Anzusagende Absage //2574

Vor drei Jahren hatte ich in den Sommerferien die Tochter eines Mitarbeiters als Werkstudentin eingestellt. Sie hatte damals gerade ihr Abitur hinter sich, und sollte ein bestimmtes Dokument schreiben. Das war damals ein Fehlschlag. Mehr noch als die verlorene Arbeitszeit stieß mir jedoch ihre völlig fehlende Einsicht auf, die sie mit ihren ja ach so guten Deutschnoten begründete. Ich habe damals darüber einen Rant geschrieben.

Inzwischen studiert sie noch. Ihr Vater hat mich jetzt darauf angesprochen, ob sie in den Semesterferien wieder ein paar Wochen bei uns jobben könnte, um sich etwas dazu zu verdienen.
Ganz bestimmt möchte ich sie nicht mehr beschäftigen. Für die Aufgaben, die ich eventuell zu vergeben hätte, ist sie völlig unfähig.

Ich will ihren Vater, der ein langjähriger geschätzter Mitarbeiter ist, aber auch nicht vor den Kopf stoßen, indem ich ihm das so deutlich sage. Also antwortete ich ihm, dass ich mir noch überlegen müsse, ob ich geeignete Aufgaben für sie hätte. Ich warte jetzt ein paar Tage ab, dann teile ich ihm mit, dass wir leider keine passenden Arbeiten im betreffenden Zeitraum für sie hätten. Und das ist die reine Wahrheit. Wir haben tatsächlich keine Aufgaben, für die sie geeignet wäre. Wenn ich sie unbedingt beschäftigen wollte, würde ich ja bestimmt etwas finden. Zur Entlastung bei unserer Testdokumentation wäre eine Möglichkeit, aber sie kann ja nichts. Sie bringt es höchstens fertig, unsere Protokolle zu vergendern.

Naja, es kann wohl nichts schaden, mal bei den nicht-technischen Abteilungen und bei Standort 6 nachzufragen, ob da jemand für niedere Hilfsdienste gebraucht wird, bei denen sie nichts durcheinander bringen kann, auch wenn sie niemand engmaschig überprüfen kann.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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8 Antworten zu Anzusagende Absage //2574

  1. Sempersolus schreibt:

    Veränderung entsteht nur durch Erkenntnis.

    Gefällt 1 Person

  2. ednong schreibt:

    Jaja, das mit den Technischen Redakteuren, ich erinnere mich. Und habe mal nachgeschaut – wie sagtest du damals so schön …
    „Nächstes Mal orientiere ich mich stärker an unserem tatsächlichen Bedarf, und achte mehr auf die Noten in Mathe und Physik.
    Wenn es eine wichtige Aufgabe ist, werde ich sowieso öfter nach den Fortschritten sehen.“

    😉

    Gefällt 1 Person

  3. Plietsche Jung schreibt:

    In Kantine, Kaffeeküche oder Poststelle ist immer etwas machbar. Pförtner an der Schranke geht auch noch bei entsprechendem Auftreten.

    Ich würde es klar benennen, wenn die Qualifikation fehlt. Dies ist das einzig unverfängliche Argument, die nicht angreifbar ist.

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