Happy Wife, Happy Life //1919

Vor fünf Jahren hätte ich mir kaum vorstellen können, dass ich tatsächlich fünf Jahre Ehe aushalte und mich auf einen einzigen Mann beschränke. Es gab in dieser Zeit zwar gelegentliche Verlockungen und Versuchungen, aber ich habe jedesmal widerstehen können. (Die Ausschließlichkeitsvereinbarung wackelt definitiv nicht. Ich genieße es halt einfach zu spüren, dass auch andere Männer meinen Körper (noch) begehren. Ich habe spät genug damit anfangen können, und vermutlich werden mir nicht mehr allzu viele Jahre bleiben, in denen ich attraktiv genug bin, um auf Männer eine sexuell-anziehende Wirkung auszuüben.)

Mein Mann bereichert mein Leben. Ich könnte zwar auch ohne ihn, aber mit ihm ist es schöner.
Ich schätze ihn als wunderbaren Mann, grandiosen Liebhaber, wohlwollend-loyalen Freund, zuverlässigen Kumpel und scharfsinnigen Gesprächspartner.
Er hat auch – wie jeder Mensch – seine Macken, Fehler, Schwächen und nervige Gewohnheiten. Aber mit denen komme ich (meistens) klar.
Wir bringen einander aufrichtige Zuneigung und Hochachtung entgegen.
Dazu kommt eine große Kompatibiltät in sexueller Hinsicht, die schwer zu finden ist, wenn man einerseits ausschließlichen Blümchensex recht fad findet, und andererseits BDSM reizlos bis abstoßend.
Er ist ein anregender Gesprächspartner, und meistens amüsiert ihn meine Besserwisserei. So wie ich mit ihm rede, traut sich sonst niemand. Er ist es gewohnt, dass alle anderen in seinem Umfeld nach seiner Pfeife tanzen. Bei mir kann er sich dessen nie sicher sein. Er mag diese Ungewissheit als Herausforderung, und würde sich bei einer gehorsamen, unterwürfigen Frau zu Tode langweilen.
Wir behelligen einander nicht mit irgendwelchen romantischen Sentimentalitäten. Irgendwelcher süßlich-klebriger Kitsch oder Liebesgesäusel sind uns beiden zuwider. Unsere Beziehung ist freundschaftlicher und sexueller Art, aber keinesfalls romantisch.
Wir beide sind Zahlenmenschen (auch wenn er oft zu bequem zum Rechnen geworden ist, und das mir überlässt). Wir vertrauen einander und halten zusammen. Ich fühle mich bei ihm geborgen und sicher.
Und wenn wir mal – was immer wieder mal vorkommt – unterschiedlicher Meinung sind, so setzen wir diese Differenz in sexuelle Spannung um.

Meine innere Wildkatze ist zwar nicht gezähmt, aber sie schnurrt immer öfter. Ich bin mit mir selbst im Reinen (nein, das ist kein Widerspruch zu meinem Post von vorgestern – es gehört zu meinem Job, temporäre Befindlichkeiten von statischen Zuständen unterscheiden zu können).

Da unser Sommerurlaub kurz bevorsteht (und wir ja auch erst letzten Samstag eine Grillfeier hatten), verzichten wir auf eine Feier unserer „Hölzernen Hochzeit“.

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Exkursion ohne mich //1918

Als ich am Sonntag von draußen ein paar Gläser hineintragen wollte, muss ich auf eine Biene getreten sein, die mich in einen Zeh stach. Im ersten Moment tat es so weh, dass ich beinahe die Gläser hätte fallen lassen, aber ich schaffte es noch bis zu einem Stuhl, um mich hinzusetzen.
Im Laufe des Tages ist der Fuß ziemlich angeschwollen. Ich blieb am Montag also besser daheim. Carsten hatte mir zwar angeboten, mich im Auto mit ins Büro zu nehmen, aber ich wollte mich lieber daheim auskurieren, zumal ich Probleme hatte, meinen Fuß in einen Schuh zu kriegen. Fürwahr, die Schnittverletzung am Knie hatte mich weit weniger eingeschränkt. Dafür hat es der Biene das Leben gekostet.
Als Arbeitnehmer hätte ich vielleicht zum Arzt gemusst, um eine Krankschreibung zu bekommen. So behandelte ich den Stich selbst mit Kernseifenlaugefußbädern, Betaisodona und einer antibiotischen Salbe.

Am Montag hatte ich keine dringenden Termine, für Dienstag allerdings schon ein Vorhaben, das sich nicht verschieben ließ. Tatsächlich war ich am Dienstag wieder einigermaßen zu Fuß, aber nicht gut genug, um beim geplanten Ausflug mit meinen Jungs teilzunehmen.

Es war schwierig genug gewesen, einen passenden Termin zu finden. Wir wollten das noch vor der Urlaubssaison machen, weil sonst nicht alle Mitarbeiter dabei gewesen wären. Nach der Urlaubssaison wäre es wohl schon zu kühl gewesen. Also hatte ich versucht, noch im Juli einen passenden Tag zu finden. Beim ersten Versuch wäre allerdings die Sommerrodelbahn noch nicht wiedereröffnet gewesen. Da einige Mitarbeiter unbedingt dorthin wollten, blieb mir nichts anderes übrig, als auf Ende Juli auszuweichen.
Ich organisierte dann erst eine kurze Werksbesichtigung bei einem unserer Lieferanten, dessen Betrieb nur einen relativ kleinen Umweg erfordert. Dadurch gilt das ganze nicht als Ausflug sondern als Weiterbildungsexkursion, was steuer- und versicherungsrechtlich einige Vorteile bietet.
Danach gemeinsames Mittagessen in einer ländlichen Gastwirtschaft. Und schließlich die Kanufahrt. Auf dem Rückweg noch die Rodelbahn.

Da ich selbst nicht mitkonnte (die Besichtigung und das Mittagessen hätten mich schon interessiert, der Rest allerdings nicht), war mir nichts anderes übriggeblieben, als einen Mitarbeiter, der mich gelegentlich vertritt, zu instruieren, die Leitung der Exkursion zu übernehmen.
Er hat mir dann nach Rückkunft noch eine Mail geschickt, dass alles glatt verlaufen sei, d.h. alle kamen wieder lebendig zurück, wenn auch teilweise mit Sonnenbrand. Wäre ich dabei gewesen, hätte ich schon darauf geachtet, dass sich alle als Strahlenschutzmaßnahme ordentlich einschmieren.
Vielleicht gibt es einige Handyfotos, die die Mitarbeiter selbst gemacht haben. Da werde ich heute wohl mal herumfragen. Eigentlich hatte ich ja ein wenig fotografieren wollen, aber so ist daraus halt nichts geworden.
Ich bin gespannt, was meine Mitarbeiter heute so alles über den gestrigen Tag erzählen.

Heute werde ich wohl wieder ins Büro gehen (ausnahmsweise mit dem Auto), und hoffe, dass die Entzündung bis zu meinem Urlaub wieder abgeklungen ist.

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Brakepoint //1917

Eigentlich sollte ich gut gelaunt sein. Der Urlaub steht bevor. Ich habe in den letzten Monaten einiges geleistet und Herausforderungen gemeistert.
Verschiedene Projekte konnte ich rechtzeitig abschließen, und ich könnte jetzt eigentlich aufatmen, mich entspannen und schon mal auf den Urlaub einstimmen.
Allein .. wie soll ich sagen? .. irgendwie scheint die Belastung zu plötzlich weggebrochen zu sein. Es ist nicht so, dass ich dem Stress nachtrauern würde, aber es wäre mir wohl besser bekommen, wenn ich nicht so extrem hätte herunterbremsen müssen, sondern die Anstrengung langsamer hätte ausklingen lassen können.
Das hört sich alles ziemlich inkohärent an, ich weiß. Es liegt mir auch fern, deswegen herumjammern zu wollen. Aber wenn ich das Blog nun schon mal habe, dann soll es auch meine aktuellen Gedanken und Befindlichkeiten aufnehmen. Und die sind momentan recht niedergeschlagen.

Ich habe euch auf dem Blog schon gestern eine Information unterschlagen, und schreibe auch heute nicht darüber (vermutlich morgen, sofern sich die Angelegenheit dann nicht bereits erledigt hat, was leider unplausibel ist). Auf Twitter hatte ich es dagegen mal erwähnt.
Jedenfalls hat die Sache die Auswirkung, dass ich eine Planung umdisponieren musste, und stattdessen gestern und heute daheim im Home Office sitze. So richtig habe ich nichts zu tun. Ein wenig Papierkram hat sich zwar angesammelt, von dem ich einen Teil heute erledigen sollte. Aber das füllt mir nicht den ganzen (Arbeits-)Tag aus. Noch nicht einmal Hausarbeit kann ich heute machen, höchstens vielleicht ein paar Flickarbeiten.

Ihr braucht euch keine Sorgen um mich zu machen. Das ist nur ein vorrübergehender Durchhänger. Das wird schon wieder.
Ich habe nun wirklich keinen Grund zur Klage. Beruflich bin ich erfolgreich (in mancher Hinsicht erfolgreicher als ich es je beabsichtigt hatte), privat bin ich mit einem superlativwürdigen Mann zusammen, wirtschaftlich habe ich keine Sorgen, und gesundheitlich ist alles in Ordnung (von temporären Einschränkungen mal abgesehen). Es geht mir gut, und dessen bin ich mir bewusst.

Wenn ein System längere Zeit auf Volllast läuft, und dann ziemlich abrupt heruntergedrosselt wird, so wirken Nicht-Gleichgewichtsdynamiken und es ergeben sich nicht-lineare Effekte, die sich als Überschwinger manifestieren können.
Wenn ich also aktuell nicht gut drauf bin, so muss das solch ein Phänomen sein. Im Grunde genommen bin ich ja glücklich, aber trotzdem ist da ein lokales Minimum. Es kommt mir vor, als sei ich in einen Potentialtopf gefallen, aus dem es mir noch nicht gelungen ist herauszutunneln.
Mein momentaner Zyklusstand trägt bestimmt auch nicht zu meiner Aufmunterung bei.

Ich muss mich erst darauf einstellen, dass ich jetzt eine ruhigere Zeit habe (bevor es spätestens im September wieder stressiger wird).

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Nerdparty ohne Gästinnen //1916

Zur Feier meiner Promotion in spe waren sechs Gäste gekommen. Zwei hatten abgesagt. Einer war zu diesem Zeitpunkt verreist, und bei Frank vermute ich, dass seine Frau ihn nicht ließ. Norbert war nur beim Kaffeetrinken dabei, dann verabschiedete er sich mit der Begründung, noch einen anderen Termin zu haben. Kann auch sein, dass er sich auf so einer Nerdparty nicht so richtig wohlfühlte. Ich hatte ihn ja auch nur eingeladen, weil er mir noch ein paar gute – fachunabhängige – Tipps zum Promotionsverfahren gegeben hatte, als wir eine Besprechung wegen des Medizinerprojektes hatten.

Wir begannen mit einem entspannten Kaffeetrinken in einer schattigen Ecke des Gartens. So ein Glück, dass das Wetter mitmachte (um die Mittagszeit herum hatte es noch etwas gewittert und leicht geregnet, aber das verzog sich dann wieder und ließ die übliche Hitze zurück)! Zwar gab es einige Kuchenreste, aber die werde ich im Laufe der Woche schon schaffen.
Später dann begann Carsten mit Grillen, und ließ sich zwischendurch mal von Thomas und Lukas ablösen. Ich beschränkte mich auf Bratwürste, war aber eigentlich noch vom Kuchen satt.
Wir führten angenehme und interessante Gespräche, nerdeten halt so rum.

Mit einem Doktortitel in Aussicht ist es mir natürlich erst recht wichtig, nicht nur auf meinen Intellekt reduziert zu werden. Entsprechend hatte ich Popmusik ausgewählt, die sich für orientalischen Tanz eignet, und in den Tagen vorher meinen Shimmy noch geübt.
Zwischendurch tanzte und sang ich also, und war auch noch auf der Schaukel.
Anfangs trug ich das „In-Mathe-bin-ich-Deko“-Shirt, aber darin wurde es mir bald zu warm, so dass ich es in einer fließenden Bewegung auszog. Darunter hatte ich ein knappes Top an.

Irgendwann kündigte ich an, dass ich mich jetzt eine halbe Stunde in den Whirlpool setzen würde, und fragte, wer mir Gesellschaft leisten wolle. Als sich niemand spontan meldete, ging ich halt allein. Ich spielte mit dem Gedanken, mein Top und meinen Rock noch im Garten auszuziehen, unterdrückte dann aber diesen exhibitionistischen Impuls.
Ich saß erst wenige Minuten im Whirlpool, als Philipp hinzukam. Er sagte, dass er sich ja auch gerne hineinsetzen würde, aber keine Badehose dabeihätte. Ich meinte, dass er keine bräuchte, ich sei schließlich auch nackt.
Philipp zögerte. Während er noch unschlüssig neben dem Whirlpool stand, kam Carsten ebenfalls herunter. Er zog sich kurzentschlossen aus, und kletterte zu mir in den Pool. Philipp murmelte: „Ich geh‘ wieder nach draußen“, und verschwand.
„Du hast den armen Philipp vertrieben“, tadelte ich, „das ist nicht sehr gastfreundlich.“
„Übertreib‘ es nicht, Anne“, erwiderte Carsten, „wir sind hier nicht bei den Eskimos.“
„Ich halte mich nur an unseren Deal„, lächelte ich ihn an, „du wirst doch nicht etwa last minute noch einen Rückzieher machen wollen?“
Missmutig schwieg er, bis ich einige Minuten später aufstand, da die Osmose sich inzwischen bei meinen Fingerkuppen bemerkbar machte.

Wieder bekleidet ging ich hinauf in den Garten.
Mir fiel auf, dass Thomas und Benjamin sich viel miteinander unterhielten. Die beiden haben wohl einige Gemeinsamkeiten und somit Gesprächsstoff. Ich hoffe ja, dass es Thomas gelingt, Benjamin davon zu überzeugen, Teresa nicht weiter nachzulaufen, sondern endlich zu nexten. Ich weiß allerdings, dass ihm das schwer fallen wird. Nur zu gut erinnere ich mich an meine eigene Überraschung, als ich damals erfahren hatte, dass er geheiratet hatte.

Die Feier zog sich noch einige Zeit hin, bis sich irgendwann kurz hintereinander alle Gäste verabschiedeten.

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Lunare Bedeckung //1915

Eigentlich wollte ich ja heute gar nicht bloggen. Es ist Samstag. Da hat das Blog nur niedrige Priorität. Mein Urlaub steht bevor. Es ist fast schon Tradition, dass ich in den letzten ein bis zwei Wochen vorher, das Bloggen etwas ausklingen lasse. Das hatte ich bisher noch nicht.
Aber da gestern Abend eine Mondfinsternis war, schreibe ich halt doch ein paar Sätze dazu.

Bei einer Mondfinsternis befinden sich Sonne, Erde und Mond exakt auf einer Linie. Das heißt, dass der Vollmond von der Erde aus gesehen nicht mehr hell vor sich hinleuchtet, sondern im Schatten der Erde liegt. Die Erde dient also als opakes Objekt, ohne dessen Vorhandensein der Schatten gar nicht möglich wäre (so viel zum hier bereits mehrfach erwähnten Götzzitat).
Diesmal ist außerdem der Mars auch sehr nah an dieser gedachten Linie, nämlich in Opposition zur Sonne, und somit im geringstmöglichen Abstand zur Erde. Er befindet sich aber – im Gegensatz zum Mond – nicht in der Ekliptikebene, so dass der rote Planet sich ebenfalls gut beobachten lässt (auch in den nächsten Nächten noch).

Wir nutzten die laue Nacht, um es uns im Garten auf der Hollywoodschaukel gemütlich zu machen. Leider musste man den Kopf aus dieser Lage ziemlich verrenken, um in Richtung Südosten zu schauen. Aber das war nicht so schlimm, schließlich zog sich das himmlische Schauspiel über eine längere Dauer hin. Zeitweise war der Himmel auch leicht durch Wolken bedeckt.
Der Mond leuchtete kupferrot und schien unspektakulär klein. Rechts darunter der rote Mars.

„Weißt du eigentlich, dass mein Aszendent der Krebs ist?“, fragte ich Carsten.
„Nein. Was hat das zu bedeuten?“
„Der Krebs wird vom Mond regiert. ‚O fortuna, velut luna, statu variablilis‘ ..“
„Aha.“ Es war so dunkel, dass ich sein Augenrollen zwar nicht sehen konnte, aber es war in seinem Ton nicht zu überhören.
„Die Luna wartet jetzt darauf, dass der Mars ihr seinen Riegel gibt“, hauchte ich, während ich mich lasziv auf der Schaukel räkelte.
„Da drüben ist die Venus.“
„Ich weiß ..“

Unter Deneb, Wega und Altair kam ich dann doch noch in den Genuss des Riegels.

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Antwort/6 anni //1914

Als ich heute vor exakt sieben Jahren zum ersten Mal das Geschäftsgebäude der Firma betrat, konnte niemand ahnen, welche Auswirkungen dies haben würde.

Eigentlich war ich gar nicht willkommen gewesen.
Meine Einladung beruhte auf einem Versehen eines neuen Mitarbeiters in der Personalabteilung (wie ich selbst erst wesentlich später erfuhr). Der Chef hatte ihn beauftragt, einen Termin mit einem IT-Berater, der auf ein bestimmtes Thema spezialisiert ist, zu vereinbaren.
So groß ist die Auswahl solcher spezialisierter Berater in unserer Region nicht, so dass es kein Wunder war, dass der Personalmitarbeiter schließlich meine Webpräsenz fand und mich im vermeintlichen Auftrag des Geschäftsführers einlud.

Der Geschäftsführer war an diesem Tag besonders schlecht gelaunt, und dann war ich plötzlich da in jenem Besprechungszimmer. Eigentlich wollte er mich gleich wieder rausschmeißen.
Ich hatte also nichts zu verlieren, und so ließ ich mich zu einer kleinen Anzüglichkeit hinreißen, die ihn erheiterte und zum Schmunzeln brachte, was ihn veranlasste, doch mit mir zu reden.

Seither hat er mich nicht mehr losgekriegt.

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Annekdote zum #Annentag //1913

Als ich am Morgen auf dem Weg zum Büro war, standen mehr Leute als sonst auf dem Parkplatz. Hauptsächlich Geräteentwickler, aber auch ein paar andere Angestellte standen um ein Auto herum.
Mehr aus Pflichtgefühl denn aus Neugier trat ich zur Gruppe hinzu.

Bereits aus einiger Entfernung drangen Gesprächsfetzen an mein Ohr. Als ich „Halt Anne fest“ hörte, bekam ich erst mal einen Schreck, dann jedoch wurde klar, dass ein Mitarbeiter zu einem anderen „Dann geh‘ halt auf’s Annafest!“ gesagt hatte.

Es stellte sich heraus, dass einer der Geräteentwickler ein neues Auto hatte. Die Aufmerksamkeit galt aber weniger dem Neuwagen, als seinem Kfz-Kennzeichen, das – wenn man die Buchstaben zusammengezogen als Wort lesen würde – eine vulgär-anzügliche Bedeutung hatte.
Als Chefin darf ich solche arbeitsfremden Unterhaltungen nicht noch unterstützen, auch wenn ich sie insgeheim ein wenig lustig finde. Mit der Intention, die Mitarbeiter wieder an die Arbeit zu schicken, wandte ich mich an den stolzen Besitzer: „Toll, Herr $Name1, da hat Ihr neues Auto ja sogar eine CE-Kennzeichnung!“

Die Männer, die meine Anwesenheit noch gar nicht alle mitgekriegt hatten, verstummten. Ein IT-ler hatte sich besonders durch ein paar nicht ganz geschmackssichere Bemerkungen hervorgetan, und grinste immer noch. Er wohnte, wie ich wusste, etwas weiter entfernt nahe der Hauptstadt unseres Regierungsbezirks. Ich sprach ihn an: „Nun, Herr $Name2, wann dürfen wir Ihr neues Auto mit dem Unit Separator auf dem Kennzeichen bewundern?“

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Kompromiss am Abend //1912

Entspannt saß ich abends auf dem Sofa und ließ mich nach einem stressigen Tag ein wenig vom Fernsehprogramm berieseln.
Carsten kam aus dem Arbeitszimmer und gähnte. „Ich geh‘ jetzt ins Bett. Kommst du mit?“
„So früh schon? Da kann ich noch nicht schlafen“, lehnte ich ab, „warum kommst du nicht noch ein wenig zu mir und schaust mit mir Fernsehen?“

Mein Vorschlag gefiel ihm, denn er setzte sich neben mich auf das Sofa. „Zu meiner Anny komm‘ ich doch immer gern.“
„Meintest du ‚zu‘ oder ‚in‘?“, fragte ich nach, während ich meine Beine auf seinen Schoß legte.
„Beides“, antwortete er kurz, und begann, meine Beine zu streicheln.

Er öffnete dann seine Hose und wir machten ein wenig Schenkelverkehr. Das wurde uns aber schon bald langweilig, also setzte ich mich auf ihn drauf. Auf dem Sofa ist das recht anstrengend. Deshalb stand ich schon bald wieder auf, schob zwei Stühle mit der Lehne zusammen, kniete mich auf den einen, und stützte mich mit den Händen auf den anderen ab. Ich wackelte einladend mit dem Gesäß. Das ist immer noch eine unserer Lieblingsstellungen.
Als wir fertig waren, meinte Carsten, dass er jetzt seine Hose auch gleich auslassen könne, da er jetzt eh ins Bett ginge. Ich meinte, dass ich noch etwa eine halbe Stunde aufbleiben wolle, und dann ja auch noch die Spülmaschine anlassen und Zähne putzen müsse.

„Dann schlafe ich vermutlich schon, bis du nachkommst“, gab er zu bedenken.
„Warte halt auf mich.“
„Ich bin müde, Anny.“
„Wir hatten in letzter Zeit kaum noch Einschlaf-Sex“, stellte ich fest, „weil du meistens schon schläfst.“
„Wir hatten doch gerade erst.“
„Das hilft mir aber nicht beim Einschlafen. Ich kann nicht einfach so einschlafen, kaum dass ich im Bett liege.“

„Süße, du darfst froh sein, dass ich noch so rüstig bin.“ Er begann frei zu skandieren:
„Oh, der Jugendzeit gedenk‘ ich. Alle Glieder war’n gelenkig – bis auf eins.
Jetzt werd‘ ich ein alter Greis. Alle Glieder werden steif ..“

Was soll das? Sonst zitiere ich Goethe. Meist den Götz („wo viel Licht ist, ist auch Schatten“ – obwohl das Unsinn ist: Photonen können auch vorhanden sein, ohne dass ein opakes Objekt sie absorbiert) oder den Faust („dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“).
„So alt bist du noch lange nicht!“, unterbrach ich ihn, „und der Herr Geheimrat hatte nicht immer recht. Mit seiner Farbenlehre zum Beispiel lag er ziemlich daneben.“

„Ach, Samtpfötchen“, er wickelte eine Strähne meiner Haare um seinen Finger, „mir fällt gerade ein, dass ich noch eine Zeitschrift habe, in der ich einen Artikel lesen wollte. Das werde ich jetzt halt noch machen. Du beeilst dich mit deinem Kram, dann treffen wir uns um halb elf im Bett.“
„Wunderbar“, bestätigte ich, „das passt mir vom Timing.“
Es ist doch immer wieder schön, wenn man gemeinsam konstruktive Lösungen findet.

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Technical Think Tank – 3T //1911

Ich werde – allerdings erst nach der Urlaubssaison – ein wiederkehrendes Meeting einberufen: den Technical Think Tank.
Der 3T soll ein- bis zweimal im Monat stattfinden, mit jeweils etwa sechs bis zwölf Teilnehmern. Die Teilnehmer sollen sich nicht nur aus den technischen Führungskräften zusammensetzen, sondern auch aus anderen kreativen Köpfen der Firma. Einige Teilnehmer werden wohl regelmäßig teilnehmen, andere nur gelegentlich oder abwechselnd. Es ist auch möglich, dass firmenfremde Personen als Gäste eingeladen werden, seien es Geschäftspartner, oder auch ganz andere Leute, von denen ich annehme, dass sie etwas beizutragen haben. Vielleicht sogar mal Kunden oder Nutzer.
Selbstverständlich ist uns der Chef stets willkommen, sofern er sich dafür die Zeit nimmt (für die Chorproben hat er sie allerdings nie gefunden).

Zweck des 3T ist es, in einem freien Brainstorming neue Ideen zu sammeln, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können, oder welche neuen Features sinnvoll und technisch machbar sind.
Normalerweise werde ich den 3T moderieren. Wenn ich mal verhindert bin, kann Ulrich das übernehmen. Vielleicht wechseln wir uns auch ab. Wir werden sehen, wie sich das ganze entwickelt.
Und falls sich nach drei oder vier Terminen herausstellt, dass der 3T nichts bringt, stelle ich ihn halt wieder ein. Aber einen Versuch ist das Konzept wert.

Ich erhoffe mir neue Impulse, wie die Firma durch technische Innovationen weiterhin konkurrenzfähig bleibt, bzw. ihren technischen Vorsprung weiter ausbauen kann.

Seien wir ehrlich – weder der kaufmännische Bereich noch die Kommunikation mit Kunden liegen mir. Aber den technischen Part kann ich. Und den will ich so gut wie möglich machen. Dazu gehört es auch, zukunftsträchtige Vorschläge zu erkennen, Potentiale zu nutzen und voranzubringen.
Der 3T ist für mich ein Instrument (von mehreren), dies zu erreichen.

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Begegnung nach Jahren //1910

Als kürzlich hier in der Gegend eine Veranstaltung für Wissenschaft und Wirtschaft stattfand, besuchte ich sie mal wieder. Vom Thema her interessierte mich die Veranstaltung weniger. Ich sah sie eher als regional-gesellschaftliches denn als fachliches Event.
Carsten hatte leider keine Zeit, wollte aber, dass ich alleine hingehe, um geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Allmählich sollte er eigentlich wissen, dass ich ganz mies darin bin, Kontakte zu knüpfen. Wie auch immer, ich war schon länger nicht mehr auf einer derartigen Veranstaltung gewesen, hatte genügend Zeit dafür (bzw. einen guten Grund, Hausarbeit mal ausfallen zu lassen), also fuhr ich hin.
Ich trug ein auf den ersten Blick eher unauffälliges, aber raffiniert geschnittenes Kleid. Zwar boten die Sitzgelegenheiten einigermaßen Beinfreiheit, aber auf Dauer wurden sie mir dennoch unbequem, und so war es wohl nicht zu vermeiden, dass der Abschluss meiner halterlosen Strümpfe hin und wieder unter dem Kleidersaum hervorblitzte.

Es sollte verschiedene Vorträge in mehreren Paneln geben, dazwischen Kaffeepause und anschließend einen Empfang mit Buffet.
Bereits kurz nachdem ich angekommen war, und mich bei der Registrierung anstellte, sah ich etwas entfernt einen Geschäftsführer, den ich flüchtig kannte. Wir nickten einander freundlich zu.
Der Frauenanteil an den Besuchern war geschätzt etwa 20 bis 25 Prozent. Im Gegensatz zu den letzten Jahren sah man sogar wieder einige Kleider, wenn auch nur wenige kniefreie.
Zwar trugen viele Männer einen Anzug, aber nur wenige eine Krawatte. Das muss ich noch Carsten erzählen, dass er da auch mal lockerer wird.
Die Veranstaltung im Freien stattfinden zu lassen, war mal etwas anderes, aber riskant für die Veranstalter. Denn bei Regen wäre es drinnen sehr eng und überfüllt geworden. Immerhin weiß ich jetzt endlich, wie groß so ein Fußballfeld ist.

Bis zum ersten Vortrag war noch etwas Zeit, also besorgte ich mir erst einmal einen Kaffee und etwas Gebäck. Während ich etwas abseits an einem Tischchen aß und trank, sprach mich ein Mann an, der mich anscheinend kannte.
Ich hatte ja schon ein paar peinliche Situationen erlebt, weil ich einen früheren ONS nicht mehr erkannt hatte. In diesem Umfeld war es allerdings wahrscheinlicher, dass es sich um einen geschäftlichen Kontakt handelte, den ich wieder mal vergessen hatte.
Es stellte sich dann aber schnell heraus, dass er mich noch von meiner alten Uni kannte.

[Rückblende:
$AlteUni, Physikalisches Institut, irgendwann im [5|6|7]. Semester, Übung in Theoretischer Physik.
Der wissenschaftliche Mitarbeiter, der die Übung abhielt, ließ in jeder Stunde einige Studenten die zu Hause vorbereiteten Übungsaufgaben an der Tafel vorrechnen. (Am Anfang der Stunde ging eine Liste herum, auf der jeder Student ankreuzen musste, welche Aufgaben er gelöst hatte. IIRC musste man mindestens 80 Prozent der maximal erreichbaren Punkte haben, um zur Abschlussklausur zugelassen zu werden.)
Er hatte die Angewohnheit, die einzelnen Studenten aufzurufen als „Herr $Name“. Auch bei den wenigen Studentinnen. Er war dann jedesmal verlegen, wenn eine Studentin ihn korrigierte.
Ich war bisher noch nicht drangekommen, aber das war nur eine Frage der Zeit. Ich hatte mich schon seelisch und moralisch darauf eingestellt, als „Herr Nühm“ nach vorne zitiert zu werden.
Aber siehe da – er rief mich als „Frau Nühm“. Ich ließ mir keine Überraschung anmerken, sondern ging nach vorne und schrieb halt die Rechnung an die Tafel.]

An die Übungsgruppe erinnerte ich mich ganz gut.
Außer dass er die Übungsgruppe geleitet hatte, erzählte er, sei er auch Beisitzer in einer meiner Diplomprüfungen gewesen. Das kann sein. Solche Details habe ich mir nicht gemerkt.
Inzwischen sei er Professer und habe einen Lehrstuhl an einer anderen Universität.
Ich berichtete, dass ich nach der Uni erst zwei Jahre in der Industrie gearbeitet hätte, dann lange Zeit als freiberufliche Softwareingenieuse und IT-Beraterin, und mittlerweile Mitgeschäftsführerin eines mittelständischen Hightech-Unternehmens sei, wo ich insbesondere für die Softwareentwicklung verantwortlich sei.

Ich gab meiner Überraschung Ausdruck, dass er sich noch an mich erinnerte, aber er meinte, ich hätte mich überhaupt nicht verändert, höchstens zu meinem Vorteil (das will ich doch hoffen! Mittlerweile weiß ich, wie ich meine optischen Stärken betone, damals haderte ich noch mit den vermeintlichen Schwächen). Außerdem hätte ich damals großen Eindruck bei ihm hinterlassen, er hätte insgeheim für mich geschwärmt – wie die halbe Fakultät.
Ich war sprachlos. Aber im Rückblick kommen mir noch ein paar andere Begebenheiten in Erinnerung, und plötzlich macht alles Sinn. Ich muss damals total blind gewesen sein. Und völlig unnahbar. Aber warum – um Feynman’s Willen! – hat mir nie jemand etwas davon gesagt oder eine (nicht zu subtile) Andeutung gemacht?

Wir unterhielten uns weiter, obwohl der erste Vortrag bereits begonnen hatte.
Er fragte mich, ob ich noch mit Physik zu tun hätte. Ich antwortete, zwar nicht direkt, aber für meine Arbeit sei es durchaus nützlich, Ahnung von Physik zu haben. Mathematik bräuchte ich öfter. Ich hätte auch schon ein paar mathematische Papers veröffentlicht (die allerdings gar nichts mit meiner geschäftlichen Arbeit zu tun haben). Er interessierte sich für die Themen, so dass ich einiges davon beschrieb. Im Laufe des weiteren Gesprächs erwähnte ich dann doch meine Promotion, deren Abschluss in den letzten Zügen liegt. Er schien sehr interessiert, und so versprach ich ihm, ihm ein Exemplar zuzuschicken, sobald der Verlag die Bücher geliefert habe. Wir tauschten Visitenkarten aus (einen Scherz über die DSGVO konnte ich mir nicht verkneifen).

Nach der Pause besuchte er ein anderes Panel als ich. Beim anschließenden Empfang war er nicht mehr da, weil er schon frühzeitig seine Heimreise antreten wollte.

Im Laufe der Veranstaltung wurde ich noch von zwei Männern angesprochen, die mich angeblich kannten. Der erste wusste nicht von woher, der zweite nannte einen Ort, an dem ich noch niemals war. Hey! Ich hab kein Allerweltsaussehen, sondern bin einzigartig und unverwechselbar. Wer mich einmal persönlich kennengelernt hat, der erinnert sich auch an mich.
Auch eine Frau versuchte, mit mir ins Gespräch zu kommen.
Es ist ja zugegebenermaßen lästig, wenn einen Leute ansprechen, mit denen man sich nicht unterhalten will. Aber es ist keine Belästigung. So antwortete ich jedesmal freundlich, wenn auch kurzangebunden. Ich habe nun mal kein Geschick für Smalltalk.
Außerdem war meine Kommunikationskapazität für diesen Tag sowieso schon längst ausgeschöpft.

Die Bewirtung war .. sagen wir ausreichend. Naja, die Getränke waren OK, aber sonst gab es nur trockenen Kuchen und Brezeln.
Angesichts des anschließenden „Buffets“ kann ich verstehen, warum manche Leute keine Buffets mögen. Nach längerem Anstehen bekam man wahlweise eine Miniportion Currywurst oder vegetarische Lasagne in ein Einmal-Schüsselchen geknallt. Das verstehe ich nicht unter Buffet. Das läuft bei mir irgendwo zwischen Gulaschkanone und Kantinenessen. Mit einem richtigen Buffet war das keinesfalls zu vergleichen. Nachtisch sah ich nirgends, aber das lag vielleicht auch daran, dass ich schon ziemlich bald die Veranstaltung verließ. Vegetarische Lasagne mag kein kulinarisches Highlight sein, aber immerhin sättigten mich zwei Portionen genügend, dass ich keinen Drang verspürte, mich ein drittes Mal anzustellen.

Ich hatte mit Carsten ausgemacht, dass er noch in der Stadtwohnung bleiben würde, bis ich heimkam, und wir – je nach Uhrzeit und Lust und Laune – entweder noch später zusammen auf das Land fahren würden, oder noch in der Stadt übernachten und erst am nächsten Morgen fahren würden.
Da ich schon relativ bald zurück war, fuhren wir (nach ausgiebiger penibel-yonisierender Wechselwirkung) noch am gleichen Tag.

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Mehr oder weniger TWitzig //1909

Aus meiner Sammlung bereits benutzter Tweets wiederhole ich hier die vom 22. November bis 12. Dezember 2017.

Verleser des Tages: Modem statt Modern
Softe Jahresabschlussfeier //1731 Siebzehnhunderteinunddreißig
Hey Patriarchat, ihr lasst nach. Bin heute schon wieder weder diskriminiert noch belästigt worden.
Wie heißen die Plätzchen, für deren Teig man Quark braucht, und die mit Hagelzucker bestreut werden? Ich komm nicht mehr drauf. #Followerpower
Verhörer des Tages: conduct statt contact
Gerade Weihnachtskarten für Kunden unterschrieben. Mein Arm tut weh.
Meeting The (L)Users //1730 Siebzehnhundertdreißig
Verleser des Tages: Rentner statt Rentier
Hab ganz vergessen, die Taxicab-Zahl zu erwähnen
breakpoint’s Wayback Archive #19 //1729 Siebzehnhundertneunundzwanzig
Aktionen wie #ichgebeab hetzen die Geschlechter gegeneinander auf, stiften Unzufriedenheit und verzerren die Wirklichkeit. Dabei fühlen sich doch die allermeisten Menschen mit ihrem Geschlecht wohl.
Gelassenes Geläster: Weihnachtsschmuck //1728 Siebzehnhundertachtundzwanzig
Verleser des Tages: Anatomie statt Autonomie
Heute ist #MariäEmpfängnis, hab aber eine Frage zu #MariäVerkündigung: Hatte der #HeiligeGeist #Maria’s #Konsent, als er sie schwängerte?
Vorgestellt (1 bis 4) //1727 Siebzehnhundertsiebenundzwanzig
#ichgebeab an alle Mädchen, die gerne Mädchen, und alle Jungen, die gerne Jungen sind.
Verleser des Tages: Region statt Religion
Gnothi seauton //1726 Siebzehnhundertsechsundzwanzig
breakplaining: Ohne Beschränkung der Allgemeinheit //1725 Siebzehnhundertfünfundzwanzig
Dieses Jahr gibt es von mir keine Nikolauswitze. #rute #nuesse #sack
Verleser des Tages: Todo statt Tofu
Es sind eigentlich immer die „Guten“, die überzeugt sind, dass ihre Ziele es rechtfertigen, andere Meinungen zu eliminieren.
Ein nächtliches Geständnis //1724 Siebzehnhundertvierundzwanzig
Verleser des Tages: tätlich statt täglich
So viele neue Kommentare dazu. Ich schau‘ sie mir später noch an, muss jetzt erst mal durch den Schnee zum Büro laufen.
Nomen est omen //1723 Siebzehnhundertdreiundzwanzig.
Verleser des Tages: Spock statt Shock
breakpoint’s Wayback Archive #18 //1722 Siebzehnhundertzweiundzwanzig
Verleser des Tages: Forschung statt Frostschutz
Es googelt jeden Monat wieder //1721 Siebzehnhunderteinundzwanzig
Verschreiber des Tages: Staus statt Status
Von der Vergangenheit eingeholt //1720 Siebzehnhundertzwanzig
Verhörer des Tages: Mecker statt Mekka
Der Unvollendete //1719 Siebzehnhundertneunzehn
Verleser des Tages: kollabiert statt kollaboriert
Blasen //1718 Siebzehnhundertachtzehn
Verleser des Tages: Spiegel statt Spargel
Hier die ausführliche statistische Auswertung
Ein Tag daheim //1717 Siebzehnhundertsiebzehn
30000 Kommentare auf meinem Blog
Verleser des Tages: Atomisierung statt Automatisierung
Soft Kitty //1716 Siebzehnhundertsechzehn
Verleser des Tages: Finnen statt Firmen
breakpoint’s Wayback Archive #17 //1715 Siebzehnhundertfünfzehn
Selbst 4-pi-Scheuklappen, aber mich als naiv bezeichnen ..
Verleser des Tages: Dessous statt Demos
In den April getwittert //1714 Siebzehnhundertvierzehn
Viertelmillionmarke der Aufrufe seit Blogumzug gerissen
Verschreiber des Tages: Teflon statt Telefon
Ausschreibungszwischenstand //1713 Siebzehnhundertdreizehn
In Hex sehen die Zahlen nicht so schön ähnlich aus: 0x3CFF0 bzw. 0x7490
Wenn es nicht doch manchmal dringende und wichtige Anrufe gäbe, würde ich mein Telefon abschalten.
Verleser des Tages: Chicken statt Check-in
Zur Belästigung gehören zwei #Blogparade //1712 Siebzehnhundertzwölf
Verleser des Tages: Superding statt Suspending
To Do: Weihnachtsgeschenke //1711 Siebzehnhundertelf

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Wenn die Glocken erklingen //1908

Als ich in der alten Heimat lebte, war es für mich ganz selbstverständlich, mehrmals am Tag die Glocken zu hören.
Wir wohnten nur wenige hundert Meter von der Kirche entfernt (was zumindest den Vorteil hatte, dass für den Weg zur Kirche und wieder zurück nur wenig Zeit draufging). Die Kirchenglocken waren deshalb – unabhängig von der aktuellen Windrichtung – bei uns immer deutlich zu hören.
Vor jedem Gottesdienst läuteten die Glocken eine viertel und eine halbe Stunde vorher, und zum Beginn selbst. Während der Wandlung (also der Transsubstantiation von veganem Gebäck zu Menschenfleisch) gab es noch einmal Geläute (daheim wussten wir dann, dass die Kirchgänger in Kürze wieder heimkommen würden).
Wenn es läutete, ohne dass ein sonstiger Grund gegeben war, dann war das ein Zeichen dafür, dass jemand in der Gemeinde gestorben war. Sofort wurde dann in der Nachbarschaft herumgefragt, wen es wohl getroffen hatte.

Außer diesem anlassbezogenen Geläute meldete die Kirchenglocke viertelstündlich die Uhrzeit. Während mich das Läuten tagsüber generell nicht störte, sondern völlig egal war, fand ich diese nächtlichen Glockenschläge sogar äußerst praktisch.
Wenn ich nachts nicht schlafen konnte, brauchte ich nicht extra auf den Wecker zu schauen, um zu sehen, wie spät es ist, sondern ich musste nur das nächste Läutsignal abwarten und abzählen.
Da ich den Eindruck habe, dass das Wissen, aus dem Läutsignal auf die Uhrzeit zu schließen, inzwischen fast verloren gegangen ist, erläutere ich kurz den Algorithmus:
Zunächst kommen bis zu vier Schläge. Jeder Schlag steht für eine Viertelstunde, bzw. 15 Minuten. Ein Schlag bedeutet also Viertel, zwei Halb, und drei Dreiviertel. Vier Schläge bezeichnen eine volle Stunde. Nur in diesem Fall geht das Läutsignal noch weiter. Der Klang der Glocke ändert sich (bei uns daheim war er dumpfer), und es folgen eine Anzahl von Schlägen zwischen 1 und 12, die der vollen Stunde entsprechen. Post meridiem (also zwischen Mittag und Mitternacht) kann man im Geiste noch 12 addieren, wenn man das 24-Stundensystem vorzieht.

Nur am Karsamstag schwiegen die Glocken. Dann war nämlich Grabesruhe.

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Cis zum Sonnenuntergang //1907

An schönen Sommerabenden machen wir gerne einen gemeinsamen Abendspaziergang, sofern es unsere Zeit zulässt.

Wir standen zusammen auf einer Wiese, küssten uns, als die Sonne kurz davor war unterzugehen.
„Als wir vor ein paar Wochen hier waren“, meinte Carsten, „stand die Sonne um diese Zeit noch deutlich höher.“
„Ja, das merkt man schon, dass die Tage wieder kürzer werden“, bestätigte ich seine Beobachtung.

„Und jetzt geht es schon wieder auf den Winter zu. Wieviel länger sind Sommertage eigentlich als Wintertage?“
„Also hierzulande ist es im Sommer bis zu 18 Stunden hell, im Winter nur etwa 8 Stunden. macht eine Differenz von circa 10 Stunden. Am Äquator ist sie 0, und in der Polarzone ändert sich das Tageslicht sowieso nur alle halbe Jahre“, breakplainte ich.
Dann fiel mir ein, was ich kürzlich gelesen hatte, und ich ergänzte: „Hast du mitgekriegt, dass es derzeit wieder mal Bestrebungen gibt, die Zeitumstellung abzuschaffen? Aber die wollen jetzt, glaube ich, die Sommerzeit als Standard einführen.“
„Nein, hatte ich noch nicht gehört. Gefällt mir nicht.“
„Eben. Stell‘ dir vor, dann wird es im Winter erst um neun Uhr hell. Das ist doch deprimierend! Da tröstet es mich auch nicht, dass es dann bis fünf statt bis vier einigermaßen hell bleibt.“

Wir blieben stehen, umarmten und küssten uns. Die Sonne war inzwischen noch ein Stück tiefer gesunken.
Um die Sonnenwende herum ist die tägliche Änderung der Tageslichtlänge nur gering. Da hat das aktuelle Wetter (d.h. der Wolkenbedeckungsgrad) deutlich mehr Einfluß auf die Helligkeit während der Dämmerung. Wir setzten unser Gespräch fort, mit der Frage, wann sich die Tageslichtlänge am stärksten ändert.
„Das ist so um die Tag-und-Nacht-Gleiche der Fall“, erklärte ich, „also im September beziehungsweise März.“

„Klar, die Ableitung vom Kosinus ist der Sinus.“
„Minus Sinus“, korrigierte ich.
„Und vom minus Sinus der minus Kosinus.“
„Ja. Du kennst ja die Differentialgleichung Iks zwei Punkt ist gleich minus Omega Quadrat mal Iks.“
„Und die e-Funktion kriegt man so erst recht nicht tot.“
„Nee“, bestätigte ich, und fügte hinzu: „Es sei denn, du differenzierst sie nach einer Variablen, von der sie gar nicht abhängig ist.“
„Apro-Popo“ [er tätschelte meinen ebendiesen] „mathematische Haarspalterei, hast du inzwischen endlich ..“

Die Weiterführung des Gesprächs wird von mir nicht für das Blog freigegeben, sorry.

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Auf der Liste //1906

Vor einiger Zeit hatte ich mich für eine Veranstaltung angemeldet. Jetzt bekam ich eine Teilnehmerliste zugemailt. Ich kann mich nicht daran erinnern, meine Einwilligung gegeben zu haben für die Veröffentlichung meiner Daten in so einer Liste. Wo bleibt denn hier die DSGVO, wenn man sie mal braucht?

Andererseits kann ich aber auch nicht völlig ausschließen, dass ich meine Zustimmung dazu irgendwo abgenickt habe. Früher habe ich ja das Kleingedruckte schon immer gelesen, aber inzwischen hat es derart überhand genommen, so dass ich es nur noch sehr grob überfliege. Kann schon sein, dass in solch einer Textwüste irgendwo quasi-steganographisch relevante Aussagen versteckt sind, die ich gar nicht als solche wahrgenommen habe.
Bei ähnlichen Veranstaltungen gab es früher (soweit ich mich erinnere) die Teilnehmerliste als Download – d.h. wirklich öffentlich, während sie jetzt (soweit ich das überblicke) nur noch den angemeldeten Teilnehmern zugeschickt wird. Das heißt, mein Postfach wird damit vollgespammt, während sonst nur wirklich interessierte Teilnehmer sich die Mühe des Downloads machten (den man BTW problemlos mit einem Passwort hätte schützen können).

Grundsätzlich weiß ich noch nicht einmal, ob ich einverstanden gewesen wäre mit der Weitergabe meiner Daten. Es ist ja irgendwie auch schön, wenn man im Voraus weiß, mit welchen Leuten man es zu tun haben wird. Vielleicht hätte ich also sogar zugestimmt.
Was mich aber stört, ist, dass meine verbreiteten Daten nicht mehr aktuell sind. In dieser Form hatte ich die mit Sicherheit nicht in die Formularmaske eingetippt. Das müssen die irgendwo aus einer Datenbank übernommen haben.

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Permanenter Zwiespalt //1905

Bestimmt ist das Thema, um das es heute geht, schon einige Male in früheren Blogeinträgen angeklungen.
Als Physiker muss man über einen gewissen Pragmatismus verfügen, den ein Mathematiker nicht teilen darf.
Physiker orientieren sich an der Realität, der Natur, an Beobachtungen, Experimenten und Messungen, während (reine) Mathematiker an keine derartige Instanz gebunden sind, sondern ohne Realitätsbezug und frei von jeglicher Empirie vor sich hin rechnen können.

Ein einfaches Beispiel:
Du machst einen Ansatz zu einem physikalischen Problem, rechnest ein wenig weiter, erhältst schließlich eine quadratische Gleichung, die sich problemlos mit Schulmathematik lösen lässt.
Für einen Mathematiker sind beide Lösungen gleichwertig. Der Physiker erkennt, dass nur eine der beiden (nicht-identischen) Lösungen einen Sinn ergibt, und ignoriert die andere, rein rechnerische Lösung (eventuell mit einem kurzen Begründung, dass diese Lösung unphysikalisch sei).

Näherungen werden in der Physik gerne verwendet. Oft geht es gar nicht anders, weil das zugrundeliegende System zu komplex ist, um es exakt mathematisch modellieren zu können. Der Physiker hat jedoch ständig im Hinterkopf, dass die Näherung nur in einem beschränkten Gültigkeitsbereich überhaupt anwendbar ist.
Näherungen sind unerlässlich. Es gibt kaum eine physikalische Aufgabe, die sich völlig ohne Näherung oder vereinfachende Annahmen rein analytisch lösen lässt.
Einen großen Teil des Studiums verbringen Physikstudenten damit, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man komplexe Aufgabenstellungen in den Griff kriegt, indem man geeignete Voraussetzungen annimmt, unwesentliche Einflüsse vernachlässigt, und mit einer passenden Kombination von Näherungsformeln ein zutreffendes Ergebnis erhält.
In der Mathematik gibt es keine Näherungen. Da ist alles exakt.
Liefert eine Gleichung mehrere Lösungen, so werden sämtliche Lösungen durch Fallunterscheidungen weiterbehandelt, bis zum Geht-Nicht-Mehr. Auch wenn viele dieser Lösungen keinerlei praktischen Nutzen haben, und der Schreibaufwand gegen Unendlich geht.

In Technik und Ingenieurwissenschaften (insbesondere von Entwicklern, Erfindern und Konstrukteuren) werden Erkenntnisse der Naturwissenschaften in praktische und nützliche Anwendungen umgesetzt.
Mathematik dient nur noch rein als Mittel zum Zweck.
Während Physiker primär nach Wissen, Erkenntnissen und dem Verständnis der Natur streben, wollen Ingenieure diesen Erkenntnisse anwenden, und in mehr oder weniger nützliche technische Errungenschaften umsetzen.
Als Physiker muss man immer noch einen gewissen gesunden Menschenverstand bewahren, um sich nicht unrealistische Szenarien zu verrennen. Da hat es ein Mathematiker einfacher, er kann sich frei in konstruierten, idealisierten Räumen bewegen, ohne an irgendwelche naturgegebenen Begrenzungen gebunden zu sein.

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Keine Quotenfrauen! //1904

Die Grillfeier anlässlich meiner bevorstehenden Promotion sollte an einem Samstag Nachmittag stattfinden, und sich dann noch ad libitum in den Abend hineinziehen.
Ich erklärte Carsten, welchen Kuchen ich zum Kaffee wollte, welches Grillgut und Beilagen ich wollte, und sonst noch einige Details. Er bestätigte, dass er [bzw. die Haushälterin] sich darum kümmern würde, alles nach meinen Wünschen vorzubereiten.

„Und vergiss‘ auch nicht, dass der Whirlpool und die Sauna in Betrieb sein sollen.“
„Ich hab’s mir notiert. Sonst noch Wünsche?“
„Im Moment fällt mit nichts ein.“
„Weißt du inzwischen, wie viele Personen kommen werden?“
„Eingeladen habe ich 8, habe aber noch nicht von allen eine Bestätigung. Mit uns beiden wären es dann maximal 10.“
Ich zählte dann auf, wen ich alles als Gast erwartete.

Auf seinen Einwand „Ich halte es für keine gute Idee, nur Männer einzuladen“ war ich vorbereitet.
„Wieso nicht? Ich lasse mir keine Frauenquote oktroyieren. Das sind alles Freunde, mit denen ich ‚den Anlass teilen will‘ – nicht mit einer eventuellen Begleiterin. Außerdem ist Benjamin ja gerade getrennt, Thomas ist wieder Single, Norbert’s neue Freundin kenne ich gar nicht, Lukas ist sowieso nur ein paar Tage in der Stadt, Frank ist zwar verheiratet, aber ich habe keine Lust, mich mit seiner Frau abzugeben,“ [und noch zwei andere, die ich aber lieber aus dem Blog heraushalten will]. „und Philipp .. tja .. der ist eh allein. Ich wüsste auch wirklich nicht, welche Frauen ich sonst einladen sollte. Mit Sonja und Verena bin ich nicht so eng, und auf die Anwesenheit von Fiona und Corinna legst du bestimmt genauso wenig Wert wie ich.“
Carsten schaute missbilligend, konnte mich aber nicht widerlegen. „Überleg‘ dir das noch mal“, meinte er schließlich, „dir fallen bestimmt noch Frauen ein.“

„Nicht hier in der Gegend“, entgegnete ich, „was glaubst du eigentlich, was passiert? Gangbang Party?“ Das sind halt so meine Fantasien, aber mir ist schon klar, dass ich die nicht umsetzen werde. Trotzdem – die Gedanken sind frei!
Ich fuhr fort: „Das sind alles intelligente, gebildete Männer – fast alle Nerds. Die meisten von ihnen kennst du selbst oder bist sogar mit ihnen befreundet oder verwandt. Wir werden uns einfach ruhig unterhalten, essen, trinken, ein wenig Musik, und wer mag, kann sich in Sauna oder Whirlpool entspannen. Und schließlich bist du ja selbst als Anstandswauwau dabei.“

Tja, manches Aushandeln eines Quid-pro-quo hat sich schon als Pyrrhus-Sieg herausgestellt, aber pacta sunt servanda.
Missbilligend runzelte er die Stirn. Ich weiß, dass er sich das nicht so vorgestellt hatte. Ich dagegen schon.
„Teil‘ deinen Gästen wenigstens mit, dass sie Badezeug mitbringen sollen!“, gebot er mir.
Oops .. das habe ich doch jetzt glatt vergessen.

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„Mein coolstes Outdoor-Erlebnis“ #ousuca #Blogparade //1903

Wenn eine Blogparade schon „Dein coolstes Outdoor-Erlebnis“ heißt, fällt mir als langjährigem Outdoor-Fan doch sicher etwas dazu ein.
Ich hatte ja etliche, wirklich schöne Outdoor-Erlebnisse. Aber welches Erlebnis war jetzt das „coolste“? Im Rückblick erscheinen mir Kontakte mit Brennnesseln oder Ameisen nicht allzu cool. In die Topauswahl hat es dagegen folgende Begebenheit geschafft.

Die Geschichte liegt schon wieder länger zurück. Ich hatte damals ein aufregendes Verhältnis mit .. nennen wir ihn Stefan. Wir verbrachten einen Teil unserer Freizeit zusammen, und gelegentlich kam seine Studienstadt ins Gespräch, die einige touristische Sehenswürdigkeiten hat, und in annehmbarer Entfernung für einen Tagesausflug liegt, so dass wir ausmachten, irgendwann einen gemeinsamen Ausflug dorthin zu unternehmen.
Eines schönen Samstages im Frühherbst ergriffen wir die Gelegenheit, und fuhren dorthin.
Am Vormittag besichtigten wir die Innenstadt und müssen irgendwo zu mittag gegessen haben. Dann machten wir uns auf den Weg durch einen Park zu einer Sehenswürdigkeit, die wenige Kilometer außerhalb des Stadtkerns lag.
Ich bin mir nicht mehr sicher über die Reihenfolge der folgenden Ereignisse. O.B.d.A. könnte sie folgendermaßen gewesen sein.

Wir schlenderten also bergauf den Park entlang, und kamen dabei an einem Museum vorbei. Wir betraten es, zahlten den IIRC bescheidenen Eintrittspreis, und besichtigten dann das durchaus interessante Museum. Außer uns gab es kaum andere Besucher. Als wir in einem etwas abgelegenen Raum keine Überwachungskameras entdecken konnten, nutzten wir die Gelegenheit für ein kurzes Stelldichrein.
Etwas später nahmen wir den Weg hangaufwärts wieder auf und kamen schließlich oben an, wo wir die Örtlichkeiten besichtigten. Hier waren viele Leute unterwegs. Falls ich nicht irre, tranken wir dort irgendwo einen Kaffee zusammen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten.
Wie liefen einen etwas anderen, längeren Weg als die Mehrzahl der Touristen, und kamen schließlich an einem Baum von enormem Durchmesser vorbei. Er sah etwas seltsam aus, und so wollte Stefan ihn sich näher ansehen. Es stellte sich heraus, dass der Baum innen hohl war, und genügend Platz bot, dass sich zwei Personen eng aneinander gedrückt hineinstellen konnten. Äste und Zweige boten uns Sichtschutz, so dass wir uns ungestört und AFAIK unbeobachtet miteinander vergnügen konnten.

An Einzelheiten des Rückwegs erinnere ich mich nicht mehr. Ich muss von diesem Outdoor-Erlebnis in diesem doch recht skurrilen Ort so beeindruckt gewesen sein, dass ich den Rest vergessen habe.

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Arbeitsalltag //1902

Dunkel habe ich in Erinnerung, dass ich schon einmal über einen typischen Arbeitstag gebloggt habe, finde den Eintrag aber nicht auf die Schnelle, und außerdem ändert oder verschiebt sich auch manches im Laufe der Zeit, so dass ich heute trotzdem darüber blogge.
Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich kaum jemals. Irgendetwas weicht immer ab, aber egal. Normalerweise läuft es wenigstens so ähnlich.

Ich stehe gegen halb sieben Uhr auf (im Sommer eher früher, im Winter eher später, Montags früher, weil wir dann erst in die Stadt fahren müssen). Nach meiner persönlichen Hygiene bin ich dann erst einmal eine halbe bis ganze Stunde daheim am Rechner, schaue, was es Neues gibt, blogge und trinke Kaffee.
Meistens bin ich spätestens um halb neun im Büro. Besprechungen und Termine lege ich nach Möglichkeit zwischen neun und elf Uhr.
Mittags bin ich zum Essen normalerweise außer Haus (es sei denn, es ist richtiges Mistwetter), üblicherweise im Zeitfenster zwischen zwölf und ein Uhr nachmittags. Bis gegen zwei erledige ich dann wieder einfachere Aufgaben. Danach sind entweder wieder Besprechungen bzw. Gespräche mit Mitarbeitern, oder ich versuche, möglichst produktiv allein am Schreibtisch zu arbeiten.
Meistens verlasse ich das Büro zwischen halb fünf und fünf (am Freitag schon mittags, weil dann Hausarbeit angesagt ist). Manchmal mache ich dann noch Besorgungen und Einkäufe, meist gehe ich aber direkt heim.

Wer jetzt zusammenrechnet und auf eine tägliche Arbeitszeit von etwa sieben Stunden kommt, dem sei gesagt, dass ich auch einiges am Abend oder am Wochenende arbeite. Deshalb ist es auch durchaus gerechtfertigt, wenn ich zwischendurch ein paar Minuten für das Blog oder andere nicht-geschäftliche Aktivitäten abzweige. Anwesenheit im Büro ist eben nicht gleichzusetzen mit produktiver Arbeit.

Nur zum Vergleich: Carsten ist oft schon früh um 7 im Büro, und arbeitet bis 6 Uhr abends (manchmal wird es auch 7 oder gar noch später, nur Freitags versucht er, bereits um 4 aufzuhören). Eine Mittagspause hat er nicht immer.
Es kommen auch immer wieder Anlässe vor (z.B. Essen mit Geschäftsfreunden), die zusätzlichen Zeitaufwand bedeuten, und eigentlich in der „Freizeit“ stattfinden.

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The Last Unicode //1901

Als ich mit Benjamin an der Uni noch ein paar abschließende Formalien besprach, erzählte er mir, dass ein Co-Autor einer seiner Co-Autoren ein Paper mit jemandem geschrieben hätte, der noch eine niedrigere Erdös-Zahl hatte.
Ohne mein aktives Zutun ist also auch meine Erdös-Zahl wieder einmal gesunken. Viel Platz ist nicht mehr nach unten.

Aus Dankbarkeit für seine Unterstützung hatte ich Philipp versprochen, danach mit ihm in die Mensa Essen zu gehen. Dabei erzählte ich ihm von Evalyze. Er empfahl mir ein Buch, das mit der Thematik zu tun hat. Das werde ich mir wohl besorgen, und demnächst zu Gemüte führen.

Seit etwa zwei Tagen habe ich Halsschmerzen und leichte Schluckbeschwerden. Zwar sind sie problemlos zu ertragen, aber da das Wetter außerdem ziemlich abgekühlt ist, erscheint es mir zweckmäßig, zur Sicherheit ein Kopftuch zu tragen. Abends trinke ich Salbeitee.
Inzwischen sind die Halzschmerzen anscheinend am Abklingen. Dennoch bin ich vorsichtig. Carsten meinte, ich solle besser Norbert aufsuchen. Bei dem hätte ich eh noch was gut, weil ich das Medizinerprojekt trotz anderer Dringlichkeiten so schnell reaktiviert hatte. Aber ich glaube, das ist nicht nötig. Mein Hals ist ja bereits besser. Falls er sich jedoch wieder verschlimmern sollte, werde ich im Zweifel hoffentlich nicht zu lange zögern.

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Wie man [eine Matratze umdreht|sich bettet, so liegt man] //1900

Letztes Jahr hatten wir uns eine neue Matratze gekauft.
Man soll Matratzen ja gelegentlich umdrehen, damit sie gleichmäßig abgenutzt werden (insbesondere, wenn sie durch Nicht-Schlaf-Aktivitäten stark beansprucht werden), aber alleine schaffe ich das nicht, und Carsten ist normalerweise nicht da, wenn ich das Bett frisch überziehe.
Als es sich kürzlich ergab, dass er doch anwesend war, bat ich ihn darum, mir beim Umdrehen der Matratze zu helfen. Das hat er auch getan, aber wir waren uneinig, in welche Richtung man so eine Matratze idealerweise drehen sollte.

Seither habe ich mir also ein paar Gedanken darüber gemacht.
Es geht um das Drehen eines Quaders um 180°, weshalb der Drehsinn irrelevant ist.
Im Folgenden beziehe ich mich auf das raumfeste Koordinatensystem des Bettes. Man stelle sich den Ursprung in der Mitte des Lattenrostes vor. Die transversale Achse geht von links nach rechts (in Draufsicht). Die longitudinale Achse geht vom Fußende zum Kopfende. Die normale Achse schließlich zeigt vom Fußboden Richtung Decke.
Für eine Matratze (= Quader mit drei ungleich langen Seiten) gibt es vier verschiedene Möglichkeiten der Orientierung im Bettgestell. Um diese Orientierung zu beschreiben, nehmen wir an, die Matraze habe eine gekennzeichnete Ecke (z.B. irgendwo einen Fleck oder ein eingenähtes Etikett), das die Orientierung unterscheidbar macht.

Als HTML-freundliche Notation wähle ich dafür eine natürliche Zahl n zwischen 0 und 7 in runden Klammern. Befindet sich das Unterscheidungsmerkmal links, so wird das unterste Bit gesetzt. Befindet es sich auf der Fußhälfte, so wird das mittlere Bit gesetzt. Das oberste Bit zeigt an, ob das Merkmal auf der Unterseite der Matratze ist.
Es gibt drei mögliche Drehungen. Mit N bezeichne ich die Drehung um die Normalenachse. Dabei bleibt die Oberseite oben. Links und rechts, sowie Kopf- und Fußende werden vertauscht. Anders ausgedrückt: Das oberste Bit bleibt erhalten, während die beiden anderen Bits sich umkehren.
Die Drehung T um die Transversalachse vertauscht Kopf- und Fußende, sowie Ober- und Unterseite. Das unterste Bit bleibt erhalten, die beiden anderen kehren sich um.
Wendet man die Matratze um die Longitudinalachse, so vertauschen sich links und rechts, sowie Ober- und Unterseite. Das mittlere Bit bleibt erhalten, die anderen werden getogglet.
Ein Beispiel: N(0) = (3) = T(5) = L(6).

Bei jeder Drehung ändern sich zwei Richtungen. Es ist also unmöglich, die Matratze einfach nur zu spiegeln.
Wie sich jeder leicht selbst überlegen kann, lassen sich die Orientierungen (0), (3), (5), und (6) nicht in die Orientierungen (1), (2), (4) und (7) transformieren. Bei erster Gruppe ist eine gerade Anzahl Einsen gesetzt, bei letzterer eine ungerade Zahl von Einsen, bzw. eine gerade Zahl von Nullen. Ob es sich um eine gerade Zahl von Einsen im Bitmuster handelt, ist also eine Erhaltungsgröße.
Ordnet man den einzelnen Orientierungen Punkte innerhalb der Matratze, die gleichweit von ihrem Zentrum entfernt sind, zu, so sind diese Punkte wie die Ecken zweier Tetraeder angeordnet.

Ach, diese Betrachtungen liefern so viele schöne Erkenntnisse, ich kann sie gar nicht alle hier erwähnen.

So findet man etwa, dass TL = N, LN = T, NT = L. Da es sich nur um 180°-Drehungen handelt, sind Mehrfachdrehungen kommutativ: [T, L] = [L, N] = [N, T] = 0.
Außerdem liefert das zweifache Anwenden einer bestimmten Drehung wieder den Originalzustand O = T^2 = L^2 = N^2.
Und genau darin liegt das Problem. Wenn man jedesmal die Matratze auf die gleiche Weise dreht (z.B. immer T), werden gar nicht alle 4 Orientierungsmöglichkeiten benutzt, sondern nur 2.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, alle drei Drehoperationen in fester Reihenfolge zu wiederholen, also etwa o.B.d.A. {TLN}.
Gehen wir von der Orientierung (0) aus, so findet man nach T den Zustand (6), nach L (3), nach N wird es wieder (0). Die Orientierung (5) fehlt.
Wie man leicht zeigen kann, ist es also zweckmäßiger, nur zwei verschiedene Drehungen abzuwechseln. So ändert die Folge {TL} die Orientierung (0) periodisch auf (6), (3), (5) und wieder (0).

Für alle, die sich dafür berufen fühlen, habe ich jetzt noch eine kleine bettmathematische Hausaufgabe:
Weil das Wenden der Matratze so beschwerlich ist, haben meine Eltern dreigeteilte Matratzen, d.h. ein Doppelbett mit insgesamt sechs Matratzenteilen.
Beim Bettüberziehen dreht meine Mutter die Matratzenteile nicht nur, sondern vertauscht sie auch.
Beschränken wir uns zunächst auf ein einzelnes Bett mit dreiteiliger Matratze.
1. Wieviele verschiedene Möglichkeiten der Orientierung und Positionierung der Dreier-Matratze gibt es?
Betrachten wir jetzt beide Betten.
2. Wieviele Möglichkeiten gibt es insgesamt, wenn man a) die Matratzenteile streng auf das ursprüngliche Bett beschränkt? b) die Matratzenteile frei zwischen beiden Betten austauschen darf?
Um euch den Spaß am Lösen nicht vorzeitig zu nehmen, setzte ich erst mal Kommentare ausnahmsweise auf Moderation.

Mathematik ist überall!

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My Vision //1899

Da ich jetzt endlich wieder mehr Zeit und den Kopf freier habe, muss ich mich wieder verstärkt an andere fällige Aufgaben machen.
Zunächst werde ich den Kundenauftrag, den ich zurückstellen musste, mit Priorität bearbeiten und zügig fertigstellen.

Dann habe ich eine völlig neuartige, innovative Idee wie wir die Firmensoftware erweitern und essentiell verbessern können.
Ohne allzu konkret zu werden: Unter anderem erheben unsere Geräte gewisse Daten. Mit unserer Auswertungssoftware werden diese Daten so dargestellt, dass sie der Anwender weiter verarbeiten kann. Dabei beschränkt sich unsere Software allerdings auf verschiedene Anzeigemöglichkeiten und einige Funktionen, die den Anwendern die eigentliche Auswertung erleichtern, bei dem bestimmte Besonderheiten erkannt werden sollen.
Jetzt habe ich überlegt, dass unsere Software diesen Prozess zumindest teilweise mitübernehmen könnte, bzw. den Anwender auf bestimmte Ergebnisse hinweisen könnte. Es ist bekannt (und allgemein notgedrungen akzeptiert), dass die Anwender dabei häufig wichtige Einzelheiten übersehen. Die Software könnte diese Einzelheiten nach ausführlicher Analyse der Daten selbständig erkennen und anzeigen.
Dies ist ein großes, ambitioniertes Projekt, das wir nicht überstürzen können. Es wird mehrere Mannjahre Arbeitszeit benötigen. Aber wenn es klappt, lassen wir die Konkurrenz endgültig hinter uns und bringen unseren Kunden einen noch größeren Nutzen.

Ich werde eine Besprechung mit meinen Mitarbeitern einberufen, und ihnen das grobe Konzept skizzieren. Sie sollen mir ihre Vorschläge, Ideen und Anregungen dazu demnächst mitteilen.
Mit der Realisierung beginnen wir aber erst nach der Urlaubssaison, also frühestens Ende September. Bis dahin ist noch einiges an Zeit. Ich selbst beabsichtige, nach meinem Urlaub mit dem Entwurf der Spezifikation zu beginnen.
Für dieses Projekt werde ich auch Herrn Grau mit an Bord nehmen. Auch wenn ich ihn persönlich nicht leiden kann, muss ich ihm dennoch zugestehen, dass er fachlich hochkompetent ist. Ich schreibe ihm eine Mail mit den Grundzügen des Projekts und bitte ihn um sein Feedback. Ohne die konstruktive Unterstützung der Software-Entwicklung in Standort 4 könnten wir alleine das Projekt nicht stemmen. Beide Entwicklungsstandorte müssen hier kooperieren, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, das schließlich allen zugute kommen soll.
Vielleicht ziehe ich meinen jährlichen Besuch bei Standort 4 zeitlich vor, um die Entwicklung besser zu koordinieren. Das kollidiert zwar mit meinem vorgesehenen Besuch bei Standort 2, aber wir werden sehen.

Als Arbeitsname dieses Projektes werde ich (hier im Blog) Evalyze (Kofferwort aus Evaluation und Annelyse) nutzen.
Carsten ist übrigens skeptisch. Er hat Bedenken wegen der überaus strengen regulatorischen Bestimmungen. Das ist mir bewusst. Nicht umsonst beschäftige ich für derlei Fragestellungen einen eigenen Spezialisten. Außerdem meint Carsten, dass es nicht sicher ist, dass die Anwender diese Software überhaupt annehmen werden. Die übersehen doch lieber wichtige Details, als dass sie sich auf eine Software verlassen.
Ich mache das Projekt also auf meine Kappe, und stehe deshalb besonders unter Erfolgsdruck.
Ich darf Evalyze nicht in den Sand setzen.

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Unfehlbarkeit liegt im Auge des Betrachters //1898

In meinem Heimatstädtchen ist ein Konflikt in der Bevölkerung ausgebrochen, der sich quer durch alle Familien zieht.
Um was es genau geht, das kann und will ich hier nicht erklären. Zum Verständnis genügt es, dass es sich um ein Lokalpolitikum handelt. Es haben sich zwei etwa gleich starke, sich unversöhnlich gegenüberstehende Parteien gebildet, in deren Zentren der Pfarrer und der Arzt stehen.

Im Rahmen dieser Meinungsverschiedenheiten haben sich auch meine Eltern gestritten, und zwar in einem Ausmaß, dass meine Mutter meinte, dass sie so nicht ihren Geburtstag feiern wolle, und die Feier erst mal ausfallen lassen will (um sie eventuell später im Herbst nachzuholen).
Meine Mutter ist auf Seiten des Pfarrers, weil „es doch der Pfarrer so sagt“ (der vom Papst mindestens Unfehlbarkeit geerbt hat). Mein Vater hat sich zur Gruppe des Arztes geschlagen, weil „der doch ein Dokter ist“ (und somit weit jenseits von Irren ist menschlich).
Rein von der Sache her tendiere ich in dieser speziellen Angelegenheit eher zum Standpunkt des Pfarrers, werde mich aber hüten, mich in die Streiterei mithineinziehen zu lassen.

Die ganze Angelegenheit erinnert mich ein wenig an Don Camillo und Peppone, nur dass sie nicht so lustig ist.

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Googlgurglgluggs //1897

Hier sind sie! Frisch für auch anne.. äh .. annotiert. Die neuesten Suchbegriffe des letzten Monats. Read and enjoy.

„dsgvo abmahnung google fonts“, „abmahnung google fonts“
Leider kann ich nicht beeinflussen, welche Fonts WordPress hier einbindet.“

„flickware“
Wirkt sehr gepatcht.

„restaurant seitenblick“
Je nach Aussicht.

„cocktail mit eischnee“
Huch ..

„windows wurde anscheinend nicht richtig geladen“
Ich würde zunächst einen Reboot versuchen.

„positives elektrisches Teilchen mit 6 buchstaben“
Proton. Oder allgemeiner Kation.

„was bedeutet sinus“
Sinus ist lateinisch für Busen. Als trigonometrische Funktion lassen sich damit z.B. harmonische Schwingungen beschreiben. Den ganzen Fourierkram hatte ich schon mal irgendwo beschrieben.

„junge warum hast du nichts gelernt“
Wissen und Können sind essentiell. Das kann einem niemand nehmen.

„zahnspange“
Habe ich nicht gebraucht.

„automatisches klavier“
Pianola.

„zahlenspielerei“
Mag ich sehr.

„windows fährt nicht runter“
Nach angemessener Wartezeit Strom abschalten.

„allergisches leiden kreuzworträtsel 9 buchstaben“
Ausschlag?

„barfuß unterwegs“, „barfuß gehen“
Wenn Wetter und Untergrund geeignet sind, ist das eine Option.

„blutv hesap“
Nix versteh.

„fette oma“
Erst nach den Wechseljahren werde ich wissen, ob ich diesbezüglich nach ihr komme, oder nach der mageren.

„virenscanner android“
Damit kenne ich mich nicht aus.

„wordpress.com dsgvo“
Wie WordPress die DSGVO umsetzt, darauf habe ich keinerlei Einfluss.

„word 2016 unzureichender arbeitsspeicher schriftart kann nicht angezeigt werden“
Wieso muss ein Font so viel Speicherplatz verbrauchen?

„sapiosexuell duden“
Intelligenz als sexuelles Attraktionsmerkmal.

„es wurde versucht auf ein token zuzugreifen das nicht vorhanden ist“
Immer diese übergriffige Software!

„zahnspange fetisch“
Es gibt wohl nichts, das nicht noch als Fetisch herhalten kann.

„programmiersprache kreuzworträtsel 6 buchstaben“
Pascal oder Python.

„banales“
Belangloses, unbedeutendes.

„recaptcha kann nicht erreicht werden“
Google hat schon vor längerem die API geändert.

„deine mutter witze“
Sie macht nur relativ selten mal einen Witz.

„doppelte haushaltsfühung“
Ja, ist manchmal schon recht aufwändig. Dafür haben wir von der Stadtwohnung aus nur einen kurzen Arbeitsweg, und das Landhaus als komfortables Wochenenddomizil.

„#allmalepanel“
Wenn ich eines besuchen würde, wäre es keines mehr.

‚“falls vorhanden, werden die metatags ihrer website anschließend automatisch in das nächste formular übernommen“‚
Aha.

„recaptcha nervt“
Kann ich nachvollziehen. Auf meiner Website ersetzen jetzt Honigtöpfe die Captchas. Das reicht vollkommen aus.

„flickware.exe“
Würde ich nicht starten, es sein denn, ich weiß genau, wo sie herstammt und was sie macht.

„ideen für doktorfeier“
Das soll eine kleine Grillfete im engsten Freundeskreis werden.

„uneigennütziger mensch 8 buchstaben“
Altruist. (Ich bezweifle ja, dass es solche Menschen tatsächlich gibt. Viele, die so erscheinen, wollen sich tatsächlich nur moralisch höherwertig darstellen, ihre Geltungssucht befriedigen, oder in den Himmel kommen.)

„implemplementierung“
Eine Implementierung kann ganz schön plemplem sein.

„mintenergie“
Es gibt ja verschiedene Arten von Energie, aber diese kannte ich noch nicht.

„hochheben englisch“
Lift.

„wordpress entwickler gesucht“
Eine Kommentarpreview wäre ein Feature Request, das dieser Entwickler gerne umsetzen dürfte.

„strom phase ausgefallen“
Kann vorkommen. Das erkennt man daran, dass manche Stromverbraucher noch funktionieren, andere nicht, manche vielleicht auch nur mit Teilleistung.

„word zeilenumbruch erzwingen“
Für gewöhnlich reicht es, wenn man auf Return drückt.

„zahnspange mann“
Auch das kommt vor.

„android bilder nach verschieben weg“
Auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

„keynote latex“
Nee, dafür ist Powerpoint ausreichend.

„die ausführung des codes kann nicht fortgesetzt werden“
Tja .. das kann viele Gründe haben.

„tausendeins“
7 * 11 * 13, MI, 0x3E9

„mgtow“
Men going their own way.

„tv schlampe“
Dergleichen ist nicht vorgesehen.

‚“digit ratio“‚
Entweder das Fingerlängenverhältnis, oder ein Hinweis auf das Benford’sche Gesetz.

„ich liege mit 2 freundinnen im bett“
Das wollte ich gar nicht wissen.

„mehr gehirnkapazität nutzen“
Das ist ein Ziel, das man stets weiterverfolgen sollte.

„mein mann vergewaltigt mich“
So würde ich das nicht formulieren.

„windows 10 das kennwort ist abgelaufen und muss geändert werden“
In den Optionen lässt sich einstellen, dass das Passwort nie abläuft.

„fsm kurye“
Ich kenne zwar eine SMV-Kurve, die hat aber mit dem fliegenden Spaghettimonster nichts zu tun.

„strapskorselett“
Unpraktisch. Insbesondere, wenn man einen Slip drunter trägt.

„fetisch loswerden“
Dazu fällt mir keine Lösung ein.

„kretin duden“
Ein schwachsinniger Mensch.

„azubi verarschen“
Da sind wohl einige Initiierungsrituale üblich.

„kontrazeption“
Verhütungsmaßnahmen der Konzeption.

„freunde suchen ist aufgrund eines serverfehlers nicht verfügbar“
Übrigens gibt es auch noch das Real Life, bei dem man nicht auf den Betrieb von Servern angewiesen ist.

„abendstern morgenstern“
Zwergelstern.

„rfc 1149“
Das weiß ich nicht auswendig, und mag jetzt auch nicht nachschauen.

„recaptcha lösen“
Früher genügte es, einen Begriff richtig einzugeben. Inzwischen hat Google das Procedere geändert.

„besoffen englisch“
Außer „drunk“ gibt es noch viele Slangausdrücke.

„tierkreiszeichen stier kreuzworträtsel“
Taurus.

„twitwitt“
Twitter lässt grüßen.

„kristina vogel oberschenkel“
Kristina kriegt noch keine Geflügelkeule zu essen.

„abendstern kreuzworträtsel“
Venus.

„wordpress website offline erstellen“
Damit habe ich keine Erfahrungen.

„astronomisches ereignis“
Ich erwähne hier manchmal besondere astronomische Besonderheiten. So war gestern das Aphel – also der sonnenfernste Punkt der Erde im Laufe dieses Jahres.

„windelgeschichte brüste“
Meine Schwester hat sich beim Stillen immer eine Mullwindel als Spucktuch bereit gelegt.

„magnetische mehrteiler“
Es gibt tolles Spielzeug, bei dem man geometrische Körper aus mehreren Magneten und Metallstäbchen zusammensetzen kann.

„klinik fetisch“
Dazu weiß ich nichts zu sagen.

„kaufmännisches minus“
Warum nehmen die Kaufleute nicht einfach das ganz normale – statt dieses ./.

„shittest beispiele“
Ach, da muss man doch selbst kreativ sein.

„obda englisch“
WLOG (without loss of generality)

„übermäßig überzogen kreuzworträtsel“
Mit dem Überziehen sollte man es nicht übertreiben.

„geheimer stern woche 8“
Welcher Stern ist geheim? Wir kennen ja viele Sterne nicht. Aber geheim?

„georg fleck“
Es ist bald schon drei Jahre her, dass Georg verstorben ist.

„nur gedacht“
Die Gedanken sind frei.

„er macht mir komplimente“
Aufrichtige Komplimente sind erwünscht, schleimige Anbiederung nicht.

„wordpress verzeichnis konnte nicht angelegt werden“
Ist vermutlich höchstens dann ein Problem, wenn man eine WordPress-Installation selbst hostet.

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Ein Personalgespräch //1896

Über die Vertriebsmitarbeiterin, die aus der Elternzeit zurückkehren will, hatte ich berichtet.
Es wäre schon praktisch gewesen, wenn sie die seit längerem vakante Stelle der Sekretärin hätte einnehmen können. Also ließ ich die Personalabteilung nachforschen, ob es für diese Weiterqualifizierung geeignete Fortbildungsangebote gäbe. Es fand sich sogar ein Kurs, der die Qualifikationslücke schließen könnte, auch wenn er zeitlich nicht optimal gelegen war. Aber immerhin war es denkbar, dass die Mitarbeiterin erst einmal nur als einfache Bürokraft einsteigen würde, um sich danach die nötigen Kenntnisse parallel dazu anzueignen. Letztendlich hätte sie dann die Leitung des Vorzimmers übernehmen können.
Es liegt der Geschäftsleitung schon einiges daran, wieder eine festangestellte Chefsekretärin zu bekommen. Derzeit müssen viele büroorganisatorische Maßnahmen noch zusätzlich von der Geschäftsleitung abgesegnet werden, was eine permanente Sekretärin selbständig und in eigener Verantwortung erledigen kann (und sei es nur die zeitgerechte Bestellung von Büromaterial).

Also ließ ich die Personalabteilung einen Besprechungstermin mit ihr vereinbaren. Anwesend sollten außerdem sein der Vertriebsleiter als ihr direkter (Noch-)Vorgesetzter, jemand aus der Personalabteilung, und ich in meiner Funktion als Standortleiterin. Dann noch jemand vom Betriebsrat, so dass insgesamt fünf Personen dabei waren. Ganz schön viele für so eine Angelegenheit.
Ich hatte mir vorgenommen, selbst möglichst wenig zu reden, sondern nur die oberste Aufsicht zu übernehmen, vielleicht mal ein Stichwort einzuwerfen. Die hauptsächliche Kommunikation überließ ich dem Vertriebschef und dem Personaler. Die werden schließlich (im Gegensatz zu mir) dafür bezahlt.

Wie zu erwarten, lehnte die Mitarbeiterin die Vollzeitstelle in der Fertigung ab. Sie wolle Teilzeit, könne nicht den ganzen Tag arbeiten. Bei der Teilzeitstelle bei Herrn Grau schien sie zuerst interessiert, bis ihr klar wurde, dass dies in Standort 4 ist. Dort wolle und könne sie nicht arbeiten, es müsse schon hier, oder zumindest in zumutbarer Entfernung sein.
Ich warf ein, dass es denkbar wäre, dass sie offiziell Standort 4 zugeordnet ist, aber ihr tatsächlicher Arbeitsplatz hier ist. Sie bekäme hier irgendwo einen Schreibtisch mit einem Rechner (welche Resourcenverschwendung für eine Halbtagsstelle!), und würde für das Team von Herrn Grau arbeiten. Remote Zugriff und Telekommunikation machen es möglich, dass sie nicht tatsächlich dort vor Ort sein müsse. Sie meinte, dann könne sie ja auch zu Hause Teleworking machen. Nice try. Für die angedachte Tätigkeit ist Einbindung in die Firmen-Infrastruktur nötig. Das kommt mir nicht in eine Privatwohnung.
Ich erklärte also, dass Teleworking dafür nicht in Frage käme.

Als letzte Option gäbe es noch die Möglichkeit, im Sekretariat zu arbeiten. Zunächst als Bürohilfe, aber nach entsprechender Weiterbildung und Erfüllung einiger andere Bedingungen wäre es denkbar, dass sie mit dieser zusätzlichen Qualifikation die Chance erhielte, die Stelle der Sekretärin fest zu übernehmen.
Sie schien skeptisch, und wollte wissen, was dann ihre Aufgaben seien.
Ich ließ den Personaler die Stellenbeschreibung vorlesen. Sie war nicht begeistert. Ich deutete ihre Reaktion so, dass das viel zu viel Verantwortung bedeuten würde. Sie wolle doch nur ein paar Stunden am Tag hier sein, um am liebsten Routinearbeiten zu erledigen, aber nichts, das in Stress ausarten könne. Einen ruhigen Job also, ohne größeren Anspruch und Anstrengung.
Sie hätte ja gerne ihren alten Job wieder gehabt, aber eben nur halbtags und ohne verreisen zu müssen.

Wir verblieben dann dabei, dass sie noch eine Woche Bedenkzeit habe. Wenn sie sich bis dahin nicht anderweitig äußert, setze ich sie erst mal mit ins Vorzimmer (das kann am Vormittag dann eng werden), und wir setzen sie vorläufig ein für geeignete Arbeiten, die halt so anfallen. Vielleicht lässt sich ja doch noch ein Arrangement finden, dass sie zumindest einen Teil ihrer Arbeitszeit dem Team von Herrn Grau zur Verfügung steht. Das würde auch einige andere Probleme lösen.
Ansonsten werde ich sie vielleicht Werner unterstellen. Dann hat der Assistent der Geschäftsleitung halt selber noch eine Assistentin, die ihm einfache Tätigkeiten abnehmen kann. Ich selber habe keine Lust, mich längerfristig mit ihr abgeben zu müssen.

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Eins A Betriebsfest //1895

Nachdem unser betriebliches Sommerfest jetzt schon wieder einige Zeit zurückliegt, kann ich endlich gefahrlos darüber bloggen.

Als besonderen Anlass gab es die Eröffnung von Standort 1a. Das heißt, Standort ist eigentlich übertrieben. Das ist eine Außenstelle und Erweiterung unseres gewöhnlichen Hauptstandorts. Wir haben ein paar passende Räumlichkeiten in einigen hundert Metern Entfernung dafür angemietet.
Im bisherigen Gebäude platzen wir schon länger aus allen Nähten. Vor allem Mitarbeiter nicht-technischer Abteilungen werden am neuen Standort arbeiten. Das heißt, für mich bleibt alles ziemlich beim Alten. Der kaufmännische Geschäftsführer verlegt sein Büro dorthin, und wird diesen Standort leiten. Carsten hat an beiden Orten ein Büro. Wenn ich tatsächlich mal dort etwas zu erledigen habe, werde ich sein Büro dort wohl mitnutzen, aber das dürfte die Ausnahme sein.

Wir begannen die Feier mit einer kurzen Ansprache von Herrn Klugsch, bei der er vor allem auf den neuen Standort einging. Ich selbst sprach danach ein paar Worte, in denen ich das letzte Jahr rekapitulierte, und unsere technischen Neuerungen in dieser Zeit aufzählte (die sind nicht alle auf meinem Mist gewachsen, einen Teil haben auch Ulrich und Jason realisiert), und mich bei der ganzen Belegschaft für die vertrauensvolle und loyale Zusammenarbeit bedankte. Schließlich sagte der kaufmännische Geschäftsführer auch noch ein paar Sätze zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Dann sang der Betriebschor noch ein paar sommerliche Melodien.
Mehr Unterhaltungsprogramm hatten wir nicht. Dafür gab es gutes Essen und ein kleines Quiz mit Verlosung (das die Chefin trotz zeitlicher Überlastung organisiert hatte).
Carsten stand wieder eine Weile am Grill und grillte verschiedene Spezialitäten, während ich zeitweise an der Kaffee- und Kuchenausgabe mitarbeitete.
Alkoholische Getränke gab es diesmal nicht.

Am frühen Abend löste sich die Feier allmählich auf.

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Am laufenden Band //1894

Dieses Sushi-Zeugs mag ich ja nicht. Notfalls würge ich es mir runter, aber gut schmecken tut es mir nicht.
Als wir neulich mit Bekannten essen waren, kam ich aber nicht drum herum, ein Running-Sushi-Restaurant zu besuchen, weil die so gerne Sushi aßen, und dieses Restaurant unbedingt ausprobieren wollten.

Es gab zwei Bänder übereinander, die mit recht langsamer Geschwindigkeit an uns vorbei liefen. Das obere Band war für warme Speisen, das untere für kalte, die jeweils auf untertassengroßen Tellerchen auf den Bändern standen. Das ganze hinter Glasscheiben, so dass man zwar ungehindert durchschauen konnte, aber nur durch relativ kleine Öffnungen Tellerchen entnehmen konnte.
Zunächst lief vor allem Sushi an uns vorbei. Krabbenchips waren das einzige, das mir schmecken würde. Dann entdeckte ich grüne Bohnen, aber die waren auch schon vorbeigefahren, so dass ich die nächste Runde abwarten musste.
Als ich dann endlich die Bohnen hatte, musste ich feststellen, dass sie überhaupt nicht richtig gekocht und sehr hart waren. So schmeckten sie mir nicht. Wenn ich etwas daheim in der Küche von meiner Mutter gelernt habe, dann, dass rohe Bohnen giftig sind. Erst gekocht sind sie ungiftig und genießbar, und dann schmecken sie auch so richtig lecker. Also ließ ich die Bohnen stehen, und schaute, ob noch irgendetwas außer Krabbenchips für mich auf dem Band daherkam.
Später aß ich dann nach und nach gebratene Nudeln, Götterspeise, Mini-Windbeutel, eine Art Waffeln, eine undefinierbar gefüllte Sesamkugel, Kokoscreme, einen Spieß mit Hähnchenfleisch, frittierte Bananenbällchen (mit Honigsauce, die mich störte), Calamares, .. insgesamt 14 Tellerchen. Dann war ich einigermaßen satt.

Das Essen war überhaupt nicht entspannend. Man kann sich nicht – wie bei einem Buffet – frei aussuchen, was, wann und wieviel man essen will, sondern muss (teils ziemlich lange) warten, bis irgendetwas kommt, das man gerade essen würde. Das ist nervig, Dann muss man schnell sein, sonst ist der Teller bereits weitertransportiert, und wenn man Pech hat, kommt einem jemand anderes zuvor.
Es ist lästig, wenn man nicht direkt neben dem Band sitzt, so dass man immer wieder seinen Nachbarn bitten muss, ein bestimmtes Tellerchen vom Band zu nehmen.
Es ist anstrengend, wenn man direkt neben dem Band sitzt, und dauernd seinem Nachbarn ein Tellerchen geben muss.
Es ist beschwerlich, wenn man mit dem Rücken zur Laufrichtung des Bandes sitzt. Dann sieht man nicht, welche Speisen im Anmarsch sind, und wenn man einen bestimmten Teller haben will, ist er auch schon wieder vorbei.

Freiwillig gehe ich nicht wieder in ein Running-Sushi-Restaurant. Die Qualität der Speisen mag ja in Ordnung gewesen sein, aber das ganze Konzept gefällt mir überhaupt nicht.
Es geht doch nichts über ein vielfältiges, leckeres Büffet!

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Warum ist da Stroh in der Küche? //1893

So manches, was ich erlebe, bewegt sich zwar nicht mehr innerhalb der alltäglichen Routine, lohnt aber einen eigenständigen Blogeintrag nicht.
Also habe ich mal wieder ein paar derartige Begebenheiten zusammenkommen lassen, die ich in einem Sammeleintrag veröffentliche.

Mein Zahnarztbesuch ist schon wieder einige Wochen her (und heuer habe ich gar keinen meiner üblichen Zahnarztwitzchen gemacht). Ich saß auf dem Behandlungsstuhl, während die Dentalassistentin in meinem Mund herumwerkelte. Schließlich war sie fertig, und gab mir zu verstehen, ich dürfe jetzt erst mal den Mund ausspülen.
Im gleichen Moment lief der dafür vorgesehene Becher, der neben mir auf der Ablage des Ausspülbeckens stand, über, und verursachte eine Überschwemmung.
Die Assistentin beeilte sich, das übergelaufene Wasser auf der Ablage und dem Boden aufzuwischen, während ich meinen Mund ausspülte. Sie holte dann eine Kollegin, die ihr erklärte, dass die Vorrichtung für den Wasserspender manchmal klemme, wenn die Flasche nicht richtig eingesetzt sei.
Bisher hatte ich immer gedacht, dass das Wasser zum Mundausspülen irgendwo aus der Wasserleitung käme. In Wirklichkeit ist das jedoch eine Art Mineralwasserflasche (Plastik, höchstens zwei Liter) mit speziellem Verschluss.
Die Kollegin erklärte nun der ursprünglichen Assistentin, wie man diese Flasche (die völlig leer gelaufen war) wechselt, und ich konnte direkt zusehen. Besonders erinnere ich mich an die Aussage, man müsse „den Schlauch ganz zart einführen“.

Ich erinnere mich, dass Getreidefelder früher etwa hüfthoch wuchsen. Wenn mir heuer Getreidefelder auffielen, so waren die nur noch höchstens kniehoch, trugen aber kräftig Korn.
Ich nehme an, das ist eine neue Züchtung, die darauf optimiert ist, Korn zu tragen, und weniger in den Wuchs der Stiele investiert. Früher brauchten die Bauern noch mehr Stroh, heutzutage wird das viel weniger genutzt (außer im Kopf mancher Personen).

In der Lebensmittelabteilung eines Warenhauses, wo ich gelegentlich einkaufe, habe ich eine ganze Schachtel mit zwölf 250g-Packungen Babybrei für jeweils 1 Cent gekauft. Eine Packung kostet sonst drei oder vier Euro. Das ist ein richtiges Schnäppchen. Der Preis des Breis (Mist! – das könnte ich nur mit höchster Konzentration korrekt aussprechen) wurde wohl reduziert, weil er kurz vor dem Mindestablaufdatum steht.
Hach, ich esse so gerne Babybrei. Der ist so schön lecker, und schnell und einfach zubereitet. Ich muss ihn nur mit etwas Wasser, Fruchtsaft oder (Geheimtipp!) Likör anrühren, schon ist er verzehrfertig. Ein Löffel genügt – ich brauche weder Equipment wie Schneebesen, noch muss ich erst warten. Das ist äußerst praktisch, wenn ich mal wieder zu faul bin, selbst etwas zu kochen, oder keine Lust habe, essen zu gehen.
Warum gibt es so etwas ähnliches nicht auch für Erwachsene zu einem akzeptablen Preis? Einen Euro würde ich pro Packung schon ausgeben, um es regelmäßig zu konsumieren. Oder vielleicht sogar zwei Euro, dann aber nur gelegentlich. Aber der reguläre Preis ist einfach überteuert. Für Erwachsene müssten nicht so strenge Vorschriften eingehalten werden wie für Babys, und es müssten keine extra Vitamine hinzugefügt werden. Da ließe sich dieser Brei weit günstiger herstellen.

Uns schließlich habe ich noch eine Frage, zu der mir vielleicht jemand von euch einen Tipp geben kann:
In der Firma haben wir einen ganzen Schwung Flash-Animationen, die vor etlichen Jahren mal zur Visualisierung der Funktionalität unserer Geräte erstellt wurden.
Ich mochte Flash ja noch nie. Inzwischen wird es auch immer weniger genutzt, und Adobe hat den Support aufgekündigt.
Wir müssten die Flash-Dateien (Sourcen vorhanden) also in ein anderes, zukunftsfähiges Format konvertieren.
Die Animationen laufen eigenständig, also nicht im Browser.
Ist da eine Konvertierung in HTML5 (vielleicht als Hypertext Application?) überhaupt sinnvoll? Gibt es empfehlenswerte Tools, die die Konvertierung vollautomatisch durchführen, oder uns zumindest dabei unterstützen?
Ich habe noch keine Ahnung. Das Problem hat sich ganz kurzfristig ergeben, und da ich selbst auf keinem Rechner Flash installiert habe, kann ich mir die Animationen auch nicht anschauen.

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Allein mir fehlt der Glaube //1892

Wenn wir spazieren gehen, unterhalten wir uns über alles mögliche. Wir fachsimplen, wir philosophieren, ..
Carsten macht dann auch gerne mal ein Gedankenexperiment, oder er stellt eine Hypothese auf, bei der es mir als Theoretikerin eiskalt den Rücken herunterläuft, und die er dann mehr oder weniger als Advocatus diaboli vertritt.
Meistens sind diese Gespräche nicht besonderes bloggeeignet, zumal ich sie dafür besonders aufbereiten müsste.
So hatten wir vor einiger Zeit über Farbe und Geschmack von Elementarteilchen diskutiert (stark wechselwirkende Teilchen tragen eine Farbladung, schwache Wechselwirkung kann den Flavor ändern).

Auch die folgende Story ist nicht mehr ganz aktuell, aber da ich heute sonst kein interessantes Thema hätte, versuche ich die wesentlichen Punkte einigermaßen (und stark gekürzt) zu rekonstruieren.
Carsten warf die Frage auf, wie alt die Atome sind.
Schnell stimmten wir überein, dass ein Atom kein „ewiger Verbund“ ist. Beispielsweise in metallischen Leitungsbändern sind die (äußeren) Elektronen nicht an einen bestimmten Atomrumpf gebunden.
Somit stellte sich die Frage neu, wann die Atomkerne entstanden seien. Dies passierte wohl in einem Fusionsprozess in einem Stern (hier insbesondere in unserer Sonne). Spezialfälle wie Radioaktivität oder künstliche Fusion, Spaltung, Zerfälle oder sonstige Umwandlungsprozesse blendeten wir dabei aus.
Zuerst waren also die Nukleonen, die schon sehr kurz nach dem Urknall entstanden sein dürften. Freie Quarks gibt es (allem Anschein nach) ja nicht. Aus diesem Quark-Leptonen-Urbrei dürfte sich die Materie, wie wir sie heute kennen, im wesentlichen entwickelt haben, ist also – nach aktuellem Forschungsstand – fast 14 Milliarden Jahre alt.

Eigentlich Wahnsinn, dass sich die Materie gerade passend für uns entwickelt hat! Andererseits schlägt genau da das Anthropische Prinzip zu. Wenn das Universum nicht genau so wäre, wie es eben nun mal ist, könnten wir uns über diese Koinzidenz auch nicht wundern.

„Kann man irgendwie erkennen, wie alt ein Elektron ist?“, fragte Carsten weiter, „also, wann es entstanden ist?“
„Nö. Elektronen sind ja ununterscheidbar.“
„Vielleicht haben wir das nur noch nicht entdeckt.“
„Es gibt keinerlei experimentelle Hinweise für solch eine Eigenschaft.“
„Es wäre theoretisch aber möglich.“
„Wenn da eine Art Timestamp wäre, müsste es für die enthaltene Information auch einen Träger geben. Nichts deutet darauf hin. Meines Wissens gibt es auch keine entsprechenden Theorien, die so etwas postulieren. Im Gegenteil. Viele Theorien gehen davon aus, dass einzelne Elementarteilchen keine individuellen Eigenschaften (über ihren Quantenzustand hinaus) haben, die sie voneinander unterscheidbar machen würden.“
„Ausschließen kannst du es aber nicht.“
„Ich kann vieles nicht ausschließen. Die Nicht-Existenz lässt sich nicht beweisen. Genauso, wie man nicht beweisen kann, dass es keine übernatürlichen Mächte gibt. ..“ (Aufgrund dieser Überzeugung bin ich Agnostikerin.) „.. Ich glaube aber, dass es nichts übernatürliches gibt. ..“ (Aufgrund dieses Glaubens – wohlgemerkt, das ist ein reiner „Glaube“ – bin ich Atheistin.) „.. Ich glaube nur an die Natur und die Existenz der Realität.“ (Weshalb ich Naturalistin, und keine Solipsistin bin – aber auch das ist ein Glaube, ohne Beweis, da unsere Erkenntnisfähigkeit grundsätzlich auf den uns zugänglichen oder zumindest beobachtbaren Kosmos beschränkt ist.)

Unsere Unterhaltung verlief dann irgendwie auf einer Lichtung im Grase mit makrokosmischeren körperlichen Wechselwirkungen.

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Novembertweets bis #280Zeichen //1891

Auch im Zeitraum vom 1. bis 21. November 2017 habe ich eine Reihe von Tweets geschrieben.
In diese Zeit fiel die Umstellung bei Twitter, in der die Anzahl der maximal möglichen Zeichen von 140 auf 280 verdoppelt wurde.
Ich war äußerst skeptisch deswegen, hatte ich mich doch mit diesem Charme angefreundet, Gedanken sehr kompakt darstellen zu müssen. Ich befürchtete wohl, dass sich meine Timeline vor allem mit überlangen Tweets füllen würde.
Da habe ich mich geirrt. Früher stieß man bei der Formulierung eines Statements sehr schnell an die 140-Zeichen-Grenze, und musste dann tricksen mit Abkürzungen, Vereinfachungen oder Aufsplitten in mehrere Tweets. Es ist jetzt wesentlich angenehmer, dass es auf ein paar Zeichen mehr nicht ankommt. Schließlich muss man die volle Länge ja nicht ausnutzen, kann aber auch etwas komplexere Gedankengänge besser unterbringen.

Verleser des Tages: Sonderling statt Sondierung
2^2 * 3^4 * 5^2 = (90)^2 Tweets
Gräuliches Leid //1710 Siebzehnhundertzehn
Verleser des Tages: rumtrollen statt Rumstollen
Lang ist’s her //1709 Siebzehnhundertneun
Verleser des Tages: „Bad Clusters“ statt „Bad Clevers“
breakpoint’s Wayback Archive #16 //1708 Siebzehnhundertacht
#Femtronizing is when #feminists try to patronize women and presume to speak for all women.
Verhörer des Tages: Orgasmusdetektor statt Sarkasmusdetektor
Gerade irgendwo gelesen: „Temperaturgradzahl“ – mich graust’s!
Alle mal malen #allmalepanel //1707 Siebzehnhundertsieben
Verschreiber des Tages: never statt newer
Merke: Im Dunkeln ist zwar gut Munkeln, aber verdammt schwierig, einen Stringtanga anzuziehen. #Topologie
Vom Standort zum ständigen Standard (Teil 2) //1706 Siebzehnhundertsechs
Verschreiber des Tages: Spermann statt Supermann
Bei diesem herbstlichen Wetter bin ich froh über mein Kopftuch.
Aufgeschoben oder aufgehoben //1705 Siebzehnhundertfünf
Politischer Kompass: Und weil ich in der Mitte stehe, kriege ich von allen Seiten eins drauf!
Verleser des Tages: Toilette statt Trolle
Vom Standort zum ständigen Standard (Teil 1) //1704 Siebzehnhundertvier
Verleser des Tages: Augenhöhe statt Angehörige
Suspending //1703 Siebzehnhundertdrei
Verleser des Tages: Krampfadern statt Kampfradler
Hab eigentlich nur ich den Eindruck, dass Femis, die gegen Sexismus wettern, eigentlich Sexualität meinen und abschaffen wollen?
Ratwitter, ratwatter, ratwumm //1702 Siebzehnhundertzwei
Verhörer des Tages: fairy statt ferry
Captcha Me If You Can //1701 Siebzehnhunderteins
Verleser des Tages: Masturbationsgang statt Masterstudiengang
Chef legt mir nach Besprechung den Arm um die Taille. Mir wird ganz schwummrig.
Sekretärinnenproblem //1700 Siebzehnhundert
Rat Race #Sondierungsfilme
Ich mochte gerade den #FasseDichKurz-Charme. #280Zeichen
Die universelle Frage zur Antwort //1699 Sechzehnhundertneunundneunzig
Verleser des Tages: Natron statt Naturton
Eine Frage der Bewertung //1698 Sechzehnhundertachtundneunzig
Die hysterische #Moraldiktatur prüder, frigider oder lesbischer Feministinnen wird immer mächtiger. #metoo #aufschrei #keinekleinigkeit
Aber ich lasse mir nicht vorschreiben, über was ich lachen darf, oder wovon ich mich belästigt zu fühlen habe. #FeminismHurtsWomenToo
Verleser des Tages: Cookbook statt Cockblock
Die andere Seite des Zufalls //1697 Sechzehnhundertsiebenundneunzig
Verleser des Tages: Auenland statt Ausland
breakpoint’s Wayback Archive #15 //1696 Sechzehnhundertsechsundneunzig
„Ich auch! Ich auch! Mich hat auch schon mal ein Mann angeguckt!“ #metoo ist nur #peinlich.
Man sollte auch bei Blogtexten nicht von der Quantität auf die Qualität schließen. #TLTR
Verleser des Tages: Konstruktion statt Kunstaktion
Unerfreuliche Aussichten //1695 Sechzehnhundertfünfundneunzig
Verhörer des Tages: Poet statt Prolet
Eine berufliche Retrospektive //1694 Sechzehnhundertvierundneunzig
Verleser des Tages: dreckige statt dreieckige
Progesteronabfall Macht Streitlustig //1693 Sechzehnhundertdreiundneunzig
Verleser des Tages: kolloidal statt kolonial
Findlinge //1692 Sechzehnhundertzweiundneunzig

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Die Rückkehrerin //1890

Vor etwa fünf Jahren war eine Mitarbeiterin des Vertriebs in Elternzeit gegangen. Ich hatte das damals kaum mitgekriegt, weil ich zu dieser Zeit noch nicht so in allen Details der Firma involviert war.
Diese Mitarbeiterin hatte als eine Art Assistentin für das Vertriebsteam gearbeitet. Eine einschlägige technische Ausbildung hatte sie, und sie soll auch durchaus tüchtig gewesen sein.
Sie bekam dann während ihrer Elternzeit ein weiteres Kind und verlängerte. Eigentlich hatte niemand mehr so richtig tatsächlich noch damit gerechnet, dass sie wieder zurückkommen würde. Aber genau das will sie. Allerdings nur halbtags und ohne Reisetätigkeit.
Gelegentliche Reisen sind im Vertrieb unerlässlich (hallo! – das ist genauso, als ob ein Schlosser sagen würde: „Da bin ich wieder, aber mit Eisen möchte ich nichts mehr zu tun haben.“). Der Vertriebsleiter teilte mir mit, dass er die Mitarbeiterin zu diesen Konditionen nicht in seiner Abteilung unterbringen könne.
Also setzte ich mich mit den technischen Abteilungsleitern zusammen, um eine Möglichkeit zu finden, sie weiter bei uns zu beschäftigen.

Für die Entwicklung ist sie nicht qualifiziert. Zwar gibt es immer wieder einmal einfache Routineaufgaben, die sie übernehmen könnte, aber nicht genug für eine Halbtagsstelle. Sofern das die anderen Mitarbeiter nicht nebenbei erledigen können, ist es günstiger, solche Aufgaben von Werkstudenten übernehmen zu lassen.
(Und – ganz ehrlich – sie wäre hier auch ein Fremdkörper. Meine Mitarbeiter sind aufeinander eingespielt, ein prima Team. Da möchte ich keine zusätzliche Mitarbeiterin, die keine Ahnung hat, um was es hier geht, und das bestehende System durcheinander bringt.)
Ulrich argumentierte ähnlich wie ich. Joachim hatte auch keinen Bedarf, den sie erfüllen könnte.
Einzig Jason hätte in der Fertigung eine Stelle frei. Für die wäre sie eigentlich überqualifiziert, aber notfalls würden wir halt in den sauren Apfel beißen (und ihr mehr bezahlen, als die Tätigkeit dort wert ist). Allerdings ist das eine Vollzeitstelle, und es gibt gute Gründe (die ich hier aber nicht näher darlegen werde), diese Stelle nicht auf Teilzeit begrenzen zu können.

Kurz überlegte ich, ob ich sie nicht als Sekretärin ins Vorzimmer setzen soll. Dort behelfen wir uns immer noch mit Aushilfen und Leihsekretärinnen. Aber sie könnte halt auch nur als Bürohilfe arbeiten. Für komplexe Sekretariatstätigkeiten ist sie nicht qualifiziert. Und für die einfachen Tätigkeiten haben wir bereits zwei Bürohilfen. Das reicht.

Ideal wäre es, wenn ich sie zu Standort 4 schicken könnte. Bei Herrn Grau fehlt immer noch eine Vertretung für die dortige Mitarbeiterin in Elternzeit. Die hier zurückkehren wollende Mitarbeiterin kennt sich zwar mit der Thematik nicht aus, müsste sich halt einarbeiten. Das ginge schon.
Ich werde sie also vor die Wahl stellen zwischen einer Vollzeitstelle in der Fertigung und einer Halbtagsstelle bei Herrn Grau.

Ob unsere einstige Personalchefin in absehbarer Zeit wieder hier arbeiten wird, wissen wir übrigens auch nicht sicher. Inzwischen habe wir uns längst anderweitig arrangieren müssen, und ihre Verantwortlichkeiten an einen anderen Mitarbeiter vergeben, der sie mittlerweile voll ersetzt.
Dass gerade Frauen weit überproportional viel Ärger machen müssen. Ich stelle wirklich keine mehr ein, sofern ich eine akzeptable Alternative habe.

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