Elfhundertvierundsechzig

Dies ist das angekündigte (rantige!) Spin-Off meines Eintrags zur Like-Funktion bei Blogs und Twitter, der sich mit dem Blockieren bei Twitter befasst.

[Zugegebenermaßen habe ich auch schon ein paar Accounts bei Twitter geblockt. Das waren Accounts, die mir immer wieder als Empfehlungen angezeigt wurden, und deren Profilbildchen #unerwünschte Körperteile (also gepiercte Zungen, nackte Fettbrüste, oder noch schlimmeres) anzeigte. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, um diesem Anblick zu entgehen. Denn wenn ich früh am Morgen Twitter aufrufe, und werde gleich als erstes mit solchen abstoßenden Widerlichkeiten konfrontiert, verdirbt mir das den ganzen Tag.
Wenn es eine andere Möglichkeit gäbe, von diesen Bildchen verschont zu werden, würde ich die Blockade aufheben, doch eine solche Option ist mir nicht bekannt.]

Bei Twitter ist es in gewissen Kreisen (dort, wo sich die ganzen Furien, Harpyien und sonstiges Gewürm aufhalten) üblich, Accounts rein prophylaktisch zu blocken (selbst wenn es mit diesen Account niemals vorher irgendeinen Kontakt gegeben hat), wenn dort eine andere Meinung vertreten werden könnte, oder gar Fakten verbreitet werden, die unvereinbar mit der eigenen Weltanschauung sind.
Blockiert sein verhindert einerseits, dass man selbst dorthin Mentions schicken kann (was wohl der eigentliche Zweck ist), andererseits, dass man dort nicht lesen kann (was recht sinnlos ist, da sich dies leicht umgehen lässt, und einzelne Tweets kann man ohnehin lesen, wenn man den Link bekommt). Besonders kurios ist es, wenn Personen jemanden blocken, aber diesem dennoch Nachrichten schicken, was ich selbst schon von diesen Kreisen erlebt habe.

Dort werden spezielle dynamische Blocklisten und Skripte geführt – angeblich um Online-Mobbing zu verhindern (in einer scheinbar eigens dafür gegründeten Organisation, wo man eigentlich Neutralität und Unvoreingenommenheit erwarten würde, statt sich ausschließlich auf eine Seite zu schlagen), aber tatsächlich steckt nur verlogene Hetze dahinter, und Hass auf Personen, die abweichender Ansichten sind. Insbesondere eine Person (deren Namen ich nicht nennen will), die sich besonders hervortut im angeblichen Kampf gegen Online-Harassment, fällt selbst auf durch undifferenzierten Hate Speech gegen potentiell Andersdenkende. Mehr als einmal habe ich selbst gelesen, wie sie ohne Veranlassung sich in Gespräche einmischte und höhnische Beschimpfungen abgab. Tja, Meinungsfreiheit gilt halt nur für diejenigen, die mit der eigenen Meinung übereinstimmen. So schreckt sie auch nicht vor ungerechtfertigten Denunziationen und Verleumdungen zurück, um die legitimen (!) Meinungsäußerungen Andersdenkender zu unterbinden, und sie zum Schweigen zu bringen.
Und noch mehr als ich mich als Physikerin von der Bundeskanzlerin distanziere, distanziere ich mich als Programmiererin von dieser Person (die ich überhaupt nicht erwähnt hätte, wenn es mir nicht so gegen den Strich ginge, wie sehr diese unsympathische Agitatorin das Bild der Programmiererin in der Öffentlichkeit prägt. Und nein, es geht nicht darum, dass sie sich gezielt gegen einige doofe Leute wehrt, die es wohl überall gibt. Was sie macht, ist ein Rundumschlag nach dem Gießkannenprinzip, der vor allem Unbeteiligte und Unschuldige trifft, aber solche Kollateralschäden nimmt sie rücksichslos in Kauf, und es ist ihr egal, dass das dann auf andere Programmiererinnen zurückfällt, die überhaupt nichts damit zu tun haben wollen).

PS: Aus guten Gründen war das hier nur ein weicher Rant, denn so viel lästern kann ich gar nicht, dass sie ihr Fett wegkriegt. Noch nicht mal ihre einstige Community will noch etwas mit ihr zu tun haben.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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17 Antworten zu Elfhundertvierundsechzig

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Fettbrüste gehen schon mal gar nicht. Ich bevorzuge normal ausgeprägtes weibliches Bindegewebe in natürlicher Form.

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  2. Molly L. schreibt:

    Gepiercte Zungen schrecken Dich ab? Witzig, wie jeder was anderes doof findet! 😀

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  3. ednong schreibt:

    Hat hier jemand „Muffins“ „Titten“ gerufen? 😉
    Unnatürlich, und dann noch direkt in die Kamera find ich, ähm, unästhetisch.

    Und das ist jetzt der Rant zum Rand
    des Wochenends?
    Gibts da ein rotes Band,
    riechend nach Minz?
    Damit man sich nicht verirrt
    oder gar wird verwirrt
    oder vielleicht erblindet
    ob des Reims, der sich hier windet …

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    • Gewisse Stichworte locken den edi unwiderstehlich an ..

      Eigentlich wollte ich mich mit einem Gedicht revanchieren, habe aber momentan ein poetisches Kreativitätstief.

      Wenn du verwirrt bist, dann hast du anscheinend noch nichts mit der angedeuteten Problematik zu tun gehabt. Insofern lassen wir’s bei deiner Verwirrung. Mir liegt nicht daran, noch mehr Leute mit hineinzuziehen.

      Des ednong’s Schmerzen in den Brust
      werde ich mir noch bewusst.
      Hoffentlich ist’s nur ’ne Rippe,
      und nicht im Anmarsch eine Grippe,
      oder gar ein schlimmes Leiden,
      denn so etwas ist zu vermeiden.

      Das rote oder blaue Band
      windet sich dann noch zum Rand – iiih!
      Gar kein Engel spielt die Harfe,
      und die Ironie (die Scharfe!)
      muss ich mir so halb verkneifen
      und das Geschehen nicht weiter streifen.

      Wenn die Open Source gepackt
      unter dem Code of Conduct,
      färbst du dir die Haare blau.
      Dann weiß jeder ganz genau:
      „Dein Code ist besser als zuvor“
      (obwohl er trotzdem noch ganz mau).
      Doch egal, ob du ein Tor,
      oder aber wirklich schlau,
      nicht mehr zählt die Qualität
      vom Code, der in den Sourcen steht.

      Mag sein, dass dich das jetzt verstört,
      aber ich bin recht empört,
      welche Auswüchse das treibt.

      (Wenn man anfängt, und dann schreibt,
      schreibt sich das Gedicht alleine.
      Du weißt zwar doch nicht, was ich meine,
      aber mancher and’re schon.)

      Die Musik gemacht vom Ton
      lässt die Meinung invariant.
      Also nutzt euren Verstand!
      Lasst euch nicht die Meinung filtern!
      Niemand darf die Freiheit mildern,
      seine Meinung zu behalten
      und die Gedanken zu entfalten.

      Und auch wenn das jetzt einen schockt:
      Die Wahrheit bleibt nicht lang geblockt.

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  4. Engywuck schreibt:

    apropos Twitter… neulich gefunden (dabei bin ich doch gar nicht bei Twitter unterwegs…):

    „She shivered with delight as he whispered softly in her ear.
    ‚Asdfg . . . hjkl . . . uiop!‘
    She loved it when he talked qwerty.“

    von https://twitter.com/50NerdsofGrey

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  5. Sci Fanboi schreibt:

    ???????*hust*???? *hust* ? 😉

    [editiert: bitte keine Namen]

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