Sechshundertneunzig

Da er normalerweise einen sehr dichten Terminkalender hat, hatte ich mir diesen Termin schon Wochen vorher reservieren müssen.
Als Betreff hatte ich „GF Projekt“ angegeben. Manchmal ist ein Ausdruck mit „F“ weniger verfänglich, als einer mit „V“, und schließlich unterscheidet sich das nur in einem einzigen Bit (16).
Ich ging also an der Sekretärin vorbei und betrat sein Büro.

„Komm rein, setz dich. Ich bin gespannt, was es mit diesem mysteriösen Geschäftsführer-Projekt auf sich hat, über das du mir vorab nichts erzählen wolltest.“
Anstatt mich auf den Bürostuhl gegenüber seinem Schreibtisch zu setzen, setzte ich mich allerdings wortlos auf die Ecke seines Schreibtisches neben ihm. Langsam zog ich meinen Rock, unter dem ich nur halterlose Strümpfe trug, nach oben.
„Was soll das? Nimm dir einen Stuhl!“
„Ganz wie du willst.“

Ich stand auf, ging mit graziös schwingenden Hüften zum Bürostuhl, drehte ihn mit der Lehne zum Schreibtisch, kniete mich darauf, und stützte mich mit den Unterarmen auf dem Schreibtisch ab. Mein Rock war eng genug, so dass er trotz der paar Schritte oben geblieben war.
„Verdammt, Anne! Lass das!“
Statt einer Antwort lächelte ich ihn nur verführerisch an, und wackelte gleichzeitig mit dem Gesäß.

Er stand auf, kam um den Schreibtisch herum, packte mich am Unterarm, und zog mich hoch. Schnell streifte er meinen Rock nach unten, und zog mich dann am Arm hinter sich her. Beim Hinausgehen rief er der Sekretärtin kurz zu, er sei in etwa einer Dreiviertelstunde wieder zurück.
Schweigend liefen wir dann zum Auto auf dem Firmenparkplatz. Er bedeutete mir einzusteigen, und fuhr dann zur Wohnung.

So hatte ich mir das zwar nicht vorgestellt, aber dass er seine Geschäfte unterbrochen hat, ist immerhin ein Fortschritt. Ich verbuche das mal als Teilerfolg, und werde das nächste Mal noch direkter vorgehen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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35 Antworten zu Sechshundertneunzig

  1. baerlinerinn schreibt:

    …dein armer Mann!!! :-p – Ich kann den Reiz des Gedanken durchaus nachempfinden, waere aber an deiner Stelle nicht an der endgueltigen Vollfuehrung interessiert… denn wo bliebe der Reiz des Verbotenen oder Erwischtwerdens, wenn es alltaeglich werden wuerde? Lass es doch bei der Provokation… und geniess den GFV wo auch inmer das get together anschließend hinverlegt wird! 😉

    haha: “oh, wait“-captcha

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    • breakpoint schreibt:

      Alltäglichkeit ist gar nicht beabsichtigt, aber vielleicht alle zwei Wochen mal .. das wäre schon nicht schlecht.

      Er hat ja wirklich viel zu tun und hätte gar nicht die Zeit. 🙄
      Ich will den Bogen da nicht überspannen.

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  2. baerlinerinn schreibt:

    …wo ist “es schaeumt“???

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  3. schaum schreibt:

    also ich sitze entweder in meinem kellerloch oder im grossraum……da fält diese idee wohl flach, entweger wegen reizlosigkeit (kellerloch) oder wegen unmöglichkeit (grossraum)

    es schäumt schadedrum

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  4. gammler67 schreibt:

    es gibt doch nichts über den guten alten bürosex.
    auch wenn es in deinem fall leider keiner war.

    ich hatte mit meiner frau auch schon bürosex,kann also mitreden…

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  5. Leser schreibt:

    Haha, köstlich „Projekt GF“, und dafür wochenlang vorher einen Termin buchen, nur um zur Arbeitszeit das zu genießen, was außerhalb der Arbeitszeit eine Selbstverständlichkeit ist.

    Captcha: „wer rastet, der rostet.“ 🙂

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  6. W2013 schreibt:

    Das nächste Mal klappts bestimmt! Viel Erfolg!

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  7. ednong schreibt:

    Böses, böses Weib!
    Den armen Mann von der Arbeit abhalten und hinterher umso schwerer wieder reinkommen lassen (in die Arbeit, natürlich).

    Was hätte es für Folgen gehabt, wenn denn die Sekretärin hereingekommen wäre, während ihr im Büro genossen hättet?

    Captcha: pandora’s box – wollte nicht, dann stand by me 😉

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  8. plietschejung schreibt:

    Viel Erfolg für die Zukunft ;D

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  9. Boeke schreibt:

    Bürosex! Stand lange auch auf meiner „ToDo-Liste“. Bis ich letztes Jahr mal „sturmfreies Büro“ hatte (Chef in Urlaub). Die Holde kam nachmittags in kurzem Rock und Bracli.
    … Ich kann den diesjährigen Chef-Urlaub kaum erwarten.

    Ich drück´ Dir alle Daumen!

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  10. breakpoint schreibt:

    SiebenhunderteinundvierzigDer letzte Versuch, mein sehr spezielles Projekt voranzutreiben, liegt schon wieder mehrere Wochen zurück.

    Ich war in dieser Zeit aber nicht untätig, sondern habe sehr genau annelysiert, was das letzte Mal nicht optimal gelaufen ist, so dass ich es …

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