Ein Lebenszeichen //2765

Ich kann mal kurz den Internetzugang meines Schwagers nutzen, und poste schnell den Text, den ich offline vorbereitet habe.

So sind wir also dabei, das Haus meiner Mutter auszuräumen.
So viele Erinnerungen kommen hoch! Es schmerzt mich, viele Sachen wegzuwerfen, obwohl sie noch einwandfrei und brauchbar sind. Nicht nur die Möbel und Kleider, auch Küchenutensilien, der ganze Kleinkram, ..
Sabine übernimmt ja einiges, aber sie hat selbst einen kompletten Haushalt, und nicht genug Platz, alles unterzubringen.
Lampen und Vorhänge lassen wir drin. Die können die Mieter noch gebrauchen. Ebenso ein paar Kleinmöbel wie Garderobenschrank, weil der maßgeschreinert für die kleine Nische im Flur ist.

Und dann gibt es noch ordnerweise Papierkram. Mit der Durchsicht habe ich jetzt angefangen. Mein Vater hat früher ja immer alles ganz korrekt, um nicht zu sagen pedantisch, abgeheftet. Dann war er dazu nicht mehr in der Lage. Die letzten paar Jahre sind völlig durcheinander und konfus. Meine Mutter hat es mit den Dokumenten dann nicht so genau genommen (vielleicht war sie damit auch überfordert), und einfach alles chronologisch in den gleicher Ordner geheftet, egal ob es eine Rechnung war, die Bankauszüge, Steuerunterlagen, die Telefonabrechnung, oder was auch immer.
Ich muss da jetzt einigermaßen Ordnung hineinbringen. Es graust mich.
Wie es aussieht, wird sich das Auflösen des Haushalts noch länger hinziehen, als ich gedacht hatte. Wenigstens habe ich keine dringenden Termine, da ich mir den August weitgehend freigehalten habe, um eventuell kurzfristig in Urlaub fahren zu können. Tja, anders gekommen.
Wenigstens Johannes ist gut drauf. Ihm gefällt es, die Zeit mit seinen Cousins und Cousinen zu verbringen.

[Wie ich inzwischen noch von der Frau eines entfernten Verwandten erfahren habe, die im Krankenhaus arbeitet, wäre meine Mutter zu normalen Zeiten im Krankenzimmer an einen Überwachungsmonitor angeschlossen worden. Aber es war keiner verfügbar. Sie haben dort nur wenige, von denen ein paar kaputt sind, und derzeit nicht repariert werden können, weil es weder passende Ersatzteile noch dafür qualifizierte Techniker gibt.
Außerdem deutete sie an, dass die Kompressionsstrümpfe nicht richtig gepasst hätten.]

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Ein Lebenszeichen //2765

  1. keloph schreibt:

    so ging es mir damals auch, allerdings ist meine mutter noch fit, was das problem eher vergrösserte

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  2. Mia schreibt:

    Hätte, wäre, sollte.
    Das hilft jetzt auch nichts mehr, außer du willst gerichtlich gegen das Krankenhaus vorgehen.
    Dann ist die Frau des entfernten Verwandten auch mit Mode, weil sie Krankenhaus-Interna ausgeplaudert hat (Thema Verschwiegenheit). Nützt also keinem etwas.

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  3. blindfoldedwoman schreibt:

    Irgendwie fehlen Informationen. Wozu ein Überwachungsmonitor nach einer Knie-OP?
    Das wichtigste ist, dass der Patient so schnell wie möglich (am Tag nach OP) wieder auf den Beinen ist.
    So weit ich weiß, kann man bei der üblichen Heparingabe eigentlich auf die Strümpfe verzichten.
    Lass Dich nicht verrückt machen. Und wenn Du Fragen hast, besprich das lieber mit dem Arzt. Bei so einer Art Gerüchteküche machst Du Dich nur unnötig verrückt und belastest Dich.

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    Die Aufgabe steht mir noch bevor.

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  5. ednong schreibt:

    Das tut mir leid, Anne – Haushaltsauflösungen sind anstrengend. Ganz besonders, wenn es enge Verwandte/Familie ist.

    Hab Geduld und gräme dich nicht. Sortiere, was zu sortieren ist.
    Den Rest-Hausstand vielleicht zu einem sozialen Kaufhaus gebe oder bei einer lokalen Tafel oder Obdachlosen-Einrichtung anfragen. Die haben mit Sicherheit Verwendung und die Nutznießer werden dankbar sein.

    Gutes Durchhaltevermögen.

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