Tausendfünfundneunzig

Seit mehreren Wochen schiebe ich ein – eigentlich kleines – Problem vor mich her.

Ich habe ja diese Standardsoftware, der ich ein neues Feature verpassen will.
Im GUI sind ein paar Listen, und der Anwender soll per Drag’n’Drop einzelne Listeneinträge hin- und herschieben können. Soweit nichts ungewöhnliches (außer dass das Droptarget nicht die jeweilige Liste selbst, sondern nur ein einzelnes Listenitem ist).
Blöderweise kriege ich öfters Zugriffsverletzungen. Mir sind einige Stellen im Code bekannt, die dafür der Auslöser sein könnten, und ich müsste mich einfach mal ein paar Stunden hinsetzen, um das konzentriert zu debuggen. Allein – mir fehlt völlig die Motivation dazu.

Bei diesem Projekt habe ich keinen Zeitdruck, stattdessen einiges andere zu tun, das dringender ist. Und immer wenn ich mich dennoch aufraffe, weiterzumachen, kommt mir irgendetwas banales dazwischen wie Treiberprobleme auf der VM, oder die Versionsverwaltung zickt.
Ich bin auch sehr erfinderisch, was Prokrastinationsvorwände angeht.

Nun ja. Ich hoffe, mit dem Bloggen darüber liefere ich mir genügend Antrieb, an diesem Projekt doch mal wieder weiterzumachen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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30 Antworten zu Tausendfünfundneunzig

  1. Molly L. schreibt:

    ANNE! *BRÜLL* DU FAULES DING! *BRÜLL* ES WIRD NICHT EHER GEDINGST, BIST DAS,PROBLEMBESEITIGT IST! *Zufriedenabgehe*
    -> Na, Motivation genug? 😉

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  2. mkuh schreibt:

    auslagern ?
    also nicht das Programiren aber das warten der VM und so was ?

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  3. Der Maskierte schreibt:

    Mein Leben funktioniert nur noch mit Hilfe meines Terminkalenders. Auch unangenehme Aufgaben kommen in den Kalender (mit Erinnerung 15 Minuten vor Terminbeginn!) und wenn dann der Termin ist, zwinge ich mich dazu ihn auch einzuhalten.

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    • Schön, wenn du das so durchhältst.
      Bei irgendwelchen Besprechungsterminen bin ich auch konsequent und diszipliniert.

      Aber gerade bei solchen Debug-Sachen ist es schwierig, weil man kaum abschätzen kann, wie lange es dauert.
      So hatte ich vorhin unerwartete Probleme mit meinem RAM-Drive (das ich zum Bauen brauche, weil da temporäre Dateien draufgeschrieben werden).
      Es stellte sich heraus, dass ein kürzlicher Passwortwechsel schuld war. Denn das RAM-Drive wird über Scheduled Tasks eingebunden. Da lief es über meinen lokalen Account – aber noch mit altem Passwort.
      Problem zwar inzwischen gelöst, aber das hat so viel Zeit gekostet, dass mein Zeitfenster zum Debuggen schon wieder geschlossen war.

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      • Leser schreibt:

        Jaja, man kann sich auch immer ein Computerproblem „herbeisuchen“, wenn man eine Arbeit in Wirklichkeit eigentlich gar nicht machen möchte!

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      • Engywuck schreibt:

        merke: Passwortwechsel sind pöse. (Alternativ: Dienste und dienstähnliches sollte auch auf einem Dienstaccount laufen, der A) nur dafür da ist und B) Passworte gar nicht (oder automatisch, müsste bei modernen Windowsen gehen) wechselt. Aber das wäre zu vernünftig und macht deshalb keiner :-))

        Bringen RAM-Drives heute wirklich noch was? Das ist doch letztlich nur dedizierter Cache, und mit genug RAM (muss natürlich vorhanden sein :-)) sind moderne OS doch halbwegs vernünftig im Cachen.

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        • Ab und zu ist halt ein PW-Wechsel fällig. Und seien wir ehrlich: Eigentlich macht den fast jeder viel zu selten.
          In diesem Fall war der Auslöser gewesen, dass ich auf einem anderen Rechner Zugriffsprobleme auf die Versionsverwaltung hatte. Im Rahmen dessen habe ich einiges ausprobiert. Nach dem PW-Wechsel und Ändern der CACLs ging’s dann wieder.

          Das RAM-Drive nutze ich, weil ich mit den temporären Daten (die ich sonst wirklich nicht brauche) nicht meine Festplatte vollmüllen will.
          Diese Daten werden zwar immer wieder überschrieben, aber dennoch lassen sie die Zugriffe vermeiden, wenn man sie in’s RAM-Drive schreibt.
          Schnelligkeit ist zwar nebensächlich, aber man merkt schon einen Unterschied.
          Außerdem mag ich das RAM-Drive für Dateien, die ich nur mal kurz irgendwo abspeichern will, und nach einem Restart nicht mehr benötige.

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  4. Leser schreibt:

    Meine bisherigen Kommentare unter diesem Blogpost waren als Motivationshilfe gedacht und sind nicht persönlich gemeint 🙂

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  5. Leser schreibt:

    @Molly: Nein, die Marketingleiterin ist doch wirklich keine Konkurrenz. Da musst Du schon jemanden her nehmen, den Anne auch ernst nehmen kann!

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  6. ednong schreibt:

    Ich bin auch sehr erfinderisch, was Prokrastinationsvorwände angeht.

    I
    Oh ja, das kenn ich nur zu gut …

    „Samtpfötchen,“ würde Carsten jetzt sagen, „Samtpfötchen, du hast doch keine Eile. Wir setzen jetzt eine großzügige Deadline innerhalb der nächsten 3 Wochen – wenn du die einhälst, hast du mich für einen ganzen Tag allein. Bist du vorher fertig, bekommst du für jeden Tag eher einen weiteren Tag. Bist du allerdings später fertig und hälst die Deadline nicht ein, verzichtest du für jeden Tag auf eine Woche …“
    😉

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    • Ich halte es nicht für eine gute Idee, mit Carsten meine Zeitplanung für meine eigenen Projekte abzustimmen.
      Nein. Wirklich nicht.
      Dafür würde er bestimmt auch nicht seine kostbare Zeit als Anreiz oder Belohnung einsetzen.

      Wie auch immer – ich habe bereits Fortschritte gemacht, und einen dicken, fetten Käfer eliminiert.
      Da gab es ein Aktualisierungsproblem mit der visuellen Komponente. Es schienen noch Listeneinträge dazustehen, obwohl ich die damit verknüpften Objekte längst ins Nirvana geschickt hatte. Kein Wunder, dass es beim Klicken auf so einen Zombieeintrag crashte.
      Ein manuelles Neuzeichnen löst zumindest dieses Problem.

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  7. ednong schreibt:

    Nein. Wirklich nicht.
    Dafür würde er bestimmt auch nicht seine kostbare Zeit als Anreiz oder Belohnung einsetzen.

    Echt nicht, er würde da keine Zeit für geben? Tsts. Und klar, deine Projekte sind nun mal deine Projekte. Also mußt du selbst planen – und ggf. Meilensteine verschieben. Und dich drüber ärgern … 😉
    Aber da du ja rational (veranlagt) bist, wirst du das sicher irgendwann einsehen, dass du nicht umhin kommst, da was zu machen. Und wenn du den ersten Bug schon hast, ist das doch ein guter Anfang …

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  8. Plietsche Jung schreibt:

    Ich stell dir mal einen Tee hin.
    Konzentrier dich und dann hast du den Bug bald.

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  9. Pingback: Zwölfhundertfünfundachtzig | breakpoint

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