Zur Belästigung gehören zwei #Blogparade //1712

Schon viel wurde vor allem in den letzten Wochen über sexuelle Belästigung geschrieben. Eigentlich möchte ich mich nicht immer wiederholen (und bin auch zu faul, Links herauszusuchen), aber da derzeit eine Blogparade zu diesem Thema läuft, nenne ich halt doch ein paar Aspekte, die sonst in der öffentlichen Diskussion viel zu kurz kommen.

Die gesellschaftliche Debatte bewegt sich meist in der Dichotomie Frau = Opfer, Mann = Täter, obwohl dies häufig auch umgekehrt vorkommt. Trotzdem werde ich der Einfachheit halber im folgenden o.B.d.A. Männern die aktive, und Frauen die passive Rolle zuordnen. Weitere Differenzierung führt nur zur Erhöhung des Schreibaufwands, ohne zusätzlichen Erkenntnisgewinn zu bringen, und ginge außerdem zu Lasten der Lesbarkeit.

Heutzutage ist es modern geworden, sich über einen etwas längeren Blick, ein ungeschicktes Kompliment oder einen misslungenen Scherz zu echauffieren, und sich dadurch sexuell belästigt zu fühlen. Ohne diese subjektiven Befindlichkeiten gäbe es gar keine Belästigung. Schließlich richten weder ein aufdringlicher Blick noch ein ungebührlicher Spruch irgendeinen Schaden an. Und auch aus einer unerwünschten Berührung muss man nicht gleich ein Drama machen. Es gibt weitaus schlimmeres als eine Hand am Gesäß. Aber mit neupuritanischer Prüderie und Verklemmtheit gibt es bereits Bestrebungen, schon eine Hand auf dem Knie zur Sexualstraftat zu machen. Wirklich schlimme Fälle (deren Existenz ich gar nicht bestreiten oder verharmlosen will) werden dadurch unsichtbar gemacht.
Woher soll ein (unerfahrener) Mann denn vorher wissen, ob seine (vielleicht ungeschickten) Flirtversuche und Avancen willkommen sind? Wenn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Männer, die keine Gedanken lesen können, als „gestört“ bezeichnet werden, oder in anderen Massenmedien als „dumm“, „faul“ oder „Arschlöcher“ , muss man sich schon fragen, in welcher misandrisch-gynozentrierten Welt wir leben. Wo ist die Empathie für Männer, die eben nicht so gut darin sind, Signale zu deuten? Oder auch die Lobby für diejenigen Frauen, die selbst zwar aufgeschlossen und willig sind, aber zu unsicher, um eindeutige Signale zu senden?
Warum gesteht man Männern nicht einfach als Trial-and-Error-Sondierungen zu, die Schrödingerkiste zu öffnen, ohne sie im Fall einer Fehleinschätzung zu erniedrigen, zu ächten oder gar anzuzeigen?
Fehlinterpretationen der Kommunikation und Missverständnisse sind völlig normal, und im Zweifel sollte man gemäß Hanlon’s Razor Böswilligkeit ausschließen, und über harmlose Verfehlungen hinwegsehen.

Man liest immer wieder feministische Behauptungen, dass es bei solchen Verhaltensweisen gar nicht um Sex ginge, sondern um Macht.
Seit etlichen Jahren befasse ich mich mit dieser Thematik, und derartige Behauptungen halte ich für völlig unsinnig. Das sind lediglich feminstische Strategien, um Männer und Männlichkeit generell abzuwerten, sowie völlig normale, natürliche und wunderschöne Sexualität schlechtzureden.
Oft wird dann zur Rechtfertigung eingewandt, man reduziere damit Männer auf triebgesteuerte Tiere. Na und? Menschen sind hochentwickelte (?) Säugetiere. Wir alle werden (auch) von unseren Trieben gesteuert, nur dass Romantiker dies halt „Gefühle“ nennen. Sex ist etwas zutiefst animalisches, das sich nur äußerst begrenzt durch die Ratio kontrollieren lässt.

Ein Mann, der einer Frau nahekommen will, ist vollständig von ihrem Wohlwollen abhängig. Wenn es ein Machtgefälle gibt, so liegt es auf Seiten der Frau. Sie allein hat alle Optionen, wie sie auf (eventuell als übergriffig empfundene, aber üblicherweise als Flirt intentierte) Handlungen des Mannes reagiert. Ihre Möglichkeiten rangieren zwischen Bereitwilligkeit und Gunstgewährung auf der einen Seite, und völliger Ablehnung und Abweisung auf der anderen Seite. Sie kann die Angelegenheit entweder ignorieren, oder aber ein ganzes Arsenal an Abwehrwaffen benutzen, von denen eine Ohrfeige noch so ziemlich die mildeste ist. Sie kann den Mann demütigen, in seinem Bekanntenkreis lächerlich machen, durch Drohungen, Erpressungen oder eine strafrechtliche Anzeige sein ganzes Leben ruinieren.

Vielen Frauen täte es gut, die eigenen Empfindlichkeiten nicht so ernst zu nehmen, und mehr Gelassenheit zu erlernen, um mit eventuell unerwünschten Situationen souveräner umzugehen, und sich nicht gleich mit hysterischem Narzissmus und naiv-scheinheiliger Hybris als Opfer zu stilisieren.
Wer es vermeiden will, männliche Beachtung auf sich zu lenken, kann das ganz gut durch verhüllende Kleidung steuern. Wenn ich (im Winter) mit dick gepolsterter Jacke, überknielangem Rock und mit tief ins Gesicht gezogener Kopfbedeckung herumlaufe, guckt kaum ein Mann. Wenn ich mich dagegen körperbetont, sexy und freizügig kleide, muss ich mich nicht wundern, wesentlich mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.
Potentiell unangenehme Situationen lassen sich zu wenigstens 95% vermeiden, indem man sich gar nicht erst in sie begibt. Wenn ich keinen Blick ins Dekolleté gestatten will, trage ich keinen tiefen Ausschnitt, sondern hochgeschlossene Kleidung. Wenn ich nicht in einer Bar oder Disco angesprochen werden will, besuche ich die gar nicht erst. Wenn ich es nicht in Kauf nehmen will, von Unbekannten angegrabscht zu werden, besuche ich keine Massenveranstaltungen wie Volksfeste. Wenn Sex mit einem bestimmten Mann keinesfalls in Frage kommt, dann geh’ich eben gar nicht erst allein mit ihm in seine Wohnung.
So einfach ist das, und dieses Konzept nennt sich Eigenverantwortlichkeit und selbstbestimmte Prävention. Genauso wie man seine Wohnungstür abschließt, wenn man keine Einbrecher einladen will, oder die Firewall auf seinem Rechner geschlossen hält, um Malware kein einfaches Eingangstor zu bieten.
Das hat absolut nichts mit Schuldzuweisung zu tun, sondern es geht um Ursächlichkeit und dem Tragen vorhersehbarer Konsequenzen.

Es ist respektlos, Hoffnungen zu wecken, die man nicht zu erfüllen gedenkt. Umso mehr, wenn man daraus auch noch Vorteile für sich zieht.
Ein Irrtum oder Ausrutscher kann jedem einmal passieren. Das ist kein Grund, sich aus nichtigem Anlass als larmoyantes Noli-me-tangere zu gerieren, und für den Ausführenden peinlich genug, auch ohne ihn zusätzlich durch entwürdigende Sanktionen zu bestrafen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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149 Antworten zu Zur Belästigung gehören zwei #Blogparade //1712

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Ich finde ja auch, es wird ein viel zu großer Bohei um die Flüchtlinge gemacht. Was gehen diese Frauen auch unverhüllt auf Volksfeste oder in die Disco. Die jungen Männer sind doch einfach nur unerfahren und triebgesteuert. Was soll man sich da als Frau beschweren, wenn einem mal so ein Kerl zwischen die Beine oder an die Brust greift. Schließlich ist das doch grundsätzlich was schönes.

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    • Bei der öffentlichen Diskussion vermisse ich völlig das Verständnis für junge Leute, die bei ihren Kontaktanbahnungsversuchen nun zutiefst eingeschüchtert sind.
      Die gesellschaftlichen Fronten verhärten sich dabei immer mehr. Da brauchst du dich nicht zu wundern, wenn in ein paar Jahren MOD einsam zurückbleibt, weil sich niemand an sie herantraut.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Ist das so? Ich konnte eine zunehmende Verunsicherung bislang nicht feststellen. Kennst Du konkrete Beispiele?

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        • „Konkrete“ Links finde ich jetzt auf die Schnelle nicht.
          Ich kriege gelegentlich auch vertrauliche Nachrichten. Es ist ein Problem.

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Ich denke, es ist oft charakterabhängig. Auf beiden Seiten gibt es Menschen, die sich einfach schnell angegriffen fühlen.

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            • Damit hast du ganz sicher recht.
              Gegenseitiges Verständnis und auch mal über kleinere Verfehlungen hinwegzusehen, würde allen Beteiligten gut tun.

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            • Danke für den Link.
              Das subjektive Empfinden von Einzelpersonen darf doch nicht das ausschlaggebende Kriterium für allgemeinverbindliche Regeln sein.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Womit wir zu allgemein gültigen Kriterien kommen.
              Wenn eine Frau sich „freizügig“ (was bitte einmal zu definieren wäre) kleidet oder verhält, stellt das keinen Freibrief dar. Das mag in Teilen islamistischer Kulturen anders betrachtet werden, aber ist auch dort nicht gesellschaftlich akzeptiert.
              In aufgeklärten Ländern gibt es einen breiten Konsens darüber, wo Grenzen überschritten werden. (auch wenn diese jetzt von Minderheiten versucht wird zu verschieben, aber solche Extreme hat es immer schon gegeben).
              Die Mehrheit ist sich glücklicherweise darüber bewußt, was Respekt und Anstand bedeutet.
              Womit ich d’accord gehe, ist, dass es Grauzonen gibt, wo Befindlichkeiten unterschiedlich sind.
              Was ich nicht akzeptiere, ist Deine einseitige Darstellung bezgl. des „näherkommens“. M.E. ist diese Vorstellung völlig antiquiert. Diese Rollenverteilung, wo der Mann den ersten Schritt zu tun hat, ist längst überholt. Auch wenn es immer noch auf beiden Seiten Menschen gibt, die aufgrund eines schwachen Selbstbewußtseins Schwierigkeiten haben, damit umzugehen. („subjektive Empfinden von Einzelpersonen“)
              „Ein Mann, der einer Frau nahekommen will, ist vollständig von ihrem Wohlwollen abhängig.“ Gilt anders herum genau so.

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            • dass es Grauzonen gibt, wo Befindlichkeiten unterschiedlich sind.

              Diese Grauzonen gibt es. Ich wehre mich jedoch dagegen, die Grenzen des Akzeptablen von den allerprüdesten und empfindlichsten Personen willkürlich als Standard festlegen zu lassen.

              Gilt anders herum genau so.

              Klar. Deshalb schrieb ich oben ja auch „o.B.d.A.“.
              Wer den ersten Schritt macht, muss auf das Wohlwollen des anderen hoffen.

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            • Fiete schreibt:

              „„Ein Mann, der einer Frau nahekommen will, ist vollständig von ihrem Wohlwollen abhängig.“ Gilt anders herum genau so.“
              Nö! Ganz und gar nicht. Selbst wenn er ihr nicht nahekommen will, ist er schon davon abhängig, daß sie keine schlechtgelaunte Feministin ist, die ihn mal eben vernichten möchte.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Andersherum: ist sie davon abhängig, dass sie nicht auf einen verkorksten Typen trifft, der Frauen nur schlechtes unterstellt.

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            • Fiete schreibt:

              „Andersherum: ist sie davon abhängig, dass sie nicht auf einen verkorksten Typen trifft, der Frauen nur schlechtes unterstellt.“
              Was?
              Soll das Ironie sein?
              Wann ist denn das letzte mal eine Frau aus der Firma geflogen, durch die Mainstreammedien gehetzt, oder in den Knast verschoben worden, weil sich ein Mann von ihr belästigt gefühlt hat ( wohlmöglich einfach weil sie eine Frau ist )?

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Was hat das denn jetzt damit zu tun?
              Avancen innerhalb eines Arbeitsverhältnisses sind unprofessionell. Don’t fuck around in the office.

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            • Fiete schreibt:

              Dann schreibe statt Büro einfach Diskothek, oder öffentliches Verkehrsmittel ( also manchmal, also ehrlich).
              Diese Strohpuppe war einige Nummern zu billig.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Ich war jetzt von „„Ein Mann, der einer Frau nahekommen will, ist vollständig von ihrem Wohlwollen abhängig.“ ausgegangen. Und dies ist andersherum genau so. Als Frau muß ich auch mit einer Ablehnung umgehen können.

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            • Fiete schreibt:

              Okay, dann wiederhole ich es noch mal, falls Du den Unterschied nicht bemerkt hast:
              Ein Mann ist schon BEVOR er einer Frau näherkommen will, von deren Wohlwollen abhängig. Und das ist umgekehrt praktisch gar nicht so.
              Da reicht eben die gemeinsame Fahrstuhlfahrt schon aus ( ja, ich weiß, das Beispiel ist mittlerweile schon recht ausgelutscht, aber dadurch nicht ungültig ).

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Blaming hat es auf beiden Seiten immer schon gegeben. Männer machen Frauen, die sie haben abblitzen lassen vor den Kumpels lächerlich.
              Der „Fahrstuhlfall“ ist natürlich aus Amerika besonders bekannt. Da lockt sicher das große Geld.
              Lasst Euch doch nicht von ein paar hysterischen und öffentlichkeitsgeilen möchte-gern-Emanzen ins Bockshorn jagen. 97% der anderen Frauen sind ganz normal.

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            • Vor #aufschrei hätte ich dir da noch zugestimmt. Seither beobachte ich aber eine zunehmende und besorgniserregende Tendenz, die Männer nicht nur verunsichert, sondern sie sogar ganz auf Abstand zu Frauen gehen lässt.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Im RL?
              Es ist immer so eine Sache mit der Beobachtung. Interessiert man sich für ein Thema, liest man auch mehr darüber. Und eine Gruppe von Männern hier bilden ja die Gegenbewegung zu den Femimosen. Beide eint eine gewisse Hysterie.

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            • Ja, auch im RL.
              Ich erinnere mich in dem Zusammenhang gerade an eine Geschichte.
              Passt zwar nicht völlig zum Thema, geht aber in die Richtung:
              https://breakpt.wordpress.com/2015/01/22/achthundertneunzig-20000847/

              Und das ist nur ein Beispiel von dem, was ich so mitkriege.

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            • Interessanter, guter Text. Danke.

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            • Fiete schreibt:

              @ Blindfolded:
              „Lasst Euch doch nicht von ein paar hysterischen und öffentlichkeitsgeilen möchte-gern-Emanzen ins Bockshorn jagen. 97% der anderen Frauen sind ganz normal.“
              Unbenommen – darum geht es aber nicht.
              Es geht um die eklatante Asymmetrie.
              Durch ein Lächerlichmachen unter Kneipenkumpels ist wohl kaum je eine Frau in den Knast gewandert. Durch das von Dir erwähnte „in’s Bockshorn jagen“ aber schon mancher Mann.
              U.a. hatte ich mal ein Kind, das es als solches jetzt nicht mehr gibt, weil man beschloss mich „in’s Bockshorn zu jagen“. Das hat dieses Kind seine gesamte, bis dahin sehr glückliche Existenz gekostet. Von dem was mir daraufhin alles passiert ist mal ganz zu schwigen ( sonst schreibe ich nächstes Jahr noch an diesem Kommentar ).
              Das ist ein ganz anderes Kaliber, als im Bekanntenkreis eine Weile lang als „Schlampe“ zu gelten o.ä..

              Dein implizites „Fehler machen alle, nun hab Dich mal nicht so, da tun sie beide Seiten nix“, geht einfach fehl. Es geht nicht darum, ob nun Frauen o. Männer die „schlimmeren“ sind ( da sind wir wir ganz dicht beieinander, das Geschlecht macht keine Schuld ), sondern um die momentan vorherrschende Asymmetrie in den Auswirkungen irgendwelcher krummen Gelüste, Hassanfälle u.s.w..
              Das spiegelt sich ja schon in den z.Zt. geltenden Gesetzen und Vorschriften wieder, die Anne netterweise mal hier gesammelt hat:
              https://auschfrei.wordpress.com/2015/09/09/unterschiedliche-rechte/

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    • Imion schreibt:

      @blindfolded
      Wie wäre es, wenn ihr Frauen mal ein wenig Rücksicht auf Männer nehmt und nicht permanent versucht, uns geil zu machen? Wäre das zu viel verlangt? Nein, eigentlich nicht, aber hey, Frau halt, bloss keine Verantwortung übernehmen.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        „Wie wäre es, wenn ihr Frauen mal ein wenig Rücksicht auf Männer nehmt und nicht permanent versucht, uns geil zu machen? “ Wenn Du mir sagst, wie das aussieht, „geil machen“?
        Also wenn ich das will, mache ich das unmissverständlich klar.

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        • Imion schreibt:

          @blindfolded
          Das weist du eigentlich ganz genau, aber bitte: Make up, Miniröcke, Stiefel etc pp.Warum wohl kaufen Frauen Kleidung danach, ob diese sexy ist, hmmmm??

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        • Imion schreibt:

          @blindfoldet
          War ja wieder klar, das keine Antwort kommt. Verantwortung für die eigenen Taten tragen, ist halt nicht das ding, der meisten Frauen.

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          • FAKE blindfoldedwoman schreibt:

            Nun sei nicht so ungeduldig. Ich muss mich schließlich erst belesen ehe ich eine qualifizierte und befriedigende Antwort geben kann.
            Lass mich kurz überlegen: Verantwortung tragen muss ich gar nicht, es ist genug, wenn ich die Einkaufstüten mit den sexy Klamotten trage. Noch Fragen?

            [editiert: Account ist gefälscht!]

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            • Imion schreibt:

              @blindfolded
              Auch das war wieder die ganz normale Reaktion einer Frau. Warum schreibst du nicht einfach, das Kleidung von Frauen vorrangig das Ziel hat, Männer geil zu machen?

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          • FAKE blindfoldedwoman schreibt:

            Und noch was: Würdest du bitte meinen Namen vollständig ausschreiben. Das wäre sehr nett. Vielen Dank!

            [editiert: Account ist gefälscht!]

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  2. verbalkanone schreibt:

    Sag mal, meinst du das, was du oben geschrieben hast, wirklich ernst, oder soll das eine Satire sein?

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    • Ist teilweise vielleicht etwas polemisch-überspitzt formuliert, aber grundsätzlich ernst gemeint.

      Hältst du eine Freiheitsstrafe von mehreren Jahren für ein einfaches Grabschen für maasvoll angemessen?

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      • verbalkanone schreibt:

        Du findest deinen obigen Beitrag „etwas polemisch-überspitzt formuliert“? Ich bin jetzt echt fassungslos, Frau Breakpoint. Du schreibst wortwörtlich:

        „Wenn ich keinen Blick ins Dekolleté gestatten will, trage ich keinen tiefen Ausschnitt, sondern hochgeschlossene Kleidung. Wenn ich nicht in einer Bar oder Disco angesprochen werden will, besuche ich die gar nicht erst. Wenn ich es nicht in Kauf nehmen will, von Unbekannten angegrabscht zu werden, besuche ich keine Massenveranstaltungen wie Volksfeste. „

        Damit implizierst du nach meinem Empfinden, dass Frauen selbst dafür verantwortlich sind, wenn sie sexuell belästigt werden, sofern sie eine Bluse mit Ausschnitt oder einen engen Rock tragen. Das kannst du doch wohl nicht wirklich so meinen, oder? Hast du mal den Film „Angeklagt“ mit Jodie Foster in der Hauptrolle gesehen?

        Noch schlimmer finde ich deine Behauptung:

        Ein Mann, der einer Frau nahekommen will, ist vollständig von ihrem Wohlwollen abhängig. Wenn es ein Machtgefälle gibt, so liegt es auf Seiten der Frau. Sie allein hat alle Optionen, wie sie auf (eventuell als übergriffig empfundene, aber üblicherweise als Flirt intentierte) Handlungen des Mannes reagiert.

        Dazu könnte ich dir allein in meinem Freundes- und Bekanntenkreis aus dem Stehgreif drei (!) Beispiele nennen, in denen Frauen sexuelle Belästigung eines hierachisch höherstehenden Mannes im Arebitsleben zum Teil jahrelang erduldet haben, in der Angst, sonst ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Und du willst mir ernsthaft erzählen, das Machtfälle läge aus Seiten der Frau???

        Ich bin fassungslos. Du bist doch (sonst) keine dumme Frau, Breakpoint? Wie kommst du nur zu solchen, völlig abwegigen, realitätsfernen Ansichten?

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        • verbalkanone schreibt:

          Sorry für meine dusseligen Rechtschreibfehler.

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          • Fiete schreibt:

            „Sorry für meine dusseligen Rechtschreibfehler.“
            Gern. Aber nicht für die dusseligen Denkfehler, die Du mit der dicken @Verbalkanone in Anne projizierst. Sie dafür ( also aufgrund Deiner eigenen Informationsresistenz ) auch noch als dumm zu bezeichnen, ist nicht nur kein Argument, sondern belegt die Absicht, Argumentenfreiheit zu übertünchen.

            Selbstverständlich hat Anne vollkommen Recht, wenn sie konstatiert, daß in der westlichen Welt ein extremes Machtgefälle zugunsten der Frauen auf sexuellem Gebiet ( im allerweiteten Sinne, wie die #mähtwo-Kampagne unwiederlegbar beweist ) vorherrscht.
            Praktisch jede Frau kann heutzutage praktisch jeden Mann wirtschaftlich und sozial vernichten. Wenn sie nicht gerade sehr ungeschickt vorgeht, kann sie ihn sogar mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in den Knast schicken.
            Umgekehrt kann das nur im Ausnahmefall gelingen.

            Da sollte man auch mal wenigstens grob versuchen einen qualitativen wie quantitativen Einblick zu bekommen, bevor man einfach irgendwelche Parolen aus radikalen Filterblasen zur „Wahrheit“ – und sachlicher argumentierende Menschen für dumm – erklärt.
            Daß z.B. in manchen Airlines, Männer nicht mehr neben alleinreisenden Jugendlichen sitzen dürfen, liegt keineswegs daran, daß daß diese Männer andauernd Kinder im Flieger vergewaltigen, sondern daran, daß feministische Männerphobiker darob Panik verbreiten.
            Daß gleiche gilt für die vielerorts schon existierenden Empfehlungen, nie als Mann mit einer einzelnen Frau zusammen im Fahrstuhl zu fahren.
            Die Gefahr einer Falschbeschuldigung ist einfach zu groß und das ganz real, wie man mit hochfrequenter Regelmäßigkeit den Pressemeldungen entnehmen kann, und das obwohl der feministisch orientierte Medienmainstream derartiges nicht gerade bevorzugt veröffentlicht, weil falsche Geschlechterrollenzugehörigkeit.

            Allein das staatsfeministische Männermobbing qua Phantasiezahlen und – Generalverdachten sollte wohl reichen, um zu erkennen, daß dazu ein vehementer religiöser Eifer gehört, der durch keinerlei Realität untermauert wird.

            Von den Auswüchsen der Sondergerichtsform „Familiengericht“, den Jugendämtern und darum gruppierter wirtschaftlich abhängiger Satelliten mal ganz zu schweigen ( sonst rege ich mich bloß auf… 😉 ).

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            • verbalkanone schreibt:

              Ich schrieb das eben schon in meiner Antwort an Breakpoint: Das Tolle an einer Demokratie ist es, dass sie Meinungsvielfalt zulässt. Weißt du, Sexismus und sexuelle Belästigung werden gerne mal vermischt – genau DAS tut Breakpoint meiner Meinung nach. Letztendlich befürchte ich, dass eine Diskussion bei uns beiden null Sinn macht. Du wirst dich meiner Argumentation nicht öffnen und ich mich deiner nicht. Schönen Tag noch (sonst rege ich mich bloß auf … 😉 )

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            • Fiete schreibt:

              „Das Tolle an einer Demokratie ist es, dass sie Meinungsvielfalt zulässt. “
              Stimmt! Auch völlig unbegründete Meinungen die jedem halbwegs gesunden Menschenverstand widersprechen. Muß ich zugeben.
              In einer einigermaßen sachlichen Diskussion sollte man Meinungen aber schon so ein wenig begründen können. Und da kommt von Dir nix.

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        • In diesem Zitat habe ich über mich selbst gesprochen, nicht gefordert, dass andere es genauso handhaben müssen (auch wenn ich hoffe, dass einige vernünftig genug sind).

          Wenn ein Dieb den Geldbeutel stielt, der offen und jedem zugänglich herumliegt, trägt der Dieb die alleinige Schuld. Trotzdem wirst du doch nicht bestreiten wollen, dass man auf seine Wertgegenstände aufpassen soll. Es ist leichtsinnig, unerwünschtes Verhalten herauszufordern.

          Den Film „Angeklagt“ kenne ich nicht.

          Dazu könnte ich dir allein in meinem Freundes- und Bekanntenkreis aus dem Stehgreif drei (!) Beispiele nennen

          Was besagt anekdotische Evidenz?
          Ich habe im Laufe der Zeit auch so einige Geschichten miterlebt, bei den Männer für Harmlosigkeiten oder auch völlig unschuldig erniedrigt, bedroht, erpresst oder beschuldigt wurden. Oder so lange provoziert wurden, bis sie sich halt doch mal zu einem Übergriff hinreißen ließem, und danach drakonische Folgen erwarten mussten.
          Oder über Frauen, die Grenzen weit überschritten, aber niemals dafür zur Rechenschaft gezogen wurden.

          völlig abwegigen, realitätsfernen Ansichten

          Versuch‘ wenigstens mal, die andere Seite über dem Tellerrand zu sehen. Nur weil Männer selbst kaum darüber reden, und die Massenmedien ihre Benachteiligungen totschweigen, heißt das nicht, dass sie nicht existieren.

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          • verbalkanone schreibt:

            Ich „versuche“ durchaus, deine Argumentation und Sichtweise nachzuvollziehen, dafür muss ich diese ja nicht teilen. Werde ich auch ganz sicher nie. Würde ich das nicht tun, hätte ich mir gar nicht die Mühe gemacht, deinen obigen Blogeintrag zu kritisieren.

            Das Tolle an einer Demokratie ist es, dass sie Meinungsvielfalt zulässt. Weißt du, Sexismus und sexuelle Belästigung werden gerne mal vermischt – genau DAS tust du meiner Meinung nach. Letztendlich befürchte ich, dass eine Diskussion bei uns beiden da keinen Sinn macht. Du wirst dich meiner Argumentation nicht öffnen und ich mich deiner nicht.

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            • Imion schreibt:

              @verbalkanone
              Anne hat vollkommen recht. Warum zeigen Frauen ihre Brüste, wenn sie eigentlich keiner sehen darf? Warum versuchen Frauen Männer permanent geil zu machen, wenn sie keiner ansprechen darf? Wenn Frauen das ansprechen werden nicht gefällt, warum sprechen sie dann nicht selbst Männer an?

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            • verbalkanone schreibt:

              Ist klar. So wie ein Männer, der eine enge Jeans trägt,, die seinen schönen Knackpo betont ja auch auch anal penetriert werden will, nicht wahr?! 🙄
              Na, jetzt merkst Du selbst, wie sinnvoll deine Fragen sind, oder?

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            • In der Schwulenszene ist das wohl gar nicht unüblich.

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            • verbalkanone schreibt:

              War klar, dass diese Antwort kommen würde. Wir diskutieren hier aber nicht über die Schwulenszene. Also ich jedenfalls nicht.

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            • Darf ich dich daran erinnern, dass du selbst es warst, die mit „analer Penetration“ derailen wollte, während die sonstige Diskussion sich auf das Stadium der Kontaktanbahnung beschränkte.

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            • verbalkanone schreibt:

              Darf ich dich darauf hinweisen, dass dies eine Antwort von mir auf Imions wirklich überflüssige, provokante Fragen war? Ich zitiere: „Frauen versuchen Männer permanent geil zu machen.“ Sorry, aber das kann ich nun wirklich beim besten Willen nicht mehr ernst nehmen. Da macht eine Diskussion zum eigentlich interessanten, sicher stark polarisierenden Thema der sexuellen Belästigung für mich keinen Sinn mehr.

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            • Das mag schon sein. Dennoch hättest du nicht auf seine Provokation eingehen brauchen.
              In dieser Form fand ich deine Antwort deplaziert, unpassend, und weitab vom eigentlichen Thema führend.

              Bevor das jetzt in eine Metadiskussion („wer hat wann was wo gesagt?“) ausartet, belassen wir’s dabei.

              Gerne können wir aber noch das ursprüngliche Thema weiter diskutieren.

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            • verbalkanone schreibt:

              Das ist interessant: Mein Antowrt findest du deplaziert und unpassend. auf die Provokation von Imion gehst du aber mit keinem Wort ein.

              Ja, belassen wir es dabei, sonst ärgere ich mich nur.

              Nein danke. Ich erwähnte ja schon an anderer Stelle, dass ich keinen Sinn in einer weiteren Diskussion zum Thema „sexuelle Belästigung“ sehe.

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            • auf die Provokation von Imion gehst du aber mit keinem Wort ein.

              Weil ich inzwischen gelassen genug bin, nicht auf jede Provokation zu reagieren, und ihr damit nur unnützen Raum zu geben.

              Es tut mir leid, wenn du verärgert bist. Ich bin nach wie vor an sachlichen Argumenten interessiert.

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            • Weißt du, Sexismus und sexuelle Belästigung werden gerne mal vermischt – genau DAS tust du meiner Meinung nach.

              Diese Begriffe verwischen immer mehr, stimmt. Das Problem ist, dass sich manche Personen bereits von vermeintlichem Sexismus belästigt fühlen. Deshalb ist es zwecklos, beide Begriffe scharf zu trennen.

              Du wirst dich meiner Argumentation nicht öffnen

              Was ist denn deine Argumentation? Ich würde mich durchaus bemühen, mich damit sachlich auseinanderzusetzen.

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            • N.N. schreibt:

              Wie es aussieht, hast Du keine Argumente.
              Du hast geschrieben, daß Du 3 betroffene Frauen kennst. Das war schon alles.
              Du hast Dich empört. Du hast Anne persönlich angegriffen. Dein Anal-Kommentar war echt Trollerei.

              Anne ist ne tolle Frau, das sie trotzdem so ruhig und freundlich geblieben ist.

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            • verbalkanone schreibt:

              Danke für diesen herzhaften Lacher. 😀

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            • Imion schreibt:

              @verbalkanone
              Falscher vergleich. Bleib doch mal beim Heterosex. Warum also zeigen Heterosexuelle Frauen ihre Titten, ärsche, wenn kein Mann sie sehen darf? Warum? Warum sprechen Frauen nicht mal selbst Männer, wenn sie nicht angesprochen werden wollen?

              Du hast keinerlei Fragen beantwortet, das einzige sinnlose, war dein schwachsinnnsmöchtegernvergleich.

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            • Imion schreibt:

              @verbalkanone
              Und du weist ganz genau, was ich mit geil machen meine. Wozu sonst gibt es miniröcke, hautenge Oberteile und Leggings, bei der Mann jede Ader auf dem Venushügel sieht? hmmmmm, warum kaufen Frauen Kleidung nach Sexyness, hmmmm?

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  3. keloph schreibt:

    ich denke, es muss erlaubt sein, sich so zu kleiden und verhalten wie man es gerne FÜR SICH möchte, ohne irgendwelchen dämlichen konsequenzen ertragen zu müssen, ds fernbleiben ist für mich ultima ratio. das kernproblem ist der sitten- und kulturverfall. es gibt keine allgemeingültige soziale vereinbarung mehr, an die sich gehalten wird. mir fällt in dem zusammenhang immer die schleife beim dirndl ein. da gibt es klare regeln! nun ist aber das problem, dass man die 1. kennen und 2. respektieren muss. bei beidem haperts in der regel. LEIDER. aber das derzeitige gequake kann ich nicht mehr hören.

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    • Man sollte bei allem was man zu tun beabsichtigt, auch mögliche Konsequenzen berücksichtigen.
      Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

      Nach meinem Eindruck entwickelt sich die Gesellschaft wieder Richtung Prüderie und Tabuisierung von Sexualität zurück. Kleine Verstöße gegen subjektive Befindlichkeiten werden übermäßig streng geahndet.

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    • Blublubla schreibt:

      „ich denke, es muss erlaubt sein, sich so zu kleiden und verhalten wie man es gerne FÜR SICH möchte, ohne irgendwelchen dämlichen Konsequenzen ertragen zu müssen“

      Das sehe ich in dieser Allgemeinheit nicht. Klar wir brauchen keine strenge Kleiderordnung und es ist keine Ausrede für alles, aber ich rasiere mir auch keinen Glatze, zieh Lonsdale-Klamotten an und misch mich in die Linkeszene.

      Zu „für sich möchte“. Wer zieht, denn „für sich“ ein super sexy Outfitt an, will aber unter keinen Umständen angestarrt werden? Und wer von der Norm nach oben/unten abweicht, fällt zwangsweise auf. Kleider machen Leute – hab ich als Kind/Jugendlicher auch nie verstanden. Seit ich keine blauen Haare mehr habe und einen Anzug trage, wurde ich aber komischerweise im Stadtpark nie wieder auf Drogen kontrolliert.

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      • Blublubla schreibt:

        vlt. noch als Ergänzung. Das soll keine Schuldzuweisung bzw Schuldfreiheit im Falle eines Übergriffs rechtfertigen, sondern eher im Sinne: „Was nützt es Dir, dass Du Vorfahrt hattest, wenn Du tot bist“.

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      • keloph schreibt:

        ich habe diese selbstbestimmung des outfits „für sich“ auch spät begriffen, aber gelernt es zu akzeptieren…….welche intention hinter dem „für sich“ steht darf nicht diskussionsgegenstand sein.

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        • Leser schreibt:

          Warum darf „welche intention hinter dem „für sich“ steht“ nicht Diskussionsgegenstand sein? Ich finde, gerade hier wird es interessant, denn es lässt diesbezüglich auf eine absolut Männerfeindlichkeit schließen. Was „Frau“ damit meint, wenn sie sich „für sich“ gutaussehend kleidet, heißt doch schließlich: Sie möchte anderen Menschen gefallen! Bei Frauen steht sie zu anderen immer in Konkurrenz, und in Bezug auf Männer heißt es: „Nur denen, die mir gefallen, möchte ich mit dem Outfit auch gefallen“ – die anderen sollen bitte möglichst gar nicht erst hinschauen! Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich erbärmlich, und deshalb schaue ich auch weiterhin Frauen, die mir gut gefallen, gerne an. Wobei ich das sogar eher am Gesicht als an der Kleidung sehe (sofern die Figur einigermaßen stimmt). Wer mich deshalb als Frauenfeind ansieht, obwohl ich Frauen liebe, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

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          • keloph schreibt:

            ich denke, das hat nichts mit geschlechtern zu tun, sondern ist prinzipiell unisex. das vorweg, auch wenn das wording es eher einseitig scheinen lässt. wichtig und richtig ist aus meiner sicht, dass man aus einer „aufgemöbelten“ person nicht schliessen darf, dass diese angemacht werden möchte egal welcher art. ich persönlich habe einfach manchmal lust mich aufzupimpen, einfach nur für mich, und nicht mit dem ziel anderen zu gefallen, oder andere zu animieren. ich habe das lernen müssen. das gilt es zu akzeptieren. so meine ich jedenfalls.

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            • Blublubla schreibt:

              „wichtig und richtig ist aus meiner sicht, dass man aus einer „aufgemöbelten“ person nicht schliessen darf, dass diese angemacht werden möchte egal welcher art“

              Das sehe ich nicht so. Sicher mag es Ausnahmen geben, dass ein Mauerblümchen am liebsten abgeschleppt werden will, und wer aufgebrezeltes nur seine Ruhe haben will – und es steht auch jedem frei das so zu interpretieren, die Regel scheint es mir nicht zu sein. Um meine Fehleinschätzungquote gering zu halten, werde ich weiterhin aufreizend gekleidete Leute eher ansprechen. Wem das nicht passt muss halt damit klar kommen und mir einen Korb geben.

              Ich finde es sehr widersinnig, dass sich Minderheiten oder Leute, die sich nicht der Norm (im Sinne der Mehrheit) verhalten, erwarten, dass man sie als Maßstab nimmt.
              Auch wenn sich jeder kleiden kann wie er oder sie will, kann man weder erwarten im Jogginanzug in ein besseres Lokal zu kommen, noch im Lederbody in eine Kirche.

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            • keloph schreibt:

              Es ist dein Recht deine Meinung zu sagen

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            • Ich sehe es als großes Privileg, die Art und Weise wie ich wahrgenommen werde, und die Reaktionen auf mich, durch die Wahl meiner Kleidung in hohem Ausmaße selbst steuern zu können.
              Wenn ich Aufmerksamkeit will, kleide ich mich figurbetont, wenn ich meine Ruhe haben will, kleide ich mich unauffällig.

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    *hahaha* Liebe Anne, mit diesem Text wirst du bei vielen Menschen anecken. Die Opferdiskussion und politische Correctnis sind bereits viel zu weit vorangeschritten, so dass der Mann immer der Arsch der Nation sein wird und de facto ein Täter,
    Zeig man ein Dekolltee oder nicht ? Sollen wir Verhüllungen wie die Burka oder Verschleierungen einführen ? Sicher nicht. Aber barbusig herumlaufen und sich dann hinterher als Opfer zu präsentieren, ist sicher auch nicht der Königsweg.

    Ich finde deinen Text absolut richtig. Selbstbestimmte Prävention ist für mich das Schlüsselwort und einfach mal die Birne einschalten. Allerdings wird es bei vielen Menschen nicht mehr gelingen oder durchdringen.

    P.S. Theme Zuwanderer: Diese jungen Männer aus dem Nahen Osten und Nordafrika handeln nach ihrer Religion und Weltanschauung: Schwach bekleidete Frauen und Mädchen sind Huren und Freiwild. Basta. Wer das nicht begreift, hat die Situation in der wir heute leben, einfach nicht verstanden. Das wird noch über Jahre und Jahrzehnte so bleiben, wenn es sich überhaupt ändern wird.

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    • Tja, Plietschi, manches muss einfach mal gesagt werden, auch wenn es gesellschaftlich nicht erwünscht ist.
      Vielleicht führen meine Texte ja dazu, dass der eine oder die andere mal darüber nachdenkt, und die Angelegenheit mal aus anderer Perspektive sieht. Da wäre schon viel gewonnen.
      Dass ich damit wieder mal in die Schusslinie gewisser Kreise gerate, ist mir schon klar. Ist auch nicht das erste Mal, dass ich meinen Kopf dafür hinhalte.

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      • Plietsche Jung schreibt:

        Wenn du denkst, dass durch diesen Text jemand nachdenkt, bist du schon falsch. Es werden nur Gegenpositionen vertreten und du bist die dumme Frau, die ein seltsame Position vertritt.

        Aber es ist wie so oft im Leben: Die Individualität hat dort ihre Grenzen, wo sie andere Menschen einschränkt. Nicht jeder kann machen und tun, was er will, auch, wenn dies momentan normaler Anspruch zu sein scheint.

        Wer im kurzen Rock und blankem Dekolltee daherkommt, muss sich nicht wundern. Ich laufe ja auch nicht im Borat-Kostüm über den Weihnachtsmarkt *lol*

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        • Statt sachlicher Gegenargumente, die man diskutieren könnte, kommen ja nur Entrüstung und Empörung.
          Von Frauen Eigenverantwortung zu erwarten, gilt als frauenfeindlich. Dabei degradiert gerade solch eine Haltung Frauen auf das Niveau eines unmündigen Kleinkinds mit Narrenfreiheit.

          Es gibt natürlich auf beiden Seiten Personen, deren Verhalten nicht in Ordnung ist.
          Ich bin es nur inzwischen so leid, wie Frauen als personifizierte Unschuld dargestellt werden, während „toxische“ Männlichkeit schuld an allem Übel dieser Welt sein soll.

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        • Fiete schreibt:

          „Ich laufe ja auch nicht im Borat-Kostüm über den Weihnachtsmarkt“
          Tja, stellen wir uns doch mal vor, es wäre zu Weihnachten locker 23° warm und Du würdest es versuchen, @Plietschi.
          Die nächste feministische Frauengruppe würde Dich übelst anmeckern, mindestens und Dich wg. „toxischer Männlichkeit“ denunzieren. Die nächste profeministische Alliegruppe würde Dich wahrscheinlich derbe verprügeln.
          Und die liebe feministische Strafrichterin würde Dir die mögliche Höchststrafe reinwürgen.
          Aber nein, es gibt da latürnich gaaakein Machtgefälle und ja, klar können Frauen das machen ( sofern sie Lust haben sich als Borat zu verkleiden ) und sagen: „Ich laufe rum wie ich will, basta!“, und nö, selbstverständlich passiert ihnen nix, außer, daß sie schlimmstenfalls verwundert angeschaut werden, was sie dann wiederum wg. „toxischer Männlichkeit“ zur Anzeige bringen können.

          Lustig finde ich das Zwiedenk dahinter. Björk hat gerade ein neues CD-Machwerlk auf den Markt geschmissen, auf dessen Coverbild sie mit einer Möse im Gesicht posiert. Kein Thema, mutig, emanzipiert, tralala…
          Ob Dj Ötzi das mit einem fetten Gummischwanz im Gesicht auch so lukrativ darstellen könnte, wage ich stark anzuzweifeln.
          http://img.zeit.de/kultur/musik/2017-11/bjoerk/original__660x660__desktop

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  5. rotepilleblog schreibt:

    Sehr guter Text – Birgit Kelle hat bei #Aufschrei sogar ein Buch draus gemacht „Dann mach doch die Bluse zu“…

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  6. skywalkerlein schreibt:

    Alle Achtung! Der Beitrag ist heftig!
    Ich finde es als Mann zwar gut, dass es Frauen gibt, die uns in Schutz nehmen, aber Deine Meinung halte ich für sehr übertrieben.
    Frauen, die auf Volksfeste und Großveranstaltungen gehen sollen es ertragen betascht zu werden?
    Du vergleichst ein weites Dekolleté mit einer Geldbörse, die ich offen auf dem Tisch liegen habe?
    Wenn eine Frau mit in meine Wohnung kommt darf ich ich mich als Mann bedienen weil sie damit rechnen muss?
    Sorry, diese Einstellung kann selbst ich als Mann nicht teilen, obwohl ich bestimmt nicht asexuell bin.
    Warum sollte ich im Gedränge einer Frau an Hintern oder Brüste greifen? Warum sollte ich in der Disco auf eine mit Dekolleté zugehen und sagen „Boah, geile Titten“? Warum sollte ich von einer Frau, die alleine mit in meine Wohnung geht glauben, dass sie Sex braucht?
    Willst Du allen Männern einen Freibrief geben?
    Ich, als normaler Mann, will mir nichts selber nehmen, sondern möchte eine Frau erobern, was so viel heisst wie, ich will sie mit meinem Charme und meiner Persönlichkeit dazu überzeugen, dass ich ein Typ bin mit dem man körperlichen Kontakt aufnehmen will. Erst wenn ich spüre, dass sie es will (auf welche Art und Weise auch immer) dann mache ich mehr.

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    • Das sind schon einige Strohmänner, die du da versuchst abzufackeln.

      sollen es ertragen betascht zu werden?

      Hab‘ ich nicht geschrieben, nur dass sie sich dort nicht darüber wundern müssen.

      Wenn eine Frau mit in meine Wohnung kommt darf ich ich mich als Mann bedienen weil sie damit rechnen muss?

      Hab‘ ich auch nicht so geschrieben. Aber falls es in der Wohnung zu Sex kommt, wäre es scheinheilig von ihr, ihn am nächsten Morgen anzuklagen.

      Warum sollte ich

      Sollst du gar nicht. Bitte dreh‘ mir das Wort nicht im Mund herum.

      Willst Du allen Männern einen Freibrief geben?

      Durchaus nicht. Bloß werden die Grenzen, was einem Mann überhaupt noch erlaubt ist, immer restriktiver. Hier sollte man einfach – mit Augenmaß – lockerer werden.

      Ich, als normaler Mann, will mir nichts selber nehmen, sondern möchte eine Frau erobern, was so viel heisst wie, ich will sie mit meinem Charme und meiner Persönlichkeit dazu überzeugen, dass ich ein Typ bin mit dem man körperlichen Kontakt aufnehmen will.

      Sehr schön. Mach das ruhig so.
      Nur leider gibt es auch viele Männer, die sich in dieser Hinsicht nicht so sicher sind. Denen sollte man auch mal eine Ungeschicklichkeit zugestehen.

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    • Fiete schreibt:

      „Ich, als normaler Mann, will mir nichts selber nehmen, sondern möchte eine Frau erobern, was so viel heisst wie, ich will sie mit meinem Charme und meiner Persönlichkeit dazu überzeugen, dass ich ein Typ bin mit dem man körperlichen Kontakt aufnehmen will.“

      Erst behauptest Du inhalte, die Anne überhaupt nicht gebracht hat und dann gibst Du plötzlich zu, daß Du selbst gern bereit bist, genau die Risiken einzugehen, von denen Anne sagt, daß sie meint, jemand der keinen Ärger haben will, sollte vorsichtig damit sein.
      Was Du willst, ist für Feministen völlig unerheblich. Was Du Eroberung nennst, rangiert bei einigen unter „sexuelle Belästigung“ o. gar als „Übergriff“.

      „Erst wenn ich spüre, dass sie es will (auf welche Art und Weise auch immer) dann mache ich mehr.“
      Und das kann sehr leicht Deine berufliche und soziale Karriere beenden, oder sogar in’s Gegenteil ( Knast ) umschlagen lassen.

      Daß Du meinst, Du wärest dabei quasi „von Natur aus“ schon vorsichtig genug, ist kein Argument, da die Definitionshoheit nunmal nicht bei Dir liegt. Und ein: „Aber, aber, aber ich wollte doch nur nett sein…“ hilft Dir ggf. kein Bißchen.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Jetzt mal Butter bei die Fische.
        Hattest Du in der Vergangenheit Probleme beim kennen lernen von Frauen und können wir Dir helfen?

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        • Sci Fanboi schreibt:

          Ich hatte 2 mal auf einen ONS verzichtet und habe einmal einen mp3-Recorder mitlaufen lassen, weil ich Angst vor Falschbeschuldigung hatte.

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Wie kam/kommt es zu solchen Ängsten? Gab es einen konkreten Anlaß dazu?

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            • Fiete schreibt:

              Die Frage macht nur Sinn, wenn man sich nicht mit den entsprechenden Debatten der letzten rund 10 Jahre befasst hat. Tatsächlich vermute ich mal, daß Du mit der Formulierung eine implizite Unterstellung transportieren willst, nämlich daß Fanboi ungerechtfertigte, vielleicht sogar dissozial gestörte Ängste auslebt.
              Das ist sogar möglich, nur müssen das keineswegs seine Störungen sein.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Nein, ich habe nichts unterstellt, sondern es ist ehrliches Interesse.

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            • Fiete schreibt:

              Okay, akzeptiert. Dann spekuliere ich mal ein wenig, da ich selbstverständlich nicht für Fanboi sprechen kann, wohl aber für einen bez. Falschbeschuldigungen relativ gut über Tagespolitik informierten Bürger, nämlich mich:
              Es könnte durchaus sein, daß Fanboi z.b. die irre Hysterie und den dadurch induzierten Massenwahn aufgrund der mutmaßlichen Falschbeschuldigung des R. Brüderle seitens L. Himmelreich mitbekommen hat. Dann hätte er auch die bizarre, durch die dazu vom Stern gekaufte A. Wizorek inszenierte, weitere Eskalation der Sache wahrscheinlich mitbekommen.
              In dem Falle wäre es nicht unwahrscheinlich, daß er auch einiges von den Ausrastern der M. Schwesig bez. der Affaire Gina-Lisa bemerkt hat und was Trittbrettfahrer H. Maas dazu beigesteuert hat.
              Ich, als quasi schon gewohnheitsmäßig mit solchen irren Auswüchsen befasster Mensch jedenfalls habe am Rande auch bemerkt, wie sich u.a. in der feministischen Bloggerszene durchaus in ernsthafte dissoziale Störungen hineingesteigert wurde und, daß auch in den sonstigen Medien solch inquisitionsartige Hexenjagden und Panikausbrüche immer mehr häuften ( bspw. in ZEIT, SPIEGEL u. STERN ).
              Gerade ist diese absolut hyperviktorianistische #Mähtoo-Hetzkampagne am abebben, da kommt u.a. der Besitzer vom SPON und fordert dazu auf, diese Mobbingwelle gegen alle Männer jetzt auch noch mittels realer Gewalt in einen Krieg ( er nennt es Revolution ) ausarten zu lassen und erklärt, daß dazu auch die Kollateralschäden ( ergo die immer dreisteren Falschbeschuldigungen, Vorverurteilungen, Existenzvernichtungen etc. ) noch mehr gesteigert werden müssen, da sie „irgendwie dazugehören und unvermeidlich sind“, also von ihm eindeutig „positiv“ konnotiert werden.
              Siehe hier:
              https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2017/11/25/blutwurst-jakob-augsteins-plaedoyer-fuer-den-terror/
              ( auch die Kommentare darunter sind hochinteressant )

              Und da fragst Du, woher diese Ängste kommen, die ihn veranlassen möglw. sogar extrem vorsichtig zu sein?
              Ich weiß ja nicht, in welcher gesellschaftlichen, familiären o. beruflichen Lage er sich befindet, aber es erscheint mir zumindest unter gewissen Umständen als leicht möglich, bis mittelschwer wahrscheinlich, daß seine desbez. Motivation durch diesen irren Hype zumindest verstärkt, vielleicht sogar erst ausgelöst wurde.
              Das schlimme daran ist, genau diesen Pseudotugendterror versucht man ja bewußt und gezielt zu erzeugen, er ist Zweck dieser ganzen Hetzerei (!), wie nicht nur Augstein, sondern in den letzten Wochen und Monaten auch einige andere Drahtzieher dieses wutentbrannten Hasses ganz offen und unumwunden erklärt haben. Das ist reiner Terror um des Terrors willen!
              Männer sollen in Angst und Schrecken versetzt werden!
              ( Gut, daß mich sowas schlimmstenfalls noch in ungläubiges Staunen versetzen kann )
              Wie gesagt, was davon jetzt auf Fanboi zutreffend sein mag, oder auch nicht, ggf. in welcher Qualität o. Quantität, kann ich nicht wissen. Auch nicht was davon nun „seine“ Ängste sind und was möglw. von gestörten Leuten auf ihn übertragen worden sein könnte.
              Ich versuche gelegentlich im Reallife mit ein paar netten Damen unter vier Augen ganz vorsichtig ein paar der grotesken Teilaspekte von diesem durchgeknallten Scheiß andeutungsweise zu diskutieren ( meist einfach locker drauflos zu reflektieren ). Und merke, daß es diesen auch immer schwerer fällt, darüber noch zu lachen. Auch denen wird scheinbar langsam unausweichlich bewußt, daß gerade ein extrem gefährlicher Schock durch die westliche Welt läuft, dessen Folgen noch nicht mal ansatzweise absehbar sind.
              V.dh. kam Deine Frage dazu für mich ziemlich überaschend.

              Und ( das muß auch mal gesagt werden ) ich ziehe ganz tief den Hut vor Anne, daß sie offenbar versucht, sich in diesem wahnsinnigen Wirrwarr einen möglichst schlichten und logischen common sense zu bewahren. In gewisser Weise wohl tatsächlich ähnlich wie es auch Birgit Kelle macht. Das ist gar nicht so einfach, denke ich, wenn man immer wieder aufgrund einfachster Selbstverständlichkeiten und z.T. deutlich unter der Gürtellinie angegriffen wird ( Frauenhassprojektionen u.ä. ).
              Z.B. weil sie es als normal ansieht, sich entsprechend einer Situation, eines Ortes o. einer Absicht o.ä. zu kleiden, aufzubrezeln ( oder gerade eben nicht ) o.w.a.i..
              Übrigens machen Männer das prinzipiell gar nicht anders, nur eben i.d.R. in deutlich geringerer Bandbreite, was wahrscheinlich ganz einfachen evolutionären Bedingungen geschuldet ist, schätze ich mal in’s Blaue.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              „in der feministischen Bloggerszene“ eben. Und genau dort, sowie noch in bestimmten Studentenkreisen ist das angesiedelt.
              Man darf nicht vergessen, dass 70% aller deutschen Journalisten und der Redaktionen politisch links verortet sind.
              #Meetoo ist einfach reißerisch, nichts zieht mehr als Promis und Sex.

              Zumindest bei Dir haben sie schon einmal erreicht, was sie wollten.
              Außerhalb dieser Filterblase (lassen wir die A-D-Promis mal draußen) interessiert das kaum einen. Der Großteil der Bevölkerung steht dem nämlich kopfschüttelnd und mit common sense gegenüber.
              Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist. Kann natürlich sein, dass es bei jungen Menschen schon Wirkung erzielt hat. Das wäre eine interessante Frage.
              Birgit Kelle verfolgt eine andere Intention. Ihr geht es zu vorderst um den Erhalt der Familie als Keimzelle des Staates, sie macht sich stark gegen Abtreibung und Frühsexualisierung von Kindern. Dazu ist sie noch gläubig und schreibt jetzt sogar als erste Frau einen Bischofsbrief. Die katholische Kirche warnt übrigens ebenfalls vor dem Gender Mainstreaming.

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            • Imion schreibt:

              @blindfoldet
              Nichtsdestotrotz kann es jede Frau nutzen, um einen Mann fertig zu machen. Es zeigt sich, das doch auch andere dinge, die aus dem Feministischen Lager kommen, vom Rest der Frauen gerne angenommen wird: Vereinfachte Einstellungstests, Frauenförderung, sich alles bezahlen lassen etc pp. Warum also sollte das bei diesem Thema anders sein?

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            • Sci Fanboi schreibt:

              Fiete hat ganz korrekt geantwortet. (Hey, Bruder? im Geiste! 😉 )

              Die beiden ONS-Verzichte waren bei Frauen, die zwar geil, willig und fickbar wirkten, aber nach meinem Bauchgefühl einen für mich zu hohen „Neurotizitätsfaktor“ aufwiesen. (Nein ich bin kein Psychologe und erst recht kein Diagnostiker, aber -> mein Ruf, mein Leben, meine Existenz, meine Regeln!) Es war sozusagen eine schärfere Auslegung der Grundregel „Don’t stick your dick in crazy“.

              Der mp3-Mitschnitt war in einem Fall, als eine Frau Praktiken wünschte, die von einem neutralen (und erst recht feministisch ge-biasdem) Beobachter ununterscheidbar zu häuslicher Gewalt sein könnten. Da fand ich es einfach beruhigender Mitschnitte von Sätzen zu haben, die mit „Bitte“ anfangen und mit „Meister“ enden.
              (Ja, es hat sich für mich auch komisch angefühlt. Beides.
              1. Weil diese Praktiken ausdrücklich ihr Wunsch waren und
              2. Weil das Mitschneiden sich für mich tatsächlich wie ein Vertrauensbruch anfühlte.
              Aber wie soll man in einer Zeit in der die ver-Maas-ierung des Privatlebens so dermassen überhandnimmt denn noch beweisen, daß es ein „enthusiastisches-nur-Ja-heißt-Ja“ war? Vor allem wenn im Zweifelsfall tatsächlich mein Ruf, mein Leben und meine gesamte Existenz davon abhängig sind?)
              Noch Fragen?

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Für mich hat das alles nichts mit dem Thema zu tun.
              Man muß schon recht verroht oder verzweifelt sein, um alles mitzunehmen.

              Wieso tust Du Dinge, die Du nicht wirklich willst? Wobei ich Frau Nummer 2 auch in die obige Kategorie einordnen würde, einfach, weil sie es bemerkt hätte, wenn Du nicht dahinter stehst.

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            • Sci Fanboi schreibt:

              @blindfoldedwoman
              Ich habe Kontext zu meinem obigen, kurzen Kommentar geliefert.
              Die Beurteilung meines Wesens oder meiner Psyche hat allerdings wirklich nichts mit dem Thema zu tun und steht dir auch nicht zu. Und die Beurteilung meiner Sexualpartnerinnen verbitte ich mir erst recht!

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            • Der Kommentar stammte nicht von blindfoldedwoman.
              Anscheinend sind wir einem Troll aufgesessen, der Unfrieden stiften wollte.

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            • Fiete schreibt:

              @ Blindfoldet:
              „Birgit Kelle verfolgt eine andere Intention. Ihr geht es zu vorderst um den Erhalt der Familie als Keimzelle des Staates, sie macht sich stark gegen Abtreibung und Frühsexualisierung von Kindern.“
              Inwiefern ist das eine „andere Intention“? Als was, oder wer?

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Als Breakpoint.

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            • Sie fokussiert sich auf Familien. Ich setze andere Schwerpunkte: berufliche Aspekte und das allgemeine Verhältnis von Männern und Frauen, insbesondere auch von (jungen) Menschen, die noch in keiner festen Beziehung angekommen sind.
              Das überlappt sich nur zu einem relativ kleinen Teil, aber widerspricht sich nicht.

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  7. SH aus RC im V schreibt:

    Deine Ansichten sind echt erschreckend. Du willst doch sonst immer so ein fortschrittlicher Mensch sein. Warum bist du bei dem Thema Belästigung so antiquiert, geradezu frauenverachtend?
    Aus deinen Ausführungen schließe mal, dass du, wenn du mit kurzem Rock und ohne Unterwäsche losziehst, es darauf anlegst, von fremden Menschen sexuell belästigt zu werden. Und wenn du dich auch noch bücken musst, umso besser. Das erhöht die Erfolgsquote.
    Dann wünsche ich dir gutes Gelingen dabei und möge dein Wunsch in Erfüllung gehen!

    Gefällt 1 Person

    • Wenn ich mich freizügig kleide, dann im Bewusstsein, was passieren könnte.
      Dafür schiebe ich niemandem sonst die Verantwortung zu. Stell‘ dir vor, ich kann auf mich selbst aufpassen, und brauche keine feministische Sittenpolizei.

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    • HansG schreibt:

      Aus deinen Ausführungen schließe mal, dass du, wenn du mit kurzem Rock und ohne Unterwäsche losziehst, es darauf anlegst, von fremden Menschen sexuell belästigt zu werden. Und wenn du dich auch noch bücken musst, umso besser. Das erhöht die Erfolgsquote.

      Das ist schon irgendwie witzig. Würde ich das Beschriebene als Mann machen, müsste ich mit einer Anzeige wegen Exhibitionismus rechnen.

      Und warum scheinen manche zu glauben, dass es keine Belästigung ist wenn die Brüste einer Frau bei jeder falschen Bewegung aus dem T-Shirt hüpfen könnten? Das will vielleicht auch nicht jeder sehen. Noch viel schlimmer scheint dann allerdings zu sein, wenn tatsächlich keiner schauen mag. Das wäre nämlich garantiert irgend ein Fall von Shaming.

      Gefällt 2 Personen

      • Normalerweise wählt man Kleidung je nach Anlass, Situation und Wetter – also in der Freizeit anders als im Büro, zu Feiern anders als zum Einkaufen, …
        Als erwachsener Mensch sollte man abschätzen können, wie das auf die Personen, mit denen man voraussichtlich zusammentrifft wirkt, und ggf. seine Kleiderwahl noch einmal überdenken.

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  8. Engel&Angler schreibt:

    Danke für den Artikel.
    Schön zu sehen, wie entspannt hier noch (ohne Schaum vorm Mund) diskutiert wird.

    Breakpoint kennt bestimmt Camille Paglia,
    die schon seit den 80er Jahren öffentlich eine ähnliche Position, wie die Ihre vertritt.

    Hier ein interessantes Interview zum Thema:
    1. https://www.youtube.com/watch?v=SazYMVUU4uY
    2. https://www.youtube.com/watch?v=mPQ0xsjBzeI

    Hier auch in ganzer Länge:
    1. https://www.youtube.com/watch?v=HxoN4wTrnvs
    2. https://www.youtube.com/watch?v=v-hIVnmUdXM

    Vielleicht klärt dies einige angenagelte Begriffe in der Diskussion,
    völlig unabhängig vom üblichen Lagerdenken.

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  9. SG schreibt:

    Ich finde den Text auch sehr heftig. Meiner Meinung nach übertreibst Du ähnlich wie die Femies – nur in die andere Richtung.

    Meine Meinung: Grenze ist der physische Kontakt. Angesehen werden muss jeder ertragen. Egal wie er sich anzieht / gibt. Wer sehr freizügig rumläuft muss damit rechnen, dass man das betrachtet. Anquatschen muss auch akzeptiert werden – und wenn es daneben liegt, dann steht auch der Person frei danach zu agieren – mit gleichen Mitteln.

    Aber es gibt kein Recht jemanden mal so zu berühren (klar, in Flirtsituation wenn man schon verbal Kontakt aufgebaut hat schüchtern mal… Irgendwie muss man ja voran kommen.) Aber auch im dichtesten Gedränge gibt es keine Ausrede zum „Grabschen“.

    Und was verbalkanone schreibt (Belästigung, hierarchisch) ist meines Erachtens nach eine weitere Dimension, die man extra betrachten muss.

    Ansonsten: Zustimmung. Das Leben ruhig mal etwas lockerer nehmen..

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    • Natürlich muss man den Text cum grano salis lesen.
      Dass einzelne Stellen übertrieben sind, um die Thematik zu verdeutlichen, gebe ich zu. Aber nur durch einen „Überschwinger“ kann ein Bewusstsein für die Schieflage entstehen, in die sich die Gesellschaft schon gefährlich weit hineinentwickelt hat.

      Grenze ist der physische Kontakt

      Das wäre tatsächlich ein eindeutiges, objektives Kriterium.
      Umfragen jedoch besagen, dass die reine Anfrage nach sexuellen Gefälligkeiten von wesentlich mehr Personen als Belästigung empfunden wird als die Hand am verlängerten Rücken.
      Und wie du selbst sagst – bei einem Flirt fällt auch diese Grenze irgendwann.

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      • Leser schreibt:

        Naja, eine „Anfrage nach sexuellen Gefälligkeiten“ ist ja auch noch mal eine Nummer härter als ein einfaches Ansprechen oder „Anbaggern“ (wobei ich zweiteres nie gelernt habe, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass „willst Du mit mir $SexuelleAktivität unternehmen?“ nicht dazu zählt, denn das ist selbst für meinen Stumpfsinn zu platt). Deshalb kann ich das schon verstehen, wenn jemand so eine unflätige Ansprache als Belästigung empfindet. Aber ehrlich, wer macht denn sowas? Das kann man doch auch wieder nur tun, wenn man selbst dem Gegenüber total respektlos ist. Ist die verbale Form von „grab’em by the pussy“, und deshalb mehr daneben, als eine versehentliche Hand auf dem Hintern.
        Da ist mir vor über 10 Jahren mal was lustiges (bzw. peinliches) passiert. Ich umarmte mich mit einer Freundin zur Begrüßung oder Verabschiedung, und versehentlich (weil sie 180cm) landete meine Hand auf ihrem Hintern, weil ich mich dabei nach vorne gebeugt habe. Wobei ich nie ein sexuelles Interesse an ihr hatte. Danach haben wir uns jedoch lange nicht mehr umarmt, aber inzwischen bin ich etwas geschickter und sie hat es wohl vergessen (war ja auch nicht wichtig) 😉

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        • Dass körperliche Berührungen (auch völlig unbeabsichtigte) stören können, ist schon einigermaßen verständlicher, denn sie greifen in die Persönlichkeitssphäre ein.
          Bei rein verbaler Anmache kann so eine „Einladung“ zwar vulgär und unsympathisch daher kommen, aber solange kein Zwang ausgeübt wird, oder man bedrängt wird, sagt man „Danke, kein Interesse“, und das war’s.

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  10. blindfoldedwoman schreibt:

    Für mich ist breakpoint das beste Beispiel dafür, dass Gender-Mainstreaming ein bloßes Konstrukt ist. Wenn man die Kommentare (m/w) liest, so zeigt sich doch zumeist eine persönliche Betroffenheit. Natürlich sind ihre Texte oft überspitzt und genau darauf angelegt. Macht ja auch Spaß, so zu antworten.
    Ich kann nur jedem empfehlen einmal durchzuatmen und objektiv die Zeilen zu betrachten. Ohne jetzt „dazwischen“ zu lesen. (was ja angeblich eine weibliche Eigenschaft sein soll)
    Und wenn ich jetzt doch mal „gendern“ soll: ich fühle mich als Frau keineswegs angegriffen, auch wenn ich das durchaus schon mal bewußt anführe.

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  11. N.N. schreibt:

    Ich hab mich mal auf Verbalkanones Blog umgesehen und einen Eintrag über diesen Text hier gefunden.
    Da ich ja keine Links mehr hier setzen soll, mußt Du selbst suchen. ^^

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    • Danke für den Hinweis. Das war mir neu: https://verbalkanone.wordpress.com/2017/11/23/zum-thema-belaestigung/
      Ich hatte weder einen Pingback bekommen, noch den Referrer in den Statistiken gesehen, so dass ich keine Chance hatte, dies mitzukriegen.
      Jetzt habe ich mir die Verlinkung dort angesehen – statt auf die PermaURL hat sie auf einen WP-Reader-Link verlinkt, den man nur lesen kann, wenn man bei WP eingeloggt ist. Das kommt mir schon ziemlich hintenrum vor.

      Schade. Ich hatte Verbalkanone eigentlich für aufgeschlossener und vernünftig gehalten. Aber wenn sie ihre Scheuklappen lieber behalten will, kann sie niemand zum Schlucken der Roten Pille zwingen.

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  12. blindfoldedwoman schreibt:

    “ …statt auf die PermaURL hat sie auf einen WP-Reader-Link verlinkt, den man nur lesen kann, wenn man bei WP eingeloggt ist.“
    Kannst Du das mal bitte allgemein verständlich erklären?

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  13. Fiete schreibt:

    Sodele!
    Da das Thema momentan heftig überkocht und schon einige Blogspots dazu existieren, habe ich mich entschlossen, mich auch mal einzumischen, konnte mich einfach nicht mehr zurückhalten. Das wird ’ne ganze Artikelserie ( und nein, ich spekuliere nicht auf die 3000€ von MannDat ).
    Vorwort und Einleitung sind schon fertig und Du, @Anne, kommst auch darin vor.
    Also klick mal hier:
    https://fietes2groschen.blogspot.de/2017/11/die-geschichte-vom-billigen-jakob.html

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    • FAKE blindfoldedwoman schreibt:

      Gibt es nicht bereits reichlich Diskussionen darüber. Wer will das noch lesen? Also ich hab genug davon. Ist mir alles zu anstrengend. Dieses ständige Nachlesen, Sich-Einlesen, Recherchieren. Immer mit der Angst im Nacken, etwas Falsches in die Runde zu werfen. Mir qualmt der Kopf. Ich bin raus!

      [editiert: Account ist gefälscht!]

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      • Fiete schreibt:

        Dann Tschüss.
        Wie kommst Du übrigens auf den Gedanken, daß ich einen weiteren Diskussionsbeitrag schreibe?
        Ich vermute, daß die Antwort darin liegt, daß Du keine Lust zu lesen hast, wofür ich Verständnis habe ( bin auch kein Bestsellerautor ). Wer das lesen möchte, weiß ich nicht, woher auch? Kein Grund, es nicht anzubieten.

        Nur, warum ziehst Du Schlüsse über Dinge, die Du gar nicht wissen kannst?
        Übrigens, viel zu recherchieren gibt es da nicht, das habe ich vorab übernommen und in die Einleitung gestellt, die Du nicht lesen magst ( dafür ist sie ja da, daß man sich mal eben instant einlesen kann, wenn man möchte ).

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        • blindfoldedwoman schreibt:

          Ich weiß jetzt nicht, woher der obige Kommentar stammt, von mir ist er nicht. Auch hab ich keine Nachricht von der Antwort bekommen.

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        • FAKE blindfoldedwoman schreibt:

          Ist in meinem Fall wohl genetisch bedingt, Schlüsse zu ziehen über Dinge, die ich nicht weiß. Sorry, ich bin auch nur eine Frau.
          Du weißt nicht, was ich alles recherchieren muss …

          [editiert: Account ist gefälscht!]

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Es gibt hier einige Kommentare, die zwar mit dem Namen „blindfoldedwoman“ verfasst wurden, aber nicht von mir stammen.

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        • Da kam kürzlich einer mit einer anderen Mail-Adresse. Ich habe mir nichts dabei gedacht, und ihn freigeschaltet, denn es kommt immer wieder mal vor, dass jemand seine Mail-Adresse ändert, oder auch mehrere benutzt.
          Wenn du mir sagst, um welche es sich handelt (am besten die Comment-ID), kann ich diese Kommentare kennzeichnen, und in Zukunft erst in die Moderations-Queue legen lassen.

          Den Nickname von jemandem anderen zu nutzen, ist ja wirklich nicht die feine englische Art. Ich sehe aber nicht, dass derjenige etwas verwerfliches oder ungebührliches geschrieben hätte. Sonst wäre mir diese Täuschung sicherlich aufgefallen.

          Gefällt 1 Person

  14. Pingback: Warum ich kein Mann sein möchte | ☨auschfrei

  15. Andreas schreibt:

    Eine intensive, aber notwendige Diskussion. Weiter so! VG Andreas

    Gefällt 1 Person

  16. Mark schreibt:

    Danke für deine schönen Worte!
    Mir (20 Jahre alt) ging es jahrelang so, dass ich mich nicht getraut habe, irgendwelche Zeichen des Interesses zu senden. Ich selbst habe natürlich wiederum solche Anzeichen von Mädchen mir gegenüber nicht bemerkt. Obwohl mir durch mein großes Hobby Gesellschaftstanz Berührungen selbstverständlich waren, so habe ich doch das sexuelle in mir stets verschlossen gehalten.

    Wie groß die Verunsicherung ist, sehe ich jetzt, da ich seit einem viertel Jahr eine Freundin habe. Es fällt mir unglaublich schwer, mich ihr auf irgendeine Art sexuell zu nähern, denn immer habe ich die große Angst, von ihr „nur“ für einen „triebgesteuerten“ Mann gehalten zu werden, auch wenn sie mir sagt, dass das vollkommen in Ordnung ist. Das schlechte Männerbild hat sich bei mir so stark eingeprägt (auch durch das Elternhaus), dass meine Sexualität nichts mehr zu melden hat. Sogar jetzt, wo ich weiß was die Ursache ist (schlechtes Männerbild, „Männer sind triebgesteuerte A*schlöcher, die nur das Eine im Sinn haben und danach Abhauen vor jeglicher Verantwortung usw.“ => Ich will nicht so sein) kann ich mich dennoch nicht dagegen wehren.

    Durch die dauerhafte Beschäftigung damit („Bin ich zu aufdringlich, komme ich ihr zu nahe“) sind mir sicher so einige Signale, die Frauen mir gesendet haben entgangen. Meine Freundin hat da sehr stark die Initiative ergriffen, sonst wäre mir das auch entgangen. Wie fein solche Signale sein können, ist mir erst einige Monate später aufgefallen, als ich dafür sensibilisiert war und diese bei einer Kommilitonin festgestellt habe.

    Noch etwas ganz anderes: In dem ganzen Belästigungsrummel gehen die wirklichen Täter unter. Vor kurzem wurde meine Freundin in der U Bahn begrapscht (es folgt ihre Erzählung, denn ich war nicht dabei). Zuerst habe sie es für ein Versehen gehalten und sei einfach aufgestanden um einem weiteren peinlichem Versehen vorzubeugen. Doch dann habe die Person das wieder gemacht, diesmal sei das sehr deutlich gewesen, wonach sie ihren Platz gewechselt hat. Im Nachgang ist sie ganz aufgelöst zu mir gekommen, und war auch böse auf sich, dass sie in der Bahn nichts gesagt hat, um andere darauf aufmerksam zu machen.

    Fazit: Das Problem der Begrapschung ist vorhanden. Es wird hier allerdings eine fatale Verallgemeinerung von den Einzeltätern auf den Mann vorgenommen. Das führt dazu, dass Mann sich nichts mehr traut, während es den Einzeltätern vollkommen egal ist, denn die können so dreist bleiben wie sie wollen – schließlich hindert sie daran kein Gewissen. Wem egal ist, wie Frau sich fühlt, den stört es nicht, auch mal zu aufdringlich zu werden. Und alle anderen machen sich so viele Gedanken, wie sie vermeiden können dass Frau sich schlecht fühlt, dass sie dabei selbst Schaden nehmen.

    Natürlich ist das Fazit hart „von mir auf andere geschlossen“. Wenn jemand hier andere Erfahrungen gemacht hat (vielleicht sogar einen Tipp hat wie man „ich“ und „die bösen Männer“ besser trennen kann), kann gerne Antworten.

    Gefällt mir

    • Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.
      Die von dir geschilderten Erfahrungen sind häufig. Ich höre immer wieder davon.
      Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Solche Erfahrungsberichte sind dabei äußerst hilfreich.

      Gefällt mir

    • Fiete schreibt:

      „Wenn jemand hier andere Erfahrungen gemacht hat (vielleicht sogar einen Tipp hat wie man „ich“ und „die bösen Männer“ besser trennen kann), kann gerne Antworten.“
      Das ist eigentlich ganz einfach:
      Finde Dich selbst geil UND sexy UND bleibe Duselbst dabei.
      Besonders nach einer guten Nummer mit Deiner Freundin sollte das garnicht so schwer sein und ein regelrecht therapeutischen Effekt haben … 😉

      „Die bösen Männer“ sind
      a) wenige
      b) dissozial behindert
      c) nicht Du
      Merke: die individuellen Unterschiede zwischen Menschen sind erheblich größer, als ein ihnen per Rollenklischee zugewiesener „Charakterfehler“, der bei Frauen ebenso vorkommt.

      Gefällt 1 Person

  17. Andreas schreibt:

    Hallo Anne, erstmal danke für Dein Mitgefühl für Männer und Frauen.
    Was für mich bei der ganzen Thematik die größte Schwierigkeit ist: Was ist objektiv und was ist subjektiv? Ich persönlich bin zerfressen von Angstneurosen, und die Frauen, mit denen ich Sex hatte, erstaunlicherweise gar nicht so wenige, sind fast alle von sich aus auf mich zugekommen, seit den 1980er Jahren. Weil ich schon damals zuviel Angst hatte.
    Das wurde dann durch Therapie usw. etwas besser, ist aber noch lange nicht gut.
    Ich habe auch ein paar PU-Trainings mitgemacht, und in den Wochen danach war ich auch ganz fit, aber das erodierte dann schnell wieder, weil meine ängstliche Grundhaltung dadurch nicht besser wurde.
    Derzeit versuche ich, auseinander zu kriegen, wie groß die Bedrohung durch übertriebene Reaktionen real ist. Vor allem würde mich interessieren, wie viele Männer tatsächlich für verbale Äußerungen gerichtlich verurteilt wurden.
    Bevor die ganze Aufgeregtheit begann, habe ich auch mal im Einkaufszentrum einer Frau gesagt, dass sie einen knackigen Arsch hat. Sie hat gelacht und hat ein Gespräch mit mir angefangen.
    Einer anderen habe ich gesagt, dass ich sie hübsch finde, und sie fing an zu schreien und drohte mit der Polizei. Ich sehe normal aus, wasche mich täglich und habe in meinem Job jeden Tag mit größeren Menschengruppen zu tun, die mir manchmal sogar Dankesbriefe schreiben; das nur zum Hintergrund.
    Jene Dame hat übrigens nicht nur gedroht, sondern die Polizei tatsächlich gerufen, und so fand ich mich in einem Verhör wieder.
    Seitdem bin ich noch vorsichtiger geworden, bis zu einem Grad, der für Frauen wohl unattraktiv ist. Dadurch sind meine Ansprechversuche auch derart verkorkst, dass ich nicht mal mehr Telefonnummern kriege und meine Einladungen auf einen spontanen Tee alle abgelehnt werden, was früher durchaus anders war.
    Subjektiv habe ich das Gefühl, mir keine Fehler mehr erlauben zu dürfen.

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    • Danke, Andreas, für deine ausführlichen Kommentar.

      Dass es zwischen Menschen, insbesondere wenn sie sich noch überhaupt nicht kennen, zu Missverständnissen kommen kann, ist ganz normal. Oder auch, dass man nicht mit jedem Menschen, der einen anspricht, auch tatsächlich kommunizieren möchte.
      Kritisch wird es aber, wenn eine Reaktion so – unvorhersehbar – heftig ausfällt, wie in deinem zweiten Beispiel. Leider entwickelt sich die gesellschaftliche Situation immer weiter in diese Richtung.
      Ich habe kein Patentrezept, was man dagegen machen könnte, versuche halt immer wieder, dagegen anzuschreiben.

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  18. Pingback: Maßn?hmen //1859 | breakpoint

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