Dreihundertvierzig

Vor einigen Wochen hatte ich den Kontakt mit Elmar wiederaufgenommen.
Gestern war er jetzt wieder in der Stadt und wir gingen zusammen essen.
Leider konnten wir das Treffen dann nicht so vertiefen, wie ich mir das gewünscht hätte.

Vielen erfolgreichen Frauen wird ja gerne unterstellt, dass sie eigentlich lieber Männer wären. Was mich betrifft, sind mir solche Unterstellungen zumindest nicht bekannt.
Ich bin gerne eine Frau – das lässt sich in diesem Blog wohl auch immer wieder zwischen den Zeilen herauslesen.
Den Vorteilen, die es bisweilen haben mag, ein Mann zu sein, stehen auch viele Vorteile gegenüber, die man als Frau genießen kann.
Es gibt nur eine einzige Sache, um die ich Männer wirklich beneide.
Männern ist dieses Thema meiner Erfahrung nach grundsätzlich unangenehm (manche halten es gar für einen Mythos). Was nicht bedeutet, dass es Frauen angenehmer wäre. Wir Frauen sind nur von Jugend an gezwungen, uns allmonatlich damit auseinander zu setzen.
Keine Angst, ich gehe hier nicht ins Detail über Monatshygiene und Dichtigkeitsprobleme, Menstruationskrämpfe bis hin zum Erbrechen, Hormonschwankungen, PMS und dergleichen. Kein Mann wird das jemals nachvollziehen können. IMHO blendet das männliche Gehirn solche Gedanken einfach aus.
Ich kann gar nicht mehr zählen (vor allem, weil ich dafür nie einen Counter initialisiert habe), wie oft ich dadurch schon daran gehindert wurde, das zu machen, was ich will.
Schon während meiner Schulzeit machten wir Ausflüge grundsätzlich zu Zeiten, in denen ich nicht voll einsatzfähig war. In mehreren Urlauben war ich eingeschränkt. Etliche Male musste ich darauf verzichten, Schwimmen zu gehen. Und wie oft mir netter Sex deswegen schon entgangen ist, mag ich mir gar nicht ausrechnen (naja, meine Libido befindet sich dann eh in einem Minimum).
Aber verklage ich deswegen die Natur?
Wie haben das die Steinzeitfrauen gehandhabt? Sie müssen doch wilde Tiere in Mengen angezogen haben.
Mir reicht es ja schon, wenn ich im Sommer dann verstärktes Ziel von Stechmücken bin.
Das einzig Positive, das ich dem abgewinnen kann, ist die Gewissheit „hurra, nicht schwanger!“ (aber das wusste ich in diesem Fall schon vorher).

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Dreihundertvierzig

  1. yaateeh schreibt:

    ist schon richtig so das es beides gibt 😉

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  2. gelschter User schreibt:

    Ja, die Frauen haben es schon schwerer, als die Männer
    und man sagt ja nicht umsonst, dass sie eigentlich
    das „starke Geschlecht“ sind. 😉

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    • breakpoint schreibt:

      Ach ja, Männer sollten wirklich froh sein, dass sie sich nicht damit herumschlagen müssen.

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      • ednong schreibt:

        Jaja, diese armen Männer. 😉

        Also ich bin froh, mich damit nicht herumschlagen zu müssen. Migräne gibt es schließlich auch so – und man spart ein paar Euro im Monat. Obwohl – dafür kosten Rasierklingen ein Vermögen …

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        • breakpoint schreibt:

          Wieso „arme Männer“?
          Was hat Migräne damit zu tun?
          Womit sparst du ein paar Euro?

          Rasierklingen:
          * Lass dir einen Bart wachsen.
          * Vergleiche die Kosten mit den Kosten für Tampons und ultrasaugfähigen Binden.

          Aber du hast den CAPTOEA bestanden.

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          • ednong schreibt:

            Männer sind immer arm dran, aus Prinzip schon 😉
            Migräne ist ein möglicher Schmerz – und mir reicht das schon.
            Rasierklingen sind sicherlich teurer, ein Bart nicht immer die Lösung.

            Und was ein CAPTOEA sein soll, wirst du mir sicher noch erläutern …

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            • Moody schreibt:

              Also ich kenne genügend Frauen, die auch immer wieder neue Rasierklingen benötigen 😉

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            • ednong schreibt:

              Okay,
              manche Frauen brauchen halt auch die Klingen. Allerdings in einem weit größerem Intervall. Und die sind bei weitem nicht so teuer wie die der Herren.

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            • Moody schreibt:

              Also bei den Frauen, bei denen ich hin und wieder zu Besuch bin, entdecke ich oft den gleichen Rasierer, den ich nutze, nach ihren Aussagen, ist der gründlicher und ziept nicht. Also ich will dich da ja nicht umstimmen, aber ich glaube, die Rechnung geht so nicht auf 😉

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            • ednong schreibt:

              Nun ja,
              ich weiß ja nicht, welche RAsierer du benutzt 😉 Vielleicht Frauen-Rasierer? 😀

              Es ist letzlich deren Entscheidung, welche Klingen/Rasierer sie benutzen. Die zur Entfernung von Beinhaar vorgesehenen Rasierer sind jedenfalls deutlich günstiger als die, die ich zum Naßrasieren nutze. Dafür könnte Frau sich dann die drei- bis vierfache Menge kaufen an Klingen.

              Und ich habe gerade eben nochmals extra die Preise kontrolliert.

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      • gelschter User schreibt:

        Ja, das stimmt, das ist wirklich sehr unangenehm,
        aber da sie es nicht kennen, wiessen sie vermutlich
        gar nicht, wie gut sie es haben.

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  3. Athropos schreibt:

    gesundheit.kioskea.net/faq/4291-die-nidationsblutung
    *scnr*

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  4. gelschter User schreibt:

    Tja, früher haben sich die Herren da wohl nicht drum geschert… oder zwei Damen gehabt.. Lächel!

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  5. baerlinerin schreibt:

    Männer können jetzt mal abschalten… 😉

    Dann ist`s mal wieder so weit? Mein Beileid. 😦 Habe mich derzeit für die sicher ungesündeste Variante entschieden und nehme die Pille – nach Absprache mit meiner Ärztin – einfach durch. Kann nämlich auch ein Lied von Kopf- und Unterleibsschmerzen singen. Und was soll ich sagen, es klappt bestens. Vielleicht `ne Idee, auch um den Männern nicht ganz aus dem Weg zu gehen und den ganzen Monat zu genießen… *lach*

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  6. Baerlinerinn schreibt:

    …und bitte sag nicht, das war auf Grund der Lautsprache Absicht! Dann nehm ich natürlich alles zurück. *grins*

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  7. breakpoint schreibt:

    SiebenhundertdreiZwar habe ich mich schon mehrfach vom Feminismus distanziert, doch habe ich diesem Thema noch keinen ganzen Eintrag gewidmet. Das hole ich hiermit nach (solange es noch legal ist).
    Dieser Eintrag ist eher zu einer Sammlung diverser Gedanken zum Thema …

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  8. Pingback: Siebenhundertdrei | breakpoint

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