Achthundertdreiundfünfzig

Fast jeden Montag besuche ich immer noch den Jour-fixe der IT-Abteilung, obwohl ich es manchmal nicht pünktlich schaffe (und auch meistens mein Strickzeug vergesse).
Gestern allerdings war ich ein paar Minuten zu früh dran.

Als ich den Besprechungsraum betrat, standen die IT-ler noch grüppchenweise neben den Tischen und unterhielten sich.
Vom bereitgestellten Obstkorb nahm ich mir zwei Mandarinen und eine Banane.

Bei einer Gruppe schnappte ich gerade noch ein paar Satzfetzen wie „sargen im field“ und „opener anwenden“ auf, bevor sie abrupt verstummten. Auf dem Whiteboard neben ihnen stand der Name eines englischsprachigen, .. äh sehr einseitig und extremen Pickup-Gurus, dem es lediglich um den notch count geht (nein, nicht der sich in Japan so stillos aufgeführt hat, sondern ein anderer).
Ich löschte den Namen aus, und schrieb den Namen eines gemäßigteren und angenehmer agierenden PUAs darüber, bevor ich weiterging, und mich, als wäre nichts gewesen, auf meinen Platz setzte, und ein passendes Stillleben mit den Früchten legte.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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33 Antworten zu Achthundertdreiundfünfzig

    • breakpoint schreibt:

      Deshalb tut es ihnen auch gut, wenn sie durch Pickup-Techniken wohldosiert etwas Selbstvertrauen gewinnen, die Hemmschwelle, Frauen anzusprechen, verlieren, und den Umgang mit Frauen lernen.

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      • aliasnimue schreibt:

        Vielleicht solltet ihr dann besser statt Weihnachtsfeier einen Flirtkurs für die Jungs buchen.
        Mir missfällt der Gedanke, der hinter dieser Pick-up-Ideologie steckt.

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        • breakpoint schreibt:

          Ich habe mir durchaus schon Gedanken gemacht, wie man die Social Skills der Jungs verbessern könnte.
          Aber aus solchen privaten Belangen halte ich mich raus. Das ist besser. 🙄

          Welche Ideologie?
          Pickup gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen (ja, manche davon, insbesondere die, die die öffentliche Meinung prägen, sind schon daneben, aber es gibt auch recht sympathische).
          Ziel ist es, den Männern den Umgang mit Frauen zu erleichtern.
          Dazu nutzt Pickup einen fast schon wissenschaftlichen Ansatz, indem es sich auf empirische Verhaltensweisen stützt, und daraus quasi Algorithmen entwickelt (was meinen Nerds natürlich sehr entgegenkommt).
          Wir Frauen sollten uns dadurch geschmeichelt fühlen, dass Männer sich solch einen Aufwand machen.

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  1. Uschi-DWT schreibt:

    Diese Probleme bzw. Gespräche gibt es bestimmt auch wenn nur Frauen zusammen stehen/sitzen … oder?

    Ich habe deswegen meistens bei meinen Teams darauf geachtet das beiderlei Geschlechter vertreten waren, was meistens sehr gut funktionierte.

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    • breakpoint schreibt:

      „Diese Probleme bzw. Gespräche gibt es bestimmt auch wenn nur Frauen zusammen stehen/sitzen … oder?“
      Weiß ich nicht. Von Frauengruppen halte ich mich möglichst fern.

      In der IT-Abteilung sowie in der Entwicklung sind nur Männer, was meistens auch sehr gut funktioniert.

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  2. ednong schreibt:

    Und ich dachte immer, Obst sei zum Essen da …

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  3. Molly schreibt:

    Hm. Die interessante Frage ist doch jetzt: Waren beide Mandarinen gleich groß? 😉

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  4. plietschejung schreibt:

    Irgendwie bei Programmierern nachvollziebar …

    Prozedure und Prozesse kennen sie.
    Die Variablen definieren (und kennenlernen) und dann schön auf den Poller laufen 🙂

    Ich wäre gern Mäuschen :>>

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  5. Pingback: Tausenddreiundsechzig | breakpoint

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