Elfhundertsiebenundsechzig

Jetzt habe ich die Planungen für den Zukunftstag so weit fertig, dass ich die Einladungen losschicken kann.
Da gibt es das Anschreiben an alle Mitarbeiter, dass ihre Kinder in entsprechendem Alter die Möglichkeit haben, den Zukunftstag bei uns zu verbringen. Auch bitte ich ausdrücklich darum, die Einladung auch an andere eventuell interessierte Schüler weiterzugeben.
Außerdem schreibe ich auch ein paar Gymnasien hier am Ort an, und bitte darum, die Einladung am schwarzen Brett auszuhängen.

Der neue Marketingchef hat in Absprache mit mir einen recht ansprechenden Flyer gestaltet, den ich jeweils beilegen werde. Unter der alten Marketingleitung wäre das nicht möglich gewesen.

Bis Ende März können sich interessierte Schüler bei mir melden. Einige Tage brauche ich, um eine eventuelle Auswahl zu treffen, und dann den jeweiligen Schülern die Bestätigung oder auch Absage zu schicken.
Dann haben sie genügend Zeit, bei ihrer Schule eine Freistellung vom Unterricht zu beantragen. Dabei bin ich mir leider im Klaren, dass die Schulen Anträgen von Jungen nicht stattgeben müssen. Ich habe aber das Formular meines Erachtens geschickt formuliert, so dass es den Schulen möglicherweise gar nicht auffällt, dass Jungen in technische Berufe hineinschnuppern sollen. Und wenn doch, so hoffe ich, dass sie den Jungen trotzdem freigeben, weil ja ohnehin an diesem Tag viele Schüler abwesend sein werden. Da kommt es auf einen mehr oder weniger nicht drauf an. Etwas wichtiges können die Klassen dann eh nicht unternehmen.
Kürzlich ist mir noch eingefallen, dass es vielleicht sinnvoller wäre, diesen Tag in den Schulferien durchzuführen. Dann wären wir nicht auf Schulfreistellungen angewiesen, und es wäre sichergestellt, dass wirklich nur interessierte Schüler kämen. Aber inzwischen waren meine Planungen schon zu weit fortgeschritten, um noch abzubrechen. Ich behalte die Idee aber mal im Hinterkopf für die Zukunft.

Ich will hier nicht noch mal durchkauen, welche unerwarteten Widerstände dieses Projekt sonst noch hatte. Die bisherigen Planungen haben mich zumindest deutlich mehr Zeit gekostet, als ich ursprünglich geahnt hatte. Aber auch, wenn mir noch mehr Hindernisse und Steine in den Weg gelegt werden, werde ich meinen Einsatz nicht aufgeben. Ich weiß, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, aber auch durch mein Bloggen darüber wird die Problematik vielleicht mehr Menschen bewusst. Vielleicht trägt es auch irgendwann einmal zu einem Umdenken bei.

Nun ja. Ich bin gespannt, wie viele Rückmeldungen ich bekommen werde.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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47 Antworten zu Elfhundertsiebenundsechzig

  1. Molly L. schreibt:

    „Kürzlich ist mir noch eingefallen, dass es vielleicht sinnvoller wäre, diesen Tag in den Schulferien durchzuführen.“
    Das klingt in der Tat einleuchtend, in der Praxis kann ich Dir davon allerdings nur abraten: Die Einen würden sich – Interesse hin oder her, es sind schließlich Jugendliche! – sträuben, weil es eben kostbare Freizeit ist, andere würden kommen, wären aber nölig, eben WEIL sie eigentlich frei hätten (Während so eine Veranstaltung ANSTATT Schule vielen eher gute Laune beschert) und 1/4-1/3 würde schlichtweg nicht kommen, weil es die Eltern vergessen haben.
    Und wieder eine gute Theorie, die allein am Menschen scheitert, 😀

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  2. Claudius schreibt:

    sehe ich genau wie Molly… So eine Veranstaltung geht nur außerhalb von Ferien.

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  3. Mkuh schreibt:

    Hallo Breakpoint,
    vergiss die Realschulen und Mittelschule nicht auch dort Lauer Potential wo man nicht verachten sollte .
    Spreche da aus eigener Erfahrung
    viele Grüße
    Mkuh

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    • Da muss ich noch recherchieren, welche Schulen hier in der Nähe in Frage kommen.
      Eigentlich ist meine Zielgruppe erst ab der 10. Klasse, und es gibt ja nicht so viele Plätze.

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      • Johnathan Irenicus schreibt:

        Vergiss die Realschulen. Für wirklich technische Berufe gibt es da kein Potential, denn die, die geistig dazu in der Lage sind, gehen dann doch meisten den Weg des beruflichen Gymnasium bzw. Fachoberschule (das solltest du aber auf jeden Fall im Auge behalten).
        Ich sehe es bei mir im Betrieb (Software-Development) immer wieder. Den Azubi,s die direkt von der Realschule kommen, fehlt einfach so viel theoretisches Wissen, dass man aber einfach braucht. Außerdem sind sie alle noch totale unselbständige Kinder.. (okay bei Abiturienten gibts auch genug Kinder..)

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  4. ronin schreibt:

    „Und wenn doch, so hoffe ich, dass sie den Jungen trotzdem freigeben, weil ja ohnehin an diesem Tag viele Schüler abwesend sein werden. Da kommt es auf einen mehr oder weniger nicht drauf an. Etwas wichtiges können die Klassen dann eh nicht unternehmen.“

    Da hast Du ein sehr optimistisches Bild von der hiesigen Beamtenmentalität 😉

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  5. ednong schreibt:

    Die unermüdliche Kämpferin … 😉

    Schulferien ist an sich eine gute Idee – birgt allerdings versicherungstechnische Gefahren. Bei solch einem offiziellem Tag, der sogar mit Freistellung einhergeht, sind die Schüler meines Wissens über die Kommunen/Schulen versichert, falls etwas auf dem Weg oder vor Ort passieren sollte. Das dürfte in den Ferien entfallen.

    Ansonsten viel Spaß und Erfolg mit dem Tag, der jetzt wann genau stattfindet?

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    • Schulferien sind ja ziemlich vom Tisch, es sei denn, die Schulfreistellungen werden nicht genehmigt. Dann bleiben nur die Ferien.

      Der offizielle Termin ist dieses Jahr der 28. April.

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    • Engywuck schreibt:

      glaube ich nicht – WENN die Schulen das offiziell befürworten. Eine Freistellung bedeutet ja *an sich* auch noch nicht, dass es eine Schulveranstaltung wäre bzw. die Versicherung greift – die kann man ggf. auch für „Hochzeit der Eltern“ oder sowas bekommen.
      Das ist bei „offiziellen“ Sachen wie dem Girls Day sicher einfacher bzw. zentral geregelt.
      Müsste man aber nötigenfalls mit einem Juristen abklären (bzw. sicherheitshalber auch jetzt schon)

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  6. idgie13 schreibt:

    Ich war mal (in der 11. glaub ich) an einem Technik-Tag der TU München. Der war auch in den Schulferien und ich fand das höchst spannend, mal verschiedene „Vorlesungen“ in Mathe, Physik und technischen Fächern erleben zu dürfen.

    Meine Mitschüler fanden das allerdings befremdlich, dass ich sowas a) freiwillig mache und b) in den Ferien. Aber die fanden mich schon immer komisch 😉

    Will heissen: wen etwas wirklich interessiert, der kommt auch in den Ferien. Auf die anderen kann man dann auch verzichten …

    Viel Erfolg!

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    • Ja, so sehe ich das auch. (Aber ich bin ja ebenfalls „komisch“ 🙄 )

      Ich erinnere mich vage, dass ich irgendwann mal bei einer Veranstaltung (die allerdings gar nichts mit Technik oder Beruf zu tun hatte) in den Ferien war, und ich mich freute, dass ich daran teilnehmen konnte.
      Es geht mir ja gerade um diejenigen Schüler, die nicht primär einen Tag lang der Schule fernbleiben wollen, sondern die wirklich kennenlernen wollen, wie es in einem Technologiebetrieb so zu geht.
      Da wäre es in der Tat ein guter Filter, die Veranstaltung in die Ferien zu legen. Wie du schon sagtest – wer wirklich interessiert ist, nutzt so ein Angebot gerne, wer nicht, der lässt’s eben.

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  7. Leser schreibt:

    Hmm, der nächste Schritt wäre wohl, die Veranstaltungen „Girls Day“ und „Boys Day“ auf denselben Tag zu legen, denn dann könnte man auch die Beschränkung auf „Geschlechtsuntypische“ Berufe aufheben. Siemens in München macht das schon so, hab ich grad gelesen, die nennen das dann „Childrens Day“, wobei das eher nach jüngeren Kindern klingt (aber mal ehrlich, was bringt eine Berufsorientierung bei 12jährigen? – Eher nix…), aber vielleicht könnte man es in „JobDay“ umbenennen, wenn es unbedingt englisch benannt werden soll, oder halt eben in „Berufs-Schnuppertag“, klingt nicht so cool, aber trifft es besser. Wenn dann die Lehrer das noch vernünftig verkleiden, und sagen: „Jetzt lasst uns mal den Gedanken, dass es unterschiedliche Berufe für unterschiedliche Geschlechter beiseite lassen, und jeder soll sich nach seinen eigenen Interessen was auswählen, egal was das ist“, dann wäre das schon mal ein Fortschritt…

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  8. ednong schreibt:

    Ich würde dir ja gern ein Rückmeldung geben, nur liegt mir leider noch keine Einladung vor … 😉

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  12. Danny schreibt:

    Schon mal auf die Idee gekommen, dass solche Veranstaltungen zur Partnersuche organisiert werden?

    Find ich garnicht so abwegig, die meisten Schüler sind biologisch gesehen ja im besten Alter. Das erklärt jedenfalls warum man das heute so gerne gegengeschlechtlich macht.

    Vllt möchte die Nymphe nur „auch mal“ mit frischen intelligenten Jungs spielen. 🙂

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