Nachricht von $_Unknown //1647

Alle paar Tage schaue ich einmal in die Spamkommentare bei WordPress. Akismet traue ich nicht so ganz, denn gelegentlich ist schon einmal ein völlig regulärer Kommentar dabei, sogar von langjährigen regelmäßigen Kommentatoren, die selbst ein WP-Blog betreiben.
Die meisten Spamkommentare haben kein Gravatar-Bild (was alleine für sich noch nichts zu sagen hat) und sind in englisch verfasst. Zunehmend gibt es aber auch deutsche, gelegentlich spanische oder chinesische. Der Text ist i.A. ein Lob auf das Blog, ohne jedoch auf konkrete Einzelheiten einzugehen, oder SEO-Reklame.
Der angegebene Name kann wie ein richtiger Name wirken, meist ist es jedoch irgendein Begriff mit „Download“ oder anderen Webdiensten.
Manchmal sind im Text Links, aber immer ist irgendeine Website beim Namen angegeben. Die Mailadressen sind vermutlich echt, aber stammen wohl von Harvestern oder anderen illegalen Quellen.
Die meisten Spamkommentare beziehen sich auf irgendwelche uralten Beiträge, normalerweise nicht auf aktuelle.

Als ich wieder in meine Spam-Warteliste schaute, war diesmal ein Kommentar im Impressum eingegangen, mit dem Text „Rufen Sie uns an unter +49 180501549?“.
Im ersten Moment bekam ich einen Schreck. Wollte mich da jemand abmahnen, weil ich meinen Klarnamen und Adresse nicht im Impressum angegeben hatte? Oder noch schlimmeres?
Ich schaute mir die Daten an: Der Name wirkte normal, und die Mail-Adresse passte dazu, wenn auch mit anderer Domain als die angegebene Website.
Bei 180er-Nummern bin ich erst recht vorsichtig, und ich beschloss, erst einmal eine Rückwärtssuche zu probieren. Die verlief ohne Ergebnis.
Also googlete ich danach, und siehe da – ich war mit dieser Nachricht nicht alleine. Ist offenbar wieder eine neue Art der Abzocke (weshalb ich die Nummer auch fast unverändert und nur leicht maskiert hier angegeben habe).
Ich kann nur jedem raten, der vielleicht eine ähnliche Nachricht erhält, diese zu ignorieren, oder zumindest erst nachzuforschen, bevor er zum Telefonhörer greift.

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Der einzige Weg, Oliven zu trinken //1646

Im Urlaub saßen wir eines Abends noch gemeinsam entspannt an einem Tisch in der Nähe der Poolbar. Carsten trank ein Bier und aß Oliven, während ich Sangria trank.

„Ob Oliven in Sangria schwimmen?“, fragte Carsten.
„Probier‘ doch lieber aus, ob sie in Bier schwimmen“, erwiderte ich, mein Glas vorsichtshalber in Sicherheit bringend.
Tatsächlich warf er eine Olive in sein Glas, die sofort unterging.

„Jetzt habe ich bewiesen, dass Oliven nicht in Bier schwimmen.“
„Nö. Du hast nur bewiesen, dass diese eine Olive nicht schwimmt. Dies auf alle anderen zu extrapolieren, wäre eine unzulässige Verallgemeinerung.“ Strenggenommen gilt das auch nur für genau dieses Glas Bier, und nur zu den aktuellen Umgebungsbedingungen, aber wir wollen ja im Urlaub nicht zu spitzfindig und pingelig werden.
„Und wie beweise ich das?“
„Indem du das Ergebnis reproduzierst, dadurch dass du noch mehr Oliven reinschmeißt“, sagte ich nicht ganz ernst gemeint, aber der Alkohol tat halt seine Wirkung.

„Wie viele denn?“
„Je mehr, desto besser. Aber du kannst nie beweisen, dass tatsächlich alle Oliven untergehen. Sobald du eine findest, die schwimmt – zum Beispiel, weil sie faulig ist und gärt – ist die Hypothese widerlegt, dass alle Oliven sinken.“

Nach der dritten versenkten Olive warf Carsten einen Kern hinein, der sofort unterging: „So, nun habe ich gezeigt, dass das Verhalten am Kern liegt.“
„Nö. Du hast nur gezeigt, dass der Kern auch untergeht. Das sagt noch nichts über das Fruchtfleisch aus.“

Er warf ein Stück Fruchtfleisch hinein. Es ging unter. „So. Was sagst du jetzt?“
„Das war doch zu erwarten. Organische Gewebe haben – bis auf Fett – eine Dichte etwas höher als Wasser. Dein Bier besteht hauptsächlich aus Wasser und Alkohol, weshalb seine Dichte etwas geringer ist. Deshalb geht die Olive unter.“

„Was ist mit Salzwasser? Das hat eine höhere Dichte.“
Ich deutete Richtung Meer. „Probier’s aus.“
„Würde das Bier auf Meerwasser schwimmen?“
„Vermutlich. Sofern es sich nicht vermischt. Der Effekt wird ja manchmal bei Cocktails benutzt, um unterschiedlich gefärbte Zutaten zu schichten. Ich gehe davon aus, dass es nur eine Frage der Salzkonzentration ist, bis die Olive schwimmt.“

Wie unsere Unterhaltung dann weiterging, weiß ich gar nicht mehr. Vermutlich wechselten wir das Thema. Da ich schon einige Cocktails intus hatte, erinnere ich mich nicht mehr.

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breakpoint’s Wayback Archive #0E //1645

Wayback zum 17. Juni bis 2. Juli 2012.

Carsten kam von einem Besuch bei Sven’s Eltern zurück, und ärgerte sich über Fiona’s Verbindung zu ihnen.
Ich hielt einen Nachholtermin für die Sicherheitsbelehrung.
Mit Carsten zusammen war ich bei einer Jubiläumsfeier, und alleine besuchte ich eine Weiterbildungsveranstaltung.
Da Kathrin einen Job suchte, und Carsten eine Bürohilfe, kam ich auf die Idee, beides zu kombinieren.
Ich gewöhnte mich daran, dass Carsten an den Wochenenden auch so viel arbeitet.
Nach einem sommerlichen Intermezzo versuchte Carsten mich zu überreden, ihn zu heiraten.
Carsten legte die Kleiderordnung für Fiona’s Hochzeit fest.
Zum ersten Geburtstag meines Blogs nannte ich einige statistischen Daten dazu.
Wir überlegten, welches Ziel die Hochzeitsreise von Fiona und Sven haben sollte, die wir ihnen schenken wollten, und ich machte mir Gedanken, welches Kleid ich bei der Feier anziehen würde.
Irgendein Fußballevent nervte mich.
Beim Einkaufen geriet ich in den Regen.

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Embedded – #meineschlafgewohnheiten #Blogparade //1644

Zum einen war ich erst in Urlaub, zum anderen gibt es kaum noch interessante Blogparaden, und schließlich missfällt es mir, wie manche Teilnehmer Blogparaden zur Eigenreklame zweckentfremden, oder einen esoterisch-spirituellen Ansatz nutzen.
Nun läuft derzeit eine Blogparade mit dem Thema „Darauf kann ich vor dem Schlafen gehen nicht verzichten“.
Da mir klar ist, dass meine Leserschaft Bettgeschichten fast so gerne liest wie Nerdkram, beteilige ich mich mal wieder.

So richtig unverzichtbar ist eigentlich nichts. Sogar das eigentlich obligatorische abendliche Zähneputzen muss ich gelegentlich notgedrungen mal ausfallen lassen.
Aber es gibt schon ein paar Dinge, die es sich für einen guten Nachtschlaf zu beachten lohnen, und die möchte ich weiter unten – grob chronologisch – darstellen.
Manchmal wälze ich auch nachts noch irgendwelche Probleme, und kann dann nicht abschalten. Dafür habe ich leider kein Patentrezept, wie man das vermeiden kann. Mein Vater pflegt zu sagen: „Schläft man nicht, so ruht man doch.“ Dem kann ich mich nicht anschließen. Stundenlang nicht einschlafen zu können, kann sehr quälend sein, und am nächsten Morgen fühlt man sich dann alles andere als erfrischt und munter.

Was also versuche ich meist, um einen möglichst ruhigen Schlaf zu gewährleisten?
Es heißt, „wer morgens länger schläft, hält’s abends länger aus.“ Am Umkehrschluss ist durchaus einiges dran: Wer früh aufsteht, ist mit höherer Wahrscheinlichkeit abends eher müde und bettschwer.
Tagsüber versuche ich, ausreichend Bewegung und frische Luft zu bekommen. Ein Mittagsschlaf oder ähnliches ist für mich ausgeschlossen (es sei denn, ich bin mal krank).
In den letzten zwei oder drei Stunden vor dem (beabsichtigten) Zu-Bett-Gehen, mache ich möglichst nichts anspruchsvolles oder aufregendes mehr. Eine Naturdokumentation im Fernsehen ist beispielsweise eine geeignete Beschäftigung (am besten Biologie oder Geographie, während bei Physik oder Astronomie halt doch die Gefahr besteht, dass ich mich wegen irgendeiner falschen oder ungenauen Darstellung aufrege).
Auch trinke ich in den letzten Stunden nur noch wenig, um nicht nachts wegen zu voller Blase aufstehen zu müssen. Das kann ich nämlich gar nicht leiden, in der Nacht das Bett verlassen zu müssen (weshalb ich auch nicht verstehen kann, wieso manche Paare getrennte Betten oder gar Zimmer haben). Schlimm genug, dass Tante Irma mich hin und wieder nachts aus dem Bett treibt.
Etwa eine halbe bis viertel Stunde vor dem Bettgehen nehme ich noch einen kleinen Snack (z.B. einen Schokoriegel) zu mir. Erfahrungsgemäß kann ich dann besser schlafen als mit leerem Magen, weil mein Blutzuckerspiegel dann nicht zu sehr absackt.
Idealerweise (aber leider häufig auch nicht) gehen Carsten und ich zusammen ins Bett. Ansonsten muss halt einer von uns (meistens ich) auf den anderen warten (wirklich „warten“ – ich kann dann kaum einschlafen). Da Carsten Sex am liebsten am Morgen, und ich am liebsten am Abend habe, kombinieren wir dies durch inklusives Oder (dazu kommen noch die nächtlichen Löffeleien, die ich angeblich oft verschlafe).
Wenn ich nachts nicht schlafen kann, nutze ich die Ziffern des Projektionsweckers für Primfaktorzerlegungen oder andere Zahlenspielchen. (Oder ich mache mich wieder mal strafbar, indem ich Carsten’s schutzlose Lage ausnutze.)
Am Morgen empfiehlt es sich, wieder früh aufzustehen. Ein neuer Tag beginnt.

Manche Leute mögen Frühstück im Bett. Selbst wenn es jemandem gibt, der es einem früh bringt – mal ehrlich! – das ist doch ziemlich unbequem. Ich habe es bereits im Krankenhaus erlebt. Und dann noch die Brösel und Kaffeegeklecker .. nee, freiwillig würde ich das nicht wollen. Aber vielleicht beruht meine Abneigung dagegen auch nur darauf, dass ich sowieso früh noch keinen Appetit habe.

Fernseher, Computer oder ähnliche Geräte haben im Schlafzimmer nichts zu suchen. Auch Lesen ist im Bett normalerweise nicht sinnvoll. Das mache ich höchstens, wenn ich mich nicht wohl genug fühle, um aufzustehen, aber auch nicht so krank bin, um überhaupt nichts machen zu wollen.

Das Bett sollte ausreichend groß sein. [Mein Bett in der alten Heimat war – aufgrund des Zimmergrundrisses – nur 1.90m lang, so dass ich mich nicht völlig ausstrecken konnte. Seltsamerweise hat mir das damals aber kaum etwas ausgemacht, legte ich mich halt schräg rein, wodurch ich pythagoräisch ein paar Zentimeter gewann. Im Sommer steckte ich die Beine zur Seite raus, im Winter zog ich sie eng an den Körper. Für zwei wäre das Bett allerdings hoffnungslos zu klein gewesen. Hätte mich Prokrustes damals gefragt, wie zufrieden ich mit dem Bett bin, hätte ich vermutlich „bassd scho“ geantwortet. Schließlich bin ich keine anspruchsvolle Prinzessin auf der Erbse.] Betten in Sonderlänge haben halt den Nachteil, dass es schwieriger ist, passende Bettwäsche zu finden, und beim Beziehen die Matratze rumzuwuchten ist auch nicht gerade einfach.

Das Schlafzimmer sollte ruhig, dunkel (wegen Melatoninproduktion), ausreichend belüftet und nicht allzu warm sein, um sich nachts dort wohlzufühlen.
Im Sommer ist eventuell ein Fliegennetz über dem Bett erwägenswert. Das kann aber auch nerven.

Und auch wenn es jetzt, wenn ich diesen Text veröffentliche, noch früh ist, wünsche ich euch allen bereits jetzt eine gute Nacht, und schlaft recht schön. *gähn*

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Matratzenstrapazen //1643

Unser Bett hier in der Wohnung ist jetzt auch schon mehrere Jahre alt, und inzwischen ist die Matratze (wohl aufgrund der starken Belastung) ziemlich durchgelegen.
Möglich, dass sie nicht die beste Qualität hatte, aber damals, als Carsten das Bett gekauft hat, sollte es schnell gehen, so dass wir so ziemlich die erstbeste passende Matratze genommen haben.
In letzter Zeit hat Carsten Rückenprobleme, was er vor allem auf die Matratze schiebt (denn im Urlaub war’s angeblich wieder viel besser, obwohl das Bett im Hotel kürzer war).

Also habe ich mich online nach neuen Matratzen umgeschaut, und musste zu meinem Erstaunen bemerken, dass es Matratzen für Männer und welche für Frauen gibt.
Hm – eigentlich gar nicht so verwunderlich, denn schließlich dürfte der größte Druck bei (auf der Seite liegenden) Männern an der Schulter, und bei Frauen an der Hüfte sein. Eigentlich ist es ganz vernünftig, diese Anatomieunterschiede zu berücksichtigen (überraschend ist höchstens, dass sich die Gendermafia noch nicht darauf eingeschossen hat).
Aber .. was ist mit (heterosexuellen) Paaren wie uns, die sich eine Matratze teilen, also Mattress Sharing betreiben?

Tja .. wenn das das einzige Dilemma wäre ..
Carsten möchte eine möglichst harte Matratze. damit sie stabil ist, und einiges aushält. Ich dagegen lege Wert auf eine federnde Unterlage (weshalb auch kein Wasserbett in Frage kommt).

Solange wir uns da nicht geeinigt haben, bleibt es halt bei der alten, kaputten Matratze. Und auch nach der Bestellung wird es einige Wochen Lieferfrist dauern, bis sie da ist. Aber auf die paar Wochen kommt es dann wirklich nicht an.
Eigentlich wäre eine neue Matratze bereits letztes Jahr kein Luxus gewesen. Aber da es keine tatsächliche Notwendigkeit gab, sah ich keinen Anlass für eine Neuanschaffung, und beließ es dabei.

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Aufruhr in Femitopia //1642

Im August war es nicht nur hier ruhig zugegangen, sondern auch in meinem feminismuskritischen Blog.
Es hätte ein paar Themen gegeben, die mich gereizt hätten, sie aufzugreifen, aber keine Zeit.
Als ich nach dem Urlaub zurück war, war meine Zeitsituation entspannter, und ich hätte gerne wieder mal etwas veröffentlicht, aber ich fand kein aktuelles Thema, das sich gelohnt hätte, und ältere Kamellen wollte ich nicht aufwärmen.

Als ich auf Twitter den Tweet einer Informatikstudentin entdeckte, war es für mich mehr oder weniger ein Verlegenheitsthema, um dort überhaupt wieder einmal etwas zu schreiben. (Und ja, ich geb’s auch zu, dass ich gelegentlich ganz gerne feministische Texte auseinandernehme – rein zur mentalen Entspannung, da das keiner größeren intellektuellen Anstrengung bedarf, quasi als kleine Denkpause für zwischendurch.)
Der größte Teil meines Posts bestand aus einem längeren Zitat. Ich selbst schrieb nur relativ kurz, dass ich diesen Text für zumindest übertrieben hielte, und der Studentin – durchaus wohlgemeint – empfahl, sich ein anderes Tätigkeitsfeld zu suchen. Zugegebenmaßen in leicht provokantem, ironischen Ton – ihr kennt mich! – aber nichts wirklich schlimmes. Ich rechnete eigentlich nicht mit übermäßiger Resonanz. In ähnliche Richtung gehende Beiträge hatte ich schon gelegentlich veröffentlicht.

An feindselige Reaktionen von Feministinnen bin ich durchaus gewohnt, trotzdem erstaunte es mich, wie schnell vulgäre Beleidigungen (teilweise sogar in aller Öffentlichkeit) aus dieser Richtung kamen – Anfeindungen, wie sie meine Äußerungen sicherlich nicht rechtfertigen.
Ich schreibe dies hier nicht, um mich zu beklagen, denn Beleidigungen von Femis gehen mir nun wirklich an meinem Birnenpo vorbei, sondern um quasi zu Protokoll zu geben, wie unsachlich und einem konstruktiven Dialog abträglich feministischer Diskussionsstil ist.
Wieso muss man auf andere Meinungen gleich mit Beschimpfungen reagieren? Klar, wenn man nur anmerkt, dass man die Meinung nicht teilt, müsste man das ja noch begründen oder sogar nachvollziehbare, fundierte Argumente bringen. Wenn man das nicht kann, bleiben nur persönliche Angriffe und Verunglimpfungen, um den eigenen Ärger und Frust herauszulassen.

Meine harmlose Bemerkung mit der Objektorientierung brachte einige Leute besonders in Rage. Tja – ich habe in meinem Fundus noch viel mehr solcher Scherze. Das ist halt Nerdhumor. Wer den nicht nachvollziehen kann, und für „unsensibel“, „herabwürdigend“ oder „grausam“ hält, wird sich in einem Nerdumfeld niemals wohlfühlen.
Und warum wird es als frauenfeindlich oder frauenverachtend rezipiert, wenn ich einzelne Äußerungen einer einzigen Studentin anzweifle oder kritisiere? Während gleichzeitig die massive Männerabwertung in besagten Äußerungen ignoriert wird?
Amüsiert hat es mich allerdings, als einige Nachrichten meine vermeintliche „Männlichkeit“ in Frage stellten, oder mir ein #Fappygate andichten wollten. Und nie habe ich auf Twitter in so kurzer Zeit so viele neue Follower bekommen.

Wer sich für einen Beruf entscheidet, muss nicht nur die nötige fachliche Begabung mitbringen, sondern sich auch im jeweiligen Umfeld zurechtfinden. Mit Bestärkung von Personen, die einen für sie unpassenden Weg eingeschlagen haben, ist ihnen nicht geholfen. Es ist nötig, selbstkritisch der Realität ins Auge zu sehen, und eventuelle Konsequenzen zu ziehen.
Mit solchem Gezeter (das wohl nur die eigene Unfähigkeit überdecken sollte) schädigen Frauen wie diese Studentin (die nur herumjammern, sich als Opfer inszenieren und maßlose Ansprüche stellen) das Ansehen der wirklich kompetenten und vernünftigen (unfeministischen) Frauen, und sie schrecken mit ihrer realitätsfernen Darstellung junge Mädchen ab, die vielleicht durchaus Potential und Begabung für einen solchen Beruf hätten.

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Kleiner Rückschlag //1641

Gestern hatten Benjamin und ich eine größere Meinungsverschiedenheit.
Er behauptete, dass ein bestimmter mathematischer Satz anwendbar sei. Ich bestritt dessen Gültigkeit im gegebenen Sachverhalt.
Man sollte doch eigentlich meinen, dass Mathematik eindeutig sei ..

Wir zofften uns geschlagene zwei Stunden, wie es nur Nerds tun können, und einigten uns schließlich darauf, dass der Zusammenhang detaillierterer Überprüfung bedarf. Das wirft mich nun einige Monate zurück.

Ich schwanke noch, ob ich die Angelegeneheit in einem eigenständigen Paper beweise, auf das ich später nur noch referenzieren muss. Mathematische Publikationen ohne Co-Autor haben halt den Nachteil, Erdös-invariant zu sein.
Andererseits will ich das Hauptdokument auch nicht noch mehr aufblähen. Pareto hat mir da schon mehr als genug Aufwand beschert.

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Einmal gepoppt, plötzlich gefloppt //1640

Vom Einkaufen hatte ich mir ein Eimerchen mit Popcorn mitgebracht. Mir war gleich aufgefallen, dass es deutlich kleiner (etwa 3 Liter) war als die früheren Eimerchen (etwa 5 Liter). Das störte mich aber nicht weiter, da mir die Packungsgröße genügte.
Daheim hatte ich noch einen alten leeren Eimer, in dem ich irgendwelchen Kleinkram aufbewahrte. Ich verglich die Füllmenge beider. Überraschenderweise enthielt der neue Eimer mit 250g Popcorn nur 50 Gramm weniger als der alte. Das erklärte ich mir vor allem damit, dass der neue randvoll war, während der andere oben noch etwas freien Platz hatte.
Ich stellte das Popcorn-Eimerchen erst mal zu meinen Naschvorräten, und kam vor dem Urlaub nicht mehr dazu, davon zu essen.

Als ich schließlich doch davon aß, fiel mir auf, dass das Popcorn wesentlich süßer war als früher. Ich schaute also nochmal auf die Verpackung: 58 Gramm Zucker pro 100 Gramm Popcorn. Das erschien mir schon sehr viel. Auf der alten Verpackung waren es nur 22 Gramm gewesen. Das war zwar auch süß gewesen, aber nicht so extrem.
Nun war mir auch klar, warum in den kleinen Eimer doch so eine große Masse passte. Zucker ist natürlich schwerer als Popcorn, und so hat das ganze Zeugs eine wesentlich größere Dichte. Die einzelnen Popkörner erschienen mir auch runder und kugeliger als früher, als sie eher fluffig und unregelmäßig geformt waren, aber das kann an der Maissorte liegen.
Ich vermute, dass Zucker wesentlich billiger ist als Mais. Anders kann ich mir diese Rezeptänderung (scheint der gleiche Hersteller zu sein) nicht erklären.

Für meinen Geschmack ist das Zeug viel zu süß. Ich werde solche kleinen Eimerchen nicht mehr kaufen.

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Pfadfinderei //1639

An alle Ehefrauen dieser Welt: Schenkt eurem Mann nie, nie – niemals! – ein Navigerät!

Schon länger hatte Carsten beim Spazierengehen einmal einen neuen Weg ausprobieren wollen. Ich hatte ihn immer vertröstet, weil mir die üblichen Wege eigentlich genügen, und jeder andere Weg auf einen Umweg hinauslaufen würde.
Oft war die Zeit zu knapp, und im Sommer auch die Sonnenstrahlung zu stark. Aber irgendwann hatte ich halt dann doch versprochen, bei nächster Gelegenheit mitzugehen, insbesondere, da allmählich das Winterhalbjahr vor der Tür steht.

Wir gingen zunächst den ganz normalen, üblichen Weg. Nach etwa anderthalb Kilometern meinte Carsten mit Blick auf das Navigerät: „So, wir biegen jetzt ab auf diesen Weg, und da hinten gehen wir wieder zurück.“
Da ich schon den ganzen Tag leichte Kreislaufprobleme gehabt hatte (mein Hämoglobinspiegel ist wohl wieder mal im Keller), war mir das eigentlich zu viel. Ich wollte mir aber nichts anmerken lassen.
„Das ist aber deutlich weiter als der übliche Weg.“
„Ach, ein kleiner Umweg halt.“
„Wie weit denn ungefähr?“
„Nur unwesentlich.“
„Eine konkrete Angabe in Metern wäre mir lieber.“
„So etwa fünf Kilometer.“
„Zusätzlich?“
„Nein, insgesamt. Sonst laufen wir etwa vier Kilometer, diesmal halt fünf.“
„Das ist ein Umweg von einem Kilometer!“
„Ich hatte konservativ geschätzt. Eher nur ein halber. Wir gehen den Berg hoch ..“
„Berg?“
„Äh .. ich meine, die Wiese ..“
„Und wenn ich den Weg nicht schaffe, trägst du mich dann?“
„Klar.“ Zwar hatte ich da meine Zweifel, aber das war wenigstens ein eindeutiges Wort, auf das ich ihn im Notfall würde festnageln können.

Also schlugen wir den anderen Weg ein. Nach mehreren hundert Metern kannte ich mich nicht mehr aus, da ich noch nie dort gewesen war.
„Müssen wir nicht da vorne abbiegen?“, fragte ich, als eine Art Trampelpfad in Sicht kam.
„Nein, das ist kein Weg. Es geht noch ein Stück weiter.“
Inzwischen mussten wir eine beträchtliche Steigung hinaufgehen.
Oben blieb Carsten stehen. „Da sollte eigentlich ein Weg sein. Der ist wohl eingegangen.“
„Was machen wir dann?“
Carsten studierte die Anzeige des Navigeräts, und erklärte dann: „Da vorne gibt es eine Abzweigung, die wieder zurückführt. Den Weg kenne ich. Der kann halt manchmal sumpfig sein.“
Also gingen wir noch geraume Zeit weiter. Zum Glück war der Weg wenigstens halbwegs trocken. Irgendwann kamen wir wieder in eine Gegend, wo wir schon einmal gelaufen waren, allerdings aus der anderen Richtung. Ich hielt immer Ausschau nach einer Bank, oder einer geeigneten Outdoorstelle, fand aber nichts entsprechendes.

Der Waldweg wurde immer enger, so dass es unbequem wurde, weiter Händchen haltend nebeneinander herzugehen.
„Wir sollten hintereinander gehen. Hier ist es zu eng.“
Er ließ meine Hand los, und nahm die Führungsposition ein. „Nicht gut. So kann ich weder an dir rumtätscheln, noch deinen Hintern bewundern.“
„Soll ich vorne gehen?“
„Hm .. ja.“
„Dann musst du mich schon vorbeilassen.“
Er blieb tatsächlich an einer etwas breiteren Stelle stehen, und ließ mich vorbei, so dass ich überholen konnte. Als ich voranlief, meinte er : „Viel besser so.“

Der Weg verzweigte sich. Ich war aber nicht sicher, welcher günstiger und kürzer war.
Carsten starrte auf sein Navigerät. Der linke Pfad war nicht eingezeichnet. Deshalb deutete er auf den rechten. Dort konnte ich aber in einiger Entfernung erkennen, dass quer über den Weg ein Holzbalken verlief.
„Ach, da kommen wir schon drüber“, wischte Carsten meine Bedenken zur Seite.
Als wir näher kamen, sahen wir, dass ein Baum umgekippt war, und den Weg auf knapp anderthalb Meter Höhe versperrte. „Da musst du mich jetzt drübertragen.“
„Bück‘ dich. Ich will deinen Hintern sehen.“
„OK. Das ist ein Argument“, antwortete ich, während ich gebeugt unter dem Stamm hindurchging.

Noch ein Stück weiter, dann kamen wir endlich auf einen vertrauten Weg zurück. Carsten steckte das Navigerät in seine Hosentasche, da wir uns hier ja wieder auskannten.
Inzwischen war ich aber ziemlich geschafft, und ließ nach einigen hundert Metern Carsten’s Hand los, um meine Hände auf meinen Knien abzustützen, und durchzuatmen.
„Was ist los?“, fragte er ganz plötzlich besorgt, „geht’s dir nicht gut?“
„Geht schon wieder“, erklärte ich nicht ganz wahrheitsgemäß, und richtete mich wieder auf.
„Ich stütze dich“, meinte er, indem er seinen Arm um meine Taille legte, und mein Gesäß betastete. „Lass‘ dir in Zukunft Taschen hinten auf die Röcke nähen, damit ich meine Hand hineinstecken kann.“
„Das sieht aber dann nicht mehr schön aus.“
„Stimmt auch wieder.“

Ich hatte meinen Daumen hinten in seinen Gürtel eingehakt, und so gingen wir dann ein ganzes Stück im Gleichschritt weiter. Aber auf Dauer ist es so nicht bequem, so dass wir den restlichen Weg wieder händchenhaltend gingen. Wir liefen sogar eine kleine Abkürzung, die wir sonst nicht gehen, weil Carsten den Weg nicht mag.
Carsten erklärte immer wieder, dass der Umweg ja gar nicht so groß gewesen sei, aber ich werde mich hüten, mich so schnell noch einmal auf solch eine Entdeckungstour einzulassen.

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breakpoint’s Wayback Archive #0D //1638

Wayback zum 30. Mai bis 16. Juni 2012.

Mit Carsten zusammen besuchte ich ein Volksfest.
Von Alex erfuhr ich, dass ich das Tool nicht weiterentwickeln sollte. Carsten gab zu, dies veranlasst zu haben, versprach aber, die Angelegenheit wieder in Ordnung zu bringen.
Für Fiona’s Hochzeit gab es erste Überlegungen und Vorbereitungen.
Ich hatte Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Marketing-Chef von Novosyx.
Schließlich erhielt ich doch den Auftrag zur Weiterentwicklung des Tools für Softicago.
Wir brachen zu einem Kurzurlaub auf, und kamen erholt zurück.
Bei einem Besuch bei Sonja unterhielt ich mich mit Lukas.
Während ich konzentriert arbeitete, informierte mich ein Telefonanruf von Kathrin, dass sie hier in die Stadt gezogen war.
Ich besuchte eine Besprechung der Marketing-Abteilung, was Carsten damals überhaupt nicht recht war.
Ich war alleine beim Schwimmen.

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Besucher versuchten zu suchen //1637

Wie üblich habe ich auch diesmal wieder die neuesten Suchanfragen des Vormonats gesammelt und mit kurzen Anmerkungen aufgelistet.

„google algorithmen“
Die verrät Google nicht gerne.

„virtualbox auflösung ändern“
Ich ziehe einfach das Fenster auf die gewünschte Größe.

„sklavinnen“
Laut Sheldon sind wir Frauen alle Sklavinnen unserer biologischen Instinkte.

„nacktbadesee“
Der mir bekannte Badesee hat einen Textibereich und einen FKK-Bereich.

„stiefoma wikipedia“
Die Mutter [der Stiefmutter|des Stiefvaters] oder die Stiefmutter [des Vaters|der Mutter].

„telefon ist besetzt obwohl nicht telefoniert wird“
Da könnte einfach der Hörer nicht richtig aufgelegt sein (immer erst die Hardware überprüfen!).

„promotionsprodukte mit druck“
Druck lass‘ ich mir nicht machen. Übrigens sind nicht alle Produkte kommutativ.

„alter deutsches gewicht“
Pfund – nur weil die Bezeichnung noch aus einer Zeit stammt, als man nicht zwischen Masse und Gewicht unterschied, lasse ich das mal so durchgehen.

„häkelmaschine für zuhause“
Brauche ich nicht.

„ohmibod story“
Hat das irgendwas mir Ohm zu tun?

„binäre einheit“
Bit – bittesehr!

„astronomisches ereignis heute“
Der Sonnenaufgang (sofern man sich nördlich des südlichen Polarkreises befindet).

„zeitdilatation“
Relativistischer Effekt, der besagt, dass die Zeit für schnell bewegte Objekte langsamer vergeht.

„bei der synchronisierung treten derzeit probleme auf“
Später noch mal probieren.

„festplatte plötzlich leer“
Versehentlich formattiert, Virus, Hardwaredefekt, ..

„tress spätzle“
Hä?

„virtualbox sehr langsam“
Kann etliche mögliche Ursachen haben.

„nidationsblutung oder menstruation“
Manchmal klemmt der Deckel der Katzenkiste.

„dildos selber machen“
Oder nach etwas passendem in der Gemüseabteilung suchen. Derzeit wachsen übrigens Maiskolben auf den Feldern.

„wordpress umlaute falsch dargestellt“
Typographische Quotes sind ebenfalls lästig.

„verstaucht“
Aua.

„widersinnig mit 6 buchstaben“
Absurd. Paradox hätte 7.

„schlechtes arbeitszeugnis“
Spiegelt Unzufriedenheit des Chefs mit den Leistungen wider.

„ohne slip ins büro“
Solange es warm genug ist ..

„word bild ändern geht nicht“
Es fehlen Informationen.

„veraltet beständigkeit“
Ist „Konstanz“ veraltet?

„fuß verstaucht wie lange krank“
Nach meiner persönlichen Erfahrung sollte man etwa eine Woche rechnen.

„unverhoffte einnahmen“
Fein.

„paketmarke algorithmus“
Das ist meines Wissens ein 2D-Barcode.

„wordoress breakpoint“
Ich weiß zwar nicht, was eine Wordoress ist, fühle mich aber geehrt.

„lebensgefährte“
Wer das Leben gefährdet.

„genitiv algorithmus“
Sonderfälle in einer Lookup-Table, im Else-Zweig ’s‘ anhängen.

„gpt“
GUID Partition Table.

„schenkelverkehr anleitung“
Ein gleichschenkeliges Dreieck lässt sich in zwei gleiche, spiegelbildliche rechtwinkelige Dreiecke aufteilen, bei denen dann wieder der Pythagoras sowie trigonometrische Funktionen anwendbar sind.

„pxe virtualbox“
Die Bootreihenfolge in den Systemeinstellungen so festlegen, dass das Netzwerk an erster Stelle kommt.

„outlook kalender einladung bcc“
Das ist eine interessante Funktion, die ich bisher allerdings noch nie benötigt habe. Keine Ahnung, ob man Einladungen auch per Blind Carbon Copy verschicken kann.

„leichtes elementarteilchen“
Neutrino.

„latexsauna geschichten“
Bei der Vorstellung wird mir heiß – aber nicht auf eine angenehme Art.

„ungleich zeichen alt code“
Ungleich ist auf Unicode 0x2260.

„sex beim spaziergang“
Manchmal reicht ein Baum oder eine Mauer zum Anlehnen.

„zeigefinger mittelfinger kreuzen“
Und gleichzeitig noch den Ringfinger mit dem kleinen Finger.

„anne-will luftling“
Luftschokolade? Ja, gerne.

„schlechtes arbeitszeugnis wegen krankheit“
Wenn jemand häufig abwesend ist, lässt sich ja kein überzeugend gutes schreiben.

„dosen linsen“
Das erinnert mich doch ans Praktikum mit optischen Bänken und Steckdosenleisten.

„positives elektrisches teilchen“
Positron, wenn’s ein Lepton sein soll. Proton, wenn’s ein Hadron sein soll. ..

„windows hello verhindert die anzeige einiger optionen“
Hello world!

„tja kinder wer fickt mich in zukunft“
Ich bin versorgt.

„inurl wp-admin“
Das führt zum Administrationsbereich (Dashboard) von WordPress.

„gynophob“
Ich bin leider kynophob.

„badewanne zur dusche“
Da sollte man aber einen Duschvorhang haben (der bei TBBT mit dem Periodensystem gefällt mir), um nicht alles nass zu spritzen.

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Vertretungsplan //1636

Wenn zwei Geschäftsführer gleichzeitig im Urlaub sind, muss genau geregelt werden, wer für was in ihrer Abwesenheit zuständig und verantwortlich ist.
Aber auch für sonstige Führungskräfte muss es Verteter geben, wenn sie geplant (Urlaub oder geschäftlich außer Haus unterwegs) oder ungeplant (z.B. Krankheit) nicht im Büro sind.
So haben wir inzwischen einen ausgeklügelten Vertretungsplan etabliert, in dem genau festgelegt ist, wer wen vertritt.
Und zwar gibt es für jede Führungskraft mindestens zwei Stellvertreter. Denn es nützt ja nichts, wenn der Urlaubsvertreter wegen Krankheit ausfällt, und dann niemand mehr zuständig ist.

In meiner Funktion als Softwareentwicklungsleiterin vertritt mich in erster Linie Ulrich (Geräteentwicklung), ersatzweise Joachim (IT). Fachlich teile ich meine Vertretung an einige Mitarbeiter auf, die für die jeweiligen Projekte verantwortlich sind.
Als technische Standortleiterin werde ich von Jason (Fertigung) oder dem nicht-technischen Standortleiter vertreten, und als Geschäftsführerin (um ehrlich zu sein, habe ich in dieser Funktion noch nicht viele Alleinverantwortlichkeiten – immerhin gehört die Pflege des Vertretungsplans zu meinen Aufgaben) natürlich in erster Linie von Carsten oder seinem Stellvertreter, der identisch mit dem nicht-technischen Standortleiter und dem kaufmännischen Leiter ist.
Umgekehrt vertrete ich natürlich auch entsprechend zurück.

Bei meinen Mitarbeitern lege ich Wert darauf, dass für alle Zuständigkeiten ebenfalls mindestens ein Ersatzmann da ist.
Wenn ein Mitarbeiter einen bestimmten Code pflegt, so geht er regelmäßig mit seinem Vertreter diesen Code, insbesondere die Änderungen, durch, damit sich letzterer auch zumindest soweit damit auskennt, dass er im Notfall einspringen kann.
Dabei ist es wichtig, dass sich zwei Mitarbeiter nicht gegenseitig vertreten. Denn wenn einer zum Beispiel in Urlaub ist, und der andere dann erkrankt, ist schlimmstenfalls niemand mehr da, der dringende Änderungen machen könnte.
Deshalb habe ich diese Vertretungen als Ringe von vier oder fünf Mann organisiert, was hoffentlich einigermaßen ausfallsicher ist, solange wir in der Urlaubssaison keine Grippewelle haben.

Jede Redundanz hat ihre Grenzen, und wenn man Vertretungskompetenzen übertreibt, wird es auf Dauer zu teuer, Ersatzleute vorzuhalten, die zu viel Zeit damit verbringen, Kenntnisse zu erwerben, die sie vielleicht niemals brauchen.
Also muss man abwägen, inwieweit Redundanzen und die Bereithaltung von Vertretungen sinnvoll und notwendig sind, oder nur überflüssige Verschwendung.

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Vorbilder – #Blogparade //1635

Da heute der letzte Tag der Blogparade „Kapitän oder Teamplayer – wer ist Ihr Führungsvorbild?“ ist, beeile ich mich, noch schnell etwas dazu beizutragen, auch wenn ich mich kürzer fasse als sonst.

Ich möchte das Thema in zwei Blöcke aufspalten, die eigentlich voneinander unabhängig sind, und beginne mit dem Aspekt der Vorbildfunktion von Führungskräften im unternehmerischen Umfeld.
Mitarbeiter orientieren sich in gewissem Umfang an ihren Vorgesetzten. Es ist deshalb unabdingbar für Führungskräfte, die eigenen Termine und Zusagen einzuhalten. Sollte dies ausnahmsweise einmal aus bestimmten Gründen nicht möglich sein, sollte sich die Führungskraft bemühen, die Gründe transparent zu machen, und sich ggf. bei betroffenen Mitarbeitern entschuldigen. Nur als verlässlich wahrgenommene Führungskräfte können auch darauf hoffen, dass ihr Vorbild auf die Mitarbeiter abfärbt. Wer selbst seine Abmachungen nicht einhält, kann nicht erwarten, dass die Mitarbeiter sich daran halten.
Führungskräfte sollten zumindest soviel Ahnung von der Tätigkeit ihrer direkt unterstellten Mitarbeiter haben, dass sie mitreden können und einen Überblick haben. Sie müssen sich nicht mit allen Details auskennen. Das ist Aufgabe der Mitarbeiter. Wer als Vorgesetzter als fachlich inkompetent angesehen wird, braucht sich über fehlenden Respekt nicht zu wundern. Besondere Fähigkeiten des Vorgesetzten dagegen motivieren die Mitarbeiter, sich anzustrengen und ihr Bestes zu geben.

Der andere Punkt, über den ich zu diesem Thema schreiben will, bewegt sich vom beruflichen Umfeld weg, und betrifft eventuelle Vorbilder der Kindheit und Jugend, die junge Menschen für deren späteren Lebensweg beeinflussen können.
Wenn ich überhaupt ein Vorbild hatte, so war das Mr. Spock, der sachlich und nüchtern komplexeste Vorgänge analysierte und auswertete, ohne sich von persönlichen Befindlichkeiten beeinflussen zu lassen. Seine Intelligenz, Ratio und Logik, sowie das Fehlen irgendwelcher Sentimentalitäten und Rührseligkeiten haben mich schon als Kind sehr beeindruckt, so dass ich danach strebte, dem nachzueifern.
Was ich ganz bestimmt nicht hatte, das waren irgendwelche Role Models als Vorbild. So etwas braucht man nicht. Mr. Spock war noch nicht einmal ein Mensch, sondern (Halb-)Vulkanier , dennoch hat mir seine Art imponiert. Warum sollte nur ein Vorbild, das einem möglichst ähnlich ist, eine Wirkung haben? Entweder beeinflusst einen das, was diese Person kann und tut, oder eben nicht. Das ist weitgehend unabhängig von den sonstigen Eigenschaften dieser Person. Man kann auch einzelne Fähigkeiten einer Person bewundern, andere Eigenschaften aber ablehnen.
Umgekehrt bedeuten Gemeinsamkeiten auch noch lange nicht, dass jemand als Vorbild taugt.

Wer einen Beruf nur aufgrund eines Vorbildes ergreift, hat diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlt.
Ich glaube, dass es stark überschätzt wird, wie eventuelle Vorbilder auf Kinder und Jugendliche wirken. Warum sollte man irgendein Vorbild kopieren wollen, wenn man doch sein eigenes Original und Unikat sein kann, mit seinen höchst individuellen, persönlichen Alleinstellungsmerkmalen.
Das Fehlen von Vorbildern kann Ansporn sein, selbst Pionier und Vorreiter zu werden.

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3 * 23 * 29 – A Space Oddity (pars ultima) //1634

Dies ist der (voraussichtlich) letzte Teil mit meinen diesjährigen Urlaubserinnerungen.

Das Meer war mir vormittags zu kalt, um darin zu schwimmen. Nachmittags war die Sonne zu intensiv (und einen Strahlenschaden möchte ich schon vermeiden) – die Einheimischen wissen schon, warum sie Siesta halten. Auch am frühen Abend, wenn die Temperaturen eigentlich perfekt waren, waren mir Wellengang und Brandung zu stark. Zwar bin ich eine sichere Schwimmerin, aber der Kampf mit den Wellen raubt mir zu viel Kraft. Das ist kein Vergnügen, und es ist mir unverständlich, wieso manche Leute freiwillig ein Wellenbad besuchen. Im Außenpool spritzten zu viele Kinder rücksichtslos herum. Blieb zum Schwimmen nur der Innenpool.
Aber was ich wirklich total gerne am Strand mache, ist an der Grenze zwischen Land und Wasser barfuß entlangzulaufen. Bei jeder einlaufenden Welle umspült das Meer meine Füße, meist bis zu den Knöcheln, manchmal bis zu den Knien. Wenn sich das Wasser dann wieder zurückzieht, laufe ich auf dem Sand. Es ist auch faszinierend, die Gezeiten zu beobachten. Der periodische Wechsel zwischen Ebbe und Flut, der Tidenhub, der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser. Das Spiel von Licht, Wasser und Sand erzeugt manchmal unwirklich oversamplet erscheinende Moiré-Muster – so als habe der zuständige Entwickler der FEM-Simulation an der Ortsauflösung der Pixel gespart.
Einander überholende Wellenberge. Dispersion. Interferenzen. Resonanzen. Stehende Wellen. Sex on the beach.
Carsten wollte mich in eine Diskussion über Wellenentstehung verwickeln, aber da ich zu wenig Ahnung von Fluiddynamik habe, blockte ich das ab, und malte stattdessen mit dem großen Zeh die Wellengleichung in den feuchten Sand.

Wenn Carsten keine Termine und keinen Stress hat, so ist seine sexuelle Appetenz enorm. Nicht dass mir das zuviel geworden wäre, aber ich hätte einfach gerne zwischendurch auch ein wenig mehr ungestörte Zeit für mich selbst gehabt.
Bis auf zwei Ausflüge, die er alleine unternahm, legte er großen Wert darauf, dass ich ihn bei Unternehmungen und Spaziergängen begleite. Das lief dann manchmal so, dass er dann noch irgendwo hinging, wo ich nicht mitkommen wollte, und er mich warten ließ (während ich die Zeit viel lieber anders verbracht hätte). Über solche Alleingänge war ich schon einige Male pikiert.
Oder abends gingen wir noch gemeinsam spazieren, aber ich war eigentlich müde, und wollte nicht mehr so weit laufen. Aber „nur noch bis da vorne“, „wir sind ja gleich da“, „nur noch ein kurzes Stück“, .. also gingen wir dann viel weiter, als ich eigentlich wollte, und der Rückweg war ja auch noch zu bewältigen. Gerade da hatte er sein Navigerät nicht dabei, sonst wären wir schon deutlich früher umgekehrt. Und wenn er es dabei hat, läuft er herum wie ein Zombie – Augen auf dem Display, Finger an den Bedienelementen, statt an mir.
Einmal machten wir auch zusammen einen Ausflug. Zuerst mit dem Bus in den nächstgrößeren Ort. So weit, so gut. Aber dann mussten wir uns beeilen, um die nächste Fähre zu erreichen. Wir hatten nur etwa zehn Minuten, und kannten uns nicht aus. Das Navigerät zickte, und hängte sich schließlich ganz auf. Ich hasse solche Hetze und Hektik im Urlaub, wenn man ganz schnell zu einer festen Zeit nirgendwo hin muss. Außerdem war es am frühen Morgen schon so heiß, dass ich meinen Strohhut (den ich mir für meine Abifahrt gekauft hatte – damals 5 Mark) trug, um mich vor der direkten Sonnenstrahlung zu schützen.
Carsten rannte voraus, ich versuchte Schritt zu halten, und hechtete hinterher. Und wenn er den falschen Weg einschlägt, ist er schon zu weit vor mir, um ihn noch zurückhalten zu können. Mit bleibt dann nur, stehen zu bleiben, und zu warten, bis ihm irgendwann auffällt, dass ich nicht mehr hinter ihm bin.

Da ich mein Smartphone für alle Fälle mitgenommen hatte, nutzte ich es für eine Handvoll Fotos, als ich alleine unterwegs war. Ich musste erst herumprobieren, bis ich damit klarkam. Dann wollte ich die Fotos auf mein Notebook kopieren. Aber das funktionierte irgendwie nicht, wie gedacht. Ich bin doch nun wirklich versiert in Computerei, und es scheint, als ob DAUs keine Probleme haben, ihr Smartphone zu bedienen. Auf meinem Notebook musste ich erst mal Bluetooth einschalten, und wusste nicht, wie. Vor ewigen Zeiten hatte ich es mal deaktiviert, weil ich es eh nie brauche. Lange Rede, kurzer Sinn – die Fotos sind immer noch auf dem Smartphone, was aber kein größerer Verlust ist. Carsten meint, dass Bluetooth ohnehin sehr langsam und schwerfällig ist, und er es deshalb auch nie nutzt, wenn es noch Alternativen gibt.

Als ich auf einer niedrigen Mauer saß, um mir den (inzwischen trockenen) Sand von den Füßen zu wischen, bevor ich die Sandalen wieder anziehen konnte, bemerkte ich, dass ein etwa halb- bis dreiviertelwüchsiger Junge versuchte, mir unter den Rock zu schauen.
Daraufhin dehnte ich die Säuberungsaktion aus, und bot ihm bessere Gelegenheiten, während Carsten missmutig die Situation beobachtete, aber nichts sagte.

Und noch eine ganz berührende Annekdote:
An einem Spätnachmittag meinte Carsten zu mir: „Schau mal, die Sonne steht immer noch auf etwa 45 Grad.“
Ich sah in Richtung Sonne, die tatsächlich ungefähr auf halber Höhe (i.e. halber polarer Distanz zwischen Äquator und Zenit – halbe „absolute“ Höhe wäre ja 30° gewesen) stand. Dann betrachtete ich ihn und seinen Schatten, der etwas länger war. „Nö, nicht mehr ganz, dein Schatten ist länger als du, also ist der Winkel flacher.“

Die einheimische Bevölkerung kam mir winzig vor. Ich bin es ja gewohnt, den Überblick zu haben, aber hier erschien es mir manchmal, als sei ich eine ganz andere Spezies.
Im Aufzug hing Reklame für irgendein Restaurant, das dafür auf Englisch warb, dort Jahrestage oder sonstige Anlässe zu feiern. Hey! Es hat seinen Grund, warum man „anniversary“ mit zwei N schreibt. Den gleichen wie auch bei „Millennium“. Mit einem N erhält das eine völlig andere, hoffentlich unbeabsichtigte Bedeutung.
Und dann waren da auch noch die Personen, die den ganzen Aufzug mit dem Geruch ihrer Parfums verpesteten.
Ich habe einen neuen Lieblingscocktail, nämlich Pina Colada mit Cointreau. Ihr dürft ihn gerne zu meinen Ehren „breakpoint“ nennen.

Bei der Rückfahrt vom Hotel zum Flughafen saß ich bereits im Bus am Gang, als eine Urlauberin mit enormen transversalen Ausmaßen sich rabiat durch die Reihen zwängte. Dabei rempelte ihr übergroßer Unterleib meine Schulter schmerzhaft an. Mich schüttelte es vor Grausen. Wenn der Wirkungsquerschnitt schon einer Scheune entspricht, sollte man sich umso vorsichtiger und vorausschauend bewegen, anstatt sich rücksichtslos Platz zu schaffen.

Nachdem wir uns in der Check-In-Schlange am Flughafen angestellt hatten, war mein Gemahl plötzlich verschwunden. Das war nicht das erste Mal, das er mich irgendwo alleine zurücklässt. Da ich auf das Gepäck aufpassen musste, hatte ich keine Chance, selbst einmal ein paar Schritte zu machen, oder mich am Flughafen umzusehen.
Erst als wir kurz vor der Abfertigung waren, war er dann wieder da, und tat ganz unschuldig – er sei doch gar nicht weit weg gewesen, und hätte mir gesagt, dass er ein paar Schritte wegginge. Selbst wenn er es mir gesagt hat, war meine Aufmerksamkeit in dem Moment auf etwas anderes gerichtet gewesen. Er hätte auf mein ACK als Bestätigung warten sollen.

Im Flugzeug vermeide ich es, die Toilette aufzusuchen. Erfahrungsgemäß habe ich dann nach der Landung umso größeren Druck auf der Blase. Während wir auf das Gepäck warten, wäre eigentlich reichlich Zeit, auf die Toilette zu gehen. Leider haben viele andere Passagiere die gleiche Idee, so dass bei der Damentoilette eine lange Schlange entsteht.
Ich erwog nicht zum ersten Mal, die Herrentoilette aufzusuchen, da dort wundersamerweise fast nie eine Schlange ist, traute mich aber dann doch nicht (und der Druck noch aushaltbar).
Warum gibt es dort nicht einfach Unisex-Toiletten, wie es auch z.B. in Zügen üblich ist. Warum muss man das unbedingt trennen? Für die Herren könnte es ja ein paar separate Pissoirs geben, und ansonsten Einzelkabinen. So wäre jeder zufrieden.

Dies war das erste Mal, dass ich keine Ansichtskarten an Verwandte verschickt habe. Es gibt kaum noch welche. Als ich an den Läden und Verkaufsständen vorbeigeschlendert bin, sind mir nirgends welche aufgefallen, und ich hatte auch keine Lust, Karten zu suchen.
Überhaupt habe ich praktisch kein Geld ausgegeben, da ja alles inklusive war.
Wenn wir im Berufsalltag schon so viel Stress und Verantwortung haben, ist es erholsam, sich wenigstens im Urlaub um nichts kümmern zu müssen, und keine wichtigen Entscheidungen treffen zu müssen.

Eine etwas längere Urlaubsgeschichte werde ich irgendwann nachreichen (hat was mit Oliven zu tun).
Falls mir sonst noch etwas zum Urlaub einfällt, so läuft das unter „index out of bounds“.

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3 * 23 * 29 – A Space Oddity (pars paenultima) //1633

Die versprochenen Urlaubserinnerungen – vorletzter Teil:
Ich hatte online eine Pauschalreise gebucht. Vier-Sterne-Hotel reicht mir. Ich will ein wenig Bequemlichkeit und Komfort, aber keinen Luxus, Extravaganzen, oder gar von irgendwelchem Personal dauernd bedient werden.

Beim Sicherheitscheck stellte ich mich versehentlich bei der falschen Schlange an, und machte so unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Terahertzscanner.

Im Flugzeug saßen wir äußerst beengt – wesentlich enger als in den Vorjahren. Wenn der Abstand zwischen der Vorderseite der Rücklehne zur Rückseite der Lehne des Vordermanns geringer ist als die Oberschenkellänge, kann man sich nicht gerade und bequem hinsetzen. Da werden pro Reihe zwei bis drei Zentimeter eingespart, um noch eine zusätzliche Sitzreihe zu haben. Für Personen, die kleiner als 1.80m sind, mag es ja ausreichend Platz gewesen sein. Und auch wenn man nur höchstens eine halbe Stunde dort sitzen muss, mag es gehen – aber nicht bei einem mehrstündigen Flug. Carsten und ich konnten nur deshalb einigermaßen sitzen, weil wir zu zweit drei Sitze für uns hatten, da das Flugzeug nicht voll belegt war.
„Meinetwegen buche Touristenklasse bei einer Billigairline, aber wenn du es nicht auf die Reihe kriegst, dass ich ausreichend Beinfreiheit habe, buchen wir in Zukunft über Lydia“, kündigte Carsten ziemlich verärgert an.
„Ganz bestimmt nicht!“, erwiderte ich, obwohl ich keine Ahnung habe, wie ich das genau bewerkstelligen soll. Man kann nicht überall im Voraus Sitze in der Exit-Row reservieren.

Gelegentlich zeigten kleine Monitore im Flugzeug den aktuellen Status an. Ich verfolge ja leidenschaftlich gerne Echtzeitdaten, werte sie in Gedanken aus und extrapoliere sie. Dafür reichten die angezeigten Daten nicht. Aber da Carsten’s Navigerät ein Satellitensignal durch das Fenster hindurch erhielt, verbrachte ich den Flug hauptsächlich damit, die Daten miteinander abzugleichen. Die Geschwindigkeiten stimmten (innerhalb einer akzeptablen Messungenauigkeit) miteinander überein. Die Flughöhen wichen allerdings stark voneinander ab. Nun – das Navigerät ist ausgelegt und optimiert für Fußgänger und Fahrradfahrer. Die befinden sich üblicherweise am Boden. Da reicht irgendeine Näherung aus – z.B. ein Sinus statt einem Tangens. Aber ein Flugzeug bewegt sich offenbar außerhalb des Gültigkeitsbereich der benutzen Näherung, weshalb die berechnete Höhe eben falsch war.
Auf dem Rückflug bekam das Gerät leider nur sporadischen Empfang, und kein stabiles Signal mehr.

Ich kann diese Busse nicht leiden, die einen vom Flugzeug zum Flughafengebäude bringen. Viel lieber gehe ich die Gangway entlang. Carsten und ich hatten uns zumindest zwei Plätze nebeneinander ergattert – allerdings entgegen der Fahrtrichtung. Zum Glück dauert die Fahrt nur wenige Minuten. Auf der hintersten Rückbank hätten sicher vier bis fünf Personen sitzen können. Aber es saß nur ein (leicht manspreadender) junger Mann an einem Rand. In der Mitte des verbleibenden Platzes hatte sich eine Frau breitgemacht, bei der ich angesichts ihrer unnatürlich gefärbter Haare und Körperfülle unwillkürlich die Assoziation mit dem Rothaargebirge hatte. Die anderen Passagiere standen lieber, als sich neben die Fatspreaderin zu setzen.
Bei der Gepäckausgabe schließlich wunderte ich mich zum soundsovielten mal, welche Unmengen Gepäck manche Leute mit in den Urlaub nehmen. Mir reicht eine (eher kleine) Reisetasche mit ausreichend Freizeitkleidung (teils alt, Hauptsache bequem und praktisch), Sandalen zum Wechseln, Hausschuhe, Bikini, Zahnputzzeug, Kamm, Sonnenschutz, .. tja – das ist es eigentlich schon. Das Notebook samt Mouse, Netzteil und Kensingtonkabel, inclusive Handtasche, ist sicherlich genauso schwer wie der Rest, und es lohnt sich kaum, die Reisetasche als Gepäck aufzugeben.

Unseren Urlaub verbrachten wir auf einer Halbinsel von einer Halbinsel von einer Halbinsel – schon fast fraktale Selbstähnlichkeit. Halbinsel in der Landessprache las ich grundsätzlich falsch. Der Strand war breit, feinkörnig und ziemlich sauber. Vorteile der Lage waren, dass es ruhig, nicht übermäßig von Touristen überlaufen, und abgelegen war. Nachteile waren die weiten Wege, und dass die Lage abgelegen war.
Der weitverbreitete Kreisverkehr war lästig – insbesondere für Fußgänger. Anstatt nur den jeweiligen Durchmesser laufen zu müssen, war jedesmal der halbe Umfang nötig – also 57% mehr als bei einer normalen Kreuzung.

Ich gebe zu, dass ich am ersten Abend etwas enttäuscht vom Hotel war. Während der nächsten Tage gab sich das allerdings wieder. Das Essen war ausgezeichnet, abwechslungsreich und vielseitig. Bloß erinnerte mich das Ambiente des Restaurants ein wenig an die Mensa. Da hatte ich schon einladendere Buffets gesehen. Dafür war dieses übersichtlicher.
Zum Mittag- und Abendessen aß ich jedesmal vier oder fünf Desserts – natürlich auf Kosten der Vor- und Hauptspeisen, bei denen ich mich wohlweislich zurückhielt.
Zum Frühstück begnügte ich mich mit Kaffee und einem Käse- oder Schinkenbrötchen, die sehr schön hell waren. Carsten meinte, die seien zum Aufbacken vorgesehen, aber ich mag sie gerade so hell und nicht-knusprig, und mehr will ich am Morgen auch gar nicht essen. Es ist mir unverständlich, wie man auf nüchternen Magen gleich süßes (z.B. Gebäck), saueres (z.B. Fruchtsaft) oder fettiges (z.B. Bacon) zu sich nehmen kann. Aber jeder wie er mag.
Das dauernde Essen und Verdauen (da war manchmal nur noch Löffeln möglich) war schon wirklich anstrengend. Die Urlaubsmast hat bei mir tatsächlich etwas angeschlagen. Naja, das ist schnell wieder weg. Hier daheim habe ich gar nicht die Zeit und Gelegenheit, so viel zu essen, und esse eben nur noch soviel, wie ich tatsächlich Hunger habe.

An unserem ersten Abend liefen Carsten und ich über die Dünen zum Strand, als es bereits dunkel war. Er nutzte die Gelegenheit, mir einige Sternbilder zu zeigen, und endete mit dem Polarstern, der „hier viel niedriger steht, als daheim“.
„Das ist ja nicht überraschend. Schließlich sind wir hier deutlich weiter im Süden“, entgegnete ich. Der Abend endete mit einer Diskussion über sphärische Trigonometrie, Eulerwinkel, Quaternionen (für die, die es wissen wollen: i^2 = j^2 = k^2 = -1, mit den Kommutatorrelationen [i, j] = ij – ji = -k – (-k) = 2k, und analog zyklisch), Pauli- und Dirac-Matrizen, sowie Kronecker- und Levi-Civita-Symbole (fälschlicherweise als Epsilon-Tensor bekannt).

Carsten hatte seine Utensilien fast im ganzen Zimmer ausgebreitet und ausgepackt. Lediglich das linke Bett hatte er ausgelassen. Also requirierte ich dieses Bett für mich, obwohl es direkt neben der Balkontür stand, und Carsten normalerweise links und in Fensternähe schläft. Darüber war er dann ziemlich angesäuert – auch später, als ich ihn darauf hinwies, seine nasse Badehose nicht immer auf die Polstermöbel zu schmeißen, und ich keine Lust habe, immer hinter ihm herzuräumen.

In südlichen Ländern ist es üblich und auch sinnvoll, statt einer richtigen Decke nur ein Tuch zu benutzen. Was ich trotzdem nicht leiden kann, ist, wenn dieses Tuch dermaßen stramm unter die Matraze gestopft wird, dass man sich nicht rühren kann. Ich will nachts meine Beine in beliebiger Richtung aus dem Bett strecken können. Also wurde es zum abendlichen Ritual für mich, erst mal dieses Tuch herauszuziehen, und von den insgesamt drei Kopfkissen zwei aus dem Bett zu werfen.
Mitten in der Nacht gerieten wir in einen Disput, weil es zu warm im Zimmer war. Fenster bzw. Balkontür öffnen, wollten wir beide nicht, da sonst zu viele Stechmücken hereingekommen wären. Er wollte die Klimaanlage nicht einschalten, da zu laut. Ich wollte den Ventilator nicht einschalten, da zu zugig. Zum Glück gibt es eine nahezu unfehlbare katalytische Methode, um eine Einigung zu beschleunigen, und die nötige Bettschwere zu erzeugen.

Es ist mir schon früher aufgefallen, dass es im Hotelrestaurant zwei Typen von Gästen zu geben scheint, die völlig unterschiedlich auftreten. Ein Zwischentypus scheint nur selten vorzukommen.
Da sind einmal die Leute wie ich, die es im Urlaub einfach bequem haben wollen, und sich einfache Kleider anziehen, die teilweise offensichtlich schon älter sind (also die Kleider, nicht unbedingt die Leute). Das sind die Personen, denen es ziemlich egal ist, wie sie im Urlaub äußerlich rüber kommen. Bei ihnen gibt es welche mit ästhetischer äußerer Erscheinung und welche eher ohne, und ihre Kleidung ist praktisch, bequem und casual.
Der andere Typus sind die Personen, die sich für das Hotelrestaurant aufdonnern, als gäbe es einen ganz außergewöhnlichen Anlass. Wenn man äußerlich einigermaßen aussieht, ist das OK, das können sie meinetwegen halten wie sie wollen. Doch es gibt dabei auch etliche, denen nicht bewusst zu sein scheint, dass auch die allertollste Verpackung es nicht herausreißen kann, wenn der Inhalt schon so mies ist. Ganz ehrlich – niemand will Schwabbelschenkel beim Buffet sehen. Solche Leute sollten sich bitte, bitte, wenigstens so weit bedecken, dass man noch mit Appetit essen kann.
Und Stöckelschuhe aus Lackleder mögen zum Flanieren auf der Strandpromenade noch halbwegs benutzbar sein – für einen richtigen Strandspaziergang sind sie es definitiv nicht.

Hier ist etwa die Hälfte dessen, was ich als Urlaubserinnerungen zusammengeschrieben habe. Deshalb mache ich eine Zäsur. Fortsetzung folgt.

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Postponeter Post //1632

Eigentlich wollte ich heute ja damit beginnen, meine Urlaubserinnerungen hier zu veröffentlichen. Ich hatte das meiste in den letzten Tagen zusammengeschrieben, aber eben noch nicht alles. Es ist definitiv zu viel für einen Eintrag, und ich muss mir noch überlegen, wie ich es aufteile.
Während des Wochenendes haben wir auch die Bilder gesichtet, und es sind doch ein paar dabei, die ich noch für das Blog verwenden könnte – teilweise allerdings nur für zugelassene Leser meines Boudoirblogs.
Offenbar nutzt Carsten öfters die Gelegenheit, mich von hinten zu fotografieren, was ich nicht immer mitkriege. Diese Fotos sind sich allerdings alle ziemlich ähnlich.

Zu den Schattenseiten des Urlaubs gehörte, dass es dort kaum Schatten gab.
Somit wäre also das Götz-von-Berlichingen-Zitat, dass, wo viel Licht ist, auch viel Schatten ist, widerlegt. Für Schatten braucht es außer Licht auch noch ein optisch-opakes Objekt, das einen Schatten wirft.

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Retour de la Nature //1631

Wir sind wieder aus dem Urlaub zurück. Im Großen und Ganzen ist alles glatt gelaufen.
Das WLAN war einwandfrei, aber WordPress weigerte sich, den Reader in meinem Browser darzustellen, weshalb ich mich nicht auf dem Laufenden halten konnte. Auch Twitter zeigte mir nur die mobile Version. Ich wollte keine Zeit investieren, das Problem zu bereinigen, verbrachte gar nicht so viel Zeit am Rechner. Deshalb beließ ich es dabei.

Jetzt ist mir klar, warum Völlerei zu den sieben Todsünden zählt. Ein paar Tage lang ist das ja ganz schön, aber auf Dauer ist es nichts für mich.
Und auch von ethanolhaltigen Getränken werde ich in nächster Zeit erst mal Abstand halten.
Wollust als Laster reicht mir.

Gebt mir noch ein paar Tage, um mich wieder in den Alltag zu finden. Dann nehme ich den üblichen Blogbetrieb wieder auf, und gebe euch auch ein paar Impressionen vom Urlaub.
Ich glaube, dieses Mal gibt es kaum Fotos, die ich mit meiner Leserschaft teilen möchte. Carsten hat hauptsächlich Naturaufnahmen gemacht – also z.B. Fotos von Möwen (und andere Vögelbilder) oder von Käfern (obwohl das sonst eher mein Metier ist).

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Tweets in Abwesenheit //1630

Um eventuelle Entzugserscheinungen abzumildern, habe ich meine Tweets vom 20. Januar bis 6. Februar 2017 für euch vorbereitet, und lasse WordPress diesen Post automatisch veröffentlichen, während ich mich voraussichtlich im Urlaub erhole und vergnüge.

Verleser des Tages: privacy statt piracy
Kindergeburtstag //1461 Vierzehnhunderteinundsechzig
Ready for Experiments! #ActualLivingScientist #DressLikeAWoman #ReadyForExperiments
Verleser des Tages: schuldig statt schludrig
Mit Ockham’s Razor könnte man auch auf ketzerische Gedanken kommen ..
Verhörer des Tages: „Würstkäs“ statt „worst case“
Suchanfragen im Januar //1460 Vierzehnhundertsechzig
Müde .. winterschläfrig ..
Verleser des Tages: Körpergröße statt Kenngröße
Euch allen einen schönen Blasiussegen!
An meine Blogfreunde //1459 Vierzehnhundertneunundfünfzig
Vor lauter Besprechungen komm‘ ich gar nicht mehr zum produktiv Arbeiten.
Verleser des Tages: Kerma statt Karma
Computerprobleme //1458 Vierzehnhundertachtundfünfzig
Verhörer des Tages: Märchen statt Medien
Ein unrundes Märchen //1457 Vierzehnhundertsiebenundfünfzig
Kaffeepause. Mit Nusssahnetorte. Köstlich!
Verschreiber des Tages: admiration statt administration
Typographic quotes by courtesy of @wordpressdotcom
„Girls‘ Day“ won’t be Girls‘ Day //1456 Vierzehnhundertsechsundfünfzig
Es ist rutschig draußen.
Kaffee mit 360K, Tasse mit 360°.
Verhörer des Tages: Tolstoi statt „Toy Story“
Tolle Story (#Annastrengend) //1455 Vierzehnhundertfünfundfünfzig
Verleser des Tages: MRAs statt M&As
Rückblick 2. Halbjahr 2016 //1454 Vierzehnhundertvierundfünfzig
Verhörer des Tages: Invasion statt Inversion
Selbständig oder angestellt? #Blogparade //1453 Vierzehnhundertdreiundfünfzig
Verleser des Tages: Brieftasche statt Brieflasche
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s endlich ungeniert. //1452 Vierzehnhundertzweiundfünfzig
Verschreiber des Tages: backlash statt backslash
Entrümpelung //1451 Vierzehnhunderteinundfünfzig
Verhörer des Tages: Bavarian statt Barbarien
Chef schnauzt Praktikantin an, weil zu spät. Jetzt muss ich trösten.
Die Reorganisation und die Folgen //1450 Vierzehnhundertfünfzig
Karamellisierte Cashews .. hmm ..
c===3.E8m/s
Verleser des Tages: Flüchtlingsexperte statt Führungsexperte
Wahrheit und Weisheit //1449 Vierzehnhundertneunundvierzig
Verhörer des Tages: Klowasser statt Chlorwasser
Verleser des Tages: Trennungsfrage statt Trainingsfrage
Getwittert, nicht gebloggt //1448 Vierzehnhundertachtundvierzig
Linsen mit selbstgemachten Mehlklößen. Lecker, köstlich! Muss erst mal verdauen.
Verleser des Tages: Herzblatt statt Hetzblatt
Inkompatibilitäten //1447 Vierzehnhundertsiebenundvierzig

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Hello Good Bye //1629

Obwohl wir erst morgen in den Urlaub aufbrechen, verabschiede ich mich schon heute.
Ich habe noch einige Arbeiten abzuschließen und die Reise vorzubereiten, aber insgesamt bin ich gut in der Zeit.
Ich hoffe, dass diesmal das WLAN im Hotel besser ist als letztes Jahr. Im wesentlichen werde ich mich dennoch auf gelegentlichen Lesezugriff beschränken, nicht bloggen, und nur notfalls eingreifen. Was es über den Urlaub zu sagen gibt, kann ich auch noch niederschreiben, wenn ich wieder zurück bin.
In den letzten ein oder zwei Wochen hatte ich besonders Stress, so dass ich zeitweise kaum wusste, wo mir der Kopf steht. Es scheint, als ob der Urlaubsendspurt speziell dazu gut ist, Aufgaben abzuarbeiten, zu denen man sonst vor lauter Routine und Alltagsgeschäft gar nicht kommt.

So sind im Blog auch einige Themen unter den Tisch gefallen, für die ich einfach zu wenig Zeit hatte, sie aufzuschreiben. Und nach dem Urlaub sind sie längst Schnee von gestern.
So habe ich jetzt beispielsweise einen neuen Bürorechner, dessen Installation mehr Aufwand machte, als ich geahnt hatte. Ich hatte mich überzeugen lassen, W10 zu installieren, aber der Treiber der Graphikkarte machte Probleme. Daraufhin entschloss ich mich zu einer Neuinstallation, deren Beschreibung locker für einen langen Blogeintrag gereicht hätte – einschließlich Ärgernissen mit BIOS-Flashen, GPT-Partitionen, PXE-Servern, und was sonst noch alles schieflaufen wollte. Der eigentlich zuständige IT-ler war gerade in Urlaub, so dass ich die Geschichte zusammen mit seinem in dieser Thematik etwas weniger erfahrenen Vertreter in den Griff kriegen musste. Naja – inzwischen läuft der Rechner, und die Probleme und deren Lösung sind schon halb vergessen. Nach dem Urlaub ganz.
Auch zum sogenannten Google-Memo von John D’Amore [!sic] und den Reaktionen darauf hätte ich so einiges zu sagen gehabt, musste mich aber aus Mangel an Zeit und Muße zurückhalten. Mein Gebrauch von Suchmaschinen wird zukünftig diverser sein, und sich tendenziell von Google distanzieren.

Nun ja, unser Urlaub steht kurz bevor, und ich hoffe, dass ich dort Ruhe finde, mich entspannen, ausruhen und erholen kann. Es gibt keine Agenda mit irgendwelchen geplanten Aktivitäten, sondern einfach nur Faulenzen, Müßiggang und Dolcefarniente.

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Heim-(o)-weh! //1628

Meine Mutter hatte diesmal ihren Geburtstag am Sonntag gefeiert, und wir hatten den Termin bereits vor einigen Wochen zugesagt.
Leider kam Carsten dann doch etwas dazwischen, was er am Wochenende arbeiten musste, und da wir ja in ein paar Tagen in Urlaub fahren, ließ sich das nicht aufschieben.
Wir kamen also überein, dass ich eben alleine fahren würde, und zwar mit dem Auto.

Obwohl ich das meinen Eltern mehrfach geduldig erklärte, deuteten sie Carsten’s Abwesenheit als Probleme in unserer Ehe, und äußerten sich den ganzen Tag über wiederholt, dass sie das ja gleich gesagt hätten, dass er zu alt für mich sei, mich immer so ruppig und gebieterisch behandelt hätte, und überhaupt wäre ein Mann für mich viel besser, der einen sicheren Arbeitsplatz bei einem großen Unternehmen hätte, und er hätte auch so einen schlechten Einfluss auf mich, durch den ich mich zu meinen Ungunsten verändert hätte, wo ich früher doch immer so ein liebes und nettes Mädchen (sprich ruhig, brav, schüchtern, nachgiebig) war, aber ich sei jederzeit willkommen, wieder daheim einzuziehen.
Das veranlasste mich, früher wieder heimzufahren als geplant. Eigentlich hatte ich vorgehabt, erst nach dem Abendessen zurückzufahren, so aber verabschiedete ich mich bereits nach dem Kaffeetrinken.

Der Heddlbeerblooz (Blechkuchen aus Hefeteig mit Heidelbeerbelag) war aber wirklich köstlich gewesen.
Heidi und Robin hatten jedem, der es wissen wollte, und erst recht jedem, der es nicht wissen wollte, erzählt, wie sie am Vortag (das Ausbleiben der angekündigten Klimaerwärmung ignorierend) beim Beerbflügge gewesen waren.
Ich erinnere mich auch noch. Da waren wir früher stundenlang zu mehreren im Wald unterwegs, und sammelten Beeren. Schon nach einer halben Stunde tat mir der Rücken vom wiederholten Bücken weh, Stechmücken belästigten mich. Und nach ewigen Zeiten reichte die Ausbeute gerade mal für ein einziges Blech mit Kuchen.

Da ich schon zeitig aufgebrochen war, konnte ich dann wenigstens noch einen schönen, ausgefüllten Abend mit Carsten verbringen, der bei meiner Rückkunft mit seiner Arbeit fertig war (auch weil ihn nichts und niemand davon abgelenkt hatte).

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Anzuschaffendes //1627

Kurz vor dem Urlaub hat mein Epilierer endgültig den Geist aufgegeben. Vor ein paar Jahren hatte er schon einmal rumgezickt, aber ich hatte ihn wieder hingekriegt. Ich habe ihn bereits aufgeschraubt, aber durch den Verschleiß etlicher Jahre ist er eben irreparabel kaputt.
Wenn ich es darauf anlegen würde, mir noch vor dem Urlaub einen neuen zuzulegen, würde ich das vermutlich gerade noch so schaffen. Aber ich habe momentan gar nicht den Nerv dazu, muss noch so viel anderes erledigen und im Kopf haben.
Also lass‘ ich es dabei bewenden. So schlimm sind diese paar Härchen nicht. Und wenn sie jemanden stören, muss der ja nicht hinschauen.

Eigentlich wollte ich mir auch schon längst einen neuen Bikini zulegen. Bei einem ist der Gummizug des Höschens ausgeleiert, bei einem anderen ist mir kürzlich der Verschluss des Oberteils zerbrochen. Für den Notfall kann ich ja das intakte Oberteile des ersteren mit dem Höschen des letzteren kombinieren, obwohl Farbe und Muster nicht harmonieren.
Und dann habe ich immer noch meinen Lieblingsbikini, der nach wie vor einsatzfähig ist – allerdings inzwischen etwas ausgebleicht. Naja, dann sind die Farben halt eher pastell als kräftig. Das weiß ja niemand, wie er vorher aussah.
Und irgendwo habe ich noch einen Bikini rumliegen, der mir allerdings nicht so richtig gut passt, aber was soll’s – ich brauche zumindest keinen neuen.

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La belle mère //1626

Im August sind viele Mitarbeiter im Urlaub, und entsprechend ist es ruhig im Büro.
Ich plane vorausschauend, und setzte dann auch keine Release- oder andere wichtige Termine.
Eigentlich sollte ich weniger zu tun haben als sonst. Aber dadurch dass ich weniger durch Angelegenheiten von Mitarbeiter abgelenkt bin, habe ich jetzt mehr Zeit, Dokumente zu schreiben, oder anderes zu tun, für das ich mehr Ruhe brauche.
Außerdem sind auch die anderen Führungskräfte teilweise in Urlaub, so dass ich zusätzliche Vertretungsaufgaben habe (derzeit vertrete ich Ulrich – auf diese Weise kam ich mal wieder zum Löten – eine Hand am Kolben, eine Hand am selbstverständlich RoHS-konformen Lötzinn, aber keine Hand für die Hirschmänner).
Immerhin fand ich zwischendurch ein wenig Leerlauf, und nutzte die Zeit für ein paar Besorgungen, die ich schon länger aufgeschoben hatte, in der Stadt.

Auf dem Weg vom Einkaufszentrum zum Rathaus überquerte ich die Fußgängerzone, und fand mich auf der anderen Straßenseite plötzlich wenige Meter gegenüber von Corinna.
Die lief anscheinend mit drei oder vier anderen Frauen hier entlang und hatte mich bereits gesehen, bevor ich sie erkannt hatte.
„Das ist meine Schwiegermutter“, hörte ich sie zu den anderen Frauen sagen.
Ich lächelte kurz, murmelte einen Gruß, und sah zu, dass ich weiterkam.

Abends erzählte ich Carsten von der Begegnung.
„Sieh’s positiv“, meinte er lapidar, „immerhin betrachtet sie dich als ihre Schwiegermutter. Das hat Sven nie gemacht.“

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Fensterln mal anders //1625

Das von mir bevorzugte Badezimmer in Carsten’s Haus befindet sich unter einer Dachschräge. Das bedeutet zwar, dass man sich in der Badewanne nicht aufrecht hinstellen kann, aber dafür ist es ansonsten gemütlich und einladend.

Während ich mir Badewasser eingelassen hatte, hatte ich das Fenster etwas gekippt, um zu lüften (denn wenn das Bad eine Woche lang nicht benutzt wird, ist es manchmal schon ein wenig muffelig). Bevor ich (bereits entkleidet) in die Wanne steigen wollte, wollte ich das Fenster schließen, denn mit feuchter Haut ist mir eventuelle Zugluft unangenehm.
Da das Fenster manchmal verkantet und dann etwas klemmt, zog ich es noch etwas weiter auf, um es dann mit größerem Schwung zu schließen. Da passierte es, dass es irgendwie aus der Angel rutschte und nicht mehr fest in der Halterung hing.
Ich konnte gerade noch verhindern, dass es mir aus den Händen glitt, und auf der Dachaußenseite das Dach hinunterrutschen würde.
Da stand ich also splitternackt über die Wanne gebeugt, und hielt das Fenster fest. Ich schaffte es nicht, es alleine wieder einzuhängen, noch nicht einmal es in den Raum hineinzuziehen, da es zu schwer war (die Hebelgesetze waren erst recht gegen mich). Hätte ich losgelassen, wäre es das Dach hinuntergeschlittert, vermutlich über die Dachrinne gerutscht, hinuntergefallen und auf dem Boden zerschellt, was bestimmt beträchtlichen Schaden angerichtet hätte.

Wenn ich Carsten wegen irgendetwas rufe, kann ich lange rufen. Selbst wenn er mich hört, kommt er deswegen noch nicht. Ich überlegte also, ob es angemessen wäre, um „Hilfe“ zu rufen, da es sich ja um ein dringliches Problem handelte. Allerdings ohne Gefahr für Leib und Leben.
Da ich wohl stundenlang (sofern ich es überhaupt solange ausgehalten hätte, was ich bezweifle) dort hätte stehen können, bis Carsten mich irgendwann vermisst hätte, entschied ich, dass ein Hilferuf gerechtfertigt war. Eine Garantie, dass er mich dann überhaupt hören würde, wäre das zwar auch nicht, aber mit hoher Sicherheit würde er dann, falls er es hörte, zumindest kommen, um nachzuschauen, was los ist.

Also rief ich so laut ich konnte nach Hilfe. Tatsächlich hörte ich ihn nach einigen Versuchen rufen, was los sei. Ich schrie zurück, dass das Fenster runterfallen würde, und ich ihn dringendst brauchen würde. Zum Glück hatte ich dir Tür nicht versperrt. Das halte ich nicht für nötig, wenn wir alleine im Haus sind, und es ist schon vorgekommen (wenn auch leider nur selten), dass er mich beim Baden besucht hat.
Dann war er hinter mir in dem kleinen Raum und beugte sich über mich, um das Fenster zu fassen zu bekommen. Gemeinsam zogen wir daran herum. Er hob es an, ich stabilisiere es, und so gelang es uns nach einigen Versuchen, das Fenster wieder einzuhängen.

Alleine hätte er es vielleicht auch nicht geschafft, aber zu zweit sind wir schon ein prima Team.

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Versuchungen //1624

Man sollte meinen, allmählich gibt es keine originellen Suchanfragen mehr. Aber im Juli erschienen wieder etliche völlig neue, über die ihr euch im Folgenden mit meinen Anmerkungen amüsieren dürft.

„handjob von meiner fetten mutter“
Handarbeiten erfordern manuelle Geschicklichkeit und fördern die Feinmotorik.

„leichtes elementarteilchen“
Aufgrund von Erhaltungssätzen sind die leichtesten stabil.

„nreakpt“
Da scheint der Finger auf der Tastatur verrutscht zu sein.

‚“call a nerd“‚
Bin schon da.

„lux lacheln“
Ein Luchs sieht durch die Pinselohren aus, als ob er lächeln würde.“

„wordpress cache löschen“
Das wüsste ich manchmal auch gerne.

„wordpress editor verschwunden“
Der alte Editor ist mir früher manchmal verrutscht. Das hängt m.E. vom Browser ab.

„schlampe outdoor“
Ach .. was soll ich sagen .. Jedes Jahr hat nur einen Sommer.

‚inurl:“/wordpress/“ periskop‘
Und wieder mal habe ich etwas anderes gelesen, als dasteht.

„jungs ohne vorhaut“, „beschneidung penis“
Diese Art Versehrung ist hierzulande leider völlig legal.

„hp m277dw scannt schief“
Dieses Problem habe ich bei meinem Drucker noch nicht beobachtet.

„sizialianische zwergelefant“
Hä?

„pieksen synonym“
Stupsen, stechen. Der Duden will es zwar mit i statt ie, aber das sind nur orthographische Richtlinien, von denen ich mir gelegentlich erlaube abzuweichen, und sie stattdessen kreativ als Stilmittel einsetze.

„bloggosphere“
Manchmal nutze ich auch die deutsche Schreibweise Blogosphäre.

„youporn alternative“
Da bin ich überfragt. Ask Google.

„origineller mensch“
Dafür halte ich mich schon.

„männerrechtler“
Das passt besser zu meinem anderen Blog.

„ohrenschmalz sauger“
Das ist so ein dünner Schlauch an einer Vakuumpumpe.

„widersprechen synonym“
Entgegnen.

„paketzentrum feucht streik“
Wie lange ist das jetzt her? Die Nachteile hatten die Empfänger der Pakete.

„kaffeemaschineleasing“
Da brühe ich doch lieber selbst.

„festplatte plötzlich leer“
Oh jemine! Hoffentlich existiert wenigstens ein aktuelles Backup der wichtigen Daten.

„molly logan breakpoint“
Ach .. wie’s der Molly jetzt wohl gerade geht?

„tagesdildo“
Gibt es dann auch Nachtdildos?

„recht am geistigen eigentum“
Das steht dem Urheber zu.

„windows 10 netzwerk priorität“
Komplexes Thema.

„muttersex geschichten“
Muttern haben gewöhnlich eine sechszählige Symmetrie.

„dunkle materie“
Doesn’t matter.

„richtiger handkuss bedeutung“
Gehört zu den Angelegenheiten, die ich gar nicht wissen will.

„anne will störung“, „anne will zensur“
Nein, will ich nicht.

„oberschenkel dict“
Thigh, femur, ..

„hallo minella“
Kenn‘ ich nicht.

„zwergelstern vogel“
Mit Ornithologie kenne ich mich nicht aus.

„arbeitszeugnis codes tabelle“
So eindeutig tabellarisch ist es nicht zu fassen.

„leg dich nicht mit klara an wiederholung“
Häh? Ach ja, diese Klara .. das Gespräch hatte mich damals inspiriert, die unterschiedlichen Rechte von Männern und Frauen mal aufzulisten.

„entfettungskur haare“
Da soll schon ein wenig Shampoo helfen.

„die richtlinien ihrer organisation verhindern dass diese aktion abgeschlossen werden kann outlook“
Tja, .. vielleicht kann der Sysadmin helfen, vielleicht auch nicht.

„wordpress statistiken“
Für die Kommentare habe ich mein eigenes Statistiktool.

„katzennamen männlich ausgefallen“
Mich würde es reizen, die Bibel dafür als Inspiration zu nutzen.

„wohnungszeitschriften“
Wer liest denn so was? Obwohl .. da muss ich zugeben, dass ich in meiner Jugend die Bausparkassenzeitschrift meiner Eltern durchgeblättert habe, und selbst Pläne mit Wohnungsgrundrissen und -einrichtungen konzipiert habe.

„deniabilität“
Ob man etwas sinnvoll ablehnen kann, hängt vom Kontext ab.

„fuß verstaucht“
Das kommt schon mal vor.

„bailey psychologische homöopathie download“
Der heilige Sankt Placebo wird es richten. Für den Download benötigt man allerdings drei geflochtene WLAN-Kabel.

„algorithmen synonym“
Vorgehensweise trifft nur einen Teilaspekt.

„leichen schminken ausbildung“
Das gibt es bestimmt, aber nicht hier.

„vasektomie erfahrungen 2017“
Carsten hat das 2014 ganz gut vertragen.

„alt code ungleich“
Mit HTML ist das die Entity mit „ne“ (not equal).

„windows 10 sommerzeit falsch“
Am besten mit einem Timeserver synchronisieren, und die Zeitzone auf „Berlin“ setzen.

„pistazieneis kaufland“
Oh, lecker .. *lechtz*

„das com-objekt für virtualbox konnte nicht erzeugt werden.“
Aua – das Problem hatte ich auch schon, weiß aber nicht mehr, wie ich es gelöst habe. Irgendwelche DLLs nachregistrieren?

„arbeitszeugnis projekte auflisten“
Schon, aber bitte nicht zu detailliert.

„kleidungsvorschriften schule“
Schuluniformen finde ich furchtbar.

„rgb grautöne“
Rot-, Grün- und Blaukanal werden einzeln mit bestimmten Gewichtsfaktoren multipliziert und aufsummiert, um den Grauwert zu erhalten.

„batch umlaute darstellen“
Aeh .. gute Frage, weiss ich jetzt auch nicht, wie man das loesen koennte.

„vernarrt in eine person“
Na, hoffentlich ist das wenigstens nicht einseitig.

„katzen lockruf“
Die Phonetik lässt sich nicht gut transskribieren.

„keine bildliche vorstellungskraft“
Dürfte ohnehin sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

„emv chip kopieren“
Dazu kann ich nichts sagen.

„klinik sonnenwende magersucht“
Die Tage sind schon wieder deutlich kürzer als noch im Juni, und die schönen Sonnentage sind heuer recht mager.

„selbständigkeit und angestellt“
Das kann durchaus auch parallel laufen.

„windel statt binde“
Ich will mich nicht schon wieder über Monatshygiene auslassen.

„layer 8 fehler“
Das wird’s sein! Immer diese Käfermenschen!

„dorfleben küste startet nicht mehr“
Tja .. kann ich auch nicht helfen.

„fortkommen“
Und noch weiter.

„enge badehose pflicht“
Wo man die Konturen schön sieht ..

„t-online spamfilter funktioniert nicht“
Nicht mein Problem.

„eichel frei tragen“
Idealerweise in der Jackentasche bei der Kastanie.

„wahl der hundertzwölf“
Das hört sich ein wenig esoterisch an. 112 = 2^2^2 * 7

„breakpoint antibiotika“
Ja, damit hatte ich schon unangenehme Erfahrungen gemacht.

„textilzone baden“
Dort ist Badebekleidung Pflicht.

„zaunphahl“
Hatte ich nicht Zaunphall geschrieben?

„beschneidung naht aufgegangen“
Aua! Ich wusste gar nicht, dass da auch noch genäht wird.

„searchme“
Hier bin ich!

„schwarze dose“
Ich kenne schwarzes Loch, Blackbox, schwarze Körper, .. aber Dose? Vielleicht eine Konservendose ohne Etikett?

„schwangerschaftstest manipulieren dass er positiv ist“
Dazu wird es hier bestimmt keine Tipps geben.

„elementarteilchen meson 4 buchstaben“
Pion. Ein Lepton mit vier Buchstaben wäre das Myon.

„perverse smilies mit tastatur“
Da bin ich überfragt. Ich weiß ja noch nicht mal, wie man bei Twitter Smilies eingibt.

„corinna kopf xxx“
Ich sag nix.

‚“pokerface“‚
Sh. meine vorige Anmerkung.

„floradix besser als ferro sanol“
Häh? Hört sich pharmazeutisch an.

„angströmeinheit“
Jetzt hatte ich tatsächlich „Angst“ gelesen, dabei geht es um zehn hoch minus zehn Meter.

„string theorie widerlegt“
So richtig widerlegt ist sie nicht, sie scheint nur nicht mehr so vielversprechend zu sein.

„geruchsbelästigung am arbeitsplatz durch parfüm“
Das ist widerlich.

„benutzt mich“
Das wäre ein Motto für den Splashscreen einer Anwendung.

„32gb ram sinnvoll 2016“
Wenn man mehrere VMs nutzt oder andere resourcenhungrige Programme (z.B. Videoschnittsoftware), dann schon. Für Otto Normaluser eher nicht notwendig.

„morgähn“
Gruß, wenn man früh noch müde ist.

„gretelsuppe“
Heißt in manchen Gegenden auch Kesselsuppe, und fällt beim Schweineschlachten an, wenn irgendwelche Würste gekocht werden.

„wesbezüglich“
Das ist der Genitiv.

„größe der thermodynamik“
Da gibt es viele, z.B. die Entropie.

„erst abfuhr dann doch interesse“
Davon sollte man als Default ausgehen können.

„layer 8 fehler“
Das Problem befindet sich oftmals zwischen Tastatur und Stuhl.

„erotik klinik“
Naja, neuere Kliniken sind oft so gebaut, dass die Besuchertoiletten gegenüber dem Stationszimmer sind.

„finger auskugeln“
Das soll schmerzhaft sein.

„breakpoint layer 8“
Leider fehlt dabei meist die Debug-Information.

„übergangslösung kreuzworträtsel“
Interim.

„ich habe durst“
Kaffee ist in Reichweite.

„benjamin hippen“
Hipp, hipp, hurra!

„kosmologische konstante“
Ein additiver Term in den Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie.

„meine augen sind hier oben“
Das hängt vom Bezugssystem ab.

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Force High Time Day //1623

Binäre 100 Jahre sind wir heute verheiratet.
Wir fühlen uns wohl miteinander und sind gerne zusammen.

Es ist mir ja immer irgendwie unheimlich und verdächtig, wenn Leute in romantischer Verblendung meinen, ihre Beziehung würde ewig andauern. Diese Einstellung ist einfach nur naiv. Man kann nicht in die Zukunft schauen, und wissen, was das Schicksal noch alles für einen bereithält.
Im Bewusstsein dessen und mit den genannten Einschränkungen halte ich dennoch unsere Beziehung für recht stabil. Wir haben gemeinsam schon einige Krisen bewältigt und hatten auch schwierige Zeiten, die unsere Beziehung gestärkt haben. Wir kennen einander auch lange genug, um die gegenseitigen Macken und Schwächen zu kennen, und uns damit arrangiert zu haben. Auch sind wir beide beständige Menschen, die ihre Ansichten nicht ständig sprunghaft ändern. Eine Trennung lässt sich zwar nie ganz ausschließen, ist bei uns aber aus jetziger Sicht unplausibel.

Er droht ja hin und wieder, mich rauszuschmeißen, wenn ich dick werde. Ich kontere manchmal, dass ich ihn verlassen werde, wenn er mit dem Rauchen anfängt. Das wäre ein Grund, aber das wird nicht geschehen. if (FALSE) {exit();};
Aus jetziger Sicht sehe ich keinen – realistischen – Grund, warum wir uns trennen würden. Und selbst wenn wir uns zu einer privaten Trennung veranlasst sähen, wäre da immer noch die Firma, in die ich inzwischen auch so weit involviert bin, dass ich mein Engagement nicht einfach beenden kann. Das wieder auseinanderzuklamüstern wäre schwierig bis unmöglich. Die Option hat er sich selbst verbaut.

Insgesamt also gibt es eine positive Zukunftsprognose, die auf vier Jahren glücklicher Ehe aufbaut.

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Blog auf Halblast //1622

In den letzten paar Monaten habe ich wirklich an jedem einzelnen Tag einen Blogeintrag veröffentlicht. Jetzt ist August, und ich bin urlaubsreif.

Wie bereits in den letzten Jahren möchte ich in den nächsten Wochen blogmäßig ein wenig kürzer treten. Ich habe noch genug anderes zu tun (insbesondere möchte ich die Vorbereitung der Validation und Verifikation einer Firmware noch fertig bekommen), bevor ich demnächst eine ganze Woche im Urlaub ausspannen kann.
Bis dahin gibt es weniger Blogeinträge. Alte Tweets und Wayback-Einträge pausieren ganz (vielleicht bereite ich aber welche als Urlaubsüberbrückung vor – mal sehen).

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You didn’t Make My Day //1621

Unsere neue Auswertungssoftware läuft inzwischen recht ordentlich.
Ich hatte sie auf meinem Rechner installiert, um verschiedene Features auszuprobieren, während ich nebenher an der Test Spec schrieb.

Als ich die Daten nach Datum sortieren wollte, tat sich gar nichts. Alle anderen Sortiermöglichkeiten, die ich inzwischen geprüft hatte, schienen einwandfrei zu funktionieren. Bloß das Datum machte Probleme.
Vielleicht erinnert sich jemand von euch daran, dass ich mein Datumsformat auf „YMMD“ umgestellt hatte. Mir ist klar, dass dies für Sortierungen ungeeignet ist (weil dann bei einem Stringvergleich beispielsweise 2008 als später sortiert würde als 2017, und manche Werte sind noch nicht einmal eindeutig), aber dann hätte zumindest eine falsche Reihenfolge herauskommen müssen, statt überhaupt keine Änderung.

Also machte ich mit dem Entwickler aus, in den Sortieralgorithmus unter Debug-Bedingungen (also an seinem Rechner) hineinzusteppen. Dazu musste er zunächst sein Datumsformat umstellen. An den Anfang der Sortierroutine setzten wir einen .. na, was wohl? .. wer weiß es?
Wie ich es fast erwartet hatte, wollte das Programm den aus dem GUI gelesenen Datumstext in eine datetime-Variable umwandeln. Das schlug fehl, und warf eine Konvertierungsexception. Da diese irgendwo aufgefangen wurde, passierte gar nichts. Keine Fehlermeldung, sondern die Sortierung wurde einfach abgebrochen.
Auf die Äußerung meines Entwicklers, dass er ja schließlich nicht wissen könne, welches vertrackte Datumsformat der Anwender eingestellt hatte, erwiderte ich ihm, dass er das ohne weiteres aus den Usereinstellungen lesen könne, es allerdings wesentlich sinnvoller wäre, nicht erst das Datum in einen String zu verwandeln, um ihn auszugeben, und später diesen String wieder für den Vergleich zurückzukonvertieren, sondern von vornherein das Datum im Speicher zu halten, um die Datumsvariablen bei Bedarf direkt vergleichen zu können.

Das muss er jetzt nur noch umsetzen, aber ich rechne dabei mit keinen nennenswerten Problemen.
Mit etwas Glück ergibt das dann die Alphaversion.

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Nette Menschen //1620

Personen, die sich selbst als nett bezeichnen, sind mir grundsätzlich suspekt.

Meistens beruht dies auf einer falschen Eigenwahrnehmung und mangelnder Selbstkritik.
Solche Leute halten sich selbst für besonders gute Menschen, und benehmen sich gegenüber anderen meist moralisierend und bevormundend. Kratzt man ein wenig an der Oberfläche, offenbart sich die ganze Selbstgerechtigkeit, Scheinheiligkeit, Bigotterie, Verlogenheit und Heuchelei.
Oft postulieren solche Leute eine falsche Dichotomie zwischen „netten Menschen“ und „Arsc?löchern“ (das ist häufig Synonym für Realisten und Pragmatiker). Dabei ist die Wirklichkeit nicht so schwarz-weiß. Gutes und Schlechtes steckt in jedem Menschen, oft hängt es auch von der Situation ab, welche der beiden Seiten (vielleicht folgt die Topologie ja sogar einem Möbiusband?) überwiegt. Ein Schrödinger-Naturell ist eine (zeitabhängige) Überlagerung aus beiden Zuständen.

Manchen Leuten fehlt schlicht die Durchsetzungsfähigkeit, ihre eigenen Interessen gegenüber anderen zu vertreten. Die reden sich dann auch gerne darauf hinaus, dass sie ja eigentlich nur viel zu nett sind. (Das kann selbstverständlich in einzelnen Situationen durchaus zutreffen, und nachgeben und Kompromisse eingehen, gerechtfertigt sein, wenn es sich aber übermäßig häuft, sollte man sich mal selbst kritisch hinterfragen.) Für diese Leute ist Nettigkeit ein Synonym für die eigene Schwäche und Inkonsequenz.

Dann gibt es den Typus der besonders Toleranten, deren eigene Toleranz aber sehr schnell endet, wenn jemand ihre ach so tolerante Einstellung nicht vollumfänglich teilt.
Oder diejenigen, die sich so gut fühlen, weil sie meinen, dass sie anderen Menschen andauernd helfen. Ob ihre Hilfe tatsächlich erwünscht oder nützlich ist, ist dabei nebensächlich. Hauptsache sie selbst fühlen sich dabei so gut.
Oder die Großzügigen, die nach dem Motto agieren: „Tue Gutes, und rede darüber!“ Die Konsequenzen ihrer Herzensgüte lassen sie aber nur zu gerne andere Leute tragen.
Oder die Personen, die sich mit schleimig-kriecherischer Art versuchen anzubiedern.
Nicht zu vergessen, all die empathischen, einfühlsamen, sensiblen Personen, die selbstverständlich besser die Motivation und Beweggründe desjenigen kennen, der sie äußert, als dieser selbst. Dabei fehlt es gerade diesen Leuten oft völlig am Verständnis für andere Denkweisen, und ihr Reflektionsvermögen entspricht dem eines schwarzen Loches.
Schließlich gibt es noch Personen, deren ostentativ überschäumend-gute Laune einen gleich am frühen Morgen fast erschlagen kann, oder deren Herzlichkeit einen zu erdrücken droht.
Ach, was seid ihr alle für bewundernswert gute und nette Menschen! Alle haben euch ganz toll lieb!

Wer ehrlich mit sich selbst ist, sollte erkennen (und zugeben), dass man nicht immer nur lieb und nett sein kann.
Ich traue Leuten nicht, die ihre Gefühle nicht von ihren Handlungen abkoppeln können.
Ich mag Menschen, die zugeben, dass sie nicht nur aus Selbstlosigkeit, Menschenfreundlichkeit und Großherzigkeit handeln. Das ist ehrlich und authentisch. Da weiß man, worauf man sich einstellen muss.
Ich sehe mich selbst nicht als „netten Menschen“. Das schließt ja nicht aus, dass ich es zeitweise doch bin, aber eben nicht non-stop oder grundsätzlich. Ich bin i.A. durchaus gutmütig und hilfsbereit, und tue anderen Personen gelegentlich auch mal einen Gefallen. Wenn mir jemand freundlich und respektvoll begegnet, werde ich ähnlich reagieren. Meistens gewähre ich sogar einen Vertrauensvorschuss.
Aber wehe! ich bekomme den Eindruck, jemand will mich ausnutzen. Dann ist aber Schluss mit meiner Gunst. Und einen gesunden Egoismus und Eigennützigkeit sollte man nicht verlieren.

„Netten Menschen“ ist also vor allem ihr Selbstbild wichtig, und dass andere dies genauso sehen. Wer in seiner Einschätzung abweicht, bekommt dann auch schnell die nicht so nette Seite zu sehen, aber das geschieht diesen Arsc?löchern ja ganz recht!

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breakpoint’s Wayback Archive #0C //1619

Wayback zum 11. bis 29. Mai 2012.

Fast die ganze Belegschaft nahm teil, als ich eine IT-Sicherheitsbelehrung in der Firma abhielt.
Am Wochenende schaute ich mich ein wenig auf Carsten’s altem Computer herum.
Auf der Festplatte meines Notebooks herrschte Platzmangel.
Ich war mit Entkäfern beschäftigt.
Da Carsten Besuch hatte, verbrachte ich den Feiertag mit Hausarbeit.
Das verlängerte Wochenende über war ich dann bei Carsten und seiner Familie. Alle zusammen besuchten wir einen Freizeitpark. Zum Abschluss des Wochenendes grillte Carsten.
Irma Schrödinger veranlasste mich, meinen Fourier-Algorithmus zu überprüfen.
Wir wechselten ein Leuchtmittel im Bad. (In diesem Blogpost ist mir ein Fehler unterlaufen, den bisher anscheinend noch niemand bemerkt hat.)
Auf einem Workshop traf ich Alex wieder. Auch Carsten kam dazu.
Am Handtuchtag hatte ich diverse kleinere Probleme.
Carsten und ich vereinbarten, über Fronleichnam ein paar Tage zusammen wegzufahren.
Wir erfuhren, dass Fiona beabsichtigte, Sven zu heiraten.

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Aus meinen Tweet-Beständen //1618

Offenbar war es zum letzten Jahreswechsel recht kalt. Das und noch vieles andere lässt sich aus meinen Tweets vom 22. Dezember 2016 bis 19. Januar 2017 entnehmen.

Je kälter es draußen ist, desto wohltuender ein Kaffee.
Rolle von Drehstuhl abgefallen. Bolzen zerbrochen. Irreparabel.
Manchmal können auch noch so heiße Gedanken die eisigen Außentemperaturen nicht kompensieren.
Oops .. den (2^4 * 5^2 * 17)-ten Tweet verpasst.
Verschreiber des Tages: Oral statt Orakel
Wenn der Chef Umstrukturierung definiert als „Besprechungen um 8 Uhr morgens“ ..
Stress heute .. Besprechungen .. wenig Zeit ..
$ReisserischerTitel[‚Sexfotos‘] //1446 Vierzehnhundertsechsundvierzig
Verleser des Tages: Weiblichkeit statt Wirklichkeit
Shades of Gray //1445 Vierzehnhundertfünfundvierzig
Ach, wie erfrischend, wenn Feministinnen sich gegenseitig zerfleischen. Nur weiter so!
Verleser des Tages: Badeanzug statt Bedeutung
Die unfreiwillige Volontärin //1444 Vierzehnhundertvierundvierzig
Verleser des Tages: Haarschnitt statt Hassschrift
Wo viel Licht ist .. //1443 Vierzehnhundertdreiundvierzig
Verleser des Tages: Soziologe statt Scientologe
Verleser des Tages: Jubiläum statt Jerusalem
Der #Egon war wild und ungestüm, hat es schon heftig getrieben, und mich nicht schlafen lassen.
Der Verdruss mit dem Verschluss //1442 Vierzehnhundertzweiundvierzig
Verschreiber des Tages: Madamn statt Madam
So ein Sturm!
Spring Tweets //1441 Vierzehnhunderteinundvierzig
Verleser des Tages: Feminismus statt Fernsehturm
Tauwetter – juchhu!
Die verlorene Tochter //1440 Vierzehnhundertvierzig
Verschreiber des Tages: evaluiert statt evakuiert
Das Dreier-Vergnügen //1439 Vierzehnhundertneununddreißig
Verleser des Tages: traumhaft statt traumatisch
Fake Orders //1438 Vierzehnhundertachtunddreißig
Wo bleibt sie denn, die Klimaerwärmung?
Verhörer des Tages: Hobbit statt Hobby
Wohin im Urlaub? //1437 Vierzehnhundertsiebenunddreißig
Verleser des Tages: scheidenförmig statt scheibenförmig
Blöd, dass Avatar-Bildchen quadratisch sein müssen.
Verhörer des Tages: Gedärmknödel statt Germknödel
Gefunden oder versucht //1436 Vierzehnhundertsechsunddreißig
Was der Gemahl im Gemach mit seinem mächtigen Gemächt gemacht, mag ich.
Viel zu kalt zum Spazierengehen.
Verleser des Tages: Erhaltungssatz statt Enthaltsamkeit
.. und Dialog am Abend //1435 Vierzehnhundertfünfunddreißig
Die Antwort lautet 2A.
Verleser des Tages: Damensteuer statt Dirnensteuer
Überraschung am Morgen //1434 Vierzehnhundertvierunddreißig
Verleser des Tages: Tanga statt Tango
Kommentarstatistik 4. Quartal 2016
Verleser des Tages: Jungfräulichkeit statt Jahresrückblick
double return; //1433 Vierzehnhundertdreiunddreißig
Anstoßenderweise ins neue Jahr gerutscht. Euch allen alles Gute für 2016++
Faulenzen kann so schön entspannend sein .. #NüxTun
Euch allen schöne WFT. Und tschüss. #XYmas
Verhörer des Tages: Schwanzbild statt Schwarzbier
Nur noch ein paar Stunden, dann bin ich weg.
Noch ein Tag, dann geht’s ins Warme.
Verleser des Tages: rivalisierend statt revitalisierend
Bis demnächst und guten Rutsch! //1432 Vierzehnhundertzweiunddreißig

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