Heuristic Lane Detection //2841

Über die Probleme mit der Produktmanagerin eines Suppliers hatte ich gebloggt. Leider war die Kommunikation mit ihr dann weiter eskaliert.
Der verantwortliche Abteilungsleiter nahm Kontakt mit ihren Vorgesetzten auf, und erfuhr dann – im Vertrauen -, dass diese auch nichts ausrichten könnten. Die Geschäftsleitung wünsche eine Erhöhung des Frauenanteils, und werde deshalb diese Personalie beibehalten, egal ob die Kunden (es hatten sich offenbar schon vor uns welche mit diesem Anliegen gemeldet) damit einverstanden wären.
Jetzt war wohl ich am Zug. Es ist mir nur zu bewusst, dass mir das diplomatische Geschick für solche Verhandlungen fehlt. Immerhin kann bei mir niemand die „Frauen sind ja so benachteiligt“-Karte ausspielen.

Einer der Vorteile, Geschäftsführerin zu sein, ist, dass man nicht selbst anrufen muss, um von Krethi zu Plethi geschickt zu werden, oder immer wieder vertröstet wird. Ich beauftragte Werner, einen möglichst zeitnahen Telefontermin mit der dortigen Geschäftsleitung auszumachen.
Ich begann das Gespräch, indem ich zunächst die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit unserer Unternehmen lobte. Leider hätte es in der letzten Zeit da wohl ein paar Unstimmigkeiten oder Missverständnisse gegeben. Bevor sich die Fronten weiter verhärten, sollten wir gemeinsam eine konstruktive Lösung finden.
Irgendwie redete ich gegen eine Wand. Er habe schon mehrfach erfahren, dass die Produktmanagerin von Kunden angefeindet worden sei [wundert mich gar nicht, so wie sie sich benimmt]. Er stünde rückhaltlos hinter ihr.
Ich bedauerte, dass dies unser bisher so positives Geschäftsverhältnis weiter belasten würde. Ich deutete an, dass sein Unternehmen nicht das einzige sei, das solche Produkte herstellt, und dass es im Sinne der Fortsetzung unserer – für beide Seiten – profitablen Geschäftsbeziehung, doch zweckmäßig wäre, mit der Ausarbeitung der Details Mitarbeiter zu betrauen, die kooperativer miteinander umgehen.
Kein Einsehen. Das ist so ein Jungspund, Typ feministischer Beischlafbettler. Der hatte das Unternehmen erst vor einem Jahr von seinem Vater übernommen. Mit diesem hätte man sicherlich vernünftiger reden können. „Get woke, go broke“ könnte sich wieder einmal bewahrheiten, wenn dort die Kunden im größerem Ausmaß abwandern.

Ich werde unsere zuständigen Mitarbeiter beauftragen, nach anderen möglichen Zulieferern zu recherchieren.
Und wenn uns das unser „Made in Germany“-Siegel kostet, tja, dann ist das eben so.

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Tausend Fragen 31..45 //2840

Allmählich wird es zur Gewohnheit, gelegentlich einen Teil der 1000 Fragen zu beantworten.

31. Verschweigst du deinem Partner manchmal Sachen, die du gekauft hast? (572)
Nein, warum sollte ich das tun? Allerdings berichte ich ihm auch nicht haarklein über bedeutungslose Kleinigkeiten.

32. Kannst du gut zuhören? (325)
Wenn mich das Thema interessiert, dann wohl schon, auch wenn meine Aufmerksamkeit früher oder später nachlässt.

33. Mit wem verbringst du am liebsten einen freien Tag? (171)
Derzeit würde ich mal wieder gerne einen Tag nur für mich allein haben. Aber Freizeit mit Mann und Kind ist auch schön.

34. Trennst du deinen Müll? (41)
Selbstverständlich.

35. Kann jede Beziehung gerettet werden? (342)
Pauschale Antworten sind meistens falsch. Jede bestimmt nicht, aber viele schon. Ich glaube jedoch, dass es in unserer Gesellschaft zu wenig Anreiz gibt, sich diesbezüglich angemessen anzustrengen und sich zusammenzuraufen.

36. Bist du manchmal streng mit dir? (517)
Ja, oft, aber nicht immer.

37. Wem erzählst du, was du geträumt hast? (742)
Da ich mir meistens nicht merken kann, was ich geträumt habe (leider), stellt sich diese Frage üblicherweise gar nicht. Selbst wenn ich mich noch an den Traum erinnere, ist der viel zu banal oder zu wirr, um ihn weiterzuerzählen.

38. Mit welchem Gefühl spazierst du durch den Zoo? (628)
Wenn ich in den letzten Jahren im Zoo war, musste ich immer auf Kinder aufpassen. Das hat einiges an Aufmerksamkeit absorbiert.

39. Wie viel Zeit brauchst du, um dich für einen festlichen Anlass zu stylen? (530)
Nicht viel mehr Zeit als für das normale Fertigmachen, auch wenn eine ungewohnte Frisur etwas länger dauern kann. Aber für die Aufmachung verschwende ich doch nicht mehr Aufwand als nötig.

40. Schläfst du in der Regel gut? (59)
Derzeit ist es ganz OK. Ich hatte aber auch schon Phasen, in denen ich nur sehr schwer in Morpheus‘ Arme gefunden habe.

41. Wie hätte dein Liebesleben auch aussehen können? (811)
Ich hätte Incel bleiben und als verbitterte, alte Jungfer enden können, hätte ich nicht noch beizeiten meine unrealistischen Erwartungen reduziert.

42. Ist alles möglich? (327)
Nein.

43. Was bedeutet Ausschlafen für dich? (810)
In meiner Jugend habe ich an freien Tagen (außer an Sonn- und Feiertagen – da musste ich früh in die Kirche) gerne bis Mittag geschlafen. Inzwischen ist mir das aber nicht mehr wichtig. Ich stehe bereitwillig früh auf, weil ich dann den ganzen Tag noch vor mir habe.

44. Mit wem hast du zuletzt laut gelacht? (912)
Mit meinem Kind.

45. Was hättest du viel früher tun müssen? (635)
Der Wenn-ich und der Hätt-ich..!
Ich halte nichts davon, sich im Nachhinein für andere Handlungsoptionen zu entscheiden. Das läuft auf reine Spekulation hinaus. Damals gab es Gründe, warum es so war, wie es eben war, und auch nicht früher praktikabel gewesen wäre.

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Taktlos //2839

In den letzten Wochen hatte ich (wie angekündigt) seltener und unregelmäßig gebloggt. Ich bin da inzwischen völlig aus meinem gewohnten Blogrhythmus gekommen, zumal ich aktuell geschäftlich wirklich ungewöhnlich viel zu tun habe.
Höchste Zeit, dass ich wieder in den alten Takt zurückfinde. [Um ehrlich zu sein, hätte ich das schon schaffen können, wenn ich bereits gestern gebloggt hätte. Aber mit dem dritten Wochenende im Monat habe ich ja sowieso oft gewisse Probleme, so dass mir guter Stoff dazu fehlte.]
Die erste Phase beginnt heute. Ab sofort werde ich wieder alle zwei Tage bloggen.
Allerdings ist in meinem Blogschema vorgesehen, dass ich an den geraden Tagen blogge. Heute (23.) ist aber ungerade. Ich löse das Dilemma, indem ich für den Rest des Januars dann eben an den ungeraden Tagen blogge. Nach dem 31. Januar folgt dann am übernächsten Tag der 2. Februar, womit ich wieder beim bisherigen Schema angelangt wäre. Da der Januar eine ungerade Zahl von Tagen hat, kann der Übergang völlig nahtlos erfolgen.
Nach einem Monat des eingeschränkten Betriebs dürft ihr euch also darauf freuen, hier künftig wieder regelmäßig einen neuen Eintrag lesen zu können.

Ich habe dies hier zwecks Transparenz und Nachvollziehbarkeit so ausführlich dargestellt, und auch um einen extra Eintrag zu haben.

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Rückblick 2. Halbjahr 2022 //2838

Bereits ab Anfang Dezember erscheinen in Fernsehen und Presse die ersten Rückblicke auf das noch laufende Jahr. Dabei ist das zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht zu Ende. Da kann sich noch einiges tun (und wenn an Silvester noch eine sehr prominente Person stirbt).
Aus guten Gründen veröffentliche ich meine Halbjahresrückblicke also erst einige Zeit nach Ablauf des betreffenden Zeitraums. Mal bin ich schon recht früh dran, mal lasse ich mir auch länger Zeit.
Eigentlich ist das Datum des Jahreswechsels völlig willkürlich, nur weil da mal irgend so ein Papst gestorben ist. Und statt eines weltweit einheitlichen Zeitpunktes zieht sich der Sprung der Jahreszahl 26 Stunden lang hin.

However, heute ist ein guter Tag, die Zeit zwischen Juli und Dezember 2022 zu rekapitulieren.

Danuta hatte als Kindermädchen bei Norbert angefangen.
Als ich Johannes die Treppe heruntertragen wollte, hatte ich einen kleinen Unfall, bei dem ich mir den Fuß verstauchte.
Die Knieoperation meiner Mutter war glatt verlaufen. Sie erholte sich jedoch nicht wie erwartet, sondern erlitt eine Thrombose, an der sie verstarb.
Infolgedessen war ich mehrmals in der Alten Heimat, auch um den Haushalt aufzulösen und das Haus zu vermieten.
Carsten uns ich gönnten uns ein paar Tage Urlaub mit Johannes.
Einige kleinere Reisen, Events und Erlebnisse fanden statt, aber ohne größeren Impact.
Ich fand einen Nachfolger für die Softwareentwicklung, der nächsten Sommer bei uns anfangen wird.
Ende des Jahres kam dann alles zusammen. Fiona musste operiert werden, so dass Kim zu uns kam, um betreut zu werden. Herr Kleiter fiel krankheitshalber aus und muss vertreten werden.

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Gekippt //2837

Ich hatte schon früher immer mal wieder Probleme mit FTP. Bisher ließen sie sich zwar wieder lösen, bzw. ich fand eine Möglichkeit, damit umzugehen.
Doch diesmal hat der Fachverband, bei dem ich zu gegebenen Zeiten bestimmte Dateien heruntergeladen habe, den Betrieb seines FTP-Server endgültig eingestellt.
Die Dateien lassen sich jetzt nur noch über die Website mit HTTP herunterladen. Da es mir zu blöd ist, zig Dateien einzeln über den Browser herunterzuladen, war’s das jetzt für mich.

Ich habe mich in den letzten Jahren zwar noch auf dem Laufenden halten wollen, aber da ich das Beratergeschäft längst aufgegeben habe, brauche ich die Dateien nicht mehr. Dann lass‘ ich’s halt bleiben.
Wenn ich es recht überlege, braucht eigentlich kaum jemand alle Dateien. Für die meisten Nutzer reicht es bei weitem, bei Bedarf einzelne Dateien herunterzuladen, zumal sich häufig Inhalte ändern. Wer den neuesten Stand braucht, sollte sich nicht auf archivierte Dateien auf dem eigenen Rechner verlassen, sondern die jeweils aktuelle Datei neu laden. Wie gesagt – je nach Anwendungszweck genügen ein oder zwei, selten vielleicht mal drei Dateien, um alle relevante Information parat zu haben.
Sämtliche Dateien sind wirklich nur für Berater interessant, die einen Gesamtüberblick, vielleicht sogar eine Historie, brauchen (wenn sich der Schei? schon nicht versionsverwalten lässt). Dafür war bisher der FTP-Server gedacht. Aber offenbar machen Wartung, Pflege und Administration inzwischen zu viel Aufwand.
Ich kann es nicht ändern. Da ich mir die Klickorgie ersparen will, bricht jetzt halt auch noch diese Verbindung, die ich ohnehin nur noch halbherzig aufrecht erhalten hatte, zu meiner Beratungstätigkeit weg. Das dürfte jetzt der Point of no Return sein.

[Dabei sind übrigens gerade in den letzten paar Jahren die Stundensätze für Beratung in diesem Spezialgebiet durch die Decke gegangen. Die Kunden sind praktisch bereit, jeden verlangten Preis zu zahlen. Das Zeug ist einfach viel zu umfangreich und zu verworren, als dass ein normaler Entwickler auch nur ein kleines, seine Arbeit betreffendes Teilgebiet einigermaßen überschauen könnte. Gute Berater sind rar, werden aber dringend benötigt, um den Stand zumindest zu halten, insbesondere aber, um Neu- und Weiterentwicklungen zu unterstützen.
Um das Ganze etwas zu relativieren: den exorbitanten Stundensätzen steht natürlich auch ein immenser Aufwand, das Wissen aktuell zu halten, gegenüber, der den Kunden nicht direkt in Rechnung gestellt werden kann. Es braucht also niemand neidisch zu werden.
[Es sei an dieser Stelle auch darauf hingewiesen, dass es ungezählte Personen gibt, die sich selbst als Berater oder Coach bezeichnen, aber nur leichtgläubige Kunden mit ihrem nutzlosen Gelaber abzocken wollen. Manche glauben – Bildung durch Einbildung ersetzend – vielleicht sogar selbst an ihren spirituellen, esoterischen oder was-weiß-ich Kram, viele gehen aber vorsätzlich auf Dummenfang. Dazu preisen sie ihre Blindleistungen auf ihren Websites mit seitenweise inhaltsleerem Gesülze an, aus denen sich keinerlei konkreter Erkenntnisgewinn ziehen lässt. Wie schafft man es nur, solche Unmengen an Text zu produzieren, ohne irgendeine substanzielle Aussage zu machen?]]

Es ist doch immer mal wieder verwunderlich, welche im Grunde bedeutungslosen Kleinigkeiten letztendlich den Ausschlag für eine Entscheidung von Tragweite geben können.

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Tweets Numero m+12 //2836

Es ist jetzt schon länger her, dass ich das letzte Mal frühere Tweets verbloggt habe. Allmählich ist es also wieder an der Zeit, und ich tue dies hiermit und gebe im Folgenden meine Tweet vom 12. bis 26. Mai 2022 wieder. Nach mehreren Monaten sind manche tagesaktuellen Tweets inzwischen obsolet oder muten anachronistisch an.

Eigentlich wollte ich mir heute einen faulen Tag machen. Jetzt habe ich aber unabhängig voneinander zwei Mails von Kunden aus den USA gekriegt, für die zügiger Handlungsbedarf besteht. Damit bin ich die nächsten Stunden beschäftigt.
+Zwischenstand: Eine Mail komplett abgearbeitet. Bei der anderen sind ein paar Fragen offen, die der Klärung bedürfen. Da muss ich jetzt erst wieder auf Antwort warten. Außerdem ist sowieso eine #Pause fällig.
Dies parentium //2731 Zweitausendsiebenhunderteinunddreißig
So. Und jetzt schnappe ich mir mein #Handtuch und gehe ins verlängerte #Wochenende.
Grüner #Umweltschutz: Windräder statt Wald.
Manchmal ist die Lösungsmenge eben leer. 𝕃 = {}
All jene, die eine #schwereSchuld auf sich laden, indem sie nicht nur Erwachsene zur Covid-#Impfung drängen oder verpflichten wollen, sondern jetzt sogar Kinder, werden hoffentlich einmal zur Verantwortung gezogen. Je früher, desto besser.
Verleser des Tages: Photonen statt Platanen
Mein #Handtuch muss noch 42 Minuten lang in der Waschmaschine bleiben.
Ist ja wirklich sehr geschickt gemacht, zwei wichtige, bundesweite Veranstaltungen für Ärzte zeitgleich stattfinden zu lassen.
Was wird wohl unser Bundesgesundheitsminister anordnen, um die Ausbreitung von #Affenpocken zu verhindern? Nach seinem bisherigen Kurs würde mich ein #Sexverbot für Männer nicht überraschen.
Verleser des Tages: diabolisch statt dialogisch
Maze //2730 Zweitausendsiebenhundertdreißig
Zwei Tussis auf Fahrrädern kommen mir entgegen. Der Weg ist zu schmal, obwohl ich ganz an der Seite laufe. Statt hintereinander zu fahren, quetschen sie sich eng an mir vorbei, und hätten mich gestreift, wäre ich nicht auf den Grasstreifen ausgewichen.
Verschreiber des Tages: „pubiccity“ statt „publicity“
Chef und Juniorchef waren gemeinsam im Wald, hatten sich verlaufen. Der Buggy sieht aus! Die müssen damit durch eine Schlammpfütze gefahren sein.
+Ich mach das nicht sauber!
Zweierlei Rouladen gekocht. Mann kriegt die mit (u.a) Speck, ich die mit rein veganer Füllung.
Er heißt zwar Klugsch, aber beschränkt sich nicht darauf.
+Ach, ein Windelwechselbot wäre schon so praktisch ..
Verleser des Tages: fanatische statt fantastische [Welt]
Vor 10 Jahren (3) //2729 Zweitausendsiebenhundertneunundzwanzig
Wird allmählich Zeit, die Pflegebots zur Serienreife weiter zu entwickeln.
+Die lamentieren nicht über miese Arbeitsbedingungen und angeblich schlechte Bezahlung, sondern erledigen einfach zuverlässig ihre Aufgaben. Und sie streiken nie.
+Ist auch angenehmer für die Patienten, die sich nicht mit einer mürrischen Krankenschwester oder einem enervierend munteren Pfleger abgeben müssen.
+Nur eine Frage der Zeit, bis die künstliche Intelligenz #KI #AI die natürliche überholt, zumindest für Routinetätigkeiten.
+Hat man jemals etwas anderes von Pflegekräften gehört als Rumgejammer? Wenn ihnen die Arbeitsbedingungen nicht passen, hätten sie einen anderen Beruf ergreifen sollen.
Verleser des Tages: Wissenschaft statt Weltherrschaft
Ironie des Schicksals: gegen die #Affenpocken dürften Personen über 60 sogar noch einen gewissen #Impfschutz haben.
Juniorchef fängt an, andere am Hintern zu begrabbeln. Der Chef ist wohl das prägende Vorbild.
Verhörer des Tages: Allerwertester statt Allerweltsstaat
Medienpräsenz //2728 Zweitausendsiebenhundertachtundzwanzig
Jetzt sind mir innerhalb weniger als einer Woche zwei Paar kaum getragener Sandalen kaputt gegangen. Zum Glück hab ich noch eins in Reserve. Die Qualität von $Hersteller hat stark nachgelassen.
Verleser des Tages: Warzenlieferanten statt Weizenlieferanten
Seltsam – #Longcovid-Betroffene sind anscheinend alle geimpft. Aber ohne #Impfung wäre es natürlich noch viel, viel schlimmer geworden. #PostHocErgoPropterHoc
Wir überlegen derzeit, ob wir im Sommer doch mal wieder in Urlaub fliegen wollen. Aber – ehrlich gesagt – hab ich so gar keine Lust, im Flugzeug Maske zu tragen. Da bleib ich lieber daheim.
Verleser des Tages: Humor statt Homer
Wenn zwei sich streiten, schweige der Dritte //2727 Zweitausendsiebenhundertsiebenundzwanzig
Verschreiber des Tages: überlicht statt üblich
Kundendiensttechniker zum Reparatureinsatz vor Ort bei Kunden. Zutritt wird ihm verweigert, da #ungeimpft.
Verleser des Tages: Habeck statt Habgier
Grüßen oder es bleiben lassen //2726 Zweitausendsiebenhundertsechsundzwanzig
Er hat noch seine Hackerkluft an, ich trage Minirock und Top. Kurz sind wir beide nebeneinander im Schlafzimmerspiegel zu sehen. Er lacht: „Die Schöne und das Biest!“
Verleser des Tages: E-Norm statt Enorm
Neffe liegt im Krankenhaus. Er hätte jetzt eigentlich bald wichtige Prüfungen gehabt.
Verhörer des Tages: Abführkuchen statt Apfelkuchen
Getwittert im Frühherbst //2725 Zweitausendsiebenhundertfünfundzwanzig
Es hat absolut nichts mit #FreitagDer13te zu tun, dass ich gerade meinen Geldbeutel nicht finde, und vorhin meine Hausschuhe mit Joghurt vollgekleckert habe.
Verleser des Tages: [in deinem] Alter statt Alltag
Rollenspiele mit dem Juniorchef.
+Schon spannend, was man alles mit Holzzylindern machen kann: rollen, aufeinanderstellen, umkippen, ..

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Gleich und doch nicht gleich //2835

Es heißt ja, dass man im Deutschen (im Gegensatz zum Englischen) „so schreibt, wie man spricht“. Schon als Kind ist mir aufgefallen, dass das nicht immer so stimmt.
Der „Weg“, also der Pfad oder die Gasse, wird mit einem langen E ausgesprochen wie „Wehg“, während „weg“, also fort, kürzer gesprochen wird, etwa wie „wegg“. Nur drei gleiche Buchstaben (ob groß oder klein, ist hier ohne Bedeutung), aber dennoch spricht man sie unterschiedlich aus.
Ein weiteres Beispiel ist „Hochzeit“. Das kann einmal eine Zeit der Blüte sein, wenn man es mit langem O („Hoochzeit“) ausspricht, oder eine Heirat, dann mit offenem O wie in Loch.
Wörter, die zwar gleich geschrieben werden, aber unterschiedlich ausgesprochen, nennt man Homographen (nicht zu verwechseln mit Teekesseln oder Homonymen, bei denen das gleiche Wort unterschiedliche Bedeutungen hat). Wohlgemerkt, es geht hier nur um deutsche Wörter. Wenn man mit Englisch oder anderen Sprachen mischt, gäbe es noch viel mehr (ich erinnere nur an „die Bart, die“ oder „lies“).

Lustig wird es, wenn ein Wort allein durch seine Betonung eine gegensätzliche Bedeutung erhält. Wenn ich die Pylonen umfahre (mit der Betonung auf dem „fah“), dann stehen sie anschließend noch. Wenn ich sie dagegen umfahre (mit der Betonung auf „um“), dann sind sie danach umgekippt, vielleicht kaputt.
Für Muttersprachler ist das selbstverständlich, aber wer Deutsch erst später lernt, der tut sich zwangsläufig damit schwer. [Woher weiß man etwa, dass man die Vokalfolge in „soeben“ oder „beinhalten“ getrennt als Diärese aussprechen muss, statt als Diphtong? Das macht wohl auch allen Leseanfängern erst mal Probleme.]

Im Laufe der Zeit habe ich einige weitere Beispiel gesammelt, die ich hier aber nur ohne weitere Erläuterung aufzählen werde.
Graphen, modern, Erbrecht, Hinweg, Ableisten, Rumkugeln, Sucht, flucht, Gebet, Legenden, Relief, Präsenz, Urinstinkt, Rentier, ..

Noch zur Ergänzung: Worte, die trotz unterschiedlicher Schreibweise gleich ausgesprochen werden, heißen Homophone (z.B. „die weißen Weisen weisen die Waisen in ihren Weisen auf die Weisen hin“). Die Bedeutung in der gesprochenen Sprache muss sich aus dem Kontext erschließen.
Schon erstaunlich, dass es in natürlichen Sprachen nicht noch öfter zu Missverständnissen kommt.

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Tausend Fragen 16..30 //2834

Beim folgenden Schwung der 1000 Fragen sind mehrere dabei, zu denen eigentlich eine ausführlichere Antwort wünschenswert wäre. Ein oder zwei derartige Fragen wären ja OK, aber hier häuft es sich zufällig. Ich hatte deswegen erwogen, noch einmal umzumischen, habe es aber doch sein lassen. Die Reihenfolge steht jetzt so, wie sie ist.

16. Wie stark ist deine Sammelleidenschaft? (498)
Eigentlich nur gering. Zwar werfe ich kaum etwas weg, was man noch gebrauchen könnte, aber um irgendwelche Sammlungen wie Briefmarken oder sonstigen Nippes anzulegen, dafür habe ich so überhaupt keinen Sinn. Als Perfektionistin stört mich die Unvollständigkeit solcher unabschließbarer Mengen.

17. Ergreifst du häufig die Initiative? (191)
Kommt drauf an, in welchem Kontext. Als zurückhaltender, bequemer, tendenziell phlegmatischer Mensch neige ich dazu, eher abzuwarten und höchstens zu reagieren. Andererseits bin ich auch kreativ, so dass es mich manchmal dazu drängt, innovative Ideen und nutzbringende Einfälle auch tatsächlich umzusetzen.

18. Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld? (234)
Ganz eindeutig lieber mehr Zeit.

19. Wann hast du zuletzt eine Wanderung gemacht? (967)
Je nach dem, wie man Spaziergang von Wanderung abgrenzt, ist das wenige Tage bis mehrere Jahre her.

20. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? (36)
Kommt drauf an. Kaffee, einen Cocktail, Apfelsaftschorle, Cola, Ginger Ale, Glühwein, Bier, .. je nach Lust, Laune, Tageszeit, Jahreszeit, Lokalität, Gesellschaft, ..

21. Auf welchen Platz setzt du dich in der Achterbahn? (786)
Gar nicht. Freiwillig steige ich da nicht ein.

22. Was an dir ist typisch schweizerisch, italienisch, französisch, deutsch? (754)
Also nur ganz kurz in Stichworten. Eigentlich bedürfte das längerer Antworten.
Schweizerisch: Vernunft, Versuch der Neutralität, bzw. Nicht-Einmischung in fremde Angelegenheiten
Italienisch: Dolce far niente, Vorliebe Pizza, Pasta, Gelato, Caffè
Französisch: Lässigkeit, Nonchalance
Deutsch: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit

23. Wie findest du dein Aussehen? (176)
Im Großen und Ganzen bin ich sehr damit zufrieden, auch wenn man vom Optimum kleinere Abstriche machen muss. Leider habe ich mich in meiner Jugend viele Jahre lang für zu dünn gehalten. Dabei hatte ich schon damals eine praktisch perfekte Figur, wie man auf alten Fotos sieht. Das konnte ich damals gar nicht wirklich wertschätzen, erst jetzt, wo es schwieriger wird, diese Figur zu halten.

24. Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt? (744)
Heimgehen.

25. Welche Rolle hast du in deiner Freundesgruppe? (788)
Ich verstehe die Frage nicht.

26. Wie gross ist unsere Willensfreiheit? (736)
Ein philosophisches Thema, das diesen Blogeintrag bei weitem sprengen würde. Vielleicht habe ich irgendwann einmal den Willen, darüber in einem eigenständigen Post zu schreiben.

27. Trägst du täglich Make-up? (927)
Nein, nur zu ganz seltenen besonderen Gelegenheiten – also alle paar Jahre mal, und dann auch nur sehr dezent.

28. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast? (113)
Da fällt mir jetzt nichts ein. Wenn ich etwas anfange, bringe ich es normalerweise auch zu Ende (sh. Frage 16). Kleinere Ausnahmen mag es gegeben haben, aber wohl nichts Wichtiges.

29. Was ist die wichtigste Lektion, die du für dein Leben gelernt hast? (832)
Wenn ich das wirklich in eine kurze, undifferenzierte Antwort pressen soll: Dass ich mich nur auf mich selbst verlassen kann.

30. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag? (398)
Zeiten mit viel Stress und ruhigere Zeiten wechseln ab, ohne dass ich das wesentlich beeinflussen könnte. Kaffee zwischendurch tut mir aber immer gut.

Off topic, aber unbedingt erwähnenswert:
Mit diesem Eintrag erreiche ich 6000 Normseiten in meiner Blogarchivierung.

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Zurück zur Normalität? //2833

Carsten ist heute am Feiertag unterwegs, um Kim wieder nach Hause zu fahren.
Fiona ist am Mittwoch aus der Klinik entlassen worden. Eigentlich wäre es für sie gesundheitlich besser, wenn sie noch ein paar Tage Ruhe gehabt hätte. Aber sowohl sie als auch Kim selbst wollten unbedingt, dass er nach zwei Wochen in der Fremde an seinem Geburtstag wieder daheim ist.
Sonja ist, glaube ich, ebenfalls erleichtert, ihn wieder loszuhaben, auch wenn sie das nicht so deutlich gesagt hat.

Jetzt steht uns ein Wochenende ohne ihn bevor.
Wie gerne würde ich es noch nutzen, um ein wenig auszuspannen und als Familienzeit oder (soweit möglich) Zweisamkeit zu verbringen.
Aber Carsten hat angekündigt, dass er die Zeit braucht, um irgendwelche kaufmännischen Unterlagen durchzuarbeiten, die sonst Aufgabe von Herrn Kleiter gewesen wären.
Naja, wenn ich ehrlich bin, habe ich mit der Vertretung von Joachim auch genug zu tun. Diese Woche waren noch viele Mitarbeiter in Urlaub und deshalb etwas weniger los als sonst. Aber am Montag wäre bei den IT-lern wieder ein regulärer Jour-fixe (den ich versuchen will, nur noch vierzehntägig durchzuführen – mehr schaffe ich aufgrund anderer Verpflichtungen nicht). Dafür muss ich noch einiges vorbereiten, und meine üblichen Aufgaben habe ich ja sowieso.

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Zwischenlösung //2832

Am Wochenende suchten wir eine Notbetreuung für Kim.
Unsere erste Idee war Danuta gewesen, aber Norbert berichtete, dass sie Urlaub hat, und verreist ist, um ihre Verwandten zu besuchen.
Wir recherchierten noch weiter, wo wir uns möglicherweise einen Erfolg erhofften, aber alles vergebens.
Schließlich fragte Carsten Sonja, ob sie ihren Großneffen nicht einige Zeit aufnehmen kann. Sonja stimmte zu, allerdings nur für diese Woche, solange halt noch Weihnachtsferien sind. Wenn die Schule wieder beginnt, muss sie unterrichten und hat dann keine Zeit mehr. Sie betonte aber ausdrücklich, dass sie das nur Fiona zuliebe macht.
Jetzt können wir nur hoffen, dass Fiona nach 3König gesundheitlich wieder in der Lage ist, selbst für ihr Kind zu sorgen. Sonst haben wir wirklich ein Problem.

OT: Prosit annus novus 17^2*7

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Redundancy Check //2831

Das Jahr endet mit schlechten Neuigkeiten.
Herr Kleiter, unser kaufmännischer Leiter und dritter Geschäftsführer, hatte nach den Feiertagen einen Herzinfarkt und liegt jetzt im Krankenhaus (bestünden nicht immer noch Test- und Maskenpflicht sowie weitere Beschränkungen, hätte Carsten vielleicht einen Besuch erwogen, aber unter diesen Bedingungen ist das zu aufwendig, so dass er diesen Gedanken nicht weiter verfolgte).
Sein Zustand ist stabil und soweit möglich, geht es ihm gut. Aber er wird wohl auf nicht absehbare Zeit in der Firma ausfallen. Das bedeutet, dass Carsten sofort wieder einspringen muss, um ihn zu vertreten, insbesondere auch geschäftliche Termine wahrnehmen muss (was der andere Vertreter derzeit auch nicht kann, da er noch bis Mitte Januar im Urlaub ist).
Eigentlich wollte Carsten das neue Jahr etwas langsamer angehen lassen, zumal er sich ja auch noch um Kim kümmern muss. Ich kann (und will) ihm da nichts abnehmen, denn ich bin ebenfalls schon durch die Elternzeitvertretung unseres IT-Leiters zusätzlich ausgelastet, so dass ich keinerlei freie Kapazitäten habe (ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich einen unwiderlegbaren Grund habe). Außerdem ist Carsten weit besser mit den Aufgaben von Herrn Kleiter vertraut als ich.

Tja – was passiert jetzt mit Kim? (Übrigens zeigt dieser mittlerweile erste Anzeichen halbwegs respektvollen Verhaltens. Ihm fehlt es vor allem an Disziplin und Erziehung durch konsequente, verlässliche Personen. Corinna hat ihm offenbar gar nichts erlaubt, während Fiona alles durchgehen ließ. Kein Wunder, dass er in diesem widersprüchlichen Spannungsfeld so aufsässig wurde.)
Fiona hat ja ihre Operation gut überstanden. Ob die Ergebnisse ausreichen werden, kann derzeit noch niemand sagen. Aber sie ist momentan noch in der Klinik, so dass sie Kim vorerst nicht wieder aufnehmen kann.
Jetzt zwischen den Jahren ist es praktisch unmöglich, irgendeine geeignete Stelle, Babysitterbörse oder was weiß ich, zu finden, die ihn zeitweise betreuen zu könnte. Kindergärten o.ä. haben sowieso bis nach 3König geschlossen und momentan erreicht man noch nicht einmal telefonisch jemanden.

PS: Guten Beschluss und rutscht glatt rüber.

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Holder Knab‘ //2830

Frohe WFT, bzw. was noch davon übrig ist.
Hier haben wir heuer völlig auf Weihnachtsbrimborium verzichtet. Christmette und Deko wie Kerzen oder Christbaum sowieso nicht, aber auch weder Feier noch Geschenke. Dass wir uns von diesen unnützen gesellschaftlichen Konventionen befreien konnten, ist so entspannend.

Weniger entspannend ist die Anwesenheit von Kim.
Carsten hatte ihn letzten Donnerstag abgeholt, und bereits in der ersten Nacht nässte Kim ein. OK, dafür kann ich ihm nicht wirklich einen Vorwurf machen. Die Situation muss für ihn sehr belastend sein: seine Mutter im Krankenhaus, er selbst in ungewohnter Umgebung bei praktisch fremden Leuten. Wir waren halt nicht darauf vorbereitet, und jetzt ist die Matratze .. hm ..
Sonst ist nicht einfach mit ihm auszukommen. Am – wirklich schmackhaften – Essen mäkelt er herum und lässt die Hälfte liegen. Keine halbe Stunde später will er dann etwas zum Naschen. Er ist launisch und jähzornig.
Mit Johannes werde ich ihn definitiv nicht alleine lassen.

Immer wieder ruft er, dass der „Weihnachtsmensch“ doch endlich kommen soll, um ihm Geschenke zu bringen. Ich kann es nicht dulden, dass er Johannes desinformiert und mit solchem Fake beeinflusst.
Außerdem sucht er den „großen, bunten Baum“, von dem ihm seine Mami erzählt hätte, dass er hier stünde. Ingrid hat da früher offenbar ein ziemliches Aufhebens um den Christbaum gemacht, während das Carsten egal war, er sie aber schulterzuckend gewähren ließ.

Carsten meinte, „wir“ müssten einfach nur herausfinden, was Kim interessiert und Spaß macht, damit er sich damit befassen kann. Aber trotz der unterschiedlichsten Spielangebote scheint ihn nur das Fernsehen eine Zeitlang zu beschäftigen. Immerhin wissen wir jetzt, woher das Sprichwort „Kinderhände beschmieren Tisch und Wände“ kommt.
Wirklich – ich habe Verständnis für seine Situation. Das heißt aber nicht, dass ich ihm immer nachgebe und mir auf der Nase herumtanzen lasse.

Wenn Carsten nicht ab und zu mit Sohn und Enkel ein paar Stunden wegginge, würde ich hier durchdrehen. Ihr ahnt es nicht, was für ein Stress es für mich ist, dass hier unablässig ein fremdes Kind anwesend ist, das betreut werden muss, herumschreit, nach Aufmerksamkeit heischt, und einfach meine Routine durcheinander bringt.
Wenn Johannes nicht wäre, hätte ich mich schon längst in die Stadtwohnung zurückgezogen. So bleibt mir das nur als ultima ratio, wenn ich es absolut nicht mehr aushalte.
Ich will doch nur ein paar ruhige Tage zum Ausspannen. Ist denn das schon zu viel verlangt?

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Am Lichtminimum //2829

Seit gestern Abend, 22:48 UTC+1 haben wir (hier auf der terranischen Nordhalbkugel) Winter. Gerade endet die längste Nacht des Jahres. Dann wird es endlich wieder heller.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch dieses Jahr will ich ein paar Wochen Winterruhe halten. Dabei wünsche ich mir nur, mich möglichst unbehelligt von Weihnachtsrummel friedlich entspannen zu können. (Ja, es ist mir bewusst, dass dieser ja nun wirklich nicht unmäßige Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird.)
Ein kleiner Erholungsurlaub täte mir jetzt so gut. Ich bin doch recht erschöpft und ausgelaugt durch Belastungen von Arbeit oder sonstigen Verpflichtungen. Der Mangel an Sonnenlicht macht mir zu schaffen und wird allmählich – wie so ziemlich in jedem Herbst – gesundheitlich bemerkbar.

Statt alle zwei Tage werde ich vorläufig seltener bloggen.
Twittern vielleicht auch. Das weiß ich noch nicht. Mal sehen. Da muss ich mich jetzt noch nicht festlegen.
Ich werde zwar präsent bleiben, mich insgesamt aber zurückhalten.

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Leiter *swleiter = new Leiter(SW); //2828

Die Einstellung des zukünftigen Software-Leiters ist in trockenen Tüchern. Wir haben die Formalitäten geklärt und den Arbeitsvertrag unterschrieben. Er kündigt bei seinem bisherigen Arbeitgeber und wird dann im Sommer bei uns anfangen. Bis dahin leite ich weiterhin die Softwareentwicklung allein wie bisher.
Einer der ausschlaggebenden Gründe für seine Einstellung war auch, dass wir beide so gar nichts von Scrum halten, wie ich in Gesprächen mit ihm feststellen konnte (um ehrlich zu sein, lästerten wir ziemlich darüber). Stattdessen verfolgen wir sehr ähnliche eigene Konzepte, was die semiagile Entwicklung von Softwareprojekten betrifft. Deshalb wird der Übergang hoffentlich ohne größere Brüche verlaufen.

Einerseits bin ich schon froh und erleichtert, dass ich für diese Position einen ambitionierten, tüchtigen Nachfolger gefunden habe, andererseits aber auch wehmütig. Denn ich habe das gerne gemacht. Es war ein Tätigkeitsfeld, das mir lag, und in dem ich selbst etwas kreativ gestalten konnte. Mit meinen Mitarbeitern kam ich auch gut zurecht, weil sie ähnlich nerdig drauf waren.
Natürlich bin ich auch später noch da, um nach dem Rechten zu sehen, und selbstverständlich braucht der neue SW-Leiter auch einiges an Einarbeitungszeit, in der ich noch präsent bin und ihn einweisen werde.
Aber grundsätzlich werde ich mich dann zunehmend um nicht-technische Aspekte in der Firma kümmern müssen, um die ich mich bisher noch großteils herumdrücken konnte, weil ich mit meinen technischen Aufgaben ausgelastet war. Das ist dann keine akzeptable Ausrede mehr. Carsten will sich tendenziell aus der Firma zurückziehen, und Voraussetzung dafür ist halt, dass ich dann seine Aufgaben übernehmen kann. Seufz.
Ich glaube immer noch, dass ich als annelytisch denkender Nerd dafür keine geeignete Besetzung bin. Die Firma braucht eher einen Macher, der auch mit Menschen gern und gut umgehen kann.
Spock wusste schon, warum er lieber seinen Posten als Wissenschaftsoffizier behielt, als selbst ein Kommando zu übernehmen.

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Vor 10 Jahren (5) //2827

Schauen wir mal, was so alles etwa zwischen Mitte September und Mitte Dezember 2012 passiert ist.

Nachdem Carsten von Verena’s Schwangerschaft erfahren hatte, hatte er es sich in den Kopf gesetzt, selbst noch einmal Vater zu werden. Ich sah in meiner damaligen Situation keine andere Möglichkeit, als während meiner fruchtbaren Tage auszureißen. Also fuhr ich in die alte Heimat, offiziell, um meine Schwester zu unterstützen, da sie damals mit David hochschwanger war.
Der Vermieter meiner Wohnung erhöhte die Miete, woraufhin Carsten die Wohnung kaufte, was ich jedoch erst später erfuhr.
Seinen kryptischen Heiratsantrag nahm ich ebenso kryptisch an, hatte es aber nicht eilig mit der Umsetzung und stellte einige Bedingungen, die er akzeptierte.
Eine Mandelentzündung machte einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt erforderlich.
Der damalige Marketing-Leiter von Novosyx kündigte.
Carsten und ich besuchten David’s Taufe.
Als ich erfuhr, dass Carsten die Wohnung gekauft hatte, wollte ich weiterhin die volle Miete bezahlen, er wollte gar keine, da er ja auch die Wohnung nutze. Als Kompromiss vereinbarten wir schließlich, dass ich nur noch für das Arbeitszimmer Miete zahle.
Um seine Arbeitszeit zu reduzieren, begann Carsten nach einem Assistenten zu suchen, der ihm einiges abnehmen soll. Ich unterstützte ihn bei der Bewerberauswahl.
Wir machten Pläne, wie wir den Weihnachtsurlaub verbringen wollten.
Carsten begann mit der Übernahme von Standort 2.
Nachdem Kathrin behauptete, von einem IT-Mitarbeiter belästigt worden zu sein, eskalierte die Diskussion zwischen Carsten und mir, was darin gipfelte, dass ich Carsten aus der Wohnung verwies und mich von ihm trennte.
Der Versuch, mein altes Schlampenleben wieder aufzunehmen, blieb erfolglos.

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Geschnöbb //2826

Neulich musste ich wieder daran denken, wie wir früher in meiner Kindheit als Familie zusammen einen (in Ziffern: 1) Schokoriegel gegessen haben. Das waren solche Schokoriegel, wie es sie auch heute noch gibt (wenn mir auch scheint, dass die Qualität nachgelassen hat, aber vielleicht ist das nur mein subjektiver Eindruck). Ich möchte keine Schleichwerbung machen. Nur soviel, dass bestimmte dieser Riegel einen Namen haben, den es auch für astronomische Objekte gibt.
Mein Vater öffnete die Verpackung und legte den Riegel auf ein Holzbrettchen. Mit einem scharfen Messer zerschnitt er den Riegel in Scheibchen von (soweit ich das im Rückblick beurteilen kann) drei bis fünf Millimetern Dicke. Diese Scheibchen teilten wir dann unter uns auf. Wenn es mit der Anzahl nicht aufging, verzichtete meine Mutter. So habe ich das zumindest vage in Erinnerung.
An einem einzigen solchen Scheibchen lutschten und kauten wir minutenlang. Das war etwas besonderes, wie eine kostbare Praline.

Mir erschien das damals ganz normal. Ich kannte es nicht anders, und wäre niemals auf die Idee gekommen, dass dies eine Einschränkung oder Verzicht sein könnte. Ein genügsamer Lebensstil wurde mir selbstverständlich, und dass man sich auch an Kleinigkeiten erfreuen kann.
Es wird für mich niemals nachvollziehbar sein, mit welcher Anspruchshaltung so manche Leute daherkommen, insbesondere wenn sie selbst nur auf Kosten anderer leben.

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Transponierter Vortex //2825

Obwohl ich bereits seit geraumer Zeit darüber informiert bin, habe ich es bisher vorgezogen, nicht darüber zu bloggen. Gesundheitliche Probleme sind in der Vergangenheit manchmal auf eine inakzeptable Weise abgestritten, mit Spott und Häme belegt oder ins Lächerliche gezogen worden, so dass ich lieber davon Abstand halte, mehr als unumgänglich öffentlich zu machen.
Aber jetzt hat sich eine Wendung ergeben, die in mein Leben eingreift, so dass ich halt doch nach einigem Zögern im Blog darüber schreibe, allerdings ohne spezifische Einzelheiten, die nicht für das Verständnis notwendig sind.
Fiona, meine jüngere Stieftochter, ist schwer erkrankt. Zwar habe ich sie nie gemocht, dennoch tut es mir leid. Ich wünsche ihr, dass sie schnell wieder vollständig gesund wird.
Zu ihrer Behandlung ist dringend eine Operation nötig. Sie bekam das Angebot von der dort zuständigen Klinik, es noch kurz vor Weihnachten machen zu lassen, oder eben erst später, dann wohl frühestens Mitte Januar. Also hat sie den Vorschlag angenommen, auch wenn sie dann über die ganzen Feiertage mindestens bis Neujahr im Krankenhaus sein wird, womöglich sogar länger.

Das Problem ist jetzt, was solange mit ihrem (nicht ganz fünfjährigen) Sohn Kim passiert. Bei früheren Klinikaufenthalten, die nur ein oder zwei Tage dauerten, konnte Fiona Kim bei irgendwelchen Freunden von ihr unterbringen. Aber für einen längeren Zeitraum will ihn niemand nehmen, insbesondere auch nicht gerade über Weihnachten, (und speziell auch nicht, weil Kim .. nun ja .. nicht gerade ein besonders einnehmendes Wesen hat).
Carsten meinte, dass er solange zu uns kommen könne. In der Wohnung wäre es zwar zu eng, aber über den Jahreswechsel seien wir eh auf dem Lande. Da wäre genug Platz.
Ich war nicht begeistert, und lehnte ab.
„Willst du, dass das Jugendamt ihn in Obhut nimmt, oder dass er zu Corinna kommt?“, fragte Carsten.
Das zwar nicht, aber Kim hat ja auch noch einen Vater. Also fragte ich zurück: „Was ist mit Raphael?“
„Raphael hat inzwischen eine eigene Familie, und seine Frau will kein fremdes Kind aufnehmen.“
„Aber er ist immerhin der Vater,“ [auch wenn sie ihm übel mitgespielt haben] „du nur der Großvater, und deine Frau will auch kein fremdes Kind aufnehmen.“
„Es ist doch nur für ein bis zwei Wochen. Ich habe in der Zeit praktisch Urlaub, und werde mich schon um Kim kümmern.“
„Und wenn der Klinikaufenthalt doch länger dauert?“, gab ich zu bedenken, „selbst wenn alles glatt läuft, wird Fiona nicht gleich wieder fit genug sein, um für ihr Kind zu sorgen. Da wird sie froh sein, wenn sie erst einmal selbst wieder alleine zurechtkommt.“
„Dann werden wir schon eine Lösung finden. Ein Schritt nach dem anderen.“

Carsten wird also rechtzeitig vorher hinfahren, um Kim abzuholen und herzubringen. Wir haben dann einen Gast zwischen den Jahren.

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Nur zwei Links entfernt //2824

Ich bin bei einem Fachforum aktiv, um mich auf dem Laufenden zu halten. Mindestens einmal pro Woche lese ich, was es Neues gibt, manchmal reagiere ich darauf. Gelegentlich schreibe ich selbst einen Beitrag und diskutieren mit den Fachkollegen. Zwangsläufig bin ich dort mit meinem realen Namen bekannt.

Jetzt hat sich eine Diskussion (die ich selbst angestoßen hatte), ohne mein Zutun wegbewegt vom fachlichen Thema. Ein anderer Teilnehmer (dessen Name mir vorher nicht geläufig war) propagierte gegenderte Sprache und führte in seiner „Argumentation“ u.a. den angeblichen Gender Pay Gap an.
Jetzt bin ich in der Zwickmühle. Da ich selbst den Thread begonnen habe, sehe ich mich in der Pflicht, darauf zu reagieren. Mir widerstrebt es sowieso, den Blödsinn so unwidersprochen dort stehen zu lassen.
Andererseits habe ich Angst um meine Annenühmität. Ich kann kaum dort formulieren, ohne Parallelen mit meiner Existenz als Anne Nühm zu ziehen, und Spuren zu hinterlassen. Wenn ich geeignete Links setzte, um meine Begründung zu untermauern, wird es kaum vermeidbar sein, dass es Querbezüge zu meinen Blogs gibt. Das muss ich für alle Fälle vermeiden.
So wie ich es auf meinem Blog unterlasse, identifizierbare Informationen über mein Realleben zu geben, muss ich auch umgekehrt sicherstellen, dass keine Fährten zu meinem Blog führen, wodurch ich erkannt werden könnte.

Das Fachforum ist nicht öffentlich zugänglich. Nur registrierte Nutzer können dort lesen. Das dürften so ein- bis zweitausend Personen sein, die theoretisch Zugriff haben. Praktisch würde es mich wundern, wenn mehr als höchstens hundert Leute den Beitrag tatsächlich lesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer davon unerwünschte Schlüsse zieht, ist also verschwindend gering. Aber sie ist ungleich null.
Als Frau ist man in solchen Thematiken ohnehin immer in einer exponierten Position und fällt schon allein deswegen auf.

Am sinnvollsten wäre es, diesen Diskussionsbeitrag zu ignorieren. Ich darf mich nicht provozieren lassen. Wenn ich mich zwei bis drei Wochen nicht rühre, ist hoffentlich Gras darüber gewachsen.

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Tweets Numero m+11 //2823

Da ich nicht die Absicht habe, an Heiligabend Tweets zu bloggen, sind diese, meine Tweets vom 24. April bis 12. Mai, aller Voraussicht nach die letzten für dieses Jahr, die ich im Blog wiederhole.

Verleser des Tages: Friedlich statt Friedrich
Wie innen, so außen //2724 Zweitausendsiebenhundertvierundzwanzig
Ich schneide Brot an der elektrischen Brotschneidemaschine. Er geht hinter mir vorbei, rempelt mich dabei versehentlich an. „Hey, du darfst mich nicht beim Brotschneiden anrammeln!“
+“Sonst hast du nichts dagegen, wenn ich dich rammle.“ (fasst mich dabei an den Hüften) – „Ja, gern. Aber nicht, während ich an solchen Maschinen arbeite. Die Ablenkung ist zu gefährlich.“
Verschreiber des Tages: powder statt power
Hey, es hat sich ausgekatastropht! #Bayern #Katastrophenfall #Corona
Supermarktkassierer flirtet mit mir. Ich muss öfters mal wieder alleine einkaufen gehen.
Verleser des Tages: [Meisterwerk] „für die Mülltonne“ statt „der Moderne“
Schibboleth //2723 Zweitausendsiebenhundertdreiundzwanzig
Verleser des Tages: Fetischismus statt Feminismus
Chef hat gegrillt. #Rrrülps. Die nächsten zwei Wochen leb ich vegetarisch.
Verhörer des Tages: Zementklöße statt Semmelklöße
Googlehupfer //2722 Zweitausendsiebenhundertzweiundzwanzig
„Hast du gesehen, wie der Kerl da sich den Hals nach dir verrenkt hat?“ – „Äh, nein ..“ Da war zwar so ein Typ, der gegrüßt hat, aber bis ich besonderes Interesse bemerke, muss es schon überdeutlich sein.
Chef: „Los, blas mal!“ Ich tu ihm den Gefallen. Juniorchef schaut fasziniert zu, schafft es später aber nicht, selbst einen Löwenzahn abzupusten.
Spaziergang. Mit Jacke zu warm, ohne Jacke zu kühl.
Verleser des Tages: Biblis statt Biblisch
Wie rechnet ihr 13*26? #Umfrage #Kopfrechnen [13*20+13*6|10*26+3*26|13*13*2|200+6+60+18]
Verleser des Tages: Falschbeschuldigung statt Fernbeschulung
void ExitThread(-1) //2721 Zweitausendsiebenhunderteinundzwanzig
Verschreiber des Tages: Imkerei statt Impferei
+Irgendwie lese ich jetzt gerade noch „Stopfei“.
Verleser des Tages: Übergewicht statt Übergewinn [-Steuer]
+Je mehr ich drüber nachdenke, desto sinnvoller erscheint mir eine #Übergewichtsteuer.
#Blogparade: #heystarkemama //2720 Zweitausendsiebenhundertzwanzig
Fernsehfernbedienung in Telefonladestation #DECT gestellt. Und ich wundere mich noch, warum es nicht piepst. #Schussel
Verleser des Tages: Musical statt Muskel
„Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke.“ George Orwell, 1984
Verhörer des Tages: minimize statt Mini-Maibaum
Rollout unserer neuen Firmware.
Ach, du meine Güte! Noch nicht mal 8 Uhr und schon der vierte #Kaffee heute.
Anzügliche Katze im Anzug //2719 Zweitausendsiebenhundertneunzehn
Dann schnapp ich mir mal meinen Besen.
Bin ich wieder mal #imFalschenFilm gelandet? Da gibt es tatsächlich Leute, die einen möglichen #Atomkrieg verharmlosen und rechtfertigen wollen. Das ist doch unfassbar.
Höchstens sporadisch checke ich bestimmte offiziellen Datenquellen auf Plausibilität und Konsistenz. Erschreckend oft gibt es offensichtliche Ungereimtheiten. Ich finde bestimmt nicht mal die Spitze des Eisbergs. Man darf ihnen nicht blind glauben.
Verleser des Tages: Stundenhotel statt Stadthotel
Spätsommerliches Getwitter //2718 Zweitausendsiebenhundertachtzehn
Verlesertriple des Tages: Berch | Bench | Beach
Heute ist wieder dieser Tag, an dem Schüler aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden, und das auch noch öffentlich gefeiert wird. #GirlsDay #BoysDay
Zahlen im Kopf //2717 Zweitausendsiebenhundertsiebzehn
Verleser des Tages: Wavelength statt Wavelight
Der Chef hat den Juniorchef mit auf eine kurze Geschäftsreise genommen. – Wahnsinn, was ich alles schaffe, wenn ich allein bin und niemand mich ablenkt.
Verleser des Tages: [direkt aus der] Prostitution statt Produktion
Fernmündlich //2716 Zweitausendsiebenhundertsechzehn
Träume in letzter Zeit häufig von meinem alten Gymmi.
+Bspw. muss ich zu einer Prüfung, bin knapp in der Zeit, und finde den richtigen Raum einfach nicht.
Verhörer des Tages: Messing statt Missing
Wenigstens die #Schweizer haben noch Rückgrat. #Neutralität
Verleser des Tages: Schwester statt Schwerter
Tweets vom letzten Sommer //2715 Zweitausendsiebenhundertfünfzehn

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Tausend Fragen 1..15 //2822

Wie angekündigt, beginne ich heute mit der Beantwortung der 1000 Fragen. Ich habe sie durcheinander gemischt, und werde üblicherweise jeweils 15 (oder 16) Fragen beantworten, so dass insgesamt bis zu 66 Blogeinträge dabei herausspringen. Die ursprüngliche Fragennummer steht in Klammern jeweils hinter der Frage.

1. Experimentierst du gerne beim Kochen? (973)
Jein. Grundsätzlich bevorzuge ich bewährte Zutaten und Zubereitungsweisen, variiere innerhalb dieser jedoch ziemlich, so dass sich meine Speisen niemals exakt wiederholen. Nach vorgegebenen Rezepten mag ich nicht kochen.

2. Was ist kleines Glück für dich? (405)
Sex haben, etwas Leckeres essen, ein schönes Lied singen, eine interessante Aufgabe erfolgreich gelöst haben, mein Kind lachen sehen, ein Aha-Erlebnis haben, warme Sonnenstrahlen an einem kalten Tag spüren, etwas Neues verstehen.

3. Welche Seite im Internet besuchst du täglich? (136)
Privat natürlich Blog und Twitter, aber auch Wettervorhersage und Fernsehprogramm. Außerdem gehe ich noch immer der – inzwischen eigentlich obsoleten – Gewohnheit nach, mich täglich über die aktuelle Corona-Entwicklung auf den Seiten von RKI und LGL auf dem Laufenden zu halten.

4. Warst du schon einmal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt? (132)
Nein.
(Von meiner Hochachtung für Mr. Spock mal abgesehen.)

5. Wofür hast du dich in letzter Zeit entschuldigt? (949)
Dass ich einen Termin für ein Mitarbeitergespräch kurzfristig verschieben musste.

6. Hast du mal jemanden verführt? (937)
Mehr als einmal. Ich bin Wiederholungstäter und bereue nichts, selbst wenn ich mich dadurch strafbar gemacht hätte.

7. Wie viele Höhen und Tiefen gibt es in deinem bisherigen Leben? (828)
Zu viele. Ich mag starke Schwankungen nicht, bleibe lieber in einem schmaleren Bereich auf mittleren Niveau, statt von Peak zu Peak zu springen.

8. Wie fest ist dein Händedruck? (493)
Sehr fest. Wurde mir auch schon mehrfach so gesagt. Das habe ich wohl so von meinem Vater übernommen.

9. Welchen grossen Vorteil hat es, wenn man in einer Beziehung lebt? (904)
Fast immer verfügbarer Sexpartner, Synergien bei der Haushaltsführung.

10. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst? (147)
Zuerst schaue ich mich um, bis ich mich langweile, dann mache ich im Kopf Zahlenspiele oder einfache Gedankenexperimente .

11. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr? (67)
Die Hardware.

12. Heuchelst du häufig Interesse? (252)
Häufig wohl nicht, da sich die Notwendigkeit gar nicht so oft ergibt. Aus Höflichkeit kam es dennoch einige Male vor. In dieser Hinsicht bewundere ich Sheldon.

13. Machst du manchmal etwas nur widerwillig? (780)
Klar. Wer putzt schon gerne die Wohnung oder erledigt öden Papierkram.

14. Welche Gefühlsregung erlebst du mindestens einmal am Tag? (906)
Freude (sh. Frage 2).

15. Gibt es Gerüchte über dich? (94)
Freilich. Ich glaube allerdings, dass es derzeit diesbezüglich ziemlich ruhig ist. Es gab schon turbulentere Zeiten.

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Zugriff verweigert //2821

Bereits seit einigen Jahren zeigt mein Google Business Account falsche Adressen an. Das war mir ziemlich egal, bzw. es war mir ganz recht, dass meine Adresse nicht so leicht gegoogelt werden kann.
Dann fiel mir irgendwann auf, dass gelegentlich Anrufe auf meinen Anrufbeantworter (der aber nicht reagiert) eingehen. Als ich (aus purer Neugierde) mein Telefon zeitweise so konfigurierte, dass es bei dieser Nummer klingelt, war da jemand dran, der irgendetwas mit Smartphones wissen wollte, keine Ahnung, was das sollte.
Nicht viel später entdeckte ich, dass Google die Nummer des Anrufbeantworters auf Google Maps anzeigte (auch wenn die Adresse immer noch falsch ist). Diese Telefonnummer steht sonst (soweit ich mich erinnere) nirgends. Auf meiner Website habe ich sie seit langem schon entfernt.

Das war für mich Anlass, zu versuchen, mich wieder in den Google Business Account einzuloggen, um zumindest die Telefonnummer zu entfernen, eventuell sogar den ganzen Account zu löschen.
Ich fand sogar meine alten Zugangsdaten. Allein – Google verweigerte mir den Zutritt. Ich bekam zwar mehrfach eine PIN zugeschickt, die ich auch eingab, aber danach wollte Google eine Mobilnummer, und da mache ich nicht mit. Selbst wenn ich eine eingeben würde (obwohl ich gar kein Handy regelmäßig nutze), kann Google die doch sowieso nicht eindeutig mir zuordnen, und würde mir weiterhin den Zugriff auf meinen Account verweigern.
Beim Einloggen drehe ich mich im Kreis. Mail-Adresse, Passwort, zugeschickte PIN, und dann immer nur die Aufforderung nach einer Mobilnummer. Dem traue ich nicht. Ich will die Nummer nicht preisgeben, zumal ich eben bezweifle, dass Google mich dann wieder einlässt.

Neulich hatte ich auf meinem geschäftlichen Twitter-Account ein ähnliches Problem und konnte mich nicht einloggen. Aber nach ein paar Tagen funktionierte es dann wieder, auch ohne dass ich die verlangte Telefonnummer angegeben hätte. (Das habe ich bisher – notgedrungen – lediglich bei Paypal gemacht.)
Bei Google habe ich inzwischen schon etliche Versuche mit größeren oder kleineren zeitlichen Abständen gemacht, aber ich komme nicht mehr rein, bleibe ausgesperrt.

Nun ja, so wichtig ist mir das nun doch nicht, und die Telefonnummer des „Anrufbeantworters“ kann ich ja ignorieren.
Inzwischen kamen mir jedoch Bedenken wegen meines anderen Google-Accounts, den ich für die Search Console und für Mails an Anne Nühm nutze. Mein WordPress- und mein Twitter-Account sind mit dieser Mail-Adresse verknüpft. Wenn es also – warum auch immer – mies läuft (dazu könnte vielleicht schon reichen, dass ich den Rechner, von dem aus ich üblicherweise auf den Gmail-Account zugreife, neu aufsetze), könnte es passieren, dass ich – dauerhaft! – weder auf WordPress noch Twitter zugreifen könnte. Ich könnte im worst case nicht mehr bloggen, könnte keine Kommentare freischalten, könnte die üblichen Kommunikationskanäle nicht mehr nutzen, um auf die Problematik wenigstens hinzuweisen, ..
Insbesondere bei Twitter besteht auch die Gefahr, aus nichtigem Anlass gesperrt zu werden, oder wenn man die politisch unerwünschte Wahrheit sagt. Wer nicht mit Klarnamen auftritt, wird sich auch nicht identifizieren können, und die Optionen, rechtlich gegen Twitter vorzugehen, sind äußerst dürftig, wenn man inkognito bleiben will.

Wenigstens ist es extrem unwahrscheinlich, dass alle drei Accounts gleichzeitig verschlossen sind. Dennoch überlege ich, wie sich das verhindern lässt, und welche Vorsichtsmaßnahmen ich dazu treffen kann.

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Suchanfragen Numero n+5 //2820

Die Gesamtanzahl der Suchanfragen ist in den letzten Wochen wieder etwas gestiegen. Neue, originelle sind trotzdem nicht häufiger dabei. Also müsst ihr euch mit denen begnügen, die da sind.

„intransitivität“
Wenn aus „aus A folgt B“ und „aus B folgt C“ eben gerade nicht folgt „aus A folgt C“. Das erinnert mich gerade an das Knobelspiel Stein, Papier, Schere, Echse, Spock.

„welche koordinatensysteme gibt es“
So viele, alleine die orthonormierten. Gebräuchlich sind im 2-dimensionalen Fall kartesische und Polarkoordinaten, im 3-dimensionalen ebenfalls kartesische, sowie Zylinder- und Kugelkoordinaten.

„orthogonale köpfe“
Was sind denn das für seltsame Köpfe?

„melusine loriot“
Kraweel, kraweel!

„wie innen so außen“
Diese Symmetrie ist magisch.

„elternezeit“
Ein Tippfehler? Oder irgendetwas, das mich an externe Zeit erinnert. Oder ist E-Zeit jetzt etwas ganz Neues?

„multiverselle“
Das Gegenteil von universelle.

„was sind polarkoordinaten“
Koordinaten, bei denen der Abstand zum Ursprung und der Azimutwinkel den Ort beschreiben.

„was fliegt durch die luft und macht mus mus“
Eine Biene rückwärts? Gähn.

„um die ecke gedacht 2667“
2667 = 3*7*127 – da muss ich gar nicht viel um die Ecke denken.

„nikolausi nein osterhasi“
Das ist ein lustiger Sketch von Gerhalt Polt.

„winkel in der natur“
Da gibt es viele.

„wordpress offline stellen“
Vermutlich reicht es, ein Blog auf privat zu stellen, damit nicht mehr öffentlich darauf zugegriffen werden kann. Wer sein Blog selbst hostet, hat natürlich noch ganz andere Möglichkeiten.

„shittest frauen beispiele“
Überlegt euch selbst was.

„skalarprodukt induziert norm“
Wir wollen doch nicht zu sehr in Details gehen.

„waldemar weil es im wald geschah“
Das ist schon längst nicht mehr originell.

„wasserhahn reparieren handwerker“
Je nach Problem kann man das auch selbst machen. Oft scheitert es an passendem Werkzeug oder Ersatzteilen.

„was reimt sich auf strand“
Band, Brand, fand, Hand, Land, Pfand, Rand, Sand, Schmand, Stand, Wand, ..

„neutrino neutron unterschied“
Außer dass sie beide elektrisch ungeladen sind und halbzahligen Spin haben, haben die doch gar nichts gemeinsam. Und beides trifft auch noch für die Neutralinos zu. Während ein Neutron ein gut GeV-schweres Baryon (also aus drei Quarks zusammengesetzt) ist, ist ein Neutrino dagegen ein Lepton. Das Neutralino ist eine Mischung aus Photino, Zino und Higgsinos.

„stammbaum in powerpoint erstellen“
Das kann man machen, wenn die Daten nicht zu umfangreich sind. Sonst stößt man bei Powerpoint schnell an die Grenze und es wird zu unübersichtlich.

„was reimt sich auf sunny“
Bunny, funny, Hanni, money, Nanni, Pfanni, .. und auch Anny.

„10 hässlichsten hunderassen“
Die mit den plattgedrückten Schnauzen gehören bestimmt dazu, oder die, bei denen man nicht weiß, wo vorne und wo hinten ist.

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Vita in motu //2819

Seit längerer Zeit bereits suche ich nach einem Nachfolger für die unternehmensweite Leitung der Softwareentwicklung. Vom Headhunter hatte es einige Vorschläge gegeben, aber spätestens bei einem Online-Gespräch stellte sich heraus, dass der jeweilige Kandidat doch nicht für die Stelle in Frage kommt.

Nun gibt es einen Kandidaten, der eventuell geeignet ist. Er arbeitet derzeit bei einem großen Konzern und hat bereits erste Führungserfahrung gesammelt. Er scheint mir als engagiert und motiviert, selbst etwas zu gestalten, und hat in früheren Software-Projekten auch schon bewiesen, dass er das grundsätzlich kann.
Bei seinem aktuellen Arbeitgeber ist ein weiterer Aufstieg nicht möglich, da er das dort ausschlaggebende Kriterium für verantwortungsvolle Aufgaben und höhere Führungspositionen nicht erfüllen kann, so dass er dort keine weiteren Karrierechancen sieht. Ich versicherte ihm, dass dies bei uns nicht so ist. Wir wertschätzen Qualifikation und Leistung. Quoten und ähnlichen Diskriminierungskram lehnen wir konsequent ab.
Das persönliche Gespräch, zu dem er von weiter her anreisen musste, verlief angenehm und konstruktiv. Er ist – in seiner nerdigen und leicht autistischen Art – ein sympathischer Mann, der – genau wie ich – definierte Abläufe mag.
Ich führte ihn auch durch Teile des Firmengebäudes und machte ihn mit dem Chef bekannt, bei dem wir zusammen einen Kaffee tranken.
Insgesamt macht der Kandidat auf mich einen guten Eindruck, so dass ich ihn gerne einstellen würde, um ihm die Chance zu geben, sich hier – nach entsprechender Einarbeitungszeit – zu bewähren. Er hat noch um Bedenkzeit gebeten, da für ihn noch einiges vorher zu klären wäre.

Aufgrund seiner langen Kündigungsfrist würde ich bis zu seinem Eintritt die Software-Entwicklung selbst noch wie bisher weiter leiten. Aber auf die paar Monate hin oder her kommt es nun wirklich nicht an.

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Umorganisation: ein Kilo Fragen //2818

Seit Ostern 2020 blogge ich nur noch alle zwei Tage (zeitweise noch weniger häufig, wenn es dafür einen begründeten Anlass gibt). Aber allmählich wird mir auch das zu viel. Es fehlt mir einfach an geeignetem Stoff, um diese Frequenz weiter durchzuhalten.
Ich habe also erwogen, seltener zu bloggen, glaube aber, dass das der Anfang vom Ende wäre. Wenn ich keinen festen Rhythmus habe, ist die Gefahr zu groß, dann öfter mal zusätzlich ausfallen zu lassen, oder das Bloggen zu vergessen. Ich brauche diese festgelegte Struktur und Kontinuität. Im Urlaub oder über den Jahreswechsel geht es auch mal ein paar Wochen lang ohne. Da weiß ich, dass diese Flaute nur vorübergehend ist. Aber auf Dauer würde das Blog sonst endgültig einschlafen.
Also bräuchte ich Themen, mit denen ich gelegentlich mal einen Tag überbrücken kann, wenn sonst nichts anliegt und mir nichts Besseres einfällt.

Vor ein paar Jahren war ich zufällig mal auf eine Datei gestoßen, die 1000 kurze Fragen enthält. Diese Datei fiel mir wieder ein, die ich auf meinem Rechner abgespeichert hatte. Leider finde ich die Originalquelle nicht mehr.
Wenn ich diese Fragen nach und nach im Blog beantworte, wenn es kein besseres Thema gibt, habe ich wieder auf lange Sicht genug Stoff, um die aktuelle Bloghäufigkeit beizubehalten.
Ich stelle mir vor, dass ich die Fragen aufteile zu Chunks von jeweils 20 Stück. Das ergäbe 50 Folgen. Wenn ich – sagen wir – pro Monat zwei, vielleicht auch mal drei davon blogge, würde das meine Themen strecken und locker für die nächsten zwei Jahre reichen.
20 Fragen sind schon ziemlich viel auf einmal, aber 10 wären zu unergiebig für einen Post. Entsprechend werde ich die Fragen i.A. nur ganz kurz und knapp beantworten, ohne ausführlicher darauf einzugehen, als nötig.
15 oder 16 Fragen fände ich von der Anzahl her eigentlich optimal. Aber das ginge nicht auf. Oder ich müsste tricksen. Hm .. vielleicht überlege ich mir das nochmal. Die zusätzlichen Posts würden dann noch einige Monate länger reichen.
Einzelne Fragen haben durchaus das Potential, auch zu Diskussionen anzuregen oder Stoff für einen eigenständigen Beitrag zu liefern, andere sind dafür vielleicht zu nichtssagend, so dass ich sie ganz überspringe. Ich werde mich bemühen, möglichst spontan zu antworten.

Momentan überlege ich noch, ob ich die vorgegebene Reihenfolge einhalten will, oder die Fragen besser bunt durchmischen (Permutation nach Fisher-Yates) soll. Oder möglicherweise die Originalreihenfolge rückwärts?
Was haltet ihr davon?

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breakplaining: Symmetrie //2817

Ein Eintrag über Symmetrie steht schon seit einigen Jahren auf meiner To-Blog-Liste. Aber wenn ich die nötige Inspiration gehabt hätte, fehlten mir Zeit und Muße, hätte ich Gelegenheit gehabt, fehlte die Motivation dazu.
Das ist zwar ein faszinierendes Thema, aber man kommt auch schnell vom Hundertsten ins Tausendste, wenn man alle Einzelheiten darstellen will – was nicht meiner Intention entspricht.
Naja, gehen wir’s endlich an – möglichst kompakt und prägnant, ohne in unnötige Details zu gehen.

Wer Symmetrie hört, denkt vielleicht zuerst an einen Schmetterling, oder an eine sechsblättrige Blüte. Aus der Schule erinnert man sich an die Achsensymmetrie (Spiegelung an einer Achse) und die Punktsymmetrie (Spiegelungen an zwei aufeinander senkrechten Achsen, bzw. Drehung um 180°).
Geometrische Flächen können Symmetrieachsen haben. Ein Rechteck etwa hat zwei Achsen, bei denen es durch Spiegelung auf sich selbst abgebildet wird. Bei einem Quadrat sind es vier, weil die Diagonalen hinzukommen. Ein gleichschenkeliges Dreieck hat eine Symmetrieachse, ein gleichseitiges drei. Ein Kreis hat unendlich viele Symmetrieachsen: er ist rotationssymmetrisch.
Man nennt eine Symmetrie, die ein Objekt bei Drehung um n Grad auf sich selbst abbildet, (360°/n)-zählig. Das ist auch für Parkettierungen wichtig.
Bei Körpern können Symmetrieflächen vorhanden sein. Wie viele solcher Flächen hat ein Quader? Wie viele ein Würfel? Welche Symmetrieachsen hat ein Würfel, bei denen er durch eine 90°-Drehung auf sich selbst überführt wird? Wenn man einen Würfel um eine seiner Raumdiagonalen um 120° dreht, wird er auch auf sich selbst abgebildet. Das ist eine dreizählige Symmetrie. Weitere geometrische Beispiele denkt ihr euch bitte selbst aus.

Symmetrie geht weit über rein geometrische Operationen wie Spiegeln, Drehen, Verschieben hinaus, bei denen kongruente Figuren entstehen.
Kurz und allgemein verständlich ausgedrückt, bedeutet Symmetrie, dass man etwas mit einem Objekt macht (d.h. eine Symmetrietransformation ausführt), das sich dadurch nicht in seiner Form oder seinem Verhalten ändert, bzw. bestimmte Eigenschaften beibehält.

Wer hat schon von Skalensymmetrie gehört? Skalensymmetrie liegt vor, wenn man die Größe eines Objektes verändern kann. In Fraktalen kommt häufig Skalensymmetrie vor, in makroskopischen Körpern dagegen nicht. Ein Floh kann nicht höher springen als ein Mensch.

In der Physik wird der Symmetriebegriff weitergefasst.
Es macht keinen Unterschied, ob sich ein Objekt an einem bestimmten Ort befindet (bzw. welchen Koordinatenursprung man benutzt), oder an einem anderen. Es gelten die gleichen Naturgesetze. Und die galten bereits vor Milliarden Jahren und werden auch noch nächste Woche gültig sein. Raum und Zeit sind invariant gegenüber Verschiebungen. Aus dieser Translationssymmetrie leiten sich Impuls- und Energieerhaltung her (gemäß Noether-Theorem).
Die Drehimpulserhaltung folgt entsprechend daraus, dass man das Koordinatensystem beliebig drehen kann, ohne dass sich die grundlegenden Zusammenhänge ändern.

Im Standardmodell gelten die Symmetriegruppen SU(3)*SU(2)*U(1).
Das sind unitäre und spezielle unitäre Gruppen. Das U(1) ist für den Elektromagnetismus zuständig. Die entsprechende Erhaltungsgröße ist die elektrische Ladung.
SU(2)*U(1) beziehen sich auf die Elektroschwache Kraft, und SU(3) ist die Symmetriegruppe der Quantenchromodynamik. Die Symmetriegruppen sind mit Quantenzahlen verknüpft, die erhalten werden.
Falls jemand schon mal von Supersymmetrie (SuSy) gehört hat – das ist die Symmetrie zwischen Fermionen (halbzahliger Spin) und Bosonen (ganzzahliger Spin). Dabei wird jedem Elementarteilchen des Standardmodells ein supersymmetrischer Partner zugeordnet (z.B. Higgs-Boson – Higgsino, Elektron – Selektron, Photon – Photino).

Gerade habe ich es wieder einmal besonders gemerkt: es ist nicht möglich, gleichzeitig kurz, leicht verständlich, sowie allgemein gültig zu formulieren. Man muss Abstriche machen. Entweder der Text ufert aus, wird zu kompliziert oder zu unspezifisch.
Vielleicht konnte ich ja doch – trotz aller Unzulänglichkeiten – einen kleinen Einblick über die Bedeutung von Symmetrien geben.

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Tweets Numero m+10 (inkl. BE-Thread) //2816

Im Abstand von über sieben Monaten ist gerade der Rückblick auf die damaligen Tweets besonders erhellend. Auch wenn ihr sonst die Einträge mit den Tweets überspringt, lohnt es sich diesmal vielleicht doch, eine Ausnahme zu machen und meine Tweets vom 1. bis 23. April zu lesen. Und wenn’s nur der längere Thread (erkennbar an den konsekutiven Pluszeichen) ist.

Verleser des Tages: widerruflich statt vollberuflich
Verschreiber des Tages: fettig statt fertig
Kurzgetrippt //2714 Zweitausendsiebenhundertvierzehn
Verleser des Tages: [kann so] direkt statt diskret [sein]
Dann bin ich mal wieder da. Vielleicht schaffe ich es, heute Nachmittag zu bloggen. Mal sehen.
Verleser des Tages: Dilatatoren statt Diktatoren
Er: „Gibt es eigentlich dein Easteregg noch?“ – Ich: „Freilich. Vielleicht sollte ich das Foto mal auswechseln.“ – Er: „Gut, dass ich das Original in 4D habe, und mich nicht mit einem komprimierten Foto niedriger Auflösung begnügen muss.“
Verhörer des Tages: [warte auf den] Boss statt Bus
Verleser des Tages: Oralverkehr statt Osterreiseverkehr
F|eiertagspause //2713 Zweitausendsiebenhundertdreizehn
Kunden versehentlich einen falschen Link geschickt. Er läd den Download trotzdem herunter. Häh? Wie das?
Komme gerade vom Einkaufen zurück. Während Anfang letzter Woche noch etwa 90% der Leute mit Maske einkauften, waren es jetzt höchstens noch die Hälfte. Extrapoliert man exponentiell, dürften es spätestens Mitte Mai weniger als 10% sein. Linear wäre das schon Ende April erreicht.
+(Datenquelle: eigene, nicht repräsentative Beobachtungen in lokalem Supermarkt und Bäckerei. Nur Momentaufnahmen an unterschiedlichen Wochentagen und Uhrzeiten, mit großem Messfehler. Abschätzung und Berechnung ohne Gewähr. Die Tendenz ist dennoch eindeutig.)
Verleser des Tages: „Bad Kissing“ statt „Bad Kissingen“
Gerade ein Lieblingslied meines Vaters auf dem Radio gehört. Mich daran erinnert, wie er dazu immer einen falschen Text gesungen hat. Musste weinen.
Verschreiber des Tages: kaktiv statt aktiv
Einer von den Guten //2712 Zweitausendsiebenhundertzwölf
Noch bestimme ich selbst, wem meine Solidarität, Mitgefühl und Verantwortung gelten.
Wenn sie damals überfordert war, hätte sie gleich zurücktreten müssen. #SpiegelRücktritt Für hochrangige Politikern haben ihre Aufgaben Vorrang vor #Privatleben. Das sind sie ihren Wählern schuldig.
+“Familienministerin“ bedeutet nämlich nicht, dass die eigene Familie Priorität hat. Sondern das Ministeramt.
Verleser des Tages: Karte statt Kante
Habe vor ein paar Wochen noch gestillt. Das Kind war versessen auf meine #Brüste und konnte nie genug davon bekommen. Jetzt mal wieder angeboten, aber sein Interesse ist völlig verschwunden. Als wäre es nie anders gewesen. Schon etwas enttäuschend.
Verleser des Tages: Oster-weiterung statt Osterweiterung
Tweets vom vorigen August //2711 Zweitausendsiebenhundertelf
Er sitzt auf Sofa, hat Stecken in der Hand: „Komm her, leg dich mal über mein Knie!“ Ich geh auf ihn zu, Hände auf den Hüften: „Du wagst es nicht!“ Wir beide lachen.
Verhörer des Tages: Impfrastruktur statt Infrastruktur
Draußen schon wieder alles weiß. #Igitt
So sehr ich es befürworten würde, die verbliebenen Kernkraftwerke weiter zu betreiben, so stellt sich doch die Frage, ob wir dafür überhaupt genügend Brennelemente herkriegen würden.
+Ein Brennelement #FuelAssembly ist fast vier Meter lang, etwa 20 cm mal 20 cm im Querschnitt. Es besteht u.a. aus wenigen hundert Brennstäben aus angereichertem Uran.
+Bei den üblichen Druckwasserreaktoren #Konvoi sind insgesamt 193 Brennelement in einem 15*15-Raster angeordnet. An den Ecken fehlen jeweils 8 BE, um den Reaktorkern abzurunden.
+Normalerweise werden Brennelemente in Oktetts gefertigt. Aus Symmetriegründen besteht der vollständige Reaktorkern aus 18 Oktetts, 12 Quartetts und einem einzelnen BE in der Mitte (G7).
+Bei jedem Einsatzzyklus wird die Verteilung der BE vorher so geplant, dass alles einigermaßen gleichmäßig abbrennt, am Rand kühler, aber auch in der Mitte nicht allzu heiß. Dafür werden alte und frische Brennelemente gemischt, möglichst unter Beibehaltung der Oktett-Gruppen.
+Zum Ende der vorgesehenen Laufzeit lag es vermutlich im Interesse der Betreiber, dass die bestehenden BE möglichst vollständig abbrennen, so dass danach keine neuen mehr nötig werden.
+Man bräuchte also jeweils einen ganzen Satz neuer Brennelemente. Selbst wenn man die wieder fertigen will, haben wir doch dafür überhaupt nicht mehr genügend Fertigungskapazitäten. Oder doch?
Verleser des Tages: Mautstation statt Maultaschen
#Erleichterung. Gestern war ein guter Tag für Demokratie und Menschenrechte. #KeineImpfpflicht
Trautes Heim //2710 Zweitausendsiebenhundertzehn
Verleser des Tages: [Frauen in] Polen statt Politik
Unerwartete Nachfrage //2709 Zweitausendsiebenhundertneun
Verschreiber des Tages: Trümmer statt Träumer
Verleser des Tages: Gestrandet statt Gasstreit
Der Stoff der Träume //2708 Zweitausendsiebenhundertacht
Sohn fährt jetzt mit knallrosa #Bobbycar im Hof herum. War mal Spielzeug seiner Halbschwestern. Mein Mann hat es letzte Woche beim Rumräumen wiedergefunden, als er #Covid hatte. Ein Schaukelpony mit Glitzerblumen war auch auf dem Dachboden. Das kommt ebenfalls wieder in Einsatz.
Verleser des Tages: Knoblauchbauern statt Kakaobauern
Forderungen nach einer #Impfpflicht betrachte ich als persönlichen Angriff auf meine Gesundheit. Kein vernünftiger, anständiger Mensch kann eine #Impfpflicht ernsthaft noch wollen. Leider sitzen in unserem Bundestag viele Abgeordnete, die weder vernünftig noch anständig sind.
Verhörer des Tages: [Theoretische] Physik statt Füh..rerscheinprüfung
„Quadratisch. Praktisch. Gut.“ Ich esse weiterhin Schokolade von #RitterSport, am liebsten Jogurt oder Nugat.
Verschlüsselte Schlüsselbegriffe //2707 Zweitausendsiebenhundertsieben
Werdet ihr weiterhin Masken beim Einkaufen tragen? #Umfrage [Ja, Eigenschutz|Ja, Fremdschutz|Kommt drauf an|Nein]
Verleser des Tages: Hetzer statt Heizer

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Proxima Proxy //2815

Joachim hatte die Angelegenheit bereits vor angemessener Zeit mit mir abgesprochen. Fristgerecht erhielten wir dann auch seinen schriftlichen Antrag auf Elternzeit. Er wird sich dann also Anfang nächsten Jahres für fast ein Vierteljahr daheim um sein kleines Kind kümmern. Davon sind zwei Monate Elternzeit und ein paar Wochen regulärer Jahresurlaub.

Seine Vertretung übernehme solange ich. Früher habe ich schließlich auch schon die IT-Abteilung geleitet. Da schaffe ich die paar Monate schon, obwohl es freilich eine zeitliche Mehrbelastung für mich ist. Dieser Zeitraum ist noch überschaubar, zumal in dieser Zeit ausdrücklich keine größeren Aktionen geplant sind, voraussichtlich nur das übliche Tagesgeschäft.

Länger als zwei Monate möchte Joachim nicht in Elternzeit gehen, da dies doch große finanzielle Einbußen bedeuten würde. Aber zwei Monate lassen sich überbrücken. Schließlich verdient er sonst gut.
Mit genügend zeitlichem Vorlauf lässt es sich auch in einer verantwortlichen Position planen und organisieren, dass man mehrere Monate pausieren kann.

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Der Sprung der Himmelsuhr //2814

Wenn wir am Wochenende (bei nicht allzu schlechtem Wetter) spazieren gehen, so starten wir für gewöhnlich um ungefähr ähnliche Uhrzeit (nämlich kurz nach dem Mittagessen). Zumindest das erste Stück des Weges laufen wir immer in dieselbe Richtung. Da haben wir dann jedesmal die Sonne mehr oder weniger vor uns. Im Sommer steht sie halt weiter oben, im Winter befindet sie sich weiter unten. Der Unterschied beträgt bis zu 47°, also gut pi/Viertel.
Bei der diesjährigen Zeitumstellung war ausnehmend schönes Wetter. Am Samstag waren wir den Weg gegangen, und am Sonntag dann wieder. Wie gesagt – etwa um die gleiche Uhrzeit. Da fiel es mir diesmal deutlich auf, dass die Sonne ein eindeutig erkennbares Stück weiter rechts stand.
Eine Stunde entspricht 15 Grad oder pi/Zwölftel.

Irgendwie kam mir die Idee, eine (horizontale) Sonnenuhr (samt Sonnenkalender, der über den Deklinationswinkel der Sonne auch noch den – zweideutigen – Monat angibt) mit solarbetriebender Anzeige zu bauen. Die Zeitgleichung vernachlässige ich. So genau braucht es nicht zu sein.
Ich stellte mir vor, dass ich mehrmals im Jahr (bei entsprechendem Wetter) die Schattenposition eines photonenstrahlungabsorbierenden Nodus stündlich festhalte, und so einerseits an diesen Tagen (und ansonsten interpoliere – besonders genau wird das eh nicht) die Hyperbel der Uhrzeitabhängigkeit erhalte, und andererseits die Abhängigkeit der oberen Kulmination von der Jahreszeit bestimme.
Aber die Stelle im Garten, die mir am besten dafür gefallen würde und wo genügend Platz wäre, kriegt erst nachmittags Sonne. Im Süden dagegen werfen zu viele Bäume ihren Schatten.
Also wird’s wohl doch nichts werden.

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Nicht akut, sondern chronisch //2813

Drittes Wochenende des Monats. Ich mach’s diesmal kurz.
Dieses Blog soll mir zur Entspannung dienen, zum Ausgleich zu Firma, Familie und sonstigen Projekten, sowie manchmal als Ventil.
Ich habe absolut keine Lust, mich auf rabulistische Kämpfe einzulassen mit Personen, die grundsätzlich alles, was ich sage, in Frage stellen, und aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen unter Vorwänden und Unterstellungen widersprechen. Das kann es einem ziemlich verleiden, gewisse Themen im Blog auch nur zu beiläufig zu erwähnen.
Zwar will ich eigentlich den Zweitagesblogrhythmus bis zum Jahresende (na, sagen wir bis zu den WFT) durchhalten, obwohl mir der (halbwegs unverfängliche) Stoff allmählich ausgeht, aber wenn ich mich für jede Bagatelle rechtfertigen soll, dann macht mir das Bloggen keine Freude mehr.
Wem die Inhalte, die ich hier blogge, und die von einer persönlichen Perspektive geprägt sind, nicht passen, der möge bitte weiterziehen und seine unmaßgeblichen Abgase woanders ablassen. Danke.

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Offline Banking //2812

Ich hatte etwas bei der Bank zu erledigen, das nicht allzu lange dauern würde, aber halt gemacht werden musste, wenn auch noch nicht allzu dringend. Johannes hatte ich der Einfachheit halber im Buggy dabei.
Fünf oder sechs Kunden standen in der Schlange vor mir, um an einem der beiden Schalter dran zu kommen. Wir warteten also, als plötzlich und ohne Verwarnung Johannes sich übergeben musste. Das war nicht das erste Mal, dass er sich erbrach, aber er gehört auch nicht zu den Kindern, die dies häufig tun. Daheim war mit ihm noch alles in Ordnung gewesen (sonst wäre ich erst gar nicht mit ihm aus der Wohnung). Ich war also alarmiert!
Das meiste war über seine Kleider und den Buggy gegangen, aber eine kleine Pfütze befand sich auch auf dem Boden.
Ich war beunruhigt: Was ist mit meinem Kind los? Ist es krank?
Wären nicht mehrere Leute vor mir in der Schlange gestanden, hätte ich am Schalter schnell Bescheid über die Bescherung sagen können, aber so war das gar nicht möglich.

Ziemlich überstürzt verließ ich mit Johannes im Buggy die Bank. Ich musste mich dringend um ihn kümmern, seine Kleider wechseln und den Buggy säubern (bevor das alles antrocknet und dann erst richtig eklig wird). Da der Bankbesuch nur als kurze Erledigung gedacht gewesen war, hatte ich noch nicht einmal Wickelzeug dabei, aber es war nicht weit bis nach Hause.
Daheim war Johannes wieder putzmunter. Man merkte ihm nichts an. Vielleicht hatte er etwas gegessen oder getrunken, was ihm nicht so gut bekommen ist. Keine Ahnung, mir ist nichts aufgefallen. Ich werde ihn in nächster Zeit genauer beobachten und noch bewusster darauf achten, was er isst.

Erst in der darauffolgenden Woche fand ich Gelegenheit, die Bank wieder aufzusuchen.
Ich hatte Glück und sah gleich beim Betreten den Filialleiter (der war früher bereits mein zuständiger Bankberater gewesen und kümmert sich trotz zwischenzeitlicher Beförderung immer noch persönlich um meine Bankangelegenheiten). Nachdem ich ihm von dem kleinen Malheur letzte Woche erzählt hatte, und bedauerte, dass ich so schnell hatte verschwinden müssen, meinte er, das sei überhaupt kein Problem gewesen. Ich solle mir keine Gedanken darüber machen. Er habe selbst auch kleine Kinder gehabt und wisse, wie das ist.
Ich bedankte mich für sein Verständnis, und kam endlich dazu, das zu erledigen, wofür ich schon letzte Woche die Bank aufgesucht hatte.

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