Siebenhundertachtzehn

Es scheint Tradition zu sein, dass die Mitarbeiter der Firma Gutscheine für das Volksfest bekommen. Das erhöht die Mitarbeiterbindung, und steuerlich ist es vermutlich teilweise als Betriebskosten absetzbar.

Meine Mitarbeiter hatten ausgemacht, nach Feierabend zum Volksfest zu gehen, und ich hatte mich überreden lassen, mitzukommen. Carsten hatte zugesagt, später nachzukommen.
Da einer rechtzeitig daran gedacht hatte, Plätze zu reservieren, hatten wir sogar einen ganzen Tisch für uns.
Ich selbst als Externe hatte natürlich keine Gutscheine bekommen, aber da ich ohnehin keinen Appetit auf ein Stück vom Ochsen am Spieß oder ähnliches hatte, begnügte ich mich mit einer Brezel und einem Bier.
Tja, da saß ich dann so zwischen meinen Softies. Hm, vielen merkt man das Nerdige schon sehr an, und die meisten sind Singles. Ich muss mir mal was überlegen, was ich für sie tun könnte, um ihre Soft Skills zu verbessern.

Nach längerer Zeit tauchte Carsten auf, und setzte sich neben mich.
Ich weiß nicht, ob es nur der Enge am Tisch geschuldet war, ob er den rein privaten Charakter des Treffens demonstrieren wollte, oder er sein Revier abstecken wollte, aber er legte tatsächlich den Arm um mich.
Nachdem er mir geholfen hatte, meine Maß auszutrinken, brachen wir zusammen nach Hause auf.

Dort wartete immer noch mein einsatzverweigernder Rechner. Es blieb mir nichts anderes übrig, als ihn aufzuschrauben, und an den Innereien herumzudrücken. Und siehe da – dann lief er wieder. Vermutlich tatsächlich nur ein Kontaktproblem.

Danach wandte ich mich endlich anderer Hardware zu, die kein Kontaktproblem hat, und für die ein minimaler Trigger genügt, um hochzukommen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Siebenhundertachtzehn

  1. gammler67 schreibt:

    ich hätten den ochsen sehr gerne gegessen.
    allerdings nicht auf einem volxfest.
    ich hasse organisierten frohsinn jeder art…

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  2. plietschejung schreibt:

    Ein selbstheilender PC … was es alles gibt 🙂
    Die Stecker sind vergoldet. Da sollte nichts Probleme machen.

    Ochse auf Toast ist doch toll !!

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    • breakpoint schreibt:

      Naja, ich schätze, dass sich aufgrund der Hitze der letzten Tage irgendwelche metallischen Verbindungen ausgedehnt, und – als sie sich nachts wieder abgekühlt und zusammengezogen haben – irgendeinen Kontakt gelöst hat. Was weiß ich.
      Nachdem ich die Steckverbindungen dann leicht gegeneinander bewegt habe, war der Kontakt jedenfalls wieder da.

      Der lineare Wärmeausdehnungskoeffizient von Gold ist fast genauso groß wie der von Kupfer, und sogar größer als der von Eisen.

      Ochsen tun mir immer irgendwie leid. 😦

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      • plietschejung schreibt:

        Die Wärmeausdehnungskoeffizienten sind meist nicht das Problem, ist ja einen Inhouse Anwendung, aber die elktolytischen Effekte und Oxidationen sind manchmal nicht ohne. Hauptsache, die Möhre läuft !

        Ochsen sind schon dumm dran. Erst kastriert, dann gegessen. Scheiß Leben.

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        • breakpoint schreibt:

          Solange es funktioniert, verzichte ich auf Ursachenforschung.

          Auffällig ist jedoch schon, dass sich solche Ausfälle bei großer Hitze häufen (auch bei uns in der Firma).

          Da fällt mir gerade unser alter Fernseher zuhause ein. Der hatte irgendwelche Sensortasten zur Bedienung direkt am Gerät. Im Hochsommer sprang manchmal willkürlich das Programm um. Halbleitereffekte?

          Arme Ochsen! 😥

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  3. Pingback: Neunhundertsechsundsiebzig | breakpoint

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