Sechshundertdreizehn

Sicherlich hat jeder von euch schon von Mnemotechniken gehört, bei denen Ziffernfolgen durch Geschichten mit assoziierten Bildern eingeprägt werden sollen.

Dabei entspricht jede Ziffer irgendeinem Gegenstand. Aus einer (längeren) Folge von Ziffern wird also eine Folge von Gegenständen. Aus dieser Folge denkt man sich eine Geschichte aus, die sich angeblich leichter merken lässt.
Naja, mir würde es schwerfallen, mich an solch eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte zu erinnern. Ganz davon abgesehen, dass mir dafür auch die Fantasie fehlt, mir aus irgendwelchen Gegenständen eine konsistente Geschichte zu überlegen.
Ich würde da lieber den umgekehrten Weg gehen, und mir solch eine „Geschichte“ mit Hilfe von Zahlen merken.

Telefon- oder Kontonummern (auch die neuen IBANs) beispielsweise merke ich mir gerne über Besonderheiten in der Ziffernfolge. Da ist immer irgendetwas bemerkenswertes dabei, sei es die Quadratzahl von 19, oder die ersten Ziffern von Pi. Auch interessant sind auf- oder absteigende Folgen. Da gibt es so viele Möglichkeiten. Und mir macht es Spaß, Besonderheiten herauszufinden (So suche ich etwa – falls ich die Lottozahlen sehe – immer irgendwelche Gemeinsamkeiten. Irgendetwas, was auf mindestens vier der Zahlen zutrifft, finde ich immer.).

Apropos Pi. Für Verschlüsselungsalgorithmen etwa mag es sinnvoll sein, tausende oder noch mehr Stellen von Pi zu kennen. In der Praxis genügt jedoch fast immer 3.14 und ist genügend genau. Wenn es für eine überschlägige Berechnung oder grobe Abschätzung leichter ist, nutze ich auch 22/7 oder die Quadratwurzel von 10.

So besteht im Alltagsleben normalerweise gar keine Notwendigkeit, sich endlose Zahlenkolonnen zu merken. Und wenn doch, kann man sie ja auf seine Computerfestplatte auslagern.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu Sechshundertdreizehn

  1. schaum schreibt:

    mein hobby ist es beim spaziergang oder auch bei autofahrten mir nummernschilder zu merken……ich kenne normalerweise die meisten der nummernschilder in der umgebung…..besonders viel spass macht es, die zahlen zu interpretieren (geburtsdatum, anschaffungsdatum…..) oder auch die ziffern miteinander so zu kombinieren, dass sie mathematisch einen sinn geben. ein einfaches beispiel wäre „224“, da ginge 2 hoch 2 oder 2*2 = 4…..

    es schäumt dasbeschäftigtdenkopf

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  2. Leser schreibt:

    Ich habe zwar auch ein super Zahlengedächtnis, aber ich merke mir die Zahlen irgendwie eher über den Sprachrythmus. Also, gruppiert in 2er und 3er Zifferngruppen, und wenn ich mich an eine Zahl erinnere, muss ich sie in Gedanken aufsagen (ohne mich um deren mathematische Eigenschaften zu kümmern – die meisten wüsste ich nicht mal), um sie dann abschreiben/eintippen zu können.
    Ist bei mir eher sowas, wie das Auswendig lernen von Gedichten (was jedoch meines Wissens nach seltsamerweise nicht zu meinen Stärken zählt, zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass mir das sonderlich leicht gefallen wäre, aber vielleicht war das auch, weil ich es nicht gerne gemacht habe).

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    • breakpoint schreibt:

      Jeder hat da wohl sein eigenes System – und das ist gut so.
      Allzu viele Zahlen hat man sich normalerweise eh nicht zu merken.
      Eine frühere PIN beispielsweise habe ich mir gemerkt, weil sie die Permutation einer bestimmten Postleitzahl war.
      Bei vielen Ziffernfolgen habe ich ohnehin sofort bestimmte Assoziation, z.B. 511 (Elektronenmasse in keV), 137 (ungefähre reziproke Feinstrukturkonstante), 42 (Antwort), ..

      Die Mnemotechnik mit diesen Geschichten wird häufig so angepriesen, als wäre sie ein Wundermittel.
      Aber das ist sie eben nicht. Vielleicht hilft sie manchen Menschen, aber bestimmt nicht allen.

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  3. Murgs schreibt:

    Ich merke mir Zahlen durch regelmäßigen Gebrauch.
    Kontonummer von vor 20 Jahren – kein Problem. Auch heute noch.
    UID bei CompuServe (Kennst du junges Mädel den Namen überhaupt noch? 😉 )
    aber die PIN meiner BankCard (brauch ich nie, ich hab‘ Bargeld) – keine Idee.

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    • breakpoint schreibt:

      Compuserve habe ich zumindest schon gehört. IIRC war das doch früher so ein Onlinedienst/Internetprovider wie AOL.
      Und von denen stammt auch das GIF-Format.

      Wie kommst du denn an dein Bargeld? Doch wohl, indem du am Automaten Cash ziehst, wofür du vorher die PIN eingeben musst, n’est-ce pas?

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      • Murgs schreibt:

        CompuServe hatte mehrere Geschäftsfelder. Internetprovider war nur ein Nebenprodukt als Gateway vom eigenen Netzwerk(!). Ich trieb mich mehr in der eigenständigen Foren-Welt herum.

        Bargeld habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr aus dem Automaten bezogen.
        Kunden hinterlassen bei mir genug Bargeld, um uns regelmäßige Bankeinzahlungen zu ermöglichen 😉
        Der Hauptumsatz erfolgt allerdings unbar mit den rosa Formularen „Muster 16“.

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  4. nnmblog schreibt:

    Hi!

    Gute Idee, ich habe ständig Probleme mit Zahlen, besonders wenn ich eine neue Teamviewer ID bekomme 😦

    Wie kann man sich die Zahl 643 merken?
    Gibt es Ideen?

    Danke im Voraus

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  5. Pingback: Achthundertsechsundachtzig | breakpoint

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