Tausendneunzehn

Über Hörspiele und Hörbücher hatte ich bereits meine Meinung in meinem Eintrag über das Zuhören kundgetan.
Da der Webmasterfriday heute ausdrücklich dieses Fragestellung nennt, gehe ich halt noch einmal etwas ausführlicher darauf ein.

Ich lese gerne. Dabei habe ich den Vorteil, dass ich mir meine eigene Geschwindigkeit vorgeben kann. Ich kann einzelne Passagen überspringen, oder noch einmal lesen. Ich kann vor- und zurückspringen, wie es mir beliebt.
Der Vorteil bei Filmen ist, dass ich mich nur davon berieseln lassen kann, ohne selbst viel nachdenken zu müssen. Da brauche ich keinen internen Kopfkinoprojektor. Das ist gut, wenn ich mich richtig entspannen will.

Hörbücher und Hörspiele dagegen vereinen in sich die Nachteile von Büchern und Filmen. Ein Tempo ist vorgegeben (zu langsam, um meine volle Konzentration zu absorbieren, und zu schnell, um noch etwas anderes zu denken), und ich muss mir das Bild selbst machen.
Tja, das nervt mich irgendwie. Ich mag solche Informationen nicht nur ausschließlich auf dem auditiven Kanal aufnehmen müssen. Deshalb höre ich freiwillig weder Hörspiele noch Hörbücher.

Carsten sieht das etwas anders. Er kann sich durchaus hörenderweise entspannen (bei mir geht das nur mit Musik, aber nicht mit informationshaltigen akustischen Signalen). Das ist einer der Punkte, bei dem wir unterschiedliche Ansichten haben.
Immerhin ist es uns beiden ein angenehmer Zeitvertreib (wenn auch nur im Winter, bzw. bei schlechtem Wetter), dass ich ihm vorlese, während er den Kopf auf meinem Schoß hat und halb dösenderweise dabei zuhört.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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6 Antworten zu Tausendneunzehn

  1. CoffeeGrinder schreibt:

    Ich mag Hörbücher auch nicht, das ist irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Oft gefällt mir auch die Stimme des Lesers nicht, oder das Lesen wirkt so drüber.

    Hörspiele hab ich dagegen als Kind gerne vor dem Einschlafen gehört. Ich hatte so einen kleinen Kasettenrekorder den ich mit ins Bett nahm. Auf einer Kasetten-Seite war meist eine Geschichte. War diese zu Ende schaltete sich der Kasettenrekorder ab und ich konnte schön weiter schlafen.

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    • breakpoint schreibt:

      Du machst – durchaus zurecht – einen Unterschied zwischen Hörbuch und Hörspiel.

      Für mich fällt aber beides in die gleiche Kategorie, da es zu viel Aufmerksamkeit erfordert, nebenbei noch etwas anderes zu tun, aber zu wenig, um mich ausschließlich darauf konzentrieren zu wollen.

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  2. Leser schreibt:

    Hörbücher sind etwas für Arbeiten, die nicht die volle Konzentration erfordern, die man nebenbei machen kann. Das kann ein Spaziergang sein, oder auch z.B. Hausarbeit oder ähnliches.
    Sobald sich das Konzentrationsgleichgewicht dabei jedoch verschiebt, muss ich auch auf Pause drücken.

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    • breakpoint schreibt:

      Grundsätzlich hast du schon recht.
      Bloß, dass ich bei solchen Tätigkeiten andere Nebenbeschäftigungen bevorzuge.

      Beim Spazierengehen unterhalte ich mich entweder, oder hänge meinen eigenen Gedanken nach.
      Bei Hausarbeit höre ich gerne Musik (und kann trotzdem noch simultan einfache Überlegungen anstellen – Multitasking 😛 ).

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  3. Pingback: Elfhunderteinundneunzig | breakpoint

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