Fünfhundertsiebenundneunzig

Schon als Kind gehörte ich zu den Größten in meiner Klasse. In meiner Jugend schoss ich dann erst recht nach oben (während es die Ausdehnung in die Breite dagegen gar nicht eilig hatte – BTW, seit dieser Zeit nervt es mich, wenn schlanken Frauen dauernd unterstellt wird, sie wären nur deshalb so schlank, weil sie immer zu wenig essen würden, oder gar magersüchtig).
Ich war damals noch nicht so drauf wie heute, und genierte mich zum Beispiel, dass meine Brustwarzen sich etwa bei Kälte trotz wattierten <BH|s durch die Kleidung abzeichneten.
Und ich schämte mich fast, dass meine „Storchenbeine“ keinen Schenkelschluss aufwiesen.
Warum hat mir damals niemand gesagt, dass ein Thigh Gap als Schönheitsideal gilt?

Ganz egal, wie man aus ästhetischen Gründen zu Thigh Gap und Bikini Bridge steht, sie haben unbestreitbare praktische Vorteile:
Dank des Thigh Gaps ist es nicht nötig, die Beine beim a fronte Eindringen zu spreizen.
Der Bikini Gap sorgt dafür, dass kein Abstandhalter aus Fett die effektive Eindringtiefe reduziert.
(Hinzu kommt noch der Effekt, dass in Fettgewebe Östrogene produziert werden, was tendenziell zu einer Reduzierung der Libido führt.)

Das wäre es mir allerdings nicht wert, deshalb zu hungern (schlimmstenfalls kann man auf a-tergo-Stellungen ausweichen, wo diese Einschränkungen deutlich weniger zutreffen).
Allerdings liefert das eine mehr als plausible Erklärung, warum viele Männer schlanke Frauen vorziehen, und die Lipophilen, welche Frauen mit Rubensfigur mögen, eher in der Minderheit sind.

Betrachten wir die Zusammenhänge etwas genauer.
Vereinfacht dargestellt ist die efficktive Eindringtiefe (sh. Fußnote) x = p – d. Dabei steht p für die Penislänge und d für die Dicke der Fettschicht. Optimale anatomische Kompatibilität (in intern-longitudinaler Hinsicht) wäre gegeben, wenn x = s – g, wobei s der (stellungabhängigen) Vaginaltiefe entspricht, und g nahezu null sein sollte, aber noch positiv ist.
Zu beachten ist auch, dass langfristig gesehen d keine Konstante ist. Andere Abhängigkeit zu betrachten, würde zu weit führen.

Ich möchte nicht weiter ins Detail gehen, sondern überlasse eventuelle Schlussfolgerungen, jedem, der mag.

Fußnote:
Dabei ist die eff. Eindringtiefe definiert als der maximal mögliche Wert. Auf eine zeitabhängige Betrachtung verzichten wir an dieser Stelle. Dazu wäre eine Fourierreihe nötig, da der Zeitverlauf nicht so harmonisch ist, dass ein reiner Sinus ausreichen würde. Ein erheblicher Klirrfaktor müsste berücksichtigt werden.
Und außer uns Nerds hätte niemand etwas davon.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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33 Antworten zu Fünfhundertsiebenundneunzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Ist doch schön, das es für jeden Topf einen Deckel gibt und Dich Dein Mann so schön findet wie Du bist. 🙂

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  2. Windmuehle schreibt:

    Eine kleine Diskussion über Thigh Gap und Bikini Bridge gab es hier kürzlich schon einmal. Allerdings von der eher „fülligeren“ Front. Verständlich, dass die „Aktivistinnen der üppigen Formen“ sich nicht so ganz damit identifizieren können.

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  3. schaum schreibt:

    nun wissen alle, dass mathematik spannend und lustvoll sein kann…..mir war das vorher schon klar 🙂

    es schäumt gutfürdieanderen

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  4. Geeforce schreibt:

    Übrigens – wusstet Ihr, dass die „BIkini Bridge“ EIGENTLICH nur als Scherz gedacht war? |-|

    vgl.: http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/nach-thigh-gap-jetzt-bikini-bridge-aid-1.3953039

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    • breakpoint schreibt:

      Interessant!

      Ich habe dieses Internet-Mem eigentlich nur als Anlass genommen, einmal über das Thema, das mich schon seit über zwanzig Jahren beschäftigt, zu bloggen.

      Ungesund ist eine Bikini Bridge höchstens dann, wenn man Mühen und Einschränkungen auf sich nehmen muss, um sie zu erreichen.
      Aber nicht, wenn man von Natur aus so schlank ist (was von weniger schlanken Personen aber meist nicht verstanden oder akzeptiert wird).

      Es ist einfach nervig, wenn – vor allem wohlmeinende Verwandte – einem immer wieder vorhalten, man würde zu wenig essen.

      Soll doch jeder seine Wohlfühl-/Gleichgewichts-/Eigenmasse haben!

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      • Geeforce schreibt:

        „Jeder wie er sich wohlfühlt“ ist durchaus ein guter Ansatz – obwohl es m.E. schon eine Unter- und eine Obergrenze gibt, aber der das Gewicht jew. Gesundheitsschädlich wird…:yes:

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        • breakpoint schreibt:

          Sicherlich sollte die Masse innerhalb eines – weiter als üblich gefassten – Bereiches sein.
          Ich nehme an, dass man sich nicht mehr wirklich wohlfühlen würde, wenn es gesundheitschädlich wird.

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          • Geeforce schreibt:

            Nun, ich kenne pesönlich ein magersüchtiges Mädel, die – trotz vergangener Krankenhausaufenthalte – immer noch meint sie „fühle sich wohl“.

            Auf der Gegenseite stehen dann die fettleibigen Freunde, die tzrotz Herzproblemen weiterfressen als bekämen sie es bezahlt…

            Ich denke die Selbstwahrnehmung ist da nicht mehr ausreichend als Sicherheitsfaktor…also sieh es als positiv an, wenn dich deine Familie gelegentlich mal drauf anspricht.

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            • breakpoint schreibt:

              Solche problematischen Fälle gibt es leider schon. Ich weiß auch nicht, was ich zu solchen Extremen sagen soll.

              Ich selbst merke es durchaus, dass es mir nicht gut tut, wenn mein BMI mal unter ca. 18 kg/m^2 abrutscht.

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            • Geeforce schreibt:

              Finde ich gut, wenn du das selber merkst.
              Aber leider kann man eben nicht bei allen davon ausgehen, dass sie so ein funktionierendes Körpergefühl haben. Deswegen finde ich eben ein bisschen „Einspruch“ von aussen nicht soooo schlecht…:yes:

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            • breakpoint schreibt:

              Kommt auch immer darauf an, von wem dieser Einspruch kommt.
              Von einigen nahestehenden Personen würde ich das ja ohne weiteres akzeptieren.
              Aber gerade die äußern sich diesbezüglich nicht, weil sie wissen, dass ich meist einen guten Appetit habe.

              Nein, solche Bemerkungen kommen hauptsächlich von Personen, die mich nur alle Jubeljahre mal sehen, selbst übergewichtig sind, und sich ständig erfolglos mit einer irgendeiner Diät herumschlagen.
              Auf solche Einmischungen kann ich da verzichten.

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            • Geeforce schreibt:

              Ok, so gesehen ist es natürlich mühsam.
              Aber ich habe es aufgegeben die diversen alten Tanten und Onkels erziehen zu wollen. (Bei mir war es der ewige gleiche Vrotrag über die Vorteile des Nichtrauchens…:roll:)

              Irgendwann hab ich diese Wortmeldungen dann halt einfach hingenommen und ignoriert…:yes:

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  5. Lehrerin schreibt:

    Dazu komt noch, dass die Frau die meisten Nerven in den ersten 8 cm der Scheide hat. Und da kommen auch weniger gut bestückte Männer lässig hin. Weiter hinten nehmen die Nerven rapide ab- was für bei Geburten sehr angenehm ist. Viele Männer mit großem Penis glauben leider, dass das Glück der Frauem allein schon darin besteht, dass sie mit ihrem Riesenteil nur ordentlich rumhämmern….
    *Erfahrungswerte, keine Verallgemeinerung*

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    • breakpoint schreibt:

      Auf viele relevante Parameter (z.B. den Durchmesser) bin ich hier gar nicht eingegangen.

      Jede Frau empfindet es wohl auch anders.
      Ich jedenfalls bin schon ein Fan eines ordentlichen Kolbenhubes.

      Außerdem handelt es sich ja nicht um einen statischen, sondern einen dynamischen Prozess, so dass die Länge diese 8cm schon deutlich übertreffen sollte.

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  6. Gentleritter schreibt:

    Schade, dass du so treu bist, sonst könntest du mal einen Farbigen testen. Dem ein oder anderen Qualitätsfilm nach zu gehen, scheint sich da das Vergnügen tatsächlich noch zu steigern. Zu meinem Trost, sah ich übrigens neulich zwei Japaner in der Sauna..!?

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  7. plietschejung schreibt:

    Ach, wie amüsant ! 😉
    So ein Eintrag kann auch echt nur von Dir kommen *lach*

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  8. Bellona schreibt:

    ich musste diese begrifflichkeiten erstmal googlen und bin froh, dass es zu meiner teeniezeit kein internet gab. 🙄

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  9. breakpoint schreibt:

    SechshundertfünfundachtzigWeiter geht’s mit meiner Zusammenfassung von Heidi’s Kommunionfeier.

    Auch Kathrin war mit ihrem neuen Freund da. Eine Zeitlang unterhielt sie sich mit Carsten. Seit sie nicht mehr für ihn arbeitet, verstehen sich die zwei viel besser und haben einen…

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  10. breakpoint schreibt:

    NeunhundertachtundneunzigWir waren von Eugen, einem von Carsten’s Geschäftsfreunden, zum Essen eingeladen worden, und fuhren deshalb gestern nachmittag in eine etwas entferntere Stadt, wo wir uns in einem Restaurant verabredet hatten.

    Eugen sprang leutselig auf, als wir vom…

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