In der Theorie //2549

Ich habe vor, ein paar Einträge über (Klassische) Mechanik zu bloggen, bin mir aber (während ich dies hier schreibe) noch nicht ganz schlüssig, in welcher Form ich dies genau machen werde. Es geht mir um die Aufteilung, um die Schwerpunkte, die Einbindung in meine Blogkonzepte (z.B. ob das ganze unter „breakplaining“ laufen soll).
Dass ich hier im Wesentlichen ohne Formeln hantieren werde, ist klar, weil ich nur plain Text nutze und auf LaTeX verzichte. Manches ist auf diese Weise schwer bis gar nicht zu vermitteln. Meine Absicht ist auch nicht, hier eine umfassende, lückenlose und detaillierte Einführung zu geben, sondern einen recht knappen und hoffentlich auch für Laien nachvollziehbaren Einblick, wie Theoretische Physik so funktioniert. Soweit es halt in Textform möglich ist. Im Hinterkopf muss man immer haben, dass Theoretische Physik nun mal (angewandte) Mathematik ist.

Bevor ich mich jetzt aber ans Schreiben mache, möchte ich erst kurz noch um Rückmeldung bitten, ob ihr vielleicht Vorschläge habt, wie ich die Sache hier aufziehen soll.
Und wenn euch die Thematik überhaupt nicht interessiert, dann sagt das klipp und klar. Wenn niemand etwas davon lesen will, dann lass‘ ich’s eben von Vornherein bleiben. In diesem Fall kann ich aber voraussichtlich meine Bloghäufigkeit nicht halten. Dann bliebe mir nichts anderes übrig, als die Konsequenzen zu ziehen, und nur noch vielleicht alle drei Tage zu bloggen. Es fällt mir nämlich aktuell zunehmend schwer, noch ausreichend neue Blogthemen zu finden. Hierfür ein paar zusätzliche Posts gäben mir da wieder ein wenig Luft.

Entsprechend sollen es mehrere eher kurze Einträge werden, statt alles in einen einzigen oder wenige lange zu klatschen.
Mir schwebt im Moment so etwas vor wie Einzelposts jeweils über Newton-Mechanik, Lagrange-Formalismus und Hamilton-Formalismus, ich bin mir aber – wie gesagt – noch nicht ganz im Klaren. Eventuell könnte man das später erweitern mit Posts über Elektrodynamik, Grundlagen der Quantenphysik, Relativitätstheorie und einiges mehr. Aber dazu habe ich noch keinen konkreten Plan. Da würde ich erst mal die Mechanik abwarten, und wie die Einträge dazu aufgenommen werden.
Vielleicht wäre es auch sinnvoll, noch vorher – quasi als Vorbereitung – einen Text über Differentialgleichungen zu schreiben. Aber ohne Formeln wäre das sehr zäh. Was meint ihr?
[Wenn ich das so überdenke, ist es nicht nur sinnvoll, sondern sogar höchst zweckmäßig, erst einmal Differentialgleichungen zu breakplainen. Die Leistung der Physik ist, passende Differentialgleichungen aufzustellen, der Beitrag der Mathematik ist, diese zu lösen. Ohne zumindest den Begriff einer Differentialgleichung zu kennen, wären meine Anstrengungen vergeblich, die folgenden Sujets verständlich darzustellen.]

Ganz ehrlich – mir gehen die Themen aus. Solche speziellen Sachthemen allgemeinverständlich aufzubereiten wäre eine Herausforderung, die mich einerseits schon etwas reizt, in die ich aber andererseits auch nicht allzu viel Zeit investieren kann.
Oder anders ausgedrückt: je mehr glaubhafte Interessensbekundungen ich hier kriege, desto mehr würde ich mich bemühen, interessante, informative und anschauliche Beiträge darüber zu schreiben.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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42 Antworten zu In der Theorie //2549

  1. galaxisspatz schreibt:

    Guten Morgen,
    Ich glaube das es sehr interessant sein könnte deine Herangehensweise an dieses Projekt zu sehen. In letzter Zeit haben viele (in meiner Buble) ähnliche Projekte gestartet und lernen kann man auch wieder etwas.

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  2. Sempersolus schreibt:

    Klares Pro von meiner Seite.
    1. Möglicherweise ein guter (Teil)beitrag für die diversen Wimmerlinge, die sich aktuell im „Homeoffice“ ihre Oberstufenphysik draufschaffen müssen.
    2. Prinzipiell kann man naturwissenschaftlich orientiertes Denken und Handeln gar nicht genug lehren und fördern.

    Natürlich wirst du dabei gegen harte Internetkonkurrenz antreten müssen. Wie sehr mag ich z. B. die Vorlesungen von Walter Levin und der hat einen ganzen Hörsaal samt Didaktikmaterialien und Vorlesungsassistenten zur Verfügung (von seiner spezifischen Technik der kreidegezeichneten „dotlines“ einmal ganz abgesehen). Außerdem kann ich mir die Erläuterung von Differentialgleichungen ohne Formeln nur schwer vorstellen. Prinzipiell ein schöner Themenkomplex ganz abseits von der sonstigen Nühmschen Nachwuchsmechanik.

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    • Mit Vorlesungen kann ich freilich nicht konkurrieren.
      Mit ein paar Kilobyte Text will ich halt einen knappen Einblick geben.

      Da fallen mir gerade wieder die exzellenten Messenger Lectures von Richard Feynman ein, die du vermutlich schon kennst. Beispielsweise:

      Aber auch für alle anderen interessierten Leser (die genügend Zeit dafür haben) sehr zu empfehlen.

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  3. Ochmonek schreibt:

    *habenwill* Populärwissenschaftlich aber gerne auch mit einfachen Formeln

    Z.B. Gravitationsgesetz: F = G * m1 * m2 / r^2. Dazu eine Erklärung, dass G winzig ist und deshalb mindestens eine der Massen groß sein muss und dass bei doppeltem Abstand sich die Kraft viertelt. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Adipöse 3/4 seines Gewichts verliert, indem er seinen Schwerpunkt (Bauchnabel) um ca. einen weiteren Meter über den Boden anhebt…

    Die Medien sind viel zu voll von Ich-war-in-der-Schule-schlecht-in-Mathe-Labertaschen.

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    • Ochmonek schreibt:

      Um das Thema etwas weiterzuspinnen, könnte man die Fluchtgeschwindigkeit erklären. Da kommen dann Differentialgleichungen ins Spiel. Um da die Mehrheit der Leser nicht abzuhängen, müsste es reichen zu erklären, dass die Kraft mit zunehmendem Abstand geringer wird und deshalb bei hohen Geschwindigkeiten die doppelte Energie zu mehr als doppeltem Abstand führt, bis der schließlich ins Unendliche reicht.

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    • Mal schauen.
      Genau wie beim Coulomb’schen Gesetz nimmt die Kraft quadratisch mit dem Abstand ab. Das verdanken wir (vgl. Gauss’scher Integralsatz) unserem dreidimensionalen Raum. Das bedeutet auch, dass dieser einfache Zusammenhang bei (aufgrund großer Massen) gekrümmtem Raum nicht mehr gilt.

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  4. Christian_who schreibt:

    Ganz ehrlich, mich interessiert die Person „Anne Nühm“.
    Deine wissenschaftlichen Erkenntnisse und Überlegungen verstehe ich noch nicht einmal im Ansatz.
    Also lieber alle paar Tage und dann über Dich und Dein Leben.
    Danke dafür das Du es überhaupt machst.

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    • Über mich selbst habe ich nicht so viel zu schreiben, dass ich dauerhaft alle zwei Tage einen Eintrag bringen könnte.
      Hin und wieder wird’s halt mal so ein Nerdeintrag sein. Du verpasst nicht viel, wenn du ihn einfach ignorierst.
      Andererseits drücke ich dadurch ja auch einiges über mich als Person und meine Art des Denkens aus.

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    • Sempersolus schreibt:

      Ich finde, dass man Menschen sehr gut erkennt, wenn man sich z. B. ansieht wie sie sprechen (darum lerne ich so leidenschaftlich gerne andere Sprachen und verstehe deshalb sogar Giovanni Trappattoni, über den nur ein Depp lacht, weil der Depp kein Italienisch kann) und was ihre Leidenschaften sind. Und mit viel Glück ist die Leidenschaft eben auch ´mal der Beruf.

      ho finito

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  5. Mia schreibt:

    In meiner Freizeit interessiert mich sowas nicht. Es genügt, wenn ich mich beruflich damit befasse.
    Dann schon lieber nur aller paar Tage einen Seifenoper-Eintrag gepaart mit Antifeministinnen-Scharmützeln und einem Hauch Femme fatale-Gehabe. 😏

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  6. Sabrina Seerose schreibt:

    Ich selbst würde es gerne sehen, wenn Du die Physik so einfach darstellen würdest, wie möglich, aber natürlich nicht „einfacher“, als die Natur nun mal ist.
    Wir sollten nicht Abstraktion um ihrer selbst willen betreiben, wie dies heute leider Viele in der heutigen Physik und Mathematik tun, und wie das dann als Qualifizierungsmerkmal geradezu gefordert wird.

    Ich fände es schön, wenn z.B. allgemein interessierende Fragen aus dem Alltag physikalisch erklärt werden könnten, wie z.B. die Frage, warum Gold gelb leuchtet, und Silber weiß, bzw. warum ist Quecksilber bei Raumtemperatur flüssig (Erklärung mit Hilfe der Lorentz-Kontraktion und der Lorentz-Massenzunahme).
    Ein weiteres spannendes Beispiel für die Arbeit der theoretischen Physik wäre auch die Herleitung der Beziehung e=m x cxc, nach Prof. Friedrich Hasenöhrl (U Wien, 1904)
    https://bibliothek.univie.ac.at/zb-physik-fb-chemie/friedrich_hasenohrl.html
    In dem Zusammenhang ist es sehr interessant, sich die Einreichung der Gravitations-Gleichungen von David Hilbert, die Beiträge von Henri Poincare, Hendrik Lorentz u.a. anzuschauen, ohne die man die Relativitäts-Theorie wohl schwerlich verstehen kann.

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    • Verschiedene physikalische Alltagsphänomene zu erklären, ist das, was ich eigentlich nicht machen möchte. Das kann man mal machen, habe ich auch schon gemacht, aber überlasse es i.A. besser den Experimentalphysikern. Im Internet gibt es reichlich Quellen, die für so etwas viel ausführlichere und illustrierte Erklärungen liefern.
      Mir schwebt in diesem Blogprojekt viel mehr eine umfassendere, theoretische Herangehensweise vor, die in Richtung Metaphysik und Naturphilosophie geht, und (mit formatierungsbedingt nur äußerst sparsamen Formeleinsatz) das Zusammenwirken von Mathematik und Physik veranschaulichen soll.

      Die übergeordnete Fragestellung ist ungefähr: „Warum gelingt es (so gut), die Natur mit der Mathematik zu beschreiben?“
      Und die – pragmatische – Antwort: „Weil wir so lange an der Mathematik herumtricksen, bis es passt.“ Ist ein Ansatz nicht zielführend, probieren wir eben einen neuen.

      Die Relativitätstheorie (sowohl die spezielle als auch in noch viel höherem Maße die allgemeine) ist nur etwas für Fortgeschrittene, die bereits ausreichendes Grundlagenwissen haben. Kann sein, dass ich dazu mal etwas bringen werde, nachdem ich die klassische Mechanik abgehandelt habe, aber bis dahin wird es ganz sicher noch länger dauern.

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  7. mijonisreise schreibt:

    Ich würde mich darüber freuen. Ganz ehrlich, etwas mehr Einsicht in die Dinge zu bekommen, wäre cool 😊👍

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  8. keloph schreibt:

    also ich bin interessiert. physik ging bei mir nie wirklich, vielleicht bessert sich das. meinen segen hast du.

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  9. ednong schreibt:

    Oh ja gerne, das wird bestimmt spannend.
    „alle paar Wochen ein Post“ – ich bitte dich! Willst du uns dann am langen Arm verhungern lassen? 😉

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    • Von Suchanfragen und Tweets abgesehen, poste ich jede Woche zwei oder drei Einträge. Da passen zusätzliche nicht sofort rein, und ich will sie auch nicht alle kurz hintereinander reinklatschen, sondern nach und nach mit etwas Abstand dazwischen, damit sich die Erkenntnisse setzen können und niemand überfordert wird.
      Außerdem brauche ich auch einigen Vorlauf zum Schreiben.
      Ihr werdet euch also gedulden müssen.

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  10. Leser schreibt:

    Ich reihe mich einfach mal in die fast ausnahmslosen Interessenbekundungen ein. Besser, als hier die Läden runterzulassen, ein letztes mal abzustauben und dann dicht zu machen, ist es allemal. Ob ich wirklich was damit anfangen kann, d.h. ob es für mich verständlich geschrieben sein wird – das werde ich dann sehen. Wenn ja, dann freuen mich solche Einträge sicher auch, wenn nicht, dann kann ich halt nur mit den Schultern zucken und sagen: „Nix versteh!“ 😉

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  11. Plietsche Jung schreibt:

    Wenn es für deine Leser relevanter Content ist, mach es. Wenn es dir Spaß macht, mach es.
    Wenn ein Argument negativ ist, schenk dir die Zeit und geh mit Chefchen lieber in der Frühlingsluft spazieren.

    Mit theoretischen Abhandlungen und Erklärungen schreckst du die überwiegende Mehrheit der Leserschaft ab und es bleiben ein paar Wenige, die sich in Diskussionen versteigen. Ich verstehe die Absicht deiner geplanten Beiträge nicht. Soll es Nachhilfe sein, Anwendungen in der Praxis oder etwas Hirntraining? Oder ganz etwas anderes?

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