Kausalkette //2171

Weil heuer Frühlingsbeginn und Mondphase ungünstig getimet waren, war Ostern erst spät. Weil Ostern heuer spät war, war auch Pfingsten spät. Weil Pfingsten spät war, fand auch das hiesige Volksfest erst spät statt. Weil das Volksfest erst spät stattfand, erschien es uns sinnvoll, unser Betriebsfest ebenfalls etwas nach hinten zu schieben, damit diese beiden Feste nicht zu zeitnah hintereinander oder gar gleichzeitig wären.
Außerdem wollten wir auch eine Kollision mit der Betriebsbesichtigung meiner Verwandten vermeiden. Beides gleichzeitig vorzubereiten – das musste nicht sein.

Wir hatten außerdem erwogen, die Feier gemeinsam mit Standort 6 durchzuführen, nahmen dann aber doch aus praktischen Erwägungen davon Abstand. Dort können sie ihre eigene kleine Feier veranstalten (bei der ich mich wohl zumindest mal kurz blicken lassen muss).

Die Feier war wieder ganz nett. Diesmal überließ der Chef die eröffnende Ansprache der Chefin, bevor der Betriebschor ein paar eingeübte Songs präsentierte.
Zeitweise grillte der Chef selbst, und die Chefin bediente an der Kaffee-Ausgabe.

Zwischendurch hatte ich auch genügend Zeit für private Unterhaltungen mit den Mitarbeitern. Bei meinen Softies war das große Thema der Umgang mit Freigaben und Leaks. Wenn alloziierter Platz nicht freigegeben wird, wann schlägt dann der Garbage Collector zu? Spätestens wenn das Programm beendet wird? Oder bleiben die Leaks als ewige Zombies im Speicher erhalten? Woher weiß der Garbage Collector, welcher Speicherplatz wann nicht mehr benötigt wird? Und was passiert, wenn man trotzdem auf bereits freigegebenen Speicher zugreift?
So diskutierten wir längere Zeit, bis mir einfiel, dass ich mich nicht nur mit meinen direkten Mitabeitern unterhalten sollte, sondern als Geschäftsführerin versuchen sollte, auch mit anderen Abteilungen ins Gespräch zu kommen.

So wechselte ich also als nächstes zu den Dev Devs. Hier unterhielt man sich über die Entstehung von Gewittern. Wie können solche Hochspannungen durch einfache Ladungstrennungen in der Atmosphäre entstehen? Man muss sich mal vorstellen, welche Kräfte dort wirken müssen, da jede zusätzliche Ladung ja enorm abgestoßen wird, und dennoch sich die Ladungen derart aufkumulieren. Zudem muss zwischen den elektrisch geladenen Luftschichten eine ausreichend große isolierende Schicht sein, die schließlich bei der Entladung überwunden wird.
Aus Pflichtgefühl setzte ich mich dann eine Zeitlang zu den Kaufleuten, und anschließend zur Erholung zu den IT-Boys. Die dortigen Themen eignen sich aber aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Wiedergabe im Blog.

Allmählich löste sich das Betriebsfest auf. Etwas später als sonst ging ich nach Hause, wo ich auf das Abendessen verzichtete. Wie üblich kam Carsten erst einige Zeit nach mir heim.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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