Catcalling on the Catwalk (part 1) #breakpointUrlaub2022 //2770

Meine Urlaubseindrücke habe ich zum größten Teil bereits im Urlaub geschrieben, ein paar Einzelheiten noch daheim ergänzt. Das WLAN war ausgezeichnet, aber mein Notebook zickte immer wieder herum, so dass ich lieber nicht bloggte (aber immerhin ein paar Tweets absetzte).
Der entstandene Text ist zu lange für einen überschaubaren Blogeintrag, so dass ich ihn in mehrere Teile aufsplitte.

Hätte ich am Flughafen oder im Flugzeug mein Gesicht hinter einer Maske verbergen müssen, hätte ich den Urlaub sausen lassen. Die Vorstellung, in dieser Enge stundenlang mit so einem atembehindernden Ding vor dem Gesicht herumsitzen zu müssen, hätte mich zu sehr abgeschreckt. In eine Tüte atmet man, wenn die Atmung durch Hyperventilation gestört ist, so dass das Blut zu alkalisch wird. Durch das Einatmen der kohlendioxidreichen ausgeatmeten Luft wird dies wieder reguliert. Warum jemand, dessen Atmung normal funktioniert, jetzt nicht nur in eine Tüte, sondern in eine Maske mit weit geringerem Volumen atmen sollte, erschließt sich mir nicht. Wenn mir etwas unangenehm ist und Beklemmung auslöst, kann es nicht gesund sein. Entsprechend sah man im Flughafen und im Flugzeug auch nur ganz vereinzelt Maskenträger. Die meisten Leute wollen diese lästigen Dinger schlicht nicht mehr.
Diesmal wurde ich am Flughafen nicht abgetastet. Sicherheitskontrollen verliefen flott und ohne Vorkommnisse. Dafür dauerten die Passkontrollen umso länger.

Das Hotel trägt seine fünf Sterne ganz zu recht. Große Zimmer, Marmor wohin man sieht, zwei Bäder in unserem Appartment (die sich aber nicht von innen abschließen lassen, was mich schon irgendwie stört). Allerdings ist mir das Servicepersonal viel zu hilfsbereit. Ständig fragen sie mich, ob sie mir noch etwas bringen können. Das geht schon sehr in Richtung Aufdringlichkeit. Viel lieber würde ich mich mit den Getränken selbst bedienen, statt zu warten, bis mir das Personal meine Bestellung aufnimmt und nochmal zu warten, bis es diese dann (hoffentlich korrekt) bringt. Und ich halte es für sehr übertrieben, wie begeistert das Reinigungsspersonal mich begrüßt, wenn es mich in den Gängen sieht. Ein freundlich-zurückhaltendes Merhaba wäre mehr als genug an Aufmerkamkeit, und käme wesentlich authentischer rüber. So wirkt das doch recht unecht und wenig glaubwürdig.
Das nächste Mal wieder (höchstens) vier Sterne. Ich fühle mich einfach viel wohler, wenn ich nicht ständig auf Schritt und Tritt betüdelt werde.

Das Essen ist sehr vielfältig und von ausgezeichneter Qualität. Die Auswahl entspricht zwar nicht unbedingt unseren westlichen Gewohnheiten, aber es findet sich immer etwas leckeres. Und der Nachtisch erst! So viele unterschiedliche Desserts, Kuchen, Baklava, und und und, so dass ich nur einen Bruchteil probieren kann.
Nach anderthalb Tagen begannen meine Oberschenkel:innenseiten, beim Gehen einander zu berühren. Signal für mich, mich beim Essen etwas zurückzunehmen. Denn wenn ich zu dick werde, schmeißt Carsten mich (metaphorisch) raus.
Es gibt hier auch mehrere À-la-carte-Restaurants. Aber wir zogen immer das Hauptrestaurant mit seinen abwechslungsreichen Buffets vor.
Der Kaffee ist gut (spätestens nach drei Tagen wusste ich, in welchem der zahlreichen Restaurants und Bars es den besten Cappuccino gibt), die Cocktails dagegen überzeugen mich leider nicht. Der Alkoholanteil ist halt hier doch ungewohnt niedrig. Nachdem mein Cuba libre aufgrund eines zu hohen Anteils an Limette sehr sauer schmeckte, bestelle ich stattdessen lieber Rum-Cola (oder gleich einen Lang-Eiland-Eistee ). Die sind in Ordnung.

Ende 1. Teil. Fortsetzung folgt.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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27 Antworten zu Catcalling on the Catwalk (part 1) #breakpointUrlaub2022 //2770

  1. pirx1 schreibt:

    Eine Filterschutzmaske ist keine luftdichte Tüte.

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  2. blindfoldedwoman schreibt:

    Zurückhaltend entspricht dort nicht der Mentalität. Deswegen käme es für mich als Reiseziel auch nicht in Frage. Auch meinen kulinarischen Ansprüchen wird es nicht gerecht.
    Gecatcalled wird da alles – von 12 bis 72. Kann man verstehen, wenn Frauen diese distanzlose Aufdringlichkeit unangenehm finden.
    Meine Tante hingegen fährt nur noch in die Türkei und all inclusive. Sie schwärmt regelrecht davon, vor allen Dingen, wie günstig es doch im Vergleich mit anderen Zielen ist.
    So gibt es für jeden ein passendes Ziel.

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  3. Mika schreibt:

    Zwei Dinge mag ich nie wieder im Leben betreten. Flugzeuge und Hotels. Für mich ist das zur Folter geworden.
    Ferien mache ich auf dem Bauernhof, oder in einer Ferienwohnung. Alleine der Gedanke an diese dienstbaren Leute, lässt mich erschaudern. Ich nehme mir lieber selber, was ich möchte und meine Drinks mixe ich so, wie es mir gefällt.
    Aber nie nie nie einen Rum mit Cola mischen, das ist Sünde!!!!!!!!!!!!!!!
    Gestern gab es einen alten Rum und eine Cohiba. Und dabei hat wer an mich gedacht, kann es schöner sein?

    Hast dich hoffentlich trotzdem gut erholt

    Gefällt 1 Person

    • Eigentlich fliege ich ja gerne. Ich mag es, wie Flugzeuge beim Start beschleunigen, und ich tracke den Flug (sofern möglich, war es diesmal aber leider nicht) gerne live mit.

      Am liebsten wäre mir ein Urlaub, wo ich alleine (bzw. nur mit meiner Familie) bin, aber trotzdem zu den Mahlzeiten ein reichhaltiges Selbstbedienungsbuffet zur Verfügung steht. Ist halt nicht praktikabel. Für die Abgeschiedenheit haben wir immerhin die Wochenenden, und im Urlaub geht’s dann in ein großes Hotel.

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    Zweimal Türkei in meinem Leben reichen. Mich sehen die eher nicht wieder.
    Ebenso Tunesien. Eine Kultur, mit der ich nicht so viel anfangen kann.
    Die alkoholischen Getränke sind meist mit lokalen Alternativ-Marken ersetzt, da originale Spirituosen schlicht zu teuer sind. Also Pansche. Das Essen ist gut bis üppig, aber zu viel Lamm und zu viele süße Nachspeisen, also eh nicht meins.

    Aber wem’s gefällt. Bitte sehr.
    Es wäre auch schlimm, wenn alle das Selbe lieben würden.

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  5. idgie13 schreibt:

    Ah. Den Screenshot nimmt es nicht.
    2. Kommentar auf dem Phone

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