Morpheus ignoriert mich //2215

Manchmal bin ich nachts so angespannt, dass ich nicht schlafen kann.
Meine Gedanken drehen sich im Kreis.
.. und im Kreis.
Die Geschehnisse des Tages lassen mich nicht los.
.. und im Kreis.
So viele Aspekte muss ich vorausplanen. Dabei gibt es ungezählte offene Fragen – mit einer Unzahl an Parametern und Variablen, die ich gar nicht kenne.
.. und im Kreis.
Alle denkbaren Eventualitäten, die schiefgehen könnten, drängen sich in mein Bewusstsein. Sogar wenn es sich dabei nur um unwichtige Kleinigkeiten handelt, türmen die sich auf zu unüberwindlich erscheinenden Hindernissen.
.. und im Kreis.
Da sind so viele Wenns und Abers. So viele möglichen Probleme, die auf meinem Weg liegen könnten.
.. und im Kreis.
Ich versuche, mich abzulenken (z.B. durch Primfaktorenzerlegung der Ziffern des Projektionsweckers). Das gelingt mir aber nur kurzfristig, bevor meine Gedanken wieder abdriften in eine unerwünschte Richtung.
.. und im Kreis.
Ein Teil meines Bewusstseins ist zwar weggedöst, der andere bewegt sich in einer Endlosschleife, aus der er keinen Ausweg findet.
.. und im Kreis.
.. und im Kreis.
..

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Eine unendliche Geschichte //2214

Irgendwann bekam ich den Verdacht, dass die CMOS-Batterie schwächelte, als einer meiner Computer sporadisch herumzickte.
Also CMOS-Batterie getauscht. Bei der Gelegenheit das Innengehäuse gesäubert und sämtliche Kabel und Kontakte der Stecker überprüft. Danach funktionierte der Rechner wieder eine Woche lang einwandfrei und stabil.
Dann jedoch wieder das gleiche Problem. Der Rechner lief nicht hoch, und meldete nur, dass das Overclocking gefailt habe. Ich habe den niemals übertakten lassen! Inzwischen habe ich die Prozessorfrequenz schon ungezählte Male im BIOS zurückgestellt. Das merkt er sich einfach nicht, und das bei frischer Batterie!
Nach mehrmaligen Fehlversuchen, ließ sich der Rechner irgendwann doch herab, wieder zu starten. Ich überprüfte sämtliche Festplatten mit einem dafür vorgesehenen Tool.

Inzwischen hatte ich die Boot-Platte im Verdacht. Das ist eine schon ältere SSD. Wenn diese beim Hochfahren gelegentlich nicht erkannt würde, könnte das solche Probleme verursachen. In der Tat versuchte der Rechner ab und zu auf eine andere Platte zu booten, das schlug natürlich dann erst recht fehl.
Und tatsächlich: ein spezielles Tool für SSDs diagnostizierte: „pre-failure“.
Da ich eine Neuinstallation scheute, bat ich einen unserer IT-Mitarbeiter, die ausgebaute Platte auf eine andere Platte zu klonen. Dafür hatte ich eine 400-Gigabyte-Platte aus meinem Fundus vorgesehen. Allein – die SSD ließ sich überhaupt nicht mehr lesen.
Datenverluste hatte ich ja keine, weil ich immer wieder nach einem ausgeklügelten System meine wichtigen Daten backuppe. Trotzdem ist so etwas ärgerlich. Dabei geht es mir weniger um die Installation des Betriebssystems, sondern um die ganzen Anwendungen, die ich brauche – von Office über Virtualbox bis zu meiner Entwicklungsumgebung, um nur einige zu nennen, sowie die ganzen kleineren Sachen und Einstellungen .. bäh!

Aber es blieb ja wohl nichts anderes übrig. Also andere Platte eingebaut, Betriebssystem installiert, Account eingerichtet, langsam mit den Konfigurationen begonnen ..
Irgendwann reagierten die Schaltflächen in der Taskleiste nicht mehr. Ich schoss den Explorer mit Hilfe des Task Managers ab, und startete ihn neu.
Mitterweile war der Abend schon fortgeschritten, so dass ich beschloss, am nächsten Tag weiterzumachen.

Am nächsten Tag ließ sich alles gut an. Ich nahm ein paar Einstellungen vor. Als ich zwischendurch kurz am Notebook einen Registryhack nachgeschaut hatte, und wieder zum anderen Rechner zurückkam, war der Bildschirm schwarz. Wiederholte Knack-Geräusche waren zu hören. Es gelang mir nicht mehr, den Rechner zum Laufen zu bringen.
Ich ärgerte mich, dass ich diese alte Platte benutzt hatte, ohne sie vorher zu überprüfen. Vermutlich hatte sie schon vorher einen Schlag gehabt. Ich hatte noch eine andere geeignete Platte, die funktionieren könnte. Aber diese ließ ich vorher in unserer IT-Abteilung durchchecken, ob sie in Ordnung und zuverlässig sei. Insgeheim war ich froh, dass ich auf der anderen Platte wenigstens mit der Einrichtung noch nicht weit gekommen war.

Also noch eine Neuinstallation. Diesmal war die vorige noch frisch in meinem Gedächtnis, so dass ich besser wusste, wie ich vorgehen musste, ohne jeden Handgriff erst wieder neu herausfinden zu müssen. Ich kam mit der Installation der Anwendungen gut voran. Alles verlief soweit glatt. [Einzig und allein der Netzwerkzugriff auf meine virtuelle Maschine funktioniert nicht. Pingen kann ich sie wohl, und auch von einem anderen Rechner aus darauf zugreifen. Ebenso ist es mit dem Netzwerkshare meines Fritzens. Das Problem stellte ich aber erst mal zurück.]
Zwischendurch musste ich etwas anderes erledigen, und ließ den Rechner solange schlafen.
Als ich ihn wieder starten wollte, erschien nur der Startscreen (übrigens wunderschöne Landschaftsaufnahmen!), aber das Feld zum Eingeben des Passworts blieb verschwunden. Trotz längerer Wartezeit reagierte der Rechner nicht auf Tastendrücke. Mir blieb nichts anderes übrig, als ihn auszuschalten.
Ich erspare euch meine nächsten Schritte (insbesondere weil ich sie selbst nicht mehr richtig zusammenkriege). Der Rechner blieb jedesmal beim Laden des Betriebssystems hängen (sofern er nicht schon vorher das angebliche Overclocking bemängelte). Meine diversen Versuche, das System mit dem Bootstick zu reparieren oder zu restoren, scheiterten ebenfalls.
Irgendwann lief er dann wieder, als wäre nichts gewesen.

Vielleicht hat das Mainboard ein Problem? Das ist auch schon älter.
Nicht ausschließen kann ich, dass das Netzteil (insbesondere beim Hochfahren) kurzfristige Spannungseinbrüche hat. Schließlich habe ich vier Festplatten dran hängen. Die ziehen schon einigen Strom. Das lässt sich aber nicht wirklich nachprüfen. Ich glaube allerdings nicht, dass das Netzteil schuld ist.
Irgendein Hardware-Defekt wird wohl die Ursache sein? Aber welcher?
Inzwischen habe ich praktisch so ziemlich jeden Test durchgeführt. Mainboard, CPU, Graphikprozessor, RAM, .. Temperaturen und andere messbare Parameter befanden sich stets im guten Normalbereich. Die Kabel und Anschlüsse passen sowieso.
Alle Komponenten scheinen in Ordnung zu sein. Dennoch bleiben Zweifel an der Zuverlässigkeit des Rechners. Ich traue ihm nicht mehr, und bin mit meinem Computerlatein am Ende.
Wäre es ein Firmenrechner, so hätten wir ihn schon längst ersetzt, aber da es mein eigener ist, bin ich zu geizig dafür.

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Canine Update //2213

Es ist mal wieder an der Zeit, über Veränderungen zu bloggen.

In den letzten Wochen oder Monaten ist mir beim Spazierengehen aufgefallen, dass wieder mehr Leute unterwegs sind als noch vor wenigen Jahren. Aber ein großer Teil davon führt einen Hund spazieren, so als seien sie nur unterwegs, um ihr Tier Gassi gehen zu lassen.
Ich gebe es ja zu, dass das Verhalten der allermeisten Hunde in Ordnung ist. Sie laufen mit ihrem Halter und kümmern sich nicht um andere Spaziergänger. Inzwischen gelingt es mir auch meistens, einigermaßen entspannt zu bleiben. Anscheinend gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt, wenn man nur oft genug in eine Situation gerät, in der man mit Angstauslösern konfrontiert wird, jedoch nichts schlimmes passiert.
Aber es gibt Ausnahmen. Da ist zum Beispiel eine Art Terrier, der jedesmal völlig ausrastet, sobald er mich (oder auch andere Personen, die ihm entgegenkommen) nur sieht. Er reißt wild an der Leine, knurrt und bellt aggressiv. Sein Frauchen hat dann jedesmal alle Hände voll zu tun, ihn zurückzuhalten. Sie spricht beruhigend auf ihn ein, und grüßt besonders freundlich, wenn ich an ihnen vorbeigehe – wohl um dem Hund zu signalisieren, dass ich keine feindliche Bedrohung bin.

Eine andere Folge dieser Hundeinflation ist, dass es immer mehr Hundehaufen auf den Wegen gibt. Manche Halter lassen die Tütchen mit den Fäkalien liegen, andere machen sich noch nicht einmal die Mühe der Eintütung.
Mich würde ja wirklich mal eine Statistik interessieren, wie viele Hundehalter die Hinterlassenschaften ihres Hundes tatsächlich ordnungsgemäß entsorgen, indem sie die Tütchen in einen geeigneten Abfallbehälter werfen. So eine Statistik wird es aber natürlich nie geben, da bei einer Befragung dies selbstverständlich 100 Prozent angeben würden.
Man sollte wirklich mal beobachten, was Hundehalter mit den Haufen machen. Einfach liegen lassen? Eintüten? Das Tütchen tatsächlich mitnehmen und schließlich in einen Abfallbehälter schmeißen? Mir ist die Zeit dafür zu schade, und ich möchte ggf. auch niemanden auf sein Fehlverhalten ansprechen müssen, insbesondere da diese Personen ja einen potentiell bissigen und angriffswütigen Hund dabei haben.
Soweit ich mich erinnere, habe ich nur zwei-, höchstens dreimal gesehen, dass jemand ein solches Tütchen tatsächlich mitnahm xoder in einen Abfallkorb warf.

Nichts Neues gibt es bei den Hunden in Vorgärten oder Höfen.
Da geht man friedlich und gedankenverloren den Gehsteig entlang. Plötzlich, ohne Vorwarnung, ohrenbetäubendes Gebell. Ich zucke zusammen. Stresshormone. Blutdruck steigt. Ich schnappe nach Luft. Die Angst ist da, noch bevor ich die Situation konkret wahrnehme und mental einschätzen kann.
Dann allmählich Erleichterung: Der Aggressor kann nicht raus. Ich bin sicher. Trotzdem dauert es noch etliche Minuten, bis das Zittern nachgelassen hat, bis ich meinen pochenden Herzschlag nicht mehr spüre, und meine Atmung sich wieder normalisiert hat.
Ja, nachdem mir das drei- oder viermal beim selben Grundstück passiert ist, bin ich dann beim nächsten Mal schon auf der Hut. Ich lerne dazu. Dann passiert mir das gleiche vielleicht drei Häuser weiter, wo neuerdings ein neuer vierbeiniger Mitbewohner eingezogen ist, auf dessen Wüterei ich nicht vorbereitet bin.

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Twitter-Zweifel //2212

Auch wenn ich mich damit wiederhole: Seit der Twitter-Umstellung fühle ich mich dort ziemlich abgehängt. Wenn man nicht non-stop die TL verfolgt, so kriegt man erst mal nur ältere Tweets zu sehen, die halt einige Likes haben. Das ist es nicht, was ich mir von Twitter erwarte. Ich möchte die aktuellsten Tweets der Personen, denen ich folge, sehen – so wie das früher (zumindest in größerem Umfang) war. Das waren aufeinanderfolgende Momentaufnahmen, keine Collage.
Mitteilungen und Nachrichten erreichen mich ohnehin nur teilweise, dafür verstärkt Spam-DMs, in denen ich mit „schmutzigen Gedanken“ angeblicher Twitterinnen belästigt werde.
Ich weiß wirklich nicht, inwieweit ich künftig Twitter weiter nutzen werde. Vielleicht gebe ich auch gab wieder eine Chance.

Zwischen dem 10. und 17. Dezember 2018 war dagegen auf Twitter noch alles beim Alten, und aus dieser Zeit stammen die folgenden Tweets:

Ich fürchte die Selbstgerechten, die sich für so gut und moralisch überlegen halten, dass sie jedes Mittel gegen Andersdenkende richtig finden.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 2 Tagen. #Countdown 2 = STX = II = 0010
Verleser des Tages: Lambda statt Lambada
Rip It, Slip It //2017 Zweitausendsiebzehn
Was will man auch von Leuten erwarten, denen es immer gut gegangen ist, obwohl sie niemals selbst etwas geleistet haben.
Versprecher des Tages: Arschälogie statt Archäologie
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 3 Tagen. #Countdown 3 = ETX = III = 0011
Verleser des Tages: Suizidhilfe statt Sozialhilfe
Frankenwald is not a frankenword.
Verhörer des Tages: Lover statt Lava
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 4 Tagen. #Countdown 2^2 = EOT = IV = 0100
Verleser des Tages: Gruppensex statt Gruppensieg
Zur Besinnung #Blogparade //2016 Zweitausendsechzehn
Verhörer des Tages: Thüringen statt Tübingen
Heizung geht nicht. Jetzt könnte ich was zum Wärmen gebrauchen.
Unfreundliche DMs einer Feministin, die meine Selbstbestimmung in Frage stellt und mein aktuelles Twitterprofil kritisiert.
+Auf Twitter bin ich privat und anonym. Das hat nichts mit Beruf oder meinen sonstigen Tätigkeiten zu tun – ein reiner Hobby- und Freizeitaccount.
+Es steht niemandem zu, mir vorzuschreiben, wie ich mich in meinem Profil selbst beschreibe und definiere.
+Ich kann mich hier so freizügig darstellen, wie ich mag. Sogar sexuell aufreizend, wenn ich das will.
+Wenn Fativistinnen sich darüber ärgern, oder Adipöse sich davon geshamet fühlen, so ist das deren Problem. Nicht meins.
+Ach, und noch was: Auch wenn der Umgangston dieser DMs teilweise unangemessen war, sind das dennoch vertrauliche Mitteilungen. Es wäre schlechter Stil, die per Screenshot zu veröffentlichen.
+Im Übrigen trifft mein Profiltext zu, so wie er ist. Klar könnte ich den protziger formulieren. Muss ich aber nicht.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 5 Tagen. #Countdown 5 = ENQ = V = 0101
Verleser des Tages: entsetzlich statt ersetzlich
Unerwünschte Chefsache //2015 Zweitausendfünfzehn
Verschreiber des Tages: erhellt statt erhält
Noch so viel zu tun in den nächsten Tagen. Ich wünsche mir eine deutliche Zeitdilatation.
Gegen Personen, die Ideologie mit Bildung verwechseln, kann man argumentativ nicht gewinnen.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 6 Tagen. #Countdown 2*3 = ACK = VI = 0110
Verleser des Tages: Trotzkatze statt Topfkratzer
Annechronismus – o tempus, o mos //2014 Zweitausendvierzehn
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 7 Tagen. #Countdown 7 = BEL = VII = 111
Verleser des Tages: Husband statt Halsband
Der Topfkratzer //2013 Zweitausenddreizehn
Sola dosis facit venenum. #toxicmasculinity
Magen ist wieder in Ordnung. Passend zu meinem heutigen Blogpost hab ich noch Dominosteine im Schreibtisch. Da vernasch ich jetzt welche.
Verhörer des Tages: W-LAN statt Wählern
#Sodbrennen und Magendrücken. Die Suppe muss es gewesen sein. Hat mal bitte jemand einen #Magenbitter für mich?
+Niemand? Ich würde auch einen einfachen #Schnaps nehmen.
+Dann geh ich jetzt eben die Bar im Chefzimmer plündern.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 8 Tagen. #Countdown 2^3 = BS = VIII = 1000
Verleser des Tages: Katzenklo statt Kakao
Dominoeffekt //2012 Zweitausendzwölf
Kein Glühwein mehr da.
Zum n-ten Mal: Es gibt KEINE Betriebsbesichtigung für Blogleser oder Twitterfollower!
Noch ein Verleser des Tages: Wunschdildos statt Würschdldocs
Keine Kommunikationsprotokolle sind so verworren wie die von Layer 8.
Verleser des Tages: Christtrollen statt Christstollen
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 9 Tagen. #Countdown 3^2 = Tab = IX = 1001
Mitarbeiter fährt jetzt 200 Kilometer mit dem Taxi. #Bahnstreik
Take Our Parents to Work //2011 Zweitausendelf
 

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Devie-Vorführung //2211

Ein potentieller Kunde hatte sich eine Vorführung eines unserer (noch vor der Markteinführung befindlichen) neuen Geräte gewünscht. Eigentlich sollte das erst Ende September vonstatten gehen, wenn Ulrich, unser Abteilungsleiter für die Geräteentwicklung, wieder aus dem Urlaub zurück ist.
Aber der Kunde musste selbst umdisponieren und bat um eine Vorverlegung des Termins.
Da ich Ulrich vertrete, übernahm ich halt den Termin.
Zusammen mit zwei versierten, erfahrenen Ingenieuren fuhr ich früh etwa zwei Stunden hin. Ich hatte Leonie angeboten mitzukommen. Beim Aufbau gibt es immer genug zu tun, wo sie sich nützlich machen könnte.

Beim Kunden angekommen, begannen wir, unsere Gerätschaften auszuladen, und in einem dafür vorgesehenen Raum aufzubauen. Die sperrigen, schweren Teile zu tragen, überließen wir den Männern, während Leonie und ich die leichteren Teile hineintrugen.
Nachdem wir einen Teil aufgebaut hatten, zeigte sich leider beim Einschalten, dass eine Komponente nicht wie erwartet reagierte. Die Ursache war schnell gefunden: Beim Transport hatte sich eine Verkabelung gelöst, so dass mehrere Verbindungen ausgefallen waren. Passiert halt. Das Missgeschick werden wir zum Anlass nehmen, die betreffenden Teile in Zukunft robuster zu gestalten, bevor die Geräte in Serie gehen. Halb seufzend, halb gleichmütig wies ich die künftige Produktdesignerin auf die Wichtigkeit mechanischer Stabilität hin – nicht nur während des Betriebs, sondern offensichtlich auch beim Transport.
Ich fragte also den dienstälteren der beiden Ingenieure, ob sich das hier vor Ort reparieren ließe. Er meinte, ja, er habe alle dafür nötige Ausrüstung dabei, es würde aber länger dauern.
Also wies ich ihn an, damit zu beginnen. Leonie sollte ihm dabei zur Hand gehen. Hirschmänner hin, Hirschmänner her – beim Löten sind ein Paar zusätzliche Hände immer willkommen.
Ich klärte mit den Kunden, dass sich die Vorführung leider etwas verzögern würde, aber wir seien drüber, und würden uns wieder melden, sobald wir soweit seien.
Zusammen mit dem anderen Ingenieur machten ich mich an den Rest des Aufbaus, und wir nahmen dann nach und nach die einzelnen Geräteteile in Betrieb.
Deutlich später als vorgesehen, aber noch im akzeptablen Rahmen, waren wir dann bereit für die Vorführung.

Darüber kann ich nicht im Detail berichten. Nach den geschilderten Aufbauschwierigkeiten lief die Vorführung praktisch glatt. Die Kunden waren auch sehr angetan, und haben mir fest eine Bestellung zugesagt, sobald das Produkt lieferbar ist (was sich aber leider aus formalen Gründen noch hinziehen kann).
Bevor wir unsere Gerätschaften wieder abbauten, hatten wir noch Gelegenheit, ein wenn auch verspätetes Mittagessen in der dortigen Kantine einzunehmen.
Schließlich machten wir uns auf den Rückweg, der aufgrund der ungünstigen Verkehrsverhältnisse deutlich länger dauerte, als angenommen. Insgesamt waren wir über viereinhalb Stunden nur im Auto gesessen. Solche Reisezeiten sind absolut lästig, wenn man doch nur von einem Ort zu einem anderen will. Zu schade, dass das Beamen noch nicht erfunden ist.
Es war ein anstrengender, aber durchaus erfolgreicher Arbeitstag gewesen.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass heute nicht nur wieder mal ein Freitag, der Dreizehnte ist, sondern auch der 0x100. Tag im Jahr, der als „Tag des Programmierers“ begangen wird.
Da ich gestern fernab des Büros unterwegs war, hatte ich leider keine Gelegenheit, eine kleine Feier mit meinen Softies vorzubereiten. Vielleicht kann ich später Kuchen beim Bäcker besorgen, um die Wertschätzung für ihre geleisteten Arbeit auszudrücken und ihren Einsatz zu würdigen.

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Die Zukunft ist halbabstinent //2210

Im Urlaub hatten wir zu den Mahlzeiten meistens Wein getrunken. Während ich noch beschäftigt war, meinen Teller am Buffet zu füllen, hatte Carsten bereits Wasser und Wein bestellt. Weiß, rot, rosé .. nach was ihm eben gerade war. Ich trank halt dann mit, da ich auf ein anderes Getränk auch nicht gerade Lust hatte. Es war mich eigentlich fast egal.
Zweimal jedoch hatte Carsten auch Sekt bestellt. Und in beiden Fällen war mir anschließend leicht schlecht. Das erinnerte mich daran, dass mir schon öfter übel wurde, nachdem ich Sekt getrunken hatte, insbesondere, wenn dieser besonders kalt war. Mein Magen ist nun mal auf heißen Kaffee konditioniert.
Ehrlich gesagt, mag ich Sekt eigentlich gar nicht besonders. Und aus Wein mache ich mir auch nichts (außer Glühwein im Winter).
Nun gibt es halt immer wieder Gelegenheiten, bei denen Geschäftspartner von mir erwarten, dass ich mit ihnen anstoße. Eigentlich habe ich dazu gar keine Lust. Manchmal trinke ich zwar gerne ein Bier, aber auch nicht auf Kommando, sondern nur, wenn mir selbst gerade danach ist. Aber bei manchen Geschäftstreffen kommt man einfach nicht drum herum.
Also habe ich mir überlegt, ob es nicht das einfachste wäre, dem Problem aus dem Weg zu gehen, indem ich offiziell keinen Alkohol mehr trinke.
Dass ich gerne hin und wieder einen Cocktail oder einen Likör trinke, muss ich ja nicht sagen, genauso wenig wie meine Vorliebe für alkoholhaltige Pralinen und Desserts offenbaren.
Wenn ich mich bei geschäftlichen Anlässen als Antialkoholiker erkläre, muss das meinen Konsum in der Freizeit nicht beeinflussen.

So ähnlich wie mit dem Alkohol ist es auch mit dem Fleisch.
Immer wieder kriege ich blutiges Rindfleisch oder fettes Schweinefleisch angeboten. Das finde ich widerlich. Von Ente oder Gans wird mir schlecht (zumindest heftiges Sodbrennen ist zu erwarten). Auch Pute oder Lamm in einer ekligen Sauce möchte ich nicht essen. Nicht alle Meeresfrüchte finde ich genießbar. Und ich will auch ganz bestimmt kein Sushi.
Überraschend viele Personen akzeptieren dann kein freundliches „nein, danke!“, sondern beharren darauf, dass das Essen doch so lecker sei.
Bevor ich jetzt lang und ewig begründen muss, warum ich ein bestimmtes Gericht ablehne, wäre es am einfachsten, zu behaupten, dass ich mich vegetarisch ernähre. (Wenn ich Pech habe, setzen sie mir dann einen Veggie-Burger und alkoholfreies Bier vor. )
Tatsächlich esse ich nur wenig Fleisch. Aber ein paar Wurstsorten, Schinken, ab und zu ein Schnitzel oder auch gebackenen Fisch möchte ich nicht missen. Rechtfertigt das den Druck, auch Fleischgerichte essen zu sollen, auf die ich nicht nur keinen Appetit habe, sondern die ich sogar als abscheuerregend empfinde?
Viele Leute haben nämlich gar kein Verständnis dafür, wenn jemand einen anderen Geschmack hat, als sie selbst, und nerven, dass man es doch zumindest versuchen solle. Nur weil sie selbst etwas toll finden, heißt das ja noch lange nicht, dass ich es auch mag. Lasst euch euren Fraß schmecken, aber nötigt andere nicht dazu!
Bevor ich mich dann rechtfertigen muss, ist es einfacher, auf manche Dinge ganz zu verzichten.
Ich gebe ja zu, dass ich bei Essen schon sehr eigen bin. Irgendso ein Schickimickimenü widerstrebt mir. Ich mag die bodenständige Küche, wie ich sie von meiner Kindheit kenne. Fleisch gab es nur einmal pro Woche, gelegentlich Wurst oder Fisch. Das reicht. Mehr brauche und will ich gar nicht, und könnte auch ganz darauf verzichten, solange ich genügend andere schmackhafte Optionen habe.

Also bin ich jetzt beruflich vegetarisch und antialkoholisch, und privat eben nicht.
Und wenn es mal etwas gibt, das ich gerne zu mir nehmen würde, kann ich immer noch eine Ausnahme machen. Dann bin ich halt mal inkonsequent.

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Ihr erster Schultag //2209

Verena war kurzfristig erkrankt. Nichts ernsthaftes, aber sie muss ein paar Tage das Bett hüten, und war deshalb nicht in der Lage, Sophie zu ihrem ersten Schultag zu begleiten.
Sonja muss selbst Unterricht halten, und hatte deshalb dafür auch keine Zeit. Immerhin brachte sie Niklas am Morgen noch in den Kindergarten.
Da ich – im Gegensatz zu Carsten – nur einen Termin am Vormittag hatte, den ich sogar leicht verschieben konnte, erklärte ich mich einverstanden, Sophie bei ihrem ersten Schultag zu begleiten. [Ehrlich gesagt, war ich schon erleichtert, dass Teresa’s Kind erst nächstes Jahr oder so in die Schule kommt. Da sie im gleichen Schulsprengel wohnen, wäre sonst eine Begegnung wohl unvermeidlich gewesen. So war zumindest aus dieser Richtung keine unangenehme Überraschung zu erwarten.]

Da ich keine Lust hatte, den Schuljahresanfangsgottesdienst zu besuchen, ließ ich mir am Morgen Zeit. Es genügte, zur Versammlung in der Aula pünktlich zu sein.
Ich holte Sophie also ab. Gemeinsam gingen wir zu ihrer neuen Schule, die in angenehmer Gehentfernung liegt. Sophie trug ihre Schultüte selbst, ich ihren Schulranzen.

Viele Leute. Vor Stolz strahlende Kinder, unsicher erscheinende Kinder. Erwachsene, die sie begleiteten. Die Sitzgelegenheiten in der Aula waren knapp. Die ABC-Schützen wurden gebeten, alle nach vorne zu kommen. Sophie nahm ihren Ranzen mit, und gesellte sich zu den anderen Kindern vorne, die sie wenigstens teilweise vom Kindergarten kannte.
Dann hielt jemand eine kurze Rede. Dann gab es ein leider längeres Programm, bei dem Kinder der höheren Klassen etwas vortrugen, sangen und tanzten .. Ich werde nie verstehen, warum man bei derartigen Veranstaltungen das Publikum derartig langweilen und nerven muss. Die Begleitpersonen sind doch nicht dabei, um irgendwelche fremden Kinder etwas aufführen zu sehen, sondern um mit den von ihnen begleiteten Kindern an ihrem ersten Schultag ein erinnerungswürdiges Ereignis zu begehen.
Schließlich wurden die Erstklässler einzeln aufgerufen und ihrer jeweiligen Klasse zugewiesen. Sophie verschwand mit etwa zwanzig anderen Kindern und ihrer zugeteilten Lehrerin aus der Aula, und würde jetzt gleich ihre erste Schulstunde in ihrem Klassenzimmer erleben.

Während dieser Zeit wurden die Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen, die auf einer Reihe von Tischen in einem Gang zur Pausenhalle aufgebaut waren. Diese Möglichkeit nahm ich wahr, obwohl man dafür länger anstehen musste. Immerhin gab es eine recht große Auswahl an Kuchen.
Irgendwo gab es Tische, wo man sich hinsetzen konnte, um Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. Am gleichen Tisch saßen zwei Paare und noch eine einzelne Frau, die sich über die Einschulung ihrer Kinder unterhielten. Mich sprach niemand an. Das ist ganz gut so. So muss ich wenigstens nicht mit fremden Leuten reden.
Als ich fertig war, schaute ich mich noch ein wenig im Schulhaus um, da ich sonst nichts zu tun hatte, und auch nicht allein sitzen bleiben wollte.
Zum angegebenen Zeitpunkt fand ich mich vor Sophie’s Klassenzimmer ein, und wartete wie die anderen Begleitpersonen auf das Ende des ersten Schultages.
Endlich öffnete sich die Tür. Die Erwachsenen drängten hinein. Auch ich betrat den Raum und hielt nach Sophie Ausschau, die irgendwo in der zweiten Reihe saß. Ich ging zu ihr hin, und hörte noch den paar Sätze zu, in denen die Lehrerin sich kurz vorstellte, und den weiteren Ablauf erklärte.
Dann wurden die Kinder entlassen – mit einer ersten Hausaufgabe, sowie einer langen Liste mit Heften und sonstigen Gegenständen, die bis Ende der Woche besorgt werden müssen.

Wie ich es Verena versprochen hatte, machte ich noch ein paar Fotos von Sophie samt Schultüte und Schulranzen auf dem Schulgelände. Dann machten wir uns auf den Rückweg.
Sophie erzählte pausenlos von ihren Erlebnissen und war offenbar begeistert.
Nun ja, ihr Enthusiasmus wird sich bestimmt schnell abschwächen. Wünschen wir ihr eine schöne Schulzeit und viele neue, interessante Lernerfahrungen.

Ich lieferte Sophie wieder bei Verena ab, hielt mich aber nicht länger auf, da ich nach dem unproduktiven Vormittag zumindest am Nachmittag noch einiges zu arbeiten hatte.

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Nur ein wenig Frust //2208

Als ich vor Jahren im Begriff war, mich selbständig zu machen, war es klar, dass ich dafür auch eine Website brauchte. Es traf sich gut, dass mein Internet-Provider auch Hosting anbot.
In all den Jahren fand ich es immer ungemein praktisch, dass mein Internetzugang und meine Webspace von derselben Firma bereitgestellt wurden, so dass ich beides aus einer Hand erhielt, und über das gleiche Webportal beides konfigurieren und verwalten konnte (auch wenn die Oberfläche zeitweilig recht unübersichtlich war).

Dann – das ist inzwischen schon wenige Jahre her – spaltete diese Internetfirma sich auf. Das Hosting wurde jetzt in Kooperation mit einem anderem Unternehmen gemacht.
Für mich bedeutete das, dass ich mich nicht mehr wie üblich, auf einer bestimmten Seite anmelden konnte, und dann einfach das Produkt switchen konnte. Nein, es gab jetzt zwei verschiedene Logins, von denen ich mir das neue einfach nicht merken konnte.
Mein FTP-Zugang wurde umgestellt (immerhin jetzt secure), mit einer Adresse, die ich mir ebenfalls nicht merken kann. Das machte alles deutlich komplizierter.

Wenn ich etwas an meinem Internetzugang nachschauen oder ändern wollte, dann ging alles noch wie gewohnt. Aber sobald ich an meinen Websiteeinstellungen Änderungen machen wollte, war es jedesmal eine halbe Odyssee, bis ich dahin kam, wo ich wollte.
Gewohnheitsmäßig hatte ich mich ganz normal eingeloggt, bekam aber dann nur den Hinweis, dass ich mich auf dem anderen Portal noch mal einloggen müsse.
Nach mehrmaligen Irrungen hatte ich mir zumindest das gemerkt. Also wollte ich mich jetzt gleich auf dem für die Website zuständigen Portal einloggen. Ich hatte die Seite noch nicht gebookmarkt, also suchte ich über Google, folgte dem Link, loggte mich ein .. nur um die Meldung zu lesen, dass ich mich über das Portal meines Landes einloggen müsse. Immerhin war dahin verlinkt. Die hätten mich aber auch einfach weiterleiten können. Das wäre für mich wesentlich komfortabler gewesen.

Es begab sich gerade, dass ich ein paar Ergänzungen bei meiner Datenbank machen wollte (wenigstens der Aufruf von SQLadmin ist jetzt leichter zu finden). Bei der SQL-Ansicht pastete ich meine vorbereiteten SQL-Queries mit den Insert-Statements in das entsprechende Feld – bloß um die Meldung zu kriegen, dass ich erst die Datenbank auswählen soll. Das hatte ich eigentlich – zumal ich nur eine nutze. Naja – dann klickte ich halt erst noch ein wenig herum, und beim zweiten Versuch ging es dann.

Auch wenn das jetzt etwas off topic ist, möchte ich darauf hinweisen, dass ich derzeit Kontaktnachrichten oder Mails , die mir auf meinen breakpoint-Account zugeschickt werden, zwar lesen, aber nicht beantworten kann. Ich habe aktuell an dem dafür genutzten Rechner immer wieder technische Probleme (wäre ein Eintrag für sich!), und möchte nach einer Neuinstallation vorläufig – bis hoffentlich wieder alles stabil läuft – den Mailclient dafür noch nicht einrichten.
[Man kommt da übrigens vom Hundersten ins Tausendste: Weil ich Englisch als User-Language eingestellt hatte, bekam ich wieder längst gelöst geglaubte Probleme mit den Umlauten bei gewissen Unicode-Konvertierungen – aber das ist jetzt völlig off topic.]

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Ende des Sommers //2207

Vor ein paar Tagen war es noch richtig heiß. Inzwischen hat es deutlich abgekühlt.

Es beginnt damit, dass mir morgens und abends kühl ist, während die Temperatur tagsüber noch OK ist. Ich muss allmählich auch in der Freizeit wieder Strümpfe tragen. Am Morgen komme ich beim Weg zum Büro nicht um eine Jacke herum.
Während mir im Sommer ein kurzer Rock und ein knappes Top reichen, muss ich mir allmählich wärmere Kleidung samt Unterwäsche suchen. Vorbei ist es, Haut zu zeigen. Vorbei ist es, dass Carsten mir über die nackten Beine streicht, mir unter den Rock greift, ..
Vorbei, dass ich seinen Körper fast direkt spüre, wenn er mich in den Arm nimmt und festhält, ohne mehrere Schichten Textilien zwischen uns ..
Stattdessen Verhüllung. Und trotzdem Frösteln.

Abends müsste ich mir eigentlich eine Strickjacke überziehen, habe aber bisher noch nicht über mich gebracht, mir eine zu suchen. Stattdessen trage ich Carsten’s Schlafanzugoberteil. Noch geht das einigermaßen.
Ich muss mir wohl wieder ein Nachthemd aus dem Schrank holen, und die Kuscheldecke für das Sofa. Bald ist auch wieder das Kopftuch fällig.
Es kostet mich Überwindung, warme Sachen zu suchen. Es erscheint so endgültig (für dieses Jahr). So deprimierend.

Eigentlich wäre es mir ganz recht, jetzt schon die Uhrzeit umzustellen, denn allmählich wird mir Tageslicht früh wichtiger als abends.

Ach .. ich trauere jetzt schon dem Sommer nach, dabei ist er erst in zwei Wochen vorbei.

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Such mich! //2206

Auch im September gehe ich der Tradition nach, und veröffentliche am ersten Samstag im Monat die zwischenzeitlich neu aufgelaufenen Suchbegriffe. Mögen sie euch zusammen mit meinen Anmerkungen belustigen und erfreuen.

„zurechsetzt“
War das mal ein Wortspiel?

„masturbiervorlage“
Aus Gründen werde ich hier keine (geeigneten) Fotos mehr veröffentlichen.

„hüfthalter für mutti“
Mein Vorstellungsvermögen weigert sich.

„asperger blog“
Kommt hier nur marginal vor.

„was genau bedeutet ohne einschränkung der allgemeinheit in der mathematik“
Dass die gegebene Formel allgemeiner gilt, aber zur Ersparung von Schreibarbeit gekürzt, bzw. mit zufällig ausgewählten Formelzeichen formuliert wurde.

„unphysikalisch“
Manche rein mathematische Lösung kann in der Natur nicht vorkommen.

„urlaub beipu“
Der Ort hieß ganz anders.

„männliche kopfstimme“
Falsett.

„zahnspange dict“
In Englisch wäre das brace.

„wetter fulfa“
Vermutlich ein Tippfehler.

„breakpoint challenge“
Immer wieder eine Herausforderung.

„dekorini“
Ist das ‚was zum Essen?

„sonnenwende schlüsselfragment“
Huch .. es ist schon wieder September!

„geldmittel vorrat französisch“
Budget.

„nylonstrumpfhose mutter sperma“
Dazu könnte einem jetzt einiges einfallen.

„wc reiniger flasche öffnen“
Das kann schwierig sein.

„verrufung“
Berufung ist besser.

„doppelpunkt dict“
Colon – nicht zu verwechseln mit dem Darm.

„skalar duden“
Eindimensionaler Zahlenwert.

„selbstkritisch synonym“
Dafür reicht mein Wortschatz nicht aus, wie ich selbstkritisch zugeben muss.

„tja ascii“
Wenigstens kein Unicode.

„klöße resteverwertung“
Lecker! Klößbrocken!

„strickanleitung filzschuhe mit schaft“
Socken oder Kniestrümpfe stricken, und dann eine Sohle hinnähen.

„host taste virtualbox“
Kann ich mir nicht merken.

„hdgtl“
Ganz sicher nicht!

„muschis katzen“
Ach, mein kleiner Kater! So lange ist er schon tot ..

„win7 abspecken“
W7 ist veraltet. Das Supportende naht. Besser gleich W10.

„hno layer“
Ich sag nix.

„papiertaschentuch englisch“
Soft tissue.

„dämpfung errektion“
Warum sollte mann die dämpfen wollen?

„bäh duden“
Ach, der Duden ist doch ganz OK.

„teure hochzeitsringe“
Braucht man nicht.

„nennonkel“
Ein Mann, den man zwar Onkel nennt, der aber nicht Bruder oder Schwager eines Elternteils ist.

„kapriziosität“
Unvorsehbare Eigenwilligkeit.

„mundus elsen“
If (mundus vult decipi) then {decipiatur} else {undefined};

„los-anteile“
Gewichtung eines eventuellen Gewinns.

„dom sub super“
Meines Wissens lässt sich darauf nur per document.getElementsPerTagName darauf zugreifen.

„schule 1930“
Damals war noch vieles anders.

„lessor portalen“
Less or equal was?

„nervige angehörige im pflegeheim“
Bestimmt können Besuche dort zur Qual werden.

„warum tippen manche leute einen 3 mal an“
Dazu fehlen mir die Erkentnisse.

„übungen bei akuten rückenschmerzen“
Lieber den Rücken schonen und vielleicht eine Wärmflasche ins Kreuz.

„abendstern rätsel“
Die Venus.

„hässliche hochzeitskleider“
Die gibt es!

„gesichtsblindheit“
Auch als Prosopagnosie bekannt.

„#0a“
Das ist hex für dezimal 10.

„erhol dich gut“
Ein gutgemeinter Wunsch.

„putzig“
Niedlich, drollig.

„währenddessen“
Inzwischen, derweil, unterdessen ..

„einschränken dict“
Restrict.

„lehrerin frau“
Die Genderologie lehrt, dass es auch männliche Lehrerinnen gibt.

„schwester schwester du bist für mich die sahnetorte“
Meine Schwester macht recht leckere Sahnetorten.

„ich fühle mich krank“
Mal ein bisschen ausruhen. Vielleicht geht’s dann schon wieder.

„sautiert englisch“
Ähem .. das müsste ich selbst erst nachschauen.

„mittelfinger word“
Beim Zehnfingersystem befinden sich die Mittelfinger anfangs über D bzw. K.

„aspie kriterierna“
Wenn nach Kriterien für das Asperger-Syndrom gesucht wird, gibt es dafür bessere Quellen als mein Blog.

„hmm lecker“
Köstlich, wohlschmeckend.

„intrakulturell“
Innerhalb einer Kultur.

„zahnspangenfetisch“
Wäre was für die Prinzessin von Zahnstein.

„blasen strand“
Es kann sehr schmerzhaft sein, wenn der Sand Blasen an den Füßen noch zusätzlich aufreibt.

„mainplaning“
Alles im Fluss.

„dbschlampe“
Datenbanken sind nicht mein Kerngeschäft.

„klugsch“
Der pseudonymisierte Nachname dessen, der Klugsch heißt.

„black friday datum“
Da gibt es, glaube ich, verschiedene Daten. Die US-Amerikaner begehen ihn als Einkaufstag irgendwann Ende November.

„devot“
Unterwürfig, servil.

„federlesens“
So einen Haufen Daunen, der aus dem Federbett entwichen ist, wieder aufzulesen, ist schon eine Aktion!

„layer“
Schicht. Das OSI-Modell kennt sieben Schichten, die die technische Kommunikation beschreiben.

„promiskuitiv“
Freizügig.

„künstliches koma englisch“
Artificial coma.

„patriarchat schutzgöttin“
So ähnlich steht es noch in meinem Twitter-Profil.

„geschlechtskrankheit“
Oh je! Safer Sex ist sinnvoller als ein Safe Space.

„lichtung des orakels“
Da wäre ich ja selbst neugierig.

„cis bedeutung“
Das kann eine Musiknote oder eine Programmiersprache sein. Ich ziehe cosine + i sine vor.

„wow classic autorun“
Aus Sicherheitsgründen ist die Autorun-Funktion auf modernen Rechnern meist abgeschaltet.

„ab wann kann baby kuhmilch trinken“
Da bin ich etwas überfragt. Meine Schwester hat mindestens ein halbes Jahr voll gestillt.

„schäfchen zählen zum ausdrucken“
Wenn ich schlafen will, ist es dunkel. Da nützt mir auch ein Ausdruck nichts.

„the deppendance“
Wenn die Deppen tanzen wollen, sollen sie.

„wiederkommen“
Noch einmal erscheinen.

„aufdringlichkeit 9 buchstaben“
Frechheit?

„fido stricken“
Das Muster ist mir nicht bekannt.

„emanze bedeutung“
Eine Frau, die Probleme mit ihrer Weiblichkeit hat, und wie ein Mann sein will.

„abstand“
Distanz.

„perlator kalkfrei“
Über Nacht mal in Essig einlegen?

„exkursion“
Ausflug, der der Information oder Weiterbildung dient.

„loyal ergeben 4 buchstaben“
Treu.

„latte am morgen“
Vertreibt alle Sorgen.

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Nicht lustig: Teilverlust //2205

Vor längerer Zeit hatte Carsten seinen Geldbeutel verloren.
Da er kurz vorher erst am Bankautomaten Geld abgehoben hatte, hatte er wesentlich mehr Bargeld dabei als gewöhnlich. Außer einigem eher unwesentlichen Kleinkram hatte der Geldbeutel auch mehrere Karten beinhaltet.

Ich übernahm es, seine EC-Karte zu sperren.
Bei der allgemeinen Sperrtelefonnummer war zunächst einmal ein völlig umständliches Interface mit Sprachansage und Menübedienung. Über mein DECT-Telefon ließen sich anscheinend keine Tastendrucke verarbeiten, weshalb ich notgedrungen verbal antworten musste. Irritiert hatte mich auch die Frage, ob es sich um eine „Debitkarte“, handele, die ich aus dem Stegreif nicht beantworten konnte. Ich kenne das Ding nur als „EC-Karte“. Die Bezeichnung „Debitkarte“ empfinde ich als so ungebräuchlich, dass ich da spontan überfragt war.
Auf diese Weise brauchte ich mehrere Minuten, um mich durchzuhangeln, und erst nachdem ich die Bankleitzahl angegeben hatte, bekam ich endlich einen menschlichen Gesprächspartner. Ich bestätigte, dass ich die EC-Karte sperren wolle, nannte nur die Kontonummer und den Namen des Karteninhabers, und das war’s. Sonst musste ich mich nicht authentifizieren. Im Prinzip könnte jeder, der die BLZ, die Kontonummer (die IBAN dagegen kam nicht zur Sprache) und den Kontoinhaber kennt, eine beliebige Karte sperren.

Bevor wir am nächsten Tag noch mehr unternehmen konnten, erfuhr Carsten, dass zumindest seine Karten bei einer bestimmten Organisation abgegeben worden waren. Das Geld und der Rest waren und blieben allerdings verschwunden.
Wir nehmen an, dass ein Finder das Geld behalten hat, und die Karten achtlos auf den Weg geschmissen hat, wo ein weiterer, ehrlicher Finder sie dann gefunden und abgegeben hat. Carsten sorgte dafür, dass dieser einen anständigen Finderlohn erhielt.

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Theoretiker unter sich //2204

Die befristete Anstellung von Severin läuft in Kürze aus. Wenn ich ein paar Minuten Zeit finde, setze ich mich deshalb nach Möglichkeit mit ihm zusammen, um mit unseren geplanten Papers weiterzukommen. Wir werden es nicht schaffen, eines davon fertigzustellen, solange Severin noch hier ist. Aber wir wollen möglichst weit kommen, damit wir dann später nur noch ein paar Abschlussarbeiten per Mail koordinieren müssen.
Severin hat das Glück, nach der Veröffentlichung gleich eine relativ niedrige Erdöszahl zu erhalten.

Eines der Paper wollen wir zusammen mit Holger schreiben. Da Holger hier in der Gegend aus anderen Gründen etwas zu erledigen hatte, nutzten wir die Gelegenheit für ein Treffen.
Ich hatte ihn gebeten, zunächst in mein Büro zu kommen. Da können wir uns in Ruhe unterhalten und haben alle IT-Ausstattung, die wir eventuell brauchen könnten.
Da es kurzfristig vorher ein Problem bei den Devies gegeben hatte, zu dem ich ins Entwicklungslabor musste, war ich gerade beim verabredeten Termin nicht in meinem Büro, hatte aber arrangiert, dass Holger dann eben zunächst zu Severin gehen solle, und ich später dazutreffe.
Wir haben hier im Gebäude ja normalerweise kein Sekretariat mehr, so dass sich jeder selbst um seinen Kaffee kümmern muss. Also hatte ich einen Servierwagen organisiert mit einer Kanne Kaffee, drei Tassen, etwas Gebäck und Obst (zwei Äpfel, eine Banane und ein paar Trauben), und was man sonst noch braucht. Mit dem ging ich dann direkt in Severin’s Raum.
Ich begrüßte Holger und entschuldigte mich für die kleine Verzögerung. Danach hatten wir eine sehr produktive Unterhaltung und sind mit dem Paper deutlich weitergekommen.
Der Nachmittag war schon vorangeschritten, als wir beschlossen, gemeinsam essen zu gehen. Wir machten aus, uns etwa eine Stunde später in der Stadt bei einem Restaurant zu treffen.

[Unter anderem erfuhr ich beim Essen eine Geschichte, die ich hier als Einschub und exemplarisch für leider viel zu viele ähnliche Geschichten, die mir hin und wieder zur Kenntnis gelangen, wiedergebe:
Einer von Holger’s Masterstudenten betreute als Hiwi o.B.d.A. Biologiestudenten beim Grundpraktikum. Eine Studentin war offensichtlich nicht vorbereitet. Statt sich nun mit besonderem Eifer auf den Versuch zu stürzen, um dies zu kompensieren, spielte sie jedoch nur mit ihrem Handy herum und manikürte sich die Fingernägel zwischendurch. Auch von den theoretischen Grundlagen, die in einem kurzen Kolloquium abgefragt wurden, hatte sie keine Ahnung, so dass der Hiwi sich zum Schluss weigerte, ihr die Versuchsdurchführung zu testieren.
Inzwischen hatte es sich ergeben, dass die beiden allein im Raum waren, da alle anderen Studenten bereits gegangen waren.
Die Studentin bezichtigte dann den Hiwi, sie zunächst verbal belästigt, dann begrapscht zu haben. Jetzt hat er massiven Ärger deswegen, und sein Ruf ist stark beschädigt.]

Holger, Severin und ich verbrachten eine angenehme Zeit mit gutem Essen und interessanten Gesprächen. Schließlich jedoch verabschiedeten wir uns von Holger.
Severin und ich gingen zusammen – unter Ausnutzung des noch schönen Wetters – zurück zur Firma, und setzten dort getrennt den Rest unseres Arbeitstages fort.

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WC-Abenteuer #breakpointUrlaub2019 //2203

Bei der Heimreise nach unserem Urlaub mussten wir am Flughafen noch ziemlich lange auf das Boarding warten.
Ich hatte geplant, kurz vor Beginn des Boardings die Toilette aufzusuchen, damit ich während des Fluges dann von Blasendruck verschont bleibe. Als ich mich etwas umgeschaut hatte, hatte ich in der Nähe unseres Gates zwei Toilettenbereiche gefunden. Ich entschloss mich, den etwas abgelegeneren Bereich zu nutzen.

Als ich die Tür öffnete, war alles dunkel. Ich schaute, ob ich irgendeinen Lichtschalter finden könne, aber vergebens. Naja, vielleicht war es hell genug für mein Vorhaben. Ich schloss die Tür. Stockdunkel. Ich hatte mich soeben entschlossen, doch lieber den anderen Toilettenbereich aufzusuchen, als das Licht plötzlich anging. Na gut.
Ich betrat die mittlere dreier Kabinen, und wollte die Tür schließen, aber irgendwie klemmte die. Also wechselte ich auf eine daneben. Ohne erkennbaren Anlass begann dort die Toilettenspülung zu arbeiten. Ich wunderte mich etwas, aber zog trotzdem die Kabinentür zu. Der Verschlussmechanismus war irgendwie seltsam, aber es gelang mir, die Tür zu verriegeln (das schaffe ich im Ausland nicht immer).

Ich war praktisch gerade mit meinem Geschäft fertiggeworden (währenddessen sich die Spülung willkürlich aus- und eingeschaltet hatte), als es schlagartig wieder dunkel wurde. Undurchdringliche Finsternis. Ich war kurz vor Panik. Wenn ich jetzt die Kabinentür nicht aufbekommen würde, war ich eingesperrt. Carsten würde mich so schnell nicht vermissen, und wenn doch, wüsste er nicht genau, wo ich bin. Vermutlich würde er annehmen, dass ich bereits ins Flugzeug eingestiegen wäre, und würde ebenfalls einsteigen. Das Flugzeug würde nicht auf mich warten.

Zu meiner Erleichterung gelang es mir tastenderweise schnell, die Tür zu entriegeln. Ich öffnete dann die Außentür, um wenigstens ein bisschen Helligkeit zu bekommen.
Schnell schlüpfte ich noch aus dem Slip, den ich zur Sicherheit während des Securitychecks getragen hatte, verstaute ihn in meiner Rocktasche (nur zu diesem Zweck trug ich einen nicht ganz so kurzen Rock mit halbwegs geräumigen Taschen), und wusch mir die Hände (als die Lampen wieder angingen), bevor ich wieder zu Carsten in den Wartebereich zurückkehrte.

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Steter Tropfen //2202

Im Urlaub hatte es ja durchaus einige Spannungen und Konflikte zwischen Carsten und mir gegeben. Das waren alles Kleinigkeiten gewesen, die unsere Beziehung zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt haben. In einer guten Beziehung nimmt man so etwas dem anderen nicht übel (zumindest nicht lange). Wenn es keine schwerwiegenden Diskrepanzen gibt, bleiben nur läppische Lappalien, über die man streiten kann.
Ich wundere mich aber halt, wieso zwei Menschen so völlig unterschiedlich auf verschiedene Faktoren reagieren können. Was den einen stört, lässt den anderen völlig kalt.

Da kam es etwa im Urlaub gelegentlich vor, dass spätabends noch Musikfetzen von der Bar durch unsere geöffnete Terrassentür drangen. War mir egal, während Carsten davon gestört war. Ähnlich ist es manchmal, wenn wir spazieren gehen. Da kommt es vor, dass ein Motorgleiter über unseren Köpfen dröhnt. Carsten nervt das jedesmal unsäglich. Ich nehme es kaum wahr, und blende es vollständig aus. Mich stört viel mehr, wenn Carsten sich darüber aufregt. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man sich von solch leisen, relativ gleichmäßigen Tönen oder unwichtigem Hintergrundrauschen stören lassen kann.

Umgekehrt hört Carsten während des Essens gerne Nachrichten auf dem Radio. Das kann ich nun wieder kaum ertragen. Beim Essen will ich Ruhe haben, oder mich höchstens mit meinem Tischgenossen unterhalten. Ich will keinesfalls, dass informationshaltige Geräusche an mein Ohr dringen. Mit Musik wäre das etwas anderes. Die reißt mich nicht aus meinen Gedanken. Ich will nicht den Nachrichten zuhören müssen. Nicht beim Essen. Aber Satzfragmente drängen sich erbarmungslos in mein Bewusstsein. Das ist eine Qual!
Zu allem Überfluss ist der Empfang des alten Analogradios manchmal stark verrauscht. Leicht verständliche Sätze wechseln ab mit vowfstuäoemjdift Hftubnnfm. Carsten macht das gar nichts aus.
Wie oft habe ich Carsten schon gebeten, beim Essen auf die Nachrichten zu verzichten. Er kann sich doch auch ein andermal über die Neuigkeiten informieren. Aber nein! Sonst hat er keine Zeit dafür, und er hört ja nur zehn Minuten lang die Nachrichten. Dann sind wir meist auch mit Essen fertig. Das sei nun mal seine Art von Multitasking, indem er die Essenszeit gleichzeitig effizient zur Informationsgewinnung nutzt. Rational kann ich das nicht widerlegen.
Ist ein friedliches, unabgelenktes Essen denn zuviel verlangt? Ich habe ihm schon öfter vorgeschlagen, dann halt getrennt zu essen, aber das will er auch nicht. Höchstens schaltet er dann halt mal missmutig ab. Ein Pyrrhussieg. Wegen solchen im Grunde genommen Bagatellen will ich keine Machtkämpfe. Und auch nicht immer wieder rumnörgeln müssen.
Für mich ist dieses Gelaber im Hintergrund Stress! Ich will in Ruhe essen, oder eventuell meine Gedanken mit dem Gegenüber austauschen. Aber der hört nur dem Radio zu, und ich kann deshalb nicht entspannen.
Je nach dem, wie ich sonst drauf bin, gelingt es mir, das ganze mit stoischer Gelassenheit über mich ergehen zu lassen. Oder aber der letzte Tropfen bringt das Fass zum Überlaufen.

OK – jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen. Aber das war halt ein Beispiel dafür, dass es unterschiedliche Nervfaktoren gibt. Ich finde es einfach erstaunlich, wie jeder so ganz anders reagiert.
Warum mögen viele Leute solche Scheußlichkeiten wie Rosinen? Wieso hat jeder andere No-gos? Weshalb legen der eine sehr viel Wert auf etwas, das einem anderen völlig gleichgültig ist, und das ein dritter sogar definitv ablehnt?
Es ist immer wieder verwirrend, wie weit auseinander Vorlieben und Abneigungen verschiedener Menschen auseinanderklaffen können – sogar wenn sie sich ansonsten gut verstehen.

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Freizeit mit Kindern //2201

Carsten hatte es Sophie und Niklas schon vor längerem versprochen, mit ihnen einen Freizeitpark zu besuchen. Es wurde höchste Zeit, das Versprechen einzulösen, da der Sommer sich dem Ende nähert.
Da Carsten ja seinen Arm noch schonen soll, blieb die Autofahrt an mir hängen.
Verena hatte dringend einige andere Erledigungen zu machen (für die sie mal unabgelenkt durch die Kinder sein wollte), so dass sie nicht mitkam. Sonja ist für ein paar Tage weggefahren, solange noch Schulferien sind.
Die Betreuung der Kinder war also Carsten’s und meine Aufgabe.

Wir holten sie am Vormittag ab und fuhren dann gemeinsam zum Freizeitpark. Das war ein ziemlicher Umweg, ließ sich aber nicht vermeiden.
Während der Fahrt erzählte Sophie, dass sie sich schon sehr auf die Schule freue. Einige ihrer Freundinnen werden in die gleiche Klasse kommen, nur leider ihre liebste Freundin, ein indisches Mädchen, nicht, da diese mit ihren Eltern wieder zurück nach Indien gezogen ist.
Nach aktuellem Stand ist ja abzusehen, dass Sophie nur ein Jahr lang die hiesige Schule besuchen wird. Dann will ihre Mutter wieder wegziehen. Ein vorheriger Umzug war daran gescheitert, dass diese selbst erst ihre Berufsausbildung abschließen muss.
Es war insgesamt ein recht unbeschwerter Tag. Niklas hatten es vor allem die Autoscooter angetan (wobei es mir zufiel, etliche Runden mit ihm zusammen zu drehen). Auch die Knappenschule begeisterte ihn. Sophie gefielen besonders die vielen Tiere, die man beobachten und teilweise sogar streicheln konnte.

Mittags aßen wir hauptsächlich Pommes Frites.
Während des Essens erwähnte Carsten, dass die von mir eigenhändig hergestellten, selbstgeschälten und geschnittenen Pommes Frites viel besser schmeckten. Das tun sie allerdings, beschäftigen mich aber (je nach Menge) schon leicht zwei Stunden. Das Schälen und insbesondere das Schneiden der Kartoffeln empfinde ich als recht meditativ und entspannend, weshalb ich mir diese Tätigkeit auch nicht nehmen lasse.
Carsten hat die Kinder jetzt eingeladen, uns das nächste Mal, wenn ich Pommes Frites mache, zu besuchen. Naja, frühestens wenn es neue Kartoffeln gibt. Erfahrungsgemäß irgendwann Mitte September, und auch dann nicht sofort. In jedem Fall ist Sophie bis dahin ein Schulmädchen.

Wenn wir sonst den Freizeitpark besucht hatten, hatte Carsten es sich nicht ausreden lassen, eines der Ruderboote zu benutzen (mit mir als unfreiwilligem Passagier). Diesmal wären Sophie und Niklas gern mitgefahren, aber Carsten lehnte zunächst ab, da sein Arm das noch nicht mitmacht.
Als aber die Kinder bettelten („ach, bittebitte, Öpilein!“), gab er doch nach, und fuhr ein Stück mit ihnen.

Es ist wohl nicht erstaunlich, dass wir mehrmals für eine Familie gehalten wurden. Ich gehe vom Alter her locker als ihre Mutter durch, wirke außerdem sogar noch deutlich jünger, als ich bin. Und bei Männern gibt es ja kein Alterslimit, zumal die Ähnlichkeit von Carsten und seinen Enkeln frappierend ist.
Wie machen das eigentlich Paare mit leiblichen Kindern – also richtige Eltern? Wenn sie pausenlos auf ihre Kinder aufpassen müssen, finden sie doch überhaupt keine Gelegenheit, sich mal ungestört zu einem Schäferviertelstündchen zurückzuziehen.

Am Spätnachmittag waren die Kinder merklich müde, und Carsten und ich hatten auch mehr als genug. Also fuhren wir wieder zurück. Wir lieferten die Kinder wieder daheim bei Verena ab, und traten selbst den Heimweg an, um das längst fällige Schäferhalbstündchen nachzuholen..
Erst am Abend gab Carsten zu, dass sein Arm sich wieder deutlich verschlechtert hat. Das sind wohl die Folgen der Ruderei, und war abzusehen gewesen.

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Twitter-Twist //2200

Seit Twitter die Nutzeroberfläche umgestellt hat, habe ich den Eindruck, dass ich nur noch einen Teil der Tweets mitkriege. Wenn ich Twitter starte, ist meine TL voll mit Tweets, die bereits älter sind. Nicht nur Tweets von Leuten, denen ich folge sind dabei, sondern auch Tweets von anderen Twitterern, die jene nur geliket haben. Beim Vergleich mit Tweetdeck fällt auf, dass die normale Oberfläche etliche aktuelle Tweets gar nicht anzeigt, manche nur zeitverzögert.
Was ich an fehlenden Tweets mitkriege, ist sicher nur die Spitze des Eisbergs. Auch bei den Erwähnungen ist es schon passiert, dass ich einzelne Erwähnungen mal kurz gesehen habe, aber dann waren sie wieder verschwunden. Mails darüber kriege ich ja aus irgendwelchen Gründen eh nicht. Sorry, wenn ich nicht reagiere. Manche Mitteilungen erreichen mich offenbar gar nicht.
So ist irgendwie (zumindest derzeit) die Luft aus Twitter raus.

Sei es, wie es sei. Hier folgen meine früheren Tweets vom 30. November bis 9. Dezember 2018.

Wenn High Heels die einzige Möglichkeit sind, auf Augenhöhe zu kommen ..
+Ernsthaft – es ist schon traurig, wenn das Selbstwertgefühl hauptsächlich von den Schuhen abhängt.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 10 Tagen. #Countdown 2*5 = 0xA = LF = X = 1010
Verschreiber des Tages: einreist statt einreißt
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 11 Tagen. #Countdown 11 = 0xB = VT = XI = 1011
Verleser des Tages: Kontraktion statt Kunstaktion
Ein Füllhorn voller Tweets //2010 Zweitausendzehn
Eigentlich wollte der Chef heute mal früher aufhören.
Verhörer des Tages: Chorgeist statt Korpsgeist
Genug #Hausarbeit gemacht. Das #Wochenende kann kommen.
Mikrogewelltes #Käsebrot, ein Rest #Sauerkraut und #Salsa. #Gaumenfreude
Ich spreche nicht von Schuld oder Moral, sondern über Ursächlichkeit und Auswirkungen.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 12 Tagen. #Countdown 2^2*3 = 0xC = FF = XII = 1100
Verleser des Tages: #Legali-Zeit statt #legalizeit
„.. die Tor‘ macht weit!“ //2009 Zweitausendneun
Betriebswirtschaft ist Zahlenquälerei.
Verschreiber des Tages: mindset statt mindest
Mein privater #Nikolaus hat mich heute schon seine Rute spüren lassen.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 13 Tagen. #Countdown 13 = 0xD = CR = XIII = 1101
Verleser des Tages: [Weihnachts] -döner statt -dinner
Gedanken einer Ex-Schlampe //2008 Zweitausendacht
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 14 Tagen. #Countdown 2*7 = 0xE = SO = XIV = 1110
Verleser des Tages: Geschlechtskrankheit statt Geschlechtergerechtigkeit
Besetzt //2007 Zweitausendsieben
Aktuell aber arg Kindergarten hier auf Twitter. Wenn das jeden Abend so ist, verpasse ich nichts, wenn ich sonst um die Zeit offline bin.
Debugging von Layer-8-Objekten ist immer so kompliziert.
Was alles an mir hängenbleibt, wenn der Chef nicht da ist.
Verschreiber des Tages: Autorun statt Autorin
Ich werde wohl nie verstehen, warum man jemandem in den Rücken fällt, der doch offensichtlich auf der gleichen Seite steht.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 15 Tagen. #Countdown 3*5 = 0xF = SI = XV = 1111
Verleser des Tages: Weib statt Web [Design]
Mathematik ist .. //2006 Zweitausendsechs
Noch im Büro, und draußen ist’s schon dunkel.
Verschreiber des Tages. Eisenerz statt Eisenherz
Wieder mal so ein schmieriger Unternehmensberater dagewesen.
+Dabei glaube ich, dass sogar recht viele Frauen auf seine schleimig-gönnerhafte Art Charme abfahren würden.
Verleser des Tages: explosiv statt sexpositiv
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 16 Tagen. #Countdown 2^2^2 = 0x10 = DLE = XVI = 10000
+Gestern verpasst: Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 17 Tagen. #Countdown 17 = 0x11 = DC1 = XVII = 10001
Innere Leere //2005 Zweitausendfünf
Verhörer des Tages: Buben statt Buden
Welche Frisur wird zukünftig noch am ehesten opportun sein? #Umfrage Die von [Angela M|Annegret KK|Andrea N|anderer]
+Und ja .. die Anniteration ist mir aufgefallen.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 18 Tagen. #Countdown 2*3^2 = 0x12 = DC2 = XVIII = 10010
Verleser des Tages: [Kuschel-] Porno statt Ponscho
Ultimative Suchbegriffe //2004 Zweitausendvier
Was? Nach dem #Kopftuch sind Zöpfe jetzt auch schon verpönt? Was darf man denn politisch korrekt noch tragen? Bunten Bürstenhaarschnitt?
Der Chef ist heute noch länger unterwegs.
+Und seine Geliebte wartet sehnsüchtig auf ihn.
Bin dafür, den Freitagnachmittag ersatzlos zu streichen.
Versprecher des Tages: wichsen statt switchen

Eigentlich wollte ich diesen Post bereits gestern veröffentlichen. Da ist mir am Morgen aber etwas die Zeit knapp geworden, so dass die Veröffentlichung noch zurückstellte, weil ja eh noch Wochenende ist.
Wäre mir bewusst gewesen, dass gestern bereits Ultimo war, hätte ich es noch irgendwie schaffen können.
Aber so ist jetzt halt schon September. Irgendwie ist das inkonsistent mit meinem sonstigen Blogtiming, weswegen ich hier zumindest die Hintergründe dafür dokumentiere.

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Die Willkür der Walküre #breakpointUrlaub2019 //2199

Eigentlich war ich ursprünglich nicht sicher, ob ich über die folgende Urlaubsbegebenheit bloggen soll, aber jetzt mache ich es halt doch, wenn auch etwas gekürzt. Es wird zwar noch ein paar andere Beiträge geben, die vom Urlaub zumindest inspiriert sind, die habe ich aber noch nicht fertig ausformuliert.

Es war gleich am ersten Abend, als wir im Hotelrestaurant aßen. Ich trug meinen kürzesten Rock, wie ich es mir im Büro niemals erlauben würde. Er war fast nur ein breiter Gürtel, der gerade so die hinteren Backen bedeckte (solange ich mich nicht bückte). Dazu ein piteltransparentes Top. Unter beidem nichts drunter. Ja, das wirkte schon leicht nuttig, aber im Urlaub darf ich das. Und in ein paar Jahren bin ich dafür vielleicht eh zu alt.
Wir waren gerade im Begriff, uns an unserem Tisch niederzulassen, als plötzlich eine Stimme von hinten rief: „Carsten? Carsten Klugsch? Bist du das?“

Carsten sah auf. Eine Frau in den Mittfünfzigern in Begleitung eines Mannes hatte Carsten angesprochen. Sie trug ein fast bodenlanges Hängekleid, bei dem ich mich unwillkürlich fragte, welche Unmengen an Stoff dafür draufgegangen waren. Der Ausschnitt nötigte zum unfreiwilligen Blick auf das Wabern der extensiven Brüste. Sie war der Typus, bei dem Carsten sonst bemerkt „Was ist ihr Mann nur mit ihr gestraft!“ oder „Da hätte ich dich schon längst rausgeschmissen“.
„Ich bin Ortraud“, erklärte sie“, „ich hatte mit Ingrid studiert. Wir haben uns bei $Ereignis mal kennengelernt. Ist Ingrid auch hier? Wie geht es ihr?“
Was ist doch die Welt klein, dass hier im abgelegensten Winkel Leute auftauchen, die Carsten früher mal gekannt haben. Und was muss man für ein Personengedächtnis haben, um jemanden wiederzuerkennen, den man vor über zwanzig Jahren mal beiläufig kennengelernt hat?

„Ingrid ist vor achteinhalb Jahren gestorben.“
„Ach, das ist traurig! Das habe ich nicht mitbekommen. Deshalb habe ich schon so lange nichts mehr von ihr gehört. Mein allerherzlichstes Beileid!“
„Das ist Anne, meine Frau“, stellte Carsten mich nun vor.
Ortraud ignorierte mich, während ihr Begleiter mich mit Blicken auszog und zu verschlingen trachtete.
„Es muss schwer sein, eine Frau wie Ingrid zu verlieren. Sie war unersetzlich.“
„Für unsere Töchter war es nicht leicht.“
„Ach die beiden Mädchen! Ich erinnere mich, dass das so süße, reizende Kinder waren. Was machen die zwei denn?“
„Sie sind inzwischen auch Mütter“, antwortete Carsten knapp. Kein Grund zu erwähnen, dass die eine derzeit noch alleinerziehend ist, und die andere in einer lesbischen Partnerschaft lebt.
„Ach wie lieb! Zu schade, dass wir morgen bereits abreisen. Sonst hätten wir mal was zusammen unternehmen können“, fuhr Ortraud wie ein Wasserfall fort.
Carsten brummte nur etwas, was man als Zustimmung hätte interpretieren können. Oder auch nicht.

Ortraud fuhr fort: „Ach, was war Ingrid doch für eine liebe Freundin! So warmherzig und immer auch für andere da. Trotzdem hatte sie ein intuitives Gespür für Betriebswirtschaft, wie ich es nur selten erlebt habe. Sie konnte tatsächlich eins und eins zusammenzählen.“ Während sie mich die ganze Zeit über nicht zur Kenntnis genommen hatte, warf sie mir plötzlich einen Blick zu und fragte brüsk in meine Richtung: „Können Sie das auch? Was ergibt eins und eins?“
Aufgrund ihrer unerwarteten Aufmerksamkeit war ich etwas irritiert. Außerdem war die kontextlose Art ihrer Fragestellung nicht eindeutig. Meinte sie Verundung (result = 1), oder Addition (binär result = 10, dezimal result = 2), oder etwa Stringkonkatenation (result = ’11‘)? Also fragte ich zurück: „Was? Wie genau meinen Sie das?“
„Also nicht!“, nickte sie zufrieden, „das dachte ich mir doch.“
Carsten ergriff das Wort und stellte klar: „Für meine Bedürfnisse reichen die Fähigkeiten von Anne.“
Ich setzte mein sanftestes Lächeln auf und schwieg vielsagend, während Carsten mir seinen gesunden Arm um die Taille legte, und mich enger an sich zog.

Ortraud schien verdattert und indigniert, entschloss sich wohl dann zum Rückzug.
„Vielleicht sehen wir uns später noch an der Bar?“, fragte sie noch.
„Wir haben bereits andere Pläne“, antwortete Carsten. Diese Pläne waren unmittelbar zuvor erst entstanden, und bestanden darin, gerade nicht an die Bar zu gehen.
„Schade. Naja, schön, dich mal wiedergetroffen zu haben.“

Nach ein paar allgemeinen Abschiedsfloskeln, watschelte Ortraud davon. Ich hörte noch, wie sie ihren Begleiter anraunzte: „Glotz nicht so! Ihr Männer seid so oberfläch..“

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Testival //2198

Seit ein paar Tagen arbeitet Leonie hier.
Da in der Fertigung noch umgebaut wird, so dass dort momentan einiges stillsteht, habe ich sie vorläufig der Geräteentwicklung zugeteilt. Ulrich ist zwar ab nächster Woche in Urlaub, aber er kann sie vorher noch einweisen. Danach bin halt ich doch wieder zuständig.
Im Rahmen einer Forschungskooperation sind einige Versuchsreihen durchzuführen. Dafür haben wir auch wieder einen Masterstudenten einer anderen Uni hier. Bei diesen Versuchsreihen kann sich Leonie erst mal nützlich machen. Da gibt es doch auch einiges zu tun, für das man keine spezielle Ausbildung braucht, und sie erhält Einblick in die Vorgehensweisen.

In der IT-Abteilung haben wir einen neuen Azubi (Fachinformatiker Systemintegration – da wird wohl wieder mal ein Integrationskurs fällig), der vor ein paar Jahren mal bei uns am Schüler-Technik-Tag war. Zwar erinnere ich mich nicht mehr an ihn, aber offenbar verpufft der Schüler-Technik-Tag doch nicht so ganz folgenlos.
Ich muss Leonie gelegentlich mal fragen, ob sie mal an einem Girls‘ Day teilgenommen hat.

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Ein Blick in die Vergangenheit //2197

In meiner Schulzeit war ich im Wesentlichen Einzelgängerin und auch etwas Außenseiter. Das schloss nicht aus, dass ich mit einer Gruppe Mädchen (darunter meine Cousine Kathrin, die in eine Parallelklasse, zeitweise sogar in dieselbe Klasse ging) befreundet war. Diese waren – ähnlich wie ich – ruhig, brav und strebsam. Wir verbrachten die Pausen zusammen und tauschten uns aus darüber, was für unseren Schulalltag relevant schien.
Nach dem Abitur verloren wir uns schnell aus dem Augen (selbst mit Kathrin hielt ich nur noch lose verwandtschaftlichen Kontakt). Eine, die in derselben Stadt studierte, traf ich dort zufällig noch zwei oder drei mal. Der ältere Bruder einer anderen studierte an der gleichen Fakultät wie ich. Ihn sah ich hin und wieder, so dass wir zumindest Grüße austauschen konnten. Das war alles.
Während wir uns in unserer Jugend immer gut verstanden hatten, nervte Kathrin nur noch, als sie etliche Jahre später nach $NichtImSauerland zog. Wir hatten uns in den dazwischenliegenden Jahren völlig auseinanderentwickelt. Vielleicht erinnern sich langjährige Leser ja noch daran, dass Kathrin es sich in den Kopf gesetzt hatte, mich mit einem „netten“ Mann zu verkuppeln. Als ob ich irgendsoeinen rückgratlosen Pudel wollte! Es ist gut, dass sie jetzt wieder in der alten Heimat wohnt, und dort inzwischen eine Familie hat. Unser Kontakt beschränkt sich auf zwei bis drei Nachrichten im Jahr und sporadische Familienfeste.

Kürzlich, als ich bei der mütterlichen Geburtstagsfeier war, schauten wir dort ein paar alte Fotos an. Da kamen viele Erinnerungen wieder hoch, weshalb ich jetzt wieder ein paar hier aufgeschrieben habe.

Die Entlassfeier der Abituria fand eines Abends in der Stadthalle der Kreisstadt statt. (Den Abiball am nächsten Abend besuchte ich übrigens nicht.) Die nächsten Verwandten waren ebenfalls eingeladen. Der Schuldirektor, der Bürgermeister, der Vorsitzende des Elternbeirats und was weiß ich, wer sonst noch alles, hielten Reden, bevor schließlich die Abizeugnisse in geschlossenen Umschlägen verteilt wurden, indem jeder Abiturient namentlich aufgerufen wurde, um dann nach vorne zu gehen und den jeweiligen Umschlag überreicht zu bekommen.
Eigends zu diesem Anlass hatte ich ein neues Kleid bekommen: mittlere Länge, weit schwingend, hochgeschlossen, aber schick in seiner bestechenden Schlichtheit (sprich ohne Rüschen und Schnörksel).

Eben dieses Kleid trug ich auch ein paar Wochen später bei einer Familienfeier. Davon gab es einige Fotos. Auf einem davon war ich besonders gut getroffen. Dieses Foto fiel Carsten auf. „Wow! Was für eine wunderschöne junge Frau.“
Mit zeitlicher Distanz muss ich zugeben, dass er recht hatte. Aber – „Das hat mir damals nur niemand gesagt. Ich war nur die verschrobene, dürre Bohnenstange.“
Verdammt! Das ist über zwanzig Jahre her. Seither habe ich mich weiterentwickelt vom verunsicherten Landmädchen zu einer selbstbewussten, erfahrenen Frau. Meine Jugend mag zwar inzwischen ziemlich vergangen sein, aber mein Körper hat sich schlank, straff und knackig gehalten. Im Rückblick erstaunt es mich, mit welcher Wirksamkeit es damals Nachbarinnen, Mitschülerinnen, Verwandte und sonstige Bekannte schafften, mir subtil einzureden, ich sei für Männer völlig unattraktiv.

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Latte am Morgen #breakpointUrlaub2019 //2196

Als wir am Urlaubsort angekommen waren, hatten wir gerade noch Zeit, beim „Langschläferfrühstück“ kontinental zu frühstücken, bevor das Hotelrestaurant geschlossen wurde.
Also suchte ich ein paar Brötchen, etwas Wurst und Käse, und platzierte sie auf einem Tisch. Kaum hatten wir uns hingesetzt, kam die Bedienung, um zu fragen, was wir zu trinken wünschten. Leider sprach sie praktisch kein Englisch, so dass die Verständigung schwierig war. Ich erklärte also, dass ich Kaffee wolle. Sie fragte zurück welchen, bzw. zählte die Optionen auf. Espresso wollte ich nicht, so dass ich einverstanden mit Caffè Americano war. Die Bedienung brachte also ein Kännchen schwarzen Kaffee. Kaffeesahne oder Milch fehlte. Um nicht wieder erst auf die Bedienung warten zu müssen, holte ich kurzerhand etwas Vollmilch von der Getränketheke.

Am nächsten (und allen folgenden) Morgen bevorzugte Carsten Fruchtsaft oder Milch, während ich meinen Morgenkaffee nicht missen wollte. Um das Problem mit der Milch zu umgehen, bestellte ich halt Cappuccino. Der schmeckte seltsam süßlich, mein zweiter nicht ganz so süßlich, aber auch nicht toll (kein Vergleich mit dem Cappuccino mit echtem Milchschaum an der Poolbar).
Den Versuch mit dem Cappuccino zum Frühstück wiederholte ich nicht. Stattdessen bestellte ich das nächste Mal Caffè Latte. Siehe da – ich erhielt ein Kännchen mit Kaffee und ein Kännchen mit Milch. So war das OK. So wollte ich das an den anderen Morgen ebenfalls. Allein – es klappte nicht mehr, was sicherlich auch an Sprachproblemen lag.
Mal bekam ich eine einzelne Tasse mit Milchkaffee. Als ich Nachschub wollte, musste ich länger warten (sonst war das Personal immer sehr aufmerksam und flott, bloß mit dem Frühstückskaffee haperte es zeitweise), bekam danach noch ein Kännchen Kaffee und ein Kännchen Milch, obwohl mir inzwischen eine Tasse gereicht hätte.
Als ich das nächste Mal irgendwie erklärte, dass ich Kaffee und Milch separat will, erhielt ich eine Tasse schwarzen Kaffee und ein Kännchen Milch. Ähnliches passierte mir mehrmals. Danach bestellte ich nur noch schwarzen Kaffee, denn Milch hatte ich ja bereits. Es war Glücksache, ob ich dann eine Tasse oder doch noch ein ganzes Kännchen Kaffee erhielt.

Es wäre mir ohnehin wesentlich lieber gewesen, unsere Getränke selbst aus Automaten zu zapfen oder an einer Theke zu holen. Da kann man sich selbst bedienen, wie man mag, ohne mit dem Servicepersonal kommunizieren zu müssen. Das Personal war ja wirklich hilfsbereit und gutwillig, aber mit einigen gab es schon Sprachprobleme, so dass man ihnen manche Wünsche nicht so differenziert verständlich machen konnte, wie es nötig gewesen wäre.

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Verarmt //2195

Ich bin mit Bloggen ziemlich in Rückstand geraten.
Deshalb trage ich heute nur knapp etwas nach, um wieder aufzuholen.

Nachdem Carsten sich kurz vor dem Urlaub am Abend den Arm verletzt hatte, hatte er sich ambulant an der Chirurgischen Klinik behandeln lassen, wo er auch die Orthese bekommen hatte.

Nach dem Urlaub besorgte ich ihm einen Termin bei Otto, den er nach Feierabend wahrnehmen konnte. Die beiden verstanden sich ganz gut, und so vereinbarten sie, dass wir demnächst (sobald Casten den Arm wieder einigermaßen normal gebrauchen kann) zusammen in einem Restaurant zu Abend essen. Dabei wollen wir u.a. auch über die Weiterführung des Medizinerprojektes sprechen – gilt also als steuerlich absetzbares Geschäftsessen.

Otto schlug vor, dass Carsten bereits mit Physiotherapie beginnen soll. Das würde die endgültige Genesung beschleunigen. Ansonsten würde es deutlich länger brauchen, bis der Arm wieder voll einsatzfähig ist.
Carsten überlegt noch. Denn eigentlich hat er keine Lust, zweimal die Woche zu einer Physiotherapeutischen Praxis zu fahren (Hausbesuche haben wir zwar erwogen, uns aber aus Gründen dagegen entschieden), und dort erst zu warten und dann Übungen zu machen. Dann dauert es im schlimmsten Fall halt ein paar Wochen länger, bis der Arm wieder völlig in Ordnung ist.

Die Schiene muss Carsten inzwischen weniger tragen. Er kann sie also abnehmen, wenn sie ihn behindert, soll den Arm aber weiterhin noch möglichst schonen und unnötige Bewegungen und Belastungen vermeiden.
So richtig eindeutige Aussagen kriegt man halt von Ärzten nicht zu hören. Auch von Otto nicht.

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Tweetrecycling //2194

Aufgrund des Urlaubs hinkt meine Blogveröffentlichung der gebrauchten Tweets der Twitterveröffentlichung wieder um ein etwa Dreivierteljahr hinterher. Hier seht ihr also meine Tweets vom 20. bis 30. November 2018.

.waitfor(summer); //seufz
Verleser des Tages: Ekelschimmel statt Edelschimmel
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 19 Tagen. #Countdown 19 = 0x13 = DC3 = XIX = 10011
Verdammt, ich Schussel! Wieder mal versehentlich Milch ins Kaffeepulver geschüttet.
The Blog Must Go On //2003 Zweitausenddrei
Wie haltet ihr’s normalerweise mit den Mitarbeitergesprächen? #Umfrage [Gar nicht|Ende des Jahres|Einmal pro Jahr irgdwann|Öfter]
Verschreiber des Tages: ermannt statt ermahnt
Manchmal schon erstaunlich, was man in einem Mitarbeitergespräch erfährt.
Feminismus ist ein totes Pferd, das nur noch von Leichenschänderinnen geritten wird.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 20 Tagen. #Countdown 2^2*5 = 0x14 = DC4 = XX = 10100
Verleser des Tages: Mutterschaft statt Mittäterschaft
Keybenotet //2002 Zweitausendzwei
SESSION_BEGIN
+SESSION_END
Verschreiber des Tages: süßlich statt südlich
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 21 Tagen. #Countdown 3*7 = 0x15 = NAK = XXI = 10101
Verleser des Tages: [mögliche] Erkältung statt Erklärung
Der Anstand des Anstehens //2001 Zweitausendeins
Bierrassismus ist, wenn man nur Weißbier trinkt, und dunkles Bier ablehnt.
Verschreiber des Tages: ungezogen statt umgezogen
Doofer Edge! Noch nicht mal ein vernünftiger DOM Explorer.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 22 Tagen. #Countdown 2*11 = 0x16 = SYN = XXII = 10110
Verleser des Tages: Krankenkassen statt Kosakenzipfel
Sdummel //2000 Zweitausend
Nächste Geschäftsreise erfolgreich verhindert.
Verschreiber des Tages: Hambug statt Hamburg
Ich habe es immer noch nicht ganz verinnerlicht, dass manche Personen sachlichen Argumenten nicht zugänglich sind.
Wer seinen Arbeitgeber vor den Kopf stößt, braucht sich nicht über ein mieses #Arbeitszeugnis zu wundern.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 23 Tagen. #Countdown 23 = 0x17 = ETB = XXIII = 10111
Verleser des Tages: MINT-Fächer statt Mint-Farben
Listen Mode //1999 Neunzehnhundertneunundneunzig
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 24 Tagen. #Countdown 2^3*3 = 0x18 = CAN = XXIV = 11000
Verleser des Tages: Zuckerbrot statt Zuckerberg
Noch immer Kreislaufbeschwerden.
Verschreiber des Tages: Analss statt Anlass
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 25 Tagen. #Countdown 5^2 = 0x19 = EM = XXV = 11001
Verleser des Tages: „Block Friday“ statt „Black Friday“
Nun will der Lenz uns twittern //1998 Neunzehnhundertachtundneunzig
Noch ganz entspannt einen Kaffee trinken, bevor das Wochenende beginnt.
Verhörer des Tages: Grölemaier statt Grönemeyer
Wer an die Finanzierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens #BGE glaubt, glaubt auch an ein Perpetuum mobile.
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 26 Tagen. #Countdown 2*13 = 0x1A = SUB = XXVI = 11010
Verleser des Tages: „Science Fiction“ statt „Sundance Film“
Wiederbelebungsversuch //1997 Neunzehnhundertsiebenundneunzig
Nächster größerer #Milestone auf meiner persönlichen #Roadmap in 27 Tagen. #Countdown 3^3 = 0x1B = ESC = XXVII = 11011
Verhörer des Tages: IT-Chef statt „ein T-Shirt“
Eine Runde virtuelle Domonosteine für alle!
Verleser des Tages: Hirnrichtung statt Hinrichtung
Hat mich jemand vermisst? [Und wie!|Bisschen|Gar nicht|Du warst weg?]
Von Knoten und Blümchen //1996 Neunzehnhundertsechsundneunzig
Verschreiber des Tages: denkbar statt dankbar
Verleser des Tages: Telemedizin statt Tiermedizin
Dress for Success //1995 Neunzehnhundertfünfundneunzig

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Feier in der alten Heimat //2193

Kaum waren wir vom Urlaub zurückgekommen, stand auch schon die Geburtstagsfeier meiner Mutter an. Wir hatten am nächsten Morgen kaum Zeit gehabt, unser Urlaubsgepäck auszupacken, als wir am Spätvormittag aufbrachen. Dadurch hatten wir kaum einen Zeitpuffer und ich nahm es in Kauf, eventuell verspätet zum Mittagessen zu erscheinen. Da Carsten immer noch Armprobleme hatte, fuhr ich selbst.

Diesmal gab es Kartoffelsuppe (die ich nicht sonderlich mag) und Apfelstrudel.
Meine Mutter hatte so ziemlich die ersten reifen Äpfel dafür verwendet. Apfelstrudel hatte ich schon seit etlichen Jahren nicht mehr gegessen. Ich meine nicht die Art Apfelstrudel mit Blätterteig und Apfelstückchen, die man in Restaurants bekommt oder aus der Tiefkühltruhe selber fertigbacken kann.
Meine Mutter hat da ein ganz anderes Rezept mit einem speziellen Teig. Der wird ganz dünn ausgewälzt, mit hauchdünn gehobelten Apfelscheiben reichlich bedeckt, mit Zucker und Zimt bestreut, und dann eng zusammengerollt. Traditionell macht meine Mutter insgesamt sechs solcher Strudel, vier mit Rosinen und zwei (vorrangig für mich) ohne. Die Strudel kommen dann in feuerfeste Formen, werden mit zerlassener Butter bestrichen und schließlich im Backofen gebacken.
Diese Strudel sind nicht so bröselig, sondern haben eine viel geschmeidigere, angenehmere Konsistenz. Und ich muss mich nicht über Rosinen ärgern.

Am Nachmittag kamen dann Sabine und ihre Familie.
Meine Mutter brachte eine Schachtel alter Fotos, die wir dann gemeinsam anschauten. Insbesondere David wollte zu fast jedem Bild eine Geschichte hören. Zwischendurch erzählte er von seiner Lehrerin, und dass sie einmal ein Kleid mit einem Schlitz angehabt hatte, das sei hochgerutscht, so dass er ihr Höschen habe sehen können.
Meine Mutter und meine Schwester echauffierten sich (anscheinend nicht zum ersten Mal) über die Schamlosigkeit der Lehrerin, während ich es bemerkenswert fand (das aber nicht laut äußerte), dass sie überhaupt ein Höschen getragen hatte. Naja, ich hatte das bei unseren Urlaubsflügen während des Sicherheitschecks auch getan, weil ich es schon gewohnt bin, dort abgetastet zu werden. Lästig genug, dass das sexistischerweise immer von einer Securitymitarbeiterin gemacht wird, und man sich das Geschlecht des Abtasters nicht aussuchen kann.
David erzählte dann weiter, dass er sich einen Computer wünsche. „Ich hab frei bald Geburtstag, Dande Anne“, fügte er hinzu, und schaute mich dabei so treuherzig an, dass es mir schwer fiel, ernst zu bleiben.
„Wozu brauchst du denn einen Computer, David?“, fragte ich zurück.
„Damit kamma gaaanz kuhle Spiele machen“, antwortete er, „und ich will auch ins Indernedd“.
Sabine schaffte es, das Thema zu wechseln, bevor es David gelungen war, mich zu einer Aussage zu verleiten.

Carsten’s schlimmer Arm gab uns einen guten Vorwand, schon bald nach dem Kaffeetrinken wieder zurückzufahren. Es ist nicht so, dass wir (nur) zu unserem Vergnügen wieder heim wollten. Die während des Urlaubs aufgelaufene Arbeit wartete, und machte keine Anstalten, von alleine zu verschwinden.

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Irreguläre Impressionen, Teil 2 #breakpointUrlaub2019 //2192

Die Fortsetzung der Urlaubserinnerungen 2019:

Da das Hotel für Paare konzipiert war, gab es keine Kinder, was ruhig und angenehm war, dafür aber leider recht viele Raucher, die oft genug gerade die schönsten Fleckchen okkupierten. Da hat man gerade ein gemütliches, schattiges Plätzchen gefunden, da stinkt es schon wieder von nebenan. Diese Qualmerei ist die Pest! Ich werde es wohl nie verstehen, wie man so rücksichtslos sein kann, die Luft so zu verderben, so dass andere, die sie einatmen müssen, dadurch belästigt werden und ihre Gesundheit gefährdet ist. Vom entstehenden Kohlendioxid mal gar nicht zu reden.
Es muss auch wirklich nicht sein, gleich früh die besten Liegen und mehrere Sitzgelegenheiten zu belegen (wie das einige Hotelgäste machten), sie selbst aber höchstens sporadisch zu nutzen.
Am Anfang war es noch interessant, den Zikaden zuzuhören. Aber nach und nach nervten sie nur noch. Ebenso die Wespen, die effektiv verhinderten, dass wir mal eine Mahlzeit im Freien einnehmen konnten.
Am schönsten war es am Morgen oder am Abend am Strand. Da war die Sonnenstrahlung nur mäßig, und es waren kaum Leute dort. Ich verstehe nicht, warum die meisten Urlauber am liebsten in der knallheißen Nachmittagssonne sich am Strand braten lassen, statt im Zimmer Siesta zu halten. Immerhin hatten wir dann abends unsere Ruhe am Strand, und konnten gemütlich über die Wuchsrichtung und Fraktalität eines Ensembles von Pinien philosophieren, wenn wir nicht gerade nach Steinen suchten, die penisähnlich aussahen. Leider war es aber einfacher, Steinherzen zu finden.

Das tägliche Highlight war der Flirt mit einem bestimmten Bartender (außer an seinen freien Tagen), bei dem es den allerbesten (Latte-artigen) Cappuccino gab, und die begehrlichen Blicke einiger männlicher Urlauber. Feministinnen würden deshalb empört aufkreischen. Mich munterte es auf und gab mir Auftrieb. Und die Einheimischen haben zum Glück noch keine Hemmungen, einer „bellissima donna“ ein Kompliment zu machen.
Am Morgen war es mein tägliches Ritual, mich nackt auf der Terrasse zu kämmen.
Das tägliche Lowlight dagegen waren meine unfreiwilligen anthropometrischen Beobachtungen. Mehr sage ich lieber nicht dazu.
Bei den wenigen Gelegenheiten, in denen ich mal ein paar Minuten alleine war, konnte ich fast wetten, dass mich eine Engländerin oder Französin ansprechen würde, um Smalltalk zu halten. Was habe ich bloß an mir, dass so viele Frauen überhaupt keine Zurückhaltung haben, mich zu belästigen? Ich will nicht mit denen reden, sondern doch einfach nur meine Ruhe haben.

Ich wäre ja vollkommen zufrieden gewesen, relaxenderweise mit einem Cock tail in Griffweite auf dem Liegestuhl ein wenig vor mich hinzudösen. Zwischendurch mal ein wenig ins Meer oder in den Pool. Mal wieder ein Buch lesen, und ab und zu online (die Kombination von nicht immer zuverlässigem WLAN, technischen Problemen mit meinem Notebook, für die ich nicht den Nerv hatte, häufigen kurzen Stromausfällen und kaum unbeobachteter Gelegenheit verhinderte, dass ich ein Lebenszeichen auf Twitter geben konnte – ich war schon froh, dass ich es wenigstens schaffte, eine Handvoll beruflicher Mails zu beantworten) gehen.
Aber Carsten wusste nichts mit sich anzufangen. Es gab auch kaum Angebote geführter Touren oder Ausflüge, an denen er sich hätte beteiligen können – zumindest nichts, was ihn interessierte. Im weiteren Umkreis wäre er gerne spazierengegangen. Aber das Gelände war so unwegsam, so dass er mindestens streckenweise beide Arme gebraucht hätte, um sich abzustützen, festzuhalten oder zumindest auszubalancieren.
So hing er andauernd mies gelaunt in meiner Nähe herum.

Zum Schluss stritten wir fast nur noch. Ob die Fenster auf oder zu sein sollen. Ob die Zwischentüren auf oder zu sein sollen. Wie die Klimaanlage eingestellt sein soll. Ob wir zuerst an den Strand, in den Wald oder an den Pool gehen. Ob ich uns noch mal mit Sonnenschutz einschmieren soll. Wo seine Brille schon wieder abgeblieben war. Wann wir zum Mittagessen gehen ..
Im Grunde ist es mir ja ziemlich egal, wann genau wir essen. Aber ich will das vorher wissen. Wenn wir z.B. ausmachen, um 13 Uhr zu essen, und ihm fällt dann um halb eins plötzlich ein, dass er doch erst um zwei essen will, dann kann ich das einfach nicht ertragen! Da rebelliert mein innerer Aspie. Warum ‚zifix! muss er alles umändern, obwohl es dafür gar keine zwingende Veranlassung gibt? Normalerweise hätte ich dann ja die Option, getrennt essen zu gehen, genutzt. Ging aber nicht, weil er Hilfe und Unterstützung beim Essen brauchte.
Oder wir waren gerade im Begriff, aus dem Zimmer zu gehen. Er hatte mich fast angetrieben, dass ich mich beeilen solle, oder mir zumindest subtil das Gefühl gegeben, dass er nur noch darauf wartete, bis ich endlich fertig sei. Dann fällt ihm plötzlich noch etwas ein, so dass jetzt ich auf ihn warten muss. Oder er sucht seine Schlüsselkarte, die er gerade eben noch in der Hand gehabt hatte.
Ich will auch nicht zum soundsovielten Mal aufgefordert werden, mir zum Frühstück ein Omelett („mit allem, was du willst“) machen zu lassen. Ich will am Morgen – verdammt noch mal! – kein Omelett essen. Und auch in der Früh noch keinen Obstsaft trinken. Darf er alles machen, wie er will. Auch Joghurt, Porridge, oder Vogelfutter essen. Bloß mich soll er gefälligst damit verschonen. Mir reicht Kaffee und höchstens ein Käsebrötchen.

Die erzwungene Inaktivität war für Carsten ziemlich unerträglich. Damit hätte ich kaum ein Problem gehabt. Was mir zunehmend fehlte, war ungestörter Freiraum und Zeit allein für mich. Aber es gab keine Rückzugsmöglichkeit.

Es war schon ziemlich lästig, jeden einzelnen Kleinkram jedesmal aufs Neue miteinander abstimmen zu müssen. Daheim hat man für so etwas seine eingeschliffenen Routinen.
Im Urlaub ist es wirklich anstrengend, ständig Entscheidungen treffen zu müssen. Wann will ich wohin gehen, was machen, was essen, was trinken, ..? Schwierig genug, das wiederholt für sich selbst beschließen zu müssen. Immer wieder mit jemand anderem aushandeln und einen Konsens finden zu müssen, ist völlig der Stress. Da lobe ich mir meinen Alltag mit all seinen Vorgaben, an die wir gewohnt sind. Und wenn wir wollen, haben wir immerhin die Freiheit, auch mal spontan vom strukturierten Tagesablauf abzuweichen – müssen das aber nicht per default.

Erst am letzten Abend fanden wir noch einen Schleichweg zu einem anderen Strandabschnitt, der sonst durch Klippen vom Hauptstrand abgetrennt war. Hier waren viele Steine und Unmengen von Seetang – nicht der schönste Strand, aber dafür alles menschenleer. Da es an der Bar schon keinen Sex on the Beach gab, wollten wir das wenigstens hier nachholen. Aufgrund von Carsten’s Armschiene, die wie ein Abstandhalter fungierte, war das im Stehen reichlich beschwerlich – aber ubi voluptas, ibi via. Schließlich schafften wir es, als hinter einem großen Felsen ein Mann mit einem Hund hervorkam. Er sah nicht wie ein Einheimischer aus, eher wie ein Wikinger.
Carsten und ich lösten uns stante pene unauffällig voneinander (fragt bitte nicht!) und schauten auf das Meer hinaus.

Der Urlaub war viel zu lang. Nächstes Jahr muss höchstens eine Woche wieder reichen.
Vielleicht liefere ich demnächst noch das eine oder andere Vorkommnis aus dem Urlaub nach. Vorläufig war’s das erst einmal.

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Irreguläre Impressionen, Teil 1 #breakpointUrlaub2019 //2191

Ich sag’s euch gleich: Der Urlaub war diesmal .. naja, nicht unbedingt ein Reinfall, aber doch bei weitem nicht so ungetrübt, wie wir uns das gewünscht hatten.

Dass unser Hotel recht abgelegen war, wussten wir vorher. Das hatte uns aber nicht gestört. Im Gegenteil – wir freuten uns auf einen ruhigen Urlaub, wo nicht übermäßig viel los ist, und nicht Hotel neben Hotel dicht bebaut ist.
Dass der öffentliche Nahverkehr in dieser Urlaubsregion kaum ausgebaut ist, war uns zwar halbwegs klar gewesen, aber irgendwie auch nicht völlig bewusst, und bei der Buchung egal gewesen.
Dass es in der näheren Umgebung keine touristischen Attraktionen gab, hatten wir in Kauf genommen. Wir legten ja gar keinen großen Wert auf Besichtigungen oder Action.
Dass es in fußläufiger Entfernung absolut nichts gab außer unserem Hotel – keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Restaurants, niente, nada, rien, nothing, nihil, nix – tja, hatten wir akzeptiert.
Dass das Hotel recht klein war, hatten wir vorher zur Kenntnis genommen. Dass die Anlage so sehr winzig war, merkten wir erst, als wir dort waren. Insbesondere gab es nur einen Pool, und zwei Bars (d.h. eigentlich nur anderthalb, denn die Strandbar hatte nur nachmittags geöffnet, und außerdem gab es dort keine Cocktails, während es dagegen an der Poolbar kein Eis gab). Die Auswahl an Cocktails und Spirituosen war vergleichsweise gering. So gab es beispielsweise noch nicht einmal meinen Favoriten Pina Colada, weshalb ich meine Vorliebe für Brandy Alexander entdeckte. Carsten dagegen kippte schließlich einen Espresso in einen Tequila Sunrise, nannte das entstandene Gesöff Express-o-Sunrise, und trank es, obwohl es optisch eher an Jauchegrube Surprise erinnerte. Ich hingegen kreierte einen neuen Digestif, indem ich Grappa mit einem regionalen Kräuterlikör mischte.

Das Hotel – naja – hätte das Bett die üblichen Abmessungen gehabt, wäre unser Zimmer ja ganz OK gewesen. Aber es war zwar breit, aber zu kurz. Auch der Pythagoras konnte nicht viel retten, denn schließlich mussten wir uns zu zweit hineinlegen, und konnten das nur parallel zu einer Diagonalen. Von der Fläche her war es sogar größer als unser Bett daheim in der Wohnung. Bloß das Seitenlängenverhältnis war absolut ungünstig. Dazu kam, dass wir nur eine gemeinsame Decke hatten (die zumal noch fest unter die Matratze gestopft war, so dass ich sie jedesmal erst unten herauszerren musste). Im Winter ist eine geteilte Decke kein Problem, weil man sich eh aneinander schmiegt. Aber im Sommer will ich meine Beine und Arme nach Belieben in alle Richtungen hinausstrecken können. Das geht aber nicht, wenn ich die Decke teilen muss.
Diese Beengtheit beeinträchtigte unseren Schlaf. Beim Sex gab es sowieso schon Einschränkungen, weil Carsten den verletzten Arm nicht gebrauchen konnte. Das fast quadratische, kurze Bett begrenzte unsere Aktionsmöglichkeiten noch weiter. Und ich weiß auch nicht so recht – irgendwie kamen wir seltener in die richtige Stimmung und der Schwung fehlte [Ein bisschen war das wohl auch meine Schuld. Hatte ich doch gleich am ersten Tag darauf hingewiesen, dass unser Bett direkt vor der Terrassentür steht. Von der ebenerdigen Terrasse aus hätte jeder durch die offene Tür hereinschauen können, der zufällig draußen vorbeigeht. Ich erwähnte, dass mich die Vorstellung erregt, dass uns von draußen Männer zuschauen und sich dabei einen abwi*en. Hätte ich nicht sagen sollen, da ich ja weiß, dass Carsten meine exhibitionistische Neigung nicht teilt, und dass er immer übervorsichtig ist, dass uns nur ja niemand sieht.].
Positiv war, dass das Zimmer funktionell eingerichtet war, also ohne überflüssige Schnörksel und Dekokram. Außer Unmengen von Kissen. Leider gab es viel zu wenig Ablageflächen. Und was nützt mir ein Bademantel, wenn es nirgends einen Haken oder sonstige geeignete Möglichkeit gibt, ihn aufzuhängen.
Ob die Dusche den üblichen thermodynamischen Naturgesetzen gehorchte, fanden wir nie heraus. Es gab drei unbeschriftete Drehknöpfe, und aufgrund von Durchlaufverzögerung und Hysterese erschien es, als säße ein Dämon dahinter, der rein zufällig Wasser mit irgendeiner unvorhersehbaren Temperatur auslaufen ließ, egal an welchen Knöpfen man gedreht hat.

Das Essen war in Ordnung gewesen (die Desserts sogar sehr gut – aber gerade da wollte ich mich eigentlich zurückhalten), wurde aber recht schnell langweilig, da es kaum Abwechslung gab. Von anderen Urlauben waren wir eine größere Auswahl und Vielfalt an Speisen gewöhnt, aber dafür war dieses Hotel wohl zu klein. Vielleicht hätten wir uns einen Besuch in einem anderen Restaurant gegönnt, aber es gab ja keine erreichbare Alternative. Da Carsten nur einseitig agieren konnte, musste ich ihm das Essen größtenteils holen und zumindest helfen, größere Stücke kleinzuschneiden. Dadurch zogen sich unsere Mahlzeiten ziemlich in die Länge – hatten ja eh nichts anderes zu tun.
Das Personal war äußerst aufmerksam, manchmal jedoch zu zuvorkommend. Mehr als einmal wurden unsere Teller abgeräumt, obwohl wir sie noch hätten leer essen wollen. Und andauernd musste man aufpassen, dass einem nicht unverlangt Wein oder Wasser nachgeschenkt wurde.

Carsten langweilte sich. Aufgrund seiner Verletzung konnte er weder schwimmen noch radfahren. Strandwanderungen gingen, aber da der Strand stark abschüssig war und man bei jedem Schritt tief einsank, war das anstrengend (außerdem hatte mir irgendso ein Depp am Flughafen seinen Trolley in die Ferse gerammt – gerade die ersten Tage schmerzte das manchmal so sehr, dass ich leicht humpelte) statt entspannend. Der Sand war grobkörnig bis kieselig und teilweise scharfkantig (immerhin habe ich jetzt ganz zarte Füße, da der Sand die Hornhaut restlos weggeschmirgelt hat), so dass Badeschuhe sinnvoll gewesen wären, was uns die Sache ziemlich verleidete. Angenehm war dagegen der kleine Pinienwald, der das Hotel umgab. Für ausgedehnte Spaziergänge war er jedoch zu klein.
Das Meer hatte kaum Wellengang und das Wasser war so klar, wie ich es noch nie gesehen hatte. Die Gezeiten waren nicht merklich wahrnehmbar. Das Wechselspiel zwischen Licht und Wasser erzeugte surrealistisch wirkende Moirémuster. Wäre ideal zum Schwimmen gewesen, aber das konnte Carsten ja nicht.
Unter anderen Umständen hätte Carsten sich einen Mietwagen ausgeliehen, wie es manche andere Hotelgäste machten, aber mit dem verletzten Arm, war das keine Option. Er versuchte, mich zu überreden, dass ich fahren solle, aber zum Glück hatte ich meinen Führerschein daheim gelassen. Ich tue mir im Urlaub nicht den Stress an, in einem fremden Land mit anderen Verkehrsgepflogenheiten mit einem fremden Auto in unbekannter Gegend auf ungewohnten Straßen herumzufahren.

Hier ist ungefähr die Hälfte meines vorbereiteten Textes über unseren Urlaub. Eigentlich sehe ich ihn als zusammenhängendes Kapitel. Da er aber zu lange geworden ist, splitte ich lieber in zwei Einträge auf.

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Ritornati #breakpointUrlaub2019 //2190

Wir sind zwar schon seit Freitag wieder im Lande, aber ich habe es seither nicht geschafft, mich um mein Blog zu kümmern. Am Samstag mussten wir gleich in die alte Heimat zur Geburtstagsfeier meiner Mutter, und gestern haben wir uns dann erst mal aklimatisiert (war dringend nötig!).

Jetzt beginnt schon wieder eine ganz normale Arbeitswoche, in der ich mich in der Firma erst mal wieder auf den aktuellen Stand bringen muss, und einige Arbeiten nachzuholen sind.

Was den Urlaub betrifft, so brauche ich noch ein wenig Zeit, meine Gedanken zu ordnen und bloggeeignet zu digitalisieren.
Gebt mir noch ein paar Tage, um mich wieder einzufinden. Vorläufig werde ich noch nicht im gewohnten Rhythmus bloggen.

OT ist mir gerade aufgefallen, dass der heutige Beitragsindex ein Annegramm der Jahreszahl ist – die drei letzten Ziffern sind sogar eine zyklische Permutation.

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Ciao! //2189

Obwohl wir erst morgen in den Urlaub aufbrechen, verabschiede ich mich schon heute. Morgen früh habe ich keine Zeit mehr, könnte höchstens einen Eintrag vorplanen. Aber das bringt nichts.

Das Blog pausiert also vorläufig.
Ich gehe davon aus, dass wir im Hotel WLAN haben, und eigentlich sollte ich zwischen dem ganzen Dolcefarniente genug Zeit haben, gelegentlich mal hier oder bei Twitter vorbeizuschauen. Ich möchte aber nichts versprechen, was mich vielleicht unter Druck setzen könnte. Ich will den Urlaub ganz entspannt angehen, und nach Lust und Laune, ohne Verpflichtungen verbringen. Der Tageslauf im Urlaub ist halt doch so ganz anders als der Alltag daheim, bei dem ich es gewohnt bin, mich meist gleich früh am Morgen um das Blog zu kümmern.

Wenn wir wieder zurück sind, werde ich mich wohl spätestens wieder melden.
Bis dahin gehabt euch wohl!

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Gehandicapt //2188

Carsten hat sich einen Arm bei einem .. äh .. Verkehrsunfall verletzt. Er muss vorläufig eine Orthese tragen, um die Hand weitgehend ruhigzustellen und zu schonen.

Einerseits ist es gut, dass in Kürze unser Urlaub beginnt, denn dann braucht er wenigstens nichts zu schreiben. Andererseits ist es schlecht, dass das ausgerechnet im Urlaub ist, denn es wird seine Aktivitätsmöglichkeiten weit einschränken. Strandwanderungen sind kein Problem. Schwimmen aber schon (zumindest solange er die Schiene braucht), und irgendwelche Radtouren kann er auch erst mal vergessen.
Ich hatte ja eh nicht die Absicht, im Urlaub viel zu unternehmen, aber ein wenig Schwimmen gehört einfach dazu. Während es normalerweise überhaupt kein Problem ist, sich im Restaurant am Buffet zu bedienen, wird das mit nur einer Hand schwierig. Ich werde ihm wohl helfen müssen.

Wir haben tatsächlich erwogen, den Urlaub zu canceln, aber jetzt ist alles geplant. Verschieben können wir ihn nicht mehr. Wenn wir ihn ausfallen ließen, säßen wir entweder daheim rum (unwahrscheinlich) oder würden Business as usual machen (plausibel). Ein Urlaub, bei dem wir uns erholen und entspannen könnten, wäre dann nicht mehr drin. Aber den haben verdammt nötig.
Also Faulenzerurlaub. Und das mit dem Essen und andere Schwierigkeiten werden wir auch irgendwie hinkriegen.

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Die neuesten Suchbegriffe //2187

Im letzten Monat sind wieder etliche neue Suchanfragen zusammengekommen, die ich im folgenden mit kurzen Anmerkungen aufliste.
(Beim nochmaligen Durchlesen stelle ich fest, dass einige Formulierungen schon sehr schludrig sind. Seht es mir bitte nach – chronischer Zeitmangel und akute Urlaubsreife.)

„reingerutscht“
Wenn’s glitschig ist ..

„pi transzendent beweis“
Man kann zeigen, dass pi keine Nullstelle eines Polynoms mit ganzzahligen Koeffizienten sein kann.

„hartherz“
Manchen Organen tut eine gewisse Härte gut.

„femitopia“
Der virtuelle Ort, wo sich Feministinnen nach ihren Vorstellungen aufhalten.

„adaway nicht genügend speicherplatz“
Anyway ..

„kasettenrekorder“
So was hab‘ ich nicht, hatten wir aber früher in der alten Heimat irgendwann mal.

„sabine kühlich“
Sabine ist, glaube ich, ähnlich verfroren wie ich.

„matlab autovervollständigung“
Da bin ich überfragt.

„vertretungsplan osi“
Naja, es reicht wohl, sich auf die achte Schicht zu beschränken.

„autorenrecht gießen“
Da will ich kein Öl ins Feuer gießen.

„wohnungskündigung word“
Vorlagen gibt es auf irgendwelchen Portalen, aber nicht hier.

„schamlippenklammer“
Das mag ich mir doch wirklich nicht vorstellen.

„darauf hindeuten englisch“
Point to it.

„melchior bedeutung“
Einer der 3Könige. Mehr über den Namen weiß ich jetzt auch nicht.

„nachbarin spannen“
Manche Textilien kann man spannen statt zu bügeln.

„stielmittel“
So ein Besenstiel kann nützlich sein.

„busenbrenner“
Ich spendiere ein N.

„tante die schlampe“
Tja ..

„mathematische verbindungslinie“
Strecke.

„merkwürdigkeit“
Seltsamkeit, Eigenart, Skurrilität.

„babybrei“
Der ist lecker und gesund.

„runde fläche stricken“
Das macht man am besten von innen nach außen, indem man pro Runde gleichmäßig verteilt 2*pi Maschen aufnimmt.

„schokofoto“
Ich esse die Schokolade lieber, als sie zu fotografieren.

„blog tchibo“
Vielleicht haben die ein Blog. Damit habe ich nichts zu tun.

„xmessy“
Bis Weihnachten dauert es noch.

„sporadisch“
Gelegentlich, in unregelmäßigen Abständen.

„blaustrumpf bedeutung“
Eine gebildete, unabhängige Frau.

„mein freund trägt strumpfhosen“
Jeder wie er mag.

„blumen nächster tag“
Da sind sie schon halb welk.

„abtreff“
Nicht mit Abitreff zu verwechseln.

„differenzfilter“
Setzt zwei verschiedene Zustände voraus, von denen der Unterschied bestimmt werden soll.

„kindersicherung verschluss öffnen“
Kann auch Erwachsene vor eine Herausforderung stellen.

„mit professor geschlafen“
Das ist lange her.

„sicherstellen“
Dafür sorgen oder nachprüfen, dass etwas gegeben ist.

„beunruhigend“
Verstörend, bedrohlich, bedenklich.

„gegenstück“
Je nach dem Pendant oder Gegenteil.

„besonderheit“
Jeder hat doch irgendetwas besonderes, das ihn einzigartig macht.

„misophonie nur bei bestimmten personen“
Vielleicht nuscheln die, oder haben einen eigenartigen Dialekt, Akzent oder Sprachfehler. Oder die Stimme hört sich widerlich an. Ich empfinde übrigens Abscheu gegenüber bestimmten schleifenden oder kratzenden Geräuschen (z.B. das Reiben harter Brötchen zu Weckmehl).

„vorbeigehen englisch“
Pass (by).

„powershell vergleichsoperatoren“
Bei der Powershell geht das mit -eq (equal), -ne (not equal), -lt (less than), -le (less or equal), -gt (greater than) und -ge (greater or equal).

„wohnzimmerteppiche vergleichen“
Hauptsache weich.

„bilder schäfchen zählen“
Ich sehe da keine Bilder im Kopf.

„sample and hold glied“
Abtasten und festhalten.

„autismus kultur test“
Man sollte das als neurountypische Kultur sehen.

„pragmatismus“
Eine sachliche Einstellung, die ihre Handlungen auf Notwendigkeit abzielt.

„omas hunde“
Auf dem Bauernhof hatten sie früher schon Wachhunde. Gänse sind aber angeblich bessere Wächter.

„sie bläst mir“
.. den Marsch.

„neuste geschichten frau hund“
Kein Interesse.

„breakpoint technical tippy leaks“
Ist Tippy nicht eine Bezeichnung für hochwertigen Tee?

„akk kurzes kleid“, „akk pumuckl“
Das will, glaube ich, niemand sehen.

„hno rechnung“, „hausarzt rechnung“
Könnte wohl teuer werden.

„galaktoboureko kalorien“
Der physiologische Brennwert ist mindestens in der Größenordnung mehrerer hundert Kilokalorien.

„physik brotlose kunst“
Ein guter Physiker findet sein Auskommen.

„inkonsistent“
Mit sich selbst innerlich widersprüchlich.

„eieiei“
Ausruf des Erstaunens, eher positiv konnotiert.

„abweisend prüde“
Das ist schon zweierlei.

„jemanden ausnutzen synonym“
Missbrauchen.

„brechreiz am morgen beim zähneputzen“
So können sich bei mir Menstruationsbeschwerden äußern.

„firefox langsam was tun“
Mir egal.

„kobo glo bücher importieren“
Angeblich lesen manche Leute ja Bücher während der Toilettensitzung.

„positronium homöopathie“
Ein Positronium ist ein (kurzlebiges) System aus Elektron und Positron, bevor es in zwei oder drei Photonen zerstrahlt. Mit Homöopathie hat das absolut nichts zu tun.

„abwesenheitsnotiz für ausgeschiedene mitarbeiter“
Lässt sich am Mail-Server konfigurieren.

„intervell“
Oops, das war mal ein unbeabsichtigter Verschreiber für Intervall.

„alternierende quersumme“
Dabei werden die Ziffern abwechselnd addiert und subtrahiert.

„sub dom, sm“
Na, wenn das nicht Assembler ist!

„einstellige quersumme“, „iterierte quersumme“
Wenn man mehrstellige Quersummen wiederholt bildet, bleibt zum Schluss nur eine Ziffer übrig.

„fernsehempfehlung heute abend“
Falls wir fernsehen, entscheiden wir das Programm kurzfristig.

„zuvage“
Ich kenne nur „zu vage“.

„brian harzer“
Ist das das Leben des Brian mit Harzer Käse?

„bahn kulanz“
Sollte man eher nicht erwarten.

„twitter altes layout“
Das war mir lieber.

„die website weist technische schwierigkeiten auf“
Für den Anwender oder den Entwickler?

„kim hat einen penis“
Gesehen habe ich ihn nicht, nehme das aber mit hoher Wahrscheinlichkeit an.

„nerdparty“
Yeah!

„neutrino energie“
Da die Masse vernachlässigbar gering ist, enspricht die Energie praktisch dem Impuls.

„schwiegermutter besamen“
Gartenarbeit ist ein verbreitetes Hobby.

„arbeitszeugnis dict“
Die employment reference könnte man auch diktieren.

„paenultima regel“
Mehrsilbige lateinische Wörter werden auf der vorletzten Silbe betont, wenn diese lang ist. Ist diese Silbe kurz, rutscht die Betonung auf die drittletzte Silbe vor.

„schild sitzpinkeln“
Das schreibe ich niemandem vor.

„pornals“
Das sagt mir nichts.

„wird es jedes jahr wärmer“
Vielleicht ein paar Jahre lang, dann wird es auch wieder kühler.

„strümpfe wiki“
Darüber ließe sich einiges schreiben, sofern es einen interessiert.

„xml-verarbeitungsfehler: nicht wohlgeformt“
XML macht immer mal wieder Ärger.

„kartoffeln vor dem kochen schälen“
Das geht, solange die Kartoffeln noch nicht zu welk sind. Nach dem Kochen lässt sich die Schale pellen.

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Never Change A Winning Team //2186

Seit 6 Jahren verheiratet. Und immer noch sind wir glücklich zusammen.

Wenn ich es recht bedenke, so sind wir sogar das glücklichste Paar, das ich kenne. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich nur sehr wenige Paare gut genug kenne, um das beurteilen zu können.
Wie verbringen immer noch gerne unsere knappe Freizeit zusammen. Wir haben immer noch häufig fulminanten Sex. Wir fühlen uns immer noch wohl miteinander.

Das Erfolgsgeheimnis einer glücklichen Ehe liegt in einer ausgewogenen Kombination aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Die Gemeinsamkeiten begründen ein stabiles Fundament, während die Unterschiede für den Reiz der wechselseitigen Anziehung sorgen.

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