Ausklang //2662

Das Jahresende ist nicht mehr weit. Auch heuer möchte ich das Blog etwas zurückfahren. Es wird zwar keine richtige Blogpause geben, aber ich will seltener bloggen, und mich dabei nicht an Regeln halten, wie ich sie mir sonst für das Bloggen vorgegeben habe.
Das fängt schon heute an, wo ich weder unvollendete oder zurückgestellte Entwürfe poste, noch auf die Zeit vor 10 Jahren zurückblicke, wie ich es sonst am dritten Wochenende im Monat zu tun pflege.

Es fehlt mir wieder einmal die Motivation zu bloggen. Eigentlich ist das nicht ungewöhnlich. Ähnliche Tiefs hatte ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder.
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob ich ab – sagen wir – Mitte Januar wieder zweitäglich bloggen werde. Derzeit ist nicht nur der Mangel an noch interessanten Themen (es passiert aktuell nicht viel Blogbares, zeitlose Fülleinträge habe ich kaum noch, und für breakplaining sind nicht viele Begriffe geeignet, und davon etliche bereits ausgeschöpft) das Problem, sondern auch ein gewisser Überdruss. Mir wird momentan alles zuviel. Aktuelle Ereignisse belasten mich.
Aber vielleicht wird es auch wieder besser, wenn ich über die Feiertage eine ruhige Zeit habe, mich entspannen und erholen kann. Wir werden sehen.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich hier etliche Leser verloren, und auf Twitter langjährige Follower (teilweise wurde ich sogar – ohne vorangehende Interaktion – geblockt). Ich stelle das jetzt nur völlig neutral fest und dokumentiere es für’s Protokoll.

In der Firma sind wir jetzt noch im Endspurt. Ich bin derzeit nur noch höchstens einmal pro Woche im Büro, hauptsächlich, um im Labor zu arbeiten. Die am Jahresende fälligen Mitarbeitergespräche haben wir alle per online Meeting geführt. Jahresendfeiern oder ähnliches gab es heuer überhaupt keine. Nothing more to say.

Es ist vermutlich noch etwas zu früh, euch jetzt schon schöne Feiertage zu wünschen, aber ich mache es trotzdem.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Ausklang //2662

  1. Geeforce schreibt:

    Ich hab mir angewöhnt nur mehr für mich zu bloggen. Wenn ich es will, wannich es will und wie ich es will. Sonst geht der Entspannungsfaktor beim schreiben flöten… 😉

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    • Normalerweise habe ich schon gerne eine Struktur, die mir vorgibt, wann ich zu bloggen habe. Das heißt nicht, dass ich mich sklavisch daran halten muss, aber ohne gewisse Vorgaben hätte ich bestimmt nicht so lange durchgehalten. Irgendwann wäre das Blog eingeschlafen.
      Kontinuität, Regelmäßigkeit und Routine unterstützen mich, weil sie mir (ggf. anstrengende) Entscheidungen abnehmen, wann, und ob überhaupt, und was … Diese Gewohnheit hilft mir, diszipliniert zu bleiben.
      Nur vorübergehend für wenige Wochen lasse ich es jetzt lockerer angehen, und reduziere meine Blogaktivität.

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  2. blindfoldedwoman schreibt:

    Wenn einen Dinge belasten, so hilft es oft sie niederzuschreiben.

    Wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest.
    Gerade mit kleinen Kindern ist das etwas besonderes, weil für sie noch alles neu und zauberhaft ist.
    Daran erinnert man sich später immer wieder gern.
    Plätzchen backen, Weihnachtsbaum schmücken, eine festliche Tafel und Geschenke, Familie und gemeinsame Rituale.
    Mit Kindern hat das eine ganz andere Qualität, finde ich.

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    • Niederschreiben ist die eine Seite, veröffentlichen die andere. Und letzteres möchte ich derzeit eher nicht.

      Mit Plätzchen backen, Weihnachtsbaum u. dgl. habe ich ja so gar nichts am Hut, und entsprechend machen wir so etwas auch nicht.
      Wir werden einfach ein paar Tage ruhig, faul und hoffentlich stressfrei verbringen.

      Aber danke. Dir und deinen Angehörigen wünsche ich ebenfalls schöne Feiertage.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Hast Du so gar keine schöne Kindheitserinnerungen daran?

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        • Wir hatten zwei Sets mit (zueinander einigermaßen passenden) Krippenfiguren: Maria, Josef, Baby, Hirten, Ochs, Esel, Schafe, 3Könige, ..
          Mit denen habe ich gerne gespielt.

          Dann hatten wir noch ein „Engelsgeläute“ (von meinem Vater „Klingelding“ genannt):
          Da waren vier Kerzen, die die Luft über ihnen erhitzten. Die Luft stieg durch die Konvektion auf, und stieß auf Rotorblätter, wurde durch diese abgelenkt und übte einen Rückstoß aus. Durch das entstandene Drehmoment begann sich der Oberbau zu drehen.
          Oben hingen drei Engelchen aus Messingblech, an denen kleine Stäbchen lose befestigt waren. Durch die Zentripetalkraft flogen diese Stäbchen beim Drehen nach außen und trafen dabei auf zwei Klangkörper, regten diese zur Resonanz an, und es machte jedesmal „Bling“.


          (Sehr ähnlich. Auf dem Foto hängt aber ein Engelchen falschrum.)

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Bei uns hat immer das Christkind geklingelt (meine Mom), bevor man zur Bescherung ins Wohnzimmer durfte. Dort lagen die Geschenke unter dem geschmückten Baum.
            Damals noch mit Lametta.
            Und meine Mutter hat ganz wunderbar gekocht.
            Natürlich drehte sich schon Wochen vorher im Kindergarten alles um Weihnachten. Zuhause wurden Plätzchen gebacken, der Baum ausgesucht und man war aufgeregt, welche Geschenke man bekommen würde.

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            • Ja, so ähnlich war das bei uns auch.
              Draußen Kälte und Schnee, und wir Kinder mussten so lange draußen bleiben, bis das Christkind endlich dagewesen war.
              Stundenlang in der Kirche rumgesessen. Christstollen mit Rosinen. Der Baum hat seine Nadeln verloren, zu nah durfte man ihm eh nicht kommen, weil die Christbaumkugeln so empfindlich waren.

              Geschenke:
              60% was man eh gebraucht hätte (z.B. Bekleidung, Schulsachen)
              10% Fressalien (z.B. Dominosteine), die man dann irgendwann mit dem Rest der Familie teilte
              10% was wirklich Freude machte (z.B. Bücher, Material zum Basteln oder Handarbeiten, Briefpapier), aber teilweise schon vorher bekannt war, und teilweise zu schön, um es wirklich zu benutzen
              10% unnötiges Zeug, das dann nur in einer Ecke herumgammelte, Platz wegnahm und verstaubte (z.B. Dekokram)
              10% was man als „Aussteuer“ bezeichnen könnte, also Handtücher, Bettwäsche, Geschirr, .. das aufgehoben, aber niemals benutzt wurde.
              (Prozentangaben grob geschätzt und über mehrere Jahre gemittelt)

              Dazu der Druck, für die Familienangehörigen selbst ein schönes Geschenk zu finden, was schwierig ist, wenn die so gar keine ausgeprägten Interessen haben.
              Ein paar Jahre lassen sich überbrücken, aber irgendwann geht die Originalität verloren.
              Da wäre es viel sinnvoller, Geschenke ohne kalendarische Vorgaben zu machen, nämlich dann, wenn man etwas entdeckt, von dem man glaubt, dass der andere sich darüber freut.

              Es ist nicht so, dass ich grundsätzlich etwas gegen Geschenke hätte, oder undankbar wäre. Aber ich lehne diese Kopplung an ein von außen vorgegebenes Datum ab.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Ich musste glücklicherweise nur in die normale Messe, fand das aber auch wenig prickelnd.Schnee gab es nur sehr selten.
              Geschenke für Erwachsene gab es nie.
              Dafür wirkliche Herzenswünsche für mich als Kind.
              Meine Mutter hätte nie Rosinen verbacken, wenn ich sie nicht gemocht hätte.
              Das mit der Kirche haben wir irgendwann abgeschafft.

              Jetzt bist Du ja selbst Mutter und kannst alles schöner machen. Spätestens nächstes Jahr werdet ihr nicht drumherum kommen.

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            • Bei Apfelstrudel oder Käsekuchen gab es immer auch einen Teil speziell für mich, der ohne Rosinen war.

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Liebe Anne,
    Dein Blog ist einer meiner liebsten und ich werde Deine Beiträge vermissen. Ich verstehe, was Du schreibst und kann es gut nachvollziehen. Die Welt, die Menschen, die Interessen verändern sich. Oft nicht zum Vorteil. Aber im Blog geht es ja nicht um Entertainment anderer Menschen. Deshalb nimm dir die Zeit, auch die Zeit für deine Familie, deine Arbeit und Firma. Alles hat eine höhere Priorität als ein Blog.

    Ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit und viele herzbewegende Momente.

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  4. Mia schreibt:

    Oh je, das sind wirklich keine schönen Kindheitserinnerungen an Weihnachten.
    Dann ist deine Schwester aufgrund dessen ähnlich traumatisiert? Und dein Mann auch? Offensichtlich liegt ihm – so wie dir – nichts an weihnachtlichen Ritualen?

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  5. Leser schreibt:

    Ich kenne das mit der Belastung nur zu gut. Habe doch glatt über mehr als 2 Wochen völlig vergessen, hier im Blog vorbeizuschauen. Mich stattdessen in einen Informationsstrudel begeben, der für „Zerstreuung“, „Unterhaltung“ oder ähnliches keine Zeit mehr ließ.
    Dennoch bin ich dem Blog als Leser nicht verloren, ich denke irgendwann schon wieder daran, spätestens wenn ich eine Auszeit brauche von dem andern Kram 😉

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  6. Pingback: Ein vergeblicher Blick in die Kristallkugel //2673 | breakpoint

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