Aus Dingsda //2657

Durch meine wissenschaftliche Arbeit und Forschungsprojekte habe ich inzwischen einige interdisziplinäre Kontakte auf der ganzen Welt.

Unter anderem ist da ein Wissenschaftler (übrigens eine anerkannte Koryphäe in seinem Fachgebiet) in den USA, dessen Nachname mir bekannt vorkam. Der Nachname ist erkennbar deutschen Ursprungs, wenn auch selten. Einer meiner Urgroßväter hatte denselben Nachnamen. Ich weiß, dass sein Bruder (dessen Vornamen ich leider nicht kenne) in die USA auswanderte. Sie hatten aber noch lange Kontakt miteinander.
Ich fragte diesen Wissenschaftler also, wo seine Vorfahren ursprünglich herstammten. Er antwortete, dass er selbst das nicht wisse, aber seinen hochbetagten Großvater fragen wolle, und sich dann wieder bei mir melden würde.
Nach einiger Zeit erhielt ich Antwort. Den genauen Ort scheint sein Großvater auch nicht gewusst zu haben, aber immerhin die Gegend, und die stimmt überein. Auch der Zeitrahmen passt, soweit das noch nachvollziehbar ist.

So wie es aussieht, sind dieser Wissenschaftler und ich mit hoher Wahrscheinlichkeit verwandt, wenn auch um einige Ecken – Vetternschaft dritten Grades oder so.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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17 Antworten zu Aus Dingsda //2657

  1. Leser schreibt:

    So etwas rauszufinden ist doch immer nett. Vor allem in der amerikanischen Gesellschaft bedeuten selbst solche entfernten Verwandtschaftsgrade oft sehr viel, d.h. es könnte passieren, wenn Du ihm davon erzählst, dass er sich zu einem Besuch bei seiner „Verwandtschaft“ entschließt und Du die Chance hast, mit der Koryphäe persönlich zu sprechen 😉

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  2. blindfoldedwoman schreibt:

    Es gibt schon erstaunliche Zufälle.
    Ich hatte mal einen Geschäftskontakt, der im Krieg als Kind in unser Dorf verschickt wurde und er konnte sich erinnern, von einem Mann aus der Stadt mitgenommen worden zu sein, der die Milch zur Molkerei gebracht hatte.
    Das war mein Opa.

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    • Solche Zufälle gibt es.
      Im ganzen Riesenwust aus erwartbaren, alltäglichen Geschehnissen ragen diese wenigen außergewöhnliche Ereignisse heraus, und sind auf jeden Fall erwähnenswert.

      Der eigentliche Clou ist ja: Hätte ich nicht zufällig den Mädchennamen meiner Oma gekannt und mich daran erinnert, dass ihr Onkel emigriert ist, wäre ich erst gar nicht auf die Idee gekommen, überhaupt nachzufragen.

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Ein netter Zufall und ich würde der Sache noch nachgehen.
    Ist doch spannender als ein U-Ei 🙂

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    • Über etliche Ecken sind wir doch alle miteinander verwandt.

      Funfact: In der n-ten Generation davor hat jeder theoretisch 2^n Vorfahren. Durch den Ahnenschwund sind es (mit zunehmendem n) tatsächlich weniger. Dabei gibt es insgesamt deutlich mehr weibliche als männliche Vorfahren.

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      • Leser schreibt:

        Lustig finde ich auch, wie unintuitiv das ist, weil: Früher hatten die Familien tendenziell eher mehr Kinder als weniger, und trotz der vielen Ahnen ist ja die Bevölkerung erst in den letzten Jahrzehnten so stark explodiert, d.h. es gab insgesamt auch noch viel weniger Menschen. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Widerspruch (auch wenn es natürlich keiner ist, und sich sicherlich sogar auf interessante Weise mathematisch erklären ließe).

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        • Das ist doch ganz einfach: Vor – sagen wir 10 Generationen – wären es gut 1000 Vorfahren, vor 20 Generationen über eine Million, vor 30 Generationen mehr als eine Milliarde.
          So viele Leute gar es damals gar nicht (in akzeptabler Entfernung schon gar nicht). Die Partnerwahl lief wesentlich lokaler oder regionaler als heute.
          Auch wenn es meist unüblich war, dass Cousin und Cousine gemeinsame Kinder hatten, kam es vor. Und bei etwas weiterer verwandtschaftlicher Entfernung war es irgendwann nicht mehr zu vermeiden.

          Dass wir mehr weibliche als männliche Ahnen haben, liegt daran, dass es gar nicht ungewöhnlich war|ist, dass ein Mann Kinder mit mehreren Frauen hat, das aber umgekehrt bei Frauen eher die seltene Ausnahme war|ist. Im Laufe der Jahrtausende hat sich dieser Effekt aufkumuliert.

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  4. pirx1 schreibt:

    Die Mormonen betreiben aus religiösen Gründen intensive genealogische Forschungen. Daneben gibt es unzählige Quellen dafür angefangen von Erinnerungen noch lebender Verwandter und Zeitzeugen über Geburts-, Tauf-, Ehe- und Sterberegistern in den jeweiligen Gemeinden und Rathäusern, Fotoalben, Totenbilder, Wehrdienstunterlagen und Kriegstagebücher und alte Vertragsunterlagen bis zu Zeitungsunterlagen. Wenn man einmal mit den Nachforschungen anfängt, dann wird das schnell zur Sucht und die Entdeckungen in der Familienvergangenheit sind durchaus spannend und perspektiverweiternd, manchmal auch erschreckend.

    Originalunterlagen aus der Vergangenheit in Händen zu halten ist anrührend. Die niederländische Familie meines Großvaters mütterlicherseits konnte ich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen, die französisch-saarländische meiner Großmutter mütterlicherseits mit Wurzeln auch im Bayerischen Wald immerhin bis zur napoleonischen Zeit.

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  5. Geeforce schreibt:

    Ahnenforschung ist auch ein ganz netter Zeitvertreib, wenn man ein bisschen Geduld mitbringt… 😉

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  6. Pingback: Tweets Numero m+2 //2753 | breakpoint

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