Sechshundertachtunddreißig

Der März hat begonnen, und somit der letzte Monat, in dem ich noch für die IT verantwortlich bin. Im April möchte ich dann am liebsten gleich wieder an Entwicklungsprojekten arbeiten – endlich wieder eigene Algorithmen entwickeln und echten Anne-Code schreiben!
Ich habe meine Profile in entsprechenden Portalen schon dahingehend aktualisiert. Außerdem werde ich ein paar frühere Kunden anschreiben, die möglicherweise Bedarf an meinen Diensten haben.
Allerdings bin ich nicht traurig, falls es sich um ein paar Wochen verzögert. Schließlich ist dann auch Ostern, was ohnehin wieder eine Unterbrechung bewirken wird.

Wir hatten nämlich vage überlegt, von Karfreitag bis Ostermontag einen Kurzurlaub zu machen, aber jetzt hat Verena angekündigt, über Ostern ein paar Tage „heim“ kommen zu wollen. Ob Patrick sie begleitet, ist offen. Deren Beziehungsstatus wechselt in zunehmend kürzeren Abständen. Die Anwesenheit des Kleinkindes ist leider unvermeidbar.
Deshalb hatte ich kurz erwogen, ob ich nicht dann meinerseits zu meinen Eltern fahren soll. Aber da würde ich nur dauernd in der Kirche herumsitzen müssen (auf Karfreitagsaerobic kann ich gerne verzichten). Da ich die Verwandtschaft ohnehin eine Woche später bei einer Familienfeier sehe, habe ich davon Abstand genommen.

Naja, vor Ostern ist erst mal die – von mir ignorierte – Fastenzeit, und davor – was sich nicht immer so leicht ignorieren lässt – der Fasching. Wenigstens kriegt man hier in der Stadt nur wenig davon mit, es sei denn man sucht explizit danach.
Bei meinen Eltern zu Hause war das weit schlimmer. Das ist eine richtige Faschingshochburg, und irgendwelchen Umzügen konnte man sich dort kaum entziehen. Als Kind bekam man Wiener im Brötchen nur, wenn man ein Faschingskostüm trug. Dabei mochte ich mich schon damals nicht gern verkleiden, sondern war lieber ich selbst. Auch heute noch kann ich Rollenspielen – gleich welcher Art – nichts abgewinnen (noch nicht mal denen mit Festen und Losen).

Advertisements

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

28 Antworten zu Sechshundertachtunddreißig

  1. schaum schreibt:

    ich finde fasching doof…..bekennend

    es schäumt lieberweitweg

    Gefällt mir

  2. Leser schreibt:

    Ach, Fasching ist heute? Zumindest lese ich das aus Schaum’s Kommentar heraus. Gut zu wissen, rein informativerweise.
    Naja, jedenfalls hab ich damit auch nix am Hut. In Berlin ist man glücklicherweise davor weitestgehend sicher.

    Nur ist das eben nicht in jeder Stadt so. In Köln, Mainz und ähnlichen „Hochburgen“ will man während der Faschingszeit wirklich nicht sein, wenn man dem Treiben nix abgewinnen kann.

    Und das passende Captcha: „ball of confusion“, herrlich!

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Eigentlich ist es seltsam, dass das Faschingstreiben regional so unterschiedlich ausgeprägt ist.
      Aber so kann man notfalls wenigstens auf einen anderen Ort ausweichen.

      Gefällt mir

      • engywuck schreibt:

        das ist gar nicht so seltsam.

        Katholische Gegenden waren „schon immer“ lebenslustiger, während die „Evangolen“ reihenweise eine „man darf sich nicht freuen“-Attitüde verbreitet hatten (denn schließlich ist ja Jesus für uns gestorben etc pp.). Besonders ausgepägt war das bei den Pietkongs (äh Pietisten) und anderen ähnlich ausgeprägten Gruppen, denen man nachsagte, sie hätten keinen Sex im Stehen – weil man’s ja mit tanzen verwechseln könne.

        Aus diesem Grund ist Fastnacht/Fasnet in Norddeutschland kaum verbreitet, dafür aber im Rheinischen Katholizismus, in ehemals katholischen (Reichs)städten wie Rottweil.

        Ausnahme ist eigentlich nur die Fastnacht in Basel. In allen anderen „evangelischen“ Gegenden wurden die Narrenzünfte regelmäßig erst nach dem Krieg gegründet, als zunehmend Katholiken einwanderten und gleichzeitig sich die Strenge der Religionen zurückentwickelte.

        Da du ja laut anderen Beiträgen aus einer katholischen Gegend stammst wundert mich nicht, dass du „daheim“ kaum drumrumkamst 🙂

        Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der „Karneval“ verboten werden sollte. Nur die schwäbisch-alemannische Fasnet ist erträglich, ohne diese Damen mit Minirock im Tiefschnee und Büttenreden, bei denen man ein Orchester braucht, um die angebliche Pointe zu erkennen.
        (Ha, auch mal eine ceterum censeo gebracht :-))

        Gefällt mir

        • engywuck schreibt:

          ganz vergessen: die einzig musikalische Untermalung darf natürlich Guggenmusik sein, nicht etwa welche vom Band wie *schauder* Anton aus Tirol oder Gangnam Style.

          Gefällt mir

        • breakpoint schreibt:

          Danke für den historischen Überblick.
          Das war mir weitgehend neu (vermutlich weil ich mich nie dafür interessiert habe).

          Du hast recht, die Musik ist meist schauderhaft.
          Und wie Funkenmariechen unter ihren Röckchen aussehen, das möchte ich ganz bestimmt nicht sehen müssen.

          In Zeiten, in denen es das ganze Jahr über Krapfen gibt, braucht niemand Fasching (oder wie man es auch immer nennen möchte).

          Gefällt mir

  3. plietschejung schreibt:

    Ich finde Fasching ganz lustig, aber wir feiern es im Norden also nicht so intensiv. Eigentlich gar nicht.

    Es sei denn, man besucht das LiLaLe. Hier gab’s zumindest früher eine Menge zu sehen und zu fühlen 🙂

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Mich stört es überhaupt nicht, wenn Leute sich verkleiden und feiern wollen, solange sie das in irgndwelchen Lokalitäten unter sich tun.

      In meinem Heimatort allerdings hat Fasching sehr unangenehme Ausmaße angenommen.
      Beispielsweise haben sich irgendwelche Deppen als alte Hexen mit Masken verkleidet, und versuchten harmlose Passanten mit ihren Besen zu schlagen.
      Als kleines Kind hatte ich davor ziemliche Angst.
      Keine Ahnung, ob das heute noch so praktiziert wird. Wahrscheinlich sterben die Deppen nicht so schnell aus.

      Gefällt mir

  4. idgie13 schreibt:

    Ich bin auch bekennender Faschingsmuffel. Eigentlich bin ich immer fröhlich, aber wenn ich auf Befehl lachen soll, bin ich sofort muffelig.

    Wo ich aufgewachsen bin, war auch so ein Faschingshochburg und an meinem jetzigen Wohnort leider auch. Zu allem Übel dauert der Fasching hier auch noch bis 13.3. morgens um 4 (!!) – sprich mehr als 1 Woche länger als in D bzw. den katholischen Gegenden hier .. :**:

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Auf Kommando gutgelaunt zu sein, ist auch nicht meins. Vom Kalender lasse ich mir sicher nicht meine Laune vorschreiben.

      Bis 13. März – du Arme – ich dachte immer, am Aschermittwoch sei „alles vorbei“.

      Ursprünglich feierte man früher mal das Ende des Winters. Das kann ich auch gut nachvollziehen.
      Aber in der Form von Fasching – nee – das ist überhaupt nicht mein Geschmack.

      Gefällt mir

  5. ednong schreibt:

    Faschin – was ist das?

    Und das Captcha: hello watson 😉

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Faschin ist ein regional gebräuchliches Wort, das anderswo als Fastnackt oder Carnival bekannt ist.

      Gefällt mir

      • Leser schreibt:

        Haha, das wär’s doch: Zur Fastnackt fast nackt gehen! Oder ganz nackt – wenn das nur nicht im Februar/März wäre, sondern im Sommer, dann könnte man da eine riesige FKK-Parade draus machen, das wär dann schon wieder lustig 😉
        (Und jetzt werd ich hoffentlich nicht so dumm angeschaut, wie in der Schule, ich glaub in der 11. Klasse wars, als ich völlig ohne Hintergedanken[!] vorschlug, doch auch mal in die Sauna zu gehen…)

        Gefällt mir

        • breakpoint schreibt:

          Vermutlich ist deshalb der Karneval in Rio so beliebt.
          Da ist es warm genug, um sehr leicht bekleidet herumzuflanieren.

          Das mit den fehlenden Hintergedanken glaube ich dir sogar.
          Ich erinnere mich nicht, jemals in der Sauna irgendetwas halbwegs erotisches erlebt zu haben.
          Allerdings gehe ich auch nur sehr selten in die Sauna (vielleicht deswegen).

          Gefällt mir

          • Leser schreibt:

            Naja, mir ist erst kurze Zeit nach der Reaktion meiner Mitschüler aufgefallen, dass dann ja auch einige durchaus nicht unansehnliche Mitschülerinnen unbekleidet dabei gewesen wären, weshalb natürlich niemand den Vorschlag ernst genommen hat, was mich – bis zu dieser Erkenntnis – ein wenig gewundert hatte…

            Gefällt mir

  6. Uschi-DWT schreibt:

    Das mit neuen eigenen Projektaufträgen finde ich sehr gut und drücke dir die Daumen dafür… wie gerne würde ich auch wieder für so etwas losziehen egal wie groß oder klein der Auftrag wäre nur wieder Probleme anpacken und lösen :yes:

    Auf das mit Fasching / Ostern und ähnliche Familienfeiern kann ich jedoch auch ganz gut verzichten.

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Danke. Du kannst das verstehen. 😀

      Ich werde schon wieder Aufträge bekommen. Wenn nicht gleich, dann halt erst ein paar Wochen später.

      Tja, Feiertage und Familienfeier sind schon so eine Sache.
      Aber jedesmal kann man sich auch nicht entziehen, und dann versuche ich, halt das Beste daraus zu machen.

      Gefällt mir

  7. Pingback: Neunhundertacht | breakpoint

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.