Eine unpassende Mail //1684

Obwohl ich mich aus meinem eigenen Softwareentwicklungsgeschäft ziemlich zurückgezogen habe, biete ich immer noch ein paar Standardsoftwareprodukte auf meiner Website an.
Gelegentlich generiert mir das noch Einnahmen, für die ich praktisch nichts tun muss (von der Abwicklung des Geschäfts mal abgesehen).
Aber es kommt auch vor, dass Interessenten erst mal eine Mail mit Fragen schicken. Die beantwortete ich normalerweise ausführlich und freundlich. Oft führt das dann zu einem Softwarekauf, häufig aber auch nicht. Das weiß ich vorher noch nicht.

Jetzt habe ich wieder so eine Anfrage bekommen (Sprache Englisch, TLD der Mail-Adresse landesunspezifisch, Name mutmaßlich vorderasiatisch), in dem der Absender in rüdem, kurzangebundenem Ton verlangt, dass ich ihm bestimmte Details erkläre.
Zwar verstehe ich genau, auf was er hinauswill, aber ich habe nicht im geringsten Lust, darauf einzugehen. Jaja, Kunde ist König und so. Aber bisher ist er noch kein Kunde, und ob er es werden wird, ist fraglich.
In der Vergangenheit führten auch ein paar ähnliche Anfragen (aber in angemessenem Ton) zu lukrativen Entwicklungsaufträgen. Aber selbst wenn jetzt etwas entsprechendes herauskäme – ich nehme solche Aufträge nicht mehr an, habe zu viel anderes zu tun. Da müsste ich hochmotiviert sein und eine besonders reizvolle Aufgabe haben, um eine Ausnahme zu machen. Das trifft hier nicht zu.

Ich werde wohl entweder ebenso kurz und knapp antworten. Was der Betreffende dann daraus macht, ist seine Sache.
Oder ich antworte übertrieben freundlich (ich weiß schon, warum ich gegenüber auffällig freundlichen Menschen Vorbehalte habe), in der Hoffnung, dass er den Unterschied bemerkt.

Soweit hatte ich diesen Text bereits vor ein paar Tagen getippt. Zwischenzeitlich habe ich die Mail beantwortet – in professionell-sachlichem Ton.
Ich schickte die Antwort los, und erhielt eine „Undeliverable“-Mail zurück. Hatte es der Typ noch nicht mal geschafft, seine eigene Mail-Adresse korrekt in mein Kontaktformular einzutragen.
Aber mich hat die Geschichte wieder Zeit und Ärger gekostet.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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3 Antworten zu Eine unpassende Mail //1684

  1. keloph schreibt:

    C’est la vie. Schade um die Zeit. Aber so was kommt vor.

    Liken

  2. Pingback: Twi-, Twitt-, Twitter! //1879 | breakpoint

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