π wie Πscine (aber ohne Tiger) //2285

Jetzt hatten Benjamin und ich es doch noch geschafft, heuer zusammen schwimmen zu gehen. Ich hatte zwar etwas Bedenken, weil ich vor einigen Tagen noch deutlich Halsbeschwerden gehabt hatte. Aber inzwischen waren sie wieder abgeklungen, und dies war der einzig verbleibende mögliche Termin in dieses Jahr.

Das Hallenbad, in dem wir früher ein paarmal waren, hat inzwischen zugemacht. Das Ambiente dort war zwar nicht besonders reizvoll. Dafür hatte es den Vorteil, nur wenige Gehminuten von meiner Wohnung entfernt zu sein, was mir insbesondere im Winter mit noch feuchten Haaren schon wichtig ist.
Wohl oder übel mussten wir ein anderes besuchen. Da es uns nur darum ging, ein bis zwei Stunden zu schwimmen, lohnte eine Anfahrt zu einem weiter entfernten schöneren Bad nicht, so dass wir uns in einem städtischen Hallenbad verabredeten. Wir trafen uns direkt dort, und Benjamin fuhr nach dem Besuch noch in der Nähe meiner Wohnung vorbei, und ließ mich aussteigen.

Wir schwammen einige Bahnen gemeinsam, und legten uns zwischendurch bequem auf die Liegen, um miteinander zu reden.
Auf die Sauna, bei der man Badekleidung tragen muss, kann ich auch verzichten. Wie kommt man auf die Idee, in einer Sauna Textilpflicht einzuführen? Das ist unhygienisch und ungesund. Die Leute werden immer prüder und körperfeindlicher! Ich war zwar eh nie Saunafan, aber dies war sonst immer eine gesellschaftlich anerkannte willkommene Gelegenheit, sich mal nackt zu zeigen. Nun ja, dann lass‘ ich’s eben ganz bleiben!

Diesmal unterhielten wir uns weniger über fachliche Themen. Benjamin erwähnte, dass sein älteres Kind nächstes Jahr eingeschult wird. Ich erzählte von Sophie’s Einschulung, zu der ich sie begleitet hatte.
Dann meinte Benjamin, dass er in den letzten Monaten ein paar Single-Events besucht hätte. Die Frauen seien in den letzten Jahren ja so aggressiv geworden. Eine hätte ihm sogar in den Schritt gefasst, und zwar „nicht auf die angenehme Art“. Ich erinnerte mich an das Erlebnis, über das einer meiner Mitarbeiter letzte Woche bei der Jahresabschlussfeier berichtet hatte, und erzählte Benjamin davon. Er antwortete, dass diese Frauen sich für „coole und starke Frauen“ hielten, dabei seien sie tatsächlich nur zickige Schreckschrauben. Und er werde allmählich zu alt, um sich mit solchen Launen zu befassen.

Wir sprachen dann noch über sein neuestes Paper, und über mein neuestes Paper. Vielleicht veröffentlichen wir nächstes Jahr mal wieder eines gemeinsam.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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23 Antworten zu π wie Πscine (aber ohne Tiger) //2285

  1. keloph schreibt:

    textilsauna?!?!?! o tempora o mores.

    Gefällt 2 Personen

  2. claudius2016 schreibt:

    Ich kenne bislang ausschließlich textilfreie Saunen, die sind aber von den Bädern immer abgetrennt, kosten ja auch zusätzlichen Eintritt. Also Saunapreis ist incl. Bad, nicht aber anders herum. Ob es da eine Altergrenze gibt, ist mir nie aufgefallen (war aber auch erst mit 19 oder 20 das erste Mal in der Sauna). Allerdings meine ich auch Jugendliche in der Sauna gesehen zu haben.

    Gefällt 1 Person

  3. Mia schreibt:

    Textil-Saunen sind so verkehrt nicht:
    In einer gemischten, textilfreien Sauna hast du immer Typen, die dich ungeniert anglotzen und abscannen. Und in den wenigsten Fällen sind das attraktive Männer, von denen man sich das gefallen lassen würde.
    In einer reinen Frauen-Sauna sind oft Lesben dabei, von denen du auch nicht unbedingt angegafft werden willst. Zur Not hilft dann wirklich nur noch ein Handtuch.

    Im umgekehrten Fall sitzen einem nicht immer nur „formschöne“ Nackte gegenüber. Das muss man dann auch abkönnen 😉

    Liken

    • Da mag ja was dran sein. Trotzdem ist es weder angenehm noch gesund, die feuchtwarme Badekleidung tragen zu müssen.
      Und so viel mehr ist nackt nun auch wieder nicht zu sehen, solange man sich halbwegs dezent hinsetzt.

      Gefällt 1 Person

    • Mario schreibt:

      In einer gemischten, textilfreien Sauna hast du immer Typen, die dich ungeniert anglotzen und abscannen.

      Frauen würden natürlich niemals einen Typen ungeniert anglotzen und abscannen.
      Deshalb weißt du sicherlich auch so genau, dass es in den wenigsten Fällen attraktive Männer sind, von denen du dir das gefallen lassen würdest.

      Ganz toller Tipp für dich. Halte dich von öffentlichen (Nackt-)Saunen fern, dann musst du es auch nicht ertragen, dass dich Frauen und Männer „2. Klasse“ ansehen.
      Aber Vorsicht, du selbst kannst dann auch nicht mehr glotzen, du Heucherlin.

      Gefällt 1 Person

  4. Plietsche Jung schreibt:

    Sauna ? Nein, danke. Nicht meins.
    Zickige Schreckschrauben ? Man könnte es auch in eine Art #me,too Kampagne stecken. Es ist weder cool, noch animierend, noch irgendwie gesellschaftlich akzeptiert. Eine Backpfeife ist da nicht weit.

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Bad Sta* war’s //2372 | breakpoint

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