Dreihundertfünfundsechzig

Allmählich nervt Michael.
Er ruft mich fast jeden Tag an. Zum Glück nur tagsüber, weil er ja abends bei seiner Familie ist.

Ich habe ihm schon mehrfach deutlich gesagt, dass ich kein Interesse mehr habe, und ihn nicht mehr treffen werde. Aber anscheinend glaubt er das nicht so recht.
Nur weil ich ein paar Quickies mit ihm hatte, bildet er sich wohl ein, er könne weiterhin mit mir ein loses Verhältnis pflegen.
Wenigstens weiß er nicht, wo ich wohne. Allerdings ist das nicht schwierig herauszufinden. Ich bin ja rechtlich verpflichtet, meine Adresse im Impressum meiner Website anzugeben (wie kann man nur solche stalker-freundlichen Gesetze beschließen?).

Bisher habe ich darauf verzichtet, Carsten davon zu erzählen, weil es für alle Beteiligten besser ist, wenn dieser nichts davon weiß. Aber langsam weiß ich mir nicht mehr anders zu helfen, und muss mich wohl auch absichern.
Oder sollte ich lieber Michael’s Frau einen Tipp geben?

Ich will ihm eigentlich nicht schaden, sondern nur, dass er mich in Ruhe lässt.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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24 Antworten zu Dreihundertfünfundsechzig

  1. DerMaskierte schreibt:

    Da böte sich doch eine Postfach-Adresse an. Sollte den Impressumspflichten genügen. Oder halt einen Impressumsdienstleister bemühen.

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    • breakpoint schreibt:

      AFAIK muss es eine „ladungsfähige“ Adresse sein (also kein Postfach), über die man unmittelbar zu erreichen ist.

      Dafür gibt es Dienstleister? Wusste ich nicht.
      Aber selbst wenn ich mein Impressum jetzt ändern würde, das Internet vergisst nichts, und die Adresse steht auch noch an ein paar anderen Stellen.

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  2. idgie13 schreibt:

    Hm. Schwierig.

    Ich würde ihm zumindest androhen, seiner Frau einen Hinweis zukommen zu lassen, wenn er Dich nicht in Ruhe lässt. Wenn er sich davon unbeeindruckt zeigt, musst Du es allerdings auch machen … überleg Dir vorher gut, ob Du das möchtest und wie Du es anstellen willst.

    Hast Du keine Rufnummernanzeige? Wenn ja, würde ich nicht mehr rangehen, wenn er anruft oder seine Nummer blockieren.

    Carsten würde ich nichts sagen.

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    • breakpoint schreibt:

      Ich habe es ihm ja vorhin nochmal deutlichst gesagt. Falls er trotzdem nochmal anruft, werde ich wohl so eine Drohung aussprechen müssen.

      Seine Handynummer habe ich bereits gesperrt. Aber er ruft meist vom Büro aus an. Da kriege ich keine Durchwahl zu sehen, und da es auch ein geschäftlicher Anruf sein könnte, kann ich das nicht ignorieren.

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  3. Moody schreibt:

    Also manche Menschen… ich verstehe solch obsessives Verhalten einfach nicht. Noch weniger, weil es ja eine eigene Familie ist. Ich schrieb es neulich erst bei Sigruns Blog, dass es mich einfach nervt, wenn manche Leute Belästigung mit Hartnäckigkeit verwechseln.

    Die Gesetzgebung mit dem Impressum war mir gar nicht bekannt, jetzt verstehe ich aber auch, warum ich neulich auf der Homepage einer Fotografin ihre persönliche Adresse fand. Da hab ich mir noch so gesagt, dass sie ja verrückt ist, ihre eigene Adresse anzugeben, aber wenn sie nun verpflichtet ist… das scheint mir der falsche Ansatz zu sein, wenngleich ich den Hintergrund dazu nachvollziehen kann.

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    • breakpoint schreibt:

      Bis jetzt würde ich es noch nicht als „Belästigung“ bezeichnen. Es geht mir nur langsam auf die Nerven.

      Ja, die Impressumspflicht ist ein Thema für sich.
      Mit der Telefonnummer befinde ich mich da schon in einer rechtlichen Grauzone. Die Nummer, die ich angegeben habe, führt nämlich nur zu einem Anrufbeantworter. Theoretisch könnte ich deswegen abgemahnt werden.

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  4. Betriebswirt ZRH schreibt:

    .. ui ui ui… beide hatten das Vergnügen.
    Jedoch sollte der Herr begreifen, dass es was für den Augenblick war. Seiner Frau würde ich nichts sagen, würde nicht fair sein, denn beide wussten auf was sie sich einlassen. Die Telefone von Ihm einfach abhängen mit dem Kommentar, keine Zeit.
    Carsten würde ich auf jedenfall nichst sagen, denn es würde keinem was bringen, nur irgendwelche Fragen etc. die man nicht beantworten will…

    Grüessli

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    • breakpoint schreibt:

      Wenn ich am Telefon sagen würde „keine Zeit“, dann würde er halt eine halbe Stunde später noch mal anrufen.

      Seiner Frau würde ich ja wirklich nur als ultima ratio einen Hinweis geben. Ich gehe mal davon aus, dass das nicht nötig sein wird.

      Carsten will ich bestimmt nichts sagen, es sei denn, es ließe sich absolut nicht mehr vermeiden.

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  5. ednong schreibt:

    Tsts,
    was für ein Dummkopf. Vielleicht solltest du ihm seinen Kopf mal mit Pressluft durchpusten, damit er dann wieder klar denken kann.

    Mit einem Tip an seine Frau wäre dir nicht geholfen. Zerbricht deren Ehe, hast du ihn auf jeden Fall an der Backe. Geht es in der Ehe schlechter, hast du ihn auch an der Backe. Er muß es von sich aus einsehen und entsprechend handeln – nur in diese Richtung kann es gehen.

    Für das Impressum gibt es Dienstleister. Ich kenn da auch jemanden, der das anbietet. Adresse muß ladungsfähig sein – allerdings ist das nicht absolut korrekt. Es muß nur eine Kontaktaufnahme möglich sein. Und wer dich abmahnen will, nutzt eh die Registry über whois. Auch deshalb vielleicht einen Dienstleister nutzen.

    Telefonnummer ist meines Wissens nach (bin da aber nicht aktuell) nicht notwendig – und wenn, ist der AB ausreichend, wenn er regelmäßig und zeitnah nach einem Anruf abgehört wird.

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    • breakpoint schreibt:

      Die Sache war völlig bedeutungslos. Wenn seine Ehe das nicht verkraftet, dann war sie schon vorher nicht stabil.

      Ein Dienstleister bringt es glaube ich nicht. Du sagst ja selbst, dass man auch das Whois abfragen kann. Da steht meine Adresse natürlich auch im Klartext.

      Den Anrufbeantworter höre ich ja gerade nicht regelmäßig ab, weil sich da nur alle paar Wochen oder Monate ein Anruf verirrt (und immer wird gleich wieder aufgelegt).
      Darauf weise ich in der Ansage aber explizit hin.

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      • ednong schreibt:

        Also:
        bei der Ehe wüßte ich nicht, ob ich das meiner Partnerin durchgehen ließe.

        Die Dienstleistung bezieht sich natürlich auch auf das Whois – sonst macht es keinen Sinn, logo.

        Bei Angabe einer Telefonnummer zur telefonischen Kontaktaufnahme im Impressum bist du schon verpflichtet, die zeitnah und regelmäßig abzuhören. Dafür kannst du z. B. eine Telefonnummer eines VoIP-Anbieters nutzen, der dir dann die Aufnahme als MP3 zumailt. Das ist sicherlich zeitnaher und regelmäßig.

        Und ein Impressum ist nur bei (ge-)werblicher Absicht nötig, die du wahrscheinlich auf/mit der Website verfolgst.

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        • breakpoint schreibt:

          Wenn deine (fiktive ?) Ehefrau fremdgegangen wäre, hättest du natürlich das Recht, erst mal sauer zu sein.
          Aber wenn das wirklich nur eine bedeutungslose Affaire war, und sonst alles in deiner Partnerschaft passt, wirst du ihr früher oder später doch sicher verzeihen.
          Du weißt selbst, was passiert, wenn man an einen realen Schwingkreis einen kurzen Spannungsimpuls legt: Das schwingt erst mal heftig, beruhigt sich aber auch wieder.

          Ich will meine Adresse ja gar nicht grundsätzlich geheim halten. Schließlich sollen (potentielle) Kunden mich schon finden.
          Dass mich auch Personen finden könnten, bei denen das nicht wünschenswert ist, verbuche ich als Kollateralschaden.

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          • ednong schreibt:

            Unabhängig, ob ich das Recht dazu hätte oder nicht: ich wäre in so einem Fall mehr als sauer.

            Und wer entscheidet, ob die Affäre bedeutungslos ist? Da müßte dann doch mein Maßstab gelten, nicht der ihrige. Und ob ich bei bedeutungslos verzeihen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich bin nachtragend. Und klar, man beruhigt sich wieder – wobei dein Vergleich hinkt: der ideale Schwingkreis verliert keine Energie …

            Wenn du sie nicht geheim halten willst – ich wäre an deiner Website interessiert …

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            • breakpoint schreibt:

              Für die Bedeutungslosigkeit gibt es ein ganz einfaches, eindeutiges, mathematisches Kriterium:
              Setze die Anzahl der Verfehlungen einfach in Relation zur Anzahl der positiven Ereignisse (wie immer du die definieren magst) mit deiner Frau.
              Wenn es im Promille- (oder niedrigen Prozent)bereich bleibt, ist es vernachlässigbar.
              Willst du wegen so einer Kleinigkeit auf Dauer sauer bleiben, und eine ansonsten intakte Beziehung infrage stellen?

              Ich schrieb explizit: realer Schwingkreis. Da ist immer ein gewisser Ohm’schen Widerstand, der für die Dämpfung sorgt.

              Meine Website bleibt geheim.

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  6. baerlinerin schreibt:

    …mir würde er nicht nur auf die Nerven gehen, sondern allmählich Angst machen. Fast täglich und er kapiert`s nicht, wenn du ihn um Abstand bittest? Warum gehst du noch ran? Klar, du siehst die Nummer nicht. Hast du ihn dran, leg wortlos auf. Das wäre meine erste Taktik. Nicht mehr annehmen, auf kein noch so belangloses Gespräch mehr einlassen und abwarten. Kapiert er`s dann immer noch nicht, brauchst du Unterstützung und Zeugen. Viel Erfolg! 😉

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  7. Conchi schreibt:

    Hi breakpoint,

    das ist ja eine blöde Situation, und ich würde ihm an deiner Stelle klar und deutlich sagen, dass er dich nicht mehr belästigen soll, und am besten nicht mehr ans Telefon gehen, wenn du seine Nummer sehen kannst. Seine Frau würde ich da nicht mit hinein ziehen, und es auch nicht androhen, denn dadurch könnte sich die Situation eher anspitzen.

    Ich denke, am besten ist es, ihn völlig zu ignorieren.

    LG und viel Glück, dass du ihn bald los bist.
    Conchi

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    • breakpoint schreibt:

      Hi Conchi,

      seit gestern Morgen hat er sich nicht mehr gemeldet, und jetzt ist erst mal Wochenende. Da bin ich ohnehin nicht zu Hause.
      Vielleicht hat sich das Problem danach bereits erledigt.

      Schönes WE und lg
      breakpoint

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  8. remi1 schreibt:

    Uh.. nicht gut… Ich hoffe, dass es mir nicht auch mal so ergeht… Drück die Daumen, dass du ihn los wirst…

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    • breakpoint schreibt:

      Wenn ich ihn nicht auf die gute Tour loswerde, muss ich halt zu härteren Mitteln greifen.
      Ich hoffe aber, dass das nicht nötig sein wird.

      Leider gibt es kaum Möglichkeiten, so etwas zu vermeiden.
      Möglichst wenig Kontaktinformationen geben – wirst du vermutlich ohnehin so handhaben.

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  9. breakpoint schreibt:

    DreihundertneunzigEs manchmal schwierig, Altlasten wieder loszuwerden.

    Ich hatte ja vor einiger Zeit berichtet, dass mich Michael mit seinen Telefonanrufen nervte. Kurz darauf hörte das dann zum Glück auf. Ich traf ihn dann kürzlich bei seiner Arbeitsstätte (wo ich j…

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  10. breakpoint schreibt:

    SechshundertfünfundsiebzigDie Einarbeitung des neuen CIOs nimmt doch mehr Zeit in Anspruch, als ich erwartet hatte.
    Naja, das ist an sich kein Problem, da ich derzeit eh noch keinen neuen Auftrag habe.

    Allerdings hat mir die Firma i.d.e.e ein neues Coaching-Projekt in Aussi…

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