Geschmackssache //2734

Ob etwas schmeckt, lässt sich nicht in ein Bit pressen.

Ich schlage hier eine Art Schulnotenskala vor:
1: köstlicher Genuss, gehört zu meinen Lieblingsspeisen
2: esse ich gerne
3: ist in Ordnung, aber begeistert mich nicht
4: esse ich nur, wenn es nichts besseres gibt
5: würge ich mir notfalls rein, bevor ich hungere
6: igitt, kommt nicht in Frage.

Die meisten Speisen rangieren zwischen 2 und 4. Selbstverständlich ist das keine diskrete Zuordnung, sondern es gibt Zwischenstufen und kontinuierliche Übergänge. Und es kann auch davon abhängen, wie momentan der Appetit ist, ob einem der Gusto eher nach etwas Süßem oder Deftigem steht.

Exemplarisch gebe ich jeweils ein willkürliches, aber einigermaßen typisches Beispiel für meinen Geschmack:
1: Nusssahnetorte, 2: Pommes Frites, 3: Broccoli, 4: Spargel, 5: Pilze, 6: Rosinen.

De gustibus non est disputandum.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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22 Antworten zu Geschmackssache //2734

  1. pirx1 schreibt:

    Die zwanghafte Digitalisierung analoger Skalen auf „Teufel komm´ ´raus“ ist vielleicht modern, aber weitgehend sinnlos.

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    • Streng genommen ist unsere physische Welt gequantelt und somit diskret.
      Eine immens große, aber endliche Zahl an Neuronen, Molekülen, Atomen, Elementarteilchen lässt die Dinge fließend erscheinen, obwohl sie aus winzigkleinen Abstufungen bestehen, die wir aber nicht auflösen können.

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      • pirx1 schreibt:

        Mag die Welt auch gequantelt sein, sind es Zustände in dieser gequantelten Welt dann zwangsläufig ebenso?

        Treffen sich zwei Elektronen – fast. Diskret?

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        • Dass es zwischen den beiden zu Indiskretionen kommt, lässt sich nicht aussschließen.
          Was da genau zwischen den Elektronen läuft, ist weitgehend unbekannt, und wird bis dato mit Wahrscheinlichkeiten und Unschärfen modellmäßig beschrieben.

          Was konkret den Geschmacksinn betrifft, stimmst du mir hoffentlich zu, dass es – vereinfacht ausgedrückt – dabei darauf ankommt, welche Neuronen dabei beteiligt sind. Ob jetzt 100 gleichzeitig feuern, oder 101 oder nur 99, dürfte keinen merklichen Unterschied machen.

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          • pirx1 schreibt:

            Ist „schmeckt mir“ tatsächlich ausschließlich eine Frage der Neuronenreizungen des physiologischen Geschmackssinns – oder eher eine sehr vage und subjektive / situative Bewertung durch Beteiligung sonst vielleicht unbeteiligter Neuronengruppen oder anderer äußerer Umstände (z. B., weil man gerade besonders hungrig ist, verliebt ist, die Sonne scheint, etc.)?

            „Schatz, heute schmeckt mir dein Spargel aber besonders gut!“

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  2. Andreas schreibt:

    Ich glaub wir sind heutzutage zu sehr auf den Genuß fixiert … ich will mich da gar nicht ‚von ausnehmen. Der Körper braucht ne lange Liste von Sachen, und wir sollten unsere Ernährung zumindest in Teilen dahingehend ausrichten … und DANACH was für den Genuß tun.

    Ich verfolge so ein bisschen das Treiben der (in den entsprechenden Kreisen recht bekannten) amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Rhonda Patrick, die sich jeden Morgen nach eigenen Aussagen einen nähstoffoptimierten Smoothie reinzieht, und der besteht vor allem aus 8 Blättern Grünkohl, Mangold, Spinat und noch ein bisschen Kleinkram, ne Tomate war glaube ich mit drin, ne Avocado, paar Beeren .. you get the idea. Und das feuert die in einen großen Mixer, bis sich ein grünlich-bräunliches Etwas gebildet hat. Und das gibts dann zum Frühstück. Ich hab mir das mal gemacht … aber mir das ständig reinzuziehen würde ich definitiv nicht schaffen.

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  3. Mika schreibt:

    4: Nusssahnetorte, 4: Pommes Frites, 1: Broccoli, 1: Spargel, 1: Pilze, 2: Rosinen

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    1: Sashimi, 2: Steak, Spar Ribs, Seefisch, 3: Pommes, Gemüse, 4: Torten, 5: Süßkram, 6: Auberginen

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  5. Mika schreibt:

    Streng genommen mag ich ja fast alles. Bei mir gibt es
    1: esse ich total gerne, Gemüse, das ich nicht mag, kenne ich nicht.
    2: Esse ich gerne, wenn es richtig zubereitet ist
    3: Geht nicht, soll ich nicht essen. Schwein, Schnecken, Affenhirn und so

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