Noghurt //2525

Es kam schon gelegentlich vor, dass ich mich beim Einkaufen vergriffen habe, und etwas mitgenommen habe, das ich eigentlich gar nicht wollte.
Seit ich Mutter bin, hat sich das Phänomen signifikant verstärkt. Wenn ich das Chefchen dabei habe, beansprucht es meine Aufmerksamkeit, so dass ich leichter vom Einkaufsvorgang abgelenkt bin. Und wenn ich es nicht dabei habe, beeile ich mich umso mehr, wieder heim zu kommen, so dass ich nicht so genau darauf achte, was ich jetzt in den Einkaufswagen lege.
Dass mein Gesichtsfeld manchmal durch die Maske verengt wird, kommt noch erschwerend hinzu.

So habe ich kürzlich einen fettarmen Joghurt erwischt. Das merkte ich aber erst, als ich bereits angefangen hatte, ihn zu essen, weil ich daheim gar nicht so genau auf die Verpackung schaue. Er schmeckte einfach widerlich. Unverständlich, wieso manche Leute den freiwillig essen. Aber offenbar kaufen ihn ausreichend Leute, so dass der Hersteller damit Gewinn macht. Sonst würde er ihn ja gar nicht anbieten. Oder sollten das alles Fehlkäufe sein? Unplausibel. Dafür gibt es zu viel ähnliches minderwertiges Zeugs.
Ohne genügend Fett als Geschmacksträger schmeckt der Joghurt schal. Es fiel mir schwer, ihn leer zu essen, aber weggeschmissen wird nichts! Erst danach fiel mir ein, dass ich ja noch einen offenen Becher süße Sahne im Kühlschrank stehen hatte. Einen Schluck davon daruntergerührt, hätte sicherlich den Geschmack wesentlich verbessert. Aber zu spät.
Wer fettarme oder „Light“ Produkte isst, weil er sich dadurch eine geringere Energiezufuhr erhofft, soll halt einfach nur einen halben Becher der entprechenden normalen Nahrungsmittel essen. Bei dem fettarmen Zeugs macht das Essen überhaupt keinen Spaß. Das würgt man sich wirklich nur rein. Da würde ich es lieber ganz bleiben lassen. Besser wenige Bissen mit Genuss, als .. bäh .. nein, danke, wirklich nicht.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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27 Antworten zu Noghurt //2525

  1. mijonisreise schreibt:

    😂😂😂 … Das mit den Fehlkäufen kenn ich auch, das lässt GsD aber wieder nach.
    Light Produkte bringen gar nichts, außer Gewinn in die Tasche derer, die sie anbieten.
    Aber was soll man machen. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und sein Glauben der Weg dahin 🙄

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  2. mijonisreise schreibt:

    Ich verstehe auch nicht, warum das überhaupt so gefragt ist. Jeder, der sich ernsthaft mit der Ernährung beschäftigt und jeder Fachmann/frau rät von diesen Produkten ab, weil es Mogelpackungen sind. Für das reduzierte Fett sind dann mehr Zucker und Co. im Produkt 🤦‍♀️
    Das ist aber auch das gleiche Phänomen bei Zigaretten. Da rauchen die Leute „ohne Zusatz“ oder „Light“ und meinen, das sei gesünder. Muss man dazu etwas sagen 🙊

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  3. keloph schreibt:

    danke, ganz meine meinung, und gegen fehlkäufe hilft eine liste, die in der küche auf dem tisch liegt, in welcher alle zur neige gehenden lebensmittel eingetragen werden.

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  4. Mika schreibt:

    Diese Lightprodukte sind eine böse Erfindung des Kapitalismus. Fett ist teuer. Zucker ist billig und leicht zu verarbeiten. Frauen werden durch Werbung getriggert.
    Was machen wir daraus? Wir verarschen Dummchen und ziehen ihnen das Geld aus der Tasche. Die Modeindustrie vermittelt die ultra schlanke Frau als Ideal. Sei schlank und es gibt als Belohnung einen Mann. Nestle und Co. helfen dir beim abnehmen 🙂
    Das waren und sind perfekt abgesprochene Kampagnen in den Medien. Die Werbeagenturen planen das ganz gezielt über viele Marketingstufen hinweg.
    Für Milchprodukte gibt es einen einfachen Test, wenn die Katze es nicht frisst, dann wirf es weg. Der ganze light Dreck besteht aus Zeugs, das in der Tiermast als Masthilfe eingesetzt wird. Die Viecher fressen dann mehr, weil sie nicht richtig satt werden. Genial! Damit kann man Schweine zu 25% Kosten im Vergleich zur natürlichen Fütterung schlachtreif bekommen. Den Darmkrebs gibt es ohne Aufpreis dazu.
    Veganer Käse kostet in der Produktion keinen Euro das Kilo. Hafermilch mach ich für 10 Cent pro Liter. Mehr kann man nur mit Drogen verdienen.
    Aber es wird halt gekauft 😦

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    • Billiger als Zucker ist Süßstoff. Da habe ich mich leider auch schon einige Male vergriffen. Das Zeugs ist einfach nur ekelig.

      Es stimmt, dass Katzen da wählerisch sind.
      Leber soll man vor dem Braten ja eine Zeitlang in Milch einlegen, damit sie schön zart wird (Enzyme und so).
      Diese Milch haben die Katzen niemals angerührt, obwohl sie Milch gern mögen und auf Leber erst recht scharf sind.

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      • Mika schreibt:

        Leber in Milch einlegen ist ein Mythos. Schweineleber gibt dann zwar Bitterstoffe an die Milch ab, aber einige Apfelscheiben mit anbraten hat den gleichen Effekt. Wenn die Leber zarter werden soll, dann nimmt man Papaya Saft, oder man gart sie ganz langsam im Wasserbad. Wenn Kalbsleber bitter schmeckt, dann wirft man sie weg, denn dann wurde das Kalb mit tierischem Futter gemästet. Das ist gut für die Prionen und nicht so gut für den Menschen.

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  5. Mia schreibt:

    Fett ist nicht umsonst Geschmacksträger.
    Und mit diesen ganzen Light-Produkten verliert nur die Geldbörse an Gewicht.

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  6. ednong schreibt:

    Tja,
    die Macht der Werbung. Wenn man den Leuten nur oft genug erzählt und zeigt, dass sie davon alle Ernährungsprobleme loswerden und zur Traumfigur finden …

    Dass natürlich – um da überhaupt noch Geschmack rein zu bekommen – wesentlich mehr an anderen Stoffen drin ist, die nicht so gesund sind … geschenkt. Es ist halt einfacher zum Light (oder wie auch immer benannten) Produkt zu greifen, als sich ernsthaft Gedanken über seine Ernährung zu machen. Und es beruhigt das eigene schlechte Gewissen natürlich viel einfacher …

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  7. Plietsche Jung schreibt:

    Ich hätte es auch so gemacht wie du. Wegwerfen kommt nicht in Frage, also irgendeinen Geschmacksträger untermischen oder die weiße Masse irgendwo hinein, wo sie nicht stört (Brotteig o.ä.)

    Light Produkte bewirken oft das Gegenteil von dem, was sie suggerieren.

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  8. Pingback: Im Vorfrühling getwittert //2635 | breakpoint

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