Dreizehnhundertneun

Aus aktuellem Anlass hatte ich mich entschlossen, selbst einmal Mittagessen zu kochen. Das Putengeschnetzelte hat uns sehr gut geschmeckt, und auch den Reis dazu habe ich ordentlich hingekriegt.

Nach dem Essen war Carsten weggefahren, weil er etwas erledigen musste, als es an der Tür klingelte. Da es für mich kürzer war, zur Tür zu gehen, als zur Sprechanlage, öffnete ich die Tür.
Draußen stand eine junge Frau. „Hallo, ich bin Nina. Ich möchte zu Verena.“
„Verena wohnt nicht mehr hier.“
„Oh .. ich kenne sie vom Reiterhof, habe früher im Nachbarort gewohnt, und besuche gerade Verwandte“, erzählte sie unaufgefordert, „da dachte ich, ich könnte mal bei Verena vorbeischauen. Kann ich dann wenigstens ihre Telefonnummer oder Adresse haben?“

„Ich habe ihre Adresse nicht.“ Und wenn doch, würde ich sie nicht weitergeben.
„Dann können Sie Verena wohl auch nichts von mir ausrichten?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Was ist mit ihrer Schwester .. wie hieß sie doch gleich?“
„Fiona. Die wohnt auch nicht mehr hier.“
„Und ihre Mutter?“
„Ist gestorben.“
„So .. und ihr Vater?“
„Der wohnt noch da.“
„Kann ich dann mit ihm sprechen?“
„Er ist momentan nicht hier.“

Sie überlegte kurz, meinte dann: „Geben Sie ihm bitte meine Telefonnummer. Er soll mich anrufen.“ Schnell kramte sie einen Zettel und einem Stift aus ihrem Rucksack, kritzelte etwas darauf, und gab ihn mir.
„OK“, erwiderte ich, „ich werde es ihm weitergeben“.

Nachdem sie gegangen war, legte ich Carsten den Zettel auf seinen Schreibtisch, vergaß aber, ihn ausdrücklich darauf hinzuweisen, weil wir nach seiner Rückkunft .. anderweitig beschäftigt waren.
Naja, dann sieht er den Zettel eben erst nächstes Wochenende.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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37 Antworten zu Dreizehnhundertneun

  1. aliasnimue schreibt:

    Du hast gekocht?
    Was ist passiert?

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    • Die Haushälterin ist in Urlaub, und ich wollte mal was anderes essen.
      Ganz selten habe ich mal solche Anwandlungen.

      Die Wahl des Gerichtes sollte dagegen (innerhalb meiner Kochfähigkeiten und kulinarischer Vorlieben) ein symbolisches Zeichen der Solidarität sein – tja, hat leider nicht geklappt. 😦

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  2. aliasnimue schreibt:

    Das Gericht als Symbol der Solidarität? Jetzt steh ich auf dem Schlauch.

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  3. sevens2 schreibt:

    „Oh .. ich kenne sie vom Reiterhof (…).“

    Ich hätte sie reingelassen.

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  4. ednong schreibt:

    Böses Weib,du 😀

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  5. Jezek1 schreibt:

    Kenn ich; wenn am Samstag-Nachmittag es an der Tür klingelt sind es entweder die Eismänner oder die Zeugen Jehovas. Alle wollen etwas von mir wissen; auch wenn sie bloß über Gott reden wollen (ich aber nicht mit Ihnen).

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