Ausgekäfert, ausgeflogen //1683

Neulich hatten wir in der SW-Entwicklung ein Problem gehabt.
Die Lösungsversuche zogen sich mehrere Tage hin, da zwischen den einzelnen Builds auch immer wieder Daten abgeglichen werden mussten, und der Fehler ohnehin nicht sicher reproduzierbar war.
Ich hielt immer wieder Kontakt mit meinen Mannen, ließ mir von ihren Ansätzen und Fortschritten berichten, machte gelegentlich selbst einen neuen Vorschlag, was man noch ausprobieren könnte.

Endlich meldete ein Mitarbeiter, dass der Fehler gefunden und behoben sei.
Ich begleitete ihn zur Testmaschine und ließ mir den ordnungsgemäßen Ablauf zeigen. Tatsächlich klappte alles wie vorgesehen.
Erleichtert lud ich spontan meine Softies zu Kaffee und Kuchen ein. Das hatten sie sich durch ihren Einsatz mehr als verdient.

Das nächstgelegene Café war nur klein und hatte auch nur eine sehr beschränkte Kuchenauswahl. Deshalb beschloss ich, lieber ein Stück weiterzugehen. Das Wetter war an diesem Tag ideal für einen kleinen Ausflug.
Wir gingen also zu Fuß in ein ruhiges Café, das an eine Bäckereifiliale angeschlossen war. Die meisten Cafés in der Stadt haben Selbstbedienung. Das finde ich ganz praktisch, denn da muss man nicht ewig warten, bis eine Bedienung sich herablässt, an den Tisch zu kommen, die Bestellung aufzunehmen, die Bestellung auszuliefern, und später dann wieder nach längerem Warten endlich die Rechnung zu bringen, und dann auch noch ein Trinkgeld zu erwarten.
Ich ging also zur Verkaufstheke, und erklärte der Bäckereiverkäuferin, dass ich für meine Mitarbeiter bezahlen würde, und einen Bewirtungsbeleg (ob ich das wirklich von der Steuer absetzen kann, weiß ich nicht, aber ich kann’s ja versuchen) bräuchte. Außerdem legte ich meine Kundenkarte vor (die einzige, die ich habe, denn ich gehe schon öfter zu dieser Bäckereikette, und für diese Kundenkarte muss ich keine persönlichen Daten angeben – wenn ich genug Punkte angesammelt habe, lasse ich die mir gelegentlich in Brötchen auszahlen).

Dann lief alles glatt. Die Mitarbeiter suchten sich jeder ein Stück Gebäck und ein Getränk aus, trugen ihre Tabletts zu den Tischen, an die sie sich verteilten. Ich ließ mir auch noch einen Kaffee und ein Stück Himbeerkuchen mit Sahne geben, dann bezahlte ich für alles (erst mal aus eigener Tasche, ich weiß noch nicht, ob ich das über die Firma laufen lassen kann, denn eigentlich ist das Budget dafür schon durch das Sommerfest aufgebraucht).
Wir saßen dann fast eine Dreiviertelstunde gemütlich im Café und unterhielten uns, bevor wir schließlich wieder zurück an die Arbeit gingen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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11 Antworten zu Ausgekäfert, ausgeflogen //1683

  1. wollesgeraffel schreibt:

    Tolle Chefin bist Du. Da arbeitet Mann doch gerne.

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  2. RAID schreibt:

    War es ein sehr dummer bug? (Im Sinne von nervig, in externen Bibliotheken, trivial etc.)

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  3. Dieter schreibt:

    Hört sich für mich nach einem sehr guten und dadurch produktivem Betriebsklima an.

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  4. verbalkanone schreibt:

    Gute und sinnvolle Aktion, denn auch so ein Zusammensein bei Kaffee und Kuchen fördert schließlich den „Teamspirit“. 😉

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  5. Pingback: Twi-, Twitt-, Twitter! //1879 | breakpoint

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