Siebenhunderteinundvierzig

Der letzte Versuch, mein sehr spezielles Projekt voranzutreiben, liegt schon wieder mehrere Wochen zurück.

Ich war in dieser Zeit aber nicht untätig, sondern habe sehr genau annelysiert, was das letzte Mal nicht optimal gelaufen ist, so dass ich es verbessern konnte.
Zum einen hatte ich den Fehler gemacht, mich nicht auszuziehen, so dass es überhaupt kein Problem für ihn war, mich gleich mit hinaus in die Öffentlichkeit zu nehmen.
Dass sein Auto auf dem Parkplatz bereitstand, war mein zweiter Fehler. Hätte ich einen Tag gewählt, an dem er zu Fuß zur Arbeit gegangen ist (was er häufig macht, wenn er nicht zwischendurch geschäftliche Fahrten eingeplant hat), hätten wir nicht einfach auf die Schnelle heimfahren können.
Ein dritter Punkt war, dass ich die Sache am Vormittag durchziehen wollte. Auf Twitter wurde mir empfohlen, auf den Abend auszuweichen. Und dieser Vorschlag hat etwas für sich (zumindest bis er sich mal dran gewöhnt hat).

So musste ich jetzt nur noch einen geeigneten Tag abwarten, an dem er länger im Büro blieb, so dass alle Mitarbeiter bereits gegangen waren, an dem er sein Auto nicht dabei hatte, und an dem keine Termine oder sonstige Gründe dem Versuch entgegenstanden.

Endlich kam die passende Gelegenheit. Eigentlich wäre ich schon längst heimgegangen, aber so beschäftigte ich mich eben länger in meinem Büro. Da gibt es immer etwas sinnvolles zu tun.
Als ich mir sicher war, dass niemand sonst mehr auf der Chefetage arbeitete, ging ich in sein Vorzimmer und zog mich splitternackt aus. Das wäre peinlich gewesen, wenn doch noch jemand dagewesen wäre. Aber dem war nicht so.
Ohne mich mit Klopfen anzuhalten, betrat ich sein Büro, wo er konzentriert beschäftigt an seinem Computer saß. Überrascht schaute er hoch.
Im ersten Moment war er wohl verärgert über die Störung. Erst dann nahm er wahr, dass ich nackt in seinem Büro stand.

Ich will jetzt gar nicht auf weitere Einzelheiten eingehen. Im Endeffekt verlief mein Projekt jedenphalls erfolgreich.
Naja, ein bisschen sauer ist er schon auf mich. Aber das wird sich schon wieder geben.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Siebenhunderteinundvierzig

  1. Athropos schreibt:

    Gratulo.
    Glaubst du er wird sich in Hinkunft seinem Schicksal fügen oder wird er Verteidigungsmaßnahmen ergreifen (zB 24/7 Vorzimmersekretärin)?

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    • breakpoint schreibt:

      Das bleibt abzuwarten. Aber rund um die Uhr kann er sich nicht abschirmen lassen.

      Auf diese Gelegenheit hatte ich ja auch einige Wochen gewartet. So häufig kann ich das eh nicht wiederholen.

      Wenn ich es einmal geschafft habe, wird mir auch eine Wiederholung gelingen.

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  2. ednong schreibt:

    Böse, böse. Unglaublich.

    Wahrscheinlich hängt er sich jetzt Kleider in seinen Büroschrank, damit er dich angezogen beim nächsten Mal wieder rausschicken kann 😉

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  3. plietschejung schreibt:

    Endlich mal ne kreative Frau !

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  4. W2013 schreibt:

    Na also!
    Ich wusste, daß Du es schaffst!

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  5. Pingback: Neunhundertachtundachtzig | breakpoint

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