Dreizehnhundertneununddreißig

Nach dem Urlaub hatte mich so ein blöder Schnupfen erwischt.
Es ist ja nichts ungewöhnliches, wenn bei einem Schnupfen der Geruchssinn verloren geht, und der Geschmackssinn beeinträchtigt ist. Aber diesmal wirkte es sich bei mir so aus, dass ich zwar noch etwas riechen konnte, aber alles einen etwas anderen, untypischen Geruch hatte. Seltsam.

Weil ich trotzdem noch abends mit tiefem Ausschnitt herumgelaufen war, ist es nicht allzu verwunderlich, dass am Wochenende mein Hals auch noch anfing zu schmerzen.
Dies erwähnte ich eher beiläufig Carsten gegenüber.
„Halt‘ deinen Hals und Kopf warm, damit du nicht wieder eine Mandelentzündung bekommst“, forderte er mich auf, „am besten, setzt du so eins von deinen bunten Tüchern auf.“
„Der Stoff ist mir bei dieser Hitze unangenehm“, schmetterte ich den Vorschlag ab.

„Dann nimm das Seidentuch, das ich dir geschenkt habe.“
„Das habe ich nicht hier. Es ist in der Wohnung.“
Er überlegte kurz, und meinte dann: „Ich müsste eh noch etwas in der Stadt besorgen. Sag‘ mir, wo das Tuch ist. Dann fahre ich in die Wohnung und hole ich es dir.“
„Das ist nicht nötig. Es ist Sommer. Hitzewelle.“
„Trotzdem bist du erkältet. Ich werde dir das Tuch mitbringen, und du setzt es verdammt-noch-mal auf.“

Nur weil ich mich wirklich nicht fit fühlte, und ein weiterer Mandelabszess das letzte war, das ich wollte, gab ich nach, und beschrieb ihm, wo sich das Kopftuch aus Seide befand.
„OK. Wenn ich es nicht gleich finde, ruf‘ ich dich an“, meinte Carsten, bevor er losfuhr, „geh‘ ja ans Telefon!“
Dann war er fast zwei Stunden weg, und brachte mir das Kopftuch mit, das ich gezwungenermaßen aufsetzte.

Inzwischen hat sich die Sommererkältung zum Glück wieder verzogen, und ich darf oben ohne gehen.

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Dreizehnhundertachtunddreißig

Nach allem, was man so liest, gibt es auf manchen Seiten doch recht obskure Vorstellungen, wie so ein Einstellungsverfahren abläuft.
Da denken z.B. manche Personen ernsthaft, es läge in der Entscheidung der Personalabteilung, welcher Bewerber letztendlich eingestellt wird.
Wenn ich dies im folgenden klarstelle, dann auf der Grundlage, wie es bei uns abläuft, und auch in allen anderen Unternehmen, in die ich Einblick habe. Ich würde mich sehr wundern, wenn es in einem anderen deutschen, privatwirtschaftlichen KMU (bei Großunternehmen können noch einige zusätzliche Aspekte zu berücksichtigen sein) wesentlich anders wäre, lasse mich aber gerne anderweitig belehren. [Ich warne schon mal vor, dass ich abschweifen werde.] Ich beschränke mich hier auf den Fall, dass eine interne Besetzung der Stelle nicht möglich oder erwünscht ist.

Eine Fachabteilung meldet Bedarf für einen zusätzlichen Mitarbeiter an, und bekommt das OK des nächsthöheren Vorgesetzten.
In Zusammenarbeit mit der Personalabteilung wird die Stellenbeschreibung ausgearbeitet, wobei der zuständige Fachvorgesetzte das letzte Wort hat, und die Personalabteilung beratende Funktion. Meist läuft es darauf hinaus, eine ähnliche Vorlage oder frühere Stellenbeschreibung den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.
[Je nach offener Stelle können die Anforderungen an die Bewerber völlig unterschiedlich sein. Was bei einer Stelle zwingende Voraussetzung ist, ist bei einer anderen vielleicht unerwünscht.
Überhaupt ist die Qualifikation für eine bestimmte Stelle keine skalare, eindimensionale Größe, sondern besteht aus etlichen Komponenten, in die nicht nur fachliche Kompetenzen oder Softskills eingehen, sondern z.B. auch, dass der Bewerber zum Unternehmen passen muss. Gerade letzteres ist nicht messbar oder quantifizierbar. Dies lässt sich höchstens durch ein persönliches Gespräch feststellen – und selbst da ist es schwierig.
Unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Aspekte, wird man niemals zwei Personen finden, die wirklich in sämtlichen Qualifikationskomponenten übereinstimmen. „Gleiche Qualifikation“ gibt es nicht.
Überhaupt ist die fachlich „beste“ Qualifikation nicht für jede Stelle notwendig. Für viele Aufgaben genügt eine „gute“ Qualifikation, die den Mitarbeiter gerade so befähigt, seine Arbeit ordentlich zu machen. Nicht umsonst wird Überqualifikation nicht gerne gesehen. Einerseits wird der Mitarbeiter dadurch unterfordert und bald unzufrieden sein, andererseits bekäme man die gleiche Arbeitsleistung anderweitig günstiger.
Gesucht wird also nicht der „beste“ Mitarbeiter, sondern ein zur Stelle und dem Unternehmen *passender* Mitarbeiter.
Noch unterliegt es der unternehmerischen Freiheit, selbst die Gewichtung und Priorisierung der einzelnen Komponenten festzulegen. Wenn beispielsweise für hochspezialisierte Stellen mit extrem langer Einarbeitungszeit eine hohe Ausfallsicherheit gefordert wird, oder für Positionen mit großer Verantwortung Führungskräfte gesucht werden, denen die Unternehmensleitung aus ihrer persönlichen Erfahrung einen kooperativen, vertrauensvollen Umgang zutraut, so ist dass wohl für jeden sachlich und rational denkenden Menschen nachvollziehbar.
Leider ist es durch gesetzliche Bestimmungen verboten, die Interessenten für eine konkrete Stelle gleich in der Ausschreibung offen und ehrlich zu informieren, dass sie in manchen Fällen nicht in Frage kommen, was nur unnötigen und vermeidbaren Aufwand bei allen Beteiligten verursacht.]

Die Personalabteilung organisiert dann die Ausschreibung, erhält Bewerbungen, trifft eventuell (oder auch nicht) eine Vorauswahl (nach den vom Fachvorgesetzten oder sonst dafür Verantwortlichen gegebenen Kriterien), und leitet diese an den Fachvorgesetzen weiter.
Dieser sieht dann die Bewerbungen durch, und entscheidet, wer davon zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird. Ggf. gibt muss sein Vorgesetzter noch seine Zustimmung geben
Die Personalabteilung ist wieder für die Organisation zuständig, macht also Termine aus, und was sonst noch anfällt.
Bei den Vorstellungsgesprächen sind üblicherweise mindestens der Fachvorgesetzte anwesend, eventuell auch sein Vorgesetzter, und sinnvollerweise jemand aus der Personalabteilung, um mögliche Formalitäten zu klären. Letzterer hat aber keine Mitsprache, die die Eignung des Bewerbers bewertet. Möglicherweise auch noch zusätzliche Personen, falls es hilfreich erscheint.
Der Fachvorgesetzte entscheidet üblicherweise (fast) alleine, ob er den Bewerber einstellen möchte. Er muss mit ihm klarkommen, was zumindest eine minimale Sympathie voraussetzt (so hätte ich etwa Herrn Grau trotz hoher fachlicher Kompetenz niemals eingestellt). Er muss wissen, ob die fachliche Eignung ausreichend ist, und schließlich auch, ob der potentielle Mitarbeiter überhaupt ins zukünftige Team passt.
[Alle diese Punkte bergen das Risiko einer Fehlentscheidung. Ein anderer Bewerber könnte durchaus nach rein fachlichen Kriterien besser geeignet sein. Aber derjenige, der immerhin die Verantwortung tragen muss, sollte auch das Recht haben, selbst zu entscheiden, mit wem er dieses Risiko eingeht.
Schließlich basiert erfolgreiche Arbeit nicht alleine auf fachlicher Kompetenz. Es spielen viele weitere Faktoren mithinein – auch wie die einzelnen Beteiligten miteinander umgehen. Es ist vermessen, anzunehmen, gesetzliche Bestimmungen könnten die Zusammenarbeit von Teammitgliedern besser regeln, als erfahrene Führungskräfte dies einschätzen können.
Und wenn ein Fachvorgesetzter nur dunkelhaarige Rechtshänder einstellen will, dann ist das ganz alleine seine Sache (bzw. die seines Vorgesetzten, der ihm diese Verantwortung übertragen hat, und über die jeweiligen Hierarchien bis zu den Firmeneignern, denen gegenüber sich letztlich alle rechtfertigen müssen), auch wenn der blonde Linkshänder allem Anschein nach besser geeignet wäre.
Jedes Unternehmen soll seine Einstellungspolitik selbst festlegen dürfen, denn es alleine trägt die Konsequnzen und Verantwortung für seinen Erfolg, und somit auch das Risiko einer Fehlentscheidung.
Natürlich ist es einfach, auf Gesetze zu verweisen, wenn man selbst nie in die Situation kommen kann, eine Personalentscheidung mit sämtlichen Auswirkungen treffen und verantworten zu müssen.
Ist der Karren erst im Dreck gelandet, bezahlt einem niemand fünf Cent dafür, sich sklavisch an idiologische Gesetze gehalten zu haben, die derzeit zumindest noch flexibel ausgelegt werden können.
Personen, denen einerseits weder betriebliche Abläufe noch Hintergründe bekannt sind, und denen erst recht das Abstraktionsvermögen fehlt, übergeordnete Interessen über die eigenen persönlichen Befindlichkeiten zu stellen, sollten sich mit ihrer unmaßgeblichen Meinung besser zurückhalten, statt sich ein Urteil zu erlauben, das nur bezeichnend für ihre eigene Naivität und Unwissenheit ist.]

Sobald der Fachvorgesetzte seine Entscheidung für einen der Bewerber getroffen hat, braucht er üblicherweise noch die Zustimmung seines Vorgesetzten, und eventuell des Betriebsrates.
Die Personalabteilung ist wiederum nur ausführendes Organ, indem sie sich mit dem Bewerber in Verbindung setzt, und sich um die Formalitäten kümmert. Keinesfalls entscheidet die Personalabteilung, wer eingestellt wird. Dieser Mythos entspringt nur den wirren Fantasien von Personen, die niemals selbst eine derartige Verantwortung tragen mussten (was in diesen Fällen sicherlich gut für sämtliche Beteiligte ist).

[Wie ideologisch verblendet und voreingenommen muss man sein, um nicht anzuerkennen, dass Arbeitgeber Mitarbeiter wollen, die nicht nur die ihnen zugewiesenen Aufgaben ordentlich und zuverlässig erledigen, sondern auch mit Vorgesetzten, Kunden und Kollegen gut auskommen.
Dafür bietet ein fairer Arbeitgeber aber auch eine mindestens tarifgerechte Bezahlung, überdurchschnittliche Sozialleistungen, leistungsgerechte Zulagen, ein interessantes und angenehmes Umfeld, Weiterbildungsmaßnahmen, Aufstiegs- und Entwicklungschancen, usw., denn nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter
Dagegen wird die Motivation von Mitarbeitern zwangsläufig nachlassen, wenn sie befürchten müssen, dass sie aus ideologischen Gründen bei künftigen (Be-)förderungen übergangen werden.
Entweder machen sie dann nur noch Dienst nach Vorschrift, ohne zusätzliches Engagement, oder sie sehen sich nach einem anderen Arbeitgeber um, der keine Antidiskriminierungsmaßnahmen vorschiebt, um die ambitionierten Leistungsträger gegenüber Minderleistern zu benachteiligen, und dadurch das Lohnniveau niedrig zu halten.

Die Arbeitgeber, die besonders betonen, dass sie angeblich diskriminierte Gruppen bevorzugen, werden schon sehen, was sie davon haben, wenn junge Potentials lieber Arbeitsgeber wählen, für die die Arbeitsleistung noch das ausschlaggebende Argument ist. {Diejenigen Personen, die sich einbilden, hier Widersprüche entdeckt zu haben, und sich jetzt freuen, mir das hämisch vorhalten zu können, haben die wesentlichen Aussagen gar nicht verstanden. Sie sollten sich den ganzen Text noch mal mit Verstand durchlesen, obwohl mein Glaube an ihre Einsicht sich in Grenzen hält.}]

In ähnlichen Kreisen (also jenen, die niemals selbst in einem Privatunternehmen personelle Verantwortung trugen) ist die sogenannte anonyme Bewerbung populär.
Bei einer anonymen Bewerbung gibt es kein Foto des Bewerbers (worauf ich persönlich keinen sonderlichen Wert lege) und die personenbezogenen Daten des Bewerbers sind nicht erkennbar.
Mit Verlaub – bevor ich jemanden zu einem Vorstellungsgespräch einlade – möchte ich schon wissen, mit wem ich es zu tun habe, und auch einige Einzelheiten über seinen bisherigen Werdegang.
Sollte es sich um jemanden handeln, der absolut nicht meinen Erwartungen und Anforderungen entspricht, werde ich ihn eh nicht einstellen. Aber den ganzen Aufwand, Zeit, Kosten, Frust (auch für den Bewerber selbst!) hätte man sich ersparen können, wenn der Bewerber gleich offen aufgetreten wäre.
Überhaupt ist eine aussagekräftige anonyme Bewerbung mit den in Deutschland üblichen (Arbeits-)Zeugnissen nicht möglich. Da gibt es viel zu viele Formulierungen, Begriffe, Pronomina, Artikel, die einiges über den Bewerber aussagen. Macht man diese ganzen Worte unkenntlich, so ist das Zeugnis kaum noch lesbar, geschweige denn verständlich.
Nee, anonyme Bewerbung ist eine Schnapsidee. Das mag in gewissen anderen Ländern so funktionieren, die eine andere Zeugniskultur haben. Bei denen herrscht aber auch hire and fire, und man wird Arbeitnehmer wieder unkompliziert los, während ein Arbeitsvertrag hierzulande nach der Probezeit kaum noch einseitig vom Arbeitgeber gelöst werden kann, es sei denn, es gibt tatsächlich beweisbare, schwerwiegende Probleme.

Kein Arbeitssuchender hat einen Anspruch darauf, bei seinem Wunschunternehmen beschäftigt zu werden. Zu behaupten, dass eine Nicht-Einstellung seine Freiheit einschränke und seine Rechte beschneide, ist also blanker Unsinn. Die Entscheidungsträger sind ausschließlich dem beschäftigenden Unternehmen gegenüber verpflichtet, dessen Aufgabe es ist, erfolgsorientiert zu agieren und profitabel zu wirtschaften – zum Wohle seiner gesamten Belegschaft.
Die Absage auf eine Bewerbung sollte man nicht als Niederlage sehen, sondern als Chance, eine Anstellung in einem anderen Unternehmen zu finden, zu dem man besser passt.

Und schließlich .. wer möchte denn schon gerne irgendwo arbeiten, wo er im Grunde nicht erwünscht ist, und nur aufgrund gesetzlicher Vorgaben eingestellt werden musste?

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Dreizehnhundertsiebenunddreißig

Was würde dem Geiste von Leet besser entsprechen, als alte Tweets? Zumindest reimt es sich, und hier folgen meine früheren Tweets vom 27. November bis 10. Dezember 2015.

Verleser des Tages: Feminismus statt Fenstersims
Je anspruchsloser ein Tweet, desto mehr Favs kriegt er im Mittel.
Verhörer des Tages: „C’est la vie“ statt Sellerie
Besser vorgetragen als nachgetragen Elfhundertsiebenunddreißig
Noch ein letzter Datenabgleich, Akku aufladen, Tasche packen, ..
Verschreiber des Tages: Cockie statt Cookie
Verleser des Tages: Morgenlatte statt Morgenroutine
Twitterlinge Elfhundertsechsunddreißig
.. diese innere Leere ..
Verschreiber des Tages: VGN statt VPN
Verleser des Tages: pupsen statt piepsen
Entrückter Nikolaus Elfhundertfünfunddreißig
Verschreiber des Tages: Male statt Mail
Verleser des Tages: Schönheit statt Sicherheit
Verschreiber des Tages: Stramm statt Stamm
Verleser des Tages: „Freundin Slip“ statt „Freudian Slip“
Von Ny bis Omega Elfhundertvierunddreißig
Verleser des Tages: Paradox statt Pardon
Bei mir drin darf der Nikolaus am Sonntag kommen.
Und immer schön brav die Privilegien hinterfragen!
Verschreiber des Tages: Flickerei statt Frickelei
Fremdblogleserei Elfhundertdreiunddreißig
Verleser des Tages: phallisch statt pluralistisch
sqrt(-1) 8 ∑ Π
Bääh! Gerade Nase an der Tür angeschlagen. Wenigstens sieht man nur eine kleine Beule.
Verschreiber des Tages: Bock statt Block
Silicone Mens Days und der Kelch des Mondes Elfhundertzweiunddreißig
Verleser des Tages: Vorhaut statt Vernunft
Check your Privileges! (wenn die Firewall den Datenimpuls nicht durchlässt) #Portverkehr
Mein gesuchtes Blog Elfhunderteinunddreißig
Verleser des Tages: Kopulation statt Kapitulation
Massereiche Objekte, die den Raum um sich herum verzerren. Allgemeine Relativitätstheorie als #Fatshaming
Verschreiber des Tages: Verlauf statt Verkauf
Das Grauen Elfhundertdreißig
Versprecher des Tages: Slum statt Schlamm
In Anbetracht der miesen Wetterlage mach ich jetzt mal dem Chef Druck, früher aufzuhören, damit er mich heimfahren darf.
You can’t write Menstruation without Men.
Verleser des Tages: Penis statt Pneus
Sauwetter!
Von Vögeln auf dem Dachboden Elfhundertneunundzwanzig
Mistwetter!
Verleser des Tages: Parkettierung statt Paketierung
Weekend!
Verschreiber des Tages: wandern statt wundern
Nach der ganzen Gender-Hirnwäsche glaub‘ ich selber bald, dass ich ein bisschen trans bin.
Verleser des Tages: Schwulenrennen statt Schulwettrennen
VEILCHEN_STATUS: Ich trau‘ mich nachher mal kurz ins Büro.
Blogzeit Elfhundertachtundzwanzig

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Dreizehnhundertsechsunddreißig

Bevor ich einige Urlaubserinnerungen vergesse, oder irgendwann nicht mehr richtig zuordnen kann, zähle ich hier noch einige auf.

Bei unserem gemeinsamen Ausflug waren mir Kunststrickdecken aufgefallen, die man zu einem Spottpreis hätte erwerben können. Meines Wissens gibt es für Kunststricken noch keine Maschinen, so dass es sich um Handarbeit handeln muss. Ich kann durchaus abschätzen, dass so eine Decke mehrere Stunden Arbeit erfordert. Wenn man noch die Materialkosten für das Garn berücksichtigt, bleibt gerade mal ein Stundenlohn von ein paar Cent übrig.
Bei unseren abendlichen Spaziergängen durch das Ortszentrum mit Touristenattraktionen aller Art sahen wir alle paar hundert Meter einen Sexshop, aber kaum jemanden darin. Die Auswahl war dürftig – ein paar Dildos, Filmchen, Kondome – kein Vergleich zum hiesigen Angebot, vom Internet mal ganz abgesehen. Auch Erotik-Shows gab alle paar Blocks. Dafür aber weit und breit keinen FKK-Strand.
Hunderte von kleinen Geschäften und Verkaufsständen boten immer wieder das gleiche Sortiment, so dass es in so ziemlich allen Straßen ähnlich aussah, und man sich leicht verlaufen konnte. Aber dank Sonnenrichtung und Uhrzeit kann ich mich doch immer wieder gut orientieren. Es schien fast, als hätten all diese Geschäfte eine Jahresproduktion zweier namhafter Sportartikelhersteller, die in der hiesigen Region ansässig sind, aufgekauft.

Die Klimaanlage in unserem Urlaubsapartment war mir aufgrund der ständigen Zugluft unangenehm. Deshalb schalteten wir sie aus. Vielleicht war das der Grund, dass wir verstärkt Stechmücken im Zimmer hatten. Ihre Stiche juckten aber nur wenige Minuten lang, dafür sehr intensiv – im Gegensatz zu den heimatlichen Blutsaugern, deren Bisse noch tagelang immer wieder heftigen Juckreiz verursachen.

Im Restaurant fiel mir auf, dass manche Leute entweder total aufgedonnert zum Essen erscheinen, die anderen so, als ob es ihnen völlig egal ist, wie sie im Urlaub wirken.
Carsten gehört eher zur Gruppe der Overdressten, denn er kann selbst im Urlaub kaum die Attitüde des distingierten Geschäftsmannes ablegen.

Kurze Overalls scheinen heuer in Mode zu sein. Aber selbst wenn sie ganz hübsch aussehen, sind sie doch völlig unpraktisch. Bei jedem Toilettenbesuch muss man sich da halb ausziehen. Nö, ich bleibe beim bewährten Top und Rock.

Das ewige Einschmieren mit Sonnenschutzcreme nervte. Wie praktisch wäre doch (wenn ich eh was anziehen muss) eine Badekleidung, die den gesamten Körper vor Insekten und Sonnenlicht schützt, und so das unerwünschte Eindringen von Insektenrüsseln oder ultravioletter Strahlung in den Körper verhindert. Am besten mit integrierter Badekappe, so dass die Haare nicht jedesmal nass werden. Und auch einem Augenschutz.

Kirchen sahen wir bei unserem Ausflug auch ein paar. Als ich vor Jahren mal in Rom war, ging ich gerne in die Kirchen, denn dort war es schön kühl und man konnte sich hinsetzen.
Die Kirchen im Urlaub waren dagegen Stehkirchen. Und stehen ist nicht immer gut.

Unvergessen wird mir die Fahrt im Sessellift bleiben.
Ich kann jetzt auch ein wenig kyrillisch lesen (wobei ich mich schon frage, was der Hl. Kyrill sich dabei gedacht hat, Buchstaben, die es längst im lateinischen oder griechischen Alphabet gibt, so völlig anders zu benennen).

Vor dem Rückflug hatte Carsten die Flasche mit dem Sonnenschutzmittel einfach in den Koffer gelegt. Aus gutem Grund tue ich solches Zeugs immer in eine extra Plastiktüte.
Beim Auspacken sah er dann die Bescherung: Die Flasche war teils ausgelaufen, und ihr Inhalt hatte den Koffer, Kleidung und Prospekte verschmutzt.

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Dreizehnhundertfünfunddreißig

Kein Webmasterfriday heute.
Mich hat ein nachurlaublicher Schnupfen erwischt. Carsten ist ebenfalls angeschlagen. Sonst nichts Neues.
Also belasse ich es diesmal ausnahmsweise bei diesen wenigen Zeilen.

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Dreizehnhundertvierunddreißig

Sonja hatte mir gleich zugesagt, als ich sie fragte, ob sie mit mir zusammen die Antiquitäten in Dagmar’s Laden anschauen wolle. Dann mussten wir nur noch einen passenden Termin finden, um schließlich am Nachmittag hinzufahren.

Dagmar begrüßte uns überschwänglich, und führte uns in eine Art Lagerraum, wo alte verschnörkelte Möbel, Lampen, Vasen, sonstige Nippes herumstanden – kurz, nichts, für das ich irgendeine Verwendung hätte.
Wenigstens machte Sonja meinen Mangel an Enthusiasmus wett, indem sie hin und wieder das eine oder andere Stück als „entzückend“ oder „wunderschön“ bezeichnete.

Von dem alten Trödel, den Dagmar uns vorführte, sind mir zwei Stücke besonders in Erinnerung geblieben.
Zunächst eine scheußliche Skulptur einer Fruchtbarkeitsgöttin. Aber solch eine fette Frauenstatue brauchen wir nicht im Büro. Da wäre ein Miniaturmodell der Colonna Mediterranea bei weitem geschmackvoller.
Als nächstes einen monströsen Kerzenständer. Zwar bin ich Ständern i.A. aufgeschlossen, aber welchen Sinn hätten Kerzen im Büro?

Schließlich schlug Sonja ein verschnörkeltes Beistelltischchen vor, das ich nicht geschenkt hätte haben wollen, und das so viel kostete, was ich noch nicht einmal für ein neues nach meinem Geschmack hätte ausgeben wollen, geschweige denn für ein kitschiges Gebrauchtes.
Ich nahm sie also zur Seite, und fragte, ob das Ding denn wirklich so viel wert sei.
Sie meinte, ihres Erachtens schon, und dass es ja eh über die Firma liefe.

Also gab ich mein OK. Wenn Carsten im Nachhinein etwas dagegen einzuwenden gehabt hätte, hätte ich einen Grund gehabt, mich nie mehr auf solche Arrangements einzulassen.
Dagmar sah einigermaßen zufrieden aus. Also wird Carsten wohl sein Geschäft abschließen können.
Ich brachte das Tischchen irgendwie im Kofferraum unter.

Auf dem Rückweg lud ich Sonja noch in ein Café ein, wo wir uns kurz unterhielten, und ich Grüße an Lukas ausrichtete, von dem ich schon eine Zeitlang nichts gehört hatte.

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Dreizehnhundertdreiunddreißig

Bis kurz vor dem Urlaub war ich mit einem Gutachten beschäftigt, das sich aus unterschiedlichen Gründen länger hinzog, als ursprünglich erwartet.

Unter anderem musste ich einige Daten nachrechnen, wozu ich mir extra noch ein kleines Tool geschrieben hatte.
Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, und auch nicht zu konkret werden. Denjenigen, die es noch besser wissen als ich, sei gesagt, dass ich durchaus auch noch andere Algorithmen für derartige Berechnungen kenne, aber ich schon meine Gründe hatte, genau diesen Ansatz zu wählen, und ich mich dafür nicht rechtfertigen will.

Es lief auf eine Integration hinaus. Für die betreffende Funktion fand ich mit analytischen Methoden keine Stammfunktion, so dass ich sie zunächst in eine Potenzreihe entwickelte, und diese dann integrierte.

Ein Progrämmchen zur numerischen Auswertung war schnell geschrieben. Nur dauerte ein Durchlauf wesentlich länger, als vorgesehen (was mir immerhin ein paar unverhoffte Blog-und-Twitter-Minuten bescherte).
Also überlegte ich, ob es nicht ausreichen würde, ein paar Glieder weniger mitzunehmen. Zwar lief das Programm damit deutlich schneller, war aber bei einigen Fällen nicht genau genug.

Lange Rede, kurzer Sinn .. ich probierte ein wenig und her, bis ich schließlich ein besseres Abbruchkriterium fand, mit dem ich feststellen konnte, ob das Ergebnis schon nach wenigen Gliedern konvergierte, oder ob ich doch noch höhere Potenzen miteinbeziehen musste.

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Dreizehnhundertzweiunddreißig

Vom Urlaub zurück (war insgesamt – allerdings mit Abstrichen – wieder sehr schön) muss ich mich diesmal sehr schnell auf den Alltag einstellen, und zu Business as usual übergehen.

Für mich muss Urlaub Sonne, Strand, Meer, Faulenzen, Cocktails, .. sein. Carsten will ab und zu auch etwas erleben. Aber wir müssen ja nicht ständig anneinander kleben.
Zwar verbringen wir im Urlaub mehr Zeit miteinander als im Alltag, und das ist meistens für uns beide schön. Aber manchmal gehen wir auch Kompromisse ein. Mal relaxt Carsten mit mir am Pool, ein andermal mache ich mit ihm einen Ausflug (solange es nichts anstrengendes ist), und zwischendurch macht auch jeder alleine das, was ihm am besten gefällt.

Wie heißt es doch im Götz von Berlichingen sinngemäß: Wo viel Licht ist, ist auch Schatten.
Der Kaffee war einfach schauderbar, so dass ich hauptsächlich auf Cola auswich – teils in der kubanisch-freiheitlichen Variante.
Die Internet-Verbindung war nicht brauchbar, da offenbar sehr unterdimensioniert und zu wenig Bandbreite für die Menge der Urlauber. Mit Müh‘ und Not konnte ich berufliche Mails innerhalb eines gerade noch akzeptablen Zeitfensters lesen (glücklicherweise gab es keinen dringenden Handlungsbedarf), aber von der Bloggeria war ich praktisch abgeschnitten.

Ich muss wohl dank des Buffets der Touristenmastanlage (kompromittieres oder kompromissioniertes – wie auch immer das korrekte Verb heißt, das ausdrückt, dass es auf einem Kompromiss beruhte – 4-Sterne Hotel) etwas zugenommen haben, denn einige meiner Röcke spannen am Bauch, und zum ersten Mal in meinem Leben spüre ich beim Gehen, dass bei jedem Schritt sich meine Oberschenkel an den Innenseiten berühren. Schon öfter habe ich mich gefragt, wie das adipöse Personen machen, bei denen ja das Oberschenkelinnenfett so sehr überlappt, dass dich die Beine nicht nur berühren, sondern regelrecht gegenseitig behindern müssen.
Wirklich angenehm sind mir diese Berührungen nicht, insbesondere, wenn es mir feucht die Beine herunterläuft, dann fühlt es sich so klebrig an.
Nun ja, ich lasse diese Woche einfach ein- oder zweimal das Mittagessen ausfallen, und halte mich etwas mit Naschereien zurück. Dann gibt sich das schnell wieder von allein. Oder ich mache gar nichts anders als sonst, dann dauert es eben ein bisschen länger.

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Dreizehnhunderteinunddreißig

Urlaubszeit.
Ich verabschiede mich für die nächsten anderthalb Wochen, und freue mich auf eine faule Zeit mit Sonne, Strand, Meer, Cocktails, ..

Die vergangene Woche war für mich doch noch recht stressig (während es für Carsten wieder etwas gemächlicher ging), so dass ich wirklich urlaubsreif bin.
Das meiste haben wir gestern abend schon gepackt, aber einen Teil müssen wir nachher noch zusammensuchen. Leider hatte ich keine Zeit mehr, einen neuen Bikini zu kaufen (ich habe aber einen funktionsfähigen eingepackt, der den Lesern meines Boudoirblogs bekannt sein dürfte). Ich hätte so gerne einen in Spektralfarben gehabt wie mein Kopftuch.

Ich weiß nicht, ob ich während meines Urlaubs mal dazu komme, ins Blog oder bei Twitter vorbeizuschauen. Vermutlich werde ich (mit Zeitverzögerung) neue Kommentare freischalten können, versprechen kann ich aber nichts. Ansonsten gehe ich in den Read-Only-Modus.

Euch allen auch eine schöne Zeit!

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Dreizehnhundertdreißig

Die alten Tweets vom 14. bis 26. November 2015 habe ich noch, bevor ich in Kürze in den wohl verdienten Urlaub verschwinde.

Verleser des Tages: gevögelt statt vorgestellt
Verhörer des Tages: Ficksierung statt Fixierung
Ein hypothetischer Besuch von @Frau_Logan Elfhundertsiebenundzwanzig
Hätte jetzt Lust auf yonisierende Stosssexperimente.
Verleser des Tages: Penis statt Panels
Verschreiber des Tages: relativistischer statt realistischer
Von Alpha bis My Elfhundertsechsundzwanzig
Verschreiber des Tages: posten statt pasten
Verleser des Tages: Fickkontakte statt Flirtkontakte
Unwartbar Elfhundertfünfundzwanzig
Ich lass‘ mich nicht zum „Opfer“ machen.
Ich backe lieber up als Plätzchen.
Verleser des Tages: Kitzinger statt Kitzliger
Verhörer des Tages: Hodenprobe statt Bodenprobe
Zu blauäugig Elfhundertvierundzwanzig
Verleser des Tages: transgender statt anstrengender
Es twittert sehr Elfhundertdreiundzwanzig
Manchmal verhindert Zeitmangel eine sinnlose Diskussion.
Verschreiber des Tages: geschockt statt geschickt
#FapAgainstFeminism
Verleser des Tages: Generator statt Gegenterror
Bäh, Regen! An manchen Stellen möchte man nicht feucht sein.
X-mess Elfhundertzweiundzwanzig
Ich fühle mich heute viel zu brav, weil ich nicht versucht habe, den Chef im Büro zu verführen.
Oh, noch ein köstliches Stück Sahnetorte von gestern übrig.
Ein Potenzreihenansatz wär‘ nicht verkehrt.
Zur Kurvendiskussion und Differenzierung: d cis(φ)/dφ = i cis(φ)
Verleser des Tages: Gangbang statt Geotagging
Zum Internationalen Männertag wünsche ich all meinen Followern alles Gute! #InternationalMensDay
Mein Interessanter Nächtlicher Traum Elfhunderteinundzwanzig
Ein Teil meines Blogeintrags würde Feministinnen verunsichern. #DoItLikeDeMaiziere
Verschreiber des Tages: fap statt fat
Verleser des Tages: #Followerpenis statt #Followerpower
Trollfutter, das ihnen im Halse stecken bleiben soll Elfhundertzwanzig
Verleser des Tages: Stoffwindeln statt Stoffwechseln
Verschreiber des Tages: Weiber statt Werber
Marketing #Fail Elfhundertneunzehn
Hat WordPress das UI schon wieder geändert!
Verschreiber des Tages: intentional statt international
Verleser des Tages: Assistent statt Astronaut
Ein Brief Elfhundertachtzehn
Verleser des Tages: veganer statt vergangener
Religion ist Teufelswerk!
#NousSommesParis
Verleser des Tages: gewalttätig statt gegenwärtig
Credo in 42.
Gedisst Elfhundertsiebzehn

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Dreizehnhundertneunundzwanzig

Alle ein bis zwei Jahre lässt sich Carsten gesundheitlich durchchecken. Dabei war er die letzten Male immer topfit.

Jetzt hat das Labor jedoch einen deutlichen Kaliummangel gemessen. (Kalium ist das, was aus englischen Quellen häufig fälschlich als Potassium übersetzt wird – hat weder was mit „pot“ noch mit „ass“ zu tun, sondern mit Pottasche.)
Auf ausreichende Zinkzufuhr hatte ich immer bei ihm geachtet, aber an Kalium weniger gedacht.

Nun ja, in Zukunft muss er halt mehr Kalium-haltige Lebensmittel (v.a. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse) essen, und wenn das nicht reicht, dann eventuell Kalium-Präparate – genauso wie ich immer wieder Eisen-Brausetabletten zu mir nehme.

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Dreizehnhundertachtundzwanzig

Einigen von euch ist es bereits aufgefallen, dass ich mein Avatar-Bildchen geändert habe.
Wenn man immer wieder Schwarzweiß-Malerei kritisiert, aber selbst ein hochkontrastierendes Avatarbild hat, so ist dies schon etwas widersprüchlich.

Also habe ich mein aktuelles Blog-Headerbild, das ein optisches Spektrum zeigt, in ein Image gesetzt, und dessen Alphablendwert so eingestellt, dass es semitransparent wurde. Durch Verändern der Größe und Position des Images setzte ich es passend über mein altes Ava, machte einen Screenshot, den ich geeignet ausschnitt, und das war’s auch schon.
Die meiste Zeit verbrachte ich dann damit, es zu WP hochzuladen, dessen Zuschneidetool (das ich überhaupt nicht brauche, da ich vorher schon für das gewünschte Format sorge) wieder mal herumzickte.

Das Progrämmchen habe ich noch so erweitert, dass man den Alphablendwert mit dem Mausrädchen verändern kann. Interessante Erweiterungen wären auch spiegeln, drehen, invertieren, oder das Laden einer Graphik aus dem Dateisystem. Oder das Abspeichern des Clientbereichs in eine Datei bzw. das Clipboard. Aber dazu fehlt mir aktuell die Zeit.

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Dreizehnhundertsiebenundzwanzig

Ich habe eine Art Blusenshirt, das ich gern im Sommer in der Freizeit trage, wenn es nicht allzu heiß ist.

Als ich es vor einigen Wochen trug, spürte ich hinten am Rücken etwas unterhalb des Nackens immer so ein Kratzen oder Jucken. Nun ja, Insektenstiche sind im Sommer nichts ungewöhnliches, und dieses Jucken verschwand auch wieder.
Kürzlich trug ich das Shirt wieder. Wieder dieses Jucken an der gleichen Stelle. Ich ließ Carsten mal nachschauen (denn auch mit Spiegeln sehe ich da unter den Haaren selbst nichts genau genug). Er meinte, es sei gerötet, und könne ein Insektenstich sein, er sei aber nicht sicher.

Zweimal ein Insektenstich an exakt der gleichen Stelle, gerade dann, wenn ich dasselbe Oberteil trage, erschien mir unplausibel. Also schnitt ich das Etikett mit der Schere heraus (das mache ich sonst nie). Es sah ganz normal aus, keinerlei Auffälligkeiten.

Danach machte mir der mutmaßliche Insektenstich keine merklichen Beschwerden mehr.

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Dreizehnhundertsechsundzwanzig

Ich blogge ja bei weitem nicht alles, was ich so erlebe. Vieles wiederholt sich in ähnlicher Form, oder ich halte es für zu banal, Zeit zum Schreiben dafür aufzuwenden.
Manchmal allerdings holt mich so eine Geschichte wieder ein.

Wieder einmal waren wir abends mit einem von Carsten’s Geschäftsfreunden und dessen Frau essen.
An das Essen erinnere ich mich gar nicht mehr, aber bei der Frau (die ich als Dagmar bezeichnen werde) blieb mir im Gedächtnis, dass sie das Gespräch immer wieder auf ihren Antiquitätenladen lenkte. Während später Carsten mit ihrem Mann Geschäftliches verhandelte, nervte mich Dagmar unsäglich damit, dass sie hartnäckig versuchte, mich in ihren Laden einzuladen: „Ich habe so schöne Stücke!“, „Die müssen Sie sich anschauen!“, „Da ist sicherlich auch etwas für Ihre Wohnung dabei.“ Und so weiter in diesem Stil.
Ich lege Wert auf Funktionalität, Ergonomie und Usability. Irgend so ein altes nutzloses Gerümpel, das nur rumsteht und Staub fängt, kommt mir ganz sicher nicht in die Wohnung!
Es fiel mir schwer, freundlich zu bleiben, aber irgendwann war der Abend überstanden, und ich konnte beginnen, ihn zu vergessen.

Bis mich Carsten wieder daran erinnerte: „Du, Samtpfötchen, wann schaust du dir denn endlich Dagmar’s Antiquitäten an?“
„Äh .. gar nicht. Solches altes Zeugs brauche ich nicht.“
„Solange du nicht dort warst, kann ich das Geschäft mit ihrem Mann nicht abschließen. Für ihn ist das Voraussetzung. Du hattest ihr doch versprochen, dir den Laden anzusehen.“
(Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, von Carsten’s Suppliern Aufträge zu erwarten. Und auch Carsten würde eine Auftragsvergabe keinesfalls davon abhängig machen, dass jene mit mir vorher ein Geschäft abschließen. Aber einige Leute scheinen das gerade so zu handhaben.)

„Nein. Versprochen hab‘ ich gar nichts. Ich habe lediglich vage angedeutet, dass ich es nicht ausschließe, gelegentlich mal vorbeizuschauen. Und das auch nur, damit sie endlich Ruhe gab.“
„Ich komme aber so mit meinen Geschäften nicht weiter. Also fahr‘ einfach mal hin, und kauf‘ dir dort irgendwas.“
„Ich will keinen alten Krempel in meiner Wohnung.“
„Dann verkauf‘ es weiter oder schmeiß‘ es auf den Müll. Aber kaufe etwas.“
„Für so einen Schrott gebe ich kein Geld aus.“

„Lass‘ es über die Firma laufen. Als ein repräsentatives Dekorationsstück für das Büro oder so. Dann kann ich es steuerlich absetzen.“
„Einschließlich Fahrt kostet mich das mindestens einen Nachmittag“, gab ich zu bedenken, denn ich hatte absolut keine Lust dazu, und bin außerdem so kurz vor dem Urlaub eh im hektischen Endspurt.
„Bitte, Anny, tu‘ mir den Gefallen“, bat er nachdrücklich, „Sonst kann ich das Geschäft vergessen.“
„Hm“, gab ich nach, denn er hat mir auch schon einiges Gutes getan, für das ich mich so revanchieren könnte, „aber nur dir zuliebe. Und ich kann nicht garantieren, dass ich mich überwinden kann, dort etwas zu kaufen.“

„Weißt du was, frag‘ Sonja, ob sie dich begleitet. Sie hat eher Sinn für solche alten Stücke, und müsste jetzt in den Ferien Zeit haben. Oder meinetwegen auch Yvonne.“
„Am besten auch noch Larissa“ [das ist Thomas‘ Freundin], ergänzte ich sarkastisch.
„Mach‘ das, wie du willst, bloß möglichst schnell – also gleich nach dem Urlaub – , damit ich das Geschäft endlich abschließen kann.“

Nun denn, so sei es. Mich würde es nicht wundern, wenn der Besuch dann noch einmal Stoff für einen Blogeintrag hergäbe.

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Dreizehnhundertfünfundzwanzig

Da ich schon halb in meiner Blog-Sommerpause bin, mache ich es heute beim Webmasterfriday kurz.
Da geht es nämlich genau darum, ob man während der Sommerflaute bloggen soll.

Eigentlich empfinde ich die hochsommerliche Zeit nicht als Flaute.
Warum ich mich derzeit etwas zurückhalte, hatte ich erst kürzlich erklärt. Das hat nichts damit zu tun, dass – angeblich – allgemein weniger los ist, und es weniger Feedback gäbe (kann ich so generell nicht bestätigen – einzelne Kommentatoren mögen zwar temporär mal weg sein, aber insgesamt gibt es genügend Resonanz – teilweise mehr, als ich momentan beantworten kann oder will).

Ich würde mich auch weniger davon beeinflussen lassen, ob die Reaktionen mal zeitweise ausbleiben. Maßgeblich für mich sind meine Zeit, Motivation, Gelegenheit und passende Themen.

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Dreizehnhundertvierundzwanzig

Auch im Juli gab es wieder Unmengen Suchanfragem, wovon ich im Folgenden die Highlights zusammen mit meinen Anmerkungen aufliste.

„wordpress umlaute falsch“
Mich nerven vor allem diese typographischen Quotes.

„erektionisches gerät“
Das sollte wohl elektronisch heißen.

„laufmasche“
Total ärgerlich.

„winter komm das schaffst du download“
Äh, nein .. der Winter soll bitte noch laaange wegbleiben.

„porno abmahnung“
Besser keine urheberrechtlich geschützten Filme herunterladen.

„breakpoint aus“
Es geht schon noch weiter.

„der zugriff auf den pfad wurde verweigert“
Bestimmt ein Rechte-Problem.

„wenn alkohol zum problem wird“
Von Anfang an nur in Maßen konsumieren.

„mein mann trägt meine wäsche“
Ja, manchmal trägt er mir den Wäschekorb rauf.

„neuer arbeitgeber altes gehalt“
Kein Fortschritt?

„malzeichen in latex“
\ast wäre das Sternchen, oder \cdot für einen Malpunkt.

„schöner fernsehen problem“
Ein Problem ist meistens gerade nicht schön.

„schreibschrift kleines p“
Es gibt ja unterschiedliche Schreibschriften, z.B. Sütterlin.

„stabilste währung“
Ich wage keine Prognose.

„hashtag umlaute“
Ich glaube, Twitter unterstützt die schon, bin aber nicht sicher.

„wordpress schneller machen“
Das geht wohl nur, wenn man sein Blog selbst hostet.

„prokrustination“
Eines meiner Wortschöpfungen für Gleichmacherei.

„layer haus erfahrungen“
Ich bin gerade etwas irritiert, um welches OSI-Layer es sich handelt.

„sybian geschichte“
Habe ich noch nicht ausprobiert, weil ich axiale Bewegungen vorziehe.

„access point hohe reichweite“
Hindernisse reduzieren die Reichweite.

„firmenausweis englisch“
Corporate identification card .. oder so. Habe ich BTW inzwischen, obwohl ich extern bin.

„sex mit esel geschichten“
Im Nachhinein ist man manchmal klüger.

„newton einheit“
Ein Newton ist die Kraft, die man braucht, um ein Kilogramm mit einem Meter pro Quadratsekunde zu beschleunigen.

„hand juckt ohne grund“
In den Fingern kann’s einen schon mal jucken.

„verena escort“
Ich bezweifle, dass es dafür eine Nachfrage gibt.

„schambehaarung englisch“
Pubic hair.

„powershell breakpoint“
Auf eine Wiederholung lege ich keinen Wert.

„grosse schamlippen“
Besser groß als kross.

„was passiert wenn man sein eigenes sperma trinkt“
Guten Appetit!

„gay geschichten skihütte“
Auf der Skihütte war nichts heiter.

„halterlose in der öffentlichkeit“
Wenn sie rutschen, kann das nerven.

„schrödinger programmiert c#“
AFAIK hat Schrödinger selbst nicht programmiert.

„schamlippen jucken“
Bedenklich. Ein Arztbesuch wäre sinnvoll, wenn der Zustand länger anhält.

„kleingerätestecker leitung“
Das Kabel muss ordnungsgemäß verbunden sein.

‚windows 10 „einen moment“‚
Die Installation dauert wohl länger.

„mannomann duden“
Ich hätte das als mehrere Wörter geschrieben, aber vielleicht stimmt es ja so.

„geruchsbelästigung am arbeitsplatz durch parfüm“
Das ist eklig.

„vonderuniandenherd“
Da hat jemand die Molly Logan gesucht.

„layer 8 problem“
Lösungen sind wichtiger als Probleme.

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Dreizehnhundertdreiundzwanzig

Auch hierzulande sind endlich Schulferien. Unser Urlaub ist jetzt fest geplant. Ende nächster Woche geht es los.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich etwas Abstand vom Bloggen gewinnen will. Ich bin ein Gewohnheitsmensch, und irgendwie mache ich mir selbst Druck, regelmäßig zu bloggen, zu kommentieren und zu twittern.
Das geht schon früh am Morgen los, dass ich meinen daily Posts veröffentliche, dann Kommentare beantwortete, twittere, und eventuell bei anderen Blogs kommentiere.
Eine gewisse Struktur ist ja nicht verkehrt, aber sie schränkt auch ein und macht unflexibel.

Deshalb werde ich die Zeit bis zu meinem Urlaub nutzen, dies bewusst anders anzugehen. Also zu anderen Zeiten zu bloggen, oder auch mal ganz ausfallen zu lassen. Kommentare nur noch dann zu beantworten, wenn es mir wirklich ein Bedürfnis ist, etwas darauf zu erwidern, aber nicht mehr aus Pflichtgefühl oder Höflichkeit, oder obwohl mir die Zeit zu eng wird. Ebenso bei Twitter.
So stimme ich mich bereits etwas auf den Urlaub ein, indem ich das Bloggen lockerer sehe. Es soll ja schließlich Spaß machen, und nicht zur Routine verkommen. Und der Kontrast soll nicht zu krass sein, wenn ich im Urlaub dann ganz weg bin.

Meistens empfinde ich das Bloggen ja als angenehm-ablenkende Entspannung, Derzeit aber eben weniger. Da ist es auch ein bisschen zusätzliche Belastung.
Und Prokrastinationsvorwand.

Mit dem Gutachten bin ich zwar nicht im Rückstand, aber auch nicht so gut in der Zeit, wie ich geplant hatte (weil ich auf bestimmte Daten länger warten musste, als vorgesehen). Das kommt also noch erschwerend hinzu. Ich will mich da nicht verzetteln, und stelle lieber das Blog zurück.
Auch in der Firma geht es derzeit besonders hektisch zu – vielleicht habt ihr es ja in den letzten Tagen schon mitgekriegt. Gerade weil Urlaubszeit ist, habe ich zusätzliche Vertretungsaufgaben, und muss immer wieder umdisponieren und umplanen. Da habe ich nicht den Nerv, mich auch noch ausgiebig um das Blog zu kümmern.

Und wenn mir mal danach ist, dann lasse ich einen Eintrag auch ganz abrupt

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Dreizehnhundertzweiundzwanzig

Seit genau drei Jahren leben Carsten und ich jetzt in offiziell nicht mehr wilder Ehe. Vor drei Jahren haben wir geheiratet, und seither einige Höhen und Tiefen miteinander durchgestanden. Das ist – denke ich – schon eine beachtenswerte Zeit, und weist darauf hin, dass unsere Beziehung wohl dauerhaften Bestand hat. Denn bisher haben sich keine Abnutzungserscheinungen bemerkbar gemacht.

Hätte ich mich damals von Carsten überreden lassen, einen Ehevertrag zu unterschreiben, wäre der jetzt nach drei Jahren auch hinfällig geworden. Wir haben also keinen gebraucht.

Wir werden zum heutigen Anlass keine große Feier machen. Unser Urlaub ist ohnehin schon nahe. Dann werden wir bestimmt viel Zeit füreinander haben. In den letzten Wochen war unsere Zweisamkeit ja schon ziemlich zu kurz gekommen. Carsten war öfters geschäftlich unterwegs, oder arbeitete manchmal bis spät in die Nacht, sogar an den Wochenenden.
Heute begnügen wir uns damit, abends eines unserer Lieblingsrestaurants zu besuchen, und auf die nächsten Jahre anzustoßen.

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Dreizehnhunderteinundzwanzig

In der Reihe „Sünden der Food-Designer“ hatte ich bereits geschrieben, dass die Zugabe von Rosinen, Wacholderbeeren oder Pilzen den Geschmack so ziemlich jeder leckeren Speise verderben kann.
Heute möchte ich mich darauf konzentrieren, dass auch die Kombination schmackhafter Zutaten zu einem ungünstigem Ergebnis führen kann.

Bei Karamellsauce auf Pistazieneis überdeckt der intensiv-süße Geschmack der Karamellsauce das zarte Aroma der Pistazien.
Schokostreusel in Himbeerquark passen nicht, weil weder der bittersüße Geschmack der Schokolade mit dem säuerlichen Aroma der Himbeeren harmonieren, noch die Konsistenz der Schokostreusel mit der kremigen Glätte des Quarkes. (Seltsamerweise schmeckt jedoch Joghurtschokolade lecker, und Schwarzwälder Kirschtorte ganz besonders.)
Schließlich macht es Kokosmakronen zu süß, wenn man sie mit Marzipan zusammenklebt.
Marzipan ist ohnehin nur zusammen mit dunkler Schokolade (die ich pur nicht mag) zu genießen. Alleine ist Marzipan zu süß, und dunkle Schokolade zu bitter. Zusammen jedoch ergänzen sie sich optimal und bilden einen leckeren Konstrast.
So ist das auch mit Schaumküssen oder Dominosteinen. Dunkel sind sie köstlich, mittelbraun erträglich, aber weiß eindeutig zu süß. (Bei Amerikanern mag ich stattdessen am liebsten die weißen mit Zuckerguss.)
Den zu dicken Schokoüberzug auf Eis hatte ich bereits kritisiert, weil da die Schmelzpunkte nicht zusammenpassen.

Ein anderes Ärgernis ist, dass Chips oder andere Knabbereien so laut im Mund knuspern. Wenn ich dann gerade fernsehen will, ist das Knabbergeräusch im Mund so laut, dass die Signal-to-Noise-Ratio zeitweise so schlecht sein kann, dass man kaum etwas versteht.

Und ich finde es auch lästig, dass ich beim Sahnekefir (mit Ananas, Heidelbeeren oder Mango) immer erst selbst ewig umrühren muss, bis er schön gleichmäßig homogen ist. Bei normalen Fruchtjoghurt funktioniert es doch auch, ihn gleich gut durchmischt zu bekommen.

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Dreizehnhundertzwanzig

Die Blogparade „In welcher Welt willst du leben?“ läuft noch zwei Wochen.
Eigentlich mag ich solche spekulative Themen nicht, aber man kann ausnahmsweise schon mal ein wenig vor sich hinspinnen.

Ganz gewiss wünsche ich mir kein naives Eloision mit Friede, Freude, Eierkuchen. Deren paradiesisches Schlaraffenland wurde schließlich von den Morlocks unterhalten. TANSTAAFL.

Mein erster Impuls war, mir eine Welt zu wünschen, in der es keine Dummheit mehr gibt, und alle Menschen vernunftbasiert miteinander leben.
Dann jedoch bekam ich Bedenken, denn mit erhöhter Intelligenz ist auch ein zusätzlicher Ehrgeiz korreliert, der erst recht zu Konflikten führen könnte, oder andere unerwünschte Seiteneffekte (etwa intellektuelle Unterforderung und damit einhergehender Unzufriedenheit bei denen, die anspruchslose Arbeit verrichten müssen, die ja schließlich auch in einer wackeren Welt getan werden muss) ausgelöst werden könnten.
Also mache ich meinen Wunsch eine Nummer kleiner, und wünsche mir eine Welt ohne Religionen und sonstige irrationale Ideologien, wodurch auf einen Schlag radikaler Fanatismus und extremistische Hetze verschwunden wären.

Dass Religionen schon viel Leid über die Menschheit gebracht haben, ist leicht zu belegen. Dazu brauche ich noch nicht einmal aktuelle Ereignisse zu erwähnen. Es genügt, exemplarisch die Inquisition und Kreuzzüge nennen.
Wenn alle Menschen ihre Handlungen auf Realismus und Pragmatismus gründen würden, und ohne unsinnige Moralvorstellungen, hätten wir eine viel bessere Welt als diese, die durch Religionen und Idiologien verseucht ist.
Wenn jeder für sich selbst und seine Handlungen verantwortlich wäre, anstatt den Schwarzen Peter anderen zuzuschieben, oder auf einem Sündenbock herumzuhacken, der durch seine Weltanschauung vorgegeben ist, würde es um einiges fairer zugehen.
In dieser Welt wären Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortlichkeit so stark, dass sie Neid, Missgunst und überhöhtes Anspruchsdenken überwinden würden.
Überlegungen aus Spieltheorie und Ökonomie legen die Annahme nahe, dass rational agierende Menschen im wesentlichen kooperativ handeln würden, so dass Wohlstand für alle Leistungswilligen gewährleistet ist.

Ohne solche religiösen oder ideologischen Verblendungen gäbe es dann automatisch kaum noch double standards, selektive Wahrnehmung oder kognitive Dissonanzen.
Ein Utopia – ich weiß, es ist ja auch nur ein Gedankenspiel.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass Religion einen viel zu hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat. Offiziell gibt es zwar das Recht auf Religionsfreiheit, dennoch wird man immer wieder mit religiösen Bräuchen und Überzeugungen konfrontiert, mit denen man selbst nichts zu tun haben möchte.
Warum soll man beispielsweise am Karfreitag nicht tanzen dürfen? Wer das nicht machen will, den zwingt ja niemand dazu. Aber dies allen anderen ebenfalls zu verbieten, ist nicht gerechtfertigt.
In seinem stillen Kämmerlein darf ja jeder tun und lassen, was ihm beliebt. Aber bitte keine Außenstehenden damit stören und belästigen, keinen dritten Personen damit schaden.

Die Zeit, die für Religionsunterricht und Kirchenbesuche vergeudet wird, ließe sich viel sinnvoller nutzen – nämlich zur Weiterbildung und persönlichen Weiterentwicklung.
An unserer Staatsspitze stehen ein Pfarrer und eine Pfarrerstochter (im Namen einer Partei, die nach einer Religionsgemeinschaft benannt ist – und BTW nicht gerade zum Wohle der Bevölkerung).
Der Einzug von Kirchensteuer wird staatlich organisiert, was ich auch mit meinen Steuern mitfinanzieren muss.

Von einer Trennung von Kirche und Staat kann also keine Rede sein.

Man mag über Glockengeläute, Prozessionen, Kruzifixe in öffentlichen Einrichtungen, etc. hinwegsehen, aber wenn religiöse Traditionen über die körperliche Unversehrtheit wehrloser, kleiner Jungen gestellt werden, so geht das eindeutig zu weit.

Mein Wunsch wäre, dass die Gläubigen von selbst einsehen, dass es für ihr mythisches Weltbild keinerlei empirische Evidenz gibt. Selbst wenn man von einem agnostischen Standpunkt ausgeht, liefert Ockham rasiermesserscharf, dass die Hypothese von irgendwelchen übernatürlichen Wesen unplausibel ist. Ich für meinen Teil bin bereit, das vernachlässigbare Restrisiko billigend in Kauf zu nehmen, zumal die Gesellschaft in der Hölle mit Sicherheit interessanter wäre, als die im Himmel, sofern es so etwas gäbe.

Nun, dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen. Realistischer wäre es (auch wenn ich dafür leider keinerlei Anzeichen sehe), einen säkularen Staat zu konstituieren, in dem Religion reine Privatsache ist.
Ein Staat, der keine Kirchen und Glaubensgemeinschaften fördert und begünstigt, obwohl Religion durchaus geeignet sein kann, als Opium die Bevölkerung ruhig zu halten.

Mein Recht auf Religionsfreiheit kann ich nicht ausüben, denn überall nehmen sich Menschen heraus, aufgrund ihrer religiösen Befindlichkeiten Sonderrechte zugestanden zu bekommen.
Ich verlange ja auch nicht (obwohl es nur konsequent wäre), in Ausübung meines Glaubens an das Fliegende Spaghettimonster der heiligen Nudel in aller Öffentlichkeit huldigen zu dürfen (bzw. bin von einer Strafanzeige bedroht, wenn ich es trotzdem mache).

Machen wir uns endlich frei von Religion und anderem Schwachsinn!
RAmen.

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Dreizehnhundertneunzehn

Ist es Zufall, dass gerade heute, am Sysadmin-Day, das Angebot von Microsoft, kostenlos auf Windows 10 upzugraden, endet?

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Dreizehnhundertachtzehn

In der Fertigung werden gerade neue Maschinen eingebaut und installiert. Als ich vom Mittagessen zurückkam, fiel mir ein, dass ich ja einmal schauen könnte, wie es dort voran geht.

Ich betrat also den entsprechenden Raum, wo zwei Monteure in Arbeitsanzügen mehr oder weniger eifrig vor sich hinwerkelten. Der Ältere hatte eine Halbglatze, der Jüngere eine Frisur, die mich halb an Trump, halb an Milo erinnerte, nur etwas dunkler.
„Mahlzeit“, begrüßte ich die Monteure, „klappt alles? Kommen Sie gut voran?“
„Hm“, murmelte der Ältere.

Mit einem mürrischen „Hm“ wollte ich mich nicht zufriedengeben. Deshalb versuchte ich es mit einem anderen Ansatz.
Aus einer Einlassung im Boden standen mehrere etwa daumendicke Schrauben ungefähr 20 Zentimeter empor.
„Oh, das sind aber große Schrauben!“, rief ich bewundernd, „dafür brauchen Sie doch bestimmt auch großes Werkzeug!“
Milo-Donald setzte zu einer Antwort an, aber der Ältere schnitt ihm das Wort ab, und meinte: „Wir müssen hier arbeiten, Gnädigste.“

Gnädig bin ich schon mal gar nicht. Und die Chance, dass ich ihnen einen Kaffee oder sonst ein Getränk bringe, haben sie spätestens jetzt auch verspielt.
Also erwiderte ich hold lächelnd, aber sehr bestimmt: „Selbstverständlich. Und ich möchte mich jetzt nach Ihren Arbeitsfortschritten erkundigen.“

Offensichtlich nicht gerne, aber immerhin, erklärte mir der Ältere nun doch kurz, was sie bisher geschafft hatten, und was noch zu tun ist. Na, also.

Ich bedankte mich freundlich für die Auskunft, verabschiedete mich, und machte mich wieder selbst an meine Arbeit.

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Dreizehnhundertsiebzehn

Die mir gebräuchliche Benutzung von ASCII-Sonderzeichen wird heute fortgesetzt.
Wenn ich etwas vergessen habe, dürft ihr gerne in den Kommentaren ergänzen.

: Doppelpunkt
In manchen Programmiersprachen wird der Doppelpunkt zu unterschiedliche syntaktischen Zwecken genutzt.

; Strichpunkt, Semicolon
Viele Programmiersprachen nutzen den Strichpunkt, um einzelne Befehle voneinander zu trennen.

< Kleiner, > Größer
Kleiner- und Größerzeichen werden verwendet, um Zahlenwerte miteinander zu vergleichen. In der Physik nutzt man sie auch für die Bra-Ket-Notation, in HTML und XML für Tags.

= Ist gleich
Das Gleichheitszeichen vergleicht Zahlenwerte. Manche Programmiersprachen nutzen es (auch) als Zuweisungsoperator.

? Fragezeichen
Das Fragezeichen ist Wildcard für ein einzelnes Zeichen. In Javascript etwa lassen sich damit einfache Abfragen formulieren.

@ Klammeraffe, At-Zeichen
Das At-Zeichen trennt bei Mail-Adressen den local Part vom Rechnernamen bzw. Domain. Es wird bisweilen auch zur Variablenadressierung genutzt. Bei Social Media spricht man damit gezielt einen bestimmten Nutzer an.

[] Eckige Klammern
Eckige Klammern werden beim Programmieren hauptsächlich für Arrays genutzt. In der Physik verwendet man sie für Kommutatoren, und in der Mathematik z.B. für die Gauss’sche Klammerfunktion.

\ Backslash, Rückschräger
Der Backslash dient als Pathdelimiter, bei manchen Programmiersprachen auch zur Modulo-Berechnung. Bei LaTeX wird er für die Syntax gebraucht.

^ Hochhax, Circumflex
Mit dem Hochzeichen lassen sich Potenzen schreiben, oder auch hochgestellte Indizes. Bei manchen Programmiersprachen wird es bei Pointeroperationen benutzt.

_ Underscore
Der Underscore kann in Identifiern benutzt werden, und dient dort oftmals zur Abtrennung einzelner Worte, bzw. ersetzt Blanks. Bei LaTeX leitet er Subindizes ein.

{} Geschweifte Klammern
In vielen Programmiersprachen dienen geschweifte Klammern als Markierungen für Anfang und Ende eines Blocks, in anderen umschließen sie einen Kommentar. In der Mathematik benutzt man sie um die Aufzählung einzelner Elemente einer Menge einzuschließen. In der Physik sind sie als Antikommutator verbreitet.

| Pipe
Den senkrechten Strich setzt man zum Pipen ein, oder um zwei Elemente zu verodern, manchmal auch als Separator.

~ Tilde
Die Tilde dient meist als Negation.

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Dreizehnhundertsechzehn

Vor ein paar Tagen hatte ich Probleme mit einem meiner Hauptrechner. Mehrere Jahre lang war er im Grunde zuverlässig und stabil gelaufen, plötzlich stürzte er mir innerhalb weniger Stunden zweimal hart ab (ohne dass ich etwas außergewöhnliches gemacht hätte).
Der Monitor war eingefroren, und der Rechner reagierte auf keine Eingaben mehr. Ich musste ausschalten, und wieder neu hochfahren. Das bescherte mir Zeitverlust und auch einen kleinen Datenverlust (den ich aber wieder rekonstuieren konnte).
Zwei Abstürze innerhalb kurzer Zeit sind bedenklich. Das kann gerade noch Zufall sein, aber auch auf einen schweren Fehler hindeuten. Ich traute dem Rechner nicht mehr so ganz, beobachtete ihn erst einmal, währenddessen ich zur Sicherheit meine Daten zusätzlich sicherte.

Am Netzteil konnten die Ausfälle nicht liegen. Das arbeitete ununterbrochen vor sich hin. Die Temperaturen von Prozessor und Festplatte beobachte ich ohnehin. Da ist mir nicht ungewöhnliches aufgefallen. Die Stecker und Anschlüsse haben alle Kontakt. Das hatte ich erst kürzlich überprüft.
Obwohl ich einen Fehler des Betriebssystems oder einer Anwendung nicht ausschließen kann, fiel mein Verdacht auf das RAM.
Also löste ich die Riegel vorsichtig aus dem Mainboard, um sie anschleßend wieder neu einzusetzen.

Seither ist der Rechner nicht mehr abgestürzt, aber ich war auch teilweise auf andere Rechner ausgewichen, habe diesen Rechner weniger als sonst benutzt. Entwarnung möchte ich noch nicht geben.
Falls es in Kürze noch mal passiert, mache ich einen RAM-Test.

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Dreizehnhundertfünfzehn

„Anny, sag mal, hast du diesen Zettel auf meinen Schreibtisch gelegt?“, fragte Carsten, nachdem er den Raum betrat, in dem ich für gewöhnlich am Wochenende mein Notebook ausgebreitet habe, um ungestört zu arbeiten und Blogaktivitäten nachzugehen.
„Der Zettel?“, überlegte ich einen Moment, während ich schnell das Fenster mit Twitter wegklickte, „ach ja, da war letztes Wochenende eine Freundin von Verena da. Die wollte unbedingt wieder Kontakt aufnehmen.“

Er knüllte den Zettel zusammen, und warf ihn in den Papierkorb. „Wenn sie noch mal hier auftauchen sollte, dann sprich nicht mit ihr, sondern schick‘ sie weg.“
„Sowieso. Ich habe ohnehin nicht mehr mit ihr geredet, als notwendig. Warum legst du da ausdrücklichen Wert drauf?“

Carsten setzte sich auf den anderen Stuhl. „Ich sollte dir wohl sagen, dass ich mit ihr – das muss vor sieben oder acht Jahren gewesen sein, und nur ein einziges Mal – sexuellen Kontakt hatte.“
„Das war eine Freundin von deiner Tochter!“
„Sie ist ein paar Jahre älter, und war damals schon volljährig. Das eine Mal war schon zuviel. Sie hatte es darauf angelegt, als ich sie nach Verena’s Geburtstagsfeier nach Hause fuhr. Und ich hatte zu der Zeit schon länger gar keinen Sex gehabt.“

„Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. Ich wundere mich nur, dass ich dir angeblich immer ‚viel zu jung‘ war, aber bei ihr spielte der noch viel größere Altersabstand offenbar keine Rolle.“
„Der Unterschied ist, dass ich mit dir eine Beziehung wollte, von Nina aber nur Sex.“
„Und von mir keinen Sex?“ Diesen kleinen Shittest konnte ich mir in Anbetracht seines Eingeständnisses nicht verkneifen.
„Doch. Aber nicht nur. Du sollst wissen, dass ich mit keiner Frau so viel Spaß hatte wie mit dir, und dass ich nie erwartet hatte, jemals mit jemandem so glücklich zu werden.“
Mir geht’s mit ihm annelog, aber das muss ich ja nicht so ausdrücklich klarstellen.
„Hm .. „, antwortete ich also erst mal unbestimmt, und abwartend.

Während ich schon Maßnahmen plante, um das Platzen seiner Hose zu verhindern, musste ich aber noch eine Frage loswerden: „Was konkret meintest du mit ‚Das eine Mal war schon zuviel‘?“
„Das übliche Problem halt“, erklärte er, „ich mag es schön nass, große Schamlippen, und wo ich richtig tief reinstoßen kann. Das hat alles bei Nina nicht gepasst.“

Damit ließ ich die Sache dann auf sich beruhen. Schließlich gibt es auch einige Punkte in meinem Leben, bei denen ich nicht gerade Wert darauf lege, sie mit ihm diskutieren zu müssen.
In quasi christlicher Tradition hielt ich ihm meine anderen Backen hin.

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Dreizehnhundertvierzehn

Von einem neuen Kunden habe ich jetzt den Auftrag für eine Art Gutachten erhalten.
Das bedeutet für mich einiges recherchieren, annelysieren, auswerten, beurteilen und dokumentieren. Damit dürfte ich bis zu unserem Urlaub beschäftigt sein. Die Angelegenheit ist recht gut zu planen, und ich schätze, dass es zeitlich ganz gut aufgehen wird.

Irgendwie fehlt es mir, mal wieder ein Softwareprojekt from scratch zu entwickeln. Ich weiß gar nicht so recht, wohin mit meiner Kreativität. Da nützt mir auch dieses Gutachten nichts, das zwar beachtliches Geld bringen wird, aber nur Bestehendes ausarbeiten lässt.

Auch meine Leitung der Softwareentwicklung, und was ich sonst noch für die Firma mache, beanprucht zwar einiges an Zeit, kreativ ist das aber überhaupt nicht (von gelegentlichen Req Specs mal abgesehen, da ist aber aktuell nichts in Planung oder Arbeit).
Wenn ich die ganzen Führungssaufgaben nicht Carsten zuliebe auf mich nehmen würde, wäre mir diese ganze Verantwortung, und der Druck, ständig Entscheidungen zu treffen, und diese durchsetzen zu müssen, zu stressig, und ich würde es lieber bleibenlassen. Aber was bleibt mir anderes übrig? Irgendjemand muss es ja schließlich tun, und so kann ich Carsten wenigstens teilweise entlasten.

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Dreizehnhundertdreizehn

Freitag ist hier traditionell meistens dem Webmasterfriday gewidmet. Der hat aber jetzt zwei Wochen Sommerpause – also bis gerade dann, wenn mein Urlaub in Reichweite rückt (genaues Datum und Zeitraum stehen immer noch nicht fest).
Ich spiele mit dem Gedanken, heute nichts weiter substanzielles zu bloggen. Etwas aktuelles gibt es nicht (zumindest nichts, das schon spruchreif wäre – vielleicht morgen). Twitter hatte ich erst gestern. Passende Fülleinträge (die nicht wiederholen, was es erst kürzlich gab) habe ich im Moment auch nicht (und keine Lust, einen anderen Entwurf weiter zu schreiben, zumal ich gerade heute ziemliche Probleme mit meinem Rechner hatte).

Also begnüge ich mich damit, einen weiteren Jahrestag zu benennen. Fünf Jahre ist es bald her – damals war mein Blog noch ziemlich neu – als ich Carsten kennengelernt habe.
Ich habe mich oft gefragt, ob es mein Blog noch gäbe, wäre mein Leben damals anders verlaufen. Denn wenn ich zurückblicke, kam das Blog erst so richtig in die Gänge, als ich mit ihm näher in Kontakt kam. Vorher habe ich eher sporadisch gebloggt. Für das (halbwegs) regelmäßige Bloggen brauchte ich wohl eine gewisse Motivation (und auch ausreichend Stoff für Themen).
Da er derzeit geschäftlich wirklich stark eingespannt ist (ich hoffe, dass das unseren Urlaub nicht gefährdet, aber er hat mir versprochen, dass er das schon hinkriegt), verzichten wir dann auf irgendwelche Feierlichkeiten oder Geschenke (ich hab‘ zumindest noch nix).
Auch ohne feierlichen Anlass haben wir uns dagegen heute nacht wieder mal strafbar gemacht, indem wir uns nicht an die maßregelnden Maas-geregelten Gesetze gehalten haben, die paarungswillige Menschen zu Straftätern machen.
Dabei hat Carsten mir vor gar nicht langer Zeit erst gesagt, wie schön er es findet, dass er nachts jederzeit zu mir rüberlangen kann, und ich ihn niemals abwehre. Und auch ich mag es, nachts an ihm herumzugrabbeln. Das geht den Gesetzgeber rein gar nichts an!

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Dreizehnhundertzwölf

Seit einem Jahr blogge ich jetzt ausschließlich auf WordPress. Mehr als eine kurze Erwähnung gibt das aber nicht her, zumal ich ja erst kürzlich das fünfjährige Blog-Anniversarium gefeiert habe.
Die letzen Tweets liegen schon länger zurück, so dass ich heute mal wieder einen Schwung davon bringe.
Bevor ich die vom 5. bis 13. November 2015 wiederhole, möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich nach einer Pause auf dem Nühmphenblog dorf mit einem neuen 6-Teiler begonnen habe.
Es folgen die Tweets:

Und die Techfak ist schon so ein richtiges Schlaraffenland.
Verschreiber des Tages: Bauern statt Bayern
Verleser des Tages: promovieren statt probieren
Irgendwie waren die Mathestudenten heute besonders appetitanregend.
Neues auf dem Nühmphenblog: „Erfüllung“
Gefährliches Bloggen Elfhundertsechzehn
Warum gibt’s keine #Muellermilch mit (k)nackigen Männern?
Verleser des Tages: göttlich statt gütlich
Batch jetzt wieder fehlerlos durchgelaufen.
Grrrrrr! Und das Zurückmergen funktioniert auch nicht.
Och, nö! Jetzt ist die Working Copy auch noch auf die falsche Branch geswitcht! #ForkTheRepo
Jemand, der hinter einem steht, kann einem auch in den Rücken fallen.
Build macht Probleme. Muss Mittagspause ausfallen lassen.
Verschreiber des Tages: Nabel statt Nebel
Tweet me up! Elfhundertfünfzehn
Verschreiber des Tages: besamen statt beamen
Equidae mag ich nicht. Aber Hengste.
Verleser des Tages: „Mens Day“ statt „Men’s Day“
Urban Visit without Schuhplattler Elfhundertvierzehn
2000 Normseiten Blog
Wenn mich schon niemand drückt, dann spezifiziere ich eben jetzt die Keypress-Routine.
Ich fühle mich momentan so unterdrückt.
Ach, so heiß .. und stark .. Kaffee!
Verhörer des Tages: Popcum statt Popcorn
Verleser des Tages: Prozessoren statt Professoren
Auf den Punkt Elfhundertdreizehn
Verhörer des Tages: unfucked statt unchecked
Es geht doch nichts über einen Knüppel zwischen den Beinen.
Memo an mich: Nie mehr einem Mathematiker zum 40. Geburtstag gratulieren.
Verleser des Tages: kostenlos statt kontextlos
Eine Layer-8-EULA-Annekdote Elfhundertzwölf
Verleser des Tages: Männergeräusche statt Möwengeräusche
Heute ist der 100. August 2015
Verleser des Tages: Empirie statt Empire
Verhörer des Tages: Darmduft statt Damenduft
Digitale Annelogik Elfhundertelf
2^(2^2 * 3) = 0x1000 Tweets
Verleser des Tages: Putzhilfen statt Polizisten
How could anyone trust an anti-harassment organization which isn’t neutral, and whose founder spreads hate-tweets?
Wird die cis-Funktion potenziert, vervielfacht sich ihr Argument.
Verschreiber des Tages: Salat statt Staat
Typisch Blogger! Elfhundertzehn
Verleser des Tages: Prinzip statt Pickup
Ich bin ja offen für vieles, aber meine Sourcen bleiben closed!
The world would be a much better place without feminism.
Verhörer des Tages: Feynman statt Faymann
Jetzt auch noch James Bond 007! Als ob wir in der Politik nicht schon genug führende Nullen hätten.
breakpoint von N bis Z Elfhundertneun

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Dreizehnhundertelf

Es hat noch einmal mit dem Badesee geklappt, wird aber vorläufig das letzte Mal sein, denn Benjamin fährt in Kürze in Urlaub, und später dann ich, so dass wir so bald keinen gemeinsamen Termin finden werden. Und danach geht es schon auf den Herbst zu, und wir werden wohl auf das Hallenbad ausweichen.

So schusselig, zweimal hintereinander meinen Bikini zu vergessen, bin ich denn doch nicht, aber dass mein Bikinihöschen inzwischen so ausgeleiert ist, dass ich es nicht mehr tragen kann, musste mir wohl kurzzeitig entfallen sein, als ich gerade diesen Bikini auswählte.
So blieb uns nichts anderes übrig, als doch in der Nacktzone unsere Decken auszubreiten.
Das Schwimmen war schön entspannend. Anschließend saßen wir noch am Ufer, und Benjamin erzählte mir, dass Teresa ihn vor ein paar Tagen abends mit einem romantischen Abendessen mit Kerzen und Wein überrascht habe. Sie hatte sich sogar ein schickes Kleid angezogen, statt wie sonst üblich im Mutti-Schlabberlook herumzulaufen.
Auch wenn später das Kind wieder störte, sehe ich es doch als gutes Zeichen, dass sie sich zumindest wieder um ihren Mann bemüht.

Ich weiß gar nicht, ob ich – selbst wenn es sich ergäbe – so schnell noch einmal zum Badesee möchte. Ich hatte ja das letzte Mal schon geschrieben, dass sich da einiges zum Schlechteren verändert hatte.
Gestern fiel mir dann noch eine Gruppe Männer auf, eher dunkel und in einer mir unbekannten Sprache sprechend, die mit Badehosen bekleidet in der Nacktzone herumliefen, und vermutlich Fotos machten.

Und außerdem bin ich jetzt ganz furchtbar zerstochen von diesen elendiglichen Stechmücken. Kratzen und Spucke helfen nur bedingt.

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Dreizehnhundertzehn

Jedem der länger in der Blogosphere aktiv ist, und häufig kommentiert, passiert es früher oder später, dass ein Kommentar auf eine Weise beantwortet wird, die offensichtlich dazu dienen soll, jenen zu diskreditieren oder lächerlich zu machen.
Gehen wir nicht gleich vom worst case eines Trolls aus, sondern einfach von jemanden, der einen aus unerfindlichen Gründen nicht mag.
Eine freundlich-sarkastische Replik wäre schnell formuliert, und in der Tat juckt es in den Fingern.
Aber soll man wirklich antworten?

Manchmal bin ich schon der Versuchung erlegen, und habe etwas erwidert.
Aber eigentlich muss man doch nicht jeder Provokation nachkommen. Ich arbeite an mir, so etwas zu ignorieren, und habe bisweilen auch durchaus Erfolge verzeichnet.
Eine Erwiderung hätte den Nachteil, dass man sich darauf einlässt, und zwar auf einem Niveau, das man nicht selbst vorgegeben hat. Die Person erhält Aufmerksamkeit. Die Angelegenheit könnte eskalieren. Das ist es meist nicht wert. Es mag auch bei späteren Lesern als unsympathisch und zänkisch rüberkommen, insbesondere, wenn die einen nicht kennen.
Auf der Vorteilsseite dagegen steht, dass sich die betreffende Person hoffentlich richtig ärgern würde, und das ist ja auch etwas wert!

Reagiert man jedoch nicht, besteht die Möglichkeit, dass sich die Person weiterhin bestätigt fühlt, und spätere Leser, die die Zusammenhänge nicht kennen, einen falschen, ungünstigen Eindruck gewinnen.
Positiv dagegen wäre, dass man dem Affen nicht noch Zucker gibt, und ihn so aushungert, was ihn vielleicht noch mehr ärgert – wer weiß. Und die anderen Leser auf diesem Blog nehmen diese Person ohnehin schon lange nicht mehr ernst, und wissen, was sie davon zu halten haben.

Als sinnvoll hat sich das Vorgehen erwiesen, erst einmal abzuwarten. Eine sofortige Reaktion erwartet ohnehin niemand.
Und siehe da, während ich bereits einen Antwortentwurf formuliert habe, und mich noch sehr zurückhalte, ihn nicht sofort abzusenden, wurden bereits Antworten von anderen Kommentatoren gegeben. Zurechtweisend, ironisch, entlarvend, agree-and-amplify.
Danach sehe ich keinen Handlungsbedarf mehr. Es ist manchmal erstaunlich, von wem man Rückhalt erhält.

Ein anderes Dilemma tritt auf, wenn auf dem eigenen Blog zwei Kommentatoren einen Konflikt austragen. Inwieweit soll man da eingreifen?
Natürlich sind persönliche Beleidigungen oder Beschimpfungen absolut inakzeptabel, aber so weit muss es ja gar nicht eskalieren. Unvereinbare Meinungen bei einer Nebensächlichkeit können schon für einen unkonstruktiven Dialog ausreichen.
Wenn man die betreffenden Kommentatoren schon länger kennt, vielleicht sogar sehr schätzt, so dass man davon ausgehen kann, dass sie eigentlich nicht auf Krawall aus sind, hängt man sich besser nicht hinein, und lässt es sie am besten selbst austragen.
Etwas anderes ist es bei neuen Kommentatoren, oder bei solchen, bei denen man weiß, dass sie gerne mal provozieren oder sticheln.

Wieder ein anderes Problem kann sich beim Kommentieren ergeben, wenn sich eine Person durch Einsichtsverweigerung und moralisierende Scheinheiligkeit auszeichnet, sich regelrecht in ihrer begriffsstutzigen Selbstherrlichkeit suhlt.
Wie geht man mit solchen Personen um, insbesondere wenn ihr intellektuelles Niveau es nicht zulässt, feinsinnig-hintergründige Sticheleien zu verstehen, aber bei sachlicher Kritik an konkreten Äußerungen gleich beleidigt ist, und sich angegriffen fühlt? Freundliche Erklärungen versteht sie nicht, bei verständlichen Erklärungen ist sie eingeschnappt.

Kommentieren und kommentiert werden ist also grundsätzlich mit Konfliktpotential verknüpft, das manchmal nur schwer zu handlen ist.

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