Neunhunderteinundvierzig

Hm, ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll ..
Vor einigen Wochen hatte ich Nathalie’s Anruf bei mir erwähnt, mit dem ich nichts anfangen konnte.
Kürzlich hat sie Carsten telefonisch erreicht, und offenbar konnte sie sich diesmal verständlicher ausdrücken.
Kurz gesagt .. ich fasse es irgendwie immer noch nicht .. Patrick’s Annäherungsversuch bei mir im vergangenen Sommer war eigentlich ganz anders intentiert gewesen. Es war ein Komplott zwischen ihm und Verena, um mich und Carsten auseinander zu bringen. Verena stand unten bereit, um Beweisfotos zu schießen.
Carsten stellte natürlich schnellstmöglich Verena telefonisch zur Rede, die die Sache nach ein paar Ausflüchten zugab. Angeblich stammte die ursprüngliche Idee von Fiona.
Die gab zwar zu, die Idee gehabt und geäußert zu haben, stritt aber ab, mit der Umsetzung etwas zu tun zu haben.

Ich kann nur den Kopf schütteln. Wie kann einem so etwas einfallen? Und wie kommt man darauf, solche Pläne tatsächlich umsetzen zu wollen? Schauen die zu viele billige Fernsehserien?
Carsten ist verständlicherweise außer sich. Er hat bereits sämtliche finanzielle Zuwendungen an seine Töchter gestoppt, und lässt sich beim Anwalt beraten lassen, welche weiteren rechtlichen Maßnahmen möglich sind.

Mir ist das ganze Thema so zuwider, dass ich es eigentlich gar nicht bloggen wollte, und es erst jetzt mit ein paar Tagen Zeitverzögerung hier einstelle.

Es stimmt schon, dass ich nie ein enges Verhältnis zu ihnen hatte, aber ich habe ihnen auch nie etwas getan, habe mich weitestgehend da rausgehalten. Ich habe auch nie von Carsten in irgendeiner Form verlangt, dass er den Kontakt zu ihnen reduzieren soll, oder ähnliches.
Dabei war das Verhältnis zu ihnen anfangs eigentlich noch ziemlich normal. Ich vermute, Sven hat erst Fiona, und dann Verena gegen mich aufgehetzt. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Carsten ist furchtbar enttäuscht. Es gab ja auch vorher schon Spannungen, aber das jetzt hat dies alles noch bei weitem in den Schatten gestellt.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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58 Antworten zu Neunhunderteinundvierzig

  1. aliasnimue schreibt:

    Entweder machen sie sich Sorgen um ihren Vater oder sind eifersüchtig, bzw. haben den Tod der Mutter nicht verwunden.
    Ich würde mir an Carstens Stelle Hilfe vom Psychologen suchen, irgendwas muß in deren Beziehung zu ihm ganz falsch gelaufen sein. Das alles aufzulösen, auch dann gemeinsam mit den Töchtern, wäre sicher das Beste für alle.

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    • breakpoint schreibt:

      Wie ein Psychologe hilfreich sein könnte, erschließt sich mir nicht.

      Das war schlicht nur intrigantes Verhalten, für das mir ein angemessener Ausdruck fehlt.

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      • aliasnimue schreibt:

        Die Mädchen haben ein Problem. Ein großes.
        Und das wohl nicht nur in der Beziehung zu ihrem Vater.
        Carsten hat ihnen wohl entscheidende Dinge nicht mit auf den Weg geben können.
        Der Psychologe hilft der Familie diese Defizite aufzudecken und sie bestenfalls zu lösen.

        Das sind seine Kinder, nicht irgendwelche Menschen, die man für ihr Verhalten aus seinem Leben verbannen kann.

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        • aliasnimue schreibt:

          Ich versuche es mal anders zu erklären:
          Für Kinder sind die Eltern in der Ehe ein Idealbild.
          Sie werden darunter jetzt sehr leiden, dass ihr Vater die Mutter einfach ersetzt hat.
          In einer Familie rücken automatisch die Mitglieder nach, wenn eines geht.
          Man versucht die Rolle zu ersetzen.
          So wie ich das vermute, hatten die Mädchen eine sehr enge Bindung zur Mutter. Ich schätze mal, Carsten war nicht viel zuhause, hatte eben seine Firma und seine Affären.
          Also haben die Mädchen da schon einen Mangel erlitten. Und dann stirbt auch noch die Mutter. Für sie muß das ganz furchtbar sein, wenn der Vater sie so schnell ersetzt hat.
          Und Dich auch noch ihnen vorzieht.
          So jedenfalls stelle ich mir vor, dass sie sich fühlen.
          Und so eine pubertäre Geschichte, die passt einfach dazu.

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          • breakpoint schreibt:

            Das sind ja keine kleinen Kinder mehr. Die sind volljährig, und sollten die Verantwortung für ihr Handeln selbst übernehmen können.

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            • aliasnimue schreibt:

              Mit der Volljährigkeit endet nicht das Kindsein.
              Man bleibt immer Sohn oder Tochter.
              Mit den eigenen Kindern nur noch über den Anwalt zu korrespondieren ist eine persönliche Bankrotterklärung.
              Aber vielleicht hat er wirklich nicht so die Bindung zu seinen Töchtern. Traurig finde ich das alles in jedem Fall. Für jedes Kind ist es furchtbar, nicht (genug) geliebt zu werden. Da spielt das Alter keine Rolle.

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            • breakpoint schreibt:

              „Für jedes Kind ist es furchtbar“
              Es handelt sich hier um Erwachsene, und als solche sollten sie einsichtsfähig genug sein, sich nicht mit hinterhältigen Intrigen in das Leben anderer einzumischen.

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            • aliasnimue schreibt:

              Menschen sind nicht immer vernünftig. Und wie schon gesagt, in Beziehung zu seinen Eltern ist man immer Kind, auch wenn man längst erwachsen ist.
              Die Beziehungen unserer Kindheit sind nunmal sehr prägend und reichen weit in unser Erwachsenenleben hinein und beeinflussen es.

              Glaubst Du wirklich, der Plan ist nur aus reiner Bösartigkeit erwachsen? Oder das es ihnen ausschließlich ums Geld ging?
              Diesem Typen vielleicht. Aber bei den Töchtern steckt sicher viel mehr dahinter.
              Trauer – Wut – der Wunsch nach Liebe und Anerkennung
              Und daran sollte Carsten mal seinen Anteil suchen, anstatt hier zu „erzieherischen Maßnahmen“ in Form von Geld- und Liebesentzug zu greifen.
              Das wäre nämlich erwachsenes Verhalten!

              Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen.

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            • breakpoint schreibt:

              Es lässt sich nicht alles rechtfertigen durch „Trauer – Wut – der Wunsch nach Liebe und Anerkennung“.

              Und man kann auch sicherlich nicht die Eltern immer für das Fehlverhalten ihrer Kinder verantwortlich machen.

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            • aliasnimue schreibt:

              Ich hab nie behauptet, dass man so ein Verhalten durchgehen lassen oder gutheißen sollte.
              Sondern nur davon gesprochen, den eigenen Anteil daran zu sehen und zu versuchen seine Familie zu heilen.

              Lassen wir es gut sein.

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        • breakpoint schreibt:

          Sorry, aber von Psychologen halten wir gar nichts.

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    • In der Theorie alles ganz fein. Es gibt tolle Psychologen und Mediatoren.

      In der Praxis scheitert es üblicherweise daran, dass die Seite, die es eigentlich dringender nötig hätte, an so einem Gespräch teilzunehmen, sich verweigert – mit der Haltung: „ICH bin doch nicht krank/gestört/…, geh‘ da doch alleine hin.“.

      Been there, done that. Und ein heute 14-Jähriges Kind ist immer noch der Psycho-Spielball dieser Frau.

      How many psychiatrists does it take to change a lightbulb?
      Only one – but the lightbulb must really WANT to change.

      Der Witz bringt es präzise auf den Punkt.

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  2. Uschi-DWT schreibt:

    Da hat Carsten wohl seine Tochter bzw. Töchter etwas zu sehr verzogen und es wird höchste Zeit zu zeigen, wo die Grenzen sind und auch das ein überschreiten nicht akzeptiert wird.

    Er sollte sich da aber auch nicht wieder beschwichtigen lassen, sondern eindeutige Zeichen setzen, finde ich.

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  3. plietschejung schreibt:

    Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte nicht.
    Eine bemerkenswerte Nummmer … 😦

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  4. Leser schreibt:

    Krass. Ich bin fassungslos. Das mit der Kommunikation nur noch über Anwälte ist eine gute Idee. Und Du, Anne, solltest ebenfalls vorsichtig sein. Wer zu solchen Methoden greift, um jemanden „los zu werden“, dem ist prinzipiell auch ein Mordkomplott zuzutrauen. Und so wie es aussieht, geht es ja auch um nicht gerade wenig Geld, das kommt zu der Sache noch hinzu. Interessant finde ich den Gedanken von @aliasinmue dennoch. Zum einen, weil derartiges Verhalten der Tochter (stell Dir vor, die steht plötzlich irgendwo vor Dir, lauert Dir auf…) durchaus fremdgefährdend ist. Das könnte evtl. sogar ein Unterbringungsverfahren rechtfertigen, oder zumindest eine gerichtliche Auflage für die Tochter/Töchter, sich einer Therapie zu unterziehen (und z.B. sich Dir nicht näher als auf 500m zu nähern, oder sowas). Wobei der letzte Zusatz in Klammern auch von zu vielen schlechten Fernsehserien (die ich zwar gar nicht schaue, aber egal) kommen könnte 😉

    Zum anderen aber auch in Bezug auf Carsten. Nicht, dass ich von Psychologen als solches sonderlich viel hielte, aber evtl. ist das auch etwas Deine Aufgabe: Diese Töchter müssen für ihn eine massive Enttäuschung sein. Möglicherweise auch mit Selbstvorwürfen garniert, etwas bei ihrer Erziehung falsch gemacht zu haben, oder nicht genügend für sie da gewesen zu sein usw… Das sind alles Traumata, die aufgearbeitet werden wollen, und dabei kannst Du ihm helfen – aber wenn Carsten nicht mit Dir darüber reden kann oder will, dann baut sich dadurch eine weitere innere „Trauma-Barriere“ auf, und macht es nur noch schlimmer. Irgendwann genügt ein Psychologe dann nicht mehr, weil sich das Ganze körperlich auswirkt, und zu schlimmen, psychosomatisch begründeten Krankheiten – bis hin zum Tod – führen kann. Oder, der Druck wird irgendwann so groß, dass er darunter zusammenbricht und dann wirklich eine „Nervenheilanstalt“ benötigt…

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    • breakpoint schreibt:

      Die Angelegenheit ist ernst genug, aber du überdramatisierst sie noch.
      Bis zu einem „Mordkomplott“ ist es ja noch weit, und das traue ich ihnen denn doch nicht zu.

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      • Leser schreibt:

        Etwas zu „überdramatisieren“ war nicht meine Intention. Allerdings wäre ich in so einer Situation wahrscheinlich wirklich etwas sehr übervorsichtig (oder ängstlich?), von daher bin ich froh, nicht in so einer Situation zu sein. Der Gedanke an ein mögliches „Mordkomplott“ kam mir nur, weil, wenn ich dem Menschenschlag in einer Region Deutschlands so etwas zutraue, dann ist es in Bayern. Natürlich ist das extrem Generalisiert, und es sind immer Ausreißer, wenn so etwas passiert, aber nach meinem Gefühl können solche Ausreißer im „finsteren Süden“ halt eher vorkommen…

        Und davon unabhängig bleibe ich trotzdem bei dem zweiten Aspekt, den ich noch erwähnt hatte. Kurzfristiger Stressabbau durch freudebringende körperliche Tätigkeiten hilft halt bloß dabei, sich von einem Stressfaktor abzulenken, nicht jedoch, diesen so aufzuarbeiten, dass er kein Stressfaktor mehr ist.

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        • idgie13 schreibt:

          Im finsteren Süden???
          Aber sonst geht’s noch?

          Da kann ich ja nur noch den Kopf schütteln .. 🙄 :crazy:

          Und die Ossis sind alle Nazis oder wie? Es lebe das Vorurteil!

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          • Leser schreibt:

            Ich gebe zu, dass mein Bild da sehr stark von Vorurteilen geprägt ist, ja. Die haben wir schließlich alle auf die ein oder andere Weise….Wenn dann etwas passiert, was sie zu bestätigen scheint, ist es noch schwieriger, sie nicht ebenfalls mit in Betracht zu ziehen.
            Und: Ich wohne im Osten, und weiß, dass hier der prozentuale Anteil an Nazis höher ist, als in anderen Gegenden von Deutschland. Das zeigen sogar regelmäßig die Wahlergebnisse. Heißt nicht, dass alle Nazis sind, aber es gibt eben mehr davon hier, als anderswo. Man kann denen aber zum Glück noch gut aus dem Weg gehen.

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        • breakpoint schreibt:

          „ich dem Menschenschlag in einer Region Deutschlands so etwas zutraue, dann ist es in Bayern.“
          Ähem .. du hast da schon seltsame Vorstellungen.
          Bayern ist groß. Da laufen nicht überall schuhplattelnde Leute in Lederhos’n rum und essen Weißwürste. 🙄
          Gerade in unserer Region (was gar nicht so sehr im „finsteren Süden“ ist) ist die Kriminalitätsstatistik bundesweit so ziemlich am niedrigsten. Berlin dürfte am anderen Extremum sein.

          „Stressabbau durch freudebringende körperliche Tätigkeiten“
          Carsten hat inzwischen den ersten Schock verwunden, und ist wieder zum Tagesgeschäft übergegangen.
          Das Leben geht ja trotzdem weiter.
          Und wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich gar nicht böse drum, wenn ich die ganze Bagage nie mehr wieder sehen muss.

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  5. Windmuehle schreibt:

    Da ist im Familienidyll ja ganz viel schiefgelaufen. Und das von beiden Seiten. Da stimme ich Aliasnimue zu.
    Mit seinen Kindern nur noch über Anwälte zu korrespondieren bzw. Familienkonflikte anwaltlich lösen zu wollen/zu müssen, ist dann wohl die Krönung in Sachen Familienzerwürfnis.
    Schon traurig, wenn man es so weit kommen lässt.

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  6. Molly schreibt:

    Ich frage mich jetzt Folgendes:
    Haben die sich dazu geäußert, WARUM sie Euch auseinanderbringen wollten?
    Und: Wenn das so eine Art Treuetest sein sollte – auf eine ganz miese, hinterhältige Art – nun, dann müssten sie doch mit dem Ergebnis zufrieden gewesen sein?
    Ach ja: Und wie krank muss man eigentlich sein, um den eigenen Freund darauf anzusetzen, eine andere Frau so anzufassen?
    Assoziales Gesocks!

    Captch: be careful

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    • breakpoint schreibt:

      „Haben die sich dazu geäußert, WARUM sie Euch auseinanderbringen wollten?“
      Carsten gegenüber zumindest nicht konkret.

      „Und wie krank muss man eigentlich sein“..
      Frag‘ mich was leichteres. *seufz* – aber Verena ist ja schon daran gewöhnt, ihn mit Nathalie zu teilen.

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  7. ednong schreibt:

    Un-glaub-lich.
    Haben die den Schuß nicht mehr gehört?

    Ich vermute ja eher finanzielle Aspekte seitens der Töchter für diese Aktion.

    Klar ist eine zweite Heirat immer so eine Sache. Aber da sie nun volljährig sind und ein eigenes Leben haben, sollte man sich auch mit einer Stiefmutter arrangieren können, die man nicht mag.

    Ich vermute mal, die haben die Auswirkungen ihrer Aktion nicht vollständig überblickt.

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    • breakpoint schreibt:

      Es ist ja nicht so, dass sie ständig meiner Gesellschaft ausgesetzt gewesen wären, sondern nur einige wenige Male im Jahr.
      Das Vertrauensverhältnis zu ihrem Vater dürfte damit unwiderruflich hin sein – und etwas anderes haben sie gar nicht verdient.

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  8. idgie13 schreibt:

    Die sahen wohl ihr Erbe dahin schwinden.

    Mit Psychokrams muss man da nicht ankommen. Immer und ewig für alles muss keiner Verständnis haben.

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  9. sabienes schreibt:

    Bei euch geht’s ja rund wie zu Hofe im 15. Jahrhundert. Und dann noch aus den gleichen Gründen!
    Familie ist halt manchmal richtig doll.
    LG
    Sabienes

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  10. DerMaskierte schreibt:

    Das ist ja besser als Kino hier. 😉

    Es gibt so viele Gründe, warum man seiner Familie den Rücken zukehren kann und sollte. Ich kann hier Carsten sehr gut verstehen, dass er mit seiner Brut nichts mehr zu tun haben will. Da wurde eine Grenze überschritten, wo es keinen Weg zurück gibt. Das sind alles volljährige Menschen, die für ihr Handeln selbst verantwortlich sind. Reif sind sie wohl nicht, aber scheinbar intelligent genug (siehe Intrige), um auch Selbstreflektion betreiben zu können. Aber das bedeutet ja Arbeit und ist unbequem, da kann man viel einfacher Anne die Schuld für alles geben.

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    • breakpoint schreibt:

      In manchen Fällen ist es wirklich das beste, den Kontakt abzubrechen.
      Für mich persönlich sehe ich auch keinerlei Grund zu bedauern, nichts mehr mit ihnen zu tun haben zu müssen.
      Und auch Carsten kann auf Personen verzichten, die solche miesen Pläne schmieden.

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  11. engywuck schreibt:

    möge es – irgendwann – zu einer ernstgemeinten(!) Bitte um Entschuldigung samt Anerkenntnis des Fehlverhaltens kommen. (Durch die Töchter, nur um das klarzustellen)
    Aber wenn inzwischen nur noch über Anwälte kommuniziert wird wird sowas eher schwer. Nuja, aller Wahrscheinlichkeit nach haben sie dafür ja noch ein paar Jahrzehntchen.

    Jedenfalls kann man in Deutschland nichtmal wegen sowas komplett enterben – da müsste wirklich schon ein Mordkomplott oder wenigstens ein Verbrechen gegen Carsten her. Gegen dich würde wohl nicht reichen, wenn ich das Erbrecht richtig in Erinnerung habe.

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    • breakpoint schreibt:

      Mit dem Erbrecht ist es tatsächlich so, dass ihnen trotzdem noch der Pflichtteil zusteht.
      Aber bis dahin dauert es hoffentlich noch sehr lange.

      Ob sie irgendwann ihr Verhalten bereuen, weiß ich nicht. Ob Carsten ihnen verzeihen würde, auch nicht.

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  12. Petr schreibt:

    Hinsichtlich des Erbes: Bei grob undankbarer Handlung der NAchkommen gegenueber dem Erblasser (und das waere hier meines Erachtens gegeben, denn eigentlich ging es ja gegen euch beide, die ihr in Ehegemeinschaft lebt, wobei ich kein Jurist bin) besteht auch eine Moeglichkeit, den Verzicht des Pflichtteils zu erwirken.

    Noch einfacher: C. wandelt das Unternehmen jetzt in eine Stiftung um, bringt sein restliches Privatvermoegen ein und schliesst die Toechter von der Beguenstigung aus. Logischerweise alles still und leise. Die koennen dann im Erbfall erstmal (mit eigener Vorleistung) prozessieren bis sie schwarz werden, bevor sie an etwas kommen. Das ist alles Zivilrecht und dauert ewig durch die Instanzen.

    Zum Thema finanzielle Zuwendungen an Kinder generell: Es macht keinen SInn. Ich habe nur in der Berufsausbildung etwas erhalten (war noch minderjaehrig), dann seit ich 19 war gar nichts mehr.

    Ging auch.

    Habe aber dieselbe Erbgeschichte rueckwaerts durch: Hier dachte die 2. Ehefrau, ich waere nicht erbberechtigt. Problem: SIe kann nicht mit Geld umgehen. Also musste ich meine Pflichtteilsauszahlung anmelden, so lange noch etwas vorhanden war. Habe das auch durchgezogen.

    SO brutal es klingt: WEiber wollen immer leistungslos an die Kohle. Ausnahme: Frauen in Maennerberufen mit Maennerausbildung (Mint-Faecher) wie Du, bei denen ist Aufschrei-freie Zone.

    Deshalb suche ich im PRivatleben eigentlich nur noch solche Frauen. Lieber eine mit Grips und Logikverstaendnis, die nicht top aussieht als umgekehrt.

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  13. petr schreibt:

    Damit hast du vollkommen recht, der moralische Anspruch ist dahin.
    Mit Sicherheit werden die Kinder sich selbst gegenueber mit solchem Bloedsinn wie „aber der Papa war niemals fuer uns da und deswegen sind wir berechtigt“ argumentieren. Ja, war er nicht, denn das war (in Uebereinkunft) die HauptAufgabe der (verstorbenen) Ehefrau (die nicht berufstaetig war, oder verwechsel ich da etwas?). Wenn die Kinder dieses Erlebnis nicht verarbeiten konnten (oder wollten), dann lag irgendwo dort das Problem, nicht unbedingt beim Vater.

    Zum finanziellen: Eigentlich koennt ihr froh sein, dass soetwas jetzt ablief, daher kann man vorbeugend taetig werden.

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  14. Petr schreibt:

    Ich habe gerade dasselbe Spiel mit meinem aeltensten Sohn (5) laufen. Die Mutter (mit der ich mich gut verstehe aber geschieden lebe) macht mitunter Versprechungen materieller Art, die ich dann halten soll.

    Ich mache es nicht, diese Haerte muss man haben, auch wenn es mir manchmal im Nachhinein schwer faellt (komischerweise aber nicht im entsprechenden Moment) und man seitens der Kinder der Boese ist.

    Hat man diese Haerte nicht, dann ist das Ergebnis, dass die Kinder von beiden Seiten verzogen werden und eine sehr kurze Zeitpraeferenz haben, da sie daran gewohnt sind, alles sofort zu erhalten.

    Im Endeffekt ist dann der Umgang mit Geld der des typischen Proletariers – alles fliegt zum Fenster raus.

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    • breakpoint schreibt:

      Es ist gut, dass du versuchst, dem nicht nachzugeben.
      Vielleicht ist es bei seiner Mutter nur Gedankenlosigkeit, aber möglicherweise nutzt sie das auch, um ihn gegen dich zu instrumentalisieren.
      Und es soll auch vorkommen, dass Kinder versuchen, die Eltern gegeneinander auszuspielen.

      Oh, es scheint, ich werde mit dieser ganzen Angelegenheit noch paranoid. Ich will keinesfalls Misstrauen säen.
      Schön, wenn du dich mit der Mutter trotzdem noch gut verstehst.

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  15. Petr schreibt:

    Die Mutter ist wirklich ok, nur wir sind eben in vollkommen verschiedenen Kulturkreisen gross geworden und leben im Ausland (evtl. erkennbar an fehlenden Umlauten))).

    Ich zaehle mich einfach noch zu den klassischen Mitteleuropaern, bei denen JA und NEIN klare Aussagen sind und auch stringent eingehalten werden, vor allem gegenueber der Kinder. Alle meine BEkannten und Freunde sind auch so.

    Die Mutter weiss, dass ich diese klare Linie fahre und fragt mich daher auch nicht weiter. Zudem sind die Scheidungsgesetze hier wesentlich liberaler (gerechter), so dass auch der Mann etwas zu sagen hat und nicht finanziell geschroepft wird, bis er am Existenzminimum daher darbt. Weiterhin gibt sie ihr Geld aus, daher kann ich damit leben.

    Kinder, die Eltern gegeneinander ausspielen, gibt es viel zu oft. Daher meine Standardantwort bei materiellen Wuenschen: Nein. (Schwiegereltern haben eh genug, also werde ich diesen Kampf generell nicht eingehen)

    Misstrauen ist immer gut, man muss auch (vor allem als Mann meine ich) immer die langfristige Auswirkung von Entscheidungen bedenken, die kurzfristige Befriedigung (im Sinne von kein Geschrei) verschaffen.

    Sonst ist das am Ende eine Exponentialkurve, also werden wir die Ausgabenfunktion beenden, waehrend die Kurve noch flach ist, denn der Punkt der Maximalkruemmung ist bereits sichtbar, anschliessend gehts dann steil bergauf))

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    • breakpoint schreibt:

      Andere Länder, andere Sitten.

      Und Gesetze hin oder her, am besten ist es schon, wenn man einen anständigen Umgang miteinander schafft, ohne auf Paragraphen herumreiten zu müssen.
      Funktioniert halt manchmal nicht.

      Ich denke es kommt auch sehr auf das Alter der Kinder drauf an. Mit deinem Fünfjährigen gehst du ganz anders um, als Carsten das mit seinen volljährigen Töchtern machen muss.

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  16. Petr schreibt:

    Das ist vollkommen richtig.

    Zum Alter: Ich bin der Auffassung, desto frueher man klare Linie faehrt, desto besser.

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  17. breakpoint schreibt:

    NeunhundertsiebenundneunzigZu meinem Blogeintrag #WasAndersWäre habe ich hinter den Kulissen einiges Feedback bekommen. Das veranlasst mich, hier in einem Nachtrag noch einiges zu ergänzen und klarzustellen.

    Auf die Frage „Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beei…

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  18. Pingback: Tausendeinundsechzig | breakpoint

  19. Pingback: Elfhundertdreiundzwanzig | breakpoint

  20. George schreibt:

    Ich lese mich hier gerade etas durch, und stelle fest… es gibt noch schlimmere Familien als meine. Oder wenigstens gleichwertig.

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  21. Pingback: double return; //1433 | breakpoint

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