White Sunday Matter //2524

In einigen Wochen ist Weißer Sonntag. Dann wäre die Erstkommunion meines Neffen David. Und natürlich möchte er eine große Familienfeier, zu der auch seine Tante Anne, sein Onkel Carsten und sein kleiner Cousin Johannes kommen.
Das würde zu normalen Zeiten auch realisiert werden. Aber wir haben ja keine normalen Zeiten. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass die Kontaktbeschränkungen bis dahin noch gelockert werden, aber für eine große Familienfeier, wie es z.B. die Kommunion von Heidi war, wird es bestimmt nicht reichen. Planungssicherheit müsste man haben.
Sabine möchte sich einerseits wenigstens eine Feier im kleineren Kreis (ihre eigene Familie, unsere Eltern, meine Familie, und noch ein paar nahe Verwandte von Thorsten – das wären bereits über 15 Personen) offen halten. Falls das bis dann nicht möglich ist, wäre die Minimallösung, dass nur ich mit Johannes komme (denn ihn möchte David unbedingt kennenlernen). Eine Person zusätzlich zum eigenen Hausstand ist ja zulässig, und Kinder unter drei Jahren zählen dabei nicht. Nach den aktuellen Regelungen wäre das also in Ordnung.
Momentan sieht es so aus, als ob ich nicht mit in die Kirche dürfte (was mir sehr entgegenkommt). Nur die Kommunionkinder selbst mit Eltern (und höchstens Geschwistern) dürfen mit Maske und Abstandhalten hinein. Das ist mir nur recht. Da brauche ich mir schon mal keine überzeugende Ausrede auszudenken.
Also meine Teilnahme an der Feier scheint gesichert. Ob Carsten mitkommen darf, ist derzeit äußerst fraglich. Vermutlich nicht.
Erlaubt ist es dagegen, wenn ich zwischendurch auch meine Eltern kurz besuche. Auch dort bin ich ja (zusammen mit Johannes) nur eine Person.

Als Geschenk werde ich für David wohl einen schönen Experimentierkasten besorgen. Ich habe mich aber noch nicht endgültig entschieden.

So weit hatte ich den Text bereits vor ein paar Tagen geschrieben, als ich mit meiner Schwester telefoniert hatte. Seither gibt es jetzt ein paar „Lockerungen“ bei den Kontaktbeschränkungen. Inwieweit die noch am Not-of-color Sonntag gelten werden, ist fraglich, aber sie ändern auch nicht viel.
Statt einer zusätzlichen Person pro Haushalt dürfen jetzt maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammen sein. Die Familie meiner Schwester besteht bereits aus sechs Personen. OK – Kinder unter 14 Jahren zählen nicht. Dann sind’s aber immer noch vier, so dass nur eine weitere Person dabei sein darf – wie gehabt.
Wenn allerdings Robin oder Heidi solange zu den Großeltern gehen, könnte Carsten doch mitkommen. Was für Klimmzüge man machen muss, um diese wirren Regelungen einzuhalten. Insgesamt sind diese Schikane völlig albern, und bringen doch überhaupt nichts.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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62 Antworten zu White Sunday Matter //2524

  1. Sempersolus schreibt:

    Ich versuche gerade zu verstehen, warum man sich über Beschränkung für ein Ereignis echauffiert, dessen Sinn man ohnehin in Frage stellt, an dem man aber gleichwohl unbedingt teilnehmen will.

    Es will mir nicht recht gelingen.

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    • idgie13 schreibt:

      Weil man die Familie gern mal wieder sehen würde. Geht mir 1:1 genauso. Bei mir ist allerdings zusätzlich noch die Grenze im Weg…

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      • Sempersolus schreibt:

        Man kann aber doch schon die ganze Zeit, auch unter den Beschränkungen, die Familie sehen, wenn auch nur fraktioniert? Und zu Ostern werden doch zum Zweck der gerechten Verteilung der Viruslast und allgemeinen Verbreitung die Einschränkungen noch mehr gelockert?

        Nicht falsch verstehen: Mir ist zunehmend egal, was andere da tun, ich sehe mich mehr und mehr in der Rolle von Statler und Waldorf mit Hoffnung auf progrediente Impfwirkung, aber man möchte doch auch ein wenig Logik … ?

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        • idgie13 schreibt:

          Also da, wo ich herkomm, ist eine Kommunion etwas ganz anderes als Ostern. Gerade für das Kommunionskind ist das ein grosses Ereignis.
          Ostern feiert man bei uns gar nicht wirklich – und wenn nur in der eigenen Familie (sprich: Mutter, Vater, Kind(er)).

          Ich hab meine Familie und die meines Bruders letztes Jahr genau 1x im Juli gesehen. Seither nicht mehr. Das beginnt mich zunehmend zu nerven. Bei uns halten sich alle an die Auflagen.

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          • Sempersolus schreibt:

            Es gibt jede Menge soziale Anlässe dieser Art, das macht unser Leben aus. Ich sitze unfassbar gerne im Biergarten, im Sommer fast jeden Tag, genieße, beieinander zu sein. Ich will das alles zurück. Ich bin der Auflagen müde, genau wie alle anderen.

            Aber ich sehe nur einen einzigen Weg, eine Richtung aus dieser Misere heraus und der ist nicht „Kopf in den Sand“ und ignorieren oder trotzdem und wider besseres Wissen Ostern und Kommunion feiern. Der ist Impfen, was das Zeug hält. Erst dann gibt es (hoffentlich!) wieder das, was wir Normalität nennen.

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            • idgie13 schreibt:

              Deine Sicht.

              Ich lebe in der Schweiz mit offenen Schulen und offenen Läden – und aktueller Untersterblichkeit. Von daher sehe ich das halt anders.
              Es gibt nicht nur einen Weg. Nichts ist alternativlos.

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            • Sempersolus schreibt:

              Epidemiologie ist wohl schwierig, weil multifaktoriell komplex.

              Ob in der Schweiz mit hartem Lockdown und Komplettimpfung das Virus vielleicht sogar längst ausgerottet wäre?

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            • idgie13 schreibt:

              Glaub ich nicht.
              Ausserdem ist die Schweiz keine Insel. Wir haben extrem viele Grenzgänger (Berufspendler ennet der Grenze) – gerade im Gesundheitsbereich.

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            • Sempersolus schreibt:

              Mein Physiklehrer pflegte dann immer zu sagen: „Glauben findet im Religionsunterricht statt“.

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            • idgie13 schreibt:

              Mit dem Wissen scheint es ja auch nicht so weit her zu sein…
              Oder WEISS man inzwischen, WO und WIE sich die Menschen anstecken, um genau die Situationen zu verhindern?
              Offensichtlich nicht.

              Ausserdem habe ich den Grund für mein Anzweifeln darunter geschrieben. Obendrein: Harter Lockdown wäre hier nicht durchzusetzen.

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            • Mika schreibt:

              Glauben kann man im Religionsunterricht 🙂 Da stimme ich dir zu. Und darum glaube ich der Regierung kein Wort. Die Merkel hat immer alles falsch gemacht. Sei es das Thema Atomkraft, Klima, Zuwanderung, Europa, Finanzen und jetzt Corona.
              Ich nenne das absolut Fakten resistent. Und daher glaube ich an den gesunden Menschenverstand und nicht an Corona und die Merkel Truppe.

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            • Sempersolus schreibt:

              Mit so einem globalen „die Merkel ist schuld“ undifferenziert auf alles eindreschen kann ich nichts anfangen – oder: schon, aber nichts, was ich mir zu eigen machen will.

              Ich sehe allerdings schwarz, wenn es dereinst wirklich um die Lösung von tödlichen Klimaproblemen gehen wird, denn da gibt es ja dann das gleiche Spiel.
              – Klimakrise gibt es gar nicht,
              – Klimaprobbleme sind nur ein Bruchteil der Gesamtproblematik der Welt und deshalb vernachlässigbar,
              – die wenigen Klimatoten gehen mich nichts an,
              – mein geringes klimaschädliches Verhalten kann ich ja wohl noch verantworten,
              – „die da oben“ sind am Klima schuld,
              – Klima schön und gut, aber Erstkommunion und Ostern sind wichtiger,
              et et et

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          • Außerdem ist Ostern jedes Jahr, Erstkommunion nur einmal im Leben.
            In meinen Kindheitserinnerungen ist es ein herausragendes Ereignis – völlig unabhängig von religiösen Zusammenhängen.

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            • Sempersolus schreibt:

              Erstkommunion kann jedes Jahr nachgeholt werden, nicht wahr?

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            • Traditionsgemäß ist der Termin am Sonntag nach Ostern. AFAIK kann die Gemeinde den Termin (für alle Kommunionkinder) verschieben, was vorher aber jahrzehntelang niemals gemacht wurde.

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            • Sempersolus schreibt:

              Hier sind (wegen „Großgemeinden“ und ausgebuchten Gaststätten, also aus ganz weltlich pekuniären Beweggründen), die Erstkommunionfeiern schon seit Jahren entzerrt und kaum noch eine findet am weißen Sonntag statt. Auch wird die zu kleine Kirche an diesem Sonntag für die restliche Gemeinde gesperrt (!), weil Eintrittskarten (8 pro Kind) für Oma, Opa, Cousine dritten Grades und den Gärtner (wie auch das Kommunionkleid) wohl scheinbar wichtiger sind.

              War die Erstkommunion nicht einstmals als Aufnahmeritual in die Gemeinde gedacht?

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    • Keine Empathie für einen kleinen Jungen, der sich sehnlichst eine große Familienfeier wünscht, bei der er im Mittelpunkt steht (und Geschenke bekommt)? Und mehr als alles andere möchte er seinen kleinen Cousin kennenlernen, mit dem er bisher immer noch nicht zusammengetreffen durfte.
      Ich würde David dies so gerne ermöglichen. Als zusätzliches Nice-to-have gibt es in der alten Heimal immer gutes Essen.
      Für mich sind das mehr als ausreichende Gründe, dann hin zu wollen. Der Weiße Sonntag ist nur der Anlass.

      Und um die Regelungen zu kritisieren, würde es bereits reichen, dass die Gastronomie gezwungenermaßen geschlossen hat.
      Sonst finden viele dieser Feiern in lokalen Gaststätten statt. Die Wirte hätten dringend mal wieder Einnahmen nötig. So geht eine ganze Branche kaputt, und das in einer Region, die vom Tourismus lebt.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Außergewöhnlicher Junge.
        Normalerweise geht es eher so:
        Die vielen alten Leute sind nervig und eigentlich will man nur spielen, wird aber gezwungen, dauernd still zu sitzen, fotografiert zu werden und artig danke zu sagen.
        Babies sind in der Regel eine Enttäuschung. Man kann nicht damit spielen und ausser seinen und schlafen können sie nichts.
        😅

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      • Sempersolus schreibt:

        Ich empfinde durchaus Empathie: Für den kleinen Junge, für die Familie dieses kleinen Jungen – etwas weniger für den zumindest von einigen Teilnehmern vorgeschobenen Anlass der Feier (aber auch das muss jeder selber wissen, Erstkommunion wird eben immer mehr zum sinnfreien Geschenkfest wie „Halloween“, „Valentinstag“ oder „Muttertag“ auch, Erfindungen des Kommerzes).

        Mehr Empathie noch für Händler, die sehr geduldig abwarten, obwohl ihre Existenz in Schutt und Asche zusammenfällt; für Familien, die ihre Toten zu Grabe tragen und nicht würdevoll trauern können; für chronisch Kranke, die ihre Berufsfähigkeit verlieren; für Bedienstete im Gesundheitswesen, die am Limit arbeiten.

        Ich habe auch Freude an gutem Essen und alter Heimat und jede Menge Verständnis dafür. Ich verstehe ebenso die Interessen der Gastronomen, will ich doch auch zukünftig nicht vor auf Dauer geschlossenen Wirtshaustüren stehen.

        Mehrfach hatte ich auch schon furchtbar unlogische Maßnahmen zur Pandemiebewältigung kritisiert (aktuell die „hier-so-tun-als-ob-nichts-wäre-Strategie“: Schulen auf und DANACH mit Zeitverzögerung erst halbherzige Impfungen und Tests, auch wenn z. B. Herr Kurz in seinem Land gerade zugibt, dass Schüler eine der Hauptinfektionsquellen zu sein scheinen; Öffnungen trotz steigender Infektionszahlen; Öffnungen bei Friseuren, aber nicht bei Möbelhändlern; sture Impfung nach Alter und weniger nach Infektionsrisiko; et et et, davon gibt es Legion).

        Logisch ist für mich aber eine Abwägung all dieser Empathie und aller Risiken, eine Triage.

        Es darf wohl gerade einem Naturwissenschaftler eingängig sein, dass sich die Reaktionswahrscheinlichkeit erhöht, wenn die Reaktanden räumlich näher beieinander sind, darauf beruht z. B. das Katalysatorprinzip. Selbst eine sonst nahezu unmögliche Reaktion findet so unter entsprechender Versuchskonstellation mit hohem Reaktionsgefälle in die gewünschte Richtung statt.

        Wenn ich umgekehrt eine Reaktion vermeiden will, dann habe ich mehrere Möglichkeiten. Die einfachste und zuverlässigste doch wohl, dass ich die Reaktanden voneinander trenne, oder nicht?

        „bringt doch überhaupt nichts“ verstehe ich so, dass man diese simplen naturwissenschaftlichen Gegebenheiten gerne ignorieren möchte.

        Logisch oder gar naturwissenschaftlich gedacht ist das aber nicht.

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        • „bringt doch überhaupt nichts“ bezog sich auf die Inkonsequenz dieser Regelungen. Es bringt nichts, wenn man – um in deinem Bild zu bleiben – nur einen kleinen Teil der Reaktanten simultan zusammen sein lässt, und kurz darauf andere Kombinationen der Reaktanten zulässt, nur eben nicht alle gleichzeitig.
          Wenn man unerwünschte Reaktionen verhindern will, muss man jeglichen (nicht zwingend notwendigen) Kontakt unterbinden. Solche halbherzigen Regelungen, die sich so einfach und legal unterlaufen lassen, kann man dann gleich bleiben lassen.
          Erst meine Schwester besuchen, dann meine Eltern, dann wieder zurück zu meiner Schwester, darf ich. Aber meine Eltern dürfen nicht zu meiner Schwester, während ich dort bin (unabhängig vom vorhandenen Platz, und bei schönem Wetter gerne nach draußen). Wo ist da der Sinn und die Logik?

          Und ich schaue noch ein wenig weiter in die Zukunft. Wenn man jetzt zulässt, dass etliche Branchen und Regionen absterben, wird uns das noch Jahrzehnte nachhängen und unser aller Leben noch dann erheblich beeinträchtigen, wenn man sich ansonsten schon kaum noch an Corona erinnert.

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          • Sempersolus schreibt:

            Ich stimme zu: jede bisherige Regelung dieser Art („aber ein bisschen treffen muss doch möglich sein“) war sentimental und unlogisch, Spock wäre entsetzt.

            Und (bitte nicht mogeln) natürlich bestimmt auch die Menge von gleichzeitig anwesenden Reaktanden die jeweiligen Reaktionsmöglichkeiten. Sind A und B zusammen, dann können nur die miteinander reagieren, später B und C auch nur untereinander. Sind A, B und C gleichzeitig da, dann sind Reaktionen zwischen A und B und B und C UND A und C möglich, also schon ein Drittel mehr, etc. Möchtest du jetzt wirklich zu einem Fußballspiel gehen?

            Natürlich wird uns die Pandemie entsetzlich nachhängen, das wird desaströs. Wird das besser, wenn man nicht wirklich alles tut, damit die Pandemie möglichst schnell zu Ende ist?

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            • Ein Fußballspiel besuche ich eh nicht.

              Sorry – aber unter einer Pandemie habe ich mir immer etwas anderes vorgestellt. Wir haben in D in über einem Jahr weniger als 1 Promille von Personen, die an oder mit Covid verstorben sind, die allermeisten davon bereits hochbetagt.
              Das rechtfertigt IMHO keinen Lockdown, unter dem wir alle leiden müssen. Wer will, kann sich ja impfen lassen, Maske tragen soviel er will, Kontakte mit zusätzlichen Personen vermeiden, sich in Selbstisolation begeben (mache ich soweit möglich gerne freiwillig). Aber ansonsten alles öffnen!

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            • Sempersolus schreibt:

              Grundsätzlich eine Frage der gesellschaftlichen Ethik. „Stirbt ja eh“, das hatten wir ja schonmal thematisiert.

              Und natürlich eine Ressourcendiskussion, „tut mir leid, wir können Ihren Mann mit seinem Herzinfarkt nicht mehr auf der Intensivstation aufnehmen, wir haben keine Plätze mehr frei“.

              Geht es nicht gerade darum, dass du etwas eben nicht freiwillig tun würdest (hier: Familienfeier im April)?

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            • Es geht überhaupt nicht darum, was ich am liebsten tun würde.
              Ich bin völlig zufrieden, allein daheim (mit Mann und Kind) zu sein. Ich persönlich brauche weder Treffen noch Familienfeiern.

              Unabhängig davon würde ich es meinem Neffen gerne ermöglichen, eine Feier nach seinen Wünschen zu bekommen. Mir selbst wäre dann eine Feier im kleinen Kreis sogar lieber als eine große Familienfeier. Aber meine Präferenzen sind irrelevant. Nur meinem Neffen zuliebe würde ich hingehen.
              Ich setze mich für alle Kinder, Gastwirte, usw., usf., etc. ein, von denen verlangt wird, Opfer über Opfer zu bringen, und die immer nur zurückstehen müssen, weil solche Kollateralschäden kaltschnäuzig in Kauf genommen werden.

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  2. idgie13 schreibt:

    Bei meiner Nichte wurde die Kommunion grad ganz abgesagt.

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  3. Mika schreibt:

    Ich lebe bekanntlich auf dem Dorf, da kennt man sich und vertraut nicht so sehr auf den Staat. Wir praktizieren hier den Ungehorsam gegen unfähige Politiker. Es gibt hier keine Massentreffen, aber Freunde und Familie sitzen zusammen, wenn es uns gefällt. Die Grundrechte können nicht von einer alten Frau in Berlin aufgehoben werden.
    Was hindert dich und deine Familie, die unsinnigen Regeln nicht zu befolgen? Immerhin geht es um ein wichtiges Ereignis für ein Kind. Zur Not können sich ja die Erwachsenen vorher diskret testen lassen, dann ist die Gefahr sehr gering.

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  4. Leser schreibt:

    Ich finde es interessant (um nicht zu sagen logisch inkonsistent), dass Dir als religionskritischer Person die Kommunion so wichtig ist – für die ist schließlich eine notwendige Bedingung die Taufe. Und wenn der kleine Junge sich einfach über den Besuch von Tante, Onkel und Neffen freuen würde (erst recht, wenn er dann noch einen tollen Experimentierkasten, oder – mein persönlicher Favorit – einen Elektronikbaukasten geschenkt bekommt), dann braucht es dafür doch eigentlich keinen Anlass, außer eben ein freier Sonntag, an dem beide Elternpaare Zeit haben, sich zu treffen. Wenn Kinder über 14 anwesend sind, dann machen die oft ja eh was anderes, und vielleicht hat ja eins von zweien Lust, sich an dem Tag mit einem Freund/einer Freundin zu treffen, schon sind es nur 5 Personen über 14, die sich da treffen. Ganz ohne irgendwelche religiösen Feste vorschieben zu müssen.

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    • Grundsätzlich ginge jeder andere Sonntag auch, um sich in kleiner Runde zu treffen. Stimmt.
      Aber andererseits ist – gerade für ein Kind – die Erstkommunion ein ganz außergewöhnliches Ereignis, auf das es sich schon Jahre vorher freut und dem entgegenfiebert.
      Wie auch immer – wir sich für den Weißen Sonntag eingeladen. Ein anderer Termin steht erst mal nicht zur Debatte.

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  5. Sempersolus schreibt:

    An dieser Stelle verlässt uns dann die Logik vollends und wird komplett durch ein energisch-schmollendes „ich will aber“ ersetzt.

    Familie Hoppenstedt wünscht ein frohes Fest.

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    • Mika schreibt:

      Den Satz darfst du an das Kasperltheater in Berlin schicken.

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      • Sempersolus schreibt:

        Wo ist denn hier der „gefällt mir nicht“ Button?

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        • Mika schreibt:

          Jede andere Antwort von dir hätte mich irritiert.

          Ich hab mal irgendwann was mit IT und Wirtschaft studiert. Damals wurde noch an Problemlösungen gearbeitet. War manchmal sehr mühsam, aber lehrreich.
          Mal ganz naiv: wenn es ein Problem gibt, dann beschreibt man es möglichst genau und sammelt Daten. Dann bringt man Struktur rein und überlegt sich eine Lösung.
          Und dabei immer an Nutzen und Kosten denken!
          2020 im Jan gab es eine Krankheit in China/Wuhan. Die Regierung hat das nicht beachtet.
          So etwa im Feb. hat die AFD laut gerufen: Achtung, da könnte es ein Problem geben. Alles Nazis. Regierung stellt sich dumm. Dann kam Corona nach Deutschland und die Regierung macht in Panik dummes Zeug.
          Datensammlung und Analyse? Fehlanzeige. Man schaut auf PCR Test, die nix aussagen und zählt Tote, die an sonst was gestorben sind. Obduktionen sind ja Nazi.
          Jetzt ist ein Jahr rum und wir wissen immer noch nix. Geht es noch unfähiger?
          Angeblich sind Alte und Migranten am schlimmsten betroffen. Daher macht man die Schulen dicht und verbietet den Leuten frische Luft. Sehr kompetent.
          Jeder, der meint, da müsse logisch gehandelt werden, ist ein Nazi, Covidiot etc. Sehr hilfreich. Und solche Leute soll ich für voll nehmen?
          Auf meinen Masken steht: schützt nicht vor Viren. Geil.
          Bei Aldi drängeln sich die Leute und beim Ausflug alleine in den Wald darf ich keine Schorle trinken. Wer hat hier einen an der Waffel? Ich oder die Regierung?
          Ein Prof aus Lübeck entwickelt einen billigen und wirksamen Impfstoff und bekommt dafür Anzeigen. Ich hätte ja mal um eine Probe gebeten, kann man sich ja mal anschauen. Aber nein, es muss ja ein unerprobter RNA Impfstoff sein, den man nicht bekommt und wenn doch, dann nicht verimpfen kann.
          Da kann ich doch gleich ein Dutzend Affen an den Rechner setzen, die bekommen mehr Lösungen raus als diese Regierung.
          Zum Klima, das du angesprochen hast schreibe ich nicht, das sprengt den Rahmen hier. Über Klima diskutiere ich, wenn man das Wetter für mehr als 10 Tage zuverlässig vorhersagen kann.
          Wir hatten damals diese Streber, die hatten immer ganz tolle Lösungen parat. Nur leider nie das passende Problem zur Hand. Es scheint, die haben sich vermehrt.

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  6. ednong schreibt:

    Schwierig – also das mit den Regeln.Wir hätten vermutlich eine bessere Ausgangsbasis, wenn es denn wirklich einen harten Lockdown vor Weihnachten gegeben hätte. So hangeln wir uns meiner Meinung nach nur von Spitze(nzahl der Infektion) zu Spitze. Nicht sinnvoll, ermüdend und zermürbend.

    Allerdings kann man hinterher die Dinge fast immer besser beurteilen als vorher. Und meiner Meinung nach hilft da nur rasches Impfen, um das Virus zumindest weitestgehend zu unterdrücken. Aber damit kommen die ja nicht zu Potte, mit dem Impfen. Leider.

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    • Entweder ist Corona wirklich dieser Mörderseuche. Dann müsste man viel strengere und härtere Kontaktreduktionen durchsetzen.
      Aber so wie es jetzt mit diesen inkonsistenten Wischiwaschi-Regelungen und wöchentlich wechselnden Ausnahmebestimmungen ist, ist der Effekt der Maßnahmen nur gering, und erscheint viel eher als Schikane und Alarmismus.

      Ich hoffe ja, dass wieder Normalität einkehren darf, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft ist. Allein, mir fehlt der Glaube ..

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      • Mika schreibt:

        Die Hoffnung haben viele. Ich werde da immer pessimistischer. Wenn man ein Land ruinieren will, dann hat Merkel den perfekten Weg gefunden.
        Es gab zwar ende 2020 eine gewisse saisonale Übersterblichkeit, aber in Summe war es ein normales Jahr, jedenfalls die Verstorbenen betreffend. Inzwischen haben wir wieder eine leichte Untersterblichkeit. Die Risikogruppen zu schützen würde ausreichen.
        Ich fürchte aber, es gibt andere Ziele. Leider wird man dann schnell zum Weltverschwörer und verliert die Realität aus den Augen. Aber schau auf die Fakten. Die Krankenhäuser sind eher unterbelegt, die Ärzte haben weniger Arbeit und die Bestatter kommen auch mit der Arbeit nach.
        Dafür sind Gastro und Beherbergung nahezu pleite. Handel kann auch dicht machen. Luftfahrt ist kritisch und PKW fällt runter. Wir haben noch dieses Jahr eine Welle von Pleiten und Arbeitslosen zu erwarten, wie wir es noch nie gesehen haben. 2 Schuljahre sind kaputt. Die Kinder werden auffällig. Die Menschen sind gespalten in Covidioten und Schlafschafe. Und die Verfassung gilt nichts mehr.
        Rächt sich die Alte für die versaute Stasi Karriere?

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        • Mia schreibt:

          Du liebe Güte!
          Dein letzter Satz ist interessant. „versaute Stasi-Karriere“. Versaut aufgrund der Tatsache, dass sie eine Pfarrerstochter ist oder weil die Mauer fiel?
          Bist du links- oder eher rechtsradikal?

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          • Mika schreibt:

            Ich bin Radikaldemokrat.
            Die Person, um die es geht, war in der FDJ zuständig für Agitation. Die Stasiakte hat sie nicht freigegeben. Die Frage nach einer möglichen Karriere im SED Regime ist somit legitim. Und damit beende ich meine Teilnahme an dieser Diskussion, da die Blogbetreiberin kein weiteres Interesse an Beiträgen hat. Ist auch okay so.

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  7. Mika schreibt:

    Mal eine kleine Rechnung zu den Kosten der Pandemie. Nur mal so, um die Dimension grob abzuschätzen.
    Die „Pandemie“ dauert etwa 1,5 Jahre.
    80 Mio Menschen sind mehr oder weniger eingesperrt und verzichten auf Vieles.
    1 Mio Leben werden gerettet.
    Pro nicht gleich Verstorbenen setze ich 3 Jahre gerettete Lebenszeit an, weil es sehr alte Leute trifft.
    Wir versauen also etwa 120 Mio Lebensjahre.
    Wir generieren damit zusätzlich 3 Mio Lebensjahre.
    Jetzt gewichten wir das nach Lebensqualität. Für Junge setze ich den Faktor 2 an und im Mittel 1,5, für sehr alte den Faktor 0,5.
    Also stehen ca. 180 Mio Kosten gegen 1,5 Mio Nutzen.
    Für Langzeitfolgen kann man einen weiteren Faktor ansetzen, den ich nicht abschätzen kann.

    Wäre das Ding eine Aktie, würde ich sie nicht kaufen.

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  8. Plietsche Jung schreibt:

    Das Beendruckendste in diesen Kommentaren hier ist, dass jede(r) meint, die ultimative Meinung und das Fachwissen zu SARS-COV2 zu haben. Eine schlimme Diskussion, wenn man bedenkt, dass wir alle nur das wissen sollen, was wir wissen sollen und durch Medien breitgetreten wird.

    Stellt man dies in Frage und fragt sich, was denn die langfristige Strategie ist, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.

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