White Sunday Matter //2524

In einigen Wochen ist Weißer Sonntag. Dann wäre die Erstkommunion meines Neffen David. Und natürlich möchte er eine große Familienfeier, zu der auch seine Tante Anne, sein Onkel Carsten und sein kleiner Cousin Johannes kommen.
Das würde zu normalen Zeiten auch realisiert werden. Aber wir haben ja keine normalen Zeiten. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass die Kontaktbeschränkungen bis dahin noch gelockert werden, aber für eine große Familienfeier, wie es z.B. die Kommunion von Heidi war, wird es bestimmt nicht reichen. Planungssicherheit müsste man haben.
Sabine möchte sich einerseits wenigstens eine Feier im kleineren Kreis (ihre eigene Familie, unsere Eltern, meine Familie, und noch ein paar nahe Verwandte von Thorsten – das wären bereits über 15 Personen) offen halten. Falls das bis dann nicht möglich ist, wäre die Minimallösung, dass nur ich mit Johannes komme (denn ihn möchte David unbedingt kennenlernen). Eine Person zusätzlich zum eigenen Hausstand ist ja zulässig, und Kinder unter drei Jahren zählen dabei nicht. Nach den aktuellen Regelungen wäre das also in Ordnung.
Momentan sieht es so aus, als ob ich nicht mit in die Kirche dürfte (was mir sehr entgegenkommt). Nur die Kommunionkinder selbst mit Eltern (und höchstens Geschwistern) dürfen mit Maske und Abstandhalten hinein. Das ist mir nur recht. Da brauche ich mir schon mal keine überzeugende Ausrede auszudenken.
Also meine Teilnahme an der Feier scheint gesichert. Ob Carsten mitkommen darf, ist derzeit äußerst fraglich. Vermutlich nicht.
Erlaubt ist es dagegen, wenn ich zwischendurch auch meine Eltern kurz besuche. Auch dort bin ich ja (zusammen mit Johannes) nur eine Person.

Als Geschenk werde ich für David wohl einen schönen Experimentierkasten besorgen. Ich habe mich aber noch nicht endgültig entschieden.

So weit hatte ich den Text bereits vor ein paar Tagen geschrieben, als ich mit meiner Schwester telefoniert hatte. Seither gibt es jetzt ein paar „Lockerungen“ bei den Kontaktbeschränkungen. Inwieweit die noch am Not-of-color Sonntag gelten werden, ist fraglich, aber sie ändern auch nicht viel.
Statt einer zusätzlichen Person pro Haushalt dürfen jetzt maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammen sein. Die Familie meiner Schwester besteht bereits aus sechs Personen. OK – Kinder unter 14 Jahren zählen nicht. Dann sind’s aber immer noch vier, so dass nur eine weitere Person dabei sein darf – wie gehabt.
Wenn allerdings Robin oder Heidi solange zu den Großeltern gehen, könnte Carsten doch mitkommen. Was für Klimmzüge man machen muss, um diese wirren Regelungen einzuhalten. Insgesamt sind diese Schikane völlig albern, und bringen doch überhaupt nichts.

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Auffindbares //2523

Bei den monatlichen Suchanfragen war ich einerseits wählerischer und restriktiver, welche ich mit in die Liste aufnehme. Andererseits hat die Google Search Console mehrfach nur stark zeitverzögert neue Suchbegriffe gelistet, wenn überhaupt, wodurch ich vielleicht Begriffe übersehen haben könnte. Die folgende Aufzählung ist deshalb deutlich kürzer als sonst.

„strickliesel anfang“
Da muss man den Faden zuerst durch das Loch schieben, um ihn dann um die Haken zu schlingen, so dass sich einzelne Maschen ergeben. Lässt sich schwer in wenigen Sätzen eindeutig erklären.

„klumpen im pfannkuchenteig“
Muss man halt kräftig verrühren, und die Klumpen notfalls an der Wand der Rührschüssel zerdrücken.

„nic nacs in der schwangerschaft“
Sollen die problematisch sein? Ich habe höchstens gelegentlich mal ein paar Erdnüsse gegessen.

„rücken juckt immer an der gleichen stelle“
Wie lange bereits? Ist ein Ausschlag oder andere sichtbare Hautveränderung vorhanden?

„entschuldigung schule trauerfall“
Beim Tod nahestehender Angehöriger sollte es kein Problem mit der Freistellung geben.

„der sonne so nah“
Etwa acht Lichtminuten.

„schmelztemperatur schokolade versuch“
Schokolade schmilzt knapp unter Körpertemperatur (310K). Wo genau, hängt natürlich auch von der Sorte ab.

„gesichtserkennungsschwäche“
Das ist auch so eine Sache, die einem lange gar nicht auffällt, weil man sie für völlig normal hält.

„keuchheit“
Das war mal ein Verschreiber.

„lied nippel durch die lasche ziehen“
Manche Bedienungsanleitung ist kontraintuitiv.

„deine lovestory mit sirius black lang auswertung“
Davon möchte ich bitte gar nichts wissen.

„strickstück auftrennen“
Zu zweit tut man sich leichter. Einer hält, der andere zieht und wickelt.

„kaufsex“
Eine körpernahe Dienstleistung.

„dilatation“
Manchmal scheint die Zeit sehr langsam zu vergehen, auch wenn man sich gerade nicht bewegt.

„transzendenz von pi“
Es lässt sich beweisen, dass pi keine Nullstelle eines Polynoms mit ganzzahligen Koeffizienten sein kann.

„breakpoint imbiss“
Ich ess‘ ja immer noch für zwei, und habe entsprechend Hunger.

„mimöschen“
Solche überempfindlichen Personen können häufig kräftig und rücksichtslos austeilen.

„breakpoint hubschrauber rufen“
Davon weiß ich nichts.

„pc langsam aber nicht ausgelastet“
Das kann so viele Gründe haben.

„personen die du vielleicht kennst waren auf meiner seite“
Äh ..? Soll das eine Doxing-Drohung sein?

„reiscracker selbst machen“
Kein Interesse.

„morgensex“
Die beste Art, den Tag zu beginnen.

„hochdosiertes eisenpräparat“
Eine Anämie ist nicht lustig.

„cis funktion“
Cosine + i * Sine

„wie schreibt man seid“
So ist es richtig, wenn man die 2. Person Plural Indikativ Präsenz Aktiv von sein meint.

„nosophobie“
Die (übertriebene) Angst vor Krankheiten.

„arcanus“
Geheim, verborgen.

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Blogparade: „Grey Is Beautiful“ #blogparadegreyisbeautiful //2522

Vor fast sieben Jahren habe ich mein erstes graues“ Haar gefunden. Es ist über ein Jahr her, dass ich darüber gebloggt habe, wie meine Haare allmählich ergrauen, es mir aber gefällt, wie schön meine Haare dabei glitzern und die hübsche Silbersträhne so interessant aussieht. Von 50 Shades bin ich immer noch weit entfernt.
Jetzt habe ich eine Blogparade über den Umgang mit den eigenen grauen Haaren entdeckt.
Zentrale Frage dabei ist, ob die grauen Haare mein „Business killen“.
Ehrlich gesagt, irritiert mich diese Frage ziemlich.

Unstrittig ist – leider! – dass graue Haare Indikator für die nachlassende körperliche Attraktivität und Schönheit sind. Der SMV sinkt bei Frauen mit zunehmendem Alter.
Aber was hat das mit dem Business zu tun? Ich arbeite doch nicht als Model, Schauspielerin, Prostituierte, oder in sonst einer Tätigkeit, in der es auf mein jugendliches Aussehen ankäme. Ich beabsichtige auch nicht, Kunden zu verführen, oder durch besonders sexy Auftreten zusätzliche Aufträge zu akquirieren.
Meistens arbeite ich alleine. Da ist es völlig gleichgültig, wie ich aussehe. Meine Mitarbeiter müssen mich akzeptieren, wie ich bin. (Persönlichen) Kontakt zu Kunden vermeide ich sowieso (nicht erst seit Corona). Vorträge habe ich schon länger nicht mehr gehalten, und Beratung mache ich höchstens noch ausnahmsweise. Den Kunden kann es also völlig egal sein, ob ich ein paar graue Haare habe. Und selbst wenn nicht – zeigen graue Haare etwa nicht an, dass man über eine gewisse Berufserfahrung verfügt, und kein naiver Anfänger mehr ist? Man weiß also eher, worüber man spricht, ist versiert – im Gegensatz zu einem Berufsneuling. Jugendlichkeit ist ganz sicher kein Qualitätskriterium, wenn es um einen Beruf geht, bei dem umfangreiches Wissen, Fachkenntnisse und Know-how bedeutsam sind.
Graue Haare stehen für Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, Authentizität, Seriosität, Selbstvertrauen, Natürlichkeit, Zufriedenheit und Einklang mit dem eigenen Körper. Tendenziell wird Personen mit einigen grauen Haaren mehr Respekt entgegengebracht, und mehr zugetraut, als ohne.
Ich verstehe also nicht, warum sich die paar Glitzerhaare negativ auf die Geschäfte auswirken sollten.
Privat kann das schon anders sein, aber darum geht es hier nicht. Meine Zielgruppe toleriert die grauen Haare. Wer das nicht tut, gehört nicht zu meiner Zielgruppe. Und wen’s stört, soll halt nicht hinschauen. So einfach ist das.

[Was mich im Zusammenhang mit meinen Haaren aktuell stärker trifft als die Änderung ihrer Pigmentkonzentration, ist, dass sie mir momentan ziemlich stark ausfallen. Es ist nicht so, als wäre ich nicht darauf vorbereitet gewesen. Das ist eine Nachwirkung der Schwangerschaft. Damals waren meine Haare besonders dicht und schön, weil sie hormonell bedingt verstärkt gewachsen waren. Die Zusatzhaare fallen inzwischen halt wieder aus. Ich weiß, dass nicht mehr dahinter steckt. Dennoch ist das Ausmaß an so manchem Morgen erschreckend.
Aber mit dem Geschäft hat es genauso wenig zu tun.]

Und wenn mich noch nicht einmal die privaten Auswirkungen auf meine körperliche Attraktivität veranlassen, mir einen färbenden Chemiecocktail in die Haare zu schmieren, werde ich das aus vermeintlichen beruflichen Gründen erst recht nicht tun.
Meine Haare bleiben naturbelassen. Lieber werden sie völlig weiß als hairs of color.

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Der Hölle entkommen //2521

Aufgrund diverser Probleme war eine Neuinstallation auf einem meiner Computer unumgänglich. Dabei haute es eine der Festplatten zusammen, so dass mir einige Daten verloren gingen. Ich konnte den größten Teil davon von mehreren anderen Datenträgern zusammensuchen, die allerdings teilweise nicht mehr ganz aktuell waren, so dass mir im Endeffekt lediglich zwei Wochen mit privaten, nicht allzu wichtigen Mails fehlten.
So eine Neuinstallation des Betriebssystems hat es an sich, dass man danach erst mal sämtliche Einstellungen neu machen muss – vom Dezimaltrennzeichen über das Einblenden von Dateiextensions und dem Aktivieren von SMB bis zum Stillegen der Caps-Lock-Taste, und etliche Kleinigkeiten mehr (wie den Google-Font deaktivieren) – sowie eine Reihe von Anwendungen ebenfalls installieren muss. [Schließlich hatte ich noch ein Problem mit meiner Tastatur beim Einloggen nach dem Sleepen oder Hibernaten, die mich minutenlang warten ließ, bis ich Eingaben machen konnte, das ich dadurch versuchte zu lösen, dass ich den Tastaturtreiber deinstallierte und neu bootete, was aber leider nicht wirkte. Inzwischen habe ich den Verdacht, dass es gar nicht an der Tastatur selbst liegt, sondern das Eingabefeld aus irgendwelchen Gründen die Messages nicht erhält oder verarbeitet.]
Insgesamt kostet das ziemlich viel Zeit, die man eigentlich lieber produktiver verbringen will.

Endlich war ich so weit, dass ich meinen RSS-Reader wieder in Betrieb nehmen wollte. Und natürlich zeigte er die Feeds über SSL wieder nicht an. Damit hatte ich ja schon öfter Probleme gehabt.
Es ist ganz seltsam, wie die OpenSSL-DLLs auf unterschiedlichen Rechnern in verschiedenen Ordnern ganz unterschiedlich geladen werden. Ich weiß nicht, wie viel Zeit ich bereits aufgewendet habe, um dem nachzugehen. Leider sieht man immer nicht, welche DLLs tatsächlich gefunden und dann auch benutzt werden (ja, ich weiß, es gibt da diverse Tools wie depends von Sysinternals, aber die haben mir nicht so richtig weitergeholfen, da mein dafür benutztes Framework die Libraries erst zur Laufzeit dynamisch verlinkt).
Mein Versuch, die Anwendung zu zwingen, die DLLs vom gleichen Verzeichnis zu laden, in der sich die Exe befindet, schlug fehl. Keine Ahnung warum, funktionierte einfach auch nicht besser.

Schließlich kam ich auf die Idee, mir den Pfad genauer anzusehen. %path% ist eine Umgebungsvariable (noch aus DOS-Zeiten), die eine Aufzählung von Verzeichnissen enthält, in denen das System (u.a.) nach DLLs sucht.
Ich mache die Erzählung kürzer, als es tatsächlich war. Jedenfalls stieß ich letztendlich darauf, dass im Pfad meines Servers das Verzeichnis des Subversion Clients war, der tatsächlich die benötigten OpenSSL-Libraries enthielt.
Obwohl ich auf dem betreffenden Rechner SVN gar nicht brauchte, installierte ich es schließlich doch (und zwar genau die gleiche bereits ältere Version). Und siehe da, es funktionierte. Halleluja! Jetzt verstehe ich wenigstens, warum das sonst so oft nicht geklappt hat.

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Tweets am Ultimo //2520

Der Februar in Gemeinjahren hat die Einzigartigkeit, dass seine Länge in Tagen ganzzahlig ohne Rest durch die Anzahl der Tage einer Woche geteilt werden kann. Das macht ihn einerseits zu etwas besonderem, zum anderen ist es aber inkonsistent mit der Länge aller anderen Monate, die 30 oder 31 Tage beträgt, was Datumsberechnungen unnötig verkompliziert.
However, 28 Tage genügen, um zu gewährleisten, dass es auch im Februar ein viertes Wochenende gibt, in dem ich gewohnheitsmäßig frühere Tweets recycle. Der betreffende Zeitraum reicht diesmal vom 23. Juli bis 6. August 2020.

Verleser des Tages: robot statt reboot
Wer hat den Größten? //2423 Zweitausendvierhundertdreiundzwanzig
Verhörer des Tages: Damenbinde statt Damenmode
Überständiger Rotschimmelkäse im Kühlschrank stinkt mir die ganze Bude voll.
Verleser des Tages: provokatives statt positives [elektrisches Teilchen]
Was schau ich heut abend fern? [Galaxy Quest|Stolz und Vorurteil]
Das Geschäftsmodell von Feministinnen ist es, Frauen Probleme einzureden, die sie sonst gar nicht hätten.
Ohne Abschluss //2422 Zweitausendvierhundertzweiundzwanzig
..Atemno..ht.. verd..ammte M..aske..
Dass man im $Amt erst telefonisch einen Termin ausmachen muss – meinetwegen. Aber erst anrufen, nur um dann noch auf den Rückruf für die Terminabsprache warten zu müssen, ist schon recht kompliziert.
+Dabei ging es nur darum, Formulare persönlich abzugeben und sich auszuweisen. Dauert keine fünf Minuten. Hat mich aber über eine Stunde ans Telefon gefesselt, um den Rückruf nicht zu verpassen.
Verschreiber des Tages: assangieren statt arrangieren
Fünfte #Zecke2020 in der linken Kniekehle.
Verleser des Tages: Busenfühlung statt Busentführung
#WasIchLernte: Ich bin eine Schande, identifiziere mich mit dem Aggressor, nur ein Kerl schreibt so einen Tweet, und überhaupt #VictimBlaming, #VictimBlaming, #VictimBlaming, ..
Quaerendium cupreum //2421 Zweitausendvierhunderteinundzwanzig
Wir sitzen bequem auf der schattigen Terrasse und trinken Eiskaffee. So lässt sich’s aushalten.
+Jetzt Füße in einer Wanne mit kaltem Wasser und als Durstlöscher eine Kanne lauwarmen Himbeerblättertee.
Die Gleichsetzung von Gleichberechtigung und Gleichstellung läuft auf Gleichmacherei hinaus.
Verhörer des Tages: „im Saarland“ statt „in Staatshand“
Hab gestern den #SysAdminDay vergessen. Also bedanke ich mich nachträglich noch bei allen, die Computersyteme und Netzwerke so erfolgreich pflegen und verwalten.
Bei C++ sind die * essentiell. In deutschen Prosatexten will ich keine sehen.
Verleser des Tages: groben statt großen [Einfluss]
Habe versucht, auf @Twitter sachlich zu diskutieren. Danke an alle, die konstruktiv beitrugen. Von anderen wurde ich beschimpft und beleidigt, danach von genau diesen Leuten geblockt. Daraufhin stehe ich jetzt unter #SearchBan #SearchSuggestionBan
Verschreiber des Tages: schutzwürzig statt schutzwürdig
Übergriff in der Apotheke //2420 Zweitausendvierhundertzwanzig
Habe gerade zwei Online-Prüfungen in Objektorientierter Programmierung #OOP und Software Engineering #SWeng gezeigt bekommen. Äh .. ohne Vorbereitung hätte ich die nur mit viel Glück bestanden.
+Das zeigt doch wieder, dass man das ganze Zeugs mit Scrum, Aktionsdiagrammen u.dgl. in der Praxis gar nicht braucht.
Verleser des Tages: Gendering statt Geoengineering
Wie es doch verbreitet ist, die eigene Verantwortung zu ignorieren, indem man Ursache und Wirkung entkoppelt. Warum nur können die Schuld nicht von Ursächlichkeit unterscheiden?
Verhörer des Tages: Ochse statt Achse
This Ain’t A Love Story //2419 Zweitausendvierhundertneunzehn
Eine Frau, die sich freizügig und sexuell aufreizend darstellt, bekommt männliche Aufmerksamkeit und provoziert erwartbare Reaktionen. Mit denen muss sie selbst klarkommen, statt herumzuopfern. #ActioGleichReactio #Kausalität #Eigenverantwortung
+Es geht darum, anderen Respekt und Rücksicht entgegenzubringen. Keine Signale öffentlich auszusenden, wenn man nicht will, dass andere darauf reagieren.
Verleser des Tages: Transzendenz statt Transparenz
Er meint, dass meine Haare jetzt besonders schön sind, noch voller, geschmeidiger und glänzender als vor der Schwangerschaft. Ich fürchte, dass ich das in ein paar Monaten mit verstärktem Haarausfall werde bezahlen müssen.
Warum verstaatlichen wir Familienunternehmen nicht gleich? Dann hat wenigstens niemand mehr einen Anreiz, mit eigener Schaffenskraft und Engagement Vermögen aufzubauen. Wenn nicht alle gleich viel haben, sollen gefälligst alle gleich wenig haben!
+Vor der Euro-Einführung war in Italien praktisch jeder #Millionär.
Verschreiber des Tages: Hauswert statt Hauswirt
Ich esse sehr gerne Eis, und ich esse sehr gerne Schokolade. Aber Schokoladeneis mag ich nicht besonders.
Tweets zum Annentag //2418 Zweitausendvierhundertachtzehn
Verleser des Tages: Terrororganisation statt Terminorganisation
Was soll ich am Wochenende machen? #Umfrage [SW Dev | HET (BSM) | Potenzreihen mit LaTeX | CNC CBT]
+Ich werde trotzdem nachher mit #Hochenergietheorie #BeyondtheSM rumrechnen.
Verhörer des Tages: Mädchenbuch statt Märchenbuch
Die blonde Witwe //2417 Zweitausendvierhundertsiebzehn
#Aufklärung bedeutet nicht, die eigenen fragwürdigen Standards verbindlich für alle zu machen, sondern neutrale, unvoreingenommene Information bereitzustellen.
+Genau das sollte man auch von seriösem Journalismus erwarten. Die persönlichen Ansichten eines Journalisten interessiert mich nicht, noch weniger seine geframete Haltung.
+Seine umfassende und nicht einseitig-selektive Berichterstattung soll sachliche Grundlage zur Bildung einer eigenen Meinung sein.
+Ich will professionell recherchierte und fundierte Informationen – keine Propaganda, Indoktrination und Manipulation.

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Arztbesuch //2519

Wegen einer speziellen Untersuchung hatte der Kinderarzt für Johannes eine Überweisung an den HNO-Arzt geschrieben. Nichts Schlimmes, aber die Untersuchung sollte möglichst bald durchgeführt werden.
Es erschien uns am einfachsten, uns an Norbert zu wenden, in der Hoffnung, uns so wenigstens unnötige Wartezeiten zu ersparen. Wir machten also einen Termin mit ihm aus, und Norbert versprach, dass seine Praxisassistentin uns ggf. dazwischenschieben würde, falls es im Ablauf zu Verzögerungen kommen sollte.
Es genügte, dass nur entweder Carsten oder ich mit Johannes hinging. Da es Carsten zeitlich nicht so gut passte, und ich als Nahrungsquelle sowieso dabei sein musste, übernahm ich den Weg. Das milde, sonnige Wetter lud ein zu einem Spaziergang.

Tatsächlich mussten wir nur so lange warten, bis ich Johannes aus dem Kinderwagen genommen hatte und Jäckchen und Käppchen ausgezogen hatte.
Der Desinfektionsmittelspender klemmte, als ich mir die Hände desinfizieren wollte. Nach einem weiteren Versuch spritzte das Zeug dann umso weiter, bloß kaum auf meine Hände.

Kaum jemand geht mit seiner Maske so nachlässig um wie Norbert.
Nur unwillig ließ sich Johannes diverse Körperöffnungen von seinem Onkel inspizieren.
Ich erzählte Norbert, dass ich vor ein paar Wochen Elias gesehen hätte. Er ging nicht weiter darauf ein, sondern wechselte das Thema. OK – dann hake ich auch nicht nach, wenn er offenbar nicht darüber reden will.
Nach Abschluss der Untersuchung sprachen wir noch kurz über das Medizinerprojekt, das aktuell aber – wegen Corona – völlig brach liegt. Eine Reaktivierung ist vorläufig nicht abzusehen.

Auf dem Rückweg entdeckte ich zufällig die Kastanie in meiner Jackentasche. Ich hatte sie letztes Jahr erst ziemlich spät im Herbst gefunden, und diesen Winter über kaum benutzt, da ich weniger unterwegs war, und wenn doch, ich meistens entweder die Hände am Kinderwagen hatte, oder Johannes im Tragetuch die Jackentasche blockierte.
Auch wenn noch Februar ist, wirkt das Wetter aktuell bereits frühlingshaft. Also schaute ich mir die Kastanie noch einmal genau an, um sie dann auf den Randstreifen neben dem Weg zu werfen.

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Zugriffe im Fluss //2518

Dass ich Zahlen-Fan bin, wisst ihr. Und so macht es mir auch immer Spaß, zu verfolgen wie sich die Zugriffszahlen auf mein Blog entwickeln.
Etliche Jahre waren die Zugriffe recht stabil bei über 200 Aufrufen pro Tag. Zeitweise auch deutlich drüber bis um die 250 oder gar 300. Als Faustregel galt: bis Mittag sind es (mindestens) 100. Eigentlich gingen sie höchstens mal an den Wochenenden unter 200. Ganz selten auch mal unter 100. Das war dann meist zur Urlaubszeit, oder wenn ich verreist war.
Seit einiger Zeit jedoch sind die Aufrufe rückläufig. Über 200 pro Tag sind inzwischen die Ausnahme. An Blogtagen komme ich für gewöhnlich noch auf über 150, an Tagen, an denen ich nicht blogge, insbesondere am Wochenende, oft nicht einmal auf 100.

Jetzt wäre es interessant zu sehen, ab wann etwa diese Entwicklung einsetzte. Plausibel wäre der Zeitpunkt, an dem ich anfing, nur noch jeden zweiten Tag zu bloggen. Aber da sehe ich in den Zeitverläufen eigentlich noch keinen Effekt. Die Zugriffszahlen scheinen dagegen etwa ab September zurückgegangen zu sein – etwa zu dem Zeitpunkt, als ich Mutter wurde.
Ist das jetzt nur eine zufällige Koinzidenz? Oder befürchteten Stammleser die Mutation zum Muttiblog? Oder gibt es andere Gründe, die mir nicht ersichtlich sind?
Wenn wirklich regelmäßige Besucher aufgehört haben, hier zu lesen, werden sie es mir nicht mitteilen können, weil sie meine Frage gar nicht sehen.

Es kommt mir ja nun wirklich nicht auf große Reichweite an. Es ist mir auch so schon manchmal kritisch, etwas öffentlich zu machen, weil alles meine Annenühmität gefährden könnte. Da ist eine kleine Leserschaft bestimmt sicherer.
Aber als Zahlenmensch, der immer nach Mustern, Regelmäßigkeiten, Zusammenhängen, Strukturen, Systematiken sucht, ist es mir ein (vermutlich unzubefriedigendes) Bedürfnis, die Gründe herauszufinden.

Als ich neulich die Kiloantwort-Kommentarstatistik veröffentlicht habe, fielen mir wieder die Namen einiger Kommentatoren ins Auge, die früher regelmäßig oder auch nur sporadisch hier kommentiert haben, und von denen ich schon länger nichts mehr gehört habe.
Von mindestens zwei dieser Kommentatoren habe ich erfahren, dass sie leider verstorben sind. Das macht einen betroffen. Und ich frage mich, ob es den anderen verschollenen Kommentatoren gut geht. Vielleicht fehlt ihnen die Zeit oder sie haben das Interesse verloren. Oder ob ich sie mit irgendetwas verärgert habe? Möglicherweise haben sie auch einfach keine Lust mehr, sich hier zu äußern – was auch OK wäre. Ich wüsste es nur gern, damit ich mir keine Sorgen machen muss.

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C*lix //2517

Vielleicht hat sich der eine oder andere von euch schon gefragt, warum ich schon lange nichts mehr über Carsten geschrieben habe.
Nun, ich kann Entwarnung geben. Mit ihm ist alles in Ordnung. Wir verstehen uns gut, haben auch häufig Sex, wenn auch mit Einschränkungen, und nicht außergewöhnlich.

Der Grund, dass ich ihn in letzter Zeit höchstens am Rande erwähnt habe, ist, dass es nicht wirklich etwas nennenswertes gegeben hat.
Auch er ist eingeschränkt und kann derzeit keine Reisen machen. Er geht zwar noch meistens zur Firma, öfter als ich, aber auch nicht mehr jeden Tag, sondern erledigt vieles von daheim aus.

Es gibt Zeiten, in denen er verärgert ist über die aktuelle Politik, die Unternehmern immer mehr Hindernisse in den Weg legt. Er kämpft – wie viele andere KMU – um den Erhalt seiner Firma. Da sind zusätzliche Erschwernisse das Letzte, das er brauchen kann. Ja, bisweilen ist er äußerst aufgebracht und sauer deswegen. Das wollt ihr gar nicht mitkriegen. Die ganze Situation besorgt ihn. Er sieht sein Lebenswerk, in das er jahrzehntelang Anstrengungen investiert hat, in Gefahr.
Dabei können wir uns vor Aufträgen derzeit kaum retten. Bloß fehlen Corona-bedingt Fertigungskapazitäten und bisweilen gibt es Lieferengpässe bzw. nicht ausreichende Zulieferungen.

Besser drauf und entspannt ist er, wenn er mit Johannes spielen kann. Es ist so ein erfreulicher Anblick, wenn die beiden miteinander lachen. Wenn ich das sehe, wird es mir innerlich ganz warm.

Und BTW, dieses Jahr werde ich das gewisse Topic, das nicht genannt werden darf, ihm gegenüber nicht erwähnen.
Aber vermutlich kommt er nächstes Jahr nicht drumherum.

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Bloggerümpel //2516

Drittes Wochenende im Monat bedeutet, dass ich mal wieder die angefangenen Einträge in meinen Entwürfen durchschaue, ob sich davon nicht etwas eignet, es hier ohne weitere Bearbeitung zu bloggen.
Und da habe ich diesmal gleich vier mehrere Jahre alte Entwürfe gefunden, die lediglich aus ein paar Zeilen bestehen, die ich ursprünglich noch weiter hatte ausarbeiten wollen. Ich habe dann – wie so oft – nicht gleich Zeit und Muße dafür gefunden, und bald waren dann Motivation und Inspiration verschwunden.
Also veröffentliche ich jetzt diese Anfänge unverändert und ohne weiter Erläuterung. Dann werden wenigstens meine Entwürfe ein wenig entrümpelt.

„Nach rund 2000 Blogeinträgen und über sieben Jahren Bloggen ist es nur natürlich, dass sich manche Themen wiederholen. Sei es, weil sich manche Schwerpunkte verschieben, oder ich andere Aspekte herausstellen will, oder auch, weil ich einiges wieder vergessen hatte.“

„Ich möchte nicht pauschalieren oder schwarz-weiß malen. Es ist mir bewusst, dass es fließende Übergänge und Mischformen gibt. Aber wenn ich das in jedem Nebensatz betone, so wird das nur lästig und ermüdend, und es vermischt meine eigentliche Aussage bis zur Unkenntlichkeit.“

„Es war einmal ein $Problem.
Die Heuristik überlegte sich eine Reihe $Lösungsansätze[], und simulierte die Auswirkungen auf das $Problem. Es stellte sich heraus, dass der $Lösungsansatz[$i] das $Problem am besten löste, allerdings auch ein paar ungünstige $Seiteneffekte[] hatte.“

„Es ist mir schon oft passiert, dass ich einen Sachverhalt wertfrei beschrieben habe.
Dann interpretieren dies einige Leute, als ob ich diesen Sachverhalt befürworte.
Dabei habe ich ihn nur beim Namen genannt, und überhaupt nicht gesagt, dass ich dies gut finde. Warum sollte ich das dann rechtfertigen müssen?
Denn IMHO kommt es auch gar nicht darauf an, ob einem Gegebenheiten gefallen. Man muss sich damit arrangieren, und versuchen, das Beste daraus zu machen.
Ich habe oft technische Texte geschrieben. Wenn die elektrische Ladung von Elektronen nun mal negativ ist, kreischen sie dennoch nicht auf, weil sie eine (moralisch) schlechte Wertung hineininterpretieren.“

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Der Zeckengraf //2515

Unter all meinen selbstgeschriebenen Tools ist auch eines, das mich beim Verwalten meiner Daten unterstützt. Für einen Durchlauf braucht es mehrere Minuten, aber da dies im Hintergrund geschieht, stört mich das nicht. Ich sehe keine Veranlassung, die Performance weiter zu optimieren.
Es war mir allerdings aufgefallen, dass dieses Tool offenbar wesentlich länger läuft, wenn ich es von meinem Server aus starte, als direkt auf meiner Entwicklermaschine. Dafür kann es viele Gründe geben. Bevor ich dem eventuell nachgehen würde, wollte ich aber erst einmal herausfinden, ob mein subjektiver Eindruck nicht trog, und tatsächlich ein signifikanter Unterschied bestand.
Natürlich hätte ich einfach beim Starten auf die Uhr schauen können. Aber da ich es meistens gar nicht sofort mitkriege, wenn das Programm fertig ist, hätte das nichts gebracht.
Aber selbstverständlich kann sich das Tool selbst merken, wenn es losläuft, und am Ende dann ausgeben, wie viel Zeit seither vergangen ist. Das sind drei oder vier Zeilen Code.

Gedacht, getan.
Ich deklarierte eine int-Variable für die Startzeit, und speicherte ganz am Anfang den Tickcount (das ist die Anzahl der Millisekunden, seit der Computer zuletzt gestartet wurde) des Rechners in diese ab.
Nach dem Bearbeiten der Daten berechnete ich dann die Differenz aus dem dann aktuellen Tickcount und der Startzeit, teilte sie durch 1000, und gab sie aus.
Auf der Entwicklermaschine funktionierte das auf Anhieb. Ein erster Probedurchlauf lieferte knapp fünf Minuten, was plausibel war.
[Überraschenderweise ist die VM reproduzierbar sogar deutlich schneller als ihr Host. Über Gründe möchte ich nicht spekulieren, und erwähne diese seltsame Beobachtung hier auch nur am Rande. Vielleicht eine WoW64-Sache?]

Jetzt brauchte ich noch den Vergleich zum Server. Es war mir bewusst, dass die Daten bereits bearbeitet waren, so dass dies die Messung verfälschen würde, da der Server weniger zu tun haben würde, ging aber davon aus, dass dieser Unterschied minimal sein würde, höchstens ein oder zwei Sekunden, auf die es nicht ankommt.
Also ließ ich den Server einige Zeit vor sich hin rödeln.
Schließlich hatte er das Ergebnis und spuckte es aus. Ich las irgendwas mit 4.2 Millionen. In diesem Augenblick war mir erst mal nicht bewusst, dass ich ja die Sekunden ausgab. Ich ging von Millisekunden aus. Das wären dann über 70 Minuten gewesen. So lange hatte er aber denn doch nicht gebraucht. Das konnte nicht stimmen. Inzwischen war mir auch wieder eingefallen, dass ich ja auf Sekunden umgerechnet hatte. Dann war das Ergebnis erst recht Unsinn.
Mir ist ja klar, dass GetTickCount() bei gut 7 Wochen Laufzeit überläuft, aber mein Server lief zu dieser Zeit erst seit etwa fünf Wochen. Ich hielt das für kein Problem, denn selbst wenn der Zähler irgendwann übergelaufen ist, ist das irrelevant, weil ich ja nur die Differenz auswerte. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass das Programm gerade dann läuft, wenn der Zähler überläuft (also vorher startet, danach fertig ist), hätte ich das als seltene und bemerkenswerte Kuriosität gewertet. Solange das Programm nur für meinen Eigenbedarf ist, also nicht an Kunden geht, gönne ich mir solch außergewöhnliches Verhalten. [Und ohne jetzt näher darauf eingehen zu wollen: ja, ich weiß, dass es auch GetTickCount64() gibt, aber ich hatte gewichtige Gründe, es nicht zu benutzen.]

Zum Test schrieb ich dann ein kleines Konsolenprogramm (also völlig ohne graphische Oberfläche), das einfach mehrmals die Anzahl der Ticks ausgeben sollte.
Nachdem das einwandfrei funktionierte, erweiterte ich es, speicherte aber zusätzlich noch den Startwert ab, und gab ihn aus.
Als ich es dann auf dem Server laufen ließ, sah ich auch sofort das Problem. Lernt aus meinen Fehlern! Auch erfahrenen Entwicklern wie mir passiert mal so ein Lapsus.
Der in eine int Variable abgespeicherte Startwert war negativ. Dadurch dass ich die 32 bit des Tickcounts in eine vorzeichenbehaftete Variable gespeichert hatte, war das most significant bit als Vorzeichenbit gelesen worden, was natürlich falsch ist.
Nachdem ich „int“ durch „unsigned int“ ersetzt hatte, funktionierte das Progrämmchen tadellos.
Als ich später mein entkäfertes Tool auf dem Server laufen ließ, brauchte er eine gute Viertelstunde, was mit meiner Annahme übereinstimmte. Was die Gründe für die Langsamkeit betrifft, habe ich bereits Vermutungen, aber das würde jetzt zu weit führen und ist ein völlig anderes Thema. Nur ganz kurz gehe ich davon aus, dass vor allem der Netzwerkverkehr den Server ausbremst, und er hat auch einen deutlich schwächeren Prozessor. Ob das allerdings als Erklärung ausreicht, kann ich aktuell nicht sagen. Die Angelegenheit ist nicht so dringlich, dass ich ihr unbedingt sofort nachgehen müsste, wenn überhaupt. Lasse ich das Tool zukünftig eben von der VM aus laufen.

Ja, so etwas passiert, wenn man nur quick’n’dirty programmiert. Auf meiner Entwicklermaschine wäre mir dies nicht so schnell aufgefallen. Die läuft normalerweise nicht so lange. Bei Software, die ich verkaufe, lasse ich wesentlich mehr Sorgfalt walten. Software, die in Produktivsystemen eingesetzt wird, muss ausgiebig getestet werden. Aber gerade solche Langfristeffekte sind selbst in umfangreichen Systemtests kaum auffindbar. Da kann man froh sein, wenn in den Betatests, also bevor die Software offiziell freigegeben wird, etwas entdeckt wird.
[Ein Schelm, wer jetzt Assoziationen zu gewissen anderen Test- und Zulassungsverfahren hat.]

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Out of Home Office //2514

Vielleicht erinnern sich langjährige Leser noch an die Firma i.d.e.e. – na, vermutlich eher nicht. Das ist doch schon lange her und war im Blog kein herausragendes Thema.
Vor mehreren Jahren hatte ich dort regelmäßig als Beraterin oder Coach gearbeitet.
Jetzt erreichte mich ein Hilferuf von ihnen. Offenbar ist ein dringendes Problem bei ihnen aufgetaucht, das ich aber nicht konkret beschreiben will. Jedenfalls benötigten sie meine Expertise.
Eigentlich nehme ich derartige Aufträge nicht mehr an, aber wir hatten damals eine länger anhaltende gute Geschäftsbeziehung, und die Angelegentheit war wirklich wichtig. Also erklärte ich mich bereit für einen einzigen Beratungstermin.

Im Grunde genommen habe ich überhaupt keine Lust, irgendwo rumzufahren, und mit Leuten zusammenzutreffen. Aber Standort 7 befindet sich in fußläufiger Entfernung zum i.d.e.e.-Firmensitz, und da hätte ich ohnehin mal wieder vorbeischauen müssen, um etwas persönlich zu erledigen, wenn auch nicht eilig.
Ich beschloss also, beide Vorhaben zu verbinden. Wir hatten den ursprünglichen Termin wegen des Lockdowns bereits einmal zurückgestellt, aber es ist ja kein Ende abzusehen, und die Angelegenheit eben doch zu dringlich, um noch länger abzuwarten.

Im Stadtbereich werden nur Niederflurbusse im Linienverkehr eingesetzt, bei denen es supereasy ist, mit Kinderwagen ein- und später wieder auszusteigen. Da ist der Aufwand, sowohl Baby als auch Kinderwagen im Auto zu verstauen, und später wieder auszuladen, wesentlich größer.
Ich timete die Besuche so, dass ich zuerst zu Standort 7 ging. Auf diese Weise hatte ich etwas mehr Zeitpuffer, da ich dort nicht pünktlich sein muss.
Die meisten Mitarbeiter dort machen derzeit Teleworking. Einige sind auch bei Kunden vor Ort.
Ich erledigte dort also, was zu erledigen war, gönnte mir in Ruhe einen Kaffee und verzehrte die mitgebrachte Brotzeit. Dann machte ich mich schließlich ganz entspannt zehn Minuten vor meinem Termin auf den Weg. Obwohl ich mit Kinderwagen etwas langsamer bin als ohne, war ich pünktlich dort.

Das Meeting fand in einem viel zu großen Seminarraum statt mit einem kleinen Team, von dem sich noch einige an mich erinnerten. Ich kann euch keine Einzelheiten erzählen. Soweit möglich, hatte ich mich daheim darauf vorbereitet gehabt, und zur Verfügung gestellte Informationen ausgewertet. Aber das Gespräch vor Ort war dennoch nötig.
Den Kinderwagen hatte ich in eine Ecke gestellt, wo Johannes ruhig vor sich hinschlief. Als er sich bemerkbar machte, holte ich ihn heraus, setzte mich mit ihm hin, und legte ihn diskret an.
Es ist halt schwierig, wenn man nur eine Hand halbwegs frei hat. Aber es ging irgendwie, zumal das meiste bereits gesagt worden war. Der Rest geht voraussichtlich online (falls nicht, werden wir weiter sehen).

Inzwischen war bereits Mittagszeit und ich entsprechend hungrig. Zu anderen Zeiten hätte ich mich vermutlich in die Pizzeria in der Nähe gesetzt. Aber es ist ja alles geschlossen.
Bei solchen Terminen außer Haus informiere ich mich grundsätzlich vorher, wann die Linienbusse fahren. Dann kann ich besser abschätzen, ob es sich lohnt, mich zu beeilen, oder ob ich mir besser Zeit lasse. Diesmal fuhr der nächste Bus in drei Minuten. Das war zu knapp, es sei denn, er hätte Verspätung, was mir aber zu spekulativ war, um mich abzuhetzen.
Also Zeit lassen. Zum Glück war es nicht mehr ganz so kalt wie in den letzten Tagen und noch am Morgen. Die Wärmflasche im Kinderwagen war allerdings schon deutlich abgekühlt.
Ein Taxi zu rufen, war keine Option (obwohl ich mein Handy sogar ausnahmsweise dabei hatte). Auch ohne die Notwendigkeit eines mit Babyschale zu bekommen, muss man in diesem Stadtviertel schon mit Wartezeiten rechnen. Da kann ich gleich auf den Bus warten, und muss dann wenigstens nicht das Baby umquartieren und den Kinderwagen ein- und später wieder ausladen.

Endlich daheim war dringendst eine frische Windel fällig. Erst dann kam ich dazu, selbst etwas zu essen.

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Zwitschereien am V-Day //2513

Meistens funktioniert der Zwei-Wochen-Rhythmus für die alten Tweets ja. Auch heute am Valentinstag sind sie ganz regulär dran, nämlich meine Tweets vom 6. bis 23. Juli 2020.

Verleser des Tages: Federweißer statt Federlesens
So kalte Julinächte. Wo ist nur die #Klimaerwärmung abgeblieben?
Für mich sind nicht „alle Menschen gleich“. Ich achte ihre Individualität und Einzigartigkeit. #Unverwechselbar #ViveLaDifference #KeineGleichmacherei #NoProcrusteanism #KeinEinheitsbrei
Verschreiber des Tages: Maskup statt Markup
Umständlichkeiten //2416 Zweitausendvierhundertsechzehn
Verleser des Tages: Barbie statt Barbarei
Den halben Vormittag mit Mitarbeiter rumgehext. Bitte 16 bit!
Feministinnen geht es darum, die Gesellschaft zu spalten, indem sie Männer und Frauen gegeneinander aufhetzen.
Verhörer des Tages: Schwanzbrot statt Schwarzbrot
Verpusht //2415 Zweitausendvierhundertfünfzehn
Szenario: Eine Person geht mit Maske mit provokantem Motiv einkaufen, und erhält entsprechende Reaktionen. #ActioGleichReactio Was bezweckt sie wohl damit? #Layer8Kommunikation [Schockieren|Auffallen|Aufklären|Coolness signalisieren]
Heute statt Mittagessen Picknick 42 (for two) auf einer Waldlichtung. Auf was hab ich mich da nur wieder eingelassen?
+Das größte Problem war nicht der längere Fußweg durch unwegsames Gelände. Auch nicht das Aufstehen von der Picknickdecke. Sondern das Fehlen einer Toilette. #Zivilisationserrungenschaft
Verleser des Tages: Verschwörung statt Verschwiegenheit[sverpflichtung]
Verschreiber des Tages: Köter statt Kröte
Manchmal komme ich mir in diesem postfaktischen Zeitalter so fehl am Platz vor.
No Tweets Today //2414 Zweitausendvierhundertvierzehn
Verleser des Tages: Flüchtlingsfehler statt Flüchtigkeitsfehler
„Das ist eine Entscheidung, die mir immer so schwer fällt“, meinte er bei der Ausgliederung nach der morgentlichen Kopulation.
Heute neuer Höchststand der lebhaften intrauterinen Aktivität.
Verhörer des Tages: Muttermilch statt Buttermilch
Ein neues Projekt //2413 Zweitausendvierhundertdreizehn
Wenn mal gerade kein Schmierpapier zur Hand ist.
Verleser des Tages: Genderimpfung statt Grippeimpfung
„1 Minute entspricht 15 Minuten.“
+Die Antwort auf die Frage, wie schnell die Sonne auf ihrer täglichen Bahn scheinbar über den Himmel wandert.
Das #BGE ist Ausbeutung der Leistungserbringer durch die Leistungsunwilligen.
Verschreiber des Tages: Geek statt Greek
Mädchenhandel //2412 Zweitausendvierhundertzwölf
Verleser des Tages: Feiertag statt Feuerzeug
Hab inzwischen übrigens Schwierigkeiten, aus eigener Kraft wieder aus der Badewanne zu klettern.
Das #Patriarchat ist weder verantwortlich für die Naturgesetze, noch kann es sie ändern.
#Stammbaumforschung trendet? Hab übrigens noch keine wirkliche Lösung für mein Datenbankproblem gefunden, bzw. umgesetzt.
Verhörer des Tages: Vorhaut statt Vorlauf
Schon wieder hab ich Tritte in den Magen gekriegt.
Zwitscherlinge //2411 Zweitausendvierhundertelf
Verleser des Tages: ausfüllt statt ausführt
Heute, am 11. Juli ist Tag des Gender Empathy Gap #GenderEmpathyGap #GEG #GenderEmpathyGapDay
Verschreiber des Tages: Beelzebug statt Beelzebub
Meine Mannen vermissen Pair Programming.
Szenen einer Seifenoper //2410 Zweitausendvierhundertzehn
Verleser des Tages: Modifikation statt Medikation
Da lieg ich mit gespreizten Beinen auf der Untersuchungsliege, spricht mich der Gynäkologe auf das Medizinerprojekt an.
+Übrigens steh ich voll aufs CTG.
Warum versucht ihr #Feministinnen ständig, euch ins Leben anderer einzumischen? Lasst doch einfach jeden Menschen seinen eigenen Weg gehen – selbstbestimmt und eigenverantwortlich.
Verhörer des Tages: Scheidung statt Zeitung
Maskenverweigerung //2409 Zweitausendvierhundertneun
Verleser des Tages: Erdbeben statt Erlebten
Verschreiber des Tages: Bot statt Brot
#Blogparade zu beruflichem Erfolg //2408 Zweitausendvierhundertacht

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Rückblick 2. Halbjahr 2020 //2512

Es wird Zeit für den Halbjahresrückblick auf den Zeitraum vom Juli bis Dezember 2020.

Im Sommer erlebte ich meine Hochschwangerschaft, was bisweilen anstrengend und beschwerlich war.
Trotzdem begann ich ein gemeinsames fachliches Projekt mit Sebastian.
Die Firma wurde erweitert durch Standort 7 hier in der Stadt.
Verena zog mit ihren Kindern weg. Wir veranstalteten eine kleine Abschiedsfeier, zu der auch Benjamin kam, da er ebenfalls wegzog.
Dann war ich noch ein paar Tage in der alten Heimat, statt in Urlaub zu fahren.
Schließlich wurde mein Kind geboren.
Der geplante Besuch meiner Eltern verzögerte sich. Nachdem mein Vater einen Schlaganfall erlitten hatte, fuhr ich selbst in die alte Heimat, um ihn zu besuchen.
Das Jahr 2020 endete für meine Familie und mich relativ entspannt auf dem Lande.

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Nomen nominaturum //2511

Vor längerer Zeit hatte ich angekündigt, erst mal das Geschlecht meines Kindes nicht öffentlich zu nennen, und auch kein Pseudonym festzulegen.
Mir war aber dabei klar gewesen, dass dies nicht auf Dauer so bleiben könne, ich war mir nur nicht schlüssig, wie ich weiter vorgehen soll.
Nun, was das Geschlecht betrifft, gibt es seit längerem zumindest Vermutungen in meiner Leserschaft. Letztendlich beträgt die Wahrscheinlichkeit eh 50 Prozent, und es ermüdet mich zusehends, geschlechtsunabhängig formulieren zu müssen.
Was den Namen angeht, ist es wohl allmählich an der Zeit, nicht nur von Kind, Baby, Nachwuchs oder Chefchen zu schreiben.
Also lege ich jetzt einen zukünftigen Nicknamen fest. Wie es dazu kam, dazu möchte ich aber erst noch ein paar Sätze der Erläuterung schreiben.

Zunächst hatten Carsten und ich zähe Verhandlungen gehabt, um einen Vornamen festzulegen. Carsten wollte einen gebräuchlichen, unauffälligen Vornamen, mir wäre ein außergewöhnlicher Name lieber gewesen, damit er später in der Schulklasse nicht noch zwei weitere Namensvettern mit dem gleichen Allerweltsnamen hat. Also mussten wir einen Kompromiss finden. Das haben wir – kein allzu häufiger Rufname, aber auch nicht völlig ungewöhnlich. Als zweiten Vornamen dann ein etwas individuellerer Name.
So weit, so gut.

An das Pseudonym für das Blog habe ich jetzt noch einige andere Anforderungen zu stellen. Zum einen sollte das Pseudonym dem Realnamen nicht zu ähnlich sein, auch nicht vom Stil her, so dass keine Rückschlüsse gezogen werden können, aber auch nicht so völlig anders, dass er überhaupt nicht passend wäre und es keinerlei Bezug zu seinem Träger gäbe. Zum anderen darf der Name nicht bereits vergeben sein. Zum weiteren möchte ich nicht, dass ich eine reale Person mit diesem Namen bereits gut kenne, oder aber vielleicht auch nur flüchtig, aber nicht leiden kann.
Das sind insgesamt strenge Kriterien, für die ich nicht so schnell eine Lösung fand. Ich hatte sogar schon erwogen, mir Vorschläge von meiner Leserschaft machen zu lassen, und dann akzeptable Namen zur Abstimmung zu stellen.

Aber dann, als ich einen anderen Blogbeitrag wieder las, kam das Heureka! und ich fand einen passenden Namen.
Und zwar las ich dort die Aufzählung „.. von Verena, Fiona, Lukas und dem Chefchen“ und es macht Klick in meinem Kopf. Von der Metrik erinnerte mich das so an die Liste der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und .., dass die Autovervollständigung in meinem Kopf ansprang, und ergänzte: „Johannes“. Ich dachte: warum eigentlich nicht?
Also wird mein Kind hier im Blog zukünftig Johannes heißen.
Ich möchte noch betonen, dass mir der Name eigentlich nicht sonderlich gefällt, aber immerhin erfüllt er die oben genannten notwendigen Bedingungen, und wird das auch bei seinem Zweck. Da es bereits mal einen Johnny und einen Hannes gab, fällt mir momentan keine nette Abkürzung ein, aber da wird sich schon noch etwas finden. Vielleicht habt ihr ja eine Idee.
Dass ich damit keine religiöse Assoziation herstellen will, ist euch hoffentlich bewusst, so dass ich darauf verzichten kann, dies ausdrücklich noch mal klarzustellen.
Naja, immerhin steckt „anne“ drin.

Fast jeder, den ich kenne, hat noch einen zweiten Vornamen (meine Mutter ist eine der seltenen Ausnamen, aber das ist ihre Geschichte, nicht meine). Bei einem Blogpseudonym wäre das zwar nicht nötig (weshalb ich bei mir es bisher ließ, „Liese“ oder „Luise“ einzuführen), aber als ich am Jahresanfang noch auf Alles Evolution eine Umfrage las, kam mir eine Idee.
Christian hatte dort nach verschiedenen Wünschen oder Vorschlägen für die Weiterentwicklung seines Blogs gefragt. Eine Option lautete: „Christian, du bist der Beste, ohne Fehl irgendeiner Art, sollte ich je Kinder haben würde ich sie nach dir benennen! Alles sollte so bleiben:-*“
Nun ja – für den realen Rufnamen eines Kindes wäre das übertrieben. Aber für den zweiten Vornamen innerhalb eines Blogpseudonyms erscheint es mir angemessen. Das passt auch insofern, dass unser Kind auch IRL einen zweiten Vornamen hat, dessen Initial mit dem ersten Buchstaben des Vornamens seines Vaters übereinstimmt.

Also lautet der vollständige Name: Johannes Christian Klugsch.

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Der anthropische Zebrastreifen //2510

Der Zebrastreifen, um den es hier gehen soll, ist rein metaphorisch gemeint. Es steckt kein realer dahinter. Ähnlich hatte ich bereits vor längerer Zeit mal gebloggt (damals beruhend auf wirklichen Verhältnissen), aber ich glaube, ich konnte damals nicht so richtig vermitteln, auf was ich hinaus will. Deshalb noch mal ein neuer Ansatz.

Da gibt es eine vielbefahrene Straße, sagen wir um die tausend Fahrzeuge pro Stunde und Richtung, also ein fast nie abreißender Strom einzelner Fahrzeuge.
Irgendwo zwischen Anfang und Ende der Straße befindet sich ein Zebrastreifen. Der wird aber nur selten genutzt. Nur vier oder fünf Fußgänger überqueren die Straße dort am Tag.
Stell dir vor, du bist einer von ihnen, und gehst den Weg fast jeden Tag, oder meinetwegen auch nur einmal pro Woche. Wenn du am Zebrastreifen rüber willst, muss (aus jeder Richtung) ein Auto anhalten (der Einfachheit halber gehen wir davon aus, dass die folgenden Autos lediglich etwas abbremsen müssen, aber nicht ganz zum Stillstand kommen). Nur ganz selten mal ist die Straße frei. Für dich ist es also ganz normal, dass dort viele Autos fahren.
Jetzt versetze dich in Gedanken in einen der Autofahrer. Du fährst diese Straße oft entlang. Ja, da ist ein Zebrastreifen, aber üblicherweise wollen da keine Fußgänger rüber. Dass du doch mal für einen anhalten musst, ist eine seltene Ausnahme.
Die gleiche Situation, zwei unterschiedliche Perspektiven. Die letzte Sichtweise sieht diese Situation als etwas völlig ungewöhnliches, während die erste darin etwas ganz alltägliches erblickt.

Wer „anders“ ist als die Mehrheit, also zwei oder mehr Sigma vom Mittelwert abweicht, empfindet sich selbst trotzdem als „normal“, weil er es ja gar nicht anders kennt, und für völlig natürlich hält. Die durchschnittliche Bevölkerung dagegen nimmt diese Person als ungewöhnlich und vom Standard abweichend wahr. Nicht wenige reagieren mit Unglauben, Unverständnis oder gar Ablehnung auf untypische Menschen.
Jeden Tag geschehen Billionen Ereignisse alleine auf der Erde. Dass da auch mal einzelne völlig unwahrscheinliche Ereignisse dabei sind, ist allein aufgrund der schieren Anzahl zu erwarten. Wenn du einmal drei Würfel wirfst, ist die Chance, drei Sechser zu kriegen, sehr gering. Aber nach einigen Hundert oder Tausend Würfen, werden auch ein paar Würfe mit 18 Augen dabei sein.

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Wintersuchen //2509

Auch an diesem Monat wieder gibt es am ersten Wochenende eine Auswahl der neuesten Suchbegriffe. Read and enjoy!

„arbeitgeber toilette vorgabe menstruation hygieneartikel“
Darf sich jede selbst aussuchen, besorgen und bezahlen.

„femme fatale gegenteil“
Das begriffliche Gegenstück wäre die femme fragile.

„rechtschreibfehler bachelorarbeit durchgefallen“
Wäre interessant zu wissen, in welchem Fach das war.

„angströmeinheit“
Hat nichts mit Angst zu tun, sondern sind 10^-10 Meter – die typische Größenordnung von Atomdurchmessern.

„anne wünsche kerzen“
Kerzen sind zwar ein Phallussymbol, aber darüber hinaus mache ich mir nichts aus ihnen.

„getrennter wege gehen“
Muss jeder selbst entscheiden.

„shades of grey auszüge“
Zeitverschwendung.

„ein ring sie zu knechten ehering“
Wer das so empfindet, braucht ja keinen zu tragen.

„danke für deine besorgnis“
Eventuell ist Poe’s Law anwendbar.

„besuchsplanung“
Ist in Zeiten der Kontaktbeschränkungen gar nicht trivial.

„pumuckl tasse“
Das wäre ein Kindermotiv.

„rgb 51 51 51“
Das ist eine dunkle Schattierung von Grau.

„kilosekunde“
16 2/3 Minuten.

„is reply deboosting permanent“
AFAIK, no.

„datentypistin“
Jetzt werden schon Datentypen gegendert.

„rufmörder“
Verleumdung und Diffamierung sind häufig genutzte Mittel, um Andersdenkende mundtot zu machen.

„versionsverwaltung word“
Mit Word kann man zwar Änderungen tracken, aber von einer richtigen Versionsverwaltung ist das weit entfernt. Office-Dateien sind binär. Die modernen bestehen aus gezipptem XML und weiteren Resourcen. Selbst dieses XML eignet sich nicht, da die Formatierungstags nicht dauerhaft sind.

„fingerlängenverhältnis testosteron“
Im ersten Schwangerschaftstrimenon regt das pränatale Testosteron das Wachstum der Ringfinger an.

„wollknäuel anfang finden“
Bei den selbstgewickelten ist das normalerweise kein Problem. Bei gekauften Knäueln, die maschinell gewickelt wurden, greift man in das größere Loch hinein, und zieht einen Teil der Wolle heraus. Wenn man Glück hat, ist der Anfang gleich dabei. Sonst muss man weiter suchen. Sollte man das Knäuel von außen anfangen, besteht ein deutlich größeres Risiko, dass sich der ganze Faden zerwurschtelt und sich ineinander verknotet.

„abgelitten“
Nerd-Jargon für „abgeleitet“.

„ich trage einen großen namen episodenguide“
War das nicht irgendwann mal so eine Art Quizserie im Fernsehen?

„mainplaning“
Wenn der Main verplant wird, fließt alles.

„pi zahlenwert“
Zuerst „Pizza“ gelesen. Der dezimale Zahlenwert beginnt mit 3.14.. und geht unregelmäßig weiter bis in alle Ewigkeit.

„sirius black lovestory teste dich“
Ich sag mal besser nichts.

„walnüsse knacken professionell“
Mit einem Schraubstock geht’s auch.

„schnuller festbinden“
Blöd ist es, wenn ein Schnuller auf den Boden fällt. Deshalb gibt es Schnullerketten, um ihn an der Kleidung des Babys zu befestigen.

„sehet die erste kerze brennt“
Bis zum Advent dauert es noch mehrere Monate.

„es taut“
Der Geburtstag meines Blogs fällt auf den Tautag.

„leichte gesichtsblindheit“
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es sich bei meiner Prosopagnosie um einen leichten Fall handelt, aber vielleicht ist sie doch schwerer als gedacht.

„schreikinder sind gedeihkinder“
Speikinder, die so viel getrunken haben, dass sie den Überschuss wieder ausspucken können.

„shittest sie schreibt nicht zurück“
Manchmal braucht es nur etwas Geduld.

„laibrente“
Vermutlich war eine Leibrente gemeint.

„amperesekunde umrechnen“
In was? Coulomb wäre am einfachsten.

„bücher regal“
Viele meiner Bücher sind immer noch in der alten Heimat, teils in Kisten verpackt auf dem Speicher. Etliche sind inzwischen auch im Landhaus, der Rest noch in der Wohnung. Da werde ich demnächst die unteren zwei oder drei Reihen aus den Regalen räumen müssen, damit die Wohnung kindersicher ist, wenn das Chefchen in einigen Monaten mobil wird, bevor es seine destruktive Energie entfalten kann.

„wie viele nachkommastellen von pi sind bekannt“
Das ändert sich gelegentlich. Zuletzt waren es meines Wissens pi mal 10^13.

„bin ich aromantisch“
Ja, bin ich.

„türme von hanoi iterativ“
Den Algorithmus werde ich jetzt nicht erklären. Der ist kinderleicht.

„die cousins“
Kinder von Geschwistern.

„ausbildungsinitiationsriten“
Da gibt es wohl bei jedem Beruf andere Sitten und Gebräuche.

„gemeinsame bücher“
Bisher haben wir 3 Bücher entdeckt, die Carsten und ich uns unabhängig voneinander irgendwann zugelegt haben (allerdings unterschiedliche Auflagen und Ausgaben): 1984, eine Formelsammlung, ein Lehrbuch über Numerische Mathematik (er hat es aber nie benutzt). Sein Bronstein ist ihm leider irgendwann abhanden gekommen.

„bachelorarbeit rechtschreibfehler durchgefallen“
Es ist sicher relevant, um welches Fach es sich handelt. Germanisten sollten die offizielle Rechtschreibung schon beherrschen.

„wie oft kann freitag der dreizehnte im jahr vorkommen?“
In einem 28-Jahre-Zyklus kommt das in je 12 Jahren ein- bzw. zweimal vor, und in 4 Jahren dreimal.

„annelemma“
Das heißt eigentlich Analemma (hat nichts mit anal oder Emma zu tun) und beschreibt die Kurve, die entstehen würde, wenn man die Position der Sonne an jedem Tag zur selben Ortszeit am Himmel beobachtet.

„kuschel ponscho“
Kann warm sein. Aber ist er auch praktisch? Sexy wohl eher nicht.

„wann fällt das nächste schaltjahr aus“
2100.

„dezimal in binär trick“
Einen Trick für die Umrechnung kenne ich nicht. Man muss halt immer wieder halbieren, und je nach dem, ob das Ergebnis ungerade oder gerade ist von hinten her 1 oder 0 setzen.

„fingerlängenverhältnis messen“
Die betreffenden Finger ausmessen (notfalls mit Lineal), und durcheinander teilen.

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Student gesucht, 3. Runde //2508

Die persönlichen Vorstellungstermine standen noch aus.
Einer der fünf Kandidaten sagte ab wegen Krankheit. Er hätte gerne einen anderen Termin gehabt. Das tut mir ja leid für ihn, aber ich will nicht noch einmal anfangen, sondern die Einstellung endlich hinter mich bringen, zumal ich auch die anderen Bewerber deshalb nicht hinhalten wollte. Wer nicht zur rechten Zeit am rechten Ort ist, den bestraft zuweilen auch ohne eigenes Verschulden das Leben.

Seit wann ist es eigentlich in Mode gekommen, wenige Minuten vor Ankunft zu einem bestätigten Termin noch mal anzurufen, um zu sagen, dass man gleich da ist? Das ist bestenfalls überflüssig, meistens aber eher nervig.
Wenn man absagen muss, oder sich verspätet, gibt man so bald wie möglich Bescheid, aber wenn der Termin fest bleibt, dann sollte man seinen Gastgeber wirklich nicht durch solch einen Anruf belästigen. So etwas stört einfach, weil ich normalerweise die letzten paar Minuten nutze, um mich auf das Gespräch vorzubereiten (ich weiß ja nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich innerhalb relativ kurzer Zeit in ähnlichem Zusammenhang mehrere Leute kennenlerne, dann verschwimmt das alles ineinander, und ich habe Schwierigkeiten, sie auseinander zu halten, weshalb es für mich hilfreich ist, vorher noch einmal einen Blick in die Unterlagen über die jeweilige Person zu werfen). Da will ich nicht grundlos rausgerissen werden. Oder ich bin gerade noch anderweitig beschäftigt, und der Anruf unterbricht mich und lenkt mich ab. Je nach Situation erschrecke ich vielleicht sogar, weil ich erst mal annehmen muss, dass etwas dazwischen gekommen ist, oder sonst etwas passiert.
Sofern man den Termin pünktlich einhält, ist ein solcher Anruf unnötig und rücksichtlos.

Ich war mit allen vier verbliebenen Studenten im Entwicklungslabor und ließ sie dort etwas herumwerkeln. Dazu gehört auch, gelegentlich schwere Teile herumzuwuchten. Wenn ich muss, dann schaffe ich das notfalls alleine (zumal für mich entsprechende Arbeitsschutzregelungen nicht greifen). Für einen kräftigen Burschen sollte es kein Problem darstellen, weshalb alle vier das auch mehr oder weniger locker schafften.
[Zu normalen Zeiten findet sich im Labor ja immer jemand, der mal mit anpacken kann. Aber wegen Corona ist Abstandhalten angesagt, so dass sich gleichzeitig nur wenige Personen dort aufhalten dürfen. Das hat mich während der Schwangerschaft manchmal ganz schön ausgebremst, zumal ich Carsten versprochen hatte, die Gegenstände nicht selbst hochzuheben.]

Einer roch nach Zigarettenrauch. Gut, dass ich längst wieder normal riechen kann. Sonst wäre mir das entgangen. Der ist draußen. Ich beendete das Gespräch so schnell wie möglich.
Da waren’s nur noch drei, zwischen denen es mir schwerfiel, mich zu entscheiden. Also gab den Ausschlag, dass mich von ihnen zwei kurz vorher störenderweise angerufen hatten, nur um zu sagen, dass sie gleich da sind.
Den Job für das Praktikumssemester kriegt also der dritte.

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Massen in Maßen //2507

Bestimmt habt ihr schon mal einen schweren Koffer oder eine Einkaufstasche eine längere Strecke getragen. Solange keinen Höhendifferenz zu überwinden ist, wird dabei physikalisch keine Arbeit verrichtet. Denn Arbeit ist das Integral über das Skalarprodukt aus Kraft und Weg. Beim Transportieren einer Tasche steht die Richtung des zurückzulegenden Weges aber senkrecht auf der Gewichtskraft, die in Richtung Erdmittelpunkt wirkt. Das Skalarprodukt ist also 0.

Anstrengend ist es trotzdem. Denn schließlich muss man dennoch eine Kraft aufbringen. Würde man das nicht, und die Tasche loslassen, würde sie sofort herunterfallen.
Dagegen ist es deutlich leichter, einen Handwagen, Trolley oder Kinderwagen zu ziehen bzw. zu schieben. In der Ebene ist da nur ein bisschen Rollreibung zu überwinden. Man muss nicht gegen das Erdgravitationsfeld anarbeiten und das (konservative) Schwerepotential überwinden.

Wenn ich das Chefchen im Tragetuch habe, es also ganz nah am Schwerpunkt meines Körpers (ohne unnötiges Drehmoment) seitlich auf meiner Hüfte sitzt (praktischerweise hat die Evolution da einen natürlichen Kindersitz vorgesehen), fühlt sich das eine Weile an, als würde ich bei 1.1 bis 1.2 g herumlaufen. Aber schon bald spüre ich in zunehmendem Maße die auf seine Masse wirkende Kraft an meinem Rücken ziehen, wie sie durch das Tragetuch eben umgeleitet wird.

Aus, vorbei! Das Tragetuch wird ausrangiert. 8 Kilogramm zusätzliche Masse (Tendenz steigend) ist mir auf Dauer einfach zu viel.
Mit dem Tragtuch war es halt ohne Zusatzaufwand immer schön warm. Aber der schlimmste Teil des Winters ist hoffentlich vorbei, und das Chefchen wird ja auch älter, und wird im Frühjahr im Buggy sitzen können.

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Das fünfte Wochenende //2506

In den wenigen Fällen (im Mittel ungefähr pi-mal pro Jahr), in denen der dreißigste eines Monats auf einen Samstag oder Sonntag fällt (in einem 28-Jahres-Zyklus passiert das in 5 Jahren zweimal, in 15 Jahren dreimal, in 7 Jahren viermal und in einem Jahr sogar fünfmal – das nächste Mal 2028), muss ich mich entscheiden, ob ich Tweets wiederkäue, oder ein anderes Thema bringe.
Ich habe diesmal länger hin und her überlegt, ob ich statt der Tweets lieber den inzwischen fälligen Halbjahresrückblick über die zweite Hälfte 2020 bringen soll, aber mich dann doch für die Tweets entschieden. Den Halbjahresrückblick gibt es demnächst einmal unter der Woche. Der läuft ja nicht weg.
Es folgen also meine Tweets vom 20. Juni bis 5. Juli 2020.

Ihr wollt Gerechtigkeit für alle? Ihr seid im Besitz der ultimativen Wahrheit?
+Ihr gehört zu den Guten und ihr seid überzeugt, das Richtige zu tun?
+Ihr wollt die Welt besser machen? Dafür ist euch kein Aufwand zu groß, keine Kosten zu teuer?
+Ihr seid tolerant, empathisch, woke, wollt anderen helfen?
+Ihr reflektiert immer wieder eure Privilegien, und haltet es für eure vordringlichste Aufgabe, euer Umfeld zu bekehren, es euch gleich zu tun?
+Dann verzieht euch, ihr elendige Bagage!
Verleser des Tages: Entbindung statt Einbindung
Spaziergang durch hüfthohes Gras. Jetzt bin ich schlapp.
Verhörer des Tages: Scherkraft statt Schwerkraft
Suchanfragen in Sonnenferne //2407 Zweitausendvierhundertsieben
Habe übrigens die geplante Ergänzung §184k und Änderung §201a StGB bereits für meine Rechte-Reihe vorgemerkt, warte nur noch, bis sie auch den Bundesrat passiert hat. #Upskirting #WeiblicheBrust
Die eigene männerfeindliche Haltung und Männer-Bashing als „Aufklärung“ zu deklarieren, ist ja auch so eine Immunisierungsstrategie gegen berechtigte Kritik.
Verleser des Tages: Penisse statt Penunse
In Unicode kommt das Huhn U+1F414 vor dem Ei U+1F95A.
Erratum zur 40k-Statistik
Verschreiber des Tages: Hast statt Halt
Abwehr eines unerwünschten Versprechens //2406 Zweitausendvierhundertsechs
Verleser des Tages: Eltern statt Eternal
Die übliche Quartalsstatistik April bis Juni 2020
Block. Die Waffe der Argumentlosen.
Verhörer des Tages: Pissefreiheit statt Pressefreiheit
Männliche Feministinnen sind wirklich ein Graus. So widerliche Schleimbeutel.
+Beispielsweise kürzlich einen Tweet gelesen (den ich jetzt nicht wiederfinde), da wollte ein Feminist anderen Männern verbieten, Frauen die Tür aufzuhalten, weil das sexistisch und frauenfeindlich sei.
+Was erdreistet sich der, anderen Männern solche freundlichen, hilfsbereiten Gesten austreiben zu wollen? Wenn er selbst so ein unhöflicher Stoffel ist – seine Sache. Was andere Männer machen, geht ihn nichts an.
+Ich schätze solche aufmerksamen Gesten (insbesondere bei schweren Türen), und bedanke mich immer mit mindestens einem Lächeln.
+Es ist frauenfeindlich, solche galanten Höflichkeiten abschaffen zu wollen, denn die allermeisten Frauen freuen sich darüber, oder sind zumindest indifferent und bleiben gelassen.
+Der ganz alltägliche, normale Umgang zwischen Männern und Frauen wird dadurch vergällt. Dass das manche Feministinnen machen wollen, kann ich bis zu einem gewissen Punkt noch nachvollziehen. Aber wenn Männer dies im Namen des Feminismus machen, ist das unter aller Kanone.
Ich will Rosenkohleis! //2405 Zweitausendvierhundertfünf
Verleser des Tages: Afrika statt Afaik
Bin gerade selbst von meiner Silhouette beeindruckt.
Warum versteckt @Twitter meine Antworten? #ReplyDeboosting
Verschreiber des Tages: least statt liest
Es taut – 1001 – Novennium //2404 Zweitausendvierhundertvier
Mittlerweile gibt es einige Kampfbegriffe, die ich allmählich nicht mehr hören kann, ohne dass es mir hochkommt.
+Dazu zählen #sozial, #tolerant, #empathisch, #solidarisch, #gerecht, ..
+Ursprünglich waren das einmal positiv besetzte Begriffe, wurden aber so inflationär benutzt, um Ideologien durchzudrücken, dass sie inzwischen Alarmzeichen sind, dass es nicht um Fakten und sachliche Argumente geht, sondern ausschließlich indoktrinieren soll.
Verleser des Tages: criticized statt circumcised
Vom Whirlpool aus sah ich eine Spinne die Fliesen hochkrabbeln. Sie war mir sofort sympathisch.
Stressige Woche hinter mir. Am Wochenende gibt’s hoffentlich wieder Zeit zum Entspannen.
Verhörer des Tages: entsext statt entsetzt
Der Schülerpraktikant //2403 Zweitausendvierhundertdrei
Verleser des Tages: Sinnlosigkeit statt Selbstlosigkeit
Diese obskuren Dynamiken der Layer-8-Objekte //2402 Zweitausendvierhundertzwei
Verschreiber des Tages: turkey statt turnkey
Schon erstaunlich, wie unterschiedlich Politik und Medien reagieren, je nach dem, von wem Verfehlungen und Unrecht ausgehen.
Verleser des Tages: maskulieren statt mitdiskutieren
Seit langem wieder mal in C programmiert.
How to wickel a Wollknäuel //2401 Zweitausendvierhunderteins
Leider ist Umstandskleidung nicht besonders sexy.
Verhörer des Tages: charity statt chastity
Heute ist #InternationalerVatertag. Allen Vätern alles Gute dazu!
Was sind das nur für Leute, die sich selbst als Nerd bezeichnen, obwohl sie doch überhaupt nicht nerdig sind?
Verleser des Tages: Astronomen statt Autonomen
Astrotweeting plus Sonderausgabe //2400 Zweitausendvierhundert

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Zwei Seiten des Supports //2505

Hin und wieder bekomme ich Meldungen von meinen Softwarekunden, dass konkret beschriebene Fehler auftreten würden.
Selbstverständlich gehe ich dem, sobald ich kann, nach, und schaue, ob ich das Verhalten der Software nachvollziehen kann.
Am schwierigsten ist es, sporadisch auftretende Fehler zu beheben. Wenn es mir nicht gelingt, sie zu reproduzieren, habe ich kaum eine Chance, das Verhalten der Software zu korrigieren.
Manchmal können die Kunden das unerwünschte Verhalten selbst nicht wiederholen. Nach einem Neustart des Rechners funktioniert wieder alles wie erwartet. Es kommt halt vor, dass sich am System selbst irgendetwas verhängt hat, das mit meiner Software gar nichts direkt zu tun haben muss, und das seltsame Seiteneffekte liefert. Irgendwelche DLLs, benutzte Handles, Resourcenkonflikte, was weiß ich, oder veraltete Daten noch in irgendeinem Cache.
Bevor man mit unerklärlichen Issues lange rumsucht (oder gar den Hersteller belästigt), ist es oft sinnvoll, seinen Rechner erst mal zu booten.
Entsprechend höre ich von solchen Kunden, nachdem ich ein paar Rückfragen hatte, oft nichts mehr. Vermutlich hat sich die Sache dann wieder von alleine eingerenkt.

Ich hatte (und habe) ja selbst Probleme mit dem Explorer auf meinem Landhausrechner. Nach einer Neuinstallation konnte er keine Zips mehr öffnen, sich nicht an die Shares meiner virtuellen XP-Maschine konnekten, und crashte auch hin und wieder aus unersichtlichen Gründen.
Nein, ich werde hier nicht aufzählen, was ich alles versucht habe. Das ging vom Chkdsk auf der Systempartition, über einen „sauberen“ Neustart, bis hin zum Versuch einer Neuinstallation (die ich dann aber nicht durchgezogen habe, weil sonst meine ganzen Anwendungen und Einstellungen weggewesen wären), und noch so einiges mehr. Alles nicht wirklich erfolgreich.
Zwischendurch habe ich auch mehrere Updates machen lassen.
Der aktuelle Status ist, dass der Explorer wieder etwas stabiler läuft, und gelegentlich sogar ein Zip öffnen kann. Auf die Shares der XP-VM komme ich aber immer noch nicht. In Gegenrichtung geht es jedoch. Ich gehe schon wieder zu sehr ins Detail ..
Jedenfalls belasse ich es jetzt dabei. Ich habe mich mit der Zickerei abgefunden (zumal ich den Rechner aktuell nur am Wochenende nutze). Je nach dem, was ich machen will, weiche ich halt auf einen anderen Rechner aus. Das geht, ist teilweise etwas umständlicher, aber hauptsächlich Gewohnheitssache.

Kurz nachdem die Probleme aufgetreten waren, hatte ich mich über Twitter an den Microsoft-Support @Microsoft_hilft gewandt. Auch wenn mir die gegebenen Empfehlungen nicht weiterhalfen, bin ich für die kompetente und freundliche Unterstützung dankbar. Eigentlich wollte ich mich dort noch einmal melden, aber da es keine wesentliche Veränderung gab, habe ich das halt bisher unterlassen.

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Asymptotische Finsternis //2504

Sonja befindet sich momentan in Quarantäne. Seit Verena mit den Kindern im Sommer weggezogen ist, wohnt sie allein.
Jene hatte mich gebeten, ein paar Einkäufe für sie zu erledigen, und vor ihre Tür zu stellen.
Ich kam erst abends dazu, die besorgten Waren zu ihr zu bringen. Eile war geboten, denn schließlich ist ab 21 Uhr Ausgangssperre. Dann darf niemand mehr draußen sein, so dass mir daran lag, rechtzeitig wieder daheim zu sein. Die Zeit war bereits knapp.

Zwei oder drei Grundstücke vor Sonja’s Haus stand in einem Vorgarten ein vollgehängter Nadelbaum, dessen Beleuchtung alle zwei oder drei Sekunden aus- und wieder eingeschaltet wurde. Ich halte ja wirklich nichts von Verboten, aber so etwas Nerviges und den Nachbarn gegenüber Rücksichtsloses, von der Energievergeudung gar nicht zu reden, hat IMHO keinerlei Daseinsberechtigung.
Im Vorgarten daneben stand eine hohe phallusartige Skulptur aus Schnee. Obwohl ich Schnee nicht leiden kann, gefiel die mir ganz gut. Das Beste, was man aus Schnee machen kann.

Ich betrat also im Dunklen Sonja’s Vorgarten, ging die Treppe zur Haustür hoch, legte die Einkäufe ab, und klingelte, damit sie Bescheid weiß, und das Zeug reinholen kann. Ich hatte telefonisch mit ihr besprochen, dass ich gleich wieder gehe, ohne zu warten, und so wendete ich mich direkt um und stieg die paar Treppenstufen vorsichtig wieder hinab.
Ihr Vorgarten war nicht beleuchtet. Das Licht der Straßenlaternen wurde größtenteils von Bäumen und Sträuchern abgeschirmt.

So traf es mich völlig unvorbereitet, als ich mit einem bewegten Hindernis kollidierte.
„Aua!“, ich fasste mir an meinen getroffenen Oberarm.
„Tut mir leid“, ertönte eine männliche Stimme aus der Dunkelheit, „haben Sie sich verletzt?“
„Nichts passiert“, erwiderte ich, „ich war nur erschrocken, hatte Sie nicht gesehen.“
Inzwischen hatten sich meine Augen soweit an das schwache Licht gewöhnt, dass ich seine Umrisse erkennen konnte. Er trug einen Karton. Für einen Paketboten war es eigentlich bereits zu spät.

„Ich bringe Sonja einige Unterlagen aus der Schule“, erklärte er. Er wohne ganz in der Nähe, so dass er diese Aufgabe übernommen hätte, obwohl er Sonja nicht näher kenne.
„Die Deutschlehrerinnen halten sich von uns Mathelehrern lieber fern“, fügte er hinzu.
Ich musste lachen: „Das haben kontravalente Mengen so an sich.“ Dann stellte ich mich ebenfalls vor, und erklärte, dass ich meiner Schwägerin Sonja ein paar Einkäufe gebracht hätte.
Wir machten noch ein paar mathematische Scherze und lästerten über typische Marotten von Sprachlehrerinnen.

Leider musste ich mich dann aber beeilen, heim zu kommen. Die Sperrstunde nahte. Sonst hätte ich mich gerne noch weiter mit diesem sympathischen Mathelehrer unterhalten.
Wir machten aber aus, uns einmal auf einen Kaffee zu treffen, sobald diese ganze Coronachose vorbei ist.

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#Tweettime //2503

Erst neulich hab‘ ich’s ja wieder erklärt: Am vierten Wochenende eines Monats sind frühere Tweets von mir dran. Inzwischen stammen sie aus dem Zeitraum vom 7. bis 19. Juni 2020.

Wer nur schwarz und weiß sieht, ignoriert völlig die 254 shades of gray dazwischen.
Verschreiber des Tages: zärtlich statt ärztlich
Statistik nach 40000 Kommentaren auf meinem Blog
Nächste Woche hab ich einen Praktikanten.
Verleser des Tages: [wir heben Ihren] „Datenschutz auf“ statt Datenschatz
Basisches Gespräch //2399 Zweitausenddreihundertneunundneunzig
Man sollte den zusätzlichen Platzbedarf eines Bauches nicht unterschätzen.
Verhörer des Tages: [Entschuldung der] Coronen statt Kommunen
Wäre früher heute nicht Feiertag gewesen?
Frauen haben längst die gleichen Chancen. Wenn sie sie nicht wahrnehmen wollen, rechtfertigt das nicht Diskriminierung von Männern.
Server Umstieg auf #WinServer2019 lief überraschend glatt. #OSUpgrade
Völlig unerwartet hat dieser unscheinbare Tweet (aktuell) über 200 Likes gebracht. So viele hatte ich, glaube ich, noch nie.
Verleser des Tages: [interaktive] Kerle statt Karte
Hatte kurz nach Ostern ein Päckchen in die USA verschickt – für über 50 EUR Versandkosten! Jetzt, nach zwei Monaten, ist es endlich angekommen.
+Früher hat so etwas eine, höchstens zwei Wochen gedauert. Aber wegen #Corona sind die Transportkapazitäten nach und innerhalb der USA äußerst eingeschränkt.
+Laut Tracking-Protokoll dauerte der Transport in die USA über einen Monat, innerhalb der USA noch mal dreieinhalb Wochen.
+War gar nicht lustig, den wartenden Kunden immer wieder vertrösten zu müssen.
Eine pragmatische Lösung //2398 Zweitausenddreihundertachtundneunzig
Was aktuell abläuft, erinnert mich an die Bücherverbrennung. Alles was nicht mehr zum politisch erwünschten Zeitgeist passt, soll zum Verschwinden gebracht werden.
Verschreiber des Tages: Satan statt Stand
Es sind dieselben Personen, die ihre Empathie betonen und hervorheben, die von sich auf andere schließen und projizieren.
Verleser des Tages: Finanzbrötchen statt Franzbrötchen
Twitteriger Zwiespalt //2397 Zweitausenddreihundertsiebenundneunzig
Gerade hat’s noch gewittert, jetzt ist ein nackter Mann draußen im Garten.
„Was hast du da hartes, dickes in der Hose?“ – „Einen Zapfen.“ – „Was für einen Zapfen?“ – „Einen Kiefernzapfen.“
Verhörer des Tages: Colazeiten statt Coronazeiten
#Vögelbeobachtung am Morgen: große Amsel mit gelbem Schnabel pickt Futter auf und gibt es kleinerer Amsel.
Ich werde in Zukunft auch meine Weißwäsche mit Colorwaschpulver waschen.
Verleser des Tages: Konjunktiv statt Konjunktur [Programm]
Das feministische Narrativ der patriarchal gehirngewaschenen, „beschädigten“, vom Stockholm-Syndrom betroffenen „Geschlechtsverräterin“ beruht letztlich auf amatonormativer Moral und einer arophoben Gesinnung.
Anne Nühm and the Half-Blood Record //2396 Zweitausenddreihundertsechsundneunzig
Verschreiber des Tages: spanien statt sapiens
Schon wieder Feiertag. Schafskälte. Corona-Beschränkungen.
Newsletter bekommen mit Inhalt im Anhang als HTML-Datei. Wie kommt man auf so eine unprofessionelle, potentiell sicherheitsgefährdende Idee?
Schon wieder #Sodbrennen.
Im Infraroten sind alle organischen Körper schwarz.
Verleser des Tages: Albanien statt Abarbeiten
Anekdotische Evidenz lässt sich nicht verallgemeinern.
Verwirkungen //2395 Zweitausenddreihundertfünfundneunzig
Wie gut, dass Geld einfach an den Bäumen wächst, und sich jeder frei bedienen kann! #BGE #Grundeinkommen
Findet ihr es auch unhöflich, jemandem erst einen pöbelnden Tweet zu schreiben, und unmittelbar darauf zu blocken?
Verhörer des Tages: Fickness statt Fitness
Es ist erschreckend, wie feindselig und gehässig unter #Männerwelten über Männer hergezogen wird. Und so traurig, dass kaum jemand widerspricht.
Verleser des Tages: umarmt statt unarmed
Inzwischen ist der Bauch immer öfter im Weg.
Wo bin ich? //2394 Zweitausenddreihundertvierundneunzig
Wieder mal keinen remote Zugriff auf meinen Server. Gerade am Wochenende. Und meine Dienste laufen natürlich auch nicht.
+Wie erklärt man einem Chef (der sich sonst nie um IT-Belange kümmert), wie man einen Server manuell hochfährt?
Verschreiber des Tages: Herz statt Hertz
Sie hatte sich an seinen Genitalien festgesaugt.
+Anfangs widerstand sie allen Versuchen, sie zu beseitigen.
+Schließlich gelang es mir doch mit meinen Fingernägeln, die Zecke zu entfernen.

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Student gesucht, 2. Runde //2502

Online-Vorstellungsgespräche haben den Vorteil, dass man kaum Vorlauf braucht und Termine dafür sehr kurzfristig ausmachen kann.
Das war’s aber auch schon an Vorteilen. Immerhin darf man von Ingenieurstudenten – ganz zu recht – erwarten, dass sie mit der Technik klarkommen, so dass das Außenrum glatt läuft.

Zu den fünf ursprünglichen Kandidaten kamen noch zwei Nachzügler.
Einer der sieben sagte dann noch rechtzeitig ab. Ein weiterer erschien am ausgemachten Zeitpunkt nicht zum Tele-Meeting, und meldete sich auch später nicht mehr.
Blieben fünf, mit denen ich mich jeweils fünfzehn bis zwanzig Minuten online unterhalten habe.
Einer von ihnen stellte sich als ungeeignet heraus. Die anderen vier gehen in die nächste Runde.

Das heißt, sie werden persönlich bei mir vorsprechen. Einen konnte ich ja ausschließen, aber bei den anderen ist es noch offen. Die Information bei einem virtuellen Treffen genügt mir nicht, um eine endgültige Auswahl zu treffen. Ich muss auch sehen, ob die Chemie stimmt, der Kandidat sympathisch ist, und zu uns passt. Das geht nur offline.
Dann werde ich jeden auch ins Labor führen, und ihm zeigen, um was es genau bei dem Projekt geht. Da sehe ich auch gleich, wie er sich anstellt, wenn er selbst einen Versuch aufbauen und mit den Apparaturen messen soll.
Kostet mich noch einmal ein paar Stunden Zeit.

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#Liveloveblog – #Blogparade //2501

Eine aktuelle Blogparade befasst sich mit der Frage, inwieweit Blogs noch zeitgemäß und relevant sind.
Es stimmt durchaus, dass die Bedeutung von Blogs in den letzten Jahren nachgelassen hat. Andere Soziale Medien wie Twitter oder Facebook dominieren. Diese sehe ich allerdings nicht als Ersatz, sondern höchstens als Ergänzung (sofern man das will).

Auf o.B.d.A. Twitter ist alles eine einheitliche Timeline, die pausenlos mit ungezählten Tweets durchgespült wird. Dagegen hat ein Blog eine gewisse Individualität. Der Blogger selbst ist für Einstellungen und Moderation verantwortlich, während dies auf anderen Plattformen größtenteils automatisch erledigt wird.
Diese Art der Kontrolle oder Verantwortung kann man mögen, oder auch nicht.
Ich habe nur den Vergleich zu Twitter, weil ich andere Soziale Medien nicht nutze. Aber ein Blog ist ein wesentlich persistenteres Medium. Bei Twitter ist ein Tweet nach ein oder höchstens zwei Tagen bereits vergessen. Bei Blogs haben Inhalte wesentlich länger Bestand, können sogar noch nach Jahren gelesen werden. Auch wenn ihnen dann die Aktualität fehlt, so dokumentieren sie dennoch den früheren Zustand.

Die Interaktion mit den Besuchern oder Followern ist auf Twitter wesentlich oberflächlicher. Klar gibt es dort einige wenige, mit denen man immer wieder in den Dialog tritt. Auf dem Blog scheinen solche Kontakte wesentlich langlebiger zu sein. Natürlich auch nicht alle, aber die Wahrscheinlichkeit ist größer. Etliche meiner Kommentatoren kenne ich schon seit Jahren, und unterhalte mich immer wieder mit ihnen. Die Grenzen sind fließend. Ich beschreibe nur die Tendenz.
Auf Twitter kommt man schneller mit anderen Leuten in Kontakt, man verliert ihn aber auch schneller wieder. [Und manchmal habe ich den Eindruck, dass ich nur noch auf Twitter bin, um mich zu ärgern. Dagegen geht es auf meinem Blog (meistens) recht entspannt zu.]
Um ein Blog zu besuchen, muss ein Leser immer wieder selbst aktiv werden (oder einen RSS-Reader verwenden), während Twitternutzer ohne eigenes Zutun mit Tweets anderer Nutzer eingedeckt werden. Das bewirkt eine stärkere Bindung an ein Blog als an einen (vergleichsweise unpersönlichen) Twitteraccount. Wer regelmäßig liest, der wird wohl die Themen und den Schreibstil des Blogs mögen (von Trollen mal abgesehen).

Seit den letzten Ostern habe ich ja meine Bloghäufigkeit von ca. 6 Beiträgen pro Woche auf üblicherweise 3.5 reduziert. Erst neulich habe ich mich gefragt, wie ich es früher geschafft habe, so viel (mehr oder weniger) interessanten Stoff zu finden. Diese Dezimierung hat jedenfalls nichts damit zutun, dass mir das Blog weniger wichtig wäre.
Aber ich treffe ja niemanden mehr, verreise nicht, gehe nicht aus, nehme an keinen Veranstaltungen mehr teil, empfange keinen Besuch .. natürlich fehlen mir dann Themen, die sich vorher aus solchen Kontakten und Erlebnissen ergeben haben. Insofern ist es sogar erstaunlich, dass ich trotzdem noch so oft bloggen kann [nein, über das Chefchen werde ich nicht direkt bloggen, auch wenn es hin und wieder erwähnt wird].
Viele allgemeine Themen habe ich schon behandelt, oder Erinnerungen von früher berichtet. Das wiederholt sich zunehmend. Deshalb will ich auch gar nicht weiter auf die einzelnen Fragen der Blogparade eingehen. Irgendwo hier stand das alles schon mal.

Es fehlt nicht mehr viel zu einem ganzen Jahrzehnt, in dem ich gebloggt habe. Aus unerfahrenen Anfängen heraus hat es sich zu meinem Tagebuch entwickelt, in dem ich niederschreibe und protokolliere, was mich im momentan bewegt. [Auf einen Exkurs mit statistischen Daten verzichte ich diesmal.]
Gerade für einen introvertierten Einzelgänger und nerdigen Außenseiter wie mich mit .. äh .. gewissen sozialen Defiziten war und ist das Blog eine Gelegenheit, mich mit anderen Menschen über vielfältige Themen (die ich selbst vorgebe) auszutauschen. In dieser Form wäre mir das IRL nicht möglich, zumal dort keine Annenühmität gegeben ist.
In den Kommentaren erhalte ich Feedback, das mir schon oftmals zusätzliche Aspekte und hin und wieder sogar eine völlig neue Sicht der Dinge aufgezeigt hat.

Ich weiß nicht, wie lange ich das Blog noch weiterführen werde. Manchmal denke ich, es ist bereits alles gesagt. Und zehn Minuten später habe ich vielleicht eine Eingebung, die ich unbedingt im Blog teilen will.
Nun ja, die Zukunft wird es zeigen. Ob Bloggen aus der Mode kommt, ist mir persönlich egal. Ich schreibe vorerst weiter, solange ich etwas zu sagen habe, und freue mich, wenn aus der Leserschaft Rückmeldungen kommen.

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Danke für die Plätzchen //2500

Das Thema hatte ich, glaube ich, zumindest so ähnlich schon mal, habe jetzt aber keine Lust, zu suchen und zu verlinken.
Bei fast allen Internetseiten muss man ja inzwischen dem Setzen der Cookies zustimmen. Sogar auf Seiten, die man regelmäßig nutzt (z.B. Wettervorhersage oder Fernsehprogramm), muss man die Zustimmung alle paar Wochen erneuern.
Wenn das mit einem einzigen Klick getan wäre, wäre es ja OK, aber tatsächlich bieten viele Seiten eine Vielzahl von Optionen an. Gleichzeitig sind diese Optionen so missverständlich und teilweise widersprüchlich formuliert, dass ich mir häufig gar nicht sicher bin, worauf ich genau klicken muss.
Ist „Alle akzeptieren“ etwas anderes als ein schlichtes „Speichern“ oder „Einstellungen“? Wo genau sehe ich, welche Art Cookies gesetzt werden – nur notwendige, auch für spezielle Serviceangebote, welche für Werbung, welche für Tracking, welche für was weiß ich – ohne mich in einem Labyrinth mehrerer Fenster mit ausklappbaren Listen zu verirren? Was passiert, wenn ich (sofern überhaupt möglich) auf „Ablehnen“ klicke.
Dann diese seltsamen Ein-/Ausschaltknödel, die sich nicht intuitiv bedienen lassen. Disable ich die Option jetzt, wenn ich drauf klicke, oder aktiviere ich sie damit erst?
Auf wirklich vielen Seiten ist diese Handhabung so verwirrend, dass mir die Sache meistens zu blöd ist, und ich schlicht die Voreinstellung (wie auch immer die gerade aussieht) halt abnicke.

Gibt es tatsächlich mal die Möglichkeit, alle Cookies mit einem Klick abzulehnen, muss ich das bei jeder einzelnen weiteren Seite auf diesem Portal erneut machen. Denn der Betreiber darf ja gar nicht abspeichern, dass ich keine Cookies zulassen will.
Grundsätzlich habe ich ja gar nichts gegen Cookies. Die können durchaus nützlich sein, und sind üblicherweise harmlos. Dass sie missbraucht werden können, ist ärgerlich, aber noch lästiger ist es, wegen jeder Kleinigkeit, die man gerade mal online nachschauen will, exzessiv Cookies bestätigen oder ablehnen zu müssen. Wobei die Webprogrammierung so undurchsichtig ist, dass ich oft genug gar nicht mal sicher weiß, ob ich die Cookies jetzt erlaubt habe oder nicht. Und spätestens vierzehn Tage später fängt alles wieder von vorn an.
Ich glaube ja, dass die Betreiber das absichtlich so machen, um die Nutzer zu zermürben. Ein- oder zweimal hangelt man sich durch das Optionsgestrüpp. Dann gibt man entnervt auf, und klickt nur noch ab.
Statt die Nutzer zu schützen, hat die DSGVO alles nur umständlicher und unkomfortabel gemacht.

Auf meiner eigene Website setze ich grundsätzlich längst keine Cookies mehr. Auf der Firmenwebsite habe ich das ebenfalls veranlasst. Ohne Cookies spart man sich den ganzen Abfrageaufwand und steht nicht einen Schritt vor der Abmahnung.
Es läuft halt darauf hinaus, dass manche Dienste dann weniger bequem für den Nutzer sind. Dort wo auf Cookies nicht verzichtet werden kann, gibt es eine Abfrage. Bei Ablehnung funktioniert der Webservice dann zwangsläufig gar nicht mehr.

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Gedankenfetzen //2499

Im Internet gibt es ja so vieles, über das man sich ärgern kann. Das meiste ist es nicht wert, sich überhaupt Gedanken darüber zu machen. Entsprechend hält mein Ärger meist nur kurz an, bevor ich mich wieder anderen Belangen zuwende.
Am dritten Wochenende im Monat wollte ich ja ältere, unvollendete Entwürfe bloggen. So viele sind das inzwischen gar nicht mehr, und bei denen, die in Frage kämen, zögere ich noch.
Dann gibt es aber noch einen neueren Entwurf. Naja, man kann es kaum Entwurf nennen. Es sind nur ein paar Stichpunkte und Fragmente. Da hatte ich soeben etwas auf Twitter gelesen, was mir ziemlich sauer aufgestoßen ist. Ich hatte aber gerade nicht mehr Zeit als für ein paar erste Stichworte dazu.
Ehrlich gesagt, hatte ich mich noch nicht einmal entschieden, ob ich einen Blogbeitrag daraus machen wollte, oder einen Twitterthread.

Als ich später mehr Zeit gefunden hätte, hatte ich mich aber bereits wieder abgeregt, und keine Lust, den Entwurf auszuformulieren. Das kommt vor.
Jetzt hätte ich die paar Zeilen einfach löschen und vergessen können.
Oder ich gewähre euch exemplarisch Einblick in meine (temporäre) Gedankenwelt, wie ein allererster Textentwurf in meinem Kopf aussehen könnte, bevor ich ihn ausführlicher formuliere.

„Rattenfängerin .. die bei sensiblen Themen nur die eigene Meinung gelten lässt .. bei Widerspruch sofort pampig, .. (bin längst geblockt) .. hyperemotional ..
tausende Follower, davon etliche gemeinsame .. ich gehe davon aus, dass das erwachsene Menschen sind, die schon selber wissen, was sie tun .. niemandem vorschreiben ..
junge unerfahrene Menschen lassen sich durch diese \“Aufklärungsarbeit\“ beeinflussen ..
oft gefragt, warum mich diese Person so triggert .. auf den ersten Blick Gemeinsamkeiten, so dass ein unvoreingenommeren Beobachter uns in die gleiche Schublade stecken könnte .. ihre Äußerungen aber nicht in meinem Namen .. davon distanzieren“

Nehmt das inhaltlich nicht zu ernst und denkt nicht zuviel darüber nach. Es lohnt nicht, ist nur Meta-Content, aber bei einer Viertel Myriade Blogeinträgen geht das schon ausnahmsweise einmal.

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Wachstum und Digitalisierung //2498

Ich habe langjährige eigene Erfahrungswerte für die Wachstumsgeschwindigkeit von
* Haaren: etwa 1 Zentimeter pro Monat
* Fingernägel: gut 1 Millimeter pro Woche
* Zehennägel: ca. 1 Millimeter pro Monat

Was die Nägel betrifft, so ist das beim Chefchen ähnlich. Entsprechend schneide ich ihm mindestens einmal pro Woche die Fingernägel, und alle paar Wochen die Zehennägel.
Das sind so winzige Fingerchen und Zehlein.

Zur erbaulichen Unterhaltung singe ich beim Fingernägelschneiden dann ein paar lustige Verse.
Bei der ersten Hand:
(Daumen) Das ist der Daumen,
(Zeigefinger) der schüttelt die Pflaumen,
(Mittelfinger) der liest sie auf,
(Ringfinger) der trägt sie nach Haus,
(kleiner Finger) und der kleine Hutzelbutzel isst sie alle auf.

Bei der zweiten Hand:
(Daumen) Das ist die Mutter lieb und gut,
(Zeigefinger) das ist der Vater mit dem frohen Mut,
(Mittelfinger) das ist der Bruder schlank und groß,
(Ringfinger) das ist die Schwester mit dem Püppchen auf dem Schoß,
(kleiner Finger) das ist das kleine Kindelein,
(ganze Hand schütteln) das soll die ganze Familie sein.

Wenn jemand etwas ähnliches in Englisch kennt, wäre ich dankbar für einen Hinweis. Oder auch in anderen Sprachen. „One man went to mow“ ginge in die Richtung, ist mir aber zu kumulativ. Also wer einen besseren Vorschlag hat – nur raus damit.

Finger eignen sich auch wunderbar, durch den Mere-Exposure-Effekt eine mentale Lookup-Table aufzubauen. Ich iteriere also durch sämtliche Fingerchen, ziehe leicht an jedem einzelnen und nenne dann eine einfache Rechenaufgabe. So lassen sich beispielsweise das Einmaleins, Quadratzahlen oder Zweierpotenzen einüben.
Mein Kind ist ein digital Native, der Arithmetik schon mit der Muttermilch einsaugt (das heißt, danach, wenn es satt ist).

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Student gesucht //2497

Obwohl momentan alles anders ist, muss das Geschäft weitergehen. Stillstand ist Rückschritt. Unsere Entwicklungsabteilung wird weiterhin innovative Produkte entwickeln, und so zum Fortschritt beitragen.

Da hatte ich selbst ja einige Ideen, die inzwischen gereift und teilweise patentiert sind. Um sie in ein fertiges Produkt umzusetzen, fehlt jedoch noch so einiges an Entwicklungsarbeit.
Da die vorgesehenen Aufgaben zeitlich begrenzt sind, und (unter meiner Anleitung) auch nicht übermäßig kompliziert durchzuführen sind, habe ich vor, mir im Sommersemester einen Ingenieurstudenten im Praktikumssemester einzustellen, der diese Aufgaben dann erledigt.
Ich denke, das ist eine ganz gute Lösung. Ein Student ist relativ günstig, und für solche Tätigkeiten gut geeignet. Im Gegenzug erhält er eine interessante Arbeit, die ihm für seine spätere Berufsausübung relevante Erfahrungen bringt.

Bereits im Dezember habe ich diese Praktikumsstelle ausschreiben lassen, und inzwischen einige Rückmeldungen bekommen. Fünf Studenten sind in der Wahl.
Da muss ich mal sehen, wie ich die Vorstellungsgespräche abhalte. Online würde schon mal für einen ersten Eindruck reichen. Aber für eine endgültige Entscheidung will ich den Studenten schon auch persönlich kennenlernen.

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Tweets in einer Nussschale //2496

Als Service für Neuleser und zwecks Transparenz für alle erkläre ich jetzt kurz und knapp, wie es derzeit hier auf dem Blog mit der Veröffentlichung der Einträge läuft.
Unter der Woche bringe ich zwei oder drei Einträge, mal aktuell und persönlich, teils privat, teils beruflich, mal allgemein und zeitlos, mal Erinnerungen, mal Nerdkram, .. wie es sich so ergibt, ohne ein festes Schema. Ich denke aber, dass ich ein vielfältiges Themenspektrum abdecke.
Am ersten Wochenende im Monat gibt es die neuesten Suchanfragen. Am zweiten und vierten Wochenende sind frühere (von vor 6 bis 8 Monaten) Tweets dran (optional, falls es ein fünftes Wochenende gibt). Das dritte Wochenende ist vorgesehen, dann früher begonnene (und teilweise nicht fertiggestellte) Entwürfe zu bloggen. Davon weiche ich aber auch ggf. ab.
Grundsätzlich erscheint der höherwertige Content unter der Woche, während am Wochenende (wenn das Blog deutlich weniger Besucher hat) meist nur älteres wieder aufgewärmt wird.
Insbesondere bei den Tweets sind aber auch immer wieder amüsante und interessante dabei, die ich nicht in Vergessenheit geraten lassen will. Meines Erachtens lohnt es sich durchaus, sie zu lesen (insbesondere wenn man am Wochenende mehr Zeit hat, kann man sogar mal wieder den Links folgen – das war jetzt der höchstsubtile Wink mit dem Zaunpfahl). Ich wiederhole es noch mal: Ohne die Tweeteinträge gäbe es dann eben gar keine Posts. Wer sie nicht lesen will, kann sie ja ignorieren.

Gesagt – getan. Es folgen die Tweets vom 23. Mai bis 7. Juni 2020.

#Empathie für Personen, die genauso empfinden, wie man selbst, ist nun wirklich keine Kunst. Es bestätigt nur die eigenen Voreingenommenheiten.
Verleser des Tages: [das Patriarchat] stützen statt stürzen
Seit Jahresbeginn habe ich übrigens 7 oder 8 Kilogramm zugenommen.
Suchbegrifflichkeiten //2393 Zweitausenddreihundertdreiundneunzig
Verhörer des Tages: Degradieren statt Integrieren
Beobachtung: Wenn ich aufgebracht bin, neige ich zu Bandwurmsätzen und Fremdwörtern. Bin ich gelassen und zufrieden, nutze ich eine einfachere Sprache. #Korrelation
Gibt’s den Kinderzuschuss des #Corona-Konjunkturpakets auch für Nascituri?
Verleser des Tages: Wildschweinborsten statt Wildschweinbraten
sqrt(50) Tage des Grauens //2392 Zweitausenddreihundertzweiundneunzig
Verschreiber des Tages: äffentliche statt öffentliche [Diskussion]
Wenn sachliches Hinterfragen und begründete Kritik mit persönlichen Angriffen und sozialer Ächtung gekontert werden, dann leben wir in einer #Meinungsdiktatur.
Verleser des Tages: Solidität statt Solidarität
Frau im Supermarkt schnauzt mich an, weil ich zu nah an ihr vorbeigegangen wäre. Die Leute drehen noch völlig durch.
Im Verborgenen //2391 Zweitausenddreihunderteinundneunzig
Diskussion über die Anisotropie der Wolkenbedeckung am Himmel gehabt. Reicht für heute.
An #Pfingsten kommt der Heilige Geist über uns. Das könnte natürlich auch eine Metapher für Bukkake sein.
Verhörer des Tages: Kollegium statt Kolloquium
Hoppela! Bin erstmals an meinem Bauch hängengeblieben. Muss meine #Bodymap anpassen und rekalibrieren.
Verleser des Tages: chinesische statt chemische [Verarbeitung]
Irgendwie beschwört #RotlichtAn jetzt gerade Erinnerungen an Studentenzeiten herauf. #Darkroom
+Rot als sichtbares Licht ist langwellig, und so war ich damals mit einem Kommilitonen allein in einem Raum unter Rotlicht, und wir haben Röntgenfilme zusammen entwickelt.
+Heute, fast zwanzig Jahre später, ist eine Situation, in der ein Mann und eine Frau abgetrennt allein in einem Raum an der Uni zusammen arbeiten, nicht mehr vorstellbar. Damals war das für uns ganz normal, und wir haben halt darüber Witze gerissen.
+Unsere Gesellschaft ist in den letzten zehn oder zwölf Jahren wieder dermaßen restriktiv und viktorianisch geworden. Geschlechterapartheid im Vormarsch. Kann sich jeder selbst überlegen, welche Gründe wohl dazu geführt haben.
Verschreiber des Tages: Badeanne statt Badewanne
Ungerader Ultimo (sowie Tweets) //2390 Zweitausenddreihundertneunzig
Da ich bereits gestern (versehentlich) hausgearbeitet habe, habe ich heute Nachmittag Zeit, mir mal wieder ein paar schöne Berechnungen zu gönnen.
Verleser des Tages: Katzenjacke statt Kapuzenjacke
Ach heut ist ja erst Donnerstag! Jetzt hab ich tatsächlich schon die Hausarbeit von morgen gemacht.
Ich will ja gar nicht so tun, als ob ich den #Berch vermissen würde. Aber vielen anderen Menschen fehlt er schmerzlich. Und der Ausfall bedroht die wirtschaftliche Existenz der Schausteller, ihrer Helfer, Bierbrauereien, sowie vieler anderer Beteiligter.
Verhörer des Tages: Teilchenfabrik statt Teilchenphysik
Veranstaltung für Juli abgesagt, zu der ich wirklich gerne gegangen wäre.
Ein Neuanfang //2389 Zweitausenddreihundertneunundachtzig
Verleser des Tages: patriarchaler statt partnerschaftlicher [Verantwortung]
Wenn mir #SocialDistancing nicht angenehm wäre, würde ich mich ja darüber aufregen, dass trotz nur noch ca. 8200 aktiver #Corona #covid19 Fälle (100ppm), Kontaktbeschränkungen noch über einen Monat gelten sollen.
Ich schätze, nur ca. 10% aller weiblichen Menschen sind #Menstruierende.
Hatte gerade einen wunderschönen Verleser. Werde ich aber nicht veröffentlichen, da dabei sehr konkrete Namen vorkommen.
Übrigens sind auch Textdateien binär.
Weder wurde mir bei meiner Geburt ein „Geschlecht zugewiesen“ (ich war bereits seit Zeugung weiblich #XX), noch „identifiziere“ ich mich als „ein Gender“. Ich *bin* eine Frau, aber aktuell – nicht dass es jemanden was anginge – keine „Menstruierende“.
Verschreiber des Tages: geerdet statt geredet
Armbeuge blau und schmerzt. #Effusion
Uni- vs. bidirektionale Intra-Layer-8-Kommunikation //2388 Zweitausenddreihundertachtundachtzig
Verleser des Tages: vögeln statt [Pri]vilegien
Ein #Handtuch kann natürlich auch eine #Schutzmaske ersetzen. #TowelDay #DontPanic
Dritte und vierte #Zecke2020: beide in der Nähe der rechten Kniekehle.
Krankheiten gehören zum allgemeinen Lebensrisiko. Wir leben nun mal nicht in einer sterilen Welt. Eine solche Welt wäre gar nicht lebenswert.
Allmählich würde ich schon mal wieder gerne in einem Restaurant essen. Aber meine Daten möchte ich nicht bekanntgeben. #Datenschutz
Wann ging es eigentlich los, dass ich für die Morlocks zunehmend Sympathie entwickelt habe? #systemrelevant #TANSTAAFL
Versprecher des Tages: natural statt national
Im Oktober getwittert //2387 Zweitausenddreihundertsiebenundachtzig
Stricken ist in Wolle materialisierte Mathematik.
Verleser des Tages: Humanoiden statt Humanisten

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A Novel Novel //2495

Manchmal überkommt mich die Lust, einen Roman zu schreiben.
Nur meine Verpflichtungen gegenüber der Firma und meiner Familie halten mich davon ab, von acht oder neun anderen Projekten ganz zu schweigen, die zwar wenigstens nicht alle gleichzeitig aktiv sind, in der Summe aber dennoch erhebliche Zeitresourcen beanspruchen.
Aber gerade als Gegenpol, um mich mal abzulenken und etwas völlig anderes als Ausgleich zu machen, wäre so ein Romanprojekt halt doch denkbar und .. tja .. irgendwie reizvoll.
Im Gegensatz zu Fachbüchern oder Papers ist ein Roman reiner Text. Ich brauche mich nicht um Tabellen und Diagramme zu kümmern, auch nicht um Referenzen oder ein Inhaltsverzeichnis. Das ist reine Entspannung. Einfach den Text fließen lassen.

Wenn ich so sehe, welchen Schund etliche andere „Schriftsteller“ so schreiben, und trotz des bestenfalls mittelmäßigen Niveaus damit Erfolg haben, bin ich mir sicher, dass ich das mindestens ebenso gut hinkriegen würde. Ehrlich gesagt, ist vieles von dem, was auf dem Markt ist, ungeheuer langatmig und ausufernd. Ich mag lieber kompakte Texte mit hoher Informationsdichte – ja, vielleicht bin ich als Programmierschlampe da vorgeprägt, da bei zwei Programmen mit gleicher Funktionalität das mit den kürzenen Sourcen meistens das bessere ist.

Es ist auch nicht so, dass es mir an Ideen mangeln würde, wenngleich ein umfangreicher Roman schon mehrere miteinander verflochtene Handlungsfäden erfordern würde.
Aber ich kann nur über das schreiben, was ich kenne. Für beispielsweise einen historischen Roman müsste ich erst langwierig recherchieren. So etwas in dieser Art fällt also aus. Mich zieht es ohnehin eher zum Science-Fiction-Genre, in schlechten Zeiten auch zur Dystopie.
Sicher ist aber, dass ich den Mainstream-Geschmack nicht treffen würde. Dafür ist meine Schreibweise zu nerdig und unemotional, drückt halt nicht nicht auf die Tränendrüse.
Den Spannungsbogen eines Thrillers aufzubauen, reizt mich überhaupt nicht. Es heißt ja, dass Sex and Crime sich am besten verkaufen. Gelegentliche Sex-Szenen würde ich bestimmt einbauen, aber zu irgendwelchen Krimis habe ich so gar keine Affinität. Außerdem habe ich beim Debuggen schon genug Mystery. Da bin ich gleichzeitig Opfer, Täter und Ermittler.
Mir liegt auch nicht daran, die Leser belehren zu wollen. Wenn sie etwas daraus lernen, ihren Horizont erweitern oder neue Informationen gewinnen, umso besser. Aber meine Absicht ist es nicht, andere in oberlehrerhafter Manier „aufzuklären“.

Ich mag keine Romane, bei denen es immer wieder schwer nachvollziehbare Sprünge gibt. Da gibt es eine Rückblende, dann wird aus der Perspektive einer anderen Person erzählt, ohne dass dies vorher deutlich gemacht wird. So etwas möchte ich nicht schreiben.
Mein Schreibstil ist weitgehend linear. Bei Rückblenden, Perspektivenwechseln oder thematischen Exkursen würde ich das (meistens) vorher kenntlich machen.
Ich würde so schreiben, wie ich es selbst lesen wollte. Weitschweifige Beschreibungen von Landschaften oder anderen bedeutungslosen Einzelheiten langweilen mich. Ich mag Konzentration auf das Wesentliche.

Die Liebe zur Literatur hat mir bereits der Deutschunterricht genommen, wo Romane und Dramen bis zum Geht-nicht-mehr auseinandergenommen und zerfleddert wurden, so dass nur Überdruss übrigblieb.
Von unterhaltsamer Literatur erwarte ich, dass sie mich mit dem gewissen Quäntchen Humor auf andere Gedanken bringt, und vielleicht sogar zum Schmunzeln und Lachen. Ich habe echt keine Lust, Texte zu lesen, in denen der Autor seine eigenen Traumata verarbeitet, oder uralte Kriegsgeschichten wiederkäut.
Vermutlich würde ich eine heitere, heile Welt aufbauen. Probleme gibt es IRL schon zu viele. Ein kleines, unbeschwertes Utopia irgendwo da draußen in einer anderen Galaxis.

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