Abendserien //2254

Oft habe ich ja abends noch zu arbeiten oder andere Verpflichtungen. Aber es bleiben auch noch Abende übrig, an denen ich mich ganz entspannt (manchmal mit, manchmal ohne Carsten) ein wenig vom Fernseher berieseln lassen kann. Meist ist mir nach einem anstrengenen Tag nicht mehr nach etwas anspruchsvollem, bei dem man viel denken müsste, zumute. So schaue ich ganz gerne hin und wieder (auch seichte) Serien.
Dabei beschränke ich mich auf Free TV über Satellit. Streamingdienste nutze ich grundsätzlich nicht. Wenn ich alles schauen könnte, wann ich will, dann würde ich viel zu viel schauen, statt meine Zeit sinnvoller zu verbringen. Insbesondere, wenn es Geld kostet, würde ich es auch ausnutzen wollen.
Üblicherweise sehe ich nur im Zeitfenster zwischen 18 und ca. 22 Uhr (ggf. noch den Film fertig) fern. Ausnahmen mag es insbesondere am Wochenende geben.

Viele Jahre lang habe ich die Simpsons gesehen. Aber – ehrlich gesagt – die neuen Folgen sind so geist- und witzlos, dass ich sie nur schaue, wenn ich absolut nichts besseres finde. Da hat man zig Programme, aber auf den meisten laufen nur irgendwelche Krimis, Sportsendungen oder Dokusoaps.
Ähnlich ist es mit Galileo nach den Simpsons. Inzwischen bringe ich es nicht mehr über mich, mir das noch anzutun. War ursprünglich mal eine Art „Sendung mit der Maus“ für Erwachsene, durchaus informativ, aber das Niveau ist noch viel tiefer gesunken.

Was ich noch (!) gerne sehe, ist The Big Bang Theory, obwohl diese Serie mittlerweile sehr stark nachgelassen und ihren Biss verloren hat. Ich hoffe, dass das nahende Staffelfinale noch einigermaßen an den früheren Esprit anknüpft. Young Sheldon kommt nur einmal die Woche, und triggert in manchen Episoden meine Mutterinstinkte.
Bis vor wenigen Wochen liefen verschiedene Startrek-Serien im Vorabendprogram. Die habe ich nach Möglichkeit gerne gesehen. Jetzt gibt’s auf diesem Programmplatz nur noch Stargate, was mich überhaupt nicht reizt.
Zu ähnlicher Zeit läuft noch eine Folge Futurama, was ich hin und wieder einschalte. Leider läuft unmittelbar vorher eine abscheuliche, hässlich gezeichnete Zeichentrickserie, die mir das verleidet.

Alternativ findet man um diese Zeit häufig Naturdokumentationen – meist Astronomie oder Zoologie. Allerdings stellt sich auch häufig heraus, dass es Wiederholungen sind, und zum n-ten Mal ist das dann auch langweilig.
2.5 Men war recht witzig (wenn auch manchmal recht derb), solange Charlie Sheen noch mitspielte. Die paar Folgen danach, die ich noch gesehen habe, haben mir nicht mehr gefallen. Die Luft war mehr als raus.

Dann bin ich irgendwann beim Zappen noch bei ein paar anderen Serien hängengeblieben, um deren Genre ich normalerweise einen großen Bogen mache, die jedoch für einen einsamen Abend durchaus unterhaltsam waren.
Da ist zum einen Die Nanny. Diese Serie war einfach leichte, beschwingte Unterhaltung, und überraschend amüsant. Man brauchte nicht nach einem hintergründigen Sinn zu suchen, sondern konnte schlicht über die Witze lachen. Ideal nach einem stressigen Tag. Und oft stellte ich mir dabei vor, wie ich in der Garderobe von Miss Fine aussehen würde. Einige der Kleider entsprachen nämlich durchaus meinem Geschmack.
Arztserien sehe ich sonst nie, aber Doc Martin war anders. Schöne Landschaftsaufnamen, herrlich skurrile Charaktere, und Doctor Ellingham tatsächlich mal so, wie ein Arzt sein sollte: hochkompetent, professionell, redet Klartext, statt einen mit Wischiwaschi vollzulabern, kommt auf den Punkt (pun not intended). So dass man sogar über seine Hämophobie hinwegsehen kann. Dr. McCoy sollte sich ein Beispiel an ihm nehmen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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16 Antworten zu Abendserien //2254

  1. keloph schreibt:

    ich mag grundsätzlich keine amerikanischen serien. habe ich die wahl, bleine ich meist bei dokus hängen, die wie du schreibst meist als ganzes oder teilweise wiederholungen sind. aber das ist immer noch besser als…….

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  2. bluemidan schreibt:

    das Fernsehen hat leider sehr an Niveau verloren, entweder endlose Wiederholungen oder sogenannte Doku-Soaps, die so schlecht gespielt sind, dass man damit nur seine Zeit vergeudet.
    Entweder Lesen oder Streaming-Dienste sind meine Wahl, da kann man schauen wann und wielange man will und es gibt keine nervige Werbung.

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    • Früher habe ich abends auch viel gelesen.
      Aber inzwischen empfinde ich es bei künstlichem Licht als zu anstrengend, um mich dabei zu entspannen.

      Die Werbepausen sind mir meist willkommen. Ich nutze die Unterbrechung für kurze Tätigkeiten zwischendurch, und wenn ich mir in der Zeit nur was aus der Küche hole.

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  3. Leser schreibt:

    Lineares TV finde ich sowas von 20. Jahrhundert!
    Das ist nämlich ungefähr der letzte Zeitpunkt, wo ich das hatte, und es auch geschätzt habe, es zu haben. Heute verzichte ich freiwillig, schaue YouTube (da gibt es auch „einfache“ Unterhaltung, die dennoch nicht debil oder stupide ist, wie die Kanäle, welche immer wieder hochgehyped werden), oder Netflix. Lesen tu ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr (gedrucktes auf Papier), zumindest nicht wenn ich ein Buch lese. Stattdessen ein Handy mit OLED-Display im invertierten Modus, d.h. helle Schrift auf schwarzem Untergrund, abends in Verbindung mit einem Nachtmodus, der die Blaulichtanteile reudziert, wodurch die Melatoninproduktion weniger gehemmt wird. So kann ich am besten lesen, aber natürlich auch mit entsprechend variabler Helligkeit, die ich mir immer jeweils so einstelle, wie ich sie brauche.
    Wenn ich mal wo bin, wo es einen Fernseher gibt, merke ich wieder: Alles ist besser, als das Fernsehprogramm! Entweder die Sendungen sind Werbungsdurchseucht, oder synchronisiert, oder beides. Wenn ich mich entspannen will, dann will ich aber einfach nur den Schauspielern zuhören, und nicht dauernd dieses nagende Gefühl haben, dass das, was ich sehe, nicht das ist, was ich höre – denn wenn man mal eine Zeitlang nur Originale geschaut hat, dann hört man unweigerlich immer die Sprecher in der Kabine sitzen (und die Dinge teilweise ganz anders betonen, als es der Schauspieler in Wirklichkeit getan hat)…sowas nervt einfach nur, in Verbindung mit der notwendigkeit, linear zu schauen, bzw. Aufnahmen zu programmieren. Deshalb bin ich vom linearen Fernsehen zum Glück los, und habe auch nicht vor, meine Freiheit wieder gegen irgendwas davon einzutauschen (und wenn ich mal eine TV-Sendung sehen will, dann ist das eine aus dem ÖRR, und da kann ich es dann auch auf moderne Weise in der Mediathek anschauen bzw. herunterladen).

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    • Youtube ist ja auch so ein Zeitfresser ..
      Manchmal zwischendurch (aber jetzt eigentlich schon länger nicht mehr) singe ich dort ein wenig Karaoke, und finde dann kaum noch ein Ende. 🙄

      Nein, wenn ich die Zeiteinteilung für Unterhaltungsprogramm (gleich welcher Art) selbst bestimmen würde, täte mir das auf Dauer nicht gut und ich würde da versumpfen.
      Da beschränke ich mich auf das normale Fernsehen. Das ist immerhin schlecht genug, um mich nicht übermäßig lang vor dem Bildschirm festzuhalten.

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      • Leser schreibt:

        Ja, da sprichst Du in der Tat den einzigen Nachteil an. Manchmal komme ich deshalb tatsächlich zu spät ins Bett. Aber vom normalen TV-Programm fühle ich mich immer, wenn ich es mal mitkriege, irgendwie in meiner Intelligenz beleidigt. Deshalb ist das auch schon deshalb keine Option – dann doch eher ein spannendes Buch lesen, bis die Augen zufallen.
        Singen wäre interessant, aber ist mir so ungewohnt….ich weiß nicht, wann ich das (ernsthaft – also irgendwelches „Happy Birthday“-Gegröhle ausgenommen) zum letzten mal gemacht hätte…

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        • Hab ich mal erwähnt, dass es mal eine Zeit gab (sehr lange her), in der ich wirklich viel zu viel Zeit vor der Glotze verbracht habe? Das will ich nicht mehr.
          Ich hatte dann eine Zeitlang überhaupt keinen Fernseher, um von diesem ungesunden Konsum loszukommen.
          Ich habe es tatsächlich geschafft, und kann inzwischen fernsehen, ohne rückfällig zu werden.
          Aber wenn ich einen Streamingdienst o.ä. nutzen würde, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis das Ausmaß wieder überhand nehmen würde.

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          • Leser schreibt:

            Das kann ich gut nachvollziehen, und ich bin eigentlich auch froh, nicht die Zeit zu haben, dem vollkommen zu „verfallen“. Wenn ich jetzt z.B. lese, dass die 4. Staffel von Mr. Robot herausgekommen ist, dann denke ich mir schon wieder „Ohje, wo finde ich wohl die 10+ Stunden, die es dauert, die anzuschauen?“ – aber zugleich ist es oft halt auch so, dass ich vor der riesigen Auswahl sitze, die z.B. Netflix anbietet, und nichts finde, was mich in dem Moment interessiert (zumal, wenn ich nur für so ca. eine Filmlänge Zeit hätte, und keine neue Serie anfangen will deshwegen) – dann schaue ich meist eine oder zwei alte Star Trek Folgen aus dem Picard-Sisko-Janeway-Universum, und bin zufrieden 😉

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    Wir hätten zusammen viel Spass bei den Serien wie Doc Martin 🙂
    Ich hab den auf Prima grad am Wickel.

    Öffentliches Fernsehen schaue ich nur noch selten. Ratesendungen, Politmagazine, die die falschen Fragen stellen, Ökobelehrungen am laufenden Band und Serien, die strunzlangweilig sind.

    Und Wiederholungen.

    Netflix, Prime und OTR. Das reicht mir für meine Unterhaltung, wenn ich den Zeit finde.

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  5. Pingback: Ungerader Ultimo (sowie Tweets) //2390 | breakpoint

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