Wie innen, so außen //2724

Weiterbildungsmaßnahmen sind in den letzten zwei Jahren in der Firma zu kurz gekommen. In den letzten Wochen habe ich dafür wieder gehäuft genehmigt, dass meine Mitarbeiter Messen, Kongresse oder andere geeignete Veranstaltungen besuchen dürfen, um dort ihren fachlichen Horizont zu erweitern.
Ebenfalls im Rahmen von Weiterbildung war ich auf der Suche nach einer Software, die bestimmte Sachverhalte interaktiv visualisieren sollte, um meinen Mitarbeitern eine bessere Vorstellung davon zu geben, und ihnen in gewissem Rahmen Übungsmöglichkeiten bieten sollte.

Ein Bekannter spielte mir eine brandneue Anwendung einer deutschsprachigen Organisation zu (nach seinen Quellen fragte ich ihn besser nicht), die ich nach einigem Zögern auf einem Testrechner startete. Es war nicht genau das Thema, nach dem ich gesucht hatte, sondern sollte angeblich bestimmte Vorgänge simulieren.
Nun ja, ich könnte das Programm zumindest einmal ausprobieren. Installieren würde ich allerdings nichts. Der Bekannte versicherte mir, dass es ohne Installation laufen würde (deshalb weiß ich trotzdem noch nicht, was vielleicht alles im Hintergrund passiert).

Es dauerte etwas, bis das Programm vom USB-Stick lud. Dann erschien die Anwendung im Vollbild. Ich verabscheue es, wenn sich Anwendungen ungefragt in den Vollbildmodus drängen.
Nach dem Startbildschirm folgte ein weiterer Dialog, in dem die Lizenzbedingungen dargelegt werden. Ich hatte keine Zeit, sie genauer zu lesen, wollte das Programm ja noch nicht dauerhaft nutzen, sondern lediglich probeweise starten. Was kann ich dafür, wenn es keine Demoversion gibt.
Unterhalb der Lizenzbedingungen folgte in größerer Schrift noch ein Passus, bei dem ich hätte zustimmen müssen, dass ich zu einer der Gruppen [ich setze an dieser Stelle zur Obfuskation andere Begriffe ein, die nichts mit den originalen zu tun haben] „Rechtshänder:innen“, „Brillenträger:innen“ oder „Vegetarier:innen“ gehöre.
Ich bin kein „:innen“!
Von Grausen erfüllt, beendete ich die Anwendung. Sollen die ihren Schrott woanders hin verkaufen. Ich werde ihn nicht lizenzieren, selbst wenn er ansonsten noch so toll wäre.

Nur weil mein Bekannter nicht locker ließ, schaute ich mir später das laufende Programm an seinem mitgebrachten Notebook an.
Ja, da steckt schon einiges an Know-how dahinter. Handwerklich scheint es ganz gut gemacht zu sein (soweit ich das in den paar Minuten beurteilen kann). Es erinnert mich ein wenig an Crazy Machines, und das fand ich schon immer langweilig.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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8 Antworten zu Wie innen, so außen //2724

  1. Pingback: Reblogged: Wie innen, so außen – breakpoint | ☨auschfrei

  2. pirx1 schreibt:

    Welche Software (oder welches Produkt) könnte ich eigentlich noch benutzen, wenn ich mich bei der Anwendung tatsächlich über Banalitäten wie ein aus dem Chinesischen per Google-Translator radebrechend übersetztes (wahlweise auch ein von einem deutschen MINT-Vertreter geschriebenes) „Handbuch“ oder eine sog. „genderkorrekte“ Sprache noch aufregen würde?

    Gefällt mir

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