Fünfhundertsiebenundzwanzig

Vor einigen Wochen hatte ich gebloggt, dass einer meiner Mitarbeiter gerne zur Entwicklung wechseln würde. Das war dann am Veto des Geschäftsführers gescheitert, der keine Neueinstellung erlaubte, sondern höchstens einen internen Wechsel.
Jetzt hat sich ein Entwickler gemeldet, der angeblich gerne zur IT will. Mir dünkt, der CTO will diesen Mitarbeiter gerne loswerden. Denn dieser ist nicht gerade der brillanteste Entwickler (OK, für die IT spielt das nicht unbedingt eine Rolle) und außerdem ein eher unangenehmer Mensch, der leicht mit seinen Kollegen aneckt. Ein Gewinn für meine Abteilung wäre er sicherlich nicht. Natürlich könnte ich schlichtweg ablehnen. Aber wäre das klug?

Wie es aussieht, werde ich sowieso noch länger die Interims-Leitung der IT-Abteilung innehaben. Der Kandidat, den wir damals einstellen wollten, hat nämlich abgesagt, da er eine andere Stelle angenommen hat. Die Suche geht also weiter.

Für den Content der Firmen-Website werde in Zukunft ausschließlich ich verantwortlich sein. Nachdem ich damals dem Vertriebsleiter gemailt hatte, dauerte es noch ein paar Tage, bis sich die zuständige Marketingtussi bei mir meldete. Es gäbe noch einigen Klärungsbedarf und sie bäte mich um ein Gespräch. Als Termin schlug sie ein Datum in mehreren Wochen vor. Ich setzte den Termin auf den übernächsten Tag fest (sie sträubte sich zwar dagegen, konnte jedoch keine akzeptable Begründung liefern). Dass ich dann selbst verhindert sein würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.
Also sprang Carsten höchstpersönlich ein, um dieses Gespräch zu führen. Wie es im einzelnen abgelaufen ist, weiß ich selbst nicht. Jedenfalls teilte mir Carsten irgendwann später mit, dass ich in Zukunft für den Content der Website alleine zuständig sein würde, ohne es mit dem Marketing abstimmen zu müssen.
Ich habe auch sein OK erhalten, den Twitter-Account zu aktivieren, gelegentliche, sachgerechte Tweets abzusondern, und die Timeline in die Website einzubetten. Na also.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Fünfhundertsiebenundzwanzig

  1. plietschejung schreibt:

    Ober sticht unter, das war schon immer so.
    Marketing-Tussis denken eben nicht diplomatisch. Nicht immer.

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  2. schaum schreibt:

    es geht voran, nach einer kleinen delle, hat das verlängerte wochenende doch gewirkt? entspannung und tatkraft…

    es schäumt einguterneustart

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  3. sweetsurrender schreibt:

    Könnte es sein das Dich Dein Mann so ganz vorsichtig immer mehr in seine Firma einbindet?
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren. 😉

    Wie gehen eigentlich die Mitarbeiter um mit der „Frau vom Chef“?

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    • breakpoint schreibt:

      Hm, komplexes Thema.
      Aber meine Involvierung ins Marketing wollte er ursprünglich definitiv nicht.
      Und den IT-Kram mache ich auch nur vorrübergehend.

      Die meisten Mitarbeiter gehen mehr oder minder professionell mit mir um.
      Was bliebe ihnen auch anderes übrig?

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      • Leser schreibt:

        Wie lange dauert denn dieses Vorübergehend bereits an? Irgendwie kommt es mir so vor, als würdest Du in 5 Jahren auch noch davon sprechen, dass Du die IT-Abteilung ja nur vorübergehend leiten würdest…So gesehen – klar, wir arbeiten alle immer nur vorübergehend in unserem Job! Spätestens ab der Rente ist es dann vorbei! 🙂

        Das, in Verbindung mit dem „komplexen Thema“ – und auch ganz gezielt unter Einbeziehung der Betrachtung, in wiefern eine Frau an seiner Seite den Chef zum besseren Chef macht – sollte doch mal etwas Nachdenkstoff geben…

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  4. engywuck schreibt:

    so, jetzt also nur noch eine deutschsprachige Firma suchen, deren Twitteraccount vor Monaten aktiviert wurde und erst in den letzten Tagen zu zwitschern angefangen hat. Dann noch den Geschäftsführer herausfinden und schon haben wir dich

    *duckundweg*

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  5. breakpoint schreibt:

    FünfhunderteinunddreißigBei einem Fahrradunfall hat sich der CTO einen komplizierten Beinbruch zugezogen. Das bedeutet, dass er die nächsten Wochen und Monate im Krankenhaus oder auf Reha verbringen wird. Wie lange genau, ist ungewiss.

    Also ist in nächster Zeit die Entwick…

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  6. Knackfrosch schreibt:

    Wie hättest du es empfunden, wenn die „Marketingtussi“ ihren Ehemann zu eurer Besprechung geschickt hätte?

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    • breakpoint schreibt:

      1. war IMHO eine Besprechung gar nicht nötig.
      2. hatte ich durchaus die Absicht selbst hinzugehen.
      3. habe ich meinen Ehemann nicht hingeschickt, sondern das war seine eigene Idee und Entscheidung, als ich am vorgesehenen Termin kurzfristig verhindert war.
      4. ist die Marketingleiterin AFAIK gar nicht verheiratet, und wenn, dann hat ihr Ehemann/Partner überhaupt nichts mit der Firma zu tun.
      5. ist Carsten der Chef und kann grundsätzlich an jeder Besprechung innerhalb der Firma teilnehmen, sofern er dies wünscht.

      Um deine Frage nun konkret zu beantworten:
      Wäre mir plötzlich ein Firmenfremder gegenübergesessen, der mit der Fragestellung überhaupt nichts zu tun hat, wäre ich mir ziemlich veralbert vorgekommen. Und auch der Chef wäre sicherlich not amused gewesen, hätte er davon erfahren.

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      • Knackfrosch schreibt:

        Jetzt hast du in die Frage hinein interpretiert, ich unterstelle dir du hättest dich nicht getraut. Damit hast du jetzt mehr verraten, als du wahrscheinlich wolltest ;-).

        Was ich eigentlich meinte ist: Die Marketingleiterin wird dir auch unterstellen du hättest dich nicht getraut – unabhängig davon, ob es nun stimmt oder nicht – sich darüber prächtig amüsieren und es herum tratschen.
        Wenn so etwas häufiger passiert besteht die Gefahr, dass dich dann keiner mehr für voll nimmt.

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        • breakpoint schreibt:

          Warum sollte sie denken, ich hätte mich nicht getraut?
          Das ist doch lachhaft! Ich bin an ganz andere Kaliber als Gesprächspartner gewöhnt.
          Ich habe mich bisher noch nicht vor unangenehmen Besprechungen gedrückt, aber an diesem Tag ging es definitiv nicht, was in geeigneter Form (also ohne konkrete Gründe) auch an die Belegschaft kommuniziert wurde.

          Denken darf sie, was sie will, aber wenn sie herumtratschen würde, dass ich mich „nicht getraut“ hätte, nähme sie niemand ernst.

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  7. Pingback: Fünfhunderteinunddreißig | breakpoint

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