Sechshundertdrei

Nur selten gönnen wir uns einen komplett arbeitsfreien Sonntag.
Aber gestern war das Wetter so fabelhaft schön für Januar, ideal für einen Ausflug. Ich kann mich gar nicht erinnern, einmal solch prima Wetter im Januar erlebt zu haben.

Wir blieben also bis nach zehn im Bett.
Während ich meinen Kaffee trank, war ich nur kurz online.
Wir fuhren dann ein Stück ins Blaue, erkundigten die Gegend zu Fuß, und aßen schließlich in einem Landgasthaus zu Mittag. Mein Schnitzel war so riesengroß, dass ich es gar nicht ganz schaffte. Hier bekommt man noch etwas für sein Geld geboten. Nicht so, wie in diesen Schickimicki-Restaurants, bei denen man fünf Gänge lang irgendwelche undefinierbare Zusammenmischungen auf riesigen Tellern bekommt, an denen zig Köche herumgeschmiert haben (wer weiß, wo die vorher ihre Finger hatten, womöglich sogar mit der Geheimzutat – ca. 10 ml, frisch gezapft – für das spezielle salzig-nussige Aroma), man nachher immer noch Hunger hat, aber dafür ein erheblich erleichtertes Portemonnaie. Viele Stammgäste dieser Art von Restaurants besuchen die ja nicht, weil die Qualität des Essens den hohen Preis rechtfertigen würde, sondern weil sie da unter sich sind, und nicht mit der Plebs in Berührung kommen.
Wir machten anschließend noch einen ausgedehnten Spaziergang. Für ausgiebiges Outdoor ist der Boden zwar noch zu kalt, aber für einen Quickie am Baum reichte die Sonne allemal. Wir mussten nur aufpassen, nicht von den Touristen entdeckt zu werden. Manch einer findet das spannend (was mich ja gar nicht stören würde, eine Denuntiation wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses dagegen schon).
Später tranken wir im gleichen Gasthaus (so groß ist hier die Auswahl nicht) noch einen Kaffee und aßen Apfelpfannkuchen mit Vanilleeis. Lecker.

Auf dem Heimweg machten wir wieder einmal einen Versuch, uns im Auto zu vergnügen. Aber da fehlt einfach die Bewegungsfreiheit. Zumindest für unsere Lieblingsstellungen gibt es zu wenig Platz und es ist zu eng.
Naja, wir fuhren dann zurück, wo diese Einschränkungen nicht gelten, und ließen den Abend so gemütlich ausklingen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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19 Antworten zu Sechshundertdrei

  1. schaum schreibt:

    da steht dann bei gelegenheit ein angepasstes auto auf der shopping liste oder?

    es schäumt nettevorstellung

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    • breakpoint schreibt:

      Nö, diese Geschäftswagen sind in dieser Hinsicht alle ziemlich gleich.
      Für unsere seltenen Ausflüge lohnt ein Kleintransporter nicht.

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      • schaum schreibt:

        als besitzer eines wohnmobils kann ich nur widersprechen…..es ist diesbezüglich einfach herrlich 🙂

        es schäumt malprobieren

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        • breakpoint schreibt:

          Das glaube ich dir gerne.
          Aber wenn wir schon unterwegs sind – was nicht sehr häufig der Fall ist – ziehen wir Outdoor vor.

          Wie groß ist denn das Bett in deinem Wohnmobil? Und wieviel Platz ist nach oben?

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          • schaum schreibt:

            naja, das bett vorne im alkoven ist etwa 200*180 cm, nach oben habe ich nie gemessen, aber wenn man den kopf einzieht, kann man fast sitzen……ich bin 190cm gross 🙂

            es schäumt ohnegrenzenfürmeinespiele

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            • breakpoint schreibt:

              Bei so wenig Kopffreiheit fallen Doggy und Reiten schon mal weg.
              Missionieren wäre dank des Pythagoras möglich.

              Insgesamt würde ein Wohnmobil uns wohl mehr Probleme verursachen, als es löst.
              Es muss ja auch irgendwo geparkt werden. Das würde wohl darauf hinauslaufen, dass es in der Garage unseres Wochenenddomizils stünde. Und wenn wir es spontan brauchen würden, müssten wir es erst umständlich holen.
              Außerdem – hihi – stelle ich mir gerade vor, was meine Eltern denken würden, wenn wir zwar mit dem Wohnmobil anreisen, aber dann trotzdem im Hotel übernachten.

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            • schaum schreibt:

              ach weisst du, manche variante geht schon, ansonsten gibt es natürlich eine küchenzeile 😉

              es schäumt allesistgut

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  2. sweetsurrender schreibt:

    Komisch nur das die mangelnde Bewegungsfreiheit im jugendlicherem Alter nie wirklich ein Problem war. Das gibt doch zu Denken. 😉

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  3. Gentleritter schreibt:

    Wenns´s weit genug draußen ist, müsste es keine Anzeige geben.
    In der Stadt ist das was Anderes.
    Aber, wenn ihr auf Zuschauer steht, solltet ihr euch mal zum Thema „dogging“ schlau machen.

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  4. plietschejung schreibt:

    Erstaulicher Eintrag mit fliegendem Wechsel vom Riesenschnitzel zum Quickie am Baum :>>

    *schmunzel*

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  5. Pingback: Achthundertsechsundachtzig | breakpoint

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