Jäckiges :Innenleben //2736

Ich hatte (das ist schon einige Zeit her) Carsten’s Winterjacke bei mir in der Waschmaschine mitgewaschen. Das ist so ein riesiges, voluminöses Stück, dass es mindestens die Hälfte des Raumes in der Waschmaschinentrommel eingenommen hatte.
Bevor ich etwas zur Dreckwäsche gebe, kontrolliere ich, ob alle vorhandenen Taschen leer sind, schließe eventuelle Reißverschlüsse, entferne ggf. Gürtel oder sonstige Teile, die nicht mitgewaschen werden sollen.
Selbstverständlich ging ich bei dieser Winterjacke genauso vor. Möglicherweise habe ich etwas übersehen, denn das Ding hat außen Taschen, innen Taschen, unten Taschen, oben Taschen, sogar an den Ärmeln Taschen. [Ich dagegen muss froh sein, wenn ich in einer Jacke genügend Platz habe, wenigstens Kopftuch und Maske in jeweils einer der beiden winzigen Taschen unterzubringen. Wenn dann noch Handschuhe dazukommen ..]

Als ich die gewaschene Jacke aufhängen wollte, und dabei das unförmige Dinge zurechtdrehte, fiel mir auf, dass sich irgendwo zwischen :Außen und :Innen mindestens zwei Stoffklumpen befanden, die nicht dort sein sollten. Ich vermutete Handschuhe, die irgendwie durch eine Öffnung (möglicherweise kaputtes Innenfutter von Taschen) in den Zwischenraum gekommen waren. So gut es ging, schaute ich noch einmal alle Taschen durch. Aber die Jacke war nass und schwer, so dass ich schnell aufgab. Darum würde ich mich kümmern, wenn die Jacke einigermaßen trocken war. Außerdem wollte ich Carsten fragen, ob ihm etwas aufgefallen war, vielleicht ein Loch im Innenfutter, oder ob es noch mehr Taschen gäbe, die mir entgangen waren.

Auch im getrockneten Zustand habe ich keine Öffnung nach :innen gefunden. Carsten wusste auch nicht mehr. Die Stoffkumpen sind weiterhin tastbar, wenn man darauf achtet, aber darüber hinaus nicht störend.
Vielleicht wird das auf ewig ein topologisches Mysterium bleiben, für dessen Lösung man höhere Dimensionen bräuchte.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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25 Antworten zu Jäckiges :Innenleben //2736

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Eine Daunenjacke, also verklumpte Daunen oder eine kaputte Membrane ?

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  2. Mika schreibt:

    Eine Runde im Wäschetrockner könnte helfen. Eine gute Reinigungsfirma kriegt das auch wieder hin.

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  3. beweis schreibt:

    Hört sich gefährlich an. Winterjacken-Thrombose. Da hilft in der Regel viel Bewegung (der Jacke).

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  4. blindfoldedwoman schreibt:

    Das ist der Grund, wieso man normalerweise Tennisbälle mit in den Trockner wirft. So vermeidet man Ķlumpen im Futter.

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  5. pirx1 schreibt:

    Oma empfiehlt in solchen Fällen: höchstens anschlendern und langsames Einzelschontrocknen mit niedriger Temperatur und zwei Tennisbällen in der Trommel.

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  6. pirx1 schreibt:

    … höchstens anschlEUdern natürlich auch …

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  7. B E A N schreibt:

    Für mich ist eine Jacke in erster Linie ein Weg, mehr Gegenstände bequem mit mir tragen zu können, ohne auf einen Rucksack, eine Umhängetasche o.Ä. angewiesen zu sein. Dementsprechend gilt für mich: je mehr Taschen eine Jacke hat, desto besser.

    Meine Frau sieht das anders. Am Liebsten ist es ihr, wenn ich eine Jacke ohne sichtbare Taschen trage. Sowohl nach ästhetischen als auch nach Sicherheitsaspekten. Frei nach dem Motto: Wenn man nichts reinstecken kann, kann auch niemand was daraus klauen.

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