Elfhundertneunzehn

Wie so ziemlich die meisten Unternehmen haben wir ein kleines Sortiment an Werbegeschenken, vom Kugelschreiber über das Mousepad bis zum Schirm, und ähnliches Zeug.
Früher oder später gehen die einzelnen Gimmicks zur Neige, und es muss rechtzeitig Nachschub bestellt werden. Wer meint ihr, ist dafür verantwortlich? Richtig – das Marketing.

Da das Marketing schon öfter durch Unfähigkeit aufgefallen ist, schaute sich Carsten die Bestellung etwas genauer an, als sie ihm zum Abzeichnen vorlag. Und siehe da – auf die Werbegeschenke sollte noch das alte Logo gedruckt werden, wo wir doch schon seit über einem Jahr ein neues haben.

Dies hat jetzt das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Marketing-Chefin ist wieder zur Sachbearbeiterin degradiert worden. Ihre Führungsaufgaben übernimmt jetzt der einzige Mann im Marketing. Den hatte ich ohnehin schon für seine stoische Ruhe bewundert. Jetzt hat er die Chance, das Marketing mal auf Vordermann zu bringen.

Somit steht die Firma jetzt ohne angestellte weibliche Führungskraft da (wenn man die Personalchefin nicht zählt, da die ja auf unbestimmte Zeit ausfällt).

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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47 Antworten zu Elfhundertneunzehn

  1. Der Maskierte schreibt:

    Wurde ja auch mal Zeit. Du hast doch sicherlich innerlich gegrinst bei der Nummer.

    Aber es ist echt traurig, dass immer das Marketing das Zentrum der Inkompetenz in den meisten Firmen ist.

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    • Naja, es wäre scheinheilig, abzustreiten, dass mir das Ergebnis so ganz recht ist.

      Bei anderen Firmen habe ich zu wenig Einblick, umd die Kompetenz zu beurteilen.
      Allerdings dürfte Marketing so ziemlich der einzige Bereich sein, in dem Inkompetenz nicht schon recht schnell zur Insolvenz oder zumindest massiven Problemen führt.

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  2. Suchender schreibt:

    Tja, wenn man die Vorlage von vor 5 Jahren immer weiter verwendet….
    Ich versteh sowas auch nicht. Wie kann man sowas übersehen. Naja aber Inkompetenz in Führungspositionen gibt es leider überall und macht auch vor dem Geschlecht nicht halt. Mit schmerzlicher, persönlicher Erfahrung.

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  3. Sci_Fanboi schreibt:

    War diese Marketingtante diejenige, die damals den großen Wirbel gemacht hat, weil sie Nachrichten, die nicht für sie bestimmt waren, gelesen hat?

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  4. Claudius schreibt:

    Mir ist seit vielen jahren unklar, warum Firmen an unfähigen Leuten, egal auf welcher Ebene, lange festhalten.

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  5. Molly L. schreibt:

    Me, too: Ich könnte manchmal echt k*tzen, was für Leute nicht nur einen Job bekommen, sondern einen tollen und gutbezahlten noch dazu. Immer wenn ich nach einem Job gesucht habe, war nichts zu machen. Vor Allem nicht in Bereichen, in denen mir angeblich die Qualifikation fehlt; dabei bin ich a) meistens sehr wohl qualifiziert, nur eben nicht zertifiziert, kann man das b) aus meinem Werdegang schließen, wenn man über die Hauptqualifikation für ebendiesen Job verfügt, denn c) lautet die Hauptqualifikation sehr oft schlicht und einfach „Intelligenz“ oder auch „gesunder Menschenverstand“. Wenn man dann noch fleißig, diszipliniert und halbwegs sozial kompatibel ist, kann man erstaunlich viele Jobs machen. Zumindest, bis die Deppen, die dafür vollen Tariflohn bekommen, wieder aus dem Urlaub / dem Mutterschutz / der Kur wieder da sind.
    Uups, ich glaub, ich krieg meine Tage …. 😉 😀

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  6. ednong schreibt:

    Oha,
    mit altem Logo …
    Nun gut, in diesem Fall kommt es sicher auch drauf an, wer die Datei erstellt hat für den Kuli. Vielleicht war sie es ja nicht selbst, sondern einer ihrer Mitarbeiter.
    Und ob das mit dem Mann besser wird, wage ich zu bezweifeln. Ich vermute mal, dass sie da sicherlich ziemlich Gegenwind in der Abteilung verursachen wird – also so still und heimlich.

    Ich vermute mal, wichtige Dateien liegen auf jedem Rechner einzeln anstelle an einem Ort zentral, wo sie ja dann auch aktuell wären …

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    • Leser schreibt:

      „wichtige Dateien auf jedem Rechner einzeln anstelle an einem Ort zentral“ – wirklich? Das ist doch schon seit 15 Jahren nicht mehr so Gang und Gäbe. Zumindest würde es mich sehr wundern, wenn es ein Unternehmen im technischen Bereich, mit eigener IT-Abteilung, gäbe, was das noch so risikohaft handhabt. Schon allein wegen der Backups, es ist ja weitaus mühseliger, die von jedem Rechner einzeln zu ziehen, als von einem zentralen Speicherort. Kann ich mir fast nicht vorstellen, irgendwie. Und falls das wirklich noch so sein sollte, trotz der Umbauten von Servern, über die hier mal berichtet wurde, wäre das doch ein erster Schritt, der als nächstes geändert werden müsste.
      Kann aber natürlich trotzdem sein, dass sich Marketingmitarbeiter, die für ihre Kompetenz weithin bekannt sind, nicht daran halten, und dann eine lokale Kopie ziehen, um sie zu bearbeiten, und dann vergessen, den Zwischenstand regelmäßig auf das Netzlaufwerk zu sichern…

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    • Soweit ich weiß, hat sie höchstpersönlich die Bestellung vorbereitet. Selbst wenn es einer ihrer (früheren!) Mitarbeiter war, trägt sie die Verantwortung, weil sie es abgesegnet hat.

      Wie es beim Marketing zukünftig weitergeht, darüber wage ich keine Prognose, hab schließlich nicht deine Kristallkugel.

      Die aktuellen Daten liegen alle auf einem gemeinsamen Share, auf den auch das Marketing Zugriff hat.
      Warum die stattdessen lieber uralte Dateien auf ihren lokalen Rechnern horten, ist mir unverständlich.

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      • ednong schreibt:

        GEnau wie oben schon beschrieben: Bequemlichkeit.
        Lokale Kopie ziehen, bearbeiten und immer, immer wieder weiter nutzen. Ist einfacher, als das zentrale Ding jedesmal anpassen zu müssen. Ob sie wohl wissen, dass man auch das zentrale Ding ändern könnte …
        Sind jedenfalls so meine Erfahrungen in Unternehmen mit zentralen Dateien und lokalen Kopien.
        Und wie du doch auf das „frühere(n)“ bestehst … 😉

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  7. Jezek1 schreibt:

    Junge, Junge, da herrschen ja rauhe Sitten…also in einem solchen Unternehmen möchte ich nicht arbeiten.

    Herzlichen Glückwunsch für das tolle Arbeitsklima…

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    • ednong schreibt:

      Echt? Was empfindest du da als „rauhe Sitten“?

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      • Jezek1 schreibt:

        Ich finde die Degradierung aufgrund des fehlerhaften Logos überzogen. Wenn ich meine MA oder meine AL wegen solchen Dingen abmahne oder degradieren würde säße ich bald allein im Büro.

        Und als Vorgesetzter muss man halt fehlertolerant sein; wer keine Fehler macht solle werfen den ersten Stein. Und so eine Aktion macht natürlich die Runde; als Folge wird kein MA mehr etwas allein entscheiden und in die Wege leiten. Ich würde es genauso halten; bzw. parallel mir schnellstens einen neuen Arbeitgeber suchen. In einer solchen „Misstrauenskultur“ ist jeder Posten ein Schleudersitz bei dem die Lunte am Treibsatz schon brennt…

        Wenn ich denke welche (teuren) Böcke meine GL schon geschossen hat die ich dann in Nacht- und Nebelaktionen und mit viiiiiel gut Zureden beim Kunden korrigiert habe relativiert sich das Ganze. Aber dies ist Teil meines Jobs; ich bin der Abfangjäger vom Dienst und bin fast den ganzen Tag dabei Fehler, Versäumnisse und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

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        • Ihre Zurückstufung basierte nicht nur auf dem falschen Logo.
          In der Vergangenheit hatte sie sich wiederholt vermeidbare, (nicht nur) ähnliche Fehler erlaubt.
          Einiges hatte ich im Blog erwähnt, aber nicht alles.

          Jeder macht mal einen Fehler, aber in der Häufung sind sie nicht mehr akzeptabel.

          Solches Geschluder kann man nicht auf Dauer hinnehmen. Irgendwann muss man die Reißleine ziehen.

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          • Jezek1 schreibt:

            Naja, was heißt da schon Reißleine? Vielleicht ist diese Person mit ihrer Arbeit einfach überfordert, hat zuviel um die Ohren, hat keinen Support von den MA; oder das Führungsverhalten der Vorgesetzten ist mangelhaft oder oder…Es ist halt ein vielschichtiges Thema; aber mit einer Zurücksetzung erreicht man nichts und löst auch das Kernproblem nicht: Entweder der/die MAin vollzieht die innerer Emigration und wird zu einem low-performer; oder er/sie kündigt früher oder später.

            Und sollte dieser 2. Punkt das unterschwellige Ziel des Arbeitgebers sein (und so liest sich das Ganze) wäre es besser diesen Wunsch anders zu kommunizieren; wäre für beide Seiten von Vorteil (soweit meine unwesentlichen Meinung als Ober-Klugscheißer)

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    • Engywuck schreibt:

      als Leitender Angesteller mehrfach (nachweisbar) sich grobe Schnitzer leisten, die dann auch noch viel Geld kosten (würden) ist halt einfach wenig zielführend, wenn man seinen Posten behalten oder gar aufsteigen will…

      Gerade im Marketing sollte zudem das neue Logo bekannt sein – wer hat es denn seit über einem Jahr aktiv zu vertreten?

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  8. Engywuck schreibt:

    zum Thema lokale Kopie: bei einer Fortbildung vor ein paar Jahren hat einer der Teilnehmer erzählt, dass sie bei sich SCCM (oder sowas) einsetzen und ein Mitarbeiter versehentlich über Nacht auf allen XP-Rechnern Win7 installiert hat. Das einzige Problem daran seien die Anrufe der Benutzer gewesen, die verbotenerweise lokal „wichtige“ Dinge gespeichert hatten.

    Seitdem juckt es mich in den Fingern, auch mal „versehentlich“ so eine Generallöschung anzustoßen…

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    • Dateien im Userprofil zu speichern ist zwar erst mal bequem, rächt sich aber früher oder später.
      Ich bin überhaut vorsichtig, wichtige Dateien auf der gleichen Festplatte wie das Betriebssystem zu speichern. Die meisten meiner Dateien habe ich auf einem dafür angelegten Verzeichnis auf einer separaten Festplatte, die ich mindestens täglich sichere.

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  9. Plietsche Jung schreibt:

    Ich bewerb mich bald bei Euch und wenn es sein muß, zieh ich mir auch nen Rock für die Quotenfrau an.

    Was für Idis habt ihr denn da ?
    Habt ihr keine CI ? Kein Booklet dafür ? Oder alles vergessen ?

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