Hyperstream //2286

Eine meiner größten Stärken ist, dass ich Assoziationen zwischen höchst unterschiedlichen Themen ziehen kann.

Ich habe mir mal so meine Gedanken gemacht, wie man mein Denken visualisieren könnte. Da stelle ich mir einen dicken Strom aus vielen Fasern oder Fäden vor, die einzelne Denkschnipsel und Gedankensplitter darstellen. Diese Fasern bewegen sich nahezu reibungslos neben- und umeinander her und bilden laminare Strömungen. Wer will, kann sie sich wie einen Kabelstrang vorstellen, bei dem die einzelnen Kabel so gebändigt sind, dass es nur selten mal zu einem Kabelsalat kommt.
Hin und wieder verzweigt sich ein Strang in mehrere Teile, die sich unabhängig voneinander weiterbewegen. Manchmal trifft eine Faser auf eine andere, und beide vereinigen sich. Genau dann entsteht eine neue Idee.
Es kommt vor, dass lokal ein Durcheinander entstanden ist. Durch das Entstehen von Querverknüpfungen bildet sich aber schon bald wieder ein stabiles Gleichgewicht.
Es gibt Fasern, die einander umschlingen, andere, die sich gegenseitig durchdringen. Manche verflechten sich miteinander und bewegen sich gemeinsam durch den gedanklichen Phasenraum.

Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, dieses metaphorische Bild in meinem Kopf einigermaßen anschaulich zu machen. Falls nicht, nehmt diesen Eintrag einfach als ganz alltägliche Spinnerei.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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12 Antworten zu Hyperstream //2286

  1. ednong schreibt:

    Ein schönes Bild. Bei mir entstehen immer sehr schnell neue Verzeigungen und das Kabelbündel wird immer dicker. Bis ich dann mal wieder viel Zeit zum Nachdenken habe. Dann wird es wieder gleichmäßiger und pendelt sich wieder ein.

    Das Schlimme – oder ja eigentlich Gute – bei mir: die Verzweigungen entstehen sehr schnell und manchmal wirkilich rasant-kaskadierend. Jetzt müßte ich nur noch einen Weg der Monetarisierung dafür finden …

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  2. Talianna schreibt:

    Ich kann sehr viel mit dem Bild anfangen. Ich habe leider auch oft das Gefühl, dass Stränge in verschiedene Richtungen an mir reißen. Erst durch das Laufen bekomme ich sie wieder kollimiert. 🙂

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Ich sehe da eher Fraktale … aber ein Kabelstrang ist auch eine schöne Vorstellung.

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