren. Carsten nahm Sonja’s Anruf zur Kenntnis, und erklärte ihr, dass Verena sich bei wichtigen Angelegenheiten ja an seine Anwälte wenden könne. Er will mit ihr nach ihren Intrigen nichts mehr zu tun haben. Sonja lamentierte noch herum, aber Carsten blieb konsequent.

Ich werde das Blog noch eine Weile auf Sparflamme laufen lassen. Nach dem Urlaub fehlt mir noch ein wenig die Motivation, zur üblichen Regelmäßigkeit zurückzukehren. Wenn etwas interessantes passiert, so erfahrt ihr das aber.

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Vierzehnhundertzweiunddreißig

Gestern (um 11:44 UTC+1) war Wintersonnenwende. Die Feiertage stehen bevor.

Bis dahin habe ich noch etliches zu erledigen, bevor es am Freitag Abend in den Urlaub geht.
Das Blog muss jetzt eine Zeitlang zurücktreten. Ich werde in den nächsten Wochen nicht so regelmäßig bloggen wie sonst, und seltener online sein.
Trotz Urlaub werde ich mich aber nicht völlig vom Blog zurückziehen, sondern schon hin und wieder (wenngleich hauptsächlich readonly) vorbeischauen. Zu schlecht waren meine Erfahrungen, als ich im August angekündigt weitgehend abwesend war.

So ist es vielleicht noch verfrüht, euch allen frohe Feiertage und einen guten Jahreswechsel zu wünschen. Da sicherlich einige aber später nicht mehr hier lesen werden, wünsche ich euch trotzdem bereits eine schöne und erholsame Zeit!
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Vierzehnhunderteinunddreißig

Im Allgemeinen genügt die Klassische Physik (also z.B. Newton-Mechanik), um Phänomene unseres Alltagslebens zu beschreiben. Solange man keine zu großen Geschwindigkeiten oder zu kleinen Entfernungen berücksichtigen muss, wird sie auch heute noch benutzt, obwohl ihr Gültigkeitsbereich beschränkt ist. Aber exaktere Berechnungen liefern (nahezu) das gleiche Resultat, sind jedoch erheblich aufwändiger.

Die Idee von Atomen als unteilbare Teilchen geht auf den altgriechischen Philosophen Demokritos zurück. Und in der Tat erweitert die Atomphysik unsere Sichtweise auf die Natur.
Beim Bohr’schen Atommodell etwa umkreisen die einzelnen Elektronen, die man sich als winzige Globuli vorstellen kann, ihren Atomkern in einer Art Orbit. Obwohl dies einige Phänomene des Mikrokosmos gut beschreibt, widerspricht es dennoch den Gesetzen der Elektrodynamik.
Nach diesen müssten nämlich die Elektronen auf ihrer Kreisbahn elektromagnetische Strahlung (das gute alte englische Wort „Bremsstrahlung“) aussenden. Da sie das nicht tun, ist auch das Bohr’sche Atommodell offensichtlich unzureichend.
Nun kommt die Quantenmechanik zur Geltung. Jedes einzelne Elektron wird dabei durch seine Wellenfunktion als eine Art Dichteverteilung beschrieben.
Auch hier muss man sich darüber im Klaren sein, dass dies nur ein Modell ist. Egal ob Schrödinger’s Katze, Heisenberg’s Unschärfe, Kopenhagener Deutung, Higgs-Mechanismus .. wir haben hier lediglich mathematische Modelle, die die Natur – soweit wir sie beobachten können – einigermaßen beschreiben. Aber nicht erklären.
Die Natur „ist“ nicht so.
Superstrings, dunkle Materie, .. Hypothesen wie diese sind wunderschön in der Theorie. Aber man sollte sich immer bewusst sein, dass es sich dabei um reine Spekulation handelt, nichts, was im eigentlichen Sinne „existiert“, sondern das, was wir durch mathematische Formeln versuchen nachzubilden, um damit Vorhersagen berechnen zu können.
Wenn Experimente diese Vorhersagen bestätigen, so heißt das nicht, dass die Theorie dahinter „stimmt“, sondern nur, dass das Modell innerhalb seines Gültigkeitsbereichs zutreffende Aussagen macht.

Als einfaches Beispiel nenne ich einen Wechselstromkreis, der sich wunderbar berechnen lässt, wenn man komplexe Zahlen nutzt. Trotzdem ist der Widerstand einer Induktivität oder Kapazität nicht „wirklich“ imaginär. Das ist schlicht ein mathematischer Trick, der eben zu zutreffenden Ergebnissen führt.
Ähnlich kann man zwar geteilter Meinung sein, inwieweit ein (skalares) Potenzial noch anschaulich ist. Spätestens beim Vektorpotenzial überwiegt die mathematische Vorstellung.

Die Mathematik behandelt ihre eigenen, völlig abstrakten und konstruierten, mathematischen Räume. Die haben erst einmal überhaupt nichts mit der Realität zu tun. Erstaunlicherweise ist aber ein – winzig kleines – Subset der Mathematik geeignet, die Natur – wie wir sie wahrnehmen und beobachten können – zu beschreiben. (Und nur dieses winzige Subset trägt zur Angewandten Mathematik bei, für die es eine brauchbare Verwendung gibt).
Vieles in der Mathematik ist denkbar, und in ihrer eigenen, abgeschlossenen, rein idealisierten Welt konsistent und logisch, hat aber keinerlei Bezug zur realen Wirklichkeit, also keinerlei praktischen Nutzen.

Für alle, die bis hierher durchgehalten haben:
Da Benjamin kürzlich erkrankt war, haben wir es nicht mehr geschafft, uns noch einmal in diesem Jahr zu treffen. Per Telefon und Mail (hauptsächlich am Wochenende) haben wir immerhin noch ein neues Paper (das allerdings nichts an meiner Erdös-Zahl ändert)fertiggestellt. Und wie schon gesagt: Völlig nutzloser Inhalt.

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Vierzehnhundertdreißig

Die Mediziner hatten sich noch dieses Jahr zu einem Projekttreffen zusammensetzen wollen, aber keinen guten Termin mehr gefunden.

Ich hatte im Vorfeld Carsten gefragt, ob dafür die Räumlichkeiten in der Firma in Frage kämen. Wie erwartet, hatte er nichts dagegen, gab aber zu bedenken, dass abends abgeschlossen ist, und das Treffen zumindest beginnen müsse, solange die Pforte noch besetzt ist.

Schließlich setzten die Mediziner doch noch ein Datum fest, obwohl nur eine Handvoll dann teilnehmen konnten.
Auch Norbert hatte keine Zeit.

Das Treffen dauerte nicht allzu lang. Da nur recht wenige Projektteilnehmer anwesend waren, konnte kaum etwas verbindliches besprochen werden. Meist unterhielten sich die Ärzte über irgendwelche medizinischen Details.
Diesmal war eine Ärztin dabei, die ständig versuchte, das Gespräch an sich zu ziehen (nachdem sie gleich am Anfang bemängelt hatte, dass keine Getränke zur Verfügung standen). Ein Hautarzt starrte immer wieder auf die inzwischen fast abgeheilten Bissspuren an meinem Handrücken.
Ich hielt mich zurück. Es reicht, wenn ich mich zu organisatorischen Themen äußere, und dass ich bei technischen und finanziellen Aspekten das letzte Wort habe.

Wie ich es mit Carsten abgesprochen hatte, begleitete ich nach dem Treffen alle Mediziner zum Ausgang, und ließ sie hinaus.
Dann lief ich zu Carsten’s Büro, der dort noch solange arbeitete. Gemeinsam fuhren wir etwas später heim.

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Vierzehnhundertneunundzwanzig

In den letzten Monaten habe ich mir ein neues Hobby zugelegt, das ich in den ganz kleinen Denkpausen zur Entspannung und meiner Aufheiterung ausübe.
Und zwar skaliere ich Zeiträume um.
Nerds wird es bereits klar sein, dass es sich um einfachste, lineare Transformationen handelt. Allen anderen versuche ich es durch Beispiele klarzumachen, bei denen ich größtenteils auf Formeln verzichten kann.

Es geht im Wesentlichen darum einen Anfangspunkt zu nehmen (z.B. „jetzt“) und einen Endpunkt (Ereignis in der – nicht fernen – Zukunft, also einige Tage oder wenige Wochen voraus). Die Differenz liefert eine Zeitdauer, die ich dann auf einen kleineren Wertebereich umskaliere. Das ergibt so eine Art Countup. Ein Adventskalender ist auch nicht so viel anders, denn da werden 24 Tage auf den Menge der natürlichen Zahlen zwischen 1 und 24 gemappt.

Ein Beispiel ist ein Wochenende, das ich (etwas willkürlich) von Freitag 18 Uhr bis Montag 6 Uhr festlege. Dann sind das genau 60 Stunden. Es kommt mir gar nicht auf möglichst hohe Genauigkeit und viele Dezimalstellen an, sondern auf eine gewisse Usability und Praktikabilität, denn wenn ich eine hochexakte Berechnunung durchführen würde, wäre diese durch die dafür benötigte Dauer bereits wieder veraltet.
Die genannten 60 Stunden des Wochenendes lege ich auf eine Stunde, also 60 Minuten um.
So wird Freitag, 21 Uhr zu 3 Minuten, Samstag 0 Uhr zu 6 Minuten, und so weiter. Halbzeit ist Sonntag, 0 Uhr, bis schließlich am Montag Morgen beim Aufstehen die volle Stunde erreicht ist – und das Wochenende vorrüber.

Ein anderes Beispiel war, als ich einen Zeitraum betrachtete, der von Abends ca. 21:30 Uhr bis zum übernächsten Tag ca. 6:30 Uhr reichte. Das sind grob 33 Stunden, was sich nur sehr ungenau auf 1 Stunde umlegen lässt. Stattdessen legte ich es auf 100% fest, da es sich de facto um etwas mehr als 33 Stunden handelte. So entsprach jede Stunde 3 Prozent. Oder 20 Minuten einem Prozent. Oder 5 Minuten einem viertel Prozent. Oder 2 Minuten einem zehntel Prozent.
Ich nahm – der Einfachheit halber – für den ersten Abend einen Offset von 8 Prozent an. Dann konnte ich am zweiten Tag den prozentualen Anteil vereinfacht so berechnen: Offset plus dreimal volle Stunde. Am Morgen des dritten Tages lag der Offset dann schon bei 80. Zwei Stellen nach dem Dezimaltrenner lieferte mir die Minute m zu (m Modulo 20) mal 5.
Dabei entdeckte ich immer wieder sehr lustige Effekte. Beispielsweise waren immer um h:25 und h:50 Uhr die Dezimalstellen ebenfalls 25 bzw. 50 – wie cool!
Oder 15:51 Uhr entsprach 55.55%. Wobei bemerkenswert ist, dass 5555 offensichtlich gleich 55 * 101 ist, und 1551 = 33 * 47 = (40 – 7)*(40 + 7) = 1600 – 49. Ach, ist das nicht herrlich?

Eine Zeitspanne von 8 Zeiteinheiten ließe sich wunderbar auf 3 bits abbilden, oder eine Zeitspanne von 26 Zeiteinheiten auf die Buchstaben von A bis Z.

Bei manchen Zeitabständen ist leider deutlich schwieriger, selbst in Echtzeit eine Zuordnung durchzuführen.
Deshalb habe ich mir ein kleines Progrämmchen geschrieben, um dies dem Computer zu überlassen, bzw. ab und zu mit ihm abzugleichen. Dort gebe ich Anfangs- und Endzeitpunkt an, und lasse mir den bereits vergangenen Zeitanteil im Vergleich zur Gesamtzeitdauer als annemiertes Tortendiagramm darstellen.

Bis wir zum Urlaub aufbrechen, sind es noch einige mehr als hundert Stunden, aber noch im Laufe dieses Vormittags werde ich den Countup beginnen.

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Vierzehnhundertachtundzwanzig

Weihnachten steht bevor. Dies ist der Anlass, der mir am meisten Druck macht, Geschenke für meine Verwandten zu besorgen.
Zwar ist mir Weihnachten völlig egal, aber meinen Verwandten eben nicht. Mir wäre es viel lieber, die ganze Schenkerei einfach ausfallen zu lassen. Ich selbst will auch keine Geschenke. Das was ich brauche, habe ich so wieso, und was ich nicht brauche, will ich gar nicht. Es ist nur unnötiger Ballast, der mir Platz wegnimmt, und mich zur Dankbarkeit und Gegengeschenken verpflichtet.
Seit Jahrzehnten kaufe ich meiner Mutter zu diversen Anlässen etwas zum Handarbeiten, Vasen, Schüsseln, Badezusatz, und ähnliches, das sich immer wiederholt (früher auch manchmal etwas Selbstgebasteltes). Ausgeprägte Interessen hat sie nicht, so dass es unmöglich ist, immer wieder etwas originelles zu finden. Mein Vater hatte früher immerhin ein Hobby, zu dem ich ihm Bücher schenken konnte. Aber irgendwann stellte ich fest, dass er ein Buch bereits hatte (wenn auch mit anderem Einband), und inzwischen ist ihm dieses Hobby auch gar nicht mehr wichtig.
Wenigstens mit Carsten hat es sich inzwischen so eingespielt, dass wir uns zu Anlässen nichts Materielles mehr schenken. Wir schenken uns gemeinsame Zeit, und haben keinen Druck, darüber hinaus noch etwas zu finden, was dann doch nur nutzlos irgendwo herumstehen würde.
Das schließt natürlich nicht aus, dass wir uns ohne Anlass eine Freude machen, wenn es sich ergibt, dass sich ein passendes Geschenk zeigt. Über solche unerwarteten Geschenke freue ich mich viel mehr, insbesondere, weil die dann auch wirklich durchdacht sind, und nicht nur ein Verlegenheitsgeschenk, weil man halt schenken muss, und es eine gesellschaftliche Konvention ist.
Bei Carsten wäre es ohnehin schwierig, weil sämtliche Anlässe bei ihm im Winter wären. Für Sommersachen ergäbe sich da gar keine Gelegenheit.

Warum man Blumen schenkt, kann ich nicht nachvollziehen. Die sind völlig nutzlos, und stellen ein Symbol der Vergänglichkeit von Schönheit und Leben dar.

In der Schule mussten wir – zumindest in den unteren Klassen – jedes Jahr in der Adventszeit wichteln. Während ich mich bemühte, ein schönes Geschenk zu finden (z.B. ein Schreibset oder ein kleines Buch), das mir selbst auch gefallen hätte, bekam ich jedesmal nur ein enttäuschendes Geschenk zurück (z.B. eine Tafel billigste Schokolade oder Dekokitsch).
Es ist ja nicht so, dass ich größere Ansprüche gestellt hätte, aber sich so offensichtlich überhaupt keine Mühe zu geben, ein ansprechendes Geschenk auszusuchen, hielt und halte ich für unangemessen. Da doch lieber gar nichts schenken.

Auf Geschenke, die nicht gern gegeben werden, verzichte ich lieber.
Und ich will mir nicht vom Kalender vorschreiben lassen, wann ich etwas schenken muss.

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Vierzehnhundertsiebenundzwanzig

Da heute immer noch kein neues WMF-Thema sichtbar ist, gibt es jetzt die für heuer voraussichtlich letzten recyclten Twittereien, die ich zwischen Ostern und dem 12. April 2016 geschrieben habe, bevor ich mit dem definitiv letzten Wohnungsputz des Jahres beginne.

Verleser des Tages: Doktor statt Diktator
FILO-so-Fisch Zwölfhundertdreißig
Ein „modernes Geschlechterbild“ ist, wenn man wenig Haut sieht?
Statt Verbot sexistischer Werbung, besser dafür eine Männerquote!
Verleser des Tages: Züchtung statt Züchtigung
Praktikantin Zwölfhundertneunundzwanzig
Yes, weekend!
Verleser des Tages: „Treiber angeschlossen“ statt „Treiber angeschossen“
36 Fragen, 3. und letzter Teil Zwölfhundertachtundzwanzig
Verleser des Tages: Falschbeschmutzung statt Falschbeschuldigung
Verkehrtes im Verkehr Zwölfhundertsiebenundzwanzig
Fast eine Stunde lang nur Kommentare beantwortet ..
Verleser des Tages: abstellen statt abstillen
Diese Personen, die nicht mal ihre eigene Mail-Adresse richtig schreiben können ..
Das Gleichnis von den 3 Schwarzen Petern Zwölfhundertsechsundzwanzig
Erinnert mich dran, beim Zukunftstag ein Gruppenfoto für die Firmen-Website zu machen
Verleser des Tages: Tabelle statt Abteile
Im Haus des Wachsens Zwölfhundertfünfundzwanzig
Nur noch 47 Jahre .. #FirstContactDay
Gender*
Verleser des Tages: Bielefeld statt Bitterfeld
Schlechtes Timing Zwölfhundertvierundzwanzig
#TüpischTüpen schenken mir Schokohasen beim Jour-fixe. Wenn die wüssten ..
Exhibition in EMN
Verschreiber des Tages: Ekligtik statt Ekliptik
Von redseliger Seniorin bedrängt #ImZugPassiert #AusMeinenMemoiren
Fundsachen Zwölfhundertdreiundzwanzig
Verschreiber des Tages: Profi statt Profit
#TüpischTüpen sind spießig (nicht nur) am Morgen.
Ein Morgen ohne BlogPost bei @allesevolution ? Un-#TüpischTüpen
#TüpischTüpen beglücken ihre Geliebte nach Feierabend.
Inzwischen doch noch kleiner Spaziergang (incl. #Outdoor-Quickie). #LaborInterruptus
Schönstes Wetter. Aber er muss ja noch arbeiten.
Vogel nervt auf der Terrasse. Immer wenn ich draußen bin, zedert er rum.
Besteht darauf, die gemeinsame Rechnung alleine zu bezahlen.
70 * 70 Tweets – also 2^2 * 5^2 * 7^2
Er stand wieder – ohne zu widerstehen.
Verleser des Tages: Samstag statt Samsung
Matherinnerungen Zwölfhundertzweiundzwanzig
Ach, Twitter .. immer wieder gut zur #Prokrastination. #WeekendImminent
Wenn ich hässlich wäre, würde ich mich wohl auch schon durch Blicke belästigt fühlen. Aber so: #OhneBelästigung
Und wieder mal ein Tag #OhneBelästigung.
Verleser des Tages: Schwangerschaftswort statt Sicherheitspasswort
Que sera Zwölfhunderteinundzwanzig
Verschreiber des Tages: cisplay statt display
Heute ist in binär übrigens der 11111.11.11111100000
Zukunftstag Einladungen Zwölfhundertzwanzig
Nein zur Gleichberechtigung!
Verhörer des Tages: „grausamer Abend“ statt „geruhsamer Abend“
Shoppingpong Zwölfhundertneunzehn
Verschreiber des Tages: wanking statt waking
Objektorientierte Layer-8-Programmierung Zwölfhundertachtzehn
Verleser des Tages: „Wichsen und Reiten“ statt „Wachsen und Reifen“
Hab geträumt, mein Rechner wäre virenverseucht. #ImTraumPassiert
#ImZugPassiert
Verleser des Tages: Skrotum statt Skriptum

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Vierzehnhundertsechsundzwanzig

Wie abgesprochen, hatte ich mich mit Alex in einem Café getroffen.

Wenn ihr etwas seifenopriges erwartet, so muss ich euch gleich enttäuschen. Wir unterhielten uns ganz ruhig und freundschaftlich.
Nach etwa einer halben Stunde im Café machten wir noch einen gemeinsamen Spaziergang im Stadtpark. Der Botanische Garten hatte leider bereits geschlossen. Alex schlug daraufhin einen Abstecher zum Christkindlesmarkt in der $Trichterstadt vor. Aber selbst wenn mir die Fahrt hin und zurück nicht zu aufwändig gewesen wäre, hätte mich der Weihnachtskram dort nicht gereizt, und Glühwein kann ich auch daheim trinken.

Also liefen wir noch etwas in der Stadt herum, unterhielten uns dabei nett, und verabschiedeten uns schließlich in aller Freundschaft und einer kurzen Umarmung.

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Vierzehnhundertfünfundzwanzig

Carsten hat einen Brief von Corinna bekommen. Darin stellt sie sich als Fiona’s Rechtsbeistand dar. Es geht darum, dass Fiona das Haus teilweise (zu einem Achtel, um genau zu sein) gehört, und sie ein Nutzungs- und Wohnrecht daran hat. Das ganze mit etlichen Paragraphen garniert, von denen ich allerdings zumindest ein paar für Bluffs halte.
Fiona möchte zukünftig ihr Wohnrecht ausüben, worauf sie laut Corinna einen rechtlichen Anspruch hat.

Carsten gab zum einen den Brief an seine Anwälte weiter, rief zum anderen abends Fiona an, was das solle.
Es kam dabei heraus, dass Corinna nächstes Jahr eine (befristete) Anstellung in einer Anwaltskanzlei (BTW als Elternzeitvertretung) in unserer Stadt gefunden hat (ob sie gezielt hier gesucht hat, oder ob das reiner Zufall ist, weiß ich nicht). Jedenfalls möchte sie solange im Haus wohnen (dass sie dann täglich einen Fahrtweg von dreißig Kilometern einfach hat, scheint sie nicht zu stören). Um ihr dies zu ermöglichen, will Fiona einfach solange her ziehen.
Auf Carsten’s Frage, wie das mir ihrem Studium sei, wo sie doch gerade mit ihrer Masterarbeit begonnen habe, erwiderte sie, dass sich das verzögern würde, und sie ein oder zwei Urlaubssemester einlegen wolle. Sie könne auch zuhause Bücher wälzen und für ihre Prüfungen lernen.

Es kommt natürlich überhaupt nicht in Frage, dass Corinna bei uns wohnt. Lieber würde Carsten ihr einen Hotelaufenthalt finanzieren, als dies zu dulden.
Aber zunächst müssen die Anwälte klären, inwieweit Fiona tatsächlich einen Anspruch darauf hat, in einen bestehenden Haushalt einzuziehen.

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Vierzehnhundertvierundzwanzig

Die Jahresabschlussfeier der technischen Abteilungen habe ich schon mal hinter mir.
Wie letztes Jahr haben sich Fertigung, IT, Geräte- und Softwareentwicklung beteiligt. Wir hatten in einem Restaurant einen großen Raum belegt. Das Essen ging auf Firmenkosten, Getränke bezahlte jeder selbst. Dazu gab es auch ein kleines Unterhaltungsprogramm (nein, die Chefin hat keinen Bauchtanz vorgeführt).

Nächstes Jahr wird es keine solche Veranstaltung geben – zumindest nicht offiziell. Wenn die Mitarbeiter selbst etwas organisieren wollen, und sich zu einem selbst finanzierten Event treffen, so bleibt ihnen natürlich diese Möglichkeit.
Die Firmenleitung wird stattdessen zu einem großen Sommerfest für die gesamte Belegschaft einladen.

Tja, die Feier gestern war ganz nett. Die Ansprache, bei der ich mich für die konstruktive Zusammenarbeit, Engagement und Arbeitsleistungen im Laufe des vergehenden Jahres bedankte, sowie der Hoffnung Ausdruck gab, dies genauso vertrauensvoll und erfolgreich im kommenden Jahr fortzusetzen, blieb natürlich an mir hängen. Aber inzwischen habe ich da schon fast Routine.
Die Feier war ganz nett. Carsten kam erst viel später dazu, und trank ein Bier. Da er sich zu weit weg von mir gesetzt hatte, konnte ich nicht physeln.

Schließlich brachen wir zusammen auf, und wünschten allen Anwesenden noch einen schönen Abend. Da heute wieder ein normaler Arbeitstag ist, werden sie es – denke ich – nicht allzu sehr ausgedehnt haben.

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Vierzehnhundertdreiundzwanzig

Zu meinen Jugendsünden (mit Ende 20) gehört es, dass ich an ein paar Veranstaltungen für Gründerinnen teilgenommen habe. Das würde ich heute nicht mehr machen, ist das doch sexistische Diskriminierung von Männern, denen solche (öffentlich finanzierten oder bezuschussten) Veranstaltungen nicht offen stehen. An so etwas beteilige ich mich längst nicht mehr.
Damals war mir das nicht bewusst, und es erschien mir als frischgebackene Existenzgründerin sinnvoll, mein Wissen durch solche Vorträge und Seminare zu erweitern. Es ging da um Themen wie Businesspläne, Finanzierung, Steuerthemen und ähnliches mehr, das schon wichtig ist, wenn man sich beruflich selbständig macht.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, bei dem es darum ging, wie man eine geschäftlich genutzte Website aufzieht.
Die Vortragende hatte einen klischeehaften Bürstenhaarschnitt, und schaute immer wieder in meine Richtung. Es waren etwa zwölf bis fünfzehn Frauen anwesend.
Zu der Zeit hatte ich meine geschäftliche Website schon online (wenn auch noch weniger umfangreich als heute), und so machte ich irgendwann einen Einwand, indem ich auf irgendeinen Sicherheitsaspekt hinwies.
Die Vortragende meinte, ich sei wohl sehr auf Sicherheit bedacht, und zwar in einem Ton, der mich von einem Mann kommend sofort in den Flirtmodus geschaltet hätte. Aber von einer Frau war mir das unangenehm, und ich antwortete irgendetwas belangloses.
Ich verzichtete im Anschluss auf die Möglichkeit zu „netzwerken“, und verbrachte den Rest des Abends lieber mit einem damaligen Spielgefährten.

Mehrere Jahre lang wohnte in der Wohnung unter meiner ein lesbisches Paar. Ich konnte die beiden äußerlich kaum unterscheiden, sondern nur im Verhalten mir gegenüber. Die eine war betont freundlich, und versuchte mich anzubaggern, während die andere mich angiftete und sich ablehnend verhielt. Im Laufe der Jahre habe ich mich irgendwie daran gewöhnt.

Im Swingerclub ist es mir ein paarmal passiert (während ich mich anderweitig vergnügte), dass ich von Frauen angegrabbelt wurde. Obwohl sie jedesmal sofort aufhörten, als ich sie darum bat, törnte mich das dennoch sofort ab, und ließ meine Erregung abstürzen.
Es ist schon irgendwie vermessen, einer anderen dort anwesenden Frau Bisexualität zu unterstellen, nur weil sie sich im Swingerclub befindet. Schließlich gibt es kaum Örtlichkeiten, wo eine unbemannte, heterosexuelle Frau (also 0 auf der Kinsey-Skala – und trotz zunehmender Heterophobie ist Heterosexualität immer noch der Default*, den niemand begründen oder rechtfertigen muss, auch wenn Bisexualität als noch so schick gilt) unverbindlich ihre Sexualität ausleben kann. Nur weil ich dann früher einige Male im Swingerclub war, heißt das nicht, dass ich mit Berührungen durch Frauen einverstanden wäre. Alleine schon überall halbnackte Frauen sehen, und ihr Stöhnen hören zu müssen, ist so etwas von lusttötend.

Da ist doch ein Mann ganz anders. Nicht nur das rein visuelle Erscheinungsbild mit primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen, sondern auch die spürbare Stärke, der Druck großer, kräftiger Männerhände, fühlbare Körperbehaarung, der aphrodisierende Geruch von Männerschweiß, der niederfrequente Klang einer sonoren Stimme, .. hach .. das hat alles einen erotisierenden Effekt, der Frauen so völlig abgeht – aber bei dem ich abgehe.

Früher sah ich schwule Männer als Konkurrenz an. Aber inzwischen habe ich festgestellt, dass sie einen völlig anderen Männergeschmack haben als ich. In meine Twitter-TL werden von Schwulen, denen ich folge, manchmal Fotos mit Pin-up-Boys gespült. Die sind ausnahmslos der Typ hübsches „Jüngelchen“ oder „Schönling“, und für mich völlig unattraktiv und ohne jeglichen Sex-Appeal. Ich mag lebenserfahrene, gereifte Männer mit einer markanten Kantigkeit. Schwule Männer ziehen dagegen sehr junge, eher androgyn wirkende Männer vor. Seit ich also Schwule nicht mehr als Rivalen betrachte, habe ich ein paar recht nette Kontakte zu Schwulen. Schließlich gibt es grundsätzlich ähnliche Interessen, aber ohne deshalb Resourcenkonflikte befürchten zu müssen.

Manche Leute essen gerne Rosinen, obwohl diese braunen Dinger so schrumpelig und eklig süß sind. Ich finde Rosinen einfach nur widerlich, aber meinetwegen darf jeder so viele davon essen, wie er mag, solange er sie mir nicht aufdrängt (und mich nicht über eventuelle Unverträglichkeiten oder Blähungen volljammert).
Es ist gut, dass die Geschmäcker verschieden sind, auch wenn manche Personen – sehr frei nach Kant – gerade argumentieren, dass Handlungsweisen nur dann in Ordnung seien, wenn alle so handeln könnten. Glücklicherweise handeln unterschiedliche ´Menschen normalerweise auch unterschiedlich, Extreme mitteln sich meist heraus.
Chacun à son goût.

Fußnoten**:
* i.e. der Standardwert, der aufgrund der statistischen Häufung gefälligst anzunehmen ist, solange keine gegenteiligen Daten vorliegen.
** Wozu man Asterices alles ver(sch)wenden kann!

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Vierzehnhundertzweiundzwanzig

Zu spät gab es das gestrige Webmasterfriday-Thema, um am Freitag noch von mir veröffentlicht zu werden. Aber Samstag ist ja auch noch ein Tag.
Die Frage lautete: „Welche Podcaster/Blogger inspirieren dich?“
Podcasts konsumiere ich normalerweise gar nicht. Bleiben die Blogs.

Ich lese – einige regelmäßig, einige nur sporadisch, wieder andere nur selten oder zufällig – etliche andere Blogs. In manchen finde ich öfter Themen, die mich weiter beschäftigen, in anderen weniger. Aber es gibt eigentlich kein Blog, das ich konkret zur Inspiration oder Motivation nutzen würde.
Es kommt vor, dass ich irgendwo einen Eintrag lese, der mir weiter nachgeht, oder der Assoziationen zu einem anderen Thema weckt. Manchmal habe ich das dann selbst bloggenderweise verarbeitet.
Ein paar Mal wollte ich auch einen längeren Kommentar bei anderen Posts schreiben, zog es dann aber vor, einen eigenen Blogeintrag daraus zu machen.
Genauso gab es schon Situationen, in denen mir ein fremder Blogeintrag so sehr missfiel (also mit schwachsinnigen und unbegründeten Aussagen, oder rein sensofaktischen Behauptungen), dass ich mich daraufhin veranlasst sah, meine eigene Darstellung des Themas zu schreiben.

Aber solche – sowohl positive als auch negative – „Inspirationen“ sind die Ausnahme, die sich nicht steuern oder planen lassen. Das sind eher zufällige und seltene Eingebungen, auf die ich manchmal reagiere – eventuell auch erst zeitverzögert. Es muss auch gar kein anderer Blogeintrag sein. Ein Zeitungsartikel etwa oder ein Film im Fernsehen können ebenfalls als Auslöser wirken.

Da ich hier üblicherweise über mein Leben, mein Universum und den ganzen Rest blogge, suche ich nicht gezielt nach Bloginspiration.
Wenn ich mich an Blogparaden beteilige, so interpretiere ich das Thema frei, und behandle es aus meiner Perspektive.

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Vierzehnhunderteinundzwanzig

Nach einer einsamen Nacht und dem Frühstück im Hotel begab ich mich zum festgelegten Vortragssaal, in dem etwa fünfzig bis sechzig Personen Platz fanden. Der Frauenanteil war deutlich höher, als ich es sonst von Vorträgen oder sonstigen Veranstaltungen gewohnt bin. Entsprechend waren sie, soweit ich das feststellen konnte, alle mehr oder weniger geschminkt. Das habe ich wenigstens nicht nötig.
Die Agenda sah vor, dass nach einer Ansprache und einigen allgemeinen Vorträge mehrere Geschäftsführer (oder deren Beauftragte) ihre jeweiliges Unternehmen und Produkte vorstellen. Das ganze war zwar nicht so streng wie bei Pecha-Kucha-Events, war aber offenbar davon inspiriert.

Nun ja, irgendwann – kurz nach der Mittagspause – war ich auch dran. Die Folien hatte ich ja erst am Vortag von Carsten bekommen, und ich kenne mich nicht so gut aus wie er.
Ich wies also gleich am Anfang darauf hin, dass ich die Präsentation nur sehr kurzfristig auf Bitte des Geschäftsführers, der leider durch dringende Angelegenheiten verhindert war, hin übernommen hatte.
Es lief dann doch recht gut. Einmal kam ich zwar ins Stocken, aber – tja, Wunder kann ich halt nicht vollbringen.

Später gab es dann eine allgemeine Fragerunde, bei der mir drei Fragen aus dem Publikum gestellt wurden, die ich nach bestem Wissen – und hoffentlich in Carsten’s Sinne – beantwortete.
An einige Interessenten verteilte ich Firmenbroschüren. Da ich jedoch recht hastig und fast überstürzt aufgebrochen war, hatte ich nicht viel Werbematerial eingepackt.
Wenn ich beim anschließenden Get Together länger als eine halbe Stunde geblieben wäre, hätte ich erst einen viel späteren Zug zurück nehmen können. So nahm ich nur einen kleinen Imbiss zu mir, sprach mit niemandem mehr, und sah dann zu, dass ich endlich heim kam. Vielleicht hätte Carsten an meiner Stelle noch geschäftliche Kontakte knüpfen können, aber ich habe getan was ich konnte, und wollte einfach nur wieder heim und meine Ruhe haben.

Auf der Rückfahrt konnte ich mich dann wieder entspannen. Zufällig saß eine stark übergewichtige Frau mir gegenüber, so dass mir meine Schokolade, die ich als Proviant dabei hatte, und unter ihren missbilligenden Blicken genüsslich verzehrte, noch mal so gut schmeckte.
Da ich Carsten nicht benachrichtigt hatte, wann ich zurückkomme, trug ich mein – nicht gerade leichtes – Gepäck selbst durch die Kälte und Dunkelheit nach Hause, wo ich dann gleich eindringlich begrüßt wurde.

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Vierzehnhundertzwanzig

Es war nicht das erste Mal, dass mich Carsten kurzfristig bat, ihn bei einer Veranstaltung zu vertreten – wenn auch nicht ganz so hektisch.

„Ich kann gerade hier nicht weg. Du sollst das übernehmen.“
„Können Ulrich oder Jason das nicht machen? Die kennen sich viel besser mit den technischen Details aus, als ich.“
„Die brauche ich hier. Und niemand wird dich so detailliert fragen. Wenn doch, dann versprichst du eben, es zu klären, und dich später wieder zu melden.“
„Ich bin hier also verzichtbar.“
„Du hast deine Jungs doch gut im Griff, Samtpfötchen. Die kommen schon mal einen Tag lang ohne dich aus. Aber ich werde dich nachts vermissen.“ Hm – wenn er anstatt meiner verreist, sind wir nachts auch getrennt.
Ernst fuhr er fort: „Wenn du das Meeting nicht übernimmst, Anny, muss ich ganz absagen, und habe nicht die Chance, dort neue Kunden zu gewinnen.“
„Ob ich dir da eine große Hilfe wäre ..“
„Du kannst wunderbar repräsentieren. Außerdem ist das Hotel gebucht, die Reise organisiert. Bitte Anny.“
„Ich habe ja gar keine Zeit mehr, mich vorzubereiten, habe morgen auch hier Termine – Mitarbeitergespräche und so. Und packen müsste ich auch noch.“
„Ich gebe dir meine Slides. Die kannst du im Zug oder abends im Hotel noch ansehen. Du verschiebst jetzt deine Termine, oder sagst sie ab, fährst dann sofort mit dem Auto heim, packst schnell zusammen, was du brauchst,und nimmst dir dann ein Taxi zum Bahnhof. Ich weiß, die Zeit ist knapp, aber das schaffst du schon!“

Keine zwei Stunden später saß ich im Zug, noch ein paar Stunden später war ich an der Hotelrezeption.
„Guten Abend. Für mich ist ein Zimmer auf die Firma Novosyx reserviert.“
Die Empfangsdame suchte in ihrem Computer, fand aber nichts. Also bat ich sie, nachzusehen, ob auf Carsten’s Name ein Zimmer reserviert sei.
„Ah .. ja .. da ist ein Doppelzimmer eingetragen.“
„OK. Dann ist es wohl geklärt.“
„Aber das Zimmer kann ich Ihnen nicht geben, weil es fest an den Namen gebunden ist.“
„Mein Mann wird aber heute nicht mehr herkommen. Es ist ja auch schon recht spät. Das Zimmer hätte eigentlich auf die Firma gebucht werden sollen.“
Sie machte keinerlei Anstalten einzulenken. so dass mir nichts anderes übrig blieb, als Carsten anzurufen, um ihn zu bitten, seinerseits das Hotel zu kontaktieren, um die Sache zu klären.
Nach einigem Hin und Her durfte ich endlich das Zimmer beziehen, wo ich mich erst etwas ausruhte, und anschließend noch in der nächstbesten Pizzeria zu Abend aß.

Sorry, wenn ich hier interrupte, aber mir läuft sonst die Zeit davon. Immerhin habe ich so gleich noch ein Thema für demnächst.

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Vierzehnhundertneunzehn

Eigentlich wollte ich mich heute noch einmal mit Benjamin treffen, aber er hat mir gemailt, dass er krank (nichts schlimmes, grippaler Infekt oder so) ist, und wir deshalb den Termin verschieben müssen. Das wird eng, denn nächste Woche habe ich keine Zeit, weil sich gerade dann bei mir bereits einiges häuft, und übernächste Woche ist sowieso schon kurz vor knapp.
Ich überlege noch, ob ich dann heute alleine zum Schwimmen gehen soll. Eigentlich ist es so kalt, dass auch ein Saunabesuch nicht schlecht wäre. Aber ohne männliche Begleitung gehe ich lieber doch nicht.

Carsten fährt heute abend wegen eines geschäftlichen Events weg, und kommt erst morgen abend zurück. Also wird mich heute Nacht niemand wärmen.

Trotzdem habe ich mir fest vorgenommen, heute keine Nikolauswitze zu machen – also nix mit großer Rute, Nüssen oder Sack.
Und auch kein osterhasiges Eiersuchen.

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Vierzehnhundertachtzehn

Unseren Urlaub legen wir immer recht kurzfristig fest, weil es oft schwierig ist, längere Zeit vorher zuverlässig zu planen.
Gerade beim Urlaub zum Jahreswechsel ist es eine unbekannte Größe, ob und wann Fiona uns mit ihrer Gesellschaft heimsucht.

Ein Telefongespräch am Wochenende hat jetzt zumindest diesbezüglich für Klarheit gesorgt.
Fiona hatte sich schon praktisch mit Carsten auf einen Zeitraum geeinigt, als sie damit herausrückte, dass Corinna mitkommen wollte. Carsten lehnte das kategorisch ab. Fiona erwiderte, dass Corinna zu den Feiertagen sonst doch nirgend hingehen könne, da sie sich mit ihren Eltern verkracht habe (das wundert mich nicht), und dass sie, Fiona, entweder mit Corinna zusammen kommen würde, oder überhaupt nicht. Daraufhin meinte Carsten, dann solle sie’s eben bleiben lassen, und Punkt.

Wenn ich behaupten würde, ich sei unglücklich über diese Entwicklung, würde ich lügen.

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Vierzehnhundertsiebzehn

Auch in den letzten Wochen gab es mehr oder weniger originelle Suchanfragen, die ich mit euch teilen möchte.

„schlampen blog“
Beruflich arbeite ich meist ordentlich.

„thomas morgenstern hochzeit“
Bei unserer Hochzeit hielt Thomas eine Ansprache, die aber nichts mit Astronomie zu tun hatte.

„feministinnen ordentlich besorgen“
Ich fürchte, die könnten das gar nicht angemessen würdigen und schätzen.

„outlook da hat etwas nicht geklappt“
Kommt vor.

„gleichheitszeichen mit ausrufezeichen“
Ein Ausrufezeichen ist immer noch besser als ein Delta.

„mein hüfthalter bringt mich um video“
Das Thema hatten wir schon lange nicht mehr, so dass ich die Gelegenheit wahrnehme, und darauf hinweise, dass man einen eventuellen Slip über dem Strapsgürtel trägt, und nicht darunter.

„unyx“
Gnu is not Unix, und wer Hilfe braucht, muss nur „man“ aufrufen.

„liebesschaukelgestell“
Stabilität dürfte ein essentielles Requirement sein.

„widersinnig 6 buchstaben“
Nein, ich gebe hier keine Kreuzworträtselhinweise.

„lichtgeschwindigkeitsmessung heute“
Dafür gibt es verschiedene Methoden. c = 1. Die Lichtäther-Hypothese wurde mit dem Michelson-Morley-Experiment widerlegt.

„emv risikoanalyse“
Die elektromagnetische Verträglichgkeit muss für alle in Verkehr gebrachten elektrischen und elektronischen Geräte nachgewiesen werden.

„ich mag dein humor“
Und ich mag es, Pronomina grammatikalisch korrekt auszuschreiben.

„ffm dreier“
Auch in Frankfurt wäre dafür ein Bi-Interesse unerlässlich.

„tau bett gebraucht“
Morgentlicher Tau wäre mir im Bett unangenehm.

„ungezogener Junge 6 buchstaben“
Bestimmt kein Engel.

„carstens bis“
Ein paar bits zu viel.

„anna von morgenstern porno“
Erinnert mich an die Jupiter-Venus-Konjunktion letztes Jahr.

„ein hoch auf anne s“
N bitte.

„elektrische flussdichte einheit“
Coulomb pro Quadratmeter.

„da hat etwas nicht geklappt und ihre suche konnte nicht abgeschlossen werden“
Sehr aussagekräftige Fehlermeldung.

„bauchfreies hochzeitskleid“
Im Winter würde ich davon abraten.

„geradeaus ist keine himmelsrichtung“
Dem stimme ich zu.

„darknet gras kaufen“
Ich mag naturbelassene Wiesen und den ganz kurzen englischen Rasen.

„billige unternehmensgeschenke“
Ein Bleistift oder Luftballon kosten relativ wenig.

„latex geschichten“
Auch ohne Formeln eignet sich LaTeX, um Geschichten in Druckform zu setzen.

„temporäres benutzerprofil“
Es muss nicht immer permanent sein.

„fachgebiet strickstrumpfhose“
Strumpfhosen zu stricken, ist ein Fach für sich. Insbesondere die Ferse ist anspruchsvoll.

„merkel schlampe“
Wer es noch nicht gemerkt hat.

„facebook debuggen“
Die sollen erst mal ihren Datenschutz in den Griff kriegen.

„mutter sohn darkroom“
Früher mussten Fotos noch in Dunkelkammern entwickelt werden.

„sheconomy funken“
Das Buch hatte ich eigentlich im anderen Blog erwähnt. Die Suchanfrage muss über das Widget reingekommen sein (allerdings nahm ich an, das sei ein iframe).

„geschrottet duden“
Kaputt gemacht.

„sonntagszuschlag berechnen“
Kommt auf die Preispolicy an.

„low carb das 8 wochen programm“
Igitt.

„bailey psychologische homöopathie!
Wenn ich Baileys trinke, dann nicht in homöopathischen Dosen.

„angström einheit abkürzung“
Das sind zehn hoch minus zehn Meter (1E-10 m), und die Abkürzung ist ein großes A mit Kringelchen drüber.

„latex kleidung selber machen“
Sicherlich könnte man mit LaTeX auch eine Anleitung zum Selberschneidern setzen.

„google algorithmus“
Eines der letzten Mysterien.

„cocculus indicus bei monatsbeschwerden“
Mein Lieblingsplacebo ist Schokolade.

„sabine gangbang“
Das ist nicht ihr Stil.

„dystopisch duden“
Das Gegenteil von „utopisch“, also eine negative Aussicht.

„der zugriff auf den pfad wurde verweigert“
Check your privileges.

„gespreizte schenkel bilder“
Einfach mal nach „Zirkel“ googeln.

„unbekannter fehler“
Das sind die am schwersten zu finden.

„monoandrie“
Kaum zu glauben, dass ich die schon seit mehreren Jahren durchhalte.

„strapsmiederhose“
Überhaupt nicht erotisch.

„gleichheit und differenz“
Die logische Auswertung ergibt immer FALSE.

„autofigaro“
Wenn man sich selbst die Haare schneidet.

„string für männer meinungen“
Ist hier die Stringtheorie gemeint? Oder Zeichenketten?

„überweisung komma extra kästchen“
Ein Komma als Dezimalseparator zu nehmen, ist mir widerlich.

„grätenloser fisch“
Ja, der ich praktisch zu essen.

„ausbildung probezeit rausgeflogen“
Dafür muss man schon sehr unangenehm auffallen.

„nun algerithmen 2016“
Ja, nun gibt’s die noch von 2016, aber bald schon 2017.

„grobe ungezogenheit mit acht buchstaben“
Wenn vier Buchstaben auf vier Buchstaben treffen, kann schon eine Ungezogenheit dabei herauskommen – grob geschätzt.

„in die windel machen mit absicht“
Ich kenne mich besser mit Windows aus, und esse gerne Windbeutel.

„schlechte vergeltung“
Racheaktionen sind meistens kontraproduktiv. Manchmal auch süß.

„wie lange muss kühlschrank nach transport stehen“
Wir haben unseren neuen sofort in Betrieb genommen. Etwas anders ist es bei Durchlauferhitzern, bei denen man erst blasenfrei zapfen muss, bevor man sie einschaltet.

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