Neunhundertfünfundsiebzig

Vor einer guten Woche hatte ich abends eine kleine Online-Bestellung abgeschickt. Nichts besonderes, aber ich wollte die Ware dennoch schnell haben.

Zahlung über Vorkasse – OK – ich machte noch am gleichen Abend die Überweisung per Online-Banking fertig.
Aufgrund des Feiertags und des Wochenendes führte die Bank die Überweisung erst am Montag aus. Etwas anderes hatte ich gar nicht erwartet.

Das Versandunternehmen, bei dem ich bestellt hatte, bestätigte mir am Dienstag den Zahlungseingang und schickte mir eine Versandmitteilung samt Trackingnummer.
Anfangs war die Trackingnummer dem System des Paketdienstes noch nicht bekannt. Abends gab das Trackingsystem dann die Information, dass das Paket eingeliefert worden, und bereits im Start-Paketzentrum bearbeitet worden war. Außerdem wurde als voraussichtlicher LIefertermin der nächste Vormittag genannt.
Am nächsten Morgen hatte sich die Information nicht geändert. Mir fiel jedoch auf, dass das Paket nicht – wie üblich – im Ziel-Paketzentrum (dessen Name BTW schlüpfrige Assoziationen weckt) registriert worden war. Dennoch hatte sich am voraussichtlichen Lieferzeitraum nichts geändert.

Was soll ich sagen? Das Paket kam nicht. Ab Nachmittag fehlte dann der Hinweis auf den Liefertermin.
Es sieht aus, als ob das Paket längere Zeit im Start-Paketzentrum irgendwo in Norddeutschland festhing. Normalerweise werden die Pakete ja über Nacht zwischen den einzelnen Paketzentren hin und her transportiert. Und zwar AFAIK meist über den Schienenweg. Dieser ist aber dank des Bahnstreiks kaum verfügbar.
Vermutlich warten außer mir republikweit noch viele andere Leute auf ihre Pakete. Vielen Dank auch, GdL!

Falls das Paket heute ausgeliefert werden sollte (so sieht es wohl nach neuester Anzeige des Tracking-Systems aus), gibt’s natürlich auch wieder einen Clue: Da ich immer wieder nicht daheim war, wenn ein Paket zugestellt werden sollte, habe ich als Lieferadresse die Firma angegeben. Denn da ist immer jemand, der Pakete annehmen kann. Also unter der Woche. Am Wochenende halt nicht.
Und wir sind am Wochenende ja auch auf dem Lande.

(Möge mir übrigens niemand eine Paketstation vorschlagen. Die sind alle so ungünstig gelegen, dass ich genauso gut auch gleich zur Post gehen kann. Außerdem habe ich darüber doch schon viel negatives gehört.)

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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30 Antworten zu Neunhundertfünfundsiebzig

  1. gammler67 schreibt:

    GdL = geduld
    DHL = dauert halt länger

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  2. idgie13 schreibt:

    Diesen profilneurotischen sächsischen Oberlokführer hab ich auch gefressen. Meine Schwägerin trifft’s besonders hart – die fährt jeden Tag 1 Stunde Bahn (1 Strecke). Das Jahresticket ist natürlich bezahlt.

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    • breakpoint schreibt:

      Ja, ich habe auch den Eindruck, dass dieser Herr W. sich nur auf Kosten aller anderen profilieren will, und seinen privaten Kleinkrieg auf die Allgemeinheit ausdehnt – ohne jegliche Rücksicht.
      Der ist mir so was von unsympathisch (besonders, wenn er dann noch den Mund aufmacht).

      Mir tun alle regelmäßige Pendler leid, aber auch die Gelegenheitsfahrer, die durch den Streik gezwungen wurden, umzudisponieren, oder ewiglange Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
      In Bayern waren diese Woche bereits Abiturprüfungen. Aber wenn die Schüler unpünktlich und mit zusätzlichen Stress zur Schule kommen, ist das ja nur Kollateralschaden.

      Und nicht nur der Personenverkehr, sondern auch der Güterverkehr ist für die reibungslosen Abläufe notwendig.

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      • idgie13 schreibt:

        Oh ja – wenn der sein Maul aufmacht, rollen sich meine Zehennägel auch blitzartig hoch …

        Hoffentlich kommen bald automatisch betriebene Personen- und Güterzüge. Dann kann der Depp streiken so lang er will.

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  3. RAID schreibt:

    Hoffentlich ist das Paket nicht zu feucht geworden..

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  4. ednong schreibt:

    Also – Packstationen haben doch eine Menge Vorteile. Für die DHL:
    – du kannst keine angenommene Sendung mehr zurückweisen
    – du hast es immens schwer, Beschädigungen zu melden
    – du kannst dir das Paket meist an einer 3 km entfernteren Packstation abholen als angegeben, da der DHL-Mensch es nicht die Treppe zur Packstation hochtragen möchte
    – …

    Bzgl. der GdL halte ich deren Aktionen für legitim. Streik muß wehtun, sonst ist er sinnlos. Das Verhalten der Bahn AG ist in meinen Augen unverschämt, wenn man nicht nur den großen Medien glaubt. Pluralität von Tarifverträgen ist in vielen Firmen normal, die Bahn sperrt sich vehement. Und setzt auf Hinhaltetaktik, bis ein in meinen Augen unsägliches Gesetz verabschiedet ist.

    DHL-Sendungen können auch mal bis zu 2 Wochen dauern, habe ich gerade erleben können. Vor dem Streik. Und dass Sendungen bei denen irgendwann aus dem System fallen oder die letzten 2 Schritte einer Sendung nicht im System auftauchten, habe ich auch schon erlebt. Sehr aktuell und alles unabhängig vom Streik. Vom Bahnstreik. Dass die DHL bestreikt wurde, ist bekannt?

    Und du bestellst solche Sachen im hohen Norden?

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    • breakpoint schreibt:

      Das Päckchen sollte gestern übrigens – wie bereits vermutet – zugestellt werden.
      Jetzt darf ich am Montag sehen, wie ich das am einfachsten abhole(n lasse).

      Mit Packstationen fang ich nicht an. Allein die Einrichtung soll oftmals schief gehen.

      „Streik muß wehtun“
      Dieser Streik tut aber vor allem den Unbeteiligten weh, während er die Dt. Bahn AG nach meinem Eindruck ziemlich kalt lässt (und ich hoffe sogar, dass die sich nicht erpressen lässt).

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      • ednong schreibt:

        Streik tut in den meisten Fällen den Unbeteiligten (mehr) weh ..

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        • breakpoint schreibt:

          Es sollte aber trotzdem verhältnismäßig bleiben.

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          • engywuck schreibt:

            er ist doch verhältnismäßig, wie vor Gericht letztes Jahr festgestellt wurde.

            Auch beim Kita-Streik leiden die Erltern der Kinder am meisten, nicht die Kommunen, die diese Kitas betreiben. Ebenso beim Streik der Müllabfuhr, der Fluglotsen, … – eigentlich alles, was irgendwie „öffentlich“ ist. Die Idee dahinter ist, dass die Betroffenen dann genug Druck machen, dass der Streikgrund entfällt.

            Übrigens könnte man den Lokführerstreik ganz einfach beenden: indem man Lokführer wie früher verbeamtet – Bemate haben nämlich kein Streikrecht. Aber die Bahn musste ja *unbedingt* privatisiert werden (aber dann doch zum Großteil beim Bund bleiben, nicht sauber aufgeteilt werden (wie auch Telekom und Energieversorger nicht), etc.).

            Hier im speziellen Fall glaube ich aber, dass hier eher die Bahn „auf Zeit“ spielt. Dann wird irgendwann der Besitzer der Bahn (=der Bund) ein Gesetz machen, das die GdL ausbootet, kurz danach die Bahn mit der „Alternativ-Gewerkschaft“ (die die Bahn in der Tasche haben soll) einen „Tarifvertrag für alle Bahnbeschäftigten“ abschließen – und wenn das Verfassungsgericht dann die Verfassungsfeindlichkeit des Gesetzes feststellt ist der Tarifvertrag „leider leider“ noch für drei Jahre gültig, konnte die Bahn ja nicht wissen, dass das nicht Verfassungskonform ist…

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            • ednong schreibt:

              Volle Zustimmung.

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            • breakpoint schreibt:

              IIRC bezog sich die Gerichtsentscheidung letztes Jahr auf einen „nur“ zweieinhalbtägigen Streik.
              Eine ganze Woche setzt da noch mal eins drauf.

              Wenn Schlichtungsversuche von vornherein abgelehnt werden, dann deutet das darauf hin, dass der gute Wille für eine Einigung fehlt.
              Da will jemand mit dem Kopf durch die Wand, koste es, was es wolle.

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            • engywuck schreibt:

              letztes Jahr wurde nur ein „unbefristeter“ Streik als *möglicherweise* Unverhältnismäßig angesehen.

              Wobei das nicht mit „dann streiken wir halt zehn Jahre“ umgangen werden kann – so blöd sind Richter auch nicht 🙂

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  5. Leser schreibt:

    DHL hat soweit ich es bisher mitbekommen habe (aber ohne Beweis, nur aus Schlussfolgerungen) eine Art „Prioritätensystem“, d.h. Einschreiben z.B. haben die höchste Prio, dann kommen normale Sendungen, und als letztes die Päckchen (kein versicherter Versand, keine Trackingnr., begrenzte Maße & billiger). Der Transport zwischen den Paketzentren (der wohl nicht nur über die Schiene abläuft, zumindest sieht man nachts im Fernverkehr auch immer mal wieder einen gelben LKW) läuft dann wohl so ab, dass die vorhandene Transportkapazität nach X zuerst mit der höchsten Prio befüllt wird, und dann der nächst niedrigeren usw., bis die Transportkapazität erschöpft ist. Manchmal kommt alles mit, ein ander mal eben nicht. Somit kann es durchaus auch mal länger als bis zum nächsten (Werk-)Tag dauern, bis ein Paket ankommt.

    Die Haltung gegenüber den Streikenden kann ich jedoch nicht verstehen. Ich habe die Sache zwar nicht konkret verfolgt, aber wenn es um eine Lohnerhöhung, oder zu schlechte Arbeitsbedingungen geht, sollen die dann einfach auf das gewünschte verzichten? Mit dieser Geisteshaltung können wir doch auch gleich wieder die Leibeigenschaft und die Sklavenhaltung einführen…

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    • breakpoint schreibt:

      Meines Wissens ist der Transport von Paketen (DHL) und Briefen oder Päckchen (Briefpost) organisatorisch – zumindest teilweise – getrennt.
      OK – aber im Detail kenne ich mich da nicht aus. Einzelheiten werden wohl auch von Zeit zu Zeit geändert.

      Was mich jedoch – aus purer Neugier – interessieren würde:
      Angenommen, in einem Paketzentrum stauen und stapeln sich die Pakete, weil es z.B. keine Möglichkeit zum Abtransport gibt.
      Werden die dann – nach Ende des Problems – nach dem FILO-Prinzip abgearbeitet?

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      • ednong schreibt:

        Ich vermute, das folgt eher dem „Das muß hier sofort weg“-Prinzip …

        … und das kann noch bis morgen da stehen bleiben.

        good as gold denkt das Captcha.

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        • breakpoint schreibt:

          Wenn es in z.B. verderbliche Güter in einem Supermarkt gibt, werden die Waren mit dem frühesten Ablaufdatum gerne nach vorne gepackt, und das länger haltbare weiter hinten.
          Bei einem Paketzentrum sind aber die Pakete verpackt, und üblicherweise erkennt man nicht, ob Muffins darin sind oder nur Büromaterial.
          Nach meiner Vorstellung kommen alle Pakete erst mal auf einen Stapel/Haufen. Die zuerst eingelieferten sind dann ganz unten/hinten, und man kommt erst an sie ran, nachdem alle neueren weggeräumt wurden.

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          • Leser schreibt:

            Ich würde sagen, das geht schon nach dem FIFO-Prinzip, aber halt in Kombination mit der Priorisierung der verschiedenen Sendungsklassen. Päckchen oder Bücher-/Warensendungen bleiben dann halt noch mal einen Tag länger liegen, wenn die Transportkapazität nicht ausreicht, während verderbliche Waren natürlich immer mit höchster Priorität versandt werden (zumindest, wenn der Versender vernünftig ist…), und daher als erstes mitkommen.
            Und natürlich liegen die da nicht unbedingt auf „Stapeln/Haufen“. Eher schon Paletten, aber dann sind die entsprechend gepackt und stehen in der passenden Reihenfolge da, um sie so aufzuladen.
            Wieso die Frage – war die bestellte Ware heute immer noch nicht da?

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  6. breakpoint schreibt:

    Das Päckchen wartet inzwischen in der hiesigen Post darauf, abgeholt zu werden (vermutlich erst morgen 😦 ).

    Wenn es in einem Lage so richtig voll ist, könnte ich mir halt vorstellen, dass zuerst platzierten Paletten nicht mehr ohne weiteres zugänglich sind, und deshalb erst die neueren bearbeitet werden.
    Naja, ist im Grunde egal. War nur ein wenig allgemeine Neugier.

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    • Leser schreibt:

      Die richtige Platzierung und Zugänglichkeit in solchen Lagern ist natürlich ein nicht ganz unkomplexes Problem, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich da schon findige Mathematiker mit Ingenieurs-Gespür dran gemacht haben, etwas entsprechendes auszutüfteln. Die Beschreibung, dass dann halt erst die neueren bearbeitet werden, klingt ja schon eher nach einem Dilettantenhaufen, der gerade erst gestern angefangen hat, Logistik zu betreiben. Das ist – trotz der vielen Missstände – bei DHL jedoch sicher nicht der Fall.

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      • breakpoint schreibt:

        Im Grunde genommen schon. Normalerweise funktioniert dies ja auch alles sehr gut. Aber diese Software hat auch ihre Spezifikationsgrenzen.
        Mir ging es eben speziell um den Fall, in dem das Lager aus allen Nähten platzt, und immer noch kommen neue Pakete hinzu.

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  7. engywuck schreibt:

    übrigens kannst dir Pächchen auch gleich zur nächstgelegenen Postfiliale liefern lassen („Postfiliale direkt“). Da entfallen dann Nachteile wie „Beschädigung melden“ etc. Klar, man *muss* dann dorthin, aber dafür ist man sicher, wann es abholbereit ist (SMS, Mail) und dass es nicht irgendeinem wildfremden Nachbarn gegeben wurde (der Minuten später in Urlaub fährt oder ungünstigen Schichtdienst hat) bzw. irgendwo („blaue Tonne“ – die hat ja einen Deckel und ist wasserdicht) abgelegt wurde.

    Angeblich muss man nur die ID und „Postfiliale XYZ“ im Adressfeld angeben, damit es klappt – ich habe aber bisher nur dort probiert, wo es vom Versender explizit angebpten wird.

    Hermes bietet ähnliches.

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    • breakpoint schreibt:

      „Postlagernd“ heißt das wohl. Begeistert mich jetzt auch nicht. Denn da müsste ich in jedem Fall zur Post.
      Solange es so getimet ist, dass das Paket nicht am Samstag ausgeliefert wird, habe ich eigentlich kein Problem, es zur Firma liefern zu lassen.

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      • engywuck schreibt:

        das klassische „postlagernd“ ist meines Wissens was leicht anderes. So gibt es dann keine Benachrichtigung, es gilt (nur?) für Briefe, man kann Pseudonyme verwenden.

        Und ja, man muss zur Filiale. Zur Firma liefern lassen geht in den allermeisten Fällen auch nicht – die Poststelle hat genug zu tun, ohne für alle Mitarbeiter Päckchen in Empfang zu nehmen.
        In deinem Fall („Frau des Chefs“) würde aber vermutlich auch unsere Poststelle eine Ausnahme machen 🙂 Wobei ich erst neulich gehört habe, dass auf Nachfrage, ob die Frau des einen Chefs nach Kinderauszeit wieder arbeiten geht, die Antwort kam „Eine Frau X arbeitet nicht!“ – nein, nichtmal im Betrieb.

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        • breakpoint schreibt:

          Postlagernd oder nicht – ich habe nicht die Absicht, die Postfiliale als Adresse anzugegeben.

          Carsten selbst hatte es mir vorgeschlagen, Pakete zur Firma liefern zu lassen. Das macht er selbst auch.
          Also kann das eigentlich niemand ablehnen.

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  8. Pingback: Elfhundertneunundvierzig | breakpoint

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