Dreihundertneununddreißig

Mehr oder weniger als Lückenfüller, weil ich sonst nichts Interessantes zu berichten habe, gibt es heute wieder mal einen Meta-Eintrag über Einträge.

Ich hatte mir ja irgendwann die Maxime gestellt, jeden Tag einen Eintrag zu veröffentlichen. Wer die zurückliegenden Archivdaten betrachtet, sieht, dass es auch öfters mal Tage ohne Eintrag gibt. Mehr als einen pro Tag habe ich umgekehrt aber noch nie veröffentlicht. Normalerweise blogge ich aber fünf oder sechs Einträge pro Woche. Da es aber auch schon einige Pausen gab, liegt der Schnitt bei etwa zwei Einträgen in drei Tagen (da sind die Anfänge, als ich noch mit etwas niedrigerer Publikationsfrequenz bloggte aber nicht berücksichtigt).

Ob ich blogge hängt vor allem von vier Faktoren ab: Zeit, Gelegenheit, Thema, Motivation (Reihenfolge ohne Priorisierung).
Zeit habe ich fast immer ausreichend. Nur ganz, ganz selten war ich in der Vergangenheit so eingespannt, dass ich aus Zeitgründen auf das Bloggen verzichtete, und das auch später nicht nachholen konnte.
Unter Gelegenheit verstehe ich, dass ich ungestört vor einem Computer mit Internetanschluss sitze. Das ist auch für gewöhnlich tagsüber (wenn ich schon den ganzen Tag vor dem Rechner sitze, mag ich abends dann meistens nicht mehr) der Fall. Nur ausnahmsweise bin ich vielleicht mal bei Kunden oder meinen Eltern. Einmal fiel auch der DSL-Anschluss aus.
Zeit und Gelegenheit sind also üblicherweise nicht die limitierenden Faktoren.
Thema und Motivation sind in gewisser Weise gekoppelt. Wenn ich ein aktuelles, interessantes Thema habe, habe ich meist auch Lust, darüber zu bloggen, und mache das vorzugsweise am nächsten Morgen, wenn ich meinen ersten oder zweiten Kaffee trinke. Habe ich am betreffenden Tag noch gar nichts gepostet, kommt es auch vor, dass ich es gleich blogge.
Ein häufiger Fall ist jedoch, dass ich kein aktuelles Thema habe. Wenn ich dann keine Lust zu bloggen habe, verzichte halt auf einen Eintrag. Manchmal schreibe ich auch über eher allgemeine Themen (z.B. auch dieser Eintrag). Das kommt eben auch darauf an, wie ich gerade Lust und Laune habe. Ein paar solcher Lückenfüller existieren bereits im Entwurf, andere Themen habe ich im Kopf. Aber wenn mir der Antrieb dazu fehlt, gibt’s halt auch mal einen eintragslosen Tag.
Hält die Themenlosigkeit länger an, steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass ich zumindest solch einen Fülleintrag blogge.

So, jetzt habe ich das wieder mal ziemlich bis ins kleinste Detail analysiert. Da ich hier auf Graphiken verzichte, gibt es aber weder ein Struktogramm noch ein Flussdiagramm. 😛

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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19 Antworten zu Dreihundertneununddreißig

  1. ednong schreibt:

    Das war dann heut beim zweiten Kaffee, tipp ich mal … 😉

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  2. gelschter User schreibt:

    Da hast du ja einen tollen Lückenbüßer-Eintrag geschrieben
    und das Bloggen schön analysiert. Ich habe schon Zeiten
    gehabt, wo ich jeden Tag gebloggt habe, aber in der letzten
    Zeit, mache ich wieder mehr andere Dinge, und treffe mich
    mit Menschen. Ich muss schon zugeben, dass das Bloggen viel
    Spass macht, doch das Leben außerhalb des Internets ist
    wesentlich schöner, und irgendwie auch wirklicher.

    Naja, zur Zeit liegen mir wieder einige Theman auf der Seele,
    die ich hier gerne besprechen,- bzw. beschreiben möchte
    und ich finde es ehr interessant, eure meinungen dazu
    zu lesen. Es ist auch gut, wenn man nicht einer Meinung
    ist, und dadurch eine gute Unterhaltung entstehen kann.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag
    und sende dir viele liebe Grüße
    Conchi

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    • breakpoint schreibt:

      Es ist wohl eine Berufskrankheit, dass ich immer alles analysieren muss.

      Du hast Recht, dass man das reale Leben nie vergessen sollte.
      Bloggen ist mir zwar wichtig, steht aber in der Prioritätenliste dennoch auf einem untergeordneten Rang.
      Ich sitze ja meist den ganzen Tag über vor dem Rechner. Da ist es manchmal ganz entspannend, zwischendurch eine kleine Arbeitspause zu machen und die Blogosphere zu beleben.

      Schöne Woche und lg

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      • gelschter User schreibt:

        *lach* Ja, das kommt mir bekannt vor. 😉

        So geht es mir auch oft, dass ich sowieso den ganzen Tag
        am Rechner sitze und dies sehr zum Bloggen verleitet,
        aber ich habe mich dann schon oft so „festgebissen“ hier,
        dass ich meine Arbeit doch vernachlässigt habe, und viel
        zu viel Zeit fürs Bloggen geopfert habe. Es ist gut, dass
        ich mir das abgewöhnt habe, und wieder mehr im RL lebe.

        Ich wünsche dir auch eine schöne Woche
        und sende dir viele liebe Grüße
        Conchi

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  3. Kummerkasten-Sisa schreibt:

    Früher hab ich in recht großen Werbeagenturen gearbeitet. Dort gab es „Textfüller“. Wahllos aneinandergereihte Worte um einen Text zu simulieren, der noch von den Textern geschrieben werden musste. Da ich für die Grafik verantwortlich war, brauchte ich diese Lückenfüller ab und an mal. Dein heutiger Eintrag hätte super gepasst und wäre noch besser als wahlloses Wirrwarr gewesen ;D

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  4. gelschter User schreibt:

    alles kann nichts muss……;)
    das gilt auch und vor allem bei solch vermeintlich banalen Dingen wie Bloggen….kontraproduktiv wird es dann wenn man sich verpflichtet fühlt etwas bloggen zu müssen !!
    Manchmal können ein paar Tage, Wochen, Monate, Jahre…ähm…okok….belassen wir es mal bei ein paar Tagen…..auch ganz förderlich sein für Themen, Motivation, Zeit, Gelegenheit und Zeit (in dieser Reihenfolge :yes: )

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  5. sabienes schreibt:

    Ich habe festgestellt, dass tägliches Bloggen die Leser ein wenig ermüdet.
    Selber lese ich auch nicht immer jeden Artikel meiner abonnierten Lieblingsblogs

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    • breakpoint schreibt:

      Das kommt wohl auch auf das Genre an, und auf die Länge der Einträge.

      Bei mir sind die Einträge i.A. nur wenige Kilobyte groß, was auch täglich nicht zu viel Zeit fordert.
      Ansonsten hat natürlich jeder Leser auch die Option, seltener vorbeizukommen, und dafür – wenn er denn will – mehrere Einträge am Stück zu lesen.

      Wenn ich das Feedback meiner Leser aber richtig interpretiere, werden (fast) tägliche Post mehrheitlich schon gewünscht.

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  6. sabienes schreibt:

    Oft scheinen Haarstoppeln die Alternative zur Behaarung zu sein. Ich habe mich sehr über deinen Artikel gefreut, denn diese haarige Diskussion ist schon seltsam.
    Im übrigen haben sich zumindest die Frauen vor dem 2. Weltkrieg auch schon rasiert, zumindest an Beinen und Achseln. Das wurde dann in der Nazizeit missbilligt, weil diese ein eher naturbelassenes Frauenbild bevorzugten. Nach dem Krieg haben sich dann die Amis über die sehr hübschen, aber behaarten deutschen Frolleins recht gewundert.
    LG
    Sabienes

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    • breakpoint schreibt:

      Danke für deine geschichtliche Ergänzung.

      Bei dieser Diskussion habe ich immer wieder den Eindruck, dass viele Personen nur einem Druck nachgeben, weil ja „alle das so machen“ – was aber gar nicht zutreffend ist.
      Soll es ruhig jeder halten wie er will, aber etwas fundierter sollten die Gründe schon sein, als nur dem vermeintlichen Mainstream zu folgen.
      Ich habe einige stichhaltige Argumente dagegen geliefert.

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  7. sabienes schreibt:

    Oh Shit! Ich habe zum falschen Beitrag kommentiert! Sorry dafür.
    *peinlichpeinlich*
    Sabienes

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