Neunhunderteinundfünfzig

Der Webmasterfriday behandelt diese Woche Youtube als Thema.
Ich muss zugeben, dass ich da noch relativ wenig unterwegs war. Erst in letzter Zeit habe ich begonnen, hin und wieder mal ein passendes Video zu verlinken.
Als ich letzte Woche Strohwitwe war, verbrachte ich meine Abende u.a. damit, Musiktitel zu hören, die mir früher gefallen haben, und die nur selten auf dem Radio kommen. Manchmal nervte mich die Werbung sehr, und ziemlich oft kamen auch Fehlermeldungen.
Einen eigenen Youtube-Account habe ich nicht, habe also auch noch keine selbstgemachten Filme eingestellt.
Youtube gehört ja zu Google, und dessen Datentracking mag ich nicht mehr Informationen liefern als notwendig.
Im Großen und Ganzen ist Youtube ganz OK. Die richtige Begeisterung dafür fehlt mir aber.

Themenwechsel. Ein anderes Problem beschäftigt mich, bei dem ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll.
Ich habe kürzlich mitbekommen, wie zwei meiner Blogfreunde begannen, im Blog einer dritten Person zu kommentieren. Soweit nichts ungewöhnliches. Das ist ihr gutes Recht, und es steht mir auch überhaupt nicht zu, das zu werten oder mich da gar ungebeten einzumischen.
Allerdings ist mir diese Person schon seit längerer Zeit auf anderen Blogs aufgefallen durch ihre ausgesprochen unsachlichen (um nicht zu sagen trollenden) und manchmal gar beleidigenden Kommentare.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die genannten Blogfreunde nichts von diesem Benehmen ahnen, da sie ausgesprochen freundlich dort kommentiert haben.
Soll ich das jetzt ignorieren und so tun, als hätte ich nichts bemerkt? Oder die beiden davon in Kenntnis setzen?
Es widerstrebt mir wirklich, mich da reinzuhängen. Auch wenn ich persönlich eine begründete Aversion gegen diese Person habe, muss das ja nicht bedeuten, dass es meinen Blogfreunden genauso ergeht. Außerdem sind das schließlich erwachsene Menschen, die selbst wissen, wo sie persönliche Informationen hinterlassen, und mit wem sie sich abgeben.
Andererseits .. kann ich es verantworten, sie unwissend zu lassen? Sollte mir das egal sein?

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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23 Antworten zu Neunhunderteinundfünfzig

  1. Molly schreibt:

    Hach ja, das übliche Dilemma – man will ja auch nicht lästern. Und die Freunde meiner Freunde müssen nicht meine Freunde sein etc.
    Ich würde sagen: Die Sache beschäftigt Dich ja offensichtlich und Du machst Dir da GEdanken drüber. Na, dann sag es denen einfach.
    Ein Urteil können die sich ja dann selbst bilden, wie Du sagtest, die sind ja schon erwachsen.
    Wenn – nur mal so als Beispiel – bei mir einer rumtrollen würde, fände ich es auch nicht dolle, wenn Du mit dem hier schön plaudern würdest. Klar, man muss das immer im Einzelfall sehen.
    Wie gesagt: Drauf hinweisen würde ich, klar, warum nicht.
    Wenn mir eine Freundin erzählt, sie hätte ein Date mit einem Herrn X und ich genau wüsste, dass er seine Ex-Freundin geschlagen hat oder so … Klar würde ich ihr das dann erzählen! Krasses Beispiel, ja. Aber ich weiß ja auch nicht, wie trollig die Kommentare sind.

    Das waren meine 2 cents. 😉

    PS: Nachricht für Dich in PC2
    PPS: Ich habe Dich awardingst. 🙂

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    • breakpoint schreibt:

      Danke, Molly.
      Das hilft mir eine Entscheidung zu treffen.
      Grundsätzlich sehe ich das eben auch so. Aber ich bin halt zurückhaltend, mich in Dinge anderer einzumischen, und will nicht als missgünstige Denunziantin dastehen.

      Ui, danke für den Award.
      Ich antworte dir später noch in deinem Blog.

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  2. Uschi-DWT schreibt:

    Genau für sich etwas zu entspannen finde ich YouTube eine gute Sache, viel Musik, lustige Videos (am liebsten die über Tiere), sogar ganze alte Filme, die man sonst nirgendwo mehr findet.

    Aber in die anderen Facetten davon habe ich bisher auch noch nicht geschaut. Es soll ja teilweise sogar so sein wie ein Videoblog für einige.

    Zu deinem anderen Problem mit den Kommentaren bei anderen Bloggern von deinen Freunden würde ich auf jeden Fall wenigstens einen kurzen Hinweis darauf geben, welche schlechte Erfahrungen du selbst mit dieser Person gemacht oder beobachtet hast.

    Alles andere sollten dann deine Freunde selbst entscheiden.

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    • breakpoint schreibt:

      Youtube ist schon ganz nett, um einfach mal zur Entspannung ein wenig zuzuhören oder zuzuschauen.
      Ja, für manche Leute ist es auch ein Plattform für kommerzielle Interessen.

      Ich habe die zwei Blogger inzwischen informiert, und sie haben es gut aufgenommen (hatte ich nicht anders erwartet, aber man weiß ja nie).

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      • aliasnimue schreibt:

        So habe ich das bei zwei Neubloggern auch gehandhabt. Das es Trolle gibt, die sich auf sehr lange Zeit Vertrauen und Informationen erschleichen und darauf ungeheure Energie verwenden, dürfte den meisten unbekannt sein.
        Das hat durchaus schon soziopathische Züge. Und Schäden wurden in den vergangenen Jahren genug angerichtet. Da halfen in Einzelfällen auch keine Anzeigen mit nach sich ziehenden Verurteilungen. Deswegen finde ich auch ein gewisses Maß an Aufklärung durchaus berechtigt.

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        • breakpoint schreibt:

          Wer mit bloggen anfängt, muss häufig erst mal Lehrgeld zahlen, wenn er zu vertrauensselig ist.
          In diesem Fall handelte es sich um zwei mehr oder weniger erfahrene Blogger, und die Person, vor der ich gewarnt habe, ist kein böswilliger Troll, sondern nur eine unangenehme Person (eigentlich sollte man Mitleid mit ihr haben).
          Da ich sonst ja keine Klatschtante bin, habe ich halt ausnahmsweise die beiden Blogfreunde informiert, was sie auch in Ordnung fanden.

          Wenn es sich um einen waschechten Troll gehandelt hätte, hätte ich übrigens nicht gezögert, sie darüber in Kenntnis zu setzen.

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  3. ednong schreibt:

    Ich seh es wie Molly L – weiß sie einfach auf deine Erfahrungen hin und gut ist. Sie müssen ihre eigenen Erfahrungen machen, sind aber ein wenig vorbereitet (nicht hoffentlich voreingenommen).

    Dann hoff ich mal, nicht einer der 3 zu sein …

    Das Captcha meint, es gibt ’ne spelling bee. Aha, also keine Autokorrektur mehr, die Schuld hat – es ist die Biene 😉

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  4. Leser schreibt:

    Für Youtube inkl. Account nutze ich einen extra Browser (Chromium), den ich auch nur dafür benutze, inklusive anonymem Account, der nur dafür genutzt wird. Natürlich mit Werbe- und Trackingblocker, wie sich das gehört (wäre ich mit Windows unterwegs, schon als Sicherheitsmaßnahme). Mit diesem Browser und Account erledige ich sonst nichts im Web, d.h. es ist alles „hinreichend“ getrennt, aber natürlich wäre ein Tracking über die IP und die Informationen, die der Browser Fingerprint über den Computer preisgibt, trotzdem möglich.
    Und: Wer einen Google-/gmail-Account hat, hat automatisch auch einen Youtube-Account (also habe ich insgesamt mehrere). Ob man den auch dafür nutzen will, ist natürlich eine andere Frage. Schon aus diesem Gesichtspunkt ist es sinnvoll, unterschiedliche Brwoser bzw. Browserprofile zu haben, um das vermutlich(hoffentlich) hinreichend zu trennen (unterschiedliche Cookies, unterschiedliche „local storage“ etc). Mit den Daten können sie dann auch nicht wirklich was anfangen – erst recht, da man ja Werbung generell blockiert, und somit nicht aktiv zu deren Einnahmen beiträgt (obwohl mir ein Werbeblocker, der ggü. der Site so tut, als würde er die Werbung anzeigen, natürlich noch lieber wäre, weil es dann die richtigen träfe…)

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    • breakpoint schreibt:

      Getrennte Browser für unterschiedliche Zwecke ist eine gute Idee, die ich auch teilweise umsetze.
      Außerdem bleibe ich z.B. bei Google nur so lange eingeloggt, wie es wirklich notwendig ist.
      Sinnvoll ist es sicherlich auch, gelegentlich die Cookies zu löschen.

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      • Leser schreibt:

        Wenn Du keine weiteren Anti-Tracking-Maßnahmen ergreifst (unter Firefox-Browsern fallen mir da solche Addons wie Ghostery, oder noch strenger Request-Policy, was gleich sämtliche cross-site-Requests unterbindet, ein), dann ist es nicht nur im Konjunktiv notwendig, nicht nur die Cookies nach jedem Logout vom Google-Konto zu löschen, sondern auch den lokalen Speicher des Browsers, in dem Webseiten ihre Daten abspeichern können. Ich vertraue da keiner Datenkrake, egal ob sie Google, Facebook, Microsoft oder Apple heißt. Es könnte nämlich auch sein, dass dort eine Identifikationsmöglichkeit abgespeichert lauert. Und natürlich ist ein Werbeblocker ebenfalls Pflicht, um nicht durch irgendwelche Werbenetzwerke doch wieder Tracking-Daten untergeschoben zu bekommen. Wer nur „gelegentlich“ Cookies löscht, aber in diesem Browser auch die bekannten Dienste wie Google, Facebook etc. mit Identifizierung durch den eigenen Login, benutzt, der handelt meiner Meinung nach grob fahrlässig und braucht sich nicht wundern, wenn über zig Ecken das eigene Persönlichkeitsprofil bei den Datenkraken weiterhin fleißig vervollständigt wird.

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        • breakpoint schreibt:

          Es muss wohl jeder selbst ein vernünftiges Gleichgewicht finden zwischen dem völligen Blockieren von Tracking und (selektivem) Zulassen.
          Da ich oft unterschiedliche Browser nutze, und nur bei Bedarf eingeloggt bin, reicht mir das meist völlig aus.

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          • Leser schreibt:

            Es geht in erster Linie darum, sich klar zu sein, dass ein Browserprofil, wenn man einmal wo eingeloggt war, dann bis zum vollständigen Löschen der Daten (History, Cookies, Local Storage) und vielleicht sogar darüber hinaus „tainted“ ist, das heißt potentiell trackbar. Daraus folgt die sinnvolle Verfahrensweise, gewisse Logins nur mit gewissen Browsern zusammen zu nutzen, und mit anderen nicht. Bzw. dasselbe in Bezug auf Browserprofile bei Browsern, die dies unterstützen.
            Wenn diese Selektivität gegeben ist, dann stimme ich Dir zu. Aber es gab halt auch schon die Geschichte, wo ein Familienmitglied eine Website aufgerufen hat, ohne bei Facebook zu sein, und dann ein anderes Familienmitglied auf der Seite von Facebook die Werbung dazu angezeigt bekommen hat, was das erste Familienmitglied angesurft hat. Aber das war angeblich ja ein „Bug“: http://thehill.com/policy/technology/238399-facebook-claims-a-bug-made-it-track-people-not-on-facebook (Wer’s glaubt…)
            Naja, bzgl. Facebook bleibe ich bei meiner konsequenten Philosophie der Nichtnutzung, ebenso wie bei Whatsapp – ist sicherer. Leider für die einzige verfügbare, halbwegs freie Smartphoneplattform in Bezug auf Google nicht praktikabel. Naja, bald kommen ja hoffentlich mehr Ubuntu-Phones raus…

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            • breakpoint schreibt:

              Ein gewisses Problembewusstsein ist schon viel wert.
              Und da glaube ich, hapert es noch bei vielen Internet-Nutzern.
              Auch innerhalb einer Familie hätte ich doch gedacht, dass jeder eigene Accounts nutzt.

              Gerade Facebook ist ja dafür bekannt, dass ihm die Privacy seiner Nutzer nicht wichtig ist.
              U.a. deshalb halte ich mich auch von Facebook fern.

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            • Leser schreibt:

              Ja, die benutzen ihre eigenen Facebook-Accounts – egal. Die nachträglich aufgepfropften „sowas-wie-Multiuser“-Funktionalitäten von Windows benutzt aber kaum jemand.

              Und das ist es auch: Problembewusstsein kommt von Fachkenntnissen. Und die wollen die Leute nicht nur nicht haben, sondern die GUIs von Betriebssystemen – allen voran natürlich Windows – wurden in den letzten 15-20 Jahren auch konsequent daraufhin optimiert, das nebenbei Erlangen von Fachwissen durch die Bedienung des Computers nachhaltig zu verhindern.

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            • breakpoint schreibt:

              Otto Normal-DAU will halt ein bequemes System, bei dem er selbst nichts mehr denken muss.
              Dem tragen die Hersteller Rechnung.
              Ich bin auch bestrebt, meine SW möglichst idiotensicher zu machen, denn Fehlbedienungen werden erfahrungsgemäß doch immer dem Hersteller angelastet.

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            • Leser schreibt:

              Wobei das ja bei Fachanwendungen immer noch mal eine andere Sache ist, als bei Betriebssystemen insgesamt. Während es bei ersteren darum geht, dass sie funktionieren sollen und einfach und ohne Missverständnisse bedienbar sein müssen, so sollten zweitere neben der einfachen Bedienbarkeit auch denjenigen Benutzern, die das wollen, die Möglichkeit bieten, tiefere Einblicke zu erlangen und das System zu verstehen. Dem setzt Windows m.E. zu viele Riegel vor, unter anderem mit Fehlermeldungen wie „Es ist ein Fehler aufgetreten.“ Und der klick auf „Details“ enthüllt dann: „Die Operation konnte nicht durchgeführt werden“…
              Gerade als Hersteller eines „Massen-Einheitssystems“ (sozusagen der Trabant unter den Betriebssystemen), was jeder gleich benutzen muss, sollte man sich seiner Verantwortung da in *beide* Richtungen bewusst sein. Microsoft hat die Richtung, die zu mehr „Selbsermächtigung“ der User, die dies wollen, führt, jedoch jahrzehntelang vernachlässigt.

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            • breakpoint schreibt:

              Usability und Sicherheit sind halt zwei eher gegenläufige Konzepte, und es ist schwierig bis unmöglich, da immer einen vernünfigen Kompromiss zu finden.

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  5. Pingback: Elfhundertsechsunddreißig | breakpoint

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