Singing in the Home Office //2633

In den letzten Monaten habe ich mein bevorzugtes Radioprogramm zunehmend auf Bayern 1 umgestellt. Nur wenn dort etwas läuft, was ich nicht mag (wie Gottesdienste oder Sportübertragungen), höre ich noch Bayern 3.
Auf Bayern 1 gefällt mir außer dem regionaleren Bezug der Nachrichten und Wettermeldungen die meist nicht mehr so ganz aktuelle Musik, die mich oft an meine Jugend oder Studienzeit erinnert. Viele dieser Songs kann ich teilweise auswendig, aber da sind halt auch Lücken im Text, bei denen ich den Text entweder nie so ganz richtig verstanden, oder inzwischen vergessen habe.

Da ist es mir eine große Hilfe, dass man mit Google im Allgemeinen Songtexte sehr schnell finden kann. Ich muss in die Suchmaske nur den Titel eingeben und „lyrics“ anhängen, schon liefert Google in den meisten Fällen den Liedtext gleich direkt, ohne noch eine weitere Seite aufrufen zu müssen. Ohne die Noten dazu zu sehen, ist es allerdings häufig auch schwierig, die Rhythmik richtig zuzuordnen. Dazu muss man das Lied meist schon einigermaßen gut kennen.
Inzwischen habe ich allerdings schon des öfteren festgestellt, dass ich mir manche Passagen falsch eingeprägt hatte. Andere Texte sind tatsächlich so banal und nichtssagend, wie ich sie verstanden hatte. Dabei hatte ich häufig gedacht, dass ich sie akustisch schlicht nicht richtig wahrgenommen hätte. Aber auch wenn ich den gesamten Text geschrieben vor mir sehe, verstehe ich den Sinn dahinter manchmal immer noch nicht.
Zum Glück bin ich ja schon vom Singen in der Kirche gewohnt, dass mir die Bedeutung eines Liedtextes völlig gleichgültig ist. Ich singe ihn trotzdem, mag er noch so ein Schwachsinn sein.
Bei manchen Musikstücken habe ich den Eindruck, dass es verschiedene Varianten gibt: eine normale und eine gekürzte. Manchmal fehlen ganze Strophen. Bei den kürzeren Versionen vermisse ich dann gerade die besten Stellen.
Es hat auch den Anschein, dass sich bei der Auswahl bestimmte Interpreten zeitweise häufen, und dann immer wieder gespielt werden. Ein paar Wochen später sind dann wieder andere dran. Es würde mich schon interessieren, nach welchem Algorithmus die Auswahl erfolgt.

Andererseits muss ich mir inzwischen wohl doch eingestehen, dass meine Stimme nicht nur vorrübergehend, sondern permanent nachgelassen hat. Eine Zeitlang konnte ich es mit fehlender Übung oder (Nachwirkung) der Schwangerschaft begründen, aber inzwischen gelten diese Ausreden nicht mehr. Die feste Kontrolle über meine Stimme ist mir abhanden gekommen. Früher konnte ich sehr genau steuern, welcher Ton herauskommen sollte. Jetzt leider nicht mehr so zuverlässig. Manchmal klingt es schief. Außerdem kann es sein, dass die Klarheit meiner Stimme sich abgeschwächt, und ihr Timbre sich verändert hat. Ich bin mir aber nicht sicher.
Nun ja – ich singe nur zum Spaß. Niemand muss mir zuhören (außer Johannes – und dem scheint es zu gefallen). Erst recht niemand zahlt dafür.


Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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9 Antworten zu Singing in the Home Office //2633

  1. beweis schreibt:

    Aber auch wenn ich den gesamten Text geschrieben vor mir sehe, verstehe ich den Sinn dahinter manchmal immer noch nicht.
    Schöne Musik UND einen guten verständlichen Text – das ist wirklich sehr selten. Bei mir ist das bis heute weitgehend lautmalerisch geblieben. Bei manchen Lieblingsliedern will ich den Text gar nicht verstehen, um nicht enttäuscht zu sein.

    Seit ich ein Auto habe, das im Innenraum extrem laut ist, singe ich nach etwa 20 Jahren nachbarschaftlicher Rücksichtnahme wieder aus dem Zwerchfell heraus bis zur Heiserkeit. Mein Kind macht mit. Die Dezibel kommen dann schon nahe an ein Rockkonzert aus den 70-ern.
    Das rückt einiges wieder zurecht in der Stimme – offenbar braucht es Inbrunst, um den Rost abzuschütteln.

    Im Moment singen wir meistens das hier, wobei wir mit Text und Schnelligkeit noch Probleme haben. Aber wir üben.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Du musst einfach mehr singen. Der kleine Chef macht bestimmt gern mit !

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  3. ednong schreibt:

    Hehe,
    Ich würde dir ja auch gerne mal zuhören…

    Und ja, dass die Rentner-Sender inzwischen für mich interessante Musik spielen, habe ich auch bemerkt.

    Gefällt 1 Person

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