Dreizehnhundertvierundneunzig

Für die freie Vorzimmerstelle haben wir jetzt eine Bewerberin, die meiner Ansicht nach passen könnte.
Da sie keine EU-Bürgerin ist, gibt es allerdings mehr Formalitäten zu beachten, die die Einstellung verzögern können, aber darum soll sich die Personalabteilung kümmern.
Die Bewerberin spricht deutsch zwar nur mit deutlichem Akzent, aber gut verständlich, und ihr Englisch ist recht ordentlich.
Wenn alles klappt, fängt sie am 1. Dezember hier an, und wird 25 bis 30 Stunden pro Woche arbeiten.

Ein wenig Bedenken habe ich schon, weil ihr Deutsch nicht so gut ist. Wenn sie mit Kunden oder anderen Geschäftskontakten spricht, könnte das einen schlechten Eindruck machen.
Andererseits finden wir wohl auf die Schnelle keine bessere Alternative, und sie soll halt Besucher oder Anrufe möglichst von einer Kollegin übernehmen lassen, und nur wenn sie alleine ist, sich selbst darum kümmern.
Ansonsten macht sie ja einen guten Eindruck, wirkt sympathisch und arbeitseifrig, aber für alle Fälle gibt es erst mal ein Vierteljahr Probezeit, die hoffentlich auch zur Einarbeitung ausreicht. Nach Pareto sollte sie nach etwa einem Monat sich zu 80 Prozent mit ihren Aufgaben einigermaßen auskennen.

Hier in der Region gibt es außer einigen sehr großen Arbeitgebern eine sehr große Anzahl von KMU. Die haben natürlich alle mehr oder weniger Bedarf nach solchen Bürokräften. Das bedeutet, dass der Markt hier ziemlich leergefegt und das Angebot an geeigneten Personen doch recht begrenzt ist. Schließlich zieht wegen eines solchen Jobs niemand von weiter her, und eine größere Pendelentfernung als 20 oder höchstens 30 Kilometer ist auch unangemessen. Man muss also nehmen, was man kriegt.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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15 Antworten zu Dreizehnhundertvierundneunzig

  1. claudius2016 schreibt:

    Sprache ist, denke ich, vor allem Übungssache. Da wird sie ‚reinkommen, wenn sie eine Chance bekommt.

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  2. ednong schreibt:

    Naja,
    den Akzent wird man weiterhin hören. Aber wenn sie denn gut Deutsch spricht – also verständlich und nicht ungewöhnlich formulierend – dann dürfte das doch bei den Kunden Anklang finden. Und wer nicht mit ihr kommunizieren will, fragt eben nach der Kollegin …

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  3. idgie13 schreibt:

    Ein Akzent kann ja auch charmant sein 🙂

    Hauptsache ist doch, dass man sie gut versteht und sie auch gut versteht, was gemeint ist.

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  4. Molly L. schreibt:

    Also ich spreche akzentfrei und habe Dich bzw. die Anderen damals beim Vorstellungsgespräch trotzdem abgeschreckt …

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