Tausendsechsundneunzig

Offenbar habe ich mir inzwischen online einen gewissen Ruf erworben. Ich bin nämlich schon einige Male angeschrieben worden mit Nachrichten, bei denen jemand um einen Rat bat, oder einfach mal seine eigene Geschichte loswerden wollte. (Allerdings auch Nachrichten mit unerwünschtem Spam – aber das wäre wieder ein anderes Thema.)
So schickte mir R. vor einiger Zeit eine Nachricht. Wir kamen ins (geschriebene) Gespräch, bei dem er mir sein Leid klagte. Er ist ausdrücklich damit einverstanden, dass ich darüber blogge.

R. und K. heirateten. Es war eine Ehe wie viele andere, und zuerst einmal schien die Welt rosarot.
Es dauerte nicht lange, bis K. schwanger wurde. Beide freuten sich. Nach der Geburt des gemeinsamen Kindes beschlossen sie einmütig, dass K. nicht mehr arbeiten würde, und sich ausschließlich dem Kind widmen sollte. Sie wünschten sich noch weiteren Nachwuchs, hatten vorerst damit aber keine Eile.
So ging das ein paar Jahre. Ein weiteres Kind blieb aus, was aber nicht überraschend war, da sie ihre ehelichen Aktivitäten weitgehend eingestellt hatten.

Irgendwann lernte K. auf einer Party ein paar Frauen kennen, mit denen sie sich zunächst anfreundete. Nach einiger Zeit begann K. – ohne dass R. davon wusste – ein lesbisches Verhältnis mit einer dieser Frauen.
Ein halbes Jahr später verließ K. R. dann ohne Vorwarnung. Das Kind nahm sie mit.
Sie zog zu ihrer „Freundin“, die ebenfalls einen Ehemann verließ. Die anderen Frauen halfen ihnen zwar, eine Wohnung zu finden, für den Großteil der Kosten musste aber R. aufkommen.
Da K. erzählt hatte, R. hätte sie und das Kind manchmal geschlagen, und sie hätte Angst vor ihm, darf er sein Kind nicht mehr sehen. Da K. nicht arbeitet, muss R. nicht nur für das Kind sondern auch für sie Unterhalt bezahlen.
In seiner Umgebung erhielt R. keinerlei Verständnis, stattdessen wurden hämische Bemerkungen gemacht.

Dabei war R. immer ein fürsorglicher Ehemann und Vater gewesen, der sich aufopferungsvoll darum gekümmert hatte, dass es Frau und Kind an nichts fehlt, und es ihnen in jeder Hinsicht gutgeht.
Er hat sich in dieser Beziehung nie etwas zu Schulden kommen lassen, und sein Leben darauf ausgerichtet, es mit seiner Familie zu verbringen. Dann verlässt sie ihn sang- und klanglos, ohne die geringste Loyalität zu zeigen, und profitiert dabei noch finanziell.

Ihr wisst, dass ihr von mir weder sentimentale Rumjammerei noch scheinheilig-moralische Entrüstung erwarten könnt. Die Aussage jedoch, dass das Verhalten seiner Ehefrau in höchstem Maße unfair war, und es ihr an jeglichem Anstand fehlt, mache ich trotzdem.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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64 Antworten zu Tausendsechsundneunzig

  1. Molly L. schreibt:

    Also unter der Vorraussetzung, dass es tatsächlich so ist, wie der Mann schildert: Dreckschl*mpe! Ist doch egal, ob sie ihn einfach so verlassen hat, für eine Frau oder für den Weihnachtsmann, das ist doch noch lange kein Grund, ihm das gemeinsame Kind vorzuenthalten!
    Leider ist das ein Verhalten, dass nicht selten zu sein scheint, ganz nach dem Motto: „Ich führe jetzt ein neues Leben und warum soll ich den für mich unbequemen Kontakt zum Kindesvater halten, das Kind hat doch mich!“
    😦
    Der arme Mann.
    Mal ganz davon abgesehen ruinieren solche Frauen dann wieder den Ruf derjenigen, deren Männer sie und das/die Kind/er TATSÄCHLICH mißhandelt haben und zerstören so ganz algemein die Glaubwürdigkeit von Gewaltopfern. Zum k*tzen.
    Jedem, der sich für dieses Thema interessiert, kann ich nur „Entsorgte Väter“ von Katrin Hummel empfehlen. Aber Vorsicht: Während der Lektüre möchte man sich mehrfach übergeben!

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    • Genau das ist der Punkt.
      Vermutlich hätte er aber von seinen Verwandten und Bekannten mehr Rückhalt erfahren, wenn sie ihn für einen anderen Mann verlassen hätte. Schon aus Solidarität.
      Aber weil der Grund eine Frau war, musste er sich viele blöde Witze anhören.

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      • Molly L. schreibt:

        Na das kann ich mir lebhaft vorstellen! Oh Mann … Ich hoffe, das Leben hält bald Schönes für diesen Mann bereit!

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        • Derzeit wünscht er sich vor allem, sein Kind wieder treffen zu dürfen.

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          • Molly L. schreibt:

            Das kann ein verdammt harter Kampf werden, wenn sich die Mutter querstellt. Ich drücke die Daumen! Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, wie das sein muss. 😦

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            • Ich fürchte , er hat da schlechte Chancen, wenn sich seine Frau nicht wieder besinnt, und sich auch überlegt, was sie ihrem Kind damit antut.

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            • Molly L. schreibt:

              Schlimm. Ich kenne einige Scheidungsfällem in die Kinder involviert sind und selbst der beste mir persönlich bekannte Fall ist nicht schön. Obwohl diese Situation für den oben erwähnten Mann sicher das Paradies wäre. Ist halt immer doof, wenn eine Ehe in die Brüche geht …
              Ansosnten konnte ich oft genug feststellen, dass viele Menschen sich zwar fortgepflanzt haben, aber daran nicht gewachsen sind, leider. Das reicht von kindesentziehenden, bewusst lügenden Müttern über sich gar nicht mehr kümmernde Väter, die mit allen Mitteln und Tricks versuchen, sich vor den Unterhaltszahlungen zu drücken. Es ist manchmal echt unfassbar, man sollte doch wirklich meinen, dass für jeden, der Kinder hat, das Wohl dieser im Vordergrund steht.

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            • BTDT schreibt:

              Wenn er einen guten Anwalt hat, dann schlägt dieser vor, dass er das Kind alle 2 Wochen für ein paar Stunden unter Aufsicht in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes treffen darf. Darauf lassen sich Gerichte üblicherweise ein – und dann kann man das langsam steigern. Gegebenenfalls reicht dieser Vorschlag dem Richter sogar als Hinweis, dass die Aussagen der Mutter zweifelhaft sind, und er entscheidet, dass das Kind alle 2 Wochen zum Papa darf.

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            • Sh. Molly’s Antwort an dich. Und so etwas kann einfach zermürbend werden.

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            • Molly L. schreibt:

              @BTDT
              Na ja. Aber was, wenn die Mutter schlicht und ergreifend die Treffen verhindert? Dann ist das Kind eben ganz plötzlich krank geworden … Wenn sie es drauf anlegt, kann sie die Treffen massivst boykottieren, das ist ja das Schlimme! In Österreich (oder war es die Schweiz?) ist es zum Beispiel so, dass eine Mutter(bzw. der Elternteil, der über das Kind „verfügt“) nachweisen muss, dass ein solches Treffen stattgefunden hat, oder aber wenn nicht, warum. Ansonsten drohen Strafen. Hier muss der Vater (bzw. s.O.) sich um alles kümmern, wenn die Mutter das Treffen ausfallen lässt, sich bei den Stellen beschweren usw. Und wird damit oft allein gelassen.

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            • aliasnimue schreibt:

              Parental Alienation Syndrome (PAS). Eine Umgangsverweigerung führt heutzutage schnell zum Verlust des gemeinsamen Sorgerechts.

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            • Molly L. schreibt:

              Leider. Und dann heißt es, das Kind wolle den Vater ja von sich aus nicht sehen. Kein Wunder, wenn es ihn kaum noch kennt, oder?
              Ich war als junges Kind mal ein paar Wochen in Kur, damals noch üblicher Weise ohne ein Elternteil. Ich erinnere mich bis heute daran, dass mein Vater mir danach wie ein Fremder vorkam und er erst nach und nach wieder „mein Papa“ wurde. Und das nach nur wenigen Wochen!
              Da muss ja nichtmal die Frau den Vater schlechtmachen oder so: Wenn ein Kind den Vater schlicht nicht mehr oder kaum noch sieht, wird es sich von ihm entfremden und Punkt. Daher ist ja mit das größte Übel, dass Behörden und Gerichte immer so ewig brauchen. Im „Bedarfsfall“ muss die Mutter nur auf Zeit spielen.
              (Geschlechter austauschbar, aber diese Variante ist nunmal die deutlich häufiger)

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            • aliasnimue schreibt:

              Lösung: Eilantrag beim Gericht stellen

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            • BTDT schreibt:

              Ich hatte damals das Glück, dass dem Richter der Vortrag der Gegenseite zu unsubstantiiert war und er deswegen gleich das Umgangsrecht auf „normale“ Bahnen gelenkt hat.

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            • Molly L. schreibt:

              Und wie klappt das so in der Praxis? Ich hoffe, gut?

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            • Es hängt halt sehr vom Richter ab.

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            • Carnofis schreibt:

              „Wenn er einen guten Anwalt hat, dann schlägt dieser vor, dass er das Kind alle 2 Wochen für ein paar Stunden unter Aufsicht in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes treffen darf. Darauf lassen sich Gerichte üblicherweise ein – “

              Ja, mach das mal, wenn Du vollzeit berufstätig bist. Die meisten Räumlichkeiten sind nur über die Woche zu den üblichen Behördenzeiten zugänglich.

              Auf der anderen Seite ist so eine Empfehlung auch ein zweischneidiges Schwert.
              Die Mutter kann nämlich genau die Begleitung (die in der Regel bei Verdächtigung des Missbrauchs ausgesprochen wird) als Beleg anführen, dass „Papa gefährlich“ ist.
              Waren die Gefühle des Kindes dem Vater gegenüber zuvor vielleicht ambivalent, so ist es jetzt ängstlich und lehnt den Kontakt selbst ab.

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    • Matze schreibt:

      “Ich führe jetzt ein neues Leben und warum soll ich den für mich unbequemen Kontakt zum Kindesvater halten, das Kind hat doch mich!”

      Sein Geld will sie aber trotzdem…

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  2. Claudius schreibt:

    Ich denke, dass Beziehungen nie mit Logik oder Fairness funktionieren sondern nur mit Prickeln und Spannung. Sobald das fehlt und die Liebesbeziehung zur Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft mutiert, wird es wackelig oder endet. Meine Meinung…

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  3. verbalkanone schreibt:

    Das ist natürlich eine traurige Geschichte. Sollte man sich bei dieser Entwicklung nicht fragen, was die Ursachen dafür waren?
    Ganz schlimm finde ich dabei übrigens die sogenannten Freunde, die sich durch hämische bemerkungen hervortun. WI-DER-LICH!

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  4. themalgot schreibt:

    Solche Geschichten fühlen sich für mich nach dem Durchlesen immer wie ein Schlag in den Magen an. Wie ein Mensch einen anderen Menschen, den er angeblich mochte, sogar liebte, der alles für ihn tut, sein Leben nach ihm ausrichtet aus Liebe, so ohne mit der Wimper zu zucken verlässt, natürlich nachdem man schon vorher jemand Anderen an Land gezogen hat. Soweit kommts noch, veränderte Gefühle zu besprechen, wenn die Gefühlsänderung eintritt, und man allen eine Chance gibt, möglichst unbeschadet, emotional, aus der Sache rauszukommen.

    Leider ist genau dieses Verhalten etwas, das ich sehr, sehr, _sehr_ viel häufiger bei Frauen beobachte. Eigentlich ist mir kein Fall bekannt, wo sich ein Mann je so benommen hat.

    Und der Mann steht dann alleine da, mit dem ganzen emotionalem Ballast, und die Frau bekommt nicht selten noch Statements, wie richtig ihr Verhalten für sich und alle Frauen auf der Welt und behält nicht selten noch den ganzen sozialen Umkreis.

    Ist es da verwunderlich, wenn man Angst vor Beziehungen, Misstrauen gegenüber Frauen, und Wut auf die Gesellschaft bekommt, die sowas ermöglicht?

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    • Der Fairness halber muss man auch sagen, dass die allermeisten Frauen nicht so handeln würden, und dass es auch Männer gibt, die sich ihrer Partnerin gegenüber gemein verhalten.

      Ich kann schon verstehen, dass bei solchen Geschichten das Misstrauen wächst. Dennoch handelte es sich um einen Einzelfall, von dem man nicht auf die Allgemeinheit schließen darf. NAWALT.

      Ich kenne auch nur seine Version der Geschichte. Die erscheint mir zwar glaubwürdig. Trotzdem kann ich nicht ausschließen, dass es auch noch andere Auslöser gab.

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      • themalgot schreibt:

        „NAWALT“

        Sicher.
        Persönlich kenne ich sowas aber nur von Frauen.
        Es hat für eine Frau ja auch keine Konsequenzen sich so zu verhalten, weder juristisch, noch sozial. Der Mann kann sich nur auf sein Glück und seine Menschenkenntnis verlassen. Und Menschen ändern sich zudem noch im Laufe der Zeit.
        Mir wäre das Risiko zu hoch.

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        • Molly L. schreibt:

          „Persönlich kenne ich sowas aber nur von Frauen.“
          Das liegt daran, dass A*schloch-Männer sich auf andere Art a*schig verhalten. ZB indem sie aus den fadenscheinigsten Gründen Unterhaltszahlungen verweigern, nicht zu verabredeten Treffen mit den Kindern kommen, sich gar nicht mehr um die Kinder kümmern oÄ. Außerdem ist es auch Heute noch Standart, dass im Scheidungsfall die Kinder bei der Mutter wohnhaft bleiben. Ergo liegt es in der Natur der Sache, dass Du soetwas nur von Frauen kennst.

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          • themalgot schreibt:

            „Ergo liegt es in der Natur der Sache, dass Du soetwas nur von Frauen kennst.“

            Nein, liegt es nicht. Ich kenne einfach keine Männer die ihrer Ex-Frau den Umgang mit dem Kind verweigert wenn er das Sorgerecht zugesprochen bekam. Dass das natürlich weitgehend daran liegt dass Frauen das Sorgerecht des Kindes quasi automatisch zugesprochen bekommt und somit solche Fälle weitestgehend übersteuert liegt auf der Hand, ist aber eigentlich nur weiterer Indiz für die Folgenlosigkeit des Verhaltens einer Frau in diesen Fällen. Dass Männer hier auf andere Weise Arschloch sind widerspricht ja nicht meiner Aussage. Aufgrund des von dir genannten Umstandes wissen wir aber ja auch nicht, wie sich Frauen verhalten würden, wenn die Rollen vertauscht sind.

            Unterhalt war aber nichtmal der Primäraspekt des von mir bei Frauen, aber nicht bei Männern, beobachteten Verhaltens.

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            • Molly L. schreibt:

              Na, ist ja auch alles Statistik. Die meisten Frauen sind ja normal und nicht solche Miststücke wie die genannte.
              Dennoch: Es heißt ja auch, Frauen töten meist mit Gift. Da könnte man Frauen ja auch mehr Heimtücke als Männern unterstellen. Oder aber betrachten, wie die „Natur der Sache“ ist, nämlich dass es den meisten Frauen schwer fallen dürfte, einen Mann mit körperlicher Gewalt umzubringen. Daher Gift. Äh, ich hoffe, ich konnte ausdrücken, wie ich das meine, ist nicht so einfach.

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    • Carnofis schreibt:

      „Leider ist genau dieses Verhalten etwas, das ich sehr, sehr, _sehr_ viel häufiger bei Frauen beobachte. Eigentlich ist mir kein Fall bekannt, wo sich ein Mann je so benommen hat.“

      Wie Anne schon geschrieben hat, liegt es in erster Linie daran, dass die Kinder in 80% der Fälle bei der Mutter leben. Väter sind nur marginal besser. Und das auch nur, weil sie bei Umgangsentzug schneller den Verlust der Kinder riskieren, als Mütter.
      Dafür haben Väter andere Möglichkeiten, die sie dann auch hemmungslos einsetzen.
      Ich bin mit einer Mutter befreundet, die zwei ihrer drei Kinder an den Vater verloren hat, eben WEIL sie den Umgang nicht boykottiert hatte. Der Vater unterzog den Kindern eine Gehirnwäsche, dass sie – obwohl in derselben Kleinstadt lebend – bei zufälligen Begegnungen mit der Mutter die Straßenseite wechselten.
      Die Große ist inzwischen erwachsen, hat sich der Mutter entfremdet, aber auch den Kontakt zum Vater abgebrochen und die Kleine kriegt panische Angst, wenn sie zum Vater soll (das Thema ist inzwischen durch). Ihr Bruder spricht mit ihr kein Wort, obwohl beide auf dieselbe Schule gehen.

      Wenn es darum geht, dem Ex-Partner zu vernichten, gehen BEIDE Eltern leichtfüßig über Leichen und benutzen bevorzugt die eigenen Kinder als Kombattanten.
      Neben einer asozialen Justiz sind Eltern, die sich selbst im Wege stehen, das größte Problem bei den Beratungsgesprächen vor Ort.

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  5. Der Maskierte schreibt:

    Hach ja, da hätte der gute R. (hättest nicht einfach Namen erfinden können, stört doch arg den Lesefluss) einfach nur mal „Das Männermagazin“ lesen sollen. Zwar alles ein wenig satirisch überzeichnet, aber so wahr.

    Seine gute Ex-Ehefrau macht sich auf seine Kosten einen faulen Lenz und es würde mich nicht wundern, wenn sie von Anfang an genau das geplant hat. Versorger suchen, schnuckeliges Kind machen und dann Abflug auf seine Kosten.

    Meine Devise lautet daher:
    Nicht heiraten.
    Nicht zusammenziehen.
    Auf gar keinen Fall Kinder.

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    • Molly L. schreibt:

      Na, so darf man aber nicht denken! Du bleibst ja auch nciht den ganzen Tag zu Hause, weil im Jahr so und so viele Menschen von Autos überfahren werden, oder?
      Und im Falle einer Heirat kann man ja durchaus einen Ehevertrag aufsetzten; vielleicht kann man darin ja auch schon Sorgerechtsvereinabrungen für den Fall X treffen, keine Ahnung.
      Es gibt viel Schönes in der Welt und eine Ehe oder Partnerschaft muss nicht so laufen. Ich verstehe Dich durchaus, aber man kann sich doch nicht wegen Angst vor einem worst case vor dem Leben und der Liebe verstecken!?

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      • Der Maskierte schreibt:

        Doch, ich als Mann darf und muss sogar so denken. Ich kann die Gesetze nicht ändern, die mich im Falle einer Ehescheidung zum Zahlbüttel machen. Eheverträge werden für nichtig erklären (trotz Notar) und im Fall von mehreren Kindern (2 Stück) wird man mir so tief in die Tasche greifen, dass ich relativ zügig an der Pfändungsgrenze ankomme, während Madame im Grunde gemütlich die Füße hochlegen kann und ich drauf angewiesen bin, dass sie mir Umgang mit meinen Kindern gewährt.

        Das Spiel ist für einen gutverdienenden Mann wie mich einfach umgekehrtes russisches Roulette: Eine Kammer, in der keine Patrone steckt.

        Ich sehe das ganze Scheidungs-, Kinder- und Sorgerechtselend in meinem Umfeld. Die wenigsten Fälle gehen wirklich gütlich aus und allen gemein ist, dass hinterher jeder Mann deutlich schlechter dasteht als vorher. Selbst wenn die Frau absolut korrekt agiert. Aber in den meisten Fällen ist es eher so, dass die scheidende Gattin für sich so viele Vorteile wie möglich rausholt. Angetrieben von Freundinnen, Anwälten, Jugendämtern etc.

        Bis jetzt kenne ich zudem auch nur eine einzige Ehe, die länger als 15 Jahre Bestand hat und die nicht deutliche Anzeichen ihres nahenden Endes trägt. Und selbst da sagt der Mann, dass er mich drum beneidet, dass ich mein Leben so lebe, wie ich es für richtig halte: Ohne Kinder, ohne Anhang.

        Du magst es Verstecken nennen, ich nenne es bewusste Entscheidung für mein eigenes, freies Leben.

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        • verbalkanone schreibt:

          Wirklich erschütternd, was du für Menschen kennst…

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          • Der Maskierte schreibt:

            Was ist an den armen Menschen denn erschütternd, deren Ehe in die Brüche geht und die dann noch vor Gericht in eine Schlammschlacht um alles gezogen werden?

            Und wenn ich jetzt sage, dass die Schlammschlacht meistens von den Frauen angeht, bin ich dann ein böser Chauvinist?

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            • verbalkanone schreibt:

              Verstehst du mich jetzt gewollt falsch? Deine Frage verstehe ich nicht, denn ich kann nicht nachvollziehen, wie du darauf kommst.
              Für mich lesen sich deine Kommentare sehr einseitig, aber das mag ja bedingt durch deine eigenen Erfahrungen so sein. Keine Ahnung. Ich spekuliere nur.
              Ich finde bloß schade, dass du auf mich sehr verbittert wirkst. Das ist alles. Ich wollte dir ganz sicher nicht zu nahe treten.
              Meine Erfahrungen mit dem Thema „gescheiterte Beziehungen“ sind übirgens komplett anders. Ach, und mich reizt eine Ehe übrigens ebenso wenig wie dich – allerdings aus vollkommen anderen Gründen.

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            • Der Maskierte schreibt:

              @verbalkanone

              Dann habe ich dich falsch verstanden. Für mich las sich das so, als wären die Leute in meinem Umfeld irgendwie „alles nur Idioten“.

              Und ich verbittert? Im Gegenteil. Ich habe ganz viel Spaß mit Frauen, nur gibt es Dinge, auf die ich einfach nicht eingehen werde, weil sie einfach zu große Risiken für mich bedeuten. Aus den gleichen Gründen verzichte ich auch auf gewisse Drogen.

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    • Das Männermagazin ist oft so vulgär geschrieben, dass ich das niemandem empfehlen mag, obwohl es in einigen Punkten recht hat.

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  6. ednong schreibt:

    Ich weiß ja nun nicht, ob es wirklich so war und du das entsprechend hinterfragt hast. Ich nehme mal an, dass es so gewesen ist.

    Höchst unfäir finde ich die Geschichte mit dem „Vate hat Mutter und Kind geschlagen“. Im ersten Moment wäre ich wahrscheinlich ob dieser Dreistigkeit auch perplex gewesen, inzwischen habe ich gelernt, danach drüber nachzudenken und hätte in diesem Fall erst einmal Anzeige erstattet – Rufschädigung, Verleumdung, wie auch immer. Erst einmal, um den Ruf sauber zu halten. Und vielleicht einen Gutachter vom Gericht „verordnet“ bekommn, der das untersucht.

    Und dann mit dem Zahlemann – ja, so ist das leider in dieser Welt. Und plötzlich ist der Kindesvater nur der biologische Erzeuger, der Kosten tragen darf, das wars dann. Ich weiß nicht, ob da ein Ehevertrag hilft, finde das ziemlich ätzend, zumal in mienem Bekanntenkreis auch einiges ähnliches sich abgespielt hat, wo dann der Vater jeweils auch nur der Zahlemann ist und die Mütter nicht irgendeine Anstalt machen, wieder arbeiten gehen zu wollen. Das ist einfach unfair.

    Aber die (Gesetzes-)Welt hinkt wohl in vielem der Entwicklung heute hinterher.

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    • Ich habe mich ausführlich mit ihm unterhalten, auch etliche Details, die ich hier nicht näher genannt habe, und ich glaube ihm durchaus.
      Die Geschichte ist plausibel. Ich habe keine unaufgelösten Inkonsistenzen gefunden.

      Eine Anzeige wegen Verleumdung wäre nicht erfolgsversprechend, denn immerhin hat sie diese Beschuldigungen nicht in der Öffentlichkeit gemacht, sondern „nur“ gegenüber Anwälten und Behörden.
      Außerdem will er da nicht noch mehr Porzellan zerschlagen.

      Er hatte keinen Ehevertrag. Meines Wissens lässt sich damit aber die Unterhaltsverpflichtung gar nicht rechtswirksam ausschließen.

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      • Der Maskierte schreibt:

        Korrekt. Die Unterhaltsverpflichtung hat der Vater gegenüber seinem Kind. Das wird quasi im Zuge der Scheidung automatisch mit ausgeurteilt nach Düsseldorfer Tabelle. Möge jeder Mann selber für sich berechnen: http://www.unterhalt.net/unterhaltsrechner.html

        Ehegattenunterhalt lässt sich auch nur bedingt ausschließen und wenn Kinder im Spiel sind, braucht die Frau nur vorbringen, sie könne nicht arbeiten, weil das Kind schwierig sei und sie sich voll um die Betreuung kümmern muss und PENG, ist auch der Ehevertrag hier nichtig und Mann darf zahlen. 🙂

        Hab ich alles schon aus 1. Hand miterlebt in meinem Umfeld.

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    • Carnofis schreibt:

      „Höchst unfäir finde ich die Geschichte mit dem “Vate hat Mutter und Kind geschlagen”. Im ersten Moment wäre ich wahrscheinlich ob dieser Dreistigkeit auch perplex gewesen, inzwischen habe ich gelernt, danach drüber nachzudenken und hätte in diesem Fall erst einmal Anzeige erstattet – Rufschädigung, Verleumdung, wie auch immer.“

      Ich bin seit 11 Jahren im Väterverein aktiv und kenne wahrscheinlich über 100 Fälle.
      Das diffuse Geraune von „Gewalt“, oder auch gern von „die Tochter hat so merkwürdig wunde Haut im Schambereich, wenn sie vom Vater kommt“ sind gängige Methoden, um das Eigentum an den Kindern und damit das Unterhaltsbegehren abzusichern. Nur sehr selten geben die Familienrichter noch was auf solche Aussagen.
      Daher wäre auch eine Anzeige wegen Rufschädigung müßig. Ein solches Verfahren würde schon von vornherein wegen mangelndem öffentlichen Interesses nicht weiter verfolgt.
      Aber, wie geschrieben und auch wohl im vorgestellten Fall, in den meisten Fällen geht es gar nicht um einen offenen Vorwurf, sondern um diffuses Geraune, nach der Devise „Irgendwas wird schon hängenbleiben“.
      Besser wäre es, erst auf solche Äußerungen zu reagieren, wenn der Vater darauf angesprochen wird.
      Ist alles extrem ärgerlich, aber nun mal ne Tatsache, dass Mütter einen unendlich viel größeren Handlungsspielraum haben, als Väter.

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  7. aliasnimue schreibt:

    Also Ehegatten(innen)unterhalt gibt es höchstens bis das gemeinsame Kind 3 Jahre alt ist. Für den Umgang sollte er einen versierten Familienrechtler einschalten.
    Bei Fragen zum Umgangs- und Aufenthaltsrecht stehe ich gerne zur Verfügung.

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    • Das Kind ist noch (knapp) unter 3. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die Mutter bis dahin einen geeigneten Arbeitsplatz findet, selbst wenn sie wollte.
      Inwieweit sie dann evtll. Arbeitslosengeld oder sonstige finanzielle Unterstützung bekommen könnte, weiß ich nicht.

      Danke für das Angebot. Er hat inzwischen Kontakte, die ihn über rechtliche Belange beraten können.

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      • aliasnimue schreibt:

        Wichtig ist ein strukturiertes Vorgehen

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      • aliasnimue schreibt:

        Eine rein juristische Beratung ist meiner Erfahrung nach nicht ausreichend. Familienrecht geht seine ganz eigenen Wege. Das funktioniert nicht nach Beweislage wie bspw. im Strafrecht. Man braucht schon Einblick in Kinderpsychologie und Erfahrung im Umgang mit dem Jugendamt und Sachverständigen.

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        • Carnofis schreibt:

          Das klingt mir alles ein wenig zu einfach, aliasnimue.
          Wenn Streitigkeiten im Familienrecht sich wirklich so elegant mit einem „bissigen“ und „strukturiert vorgehenden“ Anwalt im Interesse des Vater regeln ließen, dann gäbe es die Vätervereine und Foren nicht.
          Ein geradezu tollwütiger Anwalt würde nichts bewegen, wenn der zuständige Richter der Meinung ist, dass das Kind zur Mutter gehört und die Rechnung zum Vater.
          Hilfreich ist es eher, erstmal außergerichtlich und mit etwas Feingefühl vorzugehen.
          Wer mit dem Panzer losprescht, darf sich nicht wundern, wenn der Gegner mit Kanonen zurückschießt.
          Kann das sein, dass Du Werbung in eigener Sache machst?

          Nebenbei: Betreuungsunterhalt (Ehegattenunterhalt ist ne andere Baustelle) kann auch weit über das 3. Lj des jüngsten Kindes geltend gemacht werden, wenn die Mutter die Notwendigkeit glaubhaft macht.
          Abgeschafft wurden nur die Automatismen des BGH, der Mutter erst ab dem 12. Lj des jüngsten Kindes eine Halbtagsbeschäftigung zuzumuten.

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