Fünfhundertneunundvierzig

An Sonja’s 50. Geburtstag hatten wir die Teilnahme an ihrer Feier kurzfristig abgesagt.

Irgendwie bedauerten wir dies jedoch, und überlegten, dass ein gemeinsames Abendessen doch auch ganz nett sein könnte. Also lud Carsten seine Schwester mit ihrer Familie abends in ein Restaurant ein. Er hatte auch seinen Bruder Norbert und dessen Frau eingeladen, aber die hatten diesen Abend bereits anderweitig verplant.
So trafen wir uns abends in einem chinesischen Restaurant.
Sonja ist ja Lehrerin, ihr Mann Georg Filialleiter bei der Sparkasse – eigentlich ein angenehmer, sehr ruhiger Mensch. Lukas steht mittlerweile im letzten Schuljahr.

So dauerte es nicht lange, bis wir auf Lukas‘ Pläne nach dem Abi zu sprechen kamen. Er zieht ernsthaft ein Informatik-Studium in Erwägung. Ich bekam den Eindruck, dass er nur eine sehr eingeschränkte und oberflächliche Vorstellung hat, was das bedeutet. Informatik impliziert ja nicht nur ein bisschen programmieren und Spiele testen. Da geht es auch um Datenstrukturen und was-weiß-ich.
Ich schlug ihm also vor, sich einmal ein allgemeines Informatik-Lehrbuch zu besorgen und durchzusehen. Wenn er danach immer noch an seinem Studienwunsch festhält, dann nur zu!
Ich lud ihn auch ein, mich einmal nachmittags nach der Schule in der Firma zu besuchen, damit ich ihm ein bisschen was vom Entwicklungsprozess etc. zeigen kann. Er nahm gerne an, und wird demnächst vorbeikommen.
Wir unterhielten uns dann noch über allgemeine Themen. Bei Gesprächen über Leute und Begebenheiten, die ich nicht kannte, konnte ich nicht mitreden.

Als wir alle satt waren, dehnten wir die Zusammenkunft nicht mehr allzu lange aus, zumal wir alle am nächsten Tag wieder früh aufstehen mussten.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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21 Antworten zu Fünfhundertneunundvierzig

  1. schaum schreibt:

    es schäumt konkretehilfetutgut

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    • breakpoint schreibt:

      Ob Lukas das viel hilft, weiß ich nicht.
      Aber schaden kann’s auch nicht.

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      • schaum schreibt:

        es ist immerhin ein konkretes angebot, das einblick in die realität von beruf verschafft. insofern kann es illusionen beseitigen. es ist doch nichts schlimmer, als wenn man enthusiastisch etwas beginnt und dann nach jahren feststellt, dass alles ganz anders ist. eine chance zurückzurudern hat man dann in den seltensten fällen…..das erzeugt frustrationen und scheitern. insofern ist dein angebot der ernste versuch etwas gegen das scheitern zu tun 🙂

        es schäumt allerehrenwert

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        • breakpoint schreibt:

          Naja, ich will ihn sicherlich nicht abschrecken.
          Er sollte nur wissen, worauf er sich einlässt, und auf Grundlage dieses Wissens eine fundierte Entscheidung treffen.

          Zwar kann die Ernüchterung auch Jahre später erst noch kommen, aber es ist immer gut, sich vorher bestmöglich zu informieren. Da hast du recht.

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  2. sweetsurrender schreibt:

    Ich finde es gibt doch nichts wertvolleres als sich von einem Menschen der mit soviel Herzblut seiner Profession nachgeht sich einen Einblick verschaffen zu lassen.
    Früher nannte man das noch Vorbild.

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  3. Delicatus schreibt:

    Lukas ist doch der Sohn, der nie die Augen von Dir lassen konnte, oder? Ist für ihn also eine Win-Win Situation.

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  4. Conchi schreibt:

    Schön, dass du es dem Jungen mal zeigen möchtest, wie die Arbeitswelt der Computerfachkräfte aussieht, das wird ihm die Entscheidung sicher erleichtern. Für einen solchen Job sollte er ja in jedem Fall gut logisch denken können, und das ist ja nicht jedermanns Sache. Aber ich halte ihm die Daumen.

    LG an dich
    Conchi

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  5. plietschejung schreibt:

    Entweder wird er es lieben oder hassen.
    Bin gespannt.

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  6. idgie13 schreibt:

    Ehrlicherweise bin ich mir nicht sicher, ob ich Software-Entwickler geworden wäre, wenn ich gesehen hätte, wie der Arbeitsalltag dann aussehen kann.

    OK – vermutlich habe ich deshalb nicht Informatik studiert, sondern Maschinenbau. In die Softwareentwicklung selber bin ich während dem Studium reingeschlittert – und liebe es B)

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    • breakpoint schreibt:

      Tja, da ging’s dir ähnlich wie mir. Mein Berufsziel war es ursprünglich auch nicht.
      Gerade in der SW-Entwicklung gibt es ja viele Seiteneinsteiger aus anderen v.a. technischen Fächern.

      Und ob der Arbeitsalltag in anderen Berufen besser ist?
      Jeder hat andere Talente und Vorlieben. Wenn die zum Beruf passen, ist das schon mal die halbe Miete. 😀

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  7. Bellona schreibt:

    ich wünschte, ich könnte noch mal abi machen mit den erfahrungen der letzten 10 jahre im hinterkopf. ich würde mich anders entscheiden, und zwar schon vorm ablegen der prüfungen (nämlich FÜR häufigeres lernen! ;D).

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  8. breakpoint schreibt:

    FünfhundertfünfundsechzigGestern Nachmittag hat mich Lukas besucht. Er schenkte mir einen Plüschpinguin. Ich war zuerst etwas irritiert, weil ich normalerweise ja kein Linux programmiere.
    Aber er erklärte mir, dass ein ziemlicher Schwung davon beim diesjährigen Weltspartag ü…

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  9. Pingback: Fünfhundertfünfundsechzig | breakpoint

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