Sommerzeit //1504

Auch wenn die Zeitumstellung schon wieder ein paar Tage her ist, kann ich hiermit meine Meinung dazu noch kundtun.
Das Umstellungen der Uhren im Frühjahr und Herbst ist immer lästig. Der Computer und einige Uhren machen das zwar automatisch, bei vielen Uhren muss man dennoch händisch nachhelfen.

Ursprünglich war die Sommerzeit mal dafür gedacht, Energie zu sparen. Ha! Schon schnell stellte sich heraus, dass der Effekt praktisch 0 war. Was man abends an Beleuchtung und Heizung sparte (wenn überhaupt – schließlich ermuntern die langen Abende zum länger Aufbleiben), verbrauchte man morgens zusätzlich. Die Umstellungen erforderten zusätzlichen Aufwand, und für den Organismus ist es ein kleiner Jetlag.
Da Sommerzeit in ganz (?) Europa gilt, ist deshalb nicht zu erwarten, dass sie in den nächsten Jahren abgeschafft wird. Das würde ein einheitliches Vorgehen erfordern, denn kein Land will alleine der Vorreiter sein.

Nun, ich persönlich schätze es sehr, wenn es abends bis zehn Uhr hell ist. Deshalb finde ich es gar nicht wünschenswert, die Sommerzeit abzuschaffen. Morgens wird es zwar später hell, aber das ist nur die ersten ein oder zwei Wochen unangenehm, danach gibt es sich.
Eine Möglichkeit, um die Zeitumstellung zu umgehen, wäre auch, im Winter einfach die Sommerzeit zu belassen. Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass es erst um neun Uhr am Morgen hell wird, tröstet mich auch nicht der Gedanke, dass es dafür zum Ausgleich bis fünf Uhr Nachmittag hell bleibt.
Dagegen könnte ich mir ein Szenario vorstellen, dass zwölf Tage lang jede Nacht die Uhr um fünf Minuten verstellt wird. Solange man das per Hand machen müsste, wäre es nervig. Aber es einem Computer oder einer Digitaluhr beizubringen, wäre kein Problem. Dann könnte man auch gleich die Zeiteinheiten flexibel strecken oder stauchen, nicht begrenzt auf zwölf Tage im Frühjahr oder Herbst, sondern kontinuierlich und ohne unstetigen Zeitsprung das ganze Jahr über, je nach dem, wie lange das Tageslicht andauert.

So ähnlich war es auch schon irgendwann früher. Da wurde die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfach in 12 gleichlange Teile geteilt.
Aber auch wenn man bei einer festen, linearen Skala bleibt, wäre es doch überlegenswert, im Sommer bereits um sieben Uhr (Zonenzeit) mit der Arbeit zu beginnen, und im Winter erst um acht. Dann bräuchte man nicht mehr die Uhr umzustellen, sondern die allgemeinen Arbeits- und Geschäftszeiten würden sich verschieben. Dadurch würden einzelne Personen durchaus an Flexibilität gewinnen, und man sparte sich das lästige Uhrenstellen.

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Ein Tag im Zoo – O-o! //1503

Eigentlich hätte es ein schöner Ausflug in den Zoo werden sollen.
Eigentlich. Hätte.

Carsten und ich waren am Vormittag aufgebrochen. Wir holten Verena und ihre Kinder ab, und fuhren gemeinsam in den Zoo. Zwar hatten wir es Sonja und Lukas angeboten, uns zu begleiten, aber sie wollten nicht mitkommen.
Es war uns von vornherein bewusst, dass wir höchstens durch Zufall mal ein paar Minuten für uns an einem ungestörten Ort finden würden, und rechneten deshalb von vornherein nicht damit.

Im Zoo war es zuerst angenehm, wenn auch noch etwas kühl. Wir betrachteten die Tiere: Affen, Zebras, Giraffen, ..
Sophie wollte alles ganz genau sehen, während Niklas im Buggy halb vor sich hindöste.

Wir waren schon etwa eine Stunde im Zoo, als uns – quelle surprise! – Fiona und Corinna über den Weg liefen. Verena muss wohl Fiona von dem geplanten Ausflug informiert haben, und die hatte nichts besseres zu tun, als mit Corinna zu arrangieren, ebenfalls hierher zu kommen.
Da wir es kaum hätten verhindern können, dass Fiona und Corinna den gleichen Weg einschlagen, ließen wir es halt zu, dass sie mit uns liefen.
Dass auch Corinna ihre Rechnung für das Mittagessen im Zoorestaurant von Carsten übernehmen ließ, war zwar schon recht dreist, störte ihn aber nicht so sehr, um eine Diskussion deswegen zu beginnen.

Wenn Corinna nicht gerade irgendwelche Parolen und id[eolog|iot]ische Buzzwords von sich gab, kicherte und knutschte sie demonstrativ und provokativ mit Fiona.
Carsten und ich ignorierten ihr Verhalten, aber Verena verlor die Geduld, und sie fuhr Fiona an: „Hör auf, dich hier so peinlich aufzuführen! Auch noch vor den Kindern! Wie du dich hier benimmst, da hätte Mama sich für dich geschämt.“
Schnell eskalierte der Dialog, und gipfelte in Fiona’s Ausruf: „Das musst gerade du sagen, mit deinen zwei Bastarden!“
Bevor der Streit noch weiter ausarten konnte, wandte ich mich an Carsten (der etwas weiter wegstand, aber kurz davor war dazwischenzugehen): „Das ist doch bestimmt nicht gut, wenn die Kinder das mitanhören.“
„Du hast recht.“ Er schnappte sich Sophie und setzte sie sich auf die Schultern. Sie quiekste vor Vergnügen. Ich schnappte mir den Buggy mit Niklas, und beeilte mich, Carsten zu folgen, der sich vom Schauplatz des Streits entfernte.
Nach einer Wegbiegung wurde er langsamer, und nahm Sophie wieder von seinen Schultern. „Du, Opa“, wollte sie wissen, „was ist denn eine Pastarde?“
„Äh .. ein Bastard .. das ist ein Kind, wenn seine Mama und sein Papa nicht zusammenwohnen“, erklärte Carsten zwar nicht ganz korrekt, dafür aber kindgerecht verständlich.
Verena kam uns wenige Minuten später nach.

Da die Kinder inzwischen schon recht müde waren, dehnten wir den Zoobesuch nicht mehr lange aus, sondern fuhren schon relativ früh wieder heim.
Fiona und Corinna haben wir nicht mehr gesehen.

Wenigstens wurde es für Carsten und mich noch ein besonders schöner, erfüllender Abend mit Maaslosigkeiten, die allerdings wieder mal ein paar blaue Flecke verursachten.

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No Sweets, but Tweets //1502

Wer heute etwas Süßes hier erwartet, ist falsch. Statt Sweets gibt es meine Tweets vom 6. bis 20. Juli 2016. Read and enjoy.

Busting bugs instead of ghosts
Eiskaffee und Eistorte .. das wär’s doch jetzt!
Verhörer des Tages: Maasrede statt Hassrede
Verleser des Tages: Godess statt Goodness
Gewässert Dreizehnhundertelf
Badeseewetter. Diesmal hab ich einen Bikini eingepackt.
Verleser des Tages: Vulkan statt Vatikan
Kommentator-Interaktionen Dreizehnhundertzehn
Wenn das Eis am Stiel zwischen die Oberschenkel fällt ..
.. but my words like silent raindrops fell ..
Verhörer des Tages: Pornokosten statt Stornokosten
Ich streiche „Ja“ aus meinem Wortschatz, und ersetze es durch „Neinnein“.
Verleser des Tages: Samenleiter statt Entwicklungsleiter
Eine Besucherin Dreizehnhundertneun
Nerdy-dirty Lyrik auf dem Nühmphenblog: „Down“
2^2^2 * 3 * 5^3 Tweets
Verleser des Tages: „tückische Regierung“ statt „türkische Regierung“
Bääh, so viele Hunde unterwegs. #takebackthestreets #takebackfeldwaldwiese
Verschreiber des Tages: Peniscope statt Periscope
Putengeschnetzeltes
Special Symbols (part 1) Dreizehnhundertacht
In der Türkei wird geputscht, und im Radio labern sie über Pokemon.
Mitte Juli – Eiseskälte
Besser über den Cosinus sinnieren, als über den Asinus.
Wie kommt man auf die doofe Idee, in Himbeerquark Schokosplitter reinzutun?
Verschreiber des Tages: Moppelmoral statt Doppelmoral
Unbebildertes Dreizehnhundertsieben
Ach nein, was hab ich jetzt Lust auf Doggy!
Und wieder ein unbemannter Abend.
Kaffeekonsum hoch. Fetter Käfer annihiliert.
Immer gut, wenn man einen Schraubendreher in der Handtasche hat.
Hardware-Probleme .. Zum Glück nur beim Computer, der mir gecrasht war. Kein Boot-Device gefunden. Vermutlich Stecker locker. Geht wieder.
Verleser des Tages: celibate statt celebrate
Was bin ich wieder zerstochen!
Eh[r|e]liche Gespräche Dreizehnhundertsechs
Es ist natürlich einfacher, kritische Meinungen als #hatespeech zu bezeichnen, als sich damit auseinanderzusetzen.
Verleser des Tages: Kannibalisierung statt Kanalisierung
Nein! zu #Neinheisstnein
Retour Dreizehnhundertfünf
Bald geht’s wieder heim.
Nein, was ist das Wochenende schön!
Ich bin dann mal weg Dreizehnhundertvier
Personen, die sich selbst als „sehr nett“ bezeichnen, mangelt es an Selbsterkenntnis und Selbstreflektion.
Verleser des Tages: Nirvana statt Niveau
Vergoogler des Monats Dreizehnhundertdrei

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Beobachtung von unterwegs //1501

Meistens gehe ich früh zu Fuß zum Büro, am Spätnachmittag wieder zurück.
Während ich am Morgen für gewöhnlich den kürzesten Weg nehme, mache ich nachmittags – sofern das Wetter mitspielt – gerne einen kleinen Umweg.

Dabei komme ich durch einen recht engen und verwinkelten Fußweg. Rechts und links sind Mauern, Zäune oder Sträucher.
Gerade an der engsten Stelle und Wegbiegung steht jedes Mal – wirklich jedes Mal, obwohl die Uhrzeit ziemlich streut – eine ältere Frau. In einer Hand ein Smartphone, in der anderen eine Zigarette. Manchmal ist sie alleine, aber oft auch mit einer (wechselnden) anderen Frau. Dann ist sie halt nicht in ihr Smartphone vertieft, sondern ratscht mit der anderen (die häufig ebenfalls qualmt).
Da der Weg dort so schmal ist, kann ich nicht ausweichen, und muss durch den Rauch an ihr vorbei.

Keine Pointe. Wollte ich nur mal erwähnen.

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Es fluktuiert //1500

Manchmal tut sich personalmäßig längere Zeit überhaupt nichts, dann wieder häufen sich die Ereignisse.
Kaum hatte ich mich damit arrangiert, dass eine Mitarbeiterin von Herrn Grau für mich völlig unerwartet in die Elternzeit geht, hat jetzt einer meiner Mitarbeiter gekündigt.

Er bat mich zunächst um ein vertrauliches Gespräch, das ich selbstverständlich gewährte.
Er will sich selbständig machen, und beendet somit seinen Arbeitsvertrag fristgemäß zum dreißigsten Juni (inzwischen habe ich es auch schriftlich).
Ich erklärte ihm, dass ich durchaus Verständnis für seinen Wunsch habe, sein Fortgehen allerdings – auch im Namen der ganzen Firma – sehr bedauere, obwohl ich natürlich seine Entscheidung respektiere und ihm viel Erfolg wünsche.

Auch wies ich ihn darauf hin, dass berufliche Selbständigkeit grundsätzlich mit Risiken verbunden ist, und derzeit gerade bei IT-Freelancern die Tendenz leider zur (befristeten) Anstellung oder gar Leiharbeit geht.
Er nahm das zur Kenntnis, hat aber wohl schon ein Konzept und einen Businessplan, so dass er sich nicht umstimmen ließ. Nun ja – mehr als warnen kann ich nicht. Das muss er selbst wissen, und auch die Konsequenzen selbst tragen.

Er erkundigte sich, ob er vielleicht schon früher als Ende Juni gehen kann. Ihm steht sowieso noch Urlaub zu und er hat auch einige Überstunden angesammelt.
Ich machte ihm keine feste Zusage, sondern muss selbst erst mal schauen, wie ich das alles organisiere.

Das ist so ziemlich mein bester Mann. Zuverlässig, flott, kaum Fehler. Er hat umfangreiches Spezialwissen, so dass er in jedem Fall eine Lücke hinterlässt. Einige Male hat er mich auch vertreten, wenn ich selbst z.B. im Urlaub war. Diesen Verlust kann ich nicht ohne Neueinstellung abfangen, und auch dann nur mildern.
Ich überlege jetzt, wer von meinen Mitarbeitern am besten seine Aufgaben übernimmt. Vielleicht teile ich sie auch auf zwei Mitarbeiter auf. In der Zeit, in der er noch hier arbeitet, muss er sein Wissen noch weitergeben, und den oder die Nachfolger so gut wie möglich einarbeiten.
Wie auch immer, brauche ich jetzt einen neuen Mann, der ganz von vorne hier anfangen soll, um Aufgaben des oder der Nachfolger zu übernehmen.
Ich muss also sofort mit der Personalabteilung zusammen eine Stellenausschreibung anstoßen (selbstverständlich streng geschlechterneutral formuliert, aber mit starker Betonung auf Leistungsorientierung). Die erforderliche Qualifikation ist schwer zu benennen. Ein guter SW-Entwickler muss nicht unbedingt Akademiker sein. Demnächst (aber wohl nicht mehr vor Ostern) stehen dann wieder Bewerbungsgespräche an.

Selbstverständlich wird der gekündigt habende Mitarbeiter bei seinem Ausscheiden ein ausgezeichnetes, wohlwollendes Arbeitszeugnis von mir bekommen. Das hat er verdient, auch wenn er es vielleicht nie brauchen wird.

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Über „nette“ Männer und (H)aushalten //1499

Von meiner Cousine Kathrin stammt der Ausspruch: „Such dir am besten einen netten Mann und heirate. Dann brauchst du nicht mehr zu arbeiten.“
Das muss man im damaligen Kontext sehen.

Es war die Zeit, als ich von Carsten getrennt war. Kathrin arbeitete damals in seinem Vorzimmer als Bürohilfe, und konnte ihren Chef nicht leiden. Sie wollte mich also mit einem ihrer Bekannten verkuppeln, weil dieser ja so „nett“ war – sprich ein langweiliger, rückgratloser, durchsetzungsschwacher Ja-Sager.
Als ich mich nicht auf ihre Verkupplungsversuche einließ (und des lieben Friedens willen Zeitmangel wegen Arbeit vorschob), fielen die oben genannten Sätze.

Kathrin’s Situation damals war, dass sie in Trennung von ihrem ersten Ehemann lebte, aber zusammen mit einem neuen Freund. Es blieb ihr aber aus finanziellen Gründen nichts anderes übrig, als zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Da sie keine nennenswerte Qualifikation hatte, hatte ich ihr zumindest diesen Job bei Carsten verschafft.
Nach einer kurzen Affäre mit einem Unternehmensberater beendete ihr Freund das Verhältnis, als er davon erfuhr.
Kathrin kündigte bei Carsten, und zog wieder heim zu ihren Eltern.

Dort wollte sie als (Änderungs-)Schneiderin arbeiten. Ich war skeptisch gewesen, weil ihre Nähkünste zwar für den Hausgebrauch gut waren, aber professionellen Ansprüchen nicht genügten. Tatsächlich gab es wohl kaum eine Nachfrage nach ihren Diensten, nur gelegentlich ergab sich einmal ein Auftrag, so dass Kathrin wohl im Wesentlichen ihren Eltern auf der Tasche lag.
Ziemlich schnell lernte sie dann ihren Florian kennen, und schon recht bald wurde ihr Kinderwunsch erfüllt. Sie zog dann mit Florian zusammen, blieb aber in der Nähe ihrer Eltern. Deren Haushalt führt sie noch mit, da sie inzwischen nicht mehr so richtig fit sind, zwar noch nicht pflegebedürftig, aber die allgemeinen Arbeiten, die in einem Haushalt tagtäglich anfallen, fallen ihnen schon schwer. Dann ist da auch noch die hochbetagte Oma mütterlicherseits, für die zwar zweimal am Tag eine Pflegerin von der Sozialstation kommt, aber das reicht nicht aus.
Außerdem hilft Kathrin einem benachbarten Handwerksmeister bei seiner Büroarbeit (meines Wissens nur als Nachbarschaftshilfe und ohne offiziellen Vertrag), und verdient sich dadurch noch ein Taschengeld dazu (hat ihre Beschäftigung bei Carsten doch so viel gebracht, dass sie wenigstens etwas gelernt hat).

Auch wenn sie selbst bald ihren Florian heiratet, ist ihr oben genannter Spruch für sie nicht in Erfüllung gegangen. Sie arbeitet im eigenen, familiären Haushalt und dem ihrer Eltern, betreut ihr Kind und ihre Oma. Sie macht Schreib- und Näharbeiten, soweit Bedarf besteht. Ihre Milchmädchenrechnung ist also für sie selbst nicht aufgegangen.

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Vierzehnhundertachtundneunzig

Auch wenn ich Startrek sehr mag (strenggenommen nur die Originalserie mit der Enterprise), mag ich nicht alles, das mit „Star“ beginnt. So ist mir beispielsweise diese Kaffeekette zuwider. Nicht nur, dass sie dort stark überhöhte Preise haben, und es einen ganz normalen Kaffee kaum gibt, ist das Kuchenangebot überhaupt nicht verlockend.
Aber eine Filiale dieser Kaffeekette sah ich so ziemlich als erstes, als ich mir – seit langem – wieder mal Zeit für einen Stadtbummel genommen hatte. „Zeit genommen“ bedeutete diesmal etwa anderthalb Stunden einschließlich Café-Besuch.

Als ich durch das Einkaufszentrum lief, hatte ich den Eindruck, dass die Leute immer hässlicher werden – gepierct, fett, .. – und es kommt mir vor, als würden sie immer kleiner. Letzteren Eindruck hatte ich zuletzt in meiner Jugend. Aber damals lag es an mir selbst, weil ich so schnell wuchs. Dies kann ich jetzt ausschließen. Muss wohl eine subjektive Wahrnehmungsverzerrung sein. Denn auch schon früher begegnete mir trotz flacher Schuhe kaum jemand auf Augenhöhe, so dass mir gar nichts anderes übrigbleibt, als drüber hinweg zu sehen.

Ich legte mir einen neuen Cord-Rock zu. Nichts besonderes, aber für Freizeit im Frühling oder Herbst reicht er. Für den Winter wäre er zu kurz, und für den Sommer ist der Stoff zu dick.
Dann hatte ich mir eine taillierte Bluse gekauft, aber mir nicht die Zeit genommen, sie auch anzuprobieren. Prompt ist die Taillierung viel zu weit oben, was doof aussieht. Ich wollte auch mal wieder etwas weiter Ausgeschnittenes, aber so halsfern, wie ich erwartet hatte, ist der Ausschnitt doch nicht. Eigentlich hätte ich wissen können, dass die Bluse nicht passt. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass mir Konfektion einfach zu kurz ist.
Dafür passt mir das T-Shirt, das ich mir ebenfalls zugelegt hatte, und das sowohl vorne als auch hinten so tief ausgeschnitten ist, dass ich befürchtete, es würde mir dauernd über die Schultern runterrutschen, ganz gut.

In der Unterwäsche-Abteilung gab es Unmengen von gesäßbedeckenden Slips, aber keine Strings. Wenn überhaupt, trage ich aber nur noch Strings. Carsten mag die anderen an mir nicht, und betreibt seine Art Stringforschung auf diese Weise.

Ich widerstand dem Impuls, in einen Bücherladen zu gehen. Erstens habe ich kaum Zeit zum Lesen, zweitens lese oder bestelle ich bei Bedarf online, und drittens ist leider, leider das Niveau gerade von Neuerscheinungen völlig in den Keller gegangen. Diese Enttäuschungen möchte ich mir nicht mehr antun.

Wie verabredet traf ich Carsten im Elektronikmarkt. Gemeinsam gingen wir, weil wir eh schon in der Nähe waren, noch kurz in ein Schuhgeschäft, wo ich aber natürlich wieder mal nichts passendes fand, das mir gefallen hätte, und nichts gefälliges, das mir gepasst hätte.

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Vierzehnhundertsiebenundneunzig

Tag-und-Nacht-Gleiche. Hurra! Es geht aufwärts. Der Winter ist vorbei! (Strenggenommen erst in ein paar Stunden, nämlich um 11:29 Uhr UTC+1, aber so pingelig müssen wir auch nicht sein.)

Ich habe wieder mal von Kathrin gehört. Sie will in absehbarer Zeit ihren Florian heiraten, und hat Carsten und mich zur Feier einladen.
Ihr Kind ist inzwischen schon über zwei Jahre alt – ja, die Zeit vergeht.
Ich kann mir kaum noch vorstellen, dass Kathrin tatsächlich über anderthalb Jahre in Carsten’s Vorzimmer gearbeitet hat. Das ist jatzt auch schon wieder drei Jahre her. Ihre Versuche, mich mit einem „netten“ Mann zu verkuppeln, sind erst recht schon so lange her, dass sie gar nicht mehr wahr sind, und ich inzwischen darüber schmunzeln kann.

Da wir das betreffende Wochenende noch nicht anders verplant haben, nahmen wir die Einladung an, und werden dann mal wieder in meine alte Heimal fahren.
Bloß überlege ich jetzt schon, was für ein Geschenk wohl angemessen wäre. Die Brautleute haben zwar einen Hochzeitstisch in einem Kaufhaus in der Kreisstadt. Aber das nützt mir nichts, schließlich will ich nicht extra deswegen dorthin fahren.
Andererseits erwägen wir, am Hochzeitswochenende dort in einem Hotel zu übernachten. Dann könnten wir am Sonntag noch einen Miniurlaub einlegen.

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Vierzehnhundertsechsundneunzig

Der starke Druck veranlasste mich, nachts kurz nach drei aufzustehen, um meine Blase zu entleeren.
Das passiert mir in der Nacht zum Glück nur sehr selten. Ich hatte wohl am Vorabend mehr getrunken als sonst.
Mein Rücken schmerzte, weil .. äh.. ich blöderweise am Vorabend höchst unsanft damit auf der Bettkante gelandet war.

Während ich mich im Dunkeln in Richtung Toilette tastete, fiel mir wieder ein, über was ich mir abends, bevor ich eingeschlafen war, noch Gedanken gemacht hatte. Dies war nichts außergewöhnliches gewesen, weshalb ich es jetzt nicht konkret benennen möchte.

Mich fasziniert nur dieser Mechanismus des menschlichen Geistes, der solche Erinnerungen ohne konkrete Veranlassung wieder abrufen kann.
Bevor ich aufgestanden war, hatte ich keinen Gedanken daran verschwendet. Vielleicht erinnerte ich mich noch an meinen Traum. Ich weiß es nicht mehr. Schon seltsam, dass man sich an Träume manchmal noch kurz nach dem Aufwachen erinnert, aber selbst wenn man sie sich noch bewusst macht, verfliegt die Erinnerung daran spätestens im Laufe des Tages.

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Vierzehnhundertfünfundneunzig

Seit der Abmahnung hatte Herr Grau sich einigermaßen ruhig verhalten, zwar keinen Enthusiasmus gezeigt, aber auch nicht offen opponiert.
Aber wie so oft kommen Probleme gerade von einer unerwarteten Seite.

Herr Grau teilte mir mit, dass die Mitarbeiterin in seiner Abteilung, die für einige Bibliotheksmodule und bestimmte Datenbankangelegenheiten zuständig ist, momentan in Mutterschutz ist, und in Kürze in Elternzeit gehen will. Das heißt, eine Stelle wird vorübergehend vakant.
Da ich es vor einiger Zeit abgelehnt hatte, einen ausscheidenden Mitarbeiter zu ersetzen, wird es ohne diese Mitarbeiterin wirklich eng, so dass diesmal ein Ersatz notwendig wird.
Ich habe Herrn Grau also mitgeteilt, dass er die leere Stelle befristet für ein Jahr neu besetzen darf. Nach diesem Jahr werden wir weitersehen, ob noch Bedarf besteht. Vielleicht kommt dann die Mitarbeiterin aus der Elternzeit zurück, oder es ist dann weniger zu tun. Dann müssen wir die Ersatzkraft auch wieder einfach loswerden können. Wenn sie doch noch gebraucht wird, dann können wir ja weitersehen.

[Wobei ich schon mal bemerken muss, dass (jetzt weniger auf diese konkrete Stelle bezogen, sondern eher allgemein) ein befristeter Mitarbeiter, der fleißig und zügig arbeitet, und ein großes Pensum schafft, seine eigene Stelle eher überflüssig macht, als einer der langsam und fehlerhaft arbeitet oder herumtrödelt.
Das „Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit“ führt dazu, dass der faule, langsame Beschäftigte für die gleiche Arbeitsmenge mehr Geld bekommt als der flottere und geschicktere – eine Variante des Weinbergmodells, die Tüchtigkeit bestraft und Inkompetenz belohnt.]

Ärgern tut mich an der ganzen Angelegenheit am meisten, dass Herr Grau es nicht für nötig gefunden hat, mir im letzten halben Jahr oder so mal mitzuteilen, dass diese Mitarbeiterin schwanger war. Er muss es ja gewusst haben, während die beantragte Elternzeit mich vor vollendete Tatsachen stellte, und ich jetzt ganz kurzfristig entscheiden musste, wie es weitergeht.
Das Problem, einen geeigneten Nachfolger zu finden, hat aber jetzt Herr Grau, und das wird auch nicht von heute auf morgen gehen, zumal die Gegend dort recht unattraktiv ist, und gute Leute normalerweise keinen befristeten Arbeitsvertrag wollen.
Eine Alternative wäre im Prinzip ein externer Mitarbeiter, sei er selbständig oder Leiharbeiter. Aber das ist mir zu teuer, zumal er ja auch noch eingearbeitet werden muss, bis er einigermaßen produktiv ist.
Wenn Herr Grau niemanden findet, muss er selbst sehen, wie er zurecht kommt. Hätte er mir die Schwangerschaft der Mitarbeiterin rechtzeitig kommuniziert, hätte ich anders planen können, und er hätte sich früher nach einer Vertretung umsehen können.

Und nur, um keine vielleicht wesentliche Information zu unterschlagen:
Diese Mitarbeiterin ist noch nicht lange dort eingestellt, vielleicht seit einem guten Jahr bis anderthalb Jahren oder so. Das heißt, ich hatte damals zwar schon mit der Software-Entwicklung an Standort 4 zu tun, und die oberste Verantwortung, hatte es aber Herrn Grau überlassen, wen er einstellt. Das war die erste Frau in dieser Abteilung gewesen, aber für mich weit weg, und insofern sah ich es eher als Herrn Grau’s Problem, weshalb ich damals kein Veto einlegte.
Übrigens hatte ich diese Mitarbeiterin bei meinem letztjährigen Besuch bei Standort 4 kurz kennengelernt. Sie erschien mir damals als weitgehend unauffällig.

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Vierzehnhundertvierundneunzig

Im Laufe des Lebens erlebt man einiges, macht verschiedene Erfahrungen, lernt, ..
Vor allem in der Kindheit und Jugend wird man dabei stark von Eltern und Lehrern, später von anderen Personen und Medien beeinflusst.
Anfangs nimmt man das noch kritiklos auf, aber bei vielen Menschen (leider bei weitem nicht bei allen) kommt irgendwann der Punkt, an dem sie diese Aussagen anderer hinterfragen.
Vieles wird man bestätigen können, aber einiges auch nicht. Eine gewisse Skepsis ist aber eigentlich nie verkehrt.
So bilden sich nach und nach eigene Meinungen, Ansichten und Überzeugungen.
Manche Erlebnisse verstärken diese wieder, andere können Zweifel wecken, und in einzelnen Fällen kann es auch dazu kommen, dass man seine eigene Meinung grundlegend überdenken muss und sogar revidiert.

Wenn jemand grundlegend anderer Ansicht ist, als alle anderen, muss er da grundsätzlich falsch liegen? Die Mehrheit hat nicht immer recht. Über Naturgesetze kann man nicht abstimmen, und es ist der Natur wurscht, ob man ihre Gesetze gut findet oder nicht.
Inwieweit ist das Stehen zu den eigenen Überzeugungen Beharrlichkeit und Konsequenz, oder nur noch Starrsinn, Unbelehrbarkeit und Unflexibilität?

Personen, die keine Tatsachen und sachlichen Argumente akzeptieren, darf man ohnehin nicht ernstnehmen. Ein konstruktiver Dialog ist mit ihnen nicht möglich, da sie bei abweichenden Ansichten nicht versuchen, diese zu widerlegen, sondern einen stattdessen persönlich angreifen.
Solche Leute glauben das, was sie glauben wollen. Und das entspricht nicht immer den realen Gegebenheiten.
Aber auch bei rationalen Menschen entstehen durch unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe verschiedene Gewichtungen, Bewertungen und Deutungen des gleichen Sachverhalts. Mit diesen lässt sich zumindest diskutieren, auch wenn man nicht immer einen Konsens findet.

Oft überlege ich, ob meine – über die Jahre gefestigten – Überzeugungen tatsächlich so zutreffen, wie ich das glaube (und wie es meine Filterbubble zu bestätigen scheint). Manchmal verunsichert es mich schon, wenn mir andere mit nachvollziehbaren Argumenten widersprechen, und ich bekomme Zweifel.
Aber wenn ich mir dann die Fakten ins Gedächtnis rufe, dann bestätigen die wieder genau das, was ich vertrete. Oder habe ich mich inzwischen nur so verrannt, dass ich andere Sichtweisen gar nicht mehr wahrnehmen kann?

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Vierzehnhundertdreiundneunzig

Für gestern war wieder ein Hallenbadbesuch geplant gewesen. Ich sag es gleich – es hat wieder nicht geklappt.

Ich war verabredungsgemäß zu Benjamin in die Uni gefahren, und hatte aus aktuellem Anlass torusförmiges Schmalzgebäck vom Bäcker und einen Rest selbstgemachten Ananaskuchen mitgebracht.
Wir konnten die wesentlichen Arbeitspunkte durchsprechen, wie wir es vorgesehen hatten.
Unter anderem hatte ich in seinem neuesten Paper beim Korrekturlesen eine Stelle gefunden, die ich nicht wirklich verstand. Als Benjamin sie mir zu erklären versuchte, merkte er, dass die Formatierung nicht passte.

Bei unserem Gespräch stellte sich dann noch heraus, dass seine Versionsverwaltung, die ich ihm einst installiert hatte, nicht mehr funktioniert.
Ich war dann längere Zeit damit beschäftigt, die Versionsverwaltung wieder zum Laufen zu bekommen, schaffte das schließlich auch. Allerdings gingen ein paar ältere Versionsständer verloren. Aber immerhin geht es jetzt wieder.
Da dies länger gedauert hatte, als beabsichtigt, ließen wir das Schwimmen ausfallen. Ein andermal.

Eine abendliche Pina Colada mit Carsten rundete den Tag ab.

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Vierzehnhundertzweiundneunzig

Wieder mal ist Pi-Tag.
Ich verweise vor allem auf meinen Eintrag von 2013 und die Pi-Hymne von 2015.

Den diesjährigen e-Tag hatte ich zum Anlass genommen, über Elektronen zu bloggen.
Was liegt näher, als am Pi-Tag einmal nicht über die allbekannte Kreiszahl zu schreiben, sondern über Pi-Mesonen, oder kurz Pionen.

Wer hat sich noch nie die Frage gestellt, wodurch Protonen und Neutronen in einem Atomkern zusammengehalten werden. Klassisch betrachtet, müssten die Protonen ja durch die Coulombkraft elektrisch abgestoßen und auseinandergetrieben werden.
Es muss also da noch etwas anderes sein.
Die prä-quarkige Antwort darauf sind Pionen als Austauschteilchen zwischen den Nukleonen, wodurch sich die Kernkraft erklären lässt.

Pionen sind Hadronen, die aus zwei Quarks bestehen (übrigens werde ich zur Feier des Tages meine Quark-Hexalogie auf dem Nühmphen-Blog fortsetzen, und damit die zwei ersten Generationen beenden), genauer gesagt, aus einem Quark und einem Antiquark der ersten Generation. Damit ergibt sich der Spin 0. Es handelt sich also um (pseudo-)skalare Teilchen, die als Bosonen der Bose-Einstein-Statistik genügen.

Die Pionen spielen für quantenchromodynamische Prozesse eine wichtige Rolle, da sie die die leichtesten Mesonen sind. Bei Zerfällen können die geladenen Pionen die elektrische Ladung aufnehmen.
Während die elektrisch neutralen Pionen meist elektromagnetisch in zwei Photonen zerstrahlen, bleibt den geladenen nur die schwache Wechselwirkung, um weiter zu zerfallen.

Gedenken wir also heute der Pionen, die dazu beitragen, dass unsere Welt im Innersten zusammenhält.
Huldigt der transzendenten Zahl Pi! Lobpreiset die virtuellen Austauschpartikel! Halleluja! HosiAnne!

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Vierzehnhunderteinundneunzig

Wir hatten uns einen gemeinsamen Spaziergang längst verdient, und als am Wochenende die Sonne schien, nutzten wir die Gelegenheit für einen kleinen Ausflug.

Im Wald war uns zu viel Schatten. Die Feld- und Wiesenwege waren teilweise noch zu matschig. Also entschieden wir uns, entlang des Radwegs zu einem Nachbardorf zu laufen, wo ein Bäcker ein kleines Café betreibt.
Die Kuchenauswahl dort ist zwar nur dürftig, aber immerhin gibt es Sahnetorte.

Als wir auf dem Rückweg etwa Richtung Nordwesten liefen, ergab es sich, dass Carsten seinen Schatten auf mich warf, da ich ja immer rechts gehe, und nachmittags die Sonne aus Südwest scheint – wie man sich mit Grundkenntnissen aus Astronomie, Geophysik, Strahlenoptik und Projektionsgeometrie leicht selbst überlegen kann.
Es blieb mir nicht viel anderes übrig, als einen halben Schritt hinter ihm versetzt zu laufen, um die Sonne im Gesicht spüren zu können.

Nach unserer Rückkehr war ich müde, so dass ich mich etwas hinlegte. Leider erfüllte sich meine Hoffnung nicht, dass Carsten mir dabei Gesellschaft leisten würde, so dass ich schon bald wieder aufstand, um meinem Glück selbst nachzuhelfen, was mir im zweiten Anlauf dann auch gelang.

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Vierzehnhundertneunzig

Wenn es sich ergibt, dann nutze ich das Wochenende ganz gern, um alte Tweets wiederzubeleben. Die folgenden hatte ich zwischen dem 20. Juni und 5. Juli 2016 verfasst.

„This page can’t be displayed.“ *grmbl*
Selektive Rechtschreibschwäche: „.. die yonisierende Wirkung des Erektions ..“ #Quantenphik #LargeHardonCollider
Wenn es Bloggern schlecht geht Dreizehnhundertzwei
Heute nacht ist mir so ein wunderschöner Tweet eingefallen. Aber jetzt am Morgen habe ich ihn vergessen.
CIO hat Mitbringsel von seiner Hochzeitsreise verteilt.
Verleser des Tages: Buchhalter statt Becherhalter
„Er hat ihn reingebracht“. Wenn Fußball keine Rapekultur ist, was dann?
Nichtige Taufe Dreizehnhunderteins
Verschreiber des Tages: Sex statt See
Samstagabend einer vernachlässigten Geschäftsführersgattin Dreizehnhundert
Dieser Workaholic! Naja, das Wetter eignet sich eh nicht für Outdoor.
Zwar nicht mehr ganz aktuell, aber phalls jemanden die Prüfbestimmungen für Kondome interessieren
Regen, Arbeit, Jetlag, .. und morgen Familienfeier.
Verleser des Tages: „offene Hose“ statt „offene Hetze“
Waldgorhythmus Zwölfhundertneunundneunzig
Verleser des Tages: #watschlente statt #wasichlernte
Kommentarauswertung 2. Quartal 2016
Wer sich in Gefahr begibt .. Zwölfhundertachtundneunzig
Wie habe ich eigentlich früher ohne Blog und Twitter meine Zeit vergeudet?
Verleser des Tages: Spanner statt Spinner
Am Badesee Zwölfhundertsiebenundneunzig
Nur suboptimales Badewetter .. aber naja .. trotzdem!
Es zeugt nicht von Selbstwertgefühl, von #Mansplaining genervt zu werden.
Verleser des Tages: monsters statt mothers
Reality rules! Zwölfhundertsechsundneunzig
Verhörer des Tages: „Komm mal“ statt Komma
Alle meine Follower sind herzlich zu meiner 5-Jahre-Jubiläums-Blogparty eingeladen.
Blog-QuintAnnium – BP@BP Zwölfhundertfünfundneunzig
Bis Freitag keine Unterdrückung für mich. *seufz* #Unbemannt
Verschreiber des Tages: Sevens statt Servers
Ge-Chef-tsreise Zwölfhundertvierundneunzig
Verleser des Tages: Explosion statt Exposition
Zwei kopulierende Fliegen mit einem Streich erschlagen. – Welch schöner Tod!
Verhörer des Tages: Tastatur statt Diktatur
Interview mit mir auf dem Jüngling-Blog
Tweets and more Zwölfhundertdreiundneunzig
Verhörer des Tages: kynophob statt gynophob
Laune des Chefs im Keller. #Brexit
So heiß. Her mit dem Eis! Zwölfhundertzweiundneunzig
Verleser des Tages: Forschung statt Forum
Männerhetze ist politisch korrekt und gesellschaftlich akzeptiert
Recognition Fail Zwölfhunderteinundneunzig
Our world would be a much better place without feminists poisoning the relationship between men and women.
Verleser des Tages: consent statt contest
Jeder Mann, der die #Straßenseite wechselt, unterstellt der Frau feministische Paranoia.
Abkürzungen von N bis Z Zwölfhundertneunzig
Furchtbar, wie die Natur den 90°-Winkel privilegiert!
Der längste Tag Zwölfhundertneunundachtzig
5 PM T t
Verhörer des Tages: Sonnensystem statt Sonnencreme
Annelytische Beziehungstipps Zwölfhundertachtundachtzig

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Vierzehnhundertneunundachtzig

Heute bin ich genau seit fünf Jahren mit Carsten zusammen. (Die zweieinhalb Monate Trennung zähle ich zukünftig nicht mehr, die sind inzwischen weniger als 5 Prozent, und somit vernachlässigbar. Selbst wenn man die Zählung erst danach begönne – also ohne Totzeitverlängerung – wären es inzwischen über vier Jahre nonstop, davon dreieinhalb Jahre verheiratet.)
Es ist also durchaus angebracht, mich mal wieder daran zu erinnern, wie es damals dazu kam.

Ich hatte niemals nach einer Beziehung gesucht (im Gegenteil – sobald ich den Eindruck hatte, dass einer meiner früheren Lover mehr als nur Freundschaft und Sex von mir wollte, ging ich sofort auf Abstand).
Das war und ist meine erste Beziehung, und wird – aller Voraussicht nach – auch meine letzte sein.

Wir hatten nicht nur einfache Zeiten, sondern auch schwierige. Eine Beziehung, die nicht an Problemen zerbricht, wird dadurch umso stärker.

Nach unserem Kennenlernen hatten wir meist nur subtil und eher indirekt miteinander geflirtet. Wir hatten ja eine berufliche Verbindung, und waren beide professionell.
Ich hatte auch Vorbehalte, weil ich unsere inzwischen enge Freundschaft und unser vertrauensvolles Verhältnis zueinander nicht wegen ein wenig Sex auf’s Spiel setzen wollte. Hätte es zwischen uns sexuell nicht so gut gepasst, und wäre unser erstes Mal miteinander enttäuschend verlaufen, wäre es sicher schwierig, wenn nicht unmöglich, gewesen, wieder zu einem unbefangenen platonischen Verhältnis zurückzufinden. Es ist leichter, einen guten Liebhaber zu finden, als einen guten Freund.
Und Carsten hielt mich für zu jung für sich, so dass er unser Verhältnis zueinander nicht forcierte. Vielleicht wäre es sonst bei einer Affäre geblieben, wer weiß.

Wir sind glücklich miteinander, gerade weil unsere Beziehung nicht auf romantischen Sentimentalitäten beruht.

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Vierzehnhundertachtundachtzig

Schon aus einiger Entfernung hatte ich gesehen, dass jemand auf dem Firmen-Parkplatz die dort gehenden Personen ansprach.
Als ich näher kam, erkannte ich Corinna (obwohl sie eine hässliche gehäkelte Mütze mit zwei unförmigen Zipfeln trug, in fast dem gleichen Rotton wie mein Kopftuch).
Ich trat also auf sie zu, und fragte, was sie hier zu suchen hätte.

„Ich weise auf den Weltfrauentag hin“, erwiderte sie, wollte mir ein Flugblatt in die Hand drücken, und laberte weiter: „.. um gegen die Ausbeutung durch neoliberale patriarchale Herrschaftsstrukturen zu protestieren, und gegen männliche Gewalt ..“
Den Zettel ignorierend, unterbrach ich sie, und erklärte ihr unmissverständlich: „Sie befinden sich hier auf Privatgrund. Ich fordere Sie hiermit auf, dieses Gelände unverzüglich zu verlassen.“
„Mit welcher Berechtigung?“, fragte sie aufsässig zurück.

Offiziell habe ich zwar irgendwelche Vollmachten, aber (noch) kein Hausrecht. So genau kann sie das aber nicht wissen. Also bluffte ich (in der Gewissheit, im Sinne des Inhabers zu handeln): „Mit dem Recht des Hausherren spreche ich ein Hausverbot aus.“
Sie schien zu überlegen, entschied sich dann offensichtlich, meiner Aufforderung Folge zu leisten, und platzierte sich stattdessen weiter vorne auf dem öffentlichen Gehsteig neben der Parkplatzeinfahrt.

Ich ging dann in das Gebäude hinein, betrat aber zuerst die Pförtnerloge, wo außer dem Pförtner auch Verena anwesend war, die an einem kleinen Schreibtisch saß.
„Da ist draußen so eine Frau auf dem Parkplatz“, begrüßte sie mich, „die alle Mitarbeiter anspricht.“
Ich verschwieg ihr, dass es sich dabei um die Flamme ihrer Schwester handelte (verzichtete sogar auf einen Hinweis, dass sie keine „Mitarbeiter“ sondern höchstens „Kollegen“ habe) und erzählte, dass ich sie bereits vom Grundstück verwiesen hätte. Sie solle ein Auge darauf haben, dass sie den Parkplatz nicht wieder betrete, und keinesfalls in das Gebäude gelange. Im Zweifel solle sie sich nicht scheuen, die Polizei zu rufen.

Als ich nach oben in mein Büro ging, sah ich Corinna noch durch ein Gangfenster unten an der Straße stehen. Spätestens mittags war sie dann aber verschwunden.

Ich kam erst abends dazu, den Geschäftsführer über den Vorgang zu informieren (da er den ganzen Tag geschäftlich unterwegs gewesen war, während ich hier die Stellung hielt). Er nahm die Angelegenheit stirnrunzelnd zur Kenntnis, und bestätigte die Gültigkeit des Hausverbots (das – sofern meine juristischen Kenntnisse zutreffen – dadurch endgültig wirksam wurde).

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Vierzehnhundertsiebenundachtzig

Carsten saß abends auf dem Sofa, und las in einem Fachbuch.
Ich rutschte den Couchtisch etwas zur Seite und stellte mich unmittelbar vor ihn, so dass er kurz aufblickte, und etwas unverständliches brummte.
Ich zog mein eines Bein rechts von ihm hoch, das andere links von ihm, und kniete mich so eng vor ihn auf das Sofa.
„Anny nein, jetzt nicht“, murmelte er unwillig.
Ich ließ mich davon jedoch nicht beirren, ließ mich auf seinem Schoß nieder, öffnete seine Hose, und machte maaslos weiter.

Da dies einer der unvollendeten Entwürfe ist, dürft ihr für den Rest euer Kopfkino anwerfen.
(Ja, ich weiß schon, dass ich mich damit – wieder mal – schuldig einer Straftat gemacht habe.)

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Vierzehnhundertsechsundachtzig

Frank hatte mir eine Mail wegen einer technischen Frage geschickt. Ich telefonierte zurück, und gemeinsam konnten wir das Problem schnell lösen.

Dann erzählte er mir, dass er seine Selbständigkeit aufgeben musste, und jetzt bei einer Leiharbeitsfirma angestellt ist. Sein früherer Hauptkunde wollte seinen Projektvertrag nicht mehr weiterführen. Angeblich hat er sämtliche Verträge mit externen Dienstleistern gelöst, weil er Probleme befürchtete, sie könnten als Scheinselbständige eingestuft werden.

Jetzt verleiht die Leiharbeitsfirma Frank an diesen Kunden, wobei sowohl er als auch der Kunde draufzahlt.
Profitieren tun davon nur die Leiharbeitsfirma und die Sozialversicherungen. Für den Kunden ist es viel teurer, und Frank nimmt deutlich weniger ein.
Dunkel erinnerte ich mich, dass ich kürzlich in der c’t eine ähnliche Geschichte gelesen hatte – scheint derzeit also durchaus nicht unüblich zu sein.

Ich antwortete Frank, dass ich da früher auch schon mal Ärger hatte, aber inzwischen mit solchen Problemen nicht mehr rechnen muss, da ich im Begriff bin, eine Teilhaberschaft bei meinem Hauptkunden zu übernehmen, und dort auch aktiv als Geschäftsführerin arbeiten werde.
Leider habe ich vergessen, Frank zu fragen, was mit seinen anderen Kunden ist, ob er für die noch tätig werden darf, und wenn ja, in welcher Form. Ein Rückschritt ist die neue Situation für ihn allemal. Ich schätze, dass er vorher ähnlich gut verdient hat wie ich. Als Leiharbeitnehmer ist er finanziell bei weitem nicht mehr so gut gestellt.

Wir unterhielten uns dann noch ein wenig weiter über Privates. Seine Frau hatte eine Vollzeitanstellung gefunden, aber dann kam dazwischen, dass er als Leiharbeiter nun direkt beim Kunden arbeiten müsse, also nicht mehr daheim sei, wenn sein Kind aus der Schule kommt. Weshalb seine Frau dann noch in der Probezeit gekündigt habe, und nun nach einer Teilzeitbeschäftigung suche, was aber schwierig sei.
Ich bestätigte, dass gerade Stellen, die sich auf den Vormittag beschränken, rar sind, da zahllose Mütter mit schulpflichtigen Kindern auf diesen Markt drängen, während es fast unmöglich sei, jemanden für den Nachmittag zu kriegen. Ich erwähnte noch kurz, dass meine Stieftochter ebenfalls auf der Suche sei, ihre Kinder aber noch etwas jünger sind.

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Vierzehnhundertfünfundachtzig

Vor ein paar Tagen wurden auf diesem Blog 2^3 * 5^5 Kommentare erreicht, was ich als Anlass nahm, wieder einmal eine ausführliche Kommentarstatistik zu veröffentlichen.

Daraufhin hat mich jemand gefragt, wie ich es geschafft habe, diese Liste zu erstellen.
Dazu habe ich eine selbstgeschriebene Software, die ursprünglich noch aus blog.de-Zeiten stammt. Damals musste ich noch jeden einzelnen Blogpost automatisiert herunterladen. Bei WordPress genügen Exportdateien, die man vom Dashboard aus anfordern kann.
Von vornherein hatte ich die Oberfläche ohne optische Highlights designt, schlicht ein paar Standard-Kontrollelemente ohne Chic. Das Programm ist auch nicht auf Performance optimiert, denn so selten wie ich es nutze, macht es nichts, ein paar Sekunden warten zu müssen.

Nach meinem Blogumzug waren einige Änderungen und Anpassungen an die Funktionalität nötig, so dass die Oberfläche des Programms inzwischen recht durcheinander wirkt. Ich hatte auch nie Zeit, da ein vernünftiges Error-Handling einzubauen, und Dokumentation gibt es erst recht nicht.

Immerhin komme ich jetzt mit Sonderzeichen zurecht (was einen Compilerwechsel nötig machte), und habe kürzlich noch einen Käfer zermatscht, der die Anzahl der Kommentatoren in den neueren Versionen zu hoch angegeben hatte.
Trackbacks erkennt das Programm inzwischen recht zuverlässig. Die alten Trackbacks, die noch von blog.de stammen, allerdings nicht immer.

Das Programm erkennt einzelne Kommentatoren nur am Nickname. Bei unterschiedlichen Schreibweisen oder Wechsel des Pseudonyms kann das Programm nicht wissen, dass das eigentlich die gleichen Personen sind.
Dafür stammt der „Gelöschte Benutzer“ noch von blog.de, und fasst mehrere Kommentatoren als eine einzige Person zusammen.

Ein recht neues Feature ist die Verlinkung der Websites des Kommentatoren, was ich seit einiger Zeit auch für das Widget mit den Top-Kommentatoren in der Sidebar nutze (ja, das gab’s früher schon mal, habe ich aber nach dem Blogumzug nicht mehr gemacht, stattdessen das Community-Widget, das mir aber auf Dauer nicht gefiel).

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Vierzehnhundertvierundachtzig

Wieder mal sind etliche Suchanfragen zusammengekommen, die ich hier zu eurem Amüsement mit Anmerkungen versehen habe.

„schule wichsen“
Das muss Schuhe statt Schule heißen.

„wordpress verlinkung innerhalb einer seite“
Manuell einen Anker setzen mit a name=. Aufruf mit #.

„entfernungen schätzen spiel“
Aufgrund eines Hobbys kann ich Längenangaben um die 20 Zentimeter sehr genau per Augenmaß schätzen.

„layer-8“
Im OSI-Modell befindet sich der zwischen Tastatur und Stuhl.

„schwesterchen 1409“
„Schwesterlein wann gehn wir nach Haus“ ist ein altes deutsches Volkslied, das ich früher gerne gesungen habe.

„sie will keinen kontakt mehr“
Dann wird auch Kontaktspray nicht helfen.

„aufgerichteter schwanz“
Ein aufrichtiges Zeichen der Freude nicht nur von Katzen.

„sappho and friends“
Kein Interesse.

„keine antwort vom server“
Geht pingen?

„latex kleidung selber machen“
Mit LaTeX könnte man ein interessantes Motiv erstellen, und dann auf den Stoff bügeln.

„ich schlampe blog“
Naja, meine aktiv-schlampigen Zeiten sind vorbei.

„unyx is not google“
Und Gnu ist nicht Bing.

„beratervertrag für wein und schnittchen“
Auf Kaffee und Sahnetorte ließe ich mich da eher ein.

„kristina zwanzig“
Nee, sie ist noch nicht einmal ein Jahr alt.

„latex in der stadt“
Wo immer Formelsatz benötigt wird, ist LaTeX das Programm der Wahl.

„computerprobleme“
Ein weites Feld.

„spam mail blockieren outlook“
Da habe ich den Spamfilter abgeschaltet, und mache das selbst händisch. Geht bei Akismet leider nicht, und es landen immer wieder False Positives beim Spam.

„der product key konnte nicht überprüft werden“
Vielleicht einfach später noch mal versuchen? Booten, anderer Browser, ..

„wordpress rest api deaktivieren“
Es lässt sich ja noch nicht mal Akismet deaktivieren.

„latex deutsche umlaute“
Backslash und Anführungszeichen voranstellen.

„urinal mit deckel“
Damit habe ich nun wirklich keine Erfahrungen.

„baustauballergie“
Ich erinnere mich nicht, dass davon hier jemals die Rede war.

„strumpfhose freund“
Mit Strumpfhosen kann ich mich nur im Winter anfreunden.

„blumen zum geburtstag verschicken“
An meinem Geburtstag beschäftige ich mich anders.

„puppenwagen blau“
Gibt es wohl in vielen Farben. Ich hatte als Kind einen mit rot-blau kariertem Bezug.

„mathe 2.klasse mal rechnen“
Wird in der 2. Klasse Arithmetik im Zahlenraum natürlicher Zahlen bis 1000 gelernt?

„stante pene“
So muss das sein!

„lichtblick strom“
Meine Prognose: Die Strompreise werden noch weiter steigen, und Stromausfälle häufiger werden.

„mathcad alternative“
Beispielsweise Matlab.

„puppenwagen angebot“, „puppenwagen auf rechnung“
Ein Puppenwagen ist durchaus erschwinglich.

„wc sitz kaufland“
Ich vermute, dass es bei anderen Bezugsquellen eine größere Auswahl gibt.

„erotikstory entstellt in der schule“
Nun ja, in der Schule sollte man die allzu expliziten Anteile vielleicht entfernen.

„zollformular 1463“
Äh .. ich weiß nur, dass 39 Zoll etwa ein Meter sind.

„google algorithmus update“
Google ändert seine Algurithmen immer wieder, wenn auch recht intransparent.

„is mir egal“
Wurscht.

„urlaub weihnachten wohin“
Überlegen kann man das nicht früh genug. Die Entscheidung und Buchung hat aber noch Zeit.

„negativ geladenes elementarteilchen“
Zum Beispiel Myon.

„komm zeig bh hüfthalter“
Müssen irgendwo in meiner Kommode herumliegen.

„sexix abmahnung“
Eine Abmahnung kann leider manchmal schnell geschehen.

„rgb grautöne“
Wenn alle drei Farbkanäle den gleichen Wert haben, erscheint dies grau.

„kiss bang love 36 fragen“
36 Fragen sind schon zu verschiedenen Themen gestellt worden.

„bikini vergessen nackt badesee“
Tja, manchmal bin ich halt so schusselig ..

„computer-probleme“
Die sind vielschichtig.

„ehelosigkeit kreuzworträtsel“
Nicht zu verwechseln mit Keuschheit.

„penisstimulation“
Da gibt es diverse Möglichkeiten.

„besser spät als nie komma“
Seh‘ ich auch so.

„updates werden verarbeitet 100 abgeschlossen schalten sie den computer nicht aus“
Das kann noch dauern.

„musik produktiv code promo“
Wenn ich Code schreibe, bin ich besonders produktiv, wenn ich im Hintergrund Musik höre.

„bluescreen memory_management“
Ein Speichertest würde nicht schaden.

„adaway kopieren fehlgeschlagen“
Hä?

„frauenberuf im hotelfach“
Zimmermädchen?

„der verdruss“
Wie traurig.

„masturbation abwechslung“
Dazu kann ich nichts sagen.

„kaufmännischer begriff“
Da gibt es viele.

„bin eine schlampe“
Die aktiven Zeiten sind vorbei ..

„michelson experiment“
Da wird ein Laserstrahl mit Hilfe von Spiegeln in zwei verschiedene Wege aufgespalten. Über die Phasenverschiebung lässt sich der Laufzeitunterschied berechnen, und von da aus Rückschlüsse auf die Lichtgeschwindigkeit ziehen.

„buben strumpfhosen“
Ist für Babys und Kleinkinder AFAIK üblich, für ältere Buben nicht mehr.

„vorgesetzte kreuzworträtsel“
Vorgestellte oder vorgelegte Kreuzworträtsel sind eher denkbar als nachgesetzte.

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Vierzehnhundertdreiundachtzig

Bügelt ihr eigentlich eure Bettwäsche?
Meine Mutter macht das immer, meine Schwester, glaube ich, auch.
Mir war das immer zuviel Aufwand, zumal man das spätestens nach der ersten Benutzung sowieso nicht mehr sieht.

Normalerweise lege ich die Bettwäsche lediglich zusammen, um sie im Schrank zu verstauen. Das Spannbetttuch knülle ich nur irgendwie.
Bloß beim Bettüberzug muss mir Carsten helfen. Alleine ist das zu umständlich (da fehlen mir einfach ausreichend viele Arme), während es zu zweit ganz leicht und schnell geht. Wir ziehen den Überzug ein wenig in Form, und falten ihn zweimal in Längsrichtung. Die abschließenden Faltungen quer dazu schaffe ich dann alleine.
In unserem Wochenenddomizil hatte ich der Haushälterin ziemlich bald gesagt, dass sie keinen Weichspüler verwenden soll. Ich mag Handtücher nicht so labberig weich, sondern ziehe sie schön griffig, und vor allem geruchsneutral vor.

Um Carsten’s Anzüge und Hemden kümmert sich nach wie vor die Haushälterin, während ich seine Unterwäsche und Socken meist bei mir mitwasche. Bei seiner Freizeitkleidung ist es mal so, mal so – wie es sich gerade ergibt.
Dafür landen gelegentlich auch Sachen von mir in der Dreckwäsche, um die sich die Haushälterin kümmert. Wenn sie eh zur Reinigung muss, kann sie genauso ein Kostüm von mir mitnehmen, und auch meine empfindlichen Blusen bügelt sie besser, als ich das könnte.

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Vierzehnhundertzweiundachtzig

Mag sein, dass ich das eigentliche Thema der Blogparade „Digitalisierung: Was passiert da gerade eigentlich?“ etwas verfehle, aber bevor man sich über irgendwelche Folgen, Konsequenzen oder Auswirkungen auslässt, sollte man erst einmal die Grundlagen kennen.

Digitalisieren bedeutet, analoge, häufig kontinuierliche Daten in einen diskreten, beschränkten Wertebereich abzubilden. Der Begriff kommt vom lateinischen „digitus“ – Finger. Man zählt also etwas mit den Fingern ab.
Unsere herkömmlichen, elektronischen Computer kennen nur zwei Zustände – Strom fließt xoder Strom fließt nicht – die man logisch als Wahr oder Falsch, bzw. als Eins und Null interpretieren kann. Diese Informationsmenge entspricht einem Bit.

Durch die Nutzung mehrerer Bits lassen sich mit Hilfe des Binärsystems größere (natürliche) Zahlen bilden. 8bit, also 1 Byte ergeben den Wertebereich zwischen 0 und 255, nämilch 2^8 Werte. Mit 16bit kommt man schon deutlich weiter, ein vernünftiges, praxistaugliches Rechnen ist ab 32bit möglich.
Für Gleitkommazahlen gibt es den IEEE-Standard, der eine bestimmte Anzahl von Bits für Mantisse, Exponent und Vorzeichen festlegt. Auf weitere Details werde ich jetzt nicht näher eingehen. (Dass die Architektur von 64bit-Prozessoren keine Extended 80bit-Gleitkommazahlen mehr unterstützt ist ärgerlich.)

Außer Zahlen benötigt man Strings, also Zeichenketten, die aus einzelnen Zeichen bestehen.
Der ASCII-Code (bzw. seine Erweiterung ANSI) benutzt 7 (bzw. 8) Bits um Buchstaben, Ziffern, einige Sonderzeichen und Steuerzeichen darzustellen. Mit 128 (bzw. 256) unterschiedlichen Zeichen kommt man jedoch nicht weit, weshalb Unicode oder UTF-8 einen weit größeren Bereich ermöglichen.
Für Texte wird häufig noch eine Formatierung gewünscht, die ebenfalls digital dargestellt werden muss. Exemplarisch nenne ich HTML, dass Formatierungen (d.h. strenggenommen Markup) durch ASCII-Tags (oder mit CSS) darstellt, und PDF, bei dem ein binärer Ansatz verfolgt wird.

Bilder (bzw. Ausgaben auf Monitor oder Drucker) werden dadurch digitalisiert, indem man sie zeilen- und spaltenweise auf einzelne Pixel aufteilt (ich beschränke mich hier auf Rastergraphik). Jeder einzelne Pixel hat eine Farbe, die man mit RGB so beschreiben kann, dass Rot-, Grün- und Blaukanal jeweils 256 Werte annehmen können.
Auch für Töne existieren bestimmte Digitalisierungsverfahren. Gemeinsam mit den Bildern (und erst recht Filmen) haben sie gemeinsam, dass ganz schnell sehr große Datenmengen zusammenkommen, für die dann spezielle Komprimierungsmethoden entwickelt werden müssen, die den Informationsverlust gering halten, aber die Datenmengen wesentlich reduzieren.
Ich nenne als Beispiele JPEG für Bilder, und MP3 für Audiodaten.

Auch ausführbare Programme (im Gegensatz zu zu interpretierenden Scripts) werden so in einem binären Format abgespeichert, dass das Betriebssystem, auf dem das Programm später laufen soll, etwas mit der Datei anfangen kann. Der Compiler wandelt dazu die Textdateien mit dem Quellcode in das fertige Executable um.

Als letztes Beispiel für Digitalisierung nenne ich TCP/IP, das Datenverkehr im Internet ermöglicht. Bei IPv4 werden 4 Bytes für die IP-Adresse genutzt, und ein genau festgelegtes Protokoll sorgt auf Bit-Ebene dafür, dass die Daten vom anfordernden Client zum Server kommen, und umgekehrt.

Die große Kunst der Digitalisierung besteht also darin, messbare Größen so in Bits zu zwängen, dass diese eindeutig bestimmt sind, und vom Computer weiterverarbeitet werden können, sowie zusammengehörende Daten systematisch zusammenzufassen und zu strukturieren.
Dazu werden z.B. Datenbanken benutzt, in denen einzelne Datensätze, bestehend aus mehreren Datenfeldern, relational mit anderen verknüpft werden.
Das kann beliebig kompliziert werden. Über verschiedene Probleme mit XML-Dateien (die sich für einfache, nicht zu umfangreiche Datenbanken nutzen lassen) habe ich schon gelegentlich gebloggt.

Mein Job als Programmierschlampe war es, bestimmte Probleme so in Bits und Bytes zu fassen, sie mit Hilfe von Prozeduren oder Objekten als Algorithmen verständlich für Computer zu formulieren, der sie dann durch seine Rechenleistung lösen kann.
Bestimmte Berufsgruppen leben also von der Digitalisierung, während die Allgemeinbevölkerung immer abhängiger von Computern wird, indem zunehmend Gehirnleistung outgesourcet wird. Die Menschheit verlernt das eigenständige Denken. Dies sehe ich als die eigentliche Gefahr der Digitalisierung. Digital Natives sind häufig nur noch Digital Naives.

Mir ist klar, dass ich einiges stark vereinfacht habe, aber mehr auf Spitzfindigkeiten einzugehen, hätte den Text zu sehr aufgebläht. Schließlich sollen auch Laien so einen Überblick gewinnen können, und die Nerds unter euch Lesern wissen das eh alles bereits. Mehr Genauigkeit brächte auch keinen Erkenntnisgewinn, weshalb ich mich meist bemühe, die Informationsmenge kompakt darzustellen, und zu optimieren.

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Vierzehnhunderteinundachtzig

Eigentlich soll die IT-Infrastruktur bei allen Standorten einheitlich sein, aber Standort 2 hinkt bei der Migration hinterher, da sich unerwartete Schwierigkeiten ergeben haben.

Ich beratschlagte also mit Joachim, dem hiesigen IT-Leiter.
Gemeinsam kamen wir zum Beschluss, einen der hier tätigen IT-ler für einige Wochen dorthin zu entsenden. Nur remoter Zugriff würde wohl nicht ausreichen, wäre zumindest zu beschwerlich und umständlich.
Es kamen zwei Mitarbeiter in Frage, die sich mit den spezifischen Problematiken gut auskennen. Der, den wir vorzugsweise hätten einsetzen wollen, ließ sich allerdings nicht überzeugen, temporär bei Standort 2 zu arbeiten.

Aber wenigstens stimmte der andere zu. Wenn er dort erfolgreich ist, wird sich das nach seiner Rückkehr sicherlich auszuzahlen. Ich sehe schon mal eine Bonuszahlung vor.
Auch wenn Familienväter i.A. engagierter arbeiten, so sind Singles dafür flexibler.

Zwar wird die vorübergehende Abwesenheit dieses Mitarbeiters hier durchaus eine Lücke hinterlassen, aber ich denke, dass wir solange schon ohne ihn auskommen. Wenn er z.B. krank wäre, müsste es ja auch gehen.

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Vierzehnhundertachtzig

Die meisten Körpergewebe und -flüssigkeiten haben eine spezifische Dichte von wenigen Prozent mehr als Wasser. Eine Ausnahme ist das Knochenmaterial, das aufgrund des hohen Kalzium-Anteils eine Dichte von etwa dem 1.9-fachen von Wasser hat.
Die andere Ausnahme ist Fettgewebe, das ca. 5 Prozent leichter ist als Wasser.
Insgesamt hat ein normaler menschlicher (oder auch tierischer) Körper eine mittlere Dichte von deutlich über einem Kilogramm pro Liter.
Mit zunehmendem Fettanteil sinkt jedoch die mittlere Dichte, und kann im Extremfall (Körperfettanteil gegen 100%) sogar geringer als die von Wasser werden. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Fett schwimmt oben“.

Als leicht messbare Größen von Menschen gibt es die Körperhöhe und die Masse (fälschlicherweise leider meist als „Gewicht“ bezeichnet).
Ich möchte im folgenden einige geometrische Überlegungen zum Zusammenhang der Masse von der Körperhöhe anstellen, unter der Annahme einiger plausibler Voraussetzungen.

Wenn die mittlere Querschnittsfläche eines Körpers (innerhalb eines gewissen Rahmens) konstant – d.h. unabhängig von der Körperhöhe selbst – ist (der Körper also wie ein Zylinder oder Quader wächst), erhalten wir für das Gesamtvolumen des Körpers eine lineare Abhängigkeit (bzw. sogar eine Proportionalität) von der Körperhöhe. Der andere Constraint wäre eine quadratische Abhängigkeit der mittleren Querschnittsfläche von der Körperhöhe, was bedeuten würde, dass das Volumen keine Vorzugsrichtung hat, sondern sich in alle Richtungen mehr oder weniger gleichmäßig (wie eine Kugel) ausdehnen würde. Offensichtlich liegt die gesunde Realität normalerweise näher beim ersten Fall, so dass es vernünftig für dV/dh ist, eine Potenz (höchstens geringfügig größer als) 1 anzunehmen. [sh. Anmerkung unten]

Die Oberfläche eines Körpers wächst i.A. quadratisch mit seiner Ausdehnung (was sich etwa in der Bergmann’schen Regel wiederspiegelt, dass nahe verwandte Tiere im Mittel in kälteren Gegenden größer sind als in wärmeren Gebieten, denn die Wärmeabstrahlung korreliert mit der Oberfläche, während die Wärmeproduktion mit dem Volumen korreliert).

Leider lässt sich die Oberfläche nicht direkt messen (bzw. nur sehr umständlich oder fehlerträchtig). Das Volumen ließe sich leichter (z.B. über Wasserverdrängung messen), aber unter Annahme einer konstanten mittleren spezifischen Dichte (mit der o.g. Einschränkung für hohe Fettanteile), ist es proportional zur Masse, die sich durch eine Wägung leicht feststellen lässt.

Wenn wir also von einer Skalensymmetrie ausgehen, und Volumen zu Oberfläche ins Verhältnis setzen, erhalten wir einen etwa konstanten Wertebereich, den wir als Norm betrachten können. Da sich das Volumen zur Oberfläche verhält, wie die Masse zum Quadrat der Körperhöhe, lässt sich als Maß der Body Mass Index nutzen, dessen Einheit übrigens (man kann es gar nicht oft genug wiederholen) Kilogramm pro Quadratmeter ist (aber was kann man schon von Leuten erwarten, die Kalorien und Kilokalorien nicht auseinanderhalten können).

Dies war einer meiner unvollendeten Artikel. Eigentlich sollte da noch ein Abschnitt über (numerische) Volumenintegration rein, aber irgendwie fand ich erst keine Überleitung, und später hatte ich keine Lust mehr dazu. Naja, so liefert mir das Thema Volumenintegration vielleicht irgendwann Stoff für einen eigenständigen Blogpost.
Vor allem (aber nicht nur) den Abschnitt mit der Querschnittsfläche hätte ich noch überarbeiten sollen. Der ist nicht wirklich schlüssig. Ich habe lange überlegt, ob ich ihn nicht ganz rauslöschen soll, habe ihn aber dann – mit Vorbehalt – doch behalten.

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Vierzehnhundertneunundsiebzig

Am Wochenende war Kinderfasching im Dorf.
Ich mag ja mit diesen ganzen Faschinisten nichts zu tun haben, aber Verena wollte unbedingt mit ihren Kindern hin. Sie kamen also am späten Vormittag. Die Fahrt mit der Bahn muss ein aufregendes Abenteuer für die Kinder gewesen sein.

Dann aßen wir gemeinsam zu Mittag.
Meine selbstgemachten Pasta al forno mit Fleisch- und Bechamelsauce kamen sogar bei den Kindern gut an. Der Rosenkohl dagegen, den ich im Schweiße meines Angesichts geputzt, in Salzwasser gekocht und Butter geschwenkt hatte, allerdings weniger.

Verena berichtete, dass Patrick am nächsten Wochenende kommen wolle, um die Kinder zu besuchen. Er kann sich eine Hotelübernachtung aber nicht leisten. Bei Sonja ist zu wenig Platz, und sowieso will sie selbst nicht mit Patrick zusammentreffen. Deshalb fragte sie, ob er nicht vielleicht bei uns übernachten könne. Carsten lehnte rundweg ab. Unter sein Dach kommt Patrick nicht mehr. Er soll selbst sehen, wie er zurechtkommt.
Sophie rief unterdessen immer wieder: „Papa soll kommen! Der Papa soll endlich kommen!“, und Niklas echote: „Papa, Papa!“

Nach dem Essen verkleidete Verena die Kinder.
Sophie bekam ein Prinzessinnenkleid mit Krönchen, während Niklas als eine Art Pinguin angezogen wurde.

Sie waren dann einige Stunden im Gemeindezentrum, während Carsten und ich die Zeit anderweitig nutzten.
Als sie zurückkamen fuhr Carsten sie mit dem Auto wieder in die Stadt, weil er dort selbst auch noch etwas zu erledigen hatte.

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Vierzehnhundertachtundsiebzig

Ich war abends dabei, einige gebrauchte Gläser und Teller vom Wohnzimmer in die Küche zu tragen (meist räumen wir im Haus zumindest das gröbste auf, und überlassen das nicht alles der Haushälterin).
Carsten war neben der Tür am Kaminofen beschäftigt. Als er sah, dass ich die Hände voll hatte, unterbrach er seine Tätigkeit, und sagte: „Warte, ich mach‘ die Tür auf und zu.“
Zwar hätte ich das auch irgendwie mit den kleinen Fingern oder so geschafft, aber so erschien es mir einfacher.
Er machte also die Tür ein Stück auf. Entweder hatte ich es zu eilig, oder er hatte die Tür zu wenig geöffnet, jedenfalls kollidierte ich voll mit der Türklinke an der Außenseite der Tür mit meiner Hüfte, als ich durchlief.
Aua! Müssen Türklinken auch immer gerade auf Hüfthöhe sein! Das gibt wieder einen dicken blauen Fleck!
Ich brauche nun mal transversal mehr Platz als meiner Breite entspricht, weil ich diesen Hüftschwung beim Gehen habe.

Als ich in meiner Jugend zusammen mit meiner Familie im größten uns bekannten Supermarkt in der Kreisstadt einkaufen ging, geschah mir einmal ein Missgeschick.
In einem der Gänge waren weitere Verkaufstische aufgestellt, so dass der Zwischenplatz zu anderen Regalen sehr schmal war. Ich wollte hindurchgehen, und blieb dabei mit der Hüfte an einer Spirituosenflasche aus Glas hängen, die dadurch den Halt verlor, auf den Boden klatschte, und in ungezählte Scherben zerbarst. Dazwischen die Pfütze.
Schnell war eine Verkäuferin da, die die Bescherung wieder in Ordnung brachte. Mein Vater bezahlte den Schaden (obwohl ich mich im Rückblick schon frage, ob dies tatsächlich so üblich war – schließlich war ursächlich, dass der Gang so eng verstellt war – etwas mehr Kulanz wäre kundenfreundlicher gewesen).

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Vierzehnhundertsiebenundsiebzig

Auf der Suche nach einer interessanten Blogparade bin ich diese Woche nicht so recht fündig geworden. Die meisten Themen sprechen mich schlicht nicht an. Wenn es um Urlaubsreisen, Kochrezepte oder Wohnungseinrichtung geht, gibt es dafür sicher eine Zielgruppe. Aber ich gehöre nicht dazu.
Die wenige Themen, die mich hätten reizen können, habe ich bereits umgesetzt, und so toll, dass ich sie neu aufgreifen möchte, sind sie nun auch nicht.

Allerdings bin ich beim Umschauen auf ein paar Seiten gestoßen, bei denen ich nur noch den Kopf schütteln kann. Da geht es um „spirituelle Tiertelepathie und Homöopathie“ oder „Quantenheilung“ und mehr solchen Dummenfang.
Ich bin ja inzwischen an einiges gewöhnt, was mentale Beschränktheit betrifft, aber trotzdem stellt sich mir hier die Frage: Wie kann man nur so doof sein, an so etwas zu glauben, und dafür auch noch Geld auszugeben?

Mundus vult decipi. Ergo decipiatur.
Beati pauperes spiritu.

Sind das die post-faktischen Zeiten, in denen populistische Politiker noch stolz darauf sind, kein Abitur geschafft zu haben, und gerade deshalb von bildungsfernen Wählern umso mehr Zuspruch erhalten?
Wie weit kann unsere Gesellschaft intellektuell noch absinken, ohne völlig zusammenzucrashen?

Ich muss auch zugeben, dass ich auf den Begriff „sozial“ zunehmend gereizt reagiere. Diejenigen, die vehement „soziale Gerechtigkeit“ fordern, sind nämlich dieselben, die nur immer die Hand aufhalten, und völlig ausblenden (oder einfach nicht kapieren), dass die Kosten dafür ja auch erst mal finanziert und erwirtschaftet werden müssen. (Das sind übrigens ziemlich die gleichen selbstgerechten, moralisierenden Leute, die lauthals nach Toleranz schreien, aber selbst sehr intolerant und rabiat werden, wenn man ihnen nicht in jedem einzelnen Punkt zustimmt.)
IMHO hat es mit „Gerechtigkeit“ nichts zu tun, wenn Schnorrer und Faulenzer die Leistungsbereiten ausnutzen, anstatt zumindest guten Willen zu zeigen, ebenfalls zur Solidargemeinschaft beizutragen. Sich (im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten) ein wenig anzustrengen, kann man, denke ich, so ziemlich von jedem verlangen.
Aber für diese scheinheiligen Realitätsverleugner kommt der Strom ja aus der Steckdose, und das Wasser aus dem Wasserhahn. Also kann man die fleißigen und produktiven Steuerzahler ja ausmelken, und ihr hart erarbeitetes Geld verschleudern und verprassen.

Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Aprilscherz gemacht, dass wir aufgrund der leistungsfeindlichen Gesetzgebung hier ins Ausland auswandern. Wenn es hierzulande so weitergeht, könnte das irgendwann ernst werden.

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Vierzehnhundertsechsundsiebzig

Ob es sich um einen Zufall handelte, oder mit Vorbedacht so gelegt, weiß ich nicht. Jedenfalls fand Carsten’s und meine Folgebesprechung gestern an einem in zweifacher Hinsicht denkwürdigem Tag statt, worauf ich allerdings keine Rücksicht nahm.

Auf Dauer hätte ich wohl keine andere Wahl gehabt, hätte nur die Umsetzung verzögern können. Also willigte ich ein, Teilhaberin von Novosyx zu werden, und nach und nach die Geschäftsführung zunächst mit-, später dann ganz zu übernehmen.
Die ganzen juristischen Details stehen noch nicht fest. Es würde wohl auch zu weit führen, sie hier im Einzelnen auszubreiten. Wir werden in dieser Hinsicht erfahrene Anwälte hinzuziehen müssen. Aber über das Grobgerüst sind wir uns zumindest einig geworden.

Ich werde einen Großteil meiner Ersparnisse (aber nicht alles, eine Sicherheitsreserve behalte ich) als Einlage einbringen. Dazu kommt eine großzügige Schenkung von Carsten, die den Freibetrag für Schenkungen zwischen Eheleuten ausschöpft. Damit fühle ich mich zwar nicht so richtig wohl, aber Carsten argumentiert (wie sonst meine Eltern), dass ich das ja eh mal erbe. Und dass es steuerlich günstiger ist, einen Teil vorzuziehen.
Also ist das wohl OK. Es erhöht aber auf mich den Druck, so zu agieren, dass er es nicht bereut, und ich ihn nicht enttäusche, wenn ich mich schon sonst nicht angemessen revanchieren kann.

Außerdem werden wir eine – recht komplizierte – Regelung in den Vertrag mitaufnehmen, die es regelt, inwieweit die Gewinne zwischen uns aufgeteilt werden. Dabei gehen einerseits die Firmenanteile, andererseits die geleistete Arbeit ein.
Wenn nicht die ganzen Steuer- und sonstigen Gesetze wären, könnten wir auf diese spezielle vertragliche Klausel verzichten, denn im Grunde haben wir ohnehin eine gemeinsame Kasse.

Nur für den Fall, dass wir uns irgendwann einmal zerstreiten oder uns trennen, bestehe ich darauf, hartkodiert in den Vertrag aufzunehmen, wie wir das am einfachsten wieder sauber auseinanderdividieren. Nicht weil ich dies für nötig halte, sondern weil es naiv wäre, es nicht zu tun.

Carsten hat mir zugesagt, dass wir es ganz langsam angehen werden, und sich für mich erst einmal nichts wesentlich ändert. Ich soll mich halt einarbeiten, lernen, und öfters bei Verhandlungsgesprächen mit Geschäftspartnern dabei sein.
Er dagegen hat noch einige Expansions- und Verbesserungspläne, die er in den nächsten fünf Jahren noch umsetzen will. Einiges davon könnte schon bald konkret werden.
Vorläufig werde ich noch keine größeren Entscheidungen alleine treffen. Vertreten hatte ich Carsten schon einige Male, wenn er auf Geschäftsreise war. Da wir unseren Urlaub aber gemeinsam verbringen wollen, können wir uns gerade dann nicht gegenseitig vertreten, sondern müssen dies anders arrangieren.

Nachdem wir uns soweit einig waren, hatten wir uns ein opulentes gemeinsames Mittagessen redlich verdient (für das wir ja ohnehin auch noch anderen Anlass hatten). Und abends bekräftigten wir unsere Vereinbarung noch einmal auf eindringlichere Weise.

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Vierzehnhundertfünfundsiebzig

Während ihr euch mit meinen Tweets vom 2. bis 19. Juni 2016 amüsieren dürft, sieht meine Agenda heute anders aus, und wird vermutlich morgen für aktuellen Blogstoff sorgen.

Die allermeisten Frauen kommen gut mit Männern aus. Nur Feministinnen nicht.
Verleser des Tages: platonisch statt prähistorisch
Was heißt hier „Arbeit an der Bikinifigur“? Für meinen Mann ist das Vergnügen.
Verleser des Tages: „Kleiner Penis“ statt „Kleiner Perkins“
Gelöffelt Zwölfhundertsiebenundachtzig
Verleser des Tages: Breitbart statt Betriebsrat
Uniform Resource Locator Zwölfhundertsechsundachtzig
Muss das Wetter so mies sein, während dieses Fußballzeugs stattfindet?
$IrgendeinMissgeschick -> „Böses Patriarchat!“ #ImLebenPassiert
Verleser des Tages: Merkel statt Mehrheit
Gezwitschert Zwölfhundertfünfundachtzig
#Feminism is not _for_ women. It’s only for feminists.
Verhörer des Tages: Schweinerei statt Schreinerei
Hall-O-bad Zwölfhundertvierundachtzig
Verleser des Tages: Experte statt Exporte
The Honeymoon Proxy Zwölfhundertdreiundachtzig
Immerhin ist mein Magen jetzt gefüllt.
Weil ich statt Mittagessen nur einen kleinen Imbiss hatte, blieb mir gar nichts anderes übrig, als beim IT-Jour-fixe zwei Bananen zu essen.
Wenn es schon regnen muss .. Hallelujah!
Wenn es nicht gleich zu regnen aufhört, lass ich heute meine Mittagspause ausfallen.
Verschreiber des Tages: user statt unser
Aus zwei Unterwegsgeschichten eine gemacht Zwölfhundertzweiundachtzig
Verleser des Tages: sympatisch statt systematisch
Verleser des Tages: vergewaltigen statt vergegenwärtigen
Wie kann man nur das zarte Aroma von Pistazieneis mit Karamellsauce versauen!
Abkürzungen von A bis M Zwölfhunderteinundachtzig
Verleser des Tages: Chemie statt Chrome
Kampf dem Schmutz beim Frühjahrsputz! Bääääh!
Success! Zwölfhundertachtzig
Mir ist gerade schwindlig gewesen. Ich brauche wohl mal wieder Eisen-Tabletten.
Verschreiber des Tages: Tatschlag statt Ratschlag
Currently it seems as if pingbacks don’t work
Who put the men in menstruation?
The Bikini Zone Compression Zwölfhundertneunundsiebzig
Phallokratie hört sich doch viel erotischer an als Patriarchat.
Verleser des Tages: Meditation statt Medikation
Drehstuhl im Home Office irreparabel kaputt. Brauche wohl einen neuen.
Listig Zwölfhundertachtundsiebzig
Verleser des Tages: speaker statt sneaker
Über 20000 Kommentare auf meinem Blog
Die Kehrseite der Annenühmität (Teil 2) Zwölfhundertsiebenundsiebzig
Auf Femipower kann ich verzichten.
Verleser des Tages: Bevölkerung statt Bewölkung
Was im Wald geschah Zwölfhundertsechsundsiebzig
Verleser des Tages: Lustschlampe statt Luftschlange
Verleser des Tages: penis statt penalties
Unsigned words Zwölfhundertfünfundsiebzig
Verleser des Tages: Hasstag statt Hashtag
Die Kehrseite der Annenühmität (Teil 1) Zwölfhundertvierundsiebzig
XML Encoding * #Fluchstern
Verleser des Tages: Mainplanning statt Mansplaining
Hmm .. echte Eichettis!
Gesucht und gefunden Zwölfhundertdreiundsiebzig

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