Tausendvierundachtzig

Manchmal dauert es etliche Jahre, bin man bestimmte Geschehnisse richtig einordnen kann.
An die folgenden Begebenheiten habe ich – ehrlich gesagt – schon seit Jahren nicht mehr gedacht, bis zwei Texte, die ich vor einigen Wochen kurz hintereinander in zwei anderen Blog gelesen habe, die längst quasi verdrängte Erinnerung getriggert haben müssen.

Daniel war etwa zwei Jahre älter als ich, und der beste Freund des Bruders eines Klassenkameraden, den ich nicht leiden konnte.
Ich sah ihn öfters auf meinem Schulweg, aber soweit ich mich erinnere, haben wir nie ein Wort miteinander gewechselt. Ich kannte ihn nur vom Namen und vom Sehen, wie man das von vielen anderen Leuten tut, die im gleichen Ort wohnen oder die gleiche Schule besuchen.

Einige Jahre später, als ich bereits (oder noch) studierte, bekam ich einen Telefonanruf von Daniel’s älterer Schwester (mit der ich vorher auch noch nie zu tun gehabt hatte, außer dass sie in meiner damaligen Hausbank arbeitete).
Daniel hatte sich das Leben genommen, und mich in seinem Abschiedsbrief (in seinem Leben muss insgesamt ziemlich viel schief gelaufen sein) erwähnt. Ich war überrascht und bestürzt.
Seine Schwester – ich erinnere mich nicht mehr an Details, was sie genau gesagt hat – war sehr erzürnt. Sie meinte, es sei offensichtlich gewesen, dass er für mich geschwärmt hätte, aber ich hätte ihn überhaupt nicht beachtet.

Damit hätte ich niemals gerechnet. Im Rückblick glaube ich mich zu erinneren, dass Daniel wohl schon öfters in meine Richtung geschaut hatte. Aber ich hatte mir niemals etwas dabei gedacht, war mit den Gedanken meist ganz woanders, so dass mir das gar nicht aufgefallen war.
Warum hat er mich nicht einfach mal angesprochen, statt mich nur aus der Ferne zu verehren? Ich weiß nicht, ob daraus ein Art Jugendromanze oder sonst etwas geworden wäre (glaube es eigentlich nicht – ich war damals selbst noch viel zu schüchtern und unsicher), aber er hätte es wenigstens einmal versuchen können. Ich hätte mich sicher gefreut, beispielsweise mal ein Eis mit ihm zusammen essen zu gehen.

Tja, und was ist jetzt die Moral von der Geschichte?
Spätestens seit damals weiß ich, dass ich eine unnahbare Ausstrahlung habe, so dass sich kaum ein Mann herantraut. Ich habe lange gebraucht, diese Unnahbarkeit einigermaßen ablegen zu können. Seither habe ich versucht, meine Methoden zu perfektionieren, die Männer ermuntern sollen, die Initiative zu ergreifen.
Gerade jungen Männern kann ich nur raten, sich rechtzeitig mit Pickup zu beschäftigen, bevor der Frust zu groß wird. Bei mir hätte damals etwas (aktive!) Aufmerksamkeit gereicht, ein wenig Nachdruck, und genügend Konsequenz, sich nicht gleich einfach abweisen zu lassen, um auch bei mir Interesse zu wecken.

Wenn man die Kiste nie aufmacht, ist die Katze irgendwann mit Sicherheit tot.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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67 Antworten zu Tausendvierundachtzig

  1. imion schreibt:

    Warum sollen die Männer die die Initiative ergreifen? Wenn Frauen das doch wissen, warum machen sie nicht den ersten Schritt? Würde vieles sehr viel einfacher und entspannter machen.

    Und Pickup ist ja nichts anderes, als es permanent der Frau rechtzumachen, während sie nichts tut.

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    • Leser schreibt:

      Danke, Super Kommentar! Da ist verdammt viel Wahres dran…nervt mich auch, dass man das von uns praktisch „erwartet“. Und kommt mir nicht mit Evolutionären Gründen, wir haben inzwischen einen Verstand, können denken und sind uns unserer selbst bewusst – da muss das wirklich nicht mehr so laufen!

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      • Umgekehrt wird ein Schuh daraus.
        Männer *wollen* jagen. Wenn die „Beute“ selbst direkt auf sie zugeht, kommen viele Männer damit nicht klar.

        Der bewusste Verstand alleine ist nur die Spitze des Eisbergs. Da spielen viele unbewusste Komponenten mithinein, die sich willentlich nicht beeinflussen lassen.

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        • Leser schreibt:

          „Jagen“ bedeutet auch, sich in Konkurrenzsituationen zu begeben. Teilweise sogar zum „gejagten Objekt“. Konkurrenz ist mir jedoch so sehr zuwider, dass da mein Verstand und meine Emotionen aktiv gegen die Gene ankämpfen, denn ich bin der Meinung, dass eine zivilisierte Welt keine Konkurrenz benötigt, sondern eher ein Miteinander. In diesem Sinne ist es mir natürlich auch nicht möglich, eine Frau in irgend einer öffentlichen Situation kennenzulernen oder mit dieser Motivation anzusprechen, denn dazu ist mir die Welt zu unzivilisiert, bzw. ich zu gewaltfrei (auch von subtiler Gewalt), um da eine Chance zu haben, und weil ich das weiß, überhaupt dabei mitspielen zu wollen.

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        • imion schreibt:

          @anne
          sorry Anne, aber das ist quatsch. Es gibt vereinzelt Männer, die ein Problem damit haben, die Mehrheit aber nicht. Es gibt dazu auch ein schönes youtubevideo: http://www.vol.at/flirtversuch-so-unterschiedlich-reagieren-maenner-und-frauen/4476994

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          • Das geht jetzt ein wenig sehr off topic.
            Zum einen geht es hier nicht um komplett Unbekannte.

            Zum anderen – warum hätte ich ihn ansprechen sollen, wo ich doch gar kein spezielles Interesse an ihm hatte – noch nicht mal wusste, dass er an mir interessiert ist (dieses Wissen hätte BTW seine Attraktivität für mich schlagartig erhöht).
            Wenn ich an ihm interessiert gewesen wäre, hätte ich mich über seine Interessen und Hobbys informiert, ob er evtll. in einem Verein engagiert ist, hätte mich möglichst selbst beteiligt, oder es so getimet, dass wir uns öfters auf dem Schulweg begegnen, und sicher hätte ich schon eine Gelegenheit finden können, mit ihm zu sprechen, und wenn ich ihn nur nach der Uhrzeit gefragt hätte.

            Aber so war’s nicht. Die Voraussetzungen waren so, dass er zwar an mir wohl Interesse hatte, aber dies mir nicht kommunizierte.
            Ob dies an nur an Schüchternheit lag, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Vielleicht befürchtete er auch einen Loyalitätskonflikt, da der Bruder seines besten Freundes mich ablehnte (andere Geschichte aus Kindergartenzeiten), oder es gab noch andere mir unbekannte Gründe.

            Jedenfalls hatte ich keinerlei Veranlassung, selbst aktiv tätig zu werden.

            Und übrigens – wenn ich es recht bedenke – wären Männer, die nicht von vornherein ein gewisses Interesse an mir zumindest erahnen lassen, für mich ohnehin unattraktiv.
            Dagegen kann ein Mann sich durch Aufmerksamkeit, Initiative, Courage, Hartnäckigkeit und guten Geschmack durchaus qualifizieren.
            Diese Eigenschaften kann er am einfachsten durch eigeninitiatives Ansprechen belegen.

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          • imion schreibt:

            @anne
            „Zum einen geht es hier nicht um komplett Unbekannte.“
            Ich habe diesen Satz: „Warum hat er mich nicht einfach mal angesprochen, statt mich nur aus der Ferne zu verehren?“ mal auf die allgmeinheit interpretiert, da ich davon ausgegangen bin, das du das von allen Männern erwartest, auch im bezug zum letzten Absatz, der ja eindeutig aussagt, das sich Männer da mehr Trainieren sollen. Und das kann einfach nicht sein, das Frauen immer erwarten und verlangen, selbst aber nichts tun

            „Und übrigens – wenn ich es recht bedenke – wären Männer, die nicht von vornherein ein gewisses Interesse an mir zumindest erahnen lassen, für mich ohnehin unattraktiv.“
            Aber warum? Woran fehlt es da?

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            • @imion
              Nein, dieser Satz bezog sich lediglich konkret auf diesen Fall.
              Ich erwarte nicht grundsätzlich, dass Männer den ersten Schritt tun, aber erfahrungsgemäß läuft die Interaktion glatter, wenn dem so ist. Das hat gar nichts mit einem eventuellen Korb zu tun, sondern beeinflusst die Einstellung zueinander.

              Der letzte Absatz war keineswegs als Forderung gedacht, sondern als freundlicher Hinweis, um die Kontaktaufnahme zu vereinfachen.
              Wer das nicht nötig hat – umso besser. Es gibt halt viele Menschen, die zwar wollen würden, aber sich nicht trauen.
              Leider ist es so, dass zwei unsichere, schüchterne Menschen wohl kaum zusammenkommen, wenn beide nur zaghaft vorgehen, obwohl beide eigentlich wollen. Zumindest einer (oder eine !) muss dann schon aktiver werden.

              Aber warum? Woran fehlt es da?

              Ist die Frage ernst gemeint?
              Was sollte ich denn von einem Mann wollen, der von vornherein eindeutig gar kein Interesse an mir hat? Ich dränge mich niemandem auf.

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          • imion schreibt:

            @anne
            „Der letzte Absatz war keineswegs als Forderung gedacht, sondern als freundlicher Hinweis, um die Kontaktaufnahme zu vereinfachen.
            Wer das nicht nötig hat – umso besser. Es gibt halt viele Menschen, die zwar wollen würden, aber sich nicht trauen.“
            Aber warum nur an Männer gerichtet?

            „Ist die Frage ernst gemeint?
            Was sollte ich denn von einem Mann wollen, der von vornherein eindeutig gar kein Interesse an mir hat? Ich dränge mich niemandem auf.“
            Klar ist die Frage ernst gemeint, denn ich zitiere dich:
            „Leider ist es so, dass zwei unsichere, schüchterne Menschen wohl kaum zusammenkommen, wenn beide nur zaghaft vorgehen, obwohl beide eigentlich wollen. Zumindest einer (oder eine !) muss dann schon aktiver werden.“
            Da du nicht schüchtern bist, stellt sich die Frage, warum trotzdem der Mann aktiv werden muss.

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            • @imion

              Aber warum nur an Männer gerichtet?

              Weil 1. PU an Männer adressiert ist, und 2. ich persönlich etliche Männer kenne, denen PU-Kenntnisse gut täten.

              Da du nicht schüchtern bist, stellt sich die Frage, warum trotzdem der Mann aktiv werden muss.

              Ich bin zwar nicht mehr sooo schüchtern wie früher, aber die „Moral von der Geschicht“ war auch in einen wesentlich abstrakteren Kontext gestellt, als mich selbst, die ich inzwischen eh in einer ausschließlichen, dauerhaften Beziehung lebe.
              Der Mann „muss“ überhaupt nicht aktiv werden. Aber wenn er etwas von einer Frau will, wird er mit Sicherheit nichts erreichen, wenn er nur der unauffällige, stille Verehrer bleibt.
              Wenn er etwas unternimmt, hat er zumindest eine Chance.
              Und dies würde umgekehrt genauso gelten, wenn eine Frau für einen Mann schwärmt.

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    • Der Maskierte schreibt:

      Die Einstellung kann ich auch nur Begrüßen. Wir haben doch Gleichberechtigung – sollen die Damen doch auch mal ihren Hintern heben und das Objekt ihrer Begierde ansprechen.

      Aber im Moment ist das nur Rosinenpickerei von den Damen.

      Pickup ist auch nur eine weitere Methode, sich zum Affen zu machen, um sich mal sexuell zu Vergnügen. Wenn man das mal durchschaut hat, dann tun sich Mann so viele andere Wege auf, wie man das stressfreier und kostengünstiger hinbekommt.

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    • Weil die allermeisten Männer das so erwarten und auch so wollen.

      Ich hab‘ den reversen Weg später zur Genüge ausprobiert. Normalerweise reagiert ein Mann irritiert, wenn eine Frau den ersten Schritt macht.
      Das hat sich nicht bewährt. Man sollte ihm zumindest die Illusion lassen, er hätte die Initiative ergriffen.

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      • Leser schreibt:

        Diese Erfahrung würde ich aus männlicher Sicht ja gerne einmal machen! Aber natürlich nur mit einer Frau, die ich auch begehre! Denn die, bei denen es mir bisher so gegangen ist, waren für mich immer maximal uninteressant, weshalb dieser „erste Schritt“ auf mich zu meist vor allem nervig war. Die, bei denen ich es mir gewünscht hätte, haben das bisher nie zustande gebracht (oder wollten es gar nicht). Tough luck? Oder Scheißleben?

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        • Tja, eben. Wenn dir die dich anbaggernde Frau nicht gefällt, hast du das Problem, wie du sie am leichtesten wieder loswirst.

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          • Leser schreibt:

            Noch zum Thema Flirtportale (auf den obigen Kommentar kann ich nicht antworten): Da muss man ein Bild von sich einstellen. Das geht ja mal so überhaupt gar nicht. Ich habe nicht bald 20 Jahre das Internet von Bildern von mir rein gehalten, um dann, wenn die Algorithmen zur biometrischen Gesichtserkennung perfektioniert sind, damit anzufangen…

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          • Leser schreibt:

            Und dieses Problem, „wie man sie am leichtesten wieder loswird“, kann sogar wirklich zu einem Problem werden. Wenn man nicht verletzend sein will, dann denken manche auch, man würde „hard to get“ spielen (wie das Frauen wohl manchmal tun, Männer jedoch eher nicht), was dann zur Folge hat, dass man mit offener Abneigung gegen die anbaggernde Frau reagieren muss, und das ist dann leider oft verletzender, als es eigentlich hätte nötig sein müssen. Im Nachhinein fühlt man sich dann auch schlecht, weil man den richtigen „Ton“ nicht getroffen hat. Zumindest ist es mir schon so ergangen, wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob es bei zu starker Penetranz überhaupt einen richtigen Ton geben kann (der klar und deutlich und trotzdem nicht verletzend ist).

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        • imion schreibt:

          @leser
          Eben, das ist eben auch die meinige Erfahrung. Das Frauen die Männer ansprechen halt auch mal einen Korb bekommen, aber damit nicht umgehen können, weil sie es nicht gewohnt sind. Aber anstatt bei sich zu suchen, sind es natürlich mal wieder die Männer, die nicht damit umgehen können.

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  2. Molly L. schreibt:

    Das finde ich jetzt aber echt arschig von der Schwester, was soll denn das? Selbnst wenn er in Dich verliebt war, hatte er doch keinen Anspruch darauf, dass Du das a) mitbekommst und Dich b) zurückverliebst! Also warum ist die blöde Kuh sauer? Klar, fiese Sache, echt scheiße sowas. Aber ihren Kummer an Dir auszulassen finde ich echt daneben.
    Wer war denn nicht schonmal unglücklich verliebt und/oder heimlich? Das dürfte jawohl den meisten schonmal passiert sein und gehört zum Leben dazu.

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  3. tom174 schreibt:

    „Spätestens seit damals weiß ich, dass ich eine unnahbare Ausstrahlung habe, so dass sich kaum ein Mann herantraut.“
    Quatsch. Also ich habe keine Ahnung, ob du unnahbar bist oder nicht, aber das da oben gibt es nicht her.
    Ich war von 14-16 3x unsterblich verliebt, war aber unfähig, den ersten Schritt zu machen.
    Beim 20 Jahre Abitreffen hat mir eine der 3en dann erzählt, dass sie unglaublich in mich verknallt war. Dann habe ich die anderen gefragt.. die waren zwar nicht aktiv verknallt, fanden mich damals aber auch sehr schnuggelig…
    Das Frauen nicht ansprechen war nicht auf einzelne Frauen beschränkt, clevererweise habe ich das auf alle Frauen, die ich attraktiv fans ausgeweitet 😉
    Geholfen hat da dann die Tanzschule. Da war vieles schlicht ritualisiert, man hatte Muster, auf die man zurückgreifen konnte. Ich glaube, genau da setzt PU, wenn man mal das ganze NLP Zeug rausnimmt, an. Mann bekommt Rituale an die Hand und erlaubt sich auch nen Korb. Schroedingers Korb ist ja der allerschlimmste von allen….

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    • Das mit der Unnahbarkeit bezog sich nicht nur auf diesen Beitrag.
      Das habe ich später wiederholt zu hören bekommen, dass ich dies als ersten Eindruck hinterlasse.

      Bei deiner Erinnerung war zwar gegenseitiges Interesse da. Dennoch seid ihr nicht zusammengekommen. Das ist doch traurig.
      Wenn deine Töchter mit den Nachbarsjungen anbändeln, haben sie hoffentlich mehr Glück.

      In der Tanzschule war ich nie. Als die meisten meiner Klasse in der 7.(?) die Tanzschule besuchten, hielten mich meine Eltern noch für zu jung.
      Ein Jahr später wollte ich dann nicht mehr.

      Eine gewisse Outcome Indifference ist sicherlich sinnvoll.

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      • tom174 schreibt:

        Klar is das traurig.. aber is halt so. Wobei die Mädels, die mich dann anquatschten auch ganz ok waren 😉
        Bei meinen Mädels, hmm.. das geht nu schon los. die kleine (7) hat so nen Pulk von Jungs um sich rum.. da bin ich zuversichtlich 😀

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  4. idgie13 schreibt:

    Das ist ja eine sehr tragische Geschichte mit Daniel. Immer wieder bedauerlich, wenn ein junger Mensch nicht mehr weiter weiss.

    Unnahbar hab ich nie gewirkt, glaub ich. Ich habe eher das „Problem“, dass sich sämtliche Männer ermuntert fühlen durch meine Fröhlichkeit. Als Teenie war ich aber unglaublich schüchtern.

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  5. lilasumpf schreibt:

    Hier geht es doch gar nicht um die Geschlechterrollen?

    Der Vorwurf steht ihm Raum, dass Breakpoint es doch hätte „wissen“ müssen, dass ihr Gefühle entgegengebracht werden.

    Äh ne, sowas weiss weder Mann noch Frau selten, wenn es nicht ausgesprochen wird oder sehr direkt (mit dem Holzhammer quasi) angedeutet wird 🙂

    (Also ausgenommen vielleicht die Exemplare, die davon ausgehen jede(r) sei in einen verliebt)

    Und es ist so einfach ja dann doch nicht zu sagen „Macht doch ihr Frauen mal den ersten Schritt“ – denn: NIcht jeder Mann mag das. Viele verunsichert das. Einige verteilen dann den Stempel „Schlampe“ oder „Die sucht ’n Vater für ihre Kinder“ ….

    Wie Breakpoint schon schrubte: Das geht gaaaaaanz schnell nach hinten los 🙂

    Es muss ja nicht gleich jeder zum PUA werden, der sich mit den Techniken beschäftigt. Aber es hilft dem Verständnis. Auch Frauen sollten sich mit PUA beschäftigen. Schaden kann es nicht 🙂

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    • Damals ist mir sein Interesse an mir wirklich nicht aufgefallen.
      Ich bilde mir ein, dass ich dafür inzwischen eine größeres Beobachtungstalent entwickelt habe, aber in meiner Jugend kam mir das gar nicht in den Sinn.

      Ich weiß auch nicht, wie ich reagiert hätte, hätte ich es bemerkt.
      Selbst auf ihn zugegangen wäre ich höchstwahrscheinlich nicht.
      Vielleicht hätte ich ihn angelächelt. Aber das hätte er als Auslachen fehlinterpretieren können.
      Wie du selbst schreibst, hilft PU eben auch, solche Signale richtig einzuschätzen.

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    • imion schreibt:

      @lilasumpf
      „Und es ist so einfach ja dann doch nicht zu sagen “Macht doch ihr Frauen mal den ersten Schritt” – denn: NIcht jeder Mann mag das. Viele verunsichert das. Einige verteilen dann den Stempel “Schlampe” oder “Die sucht ‘n Vater für ihre Kinder” “
      Eigentlich ist es so einfach. Das gleiche hast du auf Männlicher Seite auch. Auch dort wiederfährt dir so manche grobe abfuhr, nach dem Motte „Was fällt dem ein, mich überhaupt anzusprechen“. Der Unterschied, Männer lernen daraus, und verfallen nicht in komplette passivität. Und es würde das Geschlechterverhältniss wesentlich entspannen, wenn Frauen nicht nur verlangen würden, sondern mal aktiv werden und lernen, mit Körben umzugehen. Und diese einzelerfahrung nicht aur alle oder die meisten Männer zu projezieren.

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  6. Blublubla schreibt:

    Interessante Diskussion. Ich lehne zwar auch diese Erwartungshaltung ab, hab damit aber auch kein Problem. Wenn ich eine Frau ansprechen will, dann tu ich das, wenn ich sie aber nicht anspreche und sie nur darauf wartet, dass ich das mach, dann komm ich mit dieser Frau eben nicht in Kontakt. So einfach. Irgendwer muss den ersten Schritt machen. Darauf warten, dass wer anders das macht ist mir zuwider genauso wie um eine Frau zu kämpfen. Wer nicht will, der hat halt schon. Liegt vlt. aber auch daran, dass ich eine Partnerschaft als ein Team mit gleichen Zielen/Werten sehe.

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  7. Jezek1 schreibt:

    Das ist ein schönes Beispiel der AB Problematik; und Sie waren wohl das sogenannte OdB. Ob hier PU-Techniken weiterhelfen? Hier gehen die Meinungen in den üblichen Foren weit auseinander.

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  8. ednong schreibt:

    „Wenn man die Kiste nie aufmacht, ist die Katze irgendwann mit Sicherheit tot.“ – ja, das ist wohl was dran.
    Interessante Kommentare – auch ich schätze die Einstellung, dass auch durchaus Frau mal aktiv werden kann. Kann wirklich sehr erfrischend sein, die Erfahrung durfte ich auch schon mal machen.

    Ansonsten ist es wie immer: Kommunikation ist vieldeutig.

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    • @ednong
      Eine Frau, die gar nichts von ihrem Glück weiß, und auch sonst keine Veranlassung sieht, wird aber nicht aktiv werden.

      Männer sollten nicht erwarten, dass all ihre Probleme gelöst sind, nur weil Frauen auch die Initiative ergreifen.

      Tja, .. Kommunikation ist oft kompliziert.

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      • imion schreibt:

        @anne
        „Eine Frau, die gar nichts von ihrem Glück weiß, und auch sonst keine Veranlassung sieht, wird aber nicht aktiv werden.“
        Da stellt stellt sich die Frage, wann sieht eine Frau eine Veranlassung? Bei Männern überlicherweise, wenn die Frau ihm gefällt, ein Nettes lächeln hat, er etwas Gespräch mithören konnte und sie über etwas interessantes gerdet hat, gut aussieht….ist das bei Frauen so verschieden zu Männern?

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        • @imion

          Da stellt stellt sich die Frage, wann sieht eine Frau eine Veranlassung?

          Das hängt von der einzelnen Frau ab. Wenn sie ihn attraktiv genug findet, um ihn näher kennenlernen zu wollen, ist das eigentlich ein hinreichender Grund.
          Wohl kaum anders als bei Männern auch.

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          • imion schreibt:

            @anne
            Auch das deckt sich leider nicht mit meinen Erfahrungen aus meiner Umgebung. Auch wenn die Frau den Mann attraktiv findet, macht sie leider trotzdem nichts. Leider ist es bei den meisten Frauen so, das sie erwarten, das der Mann sie anspricht, das der Mann der Aktive beim Flirten, das er die Getränke und/oder das Date ausgibt usw., und leider kommt von diesen Frauen keinerlei Gegenleistung dafür. Und das kann halt nicht sein, hier werden die Gefühle der Männer gnadenlos ausgenutzt. Diese Frauen sind damit auf dem gleichem Stand, wie ein Mann, der einer Frau die große Liebe verspricht , um sie ins Bett zu bekommen. Nur mit dem Unterschied, das letzterer auch bei Männern keinen guten Stand hat, während Frauen das Feiern, das sie eingeladen werden.

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            • @imion
              Meist gehen Frauen schlicht weniger direkt vor, sondern subtiler.
              Wenn beispielsweise eine Frau gegenüber einem bestimmten Mann betont, dass ihr kalt ist, so ist dies ein deutlicher Hinweis.
              Leider – und das soll keineswegs ein Vorwurf sein, sondern nur eine Feststellung – verstehen viele Männer gerade diese Signale nicht.
              Und wenn ein Mann mehrfach nicht darauf eingeht, verliert er dadurch an Attraktivität, und die Frau wird es irgendwann aufgeben.

              Ich kann nur noch mal wiederholen, dass ich einen Vorteil von PU darin sehe, solche Signale zu erkennen, und Methoden anzubieten, Situationen weiterzuentwickeln, in denen die Beteiligten ansonsten in einem Deadlock gefangen wären.

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          • imion schreibt:

            @anne
            Würde denn eine Frau diese Signale verstehen? Mit hoher wahrscheinlichkeit nicht. Und genau da ist die krux, es sollen mal wieder Männer lernen, diese Signale zu verstehen, es sollen die Verantwortung mal wieder an die Männer abgegeben werden, diese sollen mal wieder machen, was Frau möchte. NEIN. Es wird einfach mal zeit, das auch Frauen was machen, das auch Frauen aktiv werden, auf den Mann zu gehen, in ansprechen, das auch Frauen sich dem Riskio aussetzen, einen Korb zu bekommen.

            Und das ist das Grundproblem der Frauen und warum Männer in der heutigen westlichen Gesellschaft diskriminiert werden, weil von Frauen nichts verlangt wird. Es wird von Frauen nicht verlangt, Leistung zu zeigen, um so einen Job zu bekommen oder nach oben zu kommen, sondern Frauen verlangen extrawürste, die es ihnen leichter machen, ansonsten passiert von weiblicher Seite aus nichts. Das ist desaströs für die Gesellschaft, siehe hierzu Öffentlicher Dienst.

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          • imion schreibt:

            @Anne
            „Jeder Mensch reagiert ein wenig anders. Deshalb wäre ich vorsichtig mit solchen Pauschalurteilen.“
            Auch Frauen verstehen die Signale anderer Frauen nicht, was häufig zu streitereien oder entzweiten Freundschaften führt.

            „Ich kann nur noch mal wiederholen, dass ich einen Vorteil von PU darin sehe, solche Signale zu erkennen, und Methoden anzubieten, Situationen weiterzuentwickeln, in denen die Beteiligten ansonsten in einem Deadlock gefangen wären.“
            Es ist das eine, alles klar anzusagen, aber das andere, überhaupt erst mal den ersten Schritt zu machen, und so anzuzeigen, das interesse besteht, anstatt nur einfach nur rumzustehen, zu warten und mal ab und zu einen Blick auf den begehrten Mann zu werfen. Da muss schon mehr von den Frauen kommen. Nur haben Frauen den Luxus, das sie zuviel Angebote bekommen, beschweren sich aber auch noch darüber. Deshalb passiert von weiblicher Seite nichts. Und das ist auch, was ich meine, wenn ich davon spreche, das wenn Frauen auch mal Männer ansprechen würden, das sich das dann wesentlich entspannter wird. Auf den Männern liegt nicht die ganze Verantwortung und Arbeit und nicht so viel auf gut Glück ansprechen, was wiederum für die Frauen entspannter ist, weil man nicht alle nass lang angesprochen wird, obwohl eigentlich keine Lust drauf hat.

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            • @imion

              Auch Frauen verstehen die Signale anderer Frauen nicht

              Stimmt!

              Wünschenswert wäre es sicher, wenn Mann und Frau sich aufeinanderzubewegen, und jeder einmal einen Schritt macht.
              So läuft es auch in vielen Fällen. Aber leider nicht immer.
              Ich werde aber bestimmt nicht nur einem Geschlecht den schwarzen Peter zuschieben.
              Bei beiden besteht Verbesserungspotential.

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          • imion schreibt:

            @anne
            Es geht mir auch nicht darum, Frauen den schwarzen Peter zuzuschieben. Nur, diese erwartungshaltung, die auch bei dir rüberkommt, das geht nicht. Hier müssen Frauen einfach lernen, viel Aktiver zu werden und nicht zu verlangen. Das fängt beim Ansprechen an und hört beim Rechnung noch nicht auf.

            Das würde ihnen auch generell gut tun, und der Gesellschaft, dann würden hoffentlich die ganzen Frauenbevorzugugnsmassnahmen endlich wegfallen.

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            • @imion
              Die „Erwartungshaltung“ die du Frauen vorwirfst, kommt ja nicht von ungefähr.
              Wir drehen uns hier ein wenig im Kreis, aber Männer „erwarten“ von Frauen auch eine gewisse Zurückhaltung, und lehnen ein zu direktes Vorgehen ab.
              Eins bedingt das andere.

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          • imion schreibt:

            @anne
            „Wir drehen uns hier ein wenig im Kreis, aber Männer “erwarten” von Frauen auch eine gewisse Zurückhaltung, und lehnen ein zu direktes Vorgehen ab.
            Eins bedingt das andere.“
            Männer erwarten von den Frauen keineswegs zurückhaltung, wie auch das Video das ich hier gepostet beweist. Im gegenteil. Männer haben keine Lust mehr, ständig für Frauen alles auszugeben und immer der Aktive sein zu müssen.

            wie kommt ihr immer wieder darauf, das Männer erwarten, das sie für Frauen bezahlen oder das Frauen zurückhaltend sein sollen?

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            • @imion
              Ich erwarte keinesfalls, dass der Mann per default bezahlt, und bin – soweit ich mich erinnere – auch noch keinem Mann etwas schuldig geblieben.
              Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Männer oftmals darauf bestehen zu bezahlen. Wenn ich dann nachgegeben habe, dann weil mir das keinen Streit wert war.

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  9. Reflective Man schreibt:

    Ich verweise mal auf meinen Kommentar unter deinem zum aktuellen Selbermachmitwoch bei AllesEvolution und gebe einen Teil davon hier wieder:

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/10/07/selbermach-mittwoch-29-07-10-2015/#comments

    Zitat:
    https://matingselfishness.wordpress.com/2013/05/08/the-tiger-analogy-plausible-deniability-is-sadistic-and-cruel/

    “The Tiger Analogy (Plausible Deniability is Sadistic and Cruel)

    Imagine that you’re traveling through a distant land and come upon a society where a man who wants a relationship must go into an arena with innumerable doors. All the women who have seen the man and are attracted to him then enter the back of the arena and take up behind some of the doors. But the rest of the doors are supplied with fierce tigers that would eat the man. There are many doors – hundreds perhaps – and the ratio of women to tigers is what we shall call “attraction.” The lower the ratio, the more likely the man will meet his fate in the jaws of a tiger. But men are fighters – they can fend off at least a few of the tigers, acquiring a few scars and losing some blood along the way – and are willing to do this so long as one of the doors eventually reveals a loving woman. But still, these men can only fight off so many tigers before they end up a mangled wreck of their former selves. And the women, who peer out through secret peep holes, see a progressively uglier man until they lose interest and walk off, in turn being replaced with more tigers. Eventually the man must admit defeat. Yes, there may be one unopened door left that holds his lover, but at some point it just stops being worth it. It’s just not worth it.”

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