Das blu?ige Orakel //1557

Temperaturmäßig ein heißes Wochenende.

Am Samstag machten wir uns am frühen Nachmittag auf zu einem Spaziergang. Wir wählten die schattigere Standardroute.
Als wir an dem freistehenden Baum vorbeikamen, unter dem wir schon öfters eine Pause+ eingelegt hatten, hatte Carsten Einwände, und vertröstete mich auf unsere nächste Pausenstelle.

Leider stellte sich heraus, dass die Wiese, die wir dazu hätten überqueeren müssen, kürzlich mit Jauche kontaminiert worden war.
Uns blieb also nichts anderes übrig, als weiterzugehen, und nach einem anderen Platz Ausschau zu halten, wo wir uns ein wenig ausruhen konnten.

Da wir in der Nähe nichts besseres wussten, schlugen wir uns ein Stück seitlich in den Wald. Ich hatte wohl nicht genug aufgepasst, denn eine Dornenranke erwischte mich innen am Knie, und kratzte mein Bein so stark auf, dass Blut heruntertropfte. Beim nächsten Schritt verschmierte ich dann auch noch mein anderes Bein, als sich meine Knie berührten. Meine Beine sahen so blutig aus, dass ich auch gleich freebleeding hätte gehen können.
Carsten machen ja Dornen, Disteln, Brennnesseln und all sowas nichts aus. Er trägt auch in der größten Hitze noch lange Hosen, während ich mit Minirock und nackten Beinen da halt sehr viel verletzlicher bin.

Endlich gelangten wir auf eine Lichtung, die mit Margariten (oder wie die Dinger heißen, die wie große Gänseblümchen aussehen) bewachsen war. Wir legten uns am Waldrand ein wenig in den Schatten. Es war aber trotzdem unbequem.
Carsten pflückte eine der Blumen, und begann eins nach dem anderen ihre Blütenblätter abzuzupfen: „Die Anny liebt mich, sie liebt mich nicht, ..“
Ich musste lachen, und stimmte asynchron mit ein: „.. von Herzen, mit Schmerzen, über alle Maßen, ein wenig, ..“
Carsten lachte ebenfalls, und warf die Rest-Margarite nach oben in die Luft, beugte sich zu mir rüber, und küsste mich. Was für ein Glück, dass wir mit dem ganzen Romantikzeugs so gar nichts am Hut haben!

Auf dem Heimweg kam uns ein alter Mann mit zwei großen Hunden entgegen – einer an der langen Leine, der andere freilaufend. Die machten sofort Anstalten, an meinen blutigen Beinen herumzuschnüffeln. Der Mann hatte es nicht eilig, dies zu unterbinden, so dass Carsten ihn anschnauzte, er solle gefälligst seine Tiere zurückhalten.
Inzwischen war ich aber schon (in halber Panik) weitergelaufen. Carsten holte mich schnell ein.

Da wir einen kleinen Umweg machten, kamen wir noch an drei Häusern vorbei. Neben einem Gartentürchen stand eine pummelige Frau im Badanzug, so dass wir den unerfreulichen Anblick ihres aufgedunsenen Torsos und der Schwabbelschenkel nicht vermeiden konnten.
Carsten nickte ihr kurz einen Gruß zu. Aber als wir ein Stück weiter, und vermutlich außer ihrer Sichtweite waren, legte er einen Arm um meine Taille und tastete mit der Hand nach meinem Gesäß. „Das ist halt ein Qualitätshintern“, murmelte er. Er hat eben einen guten Geschmack, und weiß es zu schätzen, die inneren Werte nicht erst unter einer übermäßig dicken Fettschicht zu finden.

Am nächsten Tag entdeckte ich zwei Zecken, die ich mir wohl beim Waldspaziergang eingefangen hatte.

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breakpoint’s Wayback Archive #03 //1556

Wayback zum 21. September bis 21. Oktober 2011.

Eine geschäftliche Besprechung bei Novosyx verlief anstrengend und endete mit einem Kaffee in Carsten’s Büro.
Ich bereitete den Urlaub mit Alex vor, der dann nicht wie erhofft verlief.
Ein Kunde bat mich, Softwaretests für ihn zu unternehmen.
Dann war da dieser Blogpost mit der Antwort.
Es gab eine weitere Besprechung bei Novosyx.
Während ich Raumschiff Enterprise sah, besuchte mich Carsten, und wir vereinbarten Arbeitstreffen am Wochenende.
Ich bekam Nachricht, dass mir GEZ-Gebühren zurückerstattet werden.
Meine erste dokumentierte Äußerung gegen die Frauenquote, zu einer Zeit, als ich mich mit solchen Themen noch kaum beschäftigte.
Ein Akquisitionsgespräch bei einem potentiellen Kunden verlief nicht erfolgreich.
Ich verbrachte einen schönen Abend mit einem alten Freund+ (den ich inzwischen aber völlig aus den Augen verloren habe).
Ich war beschäftigt mit verschiedenem Papierkram.

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Ein Füllhorn voller Tweets //1555

Im Herbst 2016 habe ich zwischen dem 29. September und 17. Oktober folgende Tweets verfasst:

Verschreiber des Tages: Artbesuch statt Arztbesuch
Schwägerliche Pläne Dreizehnhundertsechsundsiebzig
Verleser des Tages: „physikalische Theorie“ statt „physikalische Therapie“
Verleser des Tages: Gehalt statt Gewalt
Das sonnige Wetter muss man heute noch mal ausnutzen.
Raspberry Pie Dreizehnhundertfünfundsiebzig
Es gibt weit schlimmere Tätigkeiten als Hausarbeit. Mit dieser Erkenntnis geht’s mir besser von der Hand.
Verleser des Tages: kanarisch statt kanadisch
Die Beeinflusser Dreizehnhundertvierundsiebzig
Verleser des Takes: Peniskop statt Periskop
Tag des Zeilenumbruchs #Linebreakday
Neue Hardware Dreizehnhundertdreiundsiebzig
Verhörer des Tages: Kemnath statt Chemnitz
Getwittert, nicht gebloggt Dreizehnhundertzweiundsiebzig
r(phi) = 1/sin(phi) #curvy
Wann ist eigentlich #Weltjungentag ?
Verhörer des Tages: Wohlfahrt statt Wallfahrt
Beruflicher Ausblick Dreizehnhunderteinundsiebzig
Verschreiber des Tages: x-max statt X-mas
In Memoriam Dreizehnhundertsiebzig
Verleser des Tages: „es ist“ statt resist
Rückblick 1. Halbjahr 2016 Dreizehnhundertneunundsechzig
Wenigstens verdeckt die warme Kleidung die blauen Flecken.
Verleser des Tages: Schwanzbild statt Schwarzblitz
Ein Abend unter Freunden Dreizehnhundertachtundsechzig
Abgebrochener Fingernagel, Laufmasche .. manchmal häuft es sich.
Verleser des Tages: Stephan statt Stehparty
Spaß mit F .. äh .. Twitter Dreizehnhundertsiebenundsechzig
Verleser des Tages: Assange statt Aussage
Who does it? Dreizehnhundertsechsundsechzig
2^(2^3) * 5^2 Tweets
Physik-Nobbi an 3 Festkörpertheoretiker
Verschreiber des Tages: optimal statt optional
Die Heimsuchung Dreizehnhundertfünfundsechzig
Ohne Bikini am Strand
Verleser des Tages: Gleitzeit statt Gleichheit
Es ist mir #nichtegal dass @ManuelaSchwesig jetzt nach unerwünschten Meinungen auch Humor zensieren will.
Verhörer des Tages: „Küss‘ den Barbier“ statt Küstenbarbie
Jetzt wäre so ein richtig altmodischer Herrenwitz aufmunternd!
Stieftochter ante portas.
Kommentarstatistik 3. Quartal 2016
Femininstinnen zerstören jegliches positive Frauenbild.
Gesucht und gefunden Dreizehnhundertvierundsechzig
Oh nein! Das Wochenende naht!
Verleser des Tages: Krallen statt Korallen
„Persischer Biergarten“ .. häh?
Die letzte Eichel Dreizehnhundertdreiundsechzig
Als „Klischeeweibchen“ bezeichnet zu werden, lässt mich fast mich geschmeichelt fühlen.
Verleser des Tages: Sigma statt Stigma
Offene Stelle Dreizehnhundertzweiundsechzig

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L’Inferno //1554

Inzwischen ist meine Teilhaberschaft an der Firma offiziell, und die Eintragung als (Mit-)Geschäftsführerin ist nur noch eine Formsache, die sich aus bürokratischen Gründen noch etwas hinzieht.

Das bringt mich zur Frage, was ich in Zukunft als Beruf angeben soll. Meine Freiberuflichkeit läuft ja, wenn auch nur mit niedrigerer Priorität, weiterhin nebenher. Die meiste Zeit verbringe ich derzeit mit der Leitung der Softwareentwicklung und weiteren Führungstätigkeiten im technischen Bereich.
Das Geschäftsführerzeug ist derzeit noch vor allem pro forma. Im Wesentlichen macht das Carsten, während ich in dieser Hinsicht nur eine Art Trainee bin.
Also was schreibe ich zukünftig in Formulare bei der Frage nach dem Beruf? Schließlich kann ich nicht alle Tätigkeiten, die ich mehr oder weniger ausübe, beschreiben und in ein kleines Formularfeld füllen.
Ich habe mich vorläufig dazu entschlossen, „Physikerin“ zu schreiben. Das habe ich studiert, da habe ich ein Diplom. Das ist also mein offiziell erlernter Beruf, und kann daher nicht so falsch als Angabe sein.

Ein anderer Punkt ist, dass ich nicht weiß, ob ich mir die Tätigkeit als Geschäftsführerin auf Dauer überhaupt zutrauen kann. Häufige Geschäftsreisen, dauernd irgendwelche Verhandlungen mit anderen, fremden Menschen, weitreichende Entscheidungen treffen, die nicht nur mich, sondern auch Mitarbeiter, Kunden und Supplier betreffen, .. das ist irgendwie nicht meine Welt.
Carsten ist ein unverbesserlicher Workaholic. Der geht darin wirklich auf. Aber das ist nicht meine Welt. Zwar hatte ich auch schon Phasen, in denen ich viel mehr arbeitete, als mir streng genommen gut tat, aber da war ich im Flow, hab‘ entwickelt und entkäfert.
Die Aufgaben einer Geschäftsführerin sind aber ganz anders als die einer Programmierschlampe, und ich weiß nicht, ob ich dem wirklich gewachsen bin. Ich müsste mich da voll reinhängen, um tatsächlich gut zu sein, will das eigentlich aber gar nicht.
Kann ich das Unternehmen später, wenn sich Carsten zurückgezogen hat, erfolgreich weiterführen? Oder wird es nur eher so vor sich hintümpeln? Oder setze ich es mit Fehlentscheidungen oder mangelndem Engagement ganz in den Sand?
Mein eigenes Geschäft habe ich zwar nicht ganz aufgegeben, aber doch sehr zurückgestellt. Ist es das wert? Schließlich habe ich es auch über Jahre hinweg aufgebaut, und mir einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.
Hinzu kommt, dass – selbst wenn es mir gelingt, die Firma noch so erfolgreich zu führen – ich mir wohl immer werde vorhalten lassen müssen, nichts selbst geleistet zu haben, sondern lediglich das Unternehmen meines Mannes übernommen zu haben. Golddigger und so.

Die Zeit wird vieles zeigen. Ich hoffe nur, dass weder ich noch Carsten den jetzt eingeschlagenen Weg jemals wirklich bereuen werden.

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Ein Dank an die Väter! //1553

Heute ist außer Handtuch-Tag auch Christi Himmelfahrt, was traditionell als Vatertag gefeiert wird.

Wenn ich mich an meiner Kindheit erinnere, so war der Muttertag das größere Ereignis. Für meine Mutter gab es Geschenke, und wir Kinder und mein Vater versuchten an diesem Tag, ihr möglichst viel Arbeit abzunehmen.
Beim Vatertag beschränkten wir uns dagegen darauf, meinem Vater zu gratulieren. Wenn das Wetter schön war, nahm unser Vater uns Kinder dann mit zu einem Ausflug. Manchmal kam auch unsere Mutter mit.

In meiner Wahrnehmung als Kind war es die Mutter, die ihre Arbeitskraft in die Fürsorge für ihre Kinder steckte. Sie war es, die für uns kochte, die dafür sorgte, dass immer saubere Kleidung und Handtücher (!) vorhanden waren, und die sich um alle sonstigen Belange von uns Kindern kümmerte.
Der Vater war normalerweise den ganzen Tag lang weg, und wenn er abends heim kam, war er müde. Auch am Wochenende war er meist mit anderen Dingen beschäftigt, wie Kleinreparaturen im Haus oder Formalitäten wie die Steuererklärung.

Mir war damals nicht bewusst – und ich gehe davon aus, dass es ziemlich allen Kindern und auch den meisten Erwachsenen genauso geht – dass er sich auf seine Art ebenso um seine Familie kümmerte und sorgte wie meine Mutter. Er verdiente das Geld, und konnte deshalb weniger anwesend sein. Seine Sorge war weniger präsent und direkt, aber trotzdem war sie ebenso vorhanden.

Es ist schon irgendwie widersinnig, wie in unserer Gesellschaft die – zweifellos notwendige und wichtige – Tätigkeit der Mutter so viel höher gewertschätzt wird als die des Vaters, nur weil letztere eher unsichtbar für die Kinder bleibt.
Es liegt wohl in der Natur der Menschen, denjenigen dankbarer zu sein, deren Hilfe und Unterstützung sie offensichtlich und unmittelbar erleben. Diejenigen, die dies durch ihren unermüdlichen Einsatz überhaupt erst ermöglichen und finanzieren, werden deutlich weniger beachten, und in Extremfällen nur noch als Geldesel benutzt.

Nicht nur heute am Vatertag sollten wir das würdigen, was unsere Väter für uns tun und getan haben.
Mein ausdrücklicher Dank geht deshalb an alle Väter, die sich uneigennützig für ihre Kinder engagieren und sich immer wieder bemühen, ihren Familien bestmögliche Lebensbedingungen zu schaffen, dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurückstellen und manche Opfer bringen, auch wenn sie sich dabei bescheiden im Hintergrund halten, und die Lorbeeren fast selbstverständlich den Müttern überlassen.

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Missgegendert //1552

Normalerweise kaufe ich Produkte für Körperpflege oder -hygiene geschlechtsneutral, aber vor einiger Zeit vergriff ich mich mal im Supermarktregal, weil ich es eilig hatte, und nicht richtig darauf achtete. Ich kaufe ja ohnehin nur irgendwelche Billigmarken, deren Qualität aber durchaus in Ordnung ist.
Versehentlich hatte ich also ein Shampoo für Männer erwischt. Ob das preiswerter oder teurer war als das normale, weiß ich jetzt gar nicht.
Nun ja, kein Problem, dann gab ich es eben Carsten, und so fristete es sein Dasein im Badezimmer.

Als ich kürzlich in der Badewanne saß, und mir die Haare waschen wollte, stellte ich fest, dass das andere Shampoo leer war. Ich hätte zwar noch eines im Schrank gehabt, aber da hätte ich erst klatschnass die Wanne verlassen müssen.
Das Männershampoo war dagegen in Reichweite.
Ich zögerte, es zu verwenden, weil ich (nicht ernsthaft, aber insgeheim ein ganz klein wenig schon) befürchtete, es könnte einen virilisierenden Effekt haben – also dass mir vielleicht die Kopfhaare ausgehen, mir Haare stattdessen wachsen, wo sie nicht hingehören, meine Stimme tiefer wird, oder mir im worst case gar irgendwelche Frauen hinterherschmachten.
Bisher habe ich aber noch keine solchen Auswirkungen bemerkt.

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Warum ich MINT bin //1551

Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Das englische Äquivalent ist STEM, das Science, Technology, Engineering, Mathematics bedeutet.
Beide Begriffe überlappen sich zwar stark, sind aber nicht völlig identisch.

Im folgenden werde ich darlegen, warum ich mich zu jedem einzelnen dieser Buchstaben zugehörig fühle.

Da ich Physik studiert und mit einem Diplom abgeschlossen habe, ist das N für Naturwissenschaften, bzw. das S für Science schon mal eindeutig gegeben.
(Als privates Hobby betreibe ich Männerforschung. Dabei versuche ich die Natur des Mannes wissenschaftlich zu ergründen – im wesentlichen ist das allerdings nur noch ein theoretisches Forschungsprojekt. Meine praktischen Experimente beschränken sich inzwischen auf nur noch auf die Stichgröße eines einzigen Versuchsobjekts.)

Danach habe ich in der Industrie gearbeitet. Übrigens war „Berechnungsingenieurin“ damals meine offizielle Stellenbezeichnung.
Auch als Freiberuflerin habe ich ingenieursmäßig gearbeitet – als Entwicklungsingenieurin oder Softwareingenieurin, je nach dem, wie man es nennen will.
Nach den derzeit gültigen Ingenieursgesetzen meines Bundeslandes darf ich mich ganz offiziell sogar Ingenieurin nennen.
Als Technische Direktorin bzw. Technische Standortleiterin eines Technologieunternehmens ist es also sicher nicht zu vermessen, wenn ich das T für Technik oder Technology, aber auch das E für Engineering für mich als passend erachte.

Zum I für Informatik habe ich beizutragen, dass ich etliche Jahre mein Geld mit Programmierung und IT-Beratung verdient habe.
Außerdem hatte ich längere Zeit die Leitung unserer IT-Abteilung inne, und auch bereits seit längerem die Leitung der Software-Entwicklung.

Was das M für Mathematik betrifft, so habe ich ein paar mathematische Publikationen vorzuweisen, und eine relative niedrige Erdös-Zahl.
Spätestens wenn meine Promotion durch ist, könnte ich mich auch offiziell als Mathematikerin bezeichnen.

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Unerbaulich //1550

Das Grundstück von Carsten’s Haus ist außenherum größtenteils von einer Mauer umgeben, die uns als Sichtschutz dient. Nur nach hinten hinaus haben wir freie Sicht über ein paar Felder und Wiesen bis zum Waldrand.

Jetzt will der neue Bebauungsplan der Gemeinde die Äcker hinter dem Haus als Bauplätze ausweisen. Dann hätten wir keine Aussicht mehr auf den Wald, sondern auf irgendwelche Nachbarhäuser.
Als Carsten und Ingrid damals hier gebaut haben, war das kein Thema gewesen. Das Grundstück war im Rahmen einer Flurbereinigung erstmals als Baugrund ausgewiesen, dahinter eben landwirtschaftliche Nutzung.

Nicht nur, dass die Realisierung dieser Pläne uns die schöne Aussicht nehmen, nein, wir stünden dann auch unter der Beobachtung irgendwelcher Nachbarschaft. Unsere gelegentlichen Outdoor-Spielchen könnten von einem neugierigen Beobachter leicht missverstanden werden.
Mögliche Folgen mag ich mir gar nicht ausmalen.

Carsten hat bereits mit dem Bürgermeister gesprochen. Angeblich will der Eigentümer des hintanliegenden Ackers unbedingt für seine Kinder bauen, und will keinesfalls verkaufen.
Wenn der Bebauungsplan so durch geht, kann der Bürgermeister ein für allemal vergessen, dass er noch Spenden für die Gemeindekasse bekommt.

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breakpoint’s Wayback Archive #02 //1549

Wayback zum 22. August bis 19. September 2011.

Gelegentlich muss ich mich mit Formalitäten oder Zertifizierungen herumärgern.
Während ich noch arbeitete besuchte Carsten mich überaschenderweise, und lud mich zum Essen ein (Rechnung lief übrigens auf Geschäftsspesen).
Beim Besuch eines Kunden wagte ein Mann es nicht, mit mir im gleichen Aufzug zu fahren.
Alex äußerte Beziehungswünsche, die mir zu weit gingen.
Die Dokumentation meines Spezialgebietes hatte sich wieder mal geändert, und mir waren etliche Fehler aufgefallen.
Beim Zahnarzt sinnierte ich über Erwin’s Katze.
Meine Schwester Sabine übernachtete mit ihren Kindern in meiner Wohnung, weil sie ihren Mann beim Pornoschauen erwischt hatte.
Da mit Carsten eine geschäftliche Besprechung vorgesehen war, lernte er Sabine kennen, und konnte sie überzeugen, wieder heim zu fahren.
Über ein Online-Portal erhielt ich ein Angebot als Programmierer, das ich ablehnte.
Ich hatte Probleme mit meinem Postfach und machte einen Ausflug mit Alex.
Es gab eine längere geschäftliche Besprechung bei Novosyx.
Ein Besuch bei Benjamin endete mit einer Enttäuschung.
Meine damalige Lieblingstasse ist zerbrochen.

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18.5 Zentimeter //1548

Irgendwann hatte ich mal erwähnt, dass ich Längen bis etwa 20 oder gar 25 Zentimeter sehr genau schätzen kann.

Nicht nur meine Oma, sondern auch meine Mutter strickte früher gerne und viel (inzwischen nicht mehr, da ihre Augen zu schnell dabei ermüden). Oftmals strickte sie Pullover oder Jacken auch für Verwandte, die weiter weg wohnten, so dass sie nicht gelegentlich abmessen konnte, ob das jeweilige Strickteil passen würde.
Nicht immer war ein Lineal oder Maßband in Reichweite, so dass ich häufig einen Blick auf das Strickzeug warf, und seine Länge (wohl auch im Vergleich mit der Länge der Stricknadeln) abschätzte. Im Laufe der Zeit wurden meine Schätzungen immer genauer und zuverlässiger. Mein Auge gewöhnte sich wohl daran, und mein Gehirn verarbeitete das Signal, indem es den wahrgenommenen (Raum-)Winkel mit dem Abstand des Strickzeugs bzw. der Länge der Stricknadeln in Relation setzte.

Manche Menschen können gut Entfernungen in der Größenordnung von einigen Hundert Metern abschätzen. Das kann ich nun wieder gar nicht (höchstens aufgrund der Zeit, die ich brauche, um eine Strecke zurückzulegen). Wenn mich jemand fragt, wie weit ist das Haus, der Baum, der Turm, .. oder wasauchimmer entfernt, das man in einigem Abstand aber noch in Sichtweite erkennt – keine Ahnung. Könnten genauso wenige hundert Meter wie mehrere Kilometer sein.

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Ausgebucht //1547

Vielleicht ist es schon jemandem aufgefallen, aber seit geraumer Zeit sind meine Blooks nicht mehr bei Amazon verfügbar.
Nach dem Blogumzug zu WordPress hatte ich diese Reihe nicht mehr weiter gepflegt, und schließlich – nachdem ich endlich eine entsprechende Option bei Amazon entdeckt hatte – die Veröffentlichung zurückgenommen.
Durch die Blooks hatte ich keinerlei Vorteil. Auf die paar Euro, die ich dadurch eingenommen hatte, kommt es mir nun wirklich nicht an. Aber das Risiko, dass mich jemand, der mich IRL kennt, dort entdeckt und enttarnt, schien mir dafür zu groß, nur um mein Ego ein wenig zu pushen, indem ich mich eBook-Autorin nennen konnte.

Auch das „richtige“ Buch-Projekt, das ich schon seit langem im Hinterkopf habe, aber bisher noch zurückgestellt hatte, habe ich jetzt mental endgültig zu den Akten gelegt. Einerseits fehlt mir die Zeit dazu, andererseits gäbe es rechtliche Probleme, weil die Texte ja bereits veröffentlicht sind. Darauf ließe sich eh kein Verleger ein – es sei denn, ich machte mein Blog dicht.

Die Entscheidung zwischen Buch und Blog fällt mir leicht. Das Blog kostet zwar auch Zeit, aber die sehe ich als Hobby, Zeitvertreib und Entspannung – sonst könnte ich das gar nicht machen. Es ist auch Freiraum und bedeutet Abstand zum üblichen Tagesablauf – ein willkommener Kontrapunkt und Kontrast.
Bei meinem Blog habe ich die Interaktion mit den Kommentatoren. Daran habe ich mich in den letzten Jahren gewöhnt, und will sie nicht mehr missen.
Soll mir eventueller Ruhm als Autorin ruhig versagt bleiben. Mir liegt weder an Tantiemen, noch am Licht der Öffentlichkeit. Und meine Themen sind sowieso eher für eine spezielle, gebildete und aufgeschlossene Zielgruppe, die sich doch recht von der breiten Masse abhebt.

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Meine Augen sind hier oben! //1546

Heuer ist es ja noch lange kalt gewesen, so dass ich neulich noch in Winterjacke unterwegs war, um eine Erledigung in der Stadt zu machen.
Ich lief etwas abseits der Fußgängerzone entlang, wo nicht so viele Leute unterwegs sind.

Als ich in eine Seitengasse abbog, kam mir eine ältere Frau entgegen, die mir auffällig auf die Brüste starrte.
Bei Männern ist das nicht ungewöhnlich und völlig natürlich. Aber eine Frau?

Meine Winterjacke ist ziemlich dick ausgepolstert, und nicht figurbetonend geschnitten. Da sieht man also nichts durch, und so massig-unförmig ist mein Vorbau nicht, dass er sich durch die warme Jacke hindurch deutlich abgezeichnet hätte.

Ich war also ziemlich irritiert. Meine erste Vermutung war, dass meine Jacke vielleicht schmutzig oder kaputt sei, was diese unerwünschten Blicke auf sie gezogen haben könnten.
Aber die Jacke war völlig in Ordnung. Also rätsele ich immer noch.

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FORmula TRANslation //1545

In der Firma gibt es ein paar alte Programme, die noch in Fortran geschrieben wurden. Das sind eher kleinere Tools, die nur selten benutzt werden, aber an denen schon seit Jahren nichts mehr verändert wurde. Entsprechend laufen sie noch auf Unix oder DOS – also 16 bit.
Offiziell pflegt einer meiner Mitarbeiter diese Tools noch, aber es ist abzusehen, dass er in einigen Jahren in Rente gehen wird. (Abgeblich „kann“ der Chef auch Fortran, aber wir verlassen uns lieber nicht darauf, dass er das, was er vor drei Jahrzehnten an der Uni gelernt hat, sich noch einigermaßen wieder ins Gedächtnis zurückrufen kann. Soviel Fortran würde ich bestimmt auch zusammenkriegen, obwohl ich mich nie wirklich intensiv damit beschäftigt habe, aber immerhin weiß, dass es dabei auch auf die Spalte ankommt, und Code einigermaßen lesen kann.)

Es wäre also nicht verkehrt, diese Software auf eine zeitgemäßere Sprache zu portieren, damit wir sie auch in Zukunft noch zuverlässig einsetzen können. Dann bräuchten wir auch keine spezielle konfigurierte Plattform vorzuhalten, sondern könnten die Programme je nach Einsatzzweck auf einem modernen Windows-Rechner oder innerhalb einer embedded Linux-Umgebung laufen lassen.
Ich will die Software aber nicht nur eins zu eins übertragen, sondern wenn sie schon ersetzt werden muss, dann sollen einige Features auch neu hinzukommen oder verbessert werden.
Das bedeutet für mich, dass dafür wieder mal eine Reihe Specs fällig ist, die ich nach und nach schreiben muss.
Diese Angelegenheit hat keine große Priorität, aber gemacht werden muss sie (obwohl mir das momentan überhaupt nicht in meine Zeitplanung passt).

Umgesetzt werden sollen die Specs von zweien meiner Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Fortran-Programmierer.
Ich hatte eine Besprechung mit meinen Jungs abgehalten, um zu sehen, welcher Input und Vorschläge von dieser Seite kommen, und wer vielleicht Interesse hat, die Tools zu entwickeln.
Es ist schwierig, abzuschätzen, wieviel Zeit so etwas in Anspruch nimmt. Bei solchen Portierungen steckt der Teufel im Detail. Also werde ich erst einmal nur ein Stundenkontingent von 200 Mannstunden ansetzen. Das ist nicht viel, aber wenn es verbraucht ist, sehen wir weiter.
Die anderen Aufgaben haben Vorrang, und ich mache meinen Mitarbeitern da gar keinen Druck, werde die Sache aber im Auge behalten, und mich spätestens in einem halben Jahr nach den Fortschritten erkundigen.

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Oh what a beautiful morning! //1544

Dass ich meistens schon früh am Morgen blogge, dürfte den regelmäßigen Lesern meines Blogs nicht verborgen geblieben sein.

Nachdem Carsten erst aufgestanden ist, ist das Bett uninteressant für mich.
Für mich muss ein Tag langsam beginnen. Ich brauche eine gewisse Zeit, um auf Touren zu kommen. Morgens habe ich nach dem Aufstehen erst einmal das Bedürfnis, alleine zu sein.
Sonst könnte ich oft gleich mit Carsten ins Büro fahren, statt eine halbe Stunde bis eine Stunde später alleine hinzulaufen.

Aber für mich ist es einfach angenehmer, erst einmal in aller Ruhe einen Kaffee zu trinken, ohne Druck nach Mails zu schauen, ein wenig zu bloggen, aber vor allem nicht schon gleich in aller Frühe auf nüchternen Magen mit anderen Menschen persönlich kommunizieren zu müssen.

Klar – wenn ich früh einen wichtigen Termin habe, geht es auch schon mal anders. Aber ich vermeide es, denn es entspricht nicht meinem Naturell.
Und auch im Urlaub oder auf Reisen ist es durchaus in Ordnung, schon kurz nach dem Aufstehen beim Frühstück im Hotelrestaurant auf andere Menschen zu treffen. Trotzdem – auf Dauer möchte ich das nicht machen.
Wenn wir Montags früh zusammen in die Stadt fahren, bin ich noch nicht voll ansprechbar.

Die Vorstellung allein, morgens einen längeren Weg zurückzulegen, nur um dort zusammen mit anderen Leuten zu frühstücken, verursacht mir ein starkes Unbehagen.

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Beschneidung von jungen //1543

Neben meiner Schaukel steht ein halbwüchsiger Pflaumenbaum.

Seine Äste kommen mir beim Schaukeln ziemlich in die Quere, so dass ich bereits seit einigen Jahren jeweils im Frühjahr die störenden Äste mit der Heckenschere oder dem Bolzenschneider abzwicke.
Inzwischen sieht der Baum schon recht bonsaiartig einseitig aus.

Es scheint keinerlei Lerneffekt zu geben. Jedes Jahr treibt der Baum wieder neue Ästchen in Richtung der Schaukel aus. Das spricht nicht gerade für eine Pflanzenintelligenz.

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Fort-zur-Bildung (Teil 2) //1542

Weiter geht’s mit meinen Erlebnissen bei einem Seminar in einer anderen Stadt.

Jede Stadt hat andere gastronomische Highlights, und diese hatte ein Restaurant mit dem typischen Essen eines Landes, das ich bisher noch nicht probiert hatte. Einer der anderen Teilnehmer kannte sich in dieser Stadt aus, und hatte das Restaurant empfohlen.
Das Essen war sehr gut, und ich trank mehr Alkohol als gewöhnlich.
Die anderen Teilnehmer verabschiedeten sich nach und nach, bis nur noch Gregor und ich übrig waren.
Ich habe ja oft Probleme, mit mir fremden Menschen Gesprächsstoff zu finden, aber durch das gemeinsame Seminar und angrenzende Themen gab es genug Anknüpfungspunkte.
Auf dem Rückweg zum Hotel ließ ich zu, dass Gregor den Arm um mich legte. Ich hatte bereits eine einsame Nacht hinter mir, und vermisste etwas Körperkontakt. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn Gregor nicht im Hotel von einem Bekannten angesprochen und in ein ein Gespräch verwickelt worden wäre. Mittlerweile spürte ich den Alkohol, mir war leicht schlecht, und das Bier drückte mir zunehmend stark auf die Blase. Also winkte ich Gregor zum Abschied einen Gruß zu, und ging in mein Zimmer.

Beim Frühstück sah ich ihn nicht, erst wieder im Seminarraum. Ich war wieder etwas früher dort, weil ich das WLAN noch nutzen wollte.
Gregor tauchte erst kurz vor Beginn auf, und setzte sich – wie am Vortag – neben mich.
„Du warst gestern plötzlich verschwunden.“
„Ich war müde, bin das lange Aufbleiben nicht gewohnt. Ich hatte dir aber noch zugewunken.“
„Hab‘ ich wohl nicht gesehen. Schade.“
„Wieso schade?“, hakte ich nach.
„Das hätte eine unvergessliche Nacht werden können.“
Ich war mittlerweile wieder nüchtern, und meinte: „Vielleicht besser so.“
Der Seminarleiter hatte inzwischen wieder mit seinem Vortrag begonnen, so dass Gregor mich nur noch kurz fragte, wann ich abreisen würde.
„Mein Zug fährt gegen fünf.“
„Dann haben wir wohl keine Zeit mehr, uns noch einmal zu treffen?“
Wenn ich es darauf angelegt hätte, hätten wir zumindest in der Mittagspause schon Gelegenheit gefunden, aber ich bin ja so unheimlich brav geworden, dass ich diese Option verwarf.
„Ich glaube nicht“, meinte ich bedauernd, bevor ich mich wieder auf das Seminar konzentrierte.
Vom Ablauf war es ähnlich wie am Vortag. Theorie wechselte mit praktischen Übungen ab. Dazwischen einige Pausen, und zum Abschluss erhielten wir Teilnahmezertifikate.
Von Gregor habe ich seine Kontaktdaten bekommen. Wir haben ausgemacht, in Verbindung zu bleiben. Da er bei einer Firma angestellt ist, die als Kunde in Frage kommt, ist es durchaus möglich, dass wir ins Geschäft kommen.

Die Heimfahrt verlief glatt.
Carsten holte mich in der Stadt am Bahnhof ab. Wir fuhren dann aber direkt und ohne Zwischenstop zu unserem Wochenenddomizil auf’s Land, weil es schon ziemlich spät war.

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Fort-zur-Bildung (Teil 1) //1541

Der Kurs war wirklich anstrengend gewesen. Nicht nur, dass ich den umfangreichen Lernstoff, der mir nicht so richtig liegt, mental in mich aufnehmen musste, sondern auch zwei Tage unbekannte Umgebung und fremde Menschen (auch wenn teilweise durchaus sympathisch). Das ist mir doch recht viel geworden, und ich bin froh, dass ich auf die Teilnahme beim Genderkongress verzichtet habe, und stattdessen das ganze Wochenende regenerieren und Kräfte auftanken kann.

Reise und Hotel waren OK, darüber gibt es nicht besonderes zu erzählen.

Am Donnerstag Morgen saß ich etwas früher bereits im Seminarraum, checkte Mails und beantwortete Blogkommentare. Das WLAN war hier schneller als im Hotel, so dass ich zwischendurch auch immer wieder dazukam, nach meinem Blog und Twitter zu schauen.
Ich war also an meinem Notebook und offensichtlich beschäftigt. Einige der anderen Plätze waren ebenfalls schon besetzt, aber die meisten noch leer.
Es gab also noch genügend freie Plätze, und somit überhaupt keine Veranlassung, sich ausgerechnet neben mich zu setzen.
Nicole sah das offensichtlich anders, ließ ihre Tasche direkt neben meinem Notebook niederkrachen. „Hallo ich bin die Nicole. Nimmst du auch am Seminar teil?“
In meinen Gedanken gestört sah ich auf. An ihr war einzig und allein bemerkenswert, dass die Spitzen ihrer Wimpern eigenartig hell waren, ansonsten völlig unauffälliger Durchschnitt. Ich schätze es nicht, wenn ich IRL einfach geduzt werde, im beruflichen Kontext gleich gar nicht. Und dass ich nicht im Seminarraum saß, weil ich hier Party machen wollte, war wohl auch evident.
Ich nickte ihr also kühl und knapp zu, und wandte mich wieder meinem Notebook zu.
Sie packte geräuschvoll ihre Tasche aus, sagte aber vorläufig nichts mehr. Währenddessen füllte sich der Raum mit weiteren Teilnehmern, und auch der Seminarleiter traf ein.

Es stellte sich heraus, dass Nicole und ich die einzigen Frauen waren. Und ausgerechnet neben mich musste sie sich hingesetzt haben.
Während der Seminarleiter sich vorstellte und einige allgemeine Erklärungen gab, frage mich Nicole: „Aus welcher Stadt bist du gekommen?“
„$NichtImSauerland“, antwortete ich kurz, denn schließlich wollte ich dem Seminarleiter zuhören. Sie quasselte weiter, was mich überhaupt nicht interessierte. Ich wollte lieber das allgemeine Seminargespräch mitkriegen. Schließlich war ich extra deswegen hierher gereist, und es war dafür einiges an Kosten aufgelaufen.
Der Seminarleiter ließ die Teilnehmer reihum sich vorstellen. Ich hielt meine Vorstellung so kurz wie möglich, nannte lediglich Namen, Firma und Ort, und beschrieb knapp meine Motivation für dieses Seminar. Aber Nicole ließ sich ausführlich über Einzelheiten aus, die das Thema nur sehr marginal tangierten.
Endlich war die Vorstellungsrunde vorbei, und der Kursleiter begann mit der Theorie. Ich konnte einigermaßen konzentriert zuhören.

Nach einer Weile war Kaffeepause. Obwohl ich nach einem Kaffee lechzte, beschloss ich, erst einmal die Toilette aufzusuchen, weil Nicole wie eine Klette an mir klebte. Erst als sie Anstalten machte, mir auf die Toilette zu folgen, disponierte ich wieder um, und ging schnell die Treppe hinauf, wodurch es mir gelang, sie abzuhängen.
Da ich schon mal oben war, besuchte ich die Toilette dieses Stockwerks, bevor ich in einem anderen Treppenhaus wieder hinunterging, um mir endlich einen Kaffee und etwas Gebäck zu holen.
Nach der Pause ging es ziemlich schnell mit praktischen Übungen weiter. Das bedeutete, dass ich mir mit Nicole als meiner Sitznachbarin einen Rechner teilen musste, auf dem eine spezielle Anwendersoftware lief, die es zu bedienen hieß. Ich sage mal besser nichts dazu.

Irgendwie brachte ich den Rest des Vormittags herum, und ging danach gemeinsam mit den anderen Kursteilnehmern zum Mittagessen in einer Kantine der Bildungsstätte. Da es mir gelang, ein paar Plätze von Nicole entfernt zu sitzen, war das Essen ganz angenehm, und ich konnte mich an der Unterhaltung einiger anderer Kursteilnehmer beteiligen.
Nach dem Essen nutzte ich die Gelegenheit, meinen Platz im Seminarraum zu wechseln. Es mag unhöflich gewirkt haben, aber Gregor saß allein, und wir hatten beim Essen ausgemacht, dass ich mich zu ihm setze.

Bevor es mit dem Kurs weiterging, hatte ich noch ein wenig Zeit.
Es gab dann wieder erst theoretische Erklärungen, bevor es nach einer Pause zu einem zweiten Praxisblock kam.
Nicole schien mit der Aufgabenstellung alleine überfordert zu sein, so dass der Seminarleiter ihr Hilfestellung gab. Offenbar nahm sie es mir übel, dass ich mich von ihr weggesetzt hatte, denn sie sprach das ganze restliche Seminar über kein Wort mehr mit mir. Das war mir ganz recht.
Nach Abschluss des ersten Kurstages machten Gregor, vier andere Teilnehmer und ich aus, uns später zu treffen und gemeinsam in einem Restaurant zu abend essen.

An diesem Punkt mach‘ ich einen Break. Der zweite Teil folgt ausnahmsweise morgen (da ich ja erst gestern einen Wayback-Post hatte).

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breakpoint’s Wayback Archive #01 //1540

Wayback zum 28. Juli bis 20. August 2011.

Damals war es nicht so lustig. Inzwischen denke ich gerne an die Geschichte zurück, als ich Carsten kennenlernte.
Schon damals haben mich spezielle Veranstaltungen nur für Frauen gestört.
Ich erhielt Besuch von meinem damaligen Vermieter, der die Nebenkosten am liebsten in Naturalien abgerechnet hätte.
Alex fragte mich, ob wir gemeinsam in Urlaub fahren wollen.
Ich erzählte von meiner Wohnung und der Nachbarschaft.
Die Urlaubsplanungen mit Alex wurden konkreter.
Ein Hausierer wollte mir Zeitschriftenabonnements andrehen.
Ich habe Benjamin zufällig in einem Café getroffen.
Über Alex erhielt ich einen kleinen Entwicklungsauftrag für seine Firma.
Zum Geburtstag meiner Mutter fuhr ich heim in die alte Heimat.
Ich bereitete die Entwicklung des Tools für Alex‘ Firma vor.
Auf einer beruflichen Veranstaltung traf ich u.a. Carsten wieder.
Es stellte sich heraus, dass ich nicht doppelt Rundfunkgebühren bezahlen muss.

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Twitterungsbeständig //1539

Zur Überbrückung meiner Abwesenheit eignen sich alte Tweets wunderbar. Morgen geht es dann wieder auf eine virtuelle Zeitreise zurück in den Sommer 2011, aber heute sind erst mal meine Tweets vom 6. bis 28. September 2016 dran.

Verleser des Tages: Rumcola statt Rucola #CubaLibre
Am wirksamsten lassen sich Feministinnen durch die Wahrheit provozieren.
Re-fused Dreizehnhunderteinundsechzig
Man kann nicht von jedem erwarten, den Unterschied zwischen Kritik und Lästerei zu kennen.
Verleser des Tages: Tango statt Tonga
Schlampiges Bekenntnis Dreizehnhundertsechzig
Verschreiber des Tages: Stalk statt Smalltalk
Eine Diskussion ist ermüdend, wenn Fakten nicht akzeptiert werden, weil sie nicht gefallen.
Ankündigungen Dreizehnhundertneunundfünfzig
Verleser des Tages: Osteoporose statt Osteuropa
Watch your watch! Dreizehnhundertachtundfünfzig
Jahreswechseltweets Dreizehnhundertsiebenundfünfzig
Als Anne kann ich annektieren oder annihilieren, was immer mir beliebt, bzw. Annelogien und Annegramme annekdotisch annelysieren.
Verleser des Tages: Potential statt Patriarchat
Fall Dreizehnhundertsechsundfünfzig
Auch wenn ich noch so besserwisserisch klugsch*ße, gilt das trotzdem nicht als #Mansplaining. #FeminismIsSexism
Verleser des Tages: spinster statt sphincter
Übrigens hat sich die Kappe der Eichel in meiner Jacke abgelöst, und Samen ist rausgefallen. Hat mir die ganze Tasche versaut.
Von der Uni in das Bad Dreizehnhundertfünfundfünfzig
Die Gehässigkeit missgünstiger Feministinnen ist immer wieder befremdlich.
Verhörer des Tages: promiskuitiv statt konsekutiv
Geänderter Farbcode Dreizehnhundertvierundfünfzig #RosaHellblauFalle
Wir sind #NichtEgal – Gegen Gleichmacherei!
Solche Lust auf Bürosex ..
Verleser des Tages: renormiert statt renommiert
Navombie Dreizehnhundertdreiundfünfzig
Verleser des Tages: Pirates statt Pilates
Wie geht es mit dem @webmasterfriday weiter? Dreizehnhundertzweiundfünfzig
Verleser des Tages: Emulator statt Emulgator
Aus der Reihe: Leute im Internet Dreizehnhunderteinundfünfzig
Verleser des Tages: topless statt hopeless
Des einen Freud, des anderen Leid Dreizehnhundertfünfzig
Verleser des Tages: Mansplain statt Monplaisir
Feminismus schadet Frauen. #FeminismHurtsWomen
Fachgesimpliziert Dreizehnhundertneunundvierzig
Verleser des Tages: Obsoleszenz statt Opaleszenz
Adventtweets Dreizehnhundertachtundvierzig
2^2 * 3^2 * 5^2 * 7 Tweets
Verleser des Tages: Affenpfleger statt Altenpfleger
Übrigens sind Spalt und Feucht ca. 40km voneinander entfernt.
The Raven Dreizehnhundertsiebenundvierzig
Verleser des Tages: „Star Trek“ statt „Start Tor“
#Feminism hurts women, too.
Verleser des Tages: „harte Bondagen“ statt „harte Bandagen“
Wieder zurück Dreizehnhundertsechsundvierzig
Verleser des Tages: Manifest statt Mainfest
Reise steht bevor Dreizehnhundertfünfundvierzig
#Untenrumfrei war für mich immer Synonym für „kein Slip unter dem Rock“.
Was? Ich muss Cookies zulassen, wenn ich nicht will, dass die Site Cookies setzt? #OptOut
Hey! Führen wir doch eine Analphabetenquote ein! #GegenDiskriminierung
Verleser des Tages: Höhepunkt statt Haltepunkt
Unter Druck Dreizehnhundertvierundvierzig

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Bloggus Interruptus //1538

Weiterbildung ist wichtig für die berufliche und persönliche Entwicklung, und ist auch bei mir gelegentlich fällig. Nicht alles kann man sich autodidaktisch im Selbststudium beibringen. Manchmal sind Schulungsmaßnahmen sinnvoll, die es erforderlich machen können, für einige Tage zu verreisen.
Bis heute mittag bin ich noch hier, dann fahre ich in eine andere Stadt, wo ich an einem zweitägigen Kurs teilnehmen werde.
Damit es hier nicht zu ruhig wird, habe ich für morgen und übermorgen zwei Einträge zur Überbrückung vorbereitet.
Eventuelle Kommentare werde ich vermutlich lesen können, aber ob ich es schaffe, sie zu beantworten, ist fraglich.
Geplant ist, dass ich am Freitag spätabend wieder zurückkomme, und ich werde meine Eindrücke von diesem Kurs dann voraussichtlich am Samstag bloggen.

Kurz möchte ich noch auf den zweiten deutschen Genderkongress hinweisen, der jetzt am Samstag in der Trichterstadt stattfinden soll.
Das letzte Mal war mir die Geburtstagsfeier meines Vaters dazwischen gekommen, aber diesmal erwog ich ernsthaft die Teilnahme, entschied mich aber nach reiflicher Überlegung doch dagegen.
Es wäre mir zeitlich zu eng geworden, erst zweieinhalb Tage verreist, und unmittelbar daran anschließend gleich schon wieder einen Tag weg. Außerdem ist der Fokus des Genderkonkresses doch sehr auf Väterrechte ausgerichtet. Das ist zweifellos ein wichtiges Thema, für mich persönlich aber eher uninteressant.
Wenn ich teilnehmen würde, hätte ich es jetzt auch gar nicht erwähnt, um mein Inkognito nicht zu gefährden.
Meines Wissens können sich Kurzentschlossene aber noch für die Teilnahme registrieren, mit dem passenden Gutscheincode heute sogar noch kostenlos.

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Eingetütet //1537

Zur Abwehr gegen Hunde wollte ich mir eigentlich ein passendes Gegenmittel zulegen. Nach der Diskussion hier war ich so im Zwiespalt zwischen Pfefferspray und einem lauten Taschenalarm, dass ich mich nicht entscheiden konnte, und erst mal gar nichts machte.

In den letzten Wochen ist mir beim Spazierengehen allerdings aufgefallen, dass inzwischen mehr Hundebesitzer darauf achten, dass ihre Vierbeiner in ihrer Nähe bleiben, wenn ihnen andere Leute entgegenkommen.
Für mich ist dies ausgesprochen wohltuend, zu sehen, dass Hunde nicht völlig willkürlich in der Gegend herumspringen, und mir dabei unangenehm und bedrohlich nahe kommen.
Für diese Achtsamkeit und Rücksichtnahme möchte ich den aufmerksamen Hundebesitzern auf diesem Wege mein Dank aussprechen.

Leider musste ich ebenfalls feststellen, dass auf den Wegen viel mehr Plastiktütchen mit Hundeexkrementen herumliegen als früher. So als hätten die Besitzer es zwar für nötig befunden, die Häufchen aufzusammeln, aber nicht den Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen.
Klar, es gibt an den Spazierwegen kaum Abfallbehälter, aber dann muss man die Tütchen halt mit heim nehmen, und dort wegscheißen.
Während unverpackte Fäkalien in der freien Natur immerhin nach und nach von Mistkäfern und anderem Getier abgebaut werden und verrotten, bleiben diese Tütchen ewig liegen, wenn sie nicht zerreißen, und ihren Inhalt dann doch noch frei geben.
Also lieber den Hundehaufen ganz liegen lassen, als ihn verpackt auf dem Weg zurückzulassen. Am allerbesten aber öffentliche Wege und Flächen erst gar nicht von einem Hund verschmutzen lassen, wenn’s unbedingt sein muss, dann darauf achten, dass das hündische Geschäft so am Rand verrichtet wird, dass Fußgänger nicht versehentlich reintreten.

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Zum Glück verterminiert //1536

„Anny“, rief mich Carsten von nebenan, „haben wie am $Datum schon etwas vor?“
Ich ging zu ihm, wo er telefonierte.
„Da gehen wir doch zu Kathrin’s Hochzeit„, erklärte ich ihm, während er den Lautsprecher des Telefons einschaltete.

„Nein“, sprach er ins Telefon, „dieses Wochenende ist bereits fest verplant.“
„Könnt ihr das nicht verschieben?“, hörte ich Fiona’s Stimme aus dem Lautsprecher, „Corinna kann zu keinem anderen Termin, und sie hat sich so ins Zeug gelegt, dass es überhaupt klappt, und wir alle in $NichtImSauerland feiern können.“
„Keine Chance. Hättest du früher gefragt, hätte ich dir sagen können, dass ihr euch einen anderen Termin suchen könnt.“
„Ach, ist das doof .. Corinna’s Eltern kommen ja auch nicht, weil sie kein Verständnis für uns haben. Ich hatte gehofft, wenigstens du kommst, wenn wir schon extra in $NichtImSauerland feiern.“

„Den Ort habt ihr doch wohl so gelegt, weil Corinna derzeit da arbeitet„, stellte Carsten fest.
„Ja, auch. Aber schließlich wohnt ein großer Teil meiner Verwandtschaft da.“
„Hast du die anderen schon gefragt?“
„Ich wollte erst mit dir reden. Und Verena hat sich das letzte Mal so aufgeführt .. ich weiß nicht, ob ich die überhaupt dabei haben will. Tante Sonja und Onkel Norbert will ich aber einladen. Und außerdem muss ich mit dir ja auch unser Budget absprechen.“

„Budget? Welches Budget?“
„Na, eigentlich bezahlt doch der Brautvater die Hochzeit.“
„Du hattest aber schon eine Hochzeit. Und zwar die mit Sven.“
„Ach, das ist lange her. Ich wusste damals noch nicht, was ich wollte.“
„Ich werde jedenfalls nicht mehr für die Kosten aufkommen.“
„Ach, Papa, ..“, schmollte es aus dem Telefon, „du hast doch so viel Geld. Dir macht das doch nichts aus.“

„Überhaupt – gibt es nicht zwei Bräute?“ Carsten’s Sarkasmus war zum Schneiden deutlich.
„Hm ..“, druckste Fiona herum, „Corinna’s Eltern wollen aber nicht.“
„Dann muss Corinna eben selbst in die Tasche greifen. Ich dachte, sie verdient jetzt selbst.“
„Schon, aber das ist nicht soviel. Eine große Feier kann sie sich nicht leisten.“
„Dann müsst ihr euch halt einschränken. Von mir erhaltet ihr dafür zumindest keinen Cent.“
„Papa!“
„Macht eben nur eine kleine Feier. Allzu viele Gäste scheinen eh nicht kommen zu wollen.“

„Können wir nicht wenigstens mit einem Zuschuss rechnen?“
„Ich werde mit Anne besprechen, inwieweit ein Geschenk angemessen ist. Eine luxuriöse Hochzeitsreise hattest du ja bereits.“
Carsten beendete dann das Gespräch.

Ich werde mich da raushalten. Meinetwegen kann er ihr aber ruhig ein paar hundert Euro schenken. Hauptsache, dann ist Ruhe.

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breakpoint’s Wayback Archive #00 //1535

Wayback zum 28. Juni bis 25. Juli 2011.

Am 28. Juni 2011 eröffnete ich mein Blog
Bei einem Gespräch mit einem potentiellen Kunden lernte ich Alex kennen.
Ich hatte Stress beim Käfersuchen.
Alex informierte mich, dass aus einem Auftrag nichts werden würde, und lud mich zu einem Fest ein.
Ich verbesserte mein Blogdesign (was damals bei blog.de noch möglich war).
Der Festbesuch mit Alex endete in dessen Wohnung.
Ein Kunde änderte die Spezifikation für ein Projekt. Ich konnte mich aber mit ihm einigen.
Unangekündigte Telefonanrufe schätze ich gar nicht, selbst wenn ich mit dem Unternehmen schon geschäftlichen Kontakt hatte.
Im Rahmen eines Statusupdates fasste ich den Vorsatz, öfter zu bloggen.
Meine Vorliebe für Raumschiff Enterprise und Mr. Spock wurde öffentlich.
Der Geburtstag meiner Mutter rückte in die Nähe, und mir wurde bewusst, dass ein Besuch in der alten Heimat anstand.

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Search Me! //1534

Die schönsten Suchanfragen sind mal wieder fällig. Viel Spaß beim Lesen!

„sonderurlaub hochzeit schwager“
Gab es diesen Suchbegriff nicht schon mal mit „schwanger“ statt „schwager“?

„fickypedia“
Welche Ehre!

„anne will“
Ach, ich will ja so einiges, begnüge mich im Moment mit einem Kaffee.

„2011-3 nachfolger“
2009

„problem sachverhalt angelegenheit“
Das sind Begriffe mit einer großen Schnittmenge.

„tardis kühlschrank“
Wäre in doppelter Hinsicht cool.

„google spanner c#“
Das ist spannend.

„t-online spamfilter funktioniert nicht“
Immer noch besser, als ein Spamfilter, den man nicht abstellen kann – wie Akismet.

„novonyx“
Mein Schreibfehler in jener legendären Rechnung war ein anderer.

„java fragezeichen doppelpunkt notation“
In Javascript ist mir die geläufig, ich benutze sie aber nicht aktiv.

„outlook minimieren statt beenden“
Statt auf das Kreuzle oben rechts auf den waagerechten Strick klicken.

„wifesharingblog+deutsch“
Letzteres true, ersteres false.

„prokrustination“
Das bedeutet Gleichmacherei.

„corinna kopf periscope“
Ich halte mich dezent zurück, und sage lieber nichts.

„pitag“
Alle Jahre wieder am 14. März.

„cosinus“
Ankathete durch Hypotenuse.

„penny krankmeldung adresse“
Ist euch schon mal aufgefallen, dass Penny in TBBT gar keinen Nachnamen hat(te).

„adaway kopieren der hosts datei fehlgeschlagen“
Ein Problem – viele Ursachen möglich.

„subjonctif auslöser liste“
Mal auf irgendeiner Französisch-Lernseite nachschauen.

„hoch minus 1 word“
-1 selektieren und im Font-Dialog auf superscript setzen.

„das betriebssystem ist momentan nicht zum ausführen dieser anwendung konfiguriert“
Aber vermutlich lässt es sich konfigurieren. Manchmal hilft auch ein Registry Hack.

„postorgasmisch“
Das sollte eigentlich selbsterklärend sein.

„windows 10 ping probleme“
Ist das Ethernet-Kabel eingestöpselt oder WLAN verfügbar? Ist der andere Rechner online? Ist die Netzwerkkonfiguration korrekt eingestellt? Sind Router oder Hubs .. ach, das führt hier zu weit.

„hochsitzfick“
So ein Hochsitz würde mich schon reizen. Allerdings ist es da eng, und ich habe Zweifel an der Stabilität.

„joachim sauer“
Auch wenn unser CIO mal sauer ist, muss er dennoch seinen Job erledigen.

„geschichten von feinstrumpfhosen“
Laufmaschen sind immer ärgerlich.

„autorifair“
Ein Kofferwort aus autoritär und fair.

„tardis kühlschrank“
Ach, ja .. ein Kühlschrank, der innen größer ist als außen, wäre schon praktisch!

„namenstag carsten datum“
Da bin ich jetzt überfragt, weil das ja nicht sein richtiger Name ist. Bei Anne wäre der Namenstag am 26. Juli, was ich aber auch nur weiß, weil eine Verwandte ähnlich heißt.

„marketingtussi“
Seit das Marketing von einem Mann geleitet wird, sind die Marketenderinnen dort deutlich kooperativer und arbeitsamer.

„trennung wegen zu wenig sex“
Das ist ein nachvollziehbarer Grund, allerdings sollte man vorher nach Alternativen suchen.

„er bat mich ihnen mitzuteilen komma“
Ein Komma kommt auch zwischen mich und ihnen.

„wurst ist die zigarette der zukunft“
Cigarettes russes sind mir die liebsten.

„duplo mit komplimenten“
Man braucht schon viele Teile, um komplexere Bauten zu erstellen. Da ist Lego besser.

„funktastatur sicherheitsrisiko“
Wenn das Signal nicht im Kabel bleibt, kann es von außen abgefangen werden.

„tampon zu weit reingerutscht was tun“
Wenn einem sonst niemand helfen kann, zum Frauenarzt gehen.

„sex im beichtstuhl“
Beichtstühle sind meist abgesperrt. Ansonsten ist das durchaus ein Grund, mal wieder in die Kirche zu gehen.

„pokemon go eier distanzen“
Häh? Eiertanz?

„sex mit algorithmen“
Das ist Sex für’s Gehirn.

„schmerzende brüste shades of grey“
Keine Ahnung, wie gut die Grauauflösung bei Mammographieaufnahmen ist.

„anspruchshaltung“
Übertriebene Ansprüche und Erwartungen sind leider weit verbreitet.

„pi witze“
Ihr könnt ja mal raten.

„kind aus bett gefallen nasenbluten“
Ein nasser Waschlappen kann gute Dienste leisten.

„windows keine rückmeldung unterdrücken“
„Not responding“ kommt immer dann, wenn das jeweilige Fenster gerade ausgelastet ist. Als Entwickler hätte man da Möglichkeiten, dem vorzubeugen, als Anwender wüsste ich nicht.

„altgriechischer mathematiker“
Da gibt es etliche, z.B. Pythagoras oder Euklid.

„windelgeschichte geschlechtsneutral“
Laut meiner Schwester ist das ziemlich egal. Wenn die Windel richtig voll ist, quackerts ohnehin an allen Seiten raus.

„freie sexfilme“
Meines Wissens bietet Youporn eine reichliche Auswahl.

„arbeitsvertrag überstunden unentgeltlich“
Kann schon sein, dass die Überstunden mit dem normalen Gehalt abgegolten sind, welches dafür großzügig bemessen ist.

„datentracking fussball“
*gäääähhn*

„anspruchshaltung“
Erwartungen sind oft überzogen und unrealistisch.

„wildschweinborsten in chips“
Äh .. das hört sich nicht sehr appetitlich an.

„animalpost“
Einmal habe ich unserer Katze eine Postkarte geschickt.

„dreiecksungleichung“
Besagt, dass bei einem Dreieck die Summe der Längen zweier Seiten mindestens so groß ist, wie die Länge der dritten Seite.

„animierte gifs kaffee und kuchen“
Da krieg‘ ich doch gleich Appetit.

„unfreiwillig sexy“
Also ich bin das gerne.

„mongolian barbecue lizenziert“
Braucht man dafür eine Lizenz? Ich würde gerne mal wieder dahin zum Essen gehen, aber das Restaurant hat zugemacht.

„breakpoint wenden“
Wie? Wo? Was? Bei einem Wendepunkt ist die zweite Ableitung 0, die dritte aber ungleich 0.

„rollige frauen“
Und rockig.

„umdisponieren nomen“
Umdisposition.

„keine bildliche vorstellungskraft“
Doch, hab‘ ich schon, hängt aber von meiner Zyklusphase ab.

„klischeeweibchen“
Das nehme ich als Kompliment.

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Der fensterlnde Nachrichtendienst //1533

Heute möchte ich einmal über Windows-Messages schreiben.
Bei der Programmierung von Windows-Anwendungen hat man immer wieder damit zu tun.

Im Gegensatz zu Consolen-Anwendungen reagieren Windows-Anwendungen auf Ereignisse. Diese Ereignisse werden üblicherweise durch Messages dem Programm mitgeteilt.
Jede Maus-Bewegung oder jeder Tastendruck ist ein Ereignis, dem verschiedene Messages zugeordnet sind. Aber es gibt noch viel mehr, etliche hundert. Ich werde mich hier aber auf eine Handvoll der wichtigsten beschränken.
Generische Windows-Programmierung ist prozedural. Verbreitet sind jedoch Frameworks, die die Behandlung in Objekten kapseln.

Ich muss mich wirklich zurückhalten, um nicht zu ausführlich und spitzfindig zu werden. Die hier lesenden Entwickler mögen mir verzeihen, wenn ich nicht alle Einzelheiten berücksichtige.

Wie auch immer – Betriebssystem und Anwendungen tauschen Messages aus. Das läuft etwa über den Befehl sendmessage. Dieser nimmt als Parameter das Handle des Fensters, die Art der Message und zusätzliche Werte, die die Message genauer definieren und Daten übergeben, und gibt ein Ergebnis zurück, dem man im einfachsten Fall entnehmen kann, ob die Verarbeitung der Message fehlerlos abgelaufen ist.
Jedes Fenster kreist in einer Schleife („wndproc“), in der die Queue der eingehenden Messages abgearbeitet wird.

Wichtige Botschaften sind etwa das Anzeigen/Verstecken oder Aktivieren/Deaktivieren eines Fensters. Mouse- und Tastaturereignisse hatte ich bereits erwähnt. Ein Fenster muss auch wissen, wann es sich selbst zeichnen muss, wenn sich seine Größe oder Position ändert, oder wenn es der Nutzer schließen will, und muss dann entsprechend reagieren.
Der Entwickler hat die Möglichkeit, sich in jede einzelne Ereignisroutine einzuklinken. Windows liefert zwar eine Default-Behandlung, aber wenn man etwas besonderes will, muss man das ausdrücklich programmieren.

Nicht nur ein ganzes Anwandungsfenster ist ein Fenster, sondern es kann aus einer ganzen Hierarchie weiterer Fenster bestehen. So ist jede Schaltfläche ein Fenster, genauso wie es ein Eingabefeld ist.
Jedes Kontrollelement hat spezifische Messages. Ein Eingabefeld bietet beispielsweise die Möglichkeit, über eine Message den Text auszulesen oder zu setzen.

Wer ein gut durchdachtes, intuitives Windows GUI erstellen will, kommt nicht um die Kenntnis der wichtigsten Messages herum (auch wenn sie in diversen Frameworks so gekapselt sind, dass man das nicht mehr direkt merkt).
RAD-Umgebungen vereinfachen das Positionieren und Konfigurieren der visuellen Elemente, so dass sich der Entwickler auf die Programmieraufgaben konzentrieren kann, die hinter der Benutzeroberfläche geschehen sollen.

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May the force //1532

Für die beiden offenen Stellen hatte ich inzwischen schon einige Vorstellungsgespräche. Es war aber noch kein Bewerber dabei, der mich genügend überzeugt hätte, ihm einen Arbeitsvertrag anzubieten.

Einer der Kandidaten kam an, gekleidet in Jeans und Shirt. Nun ja – das ist bei einem Bewerbungsgespräch unüblich, aber für einen Job ohne Kundenkontakt reicht solche Kleidung im Alltag problemlos aus. Das fiel mir zwar auf, beeinflusste mich aber nicht weiter.
In völlig anderem Zusammenhang hatte ich einmal darauf hingewiesen, dass man Nerds nicht an ihrer Kleidung erkennt, sondern daran, was in ihrem Kopf ist.
Wenn jedoch jemand meint, er könne sich als Nerd tarnen, indem er sich so kleidet, wie er meint, dass es dem Klischee entspräche, so durchschaue ich so etwas schnell.

Ein anderer Bewerber hatte eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, die er mir unbedingt vorführen wollte. Das lehnte ich ab. Das dauert zu lange, und wenn er es nicht schafft, mich in einem normalen Gespräch von seiner Eignung zu überzeugen, dann will ich ihn hier nicht haben.

Dann hatte ich auch einen Asperger-Betroffenen noch im Gespräch. Der ist sogar noch im Rennen, ich warte nur noch zwei andere Vorstellungen ab.

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breakpoint’s Wayback Archive – coming soon //1531

Meine ersten 550 Blogeinträge hatte ich noch nicht über Twitter geteilt.
Das bedeutet, dass sie auch später nicht mehr in Blogeinträgen mit alten Tweets verlinkt wurden. Ich habe mir überlegt, wie ich diese ersten Blogeinträge auch noch einmal Revue passieren lassen kann, und bin darauf gekommen, jeweils etwa zehn bis fünfzehn alte Einträge in einem Blogpost als eine Art kommentierte Linkliste zu erwähnen.
Die Einträge mit alten Tweets sehe ich auch als Linkliste, aber sie sind nicht sehr beliebt.
Deshalb werde ich die „Way back“-Einträge nur an Tagen veröffentlichen, an denen ich sonst nicht gebloggt hätte – also am Sonntag oder auch zur Überbrückung mal, wenn ich verreist bin . Dieses Prinzip will ich allerdings nicht zu Tode reiten, und mir davon keinen Druck machen lassen.
Diese Einträge lassen sich ganz gut vorbereiten, wenn ich zwischendurch mal ein paar Minuten Zeit habe, so dass ich sie auch zeitgesteuert veröffentlichen kann, wenn ich gerade selbst anders beschäftigt bin. Wen sie nicht interessieren, braucht sie nicht zu lesen, aber ich schätze, dass sie gerade auch für die Leser, die noch nicht so lange hier dabei sind (also praktisch alle), einen Mehrwert darstellen, da sie auch die Vorgeschichte zumindest verlinken.
Falls ich das so durchhalte, wie geplant, werde ich schon so etwa ein Jahr drüber sein, bis ich mit diesen 550 Einträgen durch bin. Dann sehe ich weiter, ob es sich lohnt, auch mit den nicht mehr ganz so alten auf diese Weise weiterzumachen.

Vor einiger Zeit hatte ich auch begonnen, meine Blogeinträge nicht mehr nur nach ihrem Index zu benennen, sondern einen aussagekräftigen Titel zu vergeben.
Alle ein bis zwei Wochen änderte ich dann aber einen Teil der inzwischen aufgelaufenen Beiträge wieder um zum ursprünglichen Schema. Das ging dank der Schnell-bearbeiten-Funktion von WordPress immer ruckzuck.
Inzwischen gefällt mir aber das neue Titel-Schema viel besser als das alte, so dass ich die nachträgliche Umbenennung erst mal ausgesetzt habe. Ich überlege sogar, nach und nach die älteren Blogeinträge wieder nach dem neuen unzubenennen. Zumindest für die, die in alten Tweets auftauchen, sollte das einigermaßen schnell gehen – ist aber trotzdem aufgrund der schieren Anzahl ein Riesenaufwand, so dass ich mich bisher noch nicht dazu aufraffen konnte. Aber wer weiß, vielleicht fange ich doch noch damit an.

Ebenfalls erwäge ich, doch noch mit dem Taggen zu beginnen. Mein Hauptargument war immer, dass ich das bisher nie gemacht habe, so dass mein Blog dadurch inkonsistent würde. Aber mei – da gibt es schon genügend andere Inkonsistenzen, so dass ich momentan dazu tendiere, doch noch Tags zu einzuführen.
Und falls ich die alten Beiträge wieder umbenenne, wäre es eigentlich kaum ein zusätzlicher Aufwand, ihnen auch noch ein paar Tags zu verpassen.
Der Vorteil wäre, dass ich dann auch selbst leichter alte Einträge finden kann, um sie zu verlinken. Der Nachteil ist, dass es mich viel Zeit und Aufwand kosten wird, dies durchzuführen. Das lässt sich nicht automatisieren – das müsste ich für jeden einzelnen Eintrag selbst händisch machen.
Ich bin noch unentschlossen.

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Licht und Schatten //1530

Eigentlich waren wir uns mehr oder weniger einig gewesen, einander nichts mehr zum Geburtstag oder sonstigen Anlässen zu schenken.
Da Carsten mich trotzdem vor einiger Zeit gefragt hatte, was ich mir wünsche, hatte er sich die Folgen selbst zuzuschreiben.
„Ich bräuchte mal wieder ein WLAN-Kabel.“
„Da müssen noch welche in der Schachtel mit dem Bondage-Zubehör sein“, meinte er, ohne eine Miene zu verziehen, „im Ernst, Anny, was wünscht du dir?“
„Ich bin wunschlos glücklich“, erklärte ich, „das, was ich brauche, habe ich, und alles darüber hinaus ist nur Ballast.“
„Was hab‘ ich mir nur dabei gedacht, eine Konsumvermeiderin zu heiraten!“, murmelte er, und fügte genervt hinzu: „gibt es nicht doch etwas, was du gerne hättest, auch wenn du es nicht brauchst?“
„Ein Gedicht“, antwortete ich knapp.
„Was? Ein Gedicht?“, fragte er perplex zurück, „was meinst du?“
„Ein Gedicht über mich. Darf auch ein Lied sein, das du für mich schreibst. Werd‘ einfach mal wieder kreativ.“
Offenbar bereute er die ursprüngliche Frage, denn er schwieg, und hakte nicht mehr nach.

Nun ja, er erfüllte mir tatsächlich diesen (nicht mal so völlig ernst gemeint gewesenen) Wunsch. Ihr werdet dafür Verständnis haben müssen, dass ich das Ergebnis hier nicht weiter beschreiben werde. Ich selbst war sehr gerührt von der Mühe, die er sich gemacht hatte, und äußerst angetan vom Ergebnis.

Nun, es wäre sicherlich naiv und unangebracht gewesen, davon auszugehen, dass er keinen Gefallen im Gegenzug dafür erwartet.
Die Geschichte dazu ist deutlich komplizierter, als dass ich sie hier ausführlich ausbreiten mag, zumal sie an sich auch gar nicht interessant ist.
Jedenfalls läuft sie darauf hinaus, dass Carsten noch am späten Vormittag zu einer Geschäftsreise aufbrach, und erst morgen abend wieder zurückkommt. Tja .. Tag der Arbeit ..

Am Nachmittag und Abend mailte und telefonierte ich noch mit einigen Freunden und Verwandten, die mir gratulieren wollten.
Benjamin meinte, dass ich jetzt nur noch ein Jahr hätte. Hahaha. Mathematikerwitze sind nicht immer witzig.
Alex schrieb in einer netten Mail, dass er jetzt eine Freundin habe. Ich freue mich sehr für ihn – und bin vor allem erleichtert.
Harald nutzte die Gelegenheit, anzufragen, ob ich im Herbst wieder einen Vortrag halten könne. Diesmal in einer anderen Stadt, aber ähnliches Thema. Ich überlege mir das noch.
Kathrin erzählte von den Vorbereitungen für ihre Hochzeit.
Sonst nichts erwähnenswertes.

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XXX iX //1529

Wieder mal ein kalendarisches Jahr älter. Wieder einmal denke ich an Vergänglichkeit.

Ich bin jetzt Ende 30, nicht mehr hexundzwanzig (gestern war Walburgisnacht, also darf ich hexen). Die biologische Uhr tickt, und sollte ich es mir mit dem Nachwuchs doch noch anders überlegen, wäre es allerhöchste Zeit.
Eigentlich fühle ich mich voller Schwung und bei weitem attraktiver, als ich vor 20 Jahren (als ich eine ähnliche Figur wie die Palmers-Osterhäschen hatte, wenn auch mit IO-ladenderen Hüften und sonst eher etwas dünner – ich hatte übrigens erwogen, mir aus Solidarität mit den Models solche Höschen zu kaufen, aber für meinen Geschmack ist das denn doch zu viel Stoff) war, und noch mindestens genauso attraktiv wie vor 10 Jahren.

Ja, ich kenne die SMV-Kurve von The-Rational-Male, nach der die maximale Attraktivität bei Frauen mit Anfang 20 ist. Aber ich habe spät angefangen, dafür zieht es sich jetzt länger hin. Ich habe immer einigermaßen gesund gelebt – nicht geraucht, nur wenig Alkohol, nicht überfressen .. und häufiger Sex ist eh ein Jungbrunnen, so dass ich mich bisher wirklich gut gehalten habe.
Einen wissenschaftlichen Anspruch hat diese Graphik außerdem sowieso nicht. Sie zeigt nur einen – ganz groben – statistischen Zusammenhang an. Mit dem Individuum hat sie nichts zu tun.

Aber ich kann auch nicht abstreiten, dass es allmählich .. ganz langsam .. aber immerhin .. bergab geht.
Ein paar einzelne graue Haare, bisher noch keine Falten, frische Haut (wohl auch, weil ich mich nur sehr selten schminke, und mir auch sonst keinen Chemiekram hinschmiere), ein jugendlich-straffer, schlanker Körper – noch hängt nichts (die patriarchale Schwerkraft ist auf meiner Seite), keine Anzeichen von Verwelkung. Aber dennoch .. der Zenit ist überschritten.
Mein Mann zeigt mit immer wieder, wie sehr er mich begehrt, und auch von anderen Männern (sogar von einigen Jugendlichen am Techniktag, deren Altersunterschied zu mir BTW ähnlich ist wie der des französischen Präsidentschaftskandidaten zu seiner Frau – wobei ich allerdings an diesen Jüngelchen keinerlei sexuelles Interesse habe) kommen lüsterne Blicke, aber tendenziell .. wird es weniger (woran aber sicher auch das ganze Femi-Gschwärdl mit der ewigen, nervigen #aufschreierei schuld ist).

Als Naturwissenschaftlerin ist mir klar, was Zeit (trotz aller Relativität), Entropie und Biochemie mit einem aus organischen Zellen bestehenden Körper machen. Herumgezetere von wegen „unfair“ liegt mir fern. Die Naturgesetze sind nun mal nicht „gerecht“. Trotzdem erlaube ich mir die Feststellung, dass ein gleichaltriger Mann jetzt seine besten Jahre hat, während es für mich als Frau bereits bergab geht.

Nun ja, noch hält sich die Torschlusspanik in Grenzen. Ich sollte mich da auch wirklich nicht hineinsteigern, obwohl ich derzeit schon etwas mit dem Älterwerden hadere. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Personen bleibt mir immer noch mein Verstand – bis zur Senilität and Altersdemenz ist es noch weit.
Wer weiß, vielleicht gilt sogar: The best is yet to come.

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Twitter immer wieder //1528

Dass die heutigen alten Tweets einen ganzen Monat, nämlich den Zeitraum zwischen dem 6 August und dem 5. September 2016, umfassen, liegt daran, dass wir damals im Urlaub waren, und ich weniger gebloggt und gezwitschert habe.

Verleser des Tages: Trump statt Trunk #Subversion
Verpasste Outdoor-Gelegenheiten .. *seufz*
Ist der Sommer schon vorbei?
„Sag‘ mir eine Zahl zwischen 1 und 10.“ – „Pi.“
In der alten Heimat Dreizehnhundertdreiundvierzig
Verleser des Tages: Piraten statt Partien
Gegoogeltes Dreizehnhundertzweiundvierzig
Aua! Was müssen Türklinken auch unbedingt auf Po-Ebene sein!
Verleser des Tages: Kunilingusstraße statt Kunigundenstraße
Diesmal war nicht PHP schuld Dreizehnhunderteinundvierzig
Verleser des Tages: maskulös statt muskulös
Das Rechtssystem im Pool Dreizehnhundertvierzig
Verleser des Tages: Spiderman statt Supermarket
Zum Kopftuch genötigt Dreizehnhundertneununddreißig
Heute #Burkaverbot, morgen Bekleidungsvorschriften, übermorgen Uniform für alle. #WehretdenAnfängen
Verleser des Tages: Gummibärchen statt Gummibänder
Einstellungssache Dreizehnhundertachtunddreißig
Verhörer des Tages: „Power Button“ statt „Power Bottom“
Tweet Leet Dreizehnhundertsiebenunddreißig
Verleser des Tages: Nutzer-Sperma statt Nutzer-Sperren
Wer integrieren will, sollte erst mal differenzieren können.
An vielen Stränden ist keine Bekleidung erlaubt, mit der man nahtlos bräunen kann.
Verleser des Tages: Kirchenmusik statt Küchenmusik
Urlaubserinnerungen Dreizehnhundertsechsunddreißig
Verleser des Tages: Aufguss statt August
Blog fällt aus Dreizehnhundertfünfunddreißig
Verleser des Tages: Erkältung statt Entkalkung
Vertrödelter Nachmittag Dreizehnhundertvierunddreißig
Verleser des Tages: Zipfel statt Zugteil
Integrationsversuche Dreizehnhundertdreiunddreißig
Je weniger Ahnung, desto größere Klappe.
Verleser des Tages: Penisula statt Peninsula
Der Alltag hat mich wieder Dreizehnhundertzweiunddreißig
In den Urlaub! Dreizehnhunderteinunddreißig .. und tschüss!
Verleser des Tages: „Schweigen ist Gold“ statt „Schwesig und Gabriel“
Tweets Dreizehnhundertdreißig
Integration vollendet. Noch ein Tag zur Ausarbeitung, und dann – endlich! – Urlaub.
Lemniskatischer Hüftschwung an die Türklinke. Aua!
Es konvergiert, es konvergiert nicht, es konvergiert, es konvergiert nicht, es konvergiert!
Bäh! Mit saurer Milch meinen Kaffee versau(er)t.
Fast schon wieder Kopftuchwetter.
Entspannende Selfies von der Käferjägerin
Verleser des Tages: Kanalisation statt Kanuslalom
Das K-Defizit Dreizehnhundertneunundzwanzig
Verleser des Tages: Merkel statt Market
Alphageblendet Dreizehnhundertachtundzwanzig
Für heute genug integriert.
Verhörer des Tages: Poke-a-man statt Pokémon
#Weltkatzentag „What’s new pussycat“
Gestochen oder nicht – Schnipp-schnapp Dreizehnhundertsiebenundzwanzig
Vertrenner des Tages: Urin-dogermanisch statt Ur-indogermanisch
Mann matlabt und simulinkt. Ich muss am Gutachten weiterarbeiten.
Verhörer des Tages: „Eier und Speck“ statt „Eier und Sperma“
Quid pro quo required Dreizehnhundertsechsundzwanzig

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