A Whiter Shade of Gray //2787

Normalerweise sichere ich meine Daten an jedem Spätnachmittag. Danach mache ich nichts mehr, zumindest nichts Neues mehr, OK – nichts wichtiges Neues.
An jenem Nachmittag war ich ebenso verfahren. Danach hatte ich unerwartet noch etwas Zeit, und einen Blogeintrag geschrieben, den ich irgendwann als Füllthema vorgesehen hatte, wenn ich nichts besseres zu veröffentlichen habe.
Eigentlich habe ich ein kleines Skript, mit dem ich mit wenigen Klicks solche Deltas doch noch schnell zumindest auf meine Cloud (sprich Server) kopieren kann. Johannes muss mich abgelenkt haben, so dass ich es unterließ.
Am nächsten Morgen fuhr mein Rechner nicht hoch. Ich stellte schnell fest, dass es sich um die Boot- und Systempartition handelte, die nicht mehr reagierte. Auf einer anderen Partition dieser Platte hatte ich diesen – ungesicherten – Text. Der ist also unwiederbringlich weg. Sonst hatte ich keine Datenverluste, nur etliches an Arbeit, um mir ein neues System zu installieren und einzurichten. Die Platte hatte übrigens vorher keinerlei Anzeichen der Vorwarnung gehabt, dass ein Ausfall bevorstünde. Sie war völlig stabil und zuverlässig gelaufen.
Ich ziehe die Lehre daraus, auch kleinere Deltas in Zukunft öfter zu sichern. (Wie lang dieser Vorsatz halt anhält ..)

Tja, dieser fehlende Text. Ich kann ihn nicht mehr richtig rekonstruieren, zumal ich erst mehrere Tage später dazu kam, mich darum zu kümmern. Und so richtig Lust, ihn noch einmal ausführlich zu schreiben, habe ich auch nicht. Das wäre die Art Eintrag geworden, auf die es kaum Kommentare gibt (höchstens off topic), und die ich selbst später nur grob überfliege, wenn ich sie wieder lese, weil das Nachvollziehen aller Einzelheiten sogar für mich dann reizlos bis mühsam wird.
Ich skizziere also im Folgenden nur grob, worum es dabei ging.

Ich begann mit der Vorstellung eines RGB-Würfels mit 8 Ecken und 12 Kanten (wie das die üblichen dreidimensionalen Spate mit 6 Seitenflächen nun mal so an sich haben). Die Aufgabe, von der schwarzen Ecke zur gegenüberliegenden weißen nur über die Kanten (also nicht Flächen- oder Raumdiagonalen) zu gelangen, und dabei jede Ecke genau einmal zu besuchen, führte ich ausführlich aus. Es gibt dafür sechs verschiedene Wege, was ich erklärte, dabei auch kurz auf Permutationen und Pascal-Dreiecke (für n-dimensionale Hyperwürfel) einging.
Eine andere Aufgabe, nämlich einen geschlossenen Weg entlang der Kanten zu finden, der sämtliche Ecken berührt, führte auf Hamilton-Zyklen, Hamming-Abstände und schließlich auf den Gray-Code (als nicht-dualen Binärcode) – von mir eingehend dargestellt. Manhattan-Metriken fielen mir erst später ein.
Der Eintrag endete damit, dass ich versuchte, meine Faszination dafür auszudrücken, wie mathematische Strukturen in unterschiedlichen Zusammenhängen trotzdem in ähnlicher Form auftreten können.


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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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3 Antworten zu A Whiter Shade of Gray //2787

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Ein kurzes Backup per Script sollte reichen, mache ich auch so. Ich sichere auf eine NAS, das geht schneller als in die Cloud.

    Blöd, dass da so ein Mist passiert ist, aber simultan zu spiegeln, finde ich übertrieben.

    Gefällt 1 Person

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