Wieder Ärger mit PHP //2675

Offenbar ist alle paar Jahre ein Update der PHP-Version meiner Website fällig. Mein Hoster hatte mich angeschrieben, dass ich die Version bis zum soundsovielten umstellen muss, sonst wird die Wartung kostenpflichtig.
PHP ist nicht die Sprache meiner Wahl. Für die Website gibt es aber keine andere Option. Ursprünglich hatte ich viel mit Server Side Includes gemacht, bis irgendwann PHP verfügbar war. Dies nutzte ich, um meine Website auszubauen. Nur dafür lernte ich PHP, bzw. was ich davon halt für die Website brauchte. Ich bin also bei weitem kein Experte, sondern wurschtle halt so herum. Trotzdem sind im Laufe der Jahre etliche PHP-Skripten mit teils umfangreicher Funktionalität entstanden.
Die Ankündigung des Hosters war also nicht erfreulich. Zwar hatte ich die Hoffnung, dass es einigermaßen glatt laufen könnte (d.h. fünf Minuten einloggen auf der Verwaltungsseite meines Hosters und ein paar Klicks für die Umstellung, und anschließend vielleicht eine halbe bis ganze Stunde, um meine Scripts auf ihre Funktionalität hin zu testen), aber ich befürchtete, dass der Zeitaufwand auch wesentlich höher sein könnte.
Also wartete ich zur Sicherheit, bis ich mir notfalls längere Zeit würde nehmen könnte, um dann zügig notwendige Änderungen durchzuführen, ohne gleich wieder unterbrechen zu müssen.
Vielleicht wäre es günstiger gewesen, wenn ich erst eine Zwischenversion gewählt hätte, aber ich wollte die Umstellung ein für alle Mal hinter mich bringen, ohne gleich wieder alles umändern zu müssen. So wählte ich das Update auf 8.1, bei dem ich dann wieder bis Ende 2024 meine Ruhe haben würde.
Nun ja, die Hoffnung, dass die Umstellung glimpflich abgehen würde, trog. Jede Menge Warnungen und Deprecated-Aussagen.
Ich googelte, ob ich online Hinweise finden würde, welche Änderungen ich bei PHP 8 besonders beachten müsste, fand aber nur Listen, welche tollen neuen Features jetzt vorhanden wären. Danke, aber diesen ganzen Schei? brauche ich nicht. Ich habe eine einfache Website, die nun wirklich nichts an besonders außergewöhnlichem PHP nutzt. Die soll einfach funktionieren.

Also eins nach dem anderen.
Als erstes fiel mir ins Auge, dass ich jetzt, wenn ich irgendwo nur das Datum abfrage, vorher die Zeitzone gesetzt haben muss. Sonst hässliche Meldung, die ich nur wegkriege, indem ich das Error Reporting stark reduziere (aus den Augen, aus dem Sinn), was aber auch nicht in meinem Sinne ist.
Während ich früher noch das Includen anderer URLS (nur von meiner eigenen Website) durch eine Änderung in der php.ini (in jedem betroffenen Verzeichnis extra, während die .htaccess-Dateien von Apache wenigstens auf alle Unterverzeichnisse rekursiv mitwirken – eine ganz andere Philosophie) erreichen konnte, meckerte der PHP-Interpreter es jetzt ständig an, so dass ich mich daran machte, stattdessen die PHP-Dateien vom Webspace zu inkludieren, was ein Riesenaufwand war, weil ich bisher den Datenaustausch über den Querystring* vorgenommen hatte, und jetzt erst umständlich $Variablen setzen musste.
Überhaupt – die Variablen. Umständlicher geht’s nicht. Auch wenn ich bestimmte Variablen (insbesondere Formulareingaben über $_POST oder $_GET – sh. Fußnote*) gar nicht brauche, bzw. die dann einfach leer sind, muss ich dauernd erst irgendwo abfragen, ob die überhaupt existieren und initialisiert sind. Dabei stelle ich, wenn es auf die Existenz dieser Variablen tatsächlich ankommt und sie nicht nur optional sind, anderswo sicher, dass sie vorhanden sind. Gerade bei meinen Honeypots ist das besonders ärgerlich, denn die sollen eigentlich gar keine Eingaben haben.
Davon abgesehen, dass diese ganzen zusätzlichen Abfragen auf die Performance gehen (was wenigstens zum Glück bei der Website kein Thema ist), blähen sie auch meinen Code auf, und machen ihn immer unübersichtlicher. Dazu kommt, dass ich gleiche oder ähnliche Codefragmente in mehreren Dateien nutzen muss, was die ganze Sache kaum noch wartbar macht. Nein – das Zeug lässt sich mit vernünftigem Aufwand auch nicht refaktorieren. Soweit möglich arbeite ich bereits mit Inklusion.
In einem Script baue ich auf Grundlage einer XML-Datei dynamisch ein assoziatives Array auf. Ich kann es ja verstehen, wenn man vor dem Lesen einer Variablen erst noch überprüfen muss, ob die Variable überhaupt da ist. Aber bei meinem Code ging es darum, neue Arrayelemente hinzuzufügen. Freilich gibt es den Key vorher noch nicht, weil ich den ja erst noch zur Laufzeit anlege. Jetzt musste ich das so ändern, dass aus einer vorher ausreichenden Zeile Code (gerade diese kompakte Syntax hatte ich immer für eine der wenigen Stärken von PHP gehalten) mehrere werden, weil ich jedesmal erst abfragen muss, ob das Array-Element bereits vorhanden ist, und falls nicht, es auf andere Weise hinzufügen. Die ganze Eleganz des Algorithmus‚ geht dadurch verloren.
Verkompliziert war das Ganze noch dadurch, dass ich aus historischen Gründen immer noch viele Server Side Includes habe, und das passt überhaupt nicht mit den PHP-Änderungen zusammen.

Fast drei Tage (mit ein paar unerlässlichen Unterbrechungen) war ich drüber, bis die Website wieder wie gewohnt funktionierte. Dabei kann ich noch nicht einmal ausschließen, dass bei einzelnen Seiten oder Queryparametern doch noch Probleme bestehen.
Nur um mal eine Größenordnung zu nennen: Ich habe dabei rund vierzig Dateien editiert und verändert. Die identischen php.ini-Dateien, die mehrfach vorkommen, sind da gar nicht mitgezählt. Auf meine Versionsverhaltung musste ich auch ein paar Mal zurückgreifen, als einzelne Dateien bei den Änderungen verhunzt worden waren.

Schei?-PHP! Was geht nur in den Entwicklern vor, die einfache Skript-Schreiber derart drangsalieren? Die so einen Blödsinn verzapfen, so dass man etliche Stunden braucht, eine gar nicht mal so umfangreiche Website wieder auf den aktuellen Stand zu bringen? Rückwärtskompatibilität – wo bist du geblieben?

Ich fürchte, im Laufe der Zeit ist ein ziemliches Flickwerk aus meiner Website geworden, bedingt auch durch die Kombination von PHP und SSI. Eigentlich wäre ein sauberes Neuaufsetzen geboten. Da ich die Website allerdings nur noch nebenbei nutze, und nicht mehr auf meine Selbständigkeit angewiesen bin, wird sie so bleiben müssen – wenigstens bis Ende 2024 das nächste PHP-Update unumgänglich sein wird.

*Fußnote:
Gegeben sei eine URL mit Querystring, also so etwas wie http­://example.com/index.php?key1=value1&key2=value2
Der Querystring ist dabei alles ab dem Fragezeichen, und besteht aus Schlüssel-Wert-Paaren, die durch Ampersands voneinander abgetrennt sind. Damit können sehr einfach Daten zwischen Browser und Webserver ausgetaucht werden.
Als ich irgendwann mit PHP angefangen habe, ließ sich über (o.B.d.A.) $key1 ganz einfach der Wert value1 abfragen.
Nach irgendeinem Update ging das nicht mehr. Den Wert von key1 erhielt man jetzt über $_GET[‚key1‘], was – wie man sieht – deutlich aufwändiger ist, mehr Zeichen benötigt, und insbesondere auch Sonderzeichen, die wesentlich länger zum Tippen brauchen. Das summiert sich schnell bei einem längeren Script, und ist auch anfälliger für Tippfehler.
Jetzt reicht auch dieses Vorgehen nicht mehr aus, denn key1 könnte ja gar nicht vorhanden sein, was früher nie ein Problem war, dann war es halt leer.
Ich muss also erst noch abfragen, ob es vorhanden ist, und falls nicht, selbst einen (Default-)Wert zuweisen. Das ist so lästig, und da so viel umständlicher auch schwerer überschaubar und somit fehleranfälliger.

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Volle Brüste – ein Erfahrungsbericht //2674

Es ist wohl an der Zeit, einmal über das Stillen zu bloggen, auch wenn, oder gerade weil, es inzwischen am längsten gedauert hat.
Die Vorteile vom Stillen liegen nicht nur in der unübertrefflichen Praktikabilität und Effizienz, bei der der Säugling alle Nährstoffe, die er braucht, in der optimalen Zusammensetzung erhält, ohne dass die Betreuungspersonen sich mit Fläschchen und dergleichen abmühen müssten. Gleichzeitig erhält er über Bestandteile der Milch Immunschutz gegen einige Infektionskrankheiten und arteigenes Eiweiß, dass nicht nur die Gehirnentwicklung unterstützt, und perfekt auf einen menschlichen Säugling abgestimmt ist.
Rein statistisch haben Mütter, die gestillt haben, ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.
Stillen bedeutet ebenfalls Wärme, Körperkontakt, Bindung. Nichts beruhigt ein weinendes Stillkind besser, als es saugen zu lassen. [Fasziniert davon sagte Carsten mal sinngemäß – den genauen Wortlaut kriege ich nicht mehr zusammen: „Selbst wenn man ihm einen Finger abschneiden würde, sobald er an der Brust ist, wäre wieder alles gut und er zufrieden.“]

Aller Anfang ist schwer. Man braucht nicht zu denken, dass Stillen rein intuitiv funktioniert. Wie bei vielen Tätigkeiten ist erst einmal ein gewisser Lernprozess nötig.
Johannes musste vor allem lernen, dass er den Mund ganz weit aufmachen muss, um die Brustwarze richtig zu fassen zu kriegen. Was das Saugen betrifft, war er dagegen ein Naturtalent und bewerkstelligte das sofort meisterhaft.
Der initiale Milcheinschuss war unangenehm, teils schmerzhaft und ging mit erhöhter Körpertemperatur einher. Auch später spürte ich oft mehr oder weniger deutlich ein Prickeln in der Brust, wenn die Milch begann zu fließen. Hin und wieder konnte dieser durch Oxytocin vermittelte Milchspendereflex sogar schmerzhaft sein. Im Laufe der Wochen und Monate schwächte sich aber dieses Prickeln ab.

In Stillratgebern steht, man soll etwa zehn Minuten an der einen Brust stillen, dann die Seite wechseln und die andere geben. Beim nächsten Mal fängt man dann wieder mit dieser letzten an.
Es dauerte nur wenige Tage, bis mich dieses Vorgehen so sehr nervte, dass ich es aufgab. Manchmal war Johannes bereits an der ersten Brust eingeschlafen, häufig war die erste nach den zehn Minuten noch unangenehm voll, oft konnte ich mich schlicht nicht mehr erinnern, welche Seite dran wäre.
Ich stillte also grundsätzlich nur noch an einer Seite. Bevor ich anfing, tastete ich erst kurz, welche Brust voller war, und wählte dann diese, um Johannes dort anzulegen. Dieses Vorgehen hat sich bewährt. Keine Ahnung, wieso Stillratgeber und Hebammen da andere Empfehlungen geben. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Seitenwechsel ohnehin lästig für Mutter und Kind ist, insbesondere wenn dieses gerade beim Einschlafen ist.

Gerade in den ersten Wochen liefen meine Brüste häufig von alleine aus. Dafür reichte es oft schon, dass sie voll waren. Manchmal waren Babylaute der Auslöser, oft passierte es aber auch einfach so. Die Stilleinlagen waren ruckzuck durchgeweicht. Der Still-BH behinderte und beengte mich. Also gewöhnte ich mir an, mir einfach eine Mullwindel unter das Unterhemd oder den Pulli zu stopfen, die dann mehr Flüssigkeit aufnehmen konnten.
Nach einigen Monaten nahm auch das Auslaufen ab. Das Stillen hatte sich inzwischen so eingespielt, dass Angebot und Nachfrage aufeinander abgestimmt waren, also Prolaktin, das für die Milchproduktion zuständige Hormon, genau in der richtigen Menge gebildet wurde.

Vorher hatte ich aber noch ein paar Milchstaus, ein- oder zweimal dürfte es sogar eine Mastitis gewesen sein. Die betroffene Brust war geschwollen, hart, rot, schmerzhaft. Ich hatte zeitweise Schüttelfrost und Fieber.
In den schlimmsten Zeiten legte ich mich mit Johannes ins Bett, und ließ ihn so oft wie möglich saugen. Außerdem reduzierte ich meine Flüssigkeitsaufnahme, bzw. trank nur noch Salbeitee, der laktationshemmend wirkt.

Im Laufe der Zeit lernte Johannes, sich selbst zu bedienen. Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass er mich nur auf meine Brüste reduziert.

Genau wie bereits in der Schwangerschaft aß ich für zwei. Das heißt, ich hatte ständig Appetit, musste jedoch besonderen Wert auf hochwertige Nahrung legen. Getränke sind ebenfalls wichtig. Aber die kann man bequem zu sich nehmen, während man im Sitzen stillt. Essen mit Messer und Gabel ist dagegen schwierig, einhändig geht. Auf Alkohol verzichtete ich ganz (bis auf ein halbes Glas Sangria im letzten Sommer). Kaffee trank ich eigentlich wie immer. Ich habe aber nie irgendeinen Effekt bemerkt, dass Johannes nach größerem Kaffee-Konsum munterer gewesen wäre, als wenn ich mal keinen getrunken habe.

Wenn man längere Zeit das Baby an der Brust hat und im Arm hält, geht das allmählich ganz schön auf den Rücken. Daheim auf dem Sofa stützte ich deshalb meinen Rücken mit einem dicken, festen Kissen ab.

Nachts war das Stillen wunderbar praktisch, weil ich nicht aufstehen musste, um irgendwelche Fläschchen (an uns hat die Babynahrungsindustrie nichts verdient, weder an Folgemilch, noch an Fläschchen, noch an Geräten zum Sterilisieren, noch an sonstigem Zubehör) zuzubereiten und zu geben. Ich lag in der Mitte zwischen Carsten und Johannes, und bei Bedarf musste ich nur letzterem die Brustwarze anbieten. Nach einiger Übung hatte ich es auch heraus, wie ich beide Seiten geben kann, ohne deswegen den Platz mit Johannes tauschen zu müssen. Bei der unteren Brust ist das Stillen auf der Seite liegend trivial, bei der oberen muss die halt von oben in den Mund des Säuglings bugsiert werden, indem man sich teilweise über ihn dreht. Das obere Bein angezogen, stützt die Lage ab und gibt genügend Stabilität. Ist am Anfang ungewohnt und vielleicht etwas seltsam, aber bald schon wirklich bequem und kuschelig, so dass man einfach wieder dabei eindösen kann. Sofern der Druck auf die untere Brust dabei unangenehm wird, wäre es sinnvoller gewesen, doch besser die untere gegeben zu haben. Aber nach der Gewöhnungsphase war das kein Problem mehr.

Mittlerweile isst Johannes größtenteils bei uns am Tisch mit. Außer Nüssen darf er eigentlich alles essen. Tagsüber stille ich nur noch selten. Abends braucht er die Brust noch zum Einschlafen.

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Ein vergeblicher Blick in die Kristallkugel //2673

Einige Wochen lang ist mein Blog nur mit eingeschränktem Betrieb gefahren. Allmählich kommt es jetzt wieder in die gewohnten Bahnen.
Ich war mir nicht sicher gewesen, wie oft ich ab Mitte Januar wieder bloggen werde. Bin ich immer noch nicht.

Kinderthemen will ich weitestgehend aussparen. Ebenso die üblichen Geschehnisse um die Firma, betriebliche Interna, Fach- und Forschungsthemen. Da ich keine Veranstaltungen oder Restaurants mehr besuche, noch sonst mit anderen Menschen zusammentreffe, fällt das als Quelle für aktuelle Blogthemen praktisch aus.
Ich habe auch zunehmend weniger Lust, private Begebenheiten zu teilen, wenn in Nebensächlichkeiten, die ich nur beiläufig erwähnt habe, irgendetwas hineingesponnen wird, und mir auf dieser mehr als fadenscheinigen Grundlage aller möglicher Schwachsinn unterstellt, und rabulistisch versucht wird, mir das Wort im Mund herumzudrehen. Das kann einem das Bloggen ziemlich verleiden. Soll ich jetzt eben alle etwas vom Thema abschweifenden Nebenbemerkungen weglassen? Das wäre wie Kochen ohne Gewürze: zwar nahrhaft, aber fad.
Sehr mathematiklastige Themen sind auf ihre Weise ebenfalls nicht geeignet, Bloglücken aufzufüllen. Das hat meine breakplaining-Reihe über Theoretische Physik bestätigt.
Erinnerungen an meine Kindheit, Jugend und Studienzeit sind hin und wieder eine nette Ergänzung im Blogalltag. Jedoch habe ich die schon ziemlich ausgereizt. Bestimmt fällt mir mal wieder etwas geeignetes ein. Die Frage ist nur, wann. Darauf verlassen kann ich mich nicht.
Bleiben als Fixpunkte einmal im Monat die Suchanfragen, und zweimal frühere Tweets.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich versuche zwar, wieder an jedem geraden Tag zu bloggen, kann aber nicht versprechen, dass ich das auf Dauer durchhalte. Eventuell werde ich schon bald die Frequenz wieder reduzieren müssen, auch wenn ich momentan sogar noch ein paar längere, aber zeitverzögerte Einträge in petto habe.
Um möglichst lange die übliche Häufigkeit beizubehalten, werde ich wohl auch ein paar kürzere Beiträge bringen als gewohnt. Allgemeine Themen hatte ich meist ziemlich ausführlich und detailliert dargestellt. In Zukunft werde ich mich ggf. kürzer fassen, und nicht so in die Einzelheiten gehend formulieren. Ich habe noch eine Liste mit Stichpunkten, worüber ich mal bloggen könnte. Als ich die jeweiligen Topics in die Liste aufgenommen habe, hatte ich noch ziemlich umfangreiche Vorstellungen, was ich darüber schreiben könnte. Mittlerweile ist aber vieles davon vergessen. Aber für einen Anriss und ein paar wenige oberflächliche Gedanken dazu dürfte es reichen. Man braucht nicht immer umfassend in die Tiefe zu gehen.

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breakplaining: Variationsrechnung //2672

Schauen wir uns mal folgende Aufgabenstellung an:
Ein Seil (mit gleichmäßiger Massenbelegung) der Länge L wird zwischen zwei Pfosten mit dem Abstand d < L aufgehängt. Auf beiden Seiten ist die Höhe der Aufhängung gleich, und hoch genug, dass das Seil nicht mit dem Boden in Kontakt kommt. Das Seil ist flexibel, aber nicht dehnbar. Die geometrischen Abmessungen der Aufhängungen sind gegen die Länge L und den Abstand d vernachlässigbar. Wie weit hängt das Seil durch?

Zur Ermittlung dieses Durchhangs müssen wir zunächst wissen, welche Funktion f(x) die Form des Seils beschreibt.
Wir legen den Ursprung unseres Koordinatensystems in die Mitte zwischen beiden Aufhängungen. Bei bekannter Funktion f(x) wäre dann f(0) der gesuchte Durchhang (vertikaler Abstand zwischen Aufhängung und Minimum).
Die Problemstellung ist symmetrisch, liefert also eine gerade Funktion f(x) = f(-x) mit positiver Parität.
Dann wissen wir noch, dass f(d/2) = f(-d/2) = 0.
Das Seil wird durch die Schwerkraft nach unten gezogen. Wir haben hier aber keinen einzelnen Massepunkt, sondern eine homogene Massenverteilung rho = M/L. Die Seilkurve wird sich nach dem Hamilton’schen Prinzip so ergeben, dass die potentielle Energie minimal wird.
Die Länge ist konstant L. Das erfordert, dass die Länge der Funktion ebenfalls L ist.
Ein infinitesimales Längenelement einer Kurve berechnet sich nach Pythagoras zu ds^2 = df^2 + dx^2. Als Physiker (nicht unbedingt als Mathematiker) darf man beide Seiten nach dx ableiten und radizieren. Somit erhält man ds/dx = s‘ = sqrt(f’^2 + 1). Würde man über diesen Ausdruck von -d/2 bis +d/2 integrieren, müsste L herauskommen.

Um mathematische Probleme dieser Art zu lösen, gibt es die Variationsrechnung. Keine Angst, für Einzelheiten ist das Blog nun wirklich kein geeignetes Medium. Das Konzept von Breakplaining-Einträgen ist nicht, dass sie ausführliche wissenschaftliche Abhandlungen sein sollen, sondern interessierten Laien einen ersten Eindruck und eine Idee vermitteln, um was es beim jeweiligen Thema geht. Wenn ich mich dabei bemühe, mich allgemeinverständlich auszudrücken, ist es unvermeidlich, dass einige Feinheiten dabei untergehen.

Variationsrechnung beruht darauf, dass die gesuchte Funktion „variiert“ wird. Dafür benutzt man Funktionalableitungen, abgekürzt durch ein griechisches kleines Delta, das vergleichbare Bedeutung wie ein Differential hat.
Zur Lösung gibt es einen Formalismus, ähnlich dem Lagrangeformalismus der Theoretischen Mechanik. Dadurch erhält man eine Differentialgleichung.

Als Lösung findet man nach einiger Herumrechnerei einen Cosinus Hyperbolicus f(x) = h + a*cosh(x/a), der die gegebenen Bedingungen erfüllt. Dabei müssen die Parameter h und a so angepasst werden, dass f(d/2) = 0, und dass die Länge der Kurve (die sich mit einem Hyperbelsinus berechnet zu L = 2*a*sinh(d/2a)) der vorgegebenen Länge L entspricht. Ich fürchte, dass sich das nicht mehr allgemein analytisch in einer geschlossenen Formel in Abhängigkeit von L und d schreiben lässt, sondern numerische Verfahren benötigt.
Nach numerischer Berechnung des Parameters a, setzt man dessen nun bekannten Wert in die Formel mit dem Hyperbelkosinus am Punkt x = d/2 ein, und erhält h = – a*cosh(d/2/a)
Die gesuchte Durchhängung ergibt sich schließlich zu f(0) = h + a = a*(1 – cosh(d/2/a)) .

Bemerkenswert ist noch, dass das Problem sich auf reine Geometrie reduziert. Weder die Masse M des Seils, noch die Schwerebeschleunigung g gehen in das Ergebnis ein. Das Schwerefeld gibt zwar die Vorzugsrichtung vor, seine Stärke ist aber irrelevant. Die Kurve muss lediglich so gefittet werden, dass sie bei gleichbleibender Länge durch zwei gegebene Punkte geht.

Eine weitere Anwendung von Variationsrechnung ist die Berechnung von Minimalflächen, also Flächen, die bei gegebenen Bedingungen eine minimale Oberfläche erhalten. Beispielsweise ist eine Kugel die kleinstmögliche Oberfläche, die den gegebenen Volumeninhalt umschließt. Weitere Veranschaulichungen wären die Flächen, die man erhält, wenn man ein Drahtmodel in Seifenlauge getaucht hat.

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Sprech You Denglisch? //2671

Als ich während meines Studium einige Wochen in England verbrachte, ergab es sich immer wieder, dass ich mit einem Bus fahren musste. Ob ich jetzt nach dem Fahrplan der städtischen Busse fragte oder eine Busverbindung von London in den Westen suchte – die Leute waren häufig irritiert.
Mal schien bus der korrekte Ausdruck zu sein, mal coach. Meine Verwirrung wuchs, bis ich schließlich doch kapierte, dass bus den Linienbus, und coach den Reisebus benennt.
Wer meint, dass der Unterschied doch offensichtlich ist, weil Reisebusse eine deutlich komfortablere Ausstattung haben mit Plüschsitzen, Kofferraum und Toilette an Board, während Linienbusse weniger bequem, weil für kürzere Strecken, und üblicherweise mit Stehplätzen sind, der verkennt, dass diese Aufteilung für mich damals nicht selbstverständlich war. Im Linienverkehr in der alten Heimat, insbesondere für den Schülerverkehr, wurden häufig, wenn nicht meistens, (abgetakelte) Reisebusse eingesetzt. Insofern machte die Ausstattung da überhaupt keinen Unterschied.
So richtig trennscharf weiß ich es bis heute nicht, aber ich glaube, dass ein bus sich an einen regelmäßigen Fahrplan hält, und meist nur regional eingesetzt wird, während ein coach größere Strecken und die nicht zwingend regelmäßig bedient.

Ein anderes Wort, das im Englischen zwei Entsprechungen hat, die im Deutschen nicht unbedingt einsichtig sind, ist Hals. Die englische Übersetzung neck bezeichnet den äußeren Hals, dabei nicht nur den Nacken (das wäre nape), wie man vermuten würde, sondern auch die Kehle. Der Hals von innen ist dagegen throat, was m.E. eher Schlund oder Rachen entspricht.
In gewisser Weise ergibt das sogar einen Sinn. Wenn jemand sagt, dass ihm der Hals weh tut, weiß ich ohne Kontext nicht, ob er vielleicht an einer Muskelverspannung im Nacken leidet, oder möglicherweise Symptome einer Erkältung o.ä. hat.
Auf der anderen Seite hat das Englische nur ein Wort für Bürste und Pinsel, was ich unzureichend finde. Eine Bürste hat i.A. kürzere Borsten, und ist darauf ausgerichtet, mechanisch zu schrubben. Der Pinsel dagegen trägt Farbe oder andere Flüssigkeiten auf. Beides ist völlig unterschiedlich. Klar, wird man es meist aus dem Kontext unterscheiden können, ich finde es dennoch seltsam.

Englisch und Deutsch sind beides germanische Sprachen, also einander noch recht ähnlich. Wie viele Verwirrung muss es potentiell dann erst mit weiter entfernten, insbesondere nicht-indogermanischen Sprachen geben.

Es ist übrigens naiv, anzunehmen, dass nur, weil in einem Land Englisch eine Amtssprache ist, alle Einwohner fließend Englisch sprechen. Manche Malteser oder Inder beweisen das Gegenteil.

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Aus meinem Tweetkästchen //2670

Aufgrund der Winterruhe meines Blogs bin ich diesmal später dran, frühere Tweets hier zu wiederholen. Statt am zweiten Wochenende des Monats folgen meine Tweets vom 15. bis 24. Mai 2021 außerplanmäßig erst am dritten Wochenende.

breakplaining: Kinematik und Vektoren //2562 Zweitausendfünfhundertzweiundsechzig
Verleser des Tages: [beim] Booten statt Boten
#Favoriten4teRunde [Pizza|Zwiebelsuppe]
„Hier!“, er hält mir einen abgeblühten Löwenzahn hin, „hab ich für dich gepflückt.“ Ich puste ihm die Schirmchen ins Gesicht. „Ich seh dir doch so gern beim Blasen zu.“
Eisiger Wind weht heute, am 142. Januar.
Verschreiber des Tages: Hasttag statt Hashtag
Banane gegessen. Er hat nicht geschaut.
Verbummeltweets //2561 Zweitausendfünfhunderteinundsechzig
Auch heute, am 111. Februar, ist das Wetter immer noch winterlich trüb.
a^x * e^x = (a*e)^x #Potenz #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Doktorin statt Doktrin
Die Kopftuchzeit wird doch endlich mal aufhören ..
Sieben Begriffe aus den #Favoriten3teRunde haben sich für die 4. Runde qualifiziert. Damit geht’s übermorgen weiter.
Es ist mir übrigens völlig egal, ob Politiker einen Doktorgrad haben. Aber wenn sie schon einen führen, sollte dieser ehrlich, sachkundig und mit der gebotenen Sorgfalt erworben sein. #PlaGiffey #GiffeyRücktritt #Plagiat
e^x lässt sich darstellen als #Kettenbruch 1+(x/(1-x/(2+x-2*x/(3+x-(../{i++ +x-i*x/}..))))) #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Onanierburg statt Oranienburg
Auch heute, am 81. März, bleibt es kühl und windig.
Die Rückkehr der roten Tante //2560 Zweitausendfünfhundertsechzig
e^(x+y) = e^x * e^y #Potenz #Breakponentialfunktion
Verhörer des Tages: Plutonium statt Polonium
#Favoriten3teRunde #Umfrage [Unendlichkeit|{} Menge|Waldspaziergang]
e^x (mit x reell) ist immer positiv, streng monoton steigend und konvex, ohne Nullstellen, Extrema oder Wendepunkte, aber auch ohne Singularitäten, Definitionslücken und Polstellen. #Breakponentialfunktion
Das war eine sehr polarisierende Umfrage mit gut 900 Teilnehmern. Die Ergebnisse sind allerdings ziemlich ausgeglichen. Das heißt, manche Leute sehen es so, andere wieder anders. Chacun à son goût.
+Mit höchstens vier Optionen und Zeichenbegrenzung auf Twitter lässt sich keine nuancierte Umfrage durchführen. Im Rückblick hätte ich etwas anders formulieren sollen.
+Anfangs waren die Diskussionen noch recht sachlich, später wurden allerdings etliche ausfallend und beleidigend – um mich unmittelbar danach zu blocken, und andere zum Blocken und Melden aufzufordern.
++Apropos Melden – da haben wohl einige zum Rundumschlag ausgeholt. Sogar mein Profil wurde als solches gemeldet. Keine Ahnung, was daran so verwerflich sein sollte.
+Es hat mich schon bestürzt, wie viele Personen an dieser Stelle echte, tatsächliche Gewalttätigkeiten verharmlosten und relativierten, indem sie sie auf eine Stufe mit partnerschaftlichem Beischlaf stellten.
+Dabei wäre es doch so einfach, wenn man jedem Paar zugesteht, seine Bettmoral so zu halten, wie es mag. Stattdessen versucht man, anderen das eigene verklemmte Moralkorsett überzustülpen, und bei Abweichung zu kriminalisieren oder pathologisieren.
+Wer Konsenz vorher vereinbaren will, kann das tun. Wer vorher aufgeweckt werden will, lässt sich wecken. Wer nicht aus dem Schlaf gerissen werden will, den lässt man schlafen.
+Ich versteh’s, ehrlich gesagt, gar nicht, wieso man mit seinem Partner das Bett teilt, aber dann nicht bereit für Schlafsex ist. Aber ich akzeptiere, dass manche das anders sehen, und mische mich nicht ein.
+Wie wär’s denn mal mit etwas mehr Toleranz und Verständnis auch für andere Beziehungsmodelle? Wie wär’s denn, wenn sich jeder einfach raushält, was andere Paare in ihrem Bett machen? Kümmert euch um euren eigenen Kram.
+Soll doch jeder soviel konsentieren wie er will, aber bitte solche bevormundenden, übergriffigen, lusttötenden Konsenzkonzepte nicht anderen Leuten aufzwingen, die glücklich und zufrieden sind – in der von ihnen selbstbestimmten Weise.
Verleser des Tages: baryonisch statt bajuvarisch
Auch heute, am 48. April, bleibt das Wetter weiterhin wechselhaft und unbeständig.
BrOkEn LiNk //2559 Zweitausendfünfhundertneunundfünfzig
d/dx e^x = e^x #Ableitung #Breakponentialfunktion
Letzte Chance, heute noch an der #Umfrage teilzunehmen. Sie wurde bereits bei Twitter denunziert, hat also offenbar einen Nerv getroffen.
Ich mag #PizzaHawaii. Wer keine Ananas auf der Pizza will, braucht ja keine zu essen.
Verleser des Tages: Betrug statt betrug
#Favoriten3teRunde #Umfrage [Gulaschsuppe|/ Pathdelimiter|Logik|\ LaTeX]
Ich setz mich neben ihn aufs Sofa. Er legt seine Hand auf mein Bein. „Ich hab dich schon gut im Griff, Samtpfötchen.“ – „Meine Krallen sind nur eingezogen. Die kann ich jederzeit ausfahren.“
Für kleine x << 1 ist e^x näherungsweise 1 + x #Breakponentialfunktion
Wenn (berechtigte) Kritik an Frau #Baerbock (oder #Neubauer oder ..) damit abgewehrt wird, jene sei frauenfeindlich, so instrumentaliert dies alle Frauen für idiologische Zwecke, und nimmt sie für die Aussagen einzelner Frauen in Kollektivverantwortung.
+Von einer Person, die die Absicht hat, #Bundeskanzler zu werden, kann volle #Transparenz bezüglich ihrer Studienabschlüsse erwartet werden. #Vordiplom
Verschreiber des Tages: verführt statt verfrüht
Fluktuation //2558 Zweitausendfünfhundertachtundfünfzig
a^0 = 1, für alle a außer 0 #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Hausbesuch statt Hassausbruch
#Favoriten3teRunde #Umfrage [^ XOR|Zwiebelsuppe|() Funktionsargumente]
Bitte beteiligt euch möglichst zahlreich an der #Umfrage und retweetet zwecks Reichweite. Je mehr Teilnehmer desto aussagekräftiger und repräsentativer.

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Sex Confusion //2669

Es ist ja schon länger her, dass ich über die Datenbankanwendung gebloggt habe, mit der ich die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen meinen Ahnen und deren Nachkommen verwalte.

Ich hatte damals ein Problem festgestellt, wenn eine Person gemeinsame Nachkommen mit mehreren anderen Personen hat, so dass es Halbgeschwister gibt. Eine Lösung hatte ich mir bereits überlegt. Und zwar wollte ich das Datenbankfeld „NextSibling“ aufspalten in zwei Felder, je nach dem, ob die geschwisterliche Beziehung über die Mutter oder den Vater läuft, also die weibliche oder die männliche Linie. Bei normalen Geschwistern sind beide Felder dann identisch, bei Halbgeschwistern unterscheiden sie sich.
Entsprechend hatte ich die ganze Spalte in meiner Datenbank einfach mit ein bisschen SQL kopiert, und o.B.d.A. beim Original ein M und bei der Kopie ein F an den Namen angehängt.
Bei den betroffenen Datensätzen mit Halbgeschwistern machte ich dann händische Änderungen. Außerdem begann ich, die Sourcen meines Programms entsprechend umzuändern und zu erweitern. Ich wurde damit aber nicht gleich fertig. Andere, wichtigere Angelegenheiten kamen mir dazwischen, so dass ich die Anwendung erst einmal wieder zurückstellte.

Ich will nicht sagen, dass die Sache in Vergessenheit geriet, aber ich hatte andere Prioritäten, und die Programmierung ist auch nicht so unkomplex, dass man sie einfach mal ein paar Minuten dazwischen schieben kann. Dafür braucht man schon einige unfragmentierte Zeit am Stück und die nötige Muße dazu.
Diese Muße fand ich schließlich über die Feiertage wieder. Ich wollte an der Baustelle weiter machen, wo ich das letzte Mal aufgehört hatte.
Vermutlich hätte ich mir etwas mehr Zeit nehmen sollen, mir erst mal das anzuschauen, was ich bereits gemacht hatte. Das tat ich aber nicht, weil ich trotz allem als Mutter ständig damit rechnen muss, unterbrochen zu werden.

Nun ja, bei meinen Testdurchläufen zeigten sich dann ganz seltsame Phänomene. Ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen, sondern erzähle gleich den Clou:
Bei meiner ursprünglichen Änderung stand der Postfix M für Mother, und F für Father. Das hatte ich vergessen, und implementierte weiter in der Annahme, dass M Male und F Female bedeutet.
Nachdem ich dies entdeckt hatte, modifizierte ich meinen Code entsprechend, und danach lief der Rest glatt und funktionierte letztendlich.
Die visuelle Darstellung gefällt mir allerdings noch nicht. Aber das kann warten, bis ich wieder einmal Lust und Gelegenheit finde, daran weiterzumachen.

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Suchbegriffe etwas später //2668

Üblicherweise bringe ich die Suchanfragen der vergangenen paar Wochen ja am ersten Wochenende des Monats. Derzeit (voraussichtlich noch weitere mindestens ein bis zwei Wochen) fahre ich das Blog aber nur auf etwa Halblast, weswegen ich diesmal ein paar Tage später damit dran bin.

„meine geile tante“
Ich habe vier Neffen und zwei Nichten.

„lurchi hefte wert“
Meine paar Lurchihefte haben für mich Erinnerungswert und sind unverkäuflich.

„vampmus“
Hm, damit könnte man einiges assoziieren. Man kann’s aber auch bleiben lassen.

„young sheldon episodenguide“
Ich habe die meisten Episoden gesehen, aber einzelne leider verpasst.

„kartoffelkloßteig einfrieren“
Kein Interesse.

„pioritäten“
Pi ist super!

„brühwürstchen“
Das ist auch wieder mal so ein Begriff, bei dem ich mich frage, wie er in meine Suchanfragen geraten ist.

„freibluten“
Bin ja gespannt, wie lange es dauert, bis Blutspenden gesetzlich verpflichtend (natürlich nur für Männer zwischen etwa 20 und 55 Jahren) werden.

„hamilton mechanik“
Darüber habe ich vor einiger Zeit ziemlich ausführlich breakgeplaint.

„magnetische monopole maxwell gleichungen“
div B = 0;

„angström latex“
Das A mit Kringel drüber ist \AA.

„quidquid agis prudenter agas et respice finem aussprache“
Wie man’s schreibt, wobei mehrsilbige lateinische Wörter auf der vorletzten Silbe betont werden, wenn diese lang ist (z.B. prudenter), sonst auf der drittletzten (z.B. respice).

„vektorpfeil word“
Bei Word würde ich einzelne Vektoren fettgedruckt darstellen. Bei größerem Formelaufwand ist LaTeX das Mittel der Wahl.

„mathematische verbindungslinie“
Je nach Kontext Gerade, Strecke, Geodäte ..

„the stalker“
Stalker können ganz schön nerven.

„um die ecke gedacht 2619“
3^3*97 ist schon ziemlich eckig.

„ungeboosterte“
Das sind die neuen Aussätzigen.

„kaputter teddy“
Ach, je! Hoffentlich reparabel.

„lorentzfaktor rechner“
Ein einfacher Taschenrechner reicht schon. Mit Excel geht’s auch.

„prosopagnosis“
Ich kenne Prosopagnosie oder Prosopagnosia. Mit dieser Endung ist mir der Begriff neu.

„esperitox“
Esperanza? Esperanto?

„hausmeisterkosten verdoppelt“
Alles wird teurer.

„quasi modo geniti“
Das ist nicht der Glöckner von Notre-Dame, sondern der erste Sonntag nach Ostern.

„schuhe für einbeinige“
Ein halbes Paar reicht.

„bewerbung aus ungekündigter stellung ohne zeugnis“
Das sollte doch der Standard sein. Erst wenn man eine neue Stelle hat, kündigt man und verlangt ein qualifiziertes Zeugnis.

„baum der erkenntnis von gut und böse“
Die Dichotomie von Gut und Böse ist viel zu binär gedacht. Das Leben ist nicht schwarz-weiß.

„anne swinger“
Nö. Das bringt’s nicht.

„sexueller anziehung widerstehen“
Das ist schwierig. Ich habe dafür auch keine allgemeine Lösung.

„nerdslikeus“
Ohne Blanks sieht das a usui late in.

„ist meine katze schwanger?“
Eine Katze ist höchstens trächtig.

„speikind definition“
Ein Speikind spuckt häufig einen Teil der getrunkenen Nahrung wieder aus. Ab welcher Menge und Häufigkeit ein Säugling als Speikind zählt, weiß ich allerdings nicht.

„etiam tacere est respondere“
Auch Schweigen ist Antworten.

„layer 8“
Die achte Schicht des OSI-Modells ist der (hoffentlich achtsame, nicht unbedingt achtbare) Nutzer.

„wird man schwanger wenn man sperma runterschluckt“
Davon allein nicht. Aber je nach dem, was man sonst noch damit macht, ist es nicht auszuschließen.

„was ist paypal reseller“
Ein Reseller ist ein Wiederverkäufer oder Zwischenhändler. Freilich sollte der über Paypal abrechnen können.

„cis y“
cis(y) = cos(y) + i*sin(y);

„dann ist wieder mal alles banane“
Obst ist gesund und lecker.

„einladung weihnachten familie“
Wir bleiben an den Feiertagen lieber unter uns.

„betaisodona nasenpiercing“
Wundert mich nicht, wenn sich da was entzündet.

„crazy and the brains“
Häh?

„sind blogs noch zeitgemäß“
Ja. (Wenn auch mit einem Aber.)

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Neffentreffen //2667

Wie vereinbart besuchte Lukas uns am Nachmittag. Er erzählte von seinem Job, was sich sehr interessant anhörte.

Norbert hatte an diesem Tag die Betreuung für Elias übernommen, es kam ihm aber etwas wirklich wichtiges und dringendes dazwischen, so dass er bei uns angefragt hatte, ob wir etwa zwei, höchstens drei Stunden auf Elias aufpassen könnten. Uns kenne er inzwischen, und die gemeinsame Zeit mit Johannes hätte ihm immer Spaß gemacht.
So war es eigentlich von vornherein vorgesehen gewesen, dass die Buben auch einmal allein beim jeweiligen Spielgefährten sind. Wir hatten es nur bei weitem noch nicht so schnell geplant. Nun ja, wir waren einverstanden, und gelegentlich wird Johannes dann auch einmal Elias bei Norbert besuchen, wenn weder Carsten noch ich dabei sind.

So waren denn die drei Cousins (mir fällt gerade auf, dass ich denen im Blog allen biblische Namen verpasst habe – das war Zufall, keine Absicht, und spiegelt nicht die tatsächliche Namensgebung wider) gleichzeitig im Wohnzimmer. Lukas saß mit am großen Tisch, während Elias und Johannes zusammen auf dem Teppich sitzend sich einander Bauklötze und anderes Spielzeug zureichten. Das sah so niedlich aus, dass Carsten ein Video davon aufnahm. Außerdem haben wir ein paar schöne Fotos gemacht, bei denen die beiden Kleinen auf dem Schoß ihres großen Cousins sitzen.

Nach einiger Zeit kam Norbert zurück, um Elias wieder abzuholen.
Das war der Moment, in dem ich eigentlich eine halbe Stunde spazieren gehen wollte. Ich teilte das Carsten unter vier Augen mit.
„Wieso willst du jetzt weg?“, fragte er irritiert.
„Wenn ich hier bleibe, verstoßen wir alle gegen die aktuell geltende Lex Soeder, und ich habe mir vorgenommen, mich streng daran zu halten.“ Konsequenz ist auch eine Art rebellischer Protest, und sei’s nur, damit mir niemand Doppelmoral vorwerfen kann. Nur wer sich an die Regeln hält, darf sie auch berechtigt kritisieren.
„Das ist absurd. Elias ist schon die ganze Zeit da.“
„Kinder unter zwölf zählen nicht.“ [Eigentlich inzwischen sogar 14, aber das war mir in diesem Augenblick nicht bewusst, und das ändert sich auch dauernd, so dass man nicht ständig auf neuestem Stand sein kann, war aber in diesem Fall ohnehin bedeutungslos, da die beteiligten Kinder ja jünger waren.]
„Zwei Erwachsene außerhalb des eigenen Haushalts sind aber erlaubt.“
„Nur wenn sie dem gleichen Haushalt angehören. Ich will hier keinen Ärger. Ich gehe einfach eine halbe Stunde raus, bis Norbert wieder weg ist.“
„So etwas lächerliches habe ich noch nie von dir gehört!“
„Ich habe die Vorschriften nicht gemacht.“
„Du bleibst da!“, erklärte er kategorisch, „das wird niemand kontrollieren, und wenn doch, dann zahle ich halt das verdammte Bußgeld. Ich habe mir nicht diese Plörre spritzen lassen, damit du jetzt ausgegrenzt wirst.“ Tatsächlich hatten wir abgesprochen, dass einer nicht drum herumkommen würde, sich impfen zu lassen, um geschäftliche Termine wahrnehmen zu können, und er hatte sich dafür geopfert, damit ich mich mehr Johannes widmen kann. Aber mit solchen Regeln soll Zwietracht quer durch Familien gesäht werden, und Verwandte werden gegeneinander aufgehetzt. Der Druck auf normal gesunde Menschen kann so unerträglich werden. Aber wir lassen uns so nicht spalten und entzweien.
„Mir macht es nichts aus, mal kurz zu verschwinden, und ich habe Norbert ja vorhin schon getroffen, als er Elias gebracht hat.“
„Da du bereits Kontakt mit ihm hattest, ist es erst recht unsinnig, jetzt wegzugehen. Deine Aerosole schwirren sowieso hier überall rum.“
„Dann quarantänisiere ich mich solange oben im Schlafzimmer.“
„Meinetwegen. Er ist sowieso nur ganz kurz hier.“
Norbert muss es eilig gehabt haben, wieder zurück in die Stadt zu kommen. Er zog Elias nur schnell an, packte dessen Sachen zusammen und wechselte wohl noch ein paar wenige Worte mit seinem Neffen Lukas, dann war er auch schon wieder weg.

Ich zeigte Lukas nachher noch ein Projekt, an dem ich arbeite, am Computer, bevor er sich einige Zeit später wieder verabschiedete.

OT: Die Erde steht heute im Perihel.

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Volles Haus //2666

Ich würde euch ja gerne etwas mehr über den Besuch von Verena und ihren Kindern erzählen, aber es gibt nicht viel darüber zu sagen (was ich öffentlich teilen kann).
Nach ihrer Anreise verbrachten sie den Rest des Nachmittags bei Sonja, bevor Carsten sie von dort abholte.

Man konnte nirgends hin, wo es vielleicht Blogstoff gegeben hätte. Das Wetter war auch nicht so berauschend, dass wir gemeinsam ausgedehnte Spaziergänge gemacht hätten. Es war zwar mild, aber trüb, und immer wieder zwischendurch gab es Regen.
Für die Kinder gab es noch ein paar Geschenke (obwohl Niklas erst kürzlich ein Paket zum Geburtstag bekommen hatte). Aber die hatten nichts mit Weihnachten zu tun. Der Anlass war, dass wir uns so lange nicht gesehen hatten.
Teilweise ließen wir uns Essen liefern, teilweise kochte ich selbst.
Verena schlief in ihrem alten Zimmer, Sophie und Niklas teilten sich ein Gästezimmer. Sie kamen gut mit Johannes zurecht und spielten gerne zusammen. Zeitweise war es aber schon recht turbulent.
Wenn so viele Leute um mich herum sind, ist das immer anstrengend. Zwischendurch brauche ich unbedingt etwas Zeit für mich allein, um zu regenerieren. Zum Glück ist das Haus weitläufig, so dass es genügend Platz für einen temporären Rückzug gibt.

Da mir die Idee gekommen war, sie könnten als positives Vorbild dienen, bat ich Sophie und Niklas, dass Johannes ihnen beim Zähneputzen zuschauen dürfe. [Er sträubt sich nämlich immer. Das artet manchmal zu einem Kampf aus, der nur mit Gewalt zu gewinnen ist. Zuerst versucht er, zu entwischen und sich zu entwinden. Klappt das nicht, presst er die Lippen fest aufeinander, und verhindert so das Eindringen der Zahnbürste in den Mund:innenraum. Gelingt das auch nicht, beißt er auf der Bürste herum, was das Säubern der Zähne dann unmöglich macht. Denn schließlich wollen wir ihm ja nicht weh tun.]

Aus einem gemeinsamen Nachmittag mit Sonja oder Norbert wurde nichts. Lukas, der zwei Wochen lang seine Mutter Sonja besucht, will aber Anfang Januar mal auf einen Kaffee vorbeikommen. Mit ihm kennt Johannes dann alle seine nahen Verwandten.
Während ihres Auftenthalts hatte Verena auch ein paar Freunde in der Gegend besucht. Sie bat dann Carsten, der sie mit den Kindern zur Rückreise wieder in die Stadt zum Bahnhof fahren wollte, auch noch eine Bekannte dorthin mitzunehmen, damit diese einen Arzt in der Stadt aufsuchen kann. Diese ältere, schon etwas gebrechliche Dame hat sonst derzeit keine praktikable Möglichkeit, in die Stadt zu kommen, da sie nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren darf.
Vor dem Rückweg machte Carsten dann noch einen Abstecher in der Firma, um nach dem Rechten zu sehen, und brachte mir aus dem Labor einige Gerätschaften mit, damit ich hier etwas ausprobieren kann.

Rutscht gut und böllerfrei rüber nach 2022, und habt ein glückliches und gesundes Jahr.

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Fifty Tweets of May //2665

Sonst wiederhole ich meine früheren Tweets an bestimmten Wochenenden. Aber zwischen den Jahren handhabe ich dies etwas lockerer, so dass heute die Tweets vom Zeitraum zwischen dem 5. und 14. Mai dran sind.

Für n gegen #Unendlich geht (1 + x/n)^n gegen e^x. #Grenzwertig #Breakponentialfunktion
Es heißt nicht „Embits“! Die Einheit der #Datenübertragungsrate lautet „Megabits pro Sekunde“.
+Bei binären Übertragungen wäre auch Megabaud korrekt.
Verleser des Tages: Inventar statt Investor
Von Vögeln am Vatertag //2557 Zweitausendfünfhundertsiebenundfünfzig
e^x = cis(x/i) #Breakponentialfunktion
Das Konzept mit dem #EnthusiasticConsent kommt mir vor, als müsste ich bei einer Website jedes zu setzende Cookie einzeln absegnen, und das bei jedem neuen Seitenaufruf immer wieder.
Verhörer des Tages: [über virtuelle] Klassen statt Klassenzimmer
Was heißt „Alles Gute zum Vatertag!“ auf Klingonisch? #Followerpower
#Favoriten3teRunde #Umfrage [- Bindestrich|Pizza|; Strichpunkt|Versionsverwaltung]
Mit halblogarithmischer Auftragung lässt sich ein exponentieller Verlauf linearisieren. #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Drehstuhl statt Diebstahl
breakplaining: Differentialgleichungen //2556 Zweitausendfünfhundertsechsundfünfzig
MA (E-Ing.) berichtet, dass in seinem Ort #Glasfaser verlegt wird. Von einem Point-of-presence #PoP gehen die Faserstränge aus. Aber nirgends ist der PoP an ein übergeordnetes Glasfasernetz angeschlossen. Geht vermutlich auf ein #Kupferkabel als #Backbone.
e^(-x) = 1/e^x #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: maternalisiert statt materialisiert
#Favoriten3teRunde #Umfrage [Algorithmen|$ Shell-Prompt|Katzen]
Du wachst nachts auf, und merkst, dass dein Bedmate sexuelle Handlungen an dir vornimmt. Das ist .. (please RT) [schön (bin weibl.)|schön (bin männl.)|Rape (bin weibl.)|Rape (bin männl.)]
+Die Mentions hier überfordern mich gerade in ihrer schieren Menge.
+Ich würde ja gerne noch zu einigen Replys etwas antworten, doch bei @Twitter fehlt leider eine sinnvolle Filterfunktion für Replys, die direkt an mich gerichtet sind. So gehen halt viele in der Menge unter.
Die #Umkehrfunktion der e-Funktion ist der natürliche #Logarithmus ln(x). #Breakponentialfunktion
Verschreiber des Tages: Seitenzwerg statt Seitenzweig
Telefonat am Muttertag //2555 Zweitausendfünfhundertfünfundfünfzig
Damit sind die #Favoriten2teRunde abgeschlossen. Für die 3. Runde haben sich 17 Begriffe qualifiziert. Damit geht es übermorgen weiter.
So nervig, wenn einem immer wieder der innere Advocatus Diaboli in die Quere kommt.
(e^x)^y = e^(x*y) #Potenz #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Physik statt Panik
Mein Mann kennt mich gut genug, mir keine Blumen zum #Muttertag zu besorgen.
+Sondern Pralinen.
Der Respekt für das geistige Eigentum anderer ist in unserer Gesellschaft weitgehend abhanden gekommen. #Patentschutz #Copyright #Urheberrecht #Produktpiraterie #IntellectualProperty
Scharniere an der Kühlschranktür ausgebrochen. Ein neuer muss her.
„Blöde Schwolke!“ – „Schwolke?“ – „Ja, Sch..Wolke, die die Sonnenstrahlung absorbiert, so dass auf uns nur Schatten fällt.“ – „Ach, so, die Schattenwolke.“
e^(x+1) = e*e^x #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Meerrettich statt Metternich
Wow, habe wieder mal einen Award für eines meiner SW-Produkte bekommen. Soweit nicht ungewöhnlich. Aber diesmal mit einer ausführlichen und fast begeisterten Rezension. Die haben sich wirklich Mühe gegeben.
Wieder mal Tweets //2554 Zweitausendfünfhundertvierundfünfzig
#Favoriten2teRunde {}-~ #Umfrage [{} Menge|| Pipe|~ Proportional]
Ich kann mich nicht erinnern, jemals in früheren Jahren noch im Mai Winterkleidung getragen zu haben.
e^(i*pi) = -1 #EulerscheIdentität #Breakponentialfunktion
Verhörer des Tages: „von Trollen“ statt Kontrollen
Zu dritt im Bett aufgewacht. Es ist zwar eng, aber doch auch kuschelig.
Hätte ich geahnt, dass „Genesene“ mal Vergünstigungen kriegen, wäre ich damals auch unter Leute gegangen, um mich testen zu lassen. #Schrödingergenesen
e^x = cosh(x) + sinh(x) #Hyperbolicus #Breakponentialfunktion
Verleser des Tages: Annalena statt Anmäkeln
Cheffrust //2553 Zweitausendfünfhundertdreiundfünfzig
#Favoriten2teRunde ^-` #Umfrage [^ XOR|_ Subscript|` Backquote]
e^x ist die unendliche #Reihe über x^n/n! #Taylorreihe #Breakponentialfunktion
Versteh ich das richtig? Ausgangssperren für Spaziergänger wurden doch damit begründet, dass man es sonst nicht kontrollieren könnte. Aber jetzt dürfen Geimpfte nachts raus?
Und überhaupt, wie kann man nachweisen, dass man Genesener ist?
Verleser des Tages: deutsche statt deutliche [Hinweise]

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Überholt //2664

Vor etlichen Jahren hatte ich einmal als Hobby-Projekt eine Anwendung außerhalb meines eigentlichen Fachthemas entwickelt, die ich selbst gelegentlich für eigene Zwecke nutzte. Obwohl damals bestimmt eine gewisse Nachfrage vorhanden gewesen wäre, entwickelte ich diese Anwendung niemals bis zur Marktreife. Dafür hätte ich noch viel mehr Zeit hineinstecken müssen. Die Bedienung war umständlich (weil eben auch kompexe Funktionalität mit vielen Optionen dahinterstand). Bis ich das DAU-verständlich beschrieben hätte, die Oberfläche intuitiver gestaltet, das Errorhandling sauber umgesetzt, ein Setup erstellt, und was weiß ich, was sonst noch, war es mir einfach zuviel Aufwand. Damals hatte ich andere berufliche Prioritäten. Gelegentlich überlegte ich schon, ob ich ein vermarktbares Produkt daraus machen solle, um mir ein weiteres Standbein aufzubauen, aber mir fehlte die Zeit, und voraussichtlich hätten sich mein Einsatz dafür nicht gelohnt.
Für mich selbst reichte die Anwendung. Ich wusste genau, was ich wo einstellen und klicken musste, dass sie das macht, was ich von ihr erwarte. Die paar Macken waren mir bewusst. Ich kannte Workarounds, um sie zu umschiffen. Hin und wieder habe ich die Anwendung selbst benutzt, wenn ich gerade entsprechenden Bedarf hatte.
Schon lange habe ich keine Änderungen oder Verbesserungen daran gemacht, weil das, was ich brauchte, ja vorhanden war.

Nun habe ich (auf einen Hinweis hin) eine Webanwendung im Internet entdeckt, die ähnliche Funktionalität hat. Die Benutzeroberfläche ist anders und gewöhnungsbedürftig, aber im Prinzip kann diese Webanwendung die wichtigsten Aufgaben ebenfalls erledigen, teilweise zugegebenermaßen besser. Einige Features meiner Anwendung kann sie nicht, aber wenn ich ehrlich sein soll, habe ich die eh nie wirklich gebraucht.
Diese Webanwendung ist kostenlos, benötigt keine Registrierung, ist schnell (zumindest das, was ich ausprobiert habe).
In Zukunft werde ich also bei Bedarf wohl diese Webanwendung nutzen. Ich bin schon etwas frustriert und wehmütig. Schließlich habe ich in meine Anwendung doch auch viel Mühe und Know-how hineingesteckt, muss aber inzwischen zugeben, dass sie wohl veraltet ist.
Vielleicht ganz gut so, dass ich sie damals nicht weiter ausgebaut habe.

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Residual Eigenvalue //2663

Nachdem ich mich dafür entschieden hatte, die Angelegenheit mit Frau Hilflo-Seerbin’s Entwurf für das Firmenblog mit Carsten zu besprechen, setzte ich das baldestmöglich um.
Er stimmte mit mir überein, dass ihr Text nicht im Firmenblog erscheinen soll. Stattdessen werde ich einen kurzen Eintrag mit guten Wünschen für das kommende Jahr formulieren. Wenn sie zustimmt, können dann ein oder zwei ihrer Illustrationen mit auf die Seite.
Er wollte das mit ihr besprechen, was er auch zügig tat.
Während des Gesprächs kam die Sprache dann (nach ein oder zwei abschweifenden Themenwechseln) auch auf ihren Hund, den sie neulich mit ins Büro gebracht hatte.

Ich kann die Unterhaltung nicht wirklich rekonstruieren, weil ich nicht dabei war. Nach dem, was Carsten mir erzählt hat, muss sie aber so ähnlich verlaufen sein:

„Meine Frau hat es mir ziemlich übel genommen, dass ich dir erlaubt habe, den Hund an diesem Tag im Büro zu lassen.“
„Deine Frau? Du hast doch gesagt, die wäre gestorben.“
„Das war Ingrid, meine erste Frau. Das ist jetzt schon wieder zehn, bald elf Jahre her.“
„Du hast wieder geheiratet? Du hast nie von ihr erzählt.“
„Wir wollen unser Privatleben, so gut es geht, vom Geschäft trennen.“
„Dann war sie noch nicht hier in der Firma?“
„Doch, häufig. Du kennst sie. Es ist Anne – Frau Dr. Nühm.“
„Aber ich habe doch ihren Mann mal auf deiner Party kennengelernt. Das war doch dieser Professor.“
„Da musst du 'was falsch verstanden haben. Das war ihr Doktorvater.“
„Das merkt man euch aber gar nicht an. Ihr tragt noch nicht mal Ringe.“
„Es hat ja nichts mit der Firma zu tun. Im Geschäftsbereich verhalten wir uns professionell, und drängen anderen nicht unsere Vertrautheit auf.“
„Dann ist ihr Kind auch deines?“
„Aber so was von!“
„Ich habe mich immer gewundert, warum du es so oft rumgetragen hast. Jetzt wird es mir klar.“

Viel mehr weiß ich nicht von weiteren Einzelheiten des Gesprächs. Das Thema wechselte wohl wieder zu anderen Belangen.

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Ausklang //2662

Das Jahresende ist nicht mehr weit. Auch heuer möchte ich das Blog etwas zurückfahren. Es wird zwar keine richtige Blogpause geben, aber ich will seltener bloggen, und mich dabei nicht an Regeln halten, wie ich sie mir sonst für das Bloggen vorgegeben habe.
Das fängt schon heute an, wo ich weder unvollendete oder zurückgestellte Entwürfe poste, noch auf die Zeit vor 10 Jahren zurückblicke, wie ich es sonst am dritten Wochenende im Monat zu tun pflege.

Es fehlt mir wieder einmal die Motivation zu bloggen. Eigentlich ist das nicht ungewöhnlich. Ähnliche Tiefs hatte ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder.
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob ich ab – sagen wir – Mitte Januar wieder zweitäglich bloggen werde. Derzeit ist nicht nur der Mangel an noch interessanten Themen (es passiert aktuell nicht viel Blogbares, zeitlose Fülleinträge habe ich kaum noch, und für breakplaining sind nicht viele Begriffe geeignet, und davon etliche bereits ausgeschöpft) das Problem, sondern auch ein gewisser Überdruss. Mir wird momentan alles zuviel. Aktuelle Ereignisse belasten mich.
Aber vielleicht wird es auch wieder besser, wenn ich über die Feiertage eine ruhige Zeit habe, mich entspannen und erholen kann. Wir werden sehen.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich hier etliche Leser verloren, und auf Twitter langjährige Follower (teilweise wurde ich sogar – ohne vorangehende Interaktion – geblockt). Ich stelle das jetzt nur völlig neutral fest und dokumentiere es für’s Protokoll.

In der Firma sind wir jetzt noch im Endspurt. Ich bin derzeit nur noch höchstens einmal pro Woche im Büro, hauptsächlich, um im Labor zu arbeiten. Die am Jahresende fälligen Mitarbeitergespräche haben wir alle per online Meeting geführt. Jahresendfeiern oder ähnliches gab es heuer überhaupt keine. Nothing more to say.

Es ist vermutlich noch etwas zu früh, euch jetzt schon schöne Feiertage zu wünschen, aber ich mache es trotzdem.

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Schall und Rauch //2661

Mein realer Vorname ist nicht besonders häufig, eher selten, aber auch nicht ungewöhnlich.
So wie bei allen halbwegs gebräuchlichen Vornamen kommt er auch hin und wieder bei Figuren in Literatur und Kunst vor.
Da gab es mal einen alten Schlager, in dem eine Abwandlung meines Vornamens vorkam. Damit versuchten manche Personen gelegentlich (meist scherzhaft-freundlich gemeint), mich zu necken. Es ärgerte mich aber trotzdem. Ich erinnere mich plötzlich wieder, dass einer meiner Kommilitonen während des Studiums auch gerne dieses Lied anstimmte, wenn er mich sah. Im Rückblick war das vermutlich ein Anmachversuch, was ich damals aber gar nicht checkte, sondern nur genervt war.
In anderssprachigen Liedern kommt die Entsprechung sogar relativ häufig vor.

Eigentlich wollte ich noch ein wenig mehr darüber schreiben, aber ich glaube, ich lass‘ es doch besser sein.

PS: Ich werde sämtliche Spekulationen über meinen Namen in den Kommentaren entfernen, bzw. unkenntlich machen, ebenfalls entsprechende Links oder auch nur Andeutungen, egal ob zutreffend oder nicht.

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A Christmess Carol //2660

Sie traf mich gerade an, als ich Johannes die Windel gewechselt hatte und ihn wieder anzog. Ich hatte es eilig, weil ich gleich noch einen wichtigen Termin hatte. Der Chef ist für zwei Tage geschäftlich verreist, so dass ich ihn vertreten muss. Außerdem war ich in Gedanken bei irgendwelchem umständlichen Papierkram, den ich auch noch im Laufe der Woche zu erledigen habe.

„Ich habe die erste Geschichte für den Firmenblog fertig“, berichtete Frau Hilflo-Seerbin, „lässt sich das so einrichten, dass sie kurz vor Weihnachten erscheint?“
„Das geht im Prinzip“, antwortete ich kurz, während ich versuchte, Johannes die Latzhose zu schließen, dieser aber bereits ausreißen wollte und rumzappelte, „mailen Sie mir den Text zu.“
„Ich habe es kopiert. Hier!“, sagte sie, und legte mir ein paar Seiten Papier auf den Schreibtisch. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass sie eng handschriftlich beschrieben waren. Soll ich das etwa abtippen?
„Ich brauche den Text in digitaler Form“, wiederholte ich gestresst.
„Da sind aber auch ein paar Zeichnungen dabei“, meinte sie zaghaft.
Allmählich ging mir die Geduld aus. Ich bin derzeit sowieso ziemlich gereizt – als hätte ich permanent PMS. „Die kann man ja einscannen“, erklärte ich,“lassen Sie die Bilder da und schicken Sie mir den Text per Mail.“
Sie zog ab, nachdem sie zugesagt hatte, das zu tun.

Als ich später ein paar Minuten zwischendurch Zeit hatte, schaute ich mir ihren Entwurf an. Oh je! Das ist eine süßlich-kitschige Weihnachtsgeschichte, die absolut nichts mit einem professionellen Firmenblog zu tun hat. Dem Zielpublikum völlig unangemessen.
Ihre Zeichnungen sind, soweit ich das beurteilen kann, künstlerisch wohl gar nicht schlecht, aber thematisch passen sie nicht in ein seriöses Firmenblog.

Vorausgesetzt, sie mailt mir den Text tatsächlich rechtzeitig zu, habe ich folgende Optionen:
* Ich ignoriere ihn, bzw. „schaffe“ die Veröffentlichung nicht mehr vor Weihnachten.
* Ich überarbeite den Text, so dass im Prinzip nur noch gute Weihnachtswünsche und ein oder zwei Bilder übrigbleiben.
* Ich übernehme den Text unverändert als Weihnachtsbeitrag ins Firmenblog.
* Ich rede erst mal mit dem Chef darüber. Entweder gibt er mir Rückendeckung, oder eben nicht.

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Ungeboosterte Tweets //2659

Ohne lange Vorrede gibt es heute erwartungsgemäß meine Tweets vom 23. April bis 5. Mai.

Wie wäre es, wenn wir heuer einfach mal die #Eisheiligen ausfallen ließen? Deal?
Früher ging ich davon aus, dass politische Entscheidungen rational getroffen würden. Die Ergebnisse entsprachen nicht immer meinen Wünschen und Interessen, aber ich konnte nachvollziehen, dass sie auf durchdachten Gründen beruhten.
+Aber inzwischen .. regieren Angst und Rückgratlosigkeit.
a^x = e^(ln(a)*x) #Breakponentialfunktion
Unter dem Hashtag #Breakponentialfunktion werde ich bis auf weiteres täglich (?) Facts und Formeln zur Exponentialfunktion twittern.
Verschreiber des Tages: komisch statt kosmisch
#MayThe4thBwithU
Elternwonnen //2552 Zweitausendfünfhundertzweiundfünfzig
Mein liebster USB-Stick ist nicht mehr zuverlässig. Der war bitgelockt, dann nicht mehr lesbar. Ich hab ihn formatiert, manchmal geht er, aber oft zeigt er nur noch Zeichensalat. Ich muss ihn ausrangieren.
Verleser des Tages [zum 1.] Mai statt Mal
#Favoriten2teRunde @-\ #Umfrage [? Wildcard|@ Mail|[] Arrays|\ LaTeX]
Verleser des Tages: Gaugino statt Gauguin
Suchanfragen mit dem Plus //2551 Zweitausendfünfhunderteinundfünfzig
Verhörer des Tages: Mesonen statt Messungen
* #Antwort++ a
#Favoriten2teRunde ;-? #Umfrage [; Strichpunkt|<> Vergleich|= Gleichspannung|? Fragezeichen]
Verleser des Tages: masturbierte statt maturierte
Auf den (B)locksberg //2550 Zweitausendfünfhundertfünfzig
Wenn die besonders #Corona-Gefährdeten endlich alle durchgeimpft sind, dann könnte man doch eigentlich den #Lockdown und die #Maskenpflicht wieder aufheben.
Verleser des Tages: Gameten statt Garnelen
#Favoriten2teRunde -­-: #Umfrage [- Vorzeichen|. Satzende|/ Pathdelimiter|: Sprungmarke]
Ein Versprecher ist kein Versprechen.
Verschreiber des Tages: [man stochert im] Nabel statt Nebel
In der Theorie //2549 Zweitausendfünfhundertneunundvierzig
Mann bricht #Ausgangssperre, um #Supermond zu sehen.
+Nein, doch nicht! Wir sind in der #Inzidenz wieder unter der 100er-Schwelle.
+So schnell kann’s gehen. Heute morgen noch laut #RKI unter 100, jetzt schon wieder nach #LGL darüber.
+Und heute wieder drunter. Aber deutlich.
Wann werden wir wieder einen Bundeskanzler haben, dessen Vorname nicht mit A beginnt?
Verleser des Tages: Woke statt Work [Life Balance]
#FavoritenMit ~ #Umfrage [Proportional|Wechselspannung|Einer-Komplement|Destruktor]
Verleser des Tages: Pflegeneid statt Pflegenden
Muttitasking //2548 Zweitausendfünfhundertachtundvierzig
Die Meinungsmonopolisierung führt mit ihrem betreuten Denken dazu, dass allzu viele desinformiert sind, aber der festen Überzeugung, die Wahrheit mit dem Löffel gefressen zu haben.
Verhörer des Tages: gefährliche statt bisherige [Impfpriorisierung]
Es ist wirklich erschreckend, welche Menschenverachtung bisweilen unter dem Deckmantel von angeblichem Altruismus und zur Schau gestellter Nächstenliebe daherkommt.
#FavoritenMit | #Umfrage [Bitweises Oder|Pipe|Alternative|Betrag]
Baby reitet Rodeo auf seines Vaters Knie.
Wenn die Fronten so verhärtet sind, behalte ich meine Meinung für mich, und lasse mich nicht zwischen den Stühlen zerreiben.
Verleser des Tages: Remoulade statt Removable
Wie empathisch und moralisch überlegen muss man eigentlich sein, um die Existenznöte anderer so völlig in Abrede zu stellen?
Es zwitschert wieder //2547 Zweitausendfünfhundertsiebenundvierzig
Fast täglich wird ein neuer Hashtag durch’s Dorf getrieben, heute z.B. #allesdichtmachen. Ich weiß, ehrlich gesagt, gar nicht, um was es da wirklich geht. In meiner TL unterstützt es ein Teil, ein anderer Teil regt sich darüber auf.
+Aber nirgends _neutrale_ Information, was es damit auf sich hat. Mir ist die Zeit zu schade, selbst zu recherchieren, wenn doch überall nur voreingenommene Meinungen stehen, und nirgends fundierte Fakten.
+So geht es mir mit vielen Themen. Ich möchte mich nicht auf eine Seite schlagen, zumindest nicht, solange mir grundlegende Hintergrundinformationen fehlen.
+Vielen Leuten täte es gut, sich nicht in in solche emotionalisierten Debatten hineinziehen zu lassen. Die #Empörungskultur greift um sich. Für nüchterne, rationale Menschen nicht mehr nachvollziehbar.
+Ich wünschte, Gelassenheit, Besonnenheit, Sachlichkeit und Pragmatismus wären weiter verbreitet. So jedoch bleibt schließlich nur noch Resignation, oder es zerreißt irgendwann die ganze Gesellschaft.
Es macht keinen Spaß mehr. Ich habe zu vielem eine abweichende Meinung (die ich sachlich begründen kann). Aber wenn ich sie äußern würde, hätte ich sofort einen #Shitstorm am Hals. Abwertung und Diffamierung statt Argumenten. Das ist es mir nicht wert. Also halte ich den Mund.
+Wie konnte es jemals so weit kommen, dass legitime Meinungen nicht mehr offen gesagt werden dürfen. Deshalb muss sich dem doch niemand anschließen. Man kann trotzdem akzeptieren, dass der andere halt anders gewichtet und priorisiert als man selbst. #AgreeToDisagree
An alle Schlaumeier, die gerade überall verkünden, es käme nicht auf die #Reihenfolge von #Zahlen bei der #Multiplikation an: Wenn ihr einen #Schiefkörper habt, dann schon. Beispielsweise #Quaternionen. #Produkt #Faktor #Kommutation

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Momentaufnahme //2658

Wohliges Stöhnen. Langsam zog sich die Stange aus mir zurück, während wir weiter engumschlungen und aneinandergedrückt liegenblieben.

Ein kleine Hand krabbelte über meinen Rücken – auf der Suche nach meinen Brüsten. Ich musste mich also umdrehen, bevor er richtig wach und munter wurde.

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Aus Dingsda //2657

Durch meine wissenschaftliche Arbeit und Forschungsprojekte habe ich inzwischen einige interdisziplinäre Kontakte auf der ganzen Welt.

Unter anderem ist da ein Wissenschaftler (übrigens eine anerkannte Koryphäe in seinem Fachgebiet) in den USA, dessen Nachname mir bekannt vorkam. Der Nachname ist erkennbar deutschen Ursprungs, wenn auch selten. Einer meiner Urgroßväter hatte denselben Nachnamen. Ich weiß, dass sein Bruder (dessen Vornamen ich leider nicht kenne) in die USA auswanderte. Sie hatten aber noch lange Kontakt miteinander.
Ich fragte diesen Wissenschaftler also, wo seine Vorfahren ursprünglich herstammten. Er antwortete, dass er selbst das nicht wisse, aber seinen hochbetagten Großvater fragen wolle, und sich dann wieder bei mir melden würde.
Nach einiger Zeit erhielt ich Antwort. Den genauen Ort scheint sein Großvater auch nicht gewusst zu haben, aber immerhin die Gegend, und die stimmt überein. Auch der Zeitrahmen passt, soweit das noch nachvollziehbar ist.

So wie es aussieht, sind dieser Wissenschaftler und ich mit hoher Wahrscheinlichkeit verwandt, wenn auch um einige Ecken – Vetternschaft dritten Grades oder so.

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Traum im Cache //2656

Geht es euch auch so?
Meistens weiß ich ja am Morgen gar nicht, was ich nachts geträumt habe. Aber es kommt vor, das ich aufwache, und noch eine ziemlich detaillierte Erinnerung habe (auch wenn’s vielleicht wirr war), was ich geträumt habe.
Wenn ich dann noch ein bisschen in dieser Erinnerung verweile, kann ich auf Einzelheiten bewusst zugreifen.

Doch dann muss ich aufstehen, oder etwas lenkt mich ab.
Nach und nach überschreiben die neuen Ereignisse die Erinnerungen an den Traum. Ich vergesse ihn. Vielleicht sind nach einer halben Stunde noch ein paar vage Fetzen übig, spätestens mittags weiß ich noch nicht einmal mehr, worum es überhaupt ging.
Ich finde es schade, dass der Traum offenbar nicht permanent ins Gedächtnis geschrieben wurde, sondern nur in einer Art volatilem Cache vorhanden war.

Irgendwann habe ich mal gelesen, dass man die Erinnerungen an Träume konservieren könne, wenn man sie sofort aufschreibt. Beim späteren Lesen wären sie dann wieder in gewissem Maße präsent.
Ich komme aber früh nicht gleich dazu, etwas aufzuschreiben. Bis ich dafür Gelegenheit fände, wären die verbliebenen Traumreste bereits viel zu zerstoben.

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Tendenz suchend //2655

Nachdem insbesondere im Oktober die Anzahl der Suchanfragen auf einem Tiefstand waren, scheinen sie jetzt allmählich wieder anzuziehen. Google’s Wege sind unergründlich.

„breakpoint essen“
Ich esse gerne Sahnetorte und Schokolade, aber Schokoladentorte mag ich nicht besonders.

„tiefer halsausschnitt französisch“
Décolleté.

„geliebte des chefs“
Das bin ich, und auch die Mutter des Juniorchefs.

„frühlingspunkt“
Einer der beiden Punkte, an denen die Sonnenbahn den Himmelsäquator schneidet. Dann ist Tag-und-Nacht-Gleiche, und das Frühjahr (bzw. der Herbst) beginnt.

„homöopathie positronium“
Woher die Homöopathen ein Positronium herkriegen wollen ist mir schleierhaft. Aber der Glaube an solche esoterische Pseudomedizin ist ja weit verbreitet.

„kurztrip“
Reisen gibt es kaum noch. Ist mir ganz recht.

„schulcomputer hacken“
Bei den meisten Schulen wird Sicherheit ziemlich nachlässig gehandhabt.

„konservative kraft gravitationskraft“
Die Gravitationskraft ist vom Abstand der beiden Massen abhängig, also vom Ort, und somit konservativ.

„lisa welle“
Ich mag Lissajousfiguren so gern.

„mehrere ketten ineinander verknotet“
Oh je! Das kann topologisch schwierig sein, die aufzutröseln.

„kristellergriff“
Der kann in der Geburtshilfe angewandt werden. Dabei wird von außen auf den Bauch der Gebärenden Druck ausgeübt, um das Baby rauszuschieben.

„schweineleber in milch einlegen“
Dann wird sie schön zart.

„experiment mit brausepulver“
Ein organische Säure in Pulverform (Weinsäure, Zitronensäure) mit Natron, Soda oder Backpulver mischen. Wenn man Wasser zugibt, reagieren die Zutaten, wobei Kohlendioxid entsteht.

„chefkoch leberklößchensuppe“
Der kriegt die auch nicht leckerer hin als meine Mutter.

„höllentrip bei feinkost zipp“
Aha.

„spiegelei eigelb flüssig salmonellen“
Spiegelei mag ich nicht, weil das teilweise so glibberig ist. Bei Rührei rühre ich, bis das Ei schön fest ist. Dann ist es bestimmt ausreichend durcherhitzt.

„impfstrasse translate to english“
Deepl sagt „impregnation road“.

„konservative kraft potential“
Der negative Gradient des Potentials entspricht dem Kraftvektor.

„swingerclub“
Werde ich nie mehr besuchen.

„hamilton funktion“
Die kann bei Berechnungen der theoretischen Mechanik genutzt werden, um die Bewegungsgleichungen aufzustellen.

„apostatisch“
Abtrünnig, vom Glauben abgefallen.

„fleischvögel im schnellkochtopf“
Mein Blog ist kein Kochblog.

„wochenfluss gelb stinkt“
Das könnte bedenklich sein.

„guten tag herr nasenmann“
Das ist die letzte Zeile eines lustigen Reims, den man mit Kleinkindern spielen kann.

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Reseller As A Proxy //2654

Wieder mal hatte ein Reseller mit mir Kontakt aufgenommen.
Ich mag eigentlich keine Reseller. Die Kommunikation ist mit ihnen deutlich umständlicher als direkt mit Kunden. Ich muss für sie extra ein formales Angebot erstellen, wobei sie noch Vorzugskonditionen erwarten. Bei einem Auftragsvolumen im vierstelligen, oder meinetwegen auch höheren dreistelligen Eurobereich ist ein Resellerdiscount ja akzeptabel. Aber wenn es sich nur um niedrige Beträge handelt, mache ich selbst Verlust, wenn ich dem Reseller auch noch einen Rabatt einräume. Das deckt schon meinen zusätzlichen Zeitaufwand für die Abwicklung nicht ab.
Der Wiederverkäufer lebt aber von diesem Rabatt, bzw. er muss dem Endkunden zusätzliche Kosten in Rechnung stellen, um selbst Profit zu erzielen.

Kunden im Ausland haben manchmal Probleme mit den Zahlungsoptionen. Ich biete nun mal keine Zahlung über Kreditkarte an (d.h. indirekt über Paypal schon, aber das genügt eventuell nicht – dabei kann man neuerdings auch über Paypal bezahlen, ohne selbst dort ein Konto zu eröffnen).
Insbesondere bei staatlichen Institutionen müssen die Zulieferer bestimmte Auflagen erfüllen, die ein kleines Softwareunternehmen nicht immer leisten kann. Dann kann ein Reseller diese Lücke füllen.
Es soll auch vorkommen, dass – warum auch immer – manche Kunden unerkannt bleiben wollen, und deshalb einen Zwischenhändler einschalten.
Vielleicht scheuen manche Käufer auch das Risiko, einem weitgehend unbekannten Unternehmen (insbesondere im Ausland) per Vorkasse Geld zu überweisen, und lassen das Geschäft deshalb über einen Zwischenhändler laufen. Bei großen Beträgen verständlich, bei geringfügigen Beträgen, deren Verlust man leicht verschmerzen könnte, ist dieses Misstrauen allerdings übertrieben und IMHO nicht angebracht.

Diesmal lief es bis auf eine kleine Verzögerung zum Glück glatt ab. Da habe ich auch schon anderes erlebt.

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Vorhaben unter Vorbehalt //2653

Verena, meine älteste Stieftochter, war vor über einem Jahr im Sommer mit ihren Kindern weggezogen, um wieder mit Patrick zusammenzuwohnen. Seither haben wir uns nicht gesehen. Sophie und Niklas haben aber immer wieder gedrängt, dass sie doch endlich einmal ihren Halbonkel kennenlernen wollen.
Jetzt könnte es zu Weihnachten klappen. Patrick ist dann bei seiner anderen Familie, und Verena würde uns gerne für ein paar Tage besuchen – sofern die Situation es dann zulässt (was aktuell recht zweifelhaft ist). Im Landhaus wäre genug Platz für die drei.
Eigentlich bin ich wirklich kein Freund von Besuch, aber andererseits würde ich mich doch ein wenig freuen, Sophie und Niklas wiederzusehen. Ein bisschen hatte ich die beiden tatsächlich vermisst. Und für Johannes wäre es auch toll, noch ein paar Kinder kennenzulernen, mit denen er verwandt ist.
Wir haben Verena also signalisiert, dass sie, Sophie und Niklas willkommen wären.
Irgendwelche Pläne, dass vielleicht auch Norbert mit Elias oder Sonja (eventuell mit Lukas) mal an einen Nachmittag vorbeischauen könnten, machen wir noch nicht. Je nach dem, wie die aktuelle Lage dann ist, ergibt sich möglicherweise spontan etwas.

Meiner Mutter hatte ich ja auch angeboten gehabt, uns dann für ein paar Tage zu besuchen, aber sie hatte gleich abgelehnt, und ich nicht weiter versucht, sie zu überreden. Das ist jetzt ganz gut so, zumal sie wieder starke Beschwerden mit ihrem Knie hat und nur unter schlimmen Schmerzen gehen kann. Aber ein möglicher Operationstermin liegt in weiter Ferne.

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Noch mehr Tweets vom April //2652

Teilweise anachronistisch muten meine Tweets vom 15. bis 23. April an. Nie scheint sich die Welt schneller verändert zu haben als in den vergangenen Monaten. Und dennoch wirkt manches andere aktueller denn je.

Schon irgendwie absurd, dass diese bundesweite #Corona #Notbremse deutlich weniger streng ist als das, an was wir uns in Bayern schon seit langem halten.
+Und noch paradoxer ist, dass die Inzidenzen in Bayern sogar deutlich über dem Durchschnitt liegen. #HoniSoit
Verleser des Tages: Kopulationserklärung statt Kapitulationserklärung
#Favoriten2teRunde *– #Umfrage [* Pointer|+ Addition|, Komma|- Bindestrich]
Verschreiber des Tages: beleibt statt beliebt
Gibt’s den Hashtag #LaschetOgniSperanza schon?
Radiopassiv //2546 Zweitausendfünfhundertsechsundvierzig
Ich hätte ein wenig #Sommer nötig, Sonnenschein und Wärme.
Verleser des Tages: Blogparaden statt Bergparaden
#FavoritenMit {} #Umfrage [Antikommutatoren|Menge|Wiederholung|Kommentar]
Mein Sohn soll in einer Gesellschaft aufwachsen, in der auch Jungen und Männer anständig und fair behandelt werden.
Verleser des Tages: [Mitglied im] Patriarchat statt Parteirat​
Förderung einer Nachwuchsführungskraft //2545 Zweitausendfünfhundertfünfundvierzig
Verhörer des Tages: Nasenhaaren statt Maßnahmen
Noch mal ein Thread zu dieser unsäglichen #Lockdown-Diskussion, die mich nur noch zermürbt, und längst jenseits von Sinn und Unsinn ist.
+Seit etlichen Monaten habe ich privat nur noch persönlichen Kontakt zu Mann und Kind. Ein paar Ausnahmen gab es mit Verwandten – aber innerhalb des erlaubten Rahmens.
+Sonst sehe ich noch beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen andere Leute. Selten noch im ÖPNV. Das war’s dann auch schon. – Ach so, einmal war ich auch bei der Bank, und einmal im Rathaus.
+Worauf ich hinaus will: da lässt sich nichts mehr weiter reduzieren. Zumindest wenn man mal #Ausgangssperren außen vor lässt.
+Geschäftlich sieht’s ein bisschen anders aus. Überall wo es möglich ist, erlauben wir #HomeOffice (obwohl die Arbeitsleistungt dadurch deutlich absinkt). Auch ich arbeite weitgehend daheim.
+Kommunikation mit Mitarbeitern meistens über Mail, Telefon, Online-Meeting. Geht zwar nicht immer, aber wir versuchen es umzusetzen.
+Die Mitarbeiter, die präsent in den Betrieben sind, halten sich an Schutzkonzepte wie Abstand, Masken, Hygiene, .. und haben neuerdings die Möglichkeit, sich testen zu lassen (BTW Riesenaufwand für Organisation, Kosten, Arbeitszeit).
+In allen anderen vergleichbaren Unternehmen, die ich kenne, handhabt man es ähnlich. Branchen wie Gastronomie oder Tourismus sind ja ohnehin schon ziemlich kaputtgelockt.
+Wir gelten als #systemrelevant, weil unsere Geräte zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur unverzichtbar sind. D.h. egal wie hart der #Lockdown wird, uns wird man nicht schließen.
+Ob wir überhaupt noch produzieren könnten, wenn zu wenig Mitarbeiter einsatzfähig sind, die Lieferketten mal wieder unterbrochen sind, oder sonst irgendwelche Hürden im Weg sind, ist eine andere Frage.
+Was jedoch die Systemrelevanz betrifft – streng genommen bezieht sie sich nur (im Wesentlichen) auf die Fertigung und den Kundenservice. Gerade meinen Bereich – die Entwicklung – bräuchte man eigentlich nicht unbedingt.
+Nun ja, Softwareentwicklung geht großteils auch im Home-Office. Aber der Rest muss einen wesentlichen Teil der Arbeit im Labor verrichten. Wir wechseln da planmäßig ab, damit es im Labor nicht zu eng wird. Dokumentation und Auswertung gehen auch daheim.
+Bei einem strengen Lockdown müsste vermutlich die Geräteentwicklung eingestellt werden. So richtig weiß man es ja nicht, alle Äußerungen der verantwortlichen Politiker sind immer so wischiwaschi, bevor man dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird.
+Noch was zu den #Ausgangssperren: Einige unserer Mitarbeiter haben von uns Bestätigungen erhalten, die es ihnen erlauben, auch zur Sperrzeit unterwegs zu sein.
+Aber wer bestätigt das den Geschäftsführern? Wir hatten schon öfters spätabends Gespräche mit Kunden aus Amerika, oder in aller Frühe mit Geschäftspartnern aus Australien und Südostasien. Aus Gründen finden die in der Firma statt.
+Das waren jetzt nur mal wieder ein paar Gedanken, die ich loswerden wollte, bzw. Sorgen, die ich in Worte gefasst habe. Danke für eure Aufmerksamkeit.
#FavoritenMit ` #Umfrage [Backquote|SQL|Zeilenfortsetzung|Maskierung]
Eigentlich sollte es mir ja egal sein, aber es ärgert mich, wenn Personen, die 0 (in Worten „Null“) Ahnung von MINT haben, sich selbst als Nerd bezeichnen, weil es eben gar nicht stimmt. #FakeNerds
Sollte ich jemals durch eine Seuche, Naturkatastrophe, Massenunfall, Terroranschlag o. dgl. ums Leben kommen, so möchte ich nicht bei einer Trauerveranstaltung oder ähnlicher Gedenkaktionen einbezogen werden. Bitte meine Willensbekundung respektieren.
Er hält mir einen Schraubenschlüssel hin. „Was soll ich damit?“ – „Wenn bei dir mal eine Schraube locker ist.“ #TamingOfTheScrew
Kann es sein, dass die #Umfragen bei @Twitter gerade nicht funktionieren?
Verleser des Tages: Hurenbock statt Handbook
Hey! Die bewährte Statistikseite bei WordPress ist wieder verfügbar!
The Stalker //2544 Zweitausendfünfhundertsvierundvierzig
„Hilfst du mir mal beim Reinschieben?“ – „Aber gerne!“ – „Ich meine den Esstisch.“ – „Ach, so.“
#Polarluft #AnnoyedGrunt Wo ist die #Klimaerwärmung, wenn man sie mal braucht?
So wohltuend, wenn man am Wochenende oder in der Freizeit keine anderen Menschen mehr zu treffen braucht. Soziale Distanz, Kontinuität und Regelmäßigkeit – das würde ich mir auch beruflich wünschen, wenn es nur ginge.
#Ausgangssperren schwächen das #Immunsystem und können einen #VitaminDMangel verschärfen.
Verleser des Tages: Kritik statt Klinik
#FavoritenMit _ #Umfrage [Subscript|Unterstreichung|Blank-Ersatz|Trennlinie]
Dieses ewige Hin und Her! Jetzt macht halt schon endlich den harten #Lockdown, damit einfach mal Ruhe ist.
+Aber dann seid wenigstens einmal konsequent, und beutelt nicht nur die Wirtschaft, die auch so schon hart am Limit ist!
+Keinerlei private Kontakte mehr außerhalb des eigenen Haushalts (Ausnahmen höchstens noch für nahe Verwandte). Das muss einfach ein paar Wochen strikt durchgezogen werden.
Verschreiber des Tages: Anne statt Antenne
Ach, ja .. der #Himbeerpalast ..
Genderazzi //2543 Zweitausendfünfhundertdreiundvierzig
Huch – ich hab weiße Schokolade gegessen! Muss ich jetzt zum Ausgleich etwas Farbiges essen, um die Weißheit zu kompensieren?

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Auf den Flausch gekommen //2651

Für gewöhnlich bin ich am Morgen früher im Büro, sofern ich nicht – wie meistens in letzter Zeit – ganz daheim im Home-Office bleibe. Diesmal war ich halt später dran, weil das Versorgen von Johannes mehr Zeit als üblich verbraucht hatte.
Danuta wartete bereits unten an der Pforte, um gleich einen Spaziergang mit Johannes zu machen. Sie sollte dabei in der Stadt etwas für mich besorgen, und wenn sie wollen und es ihnen danach nicht zu kalt ist, meinetwegen noch auf den Spielplatz. Ich wechselte noch ein paar Worte mit ihr, dann ging sie mit Johannes im Buggy los, während ich nach dem obligatorischen Antigentest weiter in Richtung meines Büros lief.

Bereits auf der Treppe vernahm ich seltsame Geräusche, Trabbeln und schließlich Hundegebell. Kaum oben angelangt, stürzte ein mittelgroßer Hund, Typ Bettvorleger, auf mich zu, beschnüffelte mich und machte Anstalten, an mir hochzuspringen – widerlich aufdringlich, aber wenigstens nicht aggressiv.
Ich war starr vor Schreck. Wie kam ein Hund hier herein?
Angelockt von den unüblichen Lauten standen ein paar Angestellte herum, unterhielten sich, und schauten.

Dann kam Frau Hilflo-Seerbin angerannt und zog den Hund zu sich: „Was bist du schon wieder ausgerissen, Schnuffy!“ Sie streichelte und knuddelte ihn, „ach, was bist du für ein Guter, ja, so ein wirklich Feiner!“
„Was macht der Hund hier?“, fragte ich.
„Den habe ich heute mitgebracht. Er mag es gar nicht, alleine daheim zu bleiben, und heult dann die ganze Zeit.“
„Das hier ist ein Firmengebäude. Hunde haben keinen Zutritt.“
„Das wusste ich nicht. Aber der süße Schnuffy-Schnuffy-Schnuffelchen macht doch gar nichts.“

Inzwischen hatte Carsten auch mitbekommen, welcher Tumult auf dem Gang herrschte, und trat zu uns. Frau Hilflo-Seerbin erzählte, dass sie den Hund noch nicht lange hatte, und ihn einfach mit ins Büro gebracht hätte, weil er hier ja nicht störe.
Er erklärte ihr, dass wir keine Hunde hier erlauben, u.a. wegen der Versicherung und weil eventuell Beschäftigte allergisch auf Tierhaare reagieren könnten.
„Aber wo soll der liebe Schnuffy-Schnuff dann hin, wenn ich her ins Büro komme? Er jault und bellt dann die ganze Zeit, wenn er allein ist, und zerbeißt die Möbel.“ (Erst recht ein Grund, ihn nicht mit ins Büro zu nehmen.)
„Du wirst schon eine Lösung finden, Astrid. Aber die Firma ist kein geeigneter Aufenthalt für einen Hund.“
„Der brave Schnuffy tut doch niemandem was. Ich lasse ihn nicht mehr aus meinem Büro „[das sie mit zwei Mitarbeitern teilt, die aber meist daheim arbeiten]“ heraus, und passe gut auf ihn auf. Die beiden Herren in meinem Büro haben nichts dagegen.“

Carsten weiß genau, was ich von solchen Hunde halte, und wie mir das zusetzt. Trotzdem gab er nach, und erlaubte, dass der Hund ausnahmsweise – weil er ja jetzt schon mal da sei – heute dableiben dürfe, sie ihn in Zukunft aber nicht mehr mitbringen solle. Er hätte sie wirklich sofort heimschicken sollen, zumal sie ohnehin nichts wichtiges zu tun hat. Vor Ort schon gleich gar nicht.
Frau Hilflo-Seerbin zog ihren (sich sträubenden) Hund hinter sich her, als sie wieder zurück in ihr Büro ging. Die Zuschauer zogen sich ebenfalls zurück.

Ich drehte mich um, um die Treppe wieder hinunter zu gehen.
„Wo willst du hin?“, fragte Carsten.
„Ich gehe“, erwiderte ich, „solange dieser Köter die Firma unsicher macht, ist hier kein Platz für mich. Schick‘ Danuta zu mir nach Hause, wenn sie wiederkommt.“

Ich wollte zwar später an einer Besprechung teilnehmen, aber da muss ich nicht zwingend persönlich dabei sein. Es reicht, wenn ich später das Protokoll lese, um mich über den aktuellen Status zu informieren. Ich hatte auch die Absicht gehabt, eine Zeitlang ins Labor zu gehen, aber das musste ebenfalls nicht heute sein. Ich kann meine Laborzeiten von daheim aus umplanen. Und der Gang durch die Fertigung, den ich dringend wieder mal machen müsste, kann, wenn es denn sein muss, auch noch bis nächste Woche warten.

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Riskante Entschrottung //2650

Die folgende Geschichte habe ich vor einiger Zeit von einem IT-Mitarbeiter erfahren. Das ist ein eher allgemeines Thema und betrifft mich persönlich nicht. Trotzdem kann ich hin und wieder auf meinem Blog auf solche Missstände aufmerksam machen.

Der Mitarbeiter bastelt privat gerne an alten Computern herum, baut sie um, oder schlachtet einzelne Teile aus. Im Laufe der Zeit ist da auch einiges an alten Platinen und sonstigen Teilen zusammengekommen, die er nicht mehr braucht (auch wenn er ursprünglich mal angenommen hat, er würde sie vielleicht doch noch verwenden können). Das ganze Zeugs nimmt inzwischen einigen Platz ein, so dass er sich entschloss, den Elektronikschrott ordnungsgemäß zu entsorgen.
Er recherchierte also, wo in der Nähe seines Wohnortes er ausrangierte Elektrogeräte und Elektronikmüll abgeben kann, und fand einen Wertstoffhof zwar etwas abgelegen, aber entfernungsmäßig mit dem Fahrrad noch gut zu erreichen. Die Öffnungszeiten waren etwas seltsam, aber er konnte einen Timeslot finden, der ihm passte.
Dieser Mitarbeiter fährt (aus Überzeugung) nur mit dem Fahrrad. Er hat – als praktizierender Umweltschützer – kein Auto. Den Elektroschrott (oder zumindest einen Teil davon) füllte er in eine große Kiste, die er auf den Gepäckträger seines Fahrrads schnallte.
Der Weg zum Wertstoffhof führte ein großes Stück über eine sehr belebte, vielbefahrene Straße, kein Gehsteig oder Radweg in der Nähe. Ihm wurde himmelangst. Aus einer anderen Richtung ist der Wertstoffhof überhaupt nicht zugänglich, weil dort ein – sagen wir ein – Fluss verläuft. Die nächste Haltestelle von öffentlichen Verkehrsmitteln ist etwa anderthalb Kilometer entfernt. Der einzige Weg von dort führt über eben jene vielbefahrene Straße.

Was ist denn das für ein Umweltschutz, der es Fußgängern und Radfahrern fast unmöglich macht, bzw. nur unter großer Gefahr für Leib und Leben, ihre alten Wertstoffe abzugeben? Auch wenn dieser Fall nur exemplarisch ist, scheint es für Wertstoffhöfe schon ziemlich typisch zu sein, dass man ein Auto braucht, um sie zu erreichen, weil sie gerne irgendwo in den Pampas angelegt werden, und häufig genug ohne vernünftige Anbindung an den Nahverkehr. Da werden teilweise Gebühren über Kofferraumvolumina abgerechnet. Der Fußgänger, der mit Handwagen hinfahren will, oder der nur wenige Teile abzugeben hat, hat keine Chance. Der Senior mit Rollator, die Mutter mit kleinen Kindern, .. die werden das nächste mal ihre Kleinteile lieber in die Restmülltonne schmeißen, weil der Weg zum Wertstoffhof einfach eine Zumutung ist.

Als Hersteller elektrischer Geräte, der Monat für Monat einen nicht unerheblichen Geldbetrag ausgibt, um seinen Verpflichtungen zur Rücknahme von Elektroschrott nachzukommen, ärgert mich das ebenfalls. Nein, ich habe kein Patentrezept, wie man die Rückgabe praktikabel und kosteneffizient abwickeln könnte. Aber so wie das hier läuft, ist es eine reine Alibilösung, ohne dass wirklich ein Wille erkennbar ist, dass man Resourcen wiederverwenden und die Umwelt schonen will.

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Spiel und Spaß am Nachmittag //2649

Eigentlich hatten wir Norbert mit Elias schon für den Samstag von zwei Wochen eingeladen gehabt. Aber da Elias gerade dann eine Mittelohrentzündung hatte, musste das Treffen verschoben werden.
Elias ist ja nur wenige Monate älter als Johannes, und da wäre es schön, wenn die beiden sich ab und zu sehen würden und als gelegentliche Spielgefährten miteinander aufwachsen. Wir haben jetzt erst mal mit einem Nachmittag angefangen. Wenn die Cousins sich gut verstehen, lässt sich das in Zukunft auch noch weiter ausbauen.

[Zumindest aktuell möchte ich es bei der Info belassen, dass Natascha, Elias‘ Mutter, gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, sich angemessen um ihn zu kümmern. Sie wohnt wieder bei ihren Eltern und ist selbst schwerbehindert und zum Pflegefall geworden. Ihre Eltern sind damit überfordert, rund um die Uhr auch noch ein Kleinkind zu betreuen, weshalb Elias zeitweise bei Norbert ist, obwohl dieser es ursprünglich abgelehnt hatte, die Sorge für sein Kind zu übernehmen.]

Carsten hatte kurzzeitig überlegt, auch Sonja einzuladen, entschied sich aber dagegen, weil wir diese Treffen möglichst ruhig und kontaktarm angehen wollten. Vielleicht ein andermal.
„Soll ich mich dann auch fernhalten?“, fragte ich, „und ihr macht einen reinen Herrennachmittag daraus. Die Klugsch-Männer unter sich, oder so.“
„Nein,“, antwortete Carsten, „schließlich brauchen wir dich doch, um die Windeln zu wechseln.“

Das Wetter schien trüb und diesig. Trotzdem machten wir, nachdem Norbert mit Elias im Landhaus angekommen war, erst einmal einen kleinen Waldspaziergang. Wer weiß, wie lange das noch möglich ist. Das Wetter war sogar deutlich angenehmer als befürchtet: nicht besonders kalt, windstill, relativ trocken.
Elias ist etwas älter als Johannes, und in diesem Alter merkt man schon noch einen deutlichen Entwicklungsunterschied. Ich denke, dass sich das im Laufe der Zeit geben wird. Bereits jetzt ist Johannes etwas größer als Elias.
Die beiden spielten die meiste Zeit friedlich vor sich hin, während wir Erwachsenen Kaffee trinkend und Kuchen essend dabei zusahen und uns unterhielten.
Johannes‘ Lieblingsspielzeug ist derzeit ein Satz unterschiedlich großer, bunter Becher, die man aufeinander stapeln kann, sowie eine Ziehente aus Holz, die – dank eines passenden Exzenters – dabei vor sich hinnickt und die Flügel bewegt. Außerdem waren auch die Perlenbahn und die Duplo-Teile besonders beliebt.

Irgendwann waren die beiden Buben müde, und begannen herumzuquengeln. Das war das Signal für Norbert, Elias anzuziehen und sich zu verabschieden.
Voraussichtlich in zwei oder drei Wochen treffen wir uns dann bei Norbert.

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Der Preis des Preises //2648

Wenn ich heute so ziemlich meinen letzten zurückgestellten Entwurf im Rahmen des dritten Wochenendes im Monat endlich veröffentliche, so war dieser bereits vor einigen Jahren aktuell gewesen. Spontan wollte ich damals die Angelegenheit eigentlich gleich veröffentlichen, obwohl mir klar war, dass es meine Annenühmität gefährden würde. Im letzten Moment habe ich den Beitrag damals dann doch nicht publik gemacht, sondern stattdessen irgendeinen Fülleintrag, den ich gerade parat hatte. Seither fristete der Beitrag sein Dasein bei meinen Entwürfen. Ich wollte ihn immer wieder mal doch veröffentlichen, habe jedesmal dann aber trotzdem gezögert. Nun ja – wie gesagt – das ist schon einige Jahre her, und inzwischen dürfte nichts neues mehr drinstehen, das man leicht irgendwie zuordnen könnte, weil der zeitliche Bezug mittlerweile einfach zu verschwommen ist.

„Es wäre vermutlich besser, wenn ich nicht darüber bloggen würde, aber das muss einfach raus:
Ohne konkrete Details zu nennen, soll mir eine Auszeichnung für meine wissenschaftliche Arbeit (wohlweislich hatte ich darüber nichts gebloggt, und werde auch jetzt keine Einzelheiten erzählen) zuerkannt werden, worüber ich mich im ersten Moment, als ich es erfuhr, wahnsinnig freute.
Doch dann kam die Besinnung. Was ich da gemacht habe, ist zwar von hohem Anspruch und Qualität, hat aber keinerlei praktische Bedeutung – sprich, es ist völlig nutzlos.
Keine Ahnung, wer mich nominiert hat. Benjamin war es laut seiner Aussage nicht. Ich wüsste nicht, wer sonst dafür in Frage käme, kann also nirgends nachfragen.
Es ist sicher nicht die einzige wissenschaftliche Errungenschaft, die diese Auszeichnung (im betreffenden Zeitraum) verdient hätte. Und die Frage stellt sich mir nun: Würde ich diese Auszeichnung auch bekommen, wenn ich ein Mann wäre?
Ich möchte mich wieder unbefangen darüber freuen können, wenn meine Leistung gewürdigt wird, aber die ganzen verd*mmten Frauenbevorzugungen machen mir einen Strich durch die Rechnung.
Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, die Auszeichnung abzulehnen. Der Feminismus muss einem aber auch alles verleiden!“

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Schwebung //2647

Das Telefon klingelte. Ich nahm ab.
Sie nannte ihren Nachnamen, der immerhin so häufig ist, dass ich ihn nicht sofort zuordnen konnte, fügte dann hinzu: „Wir kennen uns flüchtig. Ich bin Elisabeth, die Mutter von Leonie. Nennen Sie mich Lisa.“
Ich war ziemlich überrascht, murmelte erst mal nur ein Hallo in die Telefonmuschel.

Das Telefongespräch mit ihr dauerte über zwanzig Minuten. Versteht bitte, dass ich vage bleiben muss. Sie hat einen beruflichen Bezug zu einem Projekt, an dem ich beteiligt bin, und kontaktierte mich deshalb, weil Leonie, die „immer voller Hochachtung und Bewunderung“ von mir spricht, ihr gesagt hätte, dass ich mich damit auskenne. (Leonie selbst geht es übrigens gut, auch wenn ihr Studium wegen Corona verzögert wurde. Ich ließ Grüße ausrichten.)
Für das betreffende Projekt lasse ich auf meinem Server einen gewissen Dienst laufen. Sie hätte Verwendung für einen ähnlichen Dienst, und das – wer hätte das gedacht! – ziemlich dringend. Sie begründete die plötzliche Dringlichkeit sogar nachvollziehbar. Ich machte mit ihr aus, dass sie mir erst einmal konkretere Details zumailt, die ich mir ansehen werde, und wir dann weiter sehen werden.

Ich habe inzwischen einen ersten Blick auf die Daten geworfen. Sieht soweit ganz ordentlich aus. Daraus könnte man etwas machen. Irgendwie reizt mich das schon.
Von meinen knappen Zeitresourcen mal ganz abgesehen, weiß ich jedoch nicht, ob ich ihr so ganz trauen soll. Für sie spricht, dass sie die Mutter von Leonie ist, und Leonie eine vernünftige, sympathische, junge Frau.
Andererseits ist Elisabeth eng mit Beate befreundet, und der traue ich definitiv nicht. Außerdem gefällt mir nicht, wie sie damals mit Thomas umgesprungen ist. Ihre verschiedenen Abkürzungen ihres Vornamens wie Lissi, Elli, Betty und jetzt Lisa finde ich verwirrend.
Also werde ich erst mal ziemlich zurückhaltend bleiben, und schauen, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt.

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Vom Dualismus Vamp – Muse //2646

Zufällig bin ich auf eine Pressemeldung gestoßen, laut der in Forschungen festgestellt wurde, dass Gehirnscans im Kernspintomographen das (räumliche) Denken beeinflussen können. Meine erste Assoziation war die Quantenmechanik, bei der die Messungen eine Wirkung auf das Ergebnis haben.
Meine zweite Assoziation war die Erinnerung an einen früheren Freund+, der maßgeblich an der Entwicklung von Kernspintomographen beteiligt war. [Ich glaube, ich habe ihn früher schon einmal erwähnt, möchte jetzt aber keine Links heraussuchen. Damals bekam er kein Pseudonym verpasst, und so verzichte ich auch diesmal darauf.]
Er ermöglichte mir einmal die Teilnahme an einer Vorführung eines 7-Tesla-MR-Tomographen. Ich erinnere mich an ein seltsames Gefühl der Beklemmung, nicht direkt schwindelig, aber unangenehm, und dass ich eigentlich nur noch weg wollte.
Häufig saßen wir zusammen und diskutierten technische Details. Als Vamp sog ich alles Wissen in mich auf, als Muse inspirierte ich ihn. Es gehört mehr zum Muse sein, als einfach nur körperlich präsent zu sein. Man stellt sinnvolle, weiterführende Fragen, gibt Feedback, spinnt vage Einfälle weiter, und schließlich führt eine Evolution von rückgekoppelten Ideen zu kreativen Lösungen.
Ohne mich selbst loben zu wollen, kann es durchaus sein, dass ohne meinen konstruktiven Input manche Ergebnisse weniger effizient ausgefallen wären.

Leider gehen im gesellschaftlichen Diskurs die Errungenschaften und Erfolge der Technik unter. Sie sind wohl so selbstverständlich geworden, dass sie ignoriert werden können. Innovationen erfahren selten die Wertschätzung, die sie verdienen.
Man stelle sich Kliniken, insbesondere Intensivstationen vor ohne moderne Technik: keine Überwachung der Vitalfunktionen, keine Respiratoren, keine Infusionspumpen, .. keine CTGs im Kreißsaal .. Sanitäter ohne Defibrillator .. keine hochauflösenden Geräte zur Diagnostik .. was bleibt dann noch übrig?
Und die medizinischen Apparaturen sind zuverlässig und genügsam. Die jammern nicht dauernd herum oder streiken.

Kürzlich habe ich ebenfalls gelesen, dass der Hörsaal im Physikalischen Institut meiner alten Alma Mater – also dort, wo ich viele Stunden Vorlesungen mehr oder weniger aufmerksam verfolgt habe – umbenannt wurde, nach einem Pionier der medizinischen Bildgebung, der die damals unbekannten „X-Strahlen“ zuerst entdeckt hatte [Nach kolportierten Gerüchten hatten seine Kollegen an anderen Universitäten das Pech, dass ihre Röhren beim Transport kaputtgegangen waren.]. Nur wenige Meter vom Eingang entfernt befindet (oder befand?) sich eine kleine Ausstellung mit Schaukästen und Postern. Eines der Exponate ist das damals aufgenommene Bild einer knöchernen Hand, die einen Ring trägt. Man vermag es sich heute gar nicht mehr vorzustellen, mit welcher Naivität und Unbekümmertheit damals neue Phänomene und Technologien angewandt wurden, ohne im geringsten zu bedenken, dass auch unerwünschte Effekte dabei entstehen können, die vielleicht erst Jahre später manifest werden.
Mir dünkt allerdings angesichts aktueller Ereignisse, dass die Menschheit doch noch nicht sehr viel dazugelernt hat.

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