Fünfhundertneunundfünfzig

Als (noch) Chief Information Officer gehört es zu meinen Aufgaben, gelegentlich über neue Entwicklungen und Änderungen vor meinen Mitarbeitern zu referieren.
Normalerweise mache ich das im Rahmen des Jour-fixe. So auch gestern.

(Für meine Softworker halte ich übrigens keinen festen Besprechungstermin. Es sind ja deutlich weniger, und die nehmen entweder am Jour-fixe der Geräteentwickler teil – ich auch, wenn ich nichts wichtigeres zu tun habe – oder ich beraume kurzfristig eine Besprechung an. Das klappt ganz gut, denn die machen eh nichts anderes als auf (sic!) ihren Rechnern herumzuhacken.)

Ich hielt also einen kurzen Vortrag über eine kleine Neuerung, die ich mich entschlossen hatte einzuführen (äh .. im Sinne von introduce, nicht insert).
Obwohl ich einige Slides vorbereitet hatte, musste ich trotzdem immer wieder aufstehen, um etwas am Whiteboard zu visualisieren.
Und dieses ständige Abwechseln zwischen sitzen und stehen trug wohl maßgeblich zum Problem bei.

Die andere Ursache war, dass diese Strümpfe einfach zu kurz sind. Obwohl ich mich schon desöfteren umgeschaut habe, scheint es keine Strümpfe in Überlänge zu geben. Und wenn ich nach Übergröße suche, dann sind mir die hoffnungslos zu weit, schlabbern und halten nicht. Normale Strümpfe unterscheiden aber nicht zwischen dicken und dünnen Beinen oder kurzen und langen Beinen. Es geht ausschließlich um die Schuhgröße, was lediglich mit der Fußlänge korreliert. Ich kann zwar froh sein, überhaupt Strümpfe zu finden, die der Antwort entsprechen, aber für meine Beine sind die dennoch zu kurz. Zwar dehnen sie sich schon etwas in die Länge, aber insbesondere, wenn man sich viel vertikal damit bewegt, geben sie irgendwann der Schwerkraft nach.
Die Strümpfe begannen also, den Strapsgürtel samt Slip langsam aber sicher nach unten zu ziehen.

Nein, ich stand nicht irgendwann halb entblößt vor meinen Subbies, aber es ist einfach unangenehm, wenn die Strapse nicht da sind, wo sie sein sollen. Und ich bewegte mich infolgedessen wohl auch seltsam.
Meine schlimmste Befürchtung war, dass der Geschäftsführer auf die Idee käme, uns einen Besuch abzustatten. So waren wir immerhin unter uns. Ach, ich glaube, dann hätte ich den Vortrag einfach abgebrochen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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23 Antworten zu Fünfhundertneunundfünfzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Nehm einfach Halterlose. Damit ist das Problem gelöst. (doppelte Sicherheit, sozusagen)
    Ich bin deutlich über 170 cm und hab keine Probleme, kaufe immer Oroblu im Fachgeschäft.

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  2. plietschejung schreibt:

    Am Int. Männertag ein durchaus amüsantes Thema 🙂

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  3. Gentleritter schreibt:

    Vielleicht wäre das eine Geschäftsidee genau diese Strümpfe anzubieten. Große Frauen werden immer mehr. Also auch immer mehr potentielle Kundinnen…!

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  4. schaum schreibt:

    ich jedenfalls hätte mir das schauspiel wohl gerne angesehen 🙂

    es schäumt mitfettemgrinsenimgesicht

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  5. Leser schreibt:

    Ganz klar: Kind, Du musst mehr essen! Brauchst was auf die Hüften! Dir rutschen ja schon die Hosen!

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  6. Conchi schreibt:

    Naja, ich bin ja nicht so groß, und habe diese Probleme nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es dir etwas unangenehm war.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend
    und sende dir viele liebe Grüße
    Conchi

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  7. engywuck schreibt:

    oh, und ganz vergessen: das kommt davon, wenn frau ihre Strumpfbänder verlost statt sie zu tragen 😀

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  8. Pingback: Achthundertfünfundsiebzig | breakpoint

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