Siebenhundertzweiundneunzig

Da es meines Wissens derzeit keine Blogparade gibt, deren Thema mich reizt, schreibe ich heute über einen nervigen Sucheffekt.
Wie die meisten Internetanwender nutze ich gelegentlich Google, um nach bestimmten Begriffen zu suchen. Seit einiger Zeit hat Google jedoch Redirekts zwischen die Suchergebnisse und die Zielseiten gesetzt. Außer dass sich die Suchbegriffe nicht mehr aus den Querystrings der URL rekonstuieren lassen, hat das auch noch den folgenden Effekt:

Ich habe also etwas gesucht, und Google zeigt mir eine Liste mit Ergebnissen an.
Ich klicke auf einen der Links, und Google leitet mich zur gewünschten Seite weiter. Ich schaue sie mir kurz an, merke dann, dass diese Seite mir doch nicht weiterhilft.
Also klicke ich auf den Back-Button des Browsers. Was passiert? In der History ist der Redirekt die letztbesuchte Seite. Der Browser öffnet also diesen Redirekt. Da der Redirekt jedoch auf das Suchergebnis weiterleitet, das ich mir soeben angeschaut habe, werde ich wieder auf auf diese geleitet.
Während er noch lädt, fällt mir das auch ein, und ich will auf die vorletzte Seite (also die Google-Suchergebnisse) zurück, aber irgendwie überholt sich das alles gegenseitig, und ich komme einfach nicht von dieser nutzlosen Seite weg. Das ist lästig und nervig.

Ist euch das auch schon aufgefallen?

Eigenlich könnte Google den Redirect doch einfach aus der Browser-History löschen, dann würde das so nicht passieren.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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40 Antworten zu Siebenhundertzweiundneunzig

  1. large bearings schreibt:

    Der Browser öffnet also diesen Redirekt. Da der Redirekt jedoch auf das Suchergebnis weiterleitet, das ich mir soeben angeschaut habe, werde ich wieder auf auf diese geleitet.

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  2. schaum schreibt:

    es ist nervig, aber echt, da hast du schon recht. als nichttechie muss ich das einfach hinnehmen…..

    es schäumt frustrierend

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  3. DerMaskierte schreibt:

    Und aus dem Grunde nutze ich Firefox. Kleines Addon rein, dass einfach den Redirect-Link in die direkte URL umwandelt:
    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/google-search-link-fix/

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  4. Athropos schreibt:

    Als Website die Browserhistory manipulieren kommt wahrscheinlich überhaupt nicht gut an.
    Mir ist dieses Verhalten bislang noch nicht aufgefallen weil ich üblicherweise die entsprechenden Links in einem neuen Browsertab öffne. Evtl. wäre das ja auch für dich ein gangbarer Weg?

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  5. idgie13 schreibt:

    Das nervt mich auch. In solchen Fällen klick ich per Maus auf den Back-Button und wähl das vorherige Ergebnis aus.

    Mir passiert das aber nicht bei allen Seiten – ich dachte immer, das liegt an den Webpages.

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  6. ednong schreibt:

    Tsts,
    also ich öffne die Suchergebnisse (bzw. deren Links) generell immer mit Mittelklick in einem neuen Tab. Kann ich dann schnell schließen und habe jederzeit das Suchergebnis als Liste verfügbar.

    Keine Ahnung, ob der Redirect der Sicherheit oder der Gelderzeugung geschuldet ist. Aber so stört es mich wenigstens nicht.

    Und ja, ich nutze auch Firefox. Erstaunlich, dass du dich mit ihm nicht anfreunden kannst.

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  7. bonobo schreibt:

    Ich habe nie verstanden, warum das passiert, jetzt weiß ich es. Mich nervt es auch tierisch und was manchmal hilft, ist Doppelklick auf den Back-Button.

    LG, bo

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  8. Leser schreibt:

    Ich schließe mich den meisten Kommentatoren an: Tabs sind wirklich die sinnvollste Art, zu suchen. Hab ich schon in den 90ern im Netscape gemacht, oder wann das aufkam. Nee, damals waren es noch extra Fenster, die Tabs kamen erst später. Aber man kann ja auch einstellen, ob man mit Ctrl-Klick bzw. Klick auf die mittlere Maustaste (das Rad) oder wie auch immer man sonst ein neues Tab öffnen würde, ein neues Fenster oder ein neues Tab aufmachen will. Von daher ist der Workaround sogar für Leute mit Abneigungen gegen Tabs gangbar, die benutzen dann halt Fenster.
    Ja, der letzte UI-wechsel von Firefox war wirklich grausam, aber als Haupt-Browser nutze ich ohnehin am liebsten den SeaMonkey, einfach weil der, wie schon vor bald 20 Jahren, Browser und E-Mail-Client in sich vereint, und das Aussehen hat sich seitdem auch nicht groß verändert, sprich, alles noch an der gewohnten Stelle. Und Firefox hat halt den großen Vorteil, dass Addons möglich sind. Es gibt kaum Browserhersteller, die z.B. von sich aus einen Tracking-Verhinderer, oder einen Werbeblocker integrieren, denn das ist leider schlecht fürs Geschäft. Dementsprechend nutze ich in SeaMonkey auch das Addon „Redirect Cleaner“, was sehr gut funktioniert, manchmal sogar zu gut, wenn man auf eine Google-Seite weitergeleitet werden *will* (z.B. bei der Bildersuche).

    Und dass eine Website die Browser-History manipulieren kann, soweit kommts noch! So ein hahnebüchener Vorschlag kann wirklich nur von einem Windows-Fetischisten kommen, da bleibt mir nichts außer entsetztes Kopfschütteln übrig.

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    • breakpoint schreibt:

      Ein Browserwechsel oder das Nutzen von Tabs steht überhaupt nicht zur Debatte.
      Ich mag keine Tabs, weil ich dann zusätzlich zur Taskbar noch eine Leiste (pro Browser-Fenster) hätte, die ich im Auge behalten müsste.

      Was hat jetzt die Browser-History mit Microsoft zu tun?
      Es geht darum, dass Google eine zusätzliche Seite einfügt. Eigentlich ist das die Manipulation, und Google sollte dann wenigstens wieder aufräumen, und das in Ordnung bringen.

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      • Leser schreibt:

        Ja, dann öffne halt die Suchergebnisse im neuen Fenster.

        Der Vorschlag, eine Website in der Browserhistory rumfummeln zu lassen, kann nur von Leuten kommen, die Microsoft-Software gut finden, weil es ein absolutes No-Go ist, ebensowenig darf eine Website einfach so auf Deiner Festplatte herumlöschen, wenn ein Algorithmus irgendwelche Daten findet, die er nicht mag. Diese Haltung der Unselbständigkeit, lass ich doch Big Brother machen, dieser eklatante Mangel an Souveränität im Umgang mit der Maschine, das ist das Erbe, was Microsoft seinen Usern eingeimpft hat. Eine unfassbare „Versorgermentalität“ ist das…

        Es ist eine Manipulation und wird zu Tracking-Zwecken gemacht (wie so vieles anderes auch). Die Browserhistory ist dem Unternehmen dabei ziemlich egal, denn sonst würden sie es bei IE-Usern, die sich ja auch gegen andere Tracking-Methoden nicht wehren können, gar nicht machen, es geht ihnen darum alles zu erfassen. Bei Google sitzen ein paar Leute, die meinen „mehr Daten sind besser“, ganz dogmatisch, egal wobei/wofür oder welcher Art. Der redirect erzeugt in Deiner Browser-History mehr Daten, also gilt das für die als „gut“. Trotzdem bleibt es eine Manipulation, wenn sie danach ihre Spuren verwischen würden. Es würde Dich und eine kleine Gruppe anderer User dann vielleicht nicht mehr so stören, weil sie es nicht mehr merken würden, aber der eigentliche Kern des Problems, die Manipulation, bliebe ja bestehen. Das ist genauso, wie wenn Du ein teures Bild, sagen wir einen Picasso, in Deiner Wohnung hängen hättest. Am Wochenende kommen Einbrecher und nehmen den mit. Die könnten Dir dann auch eine Fälschung desselben Bildes an Deine Wand hängen, damit Dir der Diebstahl nicht auffällt, der Picasso ist aber trotzdem nicht mehr bei Dir.

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        • breakpoint schreibt:

          Vielleicht will ich aber einfach kein neues Fenster deswegen.

          Die sauberste Lösung wäre es, wenn Google auf die Redirects verzichten würde.
          Microsoft’s Bing nutzt schließlich auch keine.

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          • Leser schreibt:

            Deshalb ist ja ein Browser, der es über Addons ermöglicht, solche Manipulationen rückgängig zu machen, so extrem vorteilhaft.

            Bing hat zwar keine Redirects, aber immer, wenn ich es mal ausprobiert habe, auch keine anständigen Suchergebnisse. Aber, was anderes hätte ich von Microsoft auch gar nicht erwartet. 🙂

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  9. Uschi-DWT schreibt:

    Deswegen habe ich es mir angewöhnt die Suchergebnisse immer in eigenen Registerkarten zu öffnen und kann so einfach diese schließen und zum Suchergebnisregister zurückgehen.

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  10. Uschi-DWT schreibt:

    Wie du richtig bemerkst, ist es eine Gewöhnungssache und so würde es mir sicher schwerfallen, wenn es diese Funktion der neuen Tabs für die einzelnen Seiten des Suchergebnisses nicht mehr gäbe, mich da umzustellen.

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  11. breakpoint schreibt:

    NeunhundertsechsNichts ist beständig, außer dem Wandel.
    Aber nicht jede Änderung ist auch zum Guten.

    So hatte ich schon über Google Redirects und Verschlüsselung von Suchanfragen gebloggt.
    Wordpress stellte Ende des letzten Jahres auf HTTPS um, was mir im Oktober…

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  12. Pingback: Tausendsechsundzwanzig | breakpoint

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